Bailout des Jahrtausends

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zonker
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Bailout des Jahrtausends

Es ist unglaublich was die Amis wieder sich erlauben. Klar darf man den Finanzmarkt nicht hops gehen lassen, aber es kann nicht anstehen, dass Firmen, die das ABC des investierens nicht verstehen mit Steuergeldern rausgepaukt werden.

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass Paulson seine alten Freunde von Goldman Sachs aus der $cheisse holen muss. Oder anderst gesagt, jeder Ami muss $100'000 bezahlen, damit die Finanzfirmen über die Runde kommen.

Es kommt noch besser - das hat auch Auswirkungen auf uns. Die Inflation wird global steigen, die Wertpapiere an Wert verlieren etc etc.

Einfach unglaublich !

bengoesgreen
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Re: Bailout des Jahrtausends

zonker wrote:

Es ist unglaublich was die Amis wieder sich erlauben.

Ich seh wieder plumper Antiamerikanismus. Dachte das war mittlerweile wieder out. Lol

zonker wrote:

Klar darf man den Finanzmarkt nicht hops gehen lassen, aber es kann nicht anstehen, dass Firmen, die das ABC des investierens nicht verstehen mit Steuergeldern rausgepaukt werden.

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass Paulson seine alten Freunde von Goldman Sachs aus der $cheisse holen muss. Oder anderst gesagt, jeder Ami muss $100'000 bezahlen, damit die Finanzfirmen über die Runde kommen.

Naja, GoldmanSachs ist nicht in der "Scheisse". Die haben in keinem einzigen Quartal Verluste geschrieben (zumindest in letzter Zeit).

700 Millarden $ dividiert durch mehr als 300 Millionen Amerikaner gibt $100000? :roll: Eher weniger als $2300 pro Kopf...

zonker wrote:

Es kommt noch besser - das hat auch Auswirkungen auf uns. Die Inflation wird global steigen, die Wertpapiere an Wert verlieren etc etc.

Sei doch froh: Der Dumme ist der amerikanische Steuerzahler, der jetzt die internationalen Märkte stützen muss und somit auch dein Portfolio!

3) Φιλαργυρία

zonker
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Re: Bailout des Jahrtausends

bengoesgreen wrote:

zonker wrote:
Es ist unglaublich was die Amis wieder sich erlauben.

Ich seh wieder plumper Antiamerikanismus. Dachte das war mittlerweile wieder out. Lol

Haste nicht zu Ende gelesen oder die Message nicht verstanden ...

bengoesgreen wrote:

zonker wrote:
Klar darf man den Finanzmarkt nicht hops gehen lassen, aber es kann nicht anstehen, dass Firmen, die das ABC des investierens nicht verstehen mit Steuergeldern rausgepaukt werden.

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass Paulson seine alten Freunde von Goldman Sachs aus der $cheisse holen muss. Oder anderst gesagt, jeder Ami muss $100'000 bezahlen, damit die Finanzfirmen über die Runde kommen.

Naja, GoldmanSachs ist nicht in der "Scheisse". Die haben in keinem einzigen Quartal Verluste geschrieben (zumindest in letzter Zeit).

700 Millarden $ dividiert durch mehr als 300 Millionen Amerikaner gibt $100000? :roll: Eher weniger als $2300 pro Kopf...

Lies mal nicht nur den Blick, lies mal die fachkundigen Zeitungen - es sind 700B + 400B + ... um das ganze Schlamassel endgültig aufzuräumen braucht man ca. 3400B

bengoesgreen wrote:

zonker wrote:
Es kommt noch besser - das hat auch Auswirkungen auf uns. Die Inflation wird global steigen, die Wertpapiere an Wert verlieren etc etc.

Sei doch froh: Der Dumme ist der amerikanische Steuerzahler, der jetzt die internationalen Märkte stützen muss und somit auch dein Portfolio!

Tja da hast du wirklich was nicht kapiert - es ist nicht nur der amerikanische Steuerzahler. Was meinst du an was die Rohstoffe gekoppelt sind ... an den $. Und wohin meinst du geht der Dollar bei diesen Schulden und wer meinst du kauf die Schulden ein ?

Fakt : es wird ne massive globale Inflation geben ! Aus meiner Sicht lieber eine lange tiefe Rezession (bei den Amis) als ein Schnellschuss der dann schlussendlich nach hinten geht (nur als Bsp. der Irak Krieg war von den Amis mit 50B geschätzt - na und bis anhin hat man 1000B verbuttert ... da hat man etwa das Gefühl wie genau die Amis ihre Projekte einschätzen können)

bengoesgreen
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Re: Bailout des Jahrtausends

Quote:

zonker wrote:
bengoesgreen wrote:
zonker wrote:
Es ist unglaublich was die Amis wieder sich erlauben.

Ich seh wieder plumper Antiamerikanismus. Dachte das war mittlerweile wieder out. Lol

Haste nicht zu Ende gelesen oder die Message nicht verstanden ...

:roll:

Quote:

bengoesgreen wrote:
zonker wrote:
Klar darf man den Finanzmarkt nicht hops gehen lassen, aber es kann nicht anstehen, dass Firmen, die das ABC des investierens nicht verstehen mit Steuergeldern rausgepaukt werden.

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass Paulson seine alten Freunde von Goldman Sachs aus der $cheisse holen muss. Oder anderst gesagt, jeder Ami muss $100'000 bezahlen, damit die Finanzfirmen über die Runde kommen.

Naja, GoldmanSachs ist nicht in der "Scheisse". Die haben in keinem einzigen Quartal Verluste geschrieben (zumindest in letzter Zeit).

