Verlustgeschäfte

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04.04.2007 08:57
#1
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Verlustgeschäfte

Hallo zusammen!

Mich nimmt mal wunder, wie ihr so mit Verlustgeschäften umgeht? Was macht ihr, denkt ihr,ihr macht das mit einem anderen Trade wieder gut? Was sind so eure Gedanken?

Bei mir ist es meist so, dass wenn ich 2-3 Verlustgeschäfte nacheinander mache, dass ich mich irgendwie wie ein ''nixkönner'' fühle, ich weiss nicht wie euch es geht. Hatte letzte Woche mit meinem Knockout Put SSMIQ sehr guten Gewinn gemacht, und inzwischen fast alles wieder verloren...

Dazu kommt noch, dass meine SYSVD einfach für 2 rp nicht gekauft werden wollen. Das stimmt mich ein wenig traurig momentan...wie geht ihr damit um?

Würde mich über ein paar Meinungen freuen Smile

Grüsse Gnomilein

( und bitte kommt nicht mit dem Satz , im Börsengeschäft muss man mit Verlusten leben - Das weiss ich nur zu gut Wink Aber um eine Meinung fragen darf man doch )

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No Risk No Fun :)
13.04.2007 08:46
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Hotzenplotz, ja, habe jetzt ein Dollarkonto. Werde bei 1.21 kaufen, wissend, dass es Spielraum nach unten gibt.

Es gibt noch Schlimmeres.

12.04.2007 21:21
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marabu wrote:

Der bezahlte Dollarkurs beim Verkauf von meinem Goldfund - Ging mir ebenso bei UBS! "Jäh nu!". Geht Gold hoch, sinkt in der Regel auch etwas der Dollarkurs.

Das schon. Ist doch aber besser, wenn man ein Teil des Anlagevermögens gleich in Dollar lässt, statt es jedesmal bei Kauf und Verkauf hin und her zu wechseln. Bei Swissquote geht das. Das spart ne Riesenmenge.

Greez Hotzenplotz

-=[ Alles wird gut... ]=-

12.04.2007 20:52
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Der bezahlte Dollarkurs beim Verkauf von meinem Goldfund - Ging mir ebenso bei UBS! "Jäh nu!". Geht Gold hoch, sinkt in der Regel auch etwas der Dollarkurs.

12.04.2007 20:33
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learner wrote:

Heute habe ich 5000 weniger auf dem Konto als gestern. Apple im Plus verkauft, in einem steigenden Dollarkurs. Warum gleichwohl ein Verlust? Weil ich nicht wusste ... dass meine migrosbank (to hell with 'em) überhaupt nicht nach dem aktuellen Dollarkurs eine US-Aktie verdealt, sondern zu einem Morgenkurs, oder Nachmittagskurs, den sie nur dann schneller anpassen, wenn der Dollar fällt, zu ihrem Nutzen. Ihn belassen, zu meinem Schaden. Und dass sie fast zwei Prozent an Geld-Brief-Spanne abkassieren. Das kleine Zockergeschäft macht dann alles zusammen schnell drei Prozent aus, die sie mir abkassieren, ohne es auch nur mit einem Wörtchen erwähnt zu haben. Jahresrechnung studieren, sagen sie. Die liebe Migros, gegründet zur Wohltätigkeit. Die Hurensöhne. Und dass sie mir den Stutz erst drei Tage später gutschreiben. Dass wenn ich also eine Stunde später wieder ein Geschäft tätige, sie mir dann für die Tage bis zum Montag (vier!) noch einen Jahreszins von 8 Prozent abluchsen. Ist doch auch was wert, zu wissen, wen man zur Hölle schicken soll. Absolut 5000 wert!

Nett. Ist mir bei UBS ähnlich gegangen, als ich mal genau nachrechnete. Mich überrascht, dass du überhaupt dort tradest... Mit Wechseln und Courtage wird da einiges abgezwackt.

