Deflation oder Inflation?

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Elias
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Deflation oder Inflation?

CrashGuru wrote:

Elias wrote:
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CrashGuru wrote:
Nun ja, mit Deflation und Inflation haben sie schon zu tun......

Und was genau?

Wer vergibt Kredite? Wer bestimmt die Zinsraten? Wer leitet die Geldströme?

Keine Antwort ist auch eine Antwort.

Dann frag ich anders: Wie entsteht Deflation oder Inflation.

Welchen Einfluss haben Geldströme, Kredite und Zinsraten darauf?

Willst Du den thread wieder neu aufrollen?

Wieder eine Gegenfrage. Hätte mich echt gewundert, wenn dazu jetzt Antworten gekommen wären.

Hatte den Thread schon mal neu aufgerollt und massenhaft Postings verbraten, bis auch dem letzten klar war, dass in Japan Deflation herrscht.

Hast Du wirklich erwartet, dass ich eine Zusammenfassung aller postings der letzten Wochen liefere. Wenn Du eine Antwort willst, dann lies doch einfach den ganzen thread nochmals durch...

Irgendwie bist Du etwas seltsam Wink

Seltsam, wer redet denn nun plötzlich von Zusammenfassung?

Schreib doch einfach mal am Beispiel Japan hin, was Kredite, Zinsraten und Geldströme mit deren Deflation zu tun haben und was sie mit der Inflation von Brasilien zu tun haben.

Ich weiss, dass du es nicht weisst, sonst hättest du schon lange profund Antwort darauf gegeben, statt mit Gegenfragen auszuweichen.

Das mit den Gegenfragen scheint deine neue Masche zu sein. Früher hiess es noch "Argumente ausgegangen"

----

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Benjamin Franklin

Bäri
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Deflation oder Inflation?

Elias wrote:

Das wirklich schlimme ist, dass man jetzt schon in Plural schreibt und total ignoriert, dass die Rettung einen Gewinn für den Bund abgeworfen hat. Abgesehen davon erwirtschaftet die einzige gerettete Bank wieder Gewinn, was im Widerspruch zum kranken Tier steht.

Und wer mit Aktien bei UBS dabei war, wurde mehrfach abgestraft.

Wer alle Banken (weltweit) hätte fallen lassen, die in Schwierigkeiten waren oder noch sind, versteht die Zusammenhänge nicht oder hat nichts zu verlieren.

Ok Elias, die eine Grossbank Wink

Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden..

Was mit den Schrottpapieren geschieht und ob sie sogar einmal Gewinn abwerfen, spielt für mich keine Rolle. Mir gehts nur rein ums Prinzip. Mann muss jede Firma ob Kleinbude oder eine Grossbank konkurs gehen lassen können, ansonsten stimmt grundsätzlich etwas in unserem System nicht (Stichwort Systemrelevanz), sprich die "freie"- Marktwirtschaft steht auf dem Spiel.

Dies ist ein gefährliches Spiel, dass gespielt wird. Was machen wir, wenn in 2 Jahren eine Novartis, Roche oder Nestle in Not gerät, bailouten wir sie dann auch? Springt dann unser Staat auch wieder ein?

Was dann passieren kann, sieht man seit kurzem in Europa mit Griechenland, Portugal, Spanien etc.

Wer rettet denn am Schluss den Staat?

Man kann nur mutmassen was passiert wäre, wenn man die UBS hops gelassen hätte.

Die gesunden Teile wären warscheinlich von anderen Banken übernommen worden, die kranken hätte man fallen gelassen. Klar, Gläubiger hätten in die Röhre gekuckt, dies hätte sich deflationär

Biggrin ausgewirkt.

Allerdings wäre die ganze Sache ein Ende mit Schrecken und nicht ein Schrecken ohne Ende geworden.

Man muss allerdings sagen, dass die Amis damit angefangen haben und es dabei natürlich Machtverschiebungen nach Osten, was auch so sein müsste, gegeben hätte. Diese wollen sie natürlich so lange es geht verteidigen.

only my 2 cents Wink

MarcusFabian
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Deflation oder Inflation?

Elias wrote:

ABB ging damals auch haarscharf am Konkurs vorbei. Für die Ursachen den Aktionär haftbar zu machen, ist hanebüchen.

Dann frag ich mal direkt: Wer soll Deiner Meinung nach dafür bezahlen, wenn ....

... eine an sich gesunde Firma unverschuldet in Schwierigkeiten gerät (z.B. durch Naturkatastrophe)

... eine Firma, Bank durch unseriöse Geschäfte, Spekulation selbst verschuldet unter Wasser gerät?

MarcusFabian
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Deflation oder Inflation?

Elias wrote:

Dann frag ich anders: Wie entsteht Deflation oder Inflation.

Welchen Einfluss haben Geldströme, Kredite und Zinsraten darauf?

Boah, und das auf Seite 38 des Threads! :roll: :roll: :roll:

Elias
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Deflation oder Inflation?

MarcusFabian wrote:

Elias wrote:
ABB ging damals auch haarscharf am Konkurs vorbei. Für die Ursachen den Aktionär haftbar zu machen, ist hanebüchen.

Dann frag ich mal direkt: Wer soll Deiner Meinung nach dafür bezahlen, wenn ....

... eine an sich gesunde Firma unverschuldet in Schwierigkeiten gerät (z.B. durch Naturkatastrophe)

... eine Firma, Bank durch unseriöse Geschäfte, Spekulation selbst verschuldet unter Wasser gerät?

Es bezahlen es diejenigen, die davon direkt oder indirekt betroffen sind. Die Frage ist nur, wieviel es bei welcher Variante kostet und wer wieviel bezahlt. Direkt oder indirekt.

Im Fall von ABB hätten die Aktienbesitzer ihren Einsatz verloren, eventuell hätte es Zulieferer erwischt, sicher hätte es viele Arbeitslose gegeben und natürlich in der Folge die Steuerausfälle.

An diesen Ausfällen partizipiert man, je nach Ausmass und Region / Wohnort.

Auch hier die Gegenfrage: wäre es intelligent gewesen, ABB hops gehen zu lassen? Natürlich hätte man sie von Konkurrenten aufkaufen lassen können und so den Schaden gering halten. Die Zeiten waren damals nicht schlecht, die Wirtschaft lief im 2006 ja gut. Kurz nach dotcom und 9/11 wäre es teuer geworden.

Man kann das Geld für Wirtschaftsförderung und Standortmarketing einsetzen oder gleich von Anfang an die Voraussetzungen schaffen, das ein Unternehmen überlebt, wenn die Chancen dafür gegeben sind. Egal, wer was vermurckst hat.

----

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Elias
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Deflation oder Inflation?

MarcusFabian wrote:

Elias wrote:

Dann frag ich anders: Wie entsteht Deflation oder Inflation.

Welchen Einfluss haben Geldströme, Kredite und Zinsraten darauf?

Boah, und das auf Seite 38 des Threads! :roll: :roll: :roll:

Hahaaaaa, dass ich nicht lache Lol

Schau mal die ersten paar Seiten an, was du dort gepostet hast.

