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Warum es den Rentnern in der

Warum es den Rentnern in der Schweiz so gut geht

Viele Schweizer Rentner sind nicht nur länger gesund und fit, sie sind meist auch ordentlich bei Kasse. Denn es gibt zwei Typen von Pensionären – die einen konnten erben, die anderen nicht.

https://www.cash.ch/kolumne/reichtum-im-alter-warum-es-den-rentnern-der-schweiz-so-gut-geht-1576738

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USA vollziehen Austritt aus

USA vollziehen Austritt aus der Weltgesundheitsorganisation

Die USA haben ihren Austritt aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vollzogen. Eine entsprechende Erklärung sei bei UN-Generalsekretär António Guterres eingereicht worden, sagte ein hoher Regierungsbeamter am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Washington. Der Kongress war am Dienstag über den offiziellen Austritt der WHO, den US-Präsident Donald Trump Ende Mai angekündigt hatte, informiert worden, wie der führende Demokrat im Auswärtigen Ausschuss des Senats, Bob Menendez, auf Twitter mitteilte.

07.07.2020 21:04

Die Entscheidung von Trump, die Zusammenarbeit mitten in der Pandemie zu beenden, hatte weltweit Kritik ausgelöst. Trump macht der WHO schwere Vorwürfe im Umgang mit der Pandemie: Er beschuldigt die UN-Sonderorganisation, zu spät über die Gefahr des Coronavirus informiert zu haben und unter der Kontrolle der Regierung in Peking zu stehen.

Mehrfach verwies er darauf, dass die USA mehr Geld an die Organisation zahlten als China. Er machte die in Genf ansässige Organisation mitverantwortlich für die hohe Anzahl der Toten. Die WHO habe sich zudem notwendigen Reformen verschlossen. Der US-Präsident beschuldigt zudem China, die weltweite Verbreitung des Coronavirus nicht verhindert zu haben, und droht mit Konsequenzen.

Trump hatte die WHO-Beiträge bereits im April eingefroren und damit international Kritik auf sich gezogen. Die USA waren bislang wichtigster Geldgeber. In diesem Jahr sollten die Beiträge eigentlich knapp 116 Millionen Dollar betragen.

Trump steht in der Corona-Krise selbst schwer unter Druck. Der Republikaner hatte die Gefahr lange heruntergespielt. Kritiker werfen ihm vor, mit seinem Feldzug gegen die WHO und China von eigenen Versäumnissen ablenken zu wollen. Insgesamt sind in den USA nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität mehr als 130 000 Menschen infolge einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben, fast drei Millionen Infektionen wurden bereits nachgewiesen./lkl/DP/fba

(AWP)

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Wenige Monate vor den Wahlen:

Wenige Monate vor den Wahlen: Trump wechselt Wahlkampfmanager aus

Nur gut drei Monate vor der US-Wahl hat Präsident Donald Trump seinen Wahlkampfmanager ausgewechselt.

16.07.2020 06:39

Bill Stepien werde die Leitung der Kampagne übernehmen, der bisherige Chef Brad Parscale werde sich weiter um Digitales und soziale Netzwerke kümmern, erklärte Trump am Mittwochabend (Ortszeit) über Twitter. Beide hätten seit Jahren gut für ihn gearbeitet, erklärte er weiter.

Der überraschende Personalwechsel dürfte auch mit den zuletzt für den Republikaner Trump sehr schlechten Umfragewerten zusammenhängen. Jüngste Erhebungen geben dem designierten Kandidaten der Demokraten, Joe Biden, einen sehr soliden Vorsprung. Bis zur Wahl am 3. November sind es aber noch gut drei Monate, was noch viel Raum für Überraschungen lässt. Umfragen zeigen unterdessen, dass eine Mehrheit der Wähler nicht von Trumps Umgang mit der Coronavirus-Pandemie beeindruckt ist. Die Pandemie ist in den USA weiter ausser Kontrolle - und eine Besserung scheint bei derzeit täglich Zehntausenden Neuinfektionen pro Tag bis auf Weiteres auch nicht in Sicht.

