Denkanstoss

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Elias
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«Was mache ich überhaupt mit so viel Geld?»

Der Verkauf seiner Firmenanteile bei Ariba erhöhte sein persönliches Vermögen auf 100 Millionen Dollar. Er habe nie im Sinn gehabt, so viel Geld zu verdienen, sagt Kleissner heute.

..

..

Das alleine unterscheidet ihn noch nicht von anderen Superreichen wie Bill Gates, Warren Buffett oder Carlos Slim, dem derzeit reichsten Mann der Welt, die mit ihren Stiftungen und Spenden die Welt verbessern wollen. Im Gegensatz zu ihnen will er aber nicht nur einfach Geld verteilen, sondern gewinnbringend anlegen. Im Gespräch mit cash sagte Kleissner, dass es wichtig sei, dass es bei Projekten jeweils auch um die Ausbildung der Bevölkerung gehe. 

Für ihn steht das Stichwort "Social Impact" im Fokus. Das heisst, dass jedes Investment auch einen messbaren Effekt auf die Umwelt oder Gesellschaft bewirken muss, ohne dabei auf eine finanzielle Rendite zu verzichten. "Wenn man dabei auf zwei bis vier Prozentpunkte gegenüber herkömmlichen Investmentstrategien verzichten muss, dann trage ich das gerne", sagt Kleissner.

http://www.cash.ch/news/topnews/was_mache_ich_ueberhaupt_mit_so_viel_gel...

 

 

 

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Benjamin Franklin

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@Elias: Guter Artikel, muss sagen, beeindruckend.

 

 

Hier noch etwas der anderen Art aus Deutschland:

 

MACHTENTZUG FÜR VERANTWORTUNGSLOSE, EGOMANE POLITIKER

Rote Karte für unfähige Politiker

Vergleichen wir einmal den Zustand einer einzelnen Familie mit dem der "Großfamilie Staat", wird deutlich, wie sehr unsere Anführer ihre Pflichten verletzen. Wer vorsätzlich oder grob fahrlässig den Familienfrieden gefährdet, die Chancen einzelner Familienmitglieder auf eine erfreuliches, menschenwürdiges Leben so versaut, dem gehört jeglicher Einfluß entzogen.
 

 

Demokratie - nein Danke!


Die Verachtung der Demokratie ist Mitte 2008 kein vernachlässigbares Problem einer kleinen, extremen Randgruppe.
66% der Menschen glauben nicht, dass die Politiker ihre Tätigkeit an den Bedürfnissen der Bürger ausrichten. [»»]

Welche Verhältnisse haben wir in einer intakten Familie ? - In einer Familie sind die Eltern dafür da, dafür zu sorgen, dass es allen Kindern gleichermaßen gut geht. Keines darf vernachlässigt werden, gute Eltern werden ihre Kinder nach deren individuellen Eigenschaften behandeln, fordern und fördern. Kinder brauchen für diese möglichst freie Entwicklung ihrer Persönlichkeit ein Gefühl der Sicherheit, eine grundsätzlich angstfreie Umgebung. Auf diese Weise lernen die Kinder den Wert liebevollen, respektvollen menschlichen Umgang kennen und schätzen.
 

Elternrechte nur durch Erfüllung von Elternpflichten

Eltern treffen permanent Entscheidungen für ihre Kinder. Um dies tun zu können, haben die Eltern umfassende Rechte; kein Recht jedoch ohne Pflicht, das heisst, Eltern haben die Pflicht gerecht gegenüber ihren Kindern zu sein.

Was aber machen unsere Politiker, die Kraft ihres Amtes bindende Entscheidungen mit Wirkung für das ganze Volk treffen dürfen. Sie legen die Regeln für das Zusammenleben fest, bestimmten Belohnungen und Strafen.

Wie machen sie das, nach welchen Prioritäten ?


Die Angst gehört zum Alltag in Deutschland

Mehr als die Hälfte der deutschen "Kinder" hat zur Zeit Angst davor, was Ihnen die politischen "Eltern" an Zukunft anbieten.

Viele "Kinder" leiden richtige Not, müssen auch im Winter in ungeheizten Zimmern ohne Stromanschluss schlafen. Essen gibt es nur von der billigsten Art. Krankenversicherung ? - Ist auch nicht für alle nötig.
 

 

Angst als "politisches" Mittel zur Machtsicherung


Man muss den Menschen nur genug Angst machen.
Irgendwann ist einem verängstigsten Menschen jedes Mittel recht, Hauptsache er wird die Angst los.

Gleichzeitig werden andere dick und fett gemästet, dass sie es sich leisten können, mit ihrer Größe andere zu erdrücken,

An feierlichen Tagen wie am Nationalfeiertag, an Weihnachten oder Silvester, dürfen die Kinder die Mama Angela oder den Papa Horst im Fernseher voller Staunen bewundern, wie sie von schönen Dingen sprechen, die sie das ganze Jahr über aus dem Alltag nicht kennen.
An solcheren Feiertagen oder in einer Krisensituation kommt sogar die völlig ungewohnte Aufforderung "Kinder, sagt mir wenn ihr Probleme habt, macht mir Vorschläge was ich für euch tun kann". - Wer dann tatsächlich was sagt riskiert Ärger; aber der Normalfall ist, dass Papa Horst und Mama Angela einfach die aufmüpfigen Kinder ignorieren.

Und dann gibt es noch die Geschwister, die auf "lieb' Kind" machen obwohl sie es nicht sind, die sich einschleimen bei den Eltern. Bei guten Eltern würde das nicht funktionieren - in der Familie Deutschland ist es fester Bestandteil, ist es eine sichere Methode, um von den Eltern mit besonderen Aufgaben betraut zu werden.

Eines dieser "Kuckucks-Kinder", welche von ihren Eltern ungerecht viel Förderung und völlige Nachsicht bei bösem Verhalten genießen konnte - und deshalb locker die schwächeren Geschwister aus dem Nest werfen konnte, ist die Firma Siemens. Satte 400 Millionen bis schätzungsweise 1 Milliarde an Euro hatte man zur Verfügung, um lästige Mitbewerber auszustechen. Ehrlich und fair arbeitende Mitbewerber bringt man damit um ihren Verdienst; das heißt, gute Leistung abzuliefern reicht nicht oder nützt nichts um zu überleben, konkurriert man mit jemand wie Siemens.

Eltern, die so ungerecht mit ihrer Zuwendung umgehen, die bei bösartigen, straffälligen Kindern wegschauen, die sich von einschleimenden Kindern einwickeln und die ehrliche Kinder verhungern lassen - solchen Eltern wird das Sorgerecht entzogen.
 

Zum Glück sind wir "zivilisiert"

Wäre Deutschland noch ein "unzivilisiertes" Naturvolk und deren unfähige Häuptlinge und Unterhäuptlinge könnten ca. 2/3 der Bewohner nur eine höchst unsichere Zukunft bieten, ja dann gäbe es solche Häuptlinge nicht mehr lange.

Ungebildete Wilde würden ihr Schicksal, das ihren Häuptlingen recht egal ist, wieder selbst in die Hand nehmen.
Häuptlinge, die so schlecht für das Volk sorgen sich selbst aber mit angenehmen Privilegien versorgen, würde man schnell von ihrem hohem Thron herunterziehen. In praktisch jedem Naturvolk konnte sich die Führung nur so lange behaupten, wie sie auch verantwortungvoll mit der anvertrauten Macht umgegangen ist.
 

 

Jean Jacques Rousseau


Die „Errungenschaften“ der Kultur haben die Zeit nicht sittlicher gemacht

Merkel und Co., die Alphatiere der Politik wie sie Christian Wulff der Ministerpräsident von Niedersachsen nannte, müssten mit persönlich spürbaren Konsequenzen rechnen. Löwengrube, Marterpfahl, Kerker, Ausschluß aus der Gemeinschaft oder zumindest Degradierung zu einem gewöhnlichen Mitglied der Gesellschaft wären die Folgen. Jemand der es gewohnt war sich bedienen zu lassen, hätte künftig (sofern er den Sturz vom Thron überlebte) wieder einen Lebensstandard, der wieder einen Zusammenhang mit der Qualität der persönlichen Leistung hat.

Und was tun wir "zivilisierte" Deutsche ? - Phlegmatisch, frustriert aber vor allem tatenlos schauen wir dem Treiben unserer Häuptlinge zu. Und bestätigen sie noch regelmäßig in ihren Ämtern ohne jemals wirklich verantwortliches Verhalten einzufordern.

Das ärgert Sie ? - Sie sind eingeladen, zusammen mit uns auf konstruktive Weise einzugreifen.
 

Elias
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1770 Franken pro Sekunde für Versicherungen

Die Prämieneinnahmen der Schweizer Privatversicherer beliefen sich letztes Jahr insgesamt auf knapp 56 Milliarden Franken.

