STEUERN - WERTSCHRIFTENHANDEL

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06.12.2014 23:34
#1
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ASA
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STEUERN - WERTSCHRIFTENHANDEL

Ich denke den meisten ist dieses Thema soweit klar. Jedoch wäre es sicherlich super hier einige Punkte bezüglich der Versteuerung von Kursgewinnen und Dividenden zu sammeln. Das Thema ist, denke ich, für jeden nicht ganz zu 100% klar.. auch für mich nicht. Im NEWRON Thread haben wir bereits sehr viele interessante Beiträge gesehen, welche man sicherlich auch in nächster Zeit noch lesen möchte. Auch wäre es sehr interessant zu wissen, was für Erfahrungen die alten Hasen hier drin schon mit den Steuerbehörden gemacht haben. WAS FÜR MICH NOCH EINE OFFENE FRAGE BLEIBT: Wie viel Steuern müsste ich im Jahr 2015 bezahlen, wenn sich mein Vermögen von 30'000 CHF auf 100'000 CHF erhöht hat und ich nun1. als "professioneller" Trader eingestuft werde. 2. als normaler Privatanleger... (nur Vermögenssteuer?) 3. Geben hier drin alle alles am Staat an? Wie auch im Newron Thread beschrieben, müssen wir ja auch immer klar zwischen Kapitalgewinnsteuer und Vermögenssteuer unterscheiden. Hier nochmals eine kurze Zusammenfassung:   http://www.taxinfo.sv.fin.be.ch/taxinfo/display/taxinfo/Gewerbsm%E4ssige... Gewerbsmässiger Wertschriftenhandel Einkünfte aus gewerbsmässigem Wertschriftenhandel werden als Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit besteuert. Kapitalgewinne aus privater Vermögensverwaltung sind steuerfrei. Grundsätzlich kann gewerbsmässiger Wertschriftenhandel ausgeschlossen werden, wenn eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:  - Der durchschnittliche Wertschriftenbestand gemäss Wertschriftenverzeichnis beträgt weniger als CHF 200'000.  - Es finden jährlich weniger als 100 Transaktionen (Käufe oder Verkäufe) statt.Wenn kein Fremdkapital eingesetzt wird und keine Optionen gekauft werden, sind bis zu 200 Transaktionen zulässig.   Ferner ist gewerbsmässiger Wertschriftenhandel immer ausgeschlossen, wenn die Kriterien gemäss Ziffer 3 des Kreisschreibens Nr. 36 der Eidgenössischen Steuerverwaltung vom 27. Juli 2012 kumulativ erfüllt sind: Die Haltedauer der veräusserten Wertschriften beträgt mindestens 6 MonateDas Transaktionsvolumen (entspricht der Summe aller Kaufpreise und Verkaufserlöse) pro Kalenderjahr beträgt gesamthaft nicht mehr als das Fünffache des Wertschriften- und Guthabenbestands zu Beginn der SteuerperiodeDas Erzielen von Kapitalgewinnen aus Wertschriftengeschäften bildet keine Notwendigkeit, um fehlende oder wegfallende Einkünfte zur Lebenshaltung zu ersetzen. Das ist regelmässig dann der Fall, wenn die realisierten Kapitalgewinne weniger als 50% des Reineinkommens in der Steuerperiode betragen.Die Anlagen sind nicht fremdfinanziert oder die steuerbaren Vermögenserträge aus den Wertschriften (wie z. B. Zinsen, Dividenden, usw.) sind grösser als die anteiligen Schuldzinsen.Der Kauf und Verkauf von Derivaten (insbesondere Optionen) beschränkt sich auf die Absicherung von eigenen Wertschriftenpositionen.Sind diese Kriterien nicht kumulativ erfüllt, werden die gesamten Umstände des Einzelfalls beurteilt. Bei der vertieften Beurteilung treten das Transaktionsvolumen, die Fremdfinanzierung und der Einsatz von Derivaten als Indizien zur Annahme einer selbstständigen Erwerbstätigkeit in den Vordergrund (Ziffer 4 des Kreisschreibens Nr. 36).

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02.06.2015 21:42
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Wenn Myriad so weiter steigt wird das steuertechnisch ein heisser Ritt... Weil wer 50'000 und mehr Myriad hat verdient wohl mit der Aktie mehr als in seinem Job (erlaubt wäre die Hälfte...). Und 1 Transaktion kann genügen... 

