Into the Wild - Wie weit kann Kapitalismus noch gehen?

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30.08.2008 11:42
#1
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Into the Wild - Wie weit kann Kapitalismus noch gehen?

Mir ist ja klar, dass ihr alle (oder zumindest die Mehrheit) sehr kapitalistisch veranlagt seid - mich inklusive.

Vor wenigen Tagen schaute ich mir den DVD "Into the Wild" rein.

Es geht darum, dass Christopher McCandless genug von Kapitalismus respektive Materialismus hat, obwohl er sein "Geschichts- und Anthropologiestudium" mit bravur absolviert hat und eigentlich Geld für Harvard von seinen Eltern bekommen hätte.

Aber er entscheidet isch für die Wildnis - die wahre Natur. Kein Mobiltelefon, kein Geld, rein nichts....

Ich möchte jetzt nicht zuviel über diese Geschichte erzählen, kann den Film aber bestens weiterempfehlen.

Auch in einem kapitalorientierem Umfeld, wie das Cash-Forum, möchte ich einmal die Diskussion starten.

Findet ihr, dass der Kapitalismus ausartet? Ist die Gesellschaft nur noch materialgeil? Facebook, Youtube, Myspace, Blogs, werden diese Plattformen das soziale Engagement von Menschen stören? Wird es in Zukunft noch mehr Singles geben als jetzt?

Vielfach habe ich mir schon solche Gedanken gemacht und bin zum Entschluss gekommen, dass es wohl schon so sein wird.

Das Tagi-Magazin widmete dieses Jahr einen Artikel über das aktuelle Phänomen: Nach Kommunismus kam der Kapitalismus, jetzt leben wir im Superkapitalismus, was kommt danach?

Was glaubt ihr, wird der Superkapitalismus noch gierigere Zeiten erleben, ober wird ein Sozialismus zurückkehren?

Ich glaube, die nächsten 50 Jahre wird das Thema Umwelt tendenziell mehr Bedeutung bekommen, aber das Geld spielt dennoch die wichtigste Rolle im menschlichen Umfeld. Einen solchen Reichtum wie wir es heute erleben, wird die Schweiz wohl nicht mehr so schnell pflegen können: Hohe Nahrungsmittelpreise, sich ausartende Lohnscheren (vorallem in EM).

Ich will hier nicht einen auf Sozi machen, jedoch sehe ich mich als sozialen Kaptialist (Gewinnorientiert, aber nicht nur zulasten der Gesellschaft).

Danke für eure Stellungnahme.

Edit: Gerade heute schreibt das Tagi-Magi betreffend Hunger- und Essgewohnheiten der Gesellschaft.. ich setz mich dann mal dahinter und les es :D.

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08.06.2009 16:22
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Into the Wild - Wie weit kann Kapitalismus noch gehen?

Passend zum Film HOME:

CO2-VERSCHMUTZUNG

Die Klima-Kreditblase platzt

Dürren, Hungersnöte, versinkende Städte: Die Gefahren des Klimawandels sind viel gravierender als die Wirtschaftskrise. Bei den Uno-Verhandlungen muss der Westen endlich eingestehen, dass er längst in die Kohlendioxid-Insolvenz geschlittert ist - und die richtigen Schlüsse daraus ziehen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,628407,00.html

querschuesse.de

08.06.2009 08:33
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Into the Wild - Wie weit kann Kapitalismus noch gehen?

Schöner Titel - wollen wir nicht alle dann und wann ausbrechen von irgend etwas - nun, meistens besänftigen wir uns selbst und bleiben halt bei der alten Routine - "into the wild" ist auch synonym für den markt in unserer Zeit. Naturgewalten werden uns immer fremder, bezw., wir sind es gewohnt bei Sturm im sicheren Haus zu sein und sind dazu noch überzeugt, dass die Sicherzeit unseres Hauses immer und für alles Schutz bieten wird.

Da ich lieber keine Feuerameisen unter meinem Laubkissen will, gehe ich "into the market" und träume vom wunderschönen Alaska. Weichei eben, aber ich gebs ja zu.