700 Millarden $ dividiert durch mehr als 300 Millionen Amerikaner gibt $100000? :roll: Eher weniger als $2300 pro Kopf...

Lies mal nicht nur den Blick, lies mal die fachkundigen Zeitungen - es sind 700B + 400B + ... um das ganze Schlamassel endgültig aufzuräumen braucht man ca. 3400B

Woher du diese Zahl 3400B hast wüsste ich auch gerne (bist jetzt wurde nur ca. ein Drittel aufgewendet, einschliesslich den 700B die noch gar nicht vom Kongress bewilligt wurden...). Aber wenn wir mit 3400B rechnen geteilt auf 305M Amerikaner gibt 100k?! In Rechnen warst du wohl noch nie besonders gut...

Quote:

bengoesgreen wrote:
zonker wrote:
Es kommt noch besser - das hat auch Auswirkungen auf uns. Die Inflation wird global steigen, die Wertpapiere an Wert verlieren etc etc.

Sei doch froh: Der Dumme ist der amerikanische Steuerzahler, der jetzt die internationalen Märkte stützen muss und somit auch dein Portfolio!

Tja da hast du wirklich was nicht kapiert - es ist nicht nur der amerikanische Steuerzahler. Was meinst du an was die Rohstoffe gekoppelt sind ... an den $. Und wohin meinst du geht der Dollar bei diesen Schulden und wer meinst du kauf die Schulden ein ?

Fakt : es wird ne massive globale Inflation geben ! Aus meiner Sicht lieber eine lange tiefe Rezession (bei den Amis) als ein Schnellschuss der dann schlussendlich nach hinten geht (nur als Bsp. der Irak Krieg war von den Amis mit 50B geschätzt - na und bis anhin hat man 1000B verbuttert ... da hat man etwa das Gefühl wie genau die Amis ihre Projekte einschätzen können)

Ja ne riesige Inflation. Deshalb steigt ja der Dollar in den vergangen Monaten um zweistellige Prozentzahlen gegenüber dem Euro oder Franken?! Und die Rohstoffpreise brechen ein...

Wenn das Fakt wäre, würden sich das jetzt schon in den Preisen manifestieren (was nicht passiert). An den Märkten wird die Zukunft gehandelt.

Du rechnest sowieso in Franken ab, als wenn das wahr wäre was du sagt (also in der Zukunft eintritt), verliert der Dollar gegen den Franken massiv, also was stört dich die Inflation in den USA?

3) Φιλαργυρία

Johnny P
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Bailout des Jahrtausends

Was man übrigens nicht ganz ausblenden sollte!

Wenn man das BIP den Staatsschulden gegenüber stellt, stehen die Amis immer noch sehr gut gegenüber ein paar Europäischen Staaten da! Das wird gerne ausgeblendet in letzter Zeit!

„Alles was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.“

Konrad Adenauer

weico
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Bailout des Jahrtausends

Johnny P wrote:

Was man übrigens nicht ganz ausblenden sollte!

Wenn man das BIP den Staatsschulden gegenüber stellt, stehen die Amis immer noch sehr gut gegenüber ein paar Europäischen Staaten da! Das wird gerne ausgeblendet in letzter Zeit!

Exakt !!

..wird leider fast immer "ausgeblendet".....!

weico

zonker
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Bailout des Jahrtausends

Da staunt der Laie ... Öl und Commodities ziehen wieder an - warum wohl ?

PS : hab mich tatsächlich vertippt - es sind bloss $10'000 pro Kopf.

Und es sind nicht nur CDO's, die Probleme verursachen, nun sind's auch die CDS's.

zonker
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Nimmt mich ja wunder was über's Wochende entschieden wird. Wie schon gesagt $700 Mia (und die anderen paar $100 Mia) genügen nie und nimmer um das Chaos wieder in Lot zu bringen.

MarcusFabian
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Johnny P wrote:

Was man übrigens nicht ganz ausblenden sollte!

Wenn man das BIP den Staatsschulden gegenüber stellt, stehen die Amis immer noch sehr gut gegenüber ein paar Europäischen Staaten da!

Immerhin 450% des GDP (http://en.wikipedia.org/wiki/United_States_public_debt)

Der springende Punkt ist, dass die Schweiz (als Nation) in erster Linie Schulden bei den eigenen Bürgern hat.

Die USA hingegen haben grosse Schulden im Ausland. Tendenz steigend. Das ist schon sehr bedenklich.

MarcusFabian
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zonker wrote:

PS : hab mich tatsächlich vertippt - es sind bloss $10'000 pro Kopf.

Und es sind nicht nur CDO's, die Probleme verursachen, nun sind's auch die CDS's.

Jetzt aber bitte nur nicht die diversen Krisen durcheinanderbringen:

CDS sind 62 Billionen (= 62'000'000 Millionen). Das wären dann bei 310 Mio US-Bürgern gut $200'000 pro Nase.

Aber von CDS redet im Moment noch niemand.

Zu CDS übrigens: http://www.cash.ch/node/2262#comment-347195

Fine-Tuner
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Bailout des Jahrtausends

Die CDS Geschichte wird von vielen Panikmachern gerne als der nächste Finanztsunamie verkündet. Meiner bescheindenen Ansicht nach, Panikmache.

Erstens wird oft verschweigen, dass gar nicht immer die gesamten Kredite versichert sind, sondern lediglich bspw. 5%, 25%, 50%, 75% etc. (die Spielarten sind mannigfach). Je sicherer ein Kredit scheint, umso weniger macht es Sinn, die gesamte Kreditsumme zu versichern. Die 62 Bil. sind das gesamte Kontraktvolumen und nicht die Versicherungssumme und zudem gibts es CDS für Zinsausfall und solche für Bankrott. Wenn eine Firma ihre Zinsen immer bezahlt hat und morgen bankrott geht ist der Interest CDS wertlos!....aber wenn interessieren solche Details....