Am besten suchst du dir ein Anbieter, bei dem du nicht bei jedem Nicht-CHF-Trade das Geld zweimal hin und her wechseln musst (Kauf & Verkauf), sondern wechselst einmal und lässt es dann in dieser Währung für den nächsten Trade in dieser Währung. Sonst lohnt sich das nicht.

Greez Hotzenplotz

-=[ Alles wird gut... ]=-

11.04.2007 17:11
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Heute habe ich 5000 weniger auf dem Konto als gestern. Apple im Plus verkauft, in einem steigenden Dollarkurs. Warum gleichwohl ein Verlust? Weil ich nicht wusste ... dass meine migrosbank (to hell with 'em) überhaupt nicht nach dem aktuellen Dollarkurs eine US-Aktie verdealt, sondern zu einem Morgenkurs, oder Nachmittagskurs, den sie nur dann schneller anpassen, wenn der Dollar fällt, zu ihrem Nutzen. Ihn belassen, zu meinem Schaden. Und dass sie fast zwei Prozent an Geld-Brief-Spanne abkassieren. Das kleine Zockergeschäft macht dann alles zusammen schnell drei Prozent aus, die sie mir abkassieren, ohne es auch nur mit einem Wörtchen erwähnt zu haben. Jahresrechnung studieren, sagen sie. Die liebe Migros, gegründet zur Wohltätigkeit. Die Hurensöhne. Und dass sie mir den Stutz erst drei Tage später gutschreiben. Dass wenn ich also eine Stunde später wieder ein Geschäft tätige, sie mir dann für die Tage bis zum Montag (vier!) noch einen Jahreszins von 8 Prozent abluchsen. Ist doch auch was wert, zu wissen, wen man zur Hölle schicken soll. Absolut 5000 wert!

Es gibt noch Schlimmeres.

09.04.2007 23:11
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Endspurt wrote:

Meine Wertschriften schichte ich seit drei oder vier Jahren nicht mehr um, habe auch keinen Grund dazu. Ich sitze die Börsenbaissen einfach aus (zum Glück auch die von 2001 bis 2002) und verfalle nicht in Panik, wenn meine Wertschriften mal etwas weniger wert sind.

Das muss ich wohl noch lernen. Meine virtuellen Portfolios hatten mehrmals gezeigt, dass Halten auf die Dauer am Besten abschneidet. Nur die Zockeraktien müssen weg, wenns kritisch wird. Trotzdem... diese Disziplin konnt ich bisher noch nicht aufbringen, denn der Spassfaktor ist weit grösser bei tieferen Kursen wieder einzukaufen, als das Depot so lange in rot zu haben. Lol

Besten Dank für den interessanten Beitrag. Stimme damit komplett überein.

Greez Hotzenplotz

-=[ Alles wird gut... ]=-

09.04.2007 20:28
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Die Erfahrungen scheinen oft ähnlich zu verlaufen. Bloss, dass der eine oder andere grössere Verluste einfahren musste. Smile

Aber wie du selbst gesagt hast, ist das durchaus charakterbildend. Du sinnierst über die wahren Werte im Leben nach. Vielleicht ist es gerade diese innere Distanz zum Geld, die man dabei gewinnt, welche heutigen - und ich hoffe auch zukünftigen - Erfolg möglich macht.

09.04.2007 20:00
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Als "Hobby-Börsianer" mit nun schon jahrzehntelanger Erfahrung im positiven wie auch im negativen Bereich gibt es für mich gewisse Grundsätze, die ich allerdings auch nicht immer befolge Sad

1. Geduld haben, nicht glauben, weil ich nun 5000 Rubel investiere müsse die Börse morgen zulegen.

2. Wer nicht verlieren kann, ob im Sport, im normalen Leben oder einfach mental, der wird an der Börse nicht glücklich. Es braucht eine gewisse Grosszügigkeit sich und anderen gegenüber. Ist vielleicht auch eine Lebenseinstellung.

