Denkanstoss

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Starinvestor versagt zum ersten Mal seit 44 Jahren

Niederlage für Anlegerguru Warren Buffett: Zum ersten Mal seit Jahrzehnten wuchs der Wert seiner Gesellschaft Berkshire Hathaway langsamer als der Leitindex S&P 500.

http://www.20min.ch/finance/news/story/Starinvestor-versagt-zum-ersten-M...

 

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

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Elias
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Das Unerwartete denken

Trägheit regiert

Wissen Sie, wie Sie eine überdurchschnittliche Wetterprognose abgeben können? Indem Sie ohne Berücksichtigung meteorologischer Phänomene jeden Tag sagen, das Wetter werde morgen gleich sein wie heute. Denn die Perioden mit gleichem Wetter erstrecken sich meist über mehrere Tage und sind somit häufiger als Wetterwechsel.

Ähnlich verhält es sich mit Wertschriftenmärkten, Trends halten meist mehrere Jahre. Weil zudem der Mensch und somit auch Strategen träge Wesen sind, ist es nicht erstaunlich, dass sich die Prognosen für 2014 mehrheitlich gleichen und dass sie das Vorjahr zum Vorbild nehmen – wobei sich kaum jemand traut, ähnlich hohe Avancen für die Aktienindizes vorherzusagen. Sehr häufig ist von einem weiterhin vorteilhaften Umfeld für Aktien die Rede.

Dabei kann niemand vorhersagen, wo ein Index in zwölf Monaten notieren wird. Dazu gibt es viel zu viele Unwägbarkeiten, die die Entwicklung der Aktienmärkte beeinflussen. Sowenig es Ihnen nützt, dass Ihre Wetterprognose überdurchschnittlich ist, wenn Sie ausgerechnet am Tag, an dem Sie in den Bergen wandern wollten, falsch liegen, so wenig haben Sie davon, wenn Sie sich nach einigen guten Aktienjahren in Dividendenpapieren exponieren und die Börsen weltweit abstürzen.

Die Umwälzungen könnten 2014 zudem schneller als erwartet eintreten. Im sechsten Jahr nach der letzten weltweiten Rezession könnten sich die aussergewöhnlichen Interventionen der Notenbanken erschöpfen, ohne dass die angestrebte Wirkung erreicht wird. Dann müssten Anleger rasch reagieren und ihre Risiken schnell reduzieren. Manchmal lohnt es sich zudem, das Unerwartete zu erwarten. So wurde beispielsweise die Prognose eines Instituts, das weissagte, der Goldpreis werde sich 2013 auf unter 1200 $ verbilligen und die Rendite der US-Staatsanleihen verdopple sich, als unrealistisch und als Effekthascherei abgetan. Heute wird dies unter Berücksichtigung der Umstände dagegen als «logische» Entwicklung angesehen.

Insgesamt lohnt es sich für Anleger, Anfang 2014 einmal zu analysieren, was mit dem eigenen Vermögen geschehen würde, wenn es zu ausserordentlichen Ereignissen käme. Das könnte ein unerwarteter Inflations-Schock mit schnell steigenden Zinsen in den USA sein, eine kriegerische Auseinandersetzung in Südostasien oder der Triumph von Euro-Skeptikern und Separatisten in mehreren EU-Ländern.

http://www.nzz.ch/meinung/kommentare/traegheit-regiert-1.18219766

 

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weico
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 Steinreich dank Goebbels' Tagebüchern 

 

Er verbreitete die Worte seines Nazi-Helden - und verdiente noch daran. Trickreich sicherte sich der Schweizer François Genoud nach dem Krieg die Rechte an Goebbels' Tagebüchern. Sogar Deutschland überwies horrende Summen an den bekennenden Hitler-Verehrer, seine Nachkommen kassieren bis heute.

 

http://einestages.spiegel.de/s/tb/29893/fran-ois-genoud-und-joseph-goebb...

 

weico

 

Elias
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Die Lehre vom rechten Maß...

"Der Mensch ist das Maß aller Dinge", erkannte vor 2500 Jahren der griechische Rechts- und Staatsphilosoph Protagoras und schuf mit ihr den Nachruf auf alle seither versunkenen Imperien und gescheiterten Zentralverwaltungen. Leopold Kohr macht diesen Satz nun zum Prolog für die neue Gemeinschaft des respektierten Individuums...

Wann immer Probleme übermächtig zu werden drohen, sind die Gründe dafür Ausufern, Unüberschaubarkeit und Maßlosigkeit – eine These, die inzwischen untrennbar mit dem Namen Leopold Kohr verbunden wird.

http://www.leopold-kohr-akademie.at/lka/modules/AMS/article.php?storyid=3

 

 

Europa der Regionen

http://de.wikipedia.org/wiki/Europa_der_Regionen

 

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Kameradrohnen verhinderten Brandbekämpfung im Unesco-Dorf

Die Ankunft des Feuerwehr-Helikopters habe sich aus einem ungewöhnlichen Grund verzögert. Wie die norwegische Zeitung «VG» berichtet, seien zu viele Kameradrohnen in der Luft gewesen, die vermutlich Bilder für die Medien aufnahmen.

http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Kameradrohnen-verhinderten-Br...

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weico
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 «Indien spielt keine Rolle mehr»

 

In Davos glaubt man nicht mehr an ein Freihandelsabkommen mit dem Subkontinent

Vergebens war das Warten auf den Durchbruch beim Freihandelsabkommen Schweiz-Indien in Davos. Statt einen Erfolg zu feiern, musste Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann Ende Woche «noch ein paar Hindernisse» einräumen.

Die Inder liessen nichtsdestotrotz am Freitagabend ihre beliebte WEF-Party steigen. Das Essen ist ausgezeichnet, die Menschen freundlich - die Wirtschaftsführer fühlten sich am Empfang des indischen Industrieverbands entspannt. «Ich erzähle ihnen die Wahrheit», sagt der CEO der indischen Ländertochter einer US-Grossbank in Indien. «An dieser Party und am WEF sagen alle Inder, wie grossartig Indien ist. Später unter sich trinken sie eine Flasche Whisky und jammern: das Land ist am Boden.» Der Banker hat in Davos mehrere Tage bis in die Morgenstunden gefeiert.

«Ausländische Investoren werden mit dem Versprechen einer wachsenden kauffreudigen Mittelklasse nach Indien gelockt», sagt er kopfschüttelnd. Doch dann kriegten internationale Detailhändler wie Tesco und Walmart nicht einmal Lizenzen für eigene Läden. «Indien kommt an diesem WEF gar nicht mehr vor. Seit die Wachstumsraten eingebrochen sind, ist Indien nicht mehr im Trend - die Investoren glauben die Wachstumsstory nicht mehr.»

