Arbeitsmarkt CH

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Elias
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Erneut mehr Arbeitslose in der Schweiz

Im Dezember ist die Zahl der Arbeitslosen weiter gewachsen. Die Arbeitslosenquote stieg von 3,1 auf 3,3 Prozent.

Trotzdem gehört 2012 zu den drei besten Jahren des letzten Jahrzehnts.

Im Dezember ist die Arbeitslosenzahl in der Schweiz weiter gewachsen. Die Arbeitslosenquote stieg von 3,1 auf 3,3 Prozent. Insgesamt waren 142'309 Personen arbeitslos gemeldet, 10'242 mehr als im November. Der Jahresdurchschnitt 2012 lag bei 2,9 Prozent.

Gegenüber dem Dezember 2011 erhöhte sich die Zahl der bei den regionalen Arbeitsvermittlungszentren gemeldeten Arbeitslosen um 8,9 Prozent, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Dienstag mitteilte. Die Zahl der Stellensuchenden stieg im Dezember um 6 Prozent.

Kurzarbeit leisteten im Oktober 8110 Personen, knapp 24 Prozent mehr als im November. Die Zahl der betroffenen Betriebe stieg um 10,6 Prozent auf 638. Im Oktober verloren 2580 Personen ihr Recht auf Arbeitslosenunterstützung und wurden ausgesteuert.

Arbeitsmarkt behauptet sich

Aufs ganze Jahr gesehen lag die Arbeitslosenquote bei durchschnittlich 2,9 Prozent, ein leichter Anstieg von 0,1 Prozentpunkten gegenüber 2011. Dennoch gehört 2012 gemäss Seco zu den drei besten Jahren des letzten Jahrzehnts.

Damit vermochte sich der Arbeitsmarkt trotz des schwierigen internationalen Umfelds erfreulich gut zu halten, bilanzierte das Seco. Der Anstieg des Jahresdurchschnitts zeigt aber dennoch eine Eintrübung.

Saisonale Faktoren

Nach einem raschen Anstieg um die Jahreswende 2011/12 auf über 134'000 Arbeitslose, sank die Zahl bis Ende Juni auf knapp 115'000. Die Abnahme fiel allerdings nur noch halb so gross aus wie in der Vorjahresperiode. Diesem Rückgang in der ersten Jahreshälfte steht eine Zunahme um 27'400 Arbeitslose in der zweiten Hälfte gegenüber.

Die Arbeitslosenzahlen, die bereits seit Juli ununterbrochen stiegen, erhöhten sich insbesondere zwischen Oktober und Dezember mit grossen Schritten. Saisonale Faktoren verstärkten diesen Effekt. http://www.20min.ch/finance/news/story/Erneute-mehr-Arbeitslose-in-der-S...

 

 

 

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Elias
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Arbeitslosenquote steigt im Januar auf 3,4 Prozent

Im Januar waren in der Schweiz 13'841 Personen mehr arbeitslos als noch vor einem Jahr. Im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl der Arbeitslosen um 10,3 Prozent gestiegen. http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Arbeitslosenquote-stei...

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aprecio
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strassenstrich bald ausgedient?

Spending a day in someone else’s shoes can help us to learn what makes them tick. Now the same approach is being used to develop a better understanding between humans and robots, to enable them to work together as a team.

http://web.mit.edu/newsoffice/2013/humans-robots-interaction-cross-train...

:rose:

Nebukadnezar
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195'000 Jobs in 20 Jahren

Nur der Staat schafft neue Stellen Stop

Die neuen Jobs in der Schweiz kommen ausschliesslich vom Staat. Die Ökonomen der Konjunkturforschungsstelle (KOF) meinen, dass dies eher ein Segen als ein Fluch sei.

http://www.blick.ch/news/wirtschaft/vontobel/nur-der-staat-schafft-neue-...

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Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.

Elias
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Beschäftigung in Deutschland auf neuem Höchststand

In Deutschland stehen trotz Konjunkturflaute so viele Menschen in Lohn und Brot wie noch nie. http://www.cash.ch/news/top_news/beschaeftigung_in_deutschland_auf_neuem...

 

Das könnte den Zulauf aus Deutschland in die Schweiz weiter bremsen und auch bei uns für sinkende Arbeitslosenzahlen sorgen.

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Schweizer Jobmarkt: Deutlich mehr offene Stellen

Der Swiss Job Index des Personalvermittlers Michael Page weist für den Monat Februar einen markanten Anstieg der ausgeschriebenen Stellen aus.

Damit sei der Rückgang der vergangenen vier Monate beendet worden, teilte das an der Londoner Börse kotierte Personalunternehmen am Mittwoch mit. Gemäss dem Index waren Mitte Februar 2013 insgesamt knapp 42'000 Stellen auf Schweizer Firmen-Websites veröffentlicht worden, entsprechend einem Plus von 7,1% gegenüber dem Vormonat. Im Januar hatte noch ein Minus von 0,6% resultiert.

Der Index misst die Zahl der gesamtschweizerisch ausgeschriebenen Vakanzen. Diese werden seit Anfang 2012, sie sind aber erst seit Juni stabil. Deshalb gibt es derzeit noch keinen Vorjahresvergleich.

Mit einem Plus von knapp 30% verzeichnete der Bereich öffentliche Verwaltung das grösste Plus. Positiv haben sich indes auch der Transportbereich (+19,7%), der Grosshandelssektor (+13,0%) oder die Metallindustrie (+13,6%) entwickelt. Die Wachstumsraten im Sozialbereich und im Gesundheitswesen liegen bei 6,5% bzw. bei 9,6%. Im Gesundheitswesen werden vor allem Pflegefachleute gesucht.

Eine Umkehr des negativen Trends der vergangenen Monate zeigen auch der Versicherungssektor (+5,0%) und die Informatikbranche (+3,9%).

Die regionale Aufteilung hat sich gegenüber dem Vormonat nicht verändert. Knapp 85% der ausgeschriebenen Stellen entfielen auf die Deutschschweiz, knapp 14% auf die Westschweiz und 1,5% auf das Tessin. http://www.cash.ch/news/top_news/schweizer_jobmarkt_deutlich_mehr_offene...

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Ausblick hellt sich auf

Zumindest was den Status quo angeht, kommen vom Schweizer Arbeitsmarkt im Vergleich mit dem europäischen Ausland weiter recht gute Nachrichten. Gegenüber dem Vormonat ist im Februar dieses Jahres die Zahl der Arbeitslosen leicht um 2157 Personen auf insgesamt 146 001 Stellensuchende gesunken. Damit hat nach Angaben des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) die Arbeitslosenquote Ende Februar auf einem Niveau von 3,4% verharrt. Rechnet man saisonale Einflüsse heraus, hat sich die Arbeitslosenquote auf 3,1% belaufen.

                                 

                                                                          

Unterschiedliche Signale

Allerdings kommen derzeit für die nahe Zukunft des Schweizer Arbeitsmarkts leicht unterschiedliche Signale. Während die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) zuletzt in ihrem Beschäftigungsindikator im besten Fall von einer Stagnation sprach, ist der Leiter der Forschungsstelle für Arbeitsmarkt- und Industrieökonomie an der Universität Basel, George Sheldon, zumindest etwas optimistischer. Denn sein Frühindikator, der sich aus dem Risiko, die Stelle zu verlieren, sowie der Dauer der Arbeitslosigkeit zusammensetzt, sank im Februar auf 3,3%, nach 3,4% im Januar. Verantwortlich dafür sei ein leichter Rückgang bei der Zahl der Entlassungen gewesen. Dagegen habe sich der zweite Wert – wie lange braucht ein Arbeitsloser, bis er wieder eine Stelle hat? – nicht verändert.

Keine voreiligen Schlüsse

Allerdings will Sheldon auf Basis seines gesunkenen Frühindikators noch nicht von einer Trendwende sprechen. Dafür wäre es noch zu früh, schreibt der Ökonom. Es sei jedoch eine gute Nachricht, dass die sich im Januar andeutende Verschärfung der Arbeitsmarktlage im Februar nun voraussichtlich als vorübergehend erwiesen habe. Sheldon schüttet jedoch auch Wasser in den Wein: Trotzdem weise die Trendentwicklung weiter nach oben. Sheldon geht deshalb von einer weiter steigenden Seco-Arbeitslosenquote aus. Er befindet sich damit mit dem Rest der wirtschaftlichen Prognostiker in guter Gesellschaft. Der Grund dafür liegt auf der Hand. Alles steht und fällt derzeit mit der Lage in der Euro-Zone. http://www.nzz.ch/aktuell/wirtschaft/wirtschaftsnachrichten/ausblick-hel...

