Philosophie und Börsenerfolg

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MarcusFabian
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sime hat am 18.08.2014 - 23:45 folgendes geschrieben:

... meiner Meinung nach gilt es die Kinder besser zu schützen, damit ist die elterliche, aber nicht behördliche Verantwortung gemeint.

 

Wer Kinder und Mütter schützen will ist ein Nazi! (... zumindest nach Interpretation der deutschen Medienfabriken)

Glaubste nicht? Guckste mal: https://www.youtube.com/watch?v=kx9Et4dKO5c&list=PL39102F1839BB6B8E

 

 

aprecio
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sime hat am 18.08.2014 - 23:45 folgendes geschrieben:

Wenn ich z.B. eine Schifffahrt auf dem Thunersee machen möchte, muss ich mich da bei Kapitän Roboter Eins melden, um mal einen Blick auf die Brücke zu haben oder wer arbeitet dann da? Ich bin da noch nicht so futurama.

 

dann habe ich dich ja doch richtig verstanden: die richtung, in welche die technik sich heute entwickelt, ist eher ein fluch.

2 der reichsten männer haben sich positiv über die 3-tage-woche geäussert und das video gibt der ganzen theorie neuen schwung. du hast selbst erwähnt, dass der kapitalismus ziemlich krankhafte und besorgniserregende züge an den tag legt. im zusammenhang mit dem video ist mir "lasagne" in den sinn gekommen :shock:

also was macht man mit der vielen freizeit? was könnte man mit ressourcen anstellen, ohne den ganzen planeten umgraben und in raumanzügen (gegen viren, UV, strahlung, verpestung) im stau stehen zu müssen? genau dafür braucht es gute vorschläge und ein erfüllendes leben. die pläne der NWO kennst du ja bestens. die rechtsparteien haben aus dem seit jahrzten bekannten demographischen wandel bereits ziemlich stimmung machen können.

es gibt nun einmal leute, die wurden ohne geldsorgen erzogen - meistens akademiker. für sie spielt geld eigentlich gar keine rolle. sie schätzen es nicht wie normale arbeiter. kann schon sein, dass der arbeitslose arbeiter sich zu tode langweilt und der arbeitslose akademiker einfach golf spielen geht. das ist nun mal sache des staates, die zukunftsvisionen des staates zu erarbeiten.

leute, die keine zeit oder lust haben, sich mit alternativen auseinander zu setzen, obwohl sie immer mehr probleme erkennen, kämpfen vermutlich paradoxerweise gegen veränderungen an.

ich höre immer mehr, man müsse den stellenwert des geldes in unserer gesellschaft radikal ändern.

Die Freien Künste waren so bezeichnet, um sie gegenüber den praktischen Künsten (Artes mechanicae) als höherrangig zu bewerten. Seneca schreibt in seinem 88. Brief: Quare liberalia studia dicta sunt vides: quia homine libero digna sunt („Du siehst, warum die freien Künste so genannt werden: weil sie eines freien Mannes würdig sind“). Als freier Mann galt, wer nicht zum Broterwerb arbeiten musste. Somit konnten nur solche Beschäftigungen würdig sein, die keine Verbindung mit Erwerbstätigkeit hatten.

...

Als fester Kanon von sieben Fächern sind die Freien Künste erst in der Spätantike (bei Augustinus und Martianus Capella) bezeugt. Für diese Autoren bestand der Zweck des Wissenserwerbs in den sieben Fächern nicht in schulischer Allgemeinbildung; vielmehr war die Zielrichtung eine philosophische bzw. religiöse (Vorbereitung der Seele auf den Aufstieg in die intelligible Welt nach der Lehre des Neuplatonismus bzw. in den Bereich der göttlichen Dinge im christlichen Sinne).[4] Martianus Capella hebt ausdrücklich hervor, dass Medizin und Architektur nicht zum Kanon gehören.

http://de.wikipedia.org/wiki/Artes_liberales

eigentlich wollte ich hochbauzeichner werden. ich wurde kaufmann und merkte dann, dass ich handwerker und student wäre - glaube ich.

die ausbildung stand mir nie im weg. aber das geld schon manchmal. vor allem die geier, welche die macht darüber beanspruchen.

wir haben ein ganz falsches bild von sklaven im ursprünglichen sinne.