3. Geizkragen und Rappenspalter werden beim ersten Börsentaucher in Selbstmitleid machen und ihre nächste Umgebung für ihren Misserfolg verantwortlich machen. Diese Art Mitmenschen würden die Börse besser meiden.

4. Ich habe mit hochverzinslichen ausländischen Obligationen in Fremdwährungen, Aktien-Leerverkäufen, Goldminentitel, High-Tech-Aktien und seit über 15 Jahren im Handel mit Optionsscheinen und allem was es für den "normalen" Börseninteressierten so gibt, meine Erfahrungen gesammelt.

Wenn ich einen Verlust realisieren musste, war es halt so, klar hat es mir gestunken, und ich versuchte zu ergründen, warum es so und nicht anders herausgekommen ist. Ich habe den Fehler immer bei mir gesucht, nicht bei anderen, ich war ja der Käufer, es war total freiwillig. Aber wie es so schön heisst: "Das Leben geht weiter". Ich habe mir keine grauen Haare wachsen lassen, habe das Verlust-Segment halt dann evtl. für ein paar Jahre gemieden oder es hat mich schlicht gar nicht mehr interessiert.

Der erste Aktien-Leerverkauf war gleich ein schöner Gewinn mit einer Werner-K.-Rey-Firma (Atelier de Vevey), nach einigen weiteren kleineren Erfolgen meinte ich, ich müsste mit der damals noch selbstständigen Saurer Arbon ein Leerverkauf-Geschäft machen. Das ging dann aber total in die Hose. Fr. 10000.- Verlust, für mich als normaler Angestellter schon ein herber Verlust. Seitdem liess ich die Finger von dieser Art Aktiengeschäften.

Im Grossen und Ganzen kann ich sagen, dass ich an der Börse (ausser mit Optionsscheinen) bis vor zirka 3 Jahren nicht viel verdient habe, ich hätte ebensogut ein Sparbuch bei einer Bank haben können, ich hätte gleich viel (wenig) Rendite gehabt.

Mit Optionsscheinen habe ich über all die Jahre aber positiv abgeschnitten. Das Jahr 1992/93 war eine Super-Zeit, da konnte man am Nachmittag telefonisch einen OS kaufen und einige Tage später mit Gewinn schon wieder verkaufen.

Da machte ich allerdings einen Fehler und wurde etwas übermütig. Ich kaufte dauernd SBV (Schweizerischer Bankverein) Optionen, ging alles gut, bis der Trend an der Börse kippte, ich kaufte billiger nach, noch billiger und noch billiger. Eines Tages hatte ich eine riesen Menge von SBV-Optionsscheinen, die aber nur noch einige Rappen wert waren. Zwei Drittel des zuvor erreichten Gewinns gingen bachab. Das war aber eine gute Lehre für mich.

In Zukunft wurde ich vorsichtiger mit dem Nachkaufen von Titeln, die vermeintlich günstiger wurden.

Die Optionsscheine sind für mich ein "Zubrot". das heisst, wenn es etwas Gewinn gibt, ist das schön und ich kann mir privat etwas leisten, was ich sonst nicht so leicht tun würde.

Meine Wertschriften schichte ich seit drei oder vier Jahren nicht mehr um, habe auch keinen Grund dazu. Ich sitze die Börsenbaissen einfach aus (zum Glück auch die von 2001 bis 2002) und verfalle nicht in Panik, wenn meine Wertschriften mal etwas weniger wert sind.

Zum Schluss noch etwas:

Wenn ich etwas Bleibendes aus dem oben beschriebenen gelernt habe, dann das:

Vertraue keinen Börsenspezialisten, die Bank verdient bei steigenden und fallenden Kursen, sie ist interessiert an möglichst vielen Courtagen, vertraue Dir selber, die "Börsenheinis" kochen auch nur mit Wasser.

