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Ägyptens Ex-Staatschef Mursi

Ägyptens Ex-Staatschef Mursi tot

Der frühere ägyptische Präsident Mohammed Mursi ist während eines Gerichtsprozesses ohnmächtig zusammengebrochen und gestorben. Die ägyptische Staatsanwaltschaft ordnete am Montag nach eigenen Angaben eine Untersuchung an, um die Todesursache festzustellen. Mursi war der erste frei gewählte Staatschef Ägyptens, spaltete aber während seiner Herrschaft das Land. Er wurde 67 Jahre alt. Aus Angst vor Protesten von Anhängern Mursis erhöhte das ägyptische Innenministerium die Alarmbereitschaft.

17.06.2019 21:15

Mursi stand in einem Berufungsverfahren wegen angeblicher Spionage für Katar vor Gericht. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sprach er am Montag noch rund fünf Minuten zum Richter. Danach habe er das Bewusstsein verloren und sei zu Boden gestürzt. Die Ärzte im Krankenhaus hätten nur noch seinen Tod feststellen können. Der Leichnam wies demnach keine neueren äusseren Verletzungen auf.

Der Islamist war im Juni 2012 als erster frei gewählter Präsident des nordafrikanischen Landes an die Macht gekommen. Er wurde damals Nachfolger von Langzeitherrscher Husni Mubarak, der im Februar 2011 nach Massenprotesten auf dem Kairoer Tahrir-Platz abtreten musste. Mursi Amtsübernahme verband sich mit der Hoffnung, dass Ägypten nach Jahrzehnten der autoritären Herrschaft der Übergang in die Demokratie gelingen könnte. Diese Hoffnungen wurden jedoch - wie auch in anderen Ländern der arabischen Welt - bitter enttäuscht.

Mursi gehörte lange den islamistischen Muslimbrüdern an, die von vielen in Ägypten misstrauisch beobachtet werden. Während seiner Herrschaft kam es immer wieder zu Demonstrationen, aus denen im Sommer 2013 Massenproteste gegen den damaligen Präsidenten wurden. Seine Kritiker warfen ihm vor, die Interessen der Muslimbrüder an die erste Stelle zu setzen und eine religiöse Herrschaft errichten zu wollen.

Am 3. Juli 2013 griff das Militär unter Führung des heutigen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi ein. Nach einem Ultimatum setzte es Mursi bei einem Putsch ab und übernahm selbst die Macht am Nil. Proteste gegen den Sturz des islamistischen Staatsoberhauptes liess die Armeeführung blutig niederschlagen.

Mursis Präsidentschaft war geprägt von Konflikten mit dem Militär, mit der Justiz und mit der Revolutionsjugend, die die Revolte gegen Mubarak getragen hatte. Er selbst strahlte wenig Charisma aus und galt als treuer Bürokrat der Muslimbrüder. Mursi schaffte es vor allem nicht, Vertrauen zu nicht-islamistischen Gruppen aufzubauen. Diese lehnten eine Zusammenarbeit mit ihm ab, obwohl ihn viele 2012 in der Stichwahl um das Präsidentenamt unterstützt hatten.

Gleichzeitig arbeiteten aber auch viele Staatsorgane gegen ihn und versuchten, seine Herrschaft zu untergraben. Vor allem in der Justiz traf er auf starken Widerstand. Die Richter legten aus Protest zeitweise ihre Arbeit nieder. Anhänger der Islamisten sprachen von alten Seilschaften aus Zeiten der Mubarak-Herrschaft. Mursi entliess zwar im August den Armeechef und Verteidigungsminister Mohammed Hussein Tantawi sowie den Generalstabschef Sami Anan, konnte aber das Militär, den eigentlichen Herrscher Ägyptens, nicht entmachten.

Mursis Karriere war typisch für die eines Muslimbruders. Er wurde 1951 in einem Dorf der Provinz Scharkija als Sohn eines Bauern geboren. Einen Teil seiner akademischen Laufbahn absolvierte er in den USA. Als Maschinenbau-Ingenieur gelang ihm ein sozialer Aufstieg. 2012 trat er für die Muslimbrüder jedoch nur als Ersatzkandidat an, weil die Wahlkommission den eigentlichen Favoriten der Organisation aus formalen Gründen von der Wahl ausgeschlossen hatte.

