Deflation oder Inflation?

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MarcusFabian
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Bullish hat am 21.08.2013 - 17:01 folgendes geschrieben:


Die Chinesen wissen, dass die USA nicht bezahlen wird. Was sollten denn die Chinesen mit der Bezahlung anfangen?

Ist das nicht offensichtlich? Die Chinesen könnten Rohstoffe und Waren einkaufen, ihre Infrastruktur auf Erstwelt-Niveau bringen, für das eigene Volk produzieren, den Lebensstandard in China erhöhen.

Welchen Sinn macht es, begrenzte Rohstoffe mit mühsamer Arbeit und teurer Energie in wertvolle Produkte zu verwandeln und diese dann im Ausland gegen Schuldscheine einzutauschen, die vielleicht nie bedient werden?

 

weico
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MarcusFabian hat am 21.08.2013 - 22:15 folgendes geschrieben:


Ist das nicht offensichtlich? Die Chinesen könnten Rohstoffe und Waren einkaufen, ihre Infrastruktur auf Erstwelt-Niveau bringen, für das eigene Volk produzieren, den Lebensstandard in China erhöhen.

Welchen Sinn macht es, begrenzte Rohstoffe mit mühsamer Arbeit und teurer Energie in wertvolle Produkte zu verwandeln und diese dann im Ausland gegen Schuldscheine einzutauschen, die vielleicht nie bedient werden?

 

..den Sinn  erklärt Pettis:

http://thepursuitoffinancialhappiness.blogspot.ch/2011/08/michael-pettis...

 

..oder auch Liu:

http://henryckliu.com/page215.html

 

 

weico

 

MarcusFabian
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weico hat am 21.08.2013 - 23:02 folgendes geschrieben:

 


..den Sinn  erklärt Pettis:

http://thepursuitoffinancialhappiness.blogspot.ch/2011/08/michael-pettis...


 

Einverstanden. Im wesentlichen #3.

Guckst Du Kommentar im oben verlinkten Artikel von AnonymousAugust 11, 2011 at 1:24 PM

Der bring's fast auf den Punkt.

Elias
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Inflation geht in Euro-Zone deutlich zurück

Die Inflation in der Euro-Zone ist trotz teurerer Lebensmittel insgesamt spürbar gesunken.

Waren und Dienstleistungen kosteten im August durchschnittlich nur 1,3 Prozent mehr als vor einem Jahr, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten mit 1,4 Prozent gerechnet. Die Teuerungsrate sackte damit nach 1,6 Prozent im Juli auf den tiefsten Stand seit April. Die Europäische Zentralbank (EZB) spricht bei Werten von knapp 2 Prozent von stabilen Preisen.

Weit überdurchschnittlich verteuerten sich Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak mit 3,3 Prozent. Die oft stark schwankenden Preise für Energie sanken dagegen um 0,4 Prozent, während sich Dienstleistungen um 1,5 Prozent verteuerten.

Im Mai hatte die EZB den Leitzins auf das Rekordtief von 0,5 Prozent gesenkt, um der Euro-Zone aus der Rezession zu verhelfen. Die EZB-Spitze dürfte die Zinsen in den kommenden Woche auf diesem Niveau belassen, da wegen der noch schwächelnden Konjunktur derzeit keine Inflationsgefahr droht.

http://www.cash.ch/news/top_news/inflation_geht_in_eurozone_deutlich_zur...

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Zyndicate
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Teuerung in der Euro-Zone sinkt auf 1,3 Prozent
 

Trotz kräftig steigender Lebensmittelpreise sinkt die Inflation in der Euro-Zone. Waren und Dienstleistungen in den 17 Euro-Ländern verteuerten sich im August zum Vorjahresmonat um durchschnittlich 1,3 Prozent.

Das teilte die Statistikbehörde Eurostat am Montag mit. Im Juli waren es noch 1,6 Prozent. Verantwortlich für den Rückgang sind sinkende Energiepreise. Damit herrschen weiter stabile Preise, die die Europäische Zentralbank (EZB) bei Werten bis knapp unter zwei Prozent gewährleistet sieht.

Grösster Preistreiber waren Nahrungsmittel, die sich um 3,2 Prozent verteuerten. Vorausgegangen waren schlechte Ernten, die das regenreiche Frühjahr und der heiße Sommer mit sich brachten. Energie verbilligte sich dagegen um 0,3 Prozent, nachdem beispielsweise die Weltmarktpreise für Öl wegen der schwächeren globalen Konjunktur nachgegeben hatten.

Die EZB sieht auch in naher Zukunft keine grösseren Inflationsgefahren. "Der Preisdruck wird mittelfristig gedämpft bleiben", sagte ihr Präsident Mario Draghi. Für dieses Jahr rechnet die EZB mit einer durchschnittlichen Teuerungsrate von 1,4 Prozent, für 2014 sogar nur von 1,3 Prozent.

