AHV

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23.03.2014 16:16
#1
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AHV

Finanzierung der AHV: Es braucht ein Baby-Boomer Prozent

In den kommenden Jahren gehen grosse Jahrgänge in Rente. Damit die Renten dieser so genannten „Baby-Boomer“ gesichert werden können, braucht es in der AHV als Zusatzfinanzierung ein Baby-Boomer-Prozent als wichtigen Bestandteil einer Mehrwertsteuererhöhung, wie sie der Bundesrat vorschlägt. Weiteren Vorschlägen des Bundesrates punkto AHV-Finanzierung steht Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, skeptisch gegenüber. Ein Zurückfahren des Bundesbeitrags sowie ein Interventionsmechanismus, der nebst Zusatzeinnahmen auch Rentenkürzungen vorsieht, sind für Travail.Suisse keine gangbaren Wege.

Die Schweizer Altersvorsorge steht auf einem stabilen Fundament: Die AHV scheint 2013 wieder ein positives Ergebnis erzielt zu haben und kann auf ein Polster von über einer Jahresausgabe zurückgreifen. Auch den Pensionskassen geht es besser: Sie weisen nach zwei guten Jahren wieder einen Deckungsgrad von rund 110 Prozent auf. Zu dramatisieren gibt es also nichts. Trotzdem besteht für die Zukunft ein Handlungsbedarf. In seiner Vernehmlassungsstellungnahme setzt sich Travail.Suisse für eine zukunftsfähige Altersvorsorge ein, welche die Interessen der Arbeitnehmenden gebührend berücksichtigt. Dazu gehört eine solide Finanzierung der AHV.

Baby-Boomer brauchen Zusatzfinanzierung

Bis anhin konnten die Mehrausgaben der AHV durch Produktivitätsfortschritte und nicht zuletzt durch Beiträge der Einwanderer aufgefangen werden. Die künftigen Mehrausgaben können jedoch nicht mehr allein dadurch gedeckt werden. Grund dafür ist, dass nebst der Erhöhung der Lebenserwartung ein zweiter Faktor die Kosten der AHV erhöhen wird: Die Baby-Boomer.1 In den kommenden zwei Jahrzehnten kommen geburtenstarke Jahrgänge ins Rentenalter. Die Rentnerinnen und Rentner leben also nicht nur länger, sie sind auch zahlreicher. Die AHV ist zukünftig deshalb auf moderate Zusatzeinnahmen angewiesen. Travail.Suisse ist dezidiert der Überzeugung, dass moderate Zusatzbeiträge an die AHV die Lebensqualität der Bevölkerung weniger tangieren als Rentenkürzungen oder Rentenaltererhöhungen.

Es braucht ein Baby-Boomer-Prozent

 

Zur Finanzierung des Zusatzbedarfs auf Grund der geburtenstarken Jahrgänge soll in der AHV deshalb ein Baby-Boomer Prozent erhoben werden. Es sollte unabhängig vom übrigen finanziellen Bedarf ausgestaltet werden. Anders als beim Bedarf durch die höhere Lebenserwartung ist das Baby-Boomer-Prozent nur befristeter Natur, da es sich grundsätzlich um einen vorübergehenden Effekt handelt. Der richtige Ort dafür ist eine für die Zusatzausgaben wegen der geburtenstarken Jahrgänge reservierte Erhöhung der Mehrwertsteuer. Anders als bei einer Erhöhung der Lohnbeiträge zahlt bei einer Erhöhung der Mehrwertsteuer die ganze Bevölkerung mit, nicht nur die Erwerbstätigen. Damit sind auch die Rentner/innen eingeschlossen, deren Zahl stetig wächst. Eine Mehrwertsteuererhöhung für die AHV ist politisch mehrheitsfähiger als eine Erhöhung der Lohnbeiträge. Dies auch vor dem Hintergrund, dass als Ausgleichsmassnahmen zur Senkung des Mindestumwandlungssatzes wohl unvermeidlich die Lohnbeiträge in der 2. Säule werden angehoben werden müssen. Eine Mehrwertsteuererhöhung - und damit eine Beteiligung der Rentner/innen - für die Baby-Boomer ist aus demografischer Perspektive auch sachlich zu rechtfertigen: Viele künftige Rentner/innen haben als Arbeitnehmende von einem günstigen Verhältnis Aktive-Rentner profitiert. Die Beitragssätze in der AHV sind seit langen Jahren stabil. Selber hatte diese Generation weniger Kinder, so dass die heutige aktive Generation mehr belastet ist. Der finanzielle Zusatzbedarf soll deshalb möglichst breit von allen getragen werden.

Baby-Boomer-Prozent ist gut vermittelbar

Der Bevölkerung muss im Rahmen der Reform der Altersvorsorge 2020 vermittelt werden, dass es eine Zusatzfinanzierung braucht, soll das heutige Rentenniveau erhalten werden können. Mit dem Baby-Boomer-Prozent bei der Mehrwertsteuer kann der Bevölkerung die Notwendigkeit einer Zusatzfinanzierung plastisch vor Augen geführt werden. Die Bevölkerung will wissen, wofür sie mehr AHV-Beiträge zahlt. Auch das sogenannte Demografie-Prozent, das Ende der Neunzigerjahre eingeführt wurde, hat sich bewährt und stösst auf breites Verständnis. Deshalb sollte bei einer Erhöhung das erste Mehrwertsteuer-Prozent für die Baby-Boomer reserviert werden. Der Bundesrat geht in seinem Bericht zur Vernehmlassung von mittelfristig 2 Mehrwertsteuerprozenten aus, die zur Deckung der Finanzierungslücke in der AHV notwendig sein werden. Es ist neben dem Baby-Boomer-Prozent mittelfristig noch mit einer weiteren Erhöhung der Mehrwertsteuer zu rechnen. Diese soll jedoch erst dann erfolgen, wenn es auf Grund der AHV-Finanzen notwendig ist und nicht auf Vorrat.

Spätere Erhöhung vorausschauend regeln

Trotzdem kann bereits heute geregelt werden, unter welchen Bedingungen ein solches weiteres Mehrwertsteuer-Prozent anfällt. Dies kann in einem sogenannten Interventionsmechanismus getan werden. Aber nicht so, wie dies der Bundesrat versteht: Der Bundesrat schlägt einen Interventionsmechanismus vor, der als Gegenstück zu Zusatzeinnahmen die AHV-Renten einfriert, sprich, sie nicht mehr an den Mischindex anpasst. De facto entspricht dies einer Rentenkürzung, notabene auch von laufenden Renten. Automatische Rentenkürzungen sind jedoch politisch chancenlos. Travail.Suisse lehnt einen solchen Interventionsmechanismus dezidiert ab. Ein solcher ist bereits in der letzten IV-Revision gescheitert. Die angestrebte Opfersymmetrie kann auch mit einem einnahmeorientierten Mechanismus erreicht werden. Denn eine Erhöhung der Mehrwertsteuer ist für alle ein Opfer. Es kann vorgesehen werden, dass das zweite Mehrwertsteuerprozent anfällt, wenn der AHV-Fonds unter einen Stand von 70 Prozent einer Jahresausgabe fällt. So ist gewährleistet, dass die Mehrwertsteuer nicht auf Vorrat, sondern nur bei Bedarf erhöht wird.

Zurückfahren des Bundesbeitrags nicht angebracht

Heute beteiligt sich der Bund mit knapp 20 Prozent an den AHV-Ausgaben. Aufgrund der Demografie wird der Bundesbeitrag in den kommenden Jahren tendenziell höher ausfallen. Nach dem Willen des Bundesrates soll neu nur noch die Hälfte des heutigen Bundesbeitrags ausgabengebunden anfallen. Die andere Hälfte soll an die allgemeine Wirtschaftsentwicklung gekoppelt werden. Das hat für die AHV Einnahmenausfälle von einer halben Milliarde Franken zur Folge. Travail.Suisse lehnt eine solche Entflechtung ab. Ein Zurückfahren der weitgehend durch allgemeine Bundesmittel finanzierten Bundesbeteiligung bei gleichzeitiger Erhöhung der Mehrwertsteuer – die insbesondere auch kleine Einkommen belastet – ist der Bevölkerung und den Arbeitnehmenden nicht zu vermitteln. Ein Zurückfahren der Bundesbeteiligung untergräbt die Bereitschaft der Bevölkerung, mehr Mehrwertsteuern für die AHV zu bezahlen. Um den finanziellen Handlungsspielraum über den demografischen Buckel hinweg zu behalten, darf der Bund sich in der AHV nicht aus der Verantwortung stehlen, sondern muss auf weitere Steuersenkungen wie die Unternehmenssteuerreform III verzichten.

http://www.google.ch/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&cad=rja&ua...

 

Im weiteren Sinne werden unter „Baby-Boomer“ die Jahrgänge 1942-1973 verstanden. In einem engeren Sinn die Nachkriegsjahrgänge 1946 bis 1964.

 

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16.03.2016 15:18
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AHV-Minus summiert sich auf 560 Millionen Franken

Das wichtigste Schweizer Sozialwerk hat im letzten Jahr tiefrote Zahlen geschrieben: Der Verlust bei der AHV beläuft sich auf über eine halbe Milliarde Franken. Als Folge schrumpft der AHV-Fonds.

http://www.handelszeitung.ch/politik/ahv-minus-summiert-sich-auf-560-mil...

 

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12.02.2016 12:33
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Tiefrote Aussichten für die AHV

Tiefrote Aussichten für die AHV: Die Ausgleichsfonds von AHV, IV und EO haben im vergangenen Jahr mit ihren Kapitalanlagen erstmals seit Jahren hohe Verluste geschrieben. Ohne diese Rendite fehlt aber das Geld, um ein Minus bei der AHV auszugleichen.

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"Wir gehen davon aus, dass es dieses Jahr nicht besser wird", sagte Netzer. 2016 habe ja schon schlecht begonnen. Es werde erneut schwierig, eine positive Rendite zu erwirtschaften.

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https://www.bluewin.ch/de/news/inland/2016/2/11/verluste-bei-den-kapital...

 

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15.09.2015 08:53
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Ständerat diskutiert über höhere AHV-Renten
 

Der Ständerat setzt die am Montagabend unterbrochene Debatte um die Reform der Altersvorsorge heute Morgen fort. Zur Debatte steht eine Erhöhung der AHV-Renten, der wohl umstrittenste Teil der Vorlage.

Der Vorschlag geht auf die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK) des Ständerats zurück. Neurentner sollen künftig 70 Franken pro Monat mehr bekommen, Ehepaare bis zu 226 Franken mehr. Damit will die Kommission dafür sorgen, dass die bereits beschlossene Senkung des Umwandlungssatzes in der beruflichen Vorsorge unter dem Strich zu keinen Leistungseinbussen führt.

Es handelt sich um die bedeutendste Abweichung vom Konzept des Bundesrats. Er hat in seinem Entwurf streng darauf geachtet, keine Querbezüge zwischen den beiden Vorsorgewerken zu schaffen - der Ausgleich für den tieferen Umwandlungssatz soll vollständig innerhalb der 2. Säule stattfinden.

Unter anderem schlug der Bundesrat vor, den Koordinationsabzug abzuschaffen, was zu einem höheren versicherten Lohn und damit zu höheren Renten geführt hätte. Der Ständerat lehnte dies am Montagabend jedoch ab.

