Deflation oder Inflation?

212 Kommentare / 0 neu
02.03.2009 23:43
#1
Bild des Benutzers Fine-Tuner
Offline
Kommentare: 143
Deflation oder Inflation?

Aktuell sind wir in einer Deflationsspirale (Deflation im Sinne von Entwertung/Wertminderung).

Das Geschreie um die Gelddruckerei ist doch Unsinn....oder hat von Euch jemand letztlich einen Check von der Natibank erhalten?...ich leider auch nicht, (obwohl's bei mir vermutlich besser aufgehoben wäre, als bei ........)

Diese Ausweitung der (Buch)Geldmenge dient einzig zur Sanierung unseren kranken Wirtschaft, das heisst zur Deckung von VERLUSTEN!!

Die ganzen Milliarden decken lediglich Verluste und sind in keiner Weise NACHFRAGEWIRKSAM!!!!! Im Gegenteil, die KAUFKRAFT der Leute sinkt (steigende Arebitslosogkeit etc.), was die Deflation weiter anheitzt. Im Gegensatz zu Inflation ist Deflation (zumindest für Industriegüter) begrenzt; nämlich dann, wenn die Selbstkosten nicht mehr gedeckt sind, dann wird einfach nicht mehr produziert....was zu noch mehr Arbeitslosigkeit führt ..und so weiter und so weiter.

Dass die Banken, die die ganze Misere verschuldet haben, in einem solchen Umfeld vor lauter Scham grosszügig Kredite gewähren, ist doch Wunschdenken!!!!!!!. Die lassen uns voll durchhängen (credit crunch)...die haben doch alle selbst die Hosen bis oben voll. "Nur kein Kredit ist ein guter Kredit".

Wie soll in einem solchen Umfeld je Inflation entstehen können? Woher soll die Nachfrage kommen?

Durch nette Versuche wie "Verschrottungsprämien" für Autos oder was? Das ist doch reines sändelen.

Wenn wir die Kaufkraft nicht schnell und massiv erhöhen und die Deflationsspirale stopen (von Inflation wage ich gar nicht zu sprechen), geht die schöne "globale Wirtschaft" brutal den Bach ab.

In Japan hat der NIKKEI Index seit seinen Höchstständen in den Neunziger Jahren rund 80% seines Wertes verloren (Deflation in Reinkultur). Ich befürchte, dass uns ähnliches bevorsteht.

Fine-Tuner

Aufklappen
01.05.2016 16:05
Bild des Benutzers Crocc
Offline
Kommentare: 16
Tiefe Zinsen

Der globale Handel ist ein Grund für weltweit tiefe Zinsen. Die Notenbanken steuern die Konkurrenzfähigkeit ihrer Wirtschafträume über die Leitzinsen um den Export und die Konjunktur zu fördern. Dies dürfte sich vorerst kaum ändern, weil es viele so machen. Vorteile sind Preisstabilität, günstige Zinsen, wenig Inflation, Geldwerterhaltung, etc. Nachteile und Risiken sind wenig Aktivzins, Schulden werden nicht abgewertet, Löhne stagnieren, Wirtschaft verliert an Schwung, mögliche Deflation.
Kredite müssen trotz  grosser Geldmenge kontrolliert gewährt werden, weil die Schulden durch Inflation nicht abgewertet werden. Dennoch kann man damit gut leben, denn es herrscht viel Stabilität. Die realen Kapitalkosten setzen sich immer aus Zinsen + Inflationsrate oder Zinsen + Schuldenamortisation (Rückstellung für Erneuerung) zusammen.
Viele Sparer und Pensionskassen beklagen, dass nur noch kleine Renditen erreicht werden. Aber die Kapitalen und Renten behalten ihre Kaufkraft, das ist positiv. 4 % Sparzins bei 3 % Inflation waren auch nicht besser.

22.04.2016 08:52
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 5715
Singapur sagt Deflation den Kampf an

Eine schwache Währung und ein Infrastrukturprogramm sollen das Wachstum stützen.

Singapurs Notenbank hat mit der Ankündigung, sie wolle die weitere Aufwertung der eigenen Währung bis auf weiteres unterbinden, vergangene Woche den globalen Devisenmarkt überrascht. Die Monetary Authority of Singapore (MAS), die die Konjunktur nicht mit dem Zinsinstrument, sondern dem Wechselkurs steuert, hat den Entscheid mit der sich abkühlenden Binnenwirtschaft und dem deflationären Umfeld begründet. Ein Blick aus den Fenstern der Hochhäuser des Singapurer Finanzviertels auf die Küstengewässer hätte die Devisenhändler allerdings schon längst auf den Entscheid der MAS gefasst machen müssen.

http://www.fuw.ch/article/singapur-sagt-deflation-den-kampf-an/

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

15.04.2016 12:12
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 5715
Erwartungen zurückschrauben

Immer öfter wird der Schweizerischen Nationalbank (SNB (SNBN 1046 -0.38%)) und anderen Zentralbanken vorgeworfen, ihre negativen oder extrem tiefen Zinsen enteigneten die Sparer und gefährdeten die Nachhaltigkeit der Altersvorsorge, weil sie die Rendite auf die Ersparnisse massiv reduzierten. Um zu klären, ob dieser Vorwurf zutrifft, gilt es zuerst zu klären, inwiefern Zentralbanken tatsächlich die (langfristigen) nominellen Zinsen beeinflussen.

In der Theorie entsprechen die langfristigen Zinsen, also etwa die eines zehnjährigen «Eidgenossen», dem Durchschnitt der erwarteten kurzfristigen Zinsen über die entsprechende Periode plus Risikoprämie. Unter der verbreiteten Annahme, dass die Risikoprämie über die Zeit konstant bleibt, hängen die langfristigen Zinsen direkt von den durchschnittlichen erwarteten kurzfristigen Zinsen ab. Und weil Zentralbanken die kurzfristigen Zinsen festlegen, reflektieren die Zinsen auf zehnjährige Staatsanleihen die für die kommenden zehn Jahre zu erwartende Geldpolitik.

Inflation gibt den Ausschlag

Die wichtigste Rolle in dieser Erwartungsbildung spielt die künftige Inflation. Schliesslich besteht der Auftrag der meisten Zentralbanken darin, die Preisstabilität mit Rücksicht auf die konjunkturelle Entwicklung zu gewährleisten. Geht der Markt davon aus, dass sich die Inflation unter dem Zielbereich der Zentralbank befinden wird, muss mit einer Lockerung der Geldpolitik gerechnet werden, sprich mit tieferen Leitzinsen.

Umgekehrt lässt die Erwartung einer höheren Inflation auf steigende Leitzinsen schliessen. Das derzeit tiefe Zinsniveau über alle Laufzeiten spiegelt somit die Erwartung, dass die Inflation noch länger verhalten (bzw. sogar negativ) bleiben wird. Hinsichtlich der Gründe für diese tiefe Inflationserwartung stehen zwei Hypothesen im Raum.

Erstens: Die Geldpolitik ist zu restriktiv. Einer der wichtigsten Vertreter dieser Hypothese, der ehemalige US-Finanzminister und Ökonom Larry Summers, geht davon aus, dass der Zins, bei dem die Wirtschaft sich in einem Gleichgewicht befindet (bei dem die Inflationsrate also konstant ist), derart stark im negativen Bereich ist, dass die Zentralbanken eigentlich nicht expansiv genug sind, um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln und somit die Inflationserwartungen zu erhöhen.

Umdenken angesagt

Diese eher radikale These ist jedoch nicht unumstritten. Ein breiterer Konsens scheint für die zweite Hypothese zu herrschen, wonach strukturelle Faktoren wie Demografie, Freihandel und Globalisierung sowie technologischer Fortschritt die Inflation reduziert haben. Die tiefen Inflationsraten der letzten zwei Jahrzehnte haben wiederum die Inflationserwartungen gesenkt. Beiden Hypothesen gemeinsam ist die Schlussfolgerung, wonach die Zentralbanken die Zinsen nicht einfach so nach unten «drücken», sondern aufgrund der zu geringen Inflationserwartung «gezwungen» werden, die Leitzinsen tief zu halten.

Was bedeutet dies konkret für die Zinsen in der Schweiz? Erstens dürften die kurzfristigen Zinsen noch länger tief bleiben. Solange die Europäische Zentralbank keine Zinserhöhung erwägt, dürfte die SNB an den Negativzinsen festhalten, um eine Aufwertung des Frankens zu vermeiden. Die längerfristigen Zinsen werden zweitens erst dann steigen, wenn die Wirtschaftsakteure höhere Inflationsraten erwarten. Dies bräuchte aber mehr Vertrauen in die globale wirtschaftliche Erholung. Drittens scheint das Zinsniveau aufgrund der strukturell tieferen Inflation generell tiefer zu sein als noch vor der Jahrtausendwende. Ein Umdenken bei der zu erwartenden (nominellen) Rendite wäre also angebracht.

http://www.fuw.ch/article/erwartungen-zurueckschrauben/

 

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

08.04.2016 08:21
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 5715

Fine-Tuner hat am 09.10.2012 - 12:29 folgendes geschrieben:

Deflation..........aber nur bei den Löhnen.
 

.... bis hin zu den Energiekosten ist alles nicht nur gestiegen sondern teilweise explodiert (Benzin/Diesel; Mieten etc. etc.).

Wer sich heute gut fühlt, weil er wenig Hypozinsen zahlt, wird sich schlecht fühlen, wen er erkennt, dass das Geld für Amortisationen fehlt und die Schulden hoch bleiben.

Wie ein Damoklesschwert werden die Schulden über seinem Kopfe hängen, 

und wenn die Zinsen dann steigen,

sehr schnell die Lust zum Frust sich tut neigen.

Seit damals reiht sich bei dir Fehleinschätzung an Fehleinschätzung.
Bin gespannt, ob ich die nächste Hypo-Tranche zu 0.5% abschliessen kann

 

Du jammerst heute über die Mieten, obwohl auch die nicht hätten steigen dürfen

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

23.02.2016 14:03
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 5715
180 Prozent Inflation

Hier sind die neuesten Horrorzahlen aus Venezuela

Keinem Land der Erde geht es derzeit wirtschaftlich so dreckig wie Venezuela - und die Schockmeldungen aus Südamerika hören nicht auf. Die Inflation lag im vergangenen Jahr bei rund 180 Prozent, die Währung ist nahezu um das 1000-fache eingebrochen. Aber die Regierung greift ein.

Die Horrormeldungen aus Venezuelas Wirtschaft reißen nicht ab. Ein Jahr lang hatte die Zentralbank keine Meldungen zur Inflation herausgegeben, jetzt tat sie es wieder. Und wie: Die offizielle Inflation lag 2015 bei rund 180 Prozent. Das bedeutet im Klartext, dass sich die Preise in nur einem Jahr fast verdreifacht haben - und das ist nur die offizielle Version.

Wechselkurs steigt um das Tausendfache

Denn die berücksichtigt nur die Preise in offiziellen Geschäften. Seit Venezuela Wirtschaft eingebrochen ist, blüht aber der Schwarzmarkt. Studien aus den USA und Kolumbien schätzen die dortige Inflation auf bis zu 800 Prozent.

Gleiches gilt für die Währung: Während der offizielle Wechselkurs von Venezuelanischen Bolivar (VEF) auf US-Dollar stabil bei 199 VEF für einen Dollar lag, kostet der amerikanische Schein auf dem Schwarzmarkt mittlerweile rund 1.000 VEF. Das ist tatsächlich fast das Tausendfache des Wechselkurses von vor drei Jahren.