02.04.2015 10:08
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Nach Kritik: Bundesrat lässt Kapitalgewinnsteuer fallen - Geteilt mit der Blick App
http://blick.ch/3622969

Das ist doch sehr positiv.

Wikifolio: Stratos Investment

"No information is intended to be considered as advice and is not a solicitation to buy or sell"

26.12.2014 10:54
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Pesche hat am 25.12.2014 - 20:20 folgendes geschrieben:


 Sehr hohe Geldeinsätze für Aktienkäufe würde ich unterlassen.


Wie hohe? Für die Einen sind 10'000 Fr sehr hoch für die Anderen 1'000'000 Fr.

Das ist eben vom Jahreseinkommen und Vermögen abhängig. Wenn du z.B. Fr.100'000.-- Jahressalär hast, dann würde ich für einen Aktienkauf nicht Fr.50'000.--  (Max.) auf einmal einsetzen, sondern die Aktien gestaffelt über das ganze Jahr erwerben. Ein kontinuierlicher Vermögensaufbau unterscheidet sich sehr wohl von den spekulativen Kurzkäufen. 

Schlussendlich gilt es die Indizien einer gewerbsmässigen Spekulation aus der Welt zu schaffen! Es ist doch offensichtlich, dass die meisten Ihre Vermögenswerte langsam in Aktien umschichten. Sonst wären die meisten Schweizer davon betroffen und eine Besteuerung bei jedem vorzunehmen! Dem ist aber nicht so, weil Alternativen zum Vermögenschütz fehlen und dass kann jeder Steuerbeamte nachvollziehen! Oder wer will schon Negativzinsen in Zukunft riskieren! 

Wie schon geschrieben, es braucht extrem viele Indizien, damit man als gewerbsmässiger Börsianer gilt! Und die meisten bringen es je nicht fertig über Jahre mehr als 10% Gewinne zu erzielen! Zudem müsste der Nachweis vom Steueramt erfolgen, dass der Aktienhandel fester Bestandteil des Erwerbseinkommen darstellt bzw. dass ich auf diese Einnahmen zwingend angewiesen bin. Das ist eben der Unterschied zwischen gewerbsmässigen und privaten Einkommen!

25.12.2014 20:20
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Ghost hat am 24.12.2014 - 10:10 folgendes geschrieben:



Wohne im Kanton Bern. Trotz meines hohen Gewinns, musste ich nur den Nachweis erbringen, wie ich die Aktienkäufe finanziert habe. Freunde von mir, welche Steuerexperten sind, haben mich schon im Vorfeld beruhigt. Es braucht sehr viel, bis ein gewerbsmässiger Börsenhandel vorliegt. 


Ich achte auf folgende Punkte:


1) die berufliche Stellung (keine Bankkenntnisse)


2) Anzahl Transaktionen (nicht mehr als 200 p.a.)


3) Fremdfinanzierung wäre schädlich!


4) Sehr hohe Geldeinsätze für Aktienkäufe würde ich unterlassen.


5) Haltedauer ist sehr wichtig


6) Aktienwert Ende Jahr ist nicht so relevant, denn mit Glück lässt sich keine selbständige Tätigkeit ablesen.


 


 Sehr hohe Geldeinsätze für Aktienkäufe würde ich unterlassen.


Wie hohe? Für die Einen sind 10'000 Fr sehr hoch für die Anderen 1'000'000 Fr.

Geld stinkt, aber ich liebe den Geschmack

24.12.2014 10:10
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Kein Problem

Wohne im Kanton Bern. Trotz meines hohen Gewinns, musste ich nur den Nachweis erbringen, wie ich die Aktienkäufe finanziert habe. Freunde von mir, welche Steuerexperten sind, haben mich schon im Vorfeld beruhigt. Es braucht sehr viel, bis ein gewerbsmässiger Börsenhandel vorliegt. 

Ich achte auf folgende Punkte:

1) die berufliche Stellung (keine Bankkenntnisse)

2) Anzahl Transaktionen (nicht mehr als 200 p.a.)

3) Fremdfinanzierung wäre schädlich!

4) Sehr hohe Geldeinsätze für Aktienkäufe würde ich unterlassen.

5) Haltedauer ist sehr wichtig

6) Aktienwert Ende Jahr ist nicht so relevant, denn mit Glück lässt sich keine selbständige Tätigkeit ablesen.