Die Baisse 2001/02 ist das beste Beispiel dazu. Alle Experten konnten diese starke Baisse nicht voraussagen und rieten ihren Kunden, jetzt auf den günstigen Kursen nachzukaufen, bis diesen dann die Kohle ausging.

Ich brauchte nie einen Berater, ich habe das ganze Börsengeschehen im "Do-it-yourself"-Verfahren im Laufe der Zeit erlernt und habe in der Zwischenzeit auch gemerkt, dass viele "Berater" von renommierten Banken nur aus ihren Hochglanz-Prospekten zitieren können und nicht mehr wissen als ich.

Und ich als bescheidener Mensch weiss immerhin, dass ich nichts weiss. Biggrin

06.04.2007 11:01
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Genau kein Geld der Welt kann einen Menschen ersetzen oder eine unheilbare Krankheit heilen!

Ich habe einen Menschen an Krebs verloren... ich weiss was es heisst!!!

2 x 2 gibt niemals 4, sondern 5 - 1

06.04.2007 08:08
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Ich bin beeindruckt über die Offenheit, mit der hier diskutiert wird. Ich bin überzeugt, dass ehrliches, kritisches Hinterfragen seines eigenen Tuns einen weiterbringt. Dies gilt übrigens nicht nur für die Börse.

P.S. Die erwähnten Fr. 300'000 Lehrgeld habe ich schon vor Jahren "eingebucht". Das macht in gewisser Hinsicht schon bescheiden. :oops:

06.04.2007 02:32
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Quote:

Der einzige Verlust, der wirklich gravierend ist, ist die Gesundheit, und das Glück.

Bin ganz deiner Meinung. Alles Geld dieser Welt bringt nichts wenn Du nicht Gesund bist.

Und eine Krankheit kann schneller kommen als ein Verlust an der Börse.

Somit, geniesst jeden Tag, den es könnte ja der letzte in Gesundheit sein...

Der Signatur hat es die Sprache verschlagen....

06.04.2007 00:33
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Verlustgeschäfte: Nenn ich "Lehrgeld". Das Geld, das für die Lehre bezahlt wird.

Dr. Alexander Elder, ein Trader, schätzt, dass das Traden-Lernen an Lehrgeld etwa so viel kostet wie ein Medizinstudium. Und das kommt doch so auf etwa 300000 Franken.

Die anderen Verluste sind wahrscheinlich enormer, als was du als Lehrgeld im Leben ausgibst: Kaufst ne Karre, für fufzig oder hundert tausend, und nach ein paar Jahren ist sie Schrott. Heiratest, und noch ein paar Jahren ist die Beziehung auch Schrott, und du verlierst die Hälfte deines Gesparten, der Versicherungen, deiner Altersvorsorge. Du gehst in die Kneipe und versäufst dein Taschengeld. Du speckst dir hundert Kilo an, mit bestem Citterio-Salami, und musst am Schluss den Wanst auch auf den Schrott bringen lassen. Also ... Verluste sind peanuts. Der einzige Verlust, der wirklich gravierend ist, ist die Gesundheit, und das Glück. Der Rest kann abgeschrieben werden, und wird es ohnehin.

Das ist, was uns die Alten gelehrt haben.

Es gibt noch Schlimmeres.

05.04.2007 18:57
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Piismaker wrote:

Wenn du mit derivaten Finanzinstrumenten hantierst, wird auch dich - vielleicht nicht heute und auch nicht morgen, aber irgendwann - ein Ausbuchungsbrief deiner Bank erreichen... SadBiggrin

Es soll mir keiner erzählen, welcher z.B. mit Optionen handelt, er habe noch nie einen Totalverlust erlitten und/oder er werde nie eine wertlos Ausbuchung über sich ergehen lassen müssen.