Für die SVP und Teile der FDP sind höhere AHV-Renten aus anderen Gründen unverdaulich, wie schon in der Eintretensdebatte am Montag klar geworden ist. Sie kritisieren die laufend steigenden Kosten des Zuschlags, weil mit der Zeit immer mehr Rentnerinnen und Rentner Anspruch darauf haben. Diese belaufen sich 2030 auf 1,4 Milliarden Franken, 2035 schon auf 2 Milliarden Franken. Zudem werde die Arbeit verteuert, weil die höheren Renten mit zusätzlichen Lohnprozenten finanziert werden sollen, kritisieren die Gegner.

Rentenalter der Frauen soll auf 65 Jahre angehoben werden

Ansonsten ist die kleine Kammer bisher in den wesentlichen Punkten auf dem vom Bundesrat vorgezeichneten Kurs geblieben. Insbesondere hielt sie daran fest, AHV und berufliche Vorsorge gemeinsam zu sanieren. In der AHV soll die Reform der Alterung der Bevölkerung Rechnung tragen, in der beruflichen Vorsorge der steigenden Lebenserwartung und den tieferen Anlagerenditen.

Dazu soll das Rentenalter der Frauen auf 65 Jahre angehoben und damit jenem der Männer angeglichen werden. Diesen Entscheid hat der Ständerat bereits am Montag gefällt. Noch offen ist, ob und um wieviele Prozentpunkte die Mehrwertsteuer erhöht wird, um der demografischen Entwicklung Rechnung zu tragen.

Auch die Witwenrenten, der Rentenvorbezug für Personen mit tiefen Einkommen oder die Schuldenbremse für die AHV werden noch zu reden geben. Der Ständerat plant, die Vorlage bis Mittwochmittag zu Ende zu beraten.

(SDA)

 

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13.07.2015 08:29
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Acht wissenswerte Fakten zur AHV
 

Haben Sie sich bereits intensiv mit der AHV auseinandergesetzt? Falls nicht, sollten Sie zumindest über folgende - zum Teil eher unbekanntere - Punkte Bescheid wissen. Es kann sich lohnen.

Von Pascal Züger

Zugegeben, die Alters- und Hinterlassenversicherung (AHV) ist ein eher trockenes Thema, das viele nur am Rande mitbekommen, wenn die Pension noch in weiter Ferne ist. Jeden Monat sieht man zwar die AHV-Beiträge als Abzüge auf dem Lohnausweis, aber damit hat sich's dann meist.

Dabei ist ein Basiswissen beim Thema AHV sehr hilfreich, damit es später nicht zu einer bösen Überraschung kommt. cash hat einige wichtige Punkte zur AHV aufgelistet, die Ihnen zum Teil neu sein werden.

1. Büezer zahlen zwei Jahre zu viel ein

Jeder Erwerbstätige bezahlt ab dem 18. Altersjahr 4,2 Prozent seines Lohns an die AHV. Der Arbeitgeber entrichtet den gleichen Beitrag zugunsten des Erwerbstätigen. Nichterwerbstätige Studierende hingegen werden erst ab dem 20. Altersjahr beitragspflichtig. Sie bezahlen bis zur Aufnahme einer Arbeit pauschal den Mindestbetrag von 480 Franken pro Jahr plus einen Verwaltungskostenbeitrag. Sobald sie einen Job antreten, bezahlen auch sie 4,2 Prozent ihres Lohnes an die AHV.

Nur wer lückenlos seine AHV-Beiträge bezahlt hat, erhält die volle Rente. Dafür sind bei Männern mindestens 44 und bei Frauen 43 Beitragsjahre notwendig. Wer ab dem 20. Lebensjahr jährlich in die AHV einzahlt, kommt genau auf die geforderten Beitragsjahre. Und wer schon ab Alter 18 einzahlen muss, da er bereits im Berufsleben ist, hat am Ende quasi zwei Jahre zu viel eingezahlt, ohne dafür eine höhere Altersrente zu erhalten.

2. Beitragslücken müssen rechtzeitig gestopft werden

Beitragslücken können nicht nur durch ein Studium entstehen, sondern auch aufgrund einer Weltreise, oder durch eine Phase der Erwerbstätigkeit im Ausland. Gibt es ab dem 20. Lebensjahr bis zur Pensionierung solche Lücken in der Beitragszahlung, dann kürzt sich die Rente. Und zwar pro fehlendes Beitragsjahr um etwa 2,3 Prozent. Es ist deshalb ratsam, Beitragslücken zu vermeiden.

Entdecken Sie eine Lücke, können Sie diesen fehlenden Beitrag innerhalb von fünf Jahren zum Kalenderjahr, für welches es geschuldet ist, nachbezahlen. Leisteten Sie schon vor dem 20. Lebensjahr AHV-Beitrage, dann können Sie damit allfällige Lücken auffüllen.

Falls Sie nicht sicher sind, ob Sie tatsächlich jedes Jahr immer AHV-Beiträge geleistet haben, können Sie bei Ihrer kantonalen Ausgleichskasse kostenlos einen Kontoauszug bestellen, wo Sie alle Ihre Einzahlungen aufgelistet sehen. Kostenlose Kontoauszüge können Sie hier anfordern.

3. Auch ohne Beitragslücken ist die Maximalrente nicht garantiert

Für all diejenigen, die in ihrem Erwerbsleben im Schnitt keinen Jahreslohn von 84'600 Franken erreichten, fällt die Rente geringer als der Maximalbetrag von 2'350 Franken pro Monat aus. Die minimale Altersrente ist nach unten jedoch auf 1'175 Franken pro Person begrenzt – genau die Hälfte der Maximalrente. Weniger bekommt nur, wer Beitragslücken aufweist.

4. Reiche finanzieren die Armen

Wer aufs ganze Berufsleben betrachtet einen Jahreslohn von durchschnittlich über 84'600 Franken aufweist, erhält trotzdem nicht mehr als den Maximalbetrag von 2'350 Franken pro Monat als Rente. Hier kommt das Solidaritätsprinzip zum Tragen: Reiche zahlen zu viel ein, ermöglichen den ärmeren Personen aber damit eine Rente zu bekommen, die die Höhe ihrer Einzahlungen möglicherweise übersteigt.

5. Ohne Anmeldung gibt es keine Rente

Die Rente wird beim Pensionierungszeitpunkt nicht automatisch auf Ihr Konto gutgeschrieben. Sie muss drei bis vier Monate vor gewünschtem Pensionierungsdatum bei der AHV-Ausgleichsstelle angefordert werden. Falls Sie nicht wissen, welche Ausgleichskasse für Sie zuständig ist, können Sie dies unter folgendem Link herausfinden: Inforegister.

Je nach Fall kann es sein, dass die Ausgleichskasse für die Beschaffung der notwendigen Unterlagen und die Berechnung der Rentenhöhe etwas Zeit braucht. Zögern Sie die Anmeldung deshalb keinesfalls hinaus, denn die AHV lässt keine rückwirkenden Anmeldungen zu. Für einen Rentenaufschub müssen Sie sich spätestens innerhalb eines Jahres nach Erreichen des ordentlichen Rentenalters anmelden.

6. Bei Wegzug ins Ausland ist keine Kapitalauszahlung möglich

Wenn Sie entscheiden, Ihren Wohnsitz ins Ausland zu verlagern, können Sie sich Ihre eingezahlten AHV-Beträge nicht auszahlen lassen – sie gehen jedoch auch nicht verloren. Ziehen Sie in ein EU- oder EFTA-Staat, dann unterliegen Sie automatisch der Sozialversicherung des Aufenthaltslandes und können nicht mehr in die Schweizer AHV einzahlen. Aber ab Pensionierungszeitpunkt erhalten Sie dann zwei Teilrenten: Eine aus der Schweiz, für die Zeit, als Sie hier Beiträge leisteten und die andere aus Ihrem neuen Aufenthaltsland.

Ziehen Sie als Schweizerin oder Schweizer in ein nicht EU- oder EFTA-Staat, dann haben Sie die Möglichkeit, auf freiwilliger Basis die AHV-Versicherung fortzuführen und ab Pensionierungszeitpunkt die Vollrente zu bekommen.

7. Durch Scheidung kann die Altersrente erhöht werden

Was sich zunächst absurd anhört, ist auf das sogenannte Prinzip der Plafonierung zurückzuführen: Die Altersrenten von zwei verheirateten Personen dürfen zusammen höchstens das Eineinhalbfache der Maximalrente betragen, welche im Monat bei 2'350 Franken liegt. Ein Ehepaar kann aktuell also maximal eine AHV-Rente von 3'525 Franken (Berechnung: 1,5 x 2350 Franken) pro Monat beziehen.

Lässt sich das Ehepaar nun gerichtlich trennen, kann jeder, Anspruch auf die Maximalrente vorausgesetzt, wieder 2'350 Franken pro Monat beziehen – das sind zusammen 4'700 Franken. Pro Jahr "verliert" ein Ehepaar bei Maximalrente so 14'100 Franken (12 x 1'175). Und auch bei geringeren Renten kann die Ehe ein Nachteil sein. Haben beispielsweise beide Ehepartner Anrecht auf eine Rente von 2'000 Franken, dann bekommen Sie gemeinsam wiederum nur die 3'525 Franken, anstatt 4'000 Franken. Konkubinatspartner sind von dieser "Heiratsstrafe" übrigens nicht betroffen.

Schweizerinnen und Schweizer scheinen die Scheidungs-Option nicht oder nur sehr selten umzusetzen: Wie ein Blick auf die Scheidungs-Statistiken verrät, ist die Scheidungshäufigkeit kurz vor der Pension nicht ansteigend. Einzelfälle sollen jedoch vorkommen.

8. Eine Frühpensionierung lohnt sich nicht

Gemäss AHV-Gesetz kann jeder seinen Pensionierungszeitpunkt nach Bedarf zwischen dem 63. und 70. Altersjahr frei wählen (Frauen zwischen dem 62. und 69. Altersjahr). Wie verlockend eine Frühpensionierung auch sein mag, aus AHV-technischer Sicht lohnt sie sich nur in seltenen Fällen.

Vorzeitige Pensionierungen sind mit einer Rentenkürzung von 6,8 Prozent pro Jahr verbunden. Mit einem Vorbezug der AHV fahren Sie finanziell nur besser, wenn Sie weniger als 77 Jahre alt werden. Und da Schweizerinnen und Schweizer derzeit eine durchschnittliche Lebenserwartung von fast 83 Jahren aufweisen, lohnt sich üblicherweise eine Frühpensionierung nicht. Sie haben übrigens auch die Möglichkeit, trotz frühzeitigem Austritt aus dem Erwerbsleben weiterhin in die AHV einzuzahlen und erst später die AHV-Rente anzufordern.

Erfreuen Sie sich einer sehr guten Gesundheit, dann sollten Sie sogar eine AHV-Aufschiebung in Betracht ziehen - dies erhöht die jährliche Rente. Wie sich Frühpensionierungen und Aufschiebungen auf Ihre Rente auswirken, sehen Sie in der Tabelle unten. Vergessen Sie nicht: Auf die erwähnten Beträge fallen noch Steuern an.

PensionierungszeitpunktJahresrente
(in CHF)
Kürzung/Erhöhung
(in Wacko
Alter 6324'365-13,6Alter 6426'282-6,8Alter 6528'200-Alter 6629'666+5,2Alter 6731'246+10,8Alter 6833'022+17,1Alter 6934'968+24,0Alter 7037'083+31,5

AHV-Rente gültig ab 1.1.2015, sofern Anspruch auf den Maximalbetrag besteht. Für Frauen gilt das ordentliche Pensionierungsalter 64, d.h. alle Zahlen um ein Jahr verschoben.