Im weiteren ist allen klar, dass, wenn eine gewise Anzahl CDS Emittenten (und das sind nicht nur Banken sondern auch Staaten, Pensionskassen, Versicherungen selbst etc, etc) ausfallen, das System kolabiert. Tönt schlimm, is es aber de facto gar nicht, denn es wird geschätzt, dass nach Abrechnung aller Forderungen und Verpflichtungen aller am Markt beteiligten, noch eine Nettoverpflichtung von weniger als 20Mrd. USD übrig bleiben würde. Es ist klar, dass die Entflechtung all dieser vernetzten Finanzgeschäfte Jahre dauern würde. Nichtsdesto trotz wird leider auch hier immer wieder mit Bruttozahlen Angst verbreitet.......so wie in den 80ern mit den Derivaten. Da wurde auch nie zwischen Wiederbeschaffungswert und Kontraktwert unterschieden. Noch heute gibt es Leute, die mit Hinweisen auf das weltweite Derivatvolumen, das zwischenteitlich, den Umfang des weltweiten jährlichen Bruttosozialproduktes überschritten hat, versuchen die Menschen zu verängstigen. Auch hier ist das effektive Verlustpotential auf einen winzigen Bruchteil beschränkt.

Weil sie die Relationen nicht einschätzen können und keine Ahnung davon haben was sich hinter den Zahlen verbirgt, haben viele Leute Angst vor grossen Zahlen. Scharlatane nutzen dies gerne aus.

Dieses Phänomen finden wir auch aktuell, wenn vom 700Mrd. Paket gesprochen wird. Tönt dramatisch. Doch auch hier muss alles in Relation gebracht werden denn dahinter stehen ja Werte (...oder will jemand behaupten, dass all diese Liegenschaften und Grundstücke wertlos sind??). Ok, der Wert ist unbekannt und was letzlich effektiv als Verlust rauskommt weiss niemand, sicher ist nur dass es ein Bruchteil dieser ominösen 700Mrd. sein wird.

Dass CDS nicht mit der Subprime Kirse in Verbindung zu bringen sei, finde ich nicht ganz korrekt, denn CDS haben zur Subprime Krise wesentlich beigetragen. Sie haben die Refinanzierer Fannie und Freddi dazu verleitet, Junkhypotheken zu übernehmen. Sie mussten diese Hypotheken ja "nur" mit einem MDS (spez. CDS für Hypotheken) absichern...........

Wer ein CDS kauft geht davon aus, dass der Kredit ausfallen könnte. In der CH gilt, dass ein Kredit der ausfallen könnte, gar nicht vergeben werden darf. Ein solches Kreditderivat widerspricht dem schweizerischen Selbstverständnis einer sorgfältigen Kreditvergabe grundsätzlich und ist daher in der CH, glücklicherweise, eher unüblich.

Fine-Tuner

MarcusFabian
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Bailout des Jahrtausends

Fine-Tuner wrote:

es wird geschätzt, dass nach Abrechnung aller Forderungen und Verpflichtungen aller am Markt beteiligten, noch eine Nettoverpflichtung von weniger als 20Mrd. USD übrig bleiben würde.

Es wäre interessant zu wissen, wie realistisch so eine Zahl von 20 Mrd ist, wenn doch - wie Du selbst zugibst - es Jahre dauern würde die ganzen CDS-Abhängigkeiten zu entwirren!

Alleine GM oder Ford dürften bereits je mehr als 20 Mrd versichert haben. Und das ohne Zins-Absicherungen.

Du hast schon vor einem knappen Jahr die Auswirkungen der Subprime Krise unterschätzt und schöngeredet. Ich darf mal zitieren:

Fine-Tuner (26. November 2007) wrote:

Die Immobilienkrise in der USA wird meiner Ansicht nach überschätzt. Bei den aktuellen Abschreibern handelt es sich um Wertbereichtigungen, rein buchhaltersich und nicht cash-relevant. 90% aller US Häuschenbesitzer bezahlen ihre Zinsen und Amortisationen vertragsgemäss und es gibt keine Anzeichen, dass diese Leute ihren Verpflichtungen in der Zukunft nicht mehr nachkommen könnten.

Link: http://www.cash.ch/node/1643#comment-232476

Die Realität sieht - so wissen wir jetzt - dramatischer aus. Vor allem die Junk-Hypotheken sind nur noch 5 cent pro Dollar wert. Es geht um weit mehr als um ein paar Zahlenspielereien in der Bilanz irgend einer Grossbank.

Menschen verlieren ihre Häuser. Häuser verfallen. Banken gehen pleite.

Die Krise ist also bereits Realität und sie steht dem Anfang näher als dem Ende.

Um es mal an einem Chart zu zeigen:

Wenn man - wie ich - damit rechnet, dass die US-Immobilienpreise wieder ins langfristige Preisband zurückfallen werden, liegt noch ein gutes Stück Preisverfall vor uns. Von der Spitze müssten die Preise 40% korrigieren. Derzeit haben sie erst etwa 15% korrigiert.

Fine-Tuner
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Bailout des Jahrtausends

Mein lieber Marcus. Deine Argumentation ist doch etwas undifferenziert. Weiterhin bezahlen mehr als 90% ALLER Hausbesitzer in den USA ihre Zinsen. Bitte nicht verwechseln mit dem Kreditvolumen das bedient werden muss, denn etwa 60% aller Hypotheken sind in Händen von rund 30% der Amerikaner u.a. den grossen börsenkotierten Konzernen und den vielen Real Estate Funds. Doch auch hier sind noch weit über 70% mit prime geratet. Bitte unterschlage nicht immer diese kleinen, aber doch wichtig zu wissenden Details.