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73 Millionen junge Arbeitslose weltweit

Besserung erst für 2016 erwartet

 

In den meisten Industriestaaten, in Nordafrika und im Nahen Osten steigt die Zahl junger Arbeitsloser seit dem Beginn der Wirtschaftskrise kontinuierlich an. Erst 2016 erwartet die ILO in diesen Regionen Besserung.

 

In Deutschland, der Schweiz und Israel ging die Zahl junger Personen ohne Arbeit seit 2008 sogar zurück.

 

http://www.nzz.ch/aktuell/wirtschaft/wirtschaftsnachrichten/73-millionen...

 

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Beschäftigung erneut kräftig gewachsen

Die Zahl der Erwerbstätigen ist in der Schweiz in den ersten drei Monaten um 2 Prozent gestiegen. In der Informationsbranche beträgt der Anstieg satte 10 Prozent.

 

Die Beschäftigung hat in der Schweiz zum Jahresauftakt erneut stark zugelegt. Im ersten Quartal nahm die Zahl der Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2 Prozent auf 4,152 Millionen Personen zu.

Das Plus ist dem Dienstleistungssektor zu verdanken, wie aus der neuesten Beschäftigungsstatik (Besta) hervorgeht, die das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag veröffentlicht hat. Im Dienstleistungssektor nahm die Zahl der Beschäftigten um 84'000 auf 3,125 Millionen zu. Das ist ein Anstieg von 2,8 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2012.

Am meisten neue Beschäftigte fanden eine Arbeit im Gesundheits- und Sozialwesen (+ 23'000) sowie im Erziehungswesen (+ 12'000). Kräftige Anstiege wiesen auch die Informationsbranche (+ 10 Prozent) und die Arbeitskräftevermittler (+ 9,5 Prozent) aus.

Rückgang in Industrie

Industrie und Gewerbe mussten dagegen leicht Federn lassen. Hier sank die Zahl der Beschäftigten um 4000 auf 1,027 Millionen. Das ist ein Minus von 0,4 Prozent.

Hier verlief die Entwicklung unterschiedlich: Während in der Branche Verarbeitendes Gewerbe/Herstellung von Waren die Zahl der Beschäftigten um 8000 oder 1,3 Prozent sank, stieg sie im Baugewerbe um 5000 oder 1,6 Prozent an.

Die kräftigsten Einbussen gab es bei den Textilien- und Kleiderherstellern (-8,3 Prozent) und beim Fahrzeugbau (-6 Prozent), wie ein Blick in die Detailstatistik zeigt. Steigende Beschäftigungszahlen wiesen neben dem Bau dagegen die Branchen Wasserversorgung/Beseitigung von Umweltverschmutzung (+ 2,1 Prozent) und die sonstigen Hersteller von Waren aus (+ 2,6 Prozent).

Alle Landesteile profitieren

Im ersten Quartal nahm die Zahl der Beschäftigten in allen Landesteilen zu. Den stärksten Anstieg gab es in der Zentralschweiz (+ 4,1 Prozent) und in der Ostschweiz (+ 2,4 Prozent). Auch in der Genferseeregion (+ 2,1 Prozent) und im Espace Mittelland (+ 1,7 Prozent) fiel das Plus deutlich aus.

Auch die Aussichten für die kommenden Monate scheinen nicht schlecht. Zwar hat sich der Indikator der Beschäftigungsaussichten leicht abgeschwächt. Er liegt aber immer noch über der Wachstumsschwelle. Dies spreche dafür, dass die Unternehmen ihren Personalbestand im nächsten Quartal allgemein verstärken oder zumindest halten wollten, schreibt das BFS. http://www.20min.ch/finance/news/story/Beschaeftigung-erneut-kraeftig-ge...

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Arbeitslosenquote sinkt im Juni erneut

Während Europa unter hohen Arbeitslosenzahlen ächzt, bleibt die Lage in der Schweiz entspannt. Die Quote ging im Juni gar zurück – von 3,0 auf 2,9 Prozent.

 

Auch Junge weniger arbeitslos

Anders als in den umliegenden europäischen Staaten ist die Jugendarbeitslosigkeit in der Schweiz derzeit rückläufig. So waren im Juni 911 junge Menschen im Alter von 15 bis 24 weniger arbeitslos gemeldet als im Mai. Die Jugendarbeitslosenquote senkte sich zum Vormonat von 2,9 auf 2,8 Prozent.

Im Jahresvergleich allerdings stieg die Zahl der jugendlichen Arbeitslosen um 777 Personen an. So hatte die Quote vor einem Jahr bei tiefen 2,6 Prozent gelegen. Im Juni dieses Jahres waren insgesamt 15'566 Junge zwischen 15 und 24 Jahren ohne Arbeit.

http://www.20min.ch/finance/news/story/Arbeitslosenquote-sinkt-im-Juni-e...

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Zahlensalat am Schweizer Arbeitsmarkt

Es ist umstritten, auf wen der Satz «Ich traue keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe» zurückgeht. Sicher ist, dass weder das Bundesamt für Statistik noch das Staatssekretariat für Wirtschaft die Zahlen zu den Erwerbs- bzw. Arbeitslosen fälschen. Und doch gibt es zwischen beiden Grössen Differenzen.

 

Auch wenn die Lage am Schweizer Arbeitsmarkt trotz allen widrigen Umständen immer noch intakt ist, sorgen die quartalsweise veröffentlichten Zahlen des Bundesamts für Statistik (BfS) immer für leichte Irritationen. Die auf Basis der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (Sake) berechneten Erwerbslosenquoten für die vier Quartale unterscheiden sich von den monatlich durch das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) veröffentlichten Arbeitslosenquoten. Die Differenzen werden einmal mehr durch das vom BfS präsentierte Zahlenwerk «Sake in Kürze 2012. Schweizerische Arbeitskräfteerhebung» ersichtlich. Grundlage für die Sake bilden jährlich 105 000 Telefoninterviews.

Crux mit den Ausgesteuerten

Die Statistikbehörde BfS berechnet die Erwerbslosenquote gemäss den Vorgaben der Internationalen Arbeitsorganisation, wobei die Erwerbsbevölkerung sich aus den Erwerbstätigen und den Erwerbslosen im Alter zwischen 15 und 74 Jahren zusammensetzt. Als Erwerbslos gelten Personen, die in der Befragungswoche keiner Arbeit nachgegangen sind, in den vergangenen vier Wochen aktiv einen Job gesucht haben und eine Tätigkeit aufnehmen könnten.

Für das erste Quartal des laufenden Jahres wies das BfS 4,429 Mio. in der Schweiz wohnhafte Erwerbstätige aus, worin die 269 000 Grenzgänger nicht enthalten sind. Rechnet man den hierzulande lebenden Erwerbstätigen noch die 215 000 Erwerbslosen hinzu, gab es im ersten Quartal dieses Jahres 4,644 Mio. Erwerbspersonen. Teilt man nun die Zahl der Erwerbslosen durch diejenige der Erwerbspersonen, ergibt sich eine Erwerbslosenquote von 4,6% im ersten Quartal dieses Jahres.

Eine etwas andere Herangehensweise hat das Seco. Die Arbeitslosenquote errechnet sich aus den bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) registrierten Arbeitslosen dividiert durch die Zahl der Erwerbspersonen, wobei es sich um eine Stichprobe im Rahmen der Strukturerhebung zur Volkszählung handelt. Die Zahl liegt bei rund 4,3 Mio. In den Zähler fliessen jene Arbeitslose ein, die bei einem RAV gemeldet sind, keine Stelle haben, sofort vermittelbar sind, und in den Nenner gehen die 4,3 Mio. Erwerbspersonen ein. Im Durchschnitt der ersten drei Monate des laufenden Jahres betrug die Arbeitslosenquote 3,3%.

