China

120 Kommentare / 0 neu
17.06.2013 18:11
#1
Bild des Benutzers Nebukadnezar
Offline
Kommentare: 677
China

Hat die Bankenkrise schon begonnen?

 

Die Banken in China stehen unter großem Druck. Ursache sind die großen Risiken aufgrund der Imobilienblase und der Schulden der Regionalregierungen. Nach Einschätzung des Wirtschaftsexperten Lang Xianping ist die Bankenkrise in China bereits ausgebrochen. Dies berichtete die chinesischsprachige Epoch Times, Dajiyuan.

Nach Angaben von Dajiyuan habe der Wirtschaftsexperte Zhou Yanwu vor kurzem die Immobilienblase und die Kredite der Regionalregierungen als zwei giftige Tumore der chinesischen Wirtschaft bezeichnet. Zurzeit betrage die Summe der Schulden von nichtfinanziellen Unternehmen und von Regionalregierungen etwa das Doppelte des BIP (Bruttoinlandsprodukt). Prognosen zufolge werde die Summe dieser Schulden im Jahr 2015 etwa 245 Prozent des BIP betragen. Nach Erklärung von Zhou Yanwu gebe es in China in letzter Zeit das Phänomen von blühenden Kreditgeschäften aber abkühlender Wirtschaft. Der Grund sei, dass neue Kredite aufgenommen werden, um die Zinsen der alten Schulden zu bezahlen. Die Zunahme von Krediten habe in Wirklichkeit nicht zum Wachstum des BIP beigetragen.

Dajiyuan zitiert den Wirtschaftsexperten Lang Xianping, dass eine Bankenkrise in China bereits ausgebrochen sei. Nach Einschätzung von Lang habe diese Bankenkrise mit der Schuldenkrise der Regionalregierungen begonnen. Seit April 2012 haben mehrere Regionalregierungen die Rückzahlung ihrer Schulden, beziehungsweise die Zinsen ihrer Kredite verschleppt.

Möglicherweise weiß die Führung der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) bereits über diese Bankenkrise Bescheid. Nach Angabe von Dajiyuan habe Zhou Xiaochuan, der Direktor der Chinesischen Volksbank, Ende 2012 auf einer internen Sitzung gesagt, dass die Immobilienblase  bereits vor sechs Jahren zu einem großen Problem in China geworden sei. Die Beamten haben die Wirtschaft in China nur schön geredet und falsche Zahlen geliefert. Die Regionalregierungen haben hohe Kredite genommen, um ihre Wirtschaftszahlen aufzuhübschen und somit befördert zu werden. Diese hohen Schulden können aber kaum jemals zurückgezahlt werden.

 

http://www.epochtimes.de/china-hat-die-bankenkrise-schon-begonnen--10774...

Aufklappen
--------------------------------------------------------------------------------------------- Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.
13.05.2016 16:56
Bild des Benutzers Emil
Offline
Kommentare: 2865

In gewisser Weise manchmal. Aber viele sog. Massgebende sind auch einfach mega zu blöd und super denkfaul.-

Wenn nicht, wäre es nicht erst zu einer Finanzkrise gekommen. Die dann ja aber aufgefangen wurde durch supermega viel Geld. Aber halt erst nachher.- SmileDirol

Emil

13.05.2016 15:58
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 16250

Emil hat am 13.05.2016 - 15:36 folgendes geschrieben:

 da sie ja wissen, was sie tun.

Jeder weiss, was er tut. Aber nicht jeder sieht die Folgen des (Nicht)Tuns. Oder will sie nicht sehen oder nimmt die Folgen billigend in Kauf.

 

Das Trinkwasser ist eine der Herausforderungen. Wird vermutlich das selbe Problem wie mit dem Aralsee, wenn die Chinesen nicht rechtzeitig Gegensteuer geben.

 

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

13.05.2016 15:36
Bild des Benutzers Emil
Offline
Kommentare: 2865

Ich denke, die kriegen die Kurve besser als die Westler es konnten, da sie ja wissen, was sie tun. Die Westler wussten es nicht. Blum 3Dirol

Emil

13.05.2016 13:24
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 16250
The Walking Dead in China

In China leben bis zu 30’000 Zombies.

Nein, es geht hier nicht etwa um eine neue Version von «The Walking Dead»; unter dem Begriff Zombies in diesem Blogbeitrag verstehen wir Untote aus der Wirtschaftswelt: Unternehmen, die eigentlich insolvent sind, überschuldet, Verluste schreiben und Konkurs anmelden müssten.

Doch sie funktionieren und produzieren weiter, weil sie dem Staat gehören und von staatlichen Banken am Leben erhalten werden.

Und das ist ein riesiges Problem für China und die gesamte Weltwirtschaft.

Die Zahl der 30’000 Zombies stammt nicht von einem lauten amerikanischen Hedgefonds-Manager, der auf einen Absturz der Börsen in China wettet. Nein, sie stammt von Jörg Wuttke, dem besonnenen Präsidenten der EU-chinesischen Handelskammer in Peking.

Wuttke kennt China seit 1982 und ist in meinen Augen einer der klarsichtigsten westlichen Beobachter der Polit- und Wirtschaftswelt des Landes. Ich hatte vor wenigen Wochen die Gelegenheit, ihn in China zu treffen: In diesem Interview legt er im Detail dar, wie krank die Unternehmenslandschaft im Reich der Mitte ist.