Lateinamerikanische Wirtschaftswissenschaftler sehen zudem kein Ende des Wertverlustes in Sicht. Zum Jahresende soll der inoffizielle Wechselkurs bei mindestens 1.500:1 liegen, Ende kommenden Jahres sogar bei 2.000:1. Auch die offizielle Rate soll bis Ende 2017 auf 252:1 fallen.

Benzinpreis um 6.200 Prozent angehoben

Das sind jetzt alles lustige Zahlenspiele, sie werden aber bittere Realität, wenn wir uns verdeutlichen, was damit alltägliche Güter kosten - sofern sie denn überhaupt verfügbar sind. Lebensmittel sind etwa so teuer, dass ein Arbeiter mit Mindestlohn sich nur eine Woche im Monat selbst ernähren kann - der Rest muss über Lebensmittelmarken vom Staat finanziert werden.

Deswegen hat Präsident Nicolas Maduro jetzt Gegenmaßnahmen ergriffen: Ab März wird der Mindestlohn um 52 Prozent angehoben, er liegt dann bei etwa 1.100 Euro im Monat. Gleichzeitig steigen aber die Benzinpreise um 6200 Prozent! Venezuela besitzt allerdings mit Abstand den billigsten Sprit der Welt, so dass der Liter danach mit etwa 58 Cent immer noch sehr günstig ist.

Neues Steuersystem

Zudem soll das Wechselkurs-System mit dem US-Dollar vereinfacht werden. Der Gesundheits- und Lebensmittelsektor bekommt dann Zugang zu vergleichsweise sehr günstigen Wechselkursen. Das hatte Maduro allerdings schon vergangenes Jahr erfolglos probiert.

Zu guter Letzt will Maduro die Korruption stärker bekämpfen. 55 Funktionäre der staatlichen Supermarkt-Kette wurden bereits verhaftet. Ein neues Steuersystem soll auch her - mit Hilfe ecuadorianischer Experten.

Darum leidet Venezuela

Venezuela leidet mit am stärksten unter dem Einbruch des Ölpreises. Die staatlich kontrollierte Wirtschaft des Landes ist zu 95 Prozent vom Export des schwarzen Goldes abhängig. Seit der Preis pro Barrel von rund 100 auf etwa 30 US-Dollar zurückgegangen ist, sind die Einnahmen Venezuelas um 97 Prozent gesunken.

db Ölpreis WTI

http://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/180-prozent-infla...

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

08.02.2016 10:50
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 5715
Das sind die weltweiten Folgen des Ölpreis-Verfalls

Was bedeutet der niedrige Preis für die Ölexporteure?

Weitgehend vom Öl abhängig sind nur wenige Länder, die der Ölpreisverfall aber umso härter erwischt.

Venezuela: Die Staatsausgaben sind durch Sozialprogramme über Jahre stark gestiegen, die Einnahmen hängen aber fast vollständig am Ölexport. Präsident Nicólas Maduro rief gerade den Wirtschaftsnotstand aus.

Saudi-Arabien: Die Araber meldeten für 2015 ein Haushaltsdefizit von 15 Prozent der Wirtschaftsleistung. Der Ölpreisverfall lässt das Land noch tiefer ins Minus rutschen. Das Königshaus plant harte Reformen, was das autokratisch regierte Land destabilisieren könnte.

Nigeria: Die Afrikaner finanzieren ihre Staatsausgaben zu 75 Prozent über Öleinnahmen. Das von Religionskonflikten erschütterte Land will die Ausgaben stark kürzen.

Russland: Russland, zusätzlich belastet durch die Sanktionen wegen des Ukraine-Konflikts, spart bereits. Doch das Budget für 2016 basiert auf einem Ölpreis von 50 Dollar. Die Regierung geht von einem Defizit von umgerechnet 36 Milliarden Euro in diesem Jahr aus. Weil der Gaspreis dem Ölpreis folgt brechen weitere Einnahmen weg.

USA: Das Land ist der größte Ölförderer der Welt, allerdings auch der größte Verbraucher. Die Verbraucher in den Ballungszentren profitieren vom Ölpreisverfall, während in den ländlichen Ölförderregionen Einnahmen fehlen und die Arbeitslosigkeit steigt.

http://www.derwesten.de/wirtschaft/das-sind-die-weltweiten-folgen-des-oe...  ABB leidet auch darunter......  Es gibt noch weitere Beiträge zu dem Thema
7 überraschende Folgen des Ölpreisverfalls

 

 

  

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

08.02.2016 09:33
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 5715

MarcusFabian hat am 06.02.2016 - 16:10 folgendes geschrieben:

Elias hat am 13.01.2016 - 10:57 folgendes geschrieben:

Der Ölpreisverfall wird der Euro-Zone nach Ansicht von EZB-Chefökoniom Peter Praet noch länger zu schaffen machen und die Preise bremsen.

Was ist bitteschön so schlimm daran, wenn der Preis für 1l Diesel wieder bei 1 €Uro liegt?

 

Elias hat am 13.01.2016 - 10:57 folgendes geschrieben:

Denn Verbraucher und Unternehmen könnten Käufe in Erwartung weiter fallender Preise immer weiter aufschieben.

Hmm, ok, das ist ein Argument. Ich werde meine deutschen Kollegen mal fragen, ob sie jetzt in den nächsten Monaten nicht tanken gehen, weil sie lieber darauf warten, den Liter Diesel für €0.99 zu kriegen - in einem halben Jahr oder so.

Deflation: Schau nach Japan, die stecken seit 30 Jahren in der Deflationsfalle (habe ich auch schon mehrfach gepostet)

Diesel: Er ist in  DE viel zu billig. Jährlich sterben in DE 10tausende an den Folgen. Auch dieses Thema ist steinalt

 

 

 

18. Januar 2016, 12:02 Uhr

Luftverschmutzung Stuttgart löst als erste Stadt in Deutschland Feinstaubalarm aus

http://www.sueddeutsche.de/panorama/luftverschmutzung-stuttgart-loest-al...

 

 

Gefährliche Luftverschmutzer: Feinstaub und Stickstoffdioxid

http://web.de/magazine/gesundheit/gefaehrliche-luftverschmutzerfeinstaub...

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

06.02.2016 16:10
Bild des Benutzers MarcusFabian
Offline
Kommentare: 1525

Elias hat am 13.01.2016 - 10:57 folgendes geschrieben:

Der Ölpreisverfall wird der Euro-Zone nach Ansicht von EZB-Chefökoniom Peter Praet noch länger zu schaffen machen und die Preise bremsen.

 

Was ist bitteschön so schlimm daran, wenn der Preis für 1l Diesel wieder bei 1 €Uro liegt?

 

Elias hat am 13.01.2016 - 10:57 folgendes geschrieben:

Denn Verbraucher und Unternehmen könnten Käufe in Erwartung weiter fallender Preise immer weiter aufschieben.

Hmm, ok, das ist ein Argument. Ich werde meine deutschen Kollegen mal fragen, ob sie jetzt in den nächsten Monaten nicht tanken gehen, weil sie lieber darauf warten, den Liter Diesel für €0.99 zu kriegen - in einem halben Jahr oder so. Wacko

05.02.2016 08:25
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 5715
Venezuela lässt Jumbojets voller Geld einfliegen

In Caracas landeten in den letzten Monaten offenbar rund drei Dutzend Frachtflieger mit besonders wertvoller Ladung: Die Jumbojets waren auf Order der Politik voll mit Geld. Weitere sollen folgen.

http://www.handelszeitung.ch/konjunktur/venezuela-laesst-jumbojets-volle...

 

So sieht Inflation aus.

 

Im Interschied zum Helikopter-Ben. Der hat nicht das Geld an den kleinen Mann verteilt

 

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

13.01.2016 10:57
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 5715
EZB warnt vor Gefahren fallender Preise

Der Ölpreisverfall wird der Euro-Zone nach Ansicht von EZB-Chefökoniom Peter Praet noch länger zu schaffen machen und die Preise bremsen.

Der Effekt auf die Inflation sei "nicht vernachlässigbar oder temporär", sagte Praet in einem Gastbeitrag für die "Süddeutsche Zeitung" (Mittwochausgabe). Dies wirke sich schnell auf andere Bereiche der Wirtschaft wie den Transportsektor aus. Auch sei weiteren Auswirkungen auf die Preisentwicklung - beispielsweise durch niedrige Lohnabschlüsse - Vorschub zu leisten.

"Die Gefahr von Deflation herunterzuspielen wäre fahrlässig, insbesondere zu Zeiten einer anhaltenden niedrigen Inflation", warnte der Ökonom. Eine Abwärtsspirale aus fallenden Preisen, sinkenden Löhnen und rückläufigen Investitionen - in der Fachwelt "Deflation" bezeichnet, kann eine Wirtschaft lange Zeit lähmen. Denn Verbraucher und Unternehmen könnten Käufe in Erwartung weiter fallender Preise immer weiter aufschieben. Die EZB strebt als optimale Teuerungsrate für die Konjunktur eine Inflation von knapp zwei Prozent an. Im Dezember lag die Teuerung im Euro-Raum aber lediglich bei 0,2 Prozent. Seit Mitte 2013 liegt die Rate inzwischen bei unter einem Prozent und damit weit vom Stabilitätsziel der Währungshüter erntfernt.

Eine Änderung des Inflationsziels kommt für den EZB-Chefvolkswirt aber nicht infrage. Es in Zeiten aufzugeben, in denen es schwieriger erreichbar sei, würde die Glaubwürdigkeit der Notenbank gefährden. "Gerade in schwierigeren Fahrwassern muss am Ziel festgehalten werden," erklärte Praet.

(Reuters)

http://www.cash.ch/news/front/ezb_warnt_vor_gefahren_fallender_preise-34...

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

30.10.2015 02:11
Bild des Benutzers Fine-Tuner
Offline
Kommentare: 143

Inflationsrate von 60 Prozent für 2016 erwartet.....

Venezuela ist zwar reich an Ölreserven. Die Wirtschaftskrise sorgt seit langem jedoch für Engpässen bei der Lebensmittelversorgung. Selbst grundlegende Waren wie Seife und Toilettenpapier sind knapp. Die Importe sind mangels harter Währung zurückgegangen.

 

Dieses Natur-Paradies wird von inkompetenten Genossen ökonomisch ruiniert. Welche Schande. Venezuela könnte eines der wohlhabendsten Länder dieser Welt sein. Leider, leider kannte dieses Land bis heute nur entweder korrupte Familienclans oder inkompetente Funktionäre. Chavez ist gescheitert......anfangs hatte ich Hoffnung.....doch als er sich mit der gesamten Welt zerstritt und verbittert wurde, wusste ich, dass auch er nur ein kleiner Ego ist (war)........Maduro ist völlig überfordert....ein guter Kerl im Kern....aber in dieser Funktion völllllig überfordert....die brauchen endlich einen Befreiungsschlag, eine international anerkannte Regierung ohne Ideologen....mehr Technokraten......dieses Land hat extrem viel zu bieten......Öl ist das Geringste.......ich habe viele Länder bereist, keines hat mich mit seiner Schönheit und Vielfalt mehr fasziniert als dieses.

Fine-Tuner

21.10.2015 12:45
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 5715
Schwere Wirtschaftskrise in Venezuela

Inflationsrate von 60 Prozent für 2016 erwartet (afp) Das unter einer schweren Wirtschaftskrise leidende Venezuela hat auch im nächsten Jahr mit einem galoppierenden Preisanstieg zu kämpfen. Die Regierung erwartet für 2016 eine Inflationsrate von 60 Prozent, wie aus einem am Dienstag vorgelegten Haushaltsentwurf hervorgeht. Für 2015 rechnet Präsident Nicolás Maduro mit einem Anstieg der Konsumentenpreise um fast 80 Prozent. Im vergangenen Jahr hatte die Inflationsrate nach Angaben der Zentralbank bei 69 Prozent gelegen.

