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Fifa-Prozess:

Fifa-Prozess: Bundesanwaltschaft rekurriert gegen Freispruch von PSG-Präsident

Die Bundesanwaltschaft (BA) rekurriert gegen den Freispruch des PSG-Präsidenten und Medienmoguls Nasser Al-Khelaifi durch das Bundesstrafgericht im Fifa-Prozess vom Oktober. Auch mit dem Strafmass für den ehemaligen Fifa-Generalsekretär Jérôme Valcke ist die BA nicht einverstanden.

16.02.2021 21:40

Nach dem Erhalt des schriftlichen Urteils im Januar reichte die BA im Februar Rekurs ein, wie sie am Dienstagabend einen Bericht der französischen Sport-Tageszeitung "L'Equipe" gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bestätigte.

Sie fordert Korrekturen der erstinstanzlichen Urteile gegen die drei Angeklagten in dem Verfahren. Wie die Bundesanwaltschaft beifügte, ist die Berufungskammer des Bundesstrafgerichts für alles weitere zuständig.

Bedingte Geldstrafe

Al-Khelaifi, Valcke und ein mitbeschuldigter griechischer Geschäftsmann standen wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung in Zusammenhang mit der Vergabe von Fernsehrechten vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona. Valcke als einstige Nummer zwei des Weltfussballverbands wurde wegen Urkundenfälschung zu einer bedingten Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu 200 Franken verurteilt.

Er hatte Fifa-Konten frisiert, um Zahlungen des Griechen von 1,25 Millionen Franken zu verschleiern. Vom Vorwurf der ungetreuen Geschäftsbesorgung sprach ihn das Bundesstrafgericht frei.

Deshalb wurde auch Nasser Al-Khelaifi, Präsident des Fussballklubs Paris-St-Germain und Besitzer der Mediengruppe Bein Media, von der Anklage der Anstiftung zur ungetreuen Geschäftsbesorgung freigesprochen. Auch der Grieche wurde freigesprochen. Die beiden müssen allerdings die Gerichtskosten tragen.

Die Bundesanwaltschaft hatte für Valcke eine teilbedingte Freiheitsstrafe von 36 Monaten gefordert. Gegen Al-Khelaifi lautete der Strafantrag auf 28 Monate teilbedingt und gegen den abwesenden Griechen auf 30 Monate teilbedingt.

Erster Prozess platzt

Der sogenannte zweite Fifa-Prozess war Teil einer langen Reihe von Skandalen innerhalb des Weltverbands. Konkret ging es um die Vergabe von Fernsehrechten an mehreren Weltmeisterschaften und anderen Wettbewerben an Medienkonzerne, die von Al-Khelaifi und dem abwesenden Geschäftsmann vertreten wurden.

Im ersten Prozess, im sogenannten Sommermärchen-Prozess gegen die ehemaligen deutschen Fussballfunktionäre Theo Zwanziger und Horst R. Schmidt, den früheren DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach sowie den Ex-Fifa-Generalsekretär Urs Linsi, konnte bis zum Ablauf der Verjährungsfrist im März 2020 kein Urteil gefällt werden.

(AWP)

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Wintersturm in den USA:

Wintersturm in den USA: Millionen weiter ohne Strom und mehrere Tote

Nach einem heftigen Wintersturm in Teilen der USA müssen Millionen Menschen weiter bei eisigen Temperaturen ohne Strom ausharren. In der zweiten Nacht in Folge war Texas mit rund drei Millionen Haushalten der am stärksten betroffene Bundesstaat, wie aus Daten der Webseite "poweroutage.us" am Mittwochmorgen (MEZ) hervorging. Das ungewöhnlich kalte Winterwetter hatte im Süden und Osten des Landes zu Überlastungen des Stromnetzes geführt. Die "Washington Post" berichtete, seit Sonntag seien mindestens 14 Menschen im Zusammenhang mit dem Unwetter ums Leben gekommen.

17.02.2021 12:25

Das Weisse Haus teilte mit, US-Präsident Joe Biden habe mit den Gouverneuren der betroffenen Staaten wie Texas, Louisiana und Kentucky über das "extreme Winterwetter" gesprochen. Die Regierung werde alle verfügbaren Ressourcen einsetzen, um den Menschen zu helfen, "diesen historischen Sturm" zu überstehen. Der Gouverneur von Texas, der Republikaner Greg Abbott, forderte eine Untersuchung zu den Ursachen für die Stromausfälle.

Die Gesundheitsbehörde CDC erwartet Medienberichten zufolge für die kommenden Tage "weitflächige" Verzögerungen bei der Auslieferung von Corona-Impfdosen. Der Sturm habe den Betrieb von mindestens jeweils einem Logistikzentrum in Tennessee und Kentucky beeinträchtigt, über die mehrere Bundesstaaten mit Vakzinen beliefert würden. Es blieb jedoch zunächst unklar, wie viele Impfstoffdosen betroffen sind.

Um sich trotz der Stromausfälle bei der Eiseskälte warm zu halten, greifen Bewohner vielerorts zu ungewöhnlichen Methoden - teils mit gefährlichen Auswirkungen. So starben in der texanischen Stadt Houston eine Frau und ein Mädchen an einer Kohlenmonoxidvergiftung: Nach Angaben der Polizei hatten sie den Motor eines Autos in einer am Haus angeschlossenen Garage laufen lassen, um Wärme zu erzeugen.

Allein im bevölkerungsreichsten Bezirk von Texas, Harris County, seien seit Montag mehr als 300 Fälle von Kohlenmonoxidvergiftungen gemeldet worden, berichtete der "Houston Chronicle". Die Gesundheitsbehörde des südlichen Bundesstaates warnte davor, elektrische Generatoren, Grillgeräte, Campingkocher und andere für den Aussenbetrieb vorgesehene Geräte zu diesem Zweck im Haus zu benutzen.

Kunden sollten sich darauf einstellen, dass die Versorgung möglicherweise über Dienstagabend hinaus unterbrochen sein könnte, teilte das Elektrizitätswerk in der Stadt Austin auf Twitter mit. Kontrollierte Unterbrechungen der Stromversorgung seien derzeit die "Ultima Ratio", um die Zuverlässigkeit des gesamten Stromnetzes zu erhalten, erklärte der Stromnetzbetreiber Southwest Power Pool, der für 14 Bundesstaaten zuständig ist.

Nach Räumungsarbeiten öffnete der Flughafen in Houston nach eigenen Angaben am Dienstagabend seine Hauptlandebahn. Allein in Houston und Dallas fielen am selben Tag Hunderte Flüge aus. In Austin sollte der Flugbetrieb ab Mittwochmittag wieder aufgenommen werden.