Trump weist die schlechten Umfragewerte zurück. Er verweist darauf, dass Umfragen 2016 einen Sieg seiner damaligen Gegnerin Hillary Clinton prognostizierten - und damit falsch lagen. In seinem Tweet erklärte er, der Sieg in diesem Jahr sollte einfacher sein als jener vor vier Jahren, "weil unsere Umfragewerte schnell ansteigen".

Das deckt sich allerdings nicht mit den öffentlich bekannten Umfragen, die Biden deutlich in Führung sehen, wie ein Überblick auf der Webseite RealClearPolitics zeigt. In einem von der Webseite FiveThirthyEight errechneten Durchschnitt landesweiter Umfragen etwa liegt Biden bei 50,3 Prozent, Trump bei 41,2 Prozent der Stimmen.

US-Medienberichten zufolge machte Trump seinen bisherigen Wahlkampfmanager Parscale für die gescheiterte Kundgebung im Bundesstaat Oklahoma im Juni verantwortlich. Es sollte Trumps erste grosse Veranstaltung seit der Zuspitzung der Corona-Pandemie in den USA sein. Trump zufolge wollten trotz des Corona-Risikos bis zu eine Million Menschen an der Veranstaltung teilnehmen. Neben dem gemieteten Stadion wurde auch ein Aussenbereich mit Bühne errichtet. Letztlich blieben jedoch sogar in der Sporthalle Tausende Sitze frei.

Eine weitere Grossveranstaltung, die ursprünglich fürs vergangene Wochenende im Freien im Staat New Hampshire geplant gewesen war, wurde mit Blick auf zu befürchtendes schlechtes Wetter abgesagt.

(AWP)

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Konkursfirmen zahlen Chefs

Konkursfirmen zahlen Chefs Millionen

J.C. Penney: 10 Millionen Dollar. Chesapeake Energy: 25 Millionen. Hertz: 1,5 Millionen. So viel wurde Managern Wochen oder sogar nur Tage vor der Insolvenz an Boni versprochen.

16.07.2020 20:30

Von rund hundert grösseren amerikanischen Firmen, die seit Beginn des Coronavirus-Shutdowns Konkurs angemeldet haben, sagten 19 ihren Managern insgesamt 131 Millionen Dollar zu. Die Zahl dürfte noch steigen, während sich die Pandemie ausweitet und die Arbeitslosigkeit in den USA dramatisch steigt.

Managementteams bei der Stange halten

Die Unternehmen argumentieren, dass sie ihre Managementteams bei der Stange halten müssen, um die Firmen - unterstützt von Beratern - durch die Krise zu führen. Dabei nehmen sie in Kauf, auch Führungskräfte zu belohnen, die bereits am Ruder waren, als es mit dem Geschäft abwärts ging. Den Gläubigern sind die Boni ein Dorn im Auge. Eine Handhabe haben sie dagegen allerdings nur, wenn die Zusagen nach dem Insolvenzantrag gemacht wurden.

Die Praxis ist nicht neu, wohl aber das Umfeld, in dem sie angewendet wird. Während sich die Konjunktur im Sturzflug befindet und Tausende weitere Amerikaner wegen der Insolvenz von J.C. Penney ihre Jobs verlieren dürften, ist die Zahlung von 4,5 Millionen Dollar an Chief Executive Officer Jill Soltau und Boni für andere Führungskräfte weitgehend beschlossene Sache. Fairerweise ist zu erwähnen, dass die Managerin die Leitung des Kaufhausbetreibers erst 2018 übernahm, als es für das Unternehmen bereits seit Jahrzehnten nicht gut lief.

Mitarbeitende gehen leer aus

“Wir finden das wirklich anstössig, wenn man bedenkt, was die Mitarbeiter im Durchschnitt verdienen, dass Sozialleistungen gekürzt werden und wegen der Ladenschliessungen Leute entlassen werden”, sagt Julie Farb vom Gewerkschaftsverband AFL-CIO. “Das aktuelle Covid-Umfeld verschlimmert das ganze noch.” J.C. Penney wollte sich nicht äussern.

