Verrechnungssteuer: wie, was und wo

39 Kommentare / 0 neu
02.01.2010 22:09
#1
Bild des Benutzers Pomchipz
Offline
Kommentare: 21
Verrechnungssteuer: wie, was und wo

Im Forum ist eine längere Diskussion im Gange, wofür die Verrechnungssteuer (VSt) sei und wo das Geld am Schluss hinfliesst.

Meiner Meinung nach ist die VSt wegen dem Bankgeheimnis eingeführt worden. Ohne VSt hat der Staat ja keine Chance zu ermitteln, was alles so auf den Bankkonti liegt und wieviel Ertrag das Geld abwirft.

Die VSt wird ja auf Zins- und Dividenden-Erträgen erhoben, ist somit eine vorgezogene Einkommenssteuer, die bei Deklaration zurückgefordert werden können. Mit der Deklaration ist der Steuerbehörde bekannt, welche Konti vorhanden sind und so können sie die Kontoabschlüsse einfordern, auf denen Erträge und Vermögen ersichtlich sind.

Da der Grossteil der Steuerzahler weniger als 35% Steuern auf ihr Einkommen zahlen, lohnt es sich für die meisten stuerlich, die VSt zurückzufordern.

Nebenbei: Die Nichtangabe von Vermögen gilt als Steuerhinterziehung. Allerdings ist das in der CH schon fast ein Kavaliersdelikt, denn es gibt die Unterscheidung zwischen Steuerhinterziehung und Steuerbetrug. Als Hinterziehung gilt die "vergessene" Angabe von Vermögen und wird deutlich milder bestraft als Betrug, d.h. die Fälschung von Steuerbelegen.

Aufklappen
Das Leben ist wie ein Pommes Chips - voller Zweifel
28.01.2015 16:05
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 16250
VST & Steuererklärung

Es ist interessant zu sehen, wer zu diesem Thema postet und vor allem wer nicht.

Gerade wenn man auf Dividenden setzt, hat das steuerliche Auswirkungen.

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

11.08.2014 14:47
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 16250
Hoffen auf Rückfluss von Milliarden

Von der Abschaffung der Verrechnungssteuer versprechen sich Finanz- und Werkplatz viel Ertragspotenzial. Doch der Bundesrat prüft eine Reststeuer, die diese Träume zunichtemachen könnte.

 

Für den Schweizer Finanzplatz und die Industrie hat die Verrechnungssteuer einen ganz anderen Geschmack: Sie gilt als Steuer, die Geschäfte ver­hindert. Erstens in der Vermögensverwaltung mit Ausländern, die deswegen die Schweiz meiden, zweitens im Invest­mentbanking und drittens in der Verwaltung von Schweizer Konzernsitzen wie Nestlé, Roche und Novartis, die ihr Geldmanagement wegen der Verrechnungssteuer im Ausland betreiben.

Ganzer Beitrag http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Hoffen-auf-Rueckfluss-...

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

04.04.2010 18:10
Bild des Benutzers bvg75
Offline
Kommentare: 548
Verrechnungssteuer: wie, was und wo

Jodellady wrote:

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort, das nehme ich gerne so zur Kenntnis.

Aber eigentlich muss man das Geld zurückfordern, die Amis sollen ruhig administrativen Aufwand haben und nicht auch noch das Geld unseres Verdienstes einsacken! Smile

Danke nochmals!

Ja, hast eigentlich Recht: ich werde nächstes Jahr die ausländische Verrechnungssteuer ebenfalls einfordern... Wink

Gruss, bvg75

04.04.2010 13:18
Bild des Benutzers Jodellady
Offline
Kommentare: 1863
Verrechnungssteuer: wie, was und wo

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort, das nehme ich gerne so zur Kenntnis.

Aber eigentlich muss man das Geld zurückfordern, die Amis sollen ruhig administrativen Aufwand haben und nicht auch noch das Geld unseres Verdienstes einsacken! Smile

Danke nochmals!

04.04.2010 12:17
Bild des Benutzers bvg75
Offline
Kommentare: 548
Verrechnungssteuer: wie, was und wo

Jodellady wrote:

hoi bvg75

Vielen Dank für deine Antwort!

Also muss ich das Formular selber ausfüllen und dann der Steuererklärung beilegen?

Ich fülle es aber trotzdem bei der Spalte A aus, weil Swissquote mir 15% Verrechnungssteuer UND 15% Ami-steuer abgezogen haben.

