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Weltbank stellt 57 Milliarden Dollar für Subsahara-Afrika bereit
19.03.2017 20:02

WASHINGTON/BADEN-BADEN (awp international) - Die Weltbank stellt eine Rekordsumme von 57 Milliarden Dollar (53 Milliarden Euro) zur Förderung der afrikanischen Länder südlich der Sahara bereit. Die Mittel sollen unterem anderen in Programme für verbesserte Ausbildung, Gesundheitsfürsorge, Landwirtschaft, Infrastruktur und institutionelle Reformen fliessen, teilte der Präsident der Einrichtung, Jim Yong Kim, nach dem Treffen der G20-Finanzminister am Sonntag in Baden-Baden mit.

Kim sprach laut einer Weltbank-Mitteilung von einer "bisher einmaligen Gelegenheit, den Entwicklungspfad der Länder in der Region zu verändern". Die Gelder sollen demnach ab Juli über einen Zeitraum von drei Jahren verteilt zur Verfügung stehen./ch/DP/edh

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Patriarch und Milliardär David Rockefeller gestorben
20.03.2017 20:13

(Ausführliche Fassung)

NEW YORK (awp international) - Der Familienpatriarch und Milliardär David Rockefeller ist tot. Der frühere Banker sei im Alter von 101 Jahren in seinem Haus nördlich von New York an Herzversagen gestorben, teilte die Rockefeller-Stiftung am Montag mit: "Heute hat die Welt einen grossen Mann und Wohltäter verloren, und wir einen guten Freund und eine Inspiration."

Der frühere US-Präsident George Bush teilte mit, die Nachricht habe ihn "zutiefst traurig" gemacht. "So viele kannten ihn als einen der spendabelsten Wohltäter - und hellsten Lichter - dessen Fürsorge und Engagement für eine Reihe von wichtigen Sachen unzählige Leben erreicht und verbessert hat", hiess es in der Mitteilung. "Barbara und ich werden unsere jährlichen Besuche bei ihm in Maine vermissen."

Auch Michael Bloomberg, früherer Bürgermeister von Rockefellers Heimatstadt New York, trauerte um seinen "guten Freund". "Keine einzelne Person hat je über einen längeren Zeitraum mehr zum geschäftlichen und gesellschaftlichen Leben von New York beigetragen."

Rockefeller war das letzte noch lebende Enkelkind des legendären Ölmagnaten John D. Rockefeller (1839-1937). Sein Vater war dessen einziger Sohn und Mutter Abby war eine Kunstmäzenin, die das Museum of Modern Art in New York mitgründete. Rockefellers Reichtum wurde vom "Forbes"-Magazin zuletzt auf rund 3,2 Milliarden Euro geschätzt./cah/DP/das

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Trump fällt in 'Forbes'-Reichenliste zurück
20.03.2017 18:10

NEW YORK (awp international) - Das Rätselraten um Donald Trumps Reichtum geht in die nächste Runde. Laut der neuesten Schätzung des Magazins "Forbes" ist das Vermögen des US-Präsidenten wegen Wertverlusten seiner Immobilien auf 3,5 Milliarden Dollar (3,3 Mrd Euro) geschrumpft. Damit rutschte der 70-Jährige in der am Montag veröffentlichten Liste der weltweit reichsten Menschen auf Rang 544 ab. In der Vorjahresausgabe hatte Trump noch mit 4,5 Milliarden Dollar Platz 324 belegt.

Der New Yorker Geschäftsmann liegt seit Jahrzehnten im Clinch mit "Forbes", weil das Magazin sein Vermögen angeblich stets unterschätzt. Er selbst hatte es wiederholt mit mindestens zehn Milliarden Dollar angegeben. Laut "Forbes" zehrt vor allem der Abschwung am New Yorker Immobilienmarkt schon länger am Reichtum von Trump, der viel Geld in Gebäude wie den pompösen "Trump Tower" in Manhattan investiert hat.

Wie wohlhabend der 45. US-Präsident wirklich ist, kann indes weiter nur vermutet werden. Das Milliardärs-Ranking basiert lediglich auf Schätzungen, für die "Forbes" Informationen zu Vermögenswerten wie Aktien, Immobilien, Kunstobjekten oder Luxusgütern aus öffentlichen Quellen zusammenträgt. Trump selbst könnte Klarheit schaffen, doch er weigert sich bislang - trotz heftiger Kritik und entgegen aller Gepflogenheiten - seine Steuererklärung zu veröffentlichen.

An der Spitze der Forbes-Charts steht unverändert Bill Gates mit einem geschätzten Vermögen von 86 Milliarden Dollar. Der Microsoft-Gründer ist zum vierten Mal in Folge an der Spitze der Liste, die er mittlerweile in 18 der letzten 23 Jahre anführte. Auf Platz zwei folgt Börsen-Guru Warren Buffett mit 75,6 Milliarden Dollar. Auf Rang drei hat sich Amazon-Chef Jeff Bezos vorgeschoben, der mit einem Anstieg um 27,6 auf 72,8 Milliarden Dollar der grösste Gewinner im aktuellen Ranking ist./hbr/DP/jha

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13 Länder betroffen: USA verbieten Laptops auf Flügen im Handgepäck
21.03.2017 12:28

WASHINGTON/ISTANBUL (awp international) - Die US-Regierung hat die Mitnahme von grösseren Elektronikgeräten im Handgepäck auf Flügen aus einigen Ländern in die USA verboten. Die Luftfahrtgesellschaft Turkish Airlines bestätigte am Dienstag eine entsprechenden Anordnung der Transportsicherheitsbehörde (TSA) und des Heimatschutzministeriums. Alle Geräte, die grösser als ein traditionelles Handy oder ein Smartphone seien, dürften nicht mehr im Handgepäck mit an Bord. Eine offizielle Bestätigung der Anordnung in Washington gab es zunächst nicht. Das Heimatschutzministerium lehnte eine Stellungnahme ab.

Betroffen sind Medienberichten zufolge neben Turkish Airlines auch die Luftfahrtgesellschaften Etihad Airways aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, Royal Jordanian Airlines und Saudi Arabian Airlines. US-Gesellschaften oder Airlines aus Deutschland fallen demnach nicht unter diese Einschränkungen, die von vielen Passagieren als sehr störend empfunden werden dürften.

Die US-Behörden haben die betroffenen Fluggesellschaften aufgefordert, den Passagieren im Handgepäck die Mitnahme von Laptops, Tablet-Computern, E-Book-Readern und Kameras zu untersagen, die grösser als ein Mobiltelefon sind. Hintergrund sei die Bedrohung durch Terroristen. Die Elektronikgeräte können allerdings im Gepäck aufgegeben werden, das im Flugzeugbauch verstaut wird.

Ein US-Bundesbeamter sprach laut NBC von "einer Anpassung auf Grundlage einer Bedrohungsanalyse". Von dem Verbot sollen 13 Länder vor allem aus dem Nahen Osten und Nordafrika betroffen sein, berichtete die britische Tageszeitung "The Guardian"./cro/chd/DP/jha

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Bank Coop wird zur Bank Cler - BKB übernimmt Anteile von Coop
23.03.2017 07:30

Basel (awp) - Die Bank Coop steht vor grossen Veränderungen: Der Detailhändler Coop hat am (gestrigen) Mittwoch seinen Anteil von noch 10,4% an die Mehrheitsaktionärin Basler Kantonalbank (BKB) verkauft. Deren Anteil steigt damit auf 75,8%, wie die Bank Coop am Donnerstag mitteilte. In der Folge gibt sich die Bank einen neuen Namen: Ab dem 20. Mai nennt sie sich Bank Cler. "Cler" steht laut den Angaben im Rätoromanischen für klar, einfach und deutlich.

Mit dem Namenwechsel verbunden ist eine Wachstumsstrategie, wie aus der Mitteilung weiter hervorgeht. Die Bank will in den nächsten Jahren deutlich über dem Markt wachsen und so ihren Marktanteil in der Schweiz "substanziell erhöhen". Entsprechend würden in den Jahren 2017 und 2018 die Investitionen stark erhöht, heisst es weiter. Dies solle sich dann ab 2019 "in einer überdurchschnittlich positiven Entwicklung der zentralen finanziellen Kenngrössen" auszahlen.

Zu Veränderungen kommt es auch im Verwaltungsrat. So tritt an der GV vom 20. April Ralph Lewin als Präsident zurück; er will aber Mitglied des Gremiums bleiben. Neuer Präsident soll der heutige Vizepräsident Andreas Sturm werden. Der Verwaltungsrat wird ausserdem verkleinert: Die zurücktretenden Jacqueline Henn Overbeck, Reto Conrad und Martin Tanner werden nur mit einer Person, Barbara Heller, ersetzt.

Betont wird ausserdem, dass die Bank Cler ihre Zusammenarbeit mit Coop weiterführen will. Die Kunden der Bank profitierten beispielsweise weiterhin vom Supercard-Programm von Coop, und in den Coop-Verkaufsstellen würden weiterhin Bancomaten der Bank Cler stehen.

rw/uh

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Swisscom: Strahlenschutzwerte gefährden nächste Mobilfunkgeneration
02.04.2017 12:00

Bern (awp/sda) - Das Nein des Parlaments zur Lockerung der strengen Schweizer Strahlenschutzgrenzwerte (NISV) für Handyantennen gefährdet die Einführung der nächsten Mobilfunkgeneration 5G. Das werde ein riesiges Problem, sagte Swisscom-Chef Urs Schaeppi.

Die jetzige Mobilfunkgeneration 4G (auch LTE genannt) sei angesichts der jährlichen Verdoppelung des Datenvolumens am Anschlag. In wenigen Jahren müsse die Swisscom die neue 5G-Technologie einführen. "Mit den heutigen Grenzwerten wird das ausgesprochen schwierig oder gar nicht möglich sein", sagte der Swisscom-Chef in einem Interview mit der "SonntagsZeitung".

