Deflation oder Inflation?

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Bullish
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Deflation oder Inflation?

Obwohl Prof Binswanger erkennt, dass etwas an der Neoklassik nicht stimmt,

Quote:

http://www.zeit.de/wirtschaft/2011-01/interview-binswanger

Binswanger: Es wäre schon viel gewonnen, wenn mehr Ökonomen erkennen würden, welche entscheidende Rolle das Geld für unsere Wirtschaft mittlerweile spielt. Die meisten Ökonomen glauben immer noch, Geld sei neutral. Man müsse nur den Geldschleier wegziehen, um zu erkennen, dass die reale Wirtschaft wie eine Tauschwirtschaft funktioniere. Das ist falsch. Tatsächlich ist der eigentliche Treiber in der modernen Wirtschaft das Geld.

setzt er voll auf die Fisher's Quantitätsgleichung.

Quote:

http://www.zeit.de/wirtschaft/2011-01/interview-binswanger

Binswanger: Ich schlage vor, auf eine alte Idee des amerikanischen Ökonomen Irving Fisher zurückzugreifen. Er schlug vor, dass jeder Kredit, den eine Bank vergibt, zu 100 Prozent mit Zentralbankgeld gedeckt sein muss.

Das Interview zeigt aber deutlich, dass die ZBen in der Scheisse stecken und vorallem, dass sie gar nicht mehr nach kapitalistischen Grundsätzen handeln können. Das wichtigste Prinzip im Kapitalismus ist die Lernfähigkeit durch negatives Feedback, also den Bankrott, und je schneller man den Fehler bemerkt, desto schneller kann man lernen.

CrashGuru
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Deflation oder Inflation?

Ramschpapierhaendler wrote:

Elias wrote:
Doch zunächst ein Wort des Trost für ein Wort, das inflationär oft missbraucht wird: Short .

Erstaunlich, wer hier im Forum alles short geht, obwohl er etwas kauft (Put) und somit long geht.

Ich geh doch schon lange in eingegangenen Shorts aus, ausser sie sind mir ausgegangen. Dann geh ich wieder long auf die Langen oder ich shorte sie.

Manchmal sind nicht die Shorts eingegangen, sondern der Träger ist auseinander gegangen. Dann ist es auch besser mit Longs auszugehen. Besonders im Süden gehen viele in Shorts, die besser nicht in Shorts gehen sollte...... Wink

Denne
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Deflation oder Inflation?
Denne
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Deflation oder Inflation?

Quote:

Tatsächlich ist der eigentliche Treiber in der modernen Wirtschaft das Geld.

Wenn schon, denn schon:

Quote:

Tatsächlich sind der eigentliche Treiber in der modernen Wirtschaft die Schulden.

Siehe Heinsohn, PCM usw usf

Elias
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Deflation oder Inflation?

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Deflation oder Inflation?
MarcusFabian
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Deflation oder Inflation?

Elias wrote:

Das hat nichts mit Hyperinflation und Teuerung zu tun. Die Formel ist aber für die Hyperinflation ausgelegt.

Nein, ist sie nicht: Die Formel ist für die Erklärung der Preisbildung ausgelegt. Hyperinflation ist nur ein Spezialfall der Preisbildung.

Elias wrote:

Wenn jemand - wie du schreibst - gerne bereit ist, mehr zu bezahlen (dazu fallen mir spontan einige Cash-Forumsteilnehmer ein) hat das nichts mit Teuerung zu tun. Entweder ist der Käufer schusselig oder der Verkäufer ist clever.

Nun gut, ersetzen wir "bereit ist, mehr zu bezahlen" mit "er kauft die Maschine für 120". Dann kommt's auf's selbe hinaus, der Preis steigt um 20%: Er kauft jetzt (Priesbildung), bezahlt aber erst in 6 Monaten (Geldfluss).

Elias wrote:

Egal, ob nun per Vorauskasse und auf Termin gekauft wird, hat es für diesen Thread keine Relevanz.

Wichtig nur insofern als der Preis beim Kauf und nicht bei der Bezahlung festgelegt wird. Genau das ist der springende Punkt! Der Zeitpunkt des Kaufes und der Bezahlung ist in den seltensten Fällen der selbe! Es mögen Sekunden dazwischen liegen (Kiosk), Minuten(Migros), Wochen (Kreditkarte), Monate (Leasing) oder Jahre (Hypothek).

Elias wrote:

Bei einer Hyperinflation wird auch meine lieb gewonnene Kreditkarte nicht mehr akzeptiert, da bis zur Bezahlung der Rechnung zu viel Zeit vergeht.

Stimmt. Damit wirst Du leben müssen. Meine Goldmünzen werden immer und überall akzeptiert werden. Deine Franken, coop Superpunkte, und Migros Cumuluspunkte hingegen nicht Blum 3

(Wobei ich den Cumulus noch mehr Chancen einräume als dem Franken).

Elias wrote:

Somit kann man sagen: solange auf Kredit ohne nennenswerten Zuschlag gekauft werden, ist keine Hyperinflation in Sicht.

Welch tolle Erkenntnis Lol

Ich kann auch sagen: Solange überall die Preise stabil bleiben ist nicht einmal Teuerung in Sicht (Inflation ist ja bekanntlich was anderes).

Elias wrote:

Wie sieht es bei der Hyperinflation aus: ist da auch die Hyperteuerung gemeint?

Nach Deiner Definition: Ja.

Du musst Dir bewusst werden, dass "Inflation" "Aufblähen" bedeutet. Also aufblähen, erweitern der Geldmenge.

"Inflation" ist also ursprünglich ein rein monetäres Phänomen, bezogen auf die Geldmenge und noch ohne Aussage über die Auswirkungen.

Als Folge des "Aufblähens der Geldmenge" (aka. Gelddruckerei), also der Inflation, kam es in den meisten Fällen zu steigenden Preisen, weil mehr Geld der gleichen Gütermenge gegenüberstand.

Aus "Inflation = Ausweitung der Geldmenge" wurde dann in den späten 1920er Jahren: "Steigende Preise wegen Inflation" und schlussendlich hat man abgekürzt: "Inflation = steigende Preise".

Letzteres ist wie gesagt die mittlerweile populäre keynesianische Definition von Inflation, hat aber mit der ursprünglichen Bedeutung nichts mehr zu tun.

Wie wir beide gesehen haben, kann man durchaus Inflation im Sinne von steigender Geldmenge (Japan) und gleichzeitig Deflation im Sinne von sinkenden Preisen haben. Und genau das trägt zur Konfusion bei.