Und dann überweist mir die USA das Geld retour oder die schweizer Behörde? Das wäre ja mit seeehr viel Aufwand verbunden, wenn die USA dies überweisen müsste (nebst vielen Spesen).

Leider musst du ALLE ausländischen Wertschriftenerträge in Rubrik B eintragen. Also auch die US-Dividenden. Bei US-Aktien ist es etwas komplizierter, weil es gleich zwei Formulare braucht (für die beiden 15%-Rückforderungen...) Sad

Hier ein Zitat von der Steuerbehörde Schaffhausen:

"Zusätzlicher Steuerrückbehalt USA:

Wenn auf Dividendenerträgen von USA-Aktien eine Steuer von 30% abgezogen wurde, können 15% unter dem Titel Steuerrückbehalt USA (Formular R-US 164) und zusätzlich 15% als pauschale Steueranrechnung (Formular DA-1) geltend gemacht werden."

Du siehst, es ist ziemlich komplex. Daher habe ich persönlich die ausländischen Steuerrückbehalte noch nie eingefordert. (der Aufwand hätte sich für die paar Franken schlicht nicht gelohnt!). Ich kann dir also nicht sagen, ob die Amis den entsprechenden Betrag zuerst an unsere Steuerbehörde schickt und diese den Betrag dann von deiner Steuerrechnung abzieht, oder ob du eine Gutschrift von unserer Steuerbehörde bekommst. Auf jeden Fall läuft alles über unsere Behörde, da du ja die Formulare an die CH-Behörde schicken musst und nicht direkt zu den Amis...

Aber nochmals: alle ausländischen Wertschriftenerträge gehören in Rubrik B!!

Drum nochmals Zitat Steuerbehörde SH:

"Grundsatz

Auf Seite B sind die Werte einzutragen, deren Erträge der eidgenössischen Verrechnungssteuer nicht unterliegen, so beispielsweise:

•Sparkonti mit Erträgen unter Fr. 50.00

•ausländische Anlagefonds

•Zinsen auf Darlehen

•ausländische Wertschriften und Festgeldanlagen

•Zerobonds, Diskontobligationen, Doppelwährungsanleihen, globalverzinsliche Obligationen, Geldmarktbuchforderungen usw.. Die Besteuerung dieser Anlageprodukte erfolgt nach Massgabe des Kreisschreibens Nr. 4 der Eidgenössischen Steuerverwaltung vom 12. April 1999. Die entsprechenden Kaufs- und Verkaufsabrechnungen sind beizulegen. Inländische Toto-, Lotto- und Lotteriegewinne unter Fr. 50.00, Naturalgewinne (z.B. Reisen, Autos usw.) und ausländische nicht verrechnungssteuerbelastete Gewinne sind ebenfalls auf Seite B anzugeben.

Ausländische Wertschriften

Auf Seite B sind auch alle ausländischen Wertschriften und Guthaben unter Angabe der genauen Bezeichnung der Titel und der Valorennummer aufzuführen. Die in fremden Devisen ausgerichteten Erträge solcher Wertschriften sind zum Tageskurs in Schweizer Franken umzurechnen (vgl. Kursliste)."

Lieber Gruss,

bvg75

04.04.2010 07:22
Bild des Benutzers Jodellady
Offline
Kommentare: 1863
Verrechnungssteuer: wie, was und wo

hoi bvg75

Vielen Dank für deine Antwort!

Also muss ich das Formular selber ausfüllen und dann der Steuererklärung beilegen?

Ich fülle es aber trotzdem bei der Spalte A aus, weil Swissquote mir 15% Verrechnungssteuer UND 15% Ami-steuer abgezogen haben.

Und dann überweist mir die USA das Geld retour oder die schweizer Behörde? Das wäre ja mit seeehr viel Aufwand verbunden, wenn die USA dies überweisen müsste (nebst vielen Spesen).

04.04.2010 00:47
Bild des Benutzers bvg75
Offline
Kommentare: 548
Verrechnungssteuer: wie, was und wo

Jodellady wrote:

Hey an alle!

Wie sieht es eigentlich aus, wenn ich Verrechnungssteuer/Quellensteuer (wo ist da der Unterschied?) von ausländischen Aktien einfordern möchte? Kann ich das auch via Schweizer Steuererklärung gleich handhaben wie mit schweizer Aktien? Oder brauche ich da ein speziell zu deklarierendes Formular von estv.admin.ch --> verrechnungssteuer?