It dont mean a thing

(If it aint got that swing)

07.06.2009 19:33
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Into the Wild - Wie weit kann Kapitalismus noch gehen?

Danke für den Link bez des Videos

HOME

habs mir angeschaut wunderschöne Doku.

querschuesse.de

07.06.2009 13:46
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into the wilderness, threatened by BEARS

YOUXI, nimmt das nicht so ernst mit der EUGENIK, ich hab's nur etwas salopp vormuliert..

07.06.2009 12:12
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Into the Wild - Wie weit kann Kapitalismus noch gehen?

@ mach3

mach3 wrote:

(...)Leider gibt es aber Volksgruppen, die Ausnutzung der Sozialnetze sozusagen genetisch intus haben.(...)

Könntest du mal erklären was deine Ansichten von Hitlers Rassentheorie unterscheidet?

07.06.2009 11:21
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Re bildgwealtiger flim

hab i h gekuckt, sehr zu empfehlen.

Was lernen wir draus, haben wir sxhon was umgesetzt. Dane mark hat 20 pc strom aus windenerige. Es ist ein sehr schiweriger weg, uns aus der Abhängigkeit fossiler Energien (Kohle, Oil. Gas) zu lösen.

Dieser Bericht kostete auch unmengen an Server. Strom.

Think positive, but chance wohnt happen overnight!

06.06.2009 21:03
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HOME

Ein bildgewaltiger und sehenswerter Dokumentarfilm von Yann Arthus-Bertrand und Luc Besson, ist aktuell auf Youtube zu sehen (aber nur noch bis zum 14. Juni)!

http://www.youtube.com/watch?v=IbDmOt-vIL8&feature=channel_page (auf Englisch mit deutschen Untertiteln)

Der Film kann auch mit dem Firefox-Add-on "Video DownloadHelper", in hoher Qualität (Datei: HQ22 / 1.4 GB), direkt ab Youtube runtergeladen werden!

https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/3006

Ps: Die Untertitel muss man aber separat runterziehen, da sie nicht in der Videodatei integriert sind!

Quote:

«Home» - Spektakulärer Dok-Film

Erstmals startet ein Film gleichzeitig in den Kinos und im Internet. Der Dokumentarfilm «Home» des «Die Erde von oben»-Fotografen Yann Arthus-Bertrand und von Produzent Luc Besson ist seit heute im Kino und umsonst auf YouTube zu sehen. Den Kommentar spricht Glenn Close.

Quote:

HOME ein Film von Yann Arthus-Bertrand

Wir leben in einer alles-entscheidenden Zeit. Wissenschaftler sagen uns, wir hätten nur 10 Jahre um unsere Lebensweise zu ändern, um das Aufzehren von Rohstoffen zu verhindern und um eine katastrophale Entwicklung des Weltklimas zu verhindern.

Jeder Einzelne muss an dieser gemeinsamen Anstrengung teilnehmen ; und um so viele Leute wie möglich darauf aufmerksam zu machen, habe ich den Film HOME gedreht.

Damit der Film die größt-mögliche Verbreitung erhält, muss er um sonst sein ; unser Sponsor, die PPR Gruppe hat dies ermöglicht. EuropaCorp, der den Vertrieb sicherstellt, hat sich bereiterklärt, keinen Gewinn aus HOME erwirtschaften zu wollen, weil der Film nicht auf wirtschaftlichen Erfolg angelegt ist.

Ich hätte gerne, dass HOME auch Ihr Film wird. Verteilen Sie ihn weiter. Und handeln Sie.

Yann Arthus-Bertrand.

Yellowstone National Park, Wyoming

16.01.2009 05:57
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Into the Wild - Wie weit kann Kapitalismus noch gehen?

Das "Problem" haben schon andere erkannt, all die NWO Geschichten bezüglich 0.5 Millarden Population.

Das Problem löst sich in den westlichen Gesellschften von selbst, wir sterben aus. Das ist ebenso ein Problem, denn die Sozialwerke - Ponzi-Scheme - funktionieren so nicht mehr.

