Umfrage; Sollen UBS-Manager weiter Boni ....

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17.10.2008 10:16
#1
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Umfrage; Sollen UBS-Manager weiter Boni ....

in zweistelliger Millionenhöhe erhalten ?

- ein Skandal, die Kernschmelze von Vertrauensverlust ist für mich jedenfalls;

a) dass noch im März 2008 10 Milliarden Boni von der UBS ausbezahlt wurden,

b) Heute 6 Milliarden vom Bund (das sind wir alle, die Allgemeinheit) erbettelt wurden,

c) sie auch noch bekamen von unserer Regierung in Bern.

- folgender aktueller diesbez. Sachverhalt gemäss Quelle Cash.ch;

UBS: Weiterhin Boni in zweistelliger Millionenhöhe

16.10 23:02

Auch nach dem Eingreifen des Bundes und der Nationalbank sollen einzelne UBS-Banker in den Bereichen Investment Banking und Hedge Fonds laut UBS-Verwaltungsratspräsident Peter Kurer weiterhin Boni in zweistelliger Millionenhöhe erhalten.

Dies könne er nach wie vor nicht absolut ausschliessen, sagte Kurer auf eine entsprechende Frage im Nachrichtenmagazin "10 vor 10" von Schweizer Fernsehen SF. Die Boni und die Löhne würden aber sicher kleiner. Die UBS sei gewillt, das Problem relativ radikal anzugehen."

- wie ist Eure sachliche Meinung darüber ?

.

8)

Aufklappen

So wie einem das Licht nicht ohne die Dunkelheit bewusst würde, so gibt es keine Situation, in der nicht etwas POSITIVES zu entdecken wäre.



Frei nach I Ging

10.04.2014 11:45
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Deutsche Bank will Obergrenze für Boni verdoppeln

Die Deutsche Bank will die Obergrenze für Boni verdoppeln. Damit will der Konzern die neuen rechtlichen Vorgaben zur Begrenzung von Bonuszahlungen voll ausschöpfen. Bei der Hauptversammlung am 22. Mai sollen die Aktionäre darüber abstimmen, ob die Bank die Obergrenze für die variablen Gehalts-Bestandteile für die Beschäftigten verdoppelt, wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Einladung für das Aktionärstreffen hervorgeht.

Folge der Neuregelung seien nicht automatisch höhere Bonuszahlungen, betonte ein Sprecher der Bank. Die Deutsche Bank wolle sich angesichts neuer Regeln der Europäischen Union mehr Flexibilität verschaffen. Die neuen Regeln schreiben Banken vor, dass Boni für einen Mitarbeiter von diesem Jahr an maximal so hoch sein dürfen wie dessen Grundgehalt. Dieses Verhältnis darf erhöht werden, wenn die Hauptversammlung einer Bank dies ausdrücklich beschliesst. Dann dürfen Boni maximal doppelt so hoch sein wie die Fixgehälter.

Sollte die Bank mit ihrem Vorschlag bei den Aktionären nicht durchkommen, hat sie einen Plan B in der Tasche: Dann dürfte das Institut die Grundgehälter der Führungskräfte deutlich anheben, heisst es in Finanzkreisen.

http://www.nzz.ch/wirtschaft/wirtschafts-und-finanzportal/deutsche-bank-...

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

23.10.2008 18:44
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na das ist er nun gewiss nicht. da fand ich dann so typen wie holzach, senn etc schon viel, viel cooler, nachhaltiger und souveräner.

der ospel kommt mir eher so wie der chiasso wuffli vor. :mrgreen:

23.10.2008 18:42
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God
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Ich sehe Ospel überhaupt nicht als Versager, sondern als den besten Banker den die Schweiz je gesehen hat!

Alles ist möglich...

23.10.2008 11:08
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@cidix

meine Rede 8) full ack

mfg Rob

there is one future: go green!

23.10.2008 10:57
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cidix wrote:

Es wird nur auf eine Person geschossen, obwohl es noch weitere Personen gäbe.

Natürlich gibt es noch jede Menge Mitschuldiger, und die werden auch nicht vergessen.