Ausländische Investoren haben kalte Füsse bekommen

Die bekannte indische Kolumnistin Tavleen Singh vom «Indian Express» kennt Davos seit 20 Jahren und hat sich offenbar die ganze Woche genervt: «Indien spielt hier keine Rolle mehr - die Musik spielt im Nahen Osten.» Die ausländischen Investoren in Indien hätten nach der wirtschaftlichen Abkühlung die letzten Monate kalte Füsse gekriegt. Eben erst liess sich die indische Rupie vom Währungszerfall in Argentinien anstecken.

Für die Schweizer Wirtschaft ist das Boomland entzaubert. Im gestrigen «Tages-Anzeiger» betonte Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann erneut, er wolle das Freihandelsabkommen (FHA) mit Indien. «Man wartet in der Schweizer Wirtschaft darauf, es abzuschliessen.» Aber in Tat und Wahrheit hat die Wirtschaft das Abkommen schon abgeschrieben.

Von Vertretern der Schweizerisch-Indischen Handelskammer (SICC) ist nach ein paar Gläsern Wein zu erfahren: Das Abkommen ist unwahrscheinlicher geworden. Zeit haben die Unterhändler bis Ende Februar, nachher geht nichts mehr, da bis im Mai die Regierung gewählt wird.

Bedeutenden Schweizer Unternehmen ist das FHA sogar egal. Nestlé-Sprecher Philippe Aeschlimann sagt: «Wir sind von Verhandlungen minimal betroffen, weil wir lokal produzieren, das spielt für uns keine Rolle.» Emmi exportiert zwar in alle Welt. Indien sei aber kein Fokusmarkt, sagt Emmi-Sprecherin Sibylle Umiker. Gemäss Franz Schmid, Co-Geschäftsführer des Verbands der Schweizer Nahrungsmittelindustrie, kann die Branche zwar nur noch im Ausland wachsen, sie will aber lieber kein Indien-Abkommen als eines mit ungenügendem Eigentumsschutz.

Der indische Vizebotschafter in der Schweiz, Nagendra Prasad, weiss: «Nächste Woche finden wieder Verhandlungen statt.» Die Schweizer Pharmakonzerne werden weiterkämpfen für besseren Patentschutz. Aus ihren Kreisen heisst es, dass inzwischen nur noch ein Handelsabkommen zur Debatte stehe, wo geistiges Eigentum kein Thema sei. Vielleicht ist das auch Wunschdenken. An der Indien-Party zwischen Pouletreis und Crevettencurry hält man ein abgespecktes Abkommen nicht für eine ernsthafte Option.

Die Schweizer Uhrenkonzerne ihrerseits haben teilweise schon selber für günstigere Ausfuhren in den abgeschotteten, aber sehr wichtigen indischen Markt gesorgt. Swatch etwa exportiert über eine Handelstochter in Dubai. Als ob es nicht genügend Hindernisse gäbe, stellte der indische Finanzminister Palaniappan Chidambaram am WEF einen direkten Link her zwischen den Fortschritten beim Freihandel und den unversteuerten Geldern auf Schweizer Banken. Er sagte, Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf hätte noch nicht auf sein Amtshilfegesuch reagiert. Die Bundesrätin erklärt auf Nachfrage: «Ich habe dem indischen Finanzminister in einem Brief am 20. Dezember geantwortet.» Weiter: «Im Brief habe ich erläutert, dass gemäss unserer geltenden Gesetzgebung Amtshilfe nicht möglich ist, wenn Anfragen sich auf gestohlene Daten beziehen.» Für Widmer-Schlumpf gibt es aber keine Verknüpfung zwischen ihrem Indien-Dossier und jenen von Schneider-Ammann.

Indische Wirtschaftsführer halten an der Prognose einer prosperierenden Wirtschaft fest. «Indien will sich öffnen», sagt Daljit Singh, Präsident des indischen Privatspitalkonzerns Fortis mit 22 500 Angestellten. Der Sikh mit dem imposanten Turban ist überzeugt: «Die Inder wollen die Grenzen aufmachen, deshalb auch das anhaltende Interesse für ein Freihandelsabkommen mit der Schweiz.»

 

P.S:...die BRICS-Staaten-Euphorie scheint langsam der wirtschaftlichen Realität zu weichen...

 

weico

MarcusFabian
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weico hat am 26.01.2014 - 09:57 folgendes geschrieben:

Später unter sich trinken sie eine Flasche Whisky und jammern: das Land ist am Boden.»

In Whisky veritas Biggrin

Elias
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Dollars, Dollars - Firmen horten Milliarden

Das Thema machte diese Woche in allen Wirtschaftsgazetten Schlagzeilen: 7000 Milliarden Dollar ist der aktuelle weltweite Cash-Bestand bei den kotierten Unternehmen. Und das Verhältnis zwischen Investitionen und Umsatz sei so tief wie noch nie. Die Meinungen waren einhellig: Die Unternehmen müssen wieder dazu gebracht werden, mehr zu investieren, statt beispielsweise Kapital an die Aktionäre zurück zu zahlen. Nur so könne der zaghafte Aufschwung nachhaltig werden.

Richtig. Doch wie? Die „Financial Times“ sieht den Hoffnungsschimmer, dass die Analysten von „ihren“ Unternehmen heute mehrheitlich Investitionen fordern, statt Dividenden oder Kapitalrückzahlungen. In den USA dreht sich die Diskussion vor allem um den Umstand, dass die US-Unternehmen ihre Cash-Bestände aus steuerlichen Gründen vorwiegend im Ausland halten. Also soll man ihnen punkto Steuern entgegen kommen, damit sie ihr Geld „repatriieren“.

Weniger Kapitalbedarf

Doch das sind Nebenschauplätze. Dass die Unternehme so wenig investieren hängt in erster Linie damit zusammen, dass sie Produktion und Absatz mit den vorhandenen  Produktionskapazitäten bewältigen können. Es ist nun einmal so, dass moderne Ökonomien viel weniger Kapital brauchen als einst. Noch in den 60er-Jahren waren Investitionsquoten von 35 Prozent des BIP normal. Heute braucht es noch gut die Hälfte davon. Einerseits weil der Anteil der - praktisch investitionsfreien - Dienstleistungen am BIP stark zugenommen hat. Andererseits weil moderne Kapitalgüter viel effizienter sind. Mit einer Maschine für real 100'000 Franken kann man heute mindestens doppelt soviel Output produzieren wie vor 20 Jahren.

Die grossen Cash-Bestände der Unternehmen hängen zweitens damit zusammen, dass die trotz sinkenden Investitionsquoten, tieferen Steuersätzen und gedrückten Löhnen (die Globalisierung lässt grüssen), aber dank er Ausschaltung des Preiswettbewerbs (nicht zuletzt durch Fusionen) die Preise dennoch hoch halten konnten. Was weitere steuerliche Anreize unter es unter diesen Umständen bringen sollen ist schleierhaft.  Allenfalls führt das dazu, dass die Unternehmen im In- statt im Ausland investieren, aber wie die Zahl von 7000 Milliarden Dollar zeigt, handelt es sich um ein globales Problem, das nicht durch Flickwerk in einzelnen Ländern gelöst werden kann.