Seine Anhänger sahen in ihm bis zu seinem Tod den rechtmässigen Präsidenten des Landes. Sein Sturz nach dem Putsch symbolisiert auch den Niedergang der Muslimbrüder. Mursi wurde Dauergast als Angeklagter vor Gericht und mehrfach zu langen Haftstrafen verurteilt. Vorgeworfen wurde ihm unter anderem die Tötung von Demonstranten bei Protesten gegen seine Herrschaft und angebliche Spionage für Katar. Wegen eines Gefängnisausbruchs erhielt er zunächst sogar die Todesstrafe, die später jedoch in eine langjährige Haftstrafe umgewandelt wurde. Bis zu seinem Tod sass Mursi im Gefängnis.

Wie ihm erging es vielen Muslimbrüdern. Unter Führung des autoritären Herrschers Al-Sisi stufte die Regierung die Muslimbrüder als Terrororganisation ein und verfolgt sie bis heute mit harter Hand. Tausende Anhänger der Islamisten sitzen im Gefängnis, viele wurden trotz internationalen Protests zum Tode verurteilt.

Als einer der ersten internationalen Staatsführer kondolierte der Emir von Katar, Tamim bin Hamad Al Thani - ein Verbündeter der Muslimbrüder und Erzfeind der jetzigen ägyptischen Führung. Auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan drückte sein Bedauern über den Tod des früheren ägyptischen Staatschefs aus.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) beklagte, Mursis plötzlicher Tod sei angesichts der schlechten Haftbedingungen vorhersehbar gewesen. Die ägyptische Regierung habe es unterlassen, ihm eine angemessene medizinische Versorgung zu gewähren, erklärte die HRW-Nahost-Direktorin Sarah Leah Whitson über Twitter./jku/DP/fba

(AWP)

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Französischer Milliardär

Französischer Milliardär kauft Sotheby's

Der französisch-israelische Milliardär Patrick Drahi fügt das Auktionshaus Sotheby's zu seiner Sammlung hinzu.

17.06.2019 18:45

Drahi übernimmt Sotheby's für 3,7 Milliarden Dollar, wie das Auktionshaus am Montag mitteilte. Mit 57 Dollar je Aktie zahlt er einen Aufschlag von 61 Prozent auf den Schlusskurs vom Freitag. Nach 31 Jahren an der New Yorker Börse soll Sotheby's von den Kurszetteln verschwinden. Drahi, der den Telekom- und Medienkonzern Altice kontrolliert, gehört laut Forbes zu den 200 reichsten Menschen der Welt.

"Ich fühle mich geehrt, dass das Board von Sotheby's mein Angebot empfohlen hat", sagte Drahi, der sich als langjähriger Kunde des Auktionshauses bezeichnete. Mit Drahi als Eigentümer werde Sotheby's über Jahrzehnte in exzellenten Händen sein, sagt Sotheby's-Chef Tad Smith.

Ein Stück Kunstgeschichte

Sotheby's gehört wie die ebenfalls weltbekannte Konkurrenz von Cristie's zur Top-Liga der Auktionshäuser und veranstaltet jährlich rund 300 Auktionen weltweit. Gegründet wurde Sotheby's 1744 in London und expandierte im 20. Jahrhundert in die USA, und Asien. Zu den bekanntesten Kunstwerken, die bei Sotheby's unter den Hammer kamen, sind Stücke aus der privaten Sammlung des US-Pop-Art-Künstlers Andy Warhol und "Der Schrei" von Edvard Munch, der 2012 für rund 120 Millionen Dollar den Besitzer wechselte.

International Aufmerksamkeit zog die Versteigerung des Bildes "Girl with Balloon" des britischen Streetart-Künstlers Banksy im vergangenen Oktober auf sich. Unmittelbar nach der Versteigerung für umgerechnet rund 1,2 Millionen Euro wurde das Bild durch einen im Rahmen eingebauten Schredder zum Teil zerstört. Dieser Mechanismus war vom Künstler so vorgesehen, der Öffentlichkeit und dem Auktionshaus vorher jedoch nicht bekannt. Die Käuferin übernahm das Bild trotzdem.

