Arbeitslose Anfang 2009 - Massiv mehr als bisher

91 Kommentare / 0 neu
15.01.2009 10:53
#1
Bild des Benutzers tiz9
Offline
Kommentare: 71
Arbeitslose Anfang 2009 - Massiv mehr als bisher

Guten Tag Miteinander

Aktuell haben wir eine Arbeitslosenrate von ca. 3%. Es ist nur schwer zu sagen da sehr viele Stellen Ende 08 abgebaut wurden.

Nun werden aber die Arbeitslosen massiv zunehmen!!

Den Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen wurde gekündigt und gemäss AV erhalten diese eine Kündigungsfrist.

Beispielsweise 3 Monate, höhere Angestelte die schon einige Jahre für das gleiche Unternehmen arbeiten, eine längere.

Nun denke ich das bis März oder April die Arbeitslosenrate bis auf 5-6% steigen wird.

Wie sieht ihr das?

Mit freundlichen Grüssen

Tizian Fumagalli

Aufklappen
25.11.2010 13:11
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 16250
Arbeitslose Anfang 2009 - Massiv mehr als bisher

Quote:

Schweizer Beschäftigungsbarometer erneut gestiegen

Viele neue Stellen im Gesundheitswesen – Aktuelle Situation positiv beurteilt

Der Schweizer Arbeitsmarkt entwickelt sich weiterhin positiv. Die Zahl der Beschäftigten erreichte im dritten Quartal 4,08 Millionen. Das sind 39'000 oder 1,0 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Trotz gewisser Bremsspuren in Unternehmensbilanzen und an den Finanzmärkten sieht es auch für das laufende Quartal gut aus. Alle Indikatoren weisen auf ein weiteres Beschäftigungswachstum hin, wie das BfS schreibt. So liegt der Index der offenen Stellen um 24 Prozent über dem Vorjahreswert.

http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/schweizer_beschaeftigungsbarometer...

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

04.11.2010 10:05
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 16250
Arbeitslose Anfang 2009 - Massiv mehr als bisher

Quote:

Working-Poor-Quote 2008 tiefer als im Vorjahr

Der Anteil der Working Poor an der erwerbstätigen Bevölkerung ist 2008 von 4,8 auf 3,8 Prozent zurück gegangen. Laut dem Bundesamt für Statistik waren Ende 2008 rund 118'000 Personen trotz Erwerbstätigkeit arm.

Neuenburg. – Den Rückgang um einen Prozentpunkt erklärt das BFS mit dem damaligen Wirtschaftswachstum und der Abnahme der Arbeitslosenzahlen in den Jahren 2006 bis 2008. Die provisorischen Ergebnisse basieren auf einer verbesserten Datengrundlage.

Besonders von Arbeitsarmut betroffen sind nach wie vor Alleinerziehende und kinderreiche Familien. Weitere Risikogruppen sind Personen mit geringer Bildung, mit Erwerbsunterbrüchen, Ausländer und selbständig Erwerbende. (sda)

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

18.10.2010 15:34
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 16250
Arbeitslose Anfang 2009 - Massiv mehr als bisher

Quote:

Seco hat Arbeitslosen-quote falsch berechnet

Erstaunliche Differenz: Der Bund publiziert jeden Monat eine zu hohe Arbeitslosenquote. Grund für den Fehler ist eine falsche Berechungsgrundlage.

Jeden Monat veröffentlicht das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) die Schweizer Arbeitslosenquote, welche derzeit offiziell bei 3,5 Prozent liegt. Wie das Wirtschaftsmagazin «Eco» berichtet, liegt die tatsächliche Quote aber lediglich bei 3,0 Prozent. Der Grund dafür liege in der Berechnungsmethode. Diese stützt sich auf einen veralteten Wert aus der Volkszählung des Jahres 2000. In den letzten 10 Jahren hat sich die Zahl der Erwerbstätigen von 4 auf 4,5 Millionen erhöht – vor allem aufgrund der Zuwanderung von ausländischen Arbeitskräften. Dies verändert die Statistik markant: Dividiert man die 4,5 Millionen durch die aktuelle Arbeitslosenzahl von 140 000 Menschen, ergibt dies eine Quote von 3,0 Prozent - und nicht 3,5 Prozent.

Seco hält an falschen Zahlen fest

Serge Gaillard, Leiter des Seco, ist nicht glücklich über den Fehler. Gegenüber «Eco» sagt er, dass ein Vergleich unter den Kantonen nur mit den Daten aus der Volkszählung möglich sei. George Sheldon, Professor für Arbeitsökonomie an der Universität Basel, fordert, dass das Seco diesen Missstand korrigiert. In seinen eigenen Studien verwendet er immer den tieferen, richtigen Wert. «Die richtige Anzahl Erwerbspersonen kann man aus verschiedenen Statistiken berechnen», sagt Sheldon.

Das Seco hält vorerst an seiner Berechnungsmethode fest. Aber wohl nicht mehr lange: Ab 2011 oder 2012 werde laut Gaillard für die Berechnung aktuelle Erbwerbspersonenzahlen verwendet – weil es die Volkszählung nicht mehr gibt.

http://www.20min.ch/finance/news/story/Seco-hat-Arbeitslosen-quote-falsc...