Sagenhafte 2 Jahre hat es bei dir gedauert, bis du das mit der Deflation soweit begriffen hast, dass du sie als existierend wahrgenommen hast.

Warum dort Deflation herrscht wird wohl immer noch ein Geheimnis für dich sein. Hab jedenfalls in den 38 Seiten bisher nicht den Eindruck gehabt, dass es dir klar ist.

----

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MarcusFabian
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Deflation oder Inflation?

Elias wrote:

Es bezahlen es diejenigen, die davon direkt oder indirekt betroffen sind. Die Frage ist nur, wieviel es bei welcher Variante kostet und wer wieviel bezahlt. Direkt oder indirekt.

Hm, das heisst, Du machst die Entscheidung am wirtschaftlichen Folgeschaden fest, wohingegen ich es eher so sehe, dass man nach Schuld oder Unschuld entscheiden sollte.

Diese Diskussion ist ja auch nicht neu und hat per se nichts mit der aktuellen Finanzkrise zu tun. Ich erinnere an die Diskussionen in den 1970er Jahren, ob der deutsche Staat die deffizitäre Kohl- und Stahleindustrie weiter finanzieren solle oder nicht. Damals nannte man das noch Subvention. Die heutigen bailouts sind aber im Prinzip etwas ähnliches.

Ich meine, dass es langfristig immer besser ist, marrode Firmen hopps gehen zu lassen statt sie als Zombies weiter durchzufüttern. Bedenke dabei auch, dass mit den Subventionen die Zobies ungerechtfertigt gestärkt werden, was deren gesunde Konkurrenz schwächt.

Klassisches Beispiel aus dem Jahr 2003 sind die kranke Worldcom und die gesunde AT&T: Der kranken Worldcom wurden durch Chapter 11 ungerechte Konkurrenzvorteile verschafft.

Was hätte dagegen gesprochen, Worldcom gleich Konkurs zu schicken? Die gesunde AT&T hätte deren Kunden noch so gerne aufgenommen und teilweise auch Worldcom-Mitarbeiter.

MarcusFabian
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Deflation oder Inflation?

Elias wrote:

Warum dort Deflation herrscht wird wohl immer noch ein Geheimnis für dich sein. Hab jedenfalls in den 38 Seiten bisher nicht den Eindruck gehabt, dass es dir klar ist.

Also nochmals:

Es gab verschiedenste Geld-Druck-Aktionen in der Geschichte der Zivilisation.

Vor denen verschliesst Du aber die Augen und fokusierst Dich lediglich auf Japan.

Ok, reden wir mal über den "Spezialfall Japan".

Japan hatte vor der Deflation eine enorme Inflation. Die Immobilienpreise sind aus dem Ruder gelaufen. Insofern ist es nachvollziehbar, dass diese Blase mal platzen musste und die Preise entsprechend sanken.

Dass die Bevölkerungszahl Japans sinkt und es deshalb schlicht weniger Immos braucht, kommt noch hinzu.

Weiterhin hat sich der Wert des Yen innert weniger Jahre verdoppelt. Logisch, dass die Preise sinken, wenn sich der Wert der Währung erhöht.

Die japanische Wirtschaft hat es trotz des starken Yen geschafft, ihre Exportquote einigermassen zu halten. Das war einerseits möglich durch radikale Sparmassnahmen, die bis zu Lohnkürzungen gingen. Andererseits aber auch, weil sie ihre Produkte in den boomenden Westen (1990er Jahre) liefern konnten.

Ja, es ist richtig, dass das Gelddrucken der BoJ nicht zu einer Inflation geführt hat sondern bestenfalls die Deflation abgeschwächt hat. (Wir wissen nicht, wie tief die Deflation gewesen wäre ohne diese Gelddruckerei!).

Wir wissen auch, dass die neu gedruckten Yen nicht in Japan ausgegeben wurden sondern im Westen, allen voran im Dollarraum, investiert wurden (Stichwort: Yen Carry Trade).

Deine Schlussfolgerung, unbegrenzte Gelddruckerei löse keine Inflation aus, weil Japan das Gegenteil "beweist", halte ich nach wie vor für komplett falsch!

Neben Japan gibt es nämlich Hunderte wenn nicht Tausende von Beispielen in der Geschichte, wo ungehemmte Gelddruckerei zu Inflation, Hyperinflation, Währungsreform geführt hat.

Vergleichen wir z.B. die USA mit Japan:

* Japan ist und war eine Exportnation. Die USA sind eine Import-Nation

* Der Wert des Yen ist gestiegen. Der Wert des Dollars fällt seit 1973 kontinuierlich.

* Japans Bevölkerung hatte ein grosses Sparpolster. Die Amis haben Schulden.

* Japan hat seine Schulden vorwiegend bei der eigenen Bevölkerung, die USA im Ausland.

Der Vergleich "USA 2000ff = Japan 1989ff" hinkt also gewaltig!

Ich kann also beim besten Willen nicht erkennen, dass die USA im Begriff sein sollen, das Japan-Szenario zu wiederholen.

Also nochmals: Die Aussage "Gelddruckerei löst keine Inflation aus" solltest Du Dir nochmals durch den Kopf gehen lassen und Dir dabei auch andere historische Beispiele - nicht nur Japan - zu Gemüte führen.

Bullish
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Deflation oder Inflation?

MarcusFabian wrote:

Bullish wrote:

Folglich reicht offenbar nicht einmal ein Bestrafen der Aktionäre,

Wenn man das mal mit dem National Banking Act von 1863 vergleicht:

Damals durften Banken nur 2.5 mal mehr Kredite ausgeben als sie Einlagen hatten (heute 10 mal) und Aktionäre hafteten mit dem Doppelten Nennwert ihrer Aktien, sollte die Bank in Schwierigkeiten geraten.

Ob 2.5mal oder 10mal, das ändert doch nur die Fallhöhe. Btw, mit "Einlagen" meinst Du die Einlagen der Banken bei der Zentralbank und nicht die Einlagen der Kunden bei der Bank, richtig?

MarcusFabian wrote:

Was meinste, wie motiviert die damals waren, dass ihre Bank sauber gearbeitet hat?

Genauso wie heute. Es bestand lediglich eine Nachschusspflicht, berechnet auf dem Nennwert und nicht auch dem Marktpreis.

MarcusFabian wrote:

Also wenn schon, dann sollen die Aktionäre, die Besitzer der Bank in erster Linie zur Kasse gebeten werden. Sicher nicht die Halter von Spareinlagen.

Nun, wenn Du als Sparer geschützt wirst, wenn Du auf unrealistische Angebote von Banken eingehst, dann ist dies ein Systemfehler. Privathaftende Kleinbankiers hätten so riesige Nachteile.

Ist, wie einem Migros-Kunde die M-Budget-Salami nicht schmeckt und er nun vom Staat Salami vom Metzger möchte.

Und um noch etwas zum Thread-Thema zu bringen:

Quote:

http://rodgermmitchell.wordpress.com/2010/04/06/more-thoughts-on-inflation/

Federal deficit spending doesn’t cause inflation; oil does

...

no relationship between federal deficits — even large federal deficits and inflation

CrashGuru
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Deflation oder Inflation?