MarcusFabian
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aprecio hat am 19.08.2014 - 23:43 folgendes geschrieben:

smiley

also was macht man mit der vielen freizeit?

Ich schätze mal, das wird der Einzelne entscheiden können.

Es wird immer Leute geben, die gerne 100% arbeiten, weil sie das einfach brauchen. Die werden sicherlich - auch wenn es in Globo weniger menschliche Arbeit zu verrichten gibt - etwas sinnvolles tun können.

Und die anderen? Die kümmern sich vielleicht mehr um die Kinder, treiben Sport, gehen Wandern, lernen ein Instrument, Malen, Basteln, Modellflugzeuge bauen, gehen Hobbies nach ... was weiss ich ... da gibt es unzählige Möglichkeiten.

Wer - so wie Du - heute sagt, dass er seine Arbeit gerne behalten möchte bzw. sich ohne Arbeit unausgelastet fühlen würde, der ist ja eigentlich schon priviligiert. Denn Deine Aussage impliziert, dass Du eine anspruchsvolle und interessante Arbeit hast, die Du nicht missen möchtest.

Nun gibt es demgegenüber eine Mehrheit von Arbeitnehmern, die eine uninteressante, langweilige Arbeit haben, die sie noch so gerne an einen Roboter abgeben würden.

Und genau hier sehe ich das Positive der Entwicklung: Roboter würden nämlich in erster Linie just jene Arbeiten übernehmen, die stumpfsinnig sind und somit genau jene Menschen entlasten, die ihre Arbeit ohnehin nicht mögen.

Daneben könnten Menschen wir Du ihrer anspruchsvollen Arbeit weiterhin wie gewohnt nachgehen. Eine win-win-Situation also für alle.

 

Elias
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MarcusFabian hat am 20.08.2014 - 18:00 folgendes geschrieben:

aprecio hat am 19.08.2014 - 23:43 folgendes geschrieben:

smiley

also was macht man mit der vielen freizeit?

Ich schätze mal, das wird der Einzelne entscheiden können.

Das ist doch mal eine gute Frage. Was macht ein Privatier?

Zum Beispiel Freitag um Mitternacht hier posten. Und dann in der Not unter einem zusätzlichen Account einloggen.

Das würde doch jeder von uns auch machen, oder nicht?

 

Darum sind auch so viele Privatiers hier im Forum...... (wenn wäisch wan i mein)

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

Nebukadnezar
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Musst du jede interessante Diskussion zunichte machen? Dein Problem solltest du im Langfristiges-Aktieninvestment Thread ausdiskutieren.

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mach3
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Ich oder meinst du Elias. Ist ja egal. Es geht um die Freizeit.

 

theoretisch könnte man viel damit machen. Es geht darum, ob man es auch praktisch macht. Klar, auch Geld spielt eine Rolle. Aber nicht unbedingt.

 

Also morgen wird wieder ein schöner (sonniger) Tag und ich werde nicht frei über meine Zeit verfügen könnnen (gewisse Freiheiten zum Glück schon). Also wenn ich frei hätte, würde ich mit dem Schlauchboot von Bremgarten nach Brugg fahren und einen total entspannten Tag in der (Wasser) Natur erleben.

mach3
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Können natürlich mit 2 n

Elias
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Nebukadnezar hat am 20.08.2014 - 19:43 folgendes geschrieben:

Musst du jede interessante Diskussion zunichte machen? Dein Problem solltest du im Langfristiges-Aktieninvestment Thread ausdiskutieren.

Lass dich durch Zwischenfragen nicht aus der Ruhe bringen, sondern sorge mit weiteren interessanten Postings für die Fortsetzung  der Diskussion.