Aus Wettersicht gab es zunächst keine Entwarnung: Ein weiterer Wintersturm soll nach Behördenangaben bis Donnerstag erneut schwere Schneefälle und Eis in die Region bringen./lkl/DP/men

(AWP)

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Gamestop-Hype: Youtube-Star

Gamestop-Hype: Youtube-Star «Roaring Kitty» vor Anhörung verklagt

Die Kurskapriolen bei Aktien des Videospielhändlers Gamestop und anderer US-Unternehmen ziehen weitere Rechtskonflikte nach sich.

18.02.2021 06:43

Mit dem Youtuber "Roaring Kitty" geriet nun eine treibende Kraft der Anleger-Community, die Gamestop-Aktien in die Höhe trieb, ins Visier einer potenziellen Sammelklage. Dem Internetstar wird vorgeworfen, gegen Wertpapiergesetze verstossen und anderen Investoren enorme Verluste eingehandelt zu haben. Die Marktturbulenzen sollen am Donnerstag auch bei einer Anhörung im US-Kongress erörtert werden.

Keith Gill, der Mann hinter dem Youtube-Profil, sei ein lizenzierter Finanzprofi, der sich gegenüber Kleinanlegern als Amateur ausgegeben habe, um sie zum Kauf überteuerter Aktien zu bringen, heisst es in der am Dienstag in Massachusetts eingereichten Klage. Der Kläger ist ein Investor aus dem Bundesstaat Washington, der sich mit Optionen auf Gamestop-Aktien verspekulierte. Er wird durch die auf Massenverfahren spezialisierte US-Grosskanzlei Hagens Berman Sobol Shapiro vertreten.

Gill äusserte sich bislang nicht direkt zu der Klage, verteidigte sich aber bereits generell in einer vorbereiteten Stellungnahme für eine Anhörung in einem US-Kongressausschuss, die am Donnerstag zu den jüngsten Marktturbulenzen geplant ist. Er habe niemanden zum Handel mit Aktien angestiftet, um davon selbst zu profitieren, versicherte Gill. Die Vorstellung, dass er Social Media genutzt habe, um Gamestop-Aktien bei unwissenden Anlegern anzupreisen, sei "absurd".

Bei der Anhörung im Finanzausschuss des Repräsentantenhauses sollen neben Gill auch die Chefs des Wertpapier-Brokers Robinhood und der Online-Plattform Reddit, Vlad Tenev und Steve Huffman, sowie Manager der Hedgefonds Citadel und Melvin Capital Management aussagen.

Im Januar hatten sich in einem Online-Forum organisierte Hobby-Spekulanten bei Aktien von Gamestop und anderen Firmen wie der Kinokette AMC ein Kräftemessen mit einigen Hedgefonds geliefert, die auf einen Kursverfall der Titel wetteten und hohe Verluste erlitten.

Die Klage gegen Gill ist nicht der erste Rechtsstreit, den die Aktienturbulenzen nach sich ziehen. Vor allem die Tatsache, dass Robinhood und andere Broker den Handel mit den heissgelaufenen Aktien beschränkten, sorgte für viel Ärger bei Anlegern und führte ebenfalls schon zu Sammelklagen. Der Verdacht von Absprachen zwischen Hedgefonds und Wertpapierhändlern beschäftigt auch schon US-Justizbehörden. Auch die Börsenaufsicht SEC und eine Arbeitsgruppe des Finanzministeriums untersuchen die Vorgänge rund um die Aktien von Gamestop und Co.

(AWP)

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Amazon, Facebook, Google: Die

Amazon, Facebook, Google: Die Traumpaläste der Tech-Riesen

Selbst in Zeiten von Homeoffice planen Tech-Konzerne riesige Firmensitze. Macht zeigt sich auch in der Architektur.

https://www.cash.ch/news/top-news/architektur-amazon-facebook-google-die...

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Jack Ma nicht mehr reichster

Jack Ma nicht mehr reichster Chinese - TikTok-Besitzer steigt auf

Jack Ma ist einer Studie zufolge nicht mehr der reichste Chinese. Der Gründer des Online-Riesen Alibaba und des Finanzkonzerns Ant Group rutschte auf den vierten Platz ab.

02.03.2021 11:00

Dies geht aus der am Dienstag veröffentlichten "Hurun Global Rich List" - der chinesischen Version der Forbes-Liste - hervor. In den beiden Vorjahren stand Ma mit seiner Familie noch ganz oben, doch bekam er im vergangenen Jahr Ärger mit den Behörden. Neue Nummer eins ist demnach Zhong Shanshan, der den Lebensmittelkonzern Nongfu Spring und den Impfhersteller Beijing Wantai Biological Pharmacy kontrolliert. Sein Vermögen wird auf 550 Milliarden Yuan (rund 85 Milliarden Dollar) geschätzt.

Auf dem zweiten Platz folgt Pony Ma, der Hauptaktionär des Internetriesen Tencent. Er steigerte den Angaben nach sein Vermögen um 70 Prozent auf gut 74 Milliarden Dollar. Drittreichster Chinese ist Collin Huang, Gründer und Chef des E-Commerce-Unternehmens Pinduoduowie, mit einem Plus von 283 Prozent auf umgerechnet knapp 70 Milliarden Dollar.

Der Gründer von ByteDance, dem Mutterkonzern des weltweit vor allem bei jungen Leuten gefragten sozialen Netzwerks TikTok, schaffte es erstmals in die Top 5: Zhang Yimings Vermögen wird auf 54 Milliarden Dollar geschätzt.

Auch Jack Mas Vermögen wuchs, und zwar um 22 Prozent auf fast 56 Milliarden Dollar. Sein Sturz vom Thron kommt, "nachdem Chinas Regulierungsbehörden die Ant Group und Alibaba wegen kartellrechtlicher Probleme zügelten", wie es im Hurun-Bericht heisst. Ma war nach dem gescheiterten Börsengang von Ant im vergangenen Herbst von der Bildfläche verschwunden. In einer Rede hatte er damals die Aufsichtsbehörden in China kritisiert. Es gab zahlreiche Spekulationen über seinen Verbleib.

Ma meldete sich schliesslich im Januar in einem 50-sekündigen Video seiner Stiftung zu Wort, in dem er sich an Lehrer in ländlichen Gebieten wandte. Beobachter konnten nicht zuordnen, an welchem Ort das Video aufgenommen wurde. Der Clip verbreitete sich in Windeseile über den chinesischen Kurznachrichtendienst Weibo. Die Aufsichtsbehörden hatten den 37 Milliarden Dollar schweren Börsengang von Ant in Shanghai und Hongkong einen Riegel vorgeschoben. Es hätte der grösste Börsengang der Welt werden sollen.

(AWP)

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Schweizer Botschafter

Schweizer Botschafter übernimmt Vorsitz bei WTO-Schiedsgericht

Botschafter Didier Chambovey, Leiter der Ständigen Mission der Schweiz bei der Welthandelsorganisation (WTO), übernimmt ein wichtiges Mandat bei dieser Institution. Die WTO-Mitgliedstaaten übertrugen Chambovey den Vorsitz des Schiedsgerichtes.