Aber bei den jeweils guten Zahlen in früheren Jahren wurden die auch nicht erwähnt, es wurde immer nur der Big Boss als Held gemeldet.

Und jetzt hat man festgestellt, dass diese Leute Scheisse gebaut haben, und es wird auch wieder in erster Linie der Big Boss erwähnt.

Damit hat er ja auch seinen hohen Lohn gerechtfertigt, mit der grossen Verantwortung für seine Angestellten. Somit wird er auch mehr angegriffen, als die anderen. Das ist ganz normal.

Gruss

fritz

22.10.2008 14:46
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Trotzdem!

Ich habe nunmal eine differenzierte Sichtweise und lasse mich nicht von populistischen Kampagnen blenden.

Es wird nur auf eine Person geschossen, obwohl es noch weitere Personen gäbe. Wie wäre es mit Totalversager Peter Wuffli, der als Abgangsgeschenk 20 Millionen Franken erhalten hat? Oder Clive Standish, Ex-CFO, ebenfalls 20 Millionen genau wie Hew Jenkins, Ex-Chef Investmentbank, der auch noch einige Zeit nach seinem Abgang als unabhängiger Berater fungierte? Übrigens, Lohn bekamen Sie auch noch und zwar 33 Millionen, macht Total 93 Millionen Franken aus Lohn und Abgangsentschädigungen im Jahr 2007. Im Schnitt also 31 Millionen Franken pro Nase, da sieht sogar Ospel alt aus.

Generös zeigte sich die UBS aber auch bei John Costas. Leiter Investmentbanking von 02-05, wollte die UBS verlassen und das ganz grosse Geld in der Hedge-Fond Industrie verdienen. Um ihn zu halten wurde ein eigener HF gegründet, namentlich Dillon Read Capital Management (DRCM). 250 Trader wurden eingestellt, um die Startrader bei Laune zu halten wurden 1 Millarde Boni gesprochen. Grossverdiener waren die Trader aber ohnehin schon, etwa Mike Hutchins und Kenneth Karl, die pro Jahr geschätzte 40 Millionen verdienen.

Es wird überall abkassiert, doch man macht nur auf die Gallionsfiguren Jagd Wink

Weitere Beispiele:

- CS gab im Jahr 07 187.5 Millionen Franken für ihre Spitzenleute aus

- Novartis entschädigte die Geschäftsleitung im Jahr 2006 mit 61 Millionen, bei 8 Mitgliedern, gibt einen Schnitt von 7.6

- Walter Kielholz (VR Präsi CS) erhält ohne operative Funktion 14.6 Millionen

- Jean Pierre Cuoni von EFG International genehmigt sich 10,5 Millionen Franken, bekleidet auch keine operative Funktion

/edit: Und nein ich arbeite bei keiner Bank und habe einen kleinen Lohn. Die Boni finde ich einfach unverschämt und den Ospel mag ich auch nicht, ändert aber nichts an den Fakten. Blum 3

22.10.2008 12:28
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cidix wrote:

Irgendwie tut mir Ospel schon leid, klar er gehört auch zu den Versagern, aber mitgewirkt haben auch Andere.

Das erinnert mich stark daran, dass gerne Täter zu Opfern gemacht werden. Keine Ahnung wie der Fachbegriff dazu heisst. Zum Beispiel wenn einer eine Frau vergewaltigt, heisst es nachher "ooohh der arme Kerl musste beim reizenden Anblick des Ausschnitts stark leiden und musste verständlicherweise mal ran...." Analog bei den Bankern "ooooooooh der arme Kerl musste beim reizenden Anblick des Geldes stark leiden und musste sich verständlicherweise etwas abzweigen"

8)

22.10.2008 11:52
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ja, das schicksal meint es hart mit marcel ospel. sehr hart. unglaublich hart. extrem hart. wirklich ein armer kerl. alles hat er verloren, alles. nichts ist ihm geblieben. beinahe 50 jahre lang hat er 24h tag und nacht für seine ubs gelitten, sklave seiner 80'000 angestellten und x-millionen aktionäre, und jetzt das. einsam hat er um drei uhr morgens seine entscheide gefällt zum wohl der bank und der bürger, und jetzt hackt man auf ihn ein. schweren herzens hat er der swissair den stecker rasugezogen. sogar seine heimatstadt musste er verlassen und sich in fremde lande in wollerau begeben.

ich bin sicher, der papst wird ihn eines tages heiligsprechen. soviel selbstauffopferung muss irgendwann gewürdigt werden.