"Wettbewerbsfähigkeit" bringt nichts

Auch der modische Ruf nach mehr Wettbewerbsfähigkeit, der dieser Tage wieder aus Davos erschallt ist, bringt gar nichts. Wie „Wettbewerbsfähigkeit“ gehen soll, kann man aktuell am Beispiel Frankreichs sehen: Nämlich durch Entlastung der Unternehmen (um 30 Milliarden Euro jährlich), durch eine Reduktion der Staatsausgaben und durch eine Flexibilisierung des Arbeitsmarktes. Insgesamt wird damit noch mehr Geld von der ärmeren Hälfte der Privathaushalte zu den reichen Firmen und den oberen 10 Prozent der Haushalte verschoben. Zudem wird die Nachfrage genau dort gebremst, wo es sie noch geben könnte, nämlich bei den (meist staatlich finanzierten) Dienstleistungen für Gesundheit, Bildung, Sicherheit etc.

Hollande war bis vor kurzem noch einer der wenigen, dem man zugetraut hätte, die unselige Wirtschaftspolitik der EU zum Besseren zu wenden. Zumindest liess er solche Absichten im Wahlkampf erkennen. Mit seiner Kehrtwende zum Sozialdemokraten, bzw. mit seinem Bekenntnis  zur Wettbewerbsideologie von Brüssel und Berlin, ist auch diese schwache Hoffnung gestorben. Der „Aufschwung“ wird wohl ein Strohfeuer bleiben und die Cash–Bestände der Unternehmen dürfen weiter anschwellen.

http://www.cash.ch/news/kolumne/dollars_dollars_firmen_horten_milliarden...

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Selbstmorde wühlen Londons Banken auf

Schwerer Schlag für Anshu Jain: Ein langjähriger Weggefährte des Deutsche-Bank-Chefs ist am Sonntag tot in seiner Londoner Wohnung gefunden worden. Und ein Mann stürzte sich vom JP-Morgan-Hochhaus.

http://www.cash.ch/news/top_news/selbstmorde_wuehlen_londons_banken_auf-...

 

Tata-Chef stürzt im Hotel aus 22. Stock

Der Chef des grössten indischen Autoherstellers Tata Motors ist tot. Der 51-Jährige stürzte in Bangkok von einem Hotelbalkon im 22. Stock. Die Ermittler gehen von Suizid aus.

http://www.20min.ch/finance/news/story/Tata-Chef-stuerzt-im-Hotel-aus-22...

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Flüchtlinge

Und es kommen immer mehr

Die Zahlen sprechen für sich: Im Januar sind 2156 Flüchtlinge aus Afrika mit Booten an den Küsten Italiens gelandet. Im ganzen Jahr 2013 erreichten total 42'925 Bootsflüchtlinge Italien, dreimal so viele wie im Jahr 2012. 3818 von ihnen waren Minderjährige unter 18 Jahren, die ohne Angehörige ankamen. Die meisten von ihnen, nämlich 37'258, wurden schon auf See von der italienischen Küstenwache in Sicherheit gebracht.

Aus Kriegsländern

Die statistischen Angaben hat der italienische Vize-Innenminister Filippo Bubbico kürzlich präsentiert. Nicht auszuschliessen ist, dass einige weitere Flüchtlinge an italienischen Küsten landeten, ohne von den Behörden aufgegriffen und registriert zu werden. Über die Zahl derjenigen Flüchtlinge, die bei der Überfahrt ums Leben kamen, kann man nur spekulieren. Besorgniserregend ist, dass der Zustrom der Bootsflüchtlinge nun offenbar auch in den stürmischen Wintermonaten nicht abreisst.

Die Flüchtlinge kamen im vergangenen Jahr zu fast drei Vierteln aus Kriegsländern: 11'307 aus Syrien, 9834 aus Eritrea, 9263 aus Somalia. Zu allen drei Ländern hat Italien eine historische Nahbeziehung: Syrien liegt als Anrainer des Mittelmeers seit je «in Sichtweite», und die andern beiden Länder waren einst zumindest teilweise italienische Kolonien.

Der weitaus grösste Teil der Flüchtlinge, nämlich 88 Prozent, landeten auf Sizilien (23'133) oder auf der kleinen Insel Lampedusa (14'753), die nahe der libyschen Küste liegt. Dort werden sie in Auffanglagern untergebracht, nach gegenwärtiger Regelung für bis zu 18 Monate. In dieser Zeit sollen die Immigrationsbehörden über den Status der illegal Eingereisten befinden.

Politischer Druck

Letztes Jahr wurden 25'838 Anträge auf Legalisierung des Aufenthalts bearbeitet. 16'248 Immigranten haben einen legalen Aufenthaltsstatus erhalten, als politische Flüchtlinge oder als vorläufig Aufgenommene. 9542 erhielten einen negativen Bescheid, 2499 von ihnen, weil sie untergetaucht waren. Die vorliegenden Medienberichte geben keinen Aufschluss darüber, was mit den Abgewiesenen weiter passieren soll.

Nicht überraschend will Italien seine EU-Präsidentschaft im zweiten Halbjahr 2014 nutzen, um mehr Unterstützung bei der Bewältigung der Migrationsströme im Mittelmeer zu erhalten. Bis dahin werde Italien sich bemühen, den «Empfangsstandard» in den Auffanglagern (Centri di identificazione ed espulsione) zu verbessern, kündigte Vize-Innenminister Bubbico an.

Einen besseren Umgang mit den Flüchtlingen forderten kürzlich auch etwa 300 Leute aus mehreren Ländern, die Lampedusa – mit Unterstützung der örtlichen Bürgermeisterin Giusi Nicolini – «besetzten» und dort eine «Charta von Lampedusa» zum Thema Flüchtlingsrechte verabschiedeten.

http://www.nzz.ch/aktuell/international/auslandnachrichten/lampedusa-und...

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Grelles Licht auf die Politik der USA

Victoria Nulands Ausrutscher: US-Diplomatin entschuldigt sich für "Fuck the EU"

http://www.spiegel.de/politik/ausland/us-diplomatin-victoria-nuland-ents...

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Pleiten, Pech und Pannen - nicht nur bei Roche.


Zu etwas früheren Zeiten wären die Verantwortlichen entlassen worden und zwar zügig.


Heute heisst es oft: 'Wer arbeitet macht halt Fehler'.


Aber echt, ersetzt die Technik das Denken - oder muss man heute nicht mehr denken? Es macht ja alles der Computer! Sollte Man ihn eventuell verstehen?