05.03.2021 07:21

Die WTO steckt seit einigen Jahren in einer institutionellen Krise. Die USA haben unter dem ehemaligen Präsidenten Donald Trump die Ernennung von Richtern am Berufungsgericht blockiert. Trumps Nachfolge, Joe Biden, hat diese Politik fortgeführt.

Das Organ, dessen Vorsitz Chambovey übernimmt, hat den Auftrag, Beschwerden und gefällten Urteile zu bestätigen. Die neue WTO-Generaldirektorin Ngozi Okonjo-Iweala hat betont, dass sie von jedem Mitgliedstaat eine klare Haltung zur Reform der WTO erwartet.

(AWP)

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Mehrere Walliser

Mehrere Walliser Industriestandorte durch Umweltgifte belastet

Im Wallis müssen fünf Standorte saniert werden, bei denen das Grundwasser mit gesundheitsschädigenden Chemikalien belastetet ist. In Visp ist die Sanierung bereits im Gange.

18.03.2021 16:06

Als einer der ersten Kantone hat das Wallis das Grundwasser nach per- und polyfluorierten Alkylverbindungen (PFAS) untersucht. PFAS werden seit den 1970er Jahren in grossem Umfang in Produkten wie Feuerlöschschäumen, Kosmetika, Farben und Kleidung verwendet. Teilweise sind die Stoffe heute verboten.

In Visp stammt die PFAS-Belastung des Grundwassers vom ehemaligen Feuerwehrübungsplatz auf dem Lonza-Chemiestandort. Die Sanierung des Standorts begann im Jahr 2020. Der Aushub des belasteten Untergrunds soll im Frühjahr 2022 abgeschlossen sein, wie Christine Genolet-Leubin, Leiterin des Walliser Umweltdienstes, am Donnerstag der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte.

Kostspielige Angelegenheit

Die verunreinigte Erdmaterial im Umfang von 41'200 Kubikmetern wird in Österreich aufbereitet. Dies erklärt teilweise auch die Kosten für die Sanierung, die auf 25 Millionen Franken geschätzt werden.

Die Untersuchungen haben ergeben, dass vier weitere Stellen im Wallis stark belastet mit PFAS sind und ebenfalls saniert werden müssen, wie es im Communiqué des Kantons heisst. Sie befinden sich an den Industriestandorten Monthey, Collombey und Evionnaz sowie im Ausbildungszentrum des Zivilschutzes in Grône.

In Monthey seien Rückstände im Grundwasser rhoneabwärts des Chemiestandorts und in der Nähe einer Trinkwasserfassung gefunden worden, die seit zwei Jahren ausser Betrieb sei, sagte Genolet-Leubin. Der Umweltdienst habe die Errichtung einer Rückhaltesperre gefordert, um den Eintritt von PFAS in das Grundwasser so weit wie möglich zu reduzieren.

In Collombey kontaminierten PFAS das Grundwasser in der Nähe der Raffinerie, die abgebaut wird. Erste Untersuchungen hätten bereits vier Verschmutzungsquellen aufgedeckt, die mit Feuerwehreinsätzen oder Übungen in Verbindung stünden.

Wasser muss gereinigt werden

In Evionnaz wurden PFAS in Proben gefunden, die flussabwärts vom Chemiestandort genommen worden waren. Das Abpumpen und Aufbereiten des Wassers ist für August geplant. In Grône sind Untersuchungen im Gange, und zu den bereits ergriffenen Sofortmassnahmen gehört die Verwendung von PFAS-freiem Löschschaum durch die Feuerwehr bei Übungen.

Ein weiterer Standort, in Steg im Oberwallis, wird beobachtet. Zwei andere Standorte sind zwar mit PFAS belastet, aber mit Konzentrationen "deutlich unterhalb der kritischen Schwelle". 16 untersuchte Standorte sind nicht von diesen Schadstoffen betroffen.

Schwer abbaubare Umweltgifte

Die Umweltbelastung durch PFAS sei ein weltweit wachsendes Problem, betont der Kanton. Über die Anwendung und Entsorgung gelangen diese in die Umwelt und reichern sich in Pflanzen, Tieren und Menschen an. In der Umwelt und in Lebewesen bauen sie sich kaum ab und sind gesundheitsgefährdend.

Zu den PFAS zählen rund 4700 verschiedene chemische Verbindungen. Derzeit überprüft das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) die Höchstwerte in Trinkwasser und Lebensmitteln.

mk/

(AWP)

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Finma-Chef Branson wechselt

Finma-Chef Branson wechselt zur deutschen Aufsichtsbehörde Bafin

An der Spitze der Finanzmarktaufsicht Finma kommt es zu einem Wechsel.

22.03.2021 12:45

Mark Branson, der die Behörde seit April 2014 leitet, wechselt zur deutschen Aufsichtsbehörde Bafin, wie die Finma am Montag mitteilte. Das hatte zuerst das "Handelsblatt" berichtet. 

Branson wird die neue Aufgabe als Bafin-Präsident laut den Angaben per Mitte 2021 übernehmen. Schon ab Mai werde die Finma operativ von Jan Blöchliger geführt, so die Mitteilung weiter. Die Suche nach einer neuen Direktorin oder einem neuen Direktor sei eingeleitet worden.

Der Abgang Bransons wird in der Mitteilung bedauert. Er habe den Aufbau und die nationale und internationale Etablierung der Behörde wesentlich geprägt. Und seine Berufung zeuge von ihrer internationalen Anerkennung.

Grosses Lob

Branson startete seine Tätigkeit bei der Finma Januar 2010 als Leiter des Geschäftsbereichs Banken. Nach seiner Wahl zum Direktor habe er den Kampf gegen die Finanzkriminalität im Rahmen der Geldwäschereiaufsicht priorisiert.

"Finma-Direktor ist ein extrem anspruchsvoller Job. Mark Branson hat ihn hervorragend gemacht", lässt sich Finma-Verwaltungsratspräsidentin Marlene Amstad zitieren. Er habe für den Aufbau und die Etablierung der Behörde in einer für den Finanzplatz sehr bewegten Zeit "einen herausragenden Beitrag" geleistet. "Dass die Finma so dasteht, als national und international anerkannte Behörde, ist ein grosser Verdienst von Mark Branson."

(AWP) 

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2,9 Millionen Dollar für

2,9 Millionen Dollar für digitale Kopie von erstem Tweet

Eine digitale Kopie des allerersten Tweets ist für gut 2,9 Millionen Dollar versteigert worden. Dabei erwarb der Höchstbietende, ein Software-Unternehmer aus Malaysia, lediglich eine Art elektronisches Echtheitszertifikat. Der Twitter-Mitgründer und heutige Firmenchef Jack Dorsey, der die Tweet-Kopie versteigerte, spendete die exakt 2 915 835,47 Dollar (rund 2,45 Millionen Euro) am Montag (Ortszeit) an eine Organisation, die arme Menschen in Afrika unterstützt.