Nach amerikanischem Recht können Gläubiger und der sogenannte U.S. Trustee, der für das Justizministerium Insolvenzen überwacht, Bonuszahlungen an Führungskräfte während des Insolvenzverfahrens anfechten - aber keine Zahlungen vor dem Insolvenzantrag. Für diesen Fall bleibt Kreditgebern nur eine kostspielige und zeitaufwändige Klage.

In den letzten Wochen habe der U.S. Trustee etwa ein Dutzend Boni als zu hoch bemängelt, zumeist aber ohne Erfolg, sagt Peter Carr, Sprecher der Institution.

Umstrittene Praxis

Hertz, der von der Pandemie schwer getroffene Autovermieter, schüttete noch am 19. Mai 1,5 Millionen Dollar an drei Spitzenmanager aus - ein Teil von insgesamt 16,2 Millionen Dollar an Boni. Drei Tage später meldete das Unternehmen Insolvenz an. Im April hatte die Firma mitgeteilt, dass sie in Nordamerika 10'000 Stellen gestrichen habe. Auf eine Anfrage reagierte Hertz nicht.

Die Telekomfirma Frontier Communications , die unter mangelnder Nachfrage nach Festnetzanschlüssen leidet, genehmigte im Februar Boni und meldete im April Konkurs an. Frontier gab keinen Kommentar dazu ab.

Auch der Öl- und Gasförderer Chesapeake zögerte nicht mit Bonuszahlungen an Manager, darunter CEO Doug Lawler, der das Unternehmen seit 2013 führt. Im Mai teilte die Firma mit, sie werde an 21 Führungskräfte 25 Millionen Dollar an Boni auszahlen, auch wenn manche Gehaltskürzungen hinnehmen mussten. Ende Juni meldete Chesapeake Insolvenz an. Das Unternehmen lehnte einen Kommentar ab.

Fokus auf die Zukunft

Befürworter dieser Praxis argumentieren, dass die Unternehmensleitung ihr Augenmerk eher darauf richten müsse, welchen Nutzen Manager im Insolvenzverfahren bringen können, als darauf, was sie in der Vergangenheit geleistet haben. Das Board brauche Leute, “die das Geschäft kennen, die das Vermögen des Unternehmens kennen, die die Nuancen und Facetten des Geschäfts kennen und die dieses Verständnis und Wissen nutzen können, um in Zukunft Wert zu schaffen”, sagt Ian Keas von Pearl Meyer, einer Beratungsfirma für Managervergütung.

Die Gegner hingegen bemängeln nicht nur das Timing. In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit, stagnierender Löhne und hoher Gesundheitsrisiken für viele schlechtbezahlte Arbeiter stünden solche Boni den Unternehmen schlecht zu Gesicht. Es gehe nicht nur darum, Gäubiger zu schützen, sondern auch um Fairness gegenüber den Mitarbeitern.

Und schliesslich sollten Führungskräfte, die ein Unternehmen in die Insolvenz geführt haben, dafür nicht auch noch belohnt werden, meint Nell Minow von ValueEdge Advisors, einer Aktionärsberatungsfirma. “Es wird mit Stabilität und Kontinuität argumentiert”, erklärt sie. “Aber wenn ein Unternehmen in die Insolvenz geht, sollten Stabilität und Kontinuität vielleicht nicht gerade im Vordergrund stehen. Vielleicht sollte man eher die Strategie überdenken.”

(Bloomberg)

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Trump lässt offen, ob er eine

Trump lässt offen, ob er eine Wahlniederlage akzeptieren würde

US-Präsident Donald Trump will eine Niederlage bei der Wahl im November womöglich nicht akzeptieren.

19.07.2020 17:17

Auf die Frage, ob er den Ausgang des Wahlergebnisses zugunsten seines Herausforderers Joe Biden akzeptieren würde, sagte Trump in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview mit Fox News: "Das muss ich sehen. Ich sage jetzt nicht einfach ja." Er fügte hinzu: "Ich werde es Ihnen sagen, wenn die Zeit gekommen ist."

