Sehenswertes

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23.01.2011 11:46
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Sehenswertes

Hier kommt sehenswertes rein, zum nachdenken, bewegendes, sinnloses oder zum zeitvertreib, witziges,

informatives, unterhaltsames rund um die welt und somit auch direkt oder indirekt ums thema investieren.

----gesperrt wegen gutmenschentum, wünsche an der stelle allen alles gute, wie immer. http://investorshub.advfn.com/boards/profilea.aspx?user=193864

16.02.2017 08:26
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Trumps Kandidat für Posten des Arbeitsministers zieht zurück
16.02.2017 06:42

WASHINGTON (awp international) - Es ist eine weitere schwere Schlappe für Donald Trump: Andrew Puzder, für den Posten des Arbeitsministers im Kabinett des US-Präsidenten vorgesehen, hat seine Kandidatur nach mehreren übereinstimmenden Medienberichten unter Berufung auf das Weisse Haus zurückgezogen. Im US-Senat, der von Trumps Republikanern dominiert ist, hatte sich eine herbe Niederlage für Puzder angedeutet. Er ist der erste von Trumps Kandidaten, der im Senat durchfällt.

Als Manager einer Burgerkette hatte sich Puzder entschieden gegen Regulierungen und den Mindestlohn ausgesprochen. Der herben Kritik der Demokraten an seiner Nominierung hatten sich mehr und mehr Republikaner angeschlossen. Letztlich dürfte den 66-Jährigen zu Fall gebracht haben, dass er zugab, eine Immigrantin ohne Einwanderungserlaubnis als Haushälterin beschäftigt zu haben. Ausserdem sah er sich aufs Neue mit alten Vorwürfen häuslicher Gewalt konfrontiert.

Bis zu zwölf republikanische Senatoren wollten Puzder die Gefolgschaft verweigern, vier Gegenstimmen gelten als sicher, berichtete CNN. Puzder hätte nicht die erforderliche Mehrheit von über 50 erreicht. Die Abstimmung war für Donnerstag geplant.

"Ein Sieg für den amerikanischen Arbeiter", kommentierte der Minderheitsführer der Demokraten im US-Senat, Charles Schumer. Niemand habe sich mehr gegen Arbeiter gestellt als Puzder.

Puzder wäre der zehnte Ministerkandidat in der US-Geschichte und der dritte in der Nachkriegszeit gewesen, der an der Senatshürde gescheitert wäre./ki/DP/he

(AWP)

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10.02.2017 08:16
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Schwere Niederlage für Trump - Einreiseverbot bleibt ausgesetzt
10.02.2017 06:32

SAN FRANCISCO (awp international) - Schwere Niederlage für US-Präsident Donald Trump: Der von ihm verhängte Einreisestopp für Menschen aus sieben Ländern, eine seiner bislang wichtigsten Entscheidungen, bleibt ausser Kraft. Einstimmig lehnte ein Berufungsgericht in San Francisco in der Nacht zum Freitag den Antrag der US-Regierung ab, die Sperre wieder in Kraft zu setzen.

Trump reagierte unmittelbar auf Twitter. Er sieht die nationale Sicherheit bedroht und schrieb: "Wir sehen uns vor Gericht!" NBC zitierte den Präsidenten nach der Entscheidung mit den Worten: "Das ist eine politische Entscheidung." Letztlich werde die Regierung gewinnen, sagte Trump demnach. Es ist wahrscheinlich, dass der Fall bald das Oberste Gericht der USA beschäftigen wird.

Trump hatte Ende Januar einen 90-tägigen Einreisestopp für Menschen aus den islamisch geprägten Ländern Syrien, Iran, Irak, Sudan, Somalia, Libyen und Jemen verfügt, ausserdem für alle Flüchtlinge. Daran gab es weltweit eine Welle der Kritik. Es gab Chaos an Flughäfen.

Am vergangenen Freitag setzte ein Bundesrichter in Seattle Trumps Erlass auf Antrag der Justizminister der Bundesstaaten Washington und Minnesota aus. Die US-Regierung legte Berufung ein. Das Gericht in San Francisco lehnte es aber ab, die Einreisesperren sofort wieder in Kraft zu setzen und wies die Parteien an, ausführliche Argumente vorzulegen.

Das Berufungsgericht in San Francisco entschied jetzt mit 3:0 Richterstimmen. In der 29-seitigen Urteilsbegründung folgt das Gericht fast vollständig der Argumentation der Kläger, die den Erlass als verfassungswidrig bezeichnet hatten. Menschen aus den fraglichen Ländern können weiter in die USA einreisen.

Die Bundesstaaten Washington und Minnesota hätten in einer mündlichen Anhörung in dieser Woche überzeugend dargelegt, dass den Abgewiesenen aus den sieben Nationen schon aus einem befristeten Einreisestopp Schaden entstehen könne, so das Gericht. Die US-Regierung habe keinen Beweis für Sicherheitsbedenken vorgelegt, die ein Einreiseverbot für Bürger aus diesen sieben Ländern rechtfertige.

In der Anhörung argumentierte das Justizministerium, das Dekret sei verfassungsgemäss. Es liege in der exekutiven Gewalt des US-Präsidenten, wie der Kongress sie ihm übertragen habe. Mit seiner Entscheidung für den Einreisestopp wolle der Präsident die nationale Sicherheit der USA schützen.

Die Anwälte der Bundesstaaten Washington und Minnesota warnten vor Chaos, sollte das Verbot wieder in Kraft treten. Familien würden auseinandergerissen, junge Leute am Studieren gehindert, Unternehmen geschädigt.

Die Richter schreiben in ihrer Begründung: "Auf der einen Seite hat die Öffentlichkeit ein machtvolles Interesse an der nationalen Sicherheit und an der Fähigkeit des gewählten Präsidenten, Politik auszuüben. Auf der anderen Seite hat die Öffentlichkeit auch ein Interesse an freiem Reiseverkehr, an nicht zerrissenen Familien, und an der Freiheit von Diskriminierung. Es ist nicht nötig, das öffentliche Interesse eindeutiger als so zu beschreiben. Der Eilantrag ist abgewiesen."

Am Obersten Gericht der USA ist ein Posten vakant. Sollte der Fall dort landen und mit einem Unentschieden von vier zu vier Richtern enden, würde der Rechtsstand der vorherigen Instanz weiter Gültigkeit haben, der Bann also weiter ausgesetzt bleiben. Für eine Korrektur der letzten Instanz sind am Obersten Gericht mindestens 5 zu 3 Richterstimmen nötig.

Vor dem Obersten Gericht dürfte es später auch um die Frage gehen, ob Trumps Erlass verfassungswidrig ist oder nicht. Die bisherigen gerichtlichen Schritte bezogen sich lediglich darauf, ob die Anordnung umgesetzt werden darf, bevor in der Sache selber entschieden worden ist. Allerdings bezog das Berufungsgericht inhaltlich auch hierzu Stellung./ki/DP/zb

(AWP)

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09.02.2017 08:27
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Trump greift Kaufhauskette wegen Modekollektion der Tochter an
08.02.2017 20:54

WASHINGTON (awp international) - US-Präsident Donald Trump hat die Kaufhauskette Nordstrom angegriffen, weil diese die die Modekollektion seiner Tochter Ivanka aus dem Sortiment genommen hat. Das sei unfair und schrecklich, twitterte Trump am Mittwochvormittag (Ortszeit). Später verteidigte sein Sprecher Sean Spicer im Briefing des Weissen Hauses den Präsidenten vehement: Trump habe jedes Recht, seiner Familie beizustehen. Bei der Entscheidung Nordstroms handle es sich ganz klar um eine direkte Attacke auf die Politik des Präsidenten, insbesondere sein Dekret eines Einreisestopps für Staatsangehörige aus sieben Ländern. Spicer ignorierte damit mehrere Statements des Konzerns, der seine Entscheidung mit niedrigen Verkaufszahlen der Kollektion Ivanka Trumps begründet hatte.

An der Börse scheinen Aussagen des Präsidenten und seines Stabes allerdings inzwischen an Wirkung verloren zu haben. Der Kurs der Nordstrom-Aktie legte zuletzt um fast drei Prozent zu. Frühere Kritik an einzelnen Unternehmen hatte zuvor meist zumindest für ein vorübergehendes Abtauchen des Aktienkurses gesorgt./ki/DP/he

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06.02.2017 08:17
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UBS-CEO Ermotti wirbt für gemeinsame "Backoffice"-Organisation der Banken
05.02.2017 16:40

Vaduz (awp) - Der CEO der Grossbank UBS, Sergio Ermotti, wirbt für eine Zusammenlegung von "Backoffice"-Funktionen der Schweizer Banken, um Kosten zu sparen. "Ich sehe ein deutliches Momentum für Bankenkooperationen, aber es wird Zeit brauchen, um so etwas zu entwickeln und voll zu implementieren", sagte Ermotti in einem Interview mit der Liechtensteiner Zeitschrift "Wirtschaft Regional" (Ausgabe 4. Februar).

Ein grosser Teil der Kosten im Bankensektor falle im "Backoffice" an, betonte Ermotti. "Hier stellt sich die Frage: Muss jede Bank diese Art von Aufgaben selbst erledigen und bringen diese Leistungen unseren Kunden einen effektiven Mehrwert?" Eine gemeinsame effiziente "Backoffice"-Organisation könnte die Branche vom Kostendruck entlasten und gleichzeitig Mittel für Innovationen freisetzen, so der UBS-Chef.