Da Du konsequent Inflation nur und ausschliesslich mit der Teuerung gleichsetzt und die Ausweitung der Geldmenge nicht einbeziehst gilt für Dich:

Hyperinflation = Hyper-Teuerung. Also ein extremer Anstieg der Preise, ausgelöst durch einen extremen Verfall, Vertrauensverlust in Papier.

Elias
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Deflation oder Inflation?

MarcusFabian wrote:

Nein, ist sie nicht: Die Formel ist für die Erklärung der Preisbildung ausgelegt. Hyperinflation ist nur ein Spezialfall der Preisbildung.

Nun gut, ersetzen wir "bereit ist, mehr zu bezahlen" mit "er kauft die Maschine für 120". Dann kommt's auf's selbe hinaus, der Preis steigt um 20%: Er kauft jetzt (Priesbildung), bezahlt aber erst in 6 Monaten (Geldfluss).

Dein Beispiel ist - um es höflich zu sagen - Nonsens, da in der Zwischenzeit die Käufer Konkurs gehen können und der Geldfluss nie statt findet.

Vergiss den Geldfluss einfach.

Bei einer Hyperinflation wird am Morgen gekauft, weil das Geld am Abend schon keinen Wert mehr hat.

Beim Thema Freigeld hatte ich mal den Eindruck, du hättest das mit der Umlaufgeschwindigkeit verstanden. Im diesem Thread scheint wieder alles vergessen.

MarcusFabian wrote:

Wichtig nur insofern als der Preis beim Kauf und nicht bei der Bezahlung festgelegt wird. Genau das ist der springende Punkt! Der Zeitpunkt des Kaufes und der Bezahlung ist in den seltensten Fällen der selbe! Es mögen Sekunden dazwischen liegen (Kiosk), Minuten(Migros), Wochen (Kreditkarte), Monate (Leasing) oder Jahre (Hypothek).

Du kriegst aber bei einer Hyperinflation - und um das geht es in dem Link und der Formel - keine Ratenzahlung, Kredit, oder Hypotherk mehr.

Beide Links zur Hyperinflation und der Formel mit dem Schlüsselwort "Hyperinfaltion" im Link wollen sagen, dass hier alles über Hyperinflation abgehandelt wird.

http://de.wikipedia.org/wiki/Hyperinflation

http://de.wikipedia.org/wiki/Hyperinflation#Quantit.C3.A4tsgleichung

Die Formel taugt nicht für den Alltag. Wenn wir uns darauf mal einigen könnten.

Darum geht es aber nicht, es geht um die Hyperinflation.

MarcusFabian wrote:

Elias wrote:

Somit kann man sagen: solange auf Kredit ohne nennenswerten Zuschlag gekauft werden, ist keine Hyperinflation in Sicht.

Welch tolle Erkenntnis Lol

Ich kann auch sagen: Solange überall die Preise stabil bleiben ist nicht einmal Teuerung in Sicht (Inflation ist ja bekanntlich was anderes).

Richtig, wer sagt's denn, es geht doch: stabile Preise = keine Teuerung, steigende Geldmenge im Umfange des BIP = keine Hyperinflation.

MarcusFabian wrote:

Elias wrote:
Wie sieht es bei der Hyperinflation aus: ist da auch die Hyperteuerung gemeint?

Nach Deiner Definition: Ja.

nicht nach meiner, nach deiner Definition. Die Ausweitung der Geldmenge hier in der Schweiz in Form einer Hyperinflation findet nicht statt. Darum mein Zweifel, ob du wirklich ernsthaft davon ausgehst, dass die SNB das macht. Wenn ja dann lache ich Lol

MarcusFabian wrote:

Du musst Dir bewusst werden, dass "Inflation" "Aufblähen" bedeutet. Also aufblähen, erweitern der Geldmenge.

"Inflation" ist also ursprünglich ein rein monetäres Phänomen, bezogen auf die Geldmenge und noch ohne Aussage über die Auswirkungen.

Das ist mir schon klar, aber dir nicht. Die Hyperinfaltion würde bei dir bedeuten, dass die Geldmenge rasant ausgeweitet wird. Das wird in der Schweiz nicht stattfinden.

MarcusFabian wrote:

Wie wir beide gesehen haben, kann man durchaus Inflation im Sinne von steigender Geldmenge (Japan) und gleichzeitig Deflation im Sinne von sinkenden Preisen haben. Und genau das trägt zur Konfusion bei.

Wie WIR gesehen haben? Dass in Japan Inflation und Deflation herrscht, stammt aus einem Posting samt Link von mir.

Es ist für mich keine Konfusion.

Ausgeweitete Geldmenge muss eben nicht zu Teuerung führen. Das versuche ich mindestens seit Seite 17 zu verklickern.

MarcusFabian wrote:

Da Du konsequent Inflation nur und ausschliesslich mit der Teuerung gleichsetzt und die Ausweitung der Geldmenge nicht einbeziehst gilt für Dich:

Hyperinflation = Hyper-Teuerung. Also ein extremer Anstieg der Preise, ausgelöst durch einen extremen Verfall, Vertrauensverlust in Papier.

Nein, das tue ich nicht: Du unterstellst es mir. Wenn ich von stabilen bis leicht sinkenden Preisen etwas poste, kippst du wegen Denner , Coop und Lidl über und unterstellst mir, ich rede von Deflation. Dabei ging es dort um Teuerung, eine schlecht messabare Teuerung in Österreich und versteckt auch um Kaufkraft für die unteren Einkommen.

Ich sage nur: wer Gold kauft weil er schiss vor einer Hyperinfaltion hier in der Schweiz hat oder wer ernsthaft davon ausgeht, dass die Geldmenge hier so ausgeweitet wird, dass Hyperinflation entstehen kann, ist paranoid und hat das Thema echt nicht verstanden. Nur schon die Idee, dass wenn ein G-20 Staat Hyperinflation hat, dass daraus ein Dominoeffekt entsteht, zeigt doch die Angst, die dahinter steckt.

Oder gilt deine G20-Domino-Theorie noch?

----

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MarcusFabian
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Deflation oder Inflation?

Elias wrote:

Vergiss den Geldfluss einfach.

...

Die Formel taugt nicht für den Alltag. Wenn wir uns darauf mal einigen könnten.

Gerne. Er ist Bestandteil der Quantitätsgleichung, von der ich ohnehin nichts halte.

Da sind wir uns also einig.

Elias wrote:

Die Ausweitung der Geldmenge hier in der Schweiz in Form einer Hyperinflation findet nicht statt. Darum mein Zweifel, ob du wirklich ernsthaft davon ausgehst, dass die SNB das macht. Wenn ja dann lache ich Lol

Stimmt. Die findet derzeit nicht statt. Die Geldmenge hat sich zwar in den letzten 10 Jahren verdoppelt aber von Hyperinfla ist das weit entfernt.