Nein, nein, jeder muss für sich schauen, ein bisschen Gold, ein bisschen fruchtbare Erde, praktisch nutzbare Skills, ein verlässliches Beziehungsnetz - so sehen Gewinner aus.

18.12.2008 21:56
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Into the Wild - Wie weit kann Kapitalismus noch gehen?

@ crash guro (netter Name..)

Wer ausser der SVP hat denn die Problematik erkannt?

Und zwar richtig. Nicht schönfärberisch.

Ich habe ja nichts einzuwenden gegen Ausländer, die hier arbeiten und Steuern bezahlen.

Leider gibt es aber Volksgruppen, die Ausnutzung der Sozialnetze sozusagen genetisch intus haben.

Auch die Raserproblematik ist unwiderleglich zu 53 % ein Auländerproblem, wenn auch die Touristen mitgezählt sind. Kann man da ja noch die Eingebürgerten dazurechnen, oder ist das etwa schon rassistisch

Toleranz, usw. ist ja gut. Und der brave Schweizer geht dafür arbeiten. Bezahlt Steuern.

Nein, die SVP nannte die Probleme radikal beim Namen und die Medien machten Stimmung gegen die SVP. Auch ich dachte mal, die SVP sei "schlecht", hinterwälderisch. Aber ich machte mir Gedanken, sah nicht nur SF. Und stehe zu meiner Meinung und kann die auch begründen.

Was, soll jetzt Red Bull verboten werden? Lumengo. Den brauchen wir grad noch in unserer nationalen Politik! Der will doch nur noch mehr Ausländer reinholen!

Back to the topic:

Schon tragisch, dass der junge Mann ein paar Kilometer vom Highway verhungerte.

18.12.2008 21:29
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Into the Wild - Wie weit kann Kapitalismus noch gehen?

Nun ist das ja zwar nicht ein spezifisch politisches Forum.

Aber trotzdem, dass die SVP das Problem (als einzige Partei ???) erkannt hat würde ich bestreiten. Falls sie es "erkannt" hat, hat sie sicher nicht die Lösung dieses Problems in der Hand. Abschottung funktioniert ganz sicher nicht. Es wird nur mit der ganzen Weltgemeinschaft gehen.

18.12.2008 21:05
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E/ Immigration, Treibhausgase unaufhaltsam am steigen?

Die einzige Partei, die diese Problematik klar erkannte und erkennt, ist die SVP.

In Bezug auf Verleugnung des "sehr wahrscheinlichen" (IPCC) Einflusses der Menschheit auf das Klima (sog. Treibhausgase, v. a. CO2) liegt die SVP (Giezendanner in div. Arenas: Ich glaube nicht an Erwärmung, Schwankungen bestanden schon immer, die Linken wollen nur Abkassieren) falsch. Auch die Weltwoche.

Eventuell werden wir dank unserer Technik doch noch eine technologische Lösung finden, aber vorsorgen ist doch klüger, jetzt und in Zukunft die Emissionen reduzieren.

Wir werden mit der Situation klarkommen müssen, können uns jetzt schon darauf einstellen.

18.12.2008 10:07
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Into the Wild - Wie weit kann Kapitalismus noch gehen?

Die Übervölkerung ist heute schon spürbar. Resultat die Emigration. Sie ist doch nur der Ausdruck dafür, dass an vielen Stellen der Lebensunterhalt (der eben auch eine VERBESSERUNG der Lebensumstände bedeutet) nicht mehr an diesem Ort erreichbar ist. Also versucht der Mensch, wie überigens auch das Tier, bessere Bedingungen zu finden. Und wie bei beiden Lebensformen, versuchen die vor Ort befindlichen Spezien ihren Raum zu verteidigen.

Zur Zeit geht das zwar noch einigermassen in geordneten (schon bald eher weniger als mehr) Bahnen ab. Aber es scheint langsam aus dem Ruder zu laufen. Wehren tun sich heute vor allem die "unteren" Schichten, welche im Moment noch stärker betroffen sind. Aber sobald die "oberen" sich bedroht fühlen, werden die Methoden noch brutaler werden.

Wie hat jemand weiter oben geschrieben: wir sind noch in der Steinzeit. Ich würde sagen, wir bewegen uns darauf zu......