CASH

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05.04.2015 18:31
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weico hat am 05.04.2015 - 17:36 folgendes geschrieben:

sime hat am 05.04.2015 - 16:43 folgendes geschrieben:

Einen Generationenvertrag mit einem Umlageverfahren zu erfüllen, in einem System der notwendigen Inflation, ist nichts weiter als Beraubung des Einzelnen an seinem Erarbeiteten

 Ist nicht schon eine genug, um zu beweisen, dass der Generationenvertrag nicht funktioniert, ohne dass man die Regeln ändert?

Dieses Thema behandelt auch folgender Artikel:

http://zuercherin.com/schneeballsystem-ahv/

Guter Artikel. Ich muss mir fast selber auf die Schulter klopfen. Biggrin

 

Ein radikaler Wechsel auf das Kapitaldeckungsverfahren wäre sicherlich die gerechteste Regeländerung.

Auch über Ideen wie Arbeitnehmerkonto usw. sollte dringen nachgedacht werden.Spätestens in der nächsten Rezession wird es sicherlich "angedacht" werden.

http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitnehmerkonto

Es ist die Einzige, die wirklich funktioniert. Ausser natürlich, dass kein gesetzliches Zwangsabgabesystem vorgeschrieben wird, wo aber dann wirklich jeder und jede selber verantwortlich ist. Dann ist aber auch nichts mit Ergänzungsleistungen, sondern entweder Du hast tatsächlich fürs Alter zurückgelegt, oder Du musst jetzt entweder auf die Strasse oder nimmst gleich die Abkürzung in die Gruft. Das Erste ist zwar etwas gnädiger und lässt auch Erbarmen in Form von Ergänzungsleistungen zu, weil man schliesslich in einem Zwangsabgabesystem war. Wo Pflichten sind, müssen auch Rechte sein.

Das Zweite ist zwar gnadenlos, doch da ich denke, dass alle Menschen frei sein sollen in ihrem Tun und Lassen, und das Leben so gestalten sollen, wie es für sie das Richtige ist, muss ich folgerichtig sagen, dass der Staat dem Einzelnen keine Zwänge aufoktroieren darf. Der Staat muss sich aus dem Leben des Einzelnen soweit wie möglich raushalten. Ich habe es schon mal beschrieben, wie für mich ein neues Geldsystem aussehen würde, wo nämlich eine Parallelwährung existierte, wo die Privatwirtschaft mit der staatlichen Planwirtschaft in einer symbiotischen Konkurrenzierung steht. Die Privatwirtschaft und der Staat haben je eine eigene Währung, die in einem flexiblen Wechselkurssystem zueinander steht. Und beide Teilnehmer müssen mit der Währung der anderen bezahlen, sobald Leistungen bezahlt werden. Der Staat wird gezwungen auf seine Verwaltungskosten zu achten, er darf zwar sein eigenes Geld drucken und soviele anstellen wie er will, doch das würde seine Währung abwerten und somit privatwirtschaftliche Leistungen verteuern, da ja die Währung konvertiert werden muss. Der Staat kann zwar die Steuern erhöhen, die die Privaten mit Staatsgeld konvertieren müssen, um sie zu bezahlen, doch da die Privatwirtschaft ihrerseits auch über ein Instrument des eigenen Währungsmonopols verfügt, kann sie im Bedarf, falls die Politik die Bürger schröpfen will, um ihre aufgeblähten Verwaltungsstrukturen zu finanzieren, ebenfalls mehr Geld in den Umlauf bringen, um die Währung abzuwerten und/oder die Steuerforderungen zu vergünstigen. Es würde funktionieren, nämlich dass beide Seiten in grösstmöglicher Eigenverantwortung handeln, so dass eben keine Exzesse entstehen. Die Privatwirtschaft kann vertreten durch das Volk ein Aufsichtsgremium wählen, dass die private Geldwährungspolitik steuert und das Volk kann das Staatsparlament bestimmen, welche ihrerseits ihr eigenes Geld drucken.

 

In Zeiten wo sich die verschuldeten Staaten ihren Wohlfahrtstraum schlicht nicht mehr leisten können und die Bürger  nicht gewillt sind mehr Steuerabgaben zu erdulden...wird das kommende Schlagwort der Politik (richtigerweise) lauten:

MEHR EIGEN- und SELBSTVERANTWORTUNG 

Darauf muss es hinauslaufen.

 

Bis die "Wählermasse" aber wirklich reagiert und Änderungen dann auch wirklich eintreten,....füllt der mündige Bürger schlicht seine 3.Säule auf und spart dabei noch viel  Geld... :yes:

 

weico

 

 

Naja..mündig... Man kann zwar jetzt sparen, doch der Staat kann hier jederzeit auch die Regeln ändern, indem er z.B. den Steuerfuss bei Auszahlung oder den Umwandlungssatz in die Höhe schraubt. Dann hast Du am Ende auch nichts gespart, sondern jetzt einfach verfügbares Kapital nicht investiert, oder verkonsumiert. Für Immobilienbesitzer darf man auch die Zwangshypothek nie ganz vergessen, egal wie realitätsfremd es in guten Zeiten scheinen mag. Der Staat hat in der heutigen Form zuviel Autorität, egal ob demokratisch oder plutokratisch regiert.

 

05.04.2015 17:36
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sime hat am 05.04.2015 - 16:43 folgendes geschrieben:

Einen Generationenvertrag mit einem Umlageverfahren zu erfüllen, in einem System der notwendigen Inflation, ist nichts weiter als Beraubung des Einzelnen an seinem Erarbeiteten

 Ist nicht schon eine genug, um zu beweisen, dass der Generationenvertrag nicht funktioniert, ohne dass man die Regeln ändert?

Dieses Thema behandelt auch folgender Artikel:

http://zuercherin.com/schneeballsystem-ahv/

 

Ein radikaler Wechsel auf das Kapitaldeckungsverfahren wäre sicherlich die gerechteste Regeländerung.

Auch über Ideen wie Arbeitnehmerkonto usw. sollte dringen nachgedacht werden.Spätestens in der nächsten Rezession wird es sicherlich "angedacht" werden.

http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitnehmerkonto

 

In Zeiten wo sich die verschuldeten Staaten ihren Wohlfahrtstraum schlicht nicht mehr leisten können und die Bürger  nicht gewillt sind mehr Steuerabgaben zu erdulden...wird das kommende Schlagwort der Politik (richtigerweise) lauten:

MEHR EIGEN- und SELBSTVERANTWORTUNG 

 

Bis die "Wählermasse" aber wirklich reagiert und Änderungen dann auch wirklich eintreten,....füllt der mündige Bürger schlicht seine 3.Säule auf und spart dabei noch viel  Geld... :yes:

 

weico

 

 

05.04.2015 16:43
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Namor hat am 26.03.2015 - 20:54 folgendes geschrieben:

Der Weg in ein Minus wird von unseren Wirtschaftsführer verursacht. Die AHV, aber auch IV etc. ist wie die privaten Pensionskassen zum Abschöpfen von Geldern erschlossen worden. Die Mehrheit der Bezahler sind in Lohnbereichen bis 80'000.-- zu finden und eine Minderheit in grossen Lohnbereichen. Diese beziehen ihren (offiziellen) Lohn in der Schweiz (ca. 30%). Der grösste Teil wird in eigenen Pensionskassen oder exotischen Orten verschoben. Steuerfrei und einem Abzug für AHV, Steuern (Pauschalbesteuerung) etc. entzogen. Die Wirtschaftsführer haben zum Teil keinen festen Wohnsitz in der Schweiz. Sie müssen ja flexibel sein bei den Verschiebungen innerhalb der Konzernen. Ein guter Wirtschaftsführer zeichnet sich aus durch immer höhere Bezüge auch wenn die Ergebnisse unbefriedigend sind. Als gutes Beispiel hatten wir ja die zwei Nordländer vor Jahren bei der ABB. Mit über 300'000'000.-- wurden diese mit Geldern aus der ABB-Pensionskasse ins Ausland entlassen und geblieben sind ruinöse Zustände. Wohin werden wohl die einbezahlten Gelder aus der AHV verschoben? Seit Jahren wird der Mittelstand geschröpft. Die Löhne werden nach unten angepasst und somit müssen für beide Seiten auch weniger Sozialabgaben bezahlt werden. Weniger ist falsch, denn unsere Volksvertreter erhöhen die Beitragsabgaben, kürzen die Umwandlungssätze (Pensionskasse Post 5.85%) und wollen die Arbeitszeitdauer bis 70 erhöhen um diese aber vorher mit 62 zu entlassen um Kürzungen bei den Bezügen zu erreichen. Momentan ist es ein legitimes, den starken Franken vor zuschieben für zusätzliche Stunden pro Woche ohne Bezahlung. Die günstige Beschaffungpreise von Rohmaterialien aus dem EU-Raum werden nicht weiter gegeben und somit wird das Endprodukt teurer für den Export. Ein Besitzstand kann nur von den dritt- und viertuntersten Chargen (ab 130'000.--) gehalten werden durch überhöhe Zielvorgaben an die Basis zur Einsparung von Leistungsvergütungen und Austausch von Alt gegen Jung. 

 

Besser kann man es eigentlich nicht beschreiben. Ich möchte dies nur noch etwas von der ethischen Betrachtung abrunden. Einen Generationenvertrag mit einem Umlageverfahren zu erfüllen, in einem System der notwendigen Inflation, ist nichts weiter als Beraubung des Einzelnen an seinem Erarbeiteten. Der Deckungsgrad beträgt heute mittlerweile schon nur noch knapp über 100%.  Das heisst, dass alle Beiträge eins zu eins an die Bezüger fliessen und keine Reserven angelegt werden können, welche die Inflation ausgleichen sollen. Damit wird der Beitragszahler gleich doppelt beraubt, einerseits wird sein eingezahltes Geld nicht mehr angelegt, sondern im Umlageverfahren voll ausgezahlt und da keine Rückstellungen für den Beitragszahler gemacht werden, die Renten dann zeitweise inflationsbereinigt werden, muss er zusätzlich noch zu der Entwertung seines nicht angelegten Altersguthaben gleich noch seine Inflationsverluste des Altersguthabens selber bezahlen, da keine angelegten Reserven auch keine Renditen liefern, welche die Inflation abfedern und somit werden teuerungsangepasste Renten durch höhere Beiträge ausgeglichen. Es ist also ein Schneeballsystem und die Letzten beissen die Hunde. Niemand kann sagen, die haben das nur gut gemeint, als sie sich für ein Umlageverfahren entschieden haben. Nein, die Mathematik eines Wirtschaftssystems mit Zins- und Zinseszinseffekt widerspricht dem und wenn kein Ökonom hier Einspruch erhebt, so ist er eben ein Interessenvertreter. Folgende Voraussetzungen sind in unserem Wirtschaftssystem einbeschrieben.

 

1. Die Wirtschaft muss stetig wachsen, um Altschulden und die Zinslasten zu begleichen. Das lässt sich nur durch Neuschulden bewerkstelligen.

2. Dadurch erhöht sich kontinuierlich die Geldmenge im Umlauf.

3. Die Waren und Dienstleistungen können aber niemals gleich wachsen wie die Geldmenge, weil die Zinslast aller Kredite, sowohl Staats-, Unternehmens- und Privatkredite immer Forderungen auf Geld darstellen, dass noch gar nicht existiert.

4. Deshalb verliert das Geld stetig an Wert, da die Waren und Dienstleistungen im Verhältnis zur Geldmenge kontinuierlich knapper werden. Es entsteht Teuerung.

5. Wenn keine Teuerung da ist, entsteht eine Deflation. Das bedeutet, dass die Altschulden nicht mehr beglichen werden können, da nicht ausreichend Neuverschuldung entsteht, um die Zinslast zu bedienen. Es führt zu Konkursen und Entlassungen, die eine Rezession hervorrufen, welche nicht zu stoppen ist.