Die Aktien besitzen folgende Naitonalitäten: US/FR/DE

Danke für eure Antwort, ich freue mich darauf!

Ausländische Aktien mit einem Verrechnungssteuerabzug (oder wie es in dem jeweiligen Land auch immer heissen mag...) musst du in der Steuererklärung unter der Rubrik B (also ohne Verrechnungssteuerabzug) eintragen und den Steuerrückbehalt mittels den von dir erwähnten Formularen bei der Steuerbehörde einfordern.

Der Grund, warum du das nicht direkt via Rubrik A machen kannst, ist einfach: anders als bei inländischen Wertschriftenerträgen erhält die Staatskasse diese VST-Beträge ja nicht automatisch überwiesen, sondern muss sie erst mittels Formularen dort einfordern! Es wäre viel zu aufwendig, wenn die Steuerbehörde alle diese Formulare jeweils selber ausfüllen müsste aufgrund unserer Angaben in den Steuererklärungen...

Ich hoffe, das hilft dir vorerst weiter!

Gruss, bvg75

03.04.2010 19:33
Bild des Benutzers Jodellady
Offline
Kommentare: 1863
Verrechnungssteuer: wie, was und wo

Hey an alle!

Wie sieht es eigentlich aus, wenn ich Verrechnungssteuer/Quellensteuer (wo ist da der Unterschied?) von ausländischen Aktien einfordern möchte? Kann ich das auch via Schweizer Steuererklärung gleich handhaben wie mit schweizer Aktien? Oder brauche ich da ein speziell zu deklarierendes Formular von estv.admin.ch --> verrechnungssteuer?

Die Aktien besitzen folgende Naitonalitäten: US/FR/DE

Danke für eure Antwort, ich freue mich darauf!

12.02.2010 21:18
Bild des Benutzers CrashGuru
Offline
Kommentare: 2261
Verrechnungssteuer: wie, was und wo

fritz wrote:

@ Sallanturi: Ich werde das sicher noch machen. Du hast Recht, ich weiss ja nicht mal, ob das mein Arbeitgeber wirklich einbezahlt hat.

Bisher habe ich mich mit der mündlichen Aussage begnügt, dass dies Geld verloren sei, was mir von mehreren Stellen so gesagt wurde.

Gruss

fritz

Nid luggloh gwünnt :!:

12.02.2010 13:14
Bild des Benutzers fritz.
Offline
Kommentare: 5319
Verrechnungssteuer: wie, was und wo

@ Sallanturi: Ich werde das sicher noch machen. Du hast Recht, ich weiss ja nicht mal, ob das mein Arbeitgeber wirklich einbezahlt hat.

Bisher habe ich mich mit der mündlichen Aussage begnügt, dass dies Geld verloren sei, was mir von mehreren Stellen so gesagt wurde.

Gruss

fritz

12.02.2010 11:12
Bild des Benutzers Sallatunturi
Offline
Kommentare: 1543
Verrechnungssteuer: wie, was und wo

@ fritz (the cat)

Warum das Pferd am Schwanze aufhängen? Wink

Bin selber mehrere Jahre im Ausland gewesen.

Wenn man zurück in old Switzerland ist, ist es nicht verboten als 1stes entsprechende Unterlagen (einbezahlte Beiträge, anrechenbare Jahre etc) bei der AHV schriftlich zu verlangen.

Sofern abgezogene Beiträge vom Arbeitgeber einbezahlt (oder vielleich auch nicht, yu never know, es heisst noch lange nicht wenn auf dem Lohnausweis ein Abzug von AHV ist, dass der auch einbezahlt wurde :?: ??) wurden, und nicht angerechnet werden, kannste es event auch zurückfordern.

Habe immer gute Erfahrungen mit den AHV Stellen gemacht, und sind sehr kompentent. Die sind komplizierte Fälle gewohnt.

good luck

12.02.2010 10:11
Bild des Benutzers fritz.
Offline
Kommentare: 5319
Verrechnungssteuer: wie, was und wo

CrashGuru wrote:

Hast Du schon einmal einen Beitragszusammenzug verlangt. Dort sind alle Beiträge aufgelistet. Wenn die Beiträge Deines Arbeitgebers dabei sind, sollten sie ja eigentlich, dann sollten diese Jahre wohl auch zählen.