22.10.2008 11:19
Bild des Benutzers cidix
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Eigentlich ist Costas wirklich der Dreh und Angelpunkt der Krise, nicht Ospel. Aber wieso auf einen unbekannten Amerikaner einschlagen, der kein Blickleser kennt? Wink

Irgendwie tut mir Ospel schon leid, klar er gehört auch zu den Versagern, aber mitgewirkt haben auch Andere.

22.10.2008 11:11
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NasdaqRob wrote:

Neben Ospel gibts noch andere die für das Debakel bei der UBS gerade stehen müssen,...

Richtig, und die machen es auch nicht.

Gruss

fritz

22.10.2008 00:20
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@fritz

du verwechselst Ospel mit Mr. Victory (Ackermann).

wobei ich mit beiden kein Problem habe.

Ospel bashing schein voll im trend zu sein. typisch, statt die wirklichen Probleme zu thematisieren wird die Allgemeinheit wiedermal aufgehetzt.

Neben Ospel gibts noch andere die für das Debakel bei der UBS gerade stehen müssen, da wären Costas als ehemaliger Hedgefond Manager und Peter Wuffli als damaliger Chef, die durch ihre Strategie den Konzern in Schieflage brachten.

Dass das Riskmanagement in der Schweiz total versagte müssen wir nicht erwähnen - Warnungen gabs schon jahre zu vor...

mfg Rob

there is one future: go green!

21.10.2008 23:08
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fritz wrote:

Er wollte doch immer im Rampenlicht stehen. Jetzt hat er es.

Findest du es etwa gerechtfertigt, dass er nun von allen Seiten und vorallem von Seite der Medien derart runtergemacht wird? Sowas ist einfach lächerlich! Auf diese Art und Weise wird er seine Boni bestimmt nicht zurückgeben!

21.10.2008 22:55
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Er wollte doch immer im Rampenlicht stehen. Jetzt hat er es.

Gruss

fritz

21.10.2008 17:34
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Johnny P wrote:

Wie kann man nur so naiv sein...die Papiere die für 60 Mia. gekauft worden sind, sind wertlos...sondermüll...der Return daraus wird lächerlich sein :evil:

Es geht auch nicht um die 60 Milliarden Schrottpapiere bei den 12.5 % Zins, sondern um die restlichen 6 Millliarden, welche als Pflichtwandelanleihe ausgegeben wurden...Je nach dem wie sich die Handelbarkeit und die Preise der Subprime-Papiere entwickeln, werden möglicherweise auch noch weitere Gewinne erzielt damit.

chuecheib wrote:

Ich finde es schade wie ihr hier auf Marcel Ospel losgeht.

Same opinion...! Alle die anderen UBS-Mitarbeiter, welche massenhaft Geld kassiert haben (z.B. Costas, der alleine mehr als 100 Millionen Franken verspekuliert hat) werden ausserdem nicht einmal erwähnt! Aktionen, wie diejenige des Blicks, bei welchen man einen gegen Ospel gerichteten Brief unterschreiben sollte sind einfach lächerlich (typisch Blick)! :roll:

21.10.2008 15:36
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ospel wollerau genügt. wird bald wieder papi, unser marci. da kann man doch die boni nicht zurückverlangen, der kleine braucht doch sein fressi.

21.10.2008 15:34
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jo..ich bis

:roll: Lol

money for nothing!

