100 Millionen Arbeislose im EU Raum

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03.05.2010 11:24
#1
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100 Millionen Arbeislose im EU Raum

Wer soll das bezahlen? Die Finanzindustrie? (kleiner Scherz)

Geht die Verarmung so weiter, sind massive soziale Unruhen wohl nur noch eine Frage der Zeit.

Fine-Tuner

13.12.2011 15:02
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Staunen über die globale Dynamik

@Elias & Cie

Das hat man uns doch damals in der Schule ganz anders präsentiert:

- 1. Welt mit Europa, Nordamerika, Kanada, Japan, Neuseeland und Australien.

- Dann die 2. Welt mit den damaligen Ostblockstaaten und den Schwellenländer

- ... und schliesslich die 3. Welt mit Afrika, Asien etc.

Wir (sic!) werden immer wohlhabender, lehrte man uns. Und von dem stetig grösser werdenden Überfluss müssen wir auch schön brav einen immer etwas grösseren Anteil in Form von Entwicklungshilfe und Spenden an die "Schwachen" abgegeben.

Die Wirklichkeit ist anders: Wenn die Weltwirtschaft als Ganzes 3-4 % jährlich wächst, und Länder wie China, Brasilien oder Indien für sich selbst deutlich darüber liegen, muss eben "unser" Wachstum kleiner werden.

Aber dies ist nur die erste Ebene! Der Globalisierungsdruck macht die Welt zu einem "Leopardenfell": Arm und Reich sind überall wie die Flecken des Musters. Es ist nicht so, dass "Arme" des Jahres 2011 gleich sind wie diejenigen des Jahres 1955. Wir Kinder damals waren im Vergleich zu heutigen "armen" Kindern in unserem Land wirklich "arm"...

Aber gemerkt haben wir das nicht. Ergo waren wir demnach nicht arm LolLol

13.12.2011 13:52
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100 Millionen Arbeislose im EU Raum

Fine-Tuner wrote:

Elias wrote:
Quote:
Deutschland: Zahl der Arbeitslosen sinkt weiter

http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/deutschland-zahl-der-arbei...

Es ist absehbar, dass wegen den geburtenstarken Jahrgängen die Arbeitslosigkeit über kurz oder lang weiter zurückgehen wird. Je nach wirtschaftlicher Situation weniger oder stärker. Europaweit.

...scheint logisch - auf den ersten Blick. Bei genauem Hinschauen erkennt man, dass:

1. Die demografische Delle in 50 Jahren wieder ausläuft (was grundsätzlich als positiv bzeichnet werden kann)

2. um die Produktivität hoch zu halten bzw. weiter zu erhöhen, Vakanzen nicht mehr besetzt sondern intelligent reengenered werden (oder einfach ausgedrückt: Sepp, nimm den Finger raus!).

3. die Migration weiter steigen wird (es kommen nicht nur Deppen, auch Gescheite..)

Ich habe keinen Zweifel, dass der Arbeitsmarkt, der seit rund 30 Jahren an einem Angebotsüberhang leidet (und der Preis für Arbeit=Lohn nur durch massive gesetzliche Eingriffe "flankierende mASSNAHMEN" einigermassen gehalten werden kann) auch weiterin stark unter Druck stehen wird...eine schleichende Erosion der Löhne ist bereits jetzt klar erkennbar.

Wer hätte vor 20 Jahren gedacht, dass es in China wirtschaftlich so aufwärts geht. Wer hätte gedacht, dass vorallem die gut qualifizierten Türken wieder zurück in ihre Heimat gehen. Dort läuft die Wirtschaft gut. In Polen läuft sie ebenfalls nicht schlecht. In Brasilien auch. Was in 50 Jahren in Nordafrika und dem Nahen Osten los sein wird, ist unabsehbar.

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

13.12.2011 13:10
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100 Millionen Arbeislose im EU Raum

Elias wrote:

Quote:
Deutschland: Zahl der Arbeitslosen sinkt weiter

http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/deutschland-zahl-der-arbei...

Es ist absehbar, dass wegen den geburtenstarken Jahrgängen die Arbeitslosigkeit über kurz oder lang weiter zurückgehen wird. Je nach wirtschaftlicher Situation weniger oder stärker. Europaweit.