Nun weiss ich wer Schuld hat....:wink:

Ron Paul: «Das Fed ist verantwortlich für die Konjunkturzyklen. Es ist verantwortlich für Teuerung, Rezession, Depression und exzessive Schulden. (…) Seine Politik ist immer destruktiv. Ohne Gegenwehr führt die Politik einer Notenbank ins finanzielle Chaos, etwas, das wir gegenwärtig erleben.» :idea:

MarcusFabian
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Deflation oder Inflation?

Bullish wrote:

Ob 2.5mal oder 10mal, das ändert doch nur die Fallhöhe. Btw, mit "Einlagen" meinst Du die Einlagen der Banken bei der Zentralbank und nicht die Einlagen der Kunden bei der Bank, richtig?

1. Bei Faktor 10 Kredit zu Spareinlagen kann sich die Bank theoretisch einen Kreditausfall von 10% leisten, bevor sie die Wasserlinie erreicht. Bei Faktor 2.5 entsprechend 40%. Das heisst, die Bank ist stabiler aufgestellt, je niedriger dieser Faktor ist.

2. Ich meine die Kundeneinlagen. Dass eine Bank Einlagen bei der ZB hat ist eher die Ausnahme und kam vor 2009 praktisch nie vor.

Bullish wrote:

MarcusFabian wrote:

Was meinste, wie motiviert die damals waren, dass ihre Bank sauber gearbeitet hat?

Genauso wie heute. Es bestand lediglich eine Nachschusspflicht, berechnet auf dem Nennwert und nicht auch dem Marktpreis.

Falsch, denn: Ein Banker, der für seine Misswirtschaft auch finanziell gerade stehen muss, prüft Investitionen viel kritischer und ist weitaus weniger risikobereit als ein Banker, der weiss, dass ihm - falls der Deal schief geht - der Staat wieder auf die Beine hilft.

Bullish wrote:

Nun, wenn Du als Sparer geschützt wirst, wenn Du auf unrealistische Angebote von Banken eingehst, dann ist dies ein Systemfehler. Privathaftende Kleinbankiers hätten so riesige Nachteile.

Stimmt. Wenn ich mich als dummer Kleinanleger verspekuliere und Aktien für Titan-Minen auf dem Mond kaufe, dann habe ich 100% Verlust und alle lachen micht aus.

Wenn ich als Banker einem Joe Sixpack mit 15k Jahreseinkommen eine 720k Villa finanziere und der erwartungsgemäss nicht zahlen kann, kommt die ZB mit TARP und "bailt" mich aus.

Bullish wrote:

Quote:

http://rodgermmitchell.wordpress.com/2010/04/06/more-thoughts-on-inflation/

Federal deficit spending doesn’t cause inflation; oil does

...

Nochmals: Federal deficit spending = Inflation im ursprünglichen Sinn des Wortes, nämlich "Ausweitung der Geldmenge".

Steigende Ölpreise = Inflation im Sinne von Teuerung.

Wie oben bereits geschrieben: Von temporären Ausnahmen mal abgesehen besteht zwischen beiden ein Zusammenhang.

MarcusFabian
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Elias wrote:

Sagenhafte 2 Jahre hat es bei dir gedauert, bis du das mit der Deflation soweit begriffen hast, dass du sie als existierend wahrgenommen hast.

Japan hatte eine Inflation im Sinn von steigender Geldmenge.

Japan hatte eine Deflation im Sinn von sinkenden Preisen.

Ich habe Infla/Defla als monetäres Phänomen verstanden, Du als preisliches.

Wir haben also lediglich denselben Begriff unterschiedlich definiert und in unserer jeweiligen Definition richtig interpretiert.

Dieses Missverständnis haben wir - so meine ich - mittlerweile geklärt. Deshalb könntest Du vielleicht langsam Deine täglichen Wiederholungen dieses Missverständnisses einstellen.

MarcusFabian
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Deflation oder Inflation?

Victor Sperandeo, ehemaliger Trader von Soros:

Hyperinflation hat einen einzigen Grund: Sie stellt sich ein, wenn ein Staat keine Kredite mehr aufnehmen kann, da seine Schulden schon so stark angestiegen sind, dass Investoren der Meinung sind, dieser Staat werde seine Schulden nicht annähernd mit derselben Kaufkraft zurückzahlen können. In Folge einer solchen Vertrauensflucht sieht sich der betreffende Staat gezwungen, Geld zu drucken, damit er seinen Verpflichtungen nachkommen kann. Dies untergräbt den Wert der Währung noch stärker, was häufig in einem rasanten Zusammenbruch gipfelt. Das ist Hyperinflation, und sie wird allein durch Regierungen und Zentralbanken ausgelöst.

http://www.goldseiten.de/content/diverses/artikel.php?storyid=15193&seite=0

Bullish
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Deflation oder Inflation?

MarcusFabian wrote:

1. Bei Faktor 10 Kredit zu Spareinlagen kann sich die Bank theoretisch einen Kreditausfall von 10% leisten, bevor sie die Wasserlinie erreicht. Bei Faktor 2.5 entsprechend 40%. Das heisst, die Bank ist stabiler aufgestellt, je niedriger dieser Faktor ist.

Wie soll eine Bank Kredit mit Faktor 10 der Spareinlagen vergeben? Ich denke immer noch, Du meinst die Einlage der Bank bei der Zentralbank.

Die Wasserlinie erreicht sie, wenn ihr Eigenkapital dahingeschmolzen ist. Spareinlagen sind aber kein Eigenkapital, sondern Verbindlichkeiten.

MarcusFabian wrote:

2. Ich meine die Kundeneinlagen. Dass eine Bank Einlagen bei der ZB hat ist eher die Ausnahme und kam vor 2009 praktisch nie vor.

Sie muss sogar. Die Einlagen bei der ZB stehen im Verhältnis zu den Kundeneinlagen der GB. In den USA 10%, in der Schweiz 2.5%.

Quote:

http://de.wikipedia.org/wiki/Mindestreserve

Die Mindestreserve ist eine minimale Einlage von Geschäftsbanken bei der Zentralbank, zu welcher sie von dieser verpflichtet werden. [...] Sie wird von der Zentralbank festgelegt in Prozent der Einlagen der Kunden der jeweiligen Geschäftsbank.

Mit einer ZB, die 100% Mindesteinlagen forderte, hättest Du Staatspapiergeld, das je nach Disziplin einem Goldstandard gleichkommen würde.

MarcusFabian wrote:

Bullish wrote:
MarcusFabian wrote:

Was meinste, wie motiviert die damals waren, dass ihre Bank sauber gearbeitet hat?

Genauso wie heute. Es bestand lediglich eine Nachschusspflicht, berechnet auf dem Nennwert und nicht auch dem Marktpreis.

Falsch, denn: Ein Banker, der für seine Misswirtschaft auch finanziell gerade stehen muss, prüft Investitionen viel kritischer und ist weitaus weniger risikobereit als ein Banker, der weiss, dass ihm - falls der Deal schief geht - der Staat wieder auf die Beine hilft.