Reuters

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Elias
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Japan bekämpft Deflation erfolgreich

Das überraschte sogar die Analysten: Japans Konsumentenpreise stiegen um 0,8 Prozent. Tokio ist optimistisch, sich aus der 15 Jahre andauernden Deflation zu befreien.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Japan-bekaempft-Deflat...

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Elias
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Kampf gegen Deflation

 

Japan plant neue Milliarden-Konjunkturspritze

Japan sitzt in der Zwickmühle: Die Regierung will die Konjunktur ankurbeln, sitzt aber auf einem gigantischen Schuldenberg. Nun versucht Ministerpräsident Abe den Spagat.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/kampf-gegen-def...

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Elias
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Inflation

Dei Goldmenge nimmt laufend zu

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Bullish
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MarcusFabian hat am 21.08.2013 - 22:15 folgendes geschrieben:

Bullish hat am 21.08.2013 - 17:01 folgendes geschrieben:

 

Die Chinesen wissen, dass die USA nicht bezahlen wird. Was sollten denn die Chinesen mit der Bezahlung anfangen?

Ist das nicht offensichtlich? Die Chinesen könnten Rohstoffe und Waren einkaufen, ihre Infrastruktur auf Erstwelt-Niveau bringen, für das eigene Volk produzieren, den Lebensstandard in China erhöhen.

Rohstoffe einkaufen und einlagern hat primär 2 Effekte:

1.) Rohstoffpreise werden teuerer und China als Rohstoffimporteur würde so an Konkurrenzfähigkeit verlieren und zugleich die Konsumentenpreise im Inland erhöhen.

2.) Wer würde denn diese Rohstoffe einlagern, in der ZB arbeiten vor allem Ökonomen aber wenige Logistiker.

Dein Vorschlag bringt doch vor allem Nachteile.

 

Welchen Sinn macht es, begrenzte Rohstoffe mit mühsamer Arbeit und teurer Energie in wertvolle Produkte zu verwandeln und diese dann im Ausland gegen Schuldscheine einzutauschen, die vielleicht nie bedient werden?

 

Dein Vorschlag würde ja den Preis für diese begrenzten Rohstoffe erhöhen, das zeigt doch gerade wie unsinnig es wäre, Rohstoffe zu kaufen, die man absehbar nicht benötigt.

Welchen Sinn macht es für die Arbeiter, eine solche Arbeit anzunehmen? Ganz einfach: sie wollen das Geld!

Welchen Sinn macht es für einen Unternehmer, Arbeiter anzustellen und solche Produktionsaufträge anzunehmen? Ganz einfach: er will das Geld!

Welchen Sinn macht es für eine Konzern wie Apple, Aufträge an chinesische Lieferanten zu vergeben? Ganz einfach: die gewünschte Qualität und Quantität kann von dem chinesischen Lieferanten am billigsten hergestellt werden.

 

Eigentlich ist das gar nicht so schwer zu verstehen.

 

Deshalb noch mal meine Überzeugung, wie eine Deflation schlussendlich bekämpft werden könnte: die ZB kauft Gold, weil das im Gegensatz zu den anderen "Hard commodities" relativ nutzlos ist und treibt so den Preis des Goldes in die Höhe und fährt so Gewinne ein. Ganz genauso wie wenn die SNB eine Eurogrenze einführt und hält: jeder Euro, der unterhalt der Grenze gekauft wurde, bringt der SNB Gewinn. Will die SNB mehr Gewinn, dann braucht sie nur die EUR-Grenze anzuheben.

Weil aber auf der EUR Seite eine andere ZB steht, die ebenfalls ihre Währung schwächt, läuft es am Ende auf eine Schwächung aller Währungen gegen Gold raus, bis die Deflation überwunden ist.

Elias
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Euro-Inflation auf tiefstem Stand seit vier Jahren

 Teuerung

Die Angst vor Deflation erhält neue Nahrung: Im Oktober sind die Lebenshaltungskosten so schwach gestiegen wie seit vier Jahren nicht mehr. In Griechenland sanken die Preise so stark wie zuletzt 1962.

Sinkende Energiepreise haben die Inflation in den 17 Euroländern auf den niedrigsten Stand seit vier Jahren gedrückt. Im Oktober lag die jährliche Teuerungsrate bei 0,7 Prozent, nach 1,1 Prozent im September. Das teilte die EU-Statistikbehörde Eurostat am Freitag mit.

Eurostat bestätigte damit eine erste Schätzung. Insbesondere die Preise für flüssige Brennstoffe, Benzin und Telekommunikation sanken. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte vergangene Woche reagiert und den Leitzins von 0,50 auf 0,25 Prozent gesenkt. Das billige Geld soll dem Preisverfall entgegenwirken. Die EZB peilt eine Inflationsrate von knapp unter 2,0 Prozent an.