Nein, das habe ich bisher nicht gemacht. Vielleicht habe ich tatsächlich Glück und das fällt irgendwie in einen Graubereich. Laut Definition trete ich aber dann aus der AHV aus, wenn ich mich in der Schweiz abmelde und nicht wenn ich zum letzten Mal Beiträge bezahle.

Genau das wurde mir ja zum Verhängnis. Ich habe mich 1991 in der Schweiz abgemeldet. Damals hat man mir bei der AHV mitgeteilt, dass ich mich "nach Austritt aus der AHV innerhalb eines Jahres bei der Auslandschweizer-AHV anmelden muss".

Von 1991 bis 2004 habe ich regelmässig für Schweizer Firmen im Ausland gearbeitet und es wurde mir die AHV vom Lohn abgezogen. Nach diesem letzten Lohn habe ich mich innerhalb eines Jahres bei der Auslanschweizer-AHV gemeldet. Die haben mir aber gesagt (und auch anhand von schriftlichen Regulationen bestätigt), dass ich denen nur innerhalb eines Jahres nach Abmelden in der Schweiz beitreten kann, egal ob ich nachher noch Beiträge bezahlt habe.

Das wurde mir auch in Basel und Genf so bestätigt, die haben mir gesagt, dass diese Beiträgsjahre nicht zählen, aber einen schriftlichen Auszug habe ich bisher nie verlangt.

Meine einzige Chance wieder ins AHV-System zu kommen, ist dass ich mindestens fünf Jahre am Stück in der Schweiz angemeldet bin und Beiträge bezahle - das erste Jahr davon habe ich gerade hinter mir. Die nicht angerechneten Jahre bleiben trotzdem verloren.

Gruss

fritz

12.02.2010 08:29
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 16250
Verrechnungssteuer: wie, was und wo

Quote:

Für im Ausland wohnhafte Leistungsempfänger stellt die Verrechnungssteuer grundsätzlich eine endgültige Belastung dar. Personen, deren Wohnsitzstaat mit der Schweiz ein Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen hat, können jedoch je nach Ausgestaltung dieses Abkommens Anspruch auf die ganze oder teilweise Rückerstattung der Verrechnungssteuer erheben, sofern sie die im betroffenen Abkommen aufgestellten Voraussetzungen erfüllen.

http://www.estv.admin.ch/verrechnungssteuer/themen/00166/index.html?lang=de

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

11.02.2010 21:15
Bild des Benutzers Mustang.
Offline
Kommentare: 36
Verrechnungssteuer: wie, was und wo

Eben genau darum habe ich geschrieben, dass wenn einer in einem Land wohnt ohne Doppelbesteuerungsabkommen lebt. Dann bekommt er sie nicht zurückerstattet...

11.02.2010 20:53
Bild des Benutzers CrashGuru
Offline
Kommentare: 2261
Verrechnungssteuer: wie, was und wo

fritz wrote:

Dakytrader wrote:

Allerdings stellt sich die Frage nun, was für AHV Beträge hast du dieser Unternehmung abgeliefert, wenn sie nicht offiziell anerkannt sind?

Die Beträge, die wie bei dir auch direkt vom Lohn abgezogen werden. Wenn du nicht in der Schweiz wohnst, dann sind diese Beiträge für die Katz..., sie werden nicht angerechnet.

Gruss

fritz

Hast Du schon einmal einen Beitragszusammenzug verlangt. Dort sind alle Beiträge aufgelistet. Wenn die Beiträge Deines Arbeitgebers dabei sind, sollten sie ja eigentlich, dann sollten diese Jahre wohl auch zählen.

Es lohnt sich um jedes einzelne Beitragsjahr zu kämpfen....

11.02.2010 15:17
Bild des Benutzers Dakytrader
Offline
Kommentare: 781
Verrechnungssteuer: wie, was und wo

Ja wow, können die dir einfach so AHV Beträge abziehen, und du hast nichts davon? Komisch, komisch... Das ist ja bei dir demfall, brutal in die Hose... :?

***The life is too short for taking no risk!!!***

11.02.2010 14:46
Bild des Benutzers fritz.
Offline
Kommentare: 5319
Verrechnungssteuer: wie, was und wo

Dakytrader wrote:

Allerdings stellt sich die Frage nun, was für AHV Beträge hast du dieser Unternehmung abgeliefert, wenn sie nicht offiziell anerkannt sind?