Davon sprach ich, als ich von Privatbankiers in Personengesellschaften sprach. Die haften unbeschränkt und meist sogar solidarisch.

Hier war aber von Aktiengesellschaften die Rede und von Banker, die in den USA leichtfertige Kredite vergeben hatten. Ich argumentierte, dass diese Banker völlig rational handelten und dieses Handeln auch für die Aktionäre von Vorteil war, wenn sie die Aktien lediglich traden.

Als Konklusion brachte ich den Einwand, dass solche Bank-Aktiengesellschaften nur durch die Bankkunden kontrolliert werden können, indem diese die Gefahr des Einlagenverlustes bedenken, wenn sie eine Bank wählen. So hätten kleinere Banken, mit persönlich haftenden Bankiers wieder eine Chance, denn die sind nicht mehr wettbewerbsfähig, wenn die Ausfälle auf Einlagen ihrer als Aktiengesellschaft firmierenden Konkurrenten zu 100% sozialisiert werden. Eigentlich sind die Einlagen auch nur beschränkt geschützt, doch ein Bailout der Bank schützt die Einlagen zu 100%.

MarcusFabian wrote:

Stimmt. Wenn ich mich als dummer Kleinanleger verspekuliere und Aktien für Titan-Minen auf dem Mond kaufe, dann habe ich 100% Verlust und alle lachen micht aus.

Wenn ich als Banker einem Joe Sixpack mit 15k Jahreseinkommen eine 720k Villa finanziere und der erwartungsgemäss nicht zahlen kann, kommt die ZB mit TARP und "bailt" mich aus.

Dieser Banker ist ein Arbeitnehmer. Gestern war er Hypothekenverkäufer, heute ist er in einem Unternehmen für Zwangsversteigerungen. Der Bailout interessiert ihn doch nicht.

Der Bailout stützt alle, die nicht in Bargeld sind. Sogar Goldbugs wurden gebailoutet. Ohne Bailout gibt es eine deflationäre Depression.

MarcusFabian wrote:

Nochmals: Federal deficit spending = Inflation im ursprünglichen Sinn des Wortes, nämlich "Ausweitung der Geldmenge".

Steigende Ölpreise = Inflation im Sinne von Teuerung.

Soviel zu den verschiedenen Definitionen.

Die erste Definition ist nur relevant, wenn man mit der Quantitätsgleichung operiert: M*V = P*Y (Geldmenge * Umlaufgeschw. = Preisniveau * Output) http://de.wikipedia.org/wiki/Quantit%C3%A4tsgleichung#Von_Transaktionen_...

und meint die "Ausweitung im Verhältnis" zu etwas. Nur funktioniert unser System nicht mehr so, resp hat es nie so funktioniert.

Fine-Tuner
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Deflation oder Inflation?

Mich als 0815 Konsument (repräsentierend rund 90% der CH Bevölkerung) interessiert es nicht ob nun mehr Geld gedruckt oder die Preise gestiegen bzw. gesunken sind. Mich interessiert nur, wieviel ich für meinen Franken kaufen kann....mich interessiert nur die Kaufkraft meines aktuellen und zukünftigen Vermögens!!

Ich weiss, dass ich heute für einen Franken in CH weniger kriege als vor einem Jahr.

Ich weiss, dass ich heute für einen Franken im nahen Ausland mehr kriege als vor einem Jahr.

Das sind Fakten.

Begriffe wie Deflation, Inflation, Stagnation sind nicht geeignet komplexe Sachverhalte einer international völlig vernetzten Ökonomie zu beschreiben....immerhin das haben wir nach 2 Jahren und mehr als 500 posts gelernt, immerhin!

Fine-Tuner

MarcusFabian
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Deflation oder Inflation?

Bullish wrote:

Wie soll eine Bank Kredit mit Faktor 10 der Spareinlagen vergeben? Ich denke immer noch, Du meinst die Einlage der Bank bei der Zentralbank.

Was ich meine ist die Kombination aus Fractional Banking und Geldschöpfung:

Wenn Du als Spareinlage Fr. 1000 auf das Konto legst, kann die Bank davon 900 als Kredit vergeben.

Von den 900 wieder 810 etc. Somit werden aus Fr. 1000 Spareinlagen bis zu Fr. 100'000 Kredit generiert.

Bullish wrote:

Als Konklusion brachte ich den Einwand, dass solche Bank-Aktiengesellschaften nur durch die Bankkunden kontrolliert werden können, indem diese die Gefahr des Einlagenverlustes bedenken, wenn sie eine Bank wählen.

Reden wir aneinander vorbei?

Wenn die Bank den Kunden falsche Papiere verkauft und diese Papiere wertlos werden, verlieren die Kunden. Aber nicht die Bank.

Die Banken sind ja nur deshalb in Schwierigkeiten gekommen, weil sie entweder mit eigenem Geld oder mit Spareinlagen - und ohne Wissen der Sparer - hochriskante Geschäfte gemacht haben, die schlussendlich in die Hose gegangen sind.

Soweit einig?

Bullish wrote:

Eigentlich sind die Einlagen auch nur beschränkt geschützt, doch ein Bailout der Bank schützt die Einlagen zu 100%.

Wobei sich mir dann folgende Frage stellt:

Warum garantiert der Staat nicht einfach die Spareinlagen statt gleich die ganze Bank zu "bailouten"?

Ich meine, unter den Milliardenverlusten waren ja auch Verpflichtungen im Derivatemarkt, bei CDS, ABS etc, die den Sparer nicht interessieren und die auch keinen Volkswirtschaftlichen Schaden anrichten würden, wenn sie hopps gehen.

Anders ausgedrückt und mit Phantasiezahlen:

Die UBS hat Fr. 100 Spareinlagen bekommen und weitere Fr. 1000.- in hochriskanten Spekulationen.

Finanzkrise, alles in Gefahr, UBS bekommt vom Staat Fr. 1100 bailout.

Den Staat interessieren aber nur seine Bürger und somit die 100 Spareinlagen. Somit hätte der Staat auch nur die 100 Spareinlagen decken müssen. Wäre billiger gewesen.

Bullish wrote:

Sogar Goldbugs wurden gebailoutet. Ohne Bailout gibt es eine deflationäre Depression.

Goldbugs haben das nicht nötig, denn Gold trägt seinen Wert in sich und ist das einzige schuldenfreie Geld!

Bullish wrote:

Soviel zu den verschiedenen Definitionen.

Die erste Definition ist nur relevant, wenn man mit der Quantitätsgleichung operiert: M*V = P*Y (Geldmenge * Umlaufgeschw. = Preisniveau * Output) http://de.wikipedia.org/wiki/Quantit%C3%A4tsgleichung#Von_Transaktionen_...

und meint die "Ausweitung im Verhältnis" zu etwas. Nur funktioniert unser System nicht mehr so, resp hat es nie so funktioniert.