Im Zeitraffer erzählt, stellt sich das Problem ungefähr so dar:

  1. Um den Abschwung der Weltwirtschaft während der grossen Finanzkrise von 2008 abzufedern, beschloss Chinas Zentralregierung Ende 2008 ein fast 600 Milliarden US-Dollar schweres Konjunkturprogramm.
  2. Dieses Konjunkturprogramm fokussierte primär auf Infrastruktur-Investitionen; in den Jahren ab 2009 baute China Dutzende neue Flughäfen, Tausende Kilometer Hochgeschwindigkeits-Bahnlinien, Autobahnen, Häfen, neue Städte, U-Bahn-Linien, Opernhäuser und so weiter.
  3. Diese Infrastrukturbauten verschlangen Unmengen an Zement, Stahl, Kupfer, Glas und andere Rohstoffe.
  4. Um diese Nachfrage zu befriedigen, baute die staatlich kontrollierte Schwerindustrie im Land ihre Produktionskapazitäten massiv aus.
  5. Die Investitionen in diesen Kapazitätsausbau wurden vor allem über Bankkredite finanziert.

Das Wachstumspotenzial schien unbegrenzt zu sein. Allein in den Jahren 2011 und 2012 wurde in China mehr Zement produziert als in den USA im ganzen 20. Jahrhundert, schreibt die von Wuttke präsidierte Handelskammer in einer Studie.

Doch dieser Infrastruktur-Bauboom konnte nicht ewig anhalten. Und mit der Wirtschaftsabkühlung, die wir aus China in den vergangenen drei Jahren gesehen haben, wurde immer offensichtlicher: Das Land sitzt nun auf riesigen Überkapazitäten. Allein die brachliegende Kapazität in den chinesischen Stahlwerken ist grösser als der gesamte Stahlausstoss aller Hersteller in den USA, Japan und Europa zusammen.

Die Unternehmen werden ihre Produktion nicht los. Niemand, weder in China noch im Rest der Welt, kann all den Stahl, das Zement, das Aluminium, das Flachglas oder all die Containerschiffe absorbieren, die China herstellt.

Das Resultat: Die Unternehmen erleiden Verluste, sie geraten in Schieflage.

Und jetzt kommt der wichtigste Punkt: Die Unternehmen sind hoch verschuldet. Ihre Einnahmen brechen ein, was zur Folge hat, dass sie ihre Schulden nicht mehr oder nur noch mit Mühe bedienen können.

Der Internationale Währungsfonds hat der Verschuldung im chinesischen Unternehmenssektor in seinem aktuellen Global Financial Stability Report gleich ein ganzes Kapitel gewidmet.

Die chinesischen Unternehmen zählen punkto Verschuldung aktuell sogar zur Weltspitze. Die folgende Grafik aus dem IMF-Report veranschaulicht dies:

Die Kurven zeigen das Verhältnis von Bruttoverschuldung zum Cashflow (hier einfach definiert als Ebitda, also dem Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen) des Unternehmenssektors. Die rote Kurve zeigt China: Dort hat sich die Verschuldung der Unternehmen seit 2010 beinahe verdreifacht und steht aktuell auf fast dem Vierfachen des Ebitda.

Eine andere Darstellung des gleichen Problems zeigt diese Grafik:

Die Kurven zeigen die Kapitalrenditen des Unternehmenssektors in den abgebildeten Weltregionen. Auch hier die rote Kurve zu China: Die Kapitalrendite des gesamten chinesischen Unternehmenssektors ist von rund 4,5 Prozent im Jahr 2009 auf unter 2 Prozent gefallen. Auch hier: Chinas Unternehmen sind Weltspitze – im negativen Sinn.

Der Grund dafür sind die durch Schuldenaufnahme und Kapazitätsaufbau aufgeblähten Bilanzen (der Nenner in der Kalkulation der Kapitalrendite) und die Erosion der Gewinnmargen wegen der Überkapazitäten (der Zähler in der Rechnung).

Was nun?

In jeder freien Marktwirtschaft würde jetzt eine Konkurswelle einsetzen. Die schwächsten Unternehmen sterben. Ihre Aktionäre verlieren ihre Anteile, die Gläubiger müssen Guthaben abschreiben, Fabriken werden geschlossen, Produktionskapazität wird aus dem Markt genommen.

Die Banken erleiden Ausfallverluste auf ihren gewährten Krediten. Was dazu führt, dass die schwächsten Banken ebenfalls eingehen.

Dieses Sterben der Schwachen erlaubt es den Überlebenden, Marktanteile zu gewinnen, ihre Kapazitäten besser auszulasten, wieder Gewinne zu schreiben und zu prosperieren.

So funktioniert es in einer freien Marktwirtschaft.

Nicht aber in China.

In China werden die überschuldeten Unternehmen, um die es hier geht, vom Staat kontrolliert. Die Banken, die ihnen Kredite gewährt haben, werden ebenfalls vom Staat kontrolliert. Da ist es einfach für einen lokalen Parteiboss, der Bank seiner Region den Befehl zu geben, den Zombie-Unternehmen weitere Kredite zu geben. Und so weiter.

Genau das geschieht in China: Faule Kredite werden mit immer noch mehr neuen Krediten zugedeckt. Die Verschuldung der Unternehmen wächst. Und wächst. Und wächst.