Das neue 5G-Netz brauche mehr Antennenstandorte. "Pro Jahr nehmen wir rund 300 neue Antennen in Betrieb oder rüsten bestehende um. Dieser Ausbau wird sich fortsetzen", sagte Schaeppi. Trotz der weit verbreiteten Antennenskepsis in der Bevölkerung schaffe es die Swisscom auch heute, das Mobilfunknetz zu bauen. "Der Prozess wird aber noch langwieriger werden."

Dann gerate die Schweiz bei der Mobilfunkversorgung im Vergleich zum Ausland in Rückstand, sagte Schaeppi. Die Schweiz hat zehnmal strengere Grenzwerte für Handyantennen als die EU.

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Schweiz blockiert 160 Mio. Fr. nach Aus von Banco Espirito Santo
02.04.2017 10:24

Bern (awp/sda) - Nach der Zerschlagung der portugiesischen Grossbank BES (Banco Espirito Santo) im August 2014 hat die Bundesanwaltschaft in der Schweiz ein Strafverfahren wegen auf Geldwäscherei eingeleitet. Vermögenswerte von 160 Millionen Franken wurden beschlagnahmt.

Das Verfahren liefen gegen mehrere Personen, teilte die Bundesanwaltschaft auf Anfrage zu einem entsprechenden Artikel von "SonntagsZeitung" und "Le Matin Dimanche" mit: "In diesem Zusammenhang haben im September 2014 Hausdurchsuchungen stattgefunden."

Die Ermittlungen richteten sich unter anderem gegen den ehemaligen Angola-Chef der BES, der Vermögenswerte in die Schweiz verschoben haben solle, schrieben die beiden Zeitungen. Der Mann werde von den portugiesischen Strafverfolgern verdächtigt, an einem riesigen Betrug beteiligt gewesen zu sein.

Unter seiner Führung soll die BES Angola ungedeckte Kredite in Milliardenhöhe verteilt haben, die nie zurückgezahlt worden seien. Er und seine Familie sollen selber über 500 Millionen Dollar eingesteckt haben, schrieben die Zeitungen.

Gemeinsame Ermittlertruppe

Aus Portugal sei ein Rechtshilfeersuchen eingegangen, schrieb die Bundesanwaltschaft: "Aufgrund der umfangreichen Ermittlungen in dieser Angelegenheit wurde im Mai 2015 mit den portugiesischen Behörden die Gründung einer gemeinsamen Ermittlungsgruppe beschlossen."

Die Grossbank BES wurde im August 2014 von der portugiesischen Regierung mit der riesigen Summe von 4,9 Milliarden Euro gerettet, nachdem die Bank für das erste Halbjahr 2014 einen Verlust von 3,6 Milliarden Euro erlitten und an den Rand der Pleite gerückt war.

Das Institut wurde in zwei Teile zerschlagen: Faule Kredite wurden in eine sogenannte Bad Bank ausgelagert, deren Eigentümer die bisherigen Aktionäre der BES sind. Aus dem gesunden Teil wurde mit der Geldspritze der Regierung ein neues Geldinstitut namens Novo Banco geschaffen, das am vergangenen Freitag an die US-Beteiligungsgesellschaft Lone Star verkauft worden ist.

Lone Star hat 75 Prozent an Novo Banco übernommen. Im Gegenzug verpflichte sich der Finanzinvestor, dem Institut eine Kapitalspritze von 1 Milliarde Euro zu verabreichen.

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Amazon-Gründer will mit Aktienverkäufen Weltraumprojekt finanzieren
06.04.2017 06:40

Colorado Springs (awp/sda/reu) - Amazon-Gründer Jeff Bezos will seinem Weltraumunternehmen Blue Origin mit Milliardenbeträgen zum Durchbruch verhelfen. Es sei mit Kosten in Höhe von rund 2,5 Milliarden Dollar zu rechnen, sagte Bezos am Mittwoch (Ortszeit) bei einer Konferenz in Colorado Springs.

Um das Projekt zu finanzieren, werde er pro Jahr Amazon-Aktien im Wert von einer Milliarde Dollar abstossen. Bezos, dem auch die Zeitung "Washington Post" gehört, ist beim weltgrössten Online-Händler Vorstandschef und grösster Aktionär.

Sein knapp 17-prozentiges Aktienpaket ist derzeit an der Börse mehr als 73 Milliarden Dollar wert. Laut Forbes-Magazin hat er insgesamt ein Vermögen von 78 Milliarden Dollar.

Um das Projekt profitabel zu machen, sollen die Raketen wiederverwendbar sein. Dies soll die Kosten im Rahmen halten. Bezos will mit seiner Firma zahlenden Passagieren schon von 2018 an Weltraumflüge anbieten. Sie sollen für einige Minuten die Schwerelosigkeit erfahren. In der Raumkapsel soll es Platz für sechs Personen geben.

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Rolf Erb tot aufgefunden - Polizei untersucht Todesursache
10.04.2017 07:46

Salenstein TG (awp/sda) - Der Unternehmer Rolf Erb ist tot. Die Kantonspolizei Thurgau bestätigte am Montagmorgen gegenüber der Nachrichtenagentur sda einen Bericht der Zeitung "Blick". Die Meldung des Todes sei bei der Polizei am späten Samstagnachmittag eingegangen, sagte ein Sprecher.

Die Rechtsmedizin klärt laut dem Sprecher ab, ob es sich um einen natürlichen Tod handelt oder um einen Suizid, wie der Sprecher auf Anfrage weiter sagte. Dieses Vorgehen wird demnach immer angewendet, wenn die Todesursache nicht sofort klar ist.

Erb war der letzte Konzernchef der Winterthurer Erb-Gruppe, die 2003 Konkurs ging. Der Fall gilt nach dem Swissair-Konkurs als zweitgrösste Firmenpleite der Schweizer Wirtschaftsgeschichte. Der Schaden soll sich auf mehrere Milliarden belaufen haben. Erb wurde zu einer siebenjährigen Freiheitsstrafe verurteilt.

Ende März hatte das Bundesgericht eine Beschwerde Erbs gegen den Haftantritt abgewiesen. Erb hatte sich dagegen gewehrt und akute Selbstmordgefahr geltend gemacht. Das Bundesgericht führte in seinem Entscheid aus, dass wegen allfälliger Suizidgefahr kein Strafaufschub gewährt werden könne.

Im Rahmen des Konkursverfahrens haben die Gerichte zuvor auch entschieden, dass Rolf Erb und seine Familie das Schloss Eugensberg in Salenstein TG verlassen müssen. Der Zeitpunkt des Auszug wäre auf den kommenden 1. Mai angesetzt gewesen. Eugensberg und weitere Vermögenswerte sind nach dem Zusammenbruch der Erb-Gruppe der Konkursmasse zugeschlagen worden.

Erb hatte das Schloss, das Inventar, Aktien, 13 Autos und Geld kurz vorher seiner Familie verschenkt. Im November 2015 bestätigte das Bundesgericht jedoch, dass die Werte zur Konkursmasse gehören.

Erb hatte stets alle Vorwürfe am Erb-Konkurs abgestritten und die Schuld seinem verstorbenen Vater Hugo zugeschoben. Dieser habe die Fäden in der Hand gehabt.

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Grosser Rummel um Warren Buffett: Starkult trotz durchwachsener Zahlen
07.05.2017 14:59

(Ausführliche Fassung)

OMAHA (awp international) - Es ist auch nach über fünf Jahrzehnten noch ein einzigartiges Ereignis: Wenn Warren Buffett zum jährlichen Aktionärstreffen seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway lädt, reisen die Anhänger des Starinvestors in Massen aus aller Welt an. Mehr als 30 000 Besucher pilgerten an diesem Wochenende zur 52. Hauptversammlung und versetzten Buffetts beschaulichen Heimatort Omaha im US-Bundesstaat Nebraska in Ausnahmezustand.

Die wegen ihrer Aussergewöhnlichkeit häufig als "Woodstock des Kapitalismus" bezeichnete Zusammenkunft ist ein buntes Treiben, bei dem die zahlreichen Firmen des Berkshire-Imperiums die Event-Halle in einen Buffett-Tempel verwandeln. Von der Boxershorts mit seinem Konterfei bis zum Goldschmuck ist hier alles zu haben. Doch diesmal mussten sich der inzwischen 86-Jährige und sein 93-jähriger Berkshire-Vize Charlie Munger auch unbequemen Themen stellen.

PROBLEMFALL WELLST FARGO

Da wären etwa die Beteiligungen an der Grossbank Wells Fargo , die nach einem Skandal um fingierte Konten in der Kritik steht, oder der nach einem brutalen Passagier-Rauswurf in der Image-Krise steckenden US-Fluggesellschaft United Airlines. Buffett übte bei der fünfstündigen Frage-und-Antwort-Runde mit Analysten, Journalisten und Aktionären wegen des Umgangs mit der Scheinkonten-Affäre scharfe Kritik an Wells Fargo.

Das Geldhaus habe sich "total falsch" verhalten, sagte der wegen seines Gespürs für lukrative Geldanlagen das "Orakel von Omaha" genannte Investor. "Das Hauptproblem war, dass sie nicht reagiert haben, nachdem sie davon erfuhren." Wells Fargo hatte im September die unautorisierte Eröffnung von rund zwei Millionen Spar- und Kreditkarten-Konten zugegeben. Später kam heraus, dass das Management seit Jahren Hinweise hatte, aber nicht entschlossen handelte.