Griechenland erlebt historische Deflation   :bye:

Grund für die nachlassende Teuerung ist vor allem die billigere Energie. Sie kostete 1,7 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Heizöl verbilligte sich um 7,4 Prozent, Tanken um fünf Prozent. Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak hingegen verteuerten sich um 1,9 Prozent. Die gesamten Konsumentenpreise sanken im Vergleich zum September um 0,1 Prozent, auch hier spielte günstigere Energie die entscheidende Rolle.

Die Jahresteuerung sank mit 1,9 Prozent am stärksten in Griechenland. In dem von einer Dauer-Rezession geplanten Land war es der grösste Rückgang seit 1962. Auch in Zypern fiel das Minus mit 0,5 Prozent kräftig aus. Am stärksten stiegen die Preise in Estland (2,2 Prozent) und Finnland (1,7 Prozent).

http://www.handelszeitung.ch/konjunktur/euro-inflation-auf-tiefstem-stan...

 

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revinco
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Wo bleibt die Inflation?

Wie entsteht eigentlich Inflation, wenn nicht durch eine massive Geldmengenerweiterung wie es momentan weltweit der Fall ist? Befinden wir uns wirklich in einer derart grossen Deflation grundmässig wegen dem niedrigen Oelpreis aufgrund fehlender Nachfrage, dass mit der Geldmengeerweiterung sich dies ausgleicht und wir somit nichts bemerken??

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

MarcusFabian
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revinco hat am 07.12.2013 - 16:45 folgendes geschrieben:

Wie entsteht eigentlich Inflation, wenn nicht durch eine massive Geldmengenerweiterung wie es momentan weltweit der Fall ist?

Der Begriff "Inflation" bedeutete ursprünglich ja "Ausweitung der Geldmenge".

Daraus ergibt sich dann: Wenn mehr Geld einer konstanten Gütermenge gegenüber steht (bzw. sich die Geldmenge stärker ausweitet als die Gütermenge), verschieben sich die Verhältnisse: Mehr Geld pro Gut führt zu steigenden Preisen. Es entsteht Geldentwertung bzw. Teuerung.

Im Moment spielt dieses Regelsystem allerdings nicht, denn das neu gedruckte Geld fragt nicht nach Gütern, Rohstoffen und Dienstleistungen nach sondern bleibt im Finanzsystem. Entsprechend steigen die Preise von Anleihen und von Aktien.

Weiterhin fliessen Dollars in Höhe des jährlichen US-Handelsdefizits (also etwa $500 Mrd. dieses Jahr) in die klassischen Überschuss-Länder. Dort sorgen die Dollars auch für Teuerung. Man nennt das - aus Sicht dieser Länder - importierte Inflation.

Einfache Erklärung: Es fliessen Güter aus diesen Ländern und es fliessen Dollars in diese Länder. Das Verhältnis von Gütern zu Geld verschlechtert sich also.

Spannend wird es, um das abzurunden, wenn dereinst die gebunkerten Dollars repatriiert werden. Wenn also all die in- und ausserhalb der USA gehorteten Dollars nach amerikanischen Gütern nachfragen. Denn der Dollar ist ja nichts anderes als ein Anspruch auf amerikanische Güter. Dann passiert das umgekehrte dessen, was wir seit gut 20 Jahren sehen. Nämlich, dass es einen Dollar-Fluss zurück in die USA und einen Güter-Fluss aus den USA gibt. Dann werden auch in den USA die Preise stark anziehen.

Beim Begriff "Inflation" muss man also vorsichtig sein. Es kann damit Geldmengenausweitung gemeint sein oder auch Teuerung. Landläufig wird Inflation als "Teuerung" verstanden.

Zum Stichwort Deflations-Gefahr: Von der Begrifflichkeit her gilt dasselbe wie bei der Inflation: Ist eine sinkende Geldmenge gemeint oder sinkende Preise? In der Regel letzteres, wobei man noch unterscheiden muss, welche Preise sinken.

Eigentlich ist eine "Asset-Deflation" gemeint. Konkret, dass die Blase am Aktien- und Anleihemarkt, die mit den neu gedruckten Dollars seit 2009 aufgepumpt wird, platzt und sich Aktien und Anleihen stark verbilligen.

Eine Deflation Sinn billigerer Preise für Lebensmittel, Energie oder Krankenkassenprämien ist leider nicht zu erwarten, denn die wäre ja auch positiv und nicht negativ für Otto Normalverbraucher.

Was man in den Begriff Deflation mit einschliesst ist das Verhalten der Verbraucher in deflationären Phasen: Sparsamkeit, Schulden tilgen, Risiken vermeiden. Also nicht mehr investieren, eher den Gürtel enger schnallen.