Die Privatversicherer haben letztes Jahr rund 43 Mrd. Fr. für die Versicherungsfälle ihrer Kunden ausgegeben. Damit zahlten sie durchschnittlich 1371 Franken pro Sekunde. http://www.20min.ch/finance/news/story/1770-Franken-pro-Sekunde-fuer-Ver...

 

Das macht 419 Fr. Reingewinn pro Sekunde. Wobei die grossen Versicherer mehr Sekunden haben als die kleinen.  :roll:

 

 

 

 

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...Verwaltungskosten?

Elias
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Geiz ist ich bin doch nicht blöd .....

Beim deutschen Elektronikhändler Media-Markt, zu dem auch der Elektronikdiscounter Saturn gehört, müssen die Mitarbeiter laut «Der Sonntag» zurzeit um ihre Stelle bangen. Laut Informationen, die der Zeitung vorliegen, seien alle Geschäftsführer angehalten worden, Personal zu entlassen, weil sich die Ertragslage weiter verschlechtert hat. «In letzter Zeit haben sich die plötzlichen Abgänge gehäuft», wird ein Media-Markt-Lieferant zitiert.

Bereits habe Media Markt die Anzahl Teamleiter pro Filiale verringert. «Ein gefährliches Spiel, schliesslich möchte die Kundschaft überall gleich kompetent bedient werden», so der Bericht. Seien es früher sechs bis acht Teamleiter pro Filiale, schätzen Branchenkenner, dass jetzt nur noch vier oder fünf Teamleiter angestellt sein werden. Weiter versuche Media-Markt, die Lagerkosten zu senken. «Geschäftspartner sprechen von bis zu 30 Prozent weniger Bestellungen», heisst es.

Vergangenen August hatte Media-Markt noch angekündigt, man wolle 2011 rund 300 Stellen schaffen und bis 2015 die Anzahl Filialen auf 45 beinahe verdoppeln. «Die Expansion hat sich etwas verzögert, da Investoren, die den Bau von Shoppingcentern in der Schweiz unterstützt haben, abgesprungen sind», wird Konzernsprecherin Séverine de Rougement zitiert. Dieses Jahr werde kein neuer Markt eröffnet.  «Auf operativer Ebene sind auch wir – wie die Branche insgesamt – mit einem enormen Preisdruck konfrontiert.»

Die Vorgänge tragen die Handschrift der Geschäftsleitung im deutschen Ingolstadt: Der Gewinn des Schweizer Geschäfts sank 2011 um 11,5 Prozent auf 28 Millionen Franken. Auch der Umsatz schrumpfte von 1,038 Milliarden auf 914 Millionen Franken, womit Media Markt nach Fust und Interdiscount nur noch die Nummer drei in der Schweiz ist.

http://www.handelszeitung.ch/unternehmen/kriselnder-elektronikriese-medi...

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
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Verrücktheiten von Wohlstandsverwöhnten

In weniger entwickelten Ländern oder auch in den mit Problemen kämpfenden Euro-Staaten zerbrechen sich Regierungen die Köpfe darüber, wie sie ausländische Investitionen anziehen und so Arbeitsplätze schaffen könnten. Anders in der Schweiz: Hier diskutiert der Bundesrat auf Initiative linker Kreise offenbar allen Ernstes darüber, ob das Land für ausländische Unternehmen unattraktiver gemacht werden sollte, damit weniger Firmen und Leute zuwandern. Als hätte die Wirtschaft mit dem starken Franken und dem internationalen Druck auf den Schweizer Finanzplatz nicht schon Probleme genug, würde so die Standortgunst freiwillig noch verschlechtert.

Es scheint fast, als sei der hohe Schweizer Wohlstand einigen über den Kopf gewachsen. Sie scheinen zu vergessen, dass ihn Generationen mit harter Arbeit und Erspartem erarbeitet haben und der Rest der Welt nicht schläft. Schwellenländer holen auf. Will die Schweiz das Niveau oder noch besser den Vorsprung halten, muss sie sich auf die Produktion von wertschöpfungsintensiven Gütern und Dienstleistungen konzentrieren. Sie sollte ein attraktiver Hightech-Standort, eine Denkfabrik und ein Anziehungspunkt für Firmenzentralen aus der ganzen Welt sein. Dazu ist ein verlockendes Steuersystem nicht hinreichend, aber notwendig. Und es braucht eine dem exportorientierten Sektor zugewandte Weltoffenheit. Die Eidgenossenschaft als blosses Heidiland wäre zwar schön, aber arm.

Für die Schweiz als mittendrin gelegene offene Volkswirtschaft ist die Euro-Krise eine grosse Herausforderung. Immerhin böte sie die Chance, mit ihren Pfunden von Sicherheit, Solidität und Verlässlichkeit zu wuchern. Unternehmen müssten trotz widrigem Umfeld überzeugt werden, dass sie hier gut aufgehoben und willkommen sind. Eine liberale Regelung ökonomisch notwendiger Zuwanderung gehört dazu. Firmen zu signalisieren, sie sollten sich besser einen anderen Standort suchen, damit weniger ausländische Spezialisten zuwanderten, wäre eine Verrücktheit von Wohlstandsverwöhnten.http://www.nzz.ch/aktuell/wirtschaft/wirtschaftsnachrichten/verrueckthei...

 

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Alternative

Blum 3

Manchmal sind wir wohl einfach in der verkehrten Branche:

http://www.moneycab.com/mcc/2012/07/16/un-organisiertes-verbrechen-macht...

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Kapitalflucht-Studie Reiche bunkern mehr als 20 Billionen Dollar

 

Zwischen 21 und 32 Billionen Dollar sollen weltweit in Steueroasen liegen. Das hat jetzt die Untersuchung eines ehemaligen McKinsey-Managers ergeben. In manchen Entwicklungsländern sind die sogenannten Offshore-Vermögen sogar größer als die Staatsschulden.

Die Traumziele mancher Millionäre heißen Jersey, Liechtenstein oder Cayman Islands. Nicht unbedingt, um dort Urlaub zu machen - sondern um ihr Vermögen dem Zugriff des Finanzamts zu entziehen. Die Reichen der Welt haben Finanzvermögen von 21 bis 32 Billionen Dollar in Steueroasen gebunkert. Das entspricht mehr als dem gesamten Bruttoinlandsprodukt der USA.

Die beeindruckende Zahl ist das zentrale Ergebnis einer am Sonntag veröffentlichten Untersuchung für die Organisation Tax Justice Network (übersetzt etwa: Netzwerk für Steuergerechtigkeit). Studienautor James Henry, früher Chefvolkswirt der Unternehmensberatung McKinsey, bezeichnete die dem Fiskus entzogenen Privatvermögen als "großes schwarzes Loch in der Weltwirtschaft".

Das Tax Justice Network ist eine Nichtregierungsorganisation, die sich den weltweiten Kampf gegen die Steuerflucht auf die Fahnen geschrieben hat. Die Studie verwendet Daten der Weltbank, des Internationalen Währungsfonds (IWF), der Vereinten Nationen und der Zentralbanken. Untersucht wurden nur Finanzvermögen. Nicht berücksichtigt wurde Sachvermögen wie Immobilienbesitz im Ausland, Goldbestände oder Luxus-Yachten, die unter der Flagge von Steueroasen fahren. Längst nicht alle dieser sogenannten Offshore-Vermögen haben mit illegaler Steuerhinterziehung zu tun. In vielen Staaten lassen sich Steuern auch ganz legal vermeiden, indem man sein Vermögen in Steueroasen verschiebt.

Nach den Erkenntnissen von Studienautor Henry ist das Problem in Entwicklungsländern besonders gravierend. So hätten die reichsten Bürger in 139 Entwicklungsländern von den siebziger Jahren bis 2010 nicht ausgewiesene Vermögen über schätzungsweise 7,3 bis 9,3 Billionen Dollar angehäuft. In zahlreichen Entwicklungsländern ist das Offshore-Vermögen der Bürger sogar größer als die gesamte Staatsverschuldung.

Insgesamt rund zehn Millionen Menschen halten laut Henry zumindest Teile ihres Vermögens außerhalb ihres Heimatlands. Wirklich relevant ist dabei aber nur eine wesentlich kleinere Gruppe: Henry schätzt, dass rund die Hälfte des in Steueroasen gebunkerten Vermögens rund hunderttausend Superreichen gehört.

Durch die Kapitalflucht entgehen den Staaten fortlaufend gewaltige Steuereinnahmen: Bei einer angenommenen Jahresrendite von drei Prozent wächst das weltweite Offshore-Vermögen allein durch Zinsen, Dividenden und Kursgewinne um mindestens 630 Milliarden Dollar pro Jahr. Wenn es gelänge, diese Erträge mit der in Deutschland gültigen Kapitalertragsteuer von 25 Prozent zu belegen, ergäbe das weltweite zusätzliche Steuermehreinnahmen von 157,5 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Die Steuer- und Zolleinnahmen in Deutschland lagen 2011 bei insgesamt 527 Milliarden Euro.