Buffett bezeichnete das Verhalten der Wells-Fargo-Führung als "grossen, grossen, grossen Fehler". Der Skandal kostete die Bank Millionen an Bussgeldern, weitere Strafen könnten folgen. Tausende Mitarbeiter wurden gefeuert, auch Vorstandschef John Stumpf musste seinen Hut nehmen. Trotz seiner Kritik steht Buffett aber zu der Beteiligung an Wells Fargo. Berkshire hielt zuletzt Aktien im Wert von rund 25 Milliarden Dollar und ist damit der grösste Anteilseigner.

GROSSES KONGLOMERAT

Auch andere umstrittene Investments - bei United Airlines, aber auch American Express und Coca-Cola - verteidigte Buffett. Die Unternehmen hätten zwar derzeit Schwierigkeiten, "aber wir mögen sie sehr gerne", betonte er. "Wir haben die Aktien nicht in der Annahme gekauft, dass sie nie Probleme haben werden." Aber auch bei Berkshire Hathaway selbst lief es zu Jahresbeginn nicht so rund wie gewohnt. Verglichen mit dem Vorjahreswert fiel der Überschuss im ersten Quartal um 27 Prozent auf 4,06 Milliarden Dollar (3,7 Mrd Euro).

Zu Buffetts Konglomerat gehören über 80 Firmen - von Versicherern, Einzelhandelsgrössen und Autohäusern bis hin zu Zeitungen und einer Frachteisenbahn. Zuletzt machte vor allem das Versicherungsgeschäft um den US-Branchenriesen Geico Probleme. Zudem hält Berkshire Hathaway grosse Aktienanteile an diversen börsennotierten Konzernen wie Apple , Goldman Sachs oder Kraft Heinz .

KULT UM BUFFETT

Die zahlreichen Anhänger, die dem Ruf ihres Idols folgten, liessen sich die Stimmung indes weder von den Skandalfirmen noch von den Quartalszahlen verderben. Nüchtern betrachtet, gibt es auch wenig Grund zur Beschwerde: Buffett liefert zuverlässig Milliardengewinne, wer früh genug auf ihn setzte, hat mit seinen Berkshire-Aktien über die Jahre selbst ein Vermögen gemacht.

Im Vordergrund der Veranstaltung steht zudem ohnehin traditionell der Starkult um Buffett. Viele Aktionäre geniessen es, einmal auf Tuchfühlung mit dem Börsen-Guru gehen zu können. Das einzige Thema, über das sie sich wirklich den Kopf zerbrechen, ist die Frage, wer bei Berkshire Hathaway einmal die Nachfolge von Buffett antreten soll. Dazu hält sich die Investorenlegende relativ bedeckt, verriet nur soviel: Die Hauptanforderung sei, gut mit Geld umgehen zu können. Doch Buffett versprach: "Wir werden so jemanden haben."

WIE DIE BERKSHIRE-AKTIE LIEF

Der Aktienkurs von Berkshire Hathaway ist in den vergangenen zwölf Monaten um mehr als 16 Prozent gestiegen - damit hinkte das Papier allerdings zuletzt der Entwicklung des Dow Jones hinterher.

Über einen längeren Zeitraum betrachtet gesehen liefen die Aktien des Unternehmens allerdings deutlich besser als der US-Standardwerteindex. So stieg der Kurs der legendären A-Aktie, die am Freitag den Handel mit einem Kurs von exakt 250 000 Dollar beendete, in den vergangenen 30 Jahren um rund 8500 Prozent und überflügelte damit den Dow Jones um ein Vielfaches.

Auch bei der Betrachtung über zehn oder zwanzig Jahre liegt Buffetts Unternehmen mit Aufschlägen von knapp 90 beziehungsweise rund 530 Prozent deutlich vorne. Da die A-Aktie bereits seit Mitte der Neunziger Jahre im fünfstelligen Bereich notierte, gibt es seitdem B-Aktien, die zuletzt etwas mehr als 166 Dollar kosteten und damit für alle Anleger zugänglich sind.

Zusammen kommen beide auf einen Börsenwert von rund 411 Milliarden Dollar. Buffett selbst hält nach Bloomberg-Angaben noch rund 38 Prozent der rund 769 000 A-Papiere. Buffetts Anteil war damit zum Freitagschlusskurs rund 74 Milliarden Dollar wert. Er zählt deshalb zu den reichsten Menschen der Welt. /hbr/zb/DP/das

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US-Präsident Trump feuert FBI-Chef James Comey
10.05.2017 06:38

WASHINGTON (awp international) - Die Entscheidung traf das politische Washington wie ein Blitzeinschlag: US-Präsident Donald Trump hat FBI-Chef James Comey mit sofortiger Wirkung entlassen. Das teilte das Weisse Haus am Dienstagabend (Ortszeit) mit. Die Entscheidung kommt völlig überraschend.

Comeys Behörde führt die Ermittlungen wegen möglicher Russlandkontakte des Trump-Teams. Er galt schon deswegen eigentlich als unantastbar. Der demokratische Oppositionsführer im Senat, Chuck Schumer, warf Trump vor, einen "schrecklichen Fehler" begangen zu haben. Auch der Republikaner John McCain kritisierte die Entscheidung Trumps. Auch wenn der Präsident das Recht zur Entlassung des FBI-Chefs habe, sei er von Trumps Schritt "enttäuscht", zitierte ihn der Sender CNN.

Präsident Trump habe auf klare Empfehlungen von Justizminister Jeff Sessions und des stellvertretenden Generalbundesanwalts Rod Rosenstein gehandelt, hiess es in der Mitteilung des Weissen Hauses. Begründet wurde die Entlassung vor allem mit Comeys Verhalten in der E-Mail-Affäre Hillary Clintons. Von dieser hatte der Wahlkämpfer Trump 2016 allerdings sehr profitiert.

Trump schrieb in einem Brief an das FBI, der US-Medien vorliegt, Comey habe ihm drei Mal persönlich gesagt, dass nicht persönlich gegen ihn ermittelt werde. "Gleichwohl stimme ich völlig mit dem Justizministerium überein, dass Sie nicht in der Lage sind, das FBI effektiv zu führen", schreibt Trump. Er fügte hinzu, es sei nun sehr wichtig, dass das Vertrauen in das FBI wiederhergestellt werde.

US-Medien und die oppositionellen Demokraten vermuteten, dass die Russlandermittlungen des FBI der wahre Grund für die Entlassung seien. Diese Untersuchungen gegen das Trump-Team sind seit Monaten ein schwerer Schatten über der Präsidentschaft des Republikaners.

Der demokratische Senator Bob Casey forderte Rosenstein auf, für eine Fortsetzung dieser Ermittlungen zu sorgen.

Comey hatte rund um die US-Wahl 2016 eine herausragende Rolle gespielt. Erst vor wenigen Tagen verteidigte er seine umstrittene Entscheidung, kurz vor der Wahl im November 2016 neue Entwicklungen in der E-Mail-Affäre um Hillary Clinton öffentlich gemacht zu haben. Er sagte: "Es war eine harte Entscheidung, aber ich glaube im Rückblick, dass es die richtige Entscheidung war."

Comey hatte am 27. Oktober in einem Brief an Senatoren überraschend erklärt, er wolle die Ermittlungen in Clintons E-Mail-Affäre wieder aufnehmen, weil weitere Nachrichten aufgetaucht seien. Mehrere Tage später teilte Comey zwar mit, auch mit den neu entdeckten E-Mails gebe es keinen Anlass dafür, ein Strafverfahren gegen die demokratische Präsidentschaftskandidatin einzuleiten. Die Entwicklungen schadeten Clinton im Wahlkampf gegen den späteren Sieger Donald Trump sehr.

Comey ist ein Republikaner, der sich in Washington auch als unabhängige Stimme einen Namen gemacht hat. Er führte eine Behörde mit 36 000 Mitarbeitern und galt als einer der begabtesten und höchst respektierten Experten im Bereich Sicherheit und Strafverfolgung./ki/DP/stk

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Italien schafft 1- und 2-Cent-Münzen ab - keine neue Prägung ab 2018
27.05.2017 17:10

ROM (awp international) - Italien wird ab dem 1. Januar 2018 keine 1- und 2-Cent-Münzen mehr prägen. Die kleinsten Euro-Cent-Geldstücke sollen abgeschafft werden, entschied am Samstag die zuständige Bilanzkommission der Abgeordnetenkammer in Rom. Stattdessen würden in Zukunft die Preise für Waren und Dienstleistungen auf den nächsten 5-Cent-Betrag gerundet werden, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa.

Die Demokratische Partei von Ex-Ministerpräsident Matteo Renzi hatte einen entsprechenden Vorschlag eingebracht. Zur Begründung hiess es, die kleinen Münzen seien sehr kostspielig für den Handel. Kritiker bemängeln schon lange die hohen Herstellungskosten im Vergleich zum Materialwert sowie die Unhandlichkeit der winzigen Geldstücke.

Innerhalb eines Monats nach ihrem Inkrafttreten muss Italien die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) mitteilen. Auch in anderen Ländern werden Vorschläge zur Abschaffung des Kleingelds seit längerem diskutiert. In Deutschland hatte sich vor zwei Jahren die Mehrheit der Bevölkerung bei einer Umfrage für ein Aus der kleinen Kupfermünzen ausgesprochen. Ideen, künftig auf Bargeld gänzlich zu verzichten oder Zahlungsobergrenzen einzuführen, werden dagegen bisher überwiegend abgelehnt./cfn/DP/zb

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Trump will Entscheid zu Klimaabkommen am Donnerstag verkünden
01.06.2017 06:38

Washington (awp/sda/dpa/afp/reu) - US-Präsident Donald Trump will am Donnerstag seine mit Spannung erwartete Entscheidung verkünden, ob die USA aus dem Pariser Klimaabkommen aussteigen. Er werde seine Entscheidung um 15.00 Uhr (Ortszeit) im Rosengarten des Weissen Hauses bekanntgeben.