Im Bankensektor sei "die Erkenntnis da", dass sich die Bankenlandschaft in diese Richtung entwickeln müsse, zeigte sich Ermotti überzeugt. Die Palette möglicher Betreiber einer solchen "Superbank" sei breit: "Es können Börsen, Infrastrukturbetreiber, Technologieunternehmen aber natürlich auch Banken sein."

tp/

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03.02.2017 08:23
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Trump-Firmen kassierten laut Medienberichten Millionen an Wahlkampfgeldern
02.02.2017 18:18

WASHINGTON (awp international) - Unternehmen von Donald Trump haben einem Medienbericht zufolge Millionen Dollar aus dessen Wahlkampfkasse erhalten. Insgesamt seien während der Kampagne 12,7 Millionen Dollar (11,7 Mio Euro) an Firmen der Trump-Familie ausgezahlt worden, berichtete die Zeitung "USA Today" am Donnerstag. Laut neuen, bei der US-Wahlkommission eingereichten Unterlagen wurden demnach rund 19 Prozent der 66,1 Millionen Dollar, die Trump persönlich für seine Kampagne gespendet habe, an sein eigenes Firmenreich zurückgezahlt.

Unter anderem sollen 8,7 Millionen Dollar an Trumps Fluglinie TAG air für Flüge des Republikaners mit seinem eigenem Jet geflossen sein. Weitere zwei Millionen Dollar habe man für den New Yorker "Trump Tower" ausgegeben, der als Hauptsitz des Wahlkampfes diente./hvk/DP/she

(AWP)

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02.02.2017 08:16
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Justiz ermittelt gegen Deutsche-Börse-Chef Carsten Kengeter
02.02.2017 06:36

FRANKFURT/ESCHBORN (awp international) - Wegen des Kaufs von Aktien seines Unternehmens ist Deutsche-Börse-Chef Carsten Kengeter ins Visier der Justiz geraten. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main ermittle gegen den Vorstandsvorsitzenden, teilte der Konzern am Mittwochabend mit. Aufsichtsratschef Joachim Faber wies die Anschuldigungen in einer Mitteilung scharf zurück: "Die Vorwürfe sind haltlos." Die Staatsanwaltschaft war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Konkret geht es um den Erwerb von Deutsche-Börse-Anteilen im Wert von insgesamt 4,5 Millionen Euro durch Kengeter am 14. Dezember 2015. Zwei Monate später einigte sich die Deutsche Börse mit der London Stock Exchange (LSE) auf eine Fusion, danach stiegen die Aktienkurse beider Unternehmen deutlich.

"Carsten Kengeter hat seinen Aktienkauf im Rahmen eines Vergütungsprogramms vorgenommen, das der Aufsichtsrat beschlossen hat und bis Ende Dezember 2015 befristet war", betonte Chefaufseher Faber. Deutsche Börse und LSE hätten sich aber "erst in der zweiten Januarhälfte" geeinigt, über einen Zusammenschluss zu verhandeln. Die Deutsche Börse teilte weiter mit, Kengeter und das Unternehmen kooperierten "in vollem Umfang" mit der Staatsanwaltschaft.

Deutsche Börse und LSE wollen einen europäischen Börsenriesen schmieden. Derzeit prüfen verschiedene Aufsichtsbehörden das Fusionsvorhaben. Noch steht die Zustimmung der EU-Wettbewerbshüter und der hessischen Börsenaufsicht aus. Dass der rechtliche Sitz der Dachgesellschaft in London sein soll, sorgt in Frankfurt für Kritik- erst Recht, nachdem die Briten den EU-Austritt ihres Landes (Brexit) vorbereiten. Kengeter zeigte sich davon unbeirrt. Das Vorhaben sei weit fortgeschritten, sagte er vor zwei Wochen beim Neujahrsempfang. Unterstützung erhielt er vom einflussreichen Grossaktionär Blackrock./als/bvi/ben/DP/zb

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01.02.2017 08:26
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Abschaffung der Roaming-Gebühren in der EU nimmt entscheidende Hürde
01.02.2017 08:21

BRÜSSEL (awp international) - Die Zusatzkosten für Handynutzer im EU-Ausland werden wie geplant im Juni abgeschafft. Vertreter des Europaparlaments und der Mitgliedsstaaten verständigten sich am frühen Mittwochmorgen in Brüssel auf die noch festzulegenden Roaming-Grosshandelspreise, wie unter anderem Malta als derzeitiges Vorsitzland der EU-Staaten mitteilte. Beide Seiten müssen die Einigung noch offiziell billigen.

"Das war das letzte Puzzleteil", erklärte der zuständige Vizepräsident der EU-Kommission, Andrus Ansip. "Ab dem 15. Juni können die Europäer in der EU ohne Roaminggebühren reisen."

Die europäischen Telekom-Unternehmen können sich für die Auslandsnutzung ihrer Kunden gegenseitig Kosten in Rechnung stellen. Dafür etabliert die EU nun Obergrenzen von 3,2 Cent pro Minute für Anrufe und 1 Cent für SMS. Für Datenvolumen sinken die Obergrenzen schrittweise von zunächst 7,70 Euro pro Gigabyte ab dem 15. Juni auf schliesslich 2,50 Euro pro Gigabyte ab dem 1. Januar 2022. Diese Kostendeckel liegen nach maltesischen Angaben etwa 90 Prozent unter den aktuellen Begrenzungen.

"Die vereinbarten Obergrenzen sorgen dafür, dass die Anbieter überall in Europa ihre Kosten abdecken können, sind aber niedrig genug, um den Wettbewerb auf den europäischen Telekommärkten zu sichern", sagte die finnische Europaabgeordnete Miapetra Kumpula-Natri, die das Thema im Europaparlament federführend betreute. Die Grosshandelspreise wirken sich indirekt auch auf Verbraucher aus./hrz/DP/stb

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01.02.2017 08:17
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Schweizer Doppelbürger mit Visum dürfen in die USA einreisen
31.01.2017 18:36

Bern/Berlin (awp/sda/afp) - Langsam klärt sich, wer vom von den USA verhängten Einreiseverbot betroffen ist. Klar ist nun: Doppelbürger, die neben dem Schweizer Pass auch die Staatsbürgerschaft eines der betroffenen Länder besitzen, dürfen in die USA reisen, wenn sie bereits ein Visum haben.

Dies ist das Ergebnis aus Verhandlungen zwischen dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) und der US-Botschaft in Bern. Wie das EDA am Dienstag mitteilte, dürfen Schweizer Doppelbürgerinnen und Doppelbürger, die neben der Schweizer Staatsangehörigkeit auch diejenige des Irak, Iran, Syrien, Libyen, Sudan, Somalia oder Jemen besitzen, ab sofort wieder in die USA reisen.

Doppelbürgerinnen und -bürger ohne gültiges Visum für die USA dürfen laut den US-Behörden hingegen nicht in die USA einreisen, da sie derzeit keine Einreiseerlaubnis bei der zuständigen US-Vertretung beantragen können. Verbindliche Auskünfte über die Reichweite und die Dauer dieser Massnahme könnten nur die Botschaften und Konsulate der USA geben, schreibt das Aussendepartement.

Weitere Ausnahmen für den Einreisestopp wurden zudem aus Deutschland bekannt. Ausgenommen vom Dekret seien unter anderem Inhaber diplomatischer Visa, NATO-Visa sowie bestimmter Visa für Reisen zur UNO und für Mitarbeiter internationaler Organisationen, teilte das Aussenministerium in Berlin in den Reisehinweisen auf seiner Webseite mit.

(AWP)

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26.01.2017 08:36
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Trump macht bei der Einwanderungspolitik ernst
26.01.2017 06:36

WASHINGTON (awp international) - Donald Trump macht mit seinem Versprechen ernst, die Einwanderungspolitik der Vereinigten Staaten zu verschärfen. Der US-Präsident erliess ein Dekret, mit dem der Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko in die Wege geleitet werden soll. Die Grenzschutzbehörde will er personell aufstocken und sicherstellen, dass andere Länder illegal eingewanderte Menschen mit kriminellem Hintergrund zurücknehmen. Zudem erwägt der Republikaner offensichtlich einen Aufnahmestopp für syrische Flüchtlinge.

Die Mauer an der Grenze zu Mexiko war das zentrale Wahlkampfversprechen Trumps. Mit dem Erlass vom Mittwoch beauftragte er das Heimatschutzministerium, den Bau vorzubereiten. "Ein Staat ohne Grenzen ist kein Staat", sagte Trump bei einem Besuch des Ministeriums. Er werde sicherstellen, dass die Vereinigten Staaten sich die Kontrolle über die Grenzen zurückholten.

Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto reagierte mit erneuter scharfer Kritik. "Mexiko glaubt nicht an Mauern", sagte er in einer Fernsehansprache am Mittwochabend (Ortszeit). "Ich habe es ein ums andere Mal gesagt: Mexiko wird nicht für die Mauer bezahlen." Mexikos Staatschef will sich in der kommenden Woche mit Trump treffen. Zunächst war am Mittwoch über eine Absage des Treffens spekuliert worden, doch erwähnte Nieto dies mit keinem Wort.

Für die Umsetzung veranschlagen Experten Kosten in Höhe von bis zu 40 Milliarden Dollar. Die genauen Details zur Finanzierung der Pläne sind noch unklar. Trumps Sprecher Sean Spicer sagte, dass zunächst bestehende Mittel des Heimatschutzministeriums genutzt werden sollen. Dann soll geprüft werden, inwieweit der Kongress in den Budgets für das laufende und das kommende Haushaltsjahr Gelder bereitstellen kann.