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

26.09.2010 17:29
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 16250
Arbeitslose Anfang 2009 - Massiv mehr als bisher

Quote:

Arbeitslosenquote

..... geteilt durch die Zahl der Erwerbspersonen (seit 1. Januar 2000: 3,946,988 Personen) gemäss Eidgenössischer Volkszählung.

http://www.amstat.ch/amstat/public/definitionen.jsp?lingua=de

3,946,988 Erwerbstätige, Stand 2000

Das ist die Basis für die Berechnung im 2010.

Die Zahl ist ein Witz, wenn man bedenkt, wieviele seither hinzugekommen sind.

Quote:

Registrierte Arbeitslose

Dabei ist unerheblich, ob diese Personen eine Arbeitslosenentschädigung beziehen oder nicht. Ganzarbeitslose suchen eine Vollzeitstelle; teilweise Arbeitslose eine Teilzeitstelle.

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

07.09.2010 09:39
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 16250
Arbeitslose Anfang 2009 - Massiv mehr als bisher

Quote:

Stabile Lage am Schweizer Arbeitsmarkt

Im August gab es in der Schweiz nicht mehr Arbeitslose.

Die Arbeitslosigkeit in der Schweiz stagniert erstmals seit einem halben Jahr.

142'879 Menschen waren im August ohne Arbeit. Gegenüber dem Vorjahresmonat verringerte sich die Arbeitslosigkeit damit um 5,3 Prozent. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 3,6 Prozent.

Insgesamt wurden im August 204'989 Stellensuchende bei den Arbeitsämtern registriert, 615 weniger als im Vormonat. Gegenüber der Vorjahresperiode sank diese Zahl um 1,7 Prozent, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) am Dienstag weiter mitteilte.

Die Jugendarbeitslosigkeit (15- bis 24-Jährige) erhöhte sich im August um gut 10 Prozent auf 24'776 Personen. Im Vergleich zum August 2009 entspricht dies einem Rückgang um über 15 Prozent.

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

07.08.2010 11:57
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 16250
Dem Inschenör is nix zu schwör

Quote:

Dringend gesucht: Ingenieure

Der Schweizer Industrie fehlen Hunderte von Spezialisten – nicht nur, weil die Wirtschaft wieder anzieht.

Noch nicht lange ist es her, da klagten die Unternehmen über fehlende Aufträge. Die Wirtschaftskrise machte ihnen zu schaffen. Tausende von Betrieben stellten in der ganzen Schweiz Gesuche für Kurzarbeit. Die Angestellten hatten weniger Arbeit und Lohn.

Heute zieht die Nachfrage wieder an; allen voran die klassischen Exporteure von der Uhrenbranche über Chemie/Pharma bis zur Maschinen- und Elektroindustrie spüren den Schub. Der Schweizer Aussenhandel hat den Einbruch des Vorjahreszeitraums im ersten Semester 2010 trotz Frankenstärke etwa zur Hälfte wettgemacht, und auch in Deutschland, dem wichtigsten Schweizer Handelspartner, läuft es für die Industrie wieder rund. Die Auftragsbücher füllen sich. Selbst die Autobauer starten durch. Sorgen machen sich die Unternehmen gleichwohl. Es fehlen ihnen die Spezialisten, allen voran die Ingenieure. In Deutschland schlagen Wirtschaft und Politik schon Alarm: Der Ingenieursverband spricht von einer aktuellen Lücke von 36 000 Leuten, und das Institut der Deutschen Wirtschaft Köln (IW) rechnet vor, dass dem Land in vier Jahren 220 000 Ingenieure, Techniker und Naturwissenschafter fehlen werden.

ABB braucht 50 Ingenieure

Auch in der Schweiz suchen die Firmen überall nach Fachkräften. Allein ABB hat hierzulande derzeit über 50 Ingenieurstellen offen – dringend gebraucht werden Projektleiter und Spezialisten für Entwicklung, Verkauf und Forschung. Bei Siemens Schweiz sucht man gegen 100 zusätzliche Angestellte, auch da vor allem Ingenieure und Servicetechniker. Andere Industriefirmen wie Sulzer, Rieter, Sika, Geberit oder Georg Fischer bräuchten ebenfalls schnell bis zu 20 Fachkräfte.

Mit dem Aufschwung verschärft sich ein Problem, das die Konzerne bereits vor und während der Flaute beschäftigte: Wo finden wir für unsere sehr spezialisierte Arbeit hoch qualifiziertes Personal? «Wir brauchen Bau- und Chemieingenieure, die willens und fähig sind, für den Wissenstransfer auch mal für einige Jahre nach Brasilien, China oder Indien zu gehen», sagt zum Beispiel Sika-Personalleiter Peter Ziswiler. «Im Idealfall bringen die Bewerber bereits Berufserfahrung in Schwellenländern mit.»