Das schrieb Trump am Mittwochabend im Kurznachrichtendienst Twitter. Zuvor hatten sich Anzeichen verdichtet, dass der Republikaner das historische Klimaschutzabkommen aufkündigen will. Die Vereinbarung gilt als Meilenstein im Kampf gegen die Klima-Erwärmung.

Trump könnte den langwierigen Prozess eines Rückzugs aus dem Pariser Abkommen anschieben, aber auch aus der Klima-Rahmenkonvention der Vereinten Nationen austreten, die seit 1994 in Kraft ist. Letzteres wäre ein noch radikalerer Schritt.

Die USA sind zweitgrösster Treibhausgasproduzent nach China. Rund 200 Staaten hatten das Abkommen 2015 in der französischen Hauptstadt vereinbart. Ziel ist es, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit zu begrenzen.

WIDERSTAND NOTWENDIG

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker warnte Trump vor einem solchen Schritt. "Ich bin ein Transatlantiker. Aber wenn der amerikanische Präsident in den nächsten Stunden oder Tagen sagen würde, er will aus dem Pariser Abkommen aussteigen, dann ist es die Pflicht Europas zu sagen: So geht das nicht", sagte Juncker am Mittwochabend bei einer Diskussionsveranstaltung der Bundesvereinigung der Arbeitgeber und der Schwarzkopf-Stiftung in Berlin.

Juncker rief die Gefahren des Klimawandels in Erinnerung. "Da geht es nicht nur um die Zukunft der europäischen Menschheit, es geht vor allem um die Zukunft der Menschen andernorts." 83 Länder liefen Gefahr, von der Erdoberfläche zu verschwinden, wenn der Kampf gegen den Klimawandel nicht resolut geführt werde, sagte der Kommissionspräsident.

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Trumps abgeschwächtes

Trumps abgeschwächtes Einreiseverbot in Kraft getreten

Die von US-Präsident Donald Trump verhängten Einreisesperren für Menschen aus sechs überwiegend muslimischen Ländern sind in Kraft. Davon betroffen sind für 90 Tage alle Menschen aus den Ländern Iran, Sudan, Syrien, Jemen, Libyen und Somalia, die keine engen Verbindungen in die USA nachweisen können. Es handelt sich um die abgeschwächte Form von Trumps ursprünglich geplantem Einreiseverbot. Die US-Regierung will zudem 120 Tage lang nur noch in Ausnahmefällen Flüchtlinge aufnehmen.

30.06.2017 06:33

Der Bundesstaat Hawaii leitete rechtliche Schritte gegen die Einreisesperre ein. Generalstaatsanwalt Douglas Chin reichte am Donnerstagabend (Ortszeit) einen Eilantrag bei Gericht ein. Er macht darin Bedenken geltend, dass die von der US-Regierung erlassenen Ausnahmeregeln für das Einreiseverbot zu eng gefasst und die Visa-Beschränkungen somit weitreichender sind, als es das Oberste Gericht in seiner jüngsten Entscheidung erlaubt hatte.

Trotz der Einreisesperre erwartet das US-Heimatschutzministerium nach eigenen Angaben kein Chaos an den Flughäfen. Ein ranghoher Mitarbeiter, der nicht namentlich zitiert werden wollte, sagte, man rechne mit einem normalen Arbeitsaufkommen für die Grenzbeamten.

Bürgerrechtsorganisationen kritisierte das Vorhaben scharf. Amnesty International plante, Mitarbeiter an Flughäfen zu schicken, um die Situation zu beobachten. Als Trump im Januar sein erstes Einreisedekret unterzeichnete, war es zu Chaos an einigen Flughäfen gekommen.

Die Umsetzung des Verbots folgt wenige Tage nach einer Entscheidung des Supreme Court. Das Oberste US-Gericht hatte am Montag einstimmig die vorherigen gerichtlichen Blockaden der Einreisedekrete teilweise und vorläufig aufgehoben. Eine endgültige Entscheidung soll im Herbst fallen, allerdings ist der Geltungszeitraum des Einreisestopps dann bereits abgelaufen.

Nach Angaben des Aussenministeriums kann aus den betroffenen sechs Ländern weiter einreisen, wer zum Beispiel in den USA studiert oder für eine Firma dort arbeitet. Auch wird eine Ausnahme gemacht, wenn bestimmte Familienmitglieder in den USA leben, darunter Ehepartner sowie Eltern, Kinder und Geschwister. Dagegen reichen in den USA lebende Verwandte wie Grosseltern, eine Tante oder ein Onkel sowie Enkelkinder nicht als Nachweis "echter" (bona fide) Beziehungen zu den USA.

Dieselben Ausnahmeregelungen gelten auch für Flüchtlinge aus sämtlichen Ländern. Nach Angaben des Aussenministeriums sollen aber alle Flüchtlinge, deren Einreise im Zeitraum bis zum 6. Juli geplant ist, noch ins Land kommen dürfen.

Ausnahmeregelungen gelten nun auch für Menschen aus den sechs Ländern mit doppelter Staatsangehörigkeit. Und wer bereits ein Visum oder eine permanente US-Aufenthaltsgenehmigung (Green Card) hat, kann ebenfalls weiter einreisen. Das war bei der Umsetzung des ersten Dekrets im Januar noch anders. Damals hatte die sofortige Umsetzung des Einreiseverbots auch für Reisende, die bereits in der Luft waren, an vielen Flughäfen für Chaos und Proteste gesorgt.

Trump begründet seine Massnahme mit Gefahren für die nationale Sicherheit. Während der 90 beziehungsweise 120 Tage, in denen die Einreiseverbote gelten, will die Regierung die Sicherheitsüberprüfungen für Visa-Antragsteller und Flüchtlinge verschärfen. Diese sind allerdings schon jetzt sehr strikt.

Mehrere Mitarbeiter der Regierung hatten am Donnerstag Schwierigkeiten, stichhaltig zu begründen, wie die Sicherheitslage im Land durch das Einreiseverbot verbessert werden könne.

Von den Visa-Sperren betroffen sind vermutlich nur wenige tausend Menschen. Nach Angaben der "New York Times" waren im Finanzjahr 2015 - der Zeitraum entspricht nicht dem Kalenderjahr, sondern endet im Herbst - aus den sechs betroffenen Ländern etwa 20 000 Menschen mit Visa in die USA eingereist, die weitaus meisten davon Studierende oder Geschäftsreisende./hma/DP/zb

(AWP)

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Berliner Hauptstadtflughafen

Berliner Hauptstadtflughafen soll wachsen - Eröffnungstermin ungewiss

Nach fünf geplatzten Eröffnungsterminen für den neuen Hauptstadtflughafen berät der Aufsichtsrat an diesem Freitag über die Lage auf der Baustelle. Bevor der Flughafen in Betrieb gehen kann, laufen im Terminal unter anderem noch Arbeiten an Brandschutztüren und der Sprinkleranlage. Wie lange die Baufirmen noch brauchen, ist unklar. Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup will den drittgrössten deutschen Flughafen im nächsten Jahr eröffnen, die Zeit dafür ist aber sehr knapp.

07.07.2017 06:31

Noch ist es dem Flughafen nicht gelungen, die Firmen auf einen verbindlichen Terminplan zu verpflichten. Daran werde mit Hochdruck gearbeitet, teilte das Unternehmen mit. Die wesentlich beteiligte Firma Bosch verwies Terminfragen unterdessen an die Flughafengesellschaft. Lütke Daldrup sagte: "Es bleibt beim Ziel, baldmöglichst Klarheit zu den Terminen am BER zu schaffen." Er hatte angekündigt, in diesem Sommer einen Termin zu nennen.

Der BER sollte eigentlich schon 2011 in Betrieb gehen. Der Start verzögert sich aber wegen Planungsfehlern, Baumängeln und Technikproblemen. Inzwischen fliegen mehr Menschen von und nach Berlin als das neue Terminal fassen kann.

Lütke Daldup will dem Kontrollgremium deshalb Eckpunkte eines Masterplans für den künftigen Ausbau des Flughafens vorlegen. Nach Senatsangaben könnten weitere Abfertigungskapazitäten an Parkhaus-Standorten vor dem Terminal entstehen.

Aufsichtsratschef Rainer Bretschneider trat Befürchtungen entgegen, das Unternehmen könnte sich mit den Ausbauplänen parallel zur Fertigstellung des bisherigen Neubaus verzetteln. "Erste Priorität hat das Fertigbauen", stellte Bretschneider klar. "Die Erweiterung kommt an zweiter Stelle", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Bretschneider wies zugleich einen Bericht zurück, wonach er angekündigt habe, dass in diesem Jahr kein Eröffnungstermin mehr genannt werde.

bf/DP/zb

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Verwirrung um Mitteilung der

Verwirrung um Mitteilung der Deutschen Börse zu Insiderverfahren

Die jüngste Mitteilung der Deutschen Börse zum Fortgang des Ermittlungen wegen möglichen Insiderhandels sorgt für Verwirrung. Die "Wirtschaftswoche" berichtet ohne nähere Quellenangabe, in dem Schreiben der Staatsanwaltschaft vom Dienstag sei nicht die Rede davon gewesen, dass die Behörde "in Aussicht" gestellt habe, das Verfahren gegen Börsenchef Carsten Kengeter "ohne Auflagen" einzustellen.