Ob eine Erfahrung nun als schlecht oder gut verifiziert wird, sei jedem Börsianer selbst überlassen. Die Kunst des Tradens liegt an den gemachten Erfahrungen zu wachsen und die getätigten Fehltrades nicht mehr zu begehen.

Hotzenplotz, deine Einstellung gefällt mir. Vor allem auch, dass du deine eigene Verhaltensweise in Bezug auf deine Orders schriftlich niederlegst und analysierst. Nur so wird die Qualität maximiert. Ausser man ist einer der Charaktere, welche ein lebenlang dieselben Fehler begehen.

Auch ich führe ein Tradingjournal. Jede einzelne Transaktion wird festgehalten. Ich versuche daraus meine Fehlerquote zu senken und meine Trefferquote zu optimieren, was sich schlussendlich - vorausgesetzt, ich halte mich konsequent an meine Strategie - auch positiv auf die Performance auswirkt!

Sicher hab ich schon einen Totalverlust mit Optionen eingefahren. Hatte vor der letzten Korrektur im Februar einen SMI KO Call. Tags davor hatte ich glücklicherweise gerade 2/3 dieses Calls verkauft. Fazit: Der Einsatz war viel zu hoch. Der Call wurde zu lange gehalten. Die Realisierung des Verlustes wurde gescheut. Das passiert mir nie wieder! KO Calls kauf ich nur noch wenn ich mir zu 100% sicher bin, ansonsten lieber ein normaler Call mit ausreichend langer Laufzeit.

Auch andere Verluste hatte ich eingefahren. Aber Keinen, den ich bisher nicht wieder aufholen konnte. Das mein ich mit einem grossen Verlust. Verluste gehören zur Börse genauso wie die Gewinne. Und ein Gewinn ist nur das Geld, das vom Zockerkonto bei SQ abgezogen wurde. Alles andere ist variabel nach oben und unten.

Im Moment bin ich wieder soweit, dass wieder Geld abgezogen werden kann, dh. ich transferiere wieder Gewinne und bin zufrieden mit meinem Verhalten, während der letzten Korrektur. Hätte ich glücklicherweise den SMI KO Call nicht zu 2/3 am Tag vor der Korrektur verkauft, wäre ich immer noch fett im Minus. So ein Risiko gehe ich nie mehr ein. Die Zitrone soll nicht mehr bis zum letzten Tropfen ausgepresst werden! Die Götter mögen mir die nötige Aufmerksamkeit dazu schenken. Lol

Greez Hotzenplotz

-=[ Alles wird gut... ]=-

05.04.2007 16:51
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HOTZENPLOTZ wrote:

Piismaker wrote:
Ob du's glaubst oder nicht, ob du's willst oder nicht. Auch die schlechten Erfahrungen werden noch kommen!!! Biggrin

Natürlich hab ich auch schon schlechte Erfahrungen gemacht und Verluste eingefahren. Ich sehe sie aber als Erfahrungen und nicht als schlechte Erfahrungen. Eine schlechte Erfahrung ist für mich mit einem Eintrag im Traderfriedhof-Thread verbunden. Lol

Grundsätzlich gebe ich mir Mühe bei Gewinnen wie auch Verlusten zu verstehen, weshalb geschah, was geschah und führe täglich genaustens Buch darüber, wie auch über was wäre, wenn... ich anders gehandelt hätte (das lässt sich mit virtuellen Portfolios gut bewerkstelligen).