 

09.12.2014 16:15
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Haltedauer

Ich musste in der Zwischenzeit schon mehrfach die detaillierten Kontobewegungen einreichen.

Es ist (mindestens hier in Jona) kein Problem.

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

09.12.2014 16:15
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Pesche hat am 09.12.2014 - 15:18 folgendes geschrieben:

die steuerverwaltung kann bei Verdacht ein Steuerverzeichnis verlangen mit ALLEN transaktionen im 2014.

die steuerverwaltung sieht aber ob Du z.B. am 31.12.2013 ein vermögen von 200K ausweist und ein jahr später z.B. 600K.

bei verdacht kann die steuerverwaltung die bank anrufen. sie kann auch überprüfen ob Du bei der bank ein safe hast und ein auszug über alles verlangen (inkl. auszahlungen).

bei verdacht auf steuerhinterziehung muss die bank daten liefern.

sind die transaktionen mit einem lombardkredit hinterlegt? sind es derivate? falls nein, sollte es kein problem sein, sofern Du nicht aus den 200K 2 Millionen Gewinn gemacht hast.

 

 

Wie kann die Steuerverwaltung feststellen das die Haltedauer weniger als 6 Monate ist.


Bei mir auf dem Wertschiftenverzeichnis der Migrosbank sind die Wertschriften aufgelistet per Stichtag 31. 12. Wenn die Steuerbehörde die Letztjährige Liste nimmt kann Sie vergleichen. Aber wenn ich innerhalb des Jahres Aktien kaufe und verkaufe das sieht die Steuerverwaltung nicht auf den Wertschriftenverzeichnis.


Kann die Steuerverwaltung bei der Bank ohne weiteres Auskunft über alle Transanktionen verlangen?


Müssen die Banken überhaupt alle Kontoinformationen von allen Kontoinhabern der Steuerverwaltung jährlich ausliefern?


Kann ich nicht zum Beispiel ein Wertschriftendepot in der UBS haben und dieses nicht den Steuern angeben?


Hat die Steuerverwaltung die Möglichkeit alle Banken anzufragen ob ein Herr XY ein Konto bei der Bank hat?


Ich will keine Steuern hinterziehen, aber ein Gewerbsmässiger Wertschriftenhandel ist doch fast nicht beweisbar.


Frage:


Habe über 200000 Fr in Wertschriften auf zwei Kontos (von meiner Frau und mir).  Ich habe 10 Transaktionen pro Jahr. Die Haltedauer ist im Minimum 2 Monate.


Habe ich da schon ein Problem???


 


 


 


 

 

09.12.2014 16:10
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Elias hat am 09.12.2014 - 16:00 folgendes geschrieben:

nun, die letzten jahre gab es keine santhera... da wurden wohl viele vom cash forum innert ein paar Wochen Millionäre. eine einzige Transaktion reicht unter Umständen. Je nach Kanton, Wohnort und dem prüfenden Steuersekretär wird es unterschiedlich gehandhabt. Pauschal sagen dass es kein Problem ist, ist dann unter Umständen naiv. Und v.a. je nach Gemeinde kommt die definitive Steuerrechnung erst zwei Jahre später... Das kann dann sehr böse enden wenn man den Gewinn bis dann wieder anderweitig ausgegeben hat... Weil die Nachsteuer dann super happig sein wird! 9.5% AHV, IV, EO plus der Gewinn wird als steuerbares Einkommen taxiert...

 

 

Es ist also kein Problem.

 

 

 

 

09.12.2014 16:00
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Alle Jahre wieder

Das Thema wurde schon mehrfach durchgekaut

z.B. hier http://www.cash.ch/comment/560840#comment-560840

 

Für das Steueramt ist das nicht ohne Risiko. Denn wenn man den Gewinn versteuern muss, dann darf man auch Verluste in Abzug bringen.

 

Es ist also kein Problem.

 

 

 

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Benjamin Franklin

09.12.2014 15:18
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Wie kann die Steuerverwaltung feststellen das die Haltedauer weniger als 6 Monate ist.


Bei mir auf dem Wertschiftenverzeichnis der Migrosbank sind die Wertschriften aufgelistet per Stichtag 31. 12. Wenn die Steuerbehörde die Letztjährige Liste nimmt kann Sie vergleichen. Aber wenn ich innerhalb des Jahres Aktien kaufe und verkaufe das sieht die Steuerverwaltung nicht auf den Wertschriftenverzeichnis.


