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Elias
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Zürcher Messungen zeigen, wie dreckig Diesel wirklich sind

An der Gockhauserstrasse werden seit 15 Jahren weltweit einzigartige Erhebungen gemacht.

Die bescheidene Gockhauserstrasse zwischen Dübendorf und Zürich hat etwas weltweit Einzigartiges zu bieten: Seit 15 Jahren werden hier regelmässig die echten Abgaswerte vorbeifahrender Autos gemessen. Fachleute für Lufthygiene des Amtes für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel) der kantonalen Baudirektion bauen ihre Messgeräte immer an der genau gleichen Stelle auf. Während jeweils zweier Wochen im Jahr werden die vorbeifahrenden Autos erfasst. Das Messsystem kann während der Vorbeifahrt bei jedem einzelnen Fahrzeug die Konzentration von Kohlenmonoxid (CO), Kohlendioxid (CO2), Stickstoffmonoxid (NO) und Kohlenwasserstoff (HC) im Abgas feststellen. Gleichzeitig erfasst eine Kamera das Nummernschild. Sofern es eine ZH-Nummer ist, stellt das System sofort fest, um welche Art Fahrzeug es sich handelt, die Messwerte werden dann der entsprechenden Kategorie zugeordnet. Die Autofahrer haben von der Messung auf Distanz nichts zu befürchten, die Daten dienen ausschliesslich der Überwachung der Gesamtsituation.

Die weltweit längste Messreihe, die auf den Daten von 500'000 Fahrzeugen beruht, findet nicht nur das Interesse kantonaler und Bundesbehörden, sondern auch von Wissenschaftlern im In- und Ausland. An der Gockhauserstrasse werden genau die Daten erhoben, um die es bei der internationalen Diskussion um die Dieselabgase der Personenwagen geht, nämlich Messwerte nicht aus dem Labor, sondern von der Strasse.

Abgasnormen wirken wenig

Die zentrale Erkenntnis der Zürcher Luft­hygienefachleute: Dieselfahrzeuge sind zwar effizienter, was den Treibstoffverbrauch und damit den CO2 betrifft, doch sie stossen bis zu 18-mal mehr Stickstoffmonoxid aus als Fahrzeuge mit Benzinmotor. Könnte man auch das sogenannt primäre NO2 messen, wäre das Verhältnis noch krasser. Schlimmer noch: «Dieselfahrzeuge entfernen sich bezüglich ihrer NOx-Werte immer weiter von den vorgeschriebenen Grenzwerten», schreibt das Awel. Anfang der 90er-Jahre entstanden pro Kilogramm Dieseltreibstoff 10 Gramm NOx (Stickoxide), im Jahr 2000 waren es 22 Gramm, 2012 immer noch 15 Gramm, obwohl der Grenzwert inzwischen auf unter 5 Gramm gesenkt wurde.

Die Beobachtungen der Zürcher Techniker decken sich mit den Feststellungen der Fachleute überall: Die Abgaswerte allgemein haben sich zwar in den letzten Jahren verbessert, doch das Problem der Stickoxide haben die meisten Autohersteller derzeit überhaupt nicht im Griff. Dass es sehr wohl Fahrzeuge gibt, welche die Normen einhalten, beweist, dass die Technik vorhanden ist. Die NO-Probleme lassen sich jedoch nur mit einer sehr guten Abgasreinigung lösen – bei entsprechenden Kosten.

 

Die im Laufe der Jahre verschärften Abgasnormen wirkten sich bis zur Stufe Euro 4 deutlich aus, die seitherigen Verschärfungen hingegen kaum noch. «Ein klares Indiz für die Unzulänglichkeiten des aktuellen Fahrzyklus» sei das, schreibt das Awel. Ein neuer Testzyklus dränge sich auf. Die Abgaswerte, wie sie für die Zulassung eines Fahrzeugtyps entscheidend sind, werden heute unter standardisierten Laborbedingungen gemessen. Daran ist an sich nichts auszusetzen, denn nur so lassen sich verschiedene Motoren- und Fahrzeugmuster korrekt vergleichen. Mit der realen Welt haben die auf diese Art ermittelten Werte aber wenig zu tun. Dass in der Autowerbung Verbrauchszahlen genannt werden, die der Durchschnittsfahrer niemals erreicht, wird von Umwelt- und Konsumentenverbänden seit Jahren kritisiert. Was für den Treib­stoffverbrauch gilt, gilt genauso für die Abgasbelastungen.