19.07.2017 12:07

Die Deutsche Börse hatte am Dienstag unter der Überschrift "Anhörungsschreiben der Staatsanwaltschaft" mitgeteilt: "Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main hat in Aussicht gestellt, im Sinne einer einvernehmlichen Gesamtbeendigung das laufende Ermittlungsverfahren gegen Herrn Kengeter ohne Auflagen ... einzustellen." Zur gleichen Zeit würden gegen die Gesellschaft zwei Geldbussen in einer Gesamthöhe von 10,5 Millionen Euro verhängt. Der Konzern prüfe das nun.

Zu dem Bericht der "Wirtschaftswoche" gab die Deutsche Börse am Mittwochmorgen keinen Kommentar ab. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar. Ein Sprecher der Ermittlungsbehörde hatte am Vortag erklärt, die Anhörung vom Dienstag habe sich "allein an die Deutsche Börse AG als juristische Person" gerichtet. Somit könnten "keine Angaben zu etwaigen Vorwürfen gegen deren Verantwortliche und Mitarbeiter gemacht bzw. bestätigt werden".

Gegen Kengeter wird wegen eines Aktiengeschäfts aus dem Dezember 2015 ermittelt - das war wenige Wochen bevor der geplante und letztlich gescheiterte Zusammenschluss mit der Londoner Börse (LSE) öffentlich gemacht wurde. Der Vorwurf ist, dass der Manager bereits zu diesem Zeitpunkt entsprechende Gespräche mit der LSE geführt hatte und in diesem Wissen in grossem Stil Deutsche-Börse-Aktien kaufte. Nach Bekanntgabe der Fusionspläne stiegen die Kurse beider Unternehmen.

Kengeters Zukunft als Börsenchef gilt als eng verknüpft mit dem Ausgang der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen. Sein Drei-Jahres-Vertrag, der am 31. März 2018 ausläuft, wurde vom Aufsichtsrat bislang nicht verlängert. Die nächste reguläre Sitzung des Kontrollgremiums ist im September./das/ben/DP/das

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Der Pi-Code

Martin Armstrong - Spinner oder Genie - Thema: Welt 3.0 - Die Macht der Algorithmen | arte Mediathek

Der US-Ökonom Martin Armstrong entwickelte Anfang der 80er Jahre ein Computermodell, das mehrere große Wendepunkte der Weltwirtschaft verblüffend präzise voraussagte. Mit seiner Beraterfirma Princeton Economics International war er zeitweise überaus erfolgreich. 1999 wurde Armstrong verhaftet und verbrachte zwölf Jahre im Gefängnis - ohne Urteil. Ist Armstrong ein Betrüger oder ein Genie? Der spannende Doku-Thriller beleuchtet das Leben des legendären "Wirtschaftspropheten" Martin Armstrong und die weltweite Finanzkrise.

 

Martin Armstrong war immer anders. Als Kind sammelte er wie besessen Münzen, als Teenager war er Millionär. Anfang der 80er Jahre entwickelte er dann ein Computermodell, das die Finanzwelt elektrisierte. Basierend auf der magischen Zahl Pi und gefüttert mit historischen Wirtschaftsdaten, sagte sein Modell mehrere große Wendepunkte der Weltwirtschaft erstaunlich präzise voraus, unter anderem die Russlandkrise 1998/99, die Dotcom-Blase 2000 und die Finanzkrise ab 2007.

Kunden aus der ganzen Welt bezahlten viel Geld für seine Vorhersagen. Mit seiner Beraterfirma Princeton Economics International hatte er zeitweise mehr als drei Milliarden Dollar unter Vertrag. Im September 1999 stürmte das FBI Armstrongs Büro. Man warf ihm ein Drei-Milliarden-Dollar-Schneeballsystem vor. Zwölf Jahre verbrachte er im Gefängnis, ohne Urteil. Der Regierung sei es um seine Formel gegangen, behauptet Armstrong. Die Öffentlichkeit reagierte kontrovers: Wollte man einen Unbequemen für ein paar Jahre zum Schweigen bringen oder ist Martin Armstrong ein Betrüger? Weiß er tatsächlich mehr als alle Wirtschafts- und Finanzwissenschaftler zusammen? Das Magazin "The New Yorker" fragte: Ist dieser Mann ein Genie oder ein Spinner?

Seit 2011 ist Martin Armstrong wieder ein freier Mann. Er reaktivierte sein Institut und sagt weiterhin Wirtschaftskrisen voraus, und kritisch weist er auf die Fehler und Schwächen des Wirtschaftssystems hin.

Thema: Welt 3.0 - Die Macht der Algorithmen

Algorithmen, Big Data, Social Media - die Welt ist erschreckend unübersichtlich geworden. Hacker legen ganze Infrastrukturen lahm, Terroristen radikalisieren gezielt im Netz, Fake News und wilde Verschwörungstheorien gehen viral und versuchen, über simple Narrative eben dieser unübersichtlich gewordenen Welt einen Sinn zu entlocken. Woran sollen oder können wir noch glauben? Wer versorgt uns mit welchen Infos? Wie können wir der Cyberkriminalität und wachsenden Radikalisierung im Netz Herr werden? In drei Dokumentationen durchleuchtet THEMA die rasant wachsenden Herausforderungen der digitalen Revolution.

Der erste Beitrag "Terrorjagd im Netz" trifft Terror-Abwehr-Spezialisten, die nach Alternativen zur umstrittenen Massenüberwachung suchen und an Tools arbeiten, um gezielt gegen Online-Radikalisierung vorzugehen. Auch Fake News und alle Art von Verschwörungstheorien verbreiten sich dank Social Media so schnell wie nie.

Die Dokumentation "Die Weltherrschaft" untersucht, wie sie entstehen, wem sie dienen und wie die Gesellschaft das wachsende Phänomen in den Griff bekommen kann.

Shok  Zum Abschluss erzählt der Doku-Thriller "Der Pi-Code" die Geschichte des legendären US-Ökonomen Martin Armstrong, der ein Computermodell entwickelte, das erstaunlich präzise mehrere Wirtschaftskrisen voraussagte, darunter die Finanzkrise ab 2007. Als er 1999 ohne Urteil für zwölf Jahre hinter Gitter kam, behauptete er, die US-Regierung habe es allein auf seine Formel abgesehen. Wahr oder doch wieder nur eine krude Verschwörungstheorie

 

http://programm.ard.de/?sendung=28724263962511

 

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GV-Star und Firmenschreck

GV-Star und Firmenschreck Hermann Struchen gestorben

Hermann Struchen, der bekannteste Kleinaktionär der Schweiz, ist tot.

26.10.2017 13:26

Von Daniel Hügli und Pascal Züger

Hermann Struchen ist im Alter von 87 Jahren gestorben.

Hermann Struchen ist im Alter von 87 Jahren gestorben.

Bild: Keystone

Er heiterte unzählige Generalversammlungen auf und las manchen Verwaltungsräten und Firmenchefs die Leviten. Nun ist er tot. Hermann Struchen ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Das bestätigen Familienangehörige von Struchen auf Anfrage von cash.ch. In einer Todesanzeige im "Tages-Anzeiger" heisst es am Donnerstag, Struchen sei nach einem erfüllten Leben "friedlich eingeschlafen".  

Struchen war wohl einer der eifrigsten Besucher von Generalversammlungen von Schweizer Unternehmen überhaupt. Seit über 50 Jahren besuchte er die Jahrestreffen von Firmen, von denen er Aktien hielt. Das waren zum Beispiel im Jahr 2016, als cash.ch mit Struchen ein Interview führte, über 30 Generalversammlungen. 

Struchen verhielt sich an den GV selten ruhig: Er kritisierte die Unternehemnsspitzen unverholen, war aber nie unanständig und packte seine Kritik stets in einen humoristischen Mantel. An der Generalversammlungen 2016 und 2017 der Credit Suisse sagte er zum Beispiel: "Das beste an der Credit Suisse ist der Christbaum am Paradeplatz". Und an den Verwaltungsratspräsidenten Urs Rohner gerichtet sagte er in diesem Jahr: "Herr Rohner, als Mensch sind Sie mir eigentlich sehr symphatisch. Aber für uns Aktionäre war das letzte Jahr eine Katastrophe!"

Struchen war wegen seiner Erfahrung auch ein Experte in Sachen "Aktionärsbhaltis" und Verpflegung an den GV. "Bei der ABB ist das Essen noch heute nicht gut", sagte Struchen im letzten Jahr bei cash. "Dort gibts nur Kaffee mit Gipfeli, Blööterli-Wasser und vielleicht noch ein Schoggi-Stängeli." Ganz anders früher bei Von Roll: "Vor 50 Jahren war es die einzige Firma, die an der Generalversammlung Spargeln servierte. Damals eine Rarität!"

Auch wegen solcher Anektoden war Struchen nicht nur bei Aktionären beliebt, sondern auch bei den Medien. Im Jahr 2013 hatte er einen Auftritt bei der SRF-Satiresendung "Giacobbo/Müller", wo er bei einer Einspielung auch herzhaft über sich selbst lachen konnte.

So mancher Aktionär - und vielleicht auch Firmenverantwortlicher - wird in Gedanken nun das tun, was in Struchens Todesanzeige steht: "Das Schönste, was ein Mensch hinterlassen kann, ist ein Lächeln im Gesicht derjenigen, die an ihn denken."

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Computerfehler: American

Computerfehler: American Airlines gibt Tausenden Piloten weihnachtsfrei

Die Fluggesellschaft American Airlines (AA) hat wegen eines Computerfehlers aus Versehen viel zu vielen Piloten in der Weihnachtszeit frei gegeben. In der Konsequenz seien Tausende Flüge von Annullierung bedroht, erklärte die AA-Pilotengewerkschaft. Demnach habe die Fluglinie "bedeutende Löcher" in der Planung eingestanden, es gehe um 15 000 Flüge zwischen dem 17. und 31. Dezember, schrieb die "Dallas Morning News".