(Reuters)

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Wie Shaquille O’Neal sein

Wie Shaquille O’Neal sein Vermögen vervierfacht hat

Shaquille O’Neal hat als Basketball-Spieler ein hübsches Vermögen angehäuft. Doch nun beweist er auch als Investor ein goldenes Händchen - dank einer Strategie, die er von Amazon-Gründer Jeff Bezos abgeschaut hat.

https://www.cash.ch/news/top-news/inspiriert-von-jeff-bezos-wie-shaquille-oneal-sein-vermoegen-vervierfacht-hat-1366104

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Umfassende Technik-Probe am

Umfassende Technik-Probe am Flughafen BER startet

Mehr als sieben Jahre nach der ursprünglich geplanten Eröffnung des Hauptstadtflughafens BER werden an der Dauerbaustelle erstmals wichtige Technik-Anlagen gemeinsam getestet. Die Prüfung ist eine Voraussetzung für die Abnahme des Airports durch die Baubehörde. Die Anlagen befinden sich im Hauptterminal. Am Montag starten die Tests, wie die Flughafengesellschaft ankündigte. Die Eröffnung des Flughafens in Schönefeld bei Berlin ist nun für Oktober 2020 geplant.

29.07.2019 06:37

Für die sogenannten Wirk-Prinzip-Prüfungen (WPP) ist den Angaben zufolge der TÜV zuständig. Angesetzt dafür seien 40 Arbeitstage beziehungsweise zwei Monate. Dabei wird getestet, ob die Anlagengruppen im Zusammenspiel funktionieren. Dazu zählen zum Beispiel die Brandmelde- und Alarmierungsanlagen und die Sicherheitsstromversorgung. Davor waren die Anlagen nur einzeln geprüft worden.

"Der Beginn der übergeordneten Wirk-Prinzip-Prüfungen noch im Juli bestätigt unseren Terminplan bis zur Eröffnung des BER im Oktober 2020", hatte Flughafen-Chef Engelbert Lütke Daldrup bei der Ankündigung der Prüfungen mitgeteilt.

Ursprünglich war die Eröffnung des Airports für den Herbst 2011 geplant gewesen. Baumängel, Technikprobleme und Planungsfehler verzögerten jedoch das Vorhaben. Sechsmal wurde der Eröffnungstermin bereits verschoben.

Zuletzt waren erneut Zweifel aufgekommen, ob er dieses Mal eingehalten werden kann. Es gab kritische Stimmen wegen der Verwendung von Dübeln bei Kabelfestigungen, die aber noch nicht zugelassen waren. Im Juni war auch ein Brief von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer bekannt geworden, in dem dieser Zweifel am geplanten Eröffnungstermin äusserte. Der CSU-Politiker verwies auf schrumpfende Puffer im Zeitplan.

Der Bund hält 26 Prozent an der Flughafengesellschaft, den Rest teilen sich die Länder Berlin und Brandenburg./maa/rin/DP/zb

(AWP)

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Deutsche Versicherer erwägen

Deutsche Versicherer erwägen Lagerung von Kundengeld in Tresoren

Versicherungsgesellschaften in Deutschland erwägen, angesichts der niedrigen Zinsen das Geld der Kunden in ihren Tresoren zu bunkern.

11.08.2019 14:30

"Je niedriger die Zinsen sind, desto attraktiver wird es, Geld in Tresoren zu lagern", sagte der Chefvolkswirt des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft, Klaus Wiener, dem Berliner "Tagesspiegel" (Montag). "Einige Versicherer schauen sich das derzeit sehr genau an", berichtete Wiener. "Wenn die Zinsen weiter sinken und man das Bargeld nicht verbietet, ist es für die Versicherer zunehmend attraktiv, Geld in den Tresor zu legen."

Die Versicherer gehören zu den grössten Anlegern am Kapitalmarkt. Angesichts der niedrigen Zinsen wird die Kapitalanlage immer schwieriger. Für überschüssige Liquidität, die Banken bei der Europäischen Zentralbank parken, verlangt die Notenbank Strafzinsen.

Entsprechend müssen auch Anleger für hohe Summe bei kürzeren Laufzeiten bei ihrer Bank draufzahlen. Bundesanleihen haben ebenfalls negative Renditen, als Folge der hohen Nachfrage nach diesen Wertpapieren. "Kaum ein deutscher Versicherer kauft mehr Bundesanleihen", sagte Wiener.