11.12.2008 13:15
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Into the Wild - Wie weit kann Kapitalismus noch gehen?

Quote:

Es gibt zu viele Menschen auf dieser Erde.

Das ist aber sehr pauschal. Es hängt doch stark davon ab, mit was die Menschen versorgt werden müssen (Nahrung, Haus, Kommunikation, Mobilität, Unterhaltung mit Flachbildfernseher und PC).

Einige Punkte könnte man wohl relativ problemlos sicherstellen, wie Nahrung und einigermassen sinnvolle Unterkunft (es sind u.U. Verzichte nötig).

Das Problem ist aber das: Wir haben viel, sehr viel. Und wir brauchen dazu viele Rohstoffe.

Unser "Level" reicht nicht aus für jeden Menschen auf der Erde. Allerdings kann man auch schlecht sagen: Wir haben Autos, PC, Fernseher - jetzt stoppen wir die Entwicklung. Ihr dürft weder PC noch Auto bekommen, die Rohstoffe sind viel zu wertvoll (für euch) 8)

10.12.2008 23:59
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Re: @bengoesgreen

bengoesgreen wrote:

Ich glaube Menschen sind nur ein kurzes Intermezzo in der Geschichte des Planeten.

Eine Erde trifft per Zufall eine alte Kollegin:

"Hallo wie geht's ?" "Oh, scheisse mann, hab irgend nen Virus erwischt!"

"Welchen Virus denn ?" "...den Menschen... "

"Ah, das ist kein Problem, den hatte ich auch mal, der geht von selbst vorbei !"

Wer andern eine selbst hinein !

10.12.2008 22:52
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Re: @bengoesgreen

mach3 wrote:

Für die Natur ist die Menschheit immer noch nur eine Episode.

Es gibt zu viele Menschen auf dieser Erde.

soulrider wrote:

Natürlich kann man jetzt sagen, dass diese zwei Beispiele sich im kleinen Rahmen abgespielt haben, auf irgendwelchen Inseln im Meer! Aber ist die Erde nicht auch nur so eine Art Insel? Wink

Irgendwann wird wohl auch diese Blase platzen!?

Genau! Dies ist die grösste Blase!

Wir steuern auf eine zweistellige Millardenzahl von Menschen auf diesen Planeten zu. Realität und gleichzeitig ein Albtraum. Ich halte nichts von der "Apokalypse" oder Verschwörungstheorien, aber es sieht so aus, dass sich eine Katastrophe anbahnt, die viel grösser als der 2. Weltkrieg sein wird. In Indien hätten wir heute schon eine riesige Hungersnot, ohne die grüne Revolution. Solche technischen Lösungen zögern das ganze nur hinaus. Ich glaube Menschen sind nur ein kurzes Intermezzo in der Geschichte des Planeten. Die Frage ist, wann unsere Gesellschaft(en) kollabieren. Ich glaube nicht unbedingt, dass wir das noch erleben, aber die Zukunft vorherzusagen ist eben schwierig. Das einzige was sicher ist, dass es nicht so weitergehen kann, wie zuvor.

Nochmals der Rentierchart

Dieser Chart ist logarithmisch!! Sogar hier gibt es eine Beschleunigung. Viele Schwellenländer kommen zwar in eine demographische Transition, das wird aber womöglich nicht reichen...

3) Φιλαργυρία

10.12.2008 20:25
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@bengoesgreen

Solange es mit der Mentalität und Methode unseres Wirtschaftsmodells "Mehr Umsatz, mehr Wachstum usw." weitergeht, ist die Wende wohl kaum zu schaffen...denn dazu ist eben vielleicht auch mal etwas Bescheidenheit, kein Dauerwachstum, sondern Balance von Nöten! Aber ob sich letzteres mit dem aktuellen System vertragen würde, bezweifle ich! Da müsste es wohl erst mal ein sehr grosses Umdenken geben!