Generelle Angaben über Verbrauch und Abgase sind immer falsch. Zu viele Faktoren spielen da mit, der gewichtigste ist der Mensch am Gaspedal, der auch das genügsamste Auto zum Schluckspecht machen kann. Die Zahlen haben bei einigen Kunden einen gewissen Werbewert bei der Modellwahl. Wichtiger sind sie für die Behörden, welche die Luftqualität überwachen sollen.

Wissenschaft und Behörden sind alarmiert

Dass die Laborwerte immer mehr von den Werten im tatsächlichen Verkehr abweichen, hat längst auch die Wissenschaft und die Behörden alarmiert. Die Arbeiten an einem neuen, realistischeren Zyklus für die Messfahrten, welche die tatsächlichen Verhältnisse besser ­simulieren, laufen bereits. Am Sitz der UNO-Wirtschaftskommission für Europa (Unece) in Genf sowie bei der EU sind zahlreiche Experten- und Interessengruppen am Werk, darunter auch Fachleute vom Bundesamt für Umwelt (Bafu) und der Forschungsorganisation Empa.

Die Ausarbeitung neuer Regeln für die Verbrauchs- und Abgasmessung ist ein ausserordentlich kompliziertes Geschäft. Das getestete Fahrzeug fährt auf dem Prüfstand ein genau definiertes Programm ab. Nach Vorschrift wird beschleunigt, gebremst, gestoppt, langsam oder schnell gefahren. Das künftige Verfahren läuft unter der Bezeichnung WLTP (Worldwide Harmonized Light Vehicle Test Procedures) und unterscheidet sich stark vom heutigen NEFZ (Neuer Europäischer Fahrzyklus). Die Testfahrt dauert nun 1800 Sekunden (bisher 1180 Sekunden) und führt über 23 Kilometer (bisher 11 Kilometer), der Standzeitanteil beträgt künftig 13 Prozent (bisher 25 Prozent), die Höchstgeschwindigkeit 131 km/h (bisher 120 km/h), die ganze Fahrt ist viel dynamischer als vorher, es gibt mehr Phasen von Beschleunigung und Verzögerung. Viele heutige Modelle dürften nach der neuen Methode deutlich schlechter abschneiden.

Einfluss der Klimaanlage

Neu geregelt werden müssen auch die Ausstattung des Prüfstandes und die Bedingungen für das zu testende Fahrzeug. Dabei geht es um Details wie die Raumtemperatur, den Abnützungsgrad und den Luftdruck der Reifen oder den Einbezug von Zusatzausstattungen, das alles kann die Ergebnisse beeinflussen.

Nach wie vor unberücksichtigt wird wohl die Klimaanlage bleiben, die einen erheblichen Einfluss auf den Treibstoffverbrauch hat. Kompliziert wird das Ganze durch technische Neuheiten wie etwa den Hybridantrieb. Grundlegend neu soll sein, dass die Autos nicht mehr nur auf dem Prüfstand unter die Lupe genommen werden, sondern zusätzlich auch auf der Strasse. Allerdings ist eine Testfahrt im Freien nur schwer objektiv durchzuführen, da sich zentrale Faktoren wie das Wetter und die Verkehrslage nicht kontrollieren lassen.

http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/technik/hersteller-von-dieselautos-ha...

 

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Elias
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Lehrer stellt menschenverachtende Physikaufgabe

«Wie viele Flüchtlinge muss man vom Floss stossen, um das Ziel zu erreichen?», diese Aufgabe sollten 14-Jährige Schüler in Polen lösen. Auch ein Philosoph leistet sich Haarsträubendes.

Grzegorz N., Physiklehrer im ostpolnischen Bialystok, hat mit einer Rechenaufgabe einen landesweiten Skandal verursacht. Der beliebte und bisher unbescholtene Pädagoge stellte seinen 14 Jahre alten Schülern eine bestenfalls makabre Aufgabe. Sie beginnt mit den Worten: «Vier Flüchtlinge aus Syrien wollen auf einem Floss nach Griechenland gelangen.»

Nach Angaben zur Dichte des Flosses lautete die Frage: «Wenn jeder Flüchtling 60 Kilo wiegt, wieviele muss man vom Floss stossen, um das Ziel zu erreichen?» Zunächst freute sich der Lehrer: Die Schüler hätten ein wenig gelacht, «also ist das Ziel erfüllt: Die Aufgabe hat ihr Interesse geweckt».