Was jetzt in den USA mit dem Häusermarkt vor sich geht, haben wir in den 80ern durchgemacht. 40Mrd. - für damalige Verhältnisse eine unglaubliche Summe - wurden wertberichtigt. Die meisten dieser Wertberichtigungen sind zwischenzeitlich wieder aufgelöst und als Gewinn verbucht. Natürlich hat's damals einige erwischt. Die Pleiten von Kantonalbanken und Regionalbanken sind uns noch in Erinnerung. However, die CH hat sich gut erholt. Sie hat gelernt und die Kreditvergabe an strenge Auflagen gebunden. Doch sind wir ehrlich. Was würde passieren, wenn sich der Wert der Immobilien in der CH um 40% reduzieren und die Zinsen auf 6%+ steigen würden? Wenn ich daran danke, wieviele ihre 2.Säule verpfändet haben, schauderts mich. Ok, wir wollen ja keine Panik machen.

Nur noch der Hinweis, dass wir von einer Häusermarktkrise in den USA in eine globale Liquiditätskrise gerutscht sind. Die Häusermarktkrise wäre wohl von der USA noch zu managen gewesen. Die Liquiditätskrise, die vor allem von den Banken selbst verursacht wird, lässt sich nur durch radikale Massnahmen, wie Verstaatlichungen, Zwangsfusionen und Regulierung in den Griff kriegen. Bitte auch hier Ursache und Wirkung nicht verwechseln. Die Ereignisse haben sich überschlagen und das fragile, weit vernetzte Finanzsystem war für einen solchen Stress nicht geschaffen. Folge: Herzstillstand. Stress-Test nicht bestanden.

Wie auch immer, hoffen wir die Reanimierungsversuche mögen fruchten.

Mit grossen Zahlen um sich werfen und die Leute zu verunsichern ist verantwortungslos. Vor allem von solchen dies besser wissen sollten. Du weisst genau, dass Psychologie alles ist.

Mann kann diese Prozesse langsam und ohne grosse Aufregung bereinigen. Die dauernenden Nebengeräusche wie der aktuelle Medienhype und das ganze Getöse um die Sparguthaben dünkt mich bald eine Selbstinszenierung von einigen Egomanen, die das ganze nur noch verschlimmern und keinen Batzen zur Beruhigung beitragen.

Peace

Fine-Tuner

MarcusFabian
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Es ist eben nicht nur eine Immobilienkrise und Liquiditätskrise. In meinen Augen ist es in allererster Linie eine Vertrauenskrise:

* Ich vertraue dem Real-Estate agenten nicht mehr, der mir ewige Wertsteigerung auf mein Zweithaus versprochen hat.

* Ich vertraue der Bank nicht mehr, dass sie mein Geld vernünftig und sicher verwaltet.

* Ich vertraue den Politikern nicht mehr, die dem ganzen Treiben tatenlos zugesehen haben.

* Ich vertraue den offiziellen Zahlen und Statistiken nicht mehr, weil die genannten Schadenssummen fortlaufend nach oben korrigiert werden.

* Ich vertraue den offiziellen Stellungnahmen nicht mehr, da sie klar erkennbar nur den einen Zweck haben: Mich zu beruhigen.

Wer kann es mir also verdenken, wenn ich auch das Vertrauen ins Private-Banking, in die Sicherheit meines Sparbuches verliere?

Klar sind die Sparbüchlein noch sicher. Aber wer kann es dem Bürger, der jahrelang von allen offiziellen Seiten brandschwarz angelogen wurde verdenken, dass er sich Sorgen macht, die vielleicht sogar ein bisschen zu weit gehen?

Wie soll der Bürger, den Banken noch vertrauen, wenn sich doch die Banken ganz offensichtlich gegenseitig nicht mehr trauen?

Wir werden in Zukunft sehen, was passiert, wenn die ersten grösseren Industriekonzerne und Banken pleite gehen und die CDS fällig werden. Es soll jedem selbst überlassen bleiben, ob er dann noch Geld auf der Bank haben will, wieviel und in welcher Form.

Selbst wenn ich mich irre und wir bald wieder Friede, Freude Eierkuchen haben, werde ich keine grossen Verluste erleiden, wenn ich mein Gold wieder verkaufe.

Wenn ich aber Recht habe und die Krise noch viel weiter geht, wird mir mein Gold das finanzielle Überleben sichern. Besser jedenfalls als ein Sparbuch oder Bargeld.

Fine-Tuner
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Mein lieber Marcus, ich gebe dir recht mit der Vertrauenskrise.

Die Banken haben ein einfaches Geschäft, derart verkompliziert,

natürlich v.a. um sich selber zu bereichern, dass die Leute gar nicht mehr verstehen, was die da machen.

Das schürt natürlich Misstrauen. Doch weiterhin gilt, dass wir die Banken für ein Funktionieren der gesamten Wirtschaft brauchen.

Ich sage nicht wir brauchen private oder staatliche Banken, wir brauchen einfach jemand, der das Geld effektiv und effizient verteilt.

Mit dem Gold wäre ich vorsichtig. Die Volatilität von Gold hat sich stark erhöht und Gold ist heute so riskant wie eine Aktie.