Die Grafik ist irgendwie nicht mehr zugänglich? Aber du sprichst hier glaube ich vor allem die Geschichte mit der Rentier-Population auf der St. Matthew Insel (Alaska) an? Wo 1944 ca. 29 Rentiere auf der fruchtbaren Insel ausgesetzt wurden und sich die Herde munter auf über 6000 vermehrt hatte...bis die Insel nicht mehr mithalten konnte, mit dem Futterangebot und die Population 1966 gerade mal noch ca. 42 Stück betrug!

Man vermutet ja, dass sich auf der Osterinsel (Rapa Nui) ähnliches abgespielt hatte... wegen Raubbaus an den natürlichen Ressourcen. Der dann schlussendlich zu einem Kollaps der dortigen Bevölkerung führte! Aber da gibt es auch noch andere Theorien zu dieser Geschichte!

Natürlich kann man jetzt sagen, dass diese zwei Beispiele sich im kleinen Rahmen abgespielt haben, auf irgendwelchen Inseln im Meer! Aber ist die Erde nicht auch nur so eine Art Insel? Wink

Irgendwann wird wohl auch diese Blase platzen!?

10.12.2008 20:19
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Into the Wild - Wie weit kann Kapitalismus noch gehen?

Hab vor ein paar Tagen dies im SMI- Thread geschrieben:

"Unsere auf Wachstum orientierte Wirtschaft produziert immer mehr und immer weniger notwendige Dinge und wird somit immer empfindlicher für eine Nachfragekrise"

Zitat eines Kommentars zu der Tagi-Serie die V Brücken der Rezes.

Denke dies ist ein sehr interessanter Ansatz. Ich persönlich beschäftige mich seit Jahren mit dem Thema Nachhaltigkeit. Habe das Buch, Die Grenzen des Wachstums, Club of Rome, 1972, auch als Antiquität gekauft und reingeschmöckert. Vorher las ich das neuere Buch derselben herausgeber, Amory Lovins, Die neuen Grenzen des Wachstums, ca. 1994. Sowie das Buch, Faktor 4, von von Weizäcker.

Sowie diverse Bücher über die drohende Klimakatastrophe.

Wohin führt dieser Wachstum eigentlich?

Den technischen Fortschritt finde ich atemberaubend. Und sehr positiv. Doch wie alles im Leben hat es zwei Seiten.

Durch den enormen Durchsatz an fossiler Energie, im Prinzip gespeicherte Sonnenenergie aus der Zeit der Dinosaurier, wird unsere Energiesause und der Fortschritt angefeuert.

Mit Windrädern und Photovoltaik werden wir unsere 6000 W pro Kopf nicht halten können.

Dringend müssen m. E. neue AKW's gebaut werden, damit zumindest die Stromversorgung sauber und zuverlässig ist.

Hallo

Zum eigentlichen Thema, der Konsumkrise. Viele Arbeitsplätze basieren auf starkem Konsum, der Luxus ist, d. h. nicht existentiell.

Bei drohendem Arbeitsplatzverlust wird natürlich nur noch für das nötigste Geld ausgegeben. Was nützt mir ein Markenanzug, wenn ich danach nichts mehr zu essen habe.

Die Konsumparty auf Pump macht Pause, wenn sie durch Steuergelder wieder in Gang gesetzt wird, kommt bald wieder die nächste Krise.

Wachstum um jeden Preis, wohin führt es?

Was soll's. Es kommt so wie es kommt. Für die Natur ist die Menschheit immer noch nur eine Episode. Aber es geht um unsere Zukunft.

Die linken sind zum Teil massiv naiv (Atomkraft)

Es gibt zu viele Menschen auf dieser Erde.

10.12.2008 16:03
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Into the Wild - Wie weit kann Kapitalismus noch gehen?

Ich glaube die Thematik dieses Threads kratzt nur an der Oberfläche eines viel grösseren Problems: Exponentielles Bevölkerungswachstum, immer grösserwerdender Ressourcenverbrauch bzw. Konsum, Zerstörung/Verschmutzung der Umwelt, das heisst schlussendlich Zerstörung unserer Lebensgrundlage.

