Systematisch vs. Diskretionär

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01.01.2008 23:24
#1
Bild des Benutzers Johnny P
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Systematisch vs. Diskretionär

Mich würde interessieren, wie die Cash-Forum-User traden.

Systematisch oder Diskretionär?

Ich tendiere seit längerer Zeit auf einen systematischen Ansatz hin und werde so ca. ab Mitte Januar damit real zu traden beginnen. Bin gerade noch an einigen Details meines Systems am feilen und am testen.

Was verstehe ich unter systematisch Traden?

Zum Beispiel:

Es werden fixe Regeln für Entry, Exit, Positionssizing, Stop Loss, etc. aufgestellt und nach diesen gehandelt.

Unter Diskretionär verstehe ich, wenn man einmal eine Position wegen ein paar guten News oder Empfehlung, eine Andere weil einem der Chart gefällt oder einfach aus dem Bauch heraus eröffnet. Ohne einem strengen systematischen Ansatz zu folgen.

Ich bin gespannt wie das "mechanische" Trading funktionieren wird, in den Tests siehts vielversprechend aus und diskretionär wohl sehr schwierig zu schlagen! Malsehen wie es dan mit Realmoney aussehen wird!

Ich werde euch über meine Erfahrungen in diesem Thread berichten und bin gespannt, ob noch andere User nach einem strengen System traden oder getradet haben?

Gruess

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„Alles was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.“



Konrad Adenauer
02.01.2008 11:31
Bild des Benutzers Kruger
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Kommentare: 226
Systematisch vs. Diskretionär

Ich bin kein Anhänger von mechanischem Trading, wie du es beschrieben hast, also fixen Stop-Loss-Marken, Positionsgrössen usw. Das bedeutet, dass ich nicht nach eingemeiselten Regeln trade. Ich favorisiere es Intraday nicht so liquide Aktien, wie Meyer Burger oder Temenos (also nicht UBS und ABB) zu handeln und mein Entscheid, ob ich diese dann leerverkaufe oder kaufe kann unterschiedliche Gründe haben, entweder gefällt mir das Orderbuch oder am morgen vor Handelsstart sind gute News veröffentlicht worden oder ich bin einfach davon überzeugt, dass es zu einer Ralley egal in welche Richtung kommt (also mehr so ein Bauchgefühl). Das heisst soviel, als dass ich kaufe, wenns mir gerade gefällt und soviel einsetze, wie ichs gerade für richtig halte.

Was ich aber immer tue und dies ohne Ausnahme ist Leerverkäufe am Handelsende wieder abzudecken und Stop-Loss' zu setzen, wann immer ich nicht am Bildschirm den Markt mitverfolgen kann. Dies sind meine einzigen Regeln und bisher bin ich damit sehr gut gefahren. Trade nach Erfahrung, meiner Meinung nach blocken fixe Regeln die Maximierung des Gewinns.