Wenn Du wirklich denkst, dass wir uns selbst ins Mittelalter zurück bomben, dann scheint mir ein Bauernhof ein besseres Investment, ....denn Gold macht bekanntlich nicht satt.;))

Fine-Tuner

revinco
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MarcusFabian wrote:

Wir werden in Zukunft sehen, was passiert, wenn die ersten grösseren Industriekonzerne und Banken pleite gehen und die CDS fällig werden. Es soll jedem selbst überlassen bleiben, ob er dann noch Geld auf der Bank haben will, wieviel und in welcher Form.

@ MarcusFabian

Ist man denn gut bedient wenn man anstatt Geld auf der Bank das gesparte Geld ausser in Gold oder Immobilien auch in Aktien investiert hat? Das in Aktien angelegte Geld gehört dann zu den Insolvenzschutzgütern und kann somit nicht unter einer Konkursmasse der Bank fallen, nicht wahr? (so wie beim physischem Gold, diese gehört dem Anleger auch im Falle eines Konkurses)

Das einzige grosse Nachteil ist natürlich das die Aktien sehr tief fallen (praktisch wertlos) könnten, aber in relevanz zur niedrigen oder verschwundenen Geldwert hätte es trotzdem einen sehr wichtigen Wert !? Ich blicke langsam nicht mehr durch, hoffe ich habe das aber richtig verstanden?

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

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MarcusFabian wrote:

sarahfrei wrote:
Wie schätzt Ihr die allgemeine Stimmung ein ?

Ist es nur ein Zocker Aufstieg ?

Meiner Meinung nach dürften wir am Freitag den Boden für einige Monate gesehen haben. Das heisst, dass heute eine Bärenmarktrally eingeläutet wurde, die den Dow wieder in Gegend 10-11k bringt.

Also eine ähnliche Situation wie im März als nach der letzten roten Kerze eine massive Aufwärtswelle begann.

Ich meine aber nach wie vor, dass die Krise noch lange nicht überstanden ist und es nächstes Jahr zu einer weiteren Abwärtswelle kommen wird. Und zwar einer, die uns noch weit unter die jetzigen Tiefs führen wird.

Nichts desto trotz: Für den Rest des Jahres 2008 glaube ich an einen Bullenparty.

Marcus, warum bist Du der Meinung der Bärenmarktrally wird bis Ende 2008 andauern? Klar, im Vergleich zu den 500Mia. sind 3500 Mia. einiges mehr an flüssige Mittel, aber sobald die Leute verstehen das das Kapitalmarkt bald am aussterben ist, könnte es sogar im Dezember zu einem sell out kommen? Vorallem Du denkst eine Jahresendrally (windows dressing) möglich wäre, aber wie sollte das möglich sein wenn die Konsumenten mit imensen Inflationsraten zu kämpfen haben und die Geldverminderung höhere Einkaufspreise verursacht?

Dr. Martin Weiss geht sogar davon aus, dass der Absturz innert den nächsten 3 Monaten stattfinden sollte. Es gibt ja nicht nur die Derivatekrise, sondern die bevorstehende Kreditkartenkrise (welche Du auch schon erwähnt hast)! Verfolgst Du nicht etwa seine Börsenkommentare?

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

zonker
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Bailout des Jahrtausends

Interessant sein wird, welche Auswirkung die Finanzkrise auf die Wirtschaft hat(te). Das werden wir in der kommenden Q3 Runde sehen. Meine Befürchtung - im Gegsensatz zu den letzen 3 Quartale, wo die Earnings keine Anzeichen einer schwächendlen Wirtschaft zeigten, wird man in diesem Quartal Gewinneinbrüche und/oder tiefere Erwartung für das übernä. Quartal haben. Und da denke ich, dass es doch keine Weihnachtsrally geben könnte.

Zudem ist überhaupt nicht sichergestellt, dass es doch nicht zu einem globalen Kollaps kommt - ich will es nicht herbeirufen, aber "Subprime" und "Credit Crunch" haben andere Bereiche des Finanzsystems infisziert und gemäss "realistischen" Beurteilungen, sieht es gar nicht rosig aus.

V.a. verstehe ich den Move von der Treasury nicht. Klar bekommen die Banken ein paar Mia in Liquidität - aber Frage ist doch, ob das genügt ? Und zudem fördert das eigentlich das Kreditwesen nicht wesentlich. Es gibt ja keine AUflage für was die Banken das Geld verwenden sollen ?!

ecoego.
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Island – Switz’land?

Sind die CH Grossbanken zu gross fuer die CH? Warum die grosse Stille der Regierung?

No panic – nur Versuch, realistisch, die groben Zahlen und Bilanzen zu vergleichen, Meinung bilden:

Bloomberg 2 Oct 08: “UBS…set a target of cutting the …balance sheet to 1.75 trillion francs by the end of the year”. Gemaess Juni 08 report betraegt die Bilanzsumme ueber 2 Billionen (Anglo: Trillion) oder 2000 Milliarden. Allein der Eigenhandel, das Trading PF, von UBS betraegt ueber 400 Milliarden.

Zudem: Was genau die ca 400 Mrd „Reverse Repo“ und 495 Mrd „Positive Replacement Values“ repraesentieren weiss ich nicht. Bankenbilanzen sind nicht my favorites, voll von terminology die der simple Anleger kaum versteht.

http://tinyurl.com/4nj9bj

Item, fuers big picture reichts: Ganz allein, nur die UBS, hat schon eine mehr als 15 mal groessere Bilanzsumme als die Nationalbank mit 126 Mrd (davon gerade mal 60 Mrd an Waehrungs- und Rueckstellungsreserven in 2007). Ach, ja, da ist natuerlich noch der Bund: Die Steuereinnahmen betragen ebenfalls etwa 60 Mrd pro Jahr. Die Bundesverschuldung liegt bei 120 Mrd (2007).