Elias wrote:

Das ist mir schon klar, aber dir nicht.

Wäre es mir nicht klar gewesen, hätte ich es wohl kaum schreiben können Wink

Oder meinst Du nach dem Motto: Wie soll ich wissen, was ich denke, bevor ich lese, was ich schreibe? Biggrin

Elias wrote:

Die Hyperinfaltion würde bei dir bedeuten, dass die Geldmenge rasant ausgeweitet wird. Das wird in der Schweiz nicht stattfinden.

Es genügt, dass die Menschen das Vertrauen in ihr Papiergeld verlieren. Es wird nicht mehr akzeptiert und somit muss es durch neues besseres Geld ersetzt werden.

Anlass für so einen Vertrauensverlust kann (muss aber nicht) eine rasant ausgeweitete Geldmenge sein.

Denkbar ist sicher auch, dass eine Hyperinfla in den USA auch in unseren Köpfen die Frage aufwirft: "Kann das bei uns auch passieren? Ist unser Geld überhaupt gedeckt ... etc."

Gut möglich, dass mehr oder weniger gleichzeitig alle Menschen weltweit das Vertrauen in ungedecktes Papiergeld verlieren.

Elias wrote:

Ich sage nur: wer Gold kauft weil er schiss vor einer Hyperinfaltion hier in der Schweiz hat oder wer ernsthaft davon ausgeht, dass die Geldmenge hier so ausgeweitet wird, dass Hyperinflation entstehen kann, ist paranoid und hat das Thema echt nicht verstanden.

Wie schon hier

http://www.cash.ch/node/200#comment-64898

geschrieben: Gold ist im Moment ohnehin ein gutes Investment. Ob mit oder ohne Hyperinflation. Aber es ist schon richtig: Es ist ein schöner Bonus und ein beruhigendes Gefühl zu wissen, dass Gold auch während einer Hyperinflation die Kaufkraft bewahrt.

Elias wrote:

Oder gilt deine G20-Domino-Theorie noch?

Ja.

Wir haben ja in der Bankenkrise 2008 gesehen, wie schnell Dominosteine fallen können, wie schnell das Vertrauen in ganze Anlageklassen zerstört wird.

Hätte ich 2007 vorausgesagt, dass die Pleite einer US-Grossbank weltweit Bankenpleiten auslöst, hättest Du mir das wohl auch nicht geglaubt.

Elias
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Deflation oder Inflation?

MarcusFabian wrote:

Elias wrote:
Vergiss den Geldfluss einfach.

...

Die Formel taugt nicht für den Alltag. Wenn wir uns darauf mal einigen könnten.

Gerne. Er ist Bestandteil der Quantitätsgleichung, von der ich ohnehin nichts halte.

Da sind wir uns also einig.

Ich halte sie für Sinnvoll, wenn man von Hyperinfaltion redet. Ich kenne keine bessere Formel.

Wer in Ratenzahlungen denkt, hat die möglichen (aber nicht zwingenden) Folgen einer Hyperinflation, die Hyperteuerung nicht verstanden.

MarcusFabian wrote:

Elias wrote:
Das ist mir schon klar, aber dir nicht.

Wäre es mir nicht klar gewesen, hätte ich es wohl kaum schreiben können Wink

Oder meinst Du nach dem Motto: Wie soll ich wissen, was ich denke, bevor ich lese, was ich schreibe? Biggrin

Schau im Gold-Thread nach. Die Hyperinflation ist dein Argument, warum du Gold empfiehlst. Alle Regierung werden gemäss deinem Verständnis anfangen,im Domino-Effekt wie wild die Geldmenge auszuweiten. Das ist Nonsens. Und selbst wenn sie es noch tun würden, muss es nicht zwingend auf die Kaufkraft oder Teuerung durchschlagen. Deswegen wird ja Gold gekauft, weil man schiss vor dem Kaufkraftverlust hat.

MarcusFabian wrote:

Es genügt, dass die Menschen das Vertrauen in ihr Papiergeld verlieren. Es wird nicht mehr akzeptiert und somit muss es durch neues besseres Geld ersetzt werden.

Ist in Deutschland mehrfach und mit der Einführung des Euro schon in vielen Ländern passiert. Dann wird die Währung halt ersetzt oder ein paar Nullen gestrichen. Es ging ohne Gold, ohne Hyperinflation. Der Euro war ein Teuro, o.k.

Aber Hyperinflation war selten der Grund für eine neue Währung. Wenn man bedenkt, wie lange die Lira überlebt hat, obwohl das Vertrauen nicht gerade gross in die Währung war.

MarcusFabian wrote:

Es ist ein schöner Bonus und ein beruhigendes Gefühl zu wissen, dass Gold auch während einer Hyperinflation die Kaufkraft bewahrt.

Eben: du glaubst daran, dass 1. die Geldmenge in der Schweiz irre ausgeweitet wird und

2. dass es automatisch einen Einfluss auf die Kaufkraft / Preise hat.

Jetzt wären wir wieder bei Japan. Verschuldung 200% des BIP steigender Yen und fallende Preise.

MarcusFabian wrote:

Elias wrote:
Oder gilt deine G20-Domino-Theorie noch?

Ja.

Wir haben ja in der Bankenkrise 2008 gesehen, wie schnell Dominosteine fallen können, wie schnell das Vertrauen in ganze Anlageklassen zerstört wird.

Hätte ich 2007 vorausgesagt, dass die Pleite einer US-Grossbank weltweit Bankenpleiten auslöst, hättest Du mir das wohl auch nicht geglaubt.

So ein Schmarren. Du hättest sogar die UBS noch fallen lassen, weil dir die Folgen nicht klar waren. Hast dich jedenfalls mehrfach süffisant über Bail-out dazu geäussert.

Und wie schon mehrfach erwähnt: du weisst nicht, was du alles schon für Unsinn gepostet hast.

MarcusFabian wrote:

Verfasst am: 21.03.2009 - 03:46

Bullish wrote:

USA, andere - Deflation

Nein. Alle werden immer dasselbe haben. Leicht zeitlich verzögert, die einen ausgeprägter als die anderen.

Es geht gar nicht anders: Wie will man in Land A sinkende, in Land B steigende Preise haben?

Die Waren würden von A nach B fliessen bis ein ein Ausgleich der Preise geschaffen wäre.

Das war ja einer der grössten Witze, die ich je gelesen habe.