Was wir seit 2009 sehen ist eine Zerreisprobe zwischen Deflation und Inflation. Einerseits wollen die Verbraucher keine neuen Schulden mehr aufbauen sondern eher sparen und Schulden abbauen (Deflation). Auch die Unternehmen sehen weniger Absätze und haben deshalb keine Lust zu investieren. Egal, wie niedrig der Zins auch sein mag (ebenfalls Deflation).
Hinzu kommt, dass die Banken keine Risiken mehr eingehen wollen und ebenfalls bestrebt sind, sich zu konsolidieren. Also auch von daher Deflation.
Aufgrund dieser deflationären Kräfte geht die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes zurück und unter einem Geldsystem mit fixer Geldmenge, müsste die Geldmenge jetzt sinken.

Um dem entgegenzuwirken drucken die Zentralbanken wie blöd neues Geld. Erzeugen also eine hohe monetäre Inflation und die Staaten springen als Schuldner in die Lücke, die die Privaten und Unternehmen hinterlassen.

Den Versuch, eine Deflation duche Inflation der Geldmenge zu bekämpfen, nennt man Reflation. Und genau das erleben wir derzeit.

Grafisch dargestellt:

Ich habe das hier mal ausführlich zusammengefasst: http://www.trader-forum.ch/viewtopic.php?p=49957#p49957

 

 

revinco
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Vielen dank, nun hab ichs verstanden. Das war mir nicht bewusst das Inflation und Deflation diverse Bedeutungen haben können, hast Du wieder mal sehr gut auf den Punkt gebracht.

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

Elias
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MarcusFabian hat am 07.12.2013 - 18:40 folgendes geschrieben:

Im Moment spielt dieses Regelsystem allerdings nicht, denn das neu gedruckte Geld fragt nicht nach Gütern, Rohstoffen und Dienstleistungen nach sondern bleibt im Finanzsystem. Entsprechend steigen die Preise von Anleihen und von Aktien.

 

Erst hiess es, das Geld, treibe den Goldpreis an (QE-Treppchen) und jetzt treibt es "entsprechend" die Anleihen und Aktien an.  Wenn es "entsprechend" wäre, müssten die Kurse schon viel länger steigen.

Das Geld ist eben nicht gedruckt und auch nicht zusätzlich im Lohn enthalten.

Der SMI war im 2007 auf 9'500 Punkte.

 

MarcusFabian hat am 07.12.2013 - 18:40 folgendes geschrieben:

Weiterhin fliessen Dollars in Höhe des jährlichen US-Handelsdefizits (also etwa $500 Mrd. dieses Jahr) in die klassischen :roll: Überschuss-Länder. Dort sorgen die Dollars auch für Teuerung. Man nennt das - aus Sicht dieser Länder - importierte Inflation.

Einfache Erklärung: Es fliessen Güter aus diesen Ländern und es fliessen Dollars in diese Länder. Das Verhältnis von Gütern zu Geld verschlechtert sich also.

Welche Überschuss-Länder sollen das sein, die deswegen Teuerung haben?

 

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MarcusFabian
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Elias hat am 08.12.2013 - 14:14 folgendes geschrieben:


Welche Überschuss-Länder sollen das sein, die deswegen Teuerung haben?

 

En erster Linie alle Länder, die einen Handelsüberschuss mit den USA haben. Also in erster Linie China, Japan, Europa teilweise südamerikanische Länder, Arabien ...

In zweiter Linie auch Länder, die einen Handelsüberschuss mit den Ländern der ersten Linie haben und von diesen in Dollars bezahlt werden.

 

Elias
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MarcusFabian hat am 08.12.2013 - 17:54 folgendes geschrieben:

Elias hat am 08.12.2013 - 14:14 folgendes geschrieben:

Welche Überschuss-Länder sollen das sein, die deswegen Teuerung haben?

En erster Linie alle Länder, die einen Handelsüberschuss mit den USA haben. Also in erster Linie China, Japan, Europa teilweise südamerikanische Länder, Arabien ...

In zweiter Linie auch Länder, die einen Handelsüberschuss mit den Ländern der ersten Linie haben und von diesen in Dollars bezahlt werden.

Es ist doch eine einfache Frage, welche ich gestellt habe.

Meinst du Deutschland? Die haben aber kaum Teuerung

Darum nochmals die Frage: Welche Länder meinst du?

 

 

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MarcusFabian
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Elias hat am 08.12.2013 - 19:17 folgendes geschrieben:


Darum nochmals die Frage: Welche Länder meinst du?

 

 

China, Indien, Brasilien, Argentinien, Mexiko.