Panne


13. Februar 2014 15:07; Akt: 13.02.2014 15:32


Roche vermisst 140'000 Mails von Mitarbeitern
Bei Schweizer Firmen jagt eine Informatikpanne die nächste. Beim Pharma-Riesen Roche gingen Ende Januar 140'000 Mitarbeitermails verloren.


storybild

Muss sich um eine grosse IT-Panne kümmern: Roche-CEO Severin Schwan. (Bild: Keystone)


Zuerst verschickt die Bank Coop Kontoauszüge an die falschen Kunden, dann bucht der Finanzdienstleister SIX Payment Services die Kartenzahlungen eines Tages doppelt: Und jetzt wird bekannt, dass beim Pharmariesen Roche 140'000 Mails fehlen. Wie Blick.ch meldet, ereignete sich der Fehler am 17. Januar. Seither ist wichtige Geschäftskorrespondenz unauffindbar.

Blick.ch zitiert ein internes Schreiben aus der IT-Abteilung von Roche, das die Angestellten über den Verlust in Kenntnis setzt. Man habe «versucht, die blockierten Mails zurückzuholen, sei aber gescheitert. «Wir müssen daher davon ausgehen, dass diese E-Mails verloren sind», schreibt die IT-Abteilung. Weiter heisst es, die blockierten E-Mails seien entweder von externen Sendern oder automatische E-Mails, die von Roche-Business-Applikationen verschickt worden waren.


Zu einer Panne kame es diese Tage auch bei der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers PWC: Hunderte ihrer Schweizer Mitarbeiter erhielten den Lohnausweis eines Arbeitskollegen, schreibt das Finanzportal Inside Paradeplatz. Sie hatten damit Einblick in die Gesamtlohnsumme für das Jahr 2013 sowie in die Sozialleistungen anderer PWC-Angestellten. Der Ausweis wäre eigentlich als Beilage für die Steuererklärung gedacht gewesen.


(sas)


http://www.20min.ch/finance/news/story/10380419

sime
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Das kanns ja wohl nicht sein!

Schlimmstes Staatsversagen. Warum subventioniert man Milchabnehmer, welche dann den Preisvorteil sogar an Detailhändler abgeben, welche das Zeugs wieder in die Hochpreisinsel Schweiz zurückkarren, anstatt einfach den Milchproduzenten die Subventionen zu erhöhen, was die Preise für die Milchabnehmer günstiger machen, damit das Zeugs dann auch wirklich exportiert und nicht repatriiert wird?

Arrrhh.. :wall:

 

Emmi Staatsgelder im kalten Kaffee

 

http://www.beobachter.ch/justiz-behoerde/buerger-verwaltung/artikel/emmi...

 

 

weico
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sime hat am 16.02.2014 - 16:13 folgendes geschrieben:

Schlimmstes Staatsversagen.

..wobei solches Versagen auch zum Vorteil des Konsumenten sein kann.

 

Beim Fleisch lohnt es,wenn man "gewürztes" Importiert ,mehrfach.

BILLIGER,MEHR und die MEHRWERTSSTEUER gibt's ebenfalls zurück. :yes:

 

http://www.metzgereistepanek.de/4000g.html

http://www.handelszeitung.ch/politik/marinaden-krieg-der-schweizer-grenze

http://www.foodaktuell.ch/indexask.php?db=nachrichten&nr=2074&PHPSESSID=...

 

 

weico

 

 

Elias
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Die Reichsten werden reicher und reicher

Die Börsenhausse machts möglich: Die 300 Reichsten der Schweiz sind nochmals ein grosses Stück reicher geworden. Sie haben Dutzende Milliarden Franken dazugewonnen.

http://www.bilanz.ch/people/300-reichste/reichsten-updates/die-reichsten...

 

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Juso fordert Mutterpartei zum Austritt aus Bundesrat auf

 

Nach dem Ja zur SVP-Masseneinwanderungsinitiative: Die Jungsozialisten fordern den SP-Rückzug aus dem Bundesrat.

Die Geschäftsleitung der Jungsozialisten (Juso) hat am vergangenen Mittwoch einstimmig eine Resolution verabschiedet, die den Austritt der SP aus dem Bundesrat fordert, wie die Zeitung «Schweiz am Sonntag» berichtet. Die Resolution, die der Zeitung vorliegt, soll im linken Lager eine grundlegende Debatte über die politischen Folgen nach dem Ja zur SVP-Initiative anstossen – und stellt die Regierungsbeteiligung der SP in Frage. «Die Verfassungsänderung vom 9. Februar gibt dem Bundesrat den Auftrag, Menschen mit der Einteilung in verschiedene Kategorien zu diskriminieren und Menschen ausländischer Herkunft einzig auf ihren wirtschaftlichen Nutzen für Schweizer Unternehmen zu reduzieren», schreiben die Jungsozialisten in ihrem Papier, das am 15. März von der Juso-Jahresversammlung zuhanden der SP-Delegiertenversammlung von Ende März verabschiedet werden soll.

Mit der Diskriminierung ausländischer Arbeitskräfte könne die Bundesverfassung «keine Basis sozialdemokratischer Regierungspolitik» mehr sein, konstatiert die SP-Jungpartei. Und weiter: «Die bürgerlichen Regierungsparteien haben kapituliert und versuchen nur noch, auf Grundlage einer diskrimierenden Bundesverfassung die Interessen ihrer Wirtschaftsklientel zu retten. Die Anliegen der Sozialdemokratie werden in diesen Bestrebungen keinen Platz finden». Die Geschäftsleitung der Juso fordert deshalb den Rückzug der SP aus dem Bundesrat: «Es ist an der Zeit, ausserhalb der Regierungsverantwortung eine Alternative für eine offene, solidarische und tolerante Schweiz zu entwickeln».

Die Juso spricht von «Sackgasse»

Juso-Präsident David Roth bestätigt den geplanten Antrag an die SP-Delegiertenversammlung vom 29. März: «Wir müssen uns entscheiden, ob wir weiter die Scherben der SVP-Politik zusammenkehren oder frei von den Zwängen der Regierungsbeteiligung neuen Spielraum gewinnen wollen, um die Zukunft der Schweiz zu gestalten». Die SP könne im Bundesrat wohl dafür sorgen, dass der eingeschlagene Weg für die Wirtschaft weniger holprig wird: «Als Linke können wir aber nicht leugnen, dass wir uns so an einer politischen Sackgasse abarbeiten, die mit sozialdemokratischen Grundsätzen nichts mehr zu tun hat», sagt Roth. «Die SP steht für die Werte Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität – und alle drei Werte sind mit dem Abstimmungsresultat vom 9. Februar verletzt worden sind», sagt auch Juso-Vizepräsidentin Ursula Näf. Der Verbleib in der Regierung «kratzt deshalb direkt an der Glaubwürdigkeit der SP», so Näf.

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Juso-fordert-Mutterpartei-z...