Lol

Plötzlich kommen die Preise ins Spiel, das ist der Brüller

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MarcusFabian
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Deflation oder Inflation?

Elias wrote:

Eben: du glaubst daran, dass 1. die Geldmenge in der Schweiz irre ausgeweitet wird und

2. dass es automatisch einen Einfluss auf die Kaufkraft / Preise hat.

1. Nein, nicht zwingend. Leg' mir nicht immer Worte in den Mund, die ich nie geschrieben habe. Oder wo habe ich behauptet, die SNB würde die Geldmenge irre ausweiten? Im Gegenteil, ich habe geschrieben, die SNB hätte die Geldmenge zwar in den letzten 10 Jahren verdoppelt aber das sei noch weit weg von Hyperinfla.

Du hast eine sehr gewöhnungsbedürftige Methode, zu diskutieren: Du verdrehst einem die Worte im Mund, führst dann die entsprechend falsche Aussage ad absurdum und bezeichnest entsprechend das Ergebnis Deiner Verdrehereien als Blödsinn, Unsinn oder Schwachsinn.

2. Ja, zwingend. Ansonsten wäre es doch so einfach: Die SNB druckt einfach ein paar Hundert Milliarden, verteilt diese an Bürger und Staat, keiner muss mehr Steuern zahlen, alle sind reich und das Leben wird erst noch billiger.

Elias wrote:

Du hättest sogar die UBS noch fallen lassen, weil dir die Folgen nicht klar waren.

Selbstverständlich hätte ich sie fallen lassen. Aber das war nicht meine Aussage.

Meine Aussage war: Lehman hat weltweit tausende von Banken, darunter die UBS ins Schwanken gebracht.

Kernaussage: Die Welt ist so vernetzt wie noch nie zuvor.

Wenn also der Fall einer Grossbank andere Grossbanken weltweit in den Abgrund treibt, warum ist es dann ausgeschlossen, dass der Fall einer wichtigen Währung auch andere Währungen in den Abgrund treibt?

(Auf die Polemik werde ich nicht antworten).

Elias
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Deflation oder Inflation?

MarcusFabian wrote:

Elias wrote:
Eben: du glaubst daran, dass 1. die Geldmenge in der Schweiz irre ausgeweitet wird und

2. dass es automatisch einen Einfluss auf die Kaufkraft / Preise hat.

1. Nein, nicht zwingend. Leg' mir nicht immer Worte in den Mund, die ich nie geschrieben habe. Oder wo habe ich behauptet, die SNB würde die Geldmenge irre ausweiten?

Du empfiehlst im unzähligen Postings im Gold-thread Gold als Schutz vor Hyperinflation.

Wer, ausser der Schweiz kann da gemeint sein :?:

MarcusFabian wrote:

Hyperinfla bedeutet, dass das Vertrauen ins Papiergeld weg ist. Du stehst vor leeren Regalen und kannst kaum noch Lebensmittel organisieren.

http://www.cash.ch/forum/viewtopic.php?p=379194&highlight=hyper+infla+hy...

Ich dachte, Hyper(Inflation) (von lat.: „das Sich-Aufblasen; das Aufschwellen“) bezieht sich nur auf die Geldmenge :?:

Warum sind plötzlich die Lebensmittel weg?

MarcusFabian wrote:

Verfasst am: 21.03.2009 - 03:46

Bullish wrote:

USA, andere - Deflation

Nein. Alle werden immer dasselbe haben. Leicht zeitlich verzögert, die einen ausgeprägter als die anderen.

Es geht gar nicht anders: Wie will man in Land A sinkende, in Land B steigende Preise haben?

Die Waren würden von A nach B fliessen bis ein ein Ausgleich der Preise geschaffen wäre.

LolLolLolLol so ein Blech LolLolLol

Das wirklich tragische daran ist, dass viele Forumsteilnehmer nicht widersprechen und dir den Mist somit abkaufen.

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

MarcusFabian
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Deflation oder Inflation?

Elias wrote:

Du empfiehlst im unzähligen Postings im Gold-thread Gold als Schutz vor Inflation.

Wer, ausser der Schweiz kann da gemeint sein :?:

Grundsätzlich jedes Land mit einer ungedeckten Papierwährung.

Die Schweiz steht in der Liste allerdings relativ weit unten.

Elias wrote:

Ich dachte, Hyper(Inflation) (von lat.: „das Sich-Aufblasen; das Aufschwellen“) bezieht sich nur auf die Geldmenge :?:

Warum sind plötzlich die Lebensmittel weg?

Das erste, was ein Staat zur Bekämpfung einer drohenden Hyperinfla unternimmt ist, dass er Preise fixiert. Das konnte man bei allen Hyperinflationen von Weimar über Jugoslavien bis Simbabwe beobachten.

Die Konsequenz ist, dass es sich für Anbieter nicht mehr lohnt, zu den staatlich verordneten Preisen zu verkaufen. Die tauschen dann z.B. Lebensmittel lieber auf dem Schwarzmarkt.

Ein weiteres Problem ist, dass das Ausland die Währung nicht mehr akzeptiert. Somit wird Erdöl knapp. Transporte verteuern sich oder fallen ganz aus. Waren schaffen es also gar nicht bis in den Supermarkt etc.

Es kann recht viel schiefgehen. Leere Regale sind ein typisches Phänomen während einer Hyperinflation.

Elias wrote:

LolLolLolLol so ein Blech LolLolLol

Das wirklich tragische daran ist, dass viele Forumsteilnehmer nicht widersprechen und dir den Mist somit abkaufen.

Vielleicht würde es der Diskussion dienen, wenn Du auf unflätige Bemerkungen und Beleidigungen zukünftig verzichten könntest.

Am besten Du googelst mal nach "Importierter Inflation". Und dann noch nach "Exportierter Inflation". Dann kommst Du sehr schnell selber drauf.

z.B.

Importierte inflation: sind die inlandspreise vergleichweise niedrig führt das zu exporterhöhungen ( sind autos bei uns billig wollen die alle von uns kaufen ! ) Das verringert die inländische reale gütermenge bei eventuell gleichzeitiger erhöhung der inlandsnachfrage ( auf einmal wollen alle deutschen auch autos kaufen. dann steigen auch im inland die preise infolge der exporterhöhungen kommt es bei einem festen wechselkurs zu einer erhöhung der inländischen geldmenge die jetzt auch noch inflationär wirksam werden Alle haben geld aber kaum güter da -deswegen steigen preise um die nachfrage zu befriedigen importierte inflation

http://www.wer-weiss-was.de/theme43/article64497.html

Das Ganze wird also zu einem Regelsystem aus Geldfluss, Warenfluss und Wechselkurs.

