BP -Mafia

3 Kommentare / 0 neu
26.05.2010 14:51
#1
Bild des Benutzers Sansibar
Offline
Kommentare: 353
BP -Mafia

Heute versuchen sie es mit Schlamm und morgen mit Leichtgläubigkeit und übermorgen mit Dummheit!

So langsam weiss ich was BP wirklich will.

BP ist nicht daran interessiert die Öllecks endlich abzudichten!

Eine Unterstellung???

Nein, der Ölfluss in den Golf ist Nebensche, die Umwelt ist Nebensache. Hauptsache ist aber ,dass das entdeckte Vorkommen an Rohöl noch gefördert werden kann und so wurde die Planung für ENTLASTUNGSBOHRUNGEN vom ersten Tag an schon in gang gesetzt, was für die Schliessung der Lecks absolut nicht zwingend ist.

Ich glaube nicht, dass BP finanziel für den Schaden aufkommen wird und das wird sich bewahrheiten, sobald die neue Platform in Betrieb ist.

Aufklappen
27.05.2010 09:37
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 16250
BP -Mafia

Quote:

Aktionäre verklagen BP

Wegen der Ölpest im Golf von Mexiko haben Aktionäre den Energiekonzern BP verklagt. Auch der Betreiberfirma Transocean droht Ungemach

Das Deepwater-Desaster hat für BP und seine Tochtergesellschaften finanzielle Konsequenzen, die sich auf Milliarden Dollar belaufen. Diese beinhalten die Haftung für den Schaden an Eigentum, kommerziellen Interessen und an der Tierwelt».

Das steht in einer am Montag veröffentlichten Klageschrift. Die Katastrophe habe den Marktwert von BP um 40 Milliarden Dollar geschmälert.

Das Gerichtsverfahren im US-Bundesstaat Delaware wurde von dem Privatinvestor Robert Freedman und der Verkehrsbetriebsgesellschaft Southeastern Pennsylvania Transportation Authority (SEPTA) angestrengt. BP äusserte sich zunächst nicht zu den Anschuldigungen.

BP war der Betreiber der gesunkenen Bohrinsel «Deepwater Horizon». Die Sorgen vor den Folgen der Ölpest für die Umwelt nehmen indes weiter zu.

BP gestand am Montag ein, das Absaugen des Öls vom Leck sei schwieriger als erwartet. Unklar bleibt weiterhin, wie viel Öl seit der Explosion der Bohrinsel am 20. April noch ins Meer strömt.

Am Dienstag oder Mittwoch will BP erneut versuchen, die Ölquelle in etwa 1600 Metern Tiefe zu verstopfen. Im US-Bundesstaat Louisiana hat der Ölteppich die artenreichen Sumpfgebiete erreicht. Über 110 Kilometer Küste sind von einem Ölfilm überzogen.

Transocean im Visier

Auch der Betreiberin der Bohrinsel Transocean droht Ungemach. Gegen das in der Schweiz angesiedelte Unternehmen soll wegen der Ölpest im Golf von Mexiko eine Untersuchung eingeleitet werden.

18 demokratische US-Senatoren forderten am Montag eine Untersuchung gegen Transocean, die Betreiberin der gesunkenen Ölplattform. Die Parlamentarier kritisieren die Entscheidung der Firmenleitung, ihren Aktionären eine Milliarde an Dividenden auszuzahlen. Der Beschluss war nach einer den Medien nicht zugänglichen Versammlung der Transocean-Aktionäre an die Öffentlichkeit gedrungen.

In einem Brief vom Montag an den amerikanischen Generalstaatswanwalt Eric Holder schreiben die Senatoren: «Wir befürchten, dass es schwieriger wird, Haftungsansprüche gegen das Unternehmen durchzusetzen, wenn soviel Geld so schnell aus der Firmenkasse in die Hände privater Investoren fliesst.»

Die Mitteilungen, die der Betrieb mit Hauptsitz in Zug im Zusammenhang mit der Katastrophe im Golf bisher gemacht habe, seien «problematisch», schreiben die Senatoren in dem Brief, der der Nachrichtenagentur SDA vorliegt.

Transocean weist Verantwortung von sich

Im Senatshearing habe das Unternehmen vergangene Woche jede finanzielle Verpflichtung für die Ölpest von sich gewiesen. Gleichzeitig habe Transocean angekündigt, durch die Versicherungszahlungen 270 Millionen Profit zu machen, da die Plattform für eine grössere Summe versichert worden sei als sie Wert wäre.

Die Senatoren befinden, es gehe nicht an, dass die Aktionäre von Transocean durch die Verschmutzung der Golfküste noch zu riesigen Profiten kämen. «Die Familien der Opfer, die durch die Katastrophe ruinierte Fischerei und staatliche Organisationen, die ohne Unterbruch an den Säuberungsarbeiten sind, verdienen Besseres», schreiben die Politiker an Holder.

Sie fordern den Staatsanwalt auf, schnell zu handeln. «Wir müssen sicherstellen, dass Unternehmen, die unsere natürlichen Ressourcen verschmutzen, von solchen Aktionen nicht auch noch profitieren», schliesst der Brief.

Transocean verlegte 2008 seinen Sitz von den USA in den Kanton Zug - um Steuergelder zu sparen, wie amerikanische Medien berichteten. Das Unternehmen ist seit April an der Schweizer Börse kotiert. Im Zuge der Ölkatastrophe sieht sich die Firma mit verschiedenen Klagen konfrontiert.

http://www.20min.ch/news/dossier/oelpest/story/18298597

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

26.05.2010 18:52
Bild des Benutzers Poor_Banker
Offline
Kommentare: 168
Re: BP -Mafia

Exxon Valdez - Dejà-Vu

Natürlich werden sie nicht zahlen. Auf 75 Mio. ist die Haftung begrenzt, dank dem Oil Pollution Act, der nota bene nach der Exxon Valdez in Kraft trat.

Und die neue Regelung (die kommen soll) - 10 mia. Haftung - ist doch bei dem Schaden für die Umwelt ein Tropfen auf den heissen Stein.

Aber keine Sorge, jetzt kann man bei BP und Transocean billig einsteigen; schöne neue Welt...

Börsenkurse sind wie Stöckelschuhe, je höher desto besser.