Venezuela ist zwar reich an Ölreserven. Die Wirtschaftskrise sorgt seit langem jedoch für Engpässen bei der Lebensmittelversorgung. Selbst grundlegende Waren wie Seife und Toilettenpapier sind knapp. Die Importe sind mangels harter Währung zurückgegangen.

 

 

 

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

19.10.2015 11:55
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 5715
Das Fed hat ein Theorieproblem

Die US-Wirtschaft entwickelt sich besser als die der anderen grossen Volkswirtschaften. Warum die US-Notenbank dennoch Angst hat, ihren Leitzins zu erhöhen.

Die Unsicherheit zum weiteren Verlauf der US-Zinspolitik ist ein zentrales Thema der Weltmärkte geworden. In den letzten Tagen hat sie sich auch in komplett divergierenden Stellungnahmen aus dem obersten Führungsgremium manifestiert. So haben gleich zwei Vertreter des fünfköpfigen obersten Gremiums der Notenbank, die Gouverneure Daniel Tarullo und Lael Brainard, die Aussage von Fed-Chefin Janet Yellen öffentlich infrage gestellt, dass eine Zinserhöhung noch in diesem Jahr erfolgen werde. Mehr zu dieser Auseinandersetzung und ihrer Bedeutung über diesen Link.

..

..

..

Fazit:

Wann und in welchem Umfang die US-Notenbank ihre Leitzinsen erhöhen wird, hängt davon ab, welcher der erwähnten Erklärungsansätze sich durchsetzt. Das hat nicht nur Auswirkungen für die USA, sondern für die Weltwirtschaft insgesamt. Via die Europäische Zentralbank (EZB) ist auch die Schweiz davon betroffen. Die EZB, die am Donnerstag über ihre weitere Politik entscheiden wird, ist auf einen schwachen Euro angewiesen, denn Nettoexportüberschüsse hatten einen wesentlichen Anteil daran, dass die Wirtschaft der Eurozone dem Schlimmsten vorerst entkommen ist. Die drastische Abschwächung des Euro gegenüber dem Dollar seit dem Sommer letzten Jahres ging vor allem auf die Erwartung einer weit expansiveren Geldpolitik der EZB gegenüber jener der USA zurück, wo bisher ein baldiger Zinsanstieg erwartet wurde.

Bleibt das Fed nun doch länger untätig – was angesichts der Auseinandersetzungen und Unsicherheiten bei der US-Notenbank und der widersprüchlichen Signale von dort wahrscheinlicher wird –, dann muss die EZB bei ihren Geldspritzen (Anleihenkäufen bzw. Quantitative Easing) nachlegen, um keine unerwünschte Aufwertung des Euro zu riskieren. Für die Schweiz, deren Nationalbank den Mindestkurs zum Euro wegen dieser Geldspritzen aufgehoben hat, könnte das zu einer erneuten Aufwertung des Frankens führen. Es ist kaum ein Zufall, dass sich gerade in den letzten Tagen – seit der intensiveren Auseinandersetzung in der Fed-Chefetage und im Vorfeld des EZB-Entscheids vom Donnerstag – der Franken zum Euro bereits wieder merklich aufgewertet hat (das heisst, der Euro wurde billiger), wie die folgende Grafik zeigt. Quelle ist die Währungsplattform xe.com.

http://blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets/index.php/38004/das-fed...

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

05.10.2015 11:29
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 5715
Bald fünf Jahre Deflation wie in der Grossen Depression

Die heutige Situation ist aber nicht mit den 1930er-Jahren vergleichbar. Denn die Reallöhne steigen, die OkKaufkraft nimmt zu

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

30.09.2015 11:35
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 5715
Preise in der Euro-Zone fallen

Trotz der grossen Geldflut der EZB fallen die Preise in der Euro-Zone. Sie sanken im September um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Europäische Statistikamt am Mittwoch mitteilte.

Von Reuters befragte Fachleute hatten mit stagnierenden Preisen gerechnet. Im August lag die Teuerungsrate in den 19 Euro-Ländern bei 0,1 Prozent. Insbesondere die um 8,9 Prozent gesunkenen Energiekosten drückten die Inflationsrate im September weiter in den Keller. Der Sinkflug der Preise in der Euro-Zone liefert Befürwortern größerer Geldspritzen der Europäischen Zentralbank (EZB) Argumente an die Hand. Denn die Notenbank ist meilenweit von ihrem Ziel einer Inflationsrate von knapp zwei Prozent entfernt.

Dieser Wert gilt als ideal für die Entwicklung der Wirtschaft. Negative Inflationsraten lassen hingegen die Alarmglocken bei vielen Währungshütern schrillen: Sie wollen auf jeden Fall einen Preisrutsch auf breiter Front verhindern, der eine Wirtschaft lähmen kann. Verbraucher halten sich dabei in Erwartung immer weiter sinkender Preise zurück, Löhne sinken und Investitionen geraten ins Stocken.

Die EZB will es nicht soweit kommen lassen und pumpt seit März massiv Geld in das Finanzsystem. Das bis September 2016 laufende Programm zum Ankauf von Staatsanleihen und weiteren Wertpapieren soll einen Umfang von 1,14 Billionen Euro haben. Viele Fachleute rechnen angesichts der Preisentwicklung damit, dass EZB-Chef Mario Draghi die Dosis der monatlichen Geldspritzen binnen sechs Monaten von derzeit 60 auf bis zu 80 Milliarden Euro erhöhen wird.

(Reuters)

http://www.cash.ch/news/front/preise_in_der_eurozone_fallen-3373698-449

 

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

11.09.2015 09:59
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 5715
Wo bleibt die Inflation?

Sieben Jahre sind seit dem Höhepunkt der globalen Finanzkrise vergangen.

Im November werden es sieben Jahre sein, seit die US-Notenbank zum ersten Mal mit unkonventioneller Geldpolitik – der sogenannten quantitativen Lockerung – hantiert hat.

Sieben Jahre, in denen die Bilanzen der führenden Notenbanken, vom Fed über die Europäische Zentralbank, die Bank of Japan, die Bank of England bis zur Schweizerischen Nationalbank, ausgeweitet wurden wie nie zuvor.

Sieben Jahre Nullzinsen und die expansivste Geldpolitik, die die Welt jemals gesehen hat.

Eigentlich müsste angesichts dieser enormen Geldschöpfung doch längst Inflation drohen, nicht wahr?

Das Gegenteil ist der Fall.

Die an der Harvard-Universität lehrende Ökonomin Carmen Reinhart präsentiert in einem Beitrag auf Project Syndicate diese enorm aussagekräftige Grafik:

Die drei Kurven geben einen Überblick über die Inflationslage in 189 Ländern seit 1920. Die gelbe Kurve zeigt den Anteil Länder in Prozent, die eine Inflationsrate zwischen 0 und 2 Prozent aufweisen. Das ist der Zielwert, den die Notenbanken typischerweise anstreben.

Die rote Kurve zeigt den Anteil an Ländern, die jährliche Inflationsraten von über 10 Prozent aufweisen. Und die grüne Kurve schliesslich zeigt den Anteil Länder mit jährlichen Inflationsraten unter null, also Deflation (bei allen Daten handelt es sich um rollende Durchschnittswerte über drei Jahre).

Was zeigt sich dabei?

In knapp 50 Prozent der von Reinhart untersuchten Länder liegt die jährliche Inflationsrate derzeit zwischen 0 und 2 Prozent (gelbe Kurve). Ok  Letztmals wurde ein derart hoher Anteil an globaler Preisstabilität in den frühen Sechzigerjahren erreicht.

Wie Reinhart schreibt, liegt der Median der Inflationsrate in den 23 untersuchten Volkswirtschaften, die als «entwickelt» gelten, bei mageren 0,2 Prozent. Das ist der niedrigste Wert seit 1933. Nur eine einzige entwickelte Volkswirtschaft weltweit, nämlich Island, weist mit 2,2 gegenwärtig eine Inflationsrate von über 2 Prozent aus.

Weiter: Nur eine Handvoll Länder leidet derzeit unter Inflationsraten von über 10 Prozent (rote Kurve). Letztmals wurde ein derart niedriger Wert in den frühen Dreissigerjahren verzeichnet. Die heutigen Hochinflationsländer sind die mittlerweile «üblichen Verdächtigen» Venezuela, Argentinien, der Iran, Syrien, die Ukraine sowie einige afrikanische Staaten.

Der Anteil der Länder, die gegenwärtig in einer Deflation stecken, ist derweil so hoch wie nie seit den frühen Sechzigerjahren (grüne Kurve). Zu dieser Gruppe zählen die Schweiz, Japan oder auch das depressionsgeplagte Griechenland, wo die jährliche Deflationsrate gegenwärtig bei 2,2 Prozent liegt.

Was heisst das nun?

Erstens lässt sich eine recht starke These aufstellen, dass die Notenbanken mit ihrer unkonventionellen Geldpolitik ab 2008 weit Schlimmeres verhindert haben. Der alternative Geschichtsverlauf lässt sich freilich nie beweisen, aber möglicherweise haben sie damit tatsächlich eine von Deflation geprägte zweite Grosse Depression im Stil der Dreissigerjahre verhindert.

Zweitens bleibt die Weltwirtschaft anfällig für einen deflationären Schock, der beispielsweise durch eine weitere Abwertung der chinesischen Währung, des Renminbis, ausgelöst werden könnte. Das wäre insofern besonders gefährlich, als auf der Weltwirtschaft ein hoher Schuldenberg lastet – und Deflation gekoppelt mit hohen Schulden ist eine ungemein gefährliche Mischung.

(Wer mehr darüber erfahren will, weshalb Deflation und Schulden so gefährlich sind: In diesem und in diesem Beitrag sind wir schon ausführlich darauf eingegangen.)

Drittens dürfen wir aus dieser Bestandesaufnahme keinesfalls ableiten, dass die Inflation für immer besiegt ist. Wer weiss, vielleicht wird die ultralockere Geldpolitik dereinst tatsächlich wieder zu ausser Kontrolle geratenen Inflationsraten wie in den Siebzigerjahren führen. Sicher aber ist: Momentan ist davon nirgends etwas zu sehen.

Da erstaunt es kaum, dass mittlerweile von allen Seiten (hier zum Beispiel der frühere US-Finanzminister Larry Summers) eindringlich gewarnt wird, die US-Notenbank solle am 17. September bitte noch nicht die Zinsen erhöhen.

Die Notenbanken tun gut daran, ihr Augenmerk weiterhin auf die Bekämpfung der Deflation zu richten.

http://blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets/index.php/37719/wo-blei...

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

31.05.2015 19:14
Bild des Benutzers Nebukadnezar
Offline
Kommentare: 282

weico hat am 30.05.2015 - 17:26 folgendes geschrieben:

 

Falls du aber wirklich Mühe hast an Kartoffeln zu kommen....versuchs mal mit Kochbananen .

An gute Kochbananen zu kommen ist auch nicht gerade einfach. Vielleicht könnte da der neue User AllezBanane weiterhelfen.

 

---------------------------------------------------------------------------------------------
Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.

31.05.2015 18:26
Bild des Benutzers weico
Offline
Kommentare: 1210

MarcusFabian hat am 31.05.2015 - 17:50 folgendes geschrieben:

 

Das ist halt allgemein das Problem auch mit einfachsten Analogien. Sie werden verstanden - oder eben auch nicht.