...scheint logisch - auf den ersten Blick. Bei genauem Hinschauen erkennt man, dass:

1. Die demografische Delle in 50 Jahren wieder ausläuft (was grundsätzlich als positiv bzeichnet werden kann)

2. um die Produktivität hoch zu halten bzw. weiter zu erhöhen, Vakanzen nicht mehr besetzt sondern intelligent reengenered werden (oder einfach ausgedrückt: Sepp, nimm den Finger raus!).

3. die Migration weiter steigen wird (es kommen nicht nur Deppen, auch Gescheite..)

Ich habe keinen Zweifel, dass der Arbeitsmarkt, der seit rund 30 Jahren an einem Angebotsüberhang leidet (und der Preis für Arbeit=Lohn nur durch massive gesetzliche Eingriffe "flankierende mASSNAHMEN" einigermassen gehalten werden kann) auch weiterin stark unter Druck stehen wird...eine schleichende Erosion der Löhne ist bereits jetzt klar erkennbar.

Fine-Tuner

13.12.2011 12:03
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100 Millionen Arbeislose im EU Raum

Quote:

Deutschland: Zahl der Arbeitslosen sinkt weiter

http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/deutschland-zahl-der-arbei...

Es ist absehbar, dass wegen den geburtenstarken Jahrgängen die Arbeitslosigkeit über kurz oder lang weiter zurückgehen wird. Je nach wirtschaftlicher Situation weniger oder stärker. Europaweit.

----

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Benjamin Franklin

13.12.2011 11:41
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100 Millionen Arbeislose im EU Raum

Im Mai 2010 Fine-Tuner wrote:

Griechenland erhöht Pensionsalter auf 65. In einem Land, wo jetzt schon die Hälfte aller Erwerbsfähigen arbeitslos oder irgendwo beim Staat angestellt sind. Der Staat selbst muss sparen und wird eine Unmenge an Personal freisetzen. Wenn die Massnahmen, wie vorgesehen durchgezogen werden, haben in ein paar Jahren wohl mehr als die Hälfte aller Griechen kein festes Einkommen mehr. ....ob man die dann arbeitslos, erwerbslos oder einfach als durch die Maschen gefallen bezeichnet ist unwesentlich. Folgen sind eine breite Verarmung, Kaufkraftschwund und - nicht zu vergessen - Migration. Diese wiederum erhöht den so oder so schon massiven Druck auch auf unseren Arbeitsmarkt.

Fine-Tuner

quod erat demonstrandum

Fine-Tuner

14.05.2010 10:59
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100 Millionen Arbeislose im EU Raum

Was ist die Lösung? Wir leben länger. Das muss finanziert werden, unabhängig davon, wie hoch die Arbeitslosenquote ist.

man kann das durch einen Mix erreichen:

1. Senkung der Renten

2. Erhöhung der Beiträge

3. Erhöhung des Rentenalters

Mit einem flexiblen Rentenalter sollte jeder selber bestimmen können, wann er in den Ruhestand tritt. Je nach Beitragsdauer und -höhe wird dann die Rente berechnet.

Interessante Links

http://www.news.at/articles/0603/11/131098_s4/eu-pensionsalter-laender-v...

http://www.europa-kontakt.de/index.html?http://www.europa-kontakt.de/EU-...

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Benjamin Franklin

11.05.2010 16:00
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100 Millionen Arbeislose im EU Raum

Griechenland erhöht Pensionsalter auf 65. In einem Land, wo jetzt schon die Hälfte aller Erwerbsfähigen arbitslos oder irgendwo beim Staat angestellt sind. Der Staat selbst muss sparen und wird eine Unmenge an Manövrirsmasse freisetzen. Wenn die Massnahmen, wie vorgesehen durchgezogen werden, haben in ein paar Jahren wohl mehr als die Hälfte aller Griechen kein festes Einkommen mehr. ....ob man die dann arbeitslos, erwerbslos oder einfach als durch die Maschen gefallene bezeichnet ist unwesentlich. Folgen sind eine breite Verarmung, Kaufkraftschwund und - nicht zu vergessen - Migration. Diese wiederum erhöht den so oder so schon massiven Druck auch auf unseren Arbeitsmarkt.