Zu den Nebeneffekten der Steuerflucht gehört auch, dass sie die Vermögenskonzentration in den Staaten, aus denen das Geld stammt, geringer erscheinen lassen, als sie wirklich ist. Denn die außer Landes geschafften Vermögensteile dürften zum Großteil den oberen Zehntausend einer Gesellschaft gehören, fließen aber in die Berechnung der Vermögenskonzentration nicht mit ein. Inklusive Offshore-Vermögen ist der Wohlstand der Welt also noch ungleicher verteilt als es ohnehin den Anschein hat. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/studie-zu-steuerflucht-reiche-...

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Machtfaktor Erde

Prädikat: sehenswert   http://machtfaktorerde.zdf.de/

 

Weltweiter Beutezug
DIE NEUE KOLONIALISERUNG

Der Klimawandel hat Ackerland in Ost-Afrika noch wertvoller gemacht. Weltmarkt, Regierungen und Konzerne haben hier längst reiche Beute im Visier - eine neue Kolonialisierung beginnt. Der Klimawandel verstärkt den Ansturm auf die Bodenschätze. Inzwischen zählt für immer mehr Staaten einfach nur Landbesitz. http://machtfaktorerde.zdf.de/weltweiter-beutezug

 

China
MACHTPOLITIK MIT ALLEN MITTELN

Chinas Macht ruht auf mehreren Säulen: Militärisch ist es unangreifbar, die Allmacht der Partei sorgt für Ruhe. Das Wachstum ist rasant, die Versorgung für über eine Milliarde Menschen zuverlässig. Der Klimawandel kann jede dieser Säule untergraben: Chinas Wüsten wachsen, die Planwirtschaft ist mitverantwortlich. Die Staatssicherheit ist bedroht, wenn die Partei es nicht schafft, die Mägen zu füllen.  http://machtfaktorerde.zdf.de/china

 

 

 

 

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Was die Griechen könnnen, können wir auch

Schweiz | vor 9 Std  

Tausende Schwarzbauten – wen kümmerts?

Vom Rustico bis zum verlängerten Vordach: In der Schweiz wird illegal gebaut, dass sich die Balken biegen. Doch während die eine Behörde via Luftaufnahmen Jagd auf Bausünder macht, drückt die andere gleich beide Augen zu – oder entpuppt sich gar als Täterin.

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Benjamin Franklin

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Preiszerfall

 

Hier mal was der besonderen Art. Da müssten ja die Preise purzeln, wenn der Kunde nicht mehr über der Limite bezahlen will?

:biggrin::cool:

 

Eurozone: Bargeldverbot  

 

06.09.2012

Im Kampf gegen die Steuerhinterziehung ist in Südeuropa ein regelrechter Kampf gegen den Gebrauch von Bargeld ausgebrochen. Das Resultat könnte langfristig aber nicht mehr Steuereinnahmen, sondern das Ende jeglichen Datenschutzes und jeder Privatsphäre sein – auch in Deutschland.

 

von Norman Hanert

Es gibt sie noch. Treue Anhänger und Befürworter des jetzigen Euro: Zumindest in Unterweltkreisen hat der Euro nach wie vor einen hervorragenden Ruf. Kaum eine Banknote ist zur Aufbewahrung und zum Transfer illegaler Gelder besser geeignet als der 500-Euro-Schein. Eine Million Euro in 500er-Scheinen wiegen nur etwa zwei Kilo. Eine Million Dollar haben das fünffache Gewicht, eine Million Britische Pfund in 50-Pfund-Noten bringen 50 Kilo auf die Waage. Kaum verwunderlich ist, dass die Verteilung der 500-Euro-Scheine in der Euro-Zone bereits Jahre vor Ausbruch der Euro-Krise als Indikator dafür getaugt hätte, dass in der gemeinsamen Währungsunion etwas im Argen liegt. Im Jahr 2006 war jeder vierte 500-Euro-Schein, der von der EZB ausgegeben worden war, in Spanien im Umlauf oder wurde, besser gesagt, dort versteckt. Ähnlich sah es mit der Verbreitung des Scheines in den Ländern aus, die nun über die mangelnde Steuermoral ihrer Bürger und grassierende Schattenwirtschaft klagen.


In Italien, Spanien und Griechenland ist im Kampf um mehr Steuereinnahmen die Zurückdrängung des Bargeldgebrauchs und die Durchsetzung elektronischer Zahlverfahren zum Dreh- und Angelpunkt geworden. Bereits seit Dezember 2011 sind Bargeld-Transaktionen über mehr als 1000 Euro in Italien verboten. Alles, was über der Grenze liegt, soll per Überweisung oder Kartenzahlung erfolgen und damit Futter für „Serpico“ liefern. Unter diesem Namen läuft seit Jahresbeginn ein ausgeklügeltes Computerprogramm, das den gesamten elektronischen Zahlungsverkehr überwacht und mit Hilfe von Bankbewegungen oder Kaufbelegen sogar Profile von Steuerzahlern anlegt. In Griechenland besteht bereits seit dem 1. Januar 2011 die Regelung, dass Zahlung über 1500 Euro nur per Scheck oder Kartenzahlung abgewickelt werden dürfen. Spanien hat inzwischen ebenfalls das Verbot von Barzahlungen über 2500 Euro auf den Weg gebracht.


Ob damit der weitverbreiteten Praxis des Steuerhinterziehens bei Alltagsgeschäften beizukommen ist, darf bezweifelt werden. Mit Sicherheit wird die Überwachung des elektronischen Zahlungsverkehrs aber ein großer Schritt hin zum totalen Überwachungsstaat sein. Was technisch möglich ist, wird in Italien deutlich. Das Schnüffelprogramm „Serpico“ siebt die anfallenden Daten aus dem Zahlungsverkehr nach den verschiedensten Kriterien durch. Ins Netz geht etwa, wer nicht erklären kann, wie die Segeljacht oder der Mitgliedsbeitrag im Golf-Club zu der abgegebenen Steuererklärung passt. Eine Garantie, dass die Datenbestände künftig nicht nach ganz anderen Kriterien – etwa den Mitgliedsbeiträgen für Parteien – durchforstet werden, gibt es natürlich nicht. Dank problemloser Archivierbarkeit der elektronischen Datenbestände lässt sich auch noch im Nachhinein der vollständig „gläserne Bürger“ schaffen.


Zu befürchten ist, dass auch deutsche Politiker durch die südeuropäischen Aktivitäten auf den Appetit auf die bargeldlose Gesellschaft bekommen. Vorwand könnte weniger der Kampf gegen Steuerhinterzieher sein als die Behauptung, Geldwäsche der organisierten Kriminalität eindämmen zu wollen. Mit Bezug auf Online-Casinos ist inzwischen ein interner Vermerk aus dem Bundesfinanzministerium bekannt geworden, der vom „Handelsblatt“ zitiert wurde. Behördenintern ist die Rede von Bargeld als „intransparenter Zahlungsform“, die Geldwäsche und organisierter Kriminalität Vorschub leiste.


Stutzig machen sollte allerdings, wie wenig effizient das Thema Geldwäsche bisher angegangen wird. Deutschland hängt immerhin der wenig schmeichelhafte Ruf an, ein Geldwäsche-Paradies zu sein. Geschätzte 40 bis 60 Milliarden Euro aus kriminellen Geschäften sollen jährlich in Deutschland per Geldwäsche in den legalen Wirtschaftskreislauf geschleust werden. Mehr auf Brüsseler Druck denn aus eigenem Antrieb hat die Bundesregierung mittlerweile ein Geldwäschegesetz auf den Weg gebracht. Was beschlossen wurde, lässt bezweifeln, ob beim Kampf gegen die Geldwäsche von der Politik tatsächlich Erfolge erwartet werden. Näherliegend scheint die Vermutung, dass das Thema aufgespart werden soll, um später die Forderungen bargeldlosen Gesellschaft untermauern zu können. So sollen ab Herbst die Unternehmen verpflichtet werden, selbst einen Geldwäschebeauftragten zu benennen. Die optimistische Hoffnung auf Selbstkontrolle wird ergänzt durch Beauftragte für Geldwäschebekämpfung, die von Landkreisen und Städten ernannt werden. Nach dem, was inzwischen bekannt wurde, handelt es sich bei den „Beauftragten“ häufig um Personal, das von der Materie bisher gänzlich unbeleckt ist, wie etwa um Standesbeamte. Zusätzlich zu ihrer bisherigen Arbeit, quasi nebenher, sollen die Beamten nun den Kampf gegen die Geldwäsche aufnehmen. Nötig wären stattdessen hochkarätige Experten, die sich um das Thema in Vollzeit kümmern.