Diese Grafik zeigt den Schuldenaufbau (Quelle: CLSA):

Die blaue Fläche zeigt den kumulierten Schuldenstand in China ausserhalb des Finanzsektors. Darin enthalten sind alle Unternehmen (ausser Finanzinstitute), der Staat und die privaten Haushalte.

Es ist eindrücklich, zu sehen, wie die kumulierten Schulden seit Ende 2008 von rund 5000 Milliarden US-Dollar auf aktuell 25’000 Milliarden US-Dollar gestiegen sind. Das ist eine Verfünffachung in sieben Jahren.

Die Kurve zeigt die kumulierten Schulden in Prozenten des Bruttoinlandproduktes (BIP). Sie sind von 150 auf 250 Prozent des BIP gewachsen.

Ein Grossteil dieses Schuldenaufbaus entfiel auf den Unternehmenssektor. Und wie wir oben gesehen haben, geht er ungebremst weiter.

Bleibt die grosse, bislang ungelöste Frage:

Werden auch in China früher oder später die brutalen Gesetze der Marktschwerkraft einsetzen? Werden überschuldete, nicht mehr lebensfähige Unternehmen zusammenbrechen und den Bankensektor in die Tiefe reissen?

Oder gehorcht China eigenen Gesetzen und kann die staatliche Kommandostruktur der Kommunistischen Partei die Gesetze der Schwerkraft aushebeln?

Wir wissen es noch nicht. Doch wir werden das Experiment live miterleben können. Und die Antwort auf diese Fragen werden wir wahrscheinlich innerhalb der nächsten 24 Monate erhalten.

http://www.fuw.ch/article/nmtm-walking-dead-china/

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

26.04.2016 12:54
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 16250
«China steuert auf ein grosses Problem zu»

Joerg Wuttke, Präsident der EU Chamber of Commerce in Peking, erklärt im Interview mit FuW, warum er sich um die Überkapazitäten und die faulen Kredite in Chinas Wirtschaft sorgt.

http://www.fuw.ch/article/china-steuert-auf-ein-grosses-problem-zu/

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

08.02.2016 21:17
Bild des Benutzers Emil
Offline
Kommentare: 2865

Emil

27.01.2016 17:03
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 16250
«Chinas Wachstumszahlen stimmen niemals»

Für Robert Wescott, Ökonom und Ex-Berater von Bill Clinton, bestehen keine Zweifel daran, dass Chinas Wachstumszahlen falsch sind, wie er an einem Event in Zürich erläuterte. Er äusserte sich auch zu Rezessionsgefahren.

..

..

Zwar sind viele andere Experten wie Wescott der Ansicht, dass Chinas Wirtschaftsdaten nicht korrekt sind, doch gibt es auch abweichende Meinungen. So etwa Victor Chu, CEO der First Eastern Investment Group in Hongkong. "Ich glaube, die heutigen Zahlen stimmen mehr oder weniger", sagte er kürzlich in einem Interview mit cash. Die chinesischen Wachstumszahlen seien heute viel differenzierter als noch vor 15 Jahren.

http://www.cash.ch/news/front/chinas_wachstumszahlen_stimmen_niemals-341...

 

Das ist so ähnlich wie mit der Buchhaltung.
Egal ob Soll/Haben, Aufwand/Ertrag aufgeht: Hauptsache der Gewinn stimmt Yes 3

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

26.01.2016 14:26
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 16250
«Chinas Regierung bezahlt Lehrgeld»

Victor Chu ist Chef einer der Top-Investmentfirmen in China mit Sitz in Hong Kong. Im cash-Interview schätzt er die Dauer der Börsen-Volatilität ein und sagt, welche SMI-Aktie er für «substanziell unterbewertet» hält.

..

..

Demnach haben die Märkte in den letzten Wochen und Monaten in Sachen China aus Ihrer Sicht überreagiert?

Die schnell einsetzende und steile Marktvolatilität in den letzten Woche war sicher nicht hilfreich. Und die Art und Weise, wie die Regierung Chinas einzugreifen versuchte, war kontraproduktiv. Ich glaube, Chinas Regierung hat hier Lehrgeld bezahlt.

..

..

http://www.cash.ch/news/alle/chinas-regierung-bezahlt-lehrgeld-3411885-448

 

 

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

08.01.2016 08:22
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14727

Hat Chinas Staatsfonds den Markt gestützt?

China hat in dieser Woche offenbar zum zweiten Mal interveniert, um den Kurseinbruch am Aktienmarkt zu stoppen. Staatliche Fonds sollen Aktien gekauft haben.

Das hat Bloomberg von Personen erfahren, die mit den Vorgängen vertraut sind.

Demnach kauften die Fonds am Freitag lokale Aktien, um den Markt zu stützen. Zuvor hatten die Regulierer die automatische Handelsunterbrechung, die den Börsenhandel in dieser Woche nach Indexverlusten von sieben Prozent zweimal vorzeitig beendete, ausgesetzt. Den Informationen zufolge erwarben die Fonds insbesondere Aktien von Unternehmen mit hoher Gewichtung in den Benchmarkindizes. Der CSI 300 Index kletterte am Freitag bis zur mittäglichen Handelspause um 2,8 Prozent, nachdem er zuvor in dieser Woche zwölf Prozent verloren hatte.