Der Republikaner lehnte zudem eine Abstimmung vor allem per Briefwahl trotz der anhaltenden Corona-Pandemie ab. Im Gespräch mit Fox News wiederholte er seine Ansicht, dass eine Zunahme der Briefwahl "die Wahl manipulieren" werde.

 

Präsidentenwahlen USA - Warum Trump trotz allem noch gewinnen kann – und was der S&P 500 damit zu tun hat https://t.co/Xc0KQK4b8O pic.twitter.com/JctzdPZzUr

— cash (@cashch) July 16, 2020

 

Konkrete Belege dafür hat er bislang nicht vorgelegt. Die Demokraten werfen Trump vor, dass er sich mit seinen düsteren Warnungen eine Rechtfertigung schaffen will, um das Ergebnis der Präsidentschaftswahl am 3. November nicht anzuerkennen. Die Demokraten wiederum schätzen die Briefwahl als Option, weil damit möglicherweise mehr ihrer Anhänger abstimmen werden.

In den USA ist es in der jüngeren Geschichte nie vorgekommen, dass sich ein Präsident geweigert hat, nach einer Wahlniederlage abzutreten - selbst bei knappem Wahlausgang. Es ist daher auch nicht klar, was in einem solchen Fall passieren würde. Umfragen sehen Biden, den designierten Präsidentschaftskandidaten der Demokraten, derzeit deutlich in Führung vor Trump. Bis zur Wahl sind es aber noch gut drei Monate - und Umfragen lagen auch vor Trumps Sieg 2016 falsch.

(AWP)

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Trump-Vorstoss zu möglicher

Trump-Vorstoss zu möglicher Wahl-Verschiebung stösst auf Widerstand

US-Präsident Donald Trump ist mit seinem Vorstoss zu einer möglichen Verschiebung der Wahl im November auf Widerstand auch in seiner eigenen republikanischen Partei gestossen.

31.07.2020 06:31

 "Niemals in der Geschichte dieses Landes, durch Kriege, Depressionen und den Bürgerkrieg hindurch, haben wir jemals eine vom Bund geplante Wahl nicht pünktlich abgehalten", sagte der Mehrheitsführer von Trumps Republikanern im US-Senat, Mitch McConnell, am Donnerstag (Ortszeit) dem lokalen Sender WNKY in seinem Heimat-Bundesstaat Kentucky. Die Wahl werde wie geplant am 3. November stattfinden.

Die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, verwies auf Twitter auf die US-Verfassung, wonach der Kongress für den Wahltermin zuständig ist. Der demokratische Senator Tom Udall schrieb auf Twitter, es gebe keine Möglichkeit, dass Trump das Datum verschieben könne. Der Präsident wolle damit nur von seiner "Inkompetenz" in der Corona-Krise ablenken. Die Tatsache, dass Trump eine Verschiebung überhaupt ins Spiel bringe, sei allerdings ein ernster Angriff auf den demokratischen Prozess.

Trump hatte am Donnerstag mit Blick auf den von ihm befürchteten Wahlbetrug durch eine Zunahme der Briefwahl infolge der Corona-Pandemie auf Twitter geschrieben: "Die Wahl hinausschieben, bis die Menschen ordentlich, sorgenfrei und sicher wählen können???" Er schrieb später, Wahlergebnisse müssten in der Nacht vorliegen, "nicht Tage, Monate oder sogar Jahre später!" Wegen der in der Corona-Krise verbreiteten Briefwahl wird befürchtet, dass sich ein Ergebnis verzögern könnte. In manchen Bundesstaaten genügt es, die Briefwahl-Unterlagen am Wahltag abzusenden.

Bei einer Pressekonferenz im Weissen Haus sagte Trump am Donnerstagabend (Ortszeit), er wolle keine Verschiebung. "Aber ich will auch nicht drei Monate warten müssen und dann herausfinden, dass alle Wahlzettel fehlen und die Wahl bedeutungslos ist." Er warnte, die USA könnten "zum Gespött der ganzen Welt" werden.