Wesentlich mehr Ehrgeiz scheint man dagegen bei einem anderen Vorhaben zu ent- wickeln. Trotz klammer Kassen richten die Bundesländer 50 neue Planstellen ein – für Kontrolleure, die sich nach der Verschärfung des EU-Glühlampenverbots zum 1. September auf die Suche nach „Lampensündern“ machen sollen.

www.preussische-allgemeine.de

 

Simona
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EU-Glühlampenverbot

 

Letzter Abschnitt oben:

Wesentlich mehr Ehrgeiz scheint man dagegen bei einem anderen Vorhaben zu ent- wickeln. Trotz klammer Kassen richten die Bundesländer 50 neue Planstellen ein – für Kontrolleure, die sich nach der Verschärfung des EU-Glühlampenverbots zum 1. September auf die Suche nach „Lampensündern“ machen sollen.

Dies Video erhielt ich kürzlich:

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=ihbEv21ZfnM

:shock:

Gruss,

Simona

sime
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Simona hat am 07.09.2012 - 08:35 folgendes geschrieben:

 

Letzter Abschnitt oben:

Wesentlich mehr Ehrgeiz scheint man dagegen bei einem anderen Vorhaben zu ent- wickeln. Trotz klammer Kassen richten die Bundesländer 50 neue Planstellen ein – für Kontrolleure, die sich nach der Verschärfung des EU-Glühlampenverbots zum 1. September auf die Suche nach „Lampensündern“ machen sollen.

Dies Video erhielt ich kürzlich:

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=ihbEv21ZfnM

smiley

Gruss,

Simona

 

Ja, das habe ich vor einiger Zeit auch gesehen. Mir lief es einmal mehr kalt über den Rücken. Aber ehrlich, schockiert uns derartiges noch überhaupt? Seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, obschon es immer wie schlimmer wird und man scheinbar ohnmächtig ist, wurden wir mit einem Masse an menschen- und umweltverachtenden Tatsachen konfrontiert, die bis in die höchsten Ebenen der Politik und Wirtschaft reichen. Wir sind doch zugegebenermassen dagegen richtig immun geworden und all jene, welche dagegen noch ankämpfen, sei es auf den Strassen oder durch Aufklärungsarbeit, werden entweder mundtot gemacht oder finden nirgendwo Gehör.  Wo ist die Jugend der 68er Bewegung geblieben, oder wo ist die Jugend von heute? Ich schliesse mich da nicht aus. Ich sauge derartige Informationen auf wie ein Schwamm, doch mit der Fülle an Informationen und der heutigen Geschwindigkeit, ja dem geradezu erdrückenden Wissenszugang, sind wir Menschen gar nicht mehr in der Lage, derartige Informationen ädaquat zu verarbeiten, geschweige ein wahres Gefühl und Gespür zu entwickeln, welches wir in ein konsequentes Handeln umsetzen könnten. Es soll keine Entschuldigung sein, ich fühle jedes Mal noch einen Anflug an Empörung und Wut in mir aufkommen ob solcher Nachrichten, jedoch gleichzeitig ein Gefühl der Ohnmacht und es vergeht nicht viel Zeit, ist man schon beim nächsten Skandal angekommen, ein paar Gedanken werden gemacht, wird in ein fürchterliches Gesamtbild des Ganzen eingefügt und weiter gehts bis zum nächsten Puzzlestück des menschenverachtenden Grauens, was dieses System mit sich bringt. Ich bewundere die Leute, die es noch immer gibt, die gegen irgendein Missstand unter den Tausenden der heutigen Zeit, versuchen anzukämpfen, damit sie sich selber treu bleiben und sich mit Fug und Recht davon abgrenzen. Dies ist heute vermutlich genauso wichtig, wie wenn man durch einen Protest einen Erfolg erzielen kann. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht der Gleichgültigkeit verfallen, denn dies wäre genauso gravierend wie wenn wir selber solche Taten begehen würden. Gleichgültigkeit ist immanent zu Schuld, meines Erachtens. Manchmal fühle ich mich sogar schuldig, weil ich einfach nichts dagegen tue und ich nicht mal mehr recht weiss, ob meine Empathie oder Empörung noch überhaupt ein aufrichtiges Gefühl ist, weil ich einfach so abgestumpft bin. Das war mal anders. Wenn ich vor zehn Jahren all das gewusst hätte, was ich heute weiss, dann weiss ich nicht, was ich getan hätte! Ich wusste damals nicht, dass all die Missstände System haben und bildete mir ein, dass Alles immer nur um Eines ginge, nämlich Geld und Macht. Somit waren es immer korrupte und gierige Menschen, die nur für sich alleine eine solche Tat begehen. Doch dem ist nicht so. Es ist ein einziges Netzwerk solcher Menschen, die nicht den geringsten Skrupel haben, ob Du oder ich dabei draufgehen, im Gegenteil, es sind wahrhaftig Menschen, die mit dem Teufel einen Pakt geschlossen haben. Es klingt dumm, aber Nichts anderes entspricht der Wahrheit. Ich hätte dies auch nie für möglich gehalten vor zehn Jahren, aber heute habe ich nicht den geringsten Zweifel daran, dass in den Macht- und Schaltzentren dieser Welt nur solche Leute am Werke sind, die sich ihrem Meister verpflichtet fühlen. Anders kommen die auch niemals in solche Positionen. Wir dürfen nicht gleichgültig werden, denn gleichgültig zu sein, bedeutet auch, dass wir resigniert haben.

Selector
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Nach etwas Pause hier mal wieder den Denkanstoss.


Im Anschluss an eine Diskussion dieses Wochenende mit Freunden:



Frage und zwar hier, an Leute die nicht unter dem Finanzkrisen-Eurokollaps-Weltwirtschaftsuntergangs-Koller gelitten haben oder noch leiden. (Solche gibt es, keiner ist allein). Auch an Leute mit gesundem Menschenverstand und sogar an noch Leidende:


 



Was tut man dagegen, eben gegen diesen Koller. Dann wenn man sieht, wie es rauf geht. Erst zaghaft (Herbst 2012) dann rasch, senkrecht (Anfang Jahr) dann langsam aber stetig. Man ist nicht dabei oder noch am verkehrten Ort drin, erst bald wieder auf Einstand oder man hat die 'most hated rally' einfach schlicht verpasst, denkt stets, wann kehrts? Oder, kann man jetzt noch kaufen, soll man noch?



 

aprecio
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patente

Overall, the weight of the existing historical evidence suggests that patent policies,
which grant strong intellectual property rights to early generations of inventors,
may discourage innovation. On the contrary, policies that encourage the diffusion of
ideas and modify patent laws to facilitate entry and encourage competition may
be an effective mechanism to encourage innovation. Carefully executed historical
analyses can help to shed further light on these pressing issues of patent policy.

http://pubs.aeaweb.org/doi/pdfplus/10.1257/jep.27.1.23

Elias
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Gepanschte Nahrung

Rinder-Wein und Schweine-Saft

Während sich der eine oder andere Konsument noch über den Pferdefleisch-Skandal empört, mag er vergessen, dass er beim Genuss von manchen Säften, Wein und Bier tierisches Bindegewebe mittrinkt.

Wer Rindfleisch bestellt und Pferdefleisch serviert bekommt, fühlt sich zu Recht übers Ohr gehauen. Immerhin haben die beiden Lebensmittel eins gemeinsam: Es sind tierische Produkte. Vegetarier oder Veganer haben aber keinen Grund zur Schadenfreude, denn Reste vom Rindern oder Schweinen können auch in Säften, Wein oder Bier enthalten sein.

Was der Blick auf die Zutatenliste nämlich meist nicht verrät, ist, dass bei dem einen oder anderen Getränke-Hersteller Gelatine zum Einsatz kommt. Diese wird aus Schlacht-Resten wie Schwarte, Knochen und Haut gemacht. Das Gemisch aus tierischem Eiweiss und Kollagen aus Bindegewebe wird dazu verwendet, um die Getränke zu klären, weiss das Online-Portal «Telepolis». Feststoffe im Bier oder Saft werden so gebunden.

Vom Frischkäse bis zum «100-Prozent-Saft»

Weil die Gelatine als ein «Verarbeitungshilfsstoff» gilt, der keine allergene Wirkung hat und nur in Spuren im Endprodukt vorkommt, muss sie nicht als Zutat deklariert werden. Laut der Verbraucherorganisation «Foodwatch» enthalten etwa Säfte der Marke «hohes C» und «Valensina», die auch in der Schweiz gekauft werden können, Gelatine. Hier wird die Gelatine als Träger für Vitaminzusätze verwendet.