Meine Folgerung: Falls die Trading position krachen sollten oder das cash ausgeht bei den groesseren CH Instituten, zur gleichen Zeit, dann geht’s schnell mal um hunderte von Milliarden die zur Rettung noetig waeren. Das ist schlicht und einfach viel zu gross, totally out of proportion fuer die CH. Und wenn der Staat helfen will (muss?) ist auch CH Staatsbankrott moeglich.

So far fetched ?

Ich hoffe ich sehe was ganz falsch und lasse mich gerne belehren. Island hatte so ziemlich alles was ein hoechstzivilisiertes Land begehrt: beste Bildung, hohes pro Kopf Einkommen, wenig Staatsschulden, brillante ratings, Paradeplaetze in Umweltschutz und sustainable, natuerlicher Energie, gute Basisindustrie, Fischerei, High Tech incubators und so weiter. Einfach the next best thing to paradise...ausser seine uebermuetigen Banken (notabene nicht im subprime engagiert) http://tinyurl.com/4mcykq

bye

NB: Excerpt NY Times 10. Oct 08

…various governments took steps to bail out their banks or at least guarantee deposits, one question was asked quietly: Can the governments afford it?

…the (US) banks have total short-term debt …equal to 15 percent of GDP. But in some countries … the debt exceeds GDP. That is true in Switzerland, Belgium, Iceland and Britain.

…a country may have excellent credit … but large numbers …raise questions.

“Can they guarantee the deposits if the bank owes 3.5 times the national debt?

http://tinyurl.com/3qbyl7 http://tinyurl.com/3g2mm4

Pers Meinung, e & o moeglich

Vontobel
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Bailout des Jahrtausends

Du siehst das überhaupt nicht falsch. Die CH alleine wäre wirklich zu klein um die zwei Grossbanken im Worst Case zu retten. Dies wird von der Politik ja auch nicht bestritten.

Wir wollen nun mal nicht an diesen Fall denken - scheint mir aktuell auch nicht relevant zu sein. Jedoch kannst du damit rechnen, dass im Worst Case andere Staaten der CH zur Hilfe eilen würden.

In Europa hat man ja beschlossen keine systemrelevante Bank Konkurs gehen zu lassen. Unsere Grossbanken wären auf jedenfall systemrelevant und damit zu schützen.

Aus diesem Grund könnte man fast sagen, dass die CH Grossbanken unter indirektem Staatsschutz stehen.

Dies ist uns (Politik) aber auch bewusst:

http://tagesschau.sf.tv/content/view/full/286874

Ich weiß, dass ich nichts weiß!



www.starmind.com - Know-How Trading

www.pvi.ch - currently inactive

www.payoff.ch - ALL ABOUT DERIVATIVE INVESTMENTS

Pegasus
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Fed erwägt Aufkauf von Geldmarktpapieren zu Subventionspreis

Washington (BoerseGo.de) - Die Federal Reserve will US-Unternehmen durch Aufkauf von Schuldverschreibungen zu höheren als marktüblichen Preisen unter die Arme greifen. Dabei geht es um die Nachfrage in dem 1,6 Billionen Dollar schweren Markt für Geldmarktpapiere, sogenannten Commercial Papers. So haben Vertreter der Fed am Vortag einen Kauf der Geldmarktpapiere für eine Rendite in Aussicht gestellt, die sich rund 1,6 Prozentpunkte unterhalb der durchschnittlichen Kosten für die Finanzkonzerne bewegt.

In der Vorwoche hat die Fed im Zuge einer Notmaßnahme für die Kreditmärkte den Aufkauf von unbesicherten Schuldverschreibungen in Aussicht gestellt. Diese Papiere sind für ihr hohes Ausfallsrisiko bekannt.

Aufgrund der von der Fed erwogenen Abschläge würden sich gemäß Bloomberg die Cash-Kosten für den Mischkonzern General Electric von 3,7 Prozent auf 2,2 Prozent reduzieren.

Quelle; © BörseGo AG 2008

So wie einem das Licht nicht ohne die Dunkelheit bewusst würde, so gibt es keine Situation, in der nicht etwas POSITIVES zu entdecken wäre.

Frei nach I Ging

MarcusFabian
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Bailout des Jahrtausends

Revinco wrote:

Klar, im Vergleich zu den 500Mia. sind 3500 Mia. einiges mehr an flüssige Mittel, aber sobald die Leute verstehen das das Kapitalmarkt bald am aussterben ist, könnte es sogar im Dezember zu einem sell out kommen?

Warum sollten die Leute das jetzt auf einmal verstehen? Bisher haben sie doch auch bei jeder Geldschpritze Party gefeiert. Warum sollte das denn jetzt plötzlich anders sein?

Ich kann mir aber vorstellen, dass jetzt langsam die Privatanleger die Nase voll haben und vermehrt aussteigen. Deren Schmerzgrenze dürfte nämlich langsam erreicht sein.

Quote:

Dr. Martin Weiss geht sogar davon aus, dass der Absturz innert den nächsten 3 Monaten stattfinden sollte. Es gibt ja nicht nur die Derivatekrise, sondern die bevorstehende Kreditkartenkrise (welche Du auch schon erwähnt hast)! Verfolgst Du nicht etwa seine Börsenkommentare?

Martin Weiss kenne ich nicht. Quelle?

Es wird in nächster Zeit wichtig sein, die Quartalszahlen der Kreditkartenfirmen zu beobachten. Die stehen bisher ja noch sehr gut da. Aber viele Amis bezahlen heute bereits ihre Hypothekarzinsen via Kreditkarte. Oder sie haben mehrere Dutzend Kreditkarten und decken jeweils die eine Karte mit Schulden auf der nächsten. Das Spiel lässt sich noch eine ganze Weile lang fortsetzen.

ecoego.
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Island - Swi'tzland

@vontobel weiter oben

Danke fuer Deine Antwort auf eine etwas rhetorische Frage.