23.03.2021 11:24

Dorsey schrieb am 21. März 2006 "just setting up my twttr" (etwa: "ich richte gerade mein twttr ein", wie die Plattform ursprünglich heissen sollte). Es ist die älteste Nachricht, die auf Twitter verfügbar ist.

Der Twitter-Chef verkaufte die Kopie als sogenanntes NFT (non-fungible token), dessen Echtheit mit der Blockchain-Datenkette der Krypto-Währung Etherium abgesichert wird. Die Blockchain ist im Grunde eine Datenbank, die alle Transaktionen mit einem digitalen Artikel speichert und auf viele Rechner im Netz verteilt ist, was sie fälschungssicher macht. Der Höchstbieter Sina Estavi führt die Firma Bridge Oracle, die im Blockchain-Geschäft ist.

NFT erleben gerade einen Boom: So wurde vor kurzem eine Kopie einer Collage des Digitalkünstlers Beeple für gut 69,3 Millionen Dollar versteigert. Das ist ein Rekord für digitale Kunst. Auch hier erwarb der Käufer lediglich ein digitales Echtheitszertifikat - jeder kann eine identische Kopie des Kunstwerks besitzen./so/DP/mis

(AWP)

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Moutier BE will Kanton

Moutier BE will Kanton wechseln - Projurassier feiern ausgelassen

Die bernjurassische Kleinstadt Moutier will sich dem Kanton Jura anschliessen. Mit 2114 Ja- gegen 1740 Nein-Stimmen sprachen sich die Stimmberechtigten am Sonntag für den Kantonswechsel aus. Der Bund und die zwei Kantone sehen damit die Jurafrage als abgeschlossen an.

28.03.2021 19:41

Tausende Projurassier feierten das Ergebnis am frühen Abend auf dem Bahnhofplatz von Moutier. Die Menschen lagen sich in den Armen, Knallpetarden wurden gezündet. Corona-Regeln wie die Maskenpflicht und das Abstandhalten wurden nur von einer Minderheit beachtet, wie Reporter der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vor Ort feststellten.

Justizministerin Karin Keller-Sutter würdigte in einer Erklärung den demokratischen Prozess in Moutier. "Die Lösung der Jurafrage geht als Beispiel für gelebte Demokratie in die Geschichte des Bundesstaates ein." Der Entscheid des Stimmberechtigten von Moutier sei "der letzte Schritt, um die Jurafrage mit friedlichen Mitteln beizulegen".

Klares Verdikt

374 Stimmen machten den Unterschied, fast dreimal mehr als beim ersten, später annullierten Urnengang vom Juni 2017. Das sei ein erstaunlich klares Resultat, sagte Jean-Christophe Geiser vom Bundesamt für Justiz. Das Ergebnis sei demnach demokratisch sicher einfacher zu akzeptieren.

Auch Valentin Zuber, Chef der Jura-Delegation des Gemeinderats von Moutier, strich das deutliche Resultat hervor. Die Jurafrage sei damit an der Urne geregelt worden und nicht in Gerichtssälen.

Die jurassische Regierung geht davon aus, dass der Kantonswechsel per 1. Januar 2026 vollzogen werden kann. Mit dem klaren Verdikt der Bevölkerung werde nun ein neues Kapitel aufgeschlagen. 54,9 Prozent der Bevölkerung hätten sich für ein "Zukunftsprojekt" im Kanton Jura ausgesprochen, erklärte Regierungspräsidentin Nathalie Barthoulot.

"Jurafrage abgeschlossen"

Auch die Berner Regierung betonte, dass die Jurafrage mit der Abstimmung vom Sonntag aus ihrer Sicht abgeschlossen ist. Regierungspräsident Pierre Alain Schnegg erinnerte zudem vor den Medien die Abstimmungssieger an die Verantwortung, die sie als Mehrheit gegenüber der Minderheit hätten.

Die Berntreuen in Moutier reagierten gefasst auf ihre Niederlage. Es bleibe zu hoffen, dass die Sieger recht behielten mit ihrer Einschätzung, dass Moutier als jurassische Stadt die besseren Perspektiven habe, sagte ein Sprecher des probernischen Komitees "MoutierPlus".

Alte Wunden aufgerissen

Vor vier Jahren hatten bloss 137 Stimmen den Ausschlag gegeben. Die Abstimmung wurde später von der Berner Justiz wegen Unregelmässigkeiten für ungültig erklärt. Das liess die Wogen im Berner Jura nach einigen ruhigeren Jahren im Jurakonflikt wieder hochgehen.

Für die Wiederholung der Abstimmung an diesem Sonntag wurde ein beispielloser Aufwand betrieben. Der Bund spielte dabei eine Schlüsselrolle. Er verschickte die fälschungssicheren Abstimmungsunterlagen und überwachte am Sonntag die Auszählung vor Ort.

Ob das Abstimmungsresultat diesmal Bestand haben wird, ist offen. Bis zuletzt gab es eine Polemik um das Stimmregister, nachdem bereits 2017 Vorwürfe zu Abstimmungstourismus laut geworden waren.

Rechtskräftig ist das Ergebnis jedenfalls noch nicht. Sollte es so weit kommen, werden die Kantone Bern und Jura die praktischen Einzelheiten des Kantonswechsels in einem Konkordat aushandeln. Danach sind zuerst die Stimmberechtigten beider Kantone am Zug, abschliessend dann die Bundesversammlung.

(AWP)

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Würden mehr Frauen in der

Würden mehr Frauen in der Finanzbranche gefährliche Aktien-Hypes verhindern?

Aktienhypes und Hedgefonds-Debakel werden von Männern verursacht - und einigen risikofreudigen Frauen. Der moderierende Einfluss von Frauen in der Finanzindustrie zeigt sich aber nicht bei den gefährlichen Anlagen.

11.04.2021 19:50

Von Marc Forster

Die Krawatten hängen locker um den Hals, deftige Sprüche fallen, und vor allem, es wird mit deutlichem Risiko investiert. So sieht das landläufige Bild eines Handelsraums aus, der von Männern besetzt ist. Rauschende Büroparties, Designeranzüge und scheinbar unerschütterliches Selbstvertrauen: Vor das innere Auge rücken Bilder des Filmklassikers "Wall Street" von 1987, wo Michael Douglas als Gordon Gekko fragwürdige Deals tätigt. Oder die seit 2016 laufende US-Serie "Billions" um den fiktiven und unzimperlichen New Yorker Hedgefondsmanager Bobby Axelrod.

In einem Handelsraum, in dem auch Frauen arbeiten, würde vorsichtiger angelegt. Diversifikation statt Derivate, Festverzinsliche statt Zertifikate, stabile Renditeaussichten statt Risiko: Auch das ist gewissermassen ein Klischee. Ob Frauen umsichtiger anlegen, ist Gegenstand zahlreicher Studien. Der Tenor dieser Untersuchungen ist, dass Frauen Risiken beim Anlegen mehr scheuen als Männer.