Darüber hinaus findet sich Gelatine laut «Foodwatch» auch in so unterschiedlichen Produkten wie Gummibärchen, Frühlingsquark («Milram»), Frischkäse («Bresso», «Rotkäppchen») oder Tomatensuppe («Maggi») wieder. Gelatine ist nicht nur für Vegetarier oder Connaisseurs ein Problem, sondern auch für Juden oder Muslime, die keine Produkte von Schweinen essen dürfen.

100'000 Schildläuse für ein Kilogramm Karminrot

Zu schlechter Letzt kommen auch wieder die Pferde ins Spiel, denn für die Herstellung von Gelatine eignen sich neben Rindern und Schweinen natürlich auch andere Tiere. Und woraus die Gelatine gemacht worden ist, wird dem Konsumenten nicht erzählt. Selbst das Brot vom Bäcker kann mit tierischen Zusätzen versehen sein. In diesem Fall kommt aber keine Gelatine zum Einsatz, sondern Federn oder Schweineborsten. Sie enthalten L-Cystein, dessen Aminosäuren die Konsistenz des Teigs verbessern.

«Telepolis» verweist ausserdem auf ungewünschte Inhaltsstoffe, die sich hinter E-Nummern verbergen. E120 ist etwa ein roter Farbstoff (Karmin), der aus Schildläusen gewonnen wird und beispielsweise in Himbeerjoghurt vorkommen kann. Tote Schildläuse sind auch gut für gewachstes Obst und firmieren unter dem unverdächtigen Kürzel E904. Veganer werden ausserdem auf E901 verzichten wollen, was nichts anderes als Bienenwachs ist. http://www.20min.ch/finance/news/story/Rinder-Wein-und-Schweine-Saft-191...

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Elias
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Aktion heute in der Migros: Soylent Green

…Jahr 2022… die überleben wollen (Originaltitel: Soylent Green) ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Film aus dem Jahr 1973.

 

Nächster Futterskandal: Über 3500 deutsche Betriebe betroffen

Futtermais mit einem hochgefährlichen Schimmelpilzgift wurde mit anderen Futtermitteln vermischt und in Niedersachsen an tausende Betriebe ausgeliefert.

Im deutschen Bundesland Niedersachsen ist mit einem hochgefährlichen Pilz-Gift verseuchter Mais zu landwirtschaftlichem Tierfutter verarbeitet worden. Eine Gefahr für Konsumenten ist laut Behörden «unwahrscheinlich».

Rund 10'000 Tonnen der aus Serbien stammenden Lieferung gelangten in die Produktion und wurden vermischt mit anderen Futtermitteln an 3560 Betriebe mit Rindern, Schweinen und Geflügel in Niedersachsen verteilt. Das teilte das Landwirtschafts- und Konsumentenschutzministerium am Freitag in Hannover mit. Auch 14 Betriebe in Nordrhein-Westfalen seien mit der Mischung beliefert worden.

:bye:  Gefährdung für Konsumenten «unwahrscheinlich»

Eine Gefährdung der Konsumenten durch mit dem natürlich vorkommenden krebserregenden Aflatoxin B1 belastete Milchprodukte sei aber «unwahrscheinlich». Bisher sei in Molkereien bei der für den Konsum aufbereiteten Milch keine Überschreitung von Grenzwerten bemerkt worden.

Auch bei Fleisch bestehe nach ersten Einschätzungen kein Risiko für den Konsumenten, betonte das Ministerium. Alle betroffenen Betriebe würden genau untersucht. http://www.handelszeitung.ch/konjunktur/europa/naechster-futterskandal-u...

 

 

Labor findet Schmerzmittel in Pferdefleisch

In einem Entrecôte aus kanadischem Rossfleisch haben Berner Chemiker Medikamenten-Rückstände gefunden. :bye:  Die Gesundheit der Konsumenten ist allerdings nicht gefährdet. http://www.20min.ch/finance/dossier/lebensmittel/story/Labor-findet-Schm...

 

 

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Elias hat am 01.03.2013 - 13:41 folgendes geschrieben:

 

 


smiley  Gefährdung für Konsumenten «unwahrscheinlich»

Eine Gefährdung der Konsumenten durch mit dem natürlich vorkommenden krebserregenden Aflatoxin B1 belastete Milchprodukte sei aber «unwahrscheinlich».


 

 

Interessant ist, dass das erste Statement der Behörden immer lautet: "Gefährdung für Konsumenten unwahrscheinlich". Auch wenn die noch gar nicht untersucht haben, was eigentlich "Sache" ist.
Die Frau eines Ex-Nachbarn von mir ist an Aflatoxin gestorben. Allerdings via Nüsse und nicht via Milchprodukte.

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MarcusFabian hat am 01.03.2013 - 18:16 folgendes geschrieben:


Die Frau eines Ex-Nachbarn von mir ist an Aflatoxin gestorben. Allerdings via Nüsse und nicht via Milchprodukte.

...da muss sie aber einen riesen Menge Nüsse gegessen haben....oder ein Körpergewicht wie ein Säugling gehabt haben.... !    :roll:

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Aflatoxine

 

P.S:..man beachte nur mal  die Toleranzgrenzen  im internationalen Vergleich... :oops:

 

weico

 

Elias
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Weshalb Sparen nichts mit Tugendhaftigkeit zu tun hat

Spanien und Irland, die USA und Grossbritannien haben jahrelang über ihre Verhältnisse gelebt. Sie haben zu viel konsumiert und zu wenig gespart. Sie haben zu viel importiert und zu wenig exportiert.

Deutschland und China, Japan und auch die Schweiz sind dagegen ein Beispiel an Tugendhaftigkeit. Sie sparen viel, konsumieren weniger, ihre Exporte sind grösser als ihre Importe.

So lauten oft gehörte Aussagen. Nicht zuletzt im Zusammenhang mit der Eurokrise wird besonders in Deutschland oft das Argument geäussert, die «Spanier müssten halt mehr so sein wie die Deutschen.» Intuitiv nehmen die meisten Leute an, es sei für ein Land erstrebenswert, einen Überschuss der eigenen Leistungsbilanz, also im Handel mit Waren und Dienstleistungen, anzustreben. Ebenfalls gelten hohe Sparquoten gemeinhin als tugendhaft.

Leider ist das viel zu simpel, teilweise auch schlichtweg sinnlos. Auch das Argument, die Eurokrise wäre gelöst, wenn die Mittelmeer-Anrainer bloss so wären wie die Deutschen, führt in die Irre.

Weshalb, zeigt der an der Guanghua School of Management der Universität Peking lehrende amerikanische Ökonom Michael Pettis in seinem faszinierenden neuen Buch «The Great Rebalancing – Trade, Conflict, and the Perilous Road Ahead for the World Economy». Pettis schreibt den einflussreichen Blog China Financial Markets und ist regelmässiger Leitartikel-Autor in der FuW (hier sein letzter Kommentar).

Meine Redaktionskollegin Elisabeth Tester hat ihn kürzlich in Peking zu einem Gespräch besucht; hier ihr Interview mit ihm.

Das Bestechende an Pettis’ Argumentation in seinem Buch ist, dass er die Volkswirtschaft eines Landes respektive der ganzen Welt konsequent aus buchhalterischer Sicht betrachtet, als Bilanz, die immer ausgeglichen sein muss. Daraus lassen sich drei unumstössliche mathematische Identitäten ableiten, die wiederum helfen, die scheinbar hoffnungslos komplexen Ungleichgewichte in der Weltwirtschaft zu identifizieren und bestenfalls zu beheben. Diese drei Identitäten sind:

  1. Die Leistungs- und die Kapitalbilanz jedes Landes müssen sich ausgleichen, oder anders gesagt: Die Summe aus dem Saldo der Leistungsbilanz (die vereinfacht gesagt den grenzüberschreitenden Handel mit Waren und Dienstleistungen misst) und aus dem Saldo der Kapitalbilanz (die vereinfacht gesagt die grenzüberschreitenden Kapitalflüsse misst) muss null ergeben. Ist der Leistungsbilanzsaldo positiv, muss die Kapitalbilanz einen negativen Saldo aufweisen (was bedeutet, dass mehr Kapital das Land verlässt, als in das Land hineinströmt). Kleine Anmerkung: Leistungs- und Kapitalbilanz ergeben zusammen die Zahlungsbilanz, die nach Pettis’ Definition immer ausgeglichen sein muss. Ist die Zahlungsbilanz nicht ausgeglichen, steigen einfach die Devisenreserven der Zentralbank, was im Effekt aber einfach ein Teil der Kapitalbilanz ist.
  2. Für jedes Land gilt: Die Differenz zwischen den gesamten inländischen Ersparnissen und den gesamten inländischen Investitionen entspricht dem Betrag an Kapital, der importiert oder exportiert wird. Und weil die Kapitalbilanz das Gegenstück zur Leistungsbilanz ist, entspricht der Betrag auch dem Leistungsbilanzsaldo. Angenommen also, die inländischen Ersparnisse sind 100, die inländischen Investitionen betragen aber nur 80. Die Differenz, 20, werden als Nettokapital exportiert. Das heisst, die Kapitalbilanz weist einen negativen Saldo von 20 aus, und die Leistungsbilanz zeigt einen Überschuss von 20.
  3. Alles, was ein Land produziert, muss entweder konsumiert oder gespart werden. Die gesamten Ersparnisse eines Landes können errechnet werden, indem vom Bruttoinlandprodukt (also der Gesamtheit der im Inland produzierten Waren und Dienstleistungen) der gesamte inländische Verbrauch abgezogen wird.