21.10.2008 15:34
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Der Ospel tut mir leid. Ich stelle mir vor wie er ganz einsam am Golf spielen ist. Ich sende ihm heute noch einen Blumenstrauss. Wer hat die Adresse? 8)

21.10.2008 15:31
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chuecheib wrote:

. Aber stellt euch nur mal vor wie der Marcel sich fühlen mag. Der Grossteil des Volkes hasst ihn und würde ihm am liebsten eins auswischen, dazu kommen die tausende von Schicksale die ihr Vermögen durch UBS Aktien z.b. verloren haben, meint ihr nicht all diese Dinge würde ihm nicht genug Leid verschaffen.

bist du es, marcel?

:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

21.10.2008 14:16
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Ich finde es schade wie ihr hier auf Marcel Ospel losgeht. Ich finde das fast schon unmenschlich, wie diese Hasstirade die hier läuft. Eigentlich ist er doch ein ganz netter Mensch. Beruflich hat er sicher gewisse Fehler gemacht, jedoch nicht nur er alleine, da waren auch noch andere Leute mitbeteiligt, nicht zuletzt die Aktionäre, die ja schliesslich den VR wählen oder absetzen können.

Sicherlich ist es am schönsten fürs Gemüt wenn man hart arbeitet und dann die Früchte wie im Beispiel bei der Weinernte geniessen darf. Aber stellt euch nur mal vor wie der Marcel sich fühlen mag. Der Grossteil des Volkes hasst ihn und würde ihm am liebsten eins auswischen, dazu kommen die tausende von Schicksale die ihr Vermögen durch UBS Aktien z.b. verloren haben, meint ihr nicht all diese Dinge würde ihm nicht genug Leid verschaffen, meint ihr nicht dass man Fehler auch mal vergeben kann, leben wir mittlerweile tatsächlich in einer Gesellschaft in der Perfektionismus zur Nr 1 geworden ist ?

Mag sein dass ich weit aushole, dennoch denke ich nicht dass es irgendjemand auf der Welt verdient hat so niedergemacht zu werden.

START! Time to play the Game !!!!!

21.10.2008 13:29
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tschonas wrote:

...doch nebenbei bemerkt man doch, dass die Leute Ihn wirklich ziemlich heftig hassen! Sogar du wirfst ihm schon vor, er hat kein schlechtes Gewissen. Woher weisst du denn das?

Natürlich, ich hasse ihn auch. Sollen wir Leute, die solchen Schaden anrichten, ohne ein Zeichen von Reue zu zeigen, auch noch lieben?

Wenn er ein schlechtes Gewissen hätte, müsste ja eigentlich eine Reaktion zu sehen sein, um dieses Gewissen zu bereinigen.

Ich würde meine Meinung zu seiner Person aber leicht ändern, wenn er jetzt sagen würde:

"Tut mir leid liebe Leute, dass ich euch in eine solche Scheisse reingeritten habe. Ich sehe meine Fehler ein und bin bereit CHF xy-Millionen als Anteil der Wiedergutmachung an die UBS zurückzubezahlen. Ich hoffe, ich bin nicht der einzige, der das macht."

Man muss Leuten auch verzeihen können, wenn sie ihre Fehler einsehen und entsprechend handeln. Aber bisher gab es noch kein Zeichen in diese Richtung.

Gruss

fritz

21.10.2008 09:57
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tschonas wrote:

Ja klar. Aber in spätestens 30 Monaten ist die Sache erledigt. Dazu erhält der Staat 12.5 Prozent Zins dafür.

Wie kann man nur so naiv sein...die Papiere die für 60 Mia. gekauft worden sind, sind wertlos...sondermüll...der Return daraus wird lächerlich sein :evil:

„Alles was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.“

Konrad Adenauer

21.10.2008 09:47
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Amüsant: UBS möchte an den Bonuszahlungen festhalten um seine Talente nicht zu verlieren. Paradoxerweise sind jene Talente genau die, welche den Kapitalismus versenkt haben.

Einschränkungen auf politischer Ebene wird es aber nie geben, ausser es würde global gelöst werden. Darum ist diese Diskussion auch sinnlos. Die Lobby ist viel zu stark in der Schweiz..... da wird sich gar nix bewegen. :roll:

21.10.2008 00:41
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fritz wrote:

tschonas wrote:
@fritz,

Und wenn er seine Boni zurückgegeben hat, hat er kein schlechtes Gewissen mehr, der liebe Ospel?