6. Die Deflation ist in unserem Schuldgeldsystem mit Zins und Zinseszins eine mathematische Gewissheit, da die Zinslasten immer grösser werden.

 

7. Wenn wir in einer unumkehrbaren Rezession sind, führt das  in einem Rentensystem im Umlageverfahren zu Beitragsausfällen, somit werden die Reserven aufgebraucht und die Rente an sich ist nicht mehr gesichert.

8. Da die Geldmenge unweigerlich immer wachsen muss, muss auch die Wirtschaft wachsen. Die Wirtschaft kann nur durch Produktivitätssteigerung wachsen einerseits und andererseits durch erhöhten Konsum.

9. Der Konsum kann nur durch Innovation, Qualitätsverlust sprich Lebensdauerverkürzung des Produktkreislaufs, sowie Bevölkerungswachstum angekurbelt werden.

10. Je mehr Bevölkerung wächst, desto grösser wird die Beitragssumme der AHV (Reservenbildung möglich), desto grösser aber auch die Rentenansprüche in der Zunkunft.

11. Sobald die Wirtschaft aber in die deflationäre Phase eintritt, werden die zukünftigen Rentenansprüche nicht mehr gedeckt, da die Beiträge schrumpfen und die Reserven aufbrauchen.

12. Ergo müssen die Beiträge erhöht, die Bezüge gekürzt und/oder Quersubventionierung wie MWST %, Alkohol- und Tabaksteuer, Staatsgold usw. diese Lücken auffüllen.

13. Ergo ist es ein Schneeballsystem im Langzeitverfahren.

14. Ergo ist es ein Betrug und Diebstahl am Einzelnen.

15. Weil wenn etwas heute funktioniert, was morgen unweigerlich kapputt geht, man aber morgen nicht reparieren kann, so ist es eine unstete Funktion.

 

Will das also wirklich kein Gelehrter und Entscheidungsträger gewusst haben, als man das beschloss? Ausserdem hatten wir schon 6 AHV-Revisionen und Berset bastelt schon an der 7.. Ist nicht schon eine genug, um zu beweisen, dass der Generationenvertrag nicht funktioniert, ohne dass man die Regeln ändert?

 

 

26.03.2015 20:54
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Hausgemachter Rückgang

Der Weg in ein Minus wird von unseren Wirtschaftsführer verursacht. Die AHV, aber auch IV etc. ist wie die privaten Pensionskassen zum Abschöpfen von Geldern erschlossen worden. Die Mehrheit der Bezahler sind in Lohnbereichen bis 80'000.-- zu finden und eine Minderheit in grossen Lohnbereichen. Diese beziehen ihren (offiziellen) Lohn in der Schweiz (ca. 30%). Der grösste Teil wird in eigenen Pensionskassen oder exotischen Orten verschoben. Steuerfrei und einem Abzug für AHV, Steuern (Pauschalbesteuerung) etc. entzogen. Die Wirtschaftsführer haben zum Teil keinen festen Wohnsitz in der Schweiz. Sie müssen ja flexibel sein bei den Verschiebungen innerhalb der Konzernen. Ein guter Wirtschaftsführer zeichnet sich aus durch immer höhere Bezüge auch wenn die Ergebnisse unbefriedigend sind. Als gutes Beispiel hatten wir ja die zwei Nordländer vor Jahren bei der ABB. Mit über 300'000'000.-- wurden diese mit Geldern aus der ABB-Pensionskasse ins Ausland entlassen und geblieben sind ruinöse Zustände. Wohin werden wohl die einbezahlten Gelder aus der AHV verschoben? Seit Jahren wird der Mittelstand geschröpft. Die Löhne werden nach unten angepasst und somit müssen für beide Seiten auch weniger Sozialabgaben bezahlt werden. Weniger ist falsch, denn unsere Volksvertreter erhöhen die Beitragsabgaben, kürzen die Umwandlungssätze (Pensionskasse Post 5.85%) und wollen die Arbeitszeitdauer bis 70 erhöhen um diese aber vorher mit 62 zu entlassen um Kürzungen bei den Bezügen zu erreichen. Momentan ist es ein legitimes, den starken Franken vor zuschieben für zusätzliche Stunden pro Woche ohne Bezahlung. Die günstige Beschaffungpreise von Rohmaterialien aus dem EU-Raum werden nicht weiter gegeben und somit wird das Endprodukt teurer für den Export. Ein Besitzstand kann nur von den dritt- und viertuntersten Chargen (ab 130'000.--) gehalten werden durch überhöhe Zielvorgaben an die Basis zur Einsparung von Leistungsvergütungen und Austausch von Alt gegen Jung. 

26.03.2015 14:16
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AHV vermeidet Verlust nur dank gutem Anlageergebnis - Dringender Reformbedarf

26.03.2015 12:12



Bern (awp/sda) - Die AHV ist 2014 beim Umlageergebnis in die roten Zahlen gerutscht. Die Sozialversicherung hat 320 Mio CHF mehr ausgegeben, als sie an Beiträgen eingenommen hat. Nur das gute Anlageergebnis verhinderte einen Verlust.

Nach Angaben des Ausgleichsfonds AHV/IV/EO vom Donnerstag beliefen sich die Vermögenserträge 2014 auf 1,752 Mrd CHF, fast dreimal so viel wie im Jahr zuvor. Hinzu kommen die vom Bund bezahlten Zinsen auf den Schulden der IV von 275 Mio CHF. Dank dieser Einnahmen schloss die AHV mit einem positiven Betriebsergebnis von 1,707 Mrd CHF.

NICHT DER DRITTE BEITRAGSZAHLER

Trotz einer vorsichtigen Anlagestrategie sei 2014 ein sehr gutes Jahr gewesen, sagte Ausgleichsfonds-Präsident Marco Netzer der Nachrichtenagentur sda. Es mache auch Sinn, wenn mit den Erträgen das Ergebnis unterstützt werden könne. "Aber wir sind nicht der dritte Beitragszahler", betonte Netzer.

Zu rund drei Vierteln stammen die AHV-Beiträge von Arbeitnehmern und Arbeitgebern, ein Viertel steuert die öffentliche Hand bei. Darin enthalten sind die Beiträge von Bund und Kantonen, das Mehrwertsteuerprozent und die Spielbankenabgabe.

2014 kamen so insgesamt 40,546 Mrd CHF zusammen. Das genügte aber nicht ganz, um die Ausgaben - fast ausschliesslich für Renten - von 40,866 Mrd CHF zu decken. So kam beim Umlageergebnis letztes Jahr ein Minus von 320 Mio CHF zu Stande.

FRÜHER ALS ERWARTET

Ein Defizit sei aufgrund der demografischen Entwicklung erwartet worden, sagte Werner Gredig, Vizedirektor des Bundesamts für Sozialversicherungen, der sda. Für 2014 habe man noch mit einem ausgeglichenen Ergebnis gerechnet.

Nun aber hätten weniger Mehrwertsteuer-Einnahmen als budgetiert und tiefere Lohnbeiträge bereits 2014 zu einem negativen Umlageergebnis geführt. Eine Überraschung ist das nicht: Wäre es nicht letztes Jahr dazu gekommen, dann dieses Jahr, sagte Gredig.

Es ist nicht das erste Mal, dass die AHV in die roten Zahlen rutscht. Schon in der 1970er- und 1980er-Jahren seien die Beiträge konjunkturell bedingt zurückgegangen, sagte der BSV-Vizedirektor. Ab Mitte der 1990er-Jahre habe sich der demografische Effekt bemerkbar gemacht.

Gemäss Sozialversicherungsstatistik wies die AHV 1998 beim Umlageergebnis einen Verlust von 2,357 Mrd CHF aus. Nur mit dem ab 1999 erhobenen "Demografieprozent" der Mehrwertsteuer konnte die Rechnung stabilisiert werden. In der Folge wies die AHV 14 Jahre lang ein positives Umlageergebnis aus - bis letztes Jahr.

REFORMEN AUFGEGLEIST

Nun machen Demografie und die höhere Lebenserwartung eine umfassende Reform der Altersvorsorge nötig. Sonst droht der AHV bis 2030 eine Finanzierungslücke von über 8 Mrd CHF. Der Bundesrat schlägt unter anderem vor, das Rentenalter für Frauen auf 65 Jahre anzuheben, zudem soll die Mehrwertsteuer schrittweise um bis zu 1,5 Prozentpunkte erhöht werden.

Der Reformbedarf ist unbestritten, nicht aber die Vorschläge des Bundesrats. Wirtschaftskreise möchte das Rentenalter anheben. Gewerkschaften wehren sich gegen ein höheres Frauenrentenalter, mit einer Initiative wollen sie höhere AHV-Renten durchsetzen. Das Reformpaket, das auch die 2. Säule einschliesst, wird derzeit von der Kommissionen für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerats beraten.

Der Ausgleichsfonds hat am Donnerstag auch die Ergebnisse von Invalidenversicherung (IV) und Erwerbsersatzordnung (EO) bekannt gegeben. Die IV weist ein positives Umlageergebnis von 684 Mio CHF aus, hinzu kommt ein Anlageergebnis von 238 Mio CHF. Damit konnte die Schuld der IV gegenüber der AHV weiter abgebaut werden. Diese beläuft sich nun noch auf gut 12,8 Mrd CHF. Die EO schloss 2014 mit einem Plus von 170 Mio CHF.

rt

(AWP)

 

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17.02.2015 14:08
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AHV-Fonds verliert Millionen wegen ungesicherter Währungen

Weil Euro, US-Dollar und britische Pfund nicht abgesichert waren, verlor der AHV-Fonds bis Ende Januar einen dreistelligen Millionenbetrag. Fragen wirft auch die Entwicklung der Rendite auf.

Der AHV-Fonds hat wegen fehlender Devisenabsicherung bis Ende Januar über 400 Millionen Schweizer Franken verloren – vor allem in US-Dollar, Euro und in britischen Pfund. Damit ging ein Fünftel des Jahresertrags 2014 verloren, wie «Eco» von SRF berichtet. Alles abzusichern, sei zu teuer, so Verwaltungsratspräsident Marco Netzer gegenüber der Sendung. Die Kosten dafür würden in Form entgangener Rendite zu Buche schlagen.

Laut Vermögensexperte Max Cotting geht der Trend heute aber dahin, dass 100 Prozent im Fremdwährungsgeschäft abgesichert werden. Cotting verweist auf die Aufhebung des SNB-Mindestkurses: «Mit den Geschehnissen im Januar wissen wir alle, dass es nicht gut ist, wenn nicht alles abgesichert ist.»

Zumindest die Absicherung der Eurobestände wäre laut «Eco» nahezu umsonst zu haben gewesen: die SNB hatte die 1.20-Grenze bis Mitte Januar garantiert. Doch beim AHV-Fonds war nur die Hälfte der Eurobestände abgesichert.

Verpasste Milliardenrendite

Mit 33 Milliarden Franken Volksvermögen ist der AHV-Fonds einer der wichtigsten Investoren der Schweiz. Ende letzter Woche stellten die Verantwortlichen die Zahlen für 2014 vor – und zeigen sich mit der Rendite von 6,5 Prozent zufrieden. Marco Netzer: «Mit 0,43 Prozentpunkten haben wir letztes Jahr unseren Benchmark geschlagen.»

Laut «Eco» stellt sich aber auch unabhängig von Verlusten durch fehlende Währungsabsicherungen die Frage, wie gut diese Rendite wirklich ist. Tatsächlich schwankte sie in den Jahren seit 1999 nämlich stark. Die Sendung verglich den Fonds mit dem renommierten BVG-25-Index der Bank Pictet – für den AHV-Fonds gibt es kaum Vergleichsgrössen.