(AWP)

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Höchstgeschwindigkeit 412 kmh, von 0 auf 100 in 1,97 Sek

Das schnellste Auto der Welt – und das ausschliesslich mit Batterieantrieb.

Porsche plant eine enge Zusammenarbeit.

https://www.cash.ch/comment/677057#comment-677057

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

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Zerstörerischer Hurrikan

Zerstörerischer Hurrikan 'Dorian' erreicht die Bahamas

Der hochgefährliche Hurrikan "Dorian" ist mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 295 Kilometern pro Stunde auf die Bahamas getroffen. Die Situation sei lebensbedrohlich, warnte das Nationale Hurrikan-Zentrum in Miami am Sonntag. Es drohten Flutwellen von bis zu sieben Meter Höhe, hiess es weiter. Das Zentrum des Sturms kam demnach am Sonntagnachmittag auf der nördlichen Insel Abacos an. Dort sei "extreme Zerstörung" zu befürchten, hiess es.

01.09.2019 20:01

"Dorian" ist ein "katastrophaler" Hurrikan der Stufe fünf von fünf. Es ist der gewaltigste Hurrikan, der die Bahamas seit Beginn der modernen Aufzeichnungen je getroffen hat, erklärte das US-Hurrikan-Zentrum. Die Behörden der südöstlich von Florida gelegenen Inselgruppe mit knapp 400 000 Einwohnern hatten die Bürger zuvor aufgerufen, sich in Notunterkünfte und höherliegende Orte zu begeben. Das Zentrum des Hurrikans bewegte sich nur langsam nach Westen, weswegen es voraussichtlich bis Montag über der Inselgruppe toben und schwere Schäden anrichten könnte.

Der Sturm sollte sich nach bisherigen Prognosen am Montag leicht abschwächen und in der Nacht zum Dienstag unmittelbar vor der Ostküste Floridas nördlich abdrehen. Die US-Bundesstaaten Florida, Georgia und South Carolina haben bereits den Notstand ausgerufen./jbz/DP/fba

(AWP)

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Trump ist ohne Kreditkarte,

Trump ist ohne Kreditkarte, aber mit losen Geldscheinen unterwegs

US-Präsident Donald Trump ist offenbar kein Bargeldabschaffer: Er ist stets ohne Kreditkarte unterwegs - hat aber ein paar Geldscheine lose in der Hosentasche.

19.09.2019 23:24

´Diese "Enthüllung" machte der Staatschef, nachdem auf der Gangway des Präsidentenflugzeugs auf einmal 20-Dollar-Scheine um ihn herumflogen. Von Journalisten dazu befragt, sagte er: "Ich habe kein Portemonnaie, weil ich schon seit langem keine Kreditkarte mehr benutze."

Im Gegenzug habe er aber gern ein bisschen Bargeld bei sich, führte der mit Immobiliengeschäften zu Reichtum gekommene Präsident weiter aus. "Ich liebe es zum Beispiel, in Hotels Trinkgeld zu geben. Vielleicht sollte ein Präsident das nicht machen, aber ich lasse gern ein Trinkgeld da."

(SDA/cash)

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Wegen Rezessionsangst:

Wegen Rezessionsangst: Reichste Familien der Welt horten ihr Geld

Unter den sehr vermögenden Anlegern herrscht derzeit mit Blick auf die Aktienmärkte mehr Vorsicht und Angst.

30.09.2019 00:48

Rick Stone, ein ehemaliger Partner von Cadwalader, Wickersham & Taft, erwartet schwierige Zeiten für Family Offices bei ihren Anlagebestrebungen. Der Leiter des Stone Family Office bezweifelt, dass der Anleihemarkt in den nächsten zehn Jahren eine Realrendite einbringen wird. Bei den Aktienmärkten erwartet er einen erheblichen Rückschlag und eine anschließende Stagnation. Auch dürfte weiterhin zu viel Risikokapital und Private-Equity-Geld auf der Jagd nach zu wenigen Anlagemöglichkeiten sein.

“Für Family Offices sind es sehr schwierige Zeiten für die Allokation von Geldern”, sagte der 60-jährige Stone, dessen anfänglicher Reichtum aus den Provisionen für Sammelklagen kam.