Trump sagte dem Sender ABC, er wolle mit den Planungen sofort und mit dem Bau so schnell wie möglich beginnen, vermutlich innerhalb von Monaten. Mexiko werde für die Kosten zu einem späteren Zeitpunkt aufkommen müssen - und zwar "zu 100 Prozent". Mexikos Regierung hatte allerdings wiederholt betont, dass das Land das nicht tun werde.

Die Grenze zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten ist rund 3200 Kilometer lang. Ein Teil davon ist bereits mit Grenzzäunen und Sperranlagen gesichert. Ziel ist es, den grenzüberschreitenden Handel mit illegalen Drogen sowie den Übertritt von Menschen ohne Aufenthaltsgenehmigung zu verhindern.

Trump will Städten den Geldhahn zudrehen, wenn sie illegal Eingewanderte vor der Abschiebung schützen. Das Heimatschutzministerium soll prüfen, auf welche Weise ihnen Bundesmittel entzogen werden können. Zu diesen sogenannten Zufluchtsstädten (Englisch: Sanctuary Cities) zählen etwa Los Angeles, New York, Miami und San Francisco. Ihre Verwaltungen gehen nicht gegen Einwanderer ohne Papiere vor.

In US-Medien kursierte zudem ein weiterer Entwurf zur Einwanderungspolitik. Dieser hätte einen Aufnahmestopp für syrische Flüchtlinge zur Folge. Dem Papier zufolge würden die USA erst dann wieder Menschen aus dem Bürgerkriegsland aufnehmen, wenn die Sicherheitsüberprüfungen verschärft worden sind.

Auch das gesamte Flüchtlingsprogramm würde für 120 Tage ausgesetzt werden. Der Entwurf sieht zudem vor, dass Bürger aus sieben mehrheitlich muslimisch geprägten Ländern vorübergehend keine Visa für die USA erteilt bekommen. Betroffen wären neben Syrien auch der Irak, Iran, Sudan, Libyen, Somalia und der Jemen. Das Aussen- sowie das Verteidigungsministerium müssten nach dieser Vorlage innerhalb von 90 Tagen einen Plan zur Schaffung von Sicherheitszonen in Syrien und der Region vorlegen.

Es war zunächst unklar, in welchem Stadium die Pläne sind. US-Medien spekulierten darüber, dass Trump den Erlass schon am Donnerstag unterzeichnen könnte./hma/DP/stk

(AWP)

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25.01.2017 08:17
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Trump treibt Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko voran
25.01.2017 06:36

WASHINGTON (awp international) - Der neue US-Präsident Donald Trump will den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko vorantreiben. "Grosser Tag in Sachen NATIONALE SICHERHEIT für morgen geplant", twitterte er am Dienstagabend (Ortszeit). "Neben vielen anderen Dingen werden wir die Mauer bauen!"

US-Medien berichteten übereinstimmend unter Berufung auf Quellen im Weissen Haus, Trump werde am Mittwoch den Bau der Mauer mit Staatsmitteln anordnen - am Tag des geplanten Besuchs des mexikanischen Aussenministers Luis Videgaray in Washington. In den kommenden Tagen werden nach einem Bericht der "New York Times" auch weitere Massnahmen gegen illegale Einwanderung sowie gegen die Aufnahme von Flüchtlingen und Menschen aus "terroranfälligen" Ländern erwartet.

Trump hatte im Wahlkampf für den Fall seines Sieges den Bau einer "grossen, schönen", massiven Mauer entlang der 3200 Kilometer langen Grenze zum südlichen Nachbarn angekündet, um die illegale Einwanderung zu stoppen. Mexiko werde dafür zahlen. Die mexikanische Regierung hat wiederholt erklärt, dass sie nicht für die Kosten aufkommen werde./nk/DP/zb

(AWP)

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24.01.2017 08:35
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Ecclestone als Formel-1-Chef abgelöst
23.01.2017 22:32

LONDON (awp international) - Bernie Ecclestone ist nicht mehr Chef der Formel 1. Der 86-Jährige wurde am Montag von seinem Posten als Geschäftsführer abgesetzt. Nach fast vier Jahrzehnten an der Spitze der Motorsport-Königsklasse wurde der Brite Ecclestone vom US-Amerikaner Chase Carey abgelöst. Das teilte der neue Formel-1-Besitzer Liberty Media am späten Abend mit. Ecclestone wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt und soll dem neuen Vorstand künftig zur Seite stehen.

"Ich bin stolz auf das, was ich in den vergangenen 40 Jahren aufgebaut und mit der Formel 1 erreicht habe", wurde Ecclestone in der Pressemitteilung von Liberty Media zitiert. "Ich bin mir sicher, dass Chase seine Rolle zum Wohle des Sports ausfüllen wird."

Ecclestone hatte Ende der 70er-Jahre die kommerziellen Rechte an der Formel 1 erworben und die Rennserie zu einem weltumspannenden und milliardenschweren Unternehmen gemacht. "Der Sport ist heute das, zu was er (Ecclestone) ihn gemacht hat", lobte sein Nachfolger Chase die Arbeit des geschäftstüchtigen Briten. Ecclestone solle immer Teil der Formel-1-Familie bleiben.

Der Onlineausgabe des Magazins "auto, motor und sport" hatte Ecclestone vor Veröffentlichung der Mitteilung des neuen Formel-1-Besitzers gesagt: "Ich wurde heute abgesetzt. Bin einfach weg."/jmx/DP/he

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23.01.2017 08:23
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CNN startet mit eigenem TV-Sender in der Schweiz
22.01.2017 10:42

Zürich/Genf (awp/sda) - Der amerikanische Nachrichtensenderpionier CNN kommt mit einem eigenen TV-Sender in die Schweiz. Ab Herbst bringt CNN Money Switzerland vor allem Wirtschaftsnachrichten auf Englisch aus zwei Studios in Zürich und Genf.

Hinzu kämen themenspezifische Beiträge beispielsweise über Sport, Unterhaltung und Lifestyle, teilte CNN Money Switzerland am Sonntag in einem Communiqué mit. Das Programm sei breiter als bei den Konkurrenten Bloomberg TV oder CNBC, sagte eine Sprecherin auf Anfrage. CNN Money Switzerland solle kein Börsensender sein, der sich an Investoren richte.

Der neue Kanal solle Führungskräfte, Geschäftsleute und Meinungsbildner in der Schweiz ansprechen, die sich für aktuelle Finanz- und Wirtschaftsnachrichten interessieren. Im Visier habe man die englischsprachige Business-Gemeinde.

CNN Money Switzerland sei die neueste Erweiterung von CNN, das 1980 als erster TV-Kanal der Welt rund um die Uhr Nachrichten sendete. Bereits beim Gipfel der Supermächte USA und Sowjetunion mit Ronald Reagan und Michail Gorbatschow 1985 in Genf war CNN eine unverzichtbare Informationsquelle.

Richtig bekannt wurde CNN mit seiner Berichterstattung über den Golfkrieg, als die USA 1991 die irakische Hauptstadt Bagdad bombardierten und der Kriegsreporter Peter Arnett als einziger westlicher Journalist aus dem höchsten Gebäude in der Innenstadt live sendete.

Schweiz als Labor

Nun expandiert CNN in die Wirtschafts- und Börsenberichterstattung. "Die Schweiz dient uns als Labor", sagte Greg Beitchman von CNN International Commercial, der für CNN Money Switzerland zuständig ist, in einem Interview mit der "Sonntagszeitung" und "Le Matin Dimanche".

"Wir werden genau verfolgen, wie erfolgreich dieser TV-Kanal ist." Es sei nicht ausgeschlossen, dass auch in anderen Ländern CNN-Money-Kanäle gestartet würden, sagte Beitchman. Bisher gibt es nicht einmal in den USA CNN Money.

Die Schweiz sei ein idealer Ort für Wirtschaftsnachrichten und andere Themen, die Manager interessieren, sagte die Sprecherin von CNN. Es gebe hierzulande viele Grosskonzerne, einen starken Finanzplatz und viele Nichtregierungsorganisationen und internationale Organisationen.

Gesendet werden sollen vor allem News, Hintergründe und Interviews. So werde künftig CNN Money Switzerland die Berichterstattung vom Weltwirtschaftsforum (WEF) übernehmen. Bisher mussten die CNN-Berichterstatter aus dem Ausland nach Davos eingeflogen werden.

Drei Stunden live

CNN Money Switzerland werde zwei Redaktionen in Zürich und Genf haben, wo ungefähr 30 Journalisten arbeiten würden. Diese sollen Schweizer und erfahrene CNN-Journalisten sein. CNN Money Switzerland sendet rund um die Uhr, allerdings nur von 18 bis 21 Uhr live. Die dreistündige Sendung beginnt kurz nach Börsenschluss und ist dem Schweizer Börsen- und Wirtschaftsgeschehen gewidmet, ergänzt durch Live-Berichterstattung aus London, Singapur und New York.

Bei einer Änderung der Nachrichtenlage sollen die Beiträge auch ausserhalb der Live-Sendung aktualisiert werden. Der neue Sender werde über Kabelnetze und Internet-TV-Anbieter verbreitet. Ob es auch auf Swisscom TV oder via Satellit zu sehen sein werde, konnte die Sprecherin nicht sagen.

(AWP)

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23.01.2017 08:22
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Neue Terminverschiebung: Hauptstadtflughafen BER öffnet nicht 2017
22.01.2017 14:37

BERLIN (awp international) - Neues Desaster für den Berliner Hauptstadtflughafen BER: 25 Jahre nach Beginn der Planungen wurde die Eröffnung zum wiederholten Mal verschoben. Wegen neuer technischer Probleme mit dem Brandschutz im Terminalgebäude hebt auch 2017 kein Flieger ab. Das teilten Flughafenchef Karsten Mühlenfeld und Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Samstag mit. Müller, der seit etwa eineinhalb Jahren Chef des BER-Aufsichtsrates ist, geht nunmehr davon aus, dass der mindestens 6,5 Milliarden Euro teure Pannenflughafen 2018 in Betrieb geht.