Oder als Länder in zweiter Linie all die nordafrikanischen Staaten, die bei Lebensmitteln eine Teuerung von bis zu 31% erlebt haben.

Der sogenannte "arabische Frühling" war meiner Meinung nach nicht politisch motiviert sondern schlicht und einfach ein Hunger-Aufstand, der die Menschen auf die Strassen getrieben hat. Bei einem Durchschnittseinkommen von <$2/Tag beim Grossteil der Bevölkerung und einem Anteil von etwa 40% des Lohnes, der für Nahrung ausgegeben werden muss, ist ein Anstieg der Lebensmittelpreise in dieser Grössenordnung durchaus tödlich.

Beispiel: In Ägypten sind die Nahrungsmittelpreise zw. Januar 2008 und Juli 2011 kummuliert um 84% gestiegen.

Quelle: Weltbank (Seite 5, Kapitel 2.1)

Fine-Tuner
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Nach 6 Jahren ist die Frage immer noch offen...oder?

Die vielen guten Posts zeigen, dass das Thema interessiert.

Es ist ja auch nicht normal. was abgeht. Es wird weltweit massiv Geld in die Märkte gepumpt. Was würde man erwarten? Wohl steigende Preise, steigende Löhne, sinkende Arbeitslosigkeit und eine boomende Wirtschaft. Kurz Hochkonjunktur.

Was sehen wir? Einen stagnierenden Konsumentenpreisindex, stagnierende Löhne, einen - selbst in der vielgelobten Schweiz - harzigen bis völlig überforderten Arbeitsmarkt weltweit und eine Konjunktur, die beim leisesten Windhauch umzufallen scheint, so fragil.

Was bedeutet dies? Es bedeutet ganz einfach, dass sich die aktuelle Lage mit den herkömmlichen Modellen und Begriffen nicht mehr erklären lässt. Dies verunsichert auch die Notenbanker, die völlig hilflos scheinen. Die Geldpolitik von HelikopterBen und die Zinspolitik von DiveDrag sind nur noch peinlich und schon lange wirkungslos. Im Gegenteil, sie führen, wie MF korrekt ausgeführt hat, nur zu externen Effekten (zB massiv steigende Preise in den Schwellenländern=exportierte Inflation, was die Menschen dort - aus verschiedenen Gründen - besonders hart trifft). Ein weiterer negativer Effekt ist die Tatsache, dass die Geschäftsbanken, die dieses Geld ja auf ihrem Girokonto bei der SNB haben und dort wenn auch nur einen geringen, so doch bei diesen Unmengen an Kapital einen beachtliche Zins zahlen müssen in einen Anlagenotstand geraten und Geld an völlig überbewerteten Kapitalmärkten (Aktien, Obli etc.) anlegen 'müssen'....next crash ist da nur eine Frage der Zeit....was soll das?

Man erkennt, dass es keine einfachen Lösungen gibt. Die Zusammenhänge haben eine Komplexität erreicht, die sich nicht mehr modelieren lässt. Die Klassischen Modelle haben ausgedient. Die Wirtschaftswissenschaft hat noch keine Antwort geliefert. Die Politik reagiert - beinahe paranoid - mit Überregulierung und verursacht noch mehr Unsicherheit.

Was ist zu tun? Ich habe keinen Zweifel, dass wenn wir Wachstum wollen, dies nur über die Nachfrage geht. Die Nachfrage geht über den Lohn. Neue Studien zeigen, dass wenn Ben und Dragi mit den Mitteln die sie irrsinnigerweise den Banken fast aufzwingen, Löhne subventioniert hätten, heute bei einer Inflationsrate von rund 4% Vollbeschäftigung in USA und EU herrschen würde. Eines ist klar. Die Löhne sind - weltweit - viel zu tief, viel zu tief, viel zu tief. Es geht auch nicht, dass die hohen Produktivitätsgewinne nicht in Form von Lohn zurück fließen. Für mich ist klar, LOHN ist die Schlüsselgröße der Zukunft. Gehen die Löhne weltweit nicht mächtig rauf, geht uns das 'klassische' Wachstum den Bach ab. Es stellt sich die Frage, ob alle ein solches Wachstum überhaupt noch wollen?

FineTuner

weico
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Fine-Tuner hat am 14.12.2013 - 22:10 folgendes geschrieben:

 Es stellt sich die Frage, ob alle ein solches Wachstum überhaupt noch wollen?

FineTuner

..es stellt sich wohl eher die Frage ,ob das Wachstum noch weiterhin so schnell weitergehen kann... wie bisher.

 

Gutes Video zum Thema:

Robert Gordon: Der Stillstand von Innovation, das Ende von Wachstum

 

http://www.ted.com/talks/lang/de/robert_gordon_the_death_of_innovation_t...