Fine-Tuner

08.05.2010 13:34
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100 Millionen Arbeislose im EU Raum

Fine-Tuner wrote:

...das sind nur die bei den jeweiligen Arbeitsämtern regisitrierten. Das heisst die Akutfälle. Dies ist der kleinere Teil der Erwerbslosen.

Was soll der Schabernack?

Dur rechnest falsch, genau so wie bei der Bankenmarge auf die Zinsen.

Die EU hat 500 Millionen Einwohner.

Bei meiner optimistischen Annahme, dass davon 400 Millionen arbeitsfähig wären (was wohl kaum der Fall ist), wären 100Mio Arbeitslose durchschnittlich 25%.

Es sind wohl eher 300Mio im erwerbsfähigen Alter.

100Mio wären dann schon durchschnittlich 33% Arbeitslose.

Dann hätten wir Zustände wie in den 30ern.

Haben wir aber offensichtlich nicht.

Das Heer der Arbeitslosen ist unbestritten gross und viele leben am Limit, keine Frage.

Wie schon mehrfach erwähnt: die geburtenstarken Jahrgänge (1944 bis 1972) treten aus dem Arbeitsleben aus. Das nützt den aktuellen Arbeitslosen jetzt auch nicht viel, wird aber über kurz oder lang zur Reduktion der Arbeitslosigkeit beitragen. Europaweit.

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Benjamin Franklin

08.05.2010 12:22
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100 Millionen Arbeislose im EU Raum

...das sind nur die bei den jeweiligen Arbeitsämtern regisitrierten. Das heisst die Akutfälle. Dies ist der kleinere Teil der Erwerbslosen.

Um jedoch den Arbeitsmarkt zu qualifizieren, müssen alle Arbeitssuchenden (Ausgesteuerte, Teilinvalide, Entmutigte etc.) einbezogen werden. Für international ausgeschriebene Stellen (EU-Zulassung) gehen bei Adecco zurzeit etwa 2'000 Bewerbungen ein (für eine Stelle).

Der Arbeitsmarkt ist massiv übersättigt. Wie sieht es erst aus, wenn alle Beschäftigungs- und Konjukturprogramme der Länder enden?....von den vielen Teil- und Kurzarbeitsprogrammen der Unternehmen ganz zu schweigen. Die laufende Produktivitätssteigerung der Unternehmen wird in der Zukunft zusätzliche Arbeitslose generieren. Alles in allem wird es für Arbeitnehmer immer härter ihren Job zu behalten...einen neuen zu finden fast unmöglich....zumindest für alle jene, welche nicht genügend Vitamin B haben. Dass dies negativ aufs Gemüt und die allgemeine Stimmung drückt ist klar.

...da der kleine Mann von der Wirtschaft einfach überfahren und links liegen gelassen wird, versucht er andersweitig zu protestieren...zB wählt er nationalkonservative politische Kräfte, wie dies zur Zeit überall in Europa geschieht....dass Sie damit ihren eigenen Henker zum Richter machen, merken die dann leider erst, wenn es zu spät ist.

Fine-Tuner

06.05.2010 18:01
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100 Millionen Arbeislose im EU Raum

Schon interessant, dass niemand die Zahl hinterfragt

Die EU hat 500 Millionen Einwohner

Durchschnittlich 25% müssten arbeitslos sein, um auf 100Millionen zu kommen.

Quote:

Eurostat schätzt, dass im März 2010 in der EU27 insgesamt 23,130 Millionen Männer und Frauen arbeitslos waren, davon 15,808 Millionen in der Eurozone.

http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=STAT/10/59&forma...

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Benjamin Franklin

03.05.2010 13:12
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Ben
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Re: 100 Millionen Arbeislose im EU Raum

Fine-Tuner wrote:

Wer soll das bezahlen? Die Finanzindustrie? (kleiner Scherz)

Geht die Verarmung so weiter, sind massive soziale Unruhen wohl nur noch eine Frage der Zeit.

Fine-Tuner

Nie zuvor haben so viele Menschen gehungert wie 2009:

1,02 Milliarden Menschen hungern jeden Tag

(FAO Italien)

2008 betrugen die weltweiten Rüstungsausgaben schätzungsweise 1464 Milliarden US-Dollar.

Das bedeutet einen Anstieg...um 45% seit 1999

(Internationales Stockholmer Friedensforschungsinstitut, Schweden)