An dieser Stelle noch eine wichtige Zusatzdefinition: Die nationale Sparquote eines Landes enthält nicht bloss die Sparquote der privaten Haushalte, sondern der Haushalte, der Unternehmen und des Staates zusammen.

Wenn also eine Volkswirtschaft, nennen wir sie «Land A», im Inland mehr produziert als sie konsumiert, und wenn die daraus resultierende Sparquote höher ist als die Investitionsquote, dann muss die Volkswirtschaft per Definition einen Leistungsbilanzüberschuss erwirtschaften und Kapital ins Ausland exportieren (das heisst, die Kapitalbilanz ist negativ). Ebenfalls per Definition braucht dieses Land A ein Gegenstück in Form einer Volkswirtschaft, nennen wir sie «Land B», die genau die gegenteiligen Attribute aufweist: In Land B ist die inländische Investitionsquote höher als die Sparquote, das heisst, es muss Kapital importieren und die Leistungsbilanz ist im Defizit.

Deutschland, China und Japan waren in den vergangenen Jahren respektive Jahrzehnten «Land A», während die USA, Spanien oder Grossbritannien «Land B» waren. Zu glauben, ein Leistungsbilanzüberschuss und eine hohe Sparquote sei für jedes Land erstrebenswert, ist unsinnig. Ohne einen ebenso gewichtigen Block an Ländern, die bereit sind, höhere Investitions- als Sparquoten respektive höhere Verbrauchs- als Produktionsquoten hinzunehmen, wäre das gar nicht möglich.

So weit, so gut. Ich hoffe, Sie sind noch bei mir. Pettis bringt nun noch ein wichtiges Argument auf: Leistungsbilanz-Überschüsse sind nicht zwingend die Folge einer bewusst gewählten Aussenhandelspolitik, geschweige denn unbedingt Ausdruck einer besonders starken und gesunden Volkswirtschaft.

Deutschland soll im Folgenden dazu als Beispiel dienen:

In den späten Neunzigerjahren und nach der Jahrtausendwende kam es, unter anderem mit der «Agenda 2010» unter Kanzler Gerhard Schröder, in Deutschland zu einer Art grossem Pakt zwischen Staat, Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Dieser Pakt war, vereinfacht gesagt: Die Löhne der Arbeitnehmer werden weitgehend eingefroren, beziehungsweise es wird sichergestellt, dass sie deutlich langsamer steigen als das Produktivitätswachstum der Wirtschaft. Das war in erster Linie eine innenpolitische Massnahme, die zum Ziel hatte, die hohen Arbeitslosenraten zu senken, unter denen Deutschland in den Neunzigerjahren nach der Wiedervereinigung gelitten hatte.

Weil die inländische Produktion aber kräftig stieg, während die Löhne stagnierten, war es unumgänglich, dass das Verhältnis von inländischem Verbrauch zu inländischer Produktion sinken musste (schliesslich sind die privaten Haushalte die grössten Verbraucher). Daraus musste wiederum – per Definition – folgen, dass die nationale Sparquote steigt (das ist die dritte oben besprochene Identität). Das wiederum hatte zur Folge, dass die nationale Sparquote Deutschlands deutlich über die Investitionsquote stieg. Deutschland musste also Kapital und Produktion ins Ausland exportieren, die Leistungsbilanz drehte fast zeitgleich mit der Einführung des Euro kräftig und nachhaltig ins Plus. (Weshalb damals das «Dirty Little Secret» der Eurozone begründet wurde, lesen Sie in diesem Blogbeitrag.)

Genau während dieser Zeit waren Länder wie Spanien das perfekte Gegenstück zu Deutschland. Sie investierten mehr, als sie sparten, und sie saugten das überschüssige Sparkapital Deutschlands bereitwillig auf (Nebenbei bemerkt: Die deutschen Banken dienen als Durchlauferhitzer dieses Kapitalexports, und sie haben in der Vergangenheit immer wieder eine erstaunliche Fähigkeit bewiesen, schlechte Investitionen einzugehen).

Diese Strategie mag für Deutschland in der Zeit um die Jahrtausendwende sinnvoll gewesen sein, aber ohne Konsequenzen war sie nicht. Eine Konsequenz ist der hohe Stand an ausstehenden Guthaben deutscher Kapitalgeber in Defizitländern. Eine andere Konsequenz ist die schlichte Tatsache, dass die deutschen Arbeitnehmer weniger vom deutschen Exportboom hatten als die deutschen Arbeitgeber. Ihre Saläre und damit ihre Konsumfähigkeit hielt nicht mit dem Wirtschaftswachstum mit. Mit scheinbar deutschen Tugenden wie einem erhöhten Sparwillen hatte das überhaupt nichts zu tun. Das deutsche Exportwunder war nur möglich, weil a) die deutschen Arbeitnehmer ihre Arbeitgeber subventionierten, und b) andere Länder bereit waren, die deutschen Spar- und Produktionsüberschüsse zu absorbieren.

Wenn wir die Welt auf die 17 Länder der Eurozone reduzieren, dann sind die Leistungsbilanzüberschüsse Deutschlands auch innerhalb des Euro-Raumes nur möglich, wenn andere Länder ein Leistungsdefizit haben, diese also mehr investieren, als sie sparen.

Nun wird gern gefordert, ein Land wie Spanien müsse die «deutschen Tugenden» übernehmen: mehr sparen, weniger konsumieren, mehr exportieren, weniger importieren, damit in der Leistungsbilanz ein Überschuss steht. Wenn das wirklich geschehen soll (und nicht nur, wie aktuell, weil die spanischen Importe rezessionsbedingt einfach kollabieren), dann braucht Spanien per Definition innerhalb der Eurozone andere Volkswirtschaften, die bereit sind, den Gegenpart zu spielen und ihre Leistungsbilanz in ein Defizit sinken zu lassen. Das kann nur ein Land sein: Deutschland. Selbstverständlich steht noch ein weiterer Weg offen, nämlich der, dass die 17 Länder der Eurozone in ihrer Gesamtheit, inklusive Spanien, einen riesigen Leistungsbilanzüberschuss erwirtschaften und ihre Überersparnisse und Überproduktion jemand anderem aufbürden. Bloss: Wem? Den asiatischen Ländern, die allesamt (mit Ausnahme Indiens) seit den späten Neunzigerjahren die Strategie verfolgen, Leistungsbilanzüberschüsse zu erzielen?

Wie aber könnte Deutschland seine Spar- und Produktionsüberschüsse abbauen? Oft ist das Argument zu hören, Deutschland müsse wettbewerbs-unfähiger werden. Das ist Unsinn. Es gibt andere Wege. Erinnern wir uns an die drei unumstösslichen buchhalterischen Identitäten: Deutschland spart zu viel und investiert zu wenig. Dieser Spar-Überschuss wird exportiert, daher zeigt die Leistungsbilanz einen massiv positiven Saldo.

Wie ist das zu lösen? Zwei Wege: Deutschland kann die inländische Investitionsquote erhöhen und damit den Spar-Überschuss absorbieren. Das könnten beispielsweise Infrastruktur-Investitionen des Staates sein. Der gleiche Effekt könnte aber auch erreicht werden, indem der Staat gezielt steuerliche Erleichterungen für Unternehmen erlässt, die im Inland investieren. Der zweite Weg: Die Sparquote muss gesenkt werden, damit sie wieder in einem gesünderen Verhältnis zu den inländischen Investitionen steht. Die Sparquote wiederum sinkt, wenn die Konsumausgaben erhöht werden. Dieser Effekt liesse sich erzielen, indem der Staat gezielt Steuern auf dem inländischen Konsum senkt – beispielsweise die Mehrwertsteuer – und gleichzeitig die Gehälter der Arbeitnehmer wieder im Gleichschritt mit dem Produktivitätswachstum steigen.

Mit der Aufgabe deutscher «Tugenden» oder der deutschen Wettbewerbsfähigkeit hat das überhaupt nichts zu tun.

Sorry, dieser Blogeintrag ist etwas lang geworden. Auf jeden Fall: Pettis’ Buch regt zum Denken an.