 

weico

 

 

 

Elias
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Hurra, Japans Inflation steigt

Die japanische Wirtschaft nimmt Fahrt auf, wie jüngste Zahlen zeigen. Auch die lange erhoffte Preis- und Lohnsteigerung ist da.

Die Geschäfte der Industrie liefen im Dezember so gut wie seit siebeneinhalb Jahren nicht mehr. Auch die Löhne ziehen wieder an, während die Unternehmen verstärkt nach neuen Mitarbeitern suchen. Damit steigt die Chance, dass Japan die Deflation besiegt.

Der Einkaufsmanager-Index für die Industrie stieg um 0,1 auf 55,2 Punkte, wie das Markit-Institut am Freitag unter Berufung auf seine monatliche Unternehmensumfrage mitteilte. Das ist der beste Wert seit Mitte 2006. Das Barometer liegt den zehnten Monat in Folge oberhalb der Marke von 50 Zählern, ab der Wachstum signalisiert wird.

"Die Nachfrage aus dem Ausland wächst", sagte Markit-Ökonomin Claudia Tillbrooke. Die Industrieproduktion legte im November den dritten Monat in Folge zu. Das Plus fiel allerdings mit 0,1 Prozent geringer aus als erwartet.

Billiger Yen treibt die Preise

Der Umsatz der Einzelhändler kletterte im November um vier Prozent, wie aus Daten der Regierung hervorgeht. Das ist deutlich mehr als von Ökonomen erwartet. Die Konsumenten wollen der im April anstehenden Mehrwertsteuer-Erhöhung zuvorkommen, die die Preise nach oben treiben dürfte.

Die Verbraucherpreise stiegen im November zum Vorjahr um 1,2 Prozent. Das ist der stärkste Zuwachs seit Oktober 2008. "Die Preise werden vor allem vom billigen Yen getrieben", sagte Ökonom Yasuo Yamamoto vom Forschungsinstitut Mizuho. Die von der Notenbank durch eine extrem lockere Geldpolitik gezielt geschwächte Währung macht Importe wie die von Energie teurer. Die Notenbank will die Inflationsrate auf zwei Prozent hieven. Ob das gelingt, hänge nicht zuletzt davon ab, ob auch die Löhne steigen, sagte Yamamoto.

Sie stiegen im November um 0,5 Prozent und damit zum ersten Mal seit fünf Monaten. Ein Grund dafür dürfte der Arbeitsmarkt sein: Die Nachfrage nach Mitarbeitern ist derzeit so stark wie seit Oktober 2007 nicht mehr. Japan litt in den vergangenen Jahren unter fallenden Preisen. Das führte dazu, dass Unternehmen Investitionen aufschoben und weniger Mitarbeiter einstellten.

http://www.cash.ch/news/top_news/hurra_japans_inflation_steigt-3156979-771

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Inflationsrate in Euro-Zone sinkt auf 0,8 Prozent

Die Sorge vor einer Deflation in der Euro-Zone erhält neue Nahrung.

Waren und Dienstleistungen kosteten im Dezember im Schnitt nur noch 0,8% mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistikamt Eurostat am Dienstag mitteilte. Im Vorfeld befragte Ökonomen hatten damit gerechnet, dass die Teuerungsrate auf dem November-Niveau von 0,9% verharrt.

Lebensmittel teurer

Im Oktober war sie mit 0,7% auf den niedrigsten Wert seit fast vier Jahren gefallen. Das löste Sorgen vor einem Preisverfall auf breiter Front aus, zumal die Unternehmen in Krisenstaaten wie Griechenland angesichts von Rezession und hoher Arbeitslosigkeit auch künftig kaum höhere Preise durchsetzen dürften. Die Europäische Zentralbank (EZB) senkte auch deshalb ihren Leitzins im November auf das Rekordtief von 0,25%, um mit billigem Geld die Gefahr japanischer Verhältnisse erst gar nicht aufkommen zu lassen. Sie spricht bei Werten von knapp unter 2% von stabilen Preisen. Für 2014 rechnen die Währungshüter mit einer Teuerungsrate von 1,1%, die 2015 auf 1,3% steigen soll.

Überdurchschnittlich verteuerten sich im Dezember Lebensmittel, Alkohol und Tabak mit 1,8%, vor Dienstleistungen mit 1,0%. Dagegen stagnierten die Energiepreise im Vergleich zu November 2012, während sich Industriegüter um 0,2% verteuerten.

http://www.nzz.ch/wirtschaft/wirtschafts-und-finanzportal/inflationsrate...

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In China nimmt die Inflation ab

Die Teuerung der Konsumentenpreise in China betrug im Dezember 2,5%, nach 3% im November. Die Inflation liegt somit unter den Erwartungen der Analysten von 3,2% und unter dem offiziellen Inflationsziel Pekings von 2,7%.