Seit 1999 hat der AHV-Fonds lediglich dreimal den Index übertroffen. Kumuliert erzielte er etwa 39 Prozent Rendite. Der Index hingegen brachte es auf fast 54 Prozent. Dies entspricht 4 Milliarden Rendite, die dem AHV-Fonds entgingen. Hinzu kommt: Mit 9,4 Prozent erzielte der BVG-25-Index allein 2014 ein Drittel mehr als der AHV-Fonds. In absoluten Zahlen ist das noch einmal fast eine Milliarde, die dem AHV-Fonds entging.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/AHVFonds-verliert-Mill...

 

die SNB hatte die 1.20-Grenze bis Mitte Januar garantiert..... :roll:

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14.11.2014 14:30
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Rentner schenken der AHV 323 Millionen pro Jahr

2013 zahlten chrampfende Rentner 323 Millionen Franken in die AHV ein – ein Geschenk ohne Gegenleistung. Innenminister Alain Berset will das mit der Rentenreform «Altersvorsorge 2020» ändern.

http://www.blick.ch/news/wirtschaft/sie-arbeiten-bis-zum-umfallen-rentne...

 

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14.11.2014 13:07
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Performance der Fonds von AHV, IV und EO

Aktienanlagen retten Ausgleichsfonds-Rendite

Die Ausgleichsfonds der Sozialversicherungen AHV, IV und EO haben 2013 mit ihren Anlagen eine Rendite von 2,8% auf dem Anlagevermögen von 26,3 Mrd. Fr. erzielt. Im Vorjahr waren es noch 7% gewesen. Die Rendite entstand vor allem dank der starken Performance der Aktienanlagen, die per Ende des vergangenen Jahres rund einen Viertel des Portefeuilles ausmachten. Gebremst wurde sie durch den hohen Obligationenanteil. Bonds machten Ende 2013 rund 54% der Portfolios aus. Auch die schlechte Entwicklung von Rohwarenanlagen wirkte sich negativ aus.

Schwache Bonds

Wie Eric Breval, Geschäftsleiter der Ausgleichsfonds AHV/IV/EO, an einem Anlass in Zürich bekanntgab, schmälerten Schweizer Obligationen und Fremdwährungsanleihen das Anlageergebnis der Ausgleichsfonds um 0,25 bzw. 0,5 Prozentpunkte. Der Rendite-Beitrag der Aktien betrug hingegen 3,6 Prozentpunkte. Bei der Gesamtrendite der Fonds von 2,8% ist die Liquidität der Fonds in Höhe von 3,7 Mrd. Fr. nicht eingerechnet. Berücksichtigt man diese, betrug das Anlageergebnis lediglich 2,4%. Die Ausgleichsfonds sind gesetzlich verpflichtet, jederzeit genügend Barmittel vorzuhalten, um die Zahlungen für die Sozialversicherungen zu ermöglichen.

Mit Sicht auf die vergangenen fünf Jahre betrage die Anlagerendite hingegen kumuliert 28,2%, hiess es an dem Anlass. Dies entspreche einem Betrag von 6,6 Mrd. Fr. Seit dem Jahr 2011 wird das Vermögen der drei Sozialversicherungen getrennt und mit unterschiedlichen Rendite-Risiko-Profilen verwaltet. Inklusive der Liquidität erwirtschaftete das Gesamtvermögen der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) 2013 eine Rendite von 2,5%, das der Invalidenversicherung (IV) eine solche von 1,7% und das Vermögen der Erwerbsersatzordnung (EO) eine Rendite von 2,3%. Das AHV-Gesamtvermögen betrug per Ende vergangenen Jahres 24,7 Mrd. Fr., das der IV 4,7 Mrd. Fr. und das der EO 0,6 Mrd. Fr. Die schwache Performance der IV-Vermögen erklärt sich mit der geringen Risikofähigkeit der stark verschuldeten IV. Deshalb sind die Gelder sehr konservativ angelegt. An dem Anlass hiess es, es solle hier in Zukunft ein leicht höheres Risiko eingegangen werden. AHV und EO setzen etwas stärker auf Aktien.

Mehr Ablehnungen an GV

Die Vertreter der Ausgleichsfonds nahmen 2013 an 83 Generalversammlungen teil und lehnten dabei 24-mal Anträge ab. Im Jahr davor war dies noch 15-mal der Fall gewesen, 2011 14-mal. Bei der Medienkonferenz gaben die Vertreter der Ausgleichsfonds ausserdem den neuen einheitlichen Auftritt unter dem Namen «compenswiss» bekannt. Dieser soll international für eine bessere Wiedererkennung sorgen.

http://www.nzz.ch/finanzen/uebersicht/finanzportal/aktienanlagen-retten-...

 

Nicht mehr ganz aktuell der Beitrag. Bin eben durch Zufall darauf gestossen.

 

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Benjamin Franklin

01.10.2014 08:59
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Jährlich 5000 neue Arme im AHV-Alter

mmer mehr Pensionierte kommen finanziell nicht über die Runden. 12,2 Prozent der Senioren haben im letzten Jahr zusätzlich zu ihrer AHV-Rente Ergänzungsleistungen (EL) bezogen – 0,5 Prozent mehr als vor fünf Jahren. Dies zeigen neue Zahlen von Pro Senectute Schweiz. Weil auch die Gesamtzahl der AHV-Rentner gestiegen ist, scheint der Prozentwert verschwindend klein. Die blanken Zahlen sprechen jedoch eine andere Sprache: 185’800 Rentner in der Schweiz sind neben der Altersversicherung auf Ergänzungsleistungen angewiesen. Das sind 26’800 Personen mehr als im Jahr 2008. Im Durchschnitt ist die Zahl der EL-Beziehenden damit jährlich um rund 5000 gewachsen.

Die Zahlen von Pro Senectute zeigen zudem, dass die Einkommens- und Vermögensunterschiede bei den Menschen im AHV-Alter immer grösser werden. Gemäss Hochrechnungen zählte die Schweiz im Jahr 2013 altersübergreifend rund 264’000 Millionäre. Die Organisation schätzt, dass etwas mehr als die Hälfte (53,1 Prozent) dieser Millionäre im AHV-Alter ist. 140’000 über 65-jährige Millionäre – das seien weit weniger, als bisher angenommen worden sei.

http://blog.tagesanzeiger.ch/datenblog/index.php/5624/jaehrlich-5000-neu...

 

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05.08.2014 08:21
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Was man über die AHV wissen sollte

Die meisten Leute interessieren sich erst für die AHV, wenn die Pensionierung naht. Ein Grundwissen zur 1. Säule ist jedoch wichtig, um Beitragslücken zu vermeiden und mögliche Optionen auszuschöpfen.

http://www.cash.ch/news/top_news/was_man_ueber_die_ahv_wissen_sollte-323...

 

Kürzungen & Zuschläge

 

 

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Benjamin Franklin

14.07.2014 13:44
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Grosse Unterschiede bei Beurteilung von IV-Arbeitsfähigkeit

14.07.2014 11:31



Basel (awp/sda) - Bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit von IV-Gesuchstellern gibt es grosse Unterschiede: Veranlasst die Eidgenössische Invalidenversicherung (IV) ein Gutachten, stuft dieses die Arbeitsfähigkeit sehr oft höher ein als der Gesuchsteller und sein Arzt, wie eine Untersuchung am Universitätsspital Basel ergeben hat.

Durchgeführt hat die Studie das Institut für Klinische Epidemiologie und Biostatistik am Universitätsspital. Ob bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit die Meinungen von Gutachtern, Gesuchstellern und deren Ärzten auseinandergehen, sei bisher noch nie untersucht worden, teilte das Unispital am Montag mit.

Die IV lässt die Arbeitsfähigkeit eines Gesuchstellers in rund zehn Prozent aller Fälle professionell abklären - zumeist, wenn Unsicherheiten bestehen. Ein Gutachten erstellt in diesen Fällen eine der vom Bundesamt für Sozialversicherung anerkannten Medizinischen Abklärungsstellen (MEDAS).

ABWEICHUNG BIS 50%

In den von der Studie untersuchten Fällen traten nun grosse Unterschiede auf: Die MEDAS-Gutachter schätzten die Arbeitsfähigkeit der IV-Gesuchsteller in deren angestammter Tätigkeit um knapp 30% höher ein als die Gesuchsteller selbst oder deren Ärzte, heisst es in der Mitteilung. Für eine dem Leiden angepasste Ersatztätigkeit betrug die Abweichung gar rund 50%.

Dabei waren die Unterschiede in der Beurteilung geringer, wenn es um Gesuchsteller mit schweren Depressionen ging. Grösser waren sie hingegen, wenn es sich um Fälle mit nicht direkt nachweisbaren körperlichen Beschwerden wie Müdigkeit, Erschöpfung oder Schmerzsymptomen handelte.

Das Institut des Basler Unispitals hat für die retrospektive Analyse Daten des Ärztlichen Begutachtungsinstituts Basel untersucht. Überprüft wurden 3'463 Gesuche aus einem Zeitraum von vier Jahren. Die meisten der Gesuche betrafen Beschwerden des Bewegungsapparats und psychiatrische Diagnosen.

INTERESSENSKONFLIKT

Laut den Studienverfassern sind die Gründe für die ausgeprägten Beurteilungsunterschiede vielfältiger Natur. Gesuchsteller und deren Ärzte dürften "in grösserem Ausmass persönliche und psychosoziale Umstände berücksichtigen, welche von den Gutachtern als invaliditätsfremd eingestuft werden", wird Alain Nordmann, Professor und wissenschaftlicher Oberarzt, in der Mitteilung zitiert.

Zudem könne die Bezahlung der Gutachter durch die IV einen Interessenskonflikt bewirken, der in kritischen Fällen eine härtere Begutachtung begünstige. Die Forscher schlagen vor, für das Verfahren eine einheitlichere und validierte Methodik zu schaffen - bisher fehlten genau definierte Methoden zur Ermittlung der Arbeitsfähigkeit.

AWP

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14.07.2014 11:11
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Elias hat am 14.07.2014 - 08:57 folgendes geschrieben:

sime hat am 12.07.2014 - 13:08 folgendes geschrieben:

Im Schnitt sind die KK-Prämien die letzten 10 Jahre um 4.6% gestiegen laut dem Dachverband.

Was hat der ganze Beitrag mit AHV zu tun?

AHV wird nach dem Umlageverfahren finanziert. Das heisst: diejenigen welche arbeiten, zahlen für die Rentner. Aktuell sind es 3.5 auf einen Rentner, bald nur noch 1.9 und das bei steigender Lebenserwartung. Nachdem die Babyboomer gestorben sind, verbessert sich die Situation. Es ist definitiv kein Schneeballsystem. Wer so was schreibt, hat keine Ahnung, was das ist.

Die AHV wird bald rote Zahlen schreiben. Es werden schon jetzt bei der AHV Schlupflöcher gestoppt (z.B. Konkubinat). Wer die PK vorzeitig bezieht, setzt seine Vorsorge auf's Spiel.

Mein Vorschlag: wer die PK vorzeitig bezieht, soll schriftlich erklären, dass er auf Sozialhilfe verzichtet. Dann hört der Schabernack sehr schnell auf.

 

Das ging mir schon mehrmals duch denk Kopf! Aber wahrscheinlich ist das zu einfach für den Bundesrat, muss doch sicherlich noch eine komplizierte Lösung geben!