China hatte bereits während des Börseneinbruchs im Sommer beispiellose Massnahmen ergriffen, um den Markt zu stützen. Nachdem die Marktturbulenzen in den ersten vier Tagen dieses Jahres einen Marktwert von über 1 Billion Dollar vernichtet haben, wird wieder eingegriffen. Das dürfte den Verkaufsdruck verringern, widerspricht aber der erklärten Absicht der politischen Entscheidungsträger, dem Markt in der zweitgrössten Volkswirtschaft der Welt mehr Spielraum zu geben.

Auch am Dienstag sollen staatliche Fonds am Aktienmarkt interveniert haben, wie an dem Tag verlautet war.

Die Verantwortlichen setzten die automatische Handelsunterbrechung am späten Donnerstag ausser Kraft, nachdem einige Investoren die Systeme für eine Verstärkung der Verluste verantwortlich gemacht hatten.

Im Sommer, als der CSI 300 Index gegenüber seinem Juni-Hoch um 43 Prozent einbrach, hatten staatliche Fonds in den drei Monaten bis Ende August nach Angaben von Goldman Sachs Inc. 236 Mrd. Dollar ausgegeben, um den Aktienmarkt zu stützen.

Die chinesische Wertpapieraufsicht hat auf eine Bitte per Telefax um Stellungnahme nicht sofort reagiert.

(Bloomberg)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

07.01.2016 19:50
Bild des Benutzers Schnitthelm Wachtvogel
Offline
Kommentare: 246


"Wellenreiter" rechnet, dass u.a. China die Märkte um weitere 20% tauchen lässt. Kommt es morgen zu einem "Schwarzen Freitag"? Sehen wir morgen...

MfG
Schnitthelm Wachtvogel

07.01.2016 10:22
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 16250
Abwertung des Yuan führt zu Handelsstopp

China hat den Yuan abgewertet und damit einen erneuten Kursrutsch ausgelöst. Der Handel an den Börsen in Shanghai und Shenzhen wurde zum zweiten Mal in dieser Woche für den Rest des Tages gestoppt. Es war der achte Tag in Folge, an denen die Notenbank den Yuan schwächte.

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/china-boerse-127.html

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

29.10.2015 16:00
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 16250
China beendet nach Jahrzehnten Einkindpolitik

Die Zeit der chinesischen Einkindpolitik läuft ab. Künftig wird es Paaren erlaubt, zwei Kinder zu bekommen. Die Meldung kommt vor allem bei Danone gut an, die Titel avancieren deutlich.

http://www.fuw.ch/article/abkehr-von-ein-kind-politik-in-china-treibt-da...

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

24.09.2015 10:37
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 16250
«China wird sich der Aussenwelt noch mehr öffnen»

Der chinesische Staatschef Xi Jinping versprach in den USA günstigere Investitionsbedingungen für ausländische Konzerne in seinem Land.

..

..

«China wird sich der Aussenwelt noch mehr öffnen: Ohne Reformen wird es keine Antriebskraft geben, ohne Öffnung wird es keinen Fortschritt geben», sagte Xi am Mittwoch vor etwa 30 handverlesenen Unternehmern aus den USA und China. «Wir werden weiter an einem rechtsstaatlichen Wirtschaftsumfeld, einem offenen Umfeld arbeiten», fügte der Staatschef hinzu.

..

..

http://www.20min.ch/finance/news/story/-China-wird-sich-der-Aussenwelt-n...

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

11.09.2015 10:35
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 16250
Deflationsgefahr in China steigt

Die Erzeugerpreise fielen im Vergleich zum Vormonat um fast 6%. Dies setzt die Unternehmen unter Druck, da die drohende Deflation auf die Gewinne drückt. Die Regierung bleibt dennoch optimistisch.

http://www.fuw.ch/article/preise-in-china-sinken-deflationsgefahr-steigt/

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

24.08.2015 13:45
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 16250
Es droht die chinesische Abwärtsspirale

..

..

Unglaubwürdige Massnahmen

Noch mehr als diese Wachstumsabschwächung scheint die Anleger die Unsicherheit der chinesischen Regierung zu beunruhigen. Diese hinterlässt einen nervösen Eindruck und es scheint nicht mehr sicher zu sein, ob ihr Weg der richtige ist. Auf die jüngste Kursschwäche reagiert die chinesische Führung mit fragwürdigen Massnahmen. Nachdem der Index in Schanghai in der abgelaufenen Woche 11,5% verloren hatte, rechneten die Marktteilnehmer damit, dass die Notenbank die Punktegrenze von 3500 «verteidigen» und dafür weitere Liquidität in den Markt einschiessen und die Reserve-Anforderungen für Banken lockern würde. Stattdessen verfügte die Regierung, dass chinesische Pensionskassen 30% ihres Guthabens im heimischen Aktienmarkt investieren müssten.

Das überzeugte nicht, der Index in Schanghai fiel am Montag 8,5% auf 3209 Zähler. Nicht vergessen darf man in diesem Zusammenhang, dass die aktuelle Schwäche der chinesischen Aktien auf eine von der Regierung angestossene Verdreifachung der Kurse innerhalb eines Jahres folgt.

..

..

http://www.nzz.ch/finanzen/aktien/es-droht-die-chinesische-abwaertsspira...