Die Beträge, die wie bei dir auch direkt vom Lohn abgezogen werden. Wenn du nicht in der Schweiz wohnst, dann sind diese Beiträge für die Katz..., sie werden nicht angerechnet.

Gruss

fritz

11.02.2010 14:24
Bild des Benutzers Dakytrader
Offline
Kommentare: 781
Verrechnungssteuer: wie, was und wo

Quote:

Ich meine das genauso, wie ich es geschrieben habe. Wenn ich im Ausland lebe, muss ich (wenn ich keine Ausfalljahre haben will) bei der Auslandschweizer-AHV einzahlen (was ich aufgrund einer Fehlinformation nicht gemacht habe). Diese Beiträge werden als Beitragsjahre angerechnet.

Da bin ich ja beruhigt, so hab ich das nämlich auch verstanden. War nur etwas verwirrt, da du sagtest, die AHV hättest du bezahlt, aber sie zählt nicht.

Allerdings stellt sich die Frage nun, was für AHV Beträge hast du dieser Unternehmung abgeliefert, wenn sie nicht offiziell anerkannt sind?

***The life is too short for taking no risk!!!***

11.02.2010 13:39
Bild des Benutzers fritz.
Offline
Kommentare: 5319
Verrechnungssteuer: wie, was und wo

Dakytrader wrote:

...da wird den ausländischen Steuerbetrügern sogar der rote Teppich ausgerollt... :roll:

Jackpot! Welcome to Switzerland!!!

Das ändert sich aber jetzt.

Gruss

fritz

11.02.2010 13:38
Bild des Benutzers fritz.
Offline
Kommentare: 5319
Verrechnungssteuer: wie, was und wo

Dakytrader wrote:

Quote:
Übrigens habe ich damals auch lange AHV, etc. bezahlt, weil ich bei einer Schweizer Firma angestellt war. Diese Jahre zählen aber nicht als Beitragsjahre!!

Wie meinst du das? Du hast ja die AHV trotzdem weiterhin bezahlt...

Ich meine das genauso, wie ich es geschrieben habe. Wenn ich im Ausland lebe, muss ich (wenn ich keine Ausfalljahre haben will) bei der Auslandschweizer-AHV einzahlen (was ich aufgrund einer Fehlinformation nicht gemacht habe). Diese Beiträge werden als Beitragsjahre angerechnet.

Wenn ich gleichzeitig bei einer Schweizer Firma angestellt bin, dann werden mir die AHV-Beiträge auch vom Lohn abgezogen - diese zählen aber nicht als Beitragsjahre.

Gruss

fritz

11.02.2010 13:30
Bild des Benutzers Dakytrader
Offline
Kommentare: 781
Verrechnungssteuer: wie, was und wo

Dieser Aussage zu Folge, hat Fritz Recht:

Quote:

Die Verrechnungssteuer wird vom inländischen Schuldner der Leistung auf Gewinnausschüttungen, Ausschüttungen von kollektiven Kapitalanlagen und Zinsen aus Obligationen und Bankguthaben erhoben (Art. 4 des Verrechnungssteuergesetzes; SR 642.21). Die Erhebung erfolgt grundsätzlich unabhängig vom Empfänger der Leistung. Für den im Inland ansässigen steuerehrlichen Empfänger hat die Verrechnungssteuer lediglich Sicherungscharakter. Diese wird ihm, bei entsprechender Deklaration der Erträge, vollumfänglich zurückerstattet bzw. an den Einkommenssteuerbetrag angerechnet. Ist der Empfänger im Ausland ansässig, so hat die Verrechnungssteuer den Charakter einer definitiven Besteuerung, es sei denn, ein Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) schränke das schweizerische Besteuerungsrecht ein. Besteht ein DBA, kann der ausländische Empfänger die Verrechnungssteuer ganz oder teilweise zurückfordern und eine allenfalls verbleibende Steuer in seinem Ansässigkeitsstaat an die dort erhobene Steuer anrechnen. Die betroffenen Einkünfte unterliegen folglich dem Grundsatz nach einer ähnlichen Besteuerung, wie wenn die im DBA-Ausland ansässige Person entsprechende Einkünfte aus ihrem Ansässigkeitsstaat vereinnahmt hätte.