Solche Anforderungsprofile lassen sich so leicht nicht erfüllen; erst recht nicht, wenn es der Wirtschaft wieder besser geht und der Kampf um die besten Talente zunimmt.

Offene Grenzen sind entscheidend

Anders als die Deutschen setzen die Betriebe in der Schweiz aber schon lange stark auf ausländische Fachkräfte. Durch die Personenfreizügigkeit mit der EU ist es für die Firmen leichter geworden, Spezialisten zu rekrutieren. «Die offenen Grenzen sind für unseren Wirtschaftsstandort entscheidend», so Swissmem-Direktor Peter Dietrich. «Die Schweiz mit ihrem kleinen Arbeitsmarkt ist darauf angewiesen, dass die Firmen hier selbst aus Nicht-EU-Ländern Fachkräfte anheuern können.» Vor kurzem klagten Konzerne wie Google oder IBM über gekürzte Ausländerkontingente; prompt machte der Bundesrat die Restriktionen grösstenteils rückgängig.

Während Deutschland derzeit intensiv über eine lockerere Zuwanderungspolitik und sogar ein Begrüssungsgeld für Gastarbeiter debattiert, um den Mangel an Profis zu beheben (TA vom Dienstag), ist die Schweiz längst zum Einwanderungsland für Spezialisten geworden. «Bekämen wir nicht viele Bewerbungen aus Deutschland, müssten wir wohl auch von einem Fachkräftemangel sprechen», heisst es bei Georg Fischer. So können Engpässe meist überwunden werden.

Hoffnung macht schliesslich auch der Nachwuchs: Lange stagnierte oder sank an der ETH wie an Fachhochschulen die Zahl der Studieneintritte in klassischen Ingenieursdisziplinen. «Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt deutlich eine Trendwende», bestätigt Swissmem-Direktor Dietrich. «Die Zahl der Studierenden hat insbesondere im Maschinenbau an der ETH Höchstwerte erreicht.»

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Dringend-gesucht-Ingen...

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

08.07.2010 09:36
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 16250
Arbeitslose Anfang 2009 - Massiv mehr als bisher

Quote:

Arbeitslosigkeit sinkt im Juni weiter

(sda) Die Arbeitslosikgkeit in der Schweiz sinkt weiter. Letztmals so tief war die Arbeitslosenquote im letzten Juli gewesen, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Donnerstag mitteilte. Im Juni vor einem Jahr hatte die Quote noch 3,6 Prozent betragen.

Überproportional um 0,3 Prozentpunkte auf 3,8 Prozent sank im letzten Monat die Jugendarbeitslosenquote. 21'131 der 15- bis 24- Jährigen waren als arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vorjahresmonat verringerte sich die Quote ebenfalls um 0,3 Prozentpunkte.

209'270 Personen suchten im Juni einen Stelle, 5994 als im Mai. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich die Zahl der Stellensuchenden um 10'280.

Bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) waren 17'642 offene Stellen gemeldet, 545 mehr als im Vormonat.

http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/arbeitslosigkeit_sinkt_...

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

08.07.2010 00:00
Bild des Benutzers Fine-Tuner
Offline
Kommentare: 886
Arbeitslose Anfang 2009 - Massiv mehr als bisher

Eine gewisse Stabilisierung ist unverkennbar. Im internationalen Vergleich sehr tiefe Lohnnebenkosten und eine hohe Produktivität halten die Beschäftigung in der Schweiz rel. hoch.

All dies wäre ohne ein solides Sozialsystem undenkbar. Unsere verschiedenen Sozial-Kässeli haben den Aufprall - wieder einmal - sehr gut aufgefangen(kaschiert?). Ein beeindruckendes System auf das man mit Wahr Stolz sein kann. Wie ein Schwamm saugt das System sozialen Ausschuss auf und spendet gleichzeitig die nötige Feuchtigkeit damit Neues gedeihen kann.

Es scheint mir erste Bürgerpflicht, darauf zu achten, dass diese Kässeli nicht zum Spielball verantwortungsloser Zocker, Berater, Banker etc. werden.

Fine-Tuner

07.07.2010 21:38
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 16250
Arbeitslose Anfang 2009 - Massiv mehr als bisher

Quote:

Schweizer Arbeitsmarkt im globalen Vergleich robust

In der Schweiz ist die Arbeitslosigkeit während der weltweiten Wirtschaftskrise weniger stark gestiegen als in den meisten anderen Industrieländern. Zudem sind verhältnismässig viele Frauen und ältere Personen erwerbstätig, stellte die OECD am Mittwoch fest.

http://www.cash.ch/news/topnews/schweizer_arbeitsmarkt_im_globalen_vergl...

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

04.07.2010 15:46
Bild des Benutzers fritz.
Offline
Kommentare: 5319
Arbeitslose Anfang 2009 - Massiv mehr als bisher

Es geht da weniger ums Können, eher ums Wollen. Die meisten Schweizer sind nicht bereit für solch einen Lohn Schicht zu arbeiten und das auch noch an Feiertagen.