 

Spannende Philosophie verträgt nur Gleichgesinnte.

 

 

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sime
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aprecio hat am 19.08.2014 - 23:43 folgendes geschrieben:

sime hat am 18.08.2014 - 23:45 folgendes geschrieben:

Wenn ich z.B. eine Schifffahrt auf dem Thunersee machen möchte, muss ich mich da bei Kapitän Roboter Eins melden, um mal einen Blick auf die Brücke zu haben oder wer arbeitet dann da? Ich bin da noch nicht so futurama.

 

dann habe ich dich ja doch richtig verstanden: die richtung, in welche die technik sich heute entwickelt, ist eher ein fluch.

2 der reichsten männer haben sich positiv über die 3-tage-woche geäussert und das video gibt der ganzen theorie neuen schwung. du hast selbst erwähnt, dass der kapitalismus ziemlich krankhafte und besorgniserregende züge an den tag legt. im zusammenhang mit dem video ist mir "lasagne" in den sinn gekommen smiley

also was macht man mit der vielen freizeit? was könnte man mit ressourcen anstellen, ohne den ganzen planeten umgraben und in raumanzügen (gegen viren, UV, strahlung, verpestung) im stau stehen zu müssen? genau dafür braucht es gute vorschläge und ein erfüllendes leben. die pläne der NWO kennst du ja bestens. die rechtsparteien haben aus dem seit jahrzten bekannten demographischen wandel bereits ziemlich stimmung machen können.

 

Sorry Aprecio, aber mich stört, dass Du mir hier einen Schuh anziehen willst, indem Du ein kleiner Ausschnitt von meinem Beitrag herauspflückst, um ihn dann beliebig umzudeuten. Damit ich Dir gedanklich dann folgen kann, soll ich bereits nach 10 Zeilen Deiner Antwort bereitst 2 Links anklicken. Dafür habe ich keine Zeit und Lust. Dann schreibst Du:

die pläne der NWO kennst du ja bestens. die rechtsparteien haben aus dem seit jahrzten bekannten demographischen wandel bereits ziemlich stimmung machen können.

Warum sprichst Du so verklausuliert? Kannst Du denn nicht einmal ohne Sarkasmus schreiben, was Du meinst, so dass Dein Gegenüber Dich klipp und klar verstehen kann? Was weiss ich denn nun, was Du damit genau meinst? Du hast interessante Gedanken, aber ich bin doch keine Klagemauer, sondern ein Gesprächspartner, der Dir gerne folgen können möchte.

es gibt nun einmal leute, die wurden ohne geldsorgen erzogen - meistens akademiker. für sie spielt geld eigentlich gar keine rolle. sie schätzen es nicht wie normale arbeiter.

Soll man denn das Mammon Geld anbeten? Der normale Arbeiter braucht das Geld, um seine Rechnungen zu bezahlen. Der reiche Schnösel ist geblendet von Materialismus. Ja, nicht das Geld spielt eine Rolle, er tauscht es einfach ohne Bezug zu einem inneren Wert in Form von Arbeit, die er verrichten musste, um das Geld zu verdienen, in teure, luxuriöse, pompöse Sachwerte. Ich beneide ihn nicht, denn er wird es schwer haben, zu merken, dass er Gefahr läuft, seine Person mit materiellen Dingen gleichzusetzen. Ich bin, was ich hab, lautet sein Credo. Also muss er immer mehr haben, um mehr zu sein.

 

 

kann schon sein, dass der arbeitslose arbeiter sich zu tode langweilt und der arbeitslose akademiker einfach golf spielen geht. das ist nun mal sache des staates, die zukunftsvisionen des staates zu erarbeiten.