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

24.08.2015 13:40
Bild des Benutzers Cambodia
Offline
Kommentare: 1053

Dieser asiatische Börsentaucher ist in China über das Wochenende wohl schön abgesprochen worden, damit die Pensionskasse sehr bald günstig Aktien einkaufen können. Coole Idee!

Überheblich, arrogant oder eben doch "nur" genial?

24.08.2015 08:55
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 16250

Medusa hat am 21.08.2015 - 21:09 folgendes geschrieben:

China und die USA befinden sich schon im Krieg, wer es nicht glauben will soll die Nachrichten lesen! Tanjin war die Kriegserklärung der USA an die Chinesen. Damit hat man den Supercomputer eliminiert. Nach den Militärspielen am 3 oder 4 September wird China die Antwort liefern! China wird alle Staatsanleihen auf den markt werfen und Good bye USA!

Es steht China frei, die Staatsanleihen unter EP zu verkaufen. Ich denke, die schauen nicht nur nach Übersee, die können auch rechnen.

 

Wachstumseinbruch: Chinas Börsensturz vernichtet Jahresgewinn

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/china-boersen-in-shanghai-u...

 

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

22.08.2015 08:15
Bild des Benutzers Goldbuggy
Offline
Kommentare: 305

Ja, das könnte den Chinesen schon in den Sinn kommen, an einem Tag die us Anleihen auf den Markt zu werfen und hurtig in Gold umzutauschen. Dann werden wir sehen was wie viel wert ist. Ich werde dann an diesem Tag nur bereuen dass ich noch ein bisschen Platz im Tresor habe. 

21.08.2015 21:09
Bild des Benutzers Medusa
Offline
Kommentare: 245

China und die USA befinden sich schon im Krieg, wer es nicht glauben will soll die Nachrichten lesen! Tanjin war die Kriegserklärung der USA an die Chinesen. Damit hat man den Supercomputer eliminiert. Nach den Militärspielen am 3 oder 4 September wird China die Antwort liefern! China wird alle Staatsanleihen auf den markt werfen und Good bye USA!

21.08.2015 09:23
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 16250
Chinas schwieriger Weg zum Umbau der Wirtschaft

Wie geht es mit der chinesischen Wirtschaft nach dem Einbruch der Konjunktur weiter?

Ok  Noch jeder lang anhaltende Aufschwung endete mit enttäuschten Erwartungen, geschrumpften Vermögen und unzähligen Tränen wegen des Verlustes von Arbeitsplätzen. Das zeigt die Wirtschaftsgeschichte. Steht China nun vor solch einem dramatischen Einschnitt? Oder legt die zweitgrößte Volkswirtschaft der Erde nur eine Verschnaufpause ein, um später noch stärker aufzutreten? 
Yes 3Das Land hat Krisenpropheten schon öfters Lügen gestraft.

http://www.badische-zeitung.de/wirtschaft-3/chinas-schwieriger-weg-zum-u...

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

15.07.2015 12:54
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 16250
Politische Risiken in China

Die aufmüpfiger gewordene Bevölkerung stellt Peking vor grössere Herausforderungen als die sich abkühlende Konjunktur.

«Forschung, Entwicklung und künstlerische Kreativität blühen nur in einer freien Atmosphäre auf.»

Die chinesische Regierung hat dieser Tage mit der Stützung des sich verlangsamenden Wachstums, dem Verhindern eines Börsencrashs und der in den vergangenen Monaten zunehmend härter gewordenen Unterdrückung kritischer Bürgerstimmen alle Hände voll zu tun. Es ist kein Zufall, dass die Repressionswelle in den vergangenen Tagen mit der Festnahme von über hundert unabhängigen Anwälten einen neuen Höhepunkt erreicht hat. Das sind klare Zeichen dafür, dass in der Volksrepublik die politischen Risiken gestiegen sind. Dabei stellt für die autokratisch regierende Kommunistische Partei nicht einmal die sich abkühlende Konjunktur oder die erhöhte Volatilität an den Aktienmärkten die grösste Herausforderung dar.

Am Mittwoch werden die Wachstumszahlen für das erste Halbjahr publiziert. Das Wachstum des Bruttoinlandproduktes dürfte unter 7% liegen. Es hat sich damit in den vergangenen sechs Jahren fast halbiert. Im internationalen Vergleich ist die Wachstumsrate allerdings immer noch höchst beachtlich. Kapitalverkehrskontrollen, der Mangel an alternativen Anlagegelegenheiten im Inland und die vom Staat kontrollierten grossen chinesischen Finanzkonzerne sorgen dafür, dass die Börse zumindest vorderhand nicht vollends in den Abgrund gerissen wird.

Aufmüpfige Bevölkerung

Weit grösseres Kopfzerbrechen als die Wirtschaft dürfte den Machthabern jedoch die aufmüpfiger gewordene Bevölkerung bereiten. Das beweist in den vergangenen Tagen die Inhaftierung von Anwälten, deren Verbrechen anscheinend einzig und allein darin besteht, dass sie vom Staat das Einhalten von Gesetzen verlangen. Diese Stimmen sind für Präsident Xi Jinping umso bedrohlicher, als er die Rechtsstaatlichkeit mit ins Zentrum seiner Reformagenda gerückt hat.