30.11.2017 06:37

AA erklärte auf Twitter, man wisse, wie wichtig Reisen in der Weihnachtszeit seien, und werde sich bemühen, die Ausfälle so gering wie möglich zu halten. Berichten zufolge bietet AA Piloten 150 Prozent ihrer Bezüge an, wenn sie Flüge übernehmen, die auszufallen drohen./ki/DP/zb

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Lorenz
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Alles Gute für 2018

@ all

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Sportwetten

@Lorenz: Vielen Dank! Das wünsche ich dir und allen hier natürlich auch.

Ich bin nun seit 10 Jahren bei der Börse dabei und habe so einige Tiefen und Höhen erlebt. Doch im Schnitt verlor ich mehr Geld, als ich eingenommen habe.
Ganz anders sieht das mit SPORTWETTEN aus. Deshalb habe ich jetzt für das 2018 eine Homepage gestaltet, auf der ich meine Tipps für Sportwetten mit der Welt teilen möchte. Es gibt sogar einen Youtoube Channel https://www.youtube.com/channel/UC6en1jm-hUQihAU4UmYyPRQ
Falls ihr Lust habt, schaut doch mal vorbei. Vielleicht können wir zusammen ein erfolgreiches Jahr feiern!
(Heutige Wette gibt 85% Profit!)

https://my-bets.jimdosite.com/

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Kodak macht eigene

Kodak macht eigene Kryptowährung

Alles, was mit Digitalgeld zu tun hat, löst bei Anlegern offenbar einen Kaufreflex aus: Kaum hat Kodak eine eigene Kryptowährung für Fotografen angekündigt, hat sich der Aktienkurs mehr als verdoppelt.

10.01.2018 06:30

Mit dem KodakCoin und der dazugehörigen Plattform KodakOne sollen Fotografen ihre Autorenrechte absichern und die Bilder vermarkten können, wie das Unternehmen am Dienstag ankündigte. Die Aktie schloss im US-Handel mit einem Plus von 120 Prozent bei knapp sieben Dollar. Und da war noch nicht Schluss: Nachbörslich kletterte die Aktie auf neun Dollar.

Über die Kodak-Plattform soll zugleich das Netz beobachtet werden, um eine unerlaubte Nutzung geschützter Bilder zu stoppen. Die Basis für das Angebot bildet die Blockchain-Technologie, mit der auch das Digitalgeld Bitcoin abgesichert wird. Kodak habe schon immer versucht, die Fotografie zu demokratisieren und für eine faire Vergütung der Autoren zu sorgen, erklärte Firmenchef Jeff Clarcke.

Der Kurssprung bestätigt, dass Kryptowährungen und damit verbundene Begriffe eine gewaltige Anziehungskraft für Investoren haben - mithin mit kuriosen Ergebnissen. Im Dezember hatte die Getränkefirma Long Island Iced Tee angekündigt, dass sie ihren Namen in Long Blockchain Corp. ändern werde. Der Aktienkurs verdreifachte sich sofort. In der Bitcoin-Kursrally gaben sich auch mehrere andere Firmen Namen wie Crypto Company, Nodechain oder Blockchain Group. Was genau sie mit Digitalwährungen zu tun hatten, war dabei mitunter schwer zu erkennen.

Kodak hatte einst die Entwicklung der klassischen Fotografie massgeblich geprägt, verlor aber mit dem Vormarsch der digitalen Bilder den Anschluss. Aus einem Insolvenzverfahren ging das US-Unternehmen als Spezialist für digitalen Druck hervor.

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Trump will Kim teffen -

Trump will Kim teffen - Nordkorea bietet atomare Abrüstung an

US-Präsident Donald Trump ist zu einem Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un bereit.

09.03.2018 06:31

Das Weisse Haus bestätigte am Donnerstagabend die zuvor gemachten Angaben des nationalen Sicherheitsberaters Südkoreas, Chung Eui Yong. Chung sagte, Kim sei darauf erpicht, Trump zu treffen. Das Treffen solle "bis Mai" stattfinden.

Trump schrieb auf Twitter, Kim habe in seinen Gesprächen mit Südkorea von einer Denuklearisierung gesprochen, nicht nur von einem Einfrieren des Atomwaffenbestands. Es sei grosser Fortschritt erzielt worden, aber die Sanktionen würden aufrechterhalten, bis eine Abmachung erreicht sei. "Treffen wird geplant!", schrieb Trump.

Seine Sprecherin Sarah Sanders erklärte, Zeit und Ort stünden noch nicht fest. "Wir sehen der Denuklearisierung Nordkoreas mit Freude entgegen", teilte sie mit. In der Zwischenzeit würden die Sanktionen und der Druck auf Nordkorea aufrechterhalten.

Noch keine Details bekannt

Südkoreas Sicherheitsberater Chung nannte keine Details oder einen möglichen Ort. Er gab die Erklärung vor Journalisten vor dem Weissen Haus ab. Er sagte, der nordkoreanische Machthaber habe in einem Treffen erklärt, er stehe zu einer Denuklearisierung. "Kim hat versprochen, dass Nordkorea von weiteren Atom- oder Raketentest absehen werde", fügte er hinzu. Der nordkoreanische Machthaber verstehe auch, dass die geplanten gemeinsamen Manöver Südkoreas und der USA wie geplant fortgesetzt würden, sagte Chung.

Er bekräftigte zugleich, dass man den Druck auf Nordkorea aufrecht erhalten wolle. "Südkorea, die Vereinigten Staaten und unsere Partner dringen gemeinsam darauf, dass wir die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen und dass der Druck so lange anhält, bis Nordkorea seinen Worten konkrete Taten folgen lässt."

Die beiden Koreas hatten sich zuletzt vorsichtig angenähert. Der Konflikt galt lange Zeit als der bedrohlichste der Welt. Er gilt als militärisch nicht lösbar. Eine diplomatische Lösung ist wegen der vielen Beteiligten extrem kompliziert. Auch China und Russland sind direkt und indirekt verwickelt.

Gegenseitige Beleidigungen

Kim und Trump hatten sich 2017 immer wieder gegenseitig mit Beleidigungen und Spott überzogen. Das hatte Befürchtungen genährt, der Konflikt könne eskalieren, womöglich auch atomar.

Die US-Regierung hatte in den vergangenen Monaten eine "Politik des maximalen Drucks" verfolgt und Nordkorea mit Sanktionen überzogen.

Ein ranghoher Vertreter des Weissen Hauses sagte am Abend, man rede noch nicht von Verhandlungen mit Nordkorea. Es sei zunächst einmal ein Treffen von Angesicht zu Angesicht. Die US-Regierung sei nicht dazu bereit, Pjöngjang im Gegenzug für Gespräche zu belohnen, sagte der Mitarbeiter, der nicht namentlich zitiert werden wollte. Man bestehe auf einer vollständigen Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel. Mit weniger werde man sich nicht zufrieden geben.

Einigung für Treffen zwischen Süd- und Nordkorea als grosser Schritt

Südkoreas Sicherheitsberater hält sich derzeit mit einer Delegation in Washington auf, um die US-Regierung über die Gespräche mit Nordkorea Anfang der Woche zu unterrichten. Südkorea hatte nach den Unterredungen in dem isolierten Land erklärt, Kim habe Gespräche mit den USA über das Atomwaffenprogramm seines Landes in Aussicht gestellt. Pjöngjang erwarte aber Sicherheitsgarantien.

Nord- und Südkorea vereinbarten auch einen Gipfel zwischen Machthaber Kim Jong Un und Südkoreas linksliberalem Präsidenten Moon Jae In im Grenzort Panmunjom im April.

Schon die Einigung zwischen Süd- und Nordkorea auf ein neues Gipfeltreffen war ein grosser Schritt vorwärts bei den Bemühungen um eine Entspannung in der Region. Der nächste Schritt wäre ein direkter Dialog der USA mit Pjöngjang.

Südkoreas Präsident Moon hatte zuletzt vor zu grossem Optimismus gewarnt. Er hatte in Seoul aber auch betont, dass er die Bedingungen für die USA gegeben sehe, zumindest "Vorgespräche" mit der kommunistischen Führung in Pjöngjang aufzunehmen. Japan äusserte sich ähnlich abwartend wie seine Schutzmacht USA.

Meint es Nordkorea ernst?

Am Dienstag hatte Trump erklärt: "Wir haben Fortschritte erzielt, da gibt es keine Frage." Er glaube und hoffe, dass die Nordkoreaner es ernst meinten. Der US-Präsident sprach zugleich von einer weiterhin sehr angespannten Situation. Andere Vertreter seiner Regierung äusserten sich noch verhaltener.

Südkoreas Staatschef hatte die fünf Emissäre unter Leitung des nationalen Sicherheitsberaters Chung auch mit der Absicht nach Nordkorea geschickt, neue Verhandlungen zwischen Pjöngjang und Washington anzubahnen.

China hatte die Annäherung seiner Nachbarstaaten gelobt. Die jüngsten Gespräche von Vertretern beider Länder hätten "positive Ergebnisse" gebracht, zitierte die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua einen Sprecher des Pekinger Aussenamtes.

Die Spannungen in der Region hatten sich 2017 deutlich verschärft, nachdem Nordkorea mehrfach Raketen sowie Anfang September eine weitere Atombombe getestet und damit gegen UN-Resolutionen verstossen hatte. Nordkorea kann nach eigenen Angaben jetzt auch das gesamte US-Festland mit Atomsprengköpfen angreifen./ki/hma/DP/stk

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Lufthansa-Äusserungen zu BER

Lufthansa-Äusserungen zu BER-Abriss sorgen für Wirbel

Äusserungen eines Lufthansa -Vorstands zu einem möglichen Abriss des immer noch nicht eröffneten Hauptstadtflughafens BER haben empörte Reaktionen der Verantwortlichen in Berlin und Brandenburg hervorgerufen. "Die drei Gesellschafter sind sich einig: Der Flughafen wird fertiggebaut", sagte Senatssprecherin Claudia Sünder am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Flughafen-Chef Engelbert Lütke-Daldrup bemerkte zu den Äusserungen: "Das ist Unsinn."