Elias
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Deflation oder Inflation?

MarcusFabian wrote:

Elias wrote:
Du empfiehlst im unzähligen Postings im Gold-thread Gold als Schutz vor Inflation.

Wer, ausser der Schweiz kann da gemeint sein :?:

Grundsätzlich jedes Land mit einer ungedeckten Papierwährung.

Die Schweiz steht in der Liste allerdings relativ weit unten.

Das ist doch Nonsens, Gold zu kaufen, nur weil ein G20-Staat Hyperinflation hat. Nur wegen ausgeweiterter Geldmenge?

MarcusFabian wrote:

Das erste, was ein Staat zur Bekämpfung einer drohenden Hyperinfla unternimmt ist, dass er Preise fixiert. Das konnte man bei allen Hyperinflationen von Weimar über Jugoslavien bis Simbabwe beobachten.

Die Konsequenz ist, dass es sich für Anbieter nicht mehr lohnt, zu den staatlich verordneten Preisen zu verkaufen. Die tauschen dann z.B. Lebensmittel lieber auf dem Schwarzmarkt.

Ein weiteres Problem ist, dass das Ausland die Währung nicht mehr akzeptiert. Somit wird Erdöl knapp. Transporte verteuern sich oder fallen ganz aus. Waren schaffen es also gar nicht bis in den Supermarkt etc.

Es kann recht viel schiefgehen. Leere Regale sind ein typisches Phänomen während einer Hyperinflation.

Du bist derjenige, der Preise und Kaufkraft losgelöst von einer Inflation/Deflation gesehen haben will. Immer wieder versuchst du anderen klar zu machen, sie können nicht differenzieren und verwechseln (Hyper)inflation mit Teuerung.

MarcusFabian wrote:

Am besten Du googelst mal nach "Importierter Inflation". Und dann noch nach "Exportierter Inflation". Dann kommst Du sehr schnell selber drauf.

Den Hinweis habe ich auch schon gemacht. Mir brauchst du es nicht zu erklären.

Man importiert nach deinen Ausführungen eben nicht die Inflation, sondern die Teuerung (höhere Rohstoffpreise )

Dein eigener Beitrag dazu

MarcusFabian wrote:

Verfasst am: 16.01.2011

Doch zunächst ein Wort des Trost für ein Wort, das inflationär oft missbraucht wird: Inflation. Welch bedauernswertes Wort… Es wird immer benutzt, wenn es um steigende Preise geht. Dabei ist es so falsch, wie das Benutzen einer Klobürste für das Hinterteil. Inflation ist ein Begriff aus der Wissenschaft des Geldes und bedeutet Aufblähen einer Geldmenge. (lat: inflare), und nicht steigende Preise.[/b] Meldungen mit „Inflation“ in Überschriften müssten eigentlich alle auf „Teuerung“ abgeändert werden.

Du weisst eben nicht mehr, was du zu den Themen gepostet hast.

MarcusFabian wrote:

Verfasst am: 21.03.2009 - 03:46

Bullish wrote:

USA, andere - Deflation

Nein. Alle werden immer dasselbe haben. Leicht zeitlich verzögert, die einen ausgeprägter als die anderen.

Es geht gar nicht anders: Wie will man in Land A sinkende, in Land B steigende Preise haben?

Die Waren würden von A nach B fliessen bis ein ein Ausgleich der Preise geschaffen wäre.

Dann kommentiere doch selber mal diesen letzten Beitrag.

Was meinst du dazu?

Sinkende und steigende Preise werden da genannt, in Zusammenhang mit Deflation und Inflation (Ausweitung/Schrumpfung der Geldmenge).

Und Waren fliessen, bis die Preise gleich sind.

Und das nach 10 Jahren Deflation in Japan.

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Benjamin Franklin

felix.w
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Deflation oder Inflation?

Zur Quantitätsgleichung:

(Transaktionen)*(Preisniveau) = (Geldmenge)*(Umlaufgeschwindigkeit)

(Wert des Stromes der Waren und Dienstleistungen von Verkäufer zu Käufer) = (Wert des Stromes des Geldes von Käufer zu Verkäufer)

Der Wert des Stromes der Waren und Dienstleistungen von Verkäufer zu Käufer ist angenommenerweise T*P.

Der Wert des Stromes des Geldes von Käufer zu Verkäufer ist definitionsgemäß G*U.

Es folgt:

T*P = G*U

Das ist nicht irgend eine Hirnriss Formel wo man beliebig ein Teil weglassen kann.

Die Formel erklärt den Zusammenhang zwischen Geldmenge und Preisniveau besser als wie MF erklären will einfach Inflation = Delta(Geldmenge). Guckst du historische Daten.

felix.w
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Deflation oder Inflation?

Elias wrote:

MarcusFabian wrote:

Doch zunächst ein Wort des Trost für ein Wort, das inflationär oft missbraucht wird: Inflation. Welch bedauernswertes Wort… Es wird immer benutzt, wenn es um steigende Preise geht. Dabei ist es so falsch, wie das Benutzen einer Klobürste für das Hinterteil. Inflation ist ein Begriff aus der Wissenschaft des Geldes und bedeutet Aufblähen einer Geldmenge. (lat: inflare), und nicht steigende Preise. Meldungen mit „Inflation“ in Überschriften müssten eigentlich alle auf „Teuerung“ abgeändert werden. Doch wer soll das tun, wenn kaum ein Schreiber von Überschriften den Unterschied zwischen dem einen und dem anderen kennt. Selbst Experten haben mit den Begriffen so ihre Schwierigkeiten, sogar die Zentralbanker, das aber vielleicht sogar bewusst. Abriss wird heute ja auch als Rückbau bezeichnet.[/i]

weiter ... http://frank-meyer.eu/wp-blog/?p=1203

Wie sieht es bei der Hyperinflation aus: ist da auch die Hyperteuerung gemeint?

Quote:

Inflation (von lat.: „das Sich-Aufblasen; das Aufschwellen“) bezeichnet in der Volkswirtschaftslehre einen andauernden, „signifikanten“ Anstieg des Preisniveaus. Es verändert sich also das Austauschverhältnis von Geldmenge zu „Gütermenge“ – pro Gütereinheit existieren nun mehr Geldeinheiten. Als Folge muss für die Güter nun mehr Geld gezahlt werden, das heißt sie werden teurer. Daher versteht man unter Inflation allgemein auch eine Geldentwertung.

http://de.wikipedia.org/wiki/Inflation

Wikipedia zu Inflation: "Inflation (von lat.: „das Sich-Aufblasen; das Aufschwellen“) bezeichnet in der Volkswirtschaftslehre einen andauernden, „signifikanten“ Anstieg des Preisniveaus."