Kann die Steuerverwaltung bei der Bank ohne weiteres Auskunft über alle Transanktionen verlangen?


Müssen die Banken überhaupt alle Kontoinformationen von allen Kontoinhabern der Steuerverwaltung jährlich ausliefern?


Kann ich nicht zum Beispiel ein Wertschriftendepot in der UBS haben und dieses nicht den Steuern angeben?


Hat die Steuerverwaltung die Möglichkeit alle Banken anzufragen ob ein Herr XY ein Konto bei der Bank hat?


Ich will keine Steuern hinterziehen, aber ein Gewerbsmässiger Wertschriftenhandel ist doch fast nicht beweisbar.


Frage:


Habe über 200000 Fr in Wertschriften auf zwei Kontos (von meiner Frau und mir).  Ich habe 10 Transaktionen pro Jahr. Die Haltedauer ist im Minimum 2 Monate.


Habe ich da schon ein Problem???


 


 


 


 

Geld stinkt, aber ich liebe den Geschmack

08.12.2014 18:08
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Ich habe mir erlaubt, einen Beitrag von tengri, hier rein zu kopieren.  

Tengri Lethos hat am 06.12.2014 - 10:12 folgendes geschrieben:

http://www.taxinfo.sv.fin.be.ch/taxinfo/display/taxinfo/Gewerbsm%E4ssige...

Gewerbsmässiger Wertschriftenhandel

Einkünfte aus gewerbsmässigem Wertschriftenhandel werden als Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit besteuert. Kapitalgewinne aus privater Vermögensverwaltung sind steuerfrei. Grundsätzlich kann gewerbsmässiger Wertschriftenhandel ausgeschlossen werden, wenn eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:


- Der durchschnittliche Wertschriftenbestand gemäss Wertschriftenverzeichnis beträgt weniger als CHF 200'000.


- Es finden jährlich weniger als 100 Transaktionen (Käufe oder Verkäufe) statt.
Wenn kein Fremdkapital eingesetzt wird und keine Optionen gekauft werden, sind bis zu 200 Transaktionen zulässig.

 

Ferner ist gewerbsmässiger Wertschriftenhandel immer ausgeschlossen, wenn die Kriterien gemäss Ziffer 3 des Kreisschreibens Nr. 36 der Eidgenössischen Steuerverwaltung vom 27. Juli 2012 kumulativ erfüllt sind:

  1. Die Haltedauer der veräusserten Wertschriften beträgt mindestens 6 Monate
  2. Das Transaktionsvolumen (entspricht der Summe aller Kaufpreise und Verkaufserlöse) pro Kalenderjahr beträgt gesamthaft nicht mehr als das Fünffache des Wertschriften- und Guthabenbestands zu Beginn der Steuerperiode
  3. Das Erzielen von Kapitalgewinnen aus Wertschriftengeschäften bildet keine Notwendigkeit, um fehlende oder wegfallende Einkünfte zur Lebenshaltung zu ersetzen. Das ist regelmässig dann der Fall, wenn die realisierten Kapitalgewinne weniger als 50% des Reineinkommens in der Steuerperiode betragen.
  4. Die Anlagen sind nicht fremdfinanziert oder die steuerbaren Vermögenserträge aus den Wertschriften (wie z. B. Zinsen, Dividenden, usw.) sind grösser als die anteiligen Schuldzinsen.
  5. Der Kauf und Verkauf von Derivaten (insbesondere Optionen) beschränkt sich auf die Absicherung von eigenen Wertschriftenpositionen.

Sind diese Kriterien nicht kumulativ erfüllt, werden die gesamten Umstände des Einzelfalls beurteilt. Bei der vertieften Beurteilung treten das Transaktionsvolumen, die Fremdfinanzierung und der Einsatz von Derivaten als Indizien zur Annahme einer selbstständigen Erwerbstätigkeit in den Vordergrund (Ziffer 4 des Kreisschreibens Nr. 36).

 

07.12.2014 15:54
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nix_weiss hat am 07.12.2014 - 10:43 folgendes geschrieben:

sind aber zwei verschiedene sachen. bei einer einzahlung in die zweite säule gibst Du das logischerweise den steuern an, ansonsten kannst Du den betrag ja nicht abziehen. der betrag ist also der steuerbehörde gegenüber offen gelegt.

bei der zweiten variante hast Du schwarzgeld.

