Schweizer Löhne

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Smith2000.
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Schweizer Löhne

Frischling wrote:

Für mich ist das Problem nicht die Höhe der Löhne. Sondern die absolut fehlende Selbstverantwortung vor allem der Bank-Abzocker. Bei gutem Geschäftsgang steigen die Löhne weil es der Bude nur dank ihrer Weisheit und können so gut geht. Geht es ins Minus müssen noch höhere noch höhere Boni bezahlt werden, da man sonst diese hochqualifizierten Abzocker zu Konkurrenz wechseln :evil: Und wer sich so krass verzockt wie bei der UBS sollte auch mit dem Privatvermögen haften. Schliesslich wäre dies die vielgepredigte Selbstverantwortung. Aber nein, da wird der Staat angezapft um sich trotzdem noch Boni zu zahlen. Natürlich müssen ein zwei Baueropfer auf ihren Boni verzichten, aber es wurden trotzdem noch Milliarden an Boni bezahlt. Gedeckt werden diese Abzockerversager von unseren bürgerlichen Politiker! Moralisch gesehen haben die auf ganzer Linie versagt.

ja, so stehts in den Medien. Und du glaubst alles. Hör zu, nur weil das ein oder zwei Leute getan haben, in der Bankenbranche, heisst das nicht gleich: Die Banker

Sowas zeigt nur, dass du alles von den Medien übernimmst! Natürlich kommt es in einem gewissen Masse vor, doch so ist das leben halt, hart und unfair..

CrashGuru
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Schweizer Löhne

Habe ich von hier : http://www.moneyhouse.ch/

Verwaltungsratshonorare:

Zwei Gastarbeiter führen die Liga der Spitzenverdiener an.

Ein "halber" und ein waschechter Österreicher machen in der Schweiz richtig Kasse. Der in Salzburg geborene und 1989 in der Schweiz eingebürgerte Franz Humer, VR-Präsident von Roche, ist mit einem Gehalt von 15,2 Millionen Franken der Spitzenverdiener unter den SMI-Verwaltungsräten. Auch beim zweiten Gastarbeiter aus Österreich fiel das Gehalt üppig aus. 2008 bezog Peter Brabeck als VR-Präsident von Nestlé ein Salär von 14,8 Millionen Franken.

Gerechtfertigt oder vollkommen überrissen? Bei derart stolzen Salären ist diese Frage angebracht. Peter Brabeck hat den Nahrungsmittel-Supertanker als ehemaliger CEO in relativer Ruhe umgebaut. Er trieb die Renditen auf Branchenniveau hoch und band die zahlreichen Geschäftseinheiten neu zusammen. Seinem Nachfolger Paul Bulcke übergab er ein kerngesundes und gut aufgestelltes Haus. Doch rechtfertigen seine früheren Leistungen, für die er als CEO bereits entschädigt wurde, ein derart hohes Salär? Wohlgemerkt: Als VR-Präsident übt er keine operative Funktion mehr aus.

Der zweite Österreicher Export, ebenfalls ehemaliger CEO, machte Roche zu dem, was es heute ist. In der Ära von Franz Humer überholte und überrundete Roche den Erzkonkurrenten Novartis in beinahe allen Belangen: Die Kapitalrendite ist mehr als doppelt so hoch wie bei "Super-Dan" und Roche mit einem Unternehmenswert von über 140 Milliarden fast dreimal so wertvoll wie Novartis. Auch bei der Nachfolge ist er schon einen Schritt weiter: Seinen CEO Posten hat er mittlerweile an Severin Schwan übergeben. Humer beschränkt sich aufs Präsidieren, während "Super-Dan" keinen seiner beiden Stühle loslassen kann. Doch auch bei Franz Humer ist die Frage nach dem Salär berechtigt: Als VR-Präsident verdient er - trotz fehlender operativer Tätigkeit - fast doppelt so viel wie sein CEO.