Bald berichteten mehrere Eltern der Schulleitung über den Vorfall. «Ich dachte, die Schule sei ein Ort, an dem Toleranz und Verständnis gelehrt werden», schrieb eine Mutter auf Facebook. Die Privatschule hat eigentlich einen guten Ruf. Als eine Lokalzeitung dem Fall nachging, bestätigte die Direktion jedoch den Vorgang.

Vizedirektorin Elzbieta Stasiewicz sagte inzwischen, man habe sofort ein disziplinarisches Gespräch mit dem Lehrer geführt. Dies sei der erste Fall an der Schule, und bei einer Wiederholung werde man den Lehrer entlassen. Grzegorz N. hat inzwischen Reue gezeigt: «Ich verstehe, Strafe muss sein. Ich möchte noch einmal alle um Entschuldigung bitten, die sich von dieser Aufgabe verletzt gefühlt haben.»

Philosoph schlägt vor, Schiffe zu versenken

Nicht entschuldigt hat sich der 88 Jahre alte Philosoph Boguslaw Wolniewicz. Der international bekannte Professor und Übersetzer der Werke Wittgensteins nannte die Flüchtlinge «Aggressoren», die in einem organisierten «Krieg» nach Europa kämen.

Den besten Ausweg sieht der Professor, ein Anhänger der Todesstrafe, darin, die Schiffe «zu versenken». «Das ist ein Krieg», glaubt Wolniewicz, «wenn jemand meint, man könne das Problem anders lösen, höre ich ihm gerne zu.» Von einem Vorgehen der polnischen Justiz gegen den Lehrer oder den Professor ist bisher nichts bekannt geworden.

Auch im Fall der Leugnung nationalsozialistischer oder kommunistischer Verbrechen, die laut Gesetz strafbar ist, werden die Ermittlungen in der Regel nach einiger Zeit eingestellt. Begründung: «Geringe gesellschaftliche Schädlichkeit der Tat».

http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/lehrer-stellt-menschenveracht...

 

 

Da freut sich sicher auch das eine oder andere Cash-Forumsmitglied Diablo

 

 

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Selector
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Gedenktag 15.01.2015

Morgen, Freitag den 15. Januar, ist es ein Jahr her, dass die CH-Börse auf Thalfahrt geschickt wurde und zusammenkrachte. Dies mit Folgen, die heute noch nicht klar abschätzbar sind. 

Ich schlage deshalb vor, morgen, um 10.00h, eine Schweige-Minute abzuhalten und diesem Geschehen zu gedenken.

 

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Selector hat am 14.01.2016 - 12:02 folgendes geschrieben:

Morgen, Freitag den 15. Januar, ist es ein Jahr her, dass die CH-Börse auf Thalfahrt geschickt wurde und zusammenkrachte. Dies mit Folgen, die heute noch nicht klar abschätzbar sind. 

Ich schlage deshalb vor, morgen, um 10.00h, eine Schweige-Minute abzuhalten und diesem Geschehen zu gedenken.

 

Auf 7'853 fiel damals der SMI. Innerhalb 2 Monate kletterte er wieder auf 9'400

Und jetzt ist er wieder bei 8'200.

 

 

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Trump nach 3. Sieg: «Ich liebe die schlecht Gebildeten»

Donald Trump erhält bei den Vorwahlen in Nevada laut Hochrechnungen 42 Prozent der Stimmen. Er weiss offenbar auch, wem er das zu verdanken hat.

http://www.20min.ch/ausland/news/story/-Ich-liebe-die-schlecht-Gebildete...

 

Der Nationalismus lebt von Dumpfbacken

 

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Komplexität des Lebens

Warum unsere Zukunft nicht berechenbar ist

Alleine die Dynamik des Fortschritts macht es unmöglich, die Zukunft weiter als ein Jahrzehnt vorherzusagen.

Haben Sie vor zwanzig Jahren die Möglichkeit vermisst, eine SMS zu schreiben? Oder hatten Sie damals das Gefühl, ohne Navi sei eine Autofahrt von Bern nach Schaffhausen unmöglich? Wie oft haben Sie in den 1980er Jahren Ihren Kaffeehersteller angerufen und gesagt: Ich hätte gerne ein Kapselsystem, bei dem ich meinen Kaffee nicht mehr im Geschäft kaufen kann, sondern nur noch übers Internet? All das war nicht vorhersehbar. Doris Day hatte vollkommen recht, als sie in «Que sera, sera» sang: «The future's not ours to see.»

