Argentinien - erneute Staatspleite?

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26.04.2012 07:29
#1
Bild des Benutzers geldsack
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Argentinien - erneute Staatspleite?

 Argentinischer Senat stimmt für Enteignung von Repsol-Tochter
(26.04.2012 / 07:15:40)


BUENOS AIRES (awp international) - Die Teilverstaatlichung der argentinischen Repsol -Tochter YPF geht voran. Der Senat in Buenos Aires stimmte in der Nacht zum Donnerstag (Ortszeit) mit grosser Mehrheit von 63 zu 3 Stimmen für den Gesetzentwurf der Regierung. Dieser wird nächste Woche in der Abgeordnetenkammer debattiert.

Staatschefin Cristina Fernández de Kirchner begründete die Enteignung der bisher von der spanischen Repsol kontrollierten, grössten Erdölfirma Argentiniens mit fehlenden Investitionen. Die spanische Regierung hat als Gegenmassnahme die Einfuhr von Biodiesel aus dem lateinamerikanischen Land eingeschränkt./jg/DP/zb
 

 

Die Regierung Kirchner schneidet sich mit dieser Aktion mit dem grossen Fleischermesser tief ins eigene Fleisch.

Keine ernstzunehmende ausländische Firma wird jetzt noch irgendeine Investition wagen. Auch für Spanien hat das leider noch nicht abschätzbare Folgen: Gut 40% der Erträge vieler Banken und Firmen wird in Argentinien erwirtschaftet...

 

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04.06.2012 17:58
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Argentinischer Senat

Ich hoffe mal nicht. Was die Südamerikanische Wirtschaft braucht ist Nachhaltigkeit. 

01.06.2012 01:37
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Yep, wird vielleicht so enden wie der Wasserkrieg von Cochabamba (Bolivien) im Jahr 2000.

31.05.2012 14:31
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Verstaatlichung von Stromanbieter

Das ist meiner Meinung nach genau das Problem an den Südamerikanischen Staaten. Sie denken in vielen Aspekten nur im Moment. Ich glaube ich täusche mich nicht wenn ich das sage. Im Moment ist es sicher eine lukrative Möglichkeit, die für die nächsten Jahre viel Geld in die Staatskassen schwämmen wird. Aber was ist mit den Partnerschaften mit anderen Ländern? Diese können einem Staat auch viel nützen und sollten nicht so leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden. 

01.05.2012 21:20
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Tja, die Firmen, die jetzt noch in Südamerika investieren, sind dann selbst schuld:

 Bolivien verstaatlicht Tochter von spanischem Stromkonzern

(01.05.2012 / 19:18:00)

 

La Paz (awp/sda/afp) - Der linkspopulistische bolivianische Präsident Evo Morales hat das Stromversorgungsunternehmen TDE, eine Tochter des spanischen Stromkonzerns REE, verstaatlicht.

Der Aktienanteil der REE an TDE werde "auf obersten Befehl" in staatlichen Besitz überführt, die Streitkräfte seien angewiesen, die Leitung von TDE zu übernehmen, sagte Morales am Dienstag im Präsidentenpalast in La Paz. Morales hatte in den vergangenen Jahren wiederholt zum 1. Mai die Verstaatlichung von Unternehmen angeordnet.

TDE wurde 1997 gegründet. Das Unternehmen besitzt drei Viertel des nationalen Stromnetzes. Seit 2002 wurde TDE über ein internationales Tochterunternehmen, das fast alle TDE-Anteile hielt, vom spanischen Stromkonzern REE kontrolliert.

Morales ist der erste indianisch-stämmige Präsident Boliviens. Er sieht sich seit einigen Wochen mit wachsendem Unmut seiner linksgerichteten Wählerschaft konfrontiert. Seit dem Amtsantritt 2006 ordnete er wiederholt Verstaatlichungen an, sowohl in der Öl- und Strom- als auch in der Metallindustrie.

Erst Ende April war im Nachbarland Argentinien vom Senat in erster Lesung ein Gesetz zur Teil-Verstaatlichung des grössten Ölkonzerns des Landes (YPF) gebilligt, der bislang vom spanischen Repsol-Konzern kontrolliert wurde.

29.04.2012 17:34
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Angela hat am 29.04.2012 - 12:46 folgendes geschrieben:

Die letzten Jahre waren sehr hart für das argentinische Volk.

Sie WÄHLEN eben gerne den harten Weg.... :mamba:

 

weico

29.04.2012 12:46
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Staatspleite Nummer 2?

Die letzten Jahre waren sehr hart für das argentinische Volk. Die neue Regierung hat viel versprochen und eine riesen Euphorie ausgelöst. Ich hoffe, dass waren nicht alles nur leere Worte sondern auch dass sie ihren Worten taten folgen lassen.

26.04.2012 17:13
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geldsack hat am 26.04.2012 - 07:29 folgendes geschrieben:



 

Die Regierung Kirchner schneidet sich mit dieser Aktion mit dem grossen Fleischermesser tief ins eigene Fleisch.

Dummheit stirbt eben nie aus.

Kirchner wird ihren Hurra-Patriotismus sicherlich bald einmal,wenn die Argentinienkriese Nr.2 so richtig anrollt, den Frust ihrer Landsleute auf die Falkland-Insel lenken(wie ihre Vorgänger).Dann bekommen die Gaucho's halt zum 2ten mal so richtige eins auf die Mütze .... :mosking:

 

weico