19.03.2018 06:32

Die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" hatte Lufthansa-Vorstand Thorsten Dirks mit den Worten zitiert: "Meine Prognose ist: Das Ding wird abgerissen und neu gebaut." LH-Sprecher Andreas Bartels sagte der dpa dazu, das Unternehmen habe auf keinen Fall für einen Abriss des Flughafens plädieren wollen. "Das war eine zugespitzte Äusserung, um auf das Ausmass der Probleme am Flughafen hinzuweisen", ergänzte Matthias Eberle, Sprecher der LH-Billigfluglinie Eurowings. Lufthansa habe auch keinen solchen Ratschlag geben wollen.

Dirks hatte die flapsige Prognose Abriss und Neubau demnach am Freitag auf dem "Unternehmertag am Tegernsee" abgegeben, wo er als Eurowings-Chef auftrat. Die Lufthansa stehe vor dem Problem, dass ihre Ausstattung im Hauptstadtflughafen zwar installiert, nach jahrelanger Verzögerung der Eröffnung inzwischen aber bereits überholt sei.

"Anstatt darüber nachzudenken, wie das Lufthansa-Logo von Gelb in Blau ausgetauscht wird, wäre es gut, wenn sich der Konzern um ein angemessenes und verbindliches Engagement in der Hauptstadt bemüht", sagte die Senatssprecherin. Flughafen-Chef Lütke-Daldrup ergänzte: "Die Lufthansa wäre gut beraten, sich um Langstrecken für die Hauptstadt zu kümmern."

Ähnlich äusserte sich Brandenburgs Flughafenkoordinator Rainer Bretschneider, und fügte hinzu: "Es ist gut, dass die Lufthansa die unsachlichen Äusserungen schnell zurückgeholt hat." Der Termin für die Eröffnung des Airports in Schönefeld stehe mit dem Oktober 2020, sagte Lütke-Daldrup. Am Standort gehe es mittlerweile nicht mehr um den Bau, sondern um Mängelbeseitigung, erläuterte Flughafensprecher Hannes Hönemann. "Da gibt es nichts Halbfertiges abzureissen."

Für die Industrie- und Handelskammer (IHK) Berlin sagte Sprecherin Claudia Engfeld, die Kammer mache sich seit vielen Jahren Sorgen um die Anbindung der Hauptstadt an den internationalen Luftverkehr. "Wir haben nun endlich einen Eröffnungstermin. Wenn ein Lufthansa-Vorstand von einem Abriss ausgeht, ohne neue Anhaltspunkte oder gar inhaltliche Erläuterungen vorzulegen, ist das in jeder Hinsicht kontraproduktiv." Die IHK gehe davon aus, dass die Eröffnung nun wie geplant stattfindet./bb/DP/she

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WhatsApp setzt Mindestalter

WhatsApp setzt Mindestalter auf 16 Jahre herauf

Der zu Facebook gehörende Messenger-Dienst WhatsApp setzt das Mindestalter für seine Nutzerinnen und Nutzer in Europa von 13 auf 16 Jahre herauf.

25.04.2018 06:57

Dies teilte WhatsApp am Dienstag mit. Wenn sie im kommenden Monat aufgefordert würden, den neuen Datenschutzbestimmungen zuzustimmen, müssten sie auch bestätigen, dass sie mindestens 16 Jahre alt seien, teilte das Unternehmen mit. Unklar ist allerdings, ob und wie das Alter überprüft werden soll, da WhatsApp nur wenige Daten seiner Nutzer benötigt.

Facebook geht einen anderen Weg, um bei seinen Nutzern im Alter zwischen 13 und 15 Jahren den gesetzlichen Bestimmungen gerecht zu werden. Sie müssen einen Elternteil oder einen anderen Berechtigten angeben, der die Erlaubnis für die volle Nutzung von Facebook gibt. Andernfalls steht ihnen nur eine eingeschränkte Version zur Verfügung.

WhatsApp will nach eigenen Angaben aber daran festhalten, möglichst wenige persönliche Daten seiner mehr als 1,5 Milliarden Nutzer anzufordern. Ausserhalb Europas will WhatsApp am Mindestalter von 13 Jahren festhalten.

(SDA)

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Amazon-Gründer: Raumfahrt ist

Amazon-Gründer: Raumfahrt ist das Wichtigste, was ich mache

(Ausführliche Fassung) - Amazon -Gründer Jeff Bezos geht davon aus, dass sein Vermächtnis die Investitionen zur Erforschung des Weltraums sein werden. Die von ihm finanzierte Raumfahrt-Firma Blue Origin sei "das Wichtigste, was ich mache", sagte Bezos am Dienstag bei der Verleihung des Axel Springer Awards in Berlin. Er denke, dass die Erschliessung des Sonnensystems unter anderem nötig sei, um künftige Energiekrisen zu verhindern. Ausserdem werde die Menschheit irgendwann die Schwerindustrie von der Erde wegverlagern.

25.04.2018 06:35

Der 54-jährige Bezos ist Gründer und Chef des weltgrössten Online-Händlers Amazon sowie Eigentümer der "Washington Post". Seine Amazon-Beteiligung macht ihn - zumindest auf dem Papier - zum reichsten Mann der Welt mit einem Vermögen von aktuell mehr als 120 Milliarden Dollar. Springer verlieh ihm die Auszeichnung als Würdigung für visionäres Unternehmertum in der Internetwirtschaft sowie die konsequente Digitalisierungsstrategie der 140 Jahre alten US-Traditionszeitung.

Bezos wurde in Deutschland allerdings von dem Streit mit der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi eingeholt. Verdi fordert für die Beschäftigten in Amazons Logistikzentren schon seit Jahren einen Tarifvertrag nach den Konditionen des Einzel- und Versandhandels und organisierte vor dem Springer-Gebäude eine Protestkundgebung mit mehreren hundert Teilnehmern.

Die Gewerkschaft kritisiert, Beschäftigte könnten von den Gehältern nicht leben, während Bezos der reichste Mann der Welt sei. Ausserdem sei der Arbeitsdruck zu hoch. Der US-Konzern, der bundesweit mehr als 12 000 festangestellte Mitarbeiter beschäftigt, kontert, man zahle am oberen Ende dessen, was für vergleichbare Tätigkeiten üblich sei - "an allen Standorten in Deutschland mindestens 10,52 Euro brutto pro Stunde".

Bezos wies die Vorwürfe bei der Preisverleihung zurück. "Ich bin sehr stolz auf unsere Arbeitsbedingungen. Ich bin sehr stolz auf die Gehälter, die wir zahlen." Ohne Verdi direkt zu nennen, sprach er von Kritikern, die eigene Interessen verfolgten.

Bezos hatte Amazon 1994 gegründet und entwickelte das Online-Buchgeschäft zum weltweiten Einzelhändler, Marktplatz und Anbieter von Cloud-Diensten weiter. Die "Washington Post" kaufte er im Jahr 2013.

Bezos betonte, die einzige Verwendung für seinen Reichtum - "den Lottogewinn mit Amazon" - sehe er in Weltraumreisen. "Blue Origin ist teuer genug, um dieses Vermögen aufzubrauchen", sagte er zu lachenden Zuschauern im Publikum. Bezos bekräftigte, dass er dafür jährlich Aktien im Wert von einer Milliarde Dollar verkaufe - und damit auch fortfahren wolle.

Der Frage nach Attacken von US-Präsident Donald Trump, der Amazon und der ihm kritisch gegenüberstehenden "Washington Post" Steuertricks vorwirft, wich Bezos aus. Zugleich betonte er, dass er die aktuelle grundsätzliche Skepsis gegenüber Internet-Unternehmen verstehe. Die Firmen seien inzwischen so gross geworden, dass dies eine stärkere Aufsicht rechtfertige - und die Branche müsse einsehen, "dass das nicht persönlich gemeint ist". Auch wenn es für die Unternehmer selbst vielleicht schwer nachzuvollziehen sei - für ihn selbst sei schliesslich immer noch frisch in Erinnerung, wie Amazon so klein gewesen sei, dass er Pakete zur Post brachte.

Internet-Firmen sollten zudem ihre Nutzer nicht unterschätzen: "Wenn man ihre Daten missbraucht, finden sie das heraus." Bezos warnte zugleich, dass strengere Regeln Innovationen nicht behindern dürften. "Eine ungewollte Folge der Regulierung ist oft, dass sie dem Platzhirsch einen Vorteil verschafft." Für Amazon könnte das angesichts der aktuellen Grösse sogar günstig sein - "aber ich wäre nicht glücklich darüber". Denn für die Gesellschaft sei kontinuierlicher Fortschritt wichtig.

Den undotierten Axel Springer Award erhalten nach Angaben des Unternehmens herausragende Persönlichkeiten, die in besonderer Weise innovativ sind, Märkte schaffen und verändern und sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung stellen. Vorherige Preisträger waren 2016 Facebook -Gründer Mark Zuckerberg und 2017 der britische Physiker und Informatiker Timothy Berners-Lee, der das World Wide Web erfand./so/DP/zb

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Asmallworld prüft rechtliche

Asmallworld prüft rechtliche Schritte nach Kurssturz vom Vortag

Nach dem Kurssturz vom Vortag behält sich Asmallworld rechtliche Schritte vor.

