5G-Mobilfunk - Strahlung mit unbekanntem Risiko

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waspch
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5G-Mobilfunk - Strahlung mit unbekanntem Risiko

Als Einstieg habe ich eine Kolumne vom Beobachter gewählt.
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Weltweit bereiten sich Telekomfirmen und Länder vor auf den neuen Mobilfunkstandard 5G. Die Hoffnung: 50 bis 100 Milliarden Geräte auf dem ganzen Planeten sollen digital erreichbar sein und verknüpft werden über hochfrequente elektromagnetische Wellen und die Datenübertragung raketenhaft beschleunigen.

Ganze Kinofilme könnten in wenigen Sekunden heruntergeladen werden, selbstfahrende Autos in Millisekunden die nötigen Signale beziehen, sämtliche digitalen Vernetzungsträume der Silicon-Valley-Visionäre möglich werden.

Ein gänzlich neues, engmaschiges Kommunikationsnetz mit Glasfaserkabeln zwischen dem Kernnetz und Mobilfunkmasten und Richtfunk zur Lückenversorgung müsste gebaut werden, um das «Internet of Things» zu ermöglichen. Intelligente Verkehrssysteme, Sicherheitskontrollen in Echtzeit und digitale Kapazitätserweiterungen stehen dabei im Vordergrund.

Bereits wurden erste Versuche gemacht. In Tests wurden dreimal schnellere Datentransfers möglich als im aktuellen 4G-Frequenzband. Und es soll noch viel schneller werden.

Ein Experiment mit unklaren Folgen

Doch es mehren sich kritische Stimmen. Ende September unterzeichneten über 180 Ärzte und Wissenschaftler aus 36 Ländern den so genannten «5G-Appell» und forderten ein Moratorium. Sie warnen davor, «Millionen von Menschen einem Experiment mit unklaren Auswirkungen auf die Gesundheit auszusetzen». Auch die Schweizer Ärzte für Umweltschutz reagierten. Am 18. Dezember warnten auch sie in einer Medienmitteilung vor einer zu schnellen Einführung von 5G.

Das Hauptproblem: Die hochfrequenten Mikrowellen im neu geplanten Bereich von 6 bis 100 Gigahertz haben sehr kurze Wellenlängen von nur fünf Zentimeter bis drei Millimeter Länge. Diese werden speziell ab Frequenzen über 20 Gigahertz in erster Linie durch die Haut absorbiert. Weil Mikrowellen im Unterschied zu Radiowellen schon durch Glas, Regen und Bäume behindert werden, müssten zudem alle paar hundert Meter neue Funkanlagen erstellt werden. Konsequenz: Die Strahlenbelastung würde dauerhaft erhöht.