Nach den Worten Mühlenfelds sollen die Konsequenzen der neuerlichen Verschiebung bei der nächsten Aufsichtsratssitzung am 7. Februar beraten werden. Müller sieht die Geschäftsführung in der Pflicht, dabei Klartext zu reden. Zudem sei eine Runde mit beteiligten Firmen im Roten Rathaus gesplant, mit denen die Zusammenarbeit "wieder nicht funktioniert" habe. "Wir werden in den nächsten zwei Wochen grössere Sicherheit haben, wo wir stehen."

MÜLLER: 'WIR BRAUCHEN MAL EINEN TERMIN'

Müller forderte die BER-Geschäftsführung auch auf, noch im ersten Quartal zu sagen, welchen konkreten Eröffnungstermin sie nun anpeilt. Der Aufsichtsrat wolle sich nicht länger hinhalten lassen. "Wir brauchen mal einen Termin", so Müller. Das sei für die Planungssicherheit wichtig, etwa der Fluggesellschaften.

Ursprünglich sollte der drittgrösste deutsche Airport 2011 öffnen. Inzwischen wurde der Termin etwa ein halbes dutzend Mal vertagt. Der neue Aufschub geht nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur auf Probleme bei rund 1200 Türen im BER zurück, die neu verkabelt werden müssen. Denn wenn sie im Brandfall nicht ordnungsgemäss schliessen, ist keine ausreichende Entrauchung möglich. Zudem gibt es möglicherweise noch Umbaubedarf an der Sprinkleranlage.

NEUERLICHE VERZÖGERUNG HATTE SICH SCHON LÄNGER ANGEDEUTET

"Nach den neuen Erkenntnissen, über die ich Ende vergangener Woche Vertreter der Anteilseigner informiert habe, ist das damit verbundene Risiko für eine Eröffnung des BER in diesem Jahr zu hoch", sagte Mühlenfeld am Samstag der dpa. Er reagierte damit auf Äusserungen Müllers kurz zuvor. "An dieser Stelle sind wir an einem Punkt, wo wir sagen müssen, 2017 kann nicht mehr funktionieren mit der Eröffnung", sagte der Regierungschef auf einer SPD-Klausurtagung in Erfurt.

Die neuerliche Verzögerung hatte sich schon länger angedeutet. Offiziell hielt der Flughafen zuletzt noch an dem Zeitplan für die Eröffnung 2017 fest. Laut "Bild am Sonntag" müsste Mühlenfeld aber schon seit Monaten gewusst haben, dass das nicht mehr möglich ist.

VORWÜRFE GEGEN MÜHLENFELD

Er habe behördliche Fristen für die Nennung eines konkreten Eröffnungsdatums wissentlich verstreichen lassen und dies offenbar dem Aufsichtsrat verschwiegen, schreibt das Blatt unter Berufung auf interne Unterlagen. Bereits im September oder spätestens im Oktober hätte er dem Bericht zufolge eine Eröffnung 2017 für nicht realisierbar erklären müssen. Von der Flughafengesellschaft war dazu zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Schon vor der Berlin-Wahl am 18. September sei klar gewesen, dass der BER 2017 nicht in Betrieb geht, sagte Brandenburgs Grünen-Fraktionschef Axel Vogel der dpa. Weil Mühlenfeld dem Regierenden Bürgermeister Müller vor der Wahl nicht habe schaden wollen, sei es zu dem "Eiertanz" um den Eröffnungstermin gekommen.

CDU SIEHT IN ERSTER LINIE MASSIVE DEFIZITE BEI MÜLLER

Die CDU in Berlin und Brandenburg sieht in erster Linie massive Defizite bei Müller. "Er kommt einfach seiner Verpflichtung als BER-Aufsichtsratschef nicht nach", sagte der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Rainer Genilke, am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Das Problem mit den Brandschutz-Türen sei schon seit fünf Jahren bekannt. Der Berliner CDU-Fraktionschef Florian Graf sagte, Müller sei überfordert.

Der leere Airport verschlingt jeden Monat 17 Millionen Euro Betriebskosten, zudem fehlen eingeplante Mieteinnahmen von 13 bis 14 Millionen. Müller geht angesichts des inzwischen erreichten Baufortschritts nicht davon aus, dass sich die Eröffnung über 2018 hinaus verschiebt. "Nach allem, was jetzt vorliegt, sind wir tatsächlich in der Schlussrunde der Fertigstellung." BER-Gesellschafter sind der Bund sowie die Länder Berlin und Brandenburg./kr/bb/mvk/DP/he

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16.01.2017 08:16
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Moody's zahlt 864 Millionen Dollar wegen geschönter Ratings
15.01.2017 14:29

NEW YORK (awp international) - Die Ratingagentur Moody's ist von zweifelhaften Kreditbewertungen aus der Zeit der Finanzkrise eingeholt worden. Im Rahmen eines Vergleichs mit US-Behörden werde man 864 Millionen Dollar (812 Mio Euro) zahlen, teilte das Unternehmen am Freitagabend (Ortszeit) mit. 437,5 Millionen Dollar gehen als Bussgeld an das Justizministerium und weitere 426,3 Millionen an 20 US-Bundesstaaten. Die Einigung umfasse zudem erhebliche Massnahmen, um die Integrität, Unabhängigkeit und Qualität der Kreditbewertungen zu stärken.

Moody's wird vorgeworfen, das Risiko strukturierter Wertpapiere zum eigenen Geschäftsvorteil nicht ausreichend berücksichtigt zu haben. Nach dem Einbruch des US-Häusermarktes Ende 2007 hatten viele solcher Papiere massiv an Wert eingebüsst, was zu heftigen Turbulenzen an den Finanzmärkten führte und als ein Grund für die tiefe Rezession der Folgejahre gilt. Trotzdem betont Moody's, keine Gesetzesverstösse begangen zu haben und hinter seinen Ratings zu stehen.

Der grössere Rivale Standard & Poor's hatte bereits im Februar 2015 einen ähnlichen Vergleich geschlossen. S&P zahlte damals ingesamt 1,4 Milliarden Dollar an das Justizministerium und an Bundesstaaten, um sich von einem Verfahren um frisierte Bonitätsnoten für Wertpapiere freizukaufen, die in der Finanzkrise zu Brandbeschleunigern wurden. Weitere rund 200 Millionen Dollar zahlte das Unternehmen an den kalifornischen Pensionsfonds Calpers und die US-Börsenaufsicht./hbr/DP/he

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12.12.2016 08:16
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IWF-Chefin Lagarde steht am Montag vor Gericht

Weltwährungsfonds-Chefin Christine Lagarde steht wegen einer umstrittenen Millionenzahlung aus ihrer Zeit als französische Finanzministerin vor Gericht.

Der 60-Jährigen wird in Paris vorgeworfen, durch fahrlässiges Handeln eine Veruntreuung öffentlicher Gelder ermöglicht zu haben. Der Prozess beginnt am Montagnachmittag, bei einer Verurteilung drohen ihr bis zu ein Jahr Haft und 15 000 Euro Strafe. Zudem stellt sich die Frage, ob Lagarde bei einem Schuldspruch ihr Amt beim Internationalen Währungsfonds (IWF) behalten könnte.

Die Französin hatte als Ministerin 2007 grünes Licht für ein Schiedsverfahren gegeben, bei dem dem französichen Geschäftsmann Bernard Tapie eine Entschädigung von mehr als 400 Millionen Euro zugesprochen wurde. Tapie war vor Gericht gezogen, weil er sich beim Verkauf seiner Anteile am deutschen Sportartikelhersteller Adidas von der früheren Staatsbank Crédit Lyonnais geprellt sah. Die hohe Entschädigung sorgte für viel Kritik und wurde inzwischen von Gerichten aufgehoben. Die Justiz ermittelt gegen mehrere Beteiligte wegen des Verdachts auf bandenmässigen Betrug, es soll Verbindungen zwischen Tapie und einem der Schiedsmänner gegeben haben.

Lagarde hatte dem Schiedsverfahren zugestimmt und später auch auf einen Einspruch verzichtet, nach Ansicht der Anklage vorschnell und ohne sich ausreichend mit der Materie auseinandergesetzt zu haben. Sie selbst hat die Vorwürfe stehts zurückgewiesen. In Interviews mit französischen Medien sagte sie mit Blick auf den Prozess, sie sei "gelassen und entschlossen": "Meine Anwälte werden die juristischen Mittel finden, um dieser merkwürdigen Situation zu begegnen."

Die Verteidigung kritisierte, dass die Betrugs-Ermittlungen noch liefen - vor einem Prozess gegen Lagarde müsse ein Gericht aber erstmal entscheiden, ob es überhaupt eine Veruntreuung gegeben habe. Die Anwälte wollen deshalb eine Verschiebung beantragen, wie die französische Nachrichtenagentur AFP berichtete.

Nach Angaben aus IWF-Kreisen gibt es keine Vorschrift, nach der Lagarde im Fall einer Verurteilung zwingend ihr Amt aufgeben müsste. Ihre Glaubwürdigkeit wäre aber erschüttert. "Im unwahrscheinlichen Fall eines Schuldspruchs müsste der Exekutivrat entscheiden, was zu tun ist", hiess es in Washington.

