Verrechnungssteuer: wie, was und wo

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02.01.2010 22:09
#1
Bild des Benutzers Pomchipz
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Verrechnungssteuer: wie, was und wo

Im Forum ist eine längere Diskussion im Gange, wofür die Verrechnungssteuer (VSt) sei und wo das Geld am Schluss hinfliesst.

Meiner Meinung nach ist die VSt wegen dem Bankgeheimnis eingeführt worden. Ohne VSt hat der Staat ja keine Chance zu ermitteln, was alles so auf den Bankkonti liegt und wieviel Ertrag das Geld abwirft.

Die VSt wird ja auf Zins- und Dividenden-Erträgen erhoben, ist somit eine vorgezogene Einkommenssteuer, die bei Deklaration zurückgefordert werden können. Mit der Deklaration ist der Steuerbehörde bekannt, welche Konti vorhanden sind und so können sie die Kontoabschlüsse einfordern, auf denen Erträge und Vermögen ersichtlich sind.

Da der Grossteil der Steuerzahler weniger als 35% Steuern auf ihr Einkommen zahlen, lohnt es sich für die meisten stuerlich, die VSt zurückzufordern.

Nebenbei: Die Nichtangabe von Vermögen gilt als Steuerhinterziehung. Allerdings ist das in der CH schon fast ein Kavaliersdelikt, denn es gibt die Unterscheidung zwischen Steuerhinterziehung und Steuerbetrug. Als Hinterziehung gilt die "vergessene" Angabe von Vermögen und wird deutlich milder bestraft als Betrug, d.h. die Fälschung von Steuerbelegen.

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Das Leben ist wie ein Pommes Chips - voller Zweifel
28.01.2015 16:05
Bild des Benutzers Elias
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VST & Steuererklärung

Es ist interessant zu sehen, wer zu diesem Thema postet und vor allem wer nicht.

Gerade wenn man auf Dividenden setzt, hat das steuerliche Auswirkungen.

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

11.08.2014 14:47
Bild des Benutzers Elias
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Hoffen auf Rückfluss von Milliarden

Von der Abschaffung der Verrechnungssteuer versprechen sich Finanz- und Werkplatz viel Ertragspotenzial. Doch der Bundesrat prüft eine Reststeuer, die diese Träume zunichtemachen könnte.

 

Für den Schweizer Finanzplatz und die Industrie hat die Verrechnungssteuer einen ganz anderen Geschmack: Sie gilt als Steuer, die Geschäfte ver­hindert. Erstens in der Vermögensverwaltung mit Ausländern, die deswegen die Schweiz meiden, zweitens im Invest­mentbanking und drittens in der Verwaltung von Schweizer Konzernsitzen wie Nestlé, Roche und Novartis, die ihr Geldmanagement wegen der Verrechnungssteuer im Ausland betreiben.

Ganzer Beitrag http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Hoffen-auf-Rueckfluss-...

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