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14.07.2014 08:57
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sime hat am 12.07.2014 - 13:08 folgendes geschrieben:

Im Schnitt sind die KK-Prämien die letzten 10 Jahre um 4.6% gestiegen laut dem Dachverband.

Was hat der ganze Beitrag mit AHV zu tun?

AHV wird nach dem Umlageverfahren finanziert. Das heisst: diejenigen welche arbeiten, zahlen für die Rentner. Aktuell sind es 3.5 auf einen Rentner, bald nur noch 1.9 und das bei steigender Lebenserwartung. Nachdem die Babyboomer gestorben sind, verbessert sich die Situation. Es ist definitiv kein Schneeballsystem. Wer so was schreibt, hat keine Ahnung, was das ist.

Die AHV wird bald rote Zahlen schreiben. Es werden schon jetzt bei der AHV Schlupflöcher gestoppt (z.B. Konkubinat). Wer die PK vorzeitig bezieht, setzt seine Vorsorge auf's Spiel.

Mein Vorschlag: wer die PK vorzeitig bezieht, soll schriftlich erklären, dass er auf Sozialhilfe verzichtet. Dann hört der Schabernack sehr schnell auf.

 

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12.07.2014 13:08
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Im Schnitt sind die KK-Prämien die letzten 10 Jahre um 4.6% gestiegen laut dem Dachverband. Ich weiss von keinem Jahrgang, welcher die Bevölkerung der Schweiz in einem Jahr um 4.6% wachsen liess. Warum also steigen die Kosten in der Gesundheit stetig um solche Werte an und dennoch beklagen sich viele Gemeinden um fehlende Ärzte in ihren Dörfern, so dass Hirslanden immer vermehrter diese Lücke mit Gemeinschaftspraxen ausfüllen? Ein Sparzwang für über 55-Jährige braucht es nicht, dazu gibt es schon die zweite Säule, welche Berset dem Volk nun auch noch versiegeln will.  Wieviel kann man einem Volk zumuten? Sorry, aber die PKs sind Räuber, denn ich möchte gar nicht wissen, wieviel Geld die von Zahlern eingesackt haben, welche vor dem Zentralkonto-Gesetz (Ich weiss den genauen Namen nicht!) ihre Stelle wechselten und sich um ihre PKs vor lauter Bürokratie nicht bemühten oder Ausländer, welche über 600 Mio CHF auf einem nachrichtenlosen PK-Konto haben, oder all die Menschen, welche bereits vor ihrem 66. Lebensjahr gestorben sind oder die, welche vielleicht 67 Jahre alt wurden. Wieviel sacken die wohl selber ein? Die können mit diesem fremden Geld auch ganz beliebig ihre Returns selber bestimmen, da gibt es kein Organ, welches unabhängig mitbestimmt und wenn sie Geld verlochen oder eben durch zu tiefe Zinsen keine sicheren Returns mehr schaffen, welche die Inflation übersteigen, dann müssen sie Bundesräte wie Berset dazu bringen, dass das Volk überhaupt keinen Griff mehr in den Topf machen kann und das beim Häuslebau die Gelder nur per Pfandbrief an die Banken gehen. Die Banken können weiterhin mit dem Mindestreservegesetz ihr Geld aus dem Nichts schöpfen, denn die SNB akzeptiert künftig auch PK-Pfandbriefe als Einlagekapital und die PKs können weiterhin riesige Vermögen verwalten und wie private Fondsmanager Fees absahnen und Löhne kassieren, ohne das auffliegt, dass das wahre Problem ein riesiges Finanzloch ist, dass sie in den Topf gerissen haben. Die PKs sind doch auch nur da, um den Banken die Staatspapiere abzukaufen, damit diese Staatstitel in flüssige Mittel umladen können. Der normale Bürger weiss nicht, dass er der Gläubiger für die Staatsverschuldung ist, welche nach dem Sisiphus-Prnizip nie abgetragen werden kann, und dass er vielleicht sogar sein eigener Gläubiger für seine Hypothek ist, weil er unwissentlich bei seiner Bank das Abtretungsrecht mitunterzeichnet hat, wonach die Bank seiner PK die Hypothek als Anlage verkauft hat. So zahlt er seine Zinsen seiner PK, welche die Renten aber nicht anheben möchte, weil die Zinsen ja so tief sind und somit `sichere`Anlagen keine Renditen bringen. Es ist alles ein Schneeballsystem, kommt nur auf den Zeithorizont drauf an, aber hinterher wird es jedem wie Schuppen von Augen fallen und da müssen halt unbedingt Bauernopfer wie 55-Jährige her, denen man noch weiteren Sparzwang auferlegen will, um das Augenfällige für den Dummen zu kaschieren.

10.07.2014 12:19
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AHV retten mit Sparzwang für über 55-Jährige?

Jung zahlt für Alt. Dieser Generationenvertrag gerät zunehmend in Schieflage. Um die AHV zu retten, schlägt Avenir Suisse vor, über 55-Jährige zum Sparen zu zwingen – für die Alterspflege.

Der solidarische Grundgedanke der AHV gerät immer stärker aus dem Lot. Bis ins Jahr 2050 wird die Zahl der Erwerbstätigen pro Rentner auf 1,9 sinken, rechnet die unabhängige Denkfabrik Avenir Suisse in einem am Donnerstag in Zürich präsentierten Buch vor. Derzeit zahlen noch 3,5 Erwerbstätige für einen Rentner. Zudem würden 2050 jedem über 80-Jährigen nicht mehr 11,6 sondern nur noch 4,2 Aktive gegenüberstehen.

http://www.20min.ch/finance/news/story/AHV-retten-mit-Sparzwang-fuer-ueb...

 

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02.06.2014 10:43
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aprecio hat am 02.06.2014 - 08:27 folgendes geschrieben:

wozu also die besteuerung von AHV beim bezug des geldes? aufwand, mehrfachdurchlauf und umverteilung maximieren?

Die AHV wird zuerst mal vom Lohn abgezogen und muss somit nicht versteuert werden.

Der Arbeitgeber muss den gleichen Anteil abliefern und darf das als Aufwand geltend machen. Die Firma zahlt dadurch weniger Steuern.

Je länger jemand lebt, desto mehr bezieht er AHV und um so mehr profitiert er von der 1. Säule.

 

Es ist wie mit der Säule 3a: Zuerst kann man damit Steuern sparen. Beim Bezug profitiert man von einem reduzierten Satz.

Irgendwann muss es mal versteuert werden. Die Frage ist zu welchem Satz bzw. in welcher Progression. Je höher die Vorsorge-Guthaben, desto höher wird die monatliche Rente und um so höher die Steuern. Kleine Renten werden weniger besteuert als die hohen Renten.

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02.06.2014 08:27
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Maisgold hat am 01.06.2014 - 23:17 folgendes geschrieben:


N.b. Meine Besorgnis über allfällige Fiskalabgaben aufgrund Leistungen seitens der AHV hält sich in Grenzen.

Insgesamt kamen im zurückliegenden Jahr fast 10 Mrd. Fr. der AHV-Einnahmen nicht aus Beiträgen der Arbeitenden, sondern mussten direkt oder indirekt vom Steuerzahler berappt werden. Die «Steuerquote» der AHV wird in den kommenden Jahren noch deutlich wachsen

http://www.avenir-suisse.ch/11003/immer-mehr-steuergelder-fur-die-ahv/

elias hat kürzlich aktuellere zahlen gepostet: ein bisschen mehr als die hälfte der fiskaleinnahmen werden für die AHV aufgewendet.

wozu also die besteuerung von AHV beim bezug des geldes? aufwand, mehrfachdurchlauf und umverteilung maximieren?

 

01.06.2014 23:45
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Maisgold hat am 01.06.2014 - 23:17 folgendes geschrieben:

sime hat am 01.06.2014 - 22:33 folgendes geschrieben:

Ich möchte hier mal eine Frage in den Raum stellen. Findet Ihr es gerecht, dass Ihr Eure AHV-Beiträge als Einkommen versteuern müsst, obschon Ihr wisst, dass dieses Geld durch das Umlageverfahren nicht für Euch angespart, sondern zur direkten Beitragsleistung eines AHV-Bezugsberechtigten verwendet wird? Ausserdem besteuert man jetzt die AHV-Beiträge, obschon Reformen und Anpassungen Eure Bezugsrechte vielleicht dereinst kürzt oder hinauszögert. Ich finde es einen weitern Raubritt des Staates, dass AHV-Beiträge mit einem direkten Umlageverfahren während der Beitragspflicht versteuert werden. So nach dem Motto:  Ich weiss zwar nicht, ob ich jemals noch etwas von der Rente haben werde, aber ich bezahle jetzt mal sicher mein Grosi und weil ich schon vielleicht nur ein Spender bin, dann lass ich mich doch gleich noch gerne vom Staat abzocken, der weiss ja sowieso immer besser, was man mit Geld anstellt als ich.

Also ich meine, die AHV-Beiträge werden abgezogen und fallen nicht unter die Einkommenssteuer.

Beim Bezug von Leistungen aus der AHV wird dann die Steuer fällig.

Für die AHV selbst werden die Beiträge aufgerechnet, woraus dann die Beitragshöhe errechnet wird (AHV-Pflichtiges Einkommen)

 

CHEERS

 

N.b. Meine Besorgnis über allfällige Fiskalabgaben aufgrund Leistungen seitens der AHV hält sich in Grenzen.

 

Ok, wenn das so ist. Dann hat ein Kumpel von mir mir "Chabis" erzählt. In der Beiz wird halt viel erzählt. Danke für die Antwort.

 

Bezüglich Besorgnis, naja, das war etwas überspitzt gedacht.

01.06.2014 23:17
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sime hat am 01.06.2014 - 22:33 folgendes geschrieben:

Ich möchte hier mal eine Frage in den Raum stellen. Findet Ihr es gerecht, dass Ihr Eure AHV-Beiträge als Einkommen versteuern müsst, obschon Ihr wisst, dass dieses Geld durch das Umlageverfahren nicht für Euch angespart, sondern zur direkten Beitragsleistung eines AHV-Bezugsberechtigten verwendet wird? Ausserdem besteuert man jetzt die AHV-Beiträge, obschon Reformen und Anpassungen Eure Bezugsrechte vielleicht dereinst kürzt oder hinauszögert. Ich finde es einen weitern Raubritt des Staates, dass AHV-Beiträge mit einem direkten Umlageverfahren während der Beitragspflicht versteuert werden. So nach dem Motto:  Ich weiss zwar nicht, ob ich jemals noch etwas von der Rente haben werde, aber ich bezahle jetzt mal sicher mein Grosi und weil ich schon vielleicht nur ein Spender bin, dann lass ich mich doch gleich noch gerne vom Staat abzocken, der weiss ja sowieso immer besser, was man mit Geld anstellt als ich.

Also ich meine, die AHV-Beiträge werden abgezogen und fallen nicht unter die Einkommenssteuer.

Beim Bezug von Leistungen aus der AHV wird dann die Steuer fällig.

Für die AHV selbst werden die Beiträge aufgerechnet, woraus dann die Beitragshöhe errechnet wird (AHV-Pflichtiges Einkommen)

 

CHEERS

 

N.b. Meine Besorgnis über allfällige Fiskalabgaben aufgrund Leistungen seitens der AHV hält sich in Grenzen.