27.04.2018 08:08

Man sei auf die deutsche Finanzaufsicht Bafin zugegangen, um den Sachverhalt zu klären, teilte das soziale Netzwerk für Reiche am Freitag in einem Communiqué mit. Die Bafin hatte am Vortag eine Untersuchung wegen des Verdachts auf Marktmanipulation eingeleitet.

Sie habe Anhaltspunkte, dass im Rahnen von Kaufempfehlungen unrichtige oder irreführende Angaben gemacht würden, hatte Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) am Donnerstagnachmittag in einem Communiqué bekannt gegeben. Die Aktien von Asmallworld würden derzeit in Email-Börsenbriefen zum Kauf empfohlen, schrieb die Bafin. Vor diesen Kaufempfehlung werde gewarnt.

Diese Ankündigung brachte die an der Schweizer Börse kotierten Aktien zum Absturz. Bei Handelsende hatten die Titel von Asmallworld 28 Prozent ihres Wertes verloren.

Rechtliche Schritte

Asmallworld reagiert betroffen: Das Unternehmen "möchte ausdrücklich festhalten, dass die Untersuchung sich nicht gegen die Asmallworld AG richtet, sondern einzig gegen unpräzisierte Drittparteien". Bis jetzt sei es unklar, auf welchen Börsenbrief sich die Bafin beziehe. Asmallworld sei auf die Bafin "zugegangen, um den Sachverhalt zu klären, und behält sich rechtliche Schritte vor".

"Es ist für uns sehr schmerzhaft und unverständlich, dass wir als Unternehmen mit einem negativen Sachverhalt in Verbindung gebracht werden, auf welchen wir keinen Einfluss haben", erklärte Asmallworld-Chef Jan Luescher nun am Freitag im Communiqué: "Uns liegt viel daran, diese Irritation durch Drittparteien so schnell wie möglich zu beseitigen. Wir unterstützen die Aufforderung der Bafin, dass sich Anleger aus seriösen Quellen über unser Unternehmen informieren sollen, wie beispielsweise über unsere eigene Investor Relations Seite oder die Finanzpresse".

Starkes Wachstum

Zudem unterstreicht Luescher, "dass wir als Unternehmen weiterhin auf Kurs sind, die operativen Ziele für das laufende Jahr zu erreichen". Asmallworld könne auf ein starkes Wachstum im ersten Quartal zurückblicken. Zahlen nannte die Firma keine.

Asmallworld hatte erst am Vortag die Unterzeichnung einer Kauf-Option-Vereinbarung für eine Luxus-Reise-Community bekannt gegeben. Laut der Call-Options-Vereinbarung könne Asmallworld bis zum 30. November 2018 die Gesellschaft vollständig übernehmen, hiess es.

Asmallworld ist ein privates soziales Netzwerk mit derzeit rund 28'500 Mitgliedern. Kerngeschäft des Unternehmens mit Sitz in Zürich ist der Betrieb der gleichnamigen Plattform. Der Börsengang an der Schweizer Börse SIX von Asmallworld hatte erst am 20. März 2018 stattgefunden. Zudem ist Asmallworld in Deutschland an den Börsen Frankfurt am Main (inkl. Xetra), Stuttgart, Tradegate und Quotrix in den Freiverkehr einbezogen. In Frankfurt ist die Preisfeststellung allerdings bereits seit dem 3. April bis auf weiteres ausgesetzt.

(AWP)

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Zyndicate
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Neue Techniken könnten laut

Neue Techniken könnten laut Studie mobiles Bezahlen bald ablösen

Den Kaffee unterwegs, die Einkäufe im Supermarkt, das Essen im Restaurant: Rein technisch könnten die Bundesbürger all das per Smartphone-App bezahlen. Doch mobiles Zahlen ist in Deutschland weit von der flächendeckenden Verbreitung entfernt - und könnte dennoch schon bald von neuen Techniken abgelöst werden, bevor es sich überhaupt durchsetzt hat. Das zeigt eine Studie der Beratungsgesellschaft Oliver Wyman, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

30.04.2018 06:28

Das Papier, für das gut 2000 Konsumenten befragt wurden, verdeutlicht, wie schwer sich die Deutschen mit mobilem Zahlen tun. So hätten erst 7 Prozent der Verbraucher bereits mit dem Smartphone bezahlt, etwa mit dem US-Dienst Paypal. Auch könnten sich nur 33 Prozent der Nicht-Nutzer vorstellen, künftig mobil zu zahlen.

Das Potenzial für eine Ausbreitung erscheint daher beschränkt. Selbst Junge hätten wenig Vertrauen und wollten Datenschutz, schreiben die Autoren: "Was im Ausland längst gang und gäbe ist, stösst in Deutschland auf viel Zurückhaltung." Die Bundesbürger sind traditionell Bargeldfans, auch wenn der Umsatzanteil von Scheinen und Münzen 2017 laut Bundesbank auf unter 48 Prozent gefallen ist.

Gerade bei kleineren Beträgen ist Cash beliebt. Bargeld werde hierzulande auch in den kommenden fünf Jahren bei Summen unter 30 Euro die dominierende Zahlungsart bleiben, ergab jüngst eine Studie des Handelsforschungsinstituts EHI. Bei grösseren Beträgen nutzten die Deutschen zunehmend bargeldlose Mittel, allen voran Girokarten.

Mobiles Zahlen per Smartphone-App hingegen wird Oliver Wyman zufolge bislang fast nur bei Käufen von Lebensmitteln, Filmen und Spielen sowie Nahverkehrstickets genutzt. Dort gehe es meist lediglich um kleine Summen. Mit einem Umsatzanteil von knapp über null Prozent 2017 spiele mobiles Zahlen keine Rolle.

Anders als in China, wo Verbraucher mit Chat-Programmen auf dem Smartphone nebenbei auch zahlen können, gebe es in Deutschland keine Integration in den Alltag, sagt René Fischer, Partner bei Oliver Wyman. Zudem existiere hierzulande keine flächendeckende, händlerübergreifende Lösung.

Überdies biete kontaktloses Zahlen per Giro- oder Kreditkarte eine praktische Alternative. Dabei ist keine Pin oder Unterschrift nötig; es genügt, die Karte an ein Gerät an der Kasse zu halten. Das ist hierzulande zwar eine Nische, doch laut der Studie haben 36 Prozent der Verbraucher die Möglichkeit, kontaktlos per Karte zu zahlen.

Unterm Strich biete mobiles Zahlen aus Sicht von Konsumenten "keinen Mehrwert" und werde "auch nicht als komfortabel angesehen", folgern die Berater. Neue Bezahlwege etablierten sich aber erst, wenn sie viele Nutzer erreichten, einfach zu bedienen sein, einen Zusatznutzen bieten und genug Vertrauen geniessen würden. In Deutschland sei kein Anbieter absehbar, der all das vereine.

Stattdessen drängen neue Techniken auf den Markt wie sekundenschnelle Zahlungen (Instant Payments), die deutsche Banken schrittweise einführen. Ein künftiger einheitlicher und sicherer Standard sei eine ernsthafte Konkurrenz - egal ob per Karte oder Smartphone.

Zudem können Tech-Konzerne wie Google oder Apple mit neuen Diensten den hiesigen Markt betreten. Auch kassenlose Lösungen wie von Amazon könnten für mobiles Zahlen "bald das Aus bedeuten", sagt Gökhan Öztürk, Partner bei Oliver Wyman. Der Online-Händler experimentiert mit Filialen, in denen sich Kunden beim Betreten per App anmelden und Kameras und Sensoren ihr Kaufverhalten erfassen. Sie können ihre Waren einfach in die Tasche legen und das Geschäft verlassen, das Geld wird von ihrem Amazon-Konto abgebucht.

Selbst Zahlungen per Fingerabdruck oder Iris-Scan seien denkbar, meint Öztürk. Schon die nächste Innovationswelle könne mobiles Zahlen im herkömmlichen Sinne überflüssig machen. "Es drängt sich die Frage auf, ob Mobile Payment künftig überhaupt noch gebraucht wird."/als/DP/he

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Blaues Hufeisen
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+50% Rebound?

Nachdem die Aktie von Asmallworld (ASWN) von über CHF 22 auf CHF 10 abgestürzt ist, sollte nun langsam eine kräftige Erholung einsetzen. Ein Rebound in Richtung CHF 15 erscheint mir möglich.

Zyndicate
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New Yorker Börse erhält

New Yorker Börse erhält erstmals Chefin

Erstmals in der 226-jährigen Geschichte steht eine Frau allein an der Spitze der New Yorker Börse. Die New York Stock Exchange (Nyse) ernannte Stacey Cunningham zur Chefin, wie ein Sprecher der Muttergesellschaft Intercontinental Exchance (ICE) am Dienstag in New York mitteilte. Conningham verantwortete bereits das operative Geschäft und folgt nun auf Tom Farley, der das Unternehmen verlässt.

22.05.2018 07:35

Damit werden zwei der drei wichtigsten US-Börsen von Frauen geführt. So übernahm Adena Friedman im vergangenen Jahr die Leitung der Technologiebörse Nasdaq. Die Nyse hatte mit Catherine Kinney in der Vergangenheit schon einmal eine Chefin - allerdings musste diese sich den Posten teilen. Cunningham ist seit 2015 für das operative Geschät als COO verantwortlich. Sie kam zum ersten Mal 1994 mit der Nyse in Berührung: als Händlerin auf dem Parkett.

Das "Wall Street Journal" berichtete, dass Farley zu einem Finanzinvestor wechselt, um dort einen speziellen Fonds für Akquisitionen zu leiten, der 400 Millionen US-Dollar für Zukäufe im Bereich Finanztechnologie einsammeln will. Der ICE-Sprecher wollte das nicht kommentieren./nas/she

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