Geh doch Wikipedia bearbeiten!

MarcusFabian
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Deflation oder Inflation?

felix,

Du solltest die letzten zwei Seiten lesen.

rainii
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Deflation oder Inflation?

ich möchte mich hiermit bei Euch kurz für diese interessante Diskussion in diesem Thread bedanken!

Gerade Debatten welche verschiedene Meinungen, Aussagen od Intepretationen haben sind speziell interessant!

Ich möchte hiermit aber auch für Sachlichkeit und Fairness plädieren! Der Leser stellt sich schon die Frage, warum eine Kommentatorenschaft stetig zusammenhangsloser und agressiver kommentiert, gehen da wohl die Argumente aus?

Niemand hat die absolute Weisheit gepachtet, es gibt für Alles auch stets verschiedene Blickwinkel. Überzeugend sind nun mal sachliche, verständliche und nachweisbare Argumente

Elias
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Deflation oder Inflation?

felix.w wrote:

Elias wrote:
MarcusFabian wrote:
Doch zunächst ein Wort des Trost für ein Wort, das inflationär oft missbraucht wird: Inflation. Welch bedauernswertes Wort… Es wird immer benutzt, wenn es um steigende Preise geht. Dabei ist es so falsch, wie das Benutzen einer Klobürste für das Hinterteil. Inflation ist ein Begriff aus der Wissenschaft des Geldes und bedeutet Aufblähen einer Geldmenge. (lat: inflare), und nicht steigende Preise. Meldungen mit „Inflation“ in Überschriften müssten eigentlich alle auf „Teuerung“ abgeändert werden. Doch wer soll das tun, wenn kaum ein Schreiber von Überschriften den Unterschied zwischen dem einen und dem anderen kennt. Selbst Experten haben mit den Begriffen so ihre Schwierigkeiten, sogar die Zentralbanker, das aber vielleicht sogar bewusst. Abriss wird heute ja auch als Rückbau bezeichnet.[/i]

weiter ... http://frank-meyer.eu/wp-blog/?p=1203

Wie sieht es bei der Hyperinflation aus: ist da auch die Hyperteuerung gemeint?

Quote:

Inflation (von lat.: „das Sich-Aufblasen; das Aufschwellen“) bezeichnet in der Volkswirtschaftslehre einen andauernden, „signifikanten“ Anstieg des Preisniveaus. Es verändert sich also das Austauschverhältnis von Geldmenge zu „Gütermenge“ – pro Gütereinheit existieren nun mehr Geldeinheiten. Als Folge muss für die Güter nun mehr Geld gezahlt werden, das heißt sie werden teurer. Daher versteht man unter Inflation allgemein auch eine Geldentwertung.

http://de.wikipedia.org/wiki/Inflation

Wikipedia zu Inflation: "Inflation (von lat.: „das Sich-Aufblasen; das Aufschwellen“) bezeichnet in der Volkswirtschaftslehre einen andauernden, „signifikanten“ Anstieg des Preisniveaus."

Geh doch Wikipedia bearbeiten!

Da verstehst du mich falsch. Ich kann mit MF's Ansicht der Definition leben und mit der von Wikipedia.

Aber mir rollen sich die Fussnägel auf, wenn man das ganze - wie MF - aus rein monetärer Sicht sieht und gleichsam an anderer Stelle den Goldkauf damit begründet, die sich auf blähende Geldmenge (Inflation) sei die Motivation und Schutz für den Goldbesitz. Und das wenn ein G-20-Staat Hyperinflation habe, dass die anderen auch wie Dominosteine umfallen und auch Hyperinflation bekommen. Das würde dann heissen, dass ein G20-Staat nach dem anderen wie irr die Geldmenge ausweitet. Und das alle Staaten immer entweder Deflation oder Inflation haben, sonst würden die Waren wegen den Preisunterschieden zwischen den Staaten fliessen bis die Preise gleich sind. Das sind so Aussagen von MF.

Das Wort Hyperinflation ist im Goldthread eines der Argumente für die Kaufempfehlung.

----

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Deflation oder Inflation?

rainii wrote:

ich möchte mich hiermit bei Euch kurz für diese interessante Diskussion in diesem Thread bedanken!

Gerade Debatten welche verschiedene Meinungen, Aussagen od Intepretationen haben sind speziell interessant!

Ich möchte hiermit aber auch für Sachlichkeit und Fairness plädieren! Der Leser stellt sich schon die Frage, warum eine Kommentatorenschaft stetig zusammenhangsloser und agressiver kommentiert, gehen da wohl die Argumente aus?

Niemand hat die absolute Weisheit gepachtet, es gibt für Alles auch stets verschiedene Blickwinkel. Überzeugend sind nun mal sachliche, verständliche und nachweisbare Argumente

Danke. Schliesse mich an.

Habe gelernt:

Es gibt zwei grundsätzlich unterschiedliche Meinungen der Begriffe. Das haben wir alle in der Zwischenzeit geschnallt.

A )Ich tendiere dazu, dass Inflation ohne Teuerung möglich ist. Dass aber zunehmende Inflation über eine längere Zeit (Geldmenge im System nimmt zu, nicht unbedingt im Umlauf) nach einiger Zeit zwangsläufig zu Teuerung führen wird. Es sei denn, die Geldmenge wird wieder verringert.

B) In einem Land können die Preise/Löhne jahrelang sinken und die Geldmenge ausgeweitet werden (Japan laut Elias: sinkende Preise/Löhne bei gleichzeitiger Inflation der Geldmenge/Kurs). Ohne dass dies eine signifikante Auswirkung auf die Restwelt hat(te). Was umgekehrt den Schluss zulässt, dass eine Teuerungswelle in einem einzelnen Land nicht zwangsläufig in anderen Ländern ebenfalls zu Teuerung führen wird (Dominoeffekt).

C) Da wir aber so lange ich zurück denken kann (und das sind einige Jahrzehnte), noch nie eine so extreme Ausweitung der Geldmengen in gleichzeitig verschiedenen wirtschaftlich wichtigen Ländern hatten, dürfte es sehr schwierig sein eine Prognose zu machen, wie diese Geldmenge unter Kontrolle zu halten ist. Und daher bin ich der Meinung:

D) Alles ist mööööööglich..... und daher setze ich zur Zeit auf Rohstoffe, Immobilien, Antiquitäten und sonstige werterhaltende Massnahmen. Lol

MarcusFabian
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Deflation oder Inflation?