Die überwältigende  Mehrheit der Kommentare.. findet die Juso-Idee ausgesprochen Gut ... Good

 

 

weico

Elias
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Der Bauernverband und die Verdingkinder

http://www.cash.ch/comment/556839#comment-556839

 

Ich bin ja sonst selten seiner Meinung, aber in dieser Beziehung schon.

 

 

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Aargauer Onlineshop stellt Kunden an den Pranger

Ein Onlineshop veröffentlicht die Namen säumiger Kunden im Internet – mitsamt Adresse und pikanten Kommentaren. Und er ist nicht allein: Laut Experten greift das Phänomen um sich.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Aargau...

 

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«Wenn du sie einstellst, dann heisst das Krieg»

Steve Jobs war einer der Drahtzieher von Abwerbeverboten im Silicon Valley. So wurden Löhne gedrückt. Nun müssen sich Firmen einer Sammelklage Zehntausender IT-Spezialisten stellen.

Die Sammelklage ist die bis anhin grösste Entschädigungsforderung im Silicon Valley. Mehr als 60'000 Software-Ingenieure und andere Hightechspezialisten mit Ansprüchen von über neun Milliarden Dollar könnten betroffen sein. Auf der Anklagebank sitzen Konzerne wie Apple, Google und Ebay. Sie sollen sich auf ein illegales Abwerbeverbot geeinigt haben und so die Löhne mehrere Jahre unter Druck gehalten haben. Apple derweil hat selber begonnen, Topleute von Konkurrenten in Asien abzuwerben.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Wenn-d...

 

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Das grösste Missverständnis in der Ökonomie

Beginnen wir mit einer kleinen Liste:

  • Ungenutzte Einfamilienhäuser in Phoenix, Arizona
  • Topmoderne Provinzflughäfen in Spanien, auf denen kein Flugzeug landet
  • Leerstehende Bürotürme in Dublin, Irland
  • Reihenweise Apartmenthäuser in chinesischen Geisterstädten, in denen kaum jemand wohnt

Was haben diese Bauten gemeinsam?

Es sind alles unproduktive, ökonomisch betrachtet weitgehend nutzlose Investitionen. Und: Sie sind das Resultat zu hoher Ersparnisse in der Wirtschaft.

Wie kam es dazu?

Um diese Frage zu beantworten, befassen wir uns in diesem Beitrag mit drei grossen Themen in der Ökonomie: Sparen, Investieren und Ungleichheit. Wir werden sehen, dass diese drei Themen zu einem grossen Teil die Finanz- und Wirtschaftskrise erklären, die uns in wechselnder Form seit mehr als fünf Jahren beschäftigt.

Und wir werden dabei auf das wohl grösste Missverständnis stossen, das vor allem im deutschsprachigen Europa allgegenwärtig ist – nämlich das Missverständnis, wonach Sparen für eine Volkswirtschaft eine löbliche, erstrebenswerte Tugend ist.

Doch der Reihe nach.

http://blog.fuw.ch/nevermindthemarkets/index.php/34300/das-groesste-miss...

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aprecio
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https://www.youtube.com/watch?&v=RMniJod6RCQ

"Better than Borg in an Age of Enhancement - Science, Technology & the Future - By Design"

MarcusFabian
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Elias hat am 06.03.2014 - 09:46 folgendes geschrieben:

Ein Onlineshop veröffentlicht die Namen säumiger Kunden im Internet – mitsamt Adresse und pikanten Kommentaren.


 

Guckst du:

http://www.maurelma.ch/Mahnliste.htm

 

Elias
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Nasa: Heutige Gesellschaft ist so gut wie am Ende

Die moderne Zivilisation sei zum Scheitern verurteilt, heisst es in einer Nasa-Studie. Denn die Gesellschaft ist auf einem Niveau angekommen, das sich kaum aufrechterhalten lässt.

 

Immer wieder werden Bedenken laut, ob sich die heutige Gesellschaft in eine gute Richtung bewege. So wird beispielsweise die ungerechte Vermögensverteilung diskutiert. Auch der Umgang mit Ressourcen ist immer wieder ein Thema. Um herauszufinden, wie es mit der Welt weitergehen könnte, hat Safa Motesharrei von der University of Maryland im Auftrag der Nasa mögliche Entwicklungen durchgespielt.

Seine mithilfe von theoretischen Berechnungen entworfenen Szenarien lassen nichts Gutes ahnen. Sie basieren zwar auf einem stark vereinfachten Modell der Gesellschaft, aber so gut wie alle deuten darauf hin, dass der Zusammenbruch der heutigen Gesellschaft nur schwer abzuwenden ist. Dies schreibt der Mathematiker im Fachmagazin «Egological Economics» (die Studie als PDF gibt es hier).

Je mehr Probleme, desto weniger Hoffnung

Dass Kulturen trotz ihres Erfolges kollabieren, sei nichts Neues, heisst es weiter in der vom Nasa Goddard Space Flight Center finanzierten Studie. Schon die alten Römer, die Mesopotamier sowie die chinesische Han- als auch die indische Gupta-Dynastie hätten diese Entwicklung durchgemacht und damit bewiesen, dass selbst hoch entwickelte und komplexe Gesellschaften nicht vor dem Untergang gefeit sind.

Um Aussagen über die Zukunft treffen zu können, hatte Motesharrei untersucht, welche Aspekte zum Niedergang einer Zivilisation führen könnten. Als solche identifizierte er unter anderem Veränderungen in der Bevölkerung, Klimawandel und Naturkatastrophen. Auch der Zugang zu Wasser, Landwirtschaft und Energie spielten eine Rolle. Schon ein Problem hätte Auswirkungen. Kämen mehrere Schwierigkeiten zusammen, wachse auch die Gefahr für die Gesellschaft.

Auf zu neuen Wegen

Deshalb sei es höchste Zeit, zu handeln. Doch der sogenannte «Business as usual»-Ansatz stehe dem im Wege. Besonders die Eliten, die das Sagen hätten und vom aktuellen Modell profitierten, hätten Interesse daran, dieses aufrechtzuerhalten, so Motesharrei. Die Warnungen würden so lange ignoriert, bis es schliesslich zu spät sei.

Karin Frick, Forschungsleiterin vom Gottlieb-Duttweiler-Institut, sieht die Zukunft weniger pessimistisch als die Studie aus den USA: «Natürlich sind die Ressourcen endlich, aber der Mensch ist lernfähig, kooperativ und kreativ.» Daher werde er den totalen Kollaps verhindern.

http://www.20min.ch/wissen/news/story/Nasa--Heutige-Gesellschaft-ist-so-...

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
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Wer seine Kinder liebt .

