Umgang mit Wahrscheinlichkeiten

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27.01.2011 17:52
#1
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Umgang mit Wahrscheinlichkeiten

Ich hab mir erlaubt einen Auszug aus dem letzten Erguss des geschätzten Herr Pollert raus zu kopieren und hoffentlich eine spannende Diskussion zu starten.

Profitexter wrote:

Das Ergebnis der grossen Zahl sind wir allemal.

Eigentlich hätten es uns unsere Mathematik-Lehrer in der Schule beibringen müssen. Aber die meisten davon haben bekanntlich versagt dabei, die brillanteren von ihnen wenigstens so elegant, dass wir selber geglaubt haben, wir hätten versagt.

Es geht um den Umgang mit der Wahrscheinlichkeit.

Die meisten Menschen haben schon Mühe mit normalen Wahrscheinlichkeiten umzugehen. An der Börse kommt noch dazu, dass die Wahrscheinlichkeiten sich über die Zeit ändern können resp. sich verschieben. Aber schlussendlich traden wir immer nur Wahrscheinlichkeiten resp. unsere Einschätzung dieser gegenüber einer Aktie/Futures etc.

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„Alles was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.“



Konrad Adenauer
08.02.2011 15:37
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Umgang mit Wahrscheinlichkeiten

Hier hab ich mir am letzten Mittwoch eine verdammt blutige Nase geholt...und der Markt hat mir die Verluste heute wieder zurück bezahlt.

Die Wahrscheinllichkeit auf erfolg meiner Setups sind hoch und es wäre dumm an ihnen zu zweifeln wegen einzelnen misserfolgen...aber genau daran scheitern die meisten. Nach jedem Verlusttrade wird alles über Bord geworfen...das gibt die typischen Gralsucher.

„Alles was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.“

Konrad Adenauer

28.01.2011 09:54
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Umgang mit Wahrscheinlichkeiten

maka wrote:

Mein Stochastik-Dozent sagte jeweils: "Stochastik ist nicht komplex. Wir sind uns nur nicht gewohnt in Wahrscheinlichkeiten zu denken."

Sehr treffend diese Aussage. Ich denke es ist (sollte) ein ganz normaler Prozess der sich im unserem Gehirn entwickelt als Trader. Prinzipiell sollte jeder Trade zumindest einen positiven Erwartungswert haben. Dieser können wir nur anhand historischer Trades resp. Backtests ermitteln. Ob dieser zukünftig resp. aktuell weiterhin bestand hat wissen wir erst im nachhinein.

„Alles was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.“

Konrad Adenauer

27.01.2011 20:31
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Umgang mit Wahrscheinlichkeiten

Die Wahrscheinlichkeit eines Trades beurteile ich nach Gefühl, ohne Rechner. Mehr liegt gar nicht drin, wenn man kurzfristig tradet.

Aber ich habe für einzelne Setups die Geschichte auch schon ab und zu angedacht, um das Gefühl zu entwickeln.

Ist nicht ganz trivial. Nebst der Wahrscheinlichkeit, wie das Setup ausgehen könnte, stellt sich ja auch noch die Frage, wie das mit Taget 1 und 2 und 3, sowie dem Stop (je nach Weite, und dem Nachziehen nach BE etc) aussieht. Auch hat ein Setup nicht einen fixen Wert, sondern ist abhängig von Marktverfassung etc. Weil es komplex ist und schnell entschieden werden muss, bleibt nur das Auge dafür zu sensibilisieren.

Die Beschäftigung mit der Materie lohnt sich, da sich einige schlechte Trades vermeiden lassen. Bei der Bauchbeurteilung liegt man oft ganz falsch in der Landschaft. Dazu find ich die Beispiele in Goldbergs Behavioral Finance sehr nützlich als Augenöffner.

27.01.2011 19:59
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Umgang mit Wahrscheinlichkeiten

Mein Stochastik-Dozent sagte jeweils: "Stochastik ist nicht komplex. Wir sind und nur nicht gewohnt in Wahrscheinlichkeiten zu denken."

Geiz ist des Anlegers Feind.