Wahre Prämissen ergeben zwingend eine wahre Konklusion.

Falsche Prämisse ergeben eine falsche Konklusion..aber keineswegs zwingen. Sie könne durchaus auch eine richtige Konklusion ergeben.

    Blum 3

 

weico

 

 

31.05.2015 17:50
Bild des Benutzers MarcusFabian
Offline
Kommentare: 1525

Ich habe keine Mühe an Kartoffeln zu kommen.

Das ist halt allgemein das Problem auch mit einfachsten Analogien. Sie werden verstanden - oder eben auch nicht. Biggrin

30.05.2015 17:26
Bild des Benutzers weico
Offline
Kommentare: 1210

MarcusFabian hat am 30.05.2015 - 16:47 folgendes geschrieben:

Aber, aber, weico. Du solltest es besser wissen:

Einer Produktion von 1000t Kartoffeln steht 1 Mio an Papiergeld gegenüber, um die Kartoffeln zu handeln.

Einer Produktion von 1000t Kartoffeln steht neu 10 Mio Papiergeld gegenüber.

Was passiert?

---

Unter umständen Nichts !

 

Ein Preis der auf einem Markt ermittelt bzw. gesetzt wird,ist nicht durch eine Rechenaufgabe zu lösen bzw. es ist kein  3 Satz ! 

 

..wenn eine "Notenbank" ihr Geld selbst zerstören will,dann kann und soll sie es ruhig Tun. Die Ursachen bzw.wie es dann endet,wurde ja schon x-fach festgestellt.

Ob diese Zerfall einer Währung dann aber der Fehler vom "Papiergeld"-System ist...oder schlicht DUMMHEIT der Regierung/Notenbank,wirst du sicherlich selber herausfinden können.

 

 

N.B...

Unser Papiergeld scheint mir aber noch reichlich gedeckt zu sein,wenn ich mir die Preise bei den Sachwerten bzw. Gold   anschaue...

Falls du aber wirklich Mühe hast an Kartoffeln zu kommen....versuchs mal mit Kochbananen .

 

weico

30.05.2015 16:47
Bild des Benutzers MarcusFabian
Offline
Kommentare: 1525

Aber, aber, weico. Du solltest es besser wissen:

Einer Produktion von 1000t Kartoffeln steht 1 Mio an Papiergeld gegenüber, um die Kartoffeln zu handeln.

Einer Produktion von 1000t Kartoffeln steht neu 10 Mio Papiergeld gegenüber.

Was passiert?

---

 

Anderes Beispiel:

Ein Volk benötigt 1000t Kartoffeln, um satt zu sein.

Regen, schlechte Ernte, die Produktion sinkt auf 800t und das Volk leidet z.T. Hunger, Kartoffeln sind wertvoll, der Preis steigt.

Die Regierung beschliesst, die Hungersnot zu bekämpfen, indem sie die Geldmenge erhöht.

Ist das Deiner Meinung nach eine Lösung?

 

30.05.2015 16:28
Bild des Benutzers weico
Offline
Kommentare: 1210

MarcusFabian hat am 30.05.2015 - 16:14 folgendes geschrieben:

 

Im Zeitalter ungedeckten Papiergeldes und unlimitierter Druckerpresse ist es absolut kein Problem, die Papierwährung beliebig gg Sachwerten und Leistung zu entwerten.

 .. ungedecktes Papiergeld...?

 Wenn man die Sachwerte bzw. den Goldpreis anschaut,scheint an deiner  Papiergeld-Theorie "etwas" FALSCH zu sein... !

 

weico

30.05.2015 16:14
Bild des Benutzers MarcusFabian
Offline
Kommentare: 1525

weico hat am 28.05.2015 - 18:54 folgendes geschrieben:

Diverse Male hat er [Ben Bernanke] öffentlich gelobt, «sie» – die Deflation – nie mehr zuzulassen. Die Doktrin der Notenbanken ist simpel: Inflation lässt sich jederzeit beseitigen, doch Deflation ist ungeheuer schwierig zu bekämpfen. Man darf sie daher unter keinen Umständen zulassen.

Sorry, aber diese Aussage von Helicopter-Ben ist Quatsch: Gib jedem Einwohner eine Million (oder zwei oder fünf) und Du hast am nächsten Tag Inflation.

Im Zeitalter ungedeckten Papiergeldes und unlimitierter Druckerpresse ist es absolut kein Problem, die Papierwährung beliebig gg Sachwerten und Leistung zu entwerten.

28.05.2015 18:54
Bild des Benutzers weico
Offline
Kommentare: 1210

 

Deflation – das unverstandene Wesen

 

Die Zentralbanken sind bereit, zur Bekämpfung der Deflation das grösste geldpolitische Experiment aller Zeiten zu wagen. Dabei missachten sie jedoch die Inflation der Vermögenspreise. Ein Kommentar von FuW-Chefredaktor Mark Dittli.

 

Die Zentralbanken haben das Übel erkannt: Es heisst Deflation. Fed, Europäische Zentralbank, Bank of Japan und auch die Schweizerische Nationalbank haben in den vergangenen Jahren historisch beispiellose Massnahmen ergriffen, um die Schlacht zu gewinnen. Ben Bernanke, von 2006 bis 2014 Vorsitzender der US-Notenbank, hat sich den Kampf zu nichts weniger als seiner Lebensaufgabe gemacht.

Diverse Male hat er öffentlich gelobt, «sie» – die Deflation – nie mehr zuzulassen. Die Doktrin der Notenbanken ist simpel: Inflation lässt sich jederzeit beseitigen, doch Deflation ist ungeheuer schwierig zu bekämpfen. Man darf sie daher unter keinen Umständen zulassen.

Wieso? Was ist so schlimm an sinkenden Preisen? Ist es wirklich angebracht, zur Verhinderung von Deflation das grösste geldpolitische Experiment aller Zeiten zu wagen und die Zentralbankbilanzen aufzublähen? Der Schlüssel zur Beantwortung dieser Fragen liegt in der Diagnose.

Es gibt nämlich, in Anlehnung an die Terminologie der Ökonomen der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, drei Arten von Deflation: eine gutartige, eine bösartige, eine tödliche. Und als ob die Diagnose nicht schwierig genug wäre, kommt noch ein erschwerender Faktor, ein geradezu dunkler Verdacht hinzu: Es könnte nämlich sein, dass die Zentralbanken selbst die Verursacher der tödlichen Variante sind.

Gut, böse und tödlich

Zunächst eine Begriffsdefinition. Deflation in der vorliegenden Betrachtung bedeutet ein sinkendes allgemeines Preisniveau über einen Zeitraum von mehreren Quartalen. Das Gegenstück ist die Inflation, also ein steigendes allgemeines Preisniveau. Über die vergangenen drei  Jahrzehnte hat sich unter Ökonomen und Zentralbankern die Norm etabliert, wonach eine jährliche Inflationsrate von etwas weniger als 2% als anstrebenswert gilt – wobei freilich festzuhalten ist, dass sich bei einer Inflationsrate von 2% die Kaufkraft über einen Zeitraum von 35 Jahren halbiert.

In der historischen Betrachtung sind Deflationsphasen nach dem Zweiten Weltkrieg selten. Wird der Fokus jedoch ausgedehnt, ergibt sich ein anderes Bild: In der Zeit bis 1939, darunter fällt die Ära des Goldstandards vor 1914 und in der Zwischenkriegszeit, traten Inflation und Deflation gleich häufig auf. Es ist auch festzustellen, dass Deflation nicht zwangsläufig mit wirtschaftlicher Malaise einherging. Mehrmals trat Deflation zusammen mit robustem Wirtschaftswachstum auf. Das ist die gutartige Variante der Deflation.

Gutartige Deflation tritt auf, wenn eine Volkswirtschaft markante Produktivitätsfortschritte erzielt. Ein hervorragendes Beispiel gibt die Periode von 1873 bis 1896 ab, als viele Länder durch die zweite industrielle Revolution gingen und sich die Eisenbahn als Transportmittel verbreitete. Führende Volkswirtschaften verzeichneten damals Deflationsraten von rund 2% pro Jahr, gekoppelt mit Wirtschaftswachstum von 2 bis 3%. Ein ähnliches Bild zeigte sich zwischen 1921 und 1929, als das Automobil, das Telefon oder neue Kühltechnologie Produktivitätsfortschritte brachten.

Möglicherweise erlebte die Welt auch um das Jahr 2000 einen gutartigen Deflationsschub, als die Informationstechnologie Produktivitätsfortschritte ermöglichte und China mit dem Eintritt in die Welthandelsorganisation 2001 seine Produktionskapazität dem Weltmarkt zur Verfügung stellte. In einem dauerhaften Prozess der Deflation befinden sich ferner einzelne Branchen, beispielsweise die Konsumtechnologie: die Geräte werden laufend günstiger, obwohl ihre Leistungsfähigkeit steigt.

Gegen gutartige Deflation ist nichts einzuwenden, weil das Realeinkommen der Bevölkerung dabei steigt. Es ist auch nicht ersichtlich, weshalb Zentralbanken eine milde, gutartige Deflation bekämpfen sollten.

Komplett anders ist das Bild der bösartigen Deflation. Sie ist ein Symptom dafür, dass die Nachfrage chronisch unter der Produktionskapazität liegt; Unternehmen senken die Preise, um ihre Ware loszuwerden. In einem derartigen Umfeld können sich – zumindest in der Theorie – schädliche Erwartungen in den Köpfen der Konsumenten festsetzen: Weil sie davon ausgehen, dass ein Produkt in einem Monat günstiger zu haben ist, verzichten sie auf einen Kauf und horten stattdessen ihr Geld.

Bösartige Deflation kann zu einer hartnäckigen Rezession führen, wenn zwei Voraussetzungen erfüllt sind: Erstens, wenn die Löhne in der Wirtschaft rigide sind, also nicht im Einklang mit dem Preisniveau gekürzt werden können und Unternehmen daher angesichts sinkender Einnahmen gezwungen sind, Arbeiter zu entlassen. Zweitens, wenn die nominellen Leitzinsen der Notenbank am Nullpunkt («zero lower bound») angelangt sind und zur Ankurbelung der Wirtschaft nicht mehr weiter gesenkt werden können. Ein Beispiel einer bösartigen Deflation ist die Periode von 1919 bis 1921.

Die dritte, tödliche Variante der Deflation droht, wenn sich zu den zwei genannten ein weiterer Faktor gesellt: eine hohe Verschuldung in den privaten Sektoren der Wirtschaft. Dann kann das geschehen, was sich in der Grossen Depression der Dreissigerjahre abspielte und was ansatzweise in Japan seit Mitte der Neunzigerjahre zu beobachten ist: Verschuldete Haushalte und Unternehmen sind wegen sinkender Preise mit schrumpfenden Einnahmen konfrontiert, während die Deflation den realen Wert ihrer Schulden steigen lässt.

Um ihre Schulden zu bedienen, sind sie gezwungen, Vermögenswerte zu verkaufen, was deren Preise ins Rutschen bringt und weitere Notverkäufe auslöst. Zahlungsausfälle häufen sich, was früher oder später zu einer Bankenkrise führt. In einer derartigen Deflationsspirale schraubt sich die Wirtschaft immer weiter in die Tiefe und findet kein natürliches Gleichgewicht mehr.

Diese beiden Episoden, die Grosse Depression in den USA sowie die Erfahrung Japans in den vergangenen zwei Jahrzehnten, haben das Denken der heute agierenden Notenbanker entscheidend geprägt.