Verglichen mit den durch Gordon Gekko symbolisierten Zeiten vor 35 Jahren sind heute mehr Frauen an den Finanzmärkten engagiert – in der professionellen Vermögenverwaltung genauso wie als Privatanlegerinnen. Und doch scheinen sich die Zeiten oberflächlich betrachtet wenig verändert zu haben, was Anlagestile betrifft. Betrachtet man allein das Börsengeschehen seit Anfang 2021, ist Risiko Trumpf. Wenn man die grossen Aktienthemen des Jahres anschaut, ergibt sich schnell ein Eindruck: Es wird gezockt, was das Zeug hält, und mit der Befürchtung, etwas zu verpassen, lässt sich gar in Form eines börsengehandelten Fonds investieren (cash berichtete). "Fear of Missing Out" ist ein Anlagemotto.

 

The double blow of Archegos and Greensill represents the bank’s biggest test in years. Tuesday, fallout spread as Credit Suisse said its investment-bank and risk chiefs are leaving https://t.co/wfWEAzEIEy pic.twitter.com/aFggxGnYAs

— WSJ Markets (@WSJmarkets) April 6, 2021

 

Die (wohl hauptsächlich männlichen) Investmentbanker der Credit Suisse wiederum haben mit dem Archegos-Debakel erneut gezeigt, dass man mit der Finanzierung von gewagten Hebel-Deals sinnlos Milliarden verpulvern kann. Unter anderem musste Risikochefin Lara Warner ihren Posten deswegen abgeben. Ist der "moderierende" Einfluss von Frauen auf das Anlageverhalten also immer noch mehr eine Frage aus der Welt breit angelegter Studien als der Realität?

Caroline Hilb, Leiterin Anlagestrategie bei der St. Galler Kantonalbank, relativiert die Studien etwas: Frauen seien bei Anlagefragen oft zurückhaltender, weil viele die Geldentscheidungen immer noch den Männern überliessen. Frauen, die sich aber stärker mit Anlagethemen befassten, würden dagegen ebenfalls höhere Risiken eingehen und auch Entscheidungen treffen: "Wenn sie sich bei den Themen sicher fühlen, verhalten sich Frauen ziemlich gleich wie Männer", sagt Hilb. 

Wenn am Markt Frauen auffallen, dann tun auch dies primär die risikofreudigeren Investorinnen. Eine der aktuellen Börsenikonen der Welt, Cathie Wood, preist mit ihren Ark-Fonds eine massiv überbewertete Aktie als ihr wichtigstes Investment an, nämlich Tesla. Für die Aktie des Elektroautoherstellers setzt ihre Anlagegesellschaft sehr hohe und möglicherweise unrealistische Kursziele. Ihre Fonds setzen auf relativ risikoreiche Wachstumstitel, die Anlegererwartungen erst noch erfüllen müssen.

4000 Dollar: Was steckt hinter Cathie Woods Mega-Kursziel für Tesla?

Auf «Reddit» über Aktien chatten ist Männersache

Und Woods Rolle bestimmt die Stimmung einer ganzen Generation. Die zockerfreudige Wallstreetbet-Community oder "Reddit Army", die Aktien wie GameStop in die Höhe getrieben hat, sieht in Wood die "Jeanne d’Arc der Retail-Anleger".

Allerdings: Auch wenn Wallstreetbets und das Traden auf sehr günstigen Plattformen ein sehr zeitgemässes Phänomen sind und sich dort meist sehr junge Trader versammeln, es widerspiegelt nicht gerade die Bemühungen um eine ausbalanciertere Vertretung von Männern und Frauen in der Finanzwelt. Die Foren, in denen Aktien wie GameStop diskutiert werden und wo zum gemeinsamen Kampf gegen Hedgefonds angerufen wird, sind von Männern dominiert. Auch bei den sehr volatilen Kryptowährungen ist die Lage nicht viel anders. Im vergangenen Februar veröffentlichte die Handelsplattform eToro Zahlen, wonach Frauen nur einen Anteil von 15 Prozent beim Bitcoin-Trading ausmachten.

Die amerikanische Kommunikationswissenschaftlerin Adrienne Massanari attestiert dem Stil der Unterhaltung im Forum Reddit, das auch von vielen Tradern genutzt wird, gar eine frauenfeindliche Tendenz. Massanari bezeichnet auch den GameStop-Hype als grundlegend "kerl-gesteuert". Einen Short Squeeze auszulösen und damit einen Hedgefonds in Bedrängnis zu bringen, wie bei GameStop passiert, hat schliesslich etwas von typisch männlichem Kräftemessen. Also ist man auch hier gar nicht so weit weg von der Welt von Gordon Gekko in "Wall Street".

Bei Langfrist-Anlagen zeigen sich Nuancen

In der Finanzwelt geht es allerdings nicht allein um die Themen, welche die Schlagzeilen dominieren. Zwischen GameStop, ultragehypten ETF und riskanten Hedgefonds auf der einen Seite und einer langfristigen Vermögensplanung auf der anderen Seite gibt es einen riesigen Unterschied. Und dort herrschen durchaus andere Verhältnisse.

Wie man immer wieder hört, sind beispielsweise Frauen in Stiftungsräten von Pensionskassen umsichtiger. Frauen lassen sich, wenn es um die Verantwortung um grosse Anlageentscheide geht, genauer über Strategien, Risiken und Auswirkungen informieren als Männer. Anders als das risikofreudige Investmentbanking zeigt der ganze Bereich ESG eine ausbalanciertere Vertretung der Geschlechter. Gemeint sind die auf Umwelt- und Sozialstandards sowie gute Unternehmensführung ausgerichtete Anlagen. Und diese sind von Natur aus nicht aufs Zocken, sondern längerfristige Anlageperspektiven ausgerichtet - wenn dieses Thema seriös angewandt wird. 

 

 

“I truly believe women portfolio managers can provide uncorrelated returns. It’s just that most of these women are unknown.” Tracy Castle-Newman, Chief Operating Officer for Global Institutional Equity Distribution, shares her advice on supporting female portfolio managers.

— Morgan Stanley (@MorganStanley) March 3, 2021

 

 

Während in der gesamten Fondsindustrie immer noch wenige Frauen Fondsmanagerinnen sind, ist das Bild bei ESG-Portfolios anders. Obwohl Daten noch nicht gross erhoben sind, deuten die vielen publizierten Beförderungen von Frauen an die Spitze von ESG-Fonds auf einen Trend hin.

Die klassischen Investmentbanker-Typen sind bei ESG etwas ins Hintertreffen geraten: "Wenn die grundlegende Frage lautet: 'War der Bereich für ehrgeizige Männer historisch gesehen weniger interessant?' Dann lautet die Antwort: 'Wahrscheinlich ja.'", sagte Jane Ambachtsheer, globale Leiterin für Nachhaltigkeit bei BNP Paribas Asset Management, zum Börsenportal Citywire. Und dabei sind Frauen auf dem Weg, eine wichtige Bastion der Anlagewelt zu erobern: Einer Studie des Beratungsunternehmens PWC zufolge könnten EGS-Fonds in vier Jahren die Hälfte aller in Europa investierten Vermögen ausmachen. 