In der Biologie beobachtet man häufig folgendes Phänomen bei isolierten Populationen einer bestimmten Tierart, z. B Rentieren. Es nennt sich "overshoot-and-collapse phenomenon". Man beachte die schöne Ähnlichkeit zur heutigen Börsenlage :roll: Im ernst, wir können durchaus 20 od. 50 od. vielleicht 100 Jahre so weitermachen, danach muss irgendwann ein globaler crash kommen - und hier meine ich nicht die Börse.

AnhangGröße
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3) Φιλαργυρία

10.12.2008 15:24
Bild des Benutzers soulrider
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Into the Wild - Wie weit kann Kapitalismus noch gehen?

Hab mir gerade letzthin den Film "Into The Wild" angeschaut! Ein super, aber gleichzeitig auch sehr nachdenklich stimmender Film...mit starken Bildern! Und wenn man selber schon in diesen Ecken war, und mit dem Rucksack durch die Gegend getrampt ist...ist der Bezug gleich noch grösser!

Aber falls man sich ein bisschen mit Christopher McCandless aka Alexander Supertramp Geschichte befasst hat, ist der Ausgang natürlich schon sehr bitter! Paul hat ja das Ende und das Drumherum schon angesprochen bzw. verraten!

So, ich packe jetzt erst mal mein Rucksack und mach mich vom Acker...:wink:

I'm going up the country, babe don't you wanna go

I'm going up the country, babe don't you wanna go

I'm going to some place where I've never been before

I'm going, I'm going where the water tastes like wine

Well I'm going where the water tastes like wine

We can jump in the water, stay drunk all the time…

03.09.2008 12:45
Bild des Benutzers PaulNo111
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Into the Wild - Wie weit kann Kapitalismus noch gehen?

Hier der WiKi Eintrag zu Chris McCandless:

http://de.wikipedia.org/wiki/Christopher_McCandless

Aber sind wir doch mal ehrlich, wer begibt sich nach Alaska ohne Karte und andere lebenswichtige Ausrüstung...nur eine suizidgefährdete Person meiner Meinung nach. Diese zwei unten aufgeführten Statements sind nicht so abwegig:

Der Alaska Park Ranger Peter Christian schrieb: „Ich bin ständig dem ausgesetzt, was ich als „McCandless-Phänomen“ bezeichne. Junge Menschen, fast immer junge Männer, kommen nach Alaska, um gegen eine gnadenlose Wildnis und eine Landschaft zu bestehen, wo die Bequemlichkeit eines Zugangs und die Möglichkeit einer Rettung praktisch nicht vorhanden sind […] McCandless war aus meiner Perspektive auch nicht besonders mutig, sondern einfach nur dumm, tragisch und rücksichtslos. Zunächst einmal verwendete er nur sehr wenig Zeit, um zu lernen, wie man eigentlich in freier Wildbahn überlebt. Er kam an den Stampede Trail ohne eine Karte von der Gegend. Hätte er eine gute Karte gehabt, hätte er sich leicht retten können […]

Judith Kleinfeld schrieb in der Anchorage Daily News: „Viele in Alaska reagieren mit Wut auf seine Dummheit. Man muß ein kompletter Idiot sein, sagen sie, um im Sommer 20 Meilen vom Park's Highway entfernt zu verhungern.“

02.09.2008 20:24
Bild des Benutzers PaulNo111
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Into the Wild - Wie weit kann Kapitalismus noch gehen?

Habe mir den Film zu 2/3 angeschaut, ist recht lang, werde mir den Rest heute anschauen. Ich denke die Auflösung der Rätsels kommt erst am Schluss Wink ...ich lasse mich überraschen.

Ich bin auch kapitalistisch veranlagt wie wohl jeder hier im Forum, aber auch ich habe meine Grenzen. Ehrfurcht vor der Natur und dem Leben gehört für mich zur Selbstverständlichkeit. Ich muss sagen, in den Tagen als ich täglich gutes Geld an der Börse verdiente, habe ich desöfteren innegehalten und versucht wieder auf den Teppich runterzukommen. Habe mich selber gefragt, ist es wirklich das, wonach wir alle streben? Irgendwie erbärmlich, wenn wir nur das Geld als höchstes Gut ansehen.