Im aktuellen moneyhouse Verwaltungsrats-Ranking erfahren Sie, wer in der Liga der Grossverdiener an vorderster Front mitspielt. Nicht enthalten sind im Ranking CEOs und Verwaltungsräte mit operativen Funktionen.

Die Topverdiener: Sie lassen sich Ihr Mandat vergolden

(Vergütung beinhaltet: Grundsalär, Jahresboni und Beteiligungspläne)

Person Verwaltungsratsmandat Gehalt

1. Franz B. Humer Roche Holding AG Basel 15'278'732 CHF

2. Peter Brabeck-Letmathe Nestlé S.A. 14'833'971 CHF

3. Hansjörg Wyss Synthes Holding AG 6'042'590 CHF

4. Johann Rupert Cie Fin Richemont SA 5'657'863 CHF

5. Klaus-Michael Kühne Kühne Holding AG 4'445'000 CHF

6. Raymond J. Bär Julius Bär Gruppe AG 3'305'638 CHF

7. Peter Forstmoser Schweizerische Rückversicherungs-Gesellschaft 3'300'034 CHF

8. Martin Taylor Syngenta AG 2'510'389 CHF

9. Nicolas G. Hayek The Swatch Group SA 2'471'892 CHF

10. Desmarais Paul Pargesa Holding SA 2'396'850 CHF

GERECHT ODER NICHT ?

technischer
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Schweizer Löhne

@ zu dem der mich gefragt hat, was für eine Bank ich habe. Ich habe beruflich mit einigen Banken zu tun. Und der gute Berater bleibt die Ausnahme... Es kann ja nicht sein, dass ich als "nicht Fachkundiger" sehr oft sagen muss, was sie da erzählen ist absoluter Stuss und funktioniert nicht. Aber das ist leider die Realität und kommt halt davon, dass heute das meiste auf theoretischen Modellen und Annahmen basiert (inkl. den Ausbildungen). Zudem schliesse ich bei dieser Aussage nebst den Bankern auch die meisten Versicherungs- oder unabhängigen Vermögensberater ein.

Zur Lohnfrage:

Das ist eigentlich gar keine Lohnfrage, sondern eine Haftungsfrage. Aus meiner Sicht sollten absolut keine Lohnobergrenzen gesetzlich festgelegt werden. Das schadet langfristig. Aber die Haftung sollten viel grösser sein. Für Dummheit in Führungsaufgaben sollte man zur Rechenschaft gezogen werden. Ich denke, wenn man das richtig aneinander koppeln würde (fragt mich jetzt auf den ersten Blick nicht wie), dann wäre alles vertretbar und vorallem auch akzeptierbar.

Das betrifft nicht nur die Bankenbranche, aber die ist im Moment halt im Mittelpunkt weil es dort auch so läuft und sie nichts aus der Krise zu lernen scheint.

Wenn ich als Firmengründer einfach eine AG gründen kann und damit schon einen grossen Teil der Haftung abwälzen kann, dann ist etwas falsch. 1. sollte es mir persönlich "weh" tun wenn etwas schief läuft durch meine Tätigkeit und 2. wenn das System schon auf diesem Niveau so schwach ist, wie schwach ist es dann erst wenn es um Millionenbeträge geht?

Gruss

technischer

fritz.
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Schweizer Löhne

kleinerengel wrote:

Sie haben dieses Jahr die Löhne, um 20 % gekürzt, ich erhalte zurzeit 18 Brutto pro Stunde. (Inkl, Ferien).. Habe aber nur 2 stunden pro Tag bezahlt

Die Zeitungsausträger stehen da natürlich noch schlechter als die Gastronomie, da gehen die Löhne sogar zurück. Dort gibt es das Problem, dass es fast der einzige Job ist, den wirklich praktisch jeder kann (sogar ich habe das schon problemlos hingekriegt). Trotzdem will kaum einer mitten in der Nacht arbeiten (die meisten Arbetslosen weigern sich, solche Jobs zu machen) und darum wäre eine bessere Bezahlung schon gerechtfertigt.