Für den Prozess sind sieben Tage bis zum 20. Dezember angesetzt. Verhandelt wird vor dem Gerichtshof der Republik, einem Spezialgericht, das nur für Rechtsverstösse von Ministern im Rahmen ihre Amtes zuständig ist. Das Urteil entscheiden drei Berufsrichter und zwölf Parlamentarier aus Nationalversammlung und Senat.

Lagarde war 2007 vom damaligen Präsidenten Nicolas Sarkozy zur Wirtschafts- und Finanzministerin ernannt worden. 2011 wechselte sie nach dem Rücktritt von Dominique Strauss-Kahn als IWF-Chef nach Washington und übernahm die Nachfolge ihres Landsmanns.

(AWP)

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02.12.2016 08:44
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Die Superreichen sind erneut reicher geworden

Das Finanzjahr 2016 präsentiert sich sehr verhalten und doch sind die Superreichen in der Schweiz noch reicher geworden. Die 300 Reichsten besitzen zusammen 613 Milliarden Franken, was eine deutliche Steigerung ist.

An den Börsen hielten sich 2016 die Kursgewinne weltweit in Grenzen, auch in den USA und Grossbritannien, ganz zu schweigen von den Märkten in der Schweiz, in Deutschland oder Japan. Schwer auf die Stimmung geschlagen haben terroristische Anschläge. Der Rausch auf den Immobilien- und Kunstmärkten ist verflogen. Einzig die Rohstoffmärkte haben sich nach jahrelangen Einbussen erholt. Und doch hat dieses durchzogene Jahr bei den 300 Reichsten in der Schweiz kaum Spuren hinterlassen.

Zwar ist bei 25 Personen oder Familien das Vermögen geschrumpft; doch ihnen stehen 68 Reiche gegenüber, die, teils deutlich, hinzugewonnen haben. Damit ist mehr als jeder Fünfte der 300 Superreichen noch vermögender geworden. Dies geht aus der jährlichen Spezialausgaben des Wirtschaftsmagazins "Bilanz" hervor, die die 300 Reichsten der Schweiz im Jahr 2016 vorstellt.

Zudem hat das Gesamtvermögen mit einem Plus von über 18 Mrd CHF deutlich stärker zugelegt als noch vor einem Jahr. Damals betrug das Plus 6 Mrd CHF.

Als die "Bilanz" 1989 begann, das Vermögen der Reichsten in der Schweiz ins Licht der Öffentlichkeit zu stellen, besassen die 100 reichsten Personen zusammen 66 Mrd CHF. Pro Kopf entsprach das einem durchschnittlichen Vermögen von 660 Mio CHF. Heute liegt das Pro-Kopf-Vermögen im Schnitt bei 2,04 Mrd CHF. Es hat sich in den letzten drei Jahrzehnten also mehr als verdreifacht.

Hinzu kommt, dass mit 135 jeder Dritte der 300 Reichsten Milliardär ist. Laut "Bilanz" lebt demnach jeder 18. der weltweit 2473 Milliardäre in der Schweiz. Und: Für einen Platz unter der Top-Ten in der Schweiz brauchte es 2016 ein Vermögen von mindestens 10 Mrd CHF.

Altbekanntes Trio

Im Vergleich zum letzten Jahr hat sich auf den ersten drei Plätzen nur das Vermögen geändert, die Personen sind die Gleichen. So steht unangefochten auf Platz Eins die Ikea-Familie Kamprad. Bezifferte die "Bilanz" deren Vermögen letztes Jahr mit 44 bis 45 Mrd CHF, sind es dieses Jahr 45 bis 46 Mrd.

Auf Platz Zwei steht mit geschätzten 27 bis 28 Mrd CHF der Bierbaron Jorge Lemann. Seine Beteiligung am weltweit grössten Bierbrauer ABInBev hat sein Vermögen 2016 um 1 Mrd CHF reduziert.

Platz Drei belegen die Familien Hoffmann und Oeri. Die Nachkommen der Gründer des Pharmakonzerns Roche verloren im letzten Jahr 2 Mrd CHF aufgrund des dümpelnden Aktienkurses von Roche. Dennoch besitzen sie immer noch ein Vermögen von 23 bis 24 Mrd CHF.

Die Familien Hoffmann und Oeri sind 2016 die grössten Verlierer, gefolgt von der Familie Hayek, deren Uhrenkonzern unter der Tourismusflaute im Zug der Terroranschläge etwa in Paris oder Belgien leidet. Platz Drei auf der Verliererliste belegt die Familie Brenninkmeijer, Besitzerin des Textilhändlers C&A.

Blochers mit zwei Milliarden mehr

Demgegenüber steht die Familie Blocher mit einem Zugewinn von 2 Mrd CHF aus deren Engagements in den Bereichen Kunststoffe, Chemie, Läckerli und Medien. Ivan Glasenberg, Konzernchef und Grossaktionär des Rohstoffgiganten Glencore hat sein Vermögen um zwei Mrdauf 4 bis 4,5 Mrd mehr als verdoppelt. Ebenfalls um 2 Mrd ist das Vermögen der Aufzüge- und Rolltreppenfamilien Schindler und Bonnard gewachsen.

Immerhin zeigt sich an diesen Beispielen, dass der Schweizer Geldadel seine Millionen und Milliarden im Wirtschaftskreislauf vermehrt - und damit auch noch so manchen Arbeitsplatz zur Verfügung stellt.

(AWP)

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14.10.2016 08:21
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Milliardäre müssen Federn lassen

Jahr für Jahr sind die Vermögen von Milliardären gewachsen. Im vergangenen Jahr stoppte nun der Anstieg des Gesamtvermögens der Milliardäre. Das Gesamtvermögen ging um 300 Milliarden auf 5,1 Billionen Dollar zurück.

Das geht aus dem Billionaires Report der Grossbank UBS und des Beratungsunternehmens PwC hervor, der am Donnerstag veröffentlicht wurde. Durchschnittlich besass 2015 jeder Milliardär noch 3,7 Milliarden Dollar, im Vorjahr waren es noch 4,0 Milliarden. Im Bericht wird der Rückgang mit Vermögensübertragungen innerhalb von Familien, fallenden Rohstoffpreisen und dem aufwertenden US-Dollar erklärt.

In den USA überstieg die Zahl der neuen Milliardäre diejenige der Absteiger lediglich um fünf. In Asien hingegen gibt es unter dem Strich jeden dritten Tag einen neuen Milliardär. Die meisten davon, 85 Prozent, sind Milliardäre in erster Generation. Bei ihnen steht gemäss dem Bericht in den kommenden Jahren nun erstmals ein Transfer an.

Erben reiben sich die Hände

Ohnehin steht laut dem Bericht die grösste Vermögensübertragung in der Geschichte der Menschheit bevor. Rund 460 Milliardäre werden im Verlauf von knapp 20 Jahren 2,1 Billionen Dollar an ihre Erben übertragen - das entspricht der Wirtschaftsleistung von Indien.

Fast schon Routine ist das Vererben hingegen in Europa, besonders in der Schweiz und Deutschland, wo der Anteil der etablierten Milliardärsdynastien am höchsten ist. 56 der 60 Milliardäre, die 2015 durch eine Erbschaft zu ihrem Vermögen kamen, stammen laut dem Bericht aus Europa.

In der Schweiz zählen die UBS und PwC 33 Milliardäre, die zusammen ein Vermögen von 93,5 Milliarden Franken halten, wie ein UBS-Sprecher auf Anfrage sagte. 60 Prozent oder 20 dieser Milliardäre stammen aus solchen Dynastien, sind also über Erbschaften reich geworden.

Die Europäer haben sich als geschickt darin erwiesen, ihr Vermögen über mehrere Generationen zu bewahren. Auch 2015 blieb das Gesamtvermögen entgegen dem weltweiten Trend stabil. Warum etwa Schweizer gut darin sind, das Vermögen weiterzugeben und zu bewahren, erklärt der Sprecher mit der die stabilen Währung, dem hohen Ausbildungsniveau, der vergleichsweise tiefen Erbschaftssteuer und der Gewohnheit, vorauszuplanen.

(SDA)

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03.10.2016 08:36
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Swissair-Grounding jährt sich zum 15. Mal

Am 2. Oktober 2001 ging bei der Swissair gar nichts mehr. Weil der Fluggesellschaft das Geld ausgegangen war, blieben ihre Flieger am Boden.

Es war ein Schock für die Nation, der den Bundesrat und die Banken zum Umdenken brachte. "Das Grounding bleibt ein trauriges Kapitel der Schweizer Wirtschaftsgeschichte, aus dem wir jedoch die Lehren gezogen haben", sagt Andreas Wittmer, Luftfahrtexperte an der Universität St. Gallen, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. "Wir haben gelernt, dass auch das renommierteste Unternehmen untergehen kann."

Swissair, das war ein Unternehmen, auf das die Nation stolz war. Wittmer trauert dem jedoch nicht nach. Für ihn geht auch die Lufthansa-Tochter Swiss als nationale Airline durch. "Das Entscheidende für ein Exportland wie die Schweiz ist, dass die Swiss selbstständig über die Flugziele entscheiden kann", sagt Wittmer.

In der Flugindustrie sei es entscheidend, dass ein Unternehmen eine kritische Grösse erreiche. Ein wichtiger Teil davon sei, dass die Swiss Anschluss an die Luftfahrtallianz StarAlliance gefunden habe.