... ist noch lange kein Pädophiler. Schon seit Millionen von Jahren verhauen Eltern ihre Kinder (vgl. «Prolegomena zu einer Soziobiologie der Ohrfeige» in: «Die Weltwoche») – seit 1968 leider auch immer mehr Kinder immer öfter ihre Eltern (s. «Zur Kritik des Kuschelns in der Pädagogik», ebd.), aber das ist bekanntlich immer noch 1 Tabu und soll deshalb hier auch nicht immer weiter behandelt werden – und nun will uns die UNO diese segensreiche und evolutionär breit abgestützte nonverbale pädagogische Intervention verbieten.

SonntagsZeitung

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Das Geschäft mit der Angst läuft wie geschmiert

Steigt in der Schweiz die Angst vor einer Krise, steigt bei der Firma Sichersatt der Bestelleingang. Der Bestseller: fertig abgepackte Notvorrats-Kisten.

 

http://www.20min.ch/schweiz/news/story/Das-Geschaeft-mit-der-Angst-laeuf...

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Warum viele Lastwagen leer fahren

und so die Strassen zusätzlich verstopfen............... Stop

 

In der EU ist ein Viertel aller Lastwagen leer unterwegs. Hierzulande ist die Zahl noch höher. Pläne aus Brüssel, deswegen gewisse Vorschriften zu lockern, kommen bei Schweizer Transporteuren jedoch nicht gut an.

 

In Europa ist tagtäglich ein Viertel aller Lastwagen auf dem Rückweg oder zwischen Ladevorgängen leer unterwegs. Das geht aus einer Studie hervor, welche die EU-Kommission gestern präsentiert hat. Im Inlandverkehr beträgt der Anteil demnach sogar 25 Prozent. Der Grund dafür sind gemäss der Behörde Beschränkungen im Bereich der Kabotage: Für LKW-Unternehmen, die in einem anderen Staat als dem Heimatland Transportaufträge erfüllen, gelten strengere Vorschriften. So darf beispielsweise ein rumänischer Lastwagen, der die Grenze zu Deutschland überquert hat, in der darauffolgenden Woche nur drei Transporte innerhalb der Bundesrepublik durchführen.

EU-Verkehrskommissar Siim Kallas ortet daher dringenden Handlungsbedarf: Die geltenden Vorschriften würden den Unternehmen Verluste verursachen, sich auf alle Strassennutzer nachteilig auswirken und der Umwelt schaden. Die Zahl der Leerfahrten würde sich aber verringern, wenn die nationalen Güterverkehrsmärkte stärker für den Wettbewerb geöffnet würden, heisst es in dem Bericht. Konkret geht es dabei um die Aufhebung der Beschränkungen für die Kabotage.

Leerfahrten bei Schlachtvieh oder Heizöl

Leere Lastwagen sind auch auf Schweizer Strassen keine Seltenheit: Die Zahl der Leerfahrten ist hierzulande sogar noch höher, wie die aktuellsten Daten des Bundesamts für Statistik (BFS) zeigen: Im Jahr 2012 waren Güterfahrzeuge auf 27 Prozent der insgesamt 1,7 Milliarden zurückgelegten Kilometer ohne Ladung unterwegs. «Schlachtvieh, Kies, Heizöl oder Abfälle: Bei manchen Güterarten lassen sich Leerfahrten kaum vermeiden», sagt André Kirchhofer, Mitglied der Geschäftsleitung des Schweizerischen Nutzfahrzeugverbands (Astag). Dies habe zum einen logistische Gründe. Abfallentsorgung macht beispielsweise nur Sinn, wenn der Lastwagen am Anfang leer ist. Zum anderen seien Leerfahrten teilweise wegen der Hygiene unumgänglich, sagt Transportunternehmer und SVP-Nationalrat Ulrich Giezendanner. «Heizölcamions oder Zementtransporter können auf der Rückfahrt keine Ware mehr mitnehmen – sie würde verschmutzt.»

Entsprechend schwankt gemäss BFS der Anteil der leer gefahrenen Kilometer je nach Karosserieform des Fahrzeugs. Bei den Kühlkastenwagen lag er 2012 bei 16 Prozent, bei den Viehtransportern dagegen bei 40 Prozent. Stückguttransport macht wiederum nur einen kleinen Teil aus. «Eine weitere Optimierung der Auslastung ist daher nur bedingt möglich», so Kirchhofer. Doch die Verkehrsunternehmen seien auch aus Kostengründen bestrebt, eine möglichst geringe Anzahl Leerkilometer zu fahren. Gerade grosse Firmen mit mehreren Niederlassungen in der Schweiz würden ihre Tourenplanung entsprechend gestalten.

Mehr Fahrten auf der Schiene, weniger auf der Strasse

Roger Nordmann, Vizepräsident des Verkehrsclubs der Schweiz (VCS), ist denn auch überzeugt, dass die Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA) den richtigen Anreiz gesetzt hat. Diese Maut für LKW über 3,5 Tonnen habe die Zahl der Leerfahrten reduziert und die Unternehmen zur ökologisch und ökonomisch effizienteren Tourenplanung veranlasst. Kirchhofer bestätigt: «Die LSVA hält die Unternehmen dazu an, wo immer möglich Fracht zu laden. Denn sie muss auch dann entrichtet werden, wenn sich keine Güter im Lastwagen befinden.»

Als weiteren positiven Effekt der Abgabe sieht Nordmann die stärkere Verlagerung auf den Bahngüterverkehr. «Die besseren Geschäftszahlen von SBB Cargo verdeutlichen: In diesem Bereich tut sich etwas.» Daher geht er von einem langfristigen Trend hin zu weniger Leerfahrten im Strassengüterverkehr aus. Auch Giezendanner betont, die Branche habe sich in den letzten Jahren durch Firmenzusammenschlüsse besser organisiert und die Fahrten ohne Waren dadurch reduziert.

Verbot in der Schweiz

Anders als in den teilweise liberalisierten Güterverkehrsmärkten der EU gilt in der Schweiz ein Kabotage-Verbot. Binnentransporte sind gemäss dem Landverkehrsabkommen mit der EU nur mit in der Schweiz immatrikulierten Fahrzeugen erlaubt. Ausländische Lastwagen dürfen Waren daher nur grenzüberschreitend zur Ein- oder Ausfuhr befördern. Umgekehrt dürfen auch Schweizer Transportunternehmen keine sogenannte kleine Kabotage innerhalb eines EU-Staates durchführen. Das heisst, einem Schweizer LKW ist es nicht erlaubt, Güter zwischen Berlin und München zu transportieren – zwischen zwei EU-Staaten dagegen schon.

Doch auch das Verbot der kleinen Kabotage im EU-Raum wirkt sich für Schweizer Transportunternehmen nur bedingt einschränkend aus: Die Giezendanner Transport AG etwa hat in Köln eine Niederlassung. «Nur weil unsere Fahrzeuge dort immatrikuliert sind, dürfen wir Güter innerhalb von Deutschland transportieren.» Für eine solche Expansion müsse eine Firma eine gewisse Grösse haben – kleine Unternehmen seien in der EU benachteiligt.

Politische Motive?