Stone hat einen guten Überblick über das Geschehen, da er die zweimonatlichen Treffen der Palm Beach Investment Research Group leitet, einem Netzwerk von 35 Family Offices. “Es gibt weniger Bereiche, in die investiert werden kann, aber viel Geld ist auf der Suche nach Anlagechancen”, sagte er.

Diese Sicht der Märkte wird von vielen der 360 globalen Single- und Multi-Family-Offices geteilt, die für den UBS Global Family Office Report 2019 befragt wurden, der in Zusammenarbeit mit Campden Research erstellt und am Montag veröffentlicht wurde. Eine Mehrheit erwartet, dass die Weltwirtschaft bis 2020 in eine Rezession abgleitet, wobei der höchste Prozentsatz der pessimistischen Umfrageteilnehmer aus den Schwellenländern kommt. Rund 42% der Family Offices auf der ganzen Welt erhöhen die Liquiditätsreserven.

"Mehr Vorsicht"

“Unter den sehr vermögenden Anlegern herrscht it Blick auf die öffentlichen Aktienmärkte mehr Vorsicht und Angst”, sagte Timothy O’Hara, Präsident des Rockefeller Global Family Office. “Deswegen denken mehr Leute über private Investments, alternative Investments oder Bargeld nach.”

Jeffrey Gundlach, Chief Investment Officer von DoubleLine Capital, sagte in diesem Monat, er sehe eine Wahrscheinlichkeit von 75 Prozent für eine US-Rezession vor den Präsidentschaftswahlen im November 2020. Indes hat die Weltbank ihre weltweite Wachstumsprognose auf den niedrigsten Wert seit der Finanzkrise gesenkt.

Der Bericht von UBS/Campden bietet einen Einblick in die verschwiegene Welt der Family Offices, die sich um Vermögen, Steuerangelegenheiten und sogar den Lebensstil der Reichen kümmern.

Family Offices sind auf den globalen Finanzmärkten zu einer immer stärkeren Kraft geworden. Campden-Schätzungen zufolge verwalten solche Unternehmen rund 5,9 Billionen Dollar. Die Family Offices in der UBS-Umfrage betreuten im Durchschnitt ein Vermögen von 917 Millionen Dollar.

Die Anlageergebnisse waren durchwachsen bei den Teilnehmern der Umfrage, die zwischen Februar und März durchgeführt wurde. Laut UBS lag die durchschnittliche Family-Office-Rendite in den 12 Monaten vor der Befragung bei 5,4%. Aktien aus Industrieländern erwiesen sich als eine große Enttäuschung, sie kamen auf eine durchschnittliche Rendite von 2,1%. Die höchsten durchschnittlichen Zuwächse von 6,2% verzeichneten Family Offices in den Regionen Asien-Pazifik und den Schwellenländern, gefolgt von 5,9% in Nordamerika und 4,3% in Europa.

Star-Performer

Private Equity war unter den Anlageklassen der Star-Performer mit einer durchschnittlichen Rendite von 16% für Direktanlagen und 11% für fondsbasierte Anlagen. Auch Immobilien schnitten mit einer durchschnittlichen Rendite von 9,4% gut ab und machen nun 17% des durchschnittlichen Family-Office-Portfolios aus, ein Plus von 2,1 Prozentpunkten gegenüber der Vorjahresumfrage. Im kommenden Jahr wollen 46% der Familien mehr Geld in direkte Private-Equity-Investments stecken, wobei laut Umfrage 42% mehr in Private-Equity-Fonds und 34% mehr in Immobilien investieren wollen.

Family Offices konzentrieren sich zunehmend auch auf eine andere Art von potenziellen Störungen, die Nachfolgeplanung. In diesem Jahr gaben 54% der Befragten an, einen Nachfolgeplan zu haben, gegenüber 43% im Vorjahr.

(Bloomberg)

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Aktie mit weltbester

Aktie mit weltbester Performance bricht ein

MSCI hat Pläne zur Aufnahme einer hochschiessenden Hongkonger Aktie in seine Indizes aufgegeben. Der Grund: Bedenken hinsichtlich der Investierbarkeit. Das blieb nicht ohne Folgen für die Aktie.