Hunter-Strategie

Der Swissair brachten ihre Allianzen dagegen kein Glück. 1997 startete der damalige Konzernchef Philippe Bruggisser eine aggressive Kaufstrategie - die so genannte Hunter-Strategie. Bruggisser hoffte nach dem EWR-Nein mit dem Kauf von vielen kleinen aber eben auch unrentablen Fluggesellschaften und dem Schmieden von Allianzen die kritische Grösse der damals bereits isolierten Swissair zu erreichen.

Die Hunter-Strategie jedoch scheiterte kläglich. Bruggisser musste den Hut nehmen. Anfang 2001 übernahm für kurze Zeit Crossair-Besitzer Moritz Suter das Ruder der nationalen Airline. Nach dem Rücktritt des gesamten Verwaltungsrates mit seinem Präsidenten Eric Honegger folgte "Super-Mario" Corti. Aber auch der ehemalige Nestlé Finanzchef konnte den Sinkflug nicht stoppen.

Letzte Rettungsversuche

Corti wurde dabei vor allem von der Swissair-Hausbank UBS unter der Führung von Marcel Ospel unter Druck gesetzt. Corti sollte später Ospel für das Grounding verantwortlich machen. Die Terroranschläge in New York am 11. September 2001 waren für die Airline-Branche ein Schlag, der der Swissair schliesslich das Genick brach.

Corti versuchte danach zwar noch mit Hilfe des Bundes und dem Aufbau einer Auffanggesellschaft unter dem Dach der Crossair die Airline in der Luft zu halten. Am 29. September lehnte es der Bundesrat jedoch ab, eine finanzielle Garantie zu gewähren. Am 1. Oktober übernahm die Crossair unter der Führung von André Dosé das Fluggeschäft der Swissair. Die SAirGroup, die SAirLines und Flightlease - die Betreibergesellschaften der Swissair - wurden in Nachlassstundung geschickt.

Diese Rettung kam aber zu spät. Am 2. Oktober kurz nach Mittag musste die Swissair den Flugbetrieb einstellen, weil ihr das Geld fehlte, um den Flugtreibstoff zu bezahlen. Rund 260 Maschinen und mit ihnen rund 19'000 Passagiere blieben an diesem Tag am Boden.

Es war ein Schock für die Nation, der auch den Bundesrat und die Banken zum Umdenken brachte. Mit einem Notkredit wurde ein reduzierter Flugbetrieb bereits am nächsten Tag wieder aufgenommen.

Am 1. April 2002 landete der letzte Linienflug aus Sao Paulo um 7.15 Uhr auf der Piste 16 des Flughafens Zürich-Kloten. Der Name Swissair war damit nach 71 Jahren definitiv Geschichte.

Danach zwangen die Überkapazitäten in der Airlinebranche, der Irakkrieg und die hohen Ölpreise die Swiss die Flotte fast um die Hälfte zu reduzieren. Im März 2005 schliesslich übernahm die Lufthansa für den Preis von 339 Millionen Franken die nationale Airline.

(AWP)

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13.09.2016 08:13
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Neue Fünf-Pfund-Note in Grossbritannien - aus Plastik und mit Churchill
13.09.2016 07:23

LONDON (awp international) - Die Briten erhalten eine neue Fünf-Pund-Note - aus Plastik, mit dem Abbild von Ex-Premier Winston Churchill. Die neuen Scheine aus Polymer seien sauberer, sicherer und hätten eine viel längere Lebensdauer als herkömmliche Papierscheine, lobt die Bank of England.

"Das dünne, flexible Plastik ist Schmutz-und Feuchtigkeits-resistent", heisst es auf der Webseite der Zentralbank. Der neue Fünfer, der am Dienstag im Umlauf komme, werde daher mit der Zeit "nicht so schäbig wie Geldnoten". "Wie Churchill wird auch die neue Polymer Note den Test der Zeit bestehen", meinte Gouverneur Mark Carney. Fünf Pfund sind derzeit etwa 5,93 Euro./pm/DP/stk

(AWP)

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12.09.2016 13:47
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Österreich verschiebt Präsidentenwahl wegen defekter Wahlkarten
12.09.2016 11:20

(Ausführliche Fassung)

WIEN (awp international) - Die Wahlposse in Österreich geht in die nächste Runde: Die Wiederholung der Stichwahl zum Bundespräsidenten muss wegen mangelhafter Wahlkarten verschoben werden. Eine ordnungsgemässe Durchführung am geplanten Termin am 2. Oktober sei unter diesen Umständen nicht möglich, sagte Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) am Montag in Wien. "Ziel ist es, die Wahl noch 2016 durchführen zu können", so Sobotoka. Die Behörde peile einen Termin rund um den 4. Dezember an.

In der ungültig erklärten Stichwahl vom Mai hatten über 880 000 Bürger per Wahlkarte ihre Stimme abgegeben. Nun wird die Staatsdruckerei mit der Produktion der Wahlkarten für die nächste Runde beauftragt. Der von den Grünen unterstützte Alexander Van der Bellen (72) siegte damals hauchdünn vor dem Kandidaten der rechtspopulistischen FPÖ, Norbert Hofer (45).

Der Verfassungsgerichtshof hatte zuvor in einem einmaligen Vorgang nach einer Anfechtung der FPÖ die zweite Runde der Wahl aufgehoben. Grund waren diverse Formfehler rund um Wahlkarten, die aber nichts mit den aktuellen Problemen zu tun hatten. Das Urteil der Höchstrichter stellte keinen Wahlbetrug fest, wohl aber das vorzeitige Öffnen oder das vorschriftswidrige Lagern der Briefwahlstimmen. Auch Unbefugte waren mit der Auszählung beauftragt.

Der Sozialdemokrat Heinz Fischer schied im Juli nach zwölf Jahren an der Spitze der Alpenrepublik verfassungsgemäss aus. Mangels Nachfolger wurde er zunächst von dem dreiköpfigen Präsidium des Nationalrats vertreten, dem auch Präsidentschaftskandidat Hofer angehört./saw/DP/stb

(AWP)

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08.09.2016 08:42
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Mega-Deal in der Formel 1 ist perfekt

Der Mega-Deal ist perfekt: Die Formel 1 wechselt den Besitzer und Bernie Ecclestone darf erstmal Chef bleiben. Das amerikanische Medien- und Unterhaltungsunternehmen Liberty Media hat die Rennserie gekauft.

Das bestätigten Liberty Media sowie der bisherige Hauptgesellschafter CVC am späten Mittwochabend.

Der bisherige Formel-1-Boss Ecclestone soll seinen Posten als Geschäftsführer vorerst behalten. "Ich möchte Liberty Media und Chase Carey in der Formel 1 begrüssen und freue mich darauf, mit ihnen zu arbeiten", wird Ecclestone in der Mitteilung der Unternehmen zitiert. Der amerikanische Geschäftsmann Carey wird in die Geschäftsführung der Rennserie aufsteigen.

Liberty Media zahlt nach Angaben der Unternehmen 4,4 Milliarden Dollar (etwa 3,93 Milliarden Euro). Zudem sollen Schulden in ähnlicher Höhe übernommen werden. Insgesamt werde die Formel 1 bei der Transaktion mit 8,0 Milliarden Dollar bewertet, heisst es in der Mitteilung.

"Wir freuen uns, Teil der Formel 1 zu werden. Wir glauben, dass unsere langfristige Ausrichtung und Expertise mit Medien- und Sportgeschäften uns erlaubt, der Formel 1 eine gute Führung zu geben, von der Fans, Teams und Anteilseigner profitieren werden", sagte Liberty-Media-CEO, Greg Maffei.

Kurz zuvor hatte Ecclestone in Interviews den Mega-Deal als schon praktisch perfekt bezeichnet. Nur Details seien noch zu klären, sagte der 85-jährige Brite der Nachrichtenagentur AP. Andere Medien zitierten den Formel-1-Boss mit der Aussage, die neuen Besitzer wollten, dass er noch drei Jahre weiter mache. "Nach zwei oder drei Jahren werde ich es vielleicht ein bisschen ruhiger angehen lassen", sagte Eccleston zu AP.

Entwicklung zum Milliarden-Geschäft

Der starke Mann bei Liberty Media ist John Malone, wegen seiner aggressiven Deals auch "Cable Cowboy" genannt. Für die Formel 1 interessiert sich der 75-Jährige offenbar schon länger - bereits 2014 gab es Gerüchte, Firmen aus seinem Imperium stünden kurz vor dem Einstieg.

Heute ist Malones Firmen-Reich nach etlichen weiteren Zukäufen und Abspaltungen ein weit verzweigtes Geflecht diverser, schwer durchschaubarer Beteiligungen. Im Zentrum steht noch immer Liberty Media; der Konzern hat unter anderem Anteile am Shopping-Sender QVC und am Baseball-Team der Atlanta Braves. Das internationale Geschäft wurde 2005 in die Gesellschaft Liberty Global ausgegliedert, die in Deutschland durch Unitymedia vertreten ist.

Die Formel 1 hat sich in den vergangenen Jahrzehnten unter der Führung von Ecclestone zu einem Milliarden-Geschäft entwickelt. Der Brite vereinte die Teams und organisierte die gemeinsame Vermarktung, mit der die Rennserie inzwischen nahezu zwei Milliarden Dollar jährlich erlöst. "Wir alle profitieren von diesem Imperium. Bernie hat es zu dem gemacht, was es ist", sagte Mercedes-Teamchef Toto Wolff am vergangenen Wochenende in Monza.

Mehrfach Börsengang angepeilt

Vor zehn Jahren hatte CVC für mehr als 800 Millionen Dollar die Mehrheit der Anteile an der Formel 1 erworben und Ecclestone als zentrale Figur im Tagesgeschäft belassen. Rund vier Milliarden Euro soll CVC mit der Formel 1 verdient haben.