Gruss

fritz

03.07.2010 23:49
Bild des Benutzers T15
T15
Offline
Kommentare: 1836
Arbeitslose Anfang 2009 - Massiv mehr als bisher

fritz wrote:

@ Touni: Dan bewirb dich doch bei der SBB. Damit kannst du aktiv deinem Problem entgegenwirken.

Gruss

fritz

der war gut Wink

aber ich frag mich echt... warum versuchen wir nicht arbeitslose hier einzusetzten? ihr könnt mir doch nicht sagen das wir hier keine 125leute finden die den job machen könnten!? braucht ja kein hochschulabschluss... soll jetzt nicht respektlos wirken... aber kann man ja nicht mit arzt oder engineer vergleichen... :roll:

02.07.2010 10:03
Bild des Benutzers fritz.
Offline
Kommentare: 5319
Arbeitslose Anfang 2009 - Massiv mehr als bisher

@ Touni: Dan bewirb dich doch bei der SBB. Damit kannst du aktiv deinem Problem entgegenwirken.

Gruss

fritz

01.07.2010 19:47
Bild des Benutzers Touni
Offline
Kommentare: 1664
Arbeitslose Anfang 2009 - Massiv mehr als bisher

das hat uns noch gefehlt. Hochdeutsch im Zug. Bis in 4 Jahren finden sich keine 125 Schweizer Zugbegleiter. Ja klar, die mich auch.

Verdammt, ich will im Spital, Restaurant, Hotel, ÖV usw. nur noch Berndeutsch hören oder von mir aus noch Walliser, aber Hauptsache kein Hochdeutsch!!

"Die Betrachtung der Dinge, so wie sie sind, ohne Ersatz oder Betrug, ohne Irrtum oder Unklarheit, ist eine edlere Sache als eine Fülle von Erfindungen." Francis Bacon (1561-1626)

01.07.2010 16:54
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 16250
Arbeitslose Anfang 2009 - Massiv mehr als bisher

Quote:

SBB holen Verstärkung in Deutschland

Nach den Spitälern und Universitäten stürmen die Deutschen in die Züge: Die Anzahl deutscher Zugbegleiter hat sich seit 2005 vervierfacht. Das Personal freut sich über die Verstärkung

..

..

..

«Dazu kommen zahlreiche Pensionierungen bei den Nachkriegsjahrgängen», sagt Peter Moor vom Schweizerischen Eisenbahnerverband (SEV). Moor weiss auch, wieso die SBB in der Schweiz nicht mehr ausreichend Personal finden. «Wegen Gewalt und Vandalismus in den Zügen ist das Berufsbild des Zugbegleiters ramponiert. Zudem wollen viele junge Schweizer die unattraktiven Arbeitszeiten nicht mehr auf sich nehmen.»

http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/SBB-holen-Verstaerkung-in-...

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

01.07.2010 14:43
Bild des Benutzers fritz.
Offline
Kommentare: 5319
Arbeitslose Anfang 2009 - Massiv mehr als bisher

Aber dafür, dass die Lehrer von den Youngsters verprügelt werden, erwarten sie heute eine Risiko-Prämie....

Ich habe dafür ein gewisses Verständnis, ich habe auch jahrelang in einem Beruf gearbeitet, der unheimlich viel Spass gemacht hat, bei relativ hohem Risiko und oft Arbeitszeiten von mehr als zwölf Stunden pro Tag - und das bei einem Lohn, der viel tiefer war als bei einem Lehrer.

Irgendwann merkt man aber, dass neben Spass am Beruf auch ein anständiger Lohn berfriedigend sein kann.

Gruss

fritz

01.07.2010 13:35
Bild des Benutzers Fine-Tuner
Offline
Kommentare: 886
Arbeitslose Anfang 2009 - Massiv mehr als bisher

Lehrer ist man aus Überzeugung, aus innerem Antrieb. Es ist eine Berufung. Der Lohn ist Nebensache, muss einfach zum Leben reichen.

Für jeden, bei dem der Lohn erste, zweite oder dritte Priorität ist, hat den falschen Beruf gewählt. Wer nur wegen dem Lohn am Morgen aufsteht, ist bemitleidenswert....das muss brutal hart sein, Höchststrafe des Lebens sozusagen.....viele zerbrechen daran....aber zum Glück haben wir ja die IV.

Fine-Tuner

01.07.2010 11:02
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 16250
Re: Bevölkerung der Schweiz

puebo wrote:

Damit bin ich mit dir nicht einig.

Es ist ein weltweites Phänomen, das auch andere Berufe erfassen wird

Quote:

Fast die Hälfte der Lehrer geht bis 2011 in Pension

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2000/0...

Das heisst, man bekommt auch aus dem nördlichen Kanton keine Lehrer.

Das Blatt wird sich wenden, viele Berufe werden wieder attraktiver und die Löhne steigen, weil in gewissen Berufen schlicht zu wenig da sind.

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

01.07.2010 10:51
Bild des Benutzers puebo
Offline
Kommentare: 63
Re: Bevölkerung der Schweiz

Elias wrote:

Und die jüngeren Personen werden immer wie jünger?

Oder werden die jungen Schnaufer womöglich noch älter als die älteren?