Geht es nach der EU-Kommission, sollen nun die strengen Vorschriften für die kleine Kabotage gelockert werden – um die Zahl der Leerkilometer zu reduzieren. Ein ähnliches Vorgehen in der Schweiz wäre für die Branche verheerend, ist Giezendanner überzeugt. Und auch Nordmann findet, das Verbot schütze die einheimischen Transporteure vor den Dumpingpreisen der Anbieter aus dem EU-Raum.

Dass die Kommission jetzt einen Zusammenhang zwischen der Kabotage und den Leerkilometern herstellt, ist für Kirchhofer kein Zufall. Er vermutet politische Motive: «Die Kommission will eine vollständige Liberalisierung der kleinen Kabotage erwirken. Doch westeuropäische Mitgliedstaaten wehren sich dagegen, weil ihre Güterverkehrsmärkte sonst von Billiganbietern aus dem Osten überschwemmt würden.» Aber die Argumentation der Behörde ergebe keinen Sinn: Gewisse Transporte müssten wegen der Güterarten auch in einem liberalisierten Markt leer durchgeführt werden. Gerade in grossräumigen Staaten wie Deutschland oder Polen sei dies unumgänglich.

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Warum-viele-Lastwagen-leer-...

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Benjamin Franklin

weico
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Im Reich des Aberglaubens

 

Dank neuen Technologien erleben Öl und Gas in Amerika eine Renaissance. Europa stellt sich taub. Ein Kommentar.

 

Im Jahr 1666 war der kleine Rat von Basel zusammengetreten, um einen Antrag zu behandeln, der über den Wohlstand der Stadt in den kommenden zweihundert Jahren entscheiden sollte. Dieser Tragweite waren sich die hohen Herren nicht bewusst, ansonsten wären sie wohl nie zu einem Ergebnis gekommen. Man wog ab, man stritt, man fluchte und zögerte, man tat sich schwer: Sollte der kleine Rat Emanuel Hoffmann-Müllers Höllenmaschine nun in die Stadt lassen oder nicht? In einem Akt von schon damals weitverbreiteter Industriespionage hatte der Basler Kaufmann bei Nacht und Nebel einen neuartigen mechanischen Webstuhl aus Holland in seine Heimat geschmuggelt und wollte jetzt von der Regierung die Erlaubnis erhalten, die Maschine auch in Betrieb zu setzen.

Dass hier Diebstahl geistigen Eigentums vorlag, kümmerte die Basler Regierung nicht, Holland lag ja weit weg, was ihr aber Sorgen machte, waren die Posamenter, hoch angesehene, hoch spezialisierte Handwerker der heimischen Textilindustrie. Mit allen Mitteln wehrte sich deren Zunft gegen die Einführung dieses Webstuhls, weil die Handwerker zu Recht befürchteten, die neue Maschine würde ihre Arbeitsplätze vernichten. Posamenter stellten all jenen Schnickschnack her, mit dem man Kleider, Vorhänge oder Teppiche verzierte: Kordeln, Tressen, Zierknöpfe, Spitzen und Seidenbänder. Erst vor Kurzem aus Frankreich in Basel heimisch geworden, war dieser Zweig der Textilindustrie rasch aufgeblüht; das Einkommen zahlreicher Familien hing bereits davon ab. Ohne die Nöte dieser Leute zu berücksichtigen, konnte die Regierung nichts entscheiden.

Standortkampf

Nach Stunden der Debatte gewährte man Emanuel Hoffmann die Bewilligung. Denn die Räte standen unter dem Eindruck, dass das Wohl der ganzen Stadt litte, wenn nicht alle Möglichkeiten des ökonomischen Fortschrittes und der neuesten Technologien ausgeschöpft würden. Um den Politikern den Beschluss zu erleichtern, hatten sich die interessierten Unternehmer bereit erklärt, eine Sondersteuer auf ihre Gewinne an die Staatskasse abzuführen.

«Am Ende wurde der mechanische Webstuhl genehmigt», schreibt der britische Historiker Lionel Gossman, «weil der Rat die Gefahr als gross einschätzte, dass die gesamte Fabrikation aus der Stadt abziehen könnte, wenn man den Kaufleuten nicht entgegenkam – was ungleich schlimmer gewesen wäre als alles, was an Nachteilen den Posamentern drohte.»

Gossman, der diese Geschichte erzählt, hat ein wunderbares Buch über Basel zur Zeit Jacob Burckhardts verfasst (Basel in the Age of Burckhardt. A Study in Unseasonable Ideas, Chicago, London 2000).

Es waren mutige Männer (Frauen gehörten dem Rat nicht an), die den unrechtmässigen Webstuhl von Hoffmann-Müller legalisierten und bereit waren, den Protest und die Verzweiflung der Posamenter zu ertragen. Zur gleichen Zeit hatten Zürich, Genf, Frankfurt, Nürnberg und Augsburg ähnliche Maschinen verboten. Mit fatalen Folgen – die 1666 aber kaum jemand vorauszusehen vermochte.

Metropole des Seidenbands

Basel stieg binnen wenigen Jahren zu einem Zentrum der europäischen Seidenband-Industrie auf, das die französische Konkurrenz in Lyon und St-Etienne überflügelte, während manche deutschen Wettbewerber jämmerlich zurückfielen und verarmten. Besonders Augsburg und Nürnberg sollten sich bis ins 20. Jahrhundert nicht mehr erholen. Sie sackten ab in die wirtschaftliche Provinz. Zürich und Genf wandten sich mit Erfolg anderen Branchen zu.

Um den technischen Rückstand wettzumachen, stahlen in den 1770er-Jahren zwar auch die Franzosen einen modernen Webstuhl in Basel, doch alles Kopieren kam zu spät: In St-Etienne standen 1811 erst etwa hundert Webstühle, während in Basel 2500 betrieben wurden. Basels Vorsprung schien uneinholbar – und erst der dramatische Wechsel der Mode nach dem Ersten Weltkrieg, der die Nachfrage nach Seidenbändern einbrechen liess, zerstörte Basels damals wichtigste Exportindustrie für immer. Bis Ende des 19. Jahrhunderts blieb Basel die mit Abstand reichste Stadt der Schweiz.

Hoffmanns Nachfahren

Was hat diese Geschichte mit Fracking zu tun? Unter Fracking versteht man eine besondere Methode, nach Öl und Gas zu bohren. Mit Hochdruck wird dabei Wasser und Sand, vermischt mit allerlei Chemikalien, in dichte Gesteinsschichten gespritzt, um das darin verschlossene Öl und Gas herauszulösen. Die neuartige Technik erlaubt es, auch horizontal den wertvollen Rohstoff zu gewinnen – was die Ölvorkommen dieser Welt praktisch über Nacht vervielfacht hat. In Gegenden, die bisher kaum für Öl und Gas bekannt waren, haben die Geologen nun unvorstellbare Reserven entdeckt – auch in Europa, ja selbst in der Schweiz. Gingen manche Beobachter noch vor Kurzem davon aus, dass Öl und Gas bald versiegen würden, ist dieser Zeitpunkt heute in sehr ferne Zukunft gerückt.