Für die Seco-Zahlen ist es egal, ob die Person eine Arbeitslosenentschädigung erhält oder nicht. Sie muss jedoch bei einem RAV gemeldet sein. Das BfS geht davon aus, dass im ersten Jahr nach der Aussteuerung rund ein Drittel all jener Personen, die keinen Anspruch auf Tagegeld mehr haben, noch in den RAV-Statistiken auftaucht. Zu den Ausgesteuerten gibt es jedoch einige ungeklärte Fragen; etwa, wie lange sie nach der Aussteuerung benötigen, um wieder eine Stelle zu finden.

Statistische Ungenauigkeiten

Die «tatsächliche» Erwerbslosen- bzw. Arbeitslosenquote befindet sich aufgrund der in den Messverfahren enthaltenen Fehler – beim BfS handelt es sich «nur» um eine Stichprobe, beim Seco werden die Ausgesteuerten unzureichend berücksichtigt – nach Meinung von Experten in der Mitte zwischen beiden Werten. Der Vorteil der BfS-Daten liegt in der internationalen Vergleichbarkeit. In diesem Punkt schneidet die Schweiz gut ab. Nur Norwegen hatte in Europa mit 3,6% im ersten Quartal 2013 eine geringere Erwerbslosenquote.

http://www.nzz.ch/aktuell/wirtschaft/wirtschaftsnachrichten/zahlensalat-...

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Zu wenige Lehrlinge - Firmen locken mit Boni

Ein Smart als Dienstwagen, ein gratis Sprachkurs oder 15'000 Franken bei Abschluss- so locken Firmen Lehrlinge an. Eine Methode, die von Experten verurteilt wird.

 

Lehrlinge sind zurzeit Mangelware. Dafür gibt es verschiedene Gründe: Einerseits gibt es immer weniger Volksschulabgänger. «Seit 2008 sind es im Kanton Aargau beispielsweise 15 Prozent weniger», sagt Lucas Landolt, Geschäftsführer der Pro Lehrstelle AG. Das habe vor allem mit dem Geburtenrückgang zu tun. Andererseits werde es schwieriger, geeignete Bewerber zu finden, «viele Jugendliche schliessen mit schlechten Noten ab.» Ein zusätzlicher Grund sei, dass motivierte und talentierte Jugendliche sich oft für das Gymnasium entschieden, heisst es beim Schweizerischen Arbeitgeberverband. Schulabgänger bleiben voraussichtlich bis ins Jahr 2018 rückläufig.

Ein Smart als Belohnung

Diese Entwicklung bringt viele Firmen in die Bredoullie, weil ihre Lehrstellen unbesetzt bleiben. Um diesem Zustand Abhilfe zu schaffen, greifen einige zu einem altbewährten Mittel: Sie werben mit Goodies für ihre Ausbildung. Ein Beispiel ist der Gastronomie-Betreiber Marché International mit Sitz in Kemptthal, eine Tochterfirma von Mövenpick. Das Unternehmen wirbt für angehende Systemgastronomie-Fachmänner und -Fachfrauen mit einem Smart als Dienstwagen, Versicherung und Benzin inklusive, wie die «NZZ» am Mittwoch schreibt. «Dieses Angebot gilt für das letzte Lehrjahr für die Person mit dem besten Notendurchschnitt», sagt Sprecherin Nicole Maissen. Motivation und Belohnung seien die Hauptmotive, natürlich aber gehe es auch um eine Art Anreiz. «Wir spüren einen Rückgang an Bewerbungen.»

Auch bei Swisscom warten Geschenke auf Bewerber. Die Firma bietet den Lehrlingen gratis Sprachkurse an. «Diese werden offeriert, wenn sich ein Lernender auf ein Projekt in einer anderen Sprachregion bewirbt oder vielleicht für die Schule noch zusätzlich Unterstützung braucht», sagt Swisscom-Sprecherin Annina Merk.


Kinowerbespots für angehende Maurer

In gewissen Branchen ist der Lehrlingsmangel grösser als in anderen: «Metzger, Baumeister, Plattenleger und Haustechniker sind Beispiele dafür», so Landolt. Matthias Engel, Sprecher des Baumeister-Verbands sagt, vor allem in der Stadt seien die Lehrstellen schwer zu besetzen. «Wir werben mit dem höchsten Handwerkerlohn im Bauhauptgewerbe, direkt nach der Lehre verdient ein Baumeister bei uns 5500 Franken.» Ausserdem macht der Verband mit Kinowerbespots auf den Beruf des Maurers und Strassenbauers aufmerksam.

15'000 Franken bei Lehrabschluss

Im Kanton Wallis wurde im 2012 die Eintrittsprämie für Baumeisterlehrlinge durch eine Erfolgsprämie ersetzt, die nach bestandener Lehre ausbezahlt wird. «Alle erfolgreichen Absolventen des ersten Lehrganges erhielten unter dieser Regelung zusammen mit dem Diplom einen Scheck von über 15'000 Franken, davon waren 4000 Franken Bonus», schreibt Serge Métrailler, Sekretär des Walliser Baumeisterverbands.

Mit Goodies und Boni auf Lehrlingfang zu gehen, sei nichts neues, sagt Landolt. «In den 80-er Jahren hat die Aargauer Kantonalbank jedem ein Töffli geschenkt, der sich für eine Lehrstelle bei der Firma entschieden hat.» Ob das der richtige Anreiz sei, bezweifelt Landolt stark: «Meiner Meinung nach ist das ‹fürd Füchs›, man solllte jemanden einstellen, weil er Interesse am Beruf hat und nicht weil er ein Geschenk will.» Auch Jürg Zellweger steht dieser Methode skeptisch gegenüber: «Jugendliche sollten sich von solchen Angeboten nicht leiten lassen, sondern einen Beruf wählen, der zu ihnen passt.»

http://www.20min.ch/schweiz/news/story/Zu-wenige-Lehrlinge---Firmen-lock...

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Schweizer Arbeitsmarkt trotzt der Krise

Der Schweizer Arbeitsmarkt hat sich im zweiten Quartal in der angespannten Weltwirtschaftslage mehr als gut gehalten. Und auch die Aussichten sind rosig.

 

Im zweiten Quartal 2013 ist die Beschäftigung in der Schweiz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1,7 Prozent angestiegen. Und die Aussichten lassen hoffen, dass es im ähnlichen Stil weitergeht. Insgesamt gingen im zweiten Quartal 4,166 Millionen Menschen einer Arbeit nach.

Während Industrie und Gewerbe (sekundärer Sektor) einen leichten Rückgang von 0,4 Prozent oder 4000 Einheiten verzeichneten, betrug das Beschäftigungswachstum im Dienstleistungssektor (tertiärer Sektor) 2,3 Prozent, was 72'000 Einheiten entspricht. Dies teilte das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag im vierteljährlich publizierten Beschäftigungsbarometer mit.

Auf Vollzeitstellen umgerechnet, erreichte das Beschäftigungsvolumen 3,516 Millionen, 50'000 Einheiten oder 1,4 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Saisonbereinigt zeigt sich allerdings im Vergleich zum Vorquartal mit einem Wachstum von noch 0,3 Prozent eine nur leichte Zunahme der Gesamtbeschäftigung.

Gesundheits- und Sozialwesen legt deutlich zu

Im Gewerbe- und Industriesektor, der im Jahresvergleich zum zweiten Mal in Folge einen Beschäftigungsrückgang verzeichnete, gab es unterschiedliche Branchenentwicklungen: So wuchs im Baugewerbe die Zahl der Beschäftigten um 2 Prozent, das verarbeitende Gewerbe stellte dagegen 1,6 Prozent weniger Personen ein.

Einen Rückgang musste auch das Gastgewerbe hinnehmen. Diese Branche verlor im Jahresvergleich 2,2 Prozent der Stellen. Die Bilanz im Dienstleistungssektor wurde jedoch unter anderem durch 19'000 (+ 3,6 Prozent) zusätzliche Stellen im Gesundheits- und Sozialwesen aufgewertet.

Beschäftigung stieg in allen Grossregionen

Deutlich mehr Leute (10'000 Einheiten) erbrachten auch freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, was einem Plus von 3 Prozent entspricht. Die Finanz- und Versicherungsbranche musste dagegen zum ersten Mal seit fünf Quartalen im Jahresvergleich eine leichte Beschäftigungsabnahme um 0,6 Prozent hinnehmen.