Doch anders als noch vor wenigen Jahren lassen sich Kritiker heute nicht mehr einfach mit repressiven Mitteln zum Schweigen bringen. Dies nicht nur, weil mit dem Aufkommen von Internet und Mobiltelefon der Staat das Medienmonopol verloren hat. China befindet sich mit dem von der Regierung vorangetriebenen Umbau von einer verarbeitenden Industrie hin zu einer von Dienstleistungen dominierten Wirtschaft inmitten eines gewaltigen sozialen Umbruches. Das gesetzte Ziel ist klar: China soll dank innovativen Bürgern und Unternehmen schon bald zu den klassischen Industriestaaten aufschliessen.

Doch Voraussetzung dafür ist nicht nur, dass das geistige Eigentum durch ein effizientes Rechtssystem geschützt wird. Forschung, Entwicklung und künstlerische Kreativität blühen nur in einer freien Atmosphäre auf. Die Regierung hat mit ihrer neuen Industriestrategie Geister gerufen, vor denen sie nun selbst erschrickt. Dass sie diese jetzt mit repressiven Mitteln zum Schweigen bringen will, zeigt, auf welch schmalem Grat das Reich der Mitte gegenwärtig wandert. China wird auf Dauer nur dann ein stabiles und gleichzeitig reiches Land sein, wenn auf die wirtschaftlichen Reformen auch eine politische Öffnung folgt.

http://www.fuw.ch/article/politische-risiken-in-china/

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

15.07.2015 11:12
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 16250
«China verliert zunehmend seinen Kostenvorteil»

Die chinesische Wirtschaft erreicht exakt das offizielle Wachstumsziel von 7 Prozent. Einige Experten zweifeln daran. Die Börsen setzten ihre Talfahrt fort.

..

..

China-Börsen wieder deutlich im Minus

Die Aktienmärkte in China haben ihre Talfahrt trotz des stabilen Wirtschaftswachstums fortgesetzt. Die Leitindizes der Börsen in Shanghai und Shenzhen fielen am Mittwoch um jeweils mehr als vier Prozent. In Tokio sorgten die Daten dagegen für Zuversicht.

..

..

http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/asien-und-ozeanien/chinas-wirtschaft...

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

09.07.2015 11:49
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 16250
Börsencrash in China: Kampf gegen den großen Absturz

Erst hatte die Regierung den Boom an Chinas Börse befeuert, nun kämpft sie gegen den Crash. Milliarden werden in die Wirtschaft gepumpt. Die Probleme bringen die kommunistische Führung in Bedrängnis - und könnten weltweite Folgen haben.

..

..

Zusammengefasst: Ein Kurssturz an Chinas Börsen macht Finanzexperten weltweit Sorgen. Gegenmaßnahmen der Führung in Peking greifen kaum. Der Crash könnte die Wirtschaft in der Volksrepublik schwächen - und das weltweite Wachstum hemmen. Zudem ist die Glaubwürdigkeit der kommunistischen Führung angekratzt.

Anmerkung: In einer früheren Version des Artikels haben wir geschrieben, die Börse habe binnen eines Monats Einbußen von 3,2 Milliarden Dollar gehabt. Korrekt ist, dass es sich um Billionen-Beträge handelt.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/boersen-crash-in-china-staa...

 

Da haben einige nicht nur ihr gesamtes Vermögen verloren, sondern auch noch Schulden angehäuft, weil sie auf Pump spekuliert haben.

 

Wenn dort der Konsum zurückgeht, hat das auch auf europäische Exportunternehmen und deren Zulieferer einen Einfluss

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

09.07.2015 11:05
Bild des Benutzers chnobli
Offline
Kommentare: 164

Karat1 hat am 09.07.2015 - 09:30 folgendes geschrieben:

Wie seht ihr diese Entwicklung?

Karat1

 

http://www.xing-news.com/reader/news/articles/77583?xng_share_origin=email

 

Guter Artikel zum Thema. Wird auch erklärt wieso China keinen allzu grossen Einfluss auf die anderen Börsen haben sollte und eine Kettenreaktionen nahezu ausgeschlossen werden kann (natürlich immer ohne Gewähr).

09.07.2015 09:30
Bild des Benutzers Karat1
Offline
Kommentare: 1013
China; Aufstieg und Abstieg?

Ich habe mich in den letzten Tagen u. Wochen so gar nicht wirklich für die Börse interessiert. So habe ich gar nicht mitbekommen, was da an der Börse in China abgeht. Wirklich grosse Überschriften in den Finanzmedien habe ich eigentlich auch keine gesehen. Ebenso nicht wirklich Beeindruckendes am Radio u. TV.! China gilt oder jetzt wohl bald galt als Markt wo man unbedingt dabei sein muss. Jetzt drehe ich die Frage mal kurz um: "muss man da wirklich noch dabei sein?"

Ist es nur eine Verschnaufspause oder schon eher eine akute und gefährliche Ansteckung und Krankheit. Wie und in welchem Zeitrahmen, kann sich dies auch auf unsere Wirtschaft auswirken. Als Langfristanleger bin ich ja praktisch nur in einigen Top-Aktien von CH-Unternehmen, ausser Coca Cola, investiert.