Gefahren der Umweltverschmutzung treten auf, wenn das chemisch kontaminierte Wasser ins Grundwasser sickert, weswegen vor allem in Europa viele Grüne und Naturschützer das Fracking bekämpfen. Zum Teil mit spürbarer Wirkung: Frankreich hat ein Moratorium beschlossen, Deutschland zögert, die EU-Kommission möchte das Fracking am liebsten auf Dauer verbieten, während England und Polen, wo gigantische Gasfelder liegen, langsam, aber vorsichtig zum Abbau drängen.

Amerika im Glück

Vollkommen anders verhält sich dagegen die Neue Welt: In den letzten Jahren hat die amerikanische Ölindustrie eine erstaunliche Renaissance erlebt. Wo immer möglich, wird dank Fracking Öl und Gas in grossem Massstab abgebaut. Seit 2008 hat die Förderung von Öl um 25 Prozent zugenommen, bis 2020 wird sie nach Berechnungen der Internationalen Energie-Agentur um zusätzliche 30 Prozent wachsen. Nach wie vor importieren die USA zwar Öl, doch der Anteil der Einfuhr am Gesamtverbrauch sank von 60 Prozent im Jahr 2005 auf heute noch 42 Prozent und dürfte weiter abnehmen.

Wenn je eine Technologie die geopolitischen Gegebenheiten in so kurzer Zeit so fundamental umgewälzt hat, dann das Fracking: Dank dem Abbau von Schiefergas (Shale Gas) haben die USA bereits heute Russland als den grössten Gasproduzenten der Welt abgelöst und um 2020 werden sie gemäss Prognosen auch Saudiarabien als grössten Ölproduzenten des Planeten überholt haben. Nirgendwo wird dann mehr Öl und Gas produziert als in der westlichen Hemisphäre, da auch Mexiko, Kanada oder Brasilien an diesem unerwarteten Boom beteiligt sind.

Europa im Tiefschlaf

Es ist eine Revolution im Gang, deren Ausmass den wenigsten in Europa bewusst ist: Im vergangenen Jahrzehnt hat die Öl- und Gasindustrie in Amerika 1,7 Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen, und im Jahr 2012 brachte die boomende Branche dem Staat 62 Milliarden Dollar zusätzliche Steuereinnahmen ein, eine Summe, die 2020 auf 113 Milliarden steigen dürfte.

Angesichts dieser glücklichen Entwicklung hat selbst der amerikanische Präsident Barack Obama seine anfängliche Skepsis überwunden. Amerika setzt auf das Fracking. Tiefere Gas- und Ölpreise infolge dieser Blüte haben überdies die amerikanische Industrie insgesamt wettbewerbsfähiger gemacht – während Europas Unternehmen unter den laufend steigenden Energiepreisen einer ideologisch motivierten «Energie-Wende» ächzen. Die Europäer fallen zurück. Sie haben auf die Zünfte gehört.

Deutsches Geheimnis

Ohne Zweifel, Fracking birgt ökologische Risiken, doch solche sind immer vorhanden, wenn Energie produziert oder deren Quellen erschlossen werden. Ob Kohleminen, Atomkraftwerke, Staudämme oder Wasserkraftwerke, ob Strom oder Holz, ob Windräder oder die Herstellung von Solarpanels: mit unerwünschten ökologischen Nebenwirkungen ist zu rechnen – und Unfälle geschehen, wo fahrlässig oder kriminell vorgegangen wird. Nach Meinung selbst der amerikanischen Umweltbehörden aber sind die Gefahren des Frackings kontrollierbar, zumal – und das verschweigen die meisten Kritiker – Fracking als Methode viel älter ist. Seit dem Zweiten Weltkrieg nutzt diese Methode nicht nur die Ölindustrie, sondern etwa auch der Kohlebergbau. Von schwerwiegenden Verseuchungen ist nichts bekannt geworden.

Was die Revolution in der Öl- und Gasförderung in der jüngsten Vergangenheit ausgelöst hat, ist nicht das Fracking an sich, sondern die Tatsache, dass es den Ingenieuren gelang, das Fracking mit dem horizontalen Bohren zu verbinden. Weil Gas, wenn es verbrannt wird, weniger CO2 ausstösst als Kohle, haben sich im Übrigen die CO2-­Emissionen der USA vermindert – seit 2007 gingen sie um 13 Prozent zurück, weil Gas zunehmend die Kohle bei der Stromproduktion ersetzt. In Deutschland beobachten wir seit dem Atomausstieg die umgekehrte Entwicklung: Kohle erlebt eine schmutzige Wiedergeburt in Kohlekraftwerken. Warum das ein ökologischer Fortschritt bedeuten soll, bleibt ein deutsches Geheimnis.

Untergang oder Wohlstand: Welchen Weg wählt Europa? Und was hat Emanuel Hoffmann-Müllers Webstuhl damit zu tun?

 

http://bazonline.ch/ausland/europa/Im-Reich-des-Aberglaubens/story/22070302

 

P.S: ..vielleicht ändert sich die Sichtweise auch in Europa,nach den gegenwärtigen Vorgängen in der Ukraine,ja bald .. Secret

 

weico

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Ein Nachruf auf den Soldaten

Der letzte große Krieg steht erst bevor

Taugt der Soldat nicht mehr zum Siegen? Wolf Schneider gibt sich in seinem Buch überzeugt davon. Doch sein Nachruf wirkt etwas voreilig.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/sachbuch/wolf-...

 

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Gold Rush im Silicon Valley
  •  Das Silicon Valley ist das global wichtigste Zentrum des technologischen Fortschritts.

    01 | Von Apple und Google über Facebook und Twitter bis hin zu Tesla Motors und dem Biotech-Riesen Genentech: Das Silicon Valley ist das global wichtigste Zentrum des technologischen Fortschritts.

  • Streng genommen umfasst das Silicon Valley das Santa Clara Valley und die südliche Hälfte der Halbinsel von San Francisco. Geografisch erstreckt es sich damit von San Mateo bis nach San José.

    02 | Streng genommen umfasst das Silicon Valley das Santa Clara Valley und die südliche Hälfte der Halbinsel von San Francisco. Geografisch erstreckt es sich damit von San Mateo bis nach San José. (Quelle: Google Maps)

Während sich die amerikanische Wirtschaft nur schleppend erholt, herrscht im Tal des digitalen Urknalls Hochkonjunktur. In San Francisco erlebt die Technologiebranche einen Boom, der an die Euphorie der späten Neunzigerjahre erinnert.

http://www.fuw.ch/article/goldgraberstimmung-im-silicon-valley/

 

 

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