Im Jahresvergleich stieg die Beschäftigung in allen Schweizer Grossregionen. Am stärksten war der Anstieg in der Zentralschweiz mit 2,6 Prozent. Im sekundären Sektor verzeichneten nur die Genferseeregion (1,2 Prozent) und Zürich (0,8 Prozent) eine Zunahme der Beschäftigung.

Zahl der offenen Stellen gestiegen

Die Aussichten bleiben rosig. So ist einerseits die Zahl der offenen Stellen im Vergleich zum zweiten Quartal 2012 um 5,4 Prozent auf 50'800 Stellen gestiegen.

Andererseits deute der Indikator der Beschäftigungsaussichten (1,03) an, dass sich leicht mehr Unternehmen im kommenden Quartal personell verstärken wollen, schreibt das BFS. Ein Wert höher als 1,00 deutet an, dass eine Mehrheit der Betriebe ihren Personalbestand gleich behalten oder ausbauen will.

Konkret gaben 70,2 Prozent der befragten Schweizer Unternehmen an, dass ihre Beschäftigtenzahl im dritten Quartal 2013 gleich bleiben wird. 10,7 Prozent rechnen damit, dass sie die Anzahl Stellen ausbauen werden. Und 5,3 Prozent der Unternehmen erwarten eine Reduktion der Beschäftigtenzahl.

http://www.20min.ch/finance/news/story/Schweizer-Arbeitsmarkt-trotzt-der...

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Schweizer Arbeitsmarkt besser als erwartet

Die jüngsten Arbeitslosenzahlen seien ein Abbild der konjunkturellen Lage, die sich zuletzt überraschend gut präsentiert habe, sagt der Leiter der Direktion Arbeit beim Secco.

 

Die Zahl der Arbeitslosen stieg im August gegenüber dem Vormonat um 1440 auf 129'956, wobei die deutliche, saisonal bedingte Zunahme bei den 15- bis 24-Jährigen durch die anderen Altersgruppen teilweise kompensiert wurde.

«Der Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit ist vergleichbar mit früheren Jahren», sagte der Leiter der Direktion Arbeit beim Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco), Boris Zürcher, gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Auch sonst wertet er die jüngsten Daten positiv: «Die Zahlen zeigen ein ausgesprochen günstiges Bild.» Sie widerspiegelten die Entwicklung des Bruttoinlandprodukts (BIP).

BIP über den Erwartungen

Die BIP-Zahlen für das zweite Quartal, die das Seco vergangene Woche veröffentlicht hatte, lagen über den Erwartungen. Von April bis Juni wuchs die Wirtschaft um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal.

«Die Konjunktur gibt dem Arbeitsmarkt Rückenwind», bilanzierte Zürcher. Das zeige sich vor allem bei saisonalen Berufen wie der Bauwirtschaft, wo ein Rückgang der Arbeitslosigkeit zu beobachten war.

Optimismus

Die positive Entwicklung des Arbeitsmarkts dürfte sich laut Zürcher in den kommenden Monaten fortsetzen. Im September und Oktober sei erfahrungsgemäss ein Rückgang der Arbeitslosigkeit zu erwarten.

Sollte sich der Trend der vergangenen Monaten bestätigen, könnte die Jahresbilanz besser als erwartet ausfallen. Bisher rechnete das Seco für das gesamte 2013 mit einer Arbeitslosenquote von 3,3 Prozent. Es sei nun allerdings denkbar, dass diese Quote unterschritten werde, sagte Zürcher. Seine aktualisierte Prognose wird das Seco am 19. September publizieren.

http://www.20min.ch/finance/news/story/Schweizer-Arbeitsmarkt-besser-als...

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Das Mysterium um die Ausgesteuerten

Was geschieht mit Ausgesteuerten? Viele davon tauchen von heute auf morgen nicht mehr in den Statistiken des Staatssekretariats für Wirtschaft über den Schweizer Arbeitsmarkt auf. Dennoch zeichnen die Zahlen ein realistisches Bild.

Zu den grossen statistischen Unwägbarkeiten am Schweizer Arbeitsmarkt gehört die Situation der Ausgesteuerten. Immer wieder wird der Vorwurf laut, die monatlich vom Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) veröffentlichten Zahlen bildeten nur eine Teilwahrheit ab, weil in ihnen nicht jene Personen berücksichtigt würden, die aus den Statistiken der Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) herausgefallen seien. Erschwerend kommt hinzu, dass es nur wenige Untersuchungen über die weiteren beruflichen Lebenswege der Ausgesteuerten gibt. Zuletzt hatte das Bundesamt für Statistik (BfS) im Oktober 2009 eine Analyse unter dem Titel «Ausgesteuert – was nun?» präsentiert. Die darin enthaltenen Zahlen stimmen in wesentlichen Punkten überein mit jenen vom Sozialforscher Daniel C. Aeppli auf Basis von Befragungen ermittelten Ergebnissen in den Jahren 1995, 1997, 1999 sowie 2005.

Die Definition ist eindeutig . . .

Klar ist zumindest, was unter Aussteuerung zu verstehen ist. Ausgesteuerte haben entweder ihren Höchstanspruch auf Taggelder ausgeschöpft, oder ihr Anspruch auf Arbeitslosentaggelder ist nach Ablauf der zweijährigen Rahmenfrist erloschen, heisst es beim Seco. Während die Definition eindeutig ist, hat sich seit 1996 in mehreren Etappen der gewährte Höchstanspruch in Abhängigkeit von der Beitragszeit und dem Alter gemindert. Dennoch nimmt die Schweiz im internationalen Vergleich bei der finanziellen Unterstützung der offiziellen Arbeitslosen immer noch eine Spitzenposition ein. Zuletzt wurde am 1. April eine Revision des Arbeitslosenversicherungsgesetzes in Kraft gesetzt. Damals wurde die Bezugsdauer für Taggelder, die sich danach berechnet, wie lange man vor der Erwerbslosigkeit in die Arbeitslosenversicherung einbezahlt hat, nochmals reduziert. So hatten zwischen Januar 1997 und Juni 2003 bereits sechs Monate Beitragszeit in den zwei Jahren vor der Arbeitslosigkeit ausgereicht, um eine zweijährige Rahmenfrist zu eröffnen. Der Höchstanspruch betrug für die meisten Personen 520 Taggelder.

Seit April 2011 erhalten etwa Betroffene, die in den zwei Jahren vor der Arbeitslosigkeit mindestens 12, aber weniger als 18 Monate Arbeitslosenversicherung gezahlt haben, maximal 260 Taggelder gezahlt. Anspruch auf 520 Taggelder haben inzwischen nur noch jene Arbeitslose, die mindestens 22 Monate lang eingezahlt haben, entweder 55 Jahre und älter sind oder eine Invaliditäts-Rente beziehen, welche einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% entspricht.

Hinter dem reduzierten Höchstanspruch stecken ökonomische und statistische Gründe. Wer nicht so lange Gelder von den RAV erhält, wird sich schneller wieder bemühen, eine neue Stelle zu finden. Diese Annahme wird durch diverse empirische Untersuchungen gestützt. Zudem fallen die Ausgesteuerten aus den Statistiken, sofern sie nicht bei einem RAV gemeldet bleiben, um weiterhin von kantonalen Massnahmen zur Wiedereingliederung zu profitieren.

Was sind nun die zentralen Ergebnisse der BfS- und Aeppli-Studien? In die 2009 veröffentlichte BfS-Untersuchung gingen die Daten der «Syntheseerhebung Soziale Sicherheit und Arbeitsmarkt, Sesam» ein. Diese baut auf einer Verknüpfung von Daten der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (Sake) mit Informationen aus verschiedenen Registern im Bereich der Sozialversicherungen auf. Danach waren im zweiten Quartal 2008 annähernd zwei Drittel der in den fünf Jahren zuvor Ausgesteuerten wieder berufstätig.