Und weil Freitag ist, hier noch ein Linkfest zum Wochenende:

  • Hier eine Analyse von meinem Redaktionskollegen Gregor Mast und mir, die zum Schluss kommt, dass der Aktienmarkt heute deutlich überbewertet ist.
  • Der in Genf lehrende Ökonomieprofessor Charles Wyplosz macht sich hier Gedanken und Sorgen über den Ausstieg aus der unkonventionellen Geldpolitik.
  • Brad DeLong mit einem langen, sehr anregenden Stück zur europäischen Austeritätspolitik und dem Ferngefecht, das sich Paul Krugman und Olli Rehn liefern.
  • Acemaxx geht der Frage nach, weshalb trotz beträchtlicher Produktionslücke in den USA keine Deflation entstanden ist.
  • Charles Hugh Smith untersucht, wo noch ungeplatzte Immobilienblasen zu finden sind (leider hat er sich die Schweiz nicht angeschaut).
  • Mein Redaktionskollege Peter Rohner zeigt, wie Bond-Investoren in Venezuela unter Hugo Chavez Renditen von 700% einfahren konnten.

 

http://blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets/index.php/12029/weshalb...

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weico
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Elias hat am 08.03.2013 - 10:16 folgendes


Das Bestechende an Pettis’ Argumentation in seinem Buch ist, dass er die Volkswirtschaft eines Landes respektive der ganzen Welt konsequent aus buchhalterischer Sicht betrachtet, als Bilanz, die immer ausgeglichen sein muss. Daraus lassen sich drei unumstössliche mathematische Identitäten ableiten, die wiederum helfen, die scheinbar hoffnungslos komplexen Ungleichgewichte in der Weltwirtschaft zu identifizieren und bestenfalls zu beheben. Diese drei Identitäten sind:

  1. Die Leistungs- und die Kapitalbilanz jedes Landes müssen sich ausgleichen, oder anders gesagt: Die Summe aus dem Saldo der Leistungsbilanz (die vereinfacht gesagt den grenzüberschreitenden Handel mit Waren und Dienstleistungen misst) und aus dem Saldo der Kapitalbilanz (die vereinfacht gesagt die grenzüberschreitenden Kapitalflüsse misst) muss null ergeben. Ist der Leistungsbilanzsaldo positiv, muss die Kapitalbilanz einen negativen Saldo aufweisen (was bedeutet, dass mehr Kapital das Land verlässt, als in das Land hineinströmt). Kleine Anmerkung: Leistungs- und Kapitalbilanz ergeben zusammen die Zahlungsbilanz, die nach Pettis’ Definition immer ausgeglichen sein muss. Ist die Zahlungsbilanz nicht ausgeglichen, steigen einfach die Devisenreserven der Zentralbank, was im Effekt aber einfach ein Teil der Kapitalbilanz ist.
  2. Für jedes Land gilt: Die Differenz zwischen den gesamten inländischen Ersparnissen und den gesamten inländischen Investitionen entspricht dem Betrag an Kapital, der importiert oder exportiert wird. Und weil die Kapitalbilanz das Gegenstück zur Leistungsbilanz ist, entspricht der Betrag auch dem Leistungsbilanzsaldo. Angenommen also, die inländischen Ersparnisse sind 100, die inländischen Investitionen betragen aber nur 80. Die Differenz, 20, werden als Nettokapital exportiert. Das heisst, die Kapitalbilanz weist einen negativen Saldo von 20 aus, und die Leistungsbilanz zeigt einen Überschuss von 20.
  3. Alles, was ein Land produziert, muss entweder konsumiert oder gespart werden. Die gesamten Ersparnisse eines Landes können errechnet werden, indem vom Bruttoinlandprodukt (also der Gesamtheit der im Inland produzierten Waren und Dienstleistungen) der gesamte inländische Verbrauch abgezogen wird.

....Pettis Argumentation liest sich wie eine Kopie von Stützel's "Volkswirtschaftliche Saldenmechanik".

P.S.... vielleicht sollten Politiker bzw. ihre "Wirtschaftsberater" einmal die logische Erkenntnis aus dieser Saldenmechanik beachten,dass eine Volkswirtschaft NICHT "SPAREN" KANN.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Saldenmechanik_%28Volkswirtschaft%29

 

 

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Ein letzten Brief an George W. Bush & Cheney

Thomas Young wurde im Irakkrieg schwer verwundet. Jetzt liegt der Friedensaktivist im Sterben und schreibt einen letzten Brief an George W. Bush – eine schonungslose Abrechnung.

 

Ich schreibe diesen Brief, meinen letzten Brief, an Sie, Herr Bush und Herr Cheney. Ich schreibe nicht, weil ich glaube, dass Sie die schrecklichen menschlichen und moralischen Konsequenzen Ihrer Lügen, Täuschungen und Ihres Macht- und Geldhungers begreifen. Ich schreibe diesen Brief, bevor ich selbst sterbe, weil ich Ihnen klarmachen will, dass ich und Hunderttausende meiner Kameraden und Millionen meiner Mitbürger und Hunderte Millionen im Irak und Nahen Osten begriffen haben, wer Sie sind und was Sie gemacht haben. Sie mögen sich dem Zugriff der Justiz entziehen, aber in unseren Augen haben Sie sich ungeheuerlicher Kriegsverbrechen, Plünderungen und des Mordes schuldig gemacht, einschliesslich des Mordes an Tausenden jungen Amerikanern – meinen ehemaligen Kameraden –, die Sie ihrer Zukunft beraubt haben.

Ihre politischen Ämter, Ihre Millionen an Privatvermögen, Ihre PR-Berater, Ihre Privilegien und Ihre Macht vermögen nicht Ihre Charakterlosigkeit zu verbergen. Sie haben uns in den Kampf und in den Tod im Irak geschickt,  Clapping  Herr Cheney, nachdem Sie selbst sich vor der Einberufung nach Vietnam gedrückt haben, und Sie, Herr Bush, sich damals unerlaubt von Ihrer Einheit in der Nationalgarde entfernt hatten.

Ihre Feigheit und Selbstsucht sind seit Jahrzehnten bekannt.   Aggressive

Sie weigerten sich, für unser Land das eigene Leben aufs Spiel zu setzen, aber Sie schickten Hunderttausende junger Männer und Frauen in einen sinnlosen Krieg, so gedankenlos, wie man den Müll hinausbringt.

 

Der ganze Brief: http://www.20min.ch/ausland/dossier/irak/story/Mein-letzter-Brief-13758049

 

 

Ich bin kein Christ, aber ich glaube an christliche Ideale. Ich glaube, was man dem Geringsten antut, tut man letztlich sich selbst und seiner Seele an.

 

Thomas Young

:cry:

 

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Norwegen vom eigenen Wohlstand bedroht

Es klingt absurd: Den Norwegern geht es zu gut. Ausgerechnet ihre blendende Lage bedroht Experten zufolge Wirtschaft und Wohlstand.

Das ehemals bitterarme Norwegen ist durch die Ölfunde in der Nordsee zu einer der reichsten Nationen der Welt aufgestiegen. Und seine Bewohner arbeiten nun immer weniger. «Wir haben das Geld für den nordischen Lebensstil: auf die Hütte fahren, Ski- und Fahrradfahren, Zeit mit den Kindern verbringen», sagt die 36-jährige Elise Bakke, die ihre Arbeitszeit bei einer grossen Telekom-Firma auf sechs Stunden täglich reduziert hat. «Warum soll ich mehr arbeiten, wenn ich nicht muss?»

Die hohen Löhne erlauben den Norwegern, weniger zu arbeiten, die Arbeitsstunden gehen zurück. Obwohl die Arbeitslosenquote nur bei drei Prozent liegt,  :roll:  erreicht die Beschäftigungsquote mit 61 Prozent nicht einmal das Niveau Griechenlands.

Bereits Donnerstagabend verlassen mehr Norweger die Hauptstadt als am Freitag. Die Folge: Die Wirtschaft könnte bald Opfer ihres Erfolges werden. Die Unternehmen klagen, denn die Lohnkosten haben seit dem Jahr 2000 um 63 Prozent zugelegt. Das ist sechsmal so viel wie in Deutschland oder im Nachbarland Schweden.

Höhere Preise

Die Firmen erhöhen die Preise, um die Kosten zu kompensieren, und verlieren Aufträge. Kvaerner, ein Ausrüster für Ölbohrinseln, verlor kürzlich einen Schlüsselauftrag der staatlichen Ölfirma Statoil an die Daewoo Shipbuilding & Marine Engineering aus Korea. Kvaerner war zu teuer.

Norwegische Unternehmen nehmen bis zu 15 Prozent höhere Preise als die Konkurrenz, erklärt Kvaerner-Chef Jan Arve Haugan. «Auch hohe Qualität kann das nicht ausgleichen.»