30.08.2008 16:22
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Into the Wild - Wie weit kann Kapitalismus noch gehen?

kann Fritz nur zustimmen, würde auch alles mit ja oder eher ja beantworten.

Und von Facebook und dergleichen halte ich ehrlich gesagt nichts, hab mich auch schon auf einer ähnlichen Page ernsthaft registriert und muss sagen in diesen 2-3 Jahren Mitgliedschaft hat mir das nichts gebracht, ausser investierte Zeit und irgendwie hat es ja auch einen kleinen Suchteffekt - aber im Nachhinein habe ich meine Löschung überhaupt nicht bereut und habe keine Intention sowas auf neueren Society Netzwerken zu machen, ist sowieso ein Massentrend der imho schon wieder vorbei ist. (I dislike Masstrends - > Contrarian 8) )

Das Schicksal mischt die Karten und wir spielen.

A. Schopenhauer



Gegen Dummheit ist kein Kraut gewachsen.

30.08.2008 15:12
Bild des Benutzers starup
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Into the Wild - Wie weit kann Kapitalismus noch gehen?

Es gibt keinen falschen Weg.... es gibt nur EINEN Weg Smile (resp. gibt es jeden möglichen Weg (Multiversum/11 Dimensionentheorie.. hab ich auch mal im Fernsehen gesehen..aber nicht alles was man im Fernsehen sieht stimmt auch Lol

Ich denke dass der Weg den die Welt jetzt gerade geht der "freiste" Weg ist. Der "beste" für alle ist es kaum. Eigentlich leben wir in einer Art Steinzeit in der jeder Versucht den grössten Gewinn für sich zu erzielen. Bestimmt wird die Umwelt in naher Zukunft an Gewicht gewinnen, schon nur weil das Erdöl langsam(oder schnell?) ausgehen wird. Für uns Investoren ist dies interessant weil dann natürlich die nachheltigen Energien zulegen werden. Zurück zum Thema: Ich glaube nicht (auch wenn ich da nicht nur dagegen wäre) dass wir ein zweites Mal in eine Art Sozialismus/Kommunismus driften.

Die direkte Demokratie, denke ich, hat die besten Zukunftsaussichten aller politischen Formen und wird auch noch eine Weile weiterexistieren. Möglicherweise wird, so hoffe ich, auch da dies wichtig für die Wirtschaft wäre, der Sozialstaat (inkl. Krankheits, Asyl und Bildungswesen) etwas an Gewich gewinnen. Jetzt bin ich allerdings schon bei meiner Idealvorstellung angekommen die wohl kaum eintreffen wird. Denke das wäre ein Thema für ein ganzes Forum... kann man sich kaum nur in einem Topic damit auseinandersetzen =)..

Geniesst den freien Markt und tradet schön weiter =).. liebe Grüsse & schönes Wochenende Smile

30.08.2008 13:13
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Re: Into the Wild - Wie weit kann Kapitalismus noch gehen?

Jodellady wrote:

Findet ihr, dass der Kapitalismus ausartet?

Ja.

Jodellady wrote:

Ist die Gesellschaft nur noch materialgeil?

Ja.

Jodellady wrote:

Facebook, Youtube, Myspace, Blogs, werden diese Plattformen das soziale Engagement von Menschen stören?

Ja, in gewissem Sinne. Man schafft sich zwar viele Kontakte weltweit, allerdings kennt man die gar nicht, und verlernt dabei das direkte Kommunizieren von Mensch zu Mensch. Ich kenne Leute, die sich innerhalb eines Büros SMS schreiben, weil sie sich so angeblich besser ausdrücken können...

Jodellady wrote:

Wird es in Zukunft noch mehr Singles geben als jetzt?

Ja.

Sorry, ich bin nicht nur unsozial, sondern auch schreibfaul, darum sind die Antworten etwas kurz. Aber mal in Kürze: Ich bin absolut der Meinung, dass unsere westliche (und die Oberschicht der östlichen) Welt auf dem falschen Weg ist. Aber wie man den Schnellzug, der in die falsche Richtung führt, aufhalten kann, weiss ich leider auch nicht.

Gruss

fritz