Ich werde ja auch bald arbeitslos sein (lohnlos bin ich schon lange...), vielleicht werde ich dann auch wieder Zeitungen verteilen...

Ein weiterer Beruf, bei dem die Löhne schon seit Jahren ständig sinken, sind die Reiseleiter, ich kenne das aus eigener Erfahrung, bin aber schon vor ein paar Jahren davon weggekommen.

Die Reisebranche zahlt allgemein schlecht, aber am schlechtesten kommen die Reiseleter weg und das besonders seit vor etwa zehn Jahren, die grossen Tour-Operator TUI und Thomas Cook auch in den Schweizer Markt gekommen sind.

Unterdessen bekommen dort die Anfänger noch Löhne zwischen CHF 600.- und 900.- im Monat, Anfänger sind Leute mit einer abgeschlossenen Lehre oder Matura. Zu den Löhnen kommen noch Kommissionen (auch das nicht mehr viel) und bei Rundreisen zum Teil noch Trinkgelder.

Nach ein paar Jahren steigt der Lohn etwas, dann wird man aber bald schon wieder entlassen, um billigere Leute einzustellen.

Für solch einen Lohn gibt es oft 60 bis 90-Stunden-Wochen, bei Pausen zwischen Einsätzen gibt es keinen Lohn. Gewisse Arbeitsgeräte wie Handy, Computer, Drucker muss jeder selber kaufen und sogar die Tinte dafür selber bezahlen.

Dafür hat man einen sogenannten Traumjob und lebt die meiste Zeit des Jahres an schönen Ferienorten.

Bis vor etwa zehn Jahren war das noch in einem erträglichen Rahmen, aber heute grenzt das an Sklaverei.

Dafür muss man sich den ganzen Tag Sprüche anhören, wie: "Sie haben aber einen tollen Job, immer am Strand, und dann verdienen Sie sicher auch noch mindestens 8000.- im Monat."

Gruss

fritz

bvg75
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Schweizer Löhne

Ich möchte auch gerne meinen Kommentar dazu geben, weil ich mich ebenfalls oft mit diesem Thema auseinandersezte.

Zuerst zur Transparenz meine Arbeits- und Lohnsituation: Ich bin Mitte 30, habe zwei Hochschulabschlüsse und bin seit 10 Jahren im Bildungswesen beim Kanton Zürich angestellt. Lohnmässig haben wir keinerlei Verhandlungsmöglichkeiten, da alles reglementarisch (via Lohntabellen) festegelegt ist und vom Budget des Kantons abhängt. Die Lohntabellen sind für jedermann via Internet zugänglich und daher kann sich jeder darüber erkundigen, wer wie viel verdient. Wenn Geld vorhanden ist (gutes Geschäftsjahr des Kantons), erfolgt ein genereller Stufenastieg, der jedoch in den letzten 15 Jahren mehrheitlich nicht gewährt wurde, wodurch wir kaum Lohnerhöhungen (also Stufenanstiege) hatten. Für Angestellte in meinem Alter und mit meiner Berufserfahrung ist ein Lohn von 110'000 - 125'000 üblich.

So, nun meine Überlegungen:

1. Möchte jeder gerne mehr Lohn haben, egal in welcher Branche. Würde man dem Bäckermeister 200'000 pro Jahr bezahlen, würde sich dieser nicht dagegen wehren!

2. Der Markt bestimmt die Löhne, so ungerecht das auch ist! Fehlen die qualifizierten Mitarbeiter, muss das Lohnniveau erhöht werden, um den Job attarktiver zu machen. Hat es dagegen Bewerber im Überfluss, kann im Lohbereich massiv gespart werden. Dies zeigt sich immer wieder bei Branchen, in denen von Zeit zu Zeit die Leute fehlen. Z.B. in der IT-Branche: da gab es vor 8-10 Jahren einen Mangel und prompt stiegen die Löhne in schwindelerregende Höhen. Dies hatte zur Folge, dass das Berufsfeld sehr attraktiv wurde und mehr Menschen die Ausbildung zum IT-Spezialisten machten als der Markt benötigte. Die Folge davon war, dass die Löhne wieder sinkten...gäbe es zu wenig Becker auf dem Markt, würden die Löhne steigen! Von daher zeigt sich anhand der Löhne, wo es genügend Personal hat und wo eher ein Engpass herrscht!