An die Quantitätsgleichung habe ich ohnehin nie geglaubt, obschon sie allgemein sehr akzeptiert ist und soweit ich weiss immer noch gelehrt wird.

http://www.weissgarnix.de/2008/05/25/beerdigen-wir-gleich-auch-noch-die-...

MarcusFabian
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Deflation oder Inflation?

Fine-Tuner wrote:

Mich interessiert nur, wieviel ich für meinen Franken kaufen kann....

Darf ich mal ganz ketzerisch sein und sagen: "Falsch, nicht einmal das interessiert Dich!":

http://www.cash.ch/node/2934#comment-374153

Fine-Tuner wrote:

Begriffe wie Deflation, Inflation, Stagnation sind nicht geeignet komplexe Sachverhalte einer international völlig vernetzten Ökonomie zu beschreiben....immerhin das haben wir nach 2 Jahren und mehr als 500 posts gelernt, immerhin!

Es ist mir bewusst, dass es überall Definitionsspiele gibt.

Ich meine, wenn wir von "100 Franken", "1 kg Kupfer" oder "2 Megabyte" sprechen, meinen wir alle dasselbe.

Sprechen wir aber über Liebe, Glück, Moral, Ethik, Gerechtigkeit ... dann meint jeder etwas anderes.

Dass es für so häufig verwendete Begriffe wie Inflation/Deflation mindestens drei unterschiedliche offizielle Definitionen gibt ist - gelinde ausgedrückt: - unglücklich.

MarcusFabian
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Deflation oder Inflation?

Elias wrote:

Darum gibt es keine Hyperinflation hier in der Schweiz. Es ist Nonsens, was man bezüglich Hyperinfaltion und Schweiz hier im Thread postet.

Japan ist ein G-20 Staat und selbst wenn der kippt, trifft es uns nicht. Die Aussage mit den Dominosteinen ist ein totaler Schmarren.

Teilweise einverstanden. Japan alleine könnte wohl nicht die Dominosteine Europa und USA zu Fall bringen. Und damit auch nicht die Schweiz.

Japan ist ja - wie wir beide uns mittlerweile einig sind - ein Spezialfall.

Weiterhin ist die Aussage: "es gibt keine Hyperinflation hier in der Schweiz." absolut korrekt. Aber wir reden ja nicht darüber, was ist (= Gegenwart) sondern was sein wird oder sein könnte. Und selbst wenn die Schweiz selbst nicht auf dem Weg der Hyperinfla ist, einige Länder, bei denen wir unser Geld parkiert haben, sind es.

Dennoch die Fragen nochmals, denen Du geflissentlich ausweichst:

Dürfen Staaten ungebremst Geld drucken, ohne gewärtigen zu müssen, dass sich das rächt?

Wenn Deine Antwort (wie ich erwarte) "ja" lautet, Zusatzfrage: Was, wenn nicht Gelddruckerei, hat Deiner Meinung nach die vergangenen Hyperinflationen ausgelöst?

Und weiter,

Wenn die USA in eine Hyperinflation gerät, der Dollar also komplett entwertet wird, wird das dann Auswirkungen auf Europa haben?

Und wenn Europa als nächster Dominostein in eine Hyperinflation gerät, wird die Schweiz das dann unbeschadet überstehen?

MarcusFabian
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Inflation: Der Sprit ist immer schuld

Das Leben in Deutschland ist im letzten Jahr kaum teurer geworden, sagen Statistiker – nur um 1,1 Prozent. Soweit die offizielle Zahl. Im Eurogebiet zogen die Preise stärker an, um 1,6 Prozent, meldet die Statistikbehörde Eurostat. Der Einzelne wird das vielleicht etwas anders empfunden haben…

Sind das nicht gute Nachrichten? Nachrichten, nach denen man sich richten kann? Ich weiß nicht. Vielleicht hatte der offizielle Warenkorb ein Loch. Vielleicht ist ein billiger gewordener Plasmabildschirm auf ihn gefallen? Wer weiß?

Doch zunächst ein Wort des Trost für ein Wort, das inflationär oft missbraucht wird: Inflation. Welch bedauernswertes Wort… Es wird immer benutzt, wenn es um steigende Preise geht. Dabei ist es so falsch, wie das Benutzen einer Klobürste für das Hinterteil. Inflation ist ein Begriff aus der Wissenschaft des Geldes und bedeutet Aufblähen einer Geldmenge. (lat: inflare), und nicht steigende Preise. Meldungen mit „Inflation“ in Überschriften müssten eigentlich alle auf „Teuerung“ abgeändert werden. Doch wer soll das tun, wenn kaum ein Schreiber von Überschriften den Unterschied zwischen dem einen und dem anderen kennt. Selbst Experten haben mit den Begriffen so ihre Schwierigkeiten, sogar die Zentralbanker, das aber vielleicht sogar bewusst. Abriss wird heute ja auch als Rückbau bezeichnet.

weiter ... http://frank-meyer.eu/wp-blog/?p=1203

Elias
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Deflation oder Inflation?

MarcusFabian wrote:

Inflation ist ein Begriff aus der Wissenschaft des Geldes und bedeutet Aufblähen einer Geldmenge.

Richtig. Und neben der Teuerung gibt es dann noch die Kaufkraft.

Quote:

Eine Erklärung für das Ansteigen des Preisniveaus allgemein bietet die Quantitätsgleichung von Irving Fisher:

Transaktionsanzahl * Preisniveau = Geldmenge * Umlaufgeschwindigkeit

Quelle Hyperinflation http://de.wikipedia.org/wiki/Hyperinflation

Das Preisniveau und die Hyperinflation....

MarcusFabian wrote:

Elias wrote:
Darum gibt es keine Hyperinflation hier in der Schweiz. Es ist Nonsens, was man bezüglich Hyperinfaltion und Schweiz hier im Thread postet.

Japan ist ein G-20 Staat und selbst wenn der kippt, trifft es uns nicht. Die Aussage mit den Dominosteinen ist ein totaler Schmarren.

Teilweise einverstanden. Japan alleine könnte wohl nicht die Dominosteine Europa und USA zu Fall bringen. Und damit auch nicht die Schweiz.

Japan ist ja - wie wir beide uns mittlerweile einig sind - ein Spezialfall.

Nein, da sind wir uns nicht einig. Es ist kein Spezialfall, nur weil er bisher nur in Japan aufgetreten ist. Jedes Land kann davon betroffen sein, bei dem die Bevölkerung schrumpft und überaltert. Habe ich auch schon mehrfach geschrieben. Wir haben das Dusel, dass wir Zuwanderung haben und so der Effekt sich länger herauszögert, als in anderen Ländern. Das Blatt kann sich aber auch hier schneller wenden, als uns lieb ist.

MarcusFabian wrote:

Dennoch die Fragen nochmals, denen Du geflissentlich ausweichst:

Dürfen Staaten ungebremst Geld drucken, ohne gewärtigen zu müssen, dass sich das rächt?