Was kann man tun gegen die jungen, die immer älter werden?

Nein, damit meinte ich, dass die Rentendauer länger anhält und somit für die Gesellschaft teurer wird. Die jüngeren Personen gehen zur Schule und machen ihre Ausbildung und diese Ausbildungsdauer wird sich in Zukunft kaum verändern. Ich meine nur, dass unser System auf die lange Zeit nicht aufgehen kann.

Elias wrote:

Der aktuelle Lehrermangel zeigt auf, dass

a) die älteren Lehrer in Rente gehen

b) geburtenstarke Jahrgänge wieder kommen

Damit bin ich mit dir nicht einig. Der Lehrermangel zeigt auf, dass der Beruf "Lehrer" aufgrund des Verlustes von Respekt und dem schlechten Lohn nicht mehr Attraktiv ist. Wer möchte in der heutigen Zeit schon Lehrer werden? Ich erkenne keine wirklichen Anreize mich für diesen Beruf zu entscheiden.

01.07.2010 10:25
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 16250
Re: Bevölkerung der Schweiz

puebo wrote:

Zusätzlich werden die älteren Personen immer wie älter.

Und die jüngeren Personen werden immer wie jünger?

Oder werden die jungen Schnaufer womöglich noch älter als die älteren?

Was kann man tun gegen die jungen, die immer älter werden?

Wichtig: wir leben nicht ewig. Auch die geburtenstarken Jahrgänge 1941 bis 1972 verschwinden irgendwann.

Der aktuelle Lehrermangel zeigt auf, dass

a) die älteren Lehrer in Rente gehen

b) geburtenstarke Jahrgänge wieder kommen

Eine Volkszählung hätte das aufzeigen können.

Quote:

Volkszählung

Ab 2010 verzichtet die Schweiz auf die alle zehn Jahre landesweit durchgeführte Vollerhebung. Stattdessen wird die Volkszählung im Einjahresrhythmus als Registererhebung mit ergänzenden Stichprobenerhebungen durchgeführt und ausgewertet. Die Schweiz erhält damit ein modernes statistisches System, mit dem Struktur und Entwicklung der Bevölkerung und der Haushalte permanent beobachtet werden können.

http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/news/00/03.html

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

01.07.2010 10:05
Bild des Benutzers puebo
Offline
Kommentare: 63
Bevölkerung der Schweiz

Das Bundesamt für Statistik hat eine Prognose veröffentlicht, wie viele Menschen im Jahr 2060 in der Schweiz wohnen, wie sich der Anteil der Alten erhöhen und wie es mit der Zuwanderung weiter geht.

Die Bevölkerung der Schweiz dürfte nach Schätzungen des Bundesamtes für Statistik von heute 7,8 Millionen auf 9 Millionen Menschen im Jahr 2060 ansteigen - dies hauptsächlich wegen der Einwanderung. Der Anteil der Personen über 65 Jahre wird sich von 17 auf 28 Prozent erhöhen.

Dies geht aus den «Szenarien der Bevölkerungsentwicklung in der Schweiz 2010-2060» hervor, die das Bundesamt für Statistik am Donnerstag veröffentlichte. Die Zahl der Erwerbspersonen wird von 4,5 Millionen Ende 2009 auf 4,7 Millionen im Jahr 2021 ansteigen und anschliessend bis Ende 2060 wieder auf 4,6 Millionen zurückgehen.

Gleichzeitig wird das Bildungsniveau der Bevölkerung in der Schweiz deutlich ansteigen. Haben heute 35 Prozent der 25- bis 64- Jährigen einen Hochschulabschluss oder eine höhere Berufsbildung, so werden es ab 2045 60 Prozent sein.

Quelle: http://bazonline.ch/schweiz/standard/Wie-sich-die-Schweizer-Bevoelkerung...

Kann mir jemand erklären wie das in Zukunft aufgehen soll? Das Bevölkerungswachstum wächst um die 15%, wobei die Erwerbspersonen nur lediglich 4,5% zunehmen und nach 2021 sogar wieder abnimmt. Zusätzlich werden die älteren Personen immer wie älter.

Woher soll das Geld kommen, welche die nicht erwerbstätigen Personen und die ältere Generationen finanzieren?

Werden wir aufgrund der höheren Berufsbildung mehr verdienen und somit auch wieder mehr abgeben?

Wird unser Sozialstaat zu sehr ausgenutzt?

Fragen über Fragen...

27.05.2010 11:11
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 16250
Arbeitslose Anfang 2009 - Massiv mehr als bisher

Quote:

Beschäftigung in der Schweiz nimmt zu

Dienstleistungsbereich beschäftigt mehr, die Industrie weniger Mitarbeiter

Die Lage am Arbeitsmarkt hat sich im ersten Quartal etwas gelichtet. Erstmals seit Ausbruch der Finanzkrise verzeichnete der Index der offenen Stellen im Jahresvergleich einen positiven Wert. Gestiegen ist die Zahl der Mitarbeiter im Dienstleistungssektor.

http://www.nzz.ch/finanzen/nachrichten/beschaeftigung_in_der_schweiz_hat...