 Was ist der Staat? Der Staat ist eine Illusion, die Dir einfach gerne das Geld abzwackt, ohne dass Du denkst, Du wurdest beraubt. Wenn man so spricht, wie Du in diesem Satz, dann überlässt Du Deine Zukunft anderen, die für Dich entscheiden und Dir sagen, wie Du zu leben hast. Es ist nicht meine Meinung, dass es Sache des Staates ist, die Zukunft neu zu gestalten, im Gegenteil, der Staat symbolisiert die alte Ordnung, die alte Garde, die Dich Dein Leben lang an der Nase herumführt, nur um Dich im Hamsterrad für sie laufen zu lassen. Eine neue Zukunft braucht einen neuen Haircut, sprich alte Zöpfe an der Wurzel abschneiden. Wenn Du visionäre Zukunftswünsche hast, dann lass sie nicht von anderen versteckt hinter einem Wort Staat für Dich ausarbeiten, sondern gestalte selber und der Staat formt sich von alleine um, wird zum Produkt der Zukunft und will als das erkannt sein. Plato idealisierte den Staat und ich denke, wir müssen ihn nun realisieren, die Zeit ist reif, den Staat als das zu erkennen, was er wirklich sein sollte, nämlich ein gesellschaftliches Friedensbündnis und keine versteckte, kriminelle Abzockerbande der Massen.

leute, die keine zeit oder lust haben, sich mit alternativen auseinander zu setzen, obwohl sie immer mehr probleme erkennen, kämpfen vermutlich paradoxerweise gegen veränderungen an.

Ich beklage, dass bestimmte Technik gegen mich verwendet wird, um mir zu schaden und anderen einen Vorteil bringen soll. Robotik wird zu einem Selbstläufer, wenn sie erst einmal selber denkt. Die Industrialisierung hätte uns tatsächlich in ein friedvolles, erfülltes Zeitalter innert Kürze bringen können, wenn die alte Garde nicht andere Pläne gehabt hätte. Die Verästungen eines Flusslaufes können von einem einzigen Biber gelegt sein, so dass der Flusslauf plötzlich einen ganz neuen Weg geht. Was meine ich damit? Wenn man die Stimme Nikola Tesla, Viktor Schauberger, Wilhelm Reich und ihresgleichen die ganze Welt gehört hätte und nicht zum Schweigen gebracht worden wäre, würde die Welt schon heute ganz anders aussehen. Die Ukrainekrise oder der Gazakonflikt wären gar nicht erst entstanden, doch nun ist es Zukunftsmusik, diese Probleme zu lösen. Darum plädiere ich dafür, dass wir Probleme an der Wurzel abschneiden.

 

ich höre immer mehr, man müsse den stellenwert des geldes in unserer gesellschaft radikal ändern.

Die Freien Künste waren so bezeichnet, um sie gegenüber den praktischen Künsten (Artes mechanicae) als höherrangig zu bewerten. Seneca schreibt in seinem 88. Brief: Quare liberalia studia dicta sunt vides: quia homine libero digna sunt („Du siehst, warum die freien Künste so genannt werden: weil sie eines freien Mannes würdig sind“). Als freier Mann galt, wer nicht zum Broterwerb arbeiten musste. Somit konnten nur solche Beschäftigungen würdig sein, die keine Verbindung mit Erwerbstätigkeit hatten.

Im Glasperlenspiel dankt der Protagonist und am Ende Magister Magister, welche alle Künste zu einer Kunst verbindet und zu einem Meister der vergeistigten Welt wird, doch vor allem der Erfahrung der irdischen, urweiblichen Lebensart, als er das Kloster in Mariabronn verlässt, die Liebe zu einer Frau erlebt und Vater wird, obschon die vergeistigte Welt des Klosters ihn genau davor bewahren wollte, damit er das Glasperlenspiel zu einer Meisterschaft bringt. Freiheit für den Einzelnen ist nur dann möglich, wenn die Freiheit für den anderen bereits gegeben ist.

 

eigentlich wollte ich hochbauzeichner werden. ich wurde kaufmann und merkte dann, dass ich handwerker und student wäre - glaube ich.

die ausbildung stand mir nie im weg. aber das geld schon manchmal. vor allem die geier, welche die macht darüber beanspruchen.

wir haben ein ganz falsches bild von sklaven im ursprünglichen sinne.

ok.

 

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