Lebensmittel werden günstiger

Verantwortlich für den Rückgang ist die Lebensmittelteuerung, die Jahresrate ist von 5,9% im November auf 4,1% im Dezember gesunken. Vor allem Fleisch und Gemüse sind billiger geworden. Dieser Wert stellt ein Siebenmonatstief dar und steht im Gegensatz zu der üblicherweise höheren Jahresendinflation im Dezember und Januar (Chinese New Year).

http://www.fuw.ch/article/in-china-nimmt-die-inflation-ab/

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  Venezuela: Der Niedergang

 

Der Präsident weiß sich nicht mehr anders zu behelfen: Um den Niedergang der Wirtschaft zu bremsen, kündigt er an, in seinem Land die Inflation zu verbieten. Mal ruft er indirekt zum Plündern auf. Mal will er die sozialistische Revolution unumkehrbar machen. Die Rede ist von Venezuela, eigentlich eines der reichsten Länder des amerikanischen Kontinents. Öl gibt es im Überfluss, aber in den Regalen der Geschäfte steht fast nichts mehr. Nicht einmal Toilettenpapier. Die Währung verfällt, die Geldentwertung liegt bei 50 Prozent und Schwarzmärkte sind zum wichtigsten Handelsort in den Städten des Landes geworden. Ein Bericht über ein Land im beschleunigten Niedergang....

http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/sen...

 

ROFL

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IWF warnt vor Deflation

Auch der Internationale Währungsfonds rechnet in diesem Jahr mit einem stärkeren Wachstum der Weltwirtschaft. Zugleich warnt der IWF vor einer zunehmenden Gefahr einer Deflation.

Die Konjunktur werde aber unter ihrem Potenzial von etwa vier Prozent bleiben, sagte IWF-Chefin Christine Lagarde am Mittwoch.

Zugleich warnte die Französin vor einer zunehmenden Gefahr einer Deflation, die sich für die Erholung der Weltwirtschaft als fatal herausstellen könnte. "Wenn die Inflation der Geist aus der Flasche ist, dann ist die Deflation das Ungeheuer, das entschieden bekämpft werden muss", sagte Lagarde.

Die Weltbank hatte ihre Wachstumsprognosen wegen optimistischerer Aussichten in den Industrie- und Entwicklungsländern angehoben. Fünf Jahre nach der Finanzkrise habe die Weltwirtschaft offenbar den Wendepunkt erreicht, teilte die Organisation mit. Für das laufende Jahr rechnet die Weltbank nun mit einem Zuwachs der gesamten Wirtschaftsleistung von 3,2 Prozent, nachdem es im vergangenen Jahr 2,4 Prozent waren.

http://www.cash.ch/news/top_news/iwf_warnt_vor_deflation-3162013-771

 

Brasilien hebt erneut den Leitzins an

Sechs aufeinanderfolgende Leitzinserhöhungen haben die Inflation in Brasilien nicht gebremst. Die Teuerung dürfte 2014 zum Wahlkampfthema werden

http://www.nzz.ch/wirtschaft/wirtschafts-und-finanzportal/brasilien-hebt...

 

es werden nicht alle das gleiche haben ......

 

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Elias
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Weidmann kritisiert deutsche Inflationsängste

Der deutsche Bundesbank-Präsident Jens Weidmann hat die Geldpolitik der EZB gegen Kritik vor allem aus Deutschland in Schutz genommen.

Derzeit gebe es keinen Grund von einer steigenden Teuerung auszugehen, weshalb die lockere Geldpolitik der Euro-Notenbank gerechtfertigt sei, sagte Weidmann am Donnerstag in Berlin.

"Mit meinem Kollegen Mario Draghi stimme ich vollkommen darin überein, dass es keinen Grund gibt, irrationale Inflationsängste zu pflegen." Allerdings bleibe der Kampf gegen Inflation stets ein Thema für die Geldpolitik und dürfe nicht vernachlässigt werden: "Ich plädiere dafür, die Dinge nüchtern zu analysieren und auch langfristige Gefahren für die Preisstabilität im Blick zu behalten."

Genauso wenig wie ein Anstieg der Preise zu erwarten sei, scheine ein Abrutschen der Preise auf breiter Front gegenwärtig wahrscheinlich, sagte Weidmann. Angesichts der konjunkturellen Lage sei damit das Risiko einer deflationären Entwicklung in der gesamten Euro-Zone "begrenzt". "

Auch dieses Gespenst löst sich bei nüchterner Betrachtung in Luft auf." Die EZB hatte ihren Leitzins zuletzt auf 0,25 Prozent gekappt.

http://www.cash.ch/news/top_news/weidmann_kritisiert_deutsche_inflations...