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

14.05.2010 16:30
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 16250
Arbeitslose Anfang 2009 - Massiv mehr als bisher

Quote:

Lehrer gesucht: Kanton wirbt bei Privatschulen ab

Kampf dem Lehrermangel: Der Kanton Zürich schickt sogar «Bettelbriefe» an Pädagogen, die an Privatschulen arbeiten. Dort nervt man sich über die Abwerbeaktion.

300 Stellen müssen im Kanton auf Beginn des Schuljahres 2009/2010 neu besetzt werden – dabei herrscht derzeit akuter Lehrermangel. Die Kantonsverwaltung schrieb deshalb über 9000 Ex-Lehrer an, um sie für einen Wiedereinstieg zu begeistern. Der Deal: Weiterbildungskurse im Wert von mehreren 1000 Franken.

http://www.20min.ch/news/zuerich/story/31370025

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

07.05.2010 09:39
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 16250
Arbeitslose Anfang 2009 - Massiv mehr als bisher

Quote:

Weniger Arbeitslose in der Schweiz

Quote sinkt im April auf 4 Prozent – Ökonomen sehen sich bestätigt

Im April haben in der Schweiz wieder mehr Personen eine Stelle gefunden als noch im März: Die Arbeitslosenquote sank von 4,2 Prozent auf 4 Prozent. So tief war sie zuletzt im vergangenen Oktober gewesen. Ökonomen hatten diese Entwicklung erwartet.

Im April 2009 hatte die Quote mit 3,5 Prozent aber tiefer gelegen, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) am Freitag weiter mitteilte.

Somit gab es im April 21'861 Arbeitslose mehr als im Vorjahresmonat. Das entspricht einer Zunahme von 16 Prozent. Bei den Jugendlichen waren es mit 24'740 Personen 11 Prozent mehr. Gegenüber dem Vormonat sank die Zahl der 15- bis 24-Jährigen ohne Stelle aber um 7,5 Prozent.

Insgesamt wurden im April 223'804 Stellensuchende registriert, 7693 weniger als im März. Gegenüber dem April 2009 waren es aber 14,9 Prozent mehr. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen erhöhte sich im Vergleich zum März um 329 auf 17'294.

http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/weniger_arbeitslose_in_der_schweiz...

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

29.04.2010 14:15
Bild des Benutzers sgrauso
Offline
Kommentare: 544
Arbeitslose Anfang 2009 - Massiv mehr als bisher

Also wegen den Mangel an qualifizierten Mittarbeiter/Lehrlinge möchte ich noch dazu sagen das oft bei den Jobauschreibungen übertrieben wird. Liest mann die Anzeige müsste mann am besten Astrophisiker sein und mindesten 15 Sprachen fliessend sprechen!

Muss sagen das ich bei meinen Jobs am Anfang immer gedacht habe "schaffe ich das?" und am schluss ware es immer hoch übertrieben mit den Anforderungen!

 


 


 


Geld macht nicht glücklich, besonders wenn es wenig ist....


WWW.Venganza.org


 

29.04.2010 11:55
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 16250
Arbeitslose Anfang 2009 - Massiv mehr als bisher

Und eben auch das noch gelesen

Quote:

Konjunkturbelebung wirkt sich auf Arbeitsmarkt aus

In Deutschland sinkt die Arbeitslosenquote stärker als erwartet

In Deutschland ist die Arbeitslosigkeit im April stärker zurückgegangen als erwartet. Gegenüber dem März gab es 162'000 Arbeitslose weniger, die Quote sank um 0,4 Punkte auf 8,1 Prozent.

«Auf dem Arbeitsmarkt hat es im April einen unerwartet kräftigen Frühjahrsaufschwung gegeben. Die aktuelle Entwicklung ist erfreulich», sagte Frank-Jürgen Weise, Chef der Bundesagentur für Arbeit. Auch saisonbereinigt ging die Arbeitslosigkeit zurück – um 68'000. Dies lasse auf eine konjunkturbedingte Verbesserung am Arbeitsmarkt schliessen, hiess es von der BA. Analytiker rechneten mit einem saisonal bereinigten Rückgang von lediglich 10'000 Arbeitslosen.

Schau ma mal, was bei uns passiert.

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

29.04.2010 10:45
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 16250
Arbeitslose Anfang 2009 - Massiv mehr als bisher

Fine-Tuner wrote:

Elias wrote:
.........

Würde mich wundern, wenn es einen Arbeitslosen mit dieser Qualifikation gäbe.

............

Habt ihr schon mal beim RAV nachgefragt?

Jaaaa doch ..... RAV und alle Jobsuchmaschinen, inkl. Freelancer

Bei der RAV gibt es 8 SAP-Stellen, die besetzt werden könnten.

http://www.treffpunkt-arbeit.ch/jobsuche/Jobs/einfache_suche/?beruf=SAP&...

Und diese Firmen suchen sicher auch im Ausland.