01.06.2014 22:33
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Ich möchte hier mal eine Frage in den Raum stellen. Findet Ihr es gerecht, dass Ihr Eure AHV-Beiträge als Einkommen versteuern müsst, obschon Ihr wisst, dass dieses Geld durch das Umlageverfahren nicht für Euch angespart, sondern zur direkten Beitragsleistung eines AHV-Bezugsberechtigten verwendet wird? Ausserdem besteuert man jetzt die AHV-Beiträge, obschon Reformen und Anpassungen Eure Bezugsrechte vielleicht dereinst kürzt oder hinauszögert. Ich finde es einen weitern Raubritt des Staates, dass AHV-Beiträge mit einem direkten Umlageverfahren während der Beitragspflicht versteuert werden. So nach dem Motto:  Ich weiss zwar nicht, ob ich jemals noch etwas von der Rente haben werde, aber ich bezahle jetzt mal sicher mein Grosi und weil ich schon vielleicht nur ein Spender bin, dann lass ich mich doch gleich noch gerne vom Staat abzocken, der weiss ja sowieso immer besser, was man mit Geld anstellt als ich.

22.05.2014 15:54
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Absturzgefährdete «Altersvorsorge 2020»

Das von Sozialminister Alain Berset aufgegleiste Reformprojekt «Altersvorsorge 2020» ist im Grundsatz unbestritten, denn die Sicherheit der AHV- und BVG-Renten ist ohne mutige Reform nicht gegeben. Vor allem bei der AHV sind grosse Defizite absehbar, wenn nicht Massnahmen ergriffen werden. Rückmeldungen aus der soeben abgeschlossenen Vernehmlassung werden bis im kommenden November mit Vorteil aber angemessen in die Botschaft des Bundesrats einfliessen, sonst stürzt das Projekt «Altersvorsorge 2020» ab, bevor es auf die Startpiste geschoben worden ist.

Ein Grundproblem, dem die Technokraten des Bundesamts für Sozialversicherungen kaum genügend Beachtung schenken, ist die Tatsache, dass die Leistungskraft der zweiten Säule sich entscheidend aus den am Kapitalmarkt zu erwirtschaftenden Anlagerenditen herleitet und nicht aus dem hehren Grundsatz, das gewohnte Leistungsniveau von Renten sei zu halten. Wenn es um Details und das Eingemachte geht, ist Widerstand aus allen Himmelsrichtungen programmiert. Das ist an der Fachtagung der Swisscanto mit der nötigen Schärfe zutage getreten.

Jorge Serra, Vertreter des Verbands für das Personal öffentlicher Dienste und Stiftungsrat der Pensionskasse der Stadt Zürich, hält von der Idee einer neuen Zwangsabgabe für Leistungsverbesserungen einer (willkürlich definierten) «Übergangsgeneration» auch nichts. Wenn ein Sozialdemokrat derartige Umverteilung als zu kompliziert und schwerfällig zurückweist, dann ist die in bürgerlichen Kreisen ohnehin bekämpfte Zwangsabgabe eines frühen Todes gestorben.

Es kann ja nicht sein, dass in der zweiten Säule, in der systemfremd jedes Jahr Milliarden von Jung zu Alt umverteilt werden, noch Hunderte von Millionen von stärkeren zu schwächeren Kassen fliessen. Warum sollte ein Arbeitgeber noch über das BVG-Minimum hinaus in eine Kasse einzahlen, wenn das Geld voraussehbar abfliesst? Um schwache BVG-Renten aufzubessern, müssen intelligentere Wege beschritten werden.

http://www.nzz.ch/wirtschaft/kommentare/absturzgefaehrdete-altersvorsorg...

 

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

03.04.2014 13:22
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UBS: Staatschuld steigt wegen Renten-Loch auf 1200 Milliarden

Die Grossbank hat nachgerechnet, wie es mit der AHV weitergeht und kommt auf äusserst düstere Zahlen – japanische Verhältnisse quasi.

 

Nach einer Studie der Grossbank UBS ist es um die Finanzierung der Altersvorsorge äusserst schlecht gestellt: Bei der AHV droht demnach eine Finanzierungslücke im Gegenwert von 173,4 Prozent des Schweizer Bruttoinlandprodukts (BIP).

Bereits ab dem Jahr 2019 würden die Einnahmen der AHV nicht mehr ausreichen, um die Ausgaben zu decken, heisst es in der am Donnerstag veröffentlichten Studie.

Dies, weil das Verhältnis zwischen Beitragszahlern und Rentenbezügern immer ungünstiger werde: Statt wie aktuell fast vier Beitragszahler pro über 64-Jährigen werde es 2060 lediglich zwei Erwerbsfähige pro Rentnerin oder Rentner geben.

Die Finanzierungslücke berechnen die Studienautorinnen und -autoren, indem sie die zukünftigen Einnahmen den zukünftigen Ausgaben des Vorsorgewerks gegenüberstellen und dabei auch die AHV-Vermögensreserven miteinbeziehen.

Höhere Beiträge auch bei normalem Verlauf

Auch ohne Berücksichtigung der Finanzierungslücke muss ein heutiger Jugendlicher mehr für die AHV zahlen als seine Eltern oder Grosseltern: Wer 2010 geboren wurde, zahlt demnach pro Lebensjahr 920 Franken mehr für die AHV als ein Vertreter des Jahrgangs 1949.

Bei dieser Rechnung wird noch nicht berücksichtigt, dass der Bundesrat die AHV-Finanzen mit einer Mehrwertsteuererhöhung verbessern will - wird dieses Szenario miteinbezogen, würde die jüngere Person verhältnismässig noch mehr zahlen.

Die Ökonomen malen auch ein düsteres Bild für die berufliche Vorsorge sowie den Staatshaushalt: Allein bei den öffentlichen-rechtlichen Pensionskassen gebe es eine Unterdeckung von rund 50 Milliarden Franken - die Rentenversprechen sind also nicht vollständig finanziert.

Staatsverschuldung von 200 Prozent des BIP

Weil die Bevölkerung altert, steigen auch die Ausgaben von Bund, Kantonen und Gemeinden, unter anderem wegen zunehmenden Gesundheitskosten.

In der Studie wird die implizite Staatsschuld der Schweiz mit 167,4 Prozent des BIP angegeben. Diese Zahl umfasst alle Leistungsversprechen - beispielsweise für Krankenkassen und die AHV - die nicht durch Einnahmen gedeckt sind.

Wird nun diese implizite Staatsschuld mit der aktuellen Staatsverschuldung der Schweiz von 35,5 Prozent des BIP (im Jahr 2011) zusammengenommen, beläuft sich die eigentliche Staatsverschuldung der Schweiz gemäss der Studie auf 202,9 Prozent des BIP. Dies entspricht fast 1,2 Billionen Franken. Eine Staatsverschuldung von über 200 Prozent weist zum Beispiel Japan auf. (cpm/sda)

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/UBS-Staatschuld-steigt...

 

Aggressive  Darum raus mit den Ausländern. Damit es noch weniger hat, welche in die AHV einzahlen.

 

 

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Benjamin Franklin

03.04.2014 10:33
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Die «Altersvorsorge 2020» darf nicht scheitern

Der Vorschlag von Innenminister Alain Berset stösst in der Vernehmlassung auf wenig Zustimmung. Ein Kommentar von FuW-Redaktor Peter Morf.

 

Die AHV ist ein akuter Sanierungsfall. Hätte es dazu noch eines konkreten ­Belegs bedurft – der AHV-Abschluss 2013 liefert ihn. Die Ende der vergangenen Woche präsentierten Zahlen lassen an Klarheit nichts zu wünschen übrig: Das Betriebsergebnis der AHV ist 55% auf noch 908 Mio. Fr. gesunken. Der positive Saldo kam ausschliesslich wegen des Anlageresultats und den von der Eidgenossenschaft ­bezahlten Zinsen auf der Schuld der Invalidenversicherung von immer noch fast 14 Mrd. Fr. zustande. Das versicherungs­technisch relevante Umlageergebnis (Beiträge der Versicherten minus bezahlte Renten) schrumpfte von 260 Mio. Fr. auf noch 14 Mio. Fr. – der sinkende Trend ist beängs­tigend.

Damit wurde zwar die vom Direktor des Bundesamts für Sozialversicherungen (BSV), Jürg Brechbühl, im vergangenen Herbst gemachte Aussage, wonach das Umlageergebnis schon 2013 negativ sein dürfte korrigiert (lesen Sie hier), doch ist die Korrektur marginal: Ob sich bei einem Ausgaben­volumen von knapp 40 Mrd. Fr. ein Defizit von 129 Mio. Fr. oder ein Überschuss von 14 Mio. ergibt, ergibt in der Sache keinen Unterschied. Der ungünstige Trend wird sich fortsetzen. Spätestens gegen Ende des Jahrzehnts wird das Anlageergebnis nicht mehr ausreichen, um das Umlagedefizit zu kompensieren.

Das schmelzende Umlageergebnis spiegelt die sich beschleunigende Alterung der Bevölkerung. Zudem gilt es, an einen weiteren, häufig unterschlagenen oder gar falsch dargestellten Effekt zu erinnern: ­Gemäss Zahlen des BSV wäre das Umlageergebnis in der AHV ohne Zuwanderung schon seit gut zwanzig Jahren negativ.

Zu hohe Mehreinnahmen

Vor diesem wenig erfreulichen Hintergrund ist das von Bundesrat Berset im vergangenen Herbst in die Vernehmlassung geschickte Reformprogramm «Altersvorsorge 2020» zu betrachten. Die Vernehmlassung ist Ende März ausgelaufen. Berset will AHV und berufliche Vorsorge (BVG) in einem grossen Wurf reformieren. Er setzt dabei auf eine Angleichung des Rentenalters von Mann und Frau, auf einen niedrigeren Umwandlungssatz im BVG sowie vor allem auf Mehreinnahmen. Insgesamt soll die Mehrwertsteuer schrittweise um zwei Prozentpunkte erhöht werden.

In der Vernehmlassung erhielt das ­Paket wenig Applaus. Am härtesten fällt die Kritik ausgerechnet seitens seiner ­Parteigenossen aus SP und dem Gewerkschaftsbund (SGB) aus. Sie lassen im Detail kein gutes Haar an den Vorschlägen. Ein kleiner Fortschritt fällt immerhin auf: Auch sie bestreiten die Notwendigkeit einer Reform nicht mehr. Noch vor kurzer Zeit wurde im Brustton der Überzeugung festgehalten, die AHV sei gesund.

Im scharfem Kontrast dazu steht allerdings die von SGB und SP lancierte Initiative «AHVplus», die eine lineare Rentenerhöhung von 10% fordert. Die Kosten ­beliefen sich auf rund 4 Mrd. Fr. Das verträgt sich schlecht mit der Aussage des SGB, dass in der AHV eine Zusatzfinan­zierung nötig sei. SP und SGB verlangen in ihren Stellungnahmen in ideologischer Sturheit Ausbau statt Konsolidierung.

Die Kritik der bürgerlichen Parteien und der Wirtschaft fällt insgesamt moderater aus. Grundsätzlich geht ihnen das Schwergewicht auf Mehreinnahmen zu weit, die SVP lehnt solche gar ganz ab. Vor Wochenfrist skizzierten die Wirtschaftsverbände unter Federführung des Arbeitgeberverbands einen gangbaren Weg (lesen Sie hier).

Vorgeschlagen wird eine Aufteilung in zwei Pakete. Im ersten soll das Referenz­alter für beide Geschlechter auf 65 Jahre ­erhöht werden, mit einer Flexibilisierungsmöglichkeit zwischen 62 und 70. Die Mehrwertsteuer soll 0,6 Prozentpunkte angehoben und der Umwandlungssatz im BVG auf 6% gesenkt werden. Im zweiten Paket soll ein Stabilisierungsmechanismus verankert werden. Er soll im Problemfall eine weitere Erhöhung des Referenzalters sowie zusätzliche 0,4 Prozentpunkte der Mehrwertsteuer vorsehen. Dieser Weg ist in der Sache vernünftig, und er trägt der Erkenntnis Rechnung, dass die Sicherung der Altersvorsorge ohne massvolle Zusatzmittel nicht möglich ist.