Auch andere Unternehmen kommen mit den nordischen Kosten kaum noch klar. Der Billigflieger Norwegian Air hat gedroht, Flugzeuge nach Thailand zu verlegen und mit Crews aus Asien Europa anzufliegen. Der Ölförderer Aker Solutions wird zwar 4000 Ingenieure einstellen, jedoch sind davon nur noch ein Drittel Norweger.

Produktivität steigt nicht

Die hohen Löhne und der hohe Lebensstandard locken jährlich 50'000 Immigranten in das Fünf-Millionen-Einwohner-Land - allerdings ohne ökonomischen Effekt, wie der Wirtschaftsexperte Dag Aarnes vom norwegischen Unternehmerverband klagt. Denn die Produktivität steigt nicht.

Noch vor 100 Jahren wanderten Millionen arme Norweger aus dem Land aus, das nur auf drei Prozent seiner Fläche Ackerbau zulässt, und suchten ihr Glück in den USA. Heute warnen Regierung und Zentralbank vor dem Ende der Erfolgsgeschichte. Das Wohlfahrtsmodell bringe die Menschen dazu, dem Arbeitsmarkt zunehmend den Rücken zu kehren, heisst es bei der Notenbank.

Der Staat hat Rücklagen von umgerechnet 670 Mrd. Fr. bzw. rund 135'000 Fr. pro Kopf - und seit Jahren tobt die Diskussion, ob die Regierung nicht viel mehr Öl-Kronen in die Infrastruktur und die Wohlfahrt stecken müsste, statt für die Zeit zu sparen, wenn das schwarze Gold nicht mehr sprudelt.

Politik reagiert nicht

«Öl ist die Metapher für den Lottogewinn», sagt Professor Fröness. «Der Überfluss ist schleichend in der Gesellschaft angekommen, die Leute nehmen ihn nicht wahr, weil er Schritt für Schritt gekommen ist.»

Bei den Parteien ist die Gefahr dennoch nur ein Randthema - im September wird gewählt, und an der Wohlfahrt wird da kaum gerüttelt. Niedrigere Löhne, höhere Arbeitszeiten, Kürzungen im Sozialwesen - das wäre politischer Selbstmord. Die starke Betonung der Gleichheit ist für viele Norweger immer noch die Säule ihrer Gesellschaft.

Erst Krise bringt Veränderung

Aber es sind Probleme, die Norwegen wohl nur in den Griff bekommt, wenn es den Wohlfahrtsstaat erneuert. Schweden hatte seine Wirtschaftskrise Mitte der 1990er-Jahre mit Reformen in der Arbeitsmarkt- und Tarifpolitik überwunden.

«Ich bin ganz optimistisch, denn die Politik hat das Problem verstanden», sagt Wirtschaftsexperte Ahttp://www.20min.ch/finance/news/story/Norwegen-vom-eigenen-Wohlstand-be.... Aber momentan stehe keine Krise in Norwegen bevor. «Also wird das noch eine Weile dauern.»

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sime
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Ich stehe gerade auf dem Schlauch.

Verstehe ich das richtig, dass die Lohnkosten steigen, weil der Staat das Vermögen aus dem Ölgeschäft hortet und nicht reinvestiert, was zu einer geringen Arbeitsmarktkonkurrenz führt und folglich die Löhne steigen? Das würde ja heissen, dass sich die Unternehmen nicht beliebig ausländische Arbeitskräfte holen könnte, um die Lohnkosten tief zu halten. Doch Norwegen gehört ja zum EWR und hat auch Personenfreizügigkeit wie wir.

Norwegen profitiert ja vor allem vom Ölexport, weshalb zieht das dann die Lohnkosten so in die Höhe, wenn der Binnenmarktabsatz keine wesentliche Rolle spielt? Geniessen die Norweger also Lohnsubventionen? Ist Norwegen von Sozialisten regiert?

Ich sehe einfach die Logik nicht, dass Ölreichtum hohe Lohnkosten nach sich zieht, wenn nicht entsprechende Handelsauflagen vorliegen. Kaum ein Unternehmer leitet seinen Arbeitern freiwillig Mehreinnahmen weiter, es sei denn, der Staat verpflichtet ihn dazu.

 

Elias
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sime hat am 09.04.2013 - 17:45 folgendes geschrieben:

Das würde ja heissen, dass sich die Unternehmen nicht beliebig ausländische Arbeitskräfte holen könnte, um die Lohnkosten tief zu halten.

 

Norwegen weist aktuell einen erheblichen Fachkräftemangel auf. Um diesen Mangel zu beheben, werden gezielt EU-Ausländer als Gastarbeiter angeworben. Um die Attraktivität für ausländische Arbeitnehmer zu steigern, gewährt der norwegische Staat zahlreiche Starthilfen und finanzielle Anreize in den ersten 24 Monaten. http://de.wikipedia.org/wiki/Norwegen

 

Unsere Lohnkosten sind konkurrenzfähig, weil wir längere Arbeitszeiten und kürzere Ferien haben und weniger streiken.

 

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sime
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Danke Elias.

Die im Artikel angesprochene Lohnkostensteigerung von 65% seit 2000 hat mich zuerst etwas verwirrt, aber diese Zahl ist wohl etwas plakativ gedacht vom Autor. Die Norweger hatten wohl lohnmässig viel aufzuholen. Die Reallöhne von Rumänien sind seit damals ja auch um 300% gestiegen, während die deutschen gar gesunken sind. Deutschland ist der Motor von Europa, doch der einfache Deutsche hat trotzdem nichts davon.  Am Schluss muss er wohl die Zeche zahlen, wie damals zu Weimarer Zeiten.

http://www.eu-info.de/deutsche-europapolitik/umfragen-statistiken-deutsc...

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Herrlicher pointierter Denkanstoss von Akif Pirinçci:

 

Warum nicht gleich türkische Richter in deutschen Gerichtssälen?

 

Ob NSU-Prozess oder Pauschalverdächtigungen bei Bränden: Mit Hilfe muslimischer Lobbygruppen versucht die Türkei, sich immer mehr in die deutsche Politik einzumischen  https://www.focus.de/magazin/archiv/politik-warum-nicht-gleich-tuerkisch... 

 

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Elias
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Deutlicher Lohnanstieg in China

Um satte 17 Prozent stiegen die Löhne 2012 in Chinas Industriezentren – nach 18,3 Prozent ein Jahr zuvor. Im Schnitt kommt ein Arbeiter auf 300 Euro monatlich – für einige Branchen bereits zu viel.

Für einige Branchen bereits zu viel: Hersteller von Kleidung und Schuhen weichen in Länder wie Bangladesh, Kambodscha und Vietnam aus, wo die Löhne noch niedriger sind.

Trotz der Lohnerhöhungen in China sind die Arbeitskräfte in der Privatwirtschaft schlechter bezahlt als Staatsbedienstete. Ihr Durchschnittslohn betrug im vergangenen Jahr laut Statistik 46'800 Yuan im Jahr, umgerechnet rund 490 Euro monatlich.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Deutlicher-Lohnanstieg...

 

 

Viele Länder gibt es nicht mehr, wo sie noch ausweichen können.

 

 

 

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WC-Papier und Windeln bei Razzia sichergestellt

2400 Rollen WC-Papier und 400 Windelpackungen sind von der Polizei in Venezuela sichergestellt worden, frohlockt der Innenminister auf Twitter. Wie kommt das?

http://www.20min.ch/finance/news/story/WC-Papier-und-Windeln--bei-Razzia...

 

 

Die Wertschätzung des Lebens.

 

Geht nach Venezuela und tanzt euch dort frei oder macht dort ein Bottelon oder besetzt ein Haus.

 

 

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Das regt schon zum Denken an. Zum Zurückdenken.


So lange ist es noch nicht her, dass bei uns diese Artikel auch Raritäten waren. Ich erinnere mich, dass mein Patenonkel auf seinem kleinen Bauernhof noch ein WC ausserhalb des Hauses hatte. Dort putzte man sich mit Zeitungsschnipseln. Windeln waren aus dünnem Baumwollmaterial und wurden gewaschen. Ebenso die Dinger für die Damen, diese hing man sogar monatlich draussen am Wäschetrockner auf, um zu zeigen, dass die Frau des Hauses noch nicht guter Hoffnung war. Die Seife war so eine grosse, hellbraune. Ich glaube, das hiess Kernseife oder so ähnlich. Es gibt die noch zu kaufen heute. Damit wurde fast alles gewaschen, auch die Wäsche. Anstelle von Deo wusch man sich mit verdünntem Essig, wenn es heiss war. Das vertrieb auch die Mücken. Aber wir haben heute ja keine Mücken mehr.


Höchstens manchmal die im Kopf.


Heute macht man ein riesen Geschäft mit den Wegwerfsachen. Bedenklich! Ein Fall für die Polizei. Dirol

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