Gerade eben gelesen

Quote:

Es ist nicht leicht, gute Lehrlinge zu finden

Berufsbildung Handwerksbetriebe haben Mühe, ihre Lehrstellen geeignet zu besetzen

In vielen Handwerksberufen fehlt der Nachwuchs. Gute Lehrlinge zu finden, ist schwer. Andere Branchen haben keine solchen Sorgen.

«Was nützt ein Lehrling, wenn er keine Freude am Handwerk hat?» Bruno Egli aus Pfäffikon ist Präsident des Schwyzer Metzgermeisterverbandes. Wenn es um den Nachwuchs geht, gebraucht er klare Worte. Bislang habe die Branche die offenen Lehrstellen jeweils gerade eben besetzen können. Eine grosse Auswahl habe man jedoch nicht: Je länger, je weniger seien junge Leute aus Überzeugung an einem Fleischfachberuf interessiert.

«Manche bewerben sich nur, weil sie nichts anderes finden», bedauert Egli. Eine Basis für eine erfolgreiche Ausbildung sei dies freilich nicht. «Wir brauchen wache, aufnahmefähige Berufsleute, die mit Ehrgeiz und Stolz bei der Sache sind.» Dass die Euphorie fehle, merke man meistens schon während der Schnupperlehre. Viele Schüler würden vom Lehrer geschickt, «doch das Interesse und die Freude fehlen oft». Dabei, sagt Egli, habe die Branche viel zu bieten: attraktive, fortschrittliche Berufe, und auch der Lohn sei recht gut.

Anspruchsvolles Handwerk

Alex Brändle ist Präsident des Gewerbevereins Uznach und Inhaber des Schreinerei- und Ladenbaugeschäfts Creatop AG. Auch er findet, dass die Suche nach Lehrlingen in den letzten Jahren schwieriger geworden sei. Viele Handwerksbetriebe hätten Mühe, geeigneten Nachwuchs zu rekrutieren. Problematisch sei nicht in erster Linie das fehlende Interesse, sondern dass viele Jugendliche den Anforderungen nicht mehr gewachsen sind. «Auch Handwerksberufe sind heute anspruchsvoll. Da halten einige nicht Schritt.»

Ärgerlich sei, dass viele Schulabgänger von ihren Lehrern zu positiv eingeschätzt würden, glaubt Brändle, der bis vor ein paar Jahren Schulrat war. «Wir verlassen uns auf deren Urteil, und nach einigen Monaten stellt sich heraus, dass die Einschätzung nicht stimmt.» Wenn der Lehrling hoffnungslos überfordert sei, bleibe oft nichts anderes übrig, als das Lehrverhältnis aufzulösen.

Dass die Grundausbildung in vielen Berufen anspruchsvoller geworden ist, weiss auch Ruedi Giezendanner, Leiter des Amtes für Berufsbildung in St. Gallen. Verantwortlich dafür seien hauptsächlich die Berufsverbände, welche bei einer Ausbildungsrevision das Anforderungsniveau stetig höher schrauben.

Alex Brändle hat die Zeichen der Zeit erkannt. Beim Verband der Schreinermeister und Fensterfabrikanten möchte er darauf hinwirken, dass neben der vierjährigen Berufslehre eine verkürzte Praktikerlehre geschaffen wird. Das erste Lehrjahr soll identisch sein. Erst danach würde das endgültige Berufsziel definiert.

Gute Sek-Schüler sind gefragt

Nicht in allen Branchen fällt es Arbeitgebern gleich schwer, gute Lehrlinge zu finden. In beliebten Berufen - KV, Zeichner- und Informatikberufe etc. - bewerben sich manchmal mehrere Dutzend Schulabgänger auf eine einzige Stelle. 20 bis 30 Dossiers erhält beispielsweise die Gemeindeverwaltung Eschenbach alljährlich zugeschickt. Darunter befinden sich jeweils vier bis sechs Top-Kandidaten und viele weitere Jugendliche, die für die Verwaltungslehrstelle ebenfalls in Frage kämen. Um eine Chance zu haben, müsse man in der Sekundarschule im vorderen Drittel mithalten können, sagt Gemeindeschreiber und Ausbildner Thomas Elser. Neben den schulischen Anforderungen seien aber auch soziale Kompetenzen gefragt.

Beliebt sind nach wie vor auch KV-Lehrstellen bei einer Bank. Etwa zwölf Jugendliche hätten sich auf die Lehrstelle beworben, die im kommenden Sommer neu zu besetzen ist, sagt Marcel Schnider, Geschäftsleiter der Raiffeisenbank Benken. Unbrauchbare Dossiers erhalte das Unternehmen so gut wie nie. «Die Hemmschwelle, sich bei einer Bank zu bewerben, ist relativ hoch. Die Bewerbungen sind durchwegs von hoher Qualität.» Schnider glaubt allerdings, dass das Interesse am KV nicht mehr ganz so gross sei wie früher: Seit der KV-Reform sei die Grundbildung anspruchsvoller geworden, was viele Jugendliche abschrecke.

http://www.zsz.ch/zszobersee/storys.cfm?vID=13074

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

28.04.2010 21:53
Bild des Benutzers Fine-Tuner
Offline
Kommentare: 886
Arbeitslose Anfang 2009 - Massiv mehr als bisher

Elias wrote:

.........