Wie hoch der Anteil der Ausgesteuerten ausfalle, die wieder in Lohn und Brot kämen, hänge in erster Linie von der Entwicklung der Arbeitslosigkeit, also von der jeweiligen konjunkturellen Situation ab, schrieb Aeppli in dem 2006 veröffentlichten Artikel «Situation der Ausgesteuerten in der Schweiz im Jahr 2005 – die vierte Studie». Besonders schwer taten sich damals – und wahrscheinlich auch heute noch – all jene Ausgesteuerten, die mit einer Ausbildung auf Sekundarstufe I nur gering qualifiziert waren, sowie Frauen und Ausländer. Letztere arbeiteten zu jener Zeit oft in Branchen mit höherer Arbeitslosigkeit und waren zudem relativ schlecht qualifiziert. Dies hat sich im Zuge der Personenfreizügigkeit jedoch deutlich verändert.

Und noch eine Personengruppe tat sich in der BfS-Studie schwer, der Aussteuerung wieder zu entkommen: Die Altersgruppe der 45- bis 64-Jährigen würden schwerer wieder eine Arbeit finden als Ausgesteuerte im Alter von 30 bis 44 Jahren und diejenigen von 15 bis 29 Jahren, schrieb damals das BfS.

. . . die Quoten nicht ganz

Welche Auswirkungen haben die vom Seco sowie vom BfS veröffentlichten Arbeitslosen- und Erwerbslosenzahlen? In den Seco-Statistiken tauchen die Ausgesteuerten nur so lange auf, wie sie bei den RAV gemeldet sind. Insofern wird die monatlich ausgewiesene Arbeitslosenquote die Lage etwas besser darstellen, als sie wirklich ist. Allerdings fliesst als gegenläufiger Effekt in deren Berechnung nicht die tatsächliche Zahl der Erwerbspersonen hierzulande ein, was den Seco-Wert nach oben verzerrt.

Abhilfe leisten in Teilen die Sake-Daten, bei denen es sich um eine repräsentative Stichprobe mit jährlich 105 000 Interviews handelt. Sie enthalten also auch jene Erwerbslosen, die nicht bei einem RAV gemeldet sind. Da es sich jedoch um keine Vollerhebung wie beim Seco, sondern um eine Stichprobe handelt, sind andere statistische Fehler enthalten. Auf Basis der Sake-Erhebungen belief sich die Erwerbslosenquote in der Schweiz im ersten Quartal auf 4,6%, während im Durchschnitt der ersten drei Monate 2013 das Seco eine Arbeitslosenquote von 3,3% ausgewiesen hatte. Der «wahre» Wert wird zwischen beiden Quoten liegen, die perfekte Statistik gibt es jedoch nicht. Für die zu hörende Mär, aufgrund der nicht berücksichtigten Ausgesteuerten sei die Situation am Schweizer Arbeitsmarkt viel schlimmer als ausgewiesen, gibt es jedoch keinen empirischen Beleg.

http://www.nzz.ch/aktuell/wirtschaft/wirtschaftsnachrichten/das-mysteriu...

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CH/Arbeitsmarkt ist einer der volatilsten weltweit (Studie)

17.09.2013 11:15
 

Zürich (awp) - Die Schweizer Arbeitnehmer gehören zu den wechselfreudigsten der Welt. Ein Mehrheit fühlt sich aber dennoch mit ihrem Arbeitgeber verbunden. Und von ihren Vorgesetzten erwarten die Angestellten mehr Verbesserungsvorschläge. So lautet die Bilanz einer Umfrage des Kelly Global Workforce Index zum Thema Mitarbeiterengagement und -bindung am Schweizer Arbeitsmarkt.

Gemäss der Befragung wechselte jeder zweite Arbeitnehmer im vergangenen Jahr seinen Job. Damit liege die Schweiz leicht über dem internationalen Durschnitt von 47%. Zudem hätten weitere 31% konkret darüber nachgedacht das Unternehmen zu wechseln. Unterschiede bei den Geschlechtern konnte die Studie kaum ausmachen. Nach Regionen ergab sich, dass die Westschweizer etwas wechselfreudiger waren als ihre Kollegen aus der Deutschschweiz und dem Tessin.

Allerdings habe sich nur bei knapp der Hälfte der Jobwechsel der erwünschte positive Effekt eingestellt. Dies gelte für Männer wie für Frauen gleichermassen, nur die Beweggründe für einen Wechsel seien je nach Geschlecht anders ausgefallen.

Insgesamt stand bei den Befragten eine bessere Work-Life-Balance (16%) an erster Stelle der Beweggründe, gefolgt von interessanteren und herausfordernder Tätigkeiten (14%) sowie der Möglichkeit zum persönlichen Fortschritt und zur Entfaltung (12%). Während allerdings bei den Frauen die Work-Life-Balance mit 17% das Rennen machte, lag beim männlichen Geschlecht die Möglichkeit zum persönlichen Fortschritt und zur Entfaltung (16%) an erster Stelle. Ausserdem nannten männlich Angestellte mit 12% ein besseres Gehalt wesentlich häufiger als Grund für einen Wechsel als die weiblichen mit 8%.

Nur gerade jeder vierte der Befragten würde seinen aktuellen Arbeitgeber seinen Freunden empfehlen. Dennoch fühlt sich das Gros der Arbeitnehmer (57%) ihrer Firma verbunden. Deutlich grösser ist dabei mit über 67% die Verbundenheit bei den Westschweizern, während es in der Deutschschweiz nur 52% sind. Unterschiede bei den Geschlechter hätten sich in der Frage nicht gezeigt.

Für 62% der Befragten hängt das Wohlbefinden am Arbeitsplatz stark mit ihren Vorgesetzten zusammen. Besonders trifft dies für Frauen zu, bei denen 65% hier einen grossen Zusammenhang sehen, während es bei den Männern mit 58% deutlich weniger sind. Wenn es darum geht, was Vorgesetzte besser machen könnten, wünschten 51% bessere Weiterbildungsmöglichkeiten, 46% klarere Ziele und Verantwortlichkeiten und 40% eine transparentere Kommunikation.

AWP

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Elias
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Das kaum beachtete «Jobwunder» der Schweiz

Die Zahl neu geschaffener Stellen seit dem Krisenjahr 1999 ist beachtlich. Und doch gibts mehr Arbeitslose.

Nicht nur die Widerstandsfähigkeit und Robustheit der Schweizer Wirtschaft, mit Blick auf die hartnäckige Flaute in Europa, hat Konjunkturbeobachter ein ums andere Mal überrascht. Ähnlich sieht es auch beim Schweizer «Jobwunder» aus, wie es die KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich im jüngsten, gestern veröffentlichten Analyseband bezeichnet: Die Experten haben die Beschäftigungsentwicklung hierzulande in den letzten Jahren chronisch und signifikant unterschätzt.

So hatte die KOF Mitte 2009, am Tiefpunkt des Wirtschaftseinbruchs, vorhergesagt, dass sich die Beschäftigung bis Ende 2012 nicht von ihrem Rückgang erholen werde. Tatsächlich aber wurden seit dem zweiten Quartal 2009, als die Beschäftigung ihren Tiefstand erreichte, 171'000 vollzeitäquivalente Stellen neu geschaffen, und die Zahl der Erwerbstätigen stieg um 224'000 oder 4,9 Prozent, wie die KOF in ihrem Analyseband festhält. Hauptnutzniesser waren erwerbstätige Ausländer: Ihre Zahl auf dem heimischen Arbeitsmarkt hat in den besagten vier Jahren um ansehnliche 10,3 Prozent zugelegt.

Der Beschäftigungsaufbau hat sich sodann beinahe ausschliesslich im Dienstleistungssektor vollzogen, wo im Beobachtungszeitraum 193'000 oder 6,6 Prozent zusätzliche Stellen entstanden sind. Der Löwenanteil hiervon entfiel auf staatsnahe Bereiche wie öffentliche Verwaltung, Gesundheits- und Sozialwesen sowie Erziehung und Unterricht. Dagegen konnte sich die Industrie von ihrem krisenbedingten Aderlass noch nicht erholen: Verglichen mit Mitte 2009 ist die Zahl ihrer Beschäftigten um 16'600 oder 2,5 Prozent geschrumpft.