Das schlimme ist, dass er wahrscheinlich nicht mal ein schlechtes Gewissen hat.

Dadurch, dass er einen Teil des Schadens, den er angerichtet hat, wieder ausgleicht, könnte er trotzdem einiges an Respekt bei der Bevölkerung zurückgewinnen.

Vergiss es. Der hat seinen Ruf endgültig verspielt. Lies mal Kommentare der Schweizer Bürger auf den Webpages der Schweizer Newsportale. Klar, die meisten sind total lächerlich, doch nebenbei bemerkt man doch, dass die Leute Ihn wirklich ziemlich heftig hassen! Sogar du wirfst ihm schon vor, er hat kein schlechtes Gewissen. Woher weisst du denn das?

fritz wrote:

tschonas wrote:
Warum unser Geld? Der Bürger bezahlt keinen Rappen an den UBS-Boni!

Woher kommt denn das Geld????

Ja klar. Aber in spätestens 30 Monaten ist die Sache erledigt. Dazu erhält der Staat 12.5 Prozent Zins dafür.

21.10.2008 00:18
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tschonas wrote:

@fritz,

Und wenn er seine Boni zurückgegeben hat, hat er kein schlechtes Gewissen mehr, der liebe Ospel?

Das schlimme ist, dass er wahrscheinlich nicht mal ein schlechtes Gewissen hat.

Dadurch, dass er einen Teil des Schadens, den er angerichtet hat, wieder ausgleicht, könnte er trotzdem einiges an Respekt bei der Bevölkerung zurückgewinnen.

tschonas wrote:

Warum unser Geld? Der Bürger bezahlt keinen Rappen an den UBS-Boni!

Woher kommt denn das Geld????

Gruss

fritz

21.10.2008 00:10
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Und gleich noch was: Nur so als ein Beispiel unter Tausenden um gewissen Leuten, die in einer Traumwelt leben, zu zeigen, wie ein grosser Teil unserer Gesellschaft lebt und arbeitet.

Ich habe heute den ganzen Tag bei einem Bauern Trauben geerntet. Ich weiss noch nicht mal, wieviel ich dabei verdiene, ich habe nicht danach gefragt und kann mich auch nicht mehr erinnern, wieviel es beim letzten Mal war. Ich weiss aber, dass sich dieser Bauer damit keine goldene Nase verdient und werde akzeptieren, was immer er für richtig hält, wahrscheinlich werden es zwischen CHF 10.- und 20.- pro Stunde sein, also sehr wenig; ich würde es sogar machen, wenn ich gar nichts bekomme, weil ich weiss, wie hart das Leben für diese Bauernfamilie ist und ausserdem habe ich als Bonus Wurst, Brot und Wein zum Mittagessen bekommen (ach so, dass ist ja kein Bonus, sondern Spesen, die bekommen die Top-Bänker ja auch noch neben Lohn und Bonus).

Jetzt bin ich müde und der Rücken schmerzt, aber ich habe was Produktives gemacht und produktiv ist meistens positiv.

Und jetzt zur Situation des Bauern: In einem schlechten Jahr trägt er das volle Risiko alleine. Im schlimmsten Falle arbeitet er das ganze Jahr und hat nachher gar nichts (ich glaube gegen Naturkatastrophen gibt es wenigstens eine Versicherung, gegen schlechtes Wetter aber nicht).

Dieses Jahr ist ein sehr gutes, das wird aber nicht belohnt. Die Quantität in hoher Qualität ist extrem gross. Der Weinproduzent nimmt aber nur eine gewisse Menge pro Fläche ab, wenn ein Bauer versehentlich mehr liefert, wird er trotz Top-Qualität mit der gesamten Menge in eine tiefere Qualität eingestuft und verliert viel Geld. Es bleibt ihm nichts anderes übrig, als einen Teil der Ernte zu zerstören. Somit verdient er in einem Top-Jahr, trotz einer hervorragenden Arbeit, nur durchschnittlich, Bonus gibt es gar nicht, er ist ja selbständig.

Dies nur als Beispiel zu Risiko und Ertrag bei harter Arbeit.