Schöne Zusammenfassung und das Wesentliche auf den Punkt gebracht Wink

@Elias,

Wie schon zweimal erwähnt, ist die Antizipation einer Hyperinflation nicht der Grund, weshalb ich Gold empfehle. Gold steigt auch ohne Hyperinflation.

Wegen der Dominosteine könnten wir tagelang streiten und kämen zu keinem Ergebnis. Time will tell.

Elias
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Deflation oder Inflation?

Mit CrashGuru's Ausführungen bin ich auch weitgehend einig.

Nur ist aus meiner Sicht "die Geldmenge im System" etwas anderes als "die Geldmenge im Wirtschaftskreislauf". Unsere Vorsorgegelder, Sparkonti, Wertschriften, etc. sind nicht im Wirtschaftskreislauf. Da werden wir uns wohl auch nie einig.

Diese Gelder/Vermögen sind das Gegenteil von ==> Freigeld

Noch nie in der Geschichte der Menschheit gab es dieses Szenario der Globalisierung. Der Eiserne Vorhang fiel erst 1989. Und seither hat sich enorm viel bewegt. China hat soeben die Weltbank als größten Kreditgeber der Entwicklungsländer abgelöst. In Tunesien hat sich so schnell die Situation verändert, wie damals Deutschland bei der Wende.

Innerhalb der EU entwickeln sich die Staaten unterschiedlich.

Egal, ob es nun die Teuerung oder die Inflation ist, die im pdf unten aufgeführt wird: Innerhalb der EU sind 4 Staaten unter dem Gefrierpunkt.

http://epp.eurostat.ec.europa.eu/cache/ITY_OFFPUB/KS-QA-09-017/DE/KS-QA-...

Hauptquelle

http://epp.eurostat.ec.europa.eu/portal/page/portal/hicp/publications/da...

Selbst in der Schweiz haben wir z.T. grosse regionale Unterschiede.

Global gesehen befinden wir uns zwischen Neuland und Niemandsland. Umweltaktstrophen können jederzeit zu einer unerwarteten Ressourcenverknappung (Teuerung) führen, die aktuellen Fortschritte in der Forschung (z.B. Treibstoff aus CO2 und Wasser) können Blasen platzen lassen.

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CrashGuru
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Deflation oder Inflation?

Elias wrote:

Nur ist aus meiner Sicht "die Geldmenge im System" etwas anderes als "die Geldmenge im Wirtschaftskreislauf". Unsere Vorsorgegelder, Sparkonti, Wertschriften, etc. sind nicht im Wirtschaftskreislauf. Da werden wir uns wohl auch nie einig.

Deshalb habe ich auch geschrieben "im System" und nicht im "Wirtschaftskreislauf". Ich bin in der Zwischenzeit auch der Meinung, dass es tatsächlich "ruhende" Geldmengen gibt, die (noch) nicht (direkt) in's Teuerungsgeschehen eingreifen.

Diese sehr grossen "ruhenden" Geldmengen sind aber meiner Meinung nach insofern gefährlich für die Stabilität, sollten sie "systemrelevant" Lol werden, also in den Kreislauf gelangen, eine "Hyperreaktion" auslösen könnten. Die Frage ist einfach, lassen sich diese Geldmengen beherrschen oder nicht.... :roll:

MarcusFabian
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Deflation oder Inflation?

CrashGuru wrote:

Deshalb habe ich auch geschrieben "im System" und nicht im "Wirtschaftskreislauf". Ich bin in der Zwischenzeit auch der Meinung, dass es tatsächlich "ruhende" Geldmengen gibt, die (noch) nicht (direkt) in's Teuerungsgeschehen eingreifen.

Stimmt. Das sieht man am besten bei QE1 und QE2: QE1 ging ausschliesslich an die Banken. Da ist nicht viel passiert ausser dass die Anleihen- und Aktienpreise gestiegen sind.

Allerdings sind diese Geldmengen eine potenzielle Gefahr, denn wenn die Banken der Meinung sind, mit Wiederaufnahme der Kreditvergabe sei mehr Geld als mit Staatsanleihen zu verdienen, dann werden diese Schleusen geöffnet.

QE2 geht an den Staat und somit fliesst dieses Geld praktisch 1:1 in den Wirtschaftskreislauf.

Dann hätten wir im Falle der USA auch noch die asiatischen Gläubiger, die enorme Dollarvermögen in Treasuries halten. Wenn die auf die Idee kommen, das grüne Papier gegen Waren einzutauschen, verliert der Dollar ebenfalls an Wert. Und zwar massiv innert kürzester Zeit.

Elias
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Deflation oder Inflation?

MarcusFabian wrote:

Dann hätten wir im Falle der USA auch noch die asiatischen Gläubiger, die enorme Dollarvermögen in Treasuries halten. Wenn die auf die Idee kommen, das grüne Papier gegen Waren einzutauschen, verliert der Dollar ebenfalls an Wert. Und zwar massiv innert kürzester Zeit.

Die Treasuries müssten sie erst mal zu Geld machen, der Käufer braucht dazu wieder Geld. Auf den ersten Blick für mich ein Nullsummenspiel.

Bei uns liegt jetzt schon viel Geld auf den Konten und könnte jederzeit für Ware eingetauscht werde, was bei einem Run zu einer Verknappung von Gütern und somit zu Teuerung führen kann.

Wie schon mehrfach erwähnt: Es passiert bei uns aber nicht, weil wir im Gegensatz zu den Schwellenländern keinen Nachholbedarf haben. Einzig die Zuwanderung führt bei uns bei den Immobilien zu Preissteigerungen (Flucht in Sachwerte?)

Quote:

UBS: Regional droht eine Immobilien-Blase

Einige Regionen der Schweiz haben nach Ansicht der UBS in den vergangenen Jahren zu starke Steigerungen bei den Wohnpreisen erlebt. Für die Ökonomen der Grossbank birgt dies gewisse Risiken für den Immobilienmarkt.

http://www.cash.ch/news/topnews/ubs_regional_droht_eine_immobilienblase-...

Das wird durch vermehrte Bautätigkeit wieder korrigiert und die Preise kommen dort runter.

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Deflation oder Inflation?

Auch zum Thema:

Quote:

Der Chefökonom Willem Buiter von Citigroup über eine massive Aufstockung der Liquidität für bedrängte Euro-Staaten.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/geld/Herrscht-Angst-stoppt-das-Ge...

Herrscht in fünf Jahren global betrachtet eher Inflation oder Deflation?

Inflation, das ist gewiss.

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Deflation oder Inflation?