Über einen möglichen Verkauf war seit langem spekuliert worden. Ecclestone hatte mehrfach einen Börsengang avisiert, der aber wegen der Finanzkrise immer wieder verschoben wurde. Als Kaufinteressenten für die Formel 1 waren in der Vergangenheit auch die katarischen Geldgeber von Paris St. Germain, ein US-Konsortium um Stephen Ross, den Eigentümer des American-Football-Teams Miami Dolphins, der Medienkonzern Sky und sogar Apple genannt worden.

Auch über die Nachfolge von Ecclestone gab es schon allein wegen seines Alters immer wieder Debatten. Ecclestone allerdings hatte schon vor wenigen Tagen in Monza versichert: "Ich tue, was ich immer getan habe. Es ist meine Entscheidung, welche Rolle ich einnehme."

(AWP)

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26.08.2016 08:29
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Goldsucher findet Vier-Kilo-Klumpen in Australien

Ein Goldsucher hat in Australien einen vier Kilogramm schweren Goldklumpen gefunden. Das teilte eine Herstellerfirma von Metalldetektoren am Donnerstag mit.

Demnach entdeckte der Mann das Nugget bereits vergangene Woche mit einem Suchgerät im Boden eines früheren Abbaugebiets im Bundesstaat Victoria. Der Finder nannte das 145 Unzen (4,1 Kilogramm) schwere Nugget demnach "Friday's Joy" (Freitagsfreude).

"Ich dachte zuerst, es sei Müll, vielleicht ein altes Hufeisen", wurde der Mann zitiert. Er habe in dem Goldfeld schon zuvor mehrere grosse Goldklumpen gefunden, hiess es in der Mitteilung. Schätzungen zufolge könnte das Nugget dem Finder umgerechnet knapp 200'000 Franken einbringen.

Er habe zunächst nicht gewusst, was er mit dem Gold machen solle, sagte der Finder. "Es ist, als ob man einen grossen Fisch fängt. Wohin dann mit dem Ding? Ich habe es gewaschen, in Alufolie gepackt und die erste Nacht in meinem Backofen aufbewahrt", sagte er.

In den 1850er Jahren strömten Tausende in die auch "Goldenes Dreieck" genannte Region, Funde hatten einen Goldrausch ausgelöst. Der grösste jemals in Australien gefundene Goldklumpen wog nach Expertenangaben 72 Kilogramm und wurde 1869 entdeckt.

(SDA)

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04.08.2016 13:01
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Bargeld ist trotz virtueller Welt in Mode

Das gute alte Bargeld ist vor allem bei Jungen beliebter als die Kreditkarte. Das zeigt eine Umfrage zur Kreditkartennutzung.

Nur 14 Prozent der unter 30-Jährigen sehen die Kreditkarte als bevorzugtes Zahlungsmittel, bei den anderen Altersgruppen liegt dieser Wert bei 30 Prozent, heisst es in der Mitteilung von comparis.ch.

Der Vergleichsdienst hat die Umfrage bei GfK in Auftrag gegeben. Befragt wurden mehr als 1000 Personen aus der ganzen Schweiz.

Insgesamt nimmt die Zahl der Kreditkarten aber zu. Sie liegt heute bei über sechs Millionen. Das ist eine Million mehr als noch vor fünf Jahren.

Am häufigsten werden die Karten beim Online-Shopping und bei Hotelzahlungen eingesetzt. Für Bargeldbezüge hingegen selten, denn die Gebühren sind relativ hoch.

(SDA)

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25.07.2016 13:11
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Ende eines Zeitalters: Letzter Hersteller von VHS-Rekordern gibt auf
25.07.2016 11:30

TOKIO (awp international) - Die Ära des guten alten Videorekorders geht endgültig zu Ende. Der nach eigenen Angaben letzte Hersteller von VHS-Kassettenrekordern, das japanische Unternehmen Funai, stellt zum Ende dieses Monats die Produktion ein. Ein Sprecher des Konzerns bestätigte am Montag entsprechende Medienberichte. Der Grund sei die zuletzt nur noch geringe Nachfrage sowie die begrenzte Verfügbarkeit von Bauteilen.

Panasonic und andere einst führende Marken hatten sich bereits zuvor vom Geschäft mit Videokassetten und Abspielgeräten verabschiedet. Funai hat die Produkte bislang in China für den US-Markt und andere Länder produziert. Die jährliche Fertigung sei von einst bis zu 15 Millionen im vergangenen Jahr auf 750 000 Stück gesunken, so der Sprecher. Die beim JVC-Konzern vor rund 40 Jahren entwickelte VHS-Kassette hatte sich einst im Verbrauchermarkt gegen Sonys Betamax-Format durchgesetzt. Inzwischen wurde sie weitgehend von digitalen Medien wie DVDs oder Blu-ray-Discs sowie Downloads und Streaming aus dem Netz verdrängt./ln/DP/stb

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15.07.2016 08:19
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Terroranschlag in Nizza fordert mindestens 80 Tote
15.07.2016 06:03

Nizza (awp/sda/afp/reu/dpa/ap) - Horror am französischen Nationalfeiertag: Ein Lastwagen rast in Nizza am späten Donnerstagabend in eine feiernde Menge. Laut Innenminister Bernard Cazeneuve wurden 80 Menschen getötet. Weitere 18 Personen seien in kritischem Zustand.

Der französische Staatspräsident François Hollande kündigte am frühen Freitagmorgen in einer Fernsehansprache an, dass Frankreich den Ausnahmezustand um drei Monate verlängern werde. Ursprünglich hätte diese Massnahme am 26. Juli aufgehoben werden sollen. Sie war nach den Pariser Anschlägen vom 13. November 2015 verhängt worden.

TERRORISTISCHER HINTERGRUND

Hollande begründete die Verlängerung damit, dass die Attacke von Nizza eindeutig einen terroristischen Hintergrund habe. "Ganz Frankreich ist vom islamistischen Terrorismus bedroht. Wir müssen alles tun, um gegen die Geissel des Terrorismus kämpfen zu können", sagte Hollande. Deswegen sollten zusätzlich Soldaten und Reserven bei den Sicherheitskräften mobilisiert werden.

Hollande will heute Freitag nach Nizza reisen. Vor seinem Besuch in der südfranzösischen Stadt werde er ein Treffen des Verteidigungsrats einberufen, an dem unter anderem die Minister für Verteidigung und Inneres teilnehmen sollen.

Unterdessen hat die Polizei im Tatfahrzeug die Ausweispapiere eines Franko-Tunesiers gefunden worden. Die Papiere gehören einem 31-jährigen in Nizza gemeldeten Mann, wie die Nachrichtenagentur AFP aus Polizeikreisen erfuhr.

WAFFEN UND GRANATEN GEFUNDEN

Es handele sich um das schlimmste Drama in der Geschichte Nizzas, schrieb Christian Estrosi, Präsident der Region Provence-Alpes-Côte d'Azur, auf Twitter. Derzeit liefen Ermittlungen, um zu klären, ob der Lastwagenfahrer allein gehandelt oder Komplizen gehabt habe. Der Täter soll Waffen und Granaten im Lastwagen gehabt haben.

Der Angriff ereignete sich kurz nach dem Ende des Feuerwerks zum französischen Nationalfeiertag gegen 23.00 Uhr. Der Lastwagen riss auf einer Strecke von zwei Kilometern Menschen um. Fotos zeigten den Lastwagen mit durchschossener Windschutzscheibe. Auch die Reifen des Fahrzeugs waren mit Kugeln durchsiebt.

POLIZEI HAT TÄTER ERSCHOSSEN

Ein in Nizza ansässiger Augenzeuge, Wassim Bouhlel, schilderte der Nachrichtenagentur AP, der Lastwagenfahrer sei mit einer Waffe ausgestiegen, nachdem er in die Menge gerast sei. Dann habe er angefangen zu schiessen. Die Polizei erwiderte das Feuer und erschoss den Täter.

Der Präsident des Départementrats von Alpes-Maritimes, Éric Ciotti, sprach vor Ort von einer "Szene des Horrors." Staatsanwalt Jean-Michel Prêtre berichtete, auf der Strasse lägen Leichen. Ciotti sagte dem TV-Sender BMF später, es gebe mindestens 50 Verletzte.

KÖRPER WIE KEGEL HERUMGEFLOGEN

Der Journalist Damien Allemand beschrieb die Lastwagen-Attacke in einem Online-Beitrag. Eine Feuerwerkshow anlässlich der Feiern sei gerade zu Ende gegangen und die Zuschauer vor dem Aufbruch gewesen, als es plötzlich Getümmel und Schreie gegeben habe.

"Einen Bruchteil einer Sekunde später kam ein riesiger weisser Lastwagen mit einer verrückten Geschwindigkeit, drehte die Reifen, um so viele Menschen wie möglich niederzumähen", schrieb er. "Ich sah entlang seiner Route Körper wie Kegel umherfliegen. Hörte Lärm, Schreie, die ich nie vergessen werde."

In der Lobby des weltbekannten Luxushotels Negresco wurde ein Lazarett eingerichtet. Wie die französische Zeitung "Le Figaro" berichtete, wurden dort Verletzte vorsorgt. Auch Menschen, die sich in Sicherheit gebracht hatten, hielten sich dort auf.

PARTNER STEHEN AN FRANKREICHS SEITE

US-Präsident Barack Obama verurteilte in einer ersten Reaktion die Attacke als fürchterlich und bot Frankreich amerikanische Hilfe an. "Wir stehen vereint mit den Menschen und der Regierung Frankreichs in ihrem Kampf gegen Gewalt und Terrorismus", schrieb EU-Ratspräsident Donald Tusk auf Twitter.

EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker sprach in einer Erklärung von einem Terror-Akt. Im Kampf gegen den Terrorismus innerhalb und ausserhalb der EU könne Frankreich mit der EU-Kommission rechnen.

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen nannte den Anschlag barbarisch und feige. In einer Erklärung teilte der Sicherheitsrat sein tiefes Mitgefühl für die Familien der Opfer mit. Ebenso kondolierte er der französischen Regierung.

"Das Entsetzen über den Anschlag von Nizza ist kaum in Worte zu fassen. Alle Gedanken sind bei unseren französischen Freunden", liess der deutsche Regierungssprecher Steffen Seibert auf Twitter verlauten. Das Eidg. Departement für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) verfolgt die Lage in Nizza und klärt derzeit ab, ob sich Schweizer Bürger unter den Toten befinden.

mk

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14.07.2016 08:25
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Studie: Welt vom Erreichen der UN-Nachhaltigkeitsziele weit entfernt
14.07.2016 06:33

NEW YORK (awp international) - Die Welt ist vom Erreichen der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen einer neuen Studie zufolge noch weit entfernt. Am besten steht Schweden da, wie aus der am Donnerstag unter anderem von der Bertelsmann Stiftung veröffentlichten Studie hervorgeht, für die Daten aus 149 Ländern analysiert wurden. Auf den Plätzen folgen Dänemark und Norwegen. Auch Deutschland schafft es auf den sechsten Platz in die Top Ten.

Die hintersten Plätze werden allesamt von afrikanischen Entwicklungsländern belegt, mit der Zentralafrikanischen Republik als Schlusslicht. Mit den im vergangenen Jahr von den Vereinten Nationen beschlossenen insgesamt 17 Nachhaltigkeitszielen sollen bis 2030 unter anderem Armut, Klimawandel und Diskriminierung bekämpft werden./cah/DP/zb

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06.07.2016 08:23
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Seoul verdoppelt Zahl der Propaganda-Lautsprecher an Grenze
06.07.2016 06:31

SEOUL (awp international) - Das südkoreanische Militär hat angekündigt, bis zum Ende des Jahres die Zahl seiner Propaganda-Lautsprecher entlang der nordkoreanischen Grenze verdoppeln zu wollen. Dies sei als Vergeltung für die jüngsten Raketentests des Nordens gedacht, teilte ein Militärsprecher am Mittwoch nach Angaben der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap mit.

Elf weitere Lautsprecher-Anlagen sollen zu den bereits bestehenden zehn Lautsprechern entlang der Demilitarisierten Zone aufgestellt werden. Diese senden vorwiegend Propaganda-Durchsagen gegen das nordkoreanische Regime, aber auch südkoreanische Pop-Musik. Laut Militärangaben sind die Botschaften bei gutem Wind noch in mehr als zehn Kilometer Entfernung vernehmbar.

Die Lautsprecher wurden erstmals im August des Vorjahres errichtet, nachdem zwei südkoreanische Soldaten von mutmasslich nordkoreanischen Landminen verwundet worden waren./fk/DP/zb

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01.07.2016 13:19
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Präsidentenwahl in Österreich muss wiederholt werden
01.07.2016 12:09

Wien (awp/sda/reu) - Der österreichische Verfassungsgerichtshof hat die Stichwahl des Bundespräsidenten gekippt. Die Abstimmung vom 22. Mai müsse wiederholt werden, teilte das Gericht am Freitag mit.

Aus der Stichwahl war der unabhängige Kandidat und frühere Grünen-Chef Alexander Van der Bellen als Sieger hervorgegangen. Ihn und seinen Kontrahenten, den Kandidaten der rechtspopulistischen FPÖ Norbert Hofer trennten nur knapp 31'000 Stimmen.

Ausschlaggebend waren die rund 740'000 gültigen Briefwahlstimmen. Die FPÖ ortete zahlreiche Unregelmässigkeiten und brachte eine gut 150 Seiten umfassende Anfechtungsklage ein.

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27.06.2016 08:22
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Chinesen machen sich auch mal nackt für einen Kredit

Gesprächige Leute zahlen Kredite zurück. Die sehr Redseligen werden zahlungsunfähig. Zuviel Schweigen ist auch nicht gut. Und, um vier Uhr nachmittags sollte man keinen Kredit vergeben.

Das haben Online-Kreditgeber in China gelernt, die das Verhalten von Personen verfolgen - über Apps auf Mobiltelefonen - und dies berücksichtigen, wenn sie über die Bonität entscheiden. Chinesische Verbraucher sind völlig schmerzfrei darin, persönliche Details preiszugeben, die im Westen zur Privatsphäre zählen würden, wenn sie dafür niedrigere Kreditzinsen bekommen.

Die Bereitschaft der Chinesen, zu teilen, ist die Grundlage für Chinas Plan, den weltweit größten Online-Datenspeicher über seine Bürger und deren Gewohnheiten zu schaffen. Mehr als 80 Prozent der gesammelten Daten befinden sich in den Händen des Staats. Und der wird sie größtenteils dem privaten Sektor zugänglich machen, wie Ministerpräsident Li Keqiang kürzlich in China gegenüber einem Publikum sagte, dem auch Michael Dell, der Chef von Dell angehörte.

WeLab, ein Online-Kreditgeber mit Sitz in Hongkong, der in China Darlehen vergibt, blickt darauf, welche Apps die Leute heruntergeladen haben, wohin sie sich mit dem GPS-Tracker des Mobiltelefons bewegen, sieht sich ihre sozialen Netzwerke und ihre Schulunterlagen an. Das Unternehmen bietet einen Abschlag auf die Kreditzinsen für jede zusätzliche persönliche Information, die dazu beiträgt, ein Bonitätsprofil der Person zu erstellen. Wer beispielsweise in Hongkong WeLab Zugang zu seinem Facebook-Account ermöglicht, erhält eine Zinsermäßigung von fünf Prozent auf einen Kredit, für Zugang zu LinkedIn gibt es zehn Prozent Abschlag - und das bei Kreditzinsen, die sonst bei bis zu 20 Prozent liegen.

"Die Chinesen haben kein Problem damit, persönliche Daten preiszugeben, ihre Kreditkartennummer, ihre Kontonummer herauszugeben", sagt Jenny Lee, Managing Partner bei GGV Capital in Schanghai. Ihre Venture-Capital-Firma aus dem Silicon Valley hat in datenhungrige Technologie-Giganten wie Alibaba Group Holding Ltd. Investiert. "Im gesamten Internet-Finanzsektor geben Dir die Leute ihren Kontoauszug, so dass Du ein Profil erstellen kannst."

Manche Leute übertreiben es vielleicht mit dem Daten-Teilen. Uni-Studenten, die dringend Geld brauchen, haben Nacktfotos von sich selbst als Sicherheit an Online-Kredit-Plattformen geschickt, wie die Zeitung People’s Daily berichtet. Sie bekommen üblicherweise Kredite über 15.000 Yuan (2000 Euro) - und mehr, wenn sie promovieren oder bei einer renommierten Universität eingeschrieben sind - und bei wenigstens einem Kredit waren dem Bericht zufolge wöchentliche Zinsen von 30 Prozent fällig. Säumige Schuldner laufen Gefahr, dass ihre Nackt-Selfies an ihre Familie geschickt werden, wenn sie nicht bezahlen.

Neue Methoden

Personen über ihre Telefone zu beurteilen, sei nur die Anwendung moderner Technologien für etwas, das es in der Vergangenheit schon gab, und die Preisgabe der Daten sei freiwillig, sagt Simon Loong, Mitgründer und CEO von WeLab.

"Wenn jemand früher einen Kredit haben wollte, ist er zur Bank gegangen, und der Bankmitarbeiter hat darauf geschaut, ob die Haare gekämmt waren und wie die Schuhe aussahen", sagt Loong. Er hat zuvor im Privatkredit- und Kreditkartengeschäft bei Citigroup und Standard Chartered gearbeitet. "Das Verhalten deines Telefons zeigt deine Persönlichkeit." Der persönliche Augenschein sei inkonsistent und im großen Maßstab nicht durchführbar, fügt er hinzu.

Interesse von Investoren

Die Technologie von WeLab hat dasInteresse von Investoren auf sich gezogen, unter anderem von Li Ka-shing, Asiens drittreichstem Mann, der Bank ING Groep, Sequoia Capital, Malaysias Khazanah Nasional und des chinesischen Staatsfonds Guangdong Technology Financial Group. Im Januar beschaffte das Unternehmen 160 Mio. Dollar.

Auch andere chinesische Daten-Gräber haben globale Investoren angelockt. China Rapid Finance verwendet Daten, die der Internetkonzern Tencent Holdings Ltd. gesammelthat, für die Vorprüfung von Millionen potenzieller Kreditnehmer. Unter anderem wird die Häufigkeit von SMS-Mitteilungen und die Zahl der Online-Freunde berücksichtigt, aber auch wie lange jemand sein Mobiltelefon hat, sowie die Gewohnheiten bei Online-Shopping und Online-Spielen. Die New Yorker Private-Equity-Gesellschaft Broadline Capital hat eine Finanzierungsrunde geleitet, und das Kreditunternehmen plant bereits einen Börsengang.

(Bloomberg)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

25.06.2016 12:34
Bild des Benutzers Nebukadnezar
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Kommentare: 677

Der kulturelle Tod Europas (Deutschlands) kann bereits 2017 unumkehrbar werden

https://www.youtube.com/watch?v=TL_9FOxMJEI

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