Gruss

fritz

20.10.2008 23:54
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@fritz,

Und wenn er seine Boni zurückgegeben hat, hat er kein schlechtes Gewissen mehr, der liebe Ospel?

Warum unser Geld? Der Bürger bezahlt keinen Rappen an den UBS-Boni!

20.10.2008 23:42
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tschonas wrote:

Na würdest du deine Boni zurückgeben, die du möglicherweise schon verplant, investiert hast?

Ja, das würde ich. Ich hätte keine ruhige Minute, zu wissen, dass ich eine Schweizer Grossbank praktisch in den Ruin getrieben hätte und an einer weltweiten Krise mitschuld bin.

Ich könnte nicht schlafen, wenn ich für eine miserable Leistung als Angestellter viel mehr bekommen habe, als man sich mit einer perfekten Leistung verdienen sollte.

tschonas wrote:

Lasst es doch die Sache der UBS sein, ob und wieviel Boni ausgezahlt werden.

Nein, sie machen das ja mit unserem Geld.

Wofür halten sich denn diese Bänkler?? Für Halbgötter???

Gruss

fritz

20.10.2008 23:25
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fritz wrote:

Wenn Ospel ein ganz wenig Moral hätte, dann würde er einen grossen Teil seiner Boni freiwillig zurückgeben, mit dem Rest könnte er ja immer noch bis an sein Lebensende in Saus und Braus leben.

Na würdest du deine Boni zurückgeben, die du möglicherweise schon verplant, investiert hast? Der wurde ja richtig aus der UBS rausgeekelt, bist du sicher, dass du denen dein Geld zurückgeben würdest? Nichts gegen dich aber ich glaube kaum! Was würde es ihm auch bringen? Er ist ja auch dann noch der Sündenbock.

Die Diskussionen um die Abschaffung der Boni bei der UBS finde ich ohnehin lächerlich. Lasst es doch die Sache der UBS sein, ob und wieviel Boni ausgezahlt werden. Schlussendlich kann niemand etwas beeinflussen, auch wenn er noch so reklamiert.

20.10.2008 23:00
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orangebox wrote:

...da soll der höchste Bank Manager mit viel Verantwortung für das Unternehmen und die Mitarbeiter ein max. an 500000 Euro bekommen

und dann sieht er sich einen Federer an , der für ein Bisschen Ballspielen das x fache an Millionen einkassiert oder die Fussballspieler und Co.

Wo bleibt denn die Verantwortung?? Es gibt bei diesen geldgierigen Typen weder Verantwortung noch Moral. Es gibt nur Kohle und Macht.

Wenn Ospel ein ganz wenig Moral hätte, dann würde er einen grossen Teil seiner Boni freiwillig zurückgeben, mit dem Rest könnte er ja immer noch bis an sein Lebensende in Saus und Braus leben. Ich gehe mal davon aus, dass er über ein gewisses Grundwissen verfügt, wie man sein Geld anlegen kann...

Federer ist ein anderer Fall, der ist ja nicht angestellt, sondern ein Firmeninhaber, er ist praktisch seine Firma.

Und er schadet mit seinen hohen Verdiensten niemandem. Keiner wird gezwungen, Tickets für seine Spiele oder Fan-Artikel zu kaufen.

Er ist in der glücklichen Lage, etwas zu können, was in den letzten Jahren kein anderer konnte, er war über mehrere Jahre der weltbeste seines Faches. Er selber, hat auch schon oft gesagt, dass er Glück hat, in dieser Lage zu sein, und er verteilt doch immer wieder einen Teil seines Vermögens an verschiedene Hilfswerke und kauft Pizzas (Boni) für die Ballkinder.

Gruss

fritz

20.10.2008 21:54
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Bei uns geht die Boni für 5 Jahre auf ein Sperrkonto. Wenn dann alles ok ist und der Mitarbeiter noch im Betrieb ist, kriegt er die Boni von vor 5 Jahren. Ansonsten geht sie zurück an das Unternehmen. Eine Einarbeitung von einem neuen Mitarbeiter kostet ja auch Geld...

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