Die Saat der nächsten Krise

Gut, böse oder tödlich: Was gilt heute? Nur wenn diese Frage beantwortet ist, lässt sich feststellen, ob die Geldpolitik der Notenbanken gerechtfertigt ist. Doch zunächst eine ernüchternde Feststellung: Wir wissen es nicht. Die Historie liefert viel zu wenig Datenpunkte, um Gesetzmässigkeiten klar zu erkennen. Jede Deflationsepisode in der Geschichte war einzigartig, sie sind daher nur bedingt untereinander vergleichbar. Gewiss, die Einflussfaktoren für eine bösartige Deflation sind gegeben: Die konventionelle Geldpolitik steht an der Nulllinie an, und die Löhne sind rigide, besonders in Europa.

Doch nun kommt das schier unlösbare Dilemma der Notenbanken. Die Grosse Depression und die hartnäckige Schwäche Japans seit den Neunzigerjahren – also die Art von Deflation, die die Zentralbanker um jeden Preis vermeiden wollen – können nämlich nur mit ihrer Vorgeschichte verstanden werden: Beiden ging ein von lascher Geldpolitik befeuerter Kredit- und Vermögenspreisboom voran, in dessen Rahmen die private Verschuldung massiv gestiegen ist. Beide Male, in den USA in den Zwanzigern und in Japan in den Achtzigerjahren, geriet die Kreditschöpfung ausser Kontrolle, und es türmte sich – geduldet von den Notenbanken – ein Schuldenberg auf, der die tödliche Deflation erst ermöglichte.

Das gibt die Parallele zu heute: Mit ihrem Bestreben, zwischen 2001 und 2004 eine – gutartige? – Deflation um jeden Preis zu verhindern, pumpte die US-Notenbank eine Kredit- und Vermögenspreisblase auf. Diese platzte im Jahr 2008, doch in der Bekämpfung der abermaligen Deflationsgefahr nehmen die Zentralbanken von Washington bis Tokio jetzt erneut einen Kreditboom und eine Vermögenspreisinflation in Kauf. Der aggregierte Schuldenberg, der auf der Weltwirtschaft lastet, ist grösser als jemals zuvor, gemäss Daten von McKinsey sogar 40% höher als Ende 2007. Was, wenn die Zentralbanken selbst damit die Saat für die nächste, noch grössere Krise gelegt haben? Es ist ein gefährliches Spiel.

 

 

http://www.fuw.ch/article/deflation-das-unverstandene-wesen/

 

 

weico

23.05.2015 11:42
Bild des Benutzers MarcusFabian
Offline
Kommentare: 1525
Bargeldverbot
22.05.2015 21:57
Bild des Benutzers Medusa
Offline
Kommentare: 245

Elias hat am 22.05.2015 - 16:32 folgendes geschrieben:

 

Die schwache Inflation gilt als ein wichtiger Grund, warum die Notenbank Fed mit Zinsanhebungen zögert.

Sorry mein Sohn;- war Gemüse putzen!

 

Aber hier schreibst den Witz des Jahres oder?

Wieso sollte die FED die Zinsen Anheben, Die Bubis mit Ihren Sternen in der Fahne können Ihre Schulden schon jetzt nur noch mit neuen Krediten zahlen. Russland und China verkaufen im grossen Umfang US Staatsanleihen. Japan das hoch verschuldet ist muss den Schrott kaufen und produziert noch höhere Schulden. Aus diesem Grund provozieren die USA China mit der Hoffnung auf Krieg. Naja dir kann man alles erzählen, ich habe dir schon oft gesagt:

Glaube nicht alles was man dir erzählt, dann wirst Du auch nicht angelogen!

 

 

Gute Nacht mein Junge

 

22.05.2015 21:50
Bild des Benutzers Medusa
Offline
Kommentare: 245

Elias hat am 21.05.2015 - 18:07 folgendes geschrieben:

Medusa hat am 21.05.2015 - 18:01 folgendes geschrieben:

Nicht in der Mindestkurs Einführung liegt der Kern des gemeinsamen, sondern in der Aufhebung!

Du willst also immer noch nach mehreren Stunden Bedenkfrist sagen, dass die SNB den Mindestkurs aufgegeben hat, weil eventuell vielleicht irgendwann mal das Bargeld verschwindet? Und nicht weil ihr die Eurokäufe zu teuer wurden?

Deine Kinder verstehen genau darum auch nach 5 Stunden nicht, wie ich mein Geld verdiene. Wie willst du dann etwas von Wirtschaft verstehen?

Nein mein Sohn das sage ich nicht. Ich habe dir nicht gesagt das Eine ergibt das Andere!

Sondern das Eine ist ein Checkpoint für die Hyperinflation. Also im strategischen Denken bist du eine Null. Wohl keine Militärerfahrung!

Mir jedoch eigentlich egal ob Du diese Szenarien verstehst, mich nimmt nur Wunder, wenn so ein überdimensionales, kluges Köpfchen wie Du, wer legt Dir denn jeden Tag soviel Geld und Macht in deine Hände? Ich meine ich könnte genau so gut Mike Shiva anrufen!

 

Nochmals zum SNB Entscheid

Die SNB hat den Kursstützung aufgehoben, nachden der Europäische Gerichtshofe Herrn Draghi die Macht erteilt, denn Euro so aufzublähen wie er will. Da Herr Draghi ein FED Lümmel war und ist, wird er die Gefälligkeit Politik der USA und des Dollars fortsetzen. Die SNB hat den Franken damit gestärkt und die Masselosigkeit aufgehoben.

 

Das verbieten von Bargeld

Tja das ist heute viel einfacher eine Hyperinflation durchzuführen als noch vor 20 Jahren. Denn wenn nur noch mit Karte bezahlt wird, verdienen die Banken (Sicherheit) mehr und es lässt sich so leicht 0 zu produzieren. Hier kann man übrigens schön aussortieren welche Unternehmen man kaufen will und welche man abverrecken lässt! Leider sehen das Starökonomen (wobei von den Fuzzis halte ich nichts) genau so, und ich wünschte mein dritter Sohn @Elias hätte recht doch dem ist leider nicht so!

 

Und mein Junge muss ich noch deutlicher werden?

22.05.2015 16:32
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 5715
US-Inflationsrate fällt auf minus 0,2 Prozent

In den USA ist die Inflationsrate noch stärker in den negativen Bereich gefallen. Wie das Arbeitsministerium am Freitag mitteilte, lag die jährliche Teuerungsrate im April bei minus 0,2 Prozent.

Die aktuelle Rate ist die niedrigste seit Oktober 2009, als die Wirtschaftskrise das Land lähmte. Bankvolkswirte hatten mit der jüngsten Entwicklung gerechnet.

Dass die Gesamtinflation stark durch die gefallenen Ölpreise gedrückt wird, zeigt die Kernrate. Sie klammert diese Komponente und lag mit 1,8 Prozent so hoch wie im Vormonat und damit deutlich höher als die Gesamtrate. Im Monatsvergleich stiegen die Verbraucherpreise um 0,1 Prozent, ohne Lebensmitte und Energie stiegen sie um 0,3 Prozent.

Die schwache Inflation gilt als ein wichtiger Grund, warum die Notenbank Fed mit Zinsanhebungen zögert.

Hinzu kommt der ungewisse konjunkturelle Ausblick. Eine erste Zinserhöhung nach der Krise - ursprünglich für Mitte 2015 erwartet - gilt mittlerweile als unwahrscheinlich. Eher dürfte die Fed ihre Zinswende im zweiten Halbjahr starten oder gar bis nächstes Jahr warten.

http://www.cash.ch/news/front/usinflationsrate_faellt_auf_minus_02_proze...

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

21.05.2015 18:07
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 5715

Medusa hat am 21.05.2015 - 18:01 folgendes geschrieben:

Nicht in der Mindestkurs Einführung liegt der Kern des gemeinsamen, sondern in der Aufhebung!

Du willst also immer noch nach mehreren Stunden Bedenkfrist sagen, dass die SNB den Mindestkurs aufgegeben hat, weil eventuell vielleicht irgendwann mal das Bargeld verschwindet? Und nicht weil ihr die Eurokäufe zu teuer wurden?

Deine Kinder verstehen genau darum auch nach 5 Stunden nicht, wie ich mein Geld verdiene. Wie willst du dann etwas von Wirtschaft verstehen?

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

21.05.2015 18:01
Bild des Benutzers Medusa
Offline
Kommentare: 245

Nicht in der Mindestkurs Einführung liegt der Kern des gemeinsamen, sondern in der Aufhebung!

21.05.2015 12:16
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 5715

Medusa hat am 21.05.2015 - 11:52 folgendes geschrieben:

Das hängt zusammen mein Freund. Und Du kapierst es nicht? SNB = Bargeldentscheid im Euro?

Ich finde nicht das Karten der Hammer sind. Täglich kosten mich die Kartenabrechnungen fast 3000Fr. und das pro Tag. Ist das billig? Ich habe lieber das Bare, denn das habe ich am Abend in meinen Kassen und darf nicht noch 3-4 Tage auf die Kohle warten!

Die Bäckerei akzeptiert nur Maestro oder Postkarten, es gibt Restaurants, die keine Karten akzeptieren, Fluggesellschaften schlagen bei Kartenzahlungen was drauf. Wenn für dich die Kartenzahlungen teuer sind, liegt es an dir, das zu ändern.

Und der SNB-Entscheid zur Einführung des Mindestkurses im 2011, wie auch die Aufhebung im 2015, ist definitiv kein Bargeldentscheid. Weder im Franken noch im Euro.

 

Auch schon mehrfach gepostet:

Die wundersame Notenschwemme
Momentan nimmt die Zahl der Banknoten in der Schweiz rapide zu. ByeDas liegt nicht an der europäischen Schuldenkrise – sondern an Weihnachten.
http://www.20min.ch/finance/news/story/Zu-Weihnachten-gibt-s-eine-Notens...

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

21.05.2015 11:52
Bild des Benutzers Medusa
Offline
Kommentare: 245

Das hängt zusammen mein Freund. Und Du kapierst es nicht? SNB = Bargeldentscheid im Euro?

Ich finde nicht das Karten der Hammer sind. Täglich kosten mich die Kartenabrechnungen fast 3000Fr. und das pro Tag. Ist das billig? Ich habe lieber das Bare, denn das habe ich am Abend in meinen Kassen und darf nicht noch 3-4 Tage auf die Kohle warten!

21.05.2015 11:03
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 5715

Medusa hat am 21.05.2015 - 10:48 folgendes geschrieben:

Lieber Sportsfreund

 

Es ist ein gewaltiger Unterschied ob Du Bargeld benötigst oder ob man es gänzlich verbietet!

Aber ich halte Dich für Klug genug, um 1+1 zusammenzählen zu können!

Wir erinnern uns an den 15.01.2015 Danke SNB super Job gemacht.

 

 

Das Ende naht! Dash 1

@Legasteniker

Von mir aus kann man es verbieten oder das Geld einfach aus dem Verkehr ziehen. Ich brauche das Bargeld nicht. Mit der Gratis-Karte werden dank den Cumulus- und Supercard-Punkten die Einkäufe billiger (oder gratis, je nach Volumen). Mit der Tankkarte ist der Liter immer 3 Rappen billiger.

Gerade wenn man ein Geschäft hat, sind Zahlungen via Karte der Brüller. Ich suche immer noch nach einem Weg, wie ich die Visa-Rechnung mit der Mastercard und die wieder mit der Visa bezahlen kann.

Und was der Entscheid der SNB mit dem Bargeld zu tun hat, weiss wohl auch niemand.