Zuzugeben, dass viele Aspekte unseres Lebens ziemlich unberechenbar sind und wir meist nicht die leiseste Ahnung haben, wie eine Sache ausgeht, kommt für uns oft einer Kapitulation gleich. Wir mögen keine Unsicherheiten. Deswegen sagen wir zu jedem noch so komplexen Thema irgendetwas vermeintlich Schlaues: «Kein Problem, die Renten sind sicher!», «Nee, nee, um die Jahreszeit brauchst du da nie und nimmer Schneeketten!» oder «Ach, der Knubbel am Hals geht garantiert wieder weg». Und wenn wir mit solchen Sprüchen auch schon zigmal falsch lagen, schnattern wir uns auch beim nächsten Mal wieder um Kopf und Kragen. Das gilt auch für Experten.

In den 1980er Jahren hat der Sozialpsychologe Philip E. Tetlock die renommiertesten Experten aus unterschiedlichen Fachgebieten gebeten, Einschätzungen über die Zukunft abzugeben. Wie sieht die Welt in zwanzig Jahren aus? Wie entwickelt sich die Bevölkerung? Wird es mehr oder weniger Kriege geben? Gehen die Rohstoffe zur Neige? Insgesamt befragte er 248 Fachleute aus den unterschiedlichsten Wissensdisziplinen und sammelte so über 80 000 detaillierte Einschätzungen zu Ereignissen und Entwicklungen in der Zukunft. Dann wartete er zwanzig Jahre und glich die Aussagen mit der Realität ab.

Das Ergebnis war niederschmetternd: Die Einschätzungen der Fachleute waren praktisch alle falsch. Allein 15 Prozent der von ihnen als vollkommen undenkbar eingestuften Ereignisse traten dennoch ein, während 25 Prozent der als absolut sicher erachteten Entwicklungen ausblieben. Doch viel schlimmer noch: Tetlock stellte eine bemerkenswerte Korrelation zwischen der Prognosequalität der Experten und der Häufigkeit ihres Auftretens im Fernsehen fest – bekannt als «goldene Regel der Sektherstellung»: Die grössten Flaschen sind meist auch die lautesten. Good

Warum aber irren Experten?

Sie wissen zwar zweifellos viel mehr über bestimmte Zusammenhänge als Laien, was Tetlocks Ergebnisse zeigten. Doch dies gilt nur, wenn es um eng begrenzte Themenfelder, Tätigkeiten oder Aufgaben geht. Stephan Lichtsteiner verwandelt mit Sicherheit mehr Elfmeter als Sie, lieber Leser – sofern Sie nicht zufälligerweise Lionel Messi heissen. Ein Gehirnchirurg kann eine Lobotomie wesentlich besser ausführen als ein Steinmetz (wobei es für das Opfer wahrscheinlich keinen Unterschied machen würde). Wenn es jedoch um vielschichtige, weltumspannende Prognosen und Erklärungen geht, scheitern Fachleute. Nicht weil sie Experten sind, sondern weil die Welt als Ganzes zu komplex ist. Löst China die USA als Weltmacht ab? Zerstört der Handy-Wahn unsere Gesellschaft?  Mosking Wird es möglich sein, ohne Atomstrom die vielen Windräder anzutreiben? Die einzige sinnvolle Antwort auf diese Fragen lautet: Wir wissen es nicht!

Es ist schlichtweg unmöglich, Unvorhersehbares vorherzusehen. Wissenschaftliche Erkenntnisse und Technologien verdoppeln sich je nach Fachgebiet alle zehn bis zwanzig Jahre. MoskingNoch im Jahr 2005 ist der Modezar Rudolf Moshammer mit einem Telefonkabel erdrosselt worden. Heute wäre das rein technisch kaum noch möglich.