Bullish wrote:

Auch zum Thema:

Quote:

Der Chefökonom Willem Buiter von Citigroup über eine massive Aufstockung der Liquidität für bedrängte Euro-Staaten.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/geld/Herrscht-Angst-stoppt-das-Ge...

Herrscht in fünf Jahren global betrachtet eher Inflation oder Deflation?

Inflation, das ist gewiss.

wobei hier allerdings wieder von Teuerung gesprochen wird....wenn ich das richtig verstehe Wink :oops:

Bullish
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Deflation oder Inflation?

Elias wrote:

MarcusFabian wrote:
Dann hätten wir im Falle der USA auch noch die asiatischen Gläubiger, die enorme Dollarvermögen in Treasuries halten. Wenn die auf die Idee kommen, das grüne Papier gegen Waren einzutauschen, verliert der Dollar ebenfalls an Wert. Und zwar massiv innert kürzester Zeit.

Die Treasuries müssten sie erst mal zu Geld machen, der Käufer braucht dazu wieder Geld. Auf den ersten Blick für mich ein Nullsummenspiel.

Ja, es kommt darauf an, wo die Ts gekauft werden. Werden sie im Markt gekauft, ist es ein Tausch, ein Nullsummenspiel.

Werden die Ts aber neu ausgegeben, dann wird Zentralbankgeld abgeschöpft, resp als Treasury Deposit, also auf dem Konto des Staates bei der FED gutgeschrieben.

Ich weiss nicht, ob die Asiaten direkt Zugang zu den Auktionen haben.

Was ich hinsichtlich den USA nicht weiss und zugegebenermassen unsicher bin, ist, ob die Staatsausgaben der Treasury unabhängig von der Ausgabe von Ts funktioniert.

D.h. wenn der Kongress - also nicht die Regierung sondern die Legislative, die Repräsentanten der Bürger, ein höheres Defizit erlaubt, dann wird der Kreditrahmen des Treasury erhöht, also quasi wir "Geld aus dem Nichts" erzeugt. Mit diesem Guthaben werden dann Staatsausgaben bestritten. Die Banken werden diese Zahlungen akzeptieren.

Dieses Zentralbankgeld setzt auch den Rahmen für die gesamte Kreditvergabe innerhalb des Systems, weil 10% der Kundeneinlagen als Mindestreserve bei der ZG gehalter werden müssen ( http://de.wikipedia.org/wiki/Mindestreserve ).

Um die Kreditvergabe zu drosseln oder weitere Staatsausgaben ohne weiteres Defizit zu finanzieren, können Ts ausgegeben werden.

Wie gesagt, ich bin nicht sicher, ob so verfahren wird, aber wer einmal einen Blick auf Galbraith wirft, könnte diesen Eindruck erhalten:

Quote:

http://voices.washingtonpost.com/ezra-klein/2010/05/galbraith_the_danger...

EK: You think the danger posed by the long-term deficit is overstated by most economists and economic commentators.

JG: No, I think the danger is zero. It's not overstated. It's completely misstated.

EK: But putting inflation aside, the gap between spending and revenues won't have other ill effects?

JG: [...] Say I'm the federal government and I wish to pay you, Ezra Klein, a billion dollars to build an aircraft carrier. I put money in your bank account for that. [...] Government does not need money to spend just as a bowling alley does not run out of points.

What people worry about is that the federal government won't be able to sell bonds. But there can never be a problem for the federal government selling bonds. It goes the other way. The government's spending creates the bank's demand for bonds, because they want a higher return on the money that the government is putting into the economy. My father*) said this process is so simple that the mind recoils from it.

EK: That does it for my questions, I think.

JG: I have one more answer, though! Since the 1790s, how often has the federal government not run a deficit? Six short periods, all leading to recession. Why? Because the government needs to run a deficit, it's the only way to inject financial resources into the economy. If you're not running a deficit, it's draining the pockets of the private sector. I was at a meeting in Cambridge last month where the managing director of the IMF said he was against deficits but in favor of saving, but they're exactly the same thing! A government deficit means more money in private pockets.

The way people suggest they can cut spending without cutting activity is completely fallacious. This is appalling in Europe right now. The Greeks are being asked to cut 10 percent from spending in a few years. And the assumption is that this won't affect GDP. But of course it will! It will cut at least 10 percent! And so they won't have the tax collections to fund the new lower level of spending. Spain was forced to make the same announcement yesterday. So the Eurozone is going down the tubes.

On the other hand, look at Japan. They've had enormous deficits ever since the crash in 1988. What's been the interest rate on government bonds ever since? It's zero! They've had no problem funding themselves. The best asset to own in Japan is cash, because the price level is falling. It gets you 4 percent return. The idea that funding difficulties are driven by deficits is an argument backed by a very powerful metaphor, but not much in the way of fact, theory or current experience.

*) James K. Galbraith's Vater war John Kenneth Galbraith, ein Prof, der sich für Roosevelts New Deal eingesetzt hat.

Aber dies ist nur die staatliche Seite, die Geld/Kredit schafft - es gibt auch eine private Seite, die seit 2007/2008 massivst am Einbrechen ist.

MarcusFabian
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Deflation oder Inflation?

Bullish wrote:

Ja, es kommt darauf an, wo die Ts gekauft werden. Werden sie im Markt gekauft, ist es ein Tausch, ein Nullsummenspiel.

Das ist die eine Seite der Madaille: Wer kauf die Treasuries und mit welchem Geld.

Die andere Seite ist, was machen die Verkäufer mit dem Geld. Kaufen die damit Euros? Aktien? Rohstoffe?

Renovieren sie ihre eigene Infrastruktur (Indien) oder kaufen sie in Afrika ganze Länder und deren Minen auf (China)?

Ich gehe von folgendem aus:

Wenn China beginnt, Treasuries abzustossen, werden Indien, Japan, Korea etc. folgen und dasselbe tun, solange man für Dollars noch was kaufen kann.

Entsprechend dürfte es dann keine Käufer von Treasuries mehr geben. Mit Ausnahme der FED natürlich, die den ganzen Haufen dann monetarisieren muss.

Und monetarisieren muss sie! Anderenfalls gehen die Renditen durch die Decke.

Was die Asiaten vom Erlös mit dem Haufen Dollars anfangen ist ungewiss. Aber zumindest ein Teil davon dürfte in Sachwerte fliessen.

CrashGuru
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Deflation oder Inflation?

MarcusFabian wrote:

Was die Asiaten vom Erlös mit dem Haufen Dollars anfangen ist ungewiss. Aber zumindest ein Teil davon dürfte in Sachwerte fliessen.

China-Kredite an Afrika, z.B. Der Berg wird verschoben. Könnte sogar hilfreich sein?

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