Im Dilemma

Bundesrat Berset befindet sich im Dilemma: Schwenkt er auf die Ausbaulinie seiner Genossen ein, wird er scheitern. Die bürgerlichen Parteien und die Wirtschaft werden dazu nie Ja sagen. Dieser Weg löst die Probleme nicht und ist nicht finanzierbar. Schwenkt er auf die realis­tische bürgerliche Linie ein, macht er sich bei seinen Genossen unmöglich.

Wie auch immer Berset mit diesem ­Dilemma umgeht – die Reform der Altersvorsorge darf nicht scheitern. Modifikationen an Bersets Programm sind unumgänglich. Ab spätestens 2020 wird die AHV defizitär – mit rasch steigender Tendenz. Viele Pensionskassen dürften schon vorher in Probleme geraten. Greifen bis dann keine Reformen, ist die Existenz der ­Altersvorsorge in der heutigen Form gefährdet. Zur Debatte stünde nur noch eine Politik der Verschuldung bzw. der Steuerfinanzierung – das darf nicht sein.

http://www.fuw.ch/article/die-altersvorsorge-2020-darf-nicht-scheitern/

 

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Benjamin Franklin

31.03.2014 16:54
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sime hat am 31.03.2014 - 14:53 folgendes geschrieben:

Elias hat am 31.03.2014 - 11:23 folgendes geschrieben

 

du bist auch einer derjenigen hier im Forum, der sich im Nachhinein zu etwas äussert und angibt, er hätte es gewusst. Siehe auch deine Beiträge zur AHV.

 

...

Ich weiss nicht, was sich an meiner Ansicht punkto  AHV und MEI grundlegend geändert hätte. Die Probleme der AHV werden gerade nicht durch die Zuwanderung gelöst, wenn man nur etwas weiter denken würde. Die einzigen Nettozahler der AHV sind die mit einem EInkommen über 200 000.-. Die Ausländer verdienen im Schnitt unter 80 000.-, was bedeutet, dass sie schon nach 11 Jahren Rente in den Genuss eines staatlich finanzierten Altersauskommen kommen. Die durchschnittliche Bezugsdauer der AHV gemäss Durchschnittsalter beträgt 20 Jahre. Viele Ausländer beziehen auch eine Teilrente, was bedeutet, dass sie sogar in kürzerer Zeit als 11 Jahre zu den AHV-Gewinner gehören. Wenn man also denkt, die Zuwanderung sei die einzige Rettung für die AHV, ist wie die Moderatorin im Film richtig sagt, naiv.

http://www.srf.ch/sendungen/eco/schwerpunkt-zur-altersvorsorge-zinn-gewi...

jensen vertritt die meinung, bezüglich steuerstreit mit allen wirtschaftsmächten eine eskalation riskieren zu müssen.

eine befreundete schweizerin, die sozialhilfe bezieht, weil sie alleinstehende mutter ist (ex-mann ebenfalls schweizer und IV) und sie sich dem gottesgeschenk voll widmen möchte, wird deswegen niederträchtig von kinderlosen karrierefrauen angeschaut. sie vertritt die meinung, dass die züge zur staatlichen infrastruktur gehören und deswegen preiserhöhungen bei der mobilität eine frechheit sind.

zitat jansen: "wenn JETZT mehr leute einwandern, werden JETZT die ausgaben noch schneller wachsen als die einnahmen". entweder bewusst gelogen oder zeugnis der ausbildungsqualität in seinen vorlesungen. was heisst da belasten? die ahv ist vorgeschrieben! brutto-löhne gibt's nicht.

die löhne sind für den hauptteil (78%) der einwanderer also tief (<84'000 chf). die tieferen löhne ermöglichen dem management hohe löhne, renditen und boni. der einwanderer muss in der hochpreisinsel schweiz verzicht üben. er wird oft diskriminiert und ist wenig vernetzt, deshalb wird er gerne über den tisch gezogen. der einwanderer übt oft gefährliche berufe aus, er könnte bereits am ersten arbeitstag sterben, mit 40 oder mit 65, am tag seiner ersten rente, an krebs oder sonstigen langfristigen folgen seiner gefährlichen oder unangenehmen arbeit, welche keine schweizer ausüben wollen. aber er zahlt trotzdem ahv und steuern. IMMER bekommt er entsprechend weniger als solche die chf 200'000 lohn beziehen.

es wird nicht angegeben, ob schweizer vermehrt nach der pensionierung ins ausland ziehen. keine prozentuale unterscheidung hier. suspekt.

jansen ist sich des aktuellen problems voll bewusst, bietet keine lösung und zielt mit seiner diskriminierung bewusst auf ausländische bevölkerung.

es ist eine frechheit, dass ein schlecht funktionierendes vorsorgesystem, das ausgehöhlt wurde, dem ausländer in die schuhe geschoben wird.

es löst weder die zuwanderungsproblematik noch die vorsorge. vielleicht doch - aufregung, kämpfe und herzinfarkte - dann streicht der staat die verbliebenen renten ein.

@sime. eine wirklich einseitige zusammenfassung deinerseits.

eine vorsorge, die geld vernichtet, ist untauglich.

31.03.2014 16:17
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aprecio hat am 31.03.2014 - 15:49 folgendes geschrieben:

ich habe mir überlegt, ob ich bei der AHV-stelle detailangaben erhalte.

dabei habe ich die anregungen von sime im hinterkopf: wo legen die das geld so wenig gewinnbringend an? hallo, wir leben in einem der führenden finanzplätze weltweit!

Es ist nicht das einzige Vorsorgesystem auf der Welt. Andere Länder haben die gleiche Absicht.

Dazu kommt ja auch noch unsere 2. und 3. Säule. Auch da erwartet man eine nie versiegende Geldquelle aus den Anlagen.

Alle wollen ihr Geld gewinnbringend anlegen. Niemand will Verlust machen. Keiner fragt, woher das Geld kommen soll. aber alle machen mit.

Jemand muss diesen Gewinn erarbeiten, sei es via Immobilienfonds (aus Mietzinsen, Mieterhöhungen), anderen Zinsen (höhere Schuldzinsen, höhere Hypozinsen) oder Dividenden (mehr arbeiten, weniger Lohn).

Wer das Beispiel mit den Lederstücken satt hat, der nehme den Hamster im Laufrad. Nicht umsonst gibt es jedes Jahr so viele Konkurse. Jemand muss verlieren. Jeder ist bemüht, nicht die Arschkarte zu ziehen.

 

 

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Benjamin Franklin

31.03.2014 15:49
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grobkonzept 1.0

ich habe mir überlegt, ob ich bei der AHV-stelle detailangaben erhalte.

dabei habe ich die anregungen von sime im hinterkopf: wo legen die das geld so wenig gewinnbringend an? hallo, wir leben in einem der führenden finanzplätze weltweit!

um nicht im knast oder irrenanstalt zu landen, habe ich die anfrage unterlassen. aber konkret würde mich die erfolgsrechnung interessieren: einnahmen, investitionen, ausgaben und verwaltungskosten (statistik seit gründung bis heute). online ist nichts zu finden, was einen äusserst intransparenten eindruck hinterlässt.

inspiration

But although this third belief was wrong for his day, is it wrong for ours and for our future? We (1) move things with large muscles; (2) manipulate things with small muscles; (3) use our hands, mouths, brains, eyes, and ears to make sure that ongoing processes and procedures stay on track; (4) via social reciprocity and negotiation try to keep us all pulling in the same direction; and (5) think up new things for us to do. The coming of the Industrial Revolution–the steam engine to power and the metalworking to build machinery–greatly reduced the need for human muscles and fingers for (1) and (2). But it enormously increased (3), for all those machines needed to be minded and all of that paper needed to be shuffled. Each improvement in machines made each human cybernetic control element more valuable as well.

...

Karl Marx in his day could not believe the volume of production could possibly expand enough to reemploy those who lost their jobs as handloom weavers as well-paid machine-minders or carpet-sellers. He was wrong. The optimistic view is that our collective ingenuity will create so many things for people to do that are so attractive to the rich that they will pay through the nose for them and so recreate a middle-class society. The pessimistic view is that some pieces of (3) will be Angel mind-numbingly boring while (b) stubbornly impervious to artificial intelligence, while (4) will remain limited and for the most part poorly paid. In that case, our future is one of human beings chained to desks and screens acting as numbed-mind cogs for Amazon Mechanical Turk, forever.

http://equitablegrowth.org/2014/03/30/2443/over-at-the-new-york-times-ro...

hiesige aktuelle lösungsansätze, die verhindern sollen, dass die 2-klassen-gesellschaft (führer und gesellen vs. handwerker und sachbearbeiter), voll durchschlägt:

das bedingungslose grundeinkommen; wird als utopie bezeichnet und kann tatsächlich eine schlechte, mit vielen nachteilen behaftete lösung sein, wenn der betrag unflexibel gestaltet wird. angesicht der lohnentwicklung und perspektive bezüglich automation, könnten handwerker nahe dem grundeinkommen zur qualitativ schlechten arbeit gezwungen werden.

mindestlohn-initiative; gegner kündigen bereits höhere arbeitslosenzahlen an, sollte sie angenommen werden.

familien-intiativen; zbsp., wird mit "Muss eingespartes Geld immer gleich wieder ausgegeben werden?" kritisiert und alle strecken die daumen hoch. da frage ich mich, wer denn befragt wird, wenn es um lohnerhöhungen geht, die staatsangestellte betreffen.

wenn man alle 3 annimmt, ist man am flexibelsten. rein egoistisch (kapitalistisch) gedacht die korrekteste lösung, meiner meinung nach, denn was kümmern mich die anderen - richtig? man beachte die angeblich existierende kostenbremse beim staat.

bleibt also das problem mit den preisen und dem bereits angesparten guthaben:

die ferien für neue väter, die den nachwuchs in aller ruhe bestaunen möchten, sind mindestens durch das bedingungslose grundeinkommen gedeckt. in schweden zahlt man angeblich viel steuern. aber dort lebt man trotzdem glücklich (noch nicht viele demos im fernsehen).

die mentalität, welche steuern-nicht-bezahlen zum volkssport macht, weil man zbsp. hässig auf den staat ist, bedarf einer anpassung; insbesondere bundesräte, die firmen besitzen, sollten sich darüber gedanken machen. nicht eine schlecht bezahlte arbeit ist wichtig, sondern der wohlstand.

deshalb ist es wichtig, dass auch ein gewisses mass an steuern bezahlt wird, um projekte budgetieren und finanzieren zu können. dabei ist einfachheit und transparenz besonders wichtig, damit man weiss, was man davon hat.

die mindestlohn-initiative bietet ansporn, die differenz des grundeinkommens zu überspringen. vorurteile und möglichst komplizierte vorgänge beibehalten, um privilegien einzelner zu schützen, sollten bekämpft werden.

die 1. säule als monopol bietet wenige bis gar keine vorteile und informationen.

mein lösungsvorschlag:

weiterbildung ist das wichtigste merkmal der gesellschaft.

mit dem stichwort "komplettlösungen" möchte ich eine firma gründen. mein verein enthält bereits wichtige anhaltspunkte. ich glaube dadurch zbsp. startups.ch angeregt zu haben, ihre preispolitik zumindest zeitweise zu überdenken (von "offerte berechnen" zu "dank partner jetzt gratis").

konkurrenz belebt das geschäft und bietet wählbare vorteile für alle.

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