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MarcusFabian
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Elias hat am 16.01.2014 - 10:58 folgendes geschrieben:

Auch der Internationale Währungsfonds rechnet in diesem Jahr mit einem stärkeren Wachstum der Weltwirtschaft. Zugleich warnt der IWF vor einer zunehmenden Gefahr einer Deflation.

Wäre eigentlich die Perfekte Situation einer Produktivitätssteigerung:

Mit gleich viel Ressourcen, Menschen wird mehr produziert und das Zeugs wird entsprechend billiger. Der Arbeiter kann sich also für dasselbe Geld mehr Waren kaufen (oder muss weniger für die gleichen Waren ausgeben).

Eine Gefahr ist das nicht. Na ja, vielleicht für die Banken aber nicht für die Bürger. Clapping

weico
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Für die grosse Mehrheit der Leute ,die noch etwas unsicher sind wo die Gefahren/Risiken einer Deflation stecken..

http://acemaxx-analytics-dispinar.blogspot.ch/2014/01/disinflation-und-d...

 

weico

Elias
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MarcusFabian hat am 16.01.2014 - 20:22 folgendes geschrieben:

Elias hat am 16.01.2014 - 10:58 folgendes geschrieben:

Auch der Internationale Währungsfonds rechnet in diesem Jahr mit einem stärkeren Wachstum der Weltwirtschaft. Zugleich warnt der IWF vor einer zunehmenden Gefahr einer Deflation.

Wäre eigentlich die Perfekte Situation einer Produktivitätssteigerung:

Mit gleich viel Ressourcen, Menschen wird mehr produziert und das Zeugs wird entsprechend billiger. Der Arbeiter kann sich also für dasselbe Geld mehr Waren kaufen (oder muss weniger für die gleichen Waren ausgeben).

Eine Gefahr ist das nicht. Na ja, vielleicht für die Banken aber nicht für die Bürger. smiley

Japan versucht aus der Deflation heraus zu kommen.

Deflation bedeutet sinkende Einkommen, sinkende Preise und sinkende Vermögen.

 

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weico
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Elias hat am 17.01.2014 - 22:28 folgendes geschrieben:


Japan versucht aus der Deflation heraus zu kommen.

Deflation bedeutet sinkende Einkommen, sinkende Preise und sinkende Vermögen.

 

Exakto...und damit eben wie im Link beschrieben:

......." dass die fallenden Preise die reale Last der Schulden erhöhen. Wenn die Preise fallen, fallen auch die Einnahmen der öffentlichen Hand und der privaten Haushalte, während der Schuldendienst unverändert bleibt. Dies zwingt den privaten Sektor und die öffentliche Hand, einen höheren Anteil des Einkommens für die Bedienung der Schulden auszugeben.Derzeit belaufen sich die Inflationserwartungen, gemessen an Staatsanleihen mit 10 Jahren Laufzeit, auf 2% für die kommenden 5 bis 10 Jahre in der Eurozone. Allerdings fällt die Inflationsrate in der Eurozone seit geraumer Zeit und beträgt zur Zeit 0,8%. Diese Disinflation löst Debt-Deflation aus, wie von Irving Fisher vor Jahren analysiert wurde. Die Debt-Deflation Dynamik ist in den EU-Ländern mit der höchsten Verschuldung sogar noch schlimmer. In Griechenland, Irland, Spanien und Portugal liegt die Inflationsrate unter 0,8%, damit unter dem EU-Durchschnitt. In Griechenland, wo die Inflation negativ ist, ist die Entfaltung der Debt-Deflation Dynamik noch umfassender als im Rest der EU."  P.S:.....die Geldmengen-und Hyperinflationspropheten sollte sich langsam wohl ebenfalls darauf einstellen,dass ZUERST die Deflation bzw. Deflationsgefahr das kommende Medien-Gesprächsthema sein (in der EU-Region) wird und sicher nicht eine Gefahr von hoher (Hyper) Inflation .   weico

 

aprecio
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auch eine art deflation

Für ihre Mandate erhielten die Baselbieter Regierungsräte teils horrende Geldbeträge. Was sie davon dem Kanton abliefern wollten, konnten sie weitgehend selbst bestimmen. http://bazonline.ch/basel/land/Ein-Willkuerregime-im-Baselbieter-Finanzs...

Der Stadtrat von Olten hat an der Parlamentssitzung vom 24. Januar 2013 die Öffentlichkeit informiert, dass die Stadt Olten derzeit bei den Steuereinnahmen der juristischen Personen massive Ausfälle verzeichnet, die sich in den letzten Wochen und Monaten noch akzentuiert haben. http://www.olten.ch/de/portrait/ueberolten/aktuellesinformationen/?actio...

ich verstehe immernoch nicht wie jahrzehnte- oder jahrhundertalte gesetze zu gunsten von EU-firmen und gegen die eigenen städte verändert werden konnten.

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