 

von ghost:

< Den Kapitalgewinn in die 2.Säule einzahlen. Würde das Vermögen schmälern und das steuerbare Einkommen noch zusätzlich minimieren. Eine Möglichkeit die man prüfen sollte und im Jahre 2015 die Gelegenheit wäre. >

ist eine gute idee.. aber so ist das verdiente geld erstmal weg und ev. wird nie mehr gesehen ansonsten bleibt nur ein verkauf um den 20.12 rum (kurs hoffentlich einiges höher) und eine anschliessende auszahlung am schalter..

dazu meine frage: bei hohen geldbeträgen muss die bank vermutlich vor-avisiert werden.. wenn zB. einer 300k in bar abholen möchte (risiken mal dahingestellt) und diese im garten vergraben möchte. dies wäre dann eine umwandlung von weiss in schwarzgeld (an den steuern vorbei).

muss dieser bezug in irgendeiner form der berhörde (gemeinde, kanton, bund, steueramt) von der bank gemeldet werden ? weiss dies jemand ?

 

 

07.12.2014 15:50
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nix_weiss hat am 07.12.2014 - 10:43 folgendes geschrieben:

 

wir haben in der schweiz immer (noch) ein bankkundengeheimnis. ausser bei einem verdacht auf steuerbetrug hat niemand zugriff auf die daten. eine andere variante ist, wenn Du als schweizer in deutschland ein konto eröffnest gehen keine daten an die schweizer steuerbehörde. umgekehrt liefern wir aber alle daten ans ausland ab... bankgeheimnis wird irgendwann aber fallen. nur, dann müssten auch gleich die banksafes offen gelegt werden (da wird viel schwarzgeld liegen).

umwandlung von weiss in schwarzgeld (an den steuern vorbei).

muss dieser bezug in irgendeiner form der berhörde (gemeinde, kanton, bund, steueramt) von der bank gemeldet werden ? weiss dies jemand ?

 

 

07.12.2014 15:44
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ASA hat am 06.12.2014 - 23:53 folgendes geschrieben:

das muss zuerst aber noch durch und seitens FDP, SVP, evtl. GLP wird mit einem Referendum zu rechnen sein. Hinzu kommt, wenn man in schlechten Börsenjahren den Verlust abziehen kann wird das für den Bund nicht zwingend ein gutes Geschäft.

 

Von nix_weiss:

 

Private Kapitalgewinne auf Wertschriften sollen künftig der Einkommenssteuer unterliegen, mit Möglichkeit der Verlustverrechnung einschliesslich Verlustvorträgen. Bei Beteiligungsrechten (wie Aktien und Genussscheinen) fliessen 70 Prozent des Kapitalgewinns in die Bemessungsgrundlage ein, bei anderen Wertpapieren (wie Obligationen) sind es 100 Prozent.

 

07.12.2014 15:39
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@ ASA:

bei  einer Vermögenszunahme von 30K auf 100K ist die Wahrscheinlichkeit dass sie Dich als prof. Wertschriftenhändler einstufen eher klein schätze ich. Arbeitest Du neben an? Nehme an dass bei einer Vermögenszunahme von 70K die Steuerbehörde eher passiv ist.

Aber um Deine Frage zu beantworten: Du müsstest auf die 70'000 AHV, IV, EO bezahlen und zwar komplett wie als selbständiger, also für Dich sowie quasi das Geschäft, total dann irgendwas um die 9.5%. Zusätzlich wird Dein Gewinn von diesem Jahr Deinem übrigen Einkommen aufgerechnet. Eventuell ist ja Dein Gewinn höher als diese 70'000. Also nehmen wir an Du verdienst 70'000 im "normalen" Beruf und hast 100'000 an der Börse verdient. Dann musst du auf 170'000 Steuern bezahlen. Steuerrechner für Dein Wohnort findest Du einfach via google.

 WAS FÜR MICH NOCH EINE OFFENE FRAGE BLEIBT: Wie viel Steuern müsste ich im Jahr 2015 bezahlen, wenn sich mein Vermögen von 30'000 CHF auf 100'000 CHF erhöht hat und ich nun1. als "professioneller" Trader eingestuft werde. 2. als normaler Privatanleger... (nur Vermögenssteuer?) 3. Geben hier drin alle alles am Staat an?   