Fiebrige Aktienhypes wird es weiterhin geben, und diese werden von risikofreudigen Männern genauso angefacht wie von Frauen, die bei Geldfragen mit der grossen Kelle anrühren. Doch auch wenn ein GameStop-Hype oder ein verdreifachtes Kursziel für Tesla alle in den Bann zieht, im Hintergrund verändern sich die Dinge schnell. In der grossen weiteren Investmentwelt wird sorgfältig und langfristig angelegt. In diesem Bereich macht sich der Einfluss von Frauen durchaus bemerkbar.

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Südkoreas Sye Kyun in Teheran

Südkoreas Sye Kyun in Teheran zu Gesprächen über gesperrte Bankkonten

Südkoreas Ministerpräsident Chung Sye Kyun ist am Sonntag in Teheran eingetroffen. Bei dem dreitägigen Besuch geht es nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens hauptsächlich um die Freigabe von Irans gesperrten Bankkonten in Südkorea. Auf den infolge der US-Sanktionen gesperrten Konten befinden sich nach iranischen Angaben über fünf Milliarden Euro an Ölexporteinnahmen. Diese soll Südkorea demnach umgehend wieder freigeben, sonst werde Teheran die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Seoul einschränken. Die iranische Justiz hat bereits einen Ausschluss der Grossfirmen Samsung und LG vom iranischen Markt gefordert.

11.04.2021 17:03

Die gesperrten iranischen Konten haben in den letzten Monaten zu einer diplomatischen Krise in den eigentlich guten Beziehungen der beiden Länder geführt. Hinzu kam Anfang des Jahres die Festsetzung eines südkoreanischen Tankers im Persischen Golf durch iranische Marineeinheiten. Teheran behauptete, dass der Vorfall nichts mit den Bankproblemen zu tun hätte - sondern mit Meeresverschmutzung. Der Iran gab den Tanker am Freitag wieder frei und verkündete kurz danach die Reise des südkoreanischen Ministerpräsidenten.

(AWP)

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EU-Importe verursachen

EU-Importe verursachen Tropenwald-Abholzung in grossem Ausmass

Soja, Rindfleisch, Kaffee: Damit Kunden in europäischen Supermärkten solche Produkte kaufen können, müssen in anderen Weltregionen Wälder weichen. Für EU-Importe wurden zuletzt pro Jahr durchschnittlich Tropenwälder von der vierfachen Grösse des Bodensees gerodet. Im Jahr 2017 gingen weltweit 16 Prozent der Abholzung von Tropenwald im Zusammenhang mit Handel auf das Konto von EU-Importen, wie ein am Mittwoch vorgestellter Bericht der Umweltorganisation WWF für die Jahre 2005 bis 2017 feststellt.

14.04.2021 06:31

Die Europäische Union liegt damit hinter China (24 Prozent) und vor Indien (9 Prozent) und den USA (7 Prozent) weltweit auf Platz zwei dieser "Weltrangliste". Innerhalb der EU steht Deutschland ganz oben auf der Liste.

Die mit Abstand grössten Verursacher von Abholzung durch EU-Importe waren dem Bericht zufolge Soja (rund 31 Prozent der gerodeten Fläche) und Palmöl (rund 24 Prozent), für deren Anbau oder Produktion vor allem Wälder in Südamerika beziehungsweise Südostasien weichen mussten. Dahinter folgten Rindfleisch, Holzprodukte, Kakao und Kaffee.

Unter den EU-Ländern ist Deutschland für die meiste Abholzung durch Importe verantwortlich: Im Schnitt wurden dafür pro Jahr 43 700 Hektar Wald gerodet - eine Fläche etwa halb so gross wie Berlin. Nach Einwohnern gerechnet liegt Deutschland allerdings in etwa im EU-Schnitt. Der meiste Wald pro Einwohner wurde für Importe in die Niederlande, nach Belgien und Dänemark gerodet.

Die Rodungen machen sich dem Bericht zufolge nicht nur in Ökosystemen weit weg von Europa bemerkbar, sondern betreffen auch das Weltklima. Durch die importierte Entwaldung habe die EU 2017 indirekt 116 Millionen Tonnen CO2-Emissionen verursacht, heisst es in dem WWF-Bericht. Das entspreche mehr als einem Viertel der EU-Emissionen aus der Landwirtschaft im selben Jahr. Solche indirekten Emissionen würden in den Statistiken zu Treibhausgas-Emissionen nicht erfasst.

Der Bericht zeigt jedoch auch, dass die EU die durch Importe verursachte Waldzerstörung von 2005 bis 2017 um 40 Prozent reduziert hat. 2005 machte der EU-Anteil weltweit noch 31 Prozent aus, Europa lag bis 2013 auf Platz eins der "Weltrangliste der Waldzerstörer", wie es der WWF in dem Bericht formuliert. Selbstverpflichtungen von Unternehmen und Regierungen hätten in einigen Fällen zwar etwas gebracht. Erfolgreich seien sie letztlich aber nicht gewesen. Denn: Das erklärte EU-Ziel, die Entwaldung bis 2020 zu stoppen, wurde nicht erreicht.

Der WWF fordert deshalb EU-Gesetze mit verbindlichen Regeln. Das Europaparlament hat die EU-Kommission bereits im Oktober 2020 dazu aufgefordert, einen Rechtsrahmen vorzulegen, um die von der EU verursachte globale Abholzung zu stoppen.

Entscheidend sei, dass es verbindliche Anforderungen an Unternehmen und den Finanzsektor gebe, fordert die Stiftung. Rohstoffe müssten zurückzuverfolgen, Lieferketten transparent sein. Die nationale Gesetzgebung der EU-Staaten sollte effektive und abschreckende Sanktionen wie Geldstrafen für Betreiber und Händler oder die Beschlagnahmung von Waren vorsehen, wenn Bestimmungen nicht eingehalten werden. Zentral sei ausserdem, sich nicht etwa an den Regeln der exportierenden Länder zu orientieren - denn nach den Gesetzen vor Ort können die Rodungen durchaus legal sein.

"Die Ära der Naturzerstörung muss enden, denn natürliche Ökosysteme wie Wälder sind unsere Lebensversicherung", sagte Christine Scholl, die beim WWF für nachhaltige Lieferketten zuständig ist. "Produkte, die auf dem europäischen Markt landen, dürfen nicht auf Kosten von Natur und Menschenrechten produziert werden." Denn obwohl sich der am Mittwoch vorgestellte Bericht mit Rodungen befasst - allein auf die Wälder darf sich die EU bei der Gesetzgebung nicht konzentrieren, wenn es nach der WWF geht. Dann könnten andere Probleme ignoriert werden, etwa Menschenrechtsverletzungen oder die Zerstörung anderer Ökosysteme wie Savannen, Grasland und Feuchtgebiete.