Alleine die Dynamik des Fortschritts macht es unmöglich, die Zukunft weiter als ein Jahrzehnt vorherzusagen. Genau deswegen erscheinen uns rückblickend praktisch alle Prognosen der namhaftesten Experten ihrer Zeit als lachhaft. Wenn man überhaupt etwas mit Gewissheit über die Zukunft sagen kann, dann nur, dass sie uns überraschen wird. Wir fliegen heute nicht mit Rucksackraketen durch die Lüfte, wir essen keine Astronautennahrung und haben kein Mittel gegen Krebs. Dafür haben wir das Internet, keine Mauer mehr und eine Pille, die bei ihrer Einnahme eine Erektion verursacht. Und seien wir ehrlich: Wer braucht da schon Rucksackraketen?

«The future's not ours to see» – für viele von uns ist das eine unbefriedigende Vorstellung. Doch in Wirklichkeit ist das toll. Denn wenn unser Leben tatsächlich vorhersehbar und berechenbar wäre, würde das ja bedeuten, dass die Zukunft feststeht. Wenn aber die Zukunft feststeht, wo ist dann die Freiheit? Wo ist dann der Raum für Phantasie? Freiheit, Fortschritt und Innovation gibt es nur um den Preis der Unberechenbarkeit. Que sera, sera . . .

Vince Ebert ist Physiker, Autor, TV-Moderator und Wissenschaftskabarettist. Im September folgt sein viertes Bühnenprogramm «Zukunft is the future», und soeben ist sein viertes Buch erschienen: «Unberechenbar: Warum das Leben zu komplex ist, um es perfekt zu planen.»

 

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Eptinger
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Dirol

So richtig zum Kotzen! Wofür kriegen die Bank-Obergauner eigentlich noch ihr Schweigegeld, nachdem ja die Steuerangelegenheit 'reguliert' worden ist? Da dreht sich einem doch der Magen, wenn man weiss, dass sie eigentlich nichts tun dafür, als etwas Cash in Papier von da nach dort transferieren lassen und ihre Insider-Kenntnisse benutzen dürfen um die Wirtschaft und die 'Normalinvestoren' zu schädigen. Früher taten solches die Landvögte und deren Handlanger. Heute sind es Bank-CEO's, gestützt von unserer Landesregierung!

 

http://www.finews.ch/news/banken/17762-credit-suisse-boni-salaere-verguetungsbericht-2014-brady-dougan-urs-rohner

 

http://www.nzz.ch/wirtschaft/unternehmen/ubs-verguetungsbericht-2015-viel-emotionen-zum-ubs-salaer-wenig-ausreisser-ld.8707

 

Mit dem Personal spielen sie Schach, Intrigen wie früher an Königshöfen, nur wurde man damals noch aufgehängt:

http://www.nzz.ch/wirtschaft/unternehmen/massenentlassungen-bei-banken-die-entlassung-als-normales-alltagsrisiko-ld.6068

Das alles auf sehr teurem Niveau!

Falls es mal nicht funktioniert mit dem goldenen Fallschirm, für alles gibt es eine Lösung:

http://www.jobs.ch/de/

 

 

Gruss vom Eptinger

alpenland
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Tausende von Millionären verlassen Europa

insbesondere aus Frankreich (aber auch China).

Und, man glaubt es kaum, sie wandern nach USA !!! und Kanada.

Sie verlassen EU wegen der hier immer schlimmeren Sicherheitslage (Paris, Bruxelles).

Böse Zungen behaupten, die Amis gewinnen und haben uns das Moslems Problem gezielt aufgehalst Sad

Wie lange können die Gutmenschen dieser Sache noch zuschauen ?

http://www.godmode-trader.de/video/cmc-espresso-tausende-millionaere-fluechten-aus-europa,4607740

Elias
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Das Wirtschafts-Einmaleins

Wer richtig zu rechnen versteht, versteht die vermeintlich immer komplexer werdende Welt besser und kann auch angesichts von Nullzinsen bestens schlafen.

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Billiger tanken als in den Sechzigern

Das grosse Einmaleins besteht darin, diese sieben Grundelemente fruchtbar zu kombinieren. Ein Beispiel ist die Diskussion über den Erdölpreis. Viele meinen, er sei zwar in den letzten zwei Jahren von über 100 $ pro Barrel stark auf heute rund 43 $ oder 40 Fr. gefallen. Aber verglichen mit z. B. 1960 mit knapp 3 $ sei er doch ganz massiv gestiegen. Falsch! Nach Regel sechs mit dem damaligen Wert des Dollars von 4.40 Fr. sowie Regel zwei mit der Vervielfachung des Schweizer Preisniveaus um 4,1 seit 1960 bedeutet der Sechzigerjahre-Preis 54 heutige Franken. Öl ist heute also in Franken sogar billiger, als es in den Sechzigern war.