3. Verstehe ich jeden, der unzufrieden ist mit seinem Lohn (ab und zu ertappe auch ich mich dabei...), muss aber hier ganz klar anmerken, dass es jedem selber überlassen ist, sich einer neuen Herausforderung zu stellen und die Branche zu wechseln! Wie schon einige hier geschrieben haben, würde sie nie im Traum den Job eines Bankers haben wollen. Diese Aussage impliziert doch schon, dass es neben dem Lohn noch weitaus wertvollere Aspekte bei der Berufswahl gibt!

4. haben die Banken den Vorteil, dass sie das perfekte Geschäftsmodell für unsere kapitalistische Gesellschaft geschaffen haben: jeder braucht die Bank, wenn er sein Geld vermehren möchte (und wer möchte das schon nicht...). Die Banken werden also immer ihre Kunden haben. Selbst wenn alles so schief läuft wie in den vergangenen 2 Jahren! Und im Gegensatz zu anderen Geschäftszweigen handelt es sich um wahsinnig hohe Beträge, mit denen andere Unternehmen aus anderen Sektoren nicht mithalten können. Somit ist auch klar, dass Banken IMMER bessere Löhne bezahlen können als ein Reisebüro, ein Detailhändler oder der Kanton bzw. die Stadt!

5. Wird es (leider) immer Löhne auf provisionsbasis geben. Egal, ob im Bankensektor oder anderen Bereichen. Wer seinem Unternehmen einen Millionen-Kunden an Land holt, der erhält seinen Anteil, auch wenn er dafür nur gerade Mittagessen und ein bisschen quatschen musste. Wer jeden Tag eine Lebensversicherung verkaufen kann, verdient, ohne jemals eine Schulausbildung gemacht zu haben, mehr als ein Kadermitarbeiter mit Dorktortitel.

Kurz: Das Leben ist nicht fair. Und die Löhne regelt der Markt. Das Einzige, was der Staat machen kann, sind Verbesserungen der Arbeitsbedingungen und das Setzen eines Minimallohns. Mehr liegt nicht drin!

André
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Schweizer Löhne

fritz wrote:

kleinerengel wrote:
Sie haben dieses Jahr die Löhne, um 20 % gekürzt, ich erhalte zurzeit 18 Brutto pro Stunde. (Inkl, Ferien).. Habe aber nur 2 stunden pro Tag bezahlt

Die Zeitungsausträger stehen da natürlich noch schlechter als die Gastronomie, da gehen die Löhne sogar zurück. Dort gibt es das Problem, dass es fast der einzige Job ist, den wirklich praktisch jeder kann (sogar ich habe das schon problemlos hingekriegt). ....................

Unterdessen bekommen dort die Anfänger noch Löhne zwischen CHF 600.- und 900.- im Monat, Anfänger sind Leute mit einer abgeschlossenen Lehre oder Matura. ..............

@kleinerengel

Ich bin sicher, du findest einen besser bezahlten Job. Kreativität ist gefragt. Meine Putzfrau verdient 35.-die Std., ist aber auch sehr gut. (ist billiger als eine schlechte zu 20.-). Eine Grundreinigung meines Auto( inkl.polieren etc.) kostet um Fr. 800.-, sieht dann aber besser aus als neu. Muss mich dafür aber ca. 2 Wochen im voraus anmelden, da der Kerl meist über Wochen total ausgebucht ist!

Man kann nicht nur Anspruch auf einen Lohn haben, man muss auch adäquates dafür leisten.