So zeigte sich auch, dass sich praktisch alle Verluste mit meiner eigenen Dummheit paarten. Für mich sind Verluste deshalb in erster Linie Fehler, die ich begangen habe und die es zu vermeiden gilt, indem ich mein Verhalten beobachte und kontrolliere.*

Da für mich an der Börse Verlustvermeidung oberste Priorität hat, bemühe ich mich deshalb konsequent um Aufmerksamkeit und Besonnenheit. Aufmerksamkeit verhindert einen Fehler zu begehen und Besonnenheit verhindert eine Serie von Fehlern zu begehen. Dabei ist auch wichtig das Risiko zu begrenzen und nur zeitlich limitierte Risiken einzugehen. Wenn's sich nicht entwickelt wie erwartet, nicht scheuen sogleich mit Verlust aus einer Investition auszusteigen, dies aber auch nicht zu überstürzen. Gewinne regelmässig zu realisieren und auf das andere Konto abzuziehen, auch wenn noch mehr drin liegen würde. Weniger ist schlussendlich mehr und die Börse läuft einem nicht davon. Kein Grund zur Hektik.

Deshalb wage ich zu behaupten, vor grösseren Verlusten gefeit zu sein und hoffe die Götter mögen mich mit der nötigen Disziplin beglücken um mich vor einem Eintrag im Traderfriedhof-Thread zu bewahren. Und damit schliesse ich zuversichtlich Hotzenplotzens Trickkiste mit den treffenden Worten eines alten Dickkopfes, der trotz all seiner Fehler meine volle Bewunderung für seine Standhaftigkeit und Konsequenz geniesst:

La historia me absolvera.

Greez Hotzenplotz

* PS. Eine grosse Hilfe um insbesondere mein Spielverhalten besser kennenzulernen und Selbstdisziplin zu üben, ist mir Onlinepoker mit echtem Geld. Kann ich absolut jedem Börsianer weiterempfehlen. Mit einem festen Einsatz rein und den gilt es zu vermehren. Sich beobachten, wenn man den klaren Kopf verliert, sich hinreissen lässt oder überheblich wird. Und vor allem, ob man erkennt, wann es Zeit ist aufzuhören, denn nur das entscheidet schlussendlich über Gewinn oder Verlust. Wink

Wenn du mit derivaten Finanzinstrumenten hantierst, wird auch dich - vielleicht nicht heute und auch nicht morgen, aber irgendwann - ein Ausbuchungsbrief deiner Bank erreichen... SadBiggrin

Es soll mir keiner erzählen, welcher z.B. mit Optionen handelt, er habe noch nie einen Totalverlust erlitten und/oder er werde nie eine wertlos Ausbuchung über sich ergehen lassen müssen.

Ob eine Erfahrung nun als schlecht oder gut verifiziert wird, sei jedem Börsianer selbst überlassen. Die Kunst des Tradens liegt an den gemachten Erfahrungen zu wachsen und die getätigten Fehltrades nicht mehr zu begehen.

Hotzenplotz, deine Einstellung gefällt mir. Vor allem auch, dass du deine eigene Verhaltensweise in Bezug auf deine Orders schriftlich niederlegst und analysierst. Nur so wird die Qualität maximiert. Ausser man ist einer der Charaktere, welche ein lebenlang dieselben Fehler begehen.

Auch ich führe ein Tradingjournal. Jede einzelne Transaktion wird festgehalten. Ich versuche daraus meine Fehlerquote zu senken und meine Trefferquote zu optimieren, was sich schlussendlich - vorausgesetzt, ich halte mich konsequent an meine Strategie - auch positiv auf die Performance auswirkt!

2 x 2 gibt niemals 4, sondern 5 - 1

05.04.2007 16:33
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HOTZENPLOTZ wrote:

Natürlich hab ich auch schon schlechte Erfahrungen gemacht und Verluste eingefahren. Ich sehe sie aber als Erfahrungen und nicht als schlechte Erfahrungen. Eine schlechte Erfahrung ist für mich mit einem Eintrag im Traderfriedhof-Thread verbunden. Lol

Na, na, na. Ich bin so einer der sich im Traderfriedhof eingetragen hat. Nicht wegen der schlechten Erfahrungen sondern wegen der Psychohygniene. Geteiltes Leid, ist ja bekanntlich halbes Leid. Hier bewundere ich deine Sachlichkeit, Hotzenplotz, zum Thema Umgang mit Verlusten.