Auf die Schultern der Konsumenten will der WWF die Aufgabe nicht geladen wissen, das Ausmass der Rodungen zu reduzieren. Es solle vielmehr eine Selbstverständlichkeit sein, dass das, was auf den Tellern lande, nicht mit der Zerstörung des Planeten oder der Verletzung von Menschenrechten zusammenhänge, sagte Anke Schulmeister-Oldenhove vom WWF, die Hauptautorin des Berichts. Darüber hinaus könne aber durchaus der eigene Konsum - etwa von Fleisch - und dessen Folgen hinterfragt werden.

Für den Bericht wurden Daten zur Abholzung - zum Beispiel Satellitenbilder - mit Daten zum internationalen Handel verknüpft. Ergebnisse für die Zeit nach 2017 liegen laut WWF noch nicht vor. Der Bericht bezieht sich also auf die EU inklusive Grossbritanniens./gba/DP/zb

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Biden will Truppenabzug aus

Biden will Truppenabzug aus Afghanistan bis 11. September

US-Präsident Joe Biden will den internationalen Militäreinsatz in Afghanistan nach fast 20 Jahren beenden und alle US-Truppen bis zum 11. September abziehen - also deutlich später als mit den Taliban vereinbart. Ein hochrangiger US-Regierungsvertreter sagte am Dienstag, der Abzug der Truppen sei nicht an Bedingungen geknüpft und solle noch vor dem 1. Mai geordnet beginnen. Er solle spätestens bis zum 11. September - dem 20. Jahrestag der Terroranschläge von New York und Washington - abgeschlossen sein. Unter Bidens Vorgänger Donald Trump hatte die US-Regierung mit den Taliban einen Abzug bis zum 1. Mai vereinbart.

13.04.2021 21:01

Der US-Regierungsvertreter sagte, der Abzug werde mit Nato-Staaten und anderen Partnern koordiniert. "Wir sind gemeinsam hineingegangen, haben uns gemeinsam abgestimmt, und jetzt werden wir uns darauf vorbereiten gemeinsam wegzugehen." Trotz der anhaltenden Gewalt betonte er, der Abzug werde ohne Bedingungen geschehen. "Der Präsident hat entschieden, dass ein auf Bedingungen basierender Ansatz, der der Ansatz der vergangenen zwei Jahrzehnte war, ein Rezept für einen ewigen Verbleib in Afghanistan ist."

Die Bundesregierung hatte sich zuletzt dafür ausgesprochen, das Ende des Nato-Einsatzes in Afghanistan vom Erfolg der Friedensverhandlungen zwischen den militant-islamistischen Taliban und der Regierung in Kabul abhängig zu machen. "Wir wollen nicht durch einen zu frühzeitigen Abzug aus Afghanistan riskieren, dass die Taliban zurückkehren zur Gewalt und versuchen, mit militärischen Mitteln an die Macht zu kommen", erklärte Bundesaussenminister Heiko Maas im März bei einem Nato-Treffen in Brüssel. Deutschland habe das Ziel, das Land nach rund zwei Jahrzehnten Einsatz nicht so zu hinterlassen, wie man es vorgefunden habe.

Die Aufständischen hatten zuletzt neue Gewalt gegen Nato-Truppen angedroht, sollte die Frist bis zum 1. Mai nicht eingehalten werden. Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid sagte am Dienstag, die Aufständischen würden auf die neuen Abzugspläne erst reagieren, wenn sie offiziell verkündet würden. Eine Reaktion der afghanischen Regierung gab es zunächst nicht. Ein Berater des afghanischen Präsidenten Aschraf Ghani, Wahid Omer, schrieb auf Twitter, Präsident Biden werde voraussichtlich in naher Zukunft mit Ghani sprechen, um Einzelheiten des neuen Rückzugsplans offiziell mitzuteilen. Bis dahin werde man die Details nicht kommentieren.

Die Sprecherin des Weissen Hauses, Jen Psaki, sagte, Biden wolle sich an diesem Mittwoch zum Fahrplan äussern. Der Abzug soll auch ein zentrales Thema einer Schalte der Aussen- und Verteidigungsminister der Nato-Staaten am Mittwoch sein.

Der US-Regierungsvertreter warnte die Taliban vor Angriffen auf ausländische Truppen während des Abzugs. In einem solchen Fall würden die USA hart zurückschlagen, drohte er. Mit Blick auf die Frauenrechte in Afghanistan fügte er hinzu, die USA würden sich mit allen diplomatischen, humanitären und wirtschaftlichen Mitteln für deren Schutz einsetzen. Experten warnen davor, dass die Errungenschaften seit dem Sturz des Taliban-Regimes Ende 2001 bei einem voreiligen Truppenabzug zunichte gemacht werden könnten.

Unter Trump hatten die USA sich in einem im Februar vergangenen Jahres in Doha vereinbarten Abkommen mit den Taliban verpflichtet, ihre Truppen und die ihrer internationalen Verbündeten bis zum 1. Mai vollständig aus Afghanistan abzuziehen. US-Regierungsvertreter verwiesen in den vergangenen Wochen allerdings darauf, dass es schon aus logistischen Gründen schwierig werde, die Frist einzuhalten. Zugleich warfen sie den Taliban vor, ihre Verpflichtungen nicht zu erfüllen, weil sie die Angriffe auf afghanische Sicherheitskräfte und Zivilisten nicht einstellten und dem Terrorismus nicht abschwörten.

Die Taliban hatten in dem Abkommen von Doha versprochen, dass von Afghanistan keine Terrorbedrohung gegen die USA und ihre Verbündeten mehr ausgehen werde. Ausserdem haben sie Friedensverhandlungen mit der Regierung in Kabul zugesagt, die zu einem dauerhaften Waffenstillstand und einem politischen Fahrplan für die Zukunft führen sollten. Eine innerafghanische Verhandlungslösung ist aber weiterhin nicht in Sicht.

Die Afghanistan-Entscheidung gehört zu den heikelsten, die Biden in seiner jungen Amtszeit treffen musste. Beide Optionen - Rückzug oder Verbleib - gelten als riskant. Eine vom US-Kongress eingesetzte Expertengruppe hatte im Februar empfohlen, dass die US-Regierung im Doha-Abkommen verbleibt, die Truppen aber nicht zum 1. Mai abzieht, sondern erst dann, wenn die Taliban ihre Verpflichtungen erfüllt haben. Im Fall eines Rückzugs zum 1. Mai sahen die Experten unter anderem die Gefahr einer Machtübernahme der Taliban, eines erneuten Bürgerkrieges, einer terroristischen Bedrohung für die USA und einer weiteren Flüchtlingskrise mit Auswirkungen auch auf die EU.

Der US-Regierungsvertreter betonte, der 11. September sei das späteste Datum, um den Abzug abzuschliessen - das Ziel könne aber auch deutlich vorher erreicht werden. Danach sollten nur noch Soldaten zum Schutz der US-Diplomaten in Afghanistan im Land verbleiben.

