Pennystocks und Abzockerei

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bscyb
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Elias hat am 17.08.2012 - 08:15 folgendes geschrieben:

Ein Blick auf die täglichen Gewinner- und Verliereraktien zeigt, um welche Titel es zum Beispiel an der Schweizer Börse geht: Cytos, Mindset, Mondobiotech, Newron oder Swissmetal. Oftmals bewegen sich diese Titel ruckartig, ohne dass zwingend eine unternehmensspezifische Nachricht bekannt geworden wäre. Der einzige Antrieb beruht auf der Hoffnung der Anleger auf einen Deal, eine Übernahme oder die Marktreife eines neuen Produkts.
...

Im Juli zählte die Schweizer Börse im SPI-Segment sechs Titel, deren Kurs unter der Ein-Franken-Grenze lag – darunter Firmen wie Perfect, die in der Flugzeug-Charter-Branche ihr Auskommen sucht, Mondobiotech und Evolva, zwei Biotech-Unternehmen, die sich in Nachlassstundung befindende Swissmetal sowie die Logistikfirma Swisslog, die seit Jahren finanziell darbt.

Zum Artikel: Ich hätte Swisslog nicht in den gleichen Topf geworfen mit dem Rest der genannten Firmen. Swisslog steht meiner Meinung um Welten besser da als der Rest der genannten Firmen. Was nicht viel bedeutet, wenigstens die beste der "schlechtesten" Firmen.

Auch gibt es beim Rest noch grosse Unterschiede zwischen Lottoscheinen (Biotech-Firmen), offensichtlich scheintoten Firmen (ich nenne keinen Namen) und Firmen in Insolvenz (Swissmetal, Petroplus...).

Wichtig wäre auch der Unterschied zwischen Firmen, die einfach einen tiefen Kurs haben, in finanziellen Schwierigkeiten stecken aber seriös sind und offensichtlichen Betrugsversuchen ("Pump & Dump", Briefkastenfirmen mit falscher PR...etc.) auf der anderen Seite.

Siehe frühere Beiträge für Details.

 

MarcusFabian
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bscyb hat am 08.08.2012 - 09:46 folgendes geschrieben:


Ich würde die wenn möglich ignorieren und Zahlen und Management inkl. Buchhaltung/Revision der Firma wenn möglich selbst überprüfen.

 

Und wenn ich mal ergänzen darf - und das gilt nicht nur für Pennystocks:
Es sollte nicht nur Gewinn/Dividende pro Aktie betrachtet werden sondern auch Schulden pro Aktie!

bscyb
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Sonne, Mond und Steuergelder...

Der Bericht der parlamentarischen Untersuchungskommission (PUK) zum Korruptionsskandal in der kantonalen Pensionskasse (BVK) wartet mit einigen brisanten Enthüllungen auf. Gemäss einem Entwurf ihres Abschlussberichts, der dem «Tages-Anzeiger» vorliegt, ist der grösste Einzelverlust – 273 Millionen Franken bei der Beteiligungsgesellschaft BT & T – auf ein krasses Versagen jeglicher Kontrollen und auf das Ignorieren aller Warnungen zurückzuführen. Geradezu grotesk mutet an, dass sich Walter Meier, Chef der BT & T, bei Investitionsentscheiden und bei den Sanierungsbemühungen in den Jahren 2000 und 2001 auf die Mithilfe eines Astrologen verliess.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/geld/BVK-Ein-Astrologe-bestimmte-...

Edit: Und BT&T-Meier scheint fein aus dem Schneider zu kommen bisher:

Mitte September findet das Gerichtsverfahren in der Korruptionsaffäre um die BVK Personalvorsorge des Kantons ­Zürich seine Fortsetzung. (...)

Kaum noch in Erscheinung treten dürfte dagegen Walter Meier. Obwohl der ­Architekt der Bereicherungsmaschine BT&T-Gruppe überhaupt erst die Grundlage dazu geschaffen hat, dass viele Pensionskassen Hunderte von Millionen Franken verloren haben und Beteiligte bestochen wurden.

Der Skandal hätte auch Jahre früher auffliegen können. Im Februar 2001 hat BILANZ in einem Artikel mit dem Titel «Hier kassiere ich» Meiers System und die Einbindung diverser Pensionskassen in die BT&T aufgezeigt. Inzwischen sind die von Walter Meier zugegebenen Zahlungen, die er nach eigenen Aussagen alle vor dem Jahr 2000 getätigt habe, ­verjährt. Schmiergeldzahlungen nach der Jahrtausendwende konnte ihm die Zürcher Staatsanwaltschaft – bislang – keine nachweisen.

Meier sass im Sommer 2010 für gut fünf Wochen in Untersuchungshaft. Nun fordert die Staatsanwaltschaft eine ­bedingte Freiheitsstrafe von achtzehn Monaten. Dabei hat Meier von allen ­Beteiligten am meisten abkassiert. Laut einem BILANZ vorliegenden Steuerausweis verfügte er 1999 über ein Nettoeinkommen von 2,2 Millionen und ein Vermögen von 157,8 Millionen Franken, die fast ausschliesslich von BT&T stammen. In den Folgejahren kamen wohl noch ­einige Dutzend Millionen dazu, bis die Gewinnmaschine implodierte.

http://www.bilanz.ch/people/bvk-personalvorsorge-hier-kassiere-ich

CH-Regulation, ein Hohn Wink ?!

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