Ich beantworte diese Frage auch schon geflissentlich zum x-ten Mal:

1. es wird (mindestens in der Schweiz) nicht ungebremst Geld gedruckt. Habe auch schon mehrfach geschrieben: das ist ein Märchen. Den folgenden Link habe ich auch schon mehrfach reingestellt: http://www.snb.ch/de/iabout/cash/id/cash_circulation

2. Wo ist den die ausgeweitete Geldmenge hier in der Schweiz? Das ist eine Frage, der du geflissentlich ausweichst: Wäre sie im Wirtschaftskreislauf, wäre das Phänomen der "Flucht in die Sachwerte" schon lange gekommen. Dazu kommt es eben auch seit geraumer Zeit auch in Japan nicht, trotz Schulden in der Höhe von 200% des BIP. Und das ist ein weiterer Grund, warum Japan kein Spezialfall ist.

MarcusFabian wrote:

Wenn Deine Antwort (wie ich erwarte) "ja" lautet, Zusatzfrage: Was, wenn nicht Gelddruckerei, hat Deiner Meinung nach die vergangenen Hyperinflationen ausgelöst?

Also nochmals den Link von gestern:

http://de.wikipedia.org/wiki/Hyperinflation#Chronologie

Beispiel Russland 1992 http://www.bpb.de/publikationen/D0THIA,0,0,Die_Finanzkrise_in_Russland_i...

Es gibt unterschiedliche Gründe und Auslöser.

Quote:

Das Preisniveau steigt also demnach u. a., wenn

* die Geldmenge ansteigt (wenn also die Zentralbank z. B. mehr Geld in Umlauf bringt), Umlaufgeschwindigkeit und Transaktionsanzahl jedoch unverändert bleiben.

* die Umlaufgeschwindigkeit ansteigt, Geldmenge und Transaktionsanzahl jedoch unverändert bleiben.

* die Transaktionsanzahl abnimmt (z. B. bei Störung des Wirtschaftskreislaufs durch Katastrophen, wenn also plötzlich die Lieferbarkeit wegbricht, aber die Nachfrage bleibt), Geldmenge und Umlaufgeschwindigkeit jedoch unverändert bleiben.

Dort, wo das Geld in Umlauf gebracht wurde, führte es in den im folgenden Link aufgeführten Ländern zur Hyperinflation

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Hyperinflation

Interessant noch zu sehen, dass in den 50er, 60 und 70er Jahren nirgends Hyperinflation gab, in den Nuller-Jahren nur in Zimbabwe. Warum :?: weil Zimbabwe das Geld in Umlauf gebracht hat

MarcusFabian wrote:

Und weiter,

Wenn die USA in eine Hyperinflation gerät, der Dollar also komplett entwertet wird, wird das dann Auswirkungen auf Europa haben?

Und wenn Europa als nächster Dominostein in eine Hyperinflation gerät, wird die Schweiz das dann unbeschadet überstehen?

Das ist eben Nonsens. Da eine Hyperinflation nur dadurch entstehen kann, wenn Geld in Umlauf gebracht wurde oder die Umlaufgeschwindigkeit ansteigt oder die Transaktionsanzahl abnimmt

Wenn der Dollar also massiv an Wert verliert, kommt nicht mehr Geld in Umlauf, sondern es werden Vermögen vernichtet (= Defaltion), falls nicht die Flucht in Sachwerte gelingt. Es kann keinen Dominoeffekt geben, weil für eine Hyperinflation mehrere Faktoren zusammenspielen müssen.

Der Zusammenbruch der Immobilienpreise (nicht nur in den USA) ist deflationierend, genau so wie jede Finanzkrise.

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MarcusFabian
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Deflation oder Inflation?

Elias wrote:

Quote:

Eine Erklärung für das Ansteigen des Preisniveaus allgemein bietet die Quantitätsgleichung von Irving Fisher:

Transaktionsanzahl * Preisniveau = Geldmenge * Umlaufgeschwindigkeit

Quelle Hyperinflation http://de.wikipedia.org/wiki/Hyperinflation

Die Quantitätsgleichung ist mir durchaus geläufig. Aber ich bezweifle, dass sie stimmt.

Ganz einfach deshalb, weil der Preis beim Kauf und nicht beim Bezahlen festgelegt wird.

Beispiel: Ein Maschinenhersteller bietet eine Maschine für 100 an. Ein Fabrikant ist bereit, für die Maschine 100 zu bezahlen, kann aber erst in 6 Monaten bezahlen. Der Preis wird also festgelegt, bevor auch nur ein einziger Franken geflossen ist, oder?

Fein, nun kommt ein zweiter Fabrikant, der bereit ist, 120 für die Maschine zu bezahlen. Allerdings erst in einem Jahr.

Nun haben wir eine Teuerung um 20% aufgrund gestiegener Nachfrage, ohne dass sich an der Geldmenge irgend etwas geändert hätte.

Setzen wir das in die Formel ein:

Transaktionsanzahl * Preisniveau = Geldmenge * Umlaufgeschwindigkeit

Im ersten Fall:

1 * 100 = 1000 * Umlaufgeschwindigkeit

Die Umlaufgeschwindigkeit wäre in diesem Fall 0.1 (können wir ausrechen).

Also 1* 100 = 1000 * 0.1

Im zweiten Fall:

1 * 120 = 1000 * 0.12

Somit müsste - rein mathematisch und damit die Formel stimmt - die Umlaufgeschwindigkeit gestiegen sein, obschon zum Zeitpunkt des Kaufvorganges noch gar kein Geld geflossen ist?

Erklär mir das mal.

Elias wrote:

Ich beantworte diese Frage auch schon geflissentlich zum x-ten Mal:

1. es wird (mindestens in der Schweiz) nicht ungebremst Geld gedruckt. ...

Ich habe nicht behauptet, dass die Schweiz unbegrenzt Geld druckt. Die Frage war allgemein formuliert:

Dürfen Staaten ungebremst Geld drucken, ohne gewärtigen zu müssen, dass sich das rächt?

Nach Deiner Logik laufen die USA mit ihrer Gelddruckerei keinerlei Gefahr, in eine Hyperinflation zu geraten, weil ja das Geld nicht fliesst, die Umlaufgeschwindigkeit also sehr niedrig bleibt. Habe ich Dich soweit korrekt verstanden?

Elias wrote:

2. Wo ist den die ausgeweitete Geldmenge hier in der Schweiz? Das ist eine Frage, der du geflissentlich ausweichst:

Diese Frage ist eindeutig zu beantworten:

In M1.

Quelle http://www.snb.ch/ext/stats/statmon/pdf/deen/B2_Geldmengen.pdf

Was ist M1?

Quote:

Zusammensetzung der Geldmengen

Notenumlauf (ohne Bestände bei Banken)

+ Sichteinlagen bei Banken

+ Giroguthaben von Handel und Industrie, Deponenten

bei der SNB

+ Postcheckguthaben

Quelle: http://www.snb.ch/de/mmr/reference/histz_geldmengen_book/source , Seite 11

Elias wrote:

Wäre sie im Wirtschaftskreislauf, wäre das Phänomen der "Flucht in die Sachwerte" schon lange gekommen.