Würde mich wundern, wenn es einen Arbeitslosen mit dieser Qualifikation gäbe.

............

Habt ihr schon mal beim RAV nachgefragt?

Fine-Tuner

28.04.2010 16:34
Bild des Benutzers MarcusFabian
Offline
Kommentare: 16379
Arbeitslose Anfang 2009 - Massiv mehr als bisher

Fine-Tuner wrote:

Wieso ... muss Inder nach Zürich importieren???

Da ich aus der Branche stamme (= selbständiger Informatiker, Freelancer), kann ich Dir diese Frage beantworten.

Grundsätzlich hast Du recht, dass Programmieraufträge für Inder vergeben werden, die in Indien leben. Alles andere macht auch keinen Sinn, denn für $100/Tg. kann ein Inder in Indien sehr gut leben, in der Schweiz hingegen nicht.

Wir hatten dieses Phänomen bereits 1997 in Deutschland. Damals herrschte konkret krasser Informatiker-Mangel und die Politiker beschlossen in einem ihrer häufigen Anfälle geistiger Umnachtung, 190'000 Greencards für Programmierer zu verteilen.

Das Ergebnis war desaströs! Und zwar aus folgenden Gründen:

1. Ein Programmierer aus Indien, den baltischen Staaten, Ukraine, Russland (um die wichtigsten Kandidaten zu nennen) kann a) nicht genügend gut deutsch, um zu verstehen was man von ihm will und b) hat keine Ahnung davon, was der deutsche Kunde eigentlich genau will!

Sprich: Er kennt nicht den Ablauf, wie ein Einkauf oder Verkauf abgewickelt wird, welche Angaben auf Formularen wie Lieferscheinen oder Rechnungen stehen müssen, welche rechtlichen Anforderungen erfüllt sein müssen etc.

Das heisst, für komplexere Programme, die den Geschäftsablauf betreffen, kann man diese Programmierer nicht brauchen. Es sei denn, man gibt ihnen sehr detaillierte Vorgaben. Das bedeutet dann, die Vorgaben exakt und bis ins Detail auf englisch zu formulieren und das Ergebnis, das Programm, schlussendlich auf deutsch zu übersetzen. Unter dem Strich ist der Arbeitsaufwand dann so hoch, dass es rentiert hätte, von Anfang an einen deutschen Programmierer zu beschäftigen.

Es gibt aber Gebiete, da lohnt es sich, Aufträge in Billiglohnländer zu vergeben.

Konkretes Beispiel: Ein Schweizer Kollege hatte einen Auftrag von der PTT, ein Web-Programm zu erstellen, mit dem jeder PTT-Mitarbeiter seine Visitenkarten bestellen kann. Das Layout ist vorgegeben, man muss nur noch einen Web-Applikation erstellen, wo man Name, Abteilung, Funktion, Telefon, e-mail etc. eintragen und die Anzahl der gewünschten Visitenkarten eingeben muss.

So etwas versteht auch ein Inder. Die Aufgabe ist sehr schnell und klar formuliert und lässt sich somit gut Outsourcen.

Sprachbarriere und das Verständnis für Geschäftsabläufe sind also eine hohe Hürde für indische Informatiker, hier nachhaltig Fuss zu fassen.

Aber eben: Die kurzsichtige Sichtweise eines Politikers lautet: "Wir brauchen 1000 Programmierer also vergeben wir 1000 Greencards an Inder und das Problem ist gelöst".

28.04.2010 16:24
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 16250
Arbeitslose Anfang 2009 - Massiv mehr als bisher

Aktuell bräuchten wir einen SAP-Mufti mit Netweaver PI Erfahrung. DotNet und Java sollte er auch noch können.

Würde mich wundern, wenn es einen Arbeitslosen mit dieser Qualifikation gäbe.

Das Problem ist, dass das Spektrum im Vergleich zu früher sich enorm verbreitert hat.

Die Inder sind ja liebe Kerle. Ist immer alles No-Problem.

Von dieser Distanz (Indien) sich in eine Materie einzuarbeiten verlangt von der Gegenseite einen enormen Aufwand.

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

28.04.2010 15:55
Bild des Benutzers Fine-Tuner
Offline
Kommentare: 886
Arbeitslose Anfang 2009 - Massiv mehr als bisher

Komisch, dachte immer, dass es z.B. in Indien massenhaft Informatiker gibt, die für CHF 100 pro Tag 15 Stunden lang (anscheinend ohne Pause und voll konzentriert..!?)Codes eintippen?....Wieso kann z.B. Google diese Arbeiten nicht in Indien machen lassen, sondern muss Inder nach Zürich importieren???......und es muss mir ja niemand erzählen, dass es unter den beinahe 200'000 Arbeitslosen keinen gäbe, der dies ebensogut tun könnte. Dass der Bundesrat extrem wirtschaftshörig ist, ist hinlänglich bekannt.

Fine-Tuner

Seiten