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

21.05.2015 10:48
Bild des Benutzers Medusa
Offline
Kommentare: 245

Lieber Sportsfreund

 

Es ist ein gewaltiger Unterschied ob Du Bargeld benötigst oder ob man es gänzlich verbietet!

Aber ich halte Dich für Klug genug, um 1+1 zusammenzählen zu können!

Wir erinnern uns an den 15.01.2015 Danke SNB super Job gemacht.

 

 

Das Ende naht!

21.05.2015 10:24
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 5715

Medusa hat am 20.05.2015 - 22:13 folgendes geschrieben:

So Leute, das Wort zum Broccoli

 

Das der € versucht das Bargeld zu verbieten, ist ein Anzeichen für eine Dash 1Hyperinflation.

Somit @Elias mein lieber Bruder sind deine zwei letzten Postings für die Katze, falls du eine hast!

Wenn man die hälfte seines Hirnes amputiert, könnte ich verstehen wenn man solchen Quatsch postet! Aber bei deinem IQ, sorry diese Rätsel versuche ich seit 2 Monaten zu lösen, aber ich denke es wird zu meiner Lebensaufgabe!

 

@Broccoli-Legasteniker

Das hat nichts mit dem Euro zu tun. Es bringt nichts, immer verzweifelt nach Nachrichten zu suchen, von denen du glaubst, dass sie dein eingeschränktes Weltbild bestätigen. In dieser Hinsicht ist Weico dein Zwillingsbruder. Bei gewissen Beiträgen kann man die Uhr danach stellen und darauf wetten, dass der Beitrag hier im Forum erscheint. Wenn möglich mehrfach.

 

Die Schweden haben immer noch ihre eigene Währung, sind aber vom Bargeld faktisch weggekommen. Mit elektronischem Geld gibt es keine Fälschungen. Die Noten müssen auch nicht dauernd ersetzt werden. Geldautomaten können nicht mehr mit falschen Münzen manipuliert werden (z.B. SBB-Automaten mit Rubel oder Schekel) Das Geld ist auch für die Übertragung von Keimen verantwortlich. Die Liste ist nicht abschliessend.

 

 

Schweizer Banken wollen das Bargeld abschaffen

Mit einer neuen App wollen Banken ihre Kunden zum bargeldlosen Bezahlen erziehen. So, dass wir überhaupt kein Bargeld mehr brauchen. Was in Schweden längst funktioniert ist hierzulande ein Problem: Denn die Schweizer hängen an ihrem Bargeld.

http://www.aargauerzeitung.ch/wirtschaft/schweizer-banken-wollen-das-bar...

 

Ich persönlich brauche selten Bargeld.

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

20.05.2015 22:13
Bild des Benutzers Medusa
Offline
Kommentare: 245

So Leute, das Wort zum Broccoli

 

Das der € versucht das Bargeld zu verbieten, ist ein Anzeichen für eine Hyperinflation.

Somit @Elias mein lieber Bruder sind deine zwei letzten Postings für die Katze, falls du eine hast!

Wenn man die hälfte seines Hirnes amputiert, könnte ich verstehen wenn man solchen Quatsch postet! Aber bei deinem IQ, sorry diese Rätsel versuche ich seit 2 Monaten zu lösen, aber ich denke es wird zu meiner Lebensaufgabe! Help

20.05.2015 07:46
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 5715
Japan überwindet Deflationsklima noch nicht

..

..

Was die Stimmung in der Bevölkerung anbelange, habe Japan die jahrelange Deflation mit stetig fallenden Preisen jedoch noch immer nicht vollständig überwunden, befand Wirtschaftsminister Akira Amari. Immerhin legte die Wirtschaft des Landes im nunmehr zweiten Quartal in Folge zu. Ob der Aufschwung jedoch von Dauer sein wird, hängt nach Meinung von Ökonomen letztlich vom Konsumverhalten der Bürger ab

http://www.cash.ch/news/top_news/japan_ueberwindet_deflationsklima_noch_...

 

Das ist in einer überalternden und schrumpfenden Gesellschaft schwierig, zumal die Produkte auch noch billiger und langlebiger werden.

Die USA haben Zuwanderung und fördern sie auch. Länder mit Abwanderung werden es nicht einfach haben.

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

11.05.2015 12:19
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 5715
In Deflationsphasen sinken die Löhne weniger als die Preise

Die Preisstabilität hat sich seit dem 20. Jahrhundert besser entwickelt als zuvor. Selbst während langanhaltender Deflation sind die Nominallöhne im Vergleich zu den Konsumentenpreisen kaum rückläufig.

Preisstabilität wird oft als ein Merkmal eines erfolgreichen geldpolitischen Regimes angeführt. Doch wie wird die Preisstabilität genau gemessen? Bernanke (2003) betont, dass die Stabilität eines geldpolitischen Regimes letztlich aufgrund von gesamtwirtschaftlichen Indikatoren beurteilt werden sollte. In diesem Sinne setzt heutzutage die Schweizerische Nationalbank (SNB) Preisstabilität mit einem moderaten Anstieg des Landesindexes der Konsumentenpreise gleich. Daher basiert die vorliegende Analyse auf einer historischen Schätzung eines jährlichen Konsumentenpreisindexes seit dem frühen 19. Jahrhundert, der mit dem aktuellen Landesindex der Konsumentenpreise verknüpft wurde.

Historische Analyse

Eine historische Analyse basierend auf diesen Rohdaten wäre jedoch irreführend, da Preise von kurzfristigen Faktoren beeinflusst werden, die eine Zentralbank weder stabilisieren kann noch stabilisieren sollte. Daher werden in diesem Artikel kurzfristige Einflussfaktoren anhand eines von Stock und Watson (2007) vorgeschlagenen statistischen Modells entfernt, um die Sicht auf den zugrunde liegenden Trend freizulegen. Dabei wird unterstellt, dass das geldpolitische Regime für die mittel- bis langfristige Entwicklung der Inflation verantwortlich ist, und somit wird Preisstabilität anhand der Entwicklung des geschätzten Inflationstrends beurteilt. Um Unterschiede zwischen den geldpolitischen Regimen aufzuzeigen, erlaubt das Modell, dass sich die Volatilität des Trends über die Zeit ändert.

Welche Regime wiesen eine tiefe Volatilität des Inflationstrends auf? Abbildung 1 zeigt die Entwicklung der Volatilität des Inflationstrends, wobei Änderungen in den geldpolitischen Regimen durch vertikale Linien angezeigt werden. In diesem Artikel werden Wettbewerb unter Metallwährungen (vor 1850), Bimetallismus unter einheitlicher Währung (1850–1906), Papiergeld während und zwischen den Weltkriegen (1907–1944), fixe Wechselkurse unter dem Bretton-Woods-System (1945–1972), Geldmengensteuerung (1973–1999) und flexibles Inflationsziel (seit 2000) unterschieden.

Es wird ersichtlich, dass die geldpolitischen Regime basierend auf Papiergeld nach dem Zweiten Weltkrieg eine tiefere Volatilität des Inflationstrends aufwiesen als die Metallwährungsregime vor dem Ersten Weltkrieg. Als die SNB 1907 gegründet wurde, war die Volatilität des Trends ebenfalls relativ tief. Während des Ersten Weltkriegs stieg sie jedoch deutlich an, als die Nationalbank dazu beitrug die Kriegsausgaben des Bundes zu finanzieren (siehe Baltensperger 2012, S. 144–146). Nach der erhöhten Volatilität während des Ersten und des Zweiten Weltkriegs stabilisierte sich der Inflationstrend in der ersten Hälfte des Bretton-Woods-Systems mit fixen Wechselkursen zunehmend. Nach einem leichten Anstieg der Volatilität in den letzten Jahren bevor die Schweiz 1972 zu flexiblen Wechselkursen überging, stabilisierte sich der Trend unter Geldmengensteuerung weiter und sank auf historisch tiefe Werte nach der Einführung eines expliziten flexiblen Inflationsziels im Dezember 1999. Diese Resultate deuten darauf hin, dass die Papiergeldstandards in der Schweiz mit einem relativ stabilen monetären Umfeld einhergingen. Insbesondere war das heutige geldpolitische Regime, trotz den internationalen Turbulenzen der Finanz- und Schuldenkrise, von einer ausserordentlich stabilen Preisentwicklung geprägt.

Im Lichte des Inflationsziels

Wie erfolgreich waren die Regime gemessen am heutigen Inflationsziel der SNB? Die bisherige Analyse fokussierte auf die Volatilität des Inflationstrends, ignorierte jedoch die absolute Höhe des Inflationsniveaus. Aus heutiger Sicht wäre ein geldpolitisches Regime – das den Trend durchaus stabil, jedoch auf einem stark positiven oder stark negativen Niveau hält – nicht wünschenswert. Das statistische Modell erlaubt es, die Wahrscheinlichkeit zu berechnen, ob sich der Inflationstrend während des jeweiligen Regimes unter 0%, zwischen 0% und 2% oder über 2% bewegt (Tabelle 1). Diese Einteilung orientiert sich an der heutigen Definition der Preisstabilität der SNB. Demnach erwarten wir von einem erfolgreichen geldpolitischen Regime eine hohe Wahrscheinlichkeit eines Inflationstrends im Bereich von 0% bis 2%.

Bei diesen Berechnungen schneidet das Regime mit einem flexiblen Inflationsziel besser ab als die anderen Papiergeld- oder Metallwährungsregime. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Inflationstrend im Bereich der Preisstabilität verbleibt, betrug 0,33 mit einem flexiblen Inflationsziel, wobei diese Wahrscheinlichkeit bei allen anderen Regimen tiefer lag. Interessanterweise war im heutigen Regime die Wahrscheinlichkeit, dass der Trend unter 0% fiel, höher, als dass der Trend 2% überstieg. Diese Asymmetrie ist vergleichbar mit den Metallwährungsregimen vor dem Ersten Weltkrieg und weist darauf hin, dass das flexible Inflationsziel dazu beitrug, die Inflation auf sehr tiefem Niveau zu halten. Demgegenüber waren die anderen Papiergeldwährungsregime durch ein Inflationsbias gekennzeichnet. Das heisst, die Wahrscheinlichkeit eines Überschiessens von 2% war höher als die Wahrscheinlichkeit eines Unterschiessens von 0%.

Negative Lohn-Preis-Spirale

Weiter stellt sich die Frage, wie sich die Löhne während Phasen einer Deflation entwickelt haben. Im Zuge der jüngsten Finanz- und Schuldenkrise wurde vermehrt über die negativen Auswirkungen von Deflation und über die Wahrscheinlichkeit einer negativen Lohn-Preis-Spirale diskutiert. Aus diesem Grund bietet sich ein Blick auf historische Phasen von Deflation an. Die Analyse basiert auf einem historischen Lohnindex, den man als Approximation zur tatsächlichen gesamtschweizerischen Lohnentwicklung interpretieren sollte und der ab 1821 verfügbar ist.

Abbildung 2 zeigt die geschätzten Trends beider Variablen. Gemessen am Trend der Konsumentenpreisinflation sind zwei lange andauernde Deflationsphasen auszumachen, für die beide Variablen verfügbar sind (grau hinterlegt).

Die erste Deflationsphase begann um 1873 vor dem Hintergrund einer internationalen Bewegung zu einem Goldstandard und dauerte über zehn Jahre. Die zweite Phase begann, als die SNB nach der hohen Inflation im Ersten Weltkrieg zur Vorkriegs-Goldparität in US-Dollars zurückkehrte. Nachdem die Vorkriegsparität erreicht worden war, normalisierte sich auch der Inflationstrend und tendierte gegen 0%. Im Zuge der Grossen Depression ging der Inflationstrend jedoch wieder deutlich zurück und stieg erst wieder im Jahr 1935 in den positiven Bereich.