Aktuell sehe ich in meinem Depot eigentlich keinen Handlungsbedarf, aber wenn eine Weltmacht wie China anfängt zu husten, könnte das auch eine Kettenreaktion geben und andere Länder und Handelspartner anstecken.

Wie seht ihr diese Entwicklung?

Karat1

 

04.07.2015 08:55
Bild des Benutzers weico
Offline
Kommentare: 4550

 Chinas Baisse wird zur nationalen Krise

 

Die Regierung hat das Volk in den Aktienmarkt und damit die Kurse auf Rekordhöhe getrieben, die seitdem um 30 Prozent gefallen sind. Das Land bebt – und die Suche nach den Schuldigen läuft.

 

Der Tag, an dem die Kurse der Schanghaier Börse mit einem weiteren Verlust von 6 Prozent schließen sollten, startete in China mit einem Thema, das bei der Mehrheit der 1,4 Milliarden Bewohner bisher auch in den schlimmsten Krisen noch immer auf Zustimmung gestoßen ist: Nationalismus. Auf 30 Prozent summiert sich der Verlust in den drei vergangenen Wochen nun, die Börsendepression grassiert.

Schuld daran, dass innerhalb von nur drei Wochen umgerechnet 2,4 Billionen Dollar Kapital von 90 Millionen chinesischen Anlegern vernichtet worden ist, sei die amerikanische Investmentbank Morgan Stanley, schrieb die Zeitung „Financial News“ in einem programmatischen Leitartikel. Das Blatt, dem Chinas Reformer Deng Xiaoping einst den Namen gab, ist das offizielle Verlautbarungsorgan der chinesischen Zentralbank. Chinas Aktienkurse seien erst stark gefallen, nachdem Morgan Stanley ihren jahrelang positiven Ausblick auf chinesische Aktien geändert und öffentlich zum Verkauf geraten habe. Die Amerikaner verfolgten „geheime Motive“. „Wollen internationale Investmentbanken Chinas Reformprozess stören?“, fragt das Notenbankblatt, das 1987 von der Kommunistischen Partei gegründet wurde.

Ein Land steht unter Schock – und beginnt eine chaotische Hetzjagd auf vermeintlich Schuldige für das jähe Ende einer ein Jahr währenden Hausse, die als die größte in der Geschichte gilt. Jeden Spätabend, zwischen neun und elf, spielt Chinas Regierung dieser Tage das „Blame Game“: Wem alles könnte man die Schuld für das Desaster zuschieben? Schließlich ist der jüngste Kursverlust so groß wie seit 1992 nicht. Was seit dem Höchststand des Indizes Schanghai Composite vom 12. Juni an Marktkapitalisierung vernichtet wurde, übertrifft den Wert des griechischen Bruttoinlandsprodukts um das Zehnfache. Selbst 1997 fiel der Rückgang der Kurse in China kleiner aus, dem Jahr der Asien-Krise. 470 von 2800 auf dem chinesischen Festland zugelassenen Aktien waren laut der Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag deswegen vom Handel ausgesetzt. Allein in der zurückliegenden Woche hatten 100 Unternehmen ihre Titel wegen zu großer Verluste vom Markt nehmen lassen.

„Es ist ein Desaster“

Die Politik ist in Panik angesichts der immer schlechter werdenden Stimmung im Land. Am Donnerstagabend kündigte die Börsenaufsicht an, wegen angeblicher „Marktmanipulation“ zu ermitteln. Vor allem auf die Leerverkäufer hat sie es abgesehen, die auf fallende Kurse wetten. Die Schanghaier Terminbörse CFFEX hat 19 Leerverkäufer vom Handel suspendiert.

Doch die Ablenkungsstrategie verfängt nicht. „Die Regierung soll den Markt nicht mit leeren Worten retten, sondern mit Geld“, sagt Analyst Fu Xuejun von Huarong Securities. Würde die Blase platzen und Chinas überhitzte Börsen einen Crash hinlegen, treffe das Banken, Konsum und Unternehmen. Fu sieht die soziale Stabilität in Gefahr: „Es ist ein Desaster.“ Gefährlich ist, dass nicht nur Kleinanleger im Internet wegen ihrer Verluste wüten, sondern auch die Elite verloren hat: Umgerechnet 34 Milliarden Dollar haben Chinas 45 Reichste laut Bloomberg allein im Juni an Aktienvermögen eingebüßt.

Am Freitagnachmittag sagte die Aufsicht bereits genehmigte Börsengänge wieder ab, um dem Markt nicht noch mehr Liquidität zu entziehen. Doch das Vertrauen in den Staat ist dahin. Den Regulatoren und ihren Beteuerungen, die Kurse würden irgendwann wieder steigen, sei nicht zu trauen, heißt es unter den Kommentatoren in Chinas sozialen Medien. Die Regierung stelle den Anlegern eine „Falle“, die alle Investoren „in den Tod reißen“ werde. Selbst ranghohe Beamte, die öffentliche Sicherheit garantieren sollen, lassen im persönlichen Gespräch ihrem Ärger über die eigenen Verluste Lauf und schimpfen auf die Regierung, sie müsse Schutz bieten.

Regierung könnte Rettungsfonds auflegen

Chinas Regierung lernt die Kehrseite der eigenen Finanzmarktpolitik kennen. Ein Jahr lang hat sie das Volk mit Propaganda zum Kauf von immer mehr Titeln getrieben, hat Liquiditätsschübe ausgelöst und die Kurse in der Folge um bis zu 150 Prozent nach oben gepeitscht.