Warum muss ich die NY Times lesen um das Schweizer Staats-Finanz-Risiko vs. den Banken so schoen graphisch deutlich, international vergleichbar, vorgefuehrt zu bekommen? (wenn s irgendwo ein CH e-medium rapportiert hat: sorry und danke fuer den link).

Ich bewundere Deinen sympatischen Optimismus, dass das Ausland der CH zur Hilfe eilt. Durchaus moeglich. But at what price? Die wuerden sich sogar drum reissen: Einmalige Gelegenheit einige heilige CH Kuehe endgueltig zu zerreissen: Finanzplatz relevante, die letzten Fetzen Bankgeheimnis, Steuern, Holdinggesellschaften, Neat Tunnels versteigern, der CH Franken, EU Beitritt (?!), je nach dem wie stressig das wuerde. Expect the mother of all blackmails (Die Natibank ist ja schon ein defacto Hedge Fund fuer das Fed mit dem never ending Repos $ supply - in x-change for promised potential Banken Rettungshilfe?)

Also hoffet und betet, liebe Eidgenossen, dass dem nicht so wird! In der Zwischenzeit: Kartoffeln pflanzen, Roten und Salami bunkern – das ist besser fuer den Tauschhandel als Goldmuenzen. Weiss man ja nie ob die echt sind…(sorry, Marcus). Und viel Grips im Hirn und polyvalente Talente sind noch immer das beste Kapital.

bye

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Fine-Tuner
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Totalschaden für den schweizer Finanzplatz

Totalschaden für den schweizer Finanzplatz........krass, echt krass.

60Mrd. ist ein Wahnsinn. Der Bundesrat und die Natibank haben voll durchgedreht. Die Opfern die Schweiz für die UBS.........und die SVP jubelt dem noch zu...........ich bin doch nur in einem bösen Traum, und wenn ich morgen aufwach ist alles wie's mal war,,,,,biiiiittttte!

Fine-Tuner

ecoego.
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Nicht verzagen - help is on the way ...

... courtesy of Uncel Sam!

NY Times

Quote:

Mr. Roth, the president of the Swiss National Bank, said it would work with the Federal Reserve on the rescue effort for UBS, securing dollars through a swap agreement for francs, underscoring the global nature of the efforts now under way.

http://www.nytimes.com/2008/10/17/business/worldbusiness/17swiss.html?hp

bye

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Fine-Tuner
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Bailout des Jahrtausends

Sorry, ich vertraue der SNB keinen Deut.

Schaut doch mal was am Interbankenmarkt mit dem CHF LIBOR abgeht.....die SNB hat die Kontrolle verloren.....der CHF LIBOR ist permanent über den Auktionssätzen der SNB....da stimmt was nicht.

Sorry, für mich gibts zur Zeit nur den Dollar als Devise...... Der Einäugige unter den Blinden.

Aber nicht auf einem Konto, sondern in Aktien oder im Banksafe in Noten.

Ohh well.........denn Sie wissen nicht was Sie tun....wie sollten Sie auch.

Fine-Tuner

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Bailout des Jahrtausends

@Fine-Tuner Und warum dem Libor trauen?

WSJ http://tinyurl.com/5bqdlk

Quote:

…one of the most important barometers of the world's financial health could be sending false signals.

In a development that has implications for borrowers everywhere, from Russian oil producers to homeowners in Detroit, bankers and traders are expressing concerns that the London inter-bank offered rate, known as Libor, is becoming unreliable…

Etwas off topic but sadly funny. Ein Hedge-Fund Manager spilling his beans:

Bloomberg http://tinyurl.com/689cf3

Quote:

``I was in this game for money,'' Lahde, 37, wrote in a two-page letter today in which he said he had come to hate the hedge-fund business. ``The low-hanging fruit, i.e. idiots whose parents paid for prep school, Yale and then the Harvard MBA, was there for the taking. These people who were (often) truly not worthy of the education they received (or supposedly received) rose to the top of companies such as AIG, Bear Stearns and Lehman Brothers and all levels of our government.

``All of this behavior supporting the Aristocracy, only ended up making it easier for me to find people stupid enough to take the other sides of my trades. God Bless America.''

bye

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revinco
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Bailout des Jahrtausends

MarcusFabian wrote:

Revinco wrote:
Klar, im Vergleich zu den 500Mia. sind 3500 Mia. einiges mehr an flüssige Mittel, aber sobald die Leute verstehen das das Kapitalmarkt bald am aussterben ist, könnte es sogar im Dezember zu einem sell out kommen?

Warum sollten die Leute das jetzt auf einmal verstehen? Bisher haben sie doch auch bei jeder Geldschpritze Party gefeiert. Warum sollte das denn jetzt plötzlich anders sein?

Ich weiss nicht, Deine Verschörungstheorie müsste inzwischen eigentlich auch unter dem Volk bewusst sein, Du prophezeihst das schon seit einem Jahr und wenn das logische Konsequenzen wären das der Kapitalmarkt als ganzes nahe dem Ende ist, müsste das längst rumgesprochen sein. Ich stimme aber zu in dem Punkt, dass die wackeligen Privatanleger ohne langfristiges Horizont jetzt ausgesteigen oder am aussteigen sind, aber die Coms werden wohl auf die Verkäufe der L. & S.Specs warten...? Und wenn das sich nicht entwickelt wie es die COMMS wünschen, dann könnte es deshalb schon früher vor Ende Jahr krachen.

