Bergbauern

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24.03.2014 11:26
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Bergbauern

Bergbauern erhalten bis zu 140'000 Franken

2,8 Milliarden Franken Subventionen fliessen jährlich in die hiesige Landwirtschaft. Neue Daten zeigen: Die grössten Profiteure sind Bergbauern und Betriebe in der Westschweiz.

Erstmals zeigt eine Auflistung im Detail, wohin die 2,8 Milliarden Franken Subventionen für die Bauern fliessen und wie hoch die Direktzahlungen auf Gemeindeebene sind. Betriebe in den Bündner Bergen kassieren gemäss einem Bericht der «Sonntagszeitung» im Schnitt 40 Prozent mehr als der Rest der Schweiz.

Westschweizer Bauern erhalten 20 Prozent mehr als ihre Deutschschweizer Kollegen. Und die Gemeinde mit den höchsten Zahlungen pro Hof – sie lagen im Jahr 2011 bei 143'631 Franken – ist Les Verrières im Kanton Neuenburg. Die Daten hat das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) im Auftrag der «Sonntagszeitung» errechnet. Zu berücksichtigen ist, dass die Betriebe mit den höchsten Direktzahlungen nicht diejenigen mit den grössten Einnahmen sind.

Wer viel Anbaufläche hat, profitiert

Ab 2014 werden die Direktzahlungen neu verteilt – derzeit arbeitet das BLW die Details aus. Bereits jetzt ist klar: Besitzer von viel Anbaufläche werden profitieren. Bauern rechnen damit, dass sie künftig für Vieh weniger Gelder bekommen werden.

Grossbetriebe in der Romandie und Bergbauern in Graubünden, wo zusätzliche Flächen erschlossen werden, würden damit ihren Vorsprung auf andere

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Bergbauern-erhalten-bis-zu-...

 

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

25.06.2015 11:30
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Lohndumping in den Schweizer Alpen

Obwohl die Subventionen an die Alpwirtschaft steigen, bleiben die Löhne von Hirten und Sennen tief. Laut einer Auswertung der Älpler-Stellenbörse «z‘Alp» bieten nur rund 20 Prozent der Alpbetriebe dem Personal Richtlöhne an. Vielfach werden Tiefst-Löhne oder gar nur «Kost und Logis» angeboten.

Der Betreiber der Onlinestellenbörse «z’Alp», Giorgio Hösli, hat für die «Rundschau» rund 1000 Inserate ausgewertet. Gemäss der Auswertung bezahlen nur 20 Prozent der Stellenanbieter Richtlöhne. Das sei einfach zu wenig, betont Hösli: «Diese Leute leisten eine harte Arbeit und müssen auch fair bezahlt werden.»

Die Richtlöhne für Älplerinnen und Älpler werden jedes Jahr vom Kanton Graubünden festgelegt. Die meisten Kantone nehmen die Bündner Löhne als Richtwert. Verbindlich sind die Richtlöhne nicht. Und Arbeitsbedingungen und Löhne der Älpler werden nirgends systematisch erfasst.

Mehr Subventionen, wenig Lohn

Geld für faire Löhne sollte in der Alpwirtschaft eigentlich vorhanden sein. Für die sogenannte Sömmerung von Kühen, Kälbern, Schafen, Pferde und Ziegen flossen 2013 laut Bundesamt für Landwirtschaft insgesamt 101 Millionen Franken Subventionen an Alpbetreiber und Tierhalter.

Mit der neuen Agrarpolitik waren es 2014 gesamthaft 252 Millionen. Das ist mehr als eine Verdoppelung im Vergleich zu 2013. Alpwirtschaftsexperte Giorgio Hösli findet, einen Teil der Subventionen sollte auch an das Alppersonal weitergegeben werden: «Die neue Agrarpolitik will mehr Geld in die Pflege der Alpen fliessen lassen. Diese Arbeit machen meistens die Älpler und darum sollten sie auch einen höheren Lohn bekommen.»

Hohe Kosten auf der Alp

Der Präsident des Schweizerischen Alpwirtschaftlichen Verbandes, SVP-Nationalrat Erich von Siebenthal, gibt gegenüber der «Rundschau» zu, dass die Löhne des Alppersonals vielfach zu tief sind.

Bis jetzt hätten viele Alpmeister aber einfach nicht mehr Geld bezahlen können: «Man muss einfach sehen, dass in Vergangenheit die Mittel für die Alpwirtschaft gefehlt haben. Und man muss sehen, dass Gebäudeunterhalt, Wagenpark und vieles mehr, sehr hohe Kosten verursachen. Mit der Agrarpolitik 14-17 haben wir jetzt aber eine neue Situation. Jetzt müssen die Mittel an das Alppersonal weitergegeben werden.»

Jeden Sommer gehen in der Schweiz rund 17‘000 Sennen, Hirten und einfache Hilfskräfte zur Alp.

http://www.srf.ch/news/schweiz/lohndumping-in-den-schweizer-alpen

 

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23.06.2015 10:33
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Oberwallis | Alpen verwalden 15 Schafalpen aufgegeben

In der ganzen Schweiz nimmt die Zahl der Alpbetriebe dramatisch ab. Allein im Oberwallis wurden in den vergangenen Jahren 15 Schafalpen aufgegeben. Dies hat auch für die Landschaft Folgen: Die Alpen verwalden.

http://www.1815.ch/news/wallis/aktuell/die-alpen-verwaisen/

 

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19.06.2014 10:19
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Städter unterstützen Bergbauern mit 28 Millionen

Wenn Bergbauernfamilien finanzielle Probleme haben, können sie sich an die Schweizer Berghilfe wenden. Diese hat im vergangenen Jahr mit 28,4 Millionen Franken 617 Projekte mitfinanziert, wie sie am Dienstag mitteilte. 2012 waren es 562 Projekte und 28,5 Millionen Franken.

Mit Abstand am meisten Projekte unterstützte die Berghilfe im Kanton Bern. Hier flossen 7,4 Millionen Franken in 190 Projekte. Auf dem zweiten Platz folgt der Kanton Graubünden mit 76 Projekten und 3,7 Millionen Franken.

Möglich sei diese Hilfe nur dank der Solidarität von Gönnerinnen und Gönnern aus urbanen Gebieten, schreibt die Stiftung mit Sitz in Adliswil ZH. Sie habe im vergangenen Jahr 25,8 Millionen Franken aus Spenden und Nachlässen eingenommen (2012: 25,7 Millionen Franken). Insgesamt leisteten 57'900 Personen einen Spendenbeitrag.

Die Schweizer Berghilfe will die Existenzgrundlagen und Lebensbedingungen der Schweizer Bergbevölkerung verbessern. Ihr Ziel ist es, regionale Kultur zu erhalten, die Landschaft zu pflegen und der Abwanderung aus dem Berggebiet entgegenzuwirken.

http://www.nzz.ch/newsticker/staedter-unterstuetzen-bergbauern-mit-28-mi...

 

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