KOF versus Gewerkschaftsbund

Der landesweit über Erwarten starke Stellenzuwachs widerspiegelt sich aber nicht in den Arbeitslosenzahlen. Im Gegenteil: Seit Mitte 2011 ist eine stetige Erhöhung der Arbeitslosenzahl um 18'600 auf 130'000 Personen zu verzeichnen. Wie ist diese der Intuition zuwiderlaufende Parallelität von zunehmender Beschäftigung und Arbeitslosigkeit zu erklären? KOF-Chef Jan-Egbert Sturm gab sich gestern vor Medienvertretern vorsichtig mit Verweis auf die relativ kurze Beobachtungsperiode.

Im Vordergrund steht die These, dass das Jobprofil der Arbeitslosen nicht zu den Stellen passt, die es zu besetzen gilt. Grund hierfür könnte laut Sturm sein, dass in der Wirtschaft eine Verschiebung von niedrig zu hoch qualifizierten Tätigkeiten stattgefunden hat. Die KOF stützt sich auf die Schweizerische Arbeitskräfteerhebung ab, wonach die Erwerbstätigenzahl mit Universitäts- oder vergleichbarem Bildungsabschluss seit Mitte 2009 um 167'000 zugelegt hat – während die Zahl der Beschäftigten ohne solchen Abschluss um 5000 gesunken ist.

Widerspruch kommt aber von Daniel Lampart. Der Chefökonom des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes erachtet nicht höhere Qualifikationsansprüche der Wirtschaft als Grund für die ungewöhnliche Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt, sondern vielmehr branchenspezifische Ursachen: Stellensuchende in «frankengeschädigten» Wirtschaftszweigen wie der Maschinenindustrie und dem Tourismus oder im allseits verkleinerten Backoffice von Banken hätten es derzeit schwer, eine Beschäftigung zu finden. Ganz im Gegensatz zu Krankenpflegerinnen und Sanitärmonteuren auf dem Bau, von denen kein Hochschulabschluss erwartet werde.

Erhöhte Wachstumsprognosen

In ihrer Herbstprognose hat die KOF, die gestern ihr 75-jähriges Jubiläum feierte, die Schweizer Wachstumserwartungen für 2013 auf 1,9 (bisher: 1,4) Prozent und für 2014 auf 2,1 (2,0) Prozent angehoben. Dabei wird unterstellt, dass sich die Konjunkturdynamik allmählich von der Binnenwirtschaft auf die ausländische Nachfrage verlagert. Im Zuge dieser Entwicklung, die von der erhofften Erholung im Euroraum getragen wird, dürften auch die Ausrüstungsinvestitionen anziehen.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Das-kaum-beachtete-Job...

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Noch nie gab es so viele Erwerbstätige

Neuer Rekord: In der Schweiz gingen im zweiten Quartal 4,82 Millionen Personen einer Arbeit nach. Gleichzeitig stieg aber auch der Anteil der Erwerbslosen von 3,7 auf 4,2 Prozent.

Deutliche Zunahme beim Anteil Arbeitsloser

Eine deutliche Zunahme fand jedoch nicht nur bei den Arbeitstätigen, sondern auch bei den Arbeitslosen statt. Im zweiten Quartal dieses Jahres waren 193'000 Personen gemäss der Definition des Internationalen Arbeitsamtes (ILO) erwerbslos. Das sind 22'000 mehr als ein Jahr zuvor. Der Erwerbslosenanteil gemäss ILO stieg damit von 3,7 Prozent im Vorjahr auf 4,2 Prozent.

In der Europäischen Union ist die Erwerbslosenquote im letzten Jahr ebenfalls angestiegen. Sie lag im zweiten Quartal dieses Jahres bei 10,9 Prozent, während es im Vorjahr noch 10,3 Prozent waren.

Mehr Jugendarbeitslosigkeit

In der Schweiz nahm auch die Jugendarbeitslosigkeit in diesem Zeitraum zu. Sie stieg gemäss der ILO-Definition von 6,1 Prozent auf 7,0 Prozent. Im Gegensatz zu den Zahlen im restlichen Europa sind diese Werte allerdings nach wie vor tief: In der Europäischen Union war im zweiten Quartal fast jeder vierte Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren arbeitslos. Der Anteil lag bei 23,2 Prozent, im letzten Jahr waren es noch 22,6 Prozent.

Als Erwerbslose gemäss ILO gelten alle nicht erwerbstätigen Personen, die in den vergangenen vier Wochen aktiv nach einer Arbeit gesucht haben und für die Aufnahme einer Tätigkeit verfügbar sind. :yes:  Diese Indikatoren ermöglichen internationale Vergleiche.

Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) veröffentlicht ebenfalls Indikatoren zur Arbeitslosigkeit. Diese erfassen direkt die bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) registrierten Arbeitslosen.

http://www.20min.ch/finance/news/story/Noch-nie-gab-es-so-viele-Erwerbst...

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Schweizer Wirtschaft sucht Personal

Im dritten Quartal waren so viele Stellen ausgeschrieben wie seit drei Jahren nicht mehr. Der Arbeitsmarkt zieht auch in sonst eher schwächeren Regionen wie der Ost- und der Zentralschweiz an.

http://www.20min.ch/finance/news/story/Schweizer-Wirtschaft-sucht-Person...

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Gute Chancen für Jobsuchende

Das Beschäftigungsbarometer Statistik zeigt: Es gibt in der Schweiz sowohl mehr offene Stellen als auch mehr Beschäftigte. Doch nicht in allen Sektoren läuft es gleich gut.

 

Die Beschäftigung in der Schweiz ist gemäss dem jüngsten Beschäftigungsbarometer des Bundesamts für Statistik (BFS) im dritten Quartal weiter gestiegen. Mit knapp 4,20 Millionen liegt die Zahl der Beschäftigten 1,2 Prozent über dem entsprechenden Wert des Vorjahres.

Während die Beschäftigung im Industriesektor mit einem Minus von 0,3 Prozent leicht rückläufig war, stieg sie im Dienstleistungssektor um 1,7 Prozent. Tendenziell arbeiteten mehr Personen in Teilzeit, belief sich das Beschäftigungswachstum in Vollzeitstellen gerechnet doch nur auf 1,1 Prozent.

Weiterhin gute Aussichten

Aufgrund der Entwicklung des Indikators für Beschäftigungsaussichten und der gestiegenen Zahl der offenen Stellen dürfte die Beschäftigung gemäss BFS auch im vierten Quartal weiter ansteigen. So repräsentieren die Unternehmen, welche den Personalbestand halten oder ausbauen wollen, rund 80 Prozent der Gesamtbeschäftigung.

Die Unternehmen, die im Rahmen der Beschäftigungsstatistik befragt wurden, gaben auch an, weniger Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von Angestellten zu haben. Dennoch ist die Zahl der offen gemeldeten Stellen innert Jahresfrist um 10 Prozent gestiegen. Gemäss Beschäftigungsbarometer gab es im dritten Quartal über 51'000 offene Stellen, wobei es sich hierbei um eine hochgerechnete Zahl handelt.

Für die Beschäftigungsstatistik befragt das Bundesamt für Statistik quartalsweise 63'000 Unternehmen.

http://www.20min.ch/finance/news/story/Gute-Chancen-fuer-Jobsuchende-131...

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Schweizer kündigen den Job wieder häufiger

Stress am Arbeitsplatz und Angst vor Entlassungen - das sind die Hauptgründe, wieso Schweizer vermehrt aus freien Stücken kündigen. Mit teuren Folgen für die Unternehmen.

Schweizerinnen und Schweizer suchen wieder häufiger von sich einen neuen Job. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Personaldienstleisters Robert Half. In Zahlen ausgedrückt sieht dies so aus: 38 Prozent der Personalverantwortlichen stellen im Vergleich zu 2010 eine leichte bis erhebliche Zunahme der Kündigungen fest. In Deutschland sind es lediglich 28 Prozent. Befragt wurden 250 Personalverantwortliche in der Schweiz und Deutschland.

Laut der Studie motiviert eine mangelnde Work-Life-Balance bei fast der Hälfte der Schweizer zur einer Kündigung. Und 37 Prozent hoffen, dem zunehmenden Stress und der wachsenden Arbeitsbelastung durch einen Jobwechsel entfliehen zu können.