MarcusFabian wrote:

Revinco wrote:
Dr. Martin Weiss geht sogar davon aus, dass der Absturz innert den nächsten 3 Monaten stattfinden sollte. Es gibt ja nicht nur die Derivatekrise, sondern die bevorstehende Kreditkartenkrise (welche Du auch schon erwähnt hast)! Verfolgst Du nicht etwa seine Börsenkommentare?

Dr. Martin Weiss kenne ich nicht. Quelle?

Es wird in nächster Zeit wichtig sein, die Quartalszahlen der Kreditkartenfirmen zu beobachten. Die stehen bisher ja noch sehr gut da. Aber viele Amis bezahlen heute bereits ihre Hypothekarzinsen via Kreditkarte. Oder sie haben mehrere Dutzend Kreditkarten und decken jeweils die eine Karte mit Schulden auf der nächsten. Das Spiel lässt sich noch eine ganze Weile lang fortsetzen.

Er ist schon einige male in Sender wie CNBC (habe ihn bis anhin nur dort gesehen), wurde vom US-Senat & Repräsentantenhaus mehrmals eingeladen, als Gutachter vor dem US-Kongress und mehr (siehe s. 29). Er sagt ähnlich wie Du das die Kreditkrise in die letzte Runde geht und gibt statements wie "Was wäre wenn Anleger wie 1929 wieder vor den Banken Schlange stehen um ihre Erpsarnisse zu retten?" Hier der Link, alles was er schreibt scheint glaubwürdig zu sein und ich empfehle daher das ganze Bericht durchzulesen. Es sind zwar 36 Seiten, aber Du wirst es schnell verstehen und durchlesen können Wink : https://share.ols.inode.at/0RZUDP99JXWMSEDAZDDAIRSY1PLWYBU94U4GJBO3

EDIT: Habe den Direktlink wieder gefunden:

https://www.investor-verlag.de/reports/?page=sg-08-38&code=SG500593&nlid...

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

weico
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Bailout des Jahrtausends

Lese auch zwischendurch mal dem Mr.Weiss seine Kommentare. Für mich ist Er zu "goldlastig". :oops:

Seine Seite:

http://www.moneyandmarkets.com/

P.S:..klar, dass auch "Goldguru"-Eichelburg Ihn in seiner Linkliste führt. :roll: :oops:

http://hartgeld.com/links.htm

weico

revinco
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Es geht mir im Prinzip nicht darum, dass er zu goldlastig ist, sondern um das ganze Untergangsszenario der Finanzmärkte welches evtl. vor Ende 2008 (in 1-2 Monate!!) kommen sollte! Wie realistisch ist das? MarcusFabian meint eben dieses sollte erst ab April bzw. Frühling 2009 stattfinden.

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

MarcusFabian
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Revinco wrote:

Dr. Martin Weiss geht sogar davon aus, dass der Absturz innert den nächsten 3 Monaten stattfinden sollte.

Martin Weiss bläst also seit 2001 ins selbe Horn wie ich auch (ich allerdings erst seit 2002). Was wir beide unterschätzt hatten, ist die Macht der Manipulation, also die Fähigkeit der FED mit diversen Massnahmen die Märkte in die gewünschte Richtung zu lenken.

Das ist auch erstaunlich lange gut gegangen:

* In den 90er Jahren Aufbau der dotcom Blase durch zuviel billiges Geld.

* 2001 erste Anzeichen eines Abrutschens in die Rezession. Doch anstatt die bittere Pille zu schlucken und die Krankheit (Rezession) durchzustehen wird noch mehr billiges Geld in den kranken Markt gepumpt.

* Das läuft soweit auch ganz gut. Die Märkte steigen wieder, die Immobilienblase wird aufgepumpt. Aber im Hintergrund ist der Patient noch kränker also zuvor. Die Ungleichgewichte sind grösser geworden, der Druck nach Korrektur steigt.

* Herbst 2007 schliesslich der erste Schritt in Richtung Korrektur. Doch noch hat die FED alles unter Kontrolle, die Schäden können noch von der FED aufgefangen werden. Notleidende Kredite werden gegen liquide und begehrte T-Bonds aufgekauft. Dennoch: Das eigentliche Ziel, das Vertrauen der Banken zueinander wieder herzustellen, wird verfehlt.

* September 2008. Das Geld der FED ist verbraucht, die Ungleichgewichte sind noch grösser geworden und der FED geht das Viagra aus. Freddy und Fanny sind einfach zu grosse Brocken also dass die FED hier alleine helfen könnte. Nun müssen die Steuerzahler ran. Weltweit.

Ich hatte Anfang dieses Jahres mal geschrieben, dass die Märkte kollabieren würden, wenn der FED die Kohle ausgeht bzw. sich im Markt die Erkenntnis breit macht, dass das FED die Kontrolle verloren hat. An dieser Situation sind wir soeben haarscharf vorbeigeschrammt.

Ich hätte mir damals allerdings nicht vorstellen können, dass sich nun die Steuerzahler bzw. deren Volkszertreter bereit erklären würden, den notleiden Banken bzw. dem US-Häuslebauer aus der Bredouille zu helfen.

Mal sehen, was passiert, wenn auch diese letzten Massnahmen versagen. Wer rettet dann die bankrotten Staaten?

--

Fazit: Mit jedem Eingriff der FED ist der Patient kränker geworden und die Lösung wurde nur hinausgezögert. Wir werden wahrscheinlich unseren Enkelkindern dereinst sagen, dass es besser gewesen wäre, die Rezession 2001 einfach durchzustehen und sich so die Krise 2009 zu ersparen.

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