@fritz

Anfänger, egal ob mit Lehre oder Matura sind selten mehr Wert als 600-800.-/M.

Wenn man Anfänger einstellt, ist das immer eine Investition in die Zukunft, die kosten in der Regel lange mehr als sie wert sind.

Vielleicht sind die Ansprüche gewisser Lohnempfänger schlicht zu hoch.

es gibt ja viele weit überbezahlte "Manager", auch sind die Durschnittslöhne der Bänker viel zu hoch. Doch es gibt auch tausende überbezahlte Nichtnutze in allen grossen Firmen und beim Staat. Wenn nur die eine Anstellung hätten, die man wirklich braucht, hätten wir 20% Arbeitslose.

André
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bvg75 wrote:

Kurz: Das Leben ist nicht fair. Und die Löhne regelt der Markt. Das Einzige, was der Staat machen kann, sind Verbesserungen der Arbeitsbedingungen und das Setzen eines Minimallohns. Mehr liegt nicht drin!

Sollte ein Minimallohn eingeführt werden, können gewisse Stellen nicht mehr besetzt werden , weil sie sich schlicht nicht rechnen. Dies führt nur zu Schwarzarbeit, kostet Arbeitsplätze und belastet somit die Sozialwerke.

André
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Ramschpapierhaendler wrote:

André wrote:
Bei den Büroflächen, beim Wasser oder beim Strom hast du auch einen bestimmten Tarif, mit dem du einfach kalkulieren musst. Weshalb nicht bei den Mann- (Frau-) Stunden? Wenn's dann nicht mehr rentiert, scheint halt die Nachfrage nicht gross genug zu sein und du lässt das Geschäft sein.

Eben, das meine ich ja. Vor allem wenn die Nachfrage nur bis zu einem gewissen Preis vorhanden ist! Dann lässt man es lieber. Der Angestellte findet ja sicher eine besser bezahlte Stelle irgendwo oder kann ja sonst zur Fürsorge!

fritz.
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André wrote:

@fritz

Anfänger, egal ob mit Lehre oder Matura sind selten mehr Wert als 600-800.-/M.

Wenn man Anfänger einstellt, ist das immer eine Investition in die Zukunft, die kosten in der Regel lange mehr als sie wert sind.

In diesem Spezialfall stimmt das nicht. Dort arbeitet man als Anfänger nach einem einwöchigen Kurs (ohne Bezahlung) von Anfang an voll produktiv (ähnlich wie beim Zeitungsverteiler). Es ist keine Investition in die Zukunft, weil man,sobald man etwas teurer ist als der Anfänger, wieder entlassen wird, damit dafür wieder ein billiger Anfänger eingestellt werden kann.

Im allgemeinen hast du natürlich Recht, aber nicht bei diesem Beispiel. Ein noch-nicht-produktiver Stift verdient da schon mehr.

Gruss

fritz

Ramschpapierhaendler
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Oder wir als Arbeitgeber finden einen anderen Tätigkeitsbereich, wo die Nachfrage grösser ist und können so Stellen zum Mindestlohn oder mehr schaffen. Wink

Ich bin grundsätzlich dagegen, dass produziert wird, nur um Arbeitsplätze zu erhalten.

Dakytrader
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Quote:

2. Der Markt bestimmt die Löhne, so ungerecht das auch ist! Fehlen die qualifizierten Mitarbeiter, muss das Lohnniveau erhöht werden, um den Job attarktiver zu machen. Hat es dagegen Bewerber im Überfluss, kann im Lohbereich massiv gespart werden. Dies zeigt sich immer wieder bei Branchen, in denen von Zeit zu Zeit die Leute fehlen. Z.B. in der IT-Branche: da gab es vor 8-10 Jahren einen Mangel und prompt stiegen die Löhne in schwindelerregende Höhen. Dies hatte zur Folge, dass das Berufsfeld sehr attraktiv wurde und mehr Menschen die Ausbildung zum IT-Spezialisten machten als der Markt benötigte. Die Folge davon war, dass die Löhne wieder sinkten...gäbe es zu wenig Becker auf dem Markt, würden die Löhne steigen! Von daher zeigt sich anhand der Löhne, wo es genügend Personal hat und wo eher ein Engpass herrscht!