Wie viele von euch, so vermute ich, bin ich unter dem Stich mit meinen "Käufen/Verkäufen" seit ich "Börsele" immernoch im plus. Trotz "Buchverlusten" und verfallenen Optionen. Aber es kann mir Keiner erzählen, es mache ihm nichts aus wenn er/sie einen Call/Put ganz abschreiben, mit viel Verlust loswerden muss, eine Aktie im "Minus" brachliegt, oder nach dem Verkauf steigt und steigt. Es ist doch ärgerlich wenn so der realisierte Gewinn der/des Traderwoche/-monats/-jahres etc. z.T. massiv geschmälert wird. Auch wenn man selber für sein Schicksaal verantortlich ist und immer die Wahl hat die Finger von der Börse zu lassen. Man könnte sich ja auch mit 0.5% Zins auf dem Bankkonto zufrieden geben Wink

Ich empfehle daher jedem, sich auf dem Traderfriedhof einzutragen. Sei es nun wegen eingefahrenen Verlusten oder entgangenen Gewinnen. Insbesondere dir Gnomilein.

05.04.2007 00:03
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Piismaker wrote:

Ob du's glaubst oder nicht, ob du's willst oder nicht. Auch die schlechten Erfahrungen werden noch kommen!!! Biggrin

Natürlich hab ich auch schon schlechte Erfahrungen gemacht und Verluste eingefahren. Ich sehe sie aber als Erfahrungen und nicht als schlechte Erfahrungen. Eine schlechte Erfahrung ist für mich mit einem Eintrag im Traderfriedhof-Thread verbunden. Lol

Grundsätzlich gebe ich mir Mühe bei Gewinnen wie auch Verlusten zu verstehen, weshalb geschah, was geschah und führe täglich genaustens Buch darüber, wie auch über was wäre, wenn... ich anders gehandelt hätte (das lässt sich mit virtuellen Portfolios gut bewerkstelligen).

So zeigte sich auch, dass sich praktisch alle Verluste mit meiner eigenen Dummheit paarten. Für mich sind Verluste deshalb in erster Linie Fehler, die ich begangen habe und die es zu vermeiden gilt, indem ich mein Verhalten beobachte und kontrolliere.*

Da für mich an der Börse Verlustvermeidung oberste Priorität hat, bemühe ich mich deshalb konsequent um Aufmerksamkeit und Besonnenheit. Aufmerksamkeit verhindert einen Fehler zu begehen und Besonnenheit verhindert eine Serie von Fehlern zu begehen. Dabei ist auch wichtig das Risiko zu begrenzen und nur zeitlich limitierte Risiken einzugehen. Wenn's sich nicht entwickelt wie erwartet, nicht scheuen sogleich mit Verlust aus einer Investition auszusteigen, dies aber auch nicht zu überstürzen. Gewinne regelmässig zu realisieren und auf das andere Konto abzuziehen, auch wenn noch mehr drin liegen würde. Weniger ist schlussendlich mehr und die Börse läuft einem nicht davon. Kein Grund zur Hektik.

Deshalb wage ich zu behaupten, vor grösseren Verlusten gefeit zu sein und hoffe die Götter mögen mich mit der nötigen Disziplin beglücken um mich vor einem Eintrag im Traderfriedhof-Thread zu bewahren. Und damit schliesse ich zuversichtlich Hotzenplotzens Trickkiste mit den treffenden Worten eines alten Dickkopfes, der trotz all seiner Fehler meine volle Bewunderung für seine Standhaftigkeit und Konsequenz geniesst:

La historia me absolvera.