Das ist richtig. Aber was hindert die Leute denn daran, das Geld auch auszugeben, wenn sie es für sinnvoll erachten? Der psychologische Auslöser kann recht marginal sein und innert kurzer Zeit kann eine Lawine von Geld losgetreten werden, das Sachwerten nachjagt.

Das Geld ist potentiell vorhanden und kann wie ein brechender Staudamm jederzeit die Gütermärkte überschwemmen. Je mehr Geld vorhanden ist um so wahrscheinlicher, dass das eines Tages passiert und um so höher dann die Teuerung, wenn es passiert.

Elias wrote:

Dazu kommt es eben auch seit geraumer Zeit auch in Japan nicht, trotz Schulden in der Höhe von 200% des BIP. Und das ist ein weiterer Grund, warum Japan kein Spezialfall ist.

Der Spezialfall Japan besteht darin, dass der Yen stark an Wert gewonnen hat. Das gilt weder für den Dollar noch den Franken.

Elias wrote:

Es gibt unterschiedliche Gründe und Auslöser.

Quote:

Das Preisniveau steigt also demnach u. a., wenn

* die Geldmenge ansteigt (wenn also die Zentralbank z. B. mehr Geld in Umlauf bringt), Umlaufgeschwindigkeit und Transaktionsanzahl jedoch unverändert bleiben.

* die Umlaufgeschwindigkeit ansteigt, Geldmenge und Transaktionsanzahl jedoch unverändert bleiben.

* die Transaktionsanzahl abnimmt

Das sind alles Argumente, die ausschliesslich auf der umstrittenen Quantitätsgleichung basieren. Eine gefährliche Ausgangslage!

Warum kam es z.B. in Simbabwe oder Jugoslavien zur Hyperinflation?

Deine Antwort: Weil Simbabwe das Geld in Umlauf gebracht hat.

Soweit ok. Und? Tun die USA das nicht auch? Bei QE1 könnte ich Dir noch Recht geben. QE1 ging ja an die Banken und die haben das Geld wiederum bei der FED parkiert.

Aber QE2 geht an den Staat und der wird es definitiv ausgeben. Ähnlich notabene Simbabwe, das Geld gedruckt hat, um damit die Löhne von Beamten, Polizei und Militär zu bezahlen.

Und wer garantiert, dass China oder Indien die Erlöse der Treasury-Verkäufe nicht ausgeben?

China z.B. ist bereits weltweit auf Einkaufstour um Land und Minen zu kaufen.

Elias wrote:

Wenn der Dollar also massiv an Wert verliert, kommt nicht mehr Geld in Umlauf, sondern es werden Vermögen vernichtet (= Defaltion), falls nicht die Flucht in Sachwerte gelingt.

Ich behaupte, dass der Dollar massiv an Wert verliert, weil die Geldmenge so stark erhöht wird. Das Verhältnis Geld zu Güter nimmt zu und es ist nur eine Frage der Zeit, bis das gehortete Geld auch ausgegeben wird.

Spätestens dann, wenn die Leute sehen, dass es ihnen mehr bringt, in Rohstoffe und Sachwerte zu investieren als zuzusehen, wie ihr Geld auf dem Konto stetig an Wert verliert.

Dann kriegst Du übrigens auch Deine Umlaufgeschwindigkeit.

Elias wrote:

Es kann keinen Dominoeffekt geben, weil für eine Hyperinflation mehrere Faktoren zusammenspielen müssen.

Einer dieser Faktoren ist, dass wir Geld-Vermögen in der sterbenden Währung haben und deshalb die Kaufkraft dieser Vermögen sinkt. Das für sich genommen - da gebe ich Dir Recht - ist deflationär.

Nun ist es aber leider so, dass die EZB die Parität zum Dollar und die SNB die Parität zum Euro aufrecht erhalten will. Wird also der Dollar geschwächt folgen zeitversetzt immer auch der Euro und der Franken.

Wie also wird die SNB reagieren, wenn der Dollar extrem geschwächt wird? Wird sie ihre Paritätspolitik auf einmal aufgeben und den Franken stark halten (aller Proteste der Exportindustrie zum Trotz) oder wird sie die Politik der letzten 10 Jahre weiterführen und den Franken parallel zu Dollar und Euro ebenso extrem schwächen?

Ich weiss es auch nicht. Es ist Spekulation. Aber mir scheint die Fortführung der 2000 eingeschlagenen Geldpolitik wahrscheinlicher als ein Sinneswandel.

Elias wrote:

Der Zusammenbruch der Immobilienpreise (nicht nur in den USA) ist deflationierend, genau so wie jede Finanzkrise.

In Gold gerechnet auf alle Fälle. So gesehen stecken wir derzeit auch in den USA, Europa und der Schweiz in einer Deflation.

Aber in Papiergeld gemessen dürften wir kaum eine Deflation erleben. Schliesslich kann Papiergeld elektronisch viel schneller generiert werden als jeder Zusammenbruch des Marktes es zu vernichten in der Lage ist.

Bullish
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Deflation oder Inflation?

Elias wrote:

2. Wo ist den die ausgeweitete Geldmenge hier in der Schweiz? Das ist eine Frage, der du geflissentlich ausweichst: Wäre sie im Wirtschaftskreislauf, wäre das Phänomen der "Flucht in die Sachwerte" schon lange gekommen.

In diesem Zusammenhang interessiert mich mehr, wo die CHF sind, mit denen die SNB EUR gekauft hat.

Sind sie:

1.) In der EZB, weil die EZB der SNB neugeschaffene EUR verkauft hat? Biggrin Dann hätte die SNB Übung überhaupt keine Wirkung.

2.) Irgendwo bei Banken, die die CHF bei der SNB einlegen?

3.) Wurden sie bereits für Käufe benutzt, zB CH Aktien und Immos und haben so den Preis beeinflusst?

4.) Werden sie bald in der CH angelegt werden, zB in Obligationen, wo sie die Renditen weiter drücken oder in Aktien und Immos, wo die Preise weitersteigen würden?

Wie kann man dies herausfinden?

MarcusFabian
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Deflation oder Inflation?

Also das läuft doch so:

Hildebrand und Trichet gehen jeweils in den Keller ihrer Zentralbank, werfen den Farbdrucker an, drucken einen Stapel buntes Papier, tauschen es aus und lachen sich einen Schranz Wink

Nein, im ernst:

Eine Schwächung des Franken kann nur erreicht werden, wenn die SNB die Geldmenge erhöht.

D.h. die SNB kauft bestehende Euros mit neu gedruckten Franken. Es erhöht sich also die Menge an Franken bei gleichbleibender Euro-Geldmenge, was den Franken gegenüber dem Euro schwächt.

Das Geld liegt dann grundsätzlich in den Tresoren der Zentralbank und bleibt dort auch.

In den Büchern wird es als Devisenreserve geführt.

felix.w
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Deflation oder Inflation?

Jared Lee Loughner hatte ähnliche Ideen wie du.

Bullish
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Deflation oder Inflation?

MarcusFabian wrote:

Das Geld liegt dann grundsätzlich in den Tresoren der Zentralbank und bleibt dort auch.

In den Büchern wird es als Devisenreserve geführt.