Mehr gibt es da eigentlich nicht mehr zusagen! Wink

Die Welt ist nicht fair, könnt ihr euch ganz einfach mal abschminken und die Neider herunterschrauben, denn es macht euch nur kaputt.

Wenn etwas fair wäre, dann würde ein chinesischer Arbeiter nicht nur ein paar Dollar am Tag verdienen, für eine Leistung von mehreren Tausend!

Ich stelle mir immer die Frage, bringt es mir denn persönlich was, wenn ein Bänkler oder sonst jemand, weniger verdienen würde?

Was die Preise allerdings drückt, ist das Angebot, die einzige Möglichkeit die Löhne zu senken, ist ganz einfach mehr Banken mit vorzüglicheren Preisen zu eröffnen.

***The life is too short for taking no risk!!!***

André
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Ramschpapierhaendler wrote:

Ich bin grundsätzlich dagegen, dass produziert wird, nur um Arbeitsplätze zu erhalten.

Bin da gleicher Meinung. Bin aber gegen staatlich vorgeschriebene Lohnober/-untergrenzen.

CrashGuru
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Machtfrage

Lohn = Machtfrage

Eine Seite bietet Arbeitkraft, eine Seite bestimmt ob sie diese annehmen will. Ausgehandelt wird eine Entlöhnung. WER dabei "gewinnt" ist alles eine Frage des Zeitpunkts und der Umstände. Meistens sind ja sogar beide zufrieden. Dies gilt für alle Branchen und alle Geschäftsformen.

Die Frage ist nun: Soll/Muss der Gesetzgeber (also wir) Rahmenbedingungen zur Beschneidung/Eingrenzung der Macht erlassen.

Durch die Liberalisierungswelle der letzten Jahrzehnte, hat sich das Machtgefüge sehr verändert. Die Globalisierung und die Geschwindigkeit des Informationsaustausches hat zu einem Ungleichgewicht beim Arbeitskräfte-Angebot geführt. Der Arbeitnehmer im Westen hat dabei verloren, der im Osten gewonnen.

Ist der Staat (also wieder wir....) nun verpflichtet, dafür zu sorgen, dass die Spiesse der Mehrheit der (eigenen) Bevölkerung wieder länger werden? Oder kann das tatsächlich der Markt regeln (wie z.B. der Energiesektor negativ in Bezug auf die Preise beweist) ?

In diese Richtung muss die Diskussion gehen.

Das Aktienrecht z.B. würde erlauben, die Bezugsexzesse zu unterbinden. Aber da die Praxis zeigt, dass das nicht funktioniert, wären da Regeländerungen notwendig. Doch wer will das?

Deutschland beweist: Im Notfall wählt man das kleinere Übel und hofft....... :twisted: kann ja sein, dass man doch auf der Gewinnerseite ankommt.

Frischling
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Schweizer Löhne

@Smith2000 Zu Deinem Glück schreibe ich nur was auch in den Medien zu lesen ist. Ich hätte da noch genug Inoffizielles. Und es waren nicht nur ein paar wenige Ausnahmen, die Gier ist Grenzenlos und hat uns ins verderben geführt.

Wäre ich Welt-Diktator, würde eine Tobin Tax einführen oder etwas ähnliches und bis die ganzen Rettungsprogrammen bezahlt sind. Das heisst ich würde die SELBSVERANTWORTUNG durchsetzen.

Elias
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Löhne in der Schweiz sind erneut gestiegen

Gemäss der Lohnstatistik des Bundesamts für Statistik (BFS) sind die Reallöhne 2013 zum fünften Mal in Folge gestiegen.

http://www.fuw.ch/article/lohne-in-der-schweiz-sind-erneut-gestiegen/

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

aprecio
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