Greez Hotzenplotz

* PS. Eine grosse Hilfe um insbesondere mein Spielverhalten besser kennenzulernen und Selbstdisziplin zu üben, ist mir Onlinepoker mit echtem Geld. Kann ich absolut jedem Börsianer weiterempfehlen. Mit einem festen Einsatz rein und den gilt es zu vermehren. Sich beobachten, wenn man den klaren Kopf verliert, sich hinreissen lässt oder überheblich wird. Und vor allem, ob man erkennt, wann es Zeit ist aufzuhören, denn nur das entscheidet schlussendlich über Gewinn oder Verlust. Wink

-=[ Alles wird gut... ]=-

04.04.2007 21:09
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HOTZENPLOTZ wrote:

marabu wrote:
@ Hotzenplotz

Darf ich annehmen: Sehr erfahrener Anleger. Schon mit verschiedenen Wassern der Erfahrung geläutert. Wink

Leider Nein. Ein aufmerksamer Frischling, der bisher von schlechten Erfahrungen verschohnt blieb.

Greez Hotzenplotz

Ob du's glaubst oder nicht, ob du's willst oder nicht. Auch die schlechten Erfahrungen werden noch kommen!!! Biggrin

2 x 2 gibt niemals 4, sondern 5 - 1

04.04.2007 19:57
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marabu wrote:

@ Hotzenplotz

Darf ich annehmen: Sehr erfahrener Anleger. Schon mit verschiedenen Wassern der Erfahrung geläutert. Wink

Leider Nein. Ein aufmerksamer Frischling, der bisher von schlechten Erfahrungen verschohnt blieb.

Greez Hotzenplotz

-=[ Alles wird gut... ]=-

04.04.2007 16:28
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@ Hotzenplotz

Darf ich annehmen: Sehr erfahrener Anleger. Schon mit verschiedenen Wassern der Erfahrung geläutert. Wink

Ich bin einfach noch vorsichtiger und kaufe nur in Ausnahmefällen Einzeltitel. Seit etwa zwei Jahren "friste" ich mein Börsendasein in der bescheidenen Nische von Baskets und ähnlichen Spezialprodukten.

Mein "bescheidenes" Ziel: Die Indizes schlagen! Angeblich soll das nur selten gelingen. Nun, ich versuchs! 8)

04.04.2007 13:42
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marabu wrote:

Gefährliche Denkweise! Mit anderen Worten sollen Verlustgeschäfte durch Neuspekulationen wieder "zurückgeholt" werden. :roll:

Dem kann ich nur zustimmen. Nach einem Verlust erst mal abwarten und erst mit klarem Kopf wieder handeln. Verluste werden nur mit Besonnenheit oder Glück wieder wettgemacht, wobei das Eine weniger zuverlässig ist, als das Andere. Dasselbe gilt für Gewinne, damit sie nicht gleich wieder verloren gehen.

Verluste gibt es bei mir auch nicht. Sie sind nur temporär, da Buchverluste. Ich hab immer einen fixen Betrag an der Börse. Was darunter ist, muss aufgeholt werden und wird nicht ersetzt. Was darüber ist, wird jeweils ab 5000 gleich realisiert. Somit bin ich immer im Gewinn.

Greez Hotzenplotz

-=[ Alles wird gut... ]=-

04.04.2007 12:44
Bild des Benutzers Gnomilein
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marabu wrote:

Ich mache keine Verluste!

und wie geht das? Wink

No Risk No Fun Smile

04.04.2007 12:44
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Verlustgeschäfte

Gefährliche Denkweise! Mit anderen Worten sollen Verlustgeschäfte durch Neuspekulationen wieder "zurückgeholt" werden. :roll:

Dies heisst wohl nichts anderes, als erhöhte Risiken einzugehen! Die Verlustgeschäfte selbst hat man vermutlich bereits mit Derrivaten eingefahren. Kommt mir vor, wie den Alkohlismus mit Schnaps bekämpfen zu wollen. Express to Hell. :shock:

Ich mache keine Verluste!

04.04.2007 09:14
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Verlustgeschäfte

Reif für den Börsenpsychiater...... :roll:

Gruss SLIN.