 

07.12.2014 11:33
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nix_weiss hat am 07.12.2014 - 10:43 folgendes geschrieben:

von ghost:

< Den Kapitalgewinn in die 2.Säule einzahlen. Würde das Vermögen schmälern und das steuerbare Einkommen noch zusätzlich minimieren. Eine Möglichkeit die man prüfen sollte und im Jahre 2015 die Gelegenheit wäre. >

ist eine gute idee.. aber so ist das verdiente geld erstmal weg und ev. wird nie mehr gesehen ansonsten bleibt nur ein verkauf um den 20.12 rum (kurs hoffentlich einiges höher) und eine anschliessende auszahlung am schalter..

dazu meine frage: bei hohen geldbeträgen muss die bank vermutlich vor-avisiert werden.. wenn zB. einer 300k in bar abholen möchte (risiken mal dahingestellt) und diese im garten vergraben möchte. dies wäre dann eine umwandlung von weiss in schwarzgeld (an den steuern vorbei).

muss dieser bezug in irgendeiner form der berhörde (gemeinde, kanton, bund, steueramt) von der bank gemeldet werden ? weiss dies jemand ?

 

Würde ich nicht machen sofern du keine Einkommensteuer dafür bezahlst,  Vermögenssteuer dann halt schon aber die ist noch zu verkraften. Leerst du das Konto, kannst ja mit dem Geld nicht wieder arbeiten, es sei denn du bezahlst es im Januar wieder ein. Sollte es sich im 2015 wieder gut entwickeln hast du immer mehr Schwarzgeld, und dies kannst du nur für gewisse Dinge wie Ferien, Fernseher, Wohnungseinrichtung ausgeben (zumindest bis jetzt noch) aber nicht ein Haus oder Land kaufen, auch bei einer tollen Karre wirds schon problematisch.

07.12.2014 10:53
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@ASA

Bin auch dafür dass wir hier weiter Diskutieren, Danke für die Eröffnung!!

Sollte die Reform lll kommen wird die Steuererklärung noch aufwendiger, man sollte dann auch die Courtagen und Gebühren abziehen können mir graut jetzt schon davon, aber ist ja noch nicht soweit.

Auch beim jetzigen Steuersystem ist der Staat immer der Gewinner ohne ein Risiko einzugehen.

@sansibar

Nur Leute aus dem Volk, der Wirtschaft, die einer produktiver Arbeit nachgehen, bezeichnet man in Bern als Abzocker und schikaniert wo man kann. Schluss mit Abzocke des Bürgers zugunsten Beamter, zweifelhafter Projekte und Umverteilung. Zusammen können die Bürgerlichen in Bundesbern diesem Steuerwahnsinn entgegnen und die Abzocke vom Volk minimieren!

Genau meine Meinung, ich könnte dir Beispiele erzählen aus Bern, da würde dir übel werden und zwar für mehrere Tage!!!

 

07.12.2014 10:43
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von ghost:

< Den Kapitalgewinn in die 2.Säule einzahlen. Würde das Vermögen schmälern und das steuerbare Einkommen noch zusätzlich minimieren. Eine Möglichkeit die man prüfen sollte und im Jahre 2015 die Gelegenheit wäre. >

ist eine gute idee.. aber so ist das verdiente geld erstmal weg und ev. wird nie mehr gesehen Wacko ansonsten bleibt nur ein verkauf um den 20.12 rum (kurs hoffentlich einiges höher) und eine anschliessende auszahlung am schalter..

dazu meine frage: bei hohen geldbeträgen muss die bank vermutlich vor-avisiert werden.. wenn zB. einer 300k in bar abholen möchte (risiken mal dahingestellt) und diese im garten vergraben möchte. dies wäre dann eine umwandlung von weiss in schwarzgeld (an den steuern vorbei). Dirol

muss dieser bezug in irgendeiner form der berhörde (gemeinde, kanton, bund, steueramt) von der bank gemeldet werden ? weiss dies jemand ?

 

06.12.2014 23:53
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Von nix_weiss:

 

Private Kapitalgewinne auf Wertschriften sollen künftig der Einkommenssteuer unterliegen, mit Möglichkeit der Verlustverrechnung einschliesslich Verlustvorträgen. Bei Beteiligungsrechten (wie Aktien und Genussscheinen) fliessen 70 Prozent des Kapitalgewinns in die Bemessungsgrundlage ein, bei anderen Wertpapieren (wie Obligationen) sind es 100 Prozent.