Für mich macht das allerdings keinen Sinn, da wird den ausländischen Steuerbetrügern sogar der rote Teppich ausgerollt... :roll:

***The life is too short for taking no risk!!!***

11.02.2010 13:30
Bild des Benutzers Dakytrader
Offline
Kommentare: 781
Verrechnungssteuer: wie, was und wo

Dieser Aussage zu Folge, hat Fritz Recht:

Quote:

Die Verrechnungssteuer wird vom inländischen Schuldner der Leistung auf Gewinnausschüttungen, Ausschüttungen von kollektiven Kapitalanlagen und Zinsen aus Obligationen und Bankguthaben erhoben (Art. 4 des Verrechnungssteuergesetzes; SR 642.21). Die Erhebung erfolgt grundsätzlich unabhängig vom Empfänger der Leistung. Für den im Inland ansässigen steuerehrlichen Empfänger hat die Verrechnungssteuer lediglich Sicherungscharakter. Diese wird ihm, bei entsprechender Deklaration der Erträge, vollumfänglich zurückerstattet bzw. an den Einkommenssteuerbetrag angerechnet. Ist der Empfänger im Ausland ansässig, so hat die Verrechnungssteuer den Charakter einer definitiven Besteuerung, es sei denn, ein Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) schränke das schweizerische Besteuerungsrecht ein. Besteht ein DBA, kann der ausländische Empfänger die Verrechnungssteuer ganz oder teilweise zurückfordern und eine allenfalls verbleibende Steuer in seinem Ansässigkeitsstaat an die dort erhobene Steuer anrechnen. Die betroffenen Einkünfte unterliegen folglich dem Grundsatz nach einer ähnlichen Besteuerung, wie wenn die im DBA-Ausland ansässige Person entsprechende Einkünfte aus ihrem Ansässigkeitsstaat vereinnahmt hätte.

Für mich macht das allerdings keinen Sinn, da wird den ausländischen Steuerbetrügern sogar der rote Teppich ausgerollt... :roll:

***The life is too short for taking no risk!!!***

11.02.2010 13:20
Bild des Benutzers Dakytrader
Offline
Kommentare: 781
Verrechnungssteuer: wie, was und wo

Quote:

Übrigens habe ich damals auch lange AHV, etc. bezahlt, weil ich bei einer Schweizer Firma angestellt war. Diese Jahre zählen aber nicht als Beitragsjahre!!

Wie meinst du das? Du hast ja die AHV trotzdem weiterhin bezahlt...

***The life is too short for taking no risk!!!***

11.02.2010 12:53
Bild des Benutzers fritz.
Offline
Kommentare: 5319
Verrechnungssteuer: wie, was und wo

Dakytrader wrote:

Oder sonst werden dir die 35% nicht abgezogen.

Davon habe ich auch mal geträumt.

Dakytrader wrote:

Quote:
Wenn er im Ausland lebt, zahlt er dort Steuern und nicht in der Schweiz und wie ich es sehe, ist dann die Verrechnungssteuer futsch. So ging es mir auch 20 Jahre lang.

Könnten wir da etwas näher eingehen? Musstest du gar nichts mehr in der Schweiz abliefern? Warst du noch abgemeldet? Hast du die Zinsen in dem anderen Land angegeben?

Ich habe im Ausland gelebt und dort Steuern bezahlt, natürlich war ich dann in der Schweiz nicht mehr gemeldet. Die Verrechnungssteuer in der Schweiz musste ich trotzdem bezahlen. So läuft das in unserem Rechtsstaat.

Übrigens habe ich damals auch lange AHV, etc. bezahlt, weil ich bei einer Schweizer Firma angestellt war. Diese Jahre zählen aber nicht als Beitragsjahre!!

Gruss

fritz

11.02.2010 12:43
Bild des Benutzers Dakytrader
Offline
Kommentare: 781
Verrechnungssteuer: wie, was und wo

Wenn du in der Schweiz angemeldet bist, und dir irgendwelche Beträge abgezogen werden, dann sollten die auch logischerweise wieder eingefordert werden können. Oder sonst werden dir die 35% nicht abgezogen. Eine Logik müsste es da schon geben. Wenn du in der Schweiz nichts mehr zahlen solltest, so musst du es in deiner neuen Heimat tun. Die Schweiz zieht dir die 35% wegen der Überprüfung des Vermögens ab. Damit es richtig besteuert werden kann. Was für einen Grund hätte der Staat sonst, wenn du nicht hier lebst? Bürger die hier leben können die 35% einfordern, und allen anderen wird die 35% VST einfach so entnommen. Irgendwie unlogisch nicht?