Nach offiziellen Angaben befinden sich derzeit noch rund 2500 US-Truppen in Afghanistan. Zum Höhepunkt vor zehn Jahren waren es rund 100 000 amerikanische Soldaten. Zuletzt waren inklusive der US-Truppen insgesamt noch etwa 10 000 Soldaten aus Nato-Ländern und Partnernationen in Afghanistan, um die demokratisch gewählte Regierung durch die Ausbildung und Beratung von Sicherheitskräften zu unterstützen. Unter ihnen sind rund 1000 deutsche Soldaten.

Die Anschläge vom 11. September 2001, für die das Terrornetz Al-Kaida verantwortlich gemacht wurde, hatten den Einmarsch der US-geführten Truppen in Afghanistan im Monat darauf ausgelöst. Der internationale Militäreinsatz führte zum Sturz des Taliban-Regimes, das sich geweigert hatte, Al-Kaida-Chef Osama bin Laden auszuliefern./cy/aha/lkl/vee/DP/he

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Nach Raketenbeschuss: Israel

Nach Raketenbeschuss: Israel attackiert Ziele im Gazastreifen

Israels Luftwaffe hat als Reaktion auf Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen mehrere Ziele in dem Palästinensergebiet attackiert. Kampfjets und Hubschrauber hätten unter anderem eine von der islamistischen Hamas betriebene Produktionsstätte für Waffen und einen Tunnel zum Schmuggeln von Waffen angegriffen, teilte das Militär in der Nacht zu Freitag über Twitter mit. "Wir werden keinerlei Bedrohung für israelische Bürger dulden", hiess es in dem Eintrag.

16.04.2021 06:36

Militante Palästinenser im Gazastreifen hatten zuvor eine Rakete auf israelisches Gebiet abgefeuert. In der Grenzstadt Sderot heulten am Donnerstagabend - mit Ende des israelischen Unabhängigkeitstags - nach Angaben der israelischen Armee Warnsirenen. Ein Sprecher der Stadt teilte mit, das Geschoss sei auf offenem Gelände ausserhalb von Sderot niedergegangen. Es gebe keine Berichte zu Verletzten oder Sachschäden.

Israels Luftwaffe reagiert auf solche Attacken regelmässig mit Angriffen in dem Palästinensergebiet, das von der Hamas beherrscht wird. Zuletzt hatte die Armee im März nach einem Raketenangriff Hamas-Ziele in dem Küstenstreifen beschossen.

Israel hatte 2007 eine Blockade des Gazastreifens verschärft, die inzwischen von Ägypten mitgetragen wird. Beide Länder begründen die Massnahme mit Sicherheitserwägungen. In dem von Israel streng abgeschotteten Küstengebiet leben etwa zwei Millionen Menschen unter sehr schlechten Bedingungen. Die Hamas wird von Israel, den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft./le/DP/zb

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Europäische Fussball

Europäische Fussball-Spitzenclubs gründen Konkurrenz zur Champions League

Zwölf europäische Topclubs planen in Konkurrenz zur UEFA-Champions League eine Superliga.

19.04.2021 05:58

Die Saison solle, "so bald wie möglich" starten, heisst es in einer gemeinsamen Erklärung der Vereine unter der Leitung von Real Madrids Präsident Florentino Perez in der Nacht zum Montag. Sechs Vereine aus der englischen Premier League - Manchester United, Manchester City, Liverpool, Arsenal, Chelsea und Tottenham Hotspur - gehören zu den Gründungsmitgliedern, zusammen mit den spanischen Vereinen Real Madrid, Barcelona und Atletico Madrid und den italienischen Vereinen Inter Mailand, Juventus und AC Mailand. Drei weitere Vereine sollen ab der ersten Stunde dabei sein, fünf zusätzliche Clubs können sich für die Spiele der Liga qualifizieren.

Die Gründungsmitglieder sollen 3,5 Milliarden Euro Startkapital erhalten, "um Investitionspläne in die Infrastruktur zu unterstützen und die Auswirkungen der Corona-Pandemie auszugleichen", heisst es weiter.

Die Superliga wird von den Fussballbehörden sowie dem britischen Premierminister Boris Johnson und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron kritisiert und stellt eine Konkurrenz zur Champions League der UEFA dar.

(Reuters)

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Englische Clubs wenden sich

Englische Clubs wenden sich von Super-League-Plänen ab

Alle sechs beteiligten englischen Clubs haben sich von den Plänen für eine europäische Fussball-Super-League abgewendet.

21.04.2021 06:32

Nachdem Manchester City den Anfang gemacht hatte und auch Meister FC Liverpool, Manchester United, Tottenham Hotspur und der FC Arsenal gefolgt waren, gab der FC Chelsea in der Nacht zum Mittwoch als letzter der sechs Topclubs den Rückzug in einer Mitteilung auf der Club-Homepage bekannt. Berichte darüber hatte es schon zuvor gegeben.

Die spanischen Clubs FC Barcelona und Atlético Madrid sollen ebenfalls vor dem Rückzug stehen, berichteten Medien. Damit dürfte das höchst umstrittene Projekt, das den europäischen Club-Fussball zu spalten drohte, schon wieder vom Tisch sein.

Zwölf europäische Spitzenclubs, darunter neben City und Chelsea der FC Liverpool, Real Madrid und Juventus Turin, hatten in der Nacht zum Montag die Gründung einer milliardenschweren Super League angekündigt. Diese stünde in direkter Konkurrenz zur Champions League der Europäischen Fussball-Union UEFA. Aus der Bundesliga hatte sich kein Club der Super League angeschlossen. Finanziert werden sollte das Milliarden-Projekt durch eine US-Grossbank.

In England, der Heimat der Hälfte der zwölf Gründerclubs, drohte Premierminister Boris Johnson mit scharfen Sanktionen. Er kündigte in der "Sun" an, dem "lächerlichen" Milliardenprojekt die Rote Karte zu zeigen. Sein Sportminister Oliver Dowden stellte im Parlament drastische Ideen vor, um die "Big Six", die englischen Spitzenvereine, von einer Teilnahme abzuhalten. Sogar Prinz William - Präsident des nationalen Verbandes FA - mischte sich ein.

Auch nationale Verbände und viele andere Clubs kritisierten die Pläne massiv. Die UEFA um ihren Präsidenten Aleksander Ceferin hatte die Initiatoren der Super League scharf attackiert und mit harten Sanktionen gedroht. Die Clubs sollten aus der Champions League ausgeschlossen werden, ihren Nationalspielern drohte eine Sperre für die Europameisterschaft im Sommer. Dem europäischen Club-Fussball drohte eine Schlammschlacht vor Gericht, möglicherweise schon vor dem Halbfinale der aktuellen Champions-League-Saison Anfang Mai. Diese Gefahr scheint nun gebannt.

(AWP)

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