Dass der Stress am Arbeitsplatz zugenommen hat, zeigt auch eine Studie des Seco, die letzte Woche veröffentlicht wurde. So hat die Zahl der Personen, die "häufig" oder "sehr häufig" Stress am Arbeitsplatz empfinden, im Zehn-Jahres-Vergleich um 8 auf 34 Prozent zugenommen. Stressauslöser sind Arbeitseinsätze während der Freizeit, mehr als zehn Stunden Arbeit pro Tag, unklare Arbeitsanweisungen oder auch Termindruck.

Angst vor Kündigung

Der drittwichtigste Grund für den Jobwechsel ist laut Umfrage die Angst, den Job zu verlieren. Dies ist bei gut einem Viertel der Schweizer der Fall. Deutet die Unternehmensentwicklung auf einen möglichen Stellenabbau hin, wählen Angestellte lieber die Eigeninitiative und kündigen von sich aus, bevor der Arbeitgeber die Stelle streicht.

Die Angst vor dem Jobverlust ist durchaus real. Am Donnerstag gab der Biotech-Konzern Crucell bekannt, 380 von insgesamt 460 Stellen am Produktionsstandort im bernischen Köniz zu streichen. Auch der französische Industriekonzern Alstom zieht nach einem schwachen ersten Halbjahr die Zügel an. Anfang November gab das Unternehmen bekannt, insgesamt 1300 der 93'000 Stellen abzubauen. Davon ist auch der Standort Schweiz betroffen.

Zugleich werden aber auch neue Stellen geschaffen. So kletterte die Zahl der Beschäftigten laut Bundesamt für Statistik gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Prozent auf knapp 4,2 Millionen. Und die vorausweisenden Indikatoren zeichnen ein positives Bild. Wechselwillige haben somit gute Chancen, woanders unterzukommen.

Herausforderung für Unternehmen

Jeder Abgang eines Angestellten, der mehrere Jahre in einem Unternehmen tätig war, ist ein Verlust an Know-how und Kompetenz und verursacht somit Kosten – so genannte Fluktuationskosten. Das Halten von Angestellten wird somit zu einem wesentlichen Wettbewerbsfaktor.

Laut der Umfrage von Robert Hall nennen 43 Prozent der Schweizer HR-Manager die positiven Erwartungen hinsichtlich einer ausgeglichenen Work-Life-Balance als Grund für die wachsende Loyalität der Mitarbeitenden. Auch die Aussicht auf sichere Jobs hält Mitarbeitende im Unternehmen.

http://www.cash.ch/news/im_fokus/schweizer_kuendigen_den_job_wieder_haeu...

 

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Jugendarbeitslosigkeit

«Viele Junge haben unrealistische Wünsche»

10 Prozent der 15- bis 24-Jährigen in der Schweiz sind arbeitslos. Berufsbildungs-Fachfrau Nicole Bussmann erklärt im Interview, woran Junge bei der Jobsuche scheitern.

Frau Bussmann, bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist jeder Zehnte ohne Job. Wie erklären Sie diese hohe Zahl?
Nicole Bussmann:
Bei den Lehrabgängern haben es vor allem die KV-Absolventen schwer. Viele stehen nach dem Lehrabschluss auf der Strasse, weil für eine Anstellung mehrjährige Berufserfahrung gefordert wird. Und anders als Lehrstellensuchende haben die Betroffenen oft niemanden, der ihnen hilft. Um trotz des Mangels an offenen KV-Stellen etwas zu finden, müssen sie sich sehr gut verkaufen. Das gelingt vielen nur mit professioneller Hilfe.

Und wo hapert es bei den Jugendlichen, die keine Lehrstelle finden?
Grundsätzlich gibt es in der Schweiz genügend offene Lehrstellen. Das Problem ist nur, dass es sich nicht um jene Ausbildungsplätze handelt, die sich die Jungen wünschen. Und die Jugendlichen von heute sind sich gewohnt, dass ihre Wünsche erfüllt werden. Sie halten deshalb oft auch dann an ihren Träumen fest, wenn sie völlig unrealistisch sind.

Heisst das, die Jugendlichen sind selbst schuld, wenn sie keinen Job finden?
Nein, denn es ist natürlich die Aufgabe ihres Umfelds, sie darauf aufmerksam zu machen, dass sie Träumen nachhängen, die sich nicht verwirklichen lassen. Diese Aufgabe nehmen Lehrer und Eltern aber nicht immer wahr. Besonders gut zeigt sich dies bei den Sek-C-Schülern, die es generell bei der Lehrstellensuche nicht einfach haben. Hier ist auffällig, dass von der Palette der 30 bis 40 Attestausbildungen, die für solche Jugendliche angeboten werden, immer nur die vier, fünf gleichen gefragt sind – jene, mit denen die Jungen ein gewisses Prestige verbinden.

Welche Berufe sind dies?
Bei den jungen Frauen mit Sek-C-Abschluss sind dies beispielsweise Jobs im Detailhandel – aber vor allem solche im Lifestyle-Bereich. Sie wollen Kleider, Schuhe, Sportartikel oder Elektronik verkaufen. Fleischverkäuferinnen dagegen werden immer gesucht – aber niemand will sich dazu ausbilden lassen. Generell wollen Sek-C-Schüler Jobs, bei denen sie sich die Hände nicht schmutzig machen müssen und in denen sie keine unregelmässigen Arbeitszeiten haben. Ausnahmen gibt es nur, wenn solche Jobs dennoch Prestige versprechen.

Zum Beispiel?
Junge Männer machen sich die Hände gern schmutzig, wenn der Schmutz von einem Auto stammt. Ausbildungen als Automobilassistent oder Reifenpraktiker sind daher gefragt. Bei Frauen ist die Ausbildung zur Assistentin Gesundheit und Soziales beliebt – die unregelmässigen Arbeitszeiten nehmen sie in Kauf, weil der weisse Kittel, den sie in diesem Job tragen, ein gewisses Prestige verspricht. Generell fällt bei den Sek-C-Schülern auf, dass sie sich traditionell verhalten: Frauen bevorzugen «Frauenberufe», Männer nur «Männerberufe». Dabei hätten Männer in einem «Frauenjob» im Pflegebereich gute Chancen. Diese nutzen sie aber nicht.

http://www.20min.ch/schweiz/news/story/-Viele-Junge-haben-unrealistische...

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aprecio
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das RAV sagt, arbeitsbemühungen sind in der verantwortung eines jeden bürgers.

das RAV ist nicht da, um einem bürger zu erklären, wo er am sinnvollsten ein zu setzen ist, um weiterbildungen zu finanzieren oder sonstige fördernde massnahmen zu treffen. die beratung kann aber je nach sozialem status (z.bsp. sohn eines bürgermeisters/ arbeitsloser ausländer) anders sein. Arbeitslosenversicherung muss aber jeder zahlen und sinnlose beschäftigungsmassnahmen sind alltag.

"Dabei hätten Männer in einem «Frauenjob» im Pflegebereich gute Chancen. Diese nutzen sie aber nicht." ich kenne leute im pflegebereich. sie arbeiten tag und nacht, unregelmässig und hart - trotzdem verdienen sie knapp über CHF 3'000. männer in den pflegebereich? dann kann man den nachwuchs und deren erziehung vergessen.

dann holt man sich noch mehr ausländer, die qualifiziert sind. sparmassnahmen sind seit 2005 in vorbereitung und werden heute durchgesetzt.

da fragt man sich schon, wer unrealistisch ist, wenn man nicht einmal mehr im detailhandel oder als kaufm. angestellte arbeiten gehen darf. und wenn man sich die hände schmutzig macht, verdient man sowieso weniger als die sterilen analysten.

fazit: gescheitert.

Elias
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aprecio hat am 18.12.2013 - 12:28 folgendes geschrieben:

dann holt man sich noch mehr ausländer, die qualifiziert sind.

Oder man lagert die Arbeit nach Indien aus, so wie in meiner Branche. Oder lässt Klamotten in Bangladesch billig produzieren.

Auch im Ausland werden die Fachkräfte zusehends knapp. Wer glaubt, die Zuwanderung dauert ewig an, sieht nicht, was auf uns zu kommt: Der demographische Wandel und Chinas Hunger nach Arbeitskräften. Wer Mandarin kann (lernt), ist spätestens dann begehrt.

Spezialisten haben bessere Aussichten auf einen höheres Einkommen.