Quote:

Wenn er im Ausland lebt, zahlt er dort Steuern und nicht in der Schweiz und wie ich es sehe, ist dann die Verrechnungssteuer futsch. So ging es mir auch 20 Jahre lang.

Könnten wir da etwas näher eingehen? Musstest du gar nichts mehr in der Schweiz abliefern? Warst du noch abgemeldet? Hast du die Zinsen in dem anderen Land angegeben?

***The life is too short for taking no risk!!!***

11.02.2010 11:00
Bild des Benutzers fritz.
Offline
Kommentare: 5319
Verrechnungssteuer: wie, was und wo

Dakytrader wrote:

Wieso solltest du sie nicht zurückfordern können? Du zahlst ja weiterhin Steuern in der Schweiz,...

Wenn er im Ausland lebt, zahlt er dort Steuern und nicht in der Schweiz und wie ich es sehe, ist dann die Verrechnungssteuer futsch. So ging es mir auch 20 Jahre lang.

Gruss

fritz

10.02.2010 21:24
Bild des Benutzers Dakytrader
Offline
Kommentare: 781
Verrechnungssteuer: wie, was und wo

@Mustang

Wieso solltest du sie nicht zurückfordern können? Du zahlst ja weiterhin Steuern in der Schweiz, und die 35% sind ja kein Geschenk an den Staat, also kein direktes Lol , sondern gelten nur zur Überprüfung des Vermögens. Deshalb kannst du sie unter allen Umständen wieder einfordern. Der Staat lehnt die 35% zweckmässig nur aus! Wink

***The life is too short for taking no risk!!!***

10.02.2010 19:54
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 16250
Verrechnungssteuer: wie, was und wo

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

10.02.2010 19:34
Bild des Benutzers Mustang.
Offline
Kommentare: 36
Frage

Ich habe hier noch eine anschliessende Frage.

Nehmen wir mal an ein Schweizer lebt im Ausland (um genauer zu sein in einem Land das kein Doppelbesteuerungsabkommen mit der CH hat). Er hat sein Geld in Aktien investiert und lebt von den Dividenden.

Wie verhält es sich hier mit der Verrechnungssteuer? Ist diese verloren oder kann man die zurückfordern?

06.01.2010 07:02
Bild des Benutzers bvg75
Offline
Kommentare: 548
Verrechnungssteuer: wie, was und wo

Gitane wrote:

Könnte es nicht auch sein, dass es bei der Verrechnungssteuer auch um eine Motivationserhöhung geht, sein ganzes Vermögen zu deklarieren ?

Wenn man die Verrechnungssteuer auf einem Vermögensertrag zurückfordern will, muss man ja wahrscheinlich auch das zugrundeliegende Vermögen ausweisen.

In der Schweiz ist das ja noch ziemlich undurchsichtig gelöst, von wegen Bankgeheimnis, Steuerhinterziehung bzw. -betrug.

Ich hab's jetzt nicht durchgerechnet aber ich denke ab einigen Mio. Vermögen könnte es sich schon lohnen, auf die Rückerstattung zu verzichten, dafür keine Vermögenssteuer zu bezahlen weil man das einfach nur vergessen hat anzugeben (=Sterhinterziehung = Kavaliersdelikt ohne Strafrechtliche folgen)

Ja, natürlich ist die Idee dahinter, dass das vollständige Vermögen angebenen werden muss. Und ich gehe mit dir einig, dass es sich bei Millionären und Milliardären durchaus rechnen kann, die Vermögenswerte nicht zu deklarieren und auf die VST zu verzichten. Aber vermutlich nur dann, wenn die Vermögenswerte mehrheitlich Zins- und Dividendenlos sind. Also Beispielsweise dividendenlose Aktien, aber auch Schmuck, Kunstobjekte, Fahrzeuge etc. Oder eben, wenn das steuerbare Einkommen so hoch ist, dass die Rechnung nicht mehr aufgeht.

Ein Millionär, der aber eine grosse Summe an Dividenden einstreicht, für den lohnt es sich wohl schon eher! Oder wer ausschliesslich vom Zins lebt und über gar kein Einkommen verfügt, für den ist der Fall eh klar! Smile

Man muss es von Fall zu Fall durchrechnen. Kommt ja auch auf Wohngemeinde und Kanton drauf an...

Seiten