Nein, nicht wer hat die EUR. Wer hat die CHF?

Bullish
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Deflation oder Inflation?

felix.w wrote:

Jared Lee Loughner hatte ähnliche Ideen wie du.

... oder A. Greenspan. Der Klassiker:

Quote:

Ohne Goldstandard gibt es keine Möglichkeit, Ersparnisse vor der Enteignung durch Inflation zu schützen. ... Wenn es das gäbe, müßte die Regierung seinen Besitz für illegal erklären, wie es ja im Falle von Gold auch gemacht wurde (Goldbesitz war in Amerika bis 1976 für Privatleute verboten, Anm. d. Ü.). ... Die Finanzpolitik des Wohlfahrtsstaates macht es erforderlich, daß es für Vermögensbesitzer keine Möglichkeit gibt, sich zu schützen. Dies ist das schäbige Geheimnis, daß hinter der Verteufelung des Goldes durch die Vertreter des Wohlfahrtsstaates steht.

http://www.gold-eagle.com/analysis/0003.html

MarcusFabian
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Deflation oder Inflation?

Bullish wrote:

Nein, nicht wer hat die EUR. Wer hat die CHF?

Na ja, derjenige, dem die SNB die Euros abgekauft hat. Das dürfte also vermutlich die EZB sein, deren Devisenreserven in Franken sich entsprechend erhöhen.

Elias
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Deflation oder Inflation?

MarcusFabian wrote:

Die Quantitätsgleichung ist mir durchaus geläufig. Aber ich bezweifle, dass sie stimmt.

Ganz einfach deshalb, weil der Preis beim Kauf und nicht beim Bezahlen festgelegt wird.

Beispiel: Ein Maschinenhersteller bietet eine Maschine für 100 an. Ein Fabrikant ist bereit, für die Maschine 100 zu bezahlen, kann aber erst in 6 Monaten bezahlen. Der Preis wird also festgelegt, bevor auch nur ein einziger Franken geflossen ist, oder?

Fein, nun kommt ein zweiter Fabrikant, der bereit ist, 120 für die Maschine zu bezahlen. Allerdings erst in einem Jahr.

Nun haben wir eine Teuerung um 20% aufgrund gestiegener Nachfrage, ohne dass sich an der Geldmenge irgend etwas geändert hätte.

Setzen wir das in die Formel ein:

Transaktionsanzahl * Preisniveau = Geldmenge * Umlaufgeschwindigkeit

Im ersten Fall:

1 * 100 = 1000 * Umlaufgeschwindigkeit

Die Umlaufgeschwindigkeit wäre in diesem Fall 0.1 (können wir ausrechen).

Also 1* 100 = 1000 * 0.1

Im zweiten Fall:

1 * 120 = 1000 * 0.12

Somit müsste - rein mathematisch und damit die Formel stimmt - die Umlaufgeschwindigkeit gestiegen sein, obschon zum Zeitpunkt des Kaufvorganges noch gar kein Geld geflossen ist?

Erklär mir das mal.

Das hat nichts mit Hyperinflation und Teuerung zu tun. Die Formel ist aber für die Hyperinflation ausgelegt.

Wenn jemand - wie du schreibst - gerne bereit ist, mehr zu bezahlen (dazu fallen mir spontan einige Cash-Forumsteilnehmer ein) hat das nichts mit Teuerung zu tun. Entweder ist der Käufer schusselig oder der Verkäufer ist clever.

Egal, ob nun per Vorauskasse und auf Termin gekauft wird, hat es für diesen Thread keine Relevanz.

Im Fall des Terminkaufs sind beide Fabrikanten happy, falls es in der Zwischenzeit zu einer Hyperinflation kommt, dann können sie die Maschinen für ein Trinkgeld kaufen.

Bei einer Hyperinflation wird auch meine lieb gewonnene Kreditkarte nicht mehr akzeptiert, da bis zur Bezahlung der Rechnung zu viel Zeit vergeht.

Somit kann man sagen: solange auf Kredit ohne nennenswerten Zuschlag gekauft werden, ist keine Hyperinflation in Sicht.

Siehe Werbung "ich bin doch nöd blöd" 20 Monate Zinsen geschenkt: http://www.mediamarkt.ch/index.php?id=0prozentfinanzierung

Ich kaufe eh immer via Kreditkarte oder möglichst langen Zahlungsfristen. Schulden können von den Steuern abgezogen werden und lösen sich bei Inflation auf. Auch meine Hypotheken.

MarcusFabian wrote:

Doch zunächst ein Wort des Trost für ein Wort, das inflationär oft missbraucht wird: Inflation. Welch bedauernswertes Wort… Es wird immer benutzt, wenn es um steigende Preise geht. Dabei ist es so falsch, wie das Benutzen einer Klobürste für das Hinterteil. Inflation ist ein Begriff aus der Wissenschaft des Geldes und bedeutet Aufblähen einer Geldmenge. (lat: inflare), und nicht steigende Preise. Meldungen mit „Inflation“ in Überschriften müssten eigentlich alle auf „Teuerung“ abgeändert werden. Doch wer soll das tun, wenn kaum ein Schreiber von Überschriften den Unterschied zwischen dem einen und dem anderen kennt. Selbst Experten haben mit den Begriffen so ihre Schwierigkeiten, sogar die Zentralbanker, das aber vielleicht sogar bewusst. Abriss wird heute ja auch als Rückbau bezeichnet.[/i]

weiter ... http://frank-meyer.eu/wp-blog/?p=1203

Wie sieht es bei der Hyperinflation aus: ist da auch die Hyperteuerung gemeint?

Quote:

Inflation (von lat.: „das Sich-Aufblasen; das Aufschwellen“) bezeichnet in der Volkswirtschaftslehre einen andauernden, „signifikanten“ Anstieg des Preisniveaus. Es verändert sich also das Austauschverhältnis von Geldmenge zu „Gütermenge“ – pro Gütereinheit existieren nun mehr Geldeinheiten. Als Folge muss für die Güter nun mehr Geld gezahlt werden, das heißt sie werden teurer. Daher versteht man unter Inflation allgemein auch eine Geldentwertung.

http://de.wikipedia.org/wiki/Inflation

Doch zunächst ein Wort des Trost für ein Wort, das inflationär oft missbraucht wird: Short .

Erstaunlich, wer hier im Forum alles short geht, obwohl er etwas kauft (Put) und somit long geht.

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Bullish
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Deflation oder Inflation?

MarcusFabian wrote:

Bullish wrote:

Nein, nicht wer hat die EUR. Wer hat die CHF?

Na ja, derjenige, dem die SNB die Euros abgekauft hat. Das dürfte also vermutlich die EZB sein, deren Devisenreserven in Franken sich entsprechend erhöhen.

Das würde dann aber keinen Sinn machen und das weiss auch die SNB. Also muss jemand anderes die CHF haben.

Johnny P
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Deflation oder Inflation?

Heute hab ich sogar gelesen, dass jemand mit einem Stop Buy Short geht LolLolLol

„Alles was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.“

Konrad Adenauer

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