Tatsächlich waren die Löhne während dieser Deflationsphasen kaum rückläufig, oder zumindest in viel geringerem Masse als die Konsumentenpreise. Gemessen am Inflationstrend waren die stärksten Rückgänge der Konsumentenpreise in den Jahren 1884 (–6,1%), 1922 (–7,1%) und 1932 (–4,1%) zu beobachten. Gemessen am Trend veränderten sich die Löhne in diesen Jahren jedoch lediglich um –0,1%, –2,1% und –1,7%. Dies bedeutet, dass die Reallöhne während solcher Deflationsphasen deutlich stiegen, was mit rückläufiger Beschäftigung einherging (siehe Kaufmann, 2015). Dies deckt sich mit den Ergebnissen von Zurlinden (2003); für die Zeit nach der Grossen Depression dokumentiert er für die Schweiz einen starken Reallohnanstieg und zeigt, dass auch die Arbeitslosigkeit anstieg.

Verändern sich die Löhne generell weniger stark als die Konsumentenpreise? Interessanterweise ist dies nicht der Fall. Anstiege in der Konsumentenpreisinflation gehen in der Regel mit einer höheren Lohninflation einher. Sowohl während der Inflationsphasen im Ersten und im Zweiten Weltkrieg als auch unter dem Bretton-Woods-System und der Geldmengensteuerung sind die beiden Variablen hoch korreliert. Die unterschiedliche Entwicklung der Nominallöhne in Inflations- und Deflationsphasen weist auf asymmetrische Lohnrigiditäten hin, wie sie Fehr und Götte (2005) für die Schweiz in den 1990er Jahren dokumentieren.

Rückgang der Beschäftigung

Ein geldpolitisches Regime basierend auf Papiergeld kann mit einem hohen Mass an Preisstabilität einhergehen. Insbesondere das im Dezember 1999 eingeführte flexible Inflationsziel war von einer tiefen und stabilen Trendinflationsrate geprägt. Die Metallwährungsregime schneiden in dieser retrospektiven Beurteilung schlechter ab, da sie eine hohe Volatilität des Inflationstrends und eine Tendenz zur Deflation aufwiesen.

Historisch gesehen sind Befürchtungen einer negativen Lohn-Preis-Spirale unberechtigt. Selbst während Zeiten einer anhaltenden Deflation sanken die Nominallöhne nur beschränkt. Deflation hatte aber durchaus negative Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt; die starken Reallohnanstiege waren von einem Rückgang der Beschäftigung und einer höheren Arbeitslosigkeit begleitet.

Literatur

Baltensperger, E., P. M. Hildebrand und T. J. Jordan (2007): The Swiss National Bank's Monetary Policy Concept – An Example of a ‹Principles-Based› Policy Framework, Economic Studies 2007-03, Swiss National Bank.

Baltensperger, E. (2012): Der Schweizer Franken – eine Erfolgsgeschichte: Die Währung der Schweiz im 19. und 20. Jahrhundert, Zürich, NZZ-Libro.

Bernanke, B. S. (2003): Remarks by Governor Ben S. Bernanke, Speech at the Federal Reserve Bank of Dallas Conference on the Legacy of Milton and Rose Friedman's Free to Choose, Dallas, Texas.

Bordo, M. und A. Filardo (2005): Deflation and Monetary Policy in a Historical Perspective: Remembering the Past or Being Condemned to Repeat it? Economic Policy, 20, 799–844.

Bundesamt für Statistik (2015a): Verbraucherpreise.

Bundesamt für Statistik (2015b): Wages and Income from Employment – Detailed Data.

Cogley, T. und T. J. Sargent (2015): Measuring Price-Level Uncertainty and Instability in the U. S., 1850–2012, Review of Economics and Statistics, im Erscheinen.

Eichengreen, B. (2008): Globalizing Capital: A History of the International Monetary System, Princeton, Princeton University Press, 2 ed.

Fehr, E. und L. Götte (2005): Robustness and Real Consequences of Nominal Wage Rigidity, Journal of Monetary Economics, 52, 779–804.

HSSO (2015): Historical Statistics of Switzerland Online.

Kaufmann, D. (2015): Nominal Stability and Swiss Monetary Regimes Over Two Centuries, KOF Working Paper No. 397, KOF Swiss Economic Institute.

Schweizerische Nationalbank (2015): Monetary policy strategy.

Stock, J. H. und M. W. Watson (2007): Why Has U. S. Inflation Become Harder to Forecast? Journal of Money, Credit and Banking, 39, 3–33.

Zurlinden, M. (2003): Gold Standard, Deflation and Depression: The Swiss economy during the Great Depression, Quarterly Bulletin 2/2003, Swiss National Bank.

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

07.04.2015 10:02
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 5715
Deflation in China

Die Produzentenpreise fallen und fallen, und die deflationären Tendenzen mehren sich. Was bedeutet das für den Rest der Welt?

Die chinesischen Produzentenpreise fallen seit 36 Monaten. Der Rückgang flachte sich im letzten Sommer ab, aber seit August befinden sie sich quasi im freien Fall. Der absolute Preisrückgang hat im Februar mit –4,3% ein Fünfjahrestief erreicht. Um die Konsumentenpreise steht es nicht viel besser. Die Teuerung zeigte im Januar mit 0,8% (Vorjahresvergleich) ebenfalls den tiefsten Wert seit fünf Jahren, und der Februarwert lag mit 1,4% deutlich unter dem Inflationsziel Pekings von 3%.

Deflation ist das Schreckgespenst sämtlicher Ökonomen und Notenbanker. Um Deflation zu vermeiden, haben die Zentralbanken in den letzten Jahren weltweit die Märkte mit Liquidität geflutet. Bislang sind diese Massnahmen von wenig Erfolg gekrönt: In Europa sind die Inflationsraten inzwischen negativ, in den USA nahe null, und der Nebeneffekt der Liquiditätsschwemme sind aufgeblasene Vermögenswerte. Auch die Preisentwicklung in China schürt die Deflationsangst: Das Land exportiere seine Überschusskapazitäten zu sinkenden Preisen. Kommentatoren warnen vor Deflation in China – und vor den Folgen, die das für die globale Wirtschaft haben wird, da China die grösste Exportnation der Welt ist.

http://www.fuw.ch/article/deflation-in-china/

 

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

26.02.2015 17:42
Bild des Benutzers weico
Offline
Kommentare: 1210

 
Steigende Nervosität bei der Führung Chinas

 

Am Wochenende hat die chinesische Notenbank (Peoples Bank of China, PBOC) überraschend ihren wichtigsten Leitzins (die Rate für Ausleihungen von einem Jahr) um 0,25 Prozent auf 5,35 Prozent gesenkt. Seit dem vergangenen November ist das bereits die dritte geldpolitische Lockerung durch das Institut.Diese plötzliche Hektik ist kein gutes Zeichen. Sie zeigt, dass die Angst vor einer Deflation auch China immer mehr erfasst und der Einbruch des Wachstums aus dem Ruder läuft. Chinas Wirtschaft befindet sich in einem von der Politik angestrebten heiklen Anpassungsprozess, der zu tieferen Wachstumsraten führt, aber eine nachhaltige Entwicklung sichern soll.

 

Deflationsangst auch in China

Mit einem durch eine zu geringe Nachfrage ausgelösten schrumpfenden Preisniveau kämpfen bereits die Notenbanken Japans und der Eurozone, und selbst beim Fed sorgt der Umstand für eine gewisse Unruhe, dass die Inflationswerte noch immer deutlich unter dem von der Notenbank angestrebten Zielwert von 2 Prozent liegen.

Das Wachstum des Konsumentenpreisindex im Januar lag mit 0,8 Prozent auf einem Fünfjahrestiefststand. Die Produzentenpreise fallen bereits seit drei Jahren.

Ein nachhaltiges Wachstum kann das Land nur mit einem geringeren Investitions- und einem höheren Konsumanteil erreichen. Die Konsumausgaben machen nur gerade 35 Prozent des BIP aus. Ein Grund dafür lag in einer gezielten Politik der Regierung, die die Einkommen auf Arbeit und Kapital tief gehalten hat, um so die massiven Investitionen zu subventionieren. Weil damit die inländische Nachfrage für den Wirtschaftsausstoss Chinas trotz des gewaltigen Infrastrukturbedarfs zu gering blieb, war China auf Aussenhandelsüberschüsse angewiesen. Diese Wirtschaftsstruktur will die chinesische Regierung nun ändern und den Anteil des Konsums deutlich steigern. Gelingt dies, schlagen sich tiefere Wachstumsraten der Gesamtwirtschaft nicht unbedingt in einer geringeren Zunahme der verfügbaren Einkommen in der breiten Bevölkerung nieder.

Nicht zu viel, nicht zu wenig

Die Herausforderung besteht aber darin, dass dieser Normalisierungsprozess nicht aus dem Ruder läuft. Die hohe bestehende Verschuldung in Verbindung mit Deflation (die die Kosten der Verschuldung erhöht) kann rasch in eine Abwärtsspirale münden, mit einem scharfen Absturz der Wirtschaft. Umgekehrt können Massnahmen zur Stabilisierung der Wirtschaft, wie jetzt durch eine geldpolitische Lockerung, zu weiteren Fehlinvestitionen und einer noch höheren Verschuldung führen. Selbst wenn China dann wieder höhere Wachstumsraten ausweisen würde, wären die Risiken eines Absturzes umso grösser, wie auch die Schwierigkeit, die notwendige Anpassung der Wirtschaftsstrukturen vorzunehmen.

Ein Einbruch der chinesischen Wirtschaft hätte auch drastische Konsequenzen für die Weltwirtschaft. Viele Länder sind direkt von der chinesischen Nachfrage abhängig, was ganz besonders für Rohstoffe gilt. Deren Preise würden zum Leidwesen vor allem vieler aufstrebender Volkswirtschaften drastisch fallen.

 

http://bazonline.ch/wirtschaft/konjunktur/Steigende-Nervositaet-bei-der-...

 

weico

 

17.02.2015 14:14
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 5715
Rekordtiefe britische Inflation

Die britische Inflationsrate ist mit einem Wert von 0,3% im Januar auf den niedrigsten Stand seit der Erstellung dieser statistischen Zahlenreihe im Jahr 1989 gefallen. Im Vormonat betrug die Teuerung noch 0,5%. Ein Rückgang war bereits erwartet worden. Die Bank of England rechnet in den kommenden Monaten gar mit rückläufigen Konsumentenpreisen. Vor allem Treibstoffe und Nahrungsmittel sind billiger geworden. Wenn nur die Kerninflation (ohne die Preise für Lebensmittel, Energie, Tabak und Alkohol) betrachtet wird, erhöhte sich jedoch die Teuerung von 1,3% im Dezember auf 1,4%. In der vergangenen Woche wiederholte die britische Zentralbank ihre Meinung, dass eine mögliche Deflation temporär positiv für die britische Wirtschaft aufgrund höherer Realeinkommen sei. Mit einem Anstieg der Teuerung rechnet die Zentralbank gegen Ende des Jahres. Dann könnten auch Zinserhöhungen ins Auge gefasst werden, wenn die Lohnzuwächse entsprechend stark ausfielen.

http://www.nzz.ch/wirtschaft/rekordtiefe-britische-inflation-1.18485141

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

09.02.2015 16:45
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 5715

MarcusFabian hat am 09.02.2015 - 16:31 folgendes geschrieben:

TeeTasse83 hat am 06.02.2015 - 23:38 folgendes geschrieben:

die Idee mal schnell Infrastruktur kaputt zu machen sodass man sie wieder aubauen kann, ist ein ideales Konjunktur- Program.