Ein anderes Beispiel sind die Zinsen. Nullzins bei 1,5% Deflation heisst 1,5% Realverzinsung, steuerfrei. Bei 2% Inflation bedeuten 1,5% Realzins aber 3,5% Nominalzins vor Steuern und bei Steuern von 40% einen Nominalzins nach Steuern von 2,1% und einen Realzins nach Steuern von 0,1% – abzüglich Depotgebühren und Vermögenssteuern also ein sicheres Verlustgeschäft.

Deshalb gilt: Wer das grosse und das kleine Wirtschafts-Einmaleins beherrscht, versteht die Welt besser und kann auch angesichts von Nullzinsen bestens schlafen.

http://www.fuw.ch/article/das-wirtschafts-einmaleins/

 

 

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Politik, Populismus und Lüge Die Krise der Wahrheit

Die Philosophie der Postmoderne hat uns gezeigt, dass die Wirklichkeit nicht einfach nur real, sondern sozial und sprachlich vorgeprägt ist. Was leider auch dazu geführt hat, dass Wahrheit immer mehr zur Disposition gestellt wird.

 Peter Gut)(Illustration: Peter Gut)

Ohne die Philosophie der Postmoderne würde ich wohl noch in Russland leben, und ich würde wahrscheinlich wie viele dort glauben, dass die ukrainische Krim meinem Volk gehört. Doch auch wenn ich in Europas Westen geboren wäre, wäre mir heute möglicherweise angst und bang um das eigene Volk, wenn Foucault, Derrida und Co. an mir vorbeigegangen wären. Aber glücklicherweise hat das poststrukturalistische Denken alle, die es wollten, aus den Fesseln nationaler Identitäten oder fixer Geschlechterrollen erlöst. Ich ging aus Moskau weg nach Berlin, in die befreiende Postmoderne, und doch finde ich mich heute in einer Welt wieder, in der Millionen Menschen sich kollektiven Trugbildern unterwerfen: Finstere Eliten, denken sie, wollen sie «umvolken», und in meinem Geburtsland begrüssen sie gar einen Krieg im Namen des Volkes. Solches geht heute gewöhnlich auf die Flüchtlings- und die Ukraine-Krise zurück. Jedoch parallel zu den jüngsten Krisen geschieht fast unbemerkt eine, die ihre Wurzeln in der Postmoderne hat: die Krise der Wahrheit.

Agonie des Realen

Wenn die philosophische Postmoderne eine Botschaft für die Lebenspraxis hatte, dann diese: Du bist nicht das, was du zu sein scheinst, was deine Herkunft, deine Kultur aus dir machen wollen. Es gibt die unpersönlichen Mächte der Geschichte – sie wollen dich gestalten. Trotze ihnen!

Du bist nicht das, was du zu sein scheinst, was deine Herkunft, deine Kultur aus dir machen wollen.

Diese Erkenntnis war eine grosse Emanzipation, ein weiterer Schritt auf dem Weg, den die Aufklärung vorgezeichnet hatte. Aber die postmoderne Befreiungsgeste scheiterte spätestens, als der Wahrheitsbegriff auch in der Politik wegemanzipiert wurde. Der Begriff der Wahrheit erhielt einen repressiven Unterton. Es begann die Agonie des Realen. Und wenn das gleichnamige Buch Jean Baudrillards dies eigentlich betrauerte, waren wir Leser der Hefte des Merve-Verlags zunächst nur froh darüber. Nicht nur die Wahrheit, selbst die Vorstellung einer Wirklichkeit war uns zu repressiv. Die Geschichte war schliesslich an ihr Ende gekommen, also brauchte man keine Wahrheiten mehr. Und die Politik, egal wie unehrlich, hatte die Lüge als Prinzip noch nicht für sich entdeckt.

«Nein, gerade Tatsachen gibt es nicht, nur Interpretationen.» Diese These Friedrich Nietzsches, ursprünglich gegen den Positivismus gerichtet, erlebte in der Postmoderne ein Revival. Doch wenn man Nietzsches Haltung in die politische Praxis überträgt, läuft sie darauf hinaus: Es zählen nur Lügen und Manipulationen. Und genau so könnte das Credo früherer Medienpopulisten wie Silvio Berlusconi gelautet haben.