 

1000 Franken für Pfleger-Vermittlung

ZÜRICH - Das Unispital Zürich sucht mittels Prämien neues Personal. Andere Firmen zahlen für die Vermittlung sogar das 12-Fache.

 

12'000 Franken für zwei Programmierer

Tatsächlich: So hat etwa die Agentur MySign derzeit eine Prämie von 12'000 Franken für die Vermittlung von zwei Java-Programmierern ausgeschrieben. Dabei winken 8000 Franken jener Person, welche den ersten Programmierer empfiehlt, und 4000 Franken der Person, welche den zweiten neuen Mitarbeiter empfiehlt.

http://www.blick.ch/news/schweiz/zuerich/1000-franken-fuer-pfleger-vermi...

 

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"Das Institut für Hirnforschung sucht einen Neurologen, der seine Forschungsergebnisse nebst deutsch, französisch, englisch auch noch in mandarin und zuaeli verfassen kann. Zusätzlich sollte er einen Abschluss in Betriebswirtschaft haben, da er nebenbei noch das Controlling und das HR managed. Ein Abschluss in Juris Prudenz wäre von Vorteil. 

Wer einen solchen Kandidaten vermittelt - und dieser sollte nicht älter als 30 Jahre sein - erhält 3x das Jahressalär desselben."

Wie zynisch muss dies in den Ohren der 3000 Menschen klingen, die monatlich bei der Arbeitslosenversicherung rausfliegen - seit über 20 Jahren, durchschnittlich 3000 pro Monat, macht 720'000 Menschen in 20 Jahren.....sie alle müssen sich vorkommen wie Volltrottel. Oder sind wir tatsächlich ein Volk von Volltrotteln? Kann man nur noch ein paar Wenige (...die es wahrscheinlich, ausser in den Wunschvorstellungen irgend eines Personalvermittlers, gar nicht gibt......) gebrauchen? Wenn ja, müssen diese sehr viel, sehr viel, sehr viel verdienen um all die anderen Volltrotel irgendwie durchzufüttern.

Fine-Tuner

Elias
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Fine-Tuner hat am 20.12.2013 - 00:33 folgendes geschrieben:

Wie zynisch muss dies in den Ohren der 3000 Menschen klingen, die monatlich bei der Arbeitslosenversicherung rausfliegen - seit über 20 Jahren, durchschnittlich 3000 pro Monat, macht 720'000 Menschen in 20 Jahren.....

du willst also ernsthaft damit sagen, dass 720'000 ohne Arbeit sind.

In 40 Jahren wären das dann 1.4 Millionen, in 80 Jahren schon 2.8 Millionen. also praktisch die gesamte erwerbsfähige Bevölkerung.

 

Fine-Tuner hat am 20.12.2013 - 00:33 folgendes geschrieben:

.sie alle müssen sich vorkommen wie Volltrottel. Oder sind wir tatsächlich ein Volk von Volltrotteln?

Ich will es mal so schreiben: Wer so rechnet, ist bestenfalls mittleren Verstandes.

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«Negativismus in Schweizer Medien nervt»

Und was können die Schweizer von den US-Amerikanern lernen?

Im Alltag etwas mehr Freundlichkeit, Grosszügigkeit und Toleranz zu leben. 'Shit happens', wie Forrest Gump es im gleichnamigen Film sagt.

http://www.cash.ch/news/front/negativismus_in_schweizer_medien_nervt-315...

 

 

Positive Wende in der Exportwirtschaft - Rückgang der Arbeitslosigkeit in Sicht!

 

:ok:  Im Jahresdurchschnitt rechnet die Expertengruppe mit Arbeitslosenquoten von 3,2% für 2013, 3,1% für 2014 und 2,8% für 2015.

 

http://www.happytimes.ch/news/news-schweiz/9008-positive-wende-in-der-ex...

 

Happy Times: die positive Zeitung  I-m so happy

 

 

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Elias hat am 30.09.2013 - 15:32 folgendes geschrieben:

Neuer Rekord: In der Schweiz gingen im zweiten Quartal 4,82 Millionen Personen einer Arbeit nach. Gleichzeitig stieg aber auch der Anteil der Erwerbslosen von 3,7 auf 4,2 Prozent.

Deutliche Zunahme beim Anteil Arbeitsloser

Eine deutliche Zunahme fand jedoch nicht nur bei den Arbeitstätigen, sondern auch bei den Arbeitslosen statt. Im zweiten Quartal dieses Jahres waren 193'000 Personen gemäss der Definition des Internationalen Arbeitsamtes (ILO) erwerbslos. Das sind 22'000 mehr als ein Jahr zuvor. Der Erwerbslosenanteil gemäss ILO stieg damit von 3,7 Prozent im Vorjahr auf 4,2 Prozent.

In der Europäischen Union ist die Erwerbslosenquote im letzten Jahr ebenfalls angestiegen. Sie lag im zweiten Quartal dieses Jahres bei 10,9 Prozent, während es im Vorjahr noch 10,3 Prozent waren.

Mehr Jugendarbeitslosigkeit

In der Schweiz nahm auch die Jugendarbeitslosigkeit in diesem Zeitraum zu. Sie stieg gemäss der ILO-Definition von 6,1 Prozent auf 7,0 Prozent. Im Gegensatz zu den Zahlen im restlichen Europa sind diese Werte allerdings nach wie vor tief: In der Europäischen Union war im zweiten Quartal fast jeder vierte Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren arbeitslos. Der Anteil lag bei 23,2 Prozent, im letzten Jahr waren es noch 22,6 Prozent.

Als Erwerbslose gemäss ILO gelten alle nicht erwerbstätigen Personen, die in den vergangenen vier Wochen aktiv nach einer Arbeit gesucht haben und für die Aufnahme einer Tätigkeit verfügbar sind. smiley  Diese Indikatoren ermöglichen internationale Vergleiche.

Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) veröffentlicht ebenfalls Indikatoren zur Arbeitslosigkeit. Diese erfassen direkt die bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) registrierten Arbeitslosen.

http://www.20min.ch/finance/news/story/Noch-nie-gab-es-so-viele-Erwerbst...

die schweiz hat über 8'000'000 einwohner. davon sind ca. 1'400'000 über 65 und 1'640'000 unter 19.

4'820'000 gehen einer arbeit nach. wenn also ca. 5 Mio. in der arbeiterklasse sind, dann sind 180'000 arbeitslos (3.6%)

gemäss dem tiefen der "Zukünftige Bevölkerungsentwicklung – Daten, Indikatoren - Schweiz Szenarien" (seite 80) könnte tatsächlich eine differenz von 0.6% (651'000) bei der erwerbsbevölkerung resultieren.

die schätzung von fine tuner ist nicht schlecht. es kommt auf die pralinen an.

manchmal werden sie faul, weil man nur die besten zuerst will.

Elias
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aprecio hat am 20.12.2013 - 12:51 folgendes geschrieben:

die schätzung von fine tuner ist nicht schlecht.

er geht mit seiner Berechnung davon aus, dass

1. jetzt 720'000 Ausgesteuerte vorhanden sind

2. keine der Ausgesteuerten jemals wieder eine Arbeit gefunden hat

3. keiner der Ausgesteuerten pensioniert ist

4. keiner der Ausgesteuerten gestorben ist

 

Ich hasse diese verfluchten Simplifizierungen. Und dort, wo der Sachverhalt einfach ist, verkompliziert man es unnötig. (Kühe geben nicht immer Milch, eine WP ist keine normale Heizung, etc.)

 

 

 

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aprecio
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jäääääh, i weis nid so rächt

ich möchte FT nicht ins wort fallen, aber mir brennts unter den fingern.

"Wie zynisch muss dies in den Ohren der 3000 Menschen klingen, die monatlich bei der Arbeitslosenversicherung rausfliegen - seit über 20 Jahren, durchschnittlich 3000 pro Monat, macht 720'000 Menschen in 20 Jahren.....sie alle müssen sich vorkommen wie Volltrottel."

igwt tritt hier nicht sehr oft in erscheinung, deshalb können wir nur spekulieren, ob geister uns hören können. soviel von mir zu punkt 4.

ich finde übrigens alle punkte sehr interessant.

habt euch lieb über das weekend.

:kissing:

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