Nun verdichten sich die Gerüchte, die Regierung werde einen Rettungsfonds zur Stützung der Kurse auflegen. Dieser Fonds müsse zwischen 500 und 1000 Milliarden Yuan (75 bis 150 Milliarden Euro) schwer sein, fordert Chefanalyst Li Huiyong von Shenwan & Hongyuan Securities, 1996 in Schanghai als erstes Brokerhaus in China gegründet und mit Kapital von umgerechnet 5 Milliarden Euro. Li fordert: „Ranghohe Regierungskader sollten öffentlich zu den Anlegern sprechen, um den Markt zu beruhigen.“ Präsident Xi Jinping persönlich müsse in einer Regierungsansprache den Chinesen den Glauben in die eben noch amtlich propagierte und nun bereits stotternde Geldmaschine namens Börse zurückgeben, schreiben Analysten.

Dass die Zentralbank vor einer Woche gleichzeitig die Reserveanforderungen der Banken sowie die Zinsen gesenkt hat, um die Kreditvergabe anzukurbeln, habe die Kurse offensichtlich nicht stark genug beeindruckt, sagt Ökonom Yuan Gangming von der führenden Regierungsdenkfabrik Chinesische Akademie der Sozialwissenschaften im Gespräch mit dieser Zeitung. Ein Crash habe „gigantische Auswirkungen“ auf die chinesische Realwirtschaft: „Der Aktienmarkt hat jeden einzelnen Teil der Wirtschaft durchdrungen.“

So sei Chinas junge Internetwirtschaft vom Aktienmarkt abhängig, weil sie von den Staatsbanken kein Kapital erhalte. Der Wissenschaftler mit Funktionärsstatus gibt die Richtung vor, in die Chinas Politik nun marschieren dürfte: „Wir können uns keinen Crash erlauben. Was die Regierung bisher getan hat, um den Markt zu stützen, ist bei Weitem nicht genug. Doch nun hat sie die bedeutende Rolle der Börsen für Chinas Wirtschaft erkannt. Wir werden bald fundamentale geldpolitische Maßnahmen sehen.“

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/boersen-maerkte/chinas-baisse-wird-z...

 

N.B... China bekommt nun den Minsky-Moment zu spüren. Das Blasen-Spiel läuft immer gleich ab...

http://www.cash.ch/comment/528833#comment-528833

 

 

weico

15.03.2015 09:59
Bild des Benutzers weico
Offline
Kommentare: 4550

"Asiens Wirtschaft steht vor ihrem letzten Hurra"

 

Noch brummt die Wirtschaft in Asien. Doch der Region droht eine tiefe Krise, warnt der Finanzanalyst Robert Subbaraman. Vor allem das exportstarke Deutschland werde darunter leiden.

 

http://www.welt.de/finanzen/article138249537/Asiens-Wirtschaft-steht-vor...

 

weico

15.03.2015 09:50
Bild des Benutzers weico
Offline
Kommentare: 4550

Appell beim Volkskongress: Regierungschef stimmt Chinesen auf härtere Zeiten ein

 

Nur sieben Prozent Wachstum erwartet Chinas Führung für 2015 - der niedrigste Stand seit 25 Jahren. Umso beschwörender sind die Appelle von Regierungschef Li an das Volk - er warnt vor der "Verärgerung" mächtiger Interessengruppen.

 

"Die Schmerzen sind da und werden noch heftiger und an mehr Stellen spürbar" - so stimmte Chinas Regierungschef Li Keqiang das chinesische Volk auf härtere Zeiten ein, zum Abschluss der Jahrestagung des Volkskongresses, der jetzt in Peking zu Ende ging.

 

http://www.spiegel.de/politik/ausland/tagung-beendet-volkskongress-bekra...

 

weico

05.03.2015 20:21
Bild des Benutzers MarcusFabian
Offline
Kommentare: 16379

Die USA haben natürlich dasselbe Problem, das jedes Imperium zuvor auch hatte: Man muss eine Militärmacht unterhalten, die grösser ist als die nächsten paar nachfolgenden Militärmächte.

Mit der Dauer ist das schon alleine finanziell nicht zu schaffen. Von Rom über Spanien bis Grossbritannien sind bisher alle Imperien an dieser Aufgabe gescheitert. Somit enden die meisten Imperien schlussendlich in der Pleite oder im Krieg.

Stellt sich die Frage, wer wann die USA als das nächste Imperium ablösen wird.

Von der Anzahl Menschen und der Produktivität her ist China sicher ein Kandidat.

05.03.2015 20:03
Bild des Benutzers weico
Offline
Kommentare: 4550

MarcusFabian hat am 05.03.2015 - 19:34 folgendes geschrieben

Na ja, im Vergleich zu den Amis ...

 

 


 

 

China holt,wie auf vielen Gebieten, auch beim Militär mit grossen Schritten auf....und wird schlussendlich ,wie auf vielen Gebieten,schlussendlich die USA überholen.

 

Ob sie die USA "erst" 2035 überholen,wie in nachfolgendem Link,bezweifle ich.

http://nextbigfuture.com/2012/04/economist-looks-at-rise-of-chinas.html

 

 

weico

 

 

Seiten