 

Bist Du einverstanden, dass dieser Gedanke eigentlich pervers ist?

Paul Krugman hat mal in eine ähnliche Kerbe geschlagen als er meinte, man müsse den Mars besiedeln, um wieder grosse Wachstumsraten generieren zu können.

Darum läuft es ja in den Ex-Jugoslawienländern so gut. Dem Balkankrieg sei Dank.

 

Auch in den Erdbeben-Gebieten in Italien herrscht eitel Freude. Wer erinnert sich noch an die aufmunternden Worte des Cavaliere?

Erdbeben in Italien: Berlusconi vergleicht Notlager mit "Wochenend-Camping"

http://www.spiegel.de/panorama/erdbeben-in-italien-berlusconi-vergleicht...

 

Erdbeben in L'Aquila

Ein Albtraum seit fünf Jahren Mehr als 300 Menschen sind im Jahr 2009 bei dem Erdbeben in der italienischen Stadt L'Aquila ums Leben gekommen, rund 70.000 wurden obdachlos. Fünf Jahre nach der Katastrophe haben viele resigniert, andere wurden zu Kämpfern.
http://www.tagesschau.de/ausland/laquila-erdbeben-italien100.html

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

09.02.2015 16:31
Bild des Benutzers MarcusFabian
Offline
Kommentare: 1525

TeeTasse83 hat am 06.02.2015 - 23:38 folgendes geschrieben:

die Idee mal schnell Infrastruktur kaputt zu machen sodass man sie wieder aubauen kann, ist ein ideales Konjunktur- Program.

 

Bist Du einverstanden, dass dieser Gedanke eigentlich pervers ist?

Paul Krugman hat mal in eine ähnliche Kerbe geschlagen als er meinte, man müsse den Mars besiedeln, um wieder grosse Wachstumsraten generieren zu können.

09.02.2015 08:58
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 5715

MarcusFabian hat am 06.02.2015 - 17:25 folgendes geschrieben:

Fazit: Es kommt nicht so sehr drauf an, wieviel Geld man verteilt sondern vielmehr, an wen man es verteilt.

Das Geld wird nicht verteilt. Wenn dem so wäre, würde Inflation entstehen. Es herrscht aber immer noch Kreditklemme. Den Griechen geht das Geld aus. Die EZB "verteilt" bestenfalls noch Notkredite.

Wer an Geld kommt, wird vielleicht Schulden begleichen oder wie TT schon erwähnt hat, das Geld sparen, damit z.B. die Miete länger bezahlt werden kann. Wer schon alles hat, wird sich auch nichts zusätzliches kaufen.

 

Es kommt eher auf das Umfeld an. Wenn es positiv ist, also keine Arbeitslosigkeit droht, wird eher konsumiert.

 

Mal schauen, ob und wie stark bei uns die Arbeitslosenzahlen steigen. Je nachdem kann sich auch bei uns die Stimmung ändern.

Eine Eskalation in der Ukraine kann sich auch bzw, zusätzlich negativ auswirken.

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

06.02.2015 17:25
Bild des Benutzers MarcusFabian
Offline
Kommentare: 1525

Elias hat am 04.02.2015 - 10:23 folgendes geschrieben:


so ähnlich wurde es schon mehrfach von verschiedenen Usern gepostet.

 

Das Geld trifft nicht auf die Ware, die Ware trifft nicht auf das Geld.

Wo ist das Problem? Gib jedem Bürger Fr./€/$ 10'000 und er wird sie in den nächsten Laden tragen und etwas dafür kaufen und damit die Preise verteuern.
Ok, nicht jeder. Die oberen 10% haben ohnehin ausgelasteten Konsum, die tragen die zusätzliche Kohle höchstens in Finanzanlagen.

Das Problem ist also höchstens, dass man das neu gedruckte Geld dem Finanzcasino gibt und nicht den Menschen, die in der realen Welt leben.

Fazit: Es kommt nicht so sehr drauf an, wieviel Geld man verteilt sondern vielmehr, an wen man es verteilt.

06.02.2015 11:13
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 5715
Negativzinsen – Zeichen für mehrjährige, harte Deflation

Negative Zinsen auf Unternehmensanleihen kommen bislang jedoch so gut wie nie vor. «Negative Zinsen bei Unternehmensanleihen deuten eigentlich auf eine mehrjährige, harte Deflation ohne Wirtschaftswachstum hin – eine Situation also, wie wir sie in der Vergangenheit noch nie hatten», erklärt Capaul.

Gemäss der Schweizer Grossbank UBS seien die Anleiherenditen der Ölfirma Shell in der vergangenen Woche einmal kurzzeitig in den negativen Bereich gefallen, berichtet die «Financial Times». Demnach warnt Salman Ahmed vom Genfer Investmenthaus Lombard Odier davor, das erwartete Programm der EZB könne zu ernsthafte Verschiebungen auf den Märkten für festverzinsliche Wertpapiere führen.

«Fürchterliche Unordnung an den Zinsmärkten»

«Es herrscht eine fürchterliche Unordnung an den globalen Zinsmärkten», so Visual-Finance-Experte Capaul. Das ist umso gefährlicher, als die Börsenkapitalisierung der Bondmärkte den Wert aller kotierten Aktien übersteigt – der Zins also besonders bedeutungsvoll für alle Arten und Formen von Verträgen ist. Capaul rechnet mit dem Schlimmsten in den kommenden Jahren, sagt er – Mikrorenditen wären da noch der «positivste, denkbare Ausgang».

 

Aus dem Nestlé Beitrag http://www.handelszeitung.ch/invest/boerse/investoren-zahlen-um-nestle-g...

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

04.02.2015 10:23
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 5715
Der Wahnsinn und Thomas Jordan

Ausgerechnet. Denn Inflation war traditionell der Hauptfeind der Notenbanken. Fast alle Modelle galten ihrer Bekämpfung. Nun versuchten die Notenbanken sie zu erzeugen – mit riesigen Geldströmen. Und sie kam nicht. ClappingDie Ströme blieben in den Tresoren der Banken stecken.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Der-Wahnsinn-und-Thoma...

 

so ähnlich wurde es schon mehrfach von verschiedenen Usern gepostet.

 

Das Geld trifft nicht auf die Ware, die Ware trifft nicht auf das Geld.

Putin hat aktuell wieder mal gezeigt, wie man die Leute zum Kaufen animieren kann. In diesem Fall war es Flucht in Sachwerte. Und sonst ist es erhöhte Nachfrage oder Angeotsverknappung, welche Teuerung verursachen kann.

Ich wiederhole mich nun auch schon seit Jahren ..... Sad

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

01.02.2015 12:35
Bild des Benutzers weico
Offline
Kommentare: 1210

MarcusFabian hat am 01.02.2015 - 11:57 folgendes geschrieben:


Führt der Wertgewinn des Frankens, die Verbilligung von Erdöl Deiner Meinung nach zu einer Reallohnsenkung in der Schweiz und der "Ueli" wird auf die deutsche Geiz-ist-Geil Linie einschwenken (müssen)?

..die "Geiz-ist-Geil" bzw. "ich-bin-doch-kein-Löli" hat doch längst auch in der Schweiz Einzug gehalten.

Neuste  Beispiele im Preiskrieg:

http://www.20min.ch/finance/news/story/31743793

http://www.blick.ch/news/wirtschaft/preiskampf-geht-in-die-naechste-rund...

 

Der Einkaufstourismus ist schon längstens,wenigstens in unserer Gegend,Normalität/ Realität.

Reallohnsenkung wird auch in der Schweiz,in vielen Branchen, Einzug halten . Schlicht unvermeidlich , wenn die Deflation einmal einen Fuss in der Tür hat.

 


Oder bleiben wir nach wie vor ein vergleichsweise starkes Land und können den Konsum aufrecht erhalten?

 

..wie immer gibt's eben Gewinner und Verlierer.

Der Trend das Grosseinkäufe über der Grenze getätigt werden wird wohl weiterhin,dank Währungsgewinn, zunehmen.Migros und Coop usw. sind schlicht im Zugzwang und der Preiskampf wird weiter,dank der "neuen" Konkurrenz,zunehmen."Leidtragende" werden die Produzenten bzw. Angestellten sein.

 

N.B: Aldi hat in der Schweiz 165 und Lidl 100 Filialen.Das grösste Problem der Beiden....geeignete Standorte zu finden.

https://www.aldi-suisse.ch/de/aldi-suisse-a-z/aldi-suisse-a-z/f/filialen/

https://unternehmen.aldi-suisse.ch/de/immobilien/wir-kaufen-mieten/

 

weico

 

 

01.02.2015 11:57
Bild des Benutzers MarcusFabian
Offline
Kommentare: 1525

Soweit so gut (oder schlecht Wink ) kann ich auch nachvollziehen. Aber gehen wir mal in die Realität: "Geiz ist Geil" ist in Deutschland ja schon seit Jahren der Tenor. Unter diesem Motto haben Aldi und Lidl vergeblich versucht, in der Schweiz Fuss zu fassen und sind - na ja, fast ... - gescheitert, weil uns halt in der Schweiz die Qualität wichtiger ist als der Preis. Vielleicht auch, weil uns Migros und Coop ans Herz gewachsen sind?

Ich führe es darauf zurück, dass die Situation der Schweizer und deutschen Konsumenten eine andere ist:

Der deutsche Michl musste seit etwa 2000 eine Reallohnkürzung hinnehmen (Deine Worte wären vermutlich: "Deflation der Löhne in Deutschland", und damit hättest Du recht). Entsprechend bleibt dem Deutschen nicht viel anderes übrig als zu sparen. (aka "Geiz ist Geil").

Der Schweizer Michl (oder nennen wir ihn "Ueli"?) hingegen hatte eine Reallohn-Erhöhung, kann sich also weiterhin Qualität und Ambiente beim Einkaufen leisten.

Was also ist die Konsequenz?

Führt der Wertgewinn des Frankens, die Verbilligung von Erdöl Deiner Meinung nach zu einer Reallohnsenkung in der Schweiz und der "Ueli" wird auf die deutsche Geiz-ist-Geil Linie einschwenken (müssen)?
Oder bleiben wir nach wie vor ein vergleichsweise starkes Land und können den Konsum aufrecht erhalten?

 

01.02.2015 09:54
Bild des Benutzers weico
Offline
Kommentare: 1210

MarcusFabian hat am 31.01.2015 - 19:56 folgendes geschrieben:


Aber davon sehe ich im Moment noch nichts. Sinkende Ölpreise sind für die Wirtschaft allgemein positiv und für den Verbraucher erst recht.

..und weil die Mehrheit noch nichts sieht,freut sie sich ja so unbändig und verdrängt das unvermeidliche. :yes:

 

 

Viele Griechen verstehen die Karikatur sicher .. schon jetzt .

 

 

 

N.B: wie sagte Paul C. Martin so treffend:

"Die Inflation ist nie in Eile, da sie sich erst warmlaufen muss. Warum? Weil jeder, der den Preis erhöht (und es muss ein erster damit anfangen), Kopf und Kragen riskiert, da er teurer anbietet als alle (!) seine Konkurrenten.

Bei der Defla ist es umgekehrt: Der erste (und es muss ein erster damit anfangen) senkt den Preis und ist billiger als alle (!) anderen, die - um nicht Kopf und Kragen zu riskieren - sehr schnell folgen müssen."

 

 

weico

Seiten