Trumps Vorstoss erfolgte kurz nach Bekanntgabe historisch schlechter Konjunkturdaten für das zweite Quartal. Infolge der Corona-Krise ist die US-Wirtschaft in einem noch nie dagewesenen Ausmass eingebrochen, wie am Donnerstag verkündet wurde. Die Pandemie hat Trump seines wichtigsten Arguments für die Wiederwahl beraubt: eine boomende Wirtschaft. Am Mittwoch hatte es bereits eine andere Hiobsbotschaft gegeben. Seit Beginn der Corona-Pandemie starben im Zusammenhang mit der Krankheit Covid-19 bereits mehr als 150 000 Menschen in den USA.

"Wir sind eine Demokratie, keine Diktatur"

Die Bürgerrechtsorganisation ACLU teilte mit: "Wir sind eine Demokratie, keine Diktatur. Die Verfassung ermächtigt den Kongress, ein Wahldatum festzulegen, und der Kongress hat dieses Datum für November festgelegt. Nichts, was Präsident Trump sagt, tut oder twittert kann diese Tatsache ändern." Der Historiker und Präsidentschaftsexperte Michael Beschloss schrieb auf Twitter, niemals in der Geschichte der USA - auch nicht im Bürgerkrieg oder im Zweiten Weltkrieg - habe es einen erfolgreichen Vorstoss gegeben, die Präsidentschaftswahl zu verschieben.

Die Hürden für eine Verschiebung der Präsidentenwahl am 3. November sind extrem hoch, weil der Termin seit 1845 gesetzlich festgeschrieben ist. Nötig wäre eine Änderung durch den US-Kongress, die noch dazu vor Gerichten angefochten werden könnte. Ausserdem wären auf diesem Weg nur einige Wochen zu gewinnen. Denn der weitere Zeitplan ist in der Verfassung festgeschrieben und damit noch starrer: der Starttermin für den neuen Kongress am 3. Januar und der Amtsantritt des Präsidenten am 20. Januar. Eine Verschiebung erscheint daher höchst unwahrscheinlich.

In Umfragen liegt Trump derzeit deutlich hinter dem designierten Präsidentschaftskandidaten der US-Demokraten, Joe Biden. Auch wenn man diese Ergebnisse wegen des komplizierten Wahlsystems und zudem drei Monate vor der Wahl mit äusserster Vorsicht geniessen muss: Trump steht unter Druck.

In seinem Tweet wiederholte Trump seine Befürchtung, dass eine starke Zunahme der Briefwahl zur "betrügerischsten Wahl" der Geschichte führen könnte. "Es wird eine grosse Blamage für die USA", schrieb er. Trump hat für seine Befürchtung eines Wahlbetrugs bislang keine Belege geliefert, äussert aber immer wieder Bedenken. Die meisten Wahlexperten gehen davon aus, dass Briefwahl im Grundsatz sicher ist - auch wenn eine Änderung des Wahlmodus wegen der Pandemie nur wenige Monate vor der Abstimmung eine grosse Herausforderung darstellt.

Die Demokraten wiederum schätzen die Briefwahl als Option, weil damit möglicherweise mehr ihrer Anhänger abstimmen werden und dies zudem in der Pandemie das Gesundheitsrisiko verringern würde. Die Demokraten werfen Trump vor, dass er sich mit seinen düsteren Warnungen eine Rechtfertigung schaffen will, um das Ergebnis der Präsidentschaftswahl am 3. November nicht anzuerkennen. In einem Interview hatte Trump kürzlich offengelassen, ob er eine Wahlniederlage akzeptieren würde.

Im April hatte Trump Spekulationen seines Rivalen Biden über eine mögliche Verschiebung des Termins noch entschieden zurückgewiesen. "Ich habe nie auch nur daran gedacht, den Wahltermin zu verschieben", sagte Trump damals und sprach von "erfundener Propaganda". Der 3. November - der geplante Wahltermin - sei ein gutes Datum. Biden hatte nach Angaben von Journalisten gesagt, Trump wolle den Wahltermin nach hinten verschieben, weil er denke, dass er nur so gewinnen könne.

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