21.11.2019 18:22

Diese seltene Trendwende liess den Kurs um 98 Prozent abrutschen. ArtGo Holdings hatten in diesem Jahr fast 3'800 Prozent zugelegt und damit die weltweit beste Kursentwicklung unter allen Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von mindestens 1 Milliarde Dollar aufgewiesen. Innerhalb von Minuten nach der Entscheidung von MSCI wurde der Zuwachs wieder fast vollständig ausgelöscht. Der Marmorhersteller, der auch in andere Geschäfte wie Immobilien expandiert hat, büsste mehr als 5,7 Milliarden Dollar an Marktwert ein, bevor der Handel ausgesetzt wurde.

MSCI hatte vor zwei Wochen angekündigt, ArtGo in seine Indizes aufzunehmen. Am Mittwoch erklärte der Indexbetreiber, dass dies nach "weiteren Analysen und Rückmeldungen der Marktteilnehmer zur Investierbarkeit" nicht mehr der Fall sei. Ein Sprecher von ArtGo sagte, das Unternehmen könne sich nicht umgehend dazu äussern.

Die ArtGo-Rally hatte Veteranen am lokalen Markt überrascht. Der prominente aktivistische Investor David Webb warnte im September vor einer "Blase” bei der Aktie. Sie war das jüngste Beispiel in einer Reihe von extremen und unerklärlichen Kursauschlägen in Hongkong, die den Finanzmarkt der Stadt in ein unschönes Licht gerückt hat. Einige Beobachter argumentierten daher, dass MSCI und seine Wettbewerber verhindern sollten, dass solche Aktien in Indizes aufgenommen werden, die Investments im Wert von Billionen von Dollar steuern.

"Es ist gut, dass MSCI auf die Aussagen der Marktteilnehmer hört”, sagte Daniel So, Stratege von CMB International Securities telefonisch. "Es ist positiv für die Marktgesundheit. Wenn man sich nur auf Daten wie die Marktkapitalisierung konzentriert, ist es kaum zu vermeiden, einige Titel mit Blasen in die Benchmark aufzunehmen. Es ist also gut, dass MSCI eine Fall-zu-Fall-Prüfung vornimmt."

Kritik an MSCI

MSCI wurde Anfang des Jahres dafür kritisiert, die an der Hongkonger Börse notierte China Ding Yi Feng Holding in seine Indizes aufgenommen zu haben. Das Unternehmen hatte über einen Zeitraum von fünf Jahren einen Kurssprung von 8.500 Prozent verzeichnet, obwohl wiederholt operative Verluste gemeldet wurden. Später setzte Hongkongs Wertpapieraufsichtsbehörde den Handel aus und erklärte, sie untersuche verdächtige Transaktionen bei DYF, nachdem dessen Preis auf ein "irrational hohes" Niveau gestiegen war.

Zu der Zeit gab MSCI an, bei der Auswahl der Unternehmen für ihre Indizes quantitative Kriterien wie Marktwert, Streubesitz und Liquidität zu verwenden und keine Beurteilungen über Rentabilität, Wachstumsaussichten oder "sonstige subjektive" Messgrössen vorzunehmen.

Die Indexentscheidungen von MSCI und seinen Konkurrenten haben in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung für Aktienmärkte gewonnen, dank der wachsenden Popularität von passiven Anlagestrategien. Multimilliarden-Dollar-Fonds von BlackRock, Vanguard und Northern Trust kauften die Aktien von DYF, nachdem die Titel in die MSCI-Indizes aufgenommen worden waren.

MSCI reagierte nicht umgehend auf eine Bitte um Stellungnahme zu ArtGo. FTSE Russell, der die Aktie in einem seiner China-Indizes hat, lehnte eine Stellungnahme ab, ebenso wie Sprecher der Hongkonger Börse und der Securities and Futures Commission der Stadt. Bloomberg LP, die Muttergesellschaft von Bloomberg News, konkurriert mit MSCI und anderen Unternehmen, da sie Indizes erstellt und Analysen für Aktien, Anleihen und Rohstoffe bereitstellt.

(Bloomberg)

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Das sind die 300 Reichsten in

Das sind die 300 Reichsten in der Schweiz

Die Vermögensvermehrung der 300 reichsten Personen in der Schweiz setzt sich fort. Das zeigt die neuste Ausgabe der «Bilanz».

https://www.cash.ch/news/politik/neues-bilanz-ranking-das-sind-die-300-reichsten-der-schweiz-1440490

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