Erst lustig, dann blutig

Das Privatfernsehen veränderte noch vor dem Internet die Medienlandschaft grundlegend. Sicher war es ein Zugewinn an Pluralität, zugleich aber wurde der Wahrheitsstandard verwässert. Berlusconi machte die Wahrheit stets zum Witz. Die Lügen der Populisten klangen anfangs fast noch lustig, um später, bei Putin, blutig zu werden. Ein müdes Schmunzeln kam über Berlusconis Lippen, als er etwa erzählte, seine minderjährige Gespielin sei die Tochter des ägyptischen Präsidenten. Wer sollte das glauben? Eigentlich niemand, und das stellte einen neuen Grad des politischen Lügens dar. Die Tatsachen wurden auf einmal uninteressant, nur der Machtkampf wurde als real wahrgenommen: Der grosse Mann wird angegriffen, kontert aber nicht nur erfolgreich, sondern mit Witz und Eleganz. Bravo!

Das ist der postmoderne Pop – Tatsachen nicht von Lügen unterscheiden zu wollen.

Um die Fakten schienen sich jene, die solche Populisten wählten, nicht gross zu scheren. Das ist der postmoderne Pop – Tatsachen nicht von Lügen unterscheiden zu wollen. Weil Tatsachen oft unklar und meist unbequem sind, macht man sich freiwillig zum Untertan eingängiger Lügen. Diese Einstellung ist letztlich für die Inflation politischer Wahrheit verantwortlich, nicht die postmodernen Philosophen des vergangenen Jahrhunderts.

Zu Berlusconis ägyptischem Mädchen gesellten sich ein paar Jahre später Putins «grüne Männchen». Putin bestritt die Anwesenheit russischer Besatzungstruppen auf der Krim und behauptete, es handele sich um Einheimische. Eine grüne Armeeuniform könne sich doch jeder einfach kaufen. Putin machte sich dabei genauso wenig Mühe, glaubhaft zu sein, wie sein Freund Berlusconi. Wenn es keine Wahrheit mehr gibt, kann die Lüge noch so skurril daherkommen.

Der frühe Foucault schrieb noch, die Reduktion des Wissens auf die Macht könne nur eine Karikatur sein. Genau das aber geschieht heute in der Politik, und das ist nicht lustig. Denn nicht die Wahrheit dient der Macht. Umgekehrt, die Unwahrheit erfordert letztlich Gewalt. Irgendwann werden plötzlich Riffe im Südchinesischen Meer zu Inseln, oder eine ukrainische Halbinsel wird russisch, und dann kommt schon das Militär ins Spiel.

Putin verwirrt nicht nur Opponenten, sondern auch Anhänger. Und es ist kein gutes Zeichen, dass auch Krone-Schmalz nach wie vor als Russlandexpertin in deutsche Fernsehshows eingeladen wird.

Heute unterwandert die Lüge gezielt Institutionen, die eigentlich der Wahrheit verpflichtet sind. So leugnete anfangs die ehemalige ARD-Journalistin Gabriele Krone-Schmalz den russischen Einmarsch auf die Krim. Dann aber gab Putin plötzlich zu, auf der Krim seien «unsere Militärangehörigen» gewesen. Krone-Schmalz allerdings wiederholte auch danach, es habe nie einen Einmarsch der russischen Truppen gegeben. Ihre Hartnäckigkeit ist deswegen bemerkenswert, weil sie verrät, wie wenig Wert eine Medienpersönlichkeit heutzutage auf Fakten legen darf. Übrigens schloss Putins nächste und bisher letzte Interpretation der Tatsachen nicht nur ein, dass auf der Krim russische Streitkräfte eingesetzt wurden, sondern dass «wir» diesen «Fakt» nie verheimlicht hätten. Putin verwirrt nicht nur Opponenten, sondern auch Anhänger. Und es ist kein gutes Zeichen, dass auch Krone-Schmalz nach wie vor als Russlandexpertin in deutsche Fernsehshows eingeladen wird.

Der Niedergang politischer Wahrheit äussert sich nicht allein in der Behauptung falscher Tatsachen. Im Februar warf Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer seiner Bundeskanzlerin eine «Herrschaft des Unrechts» in der Flüchtlingsfrage vor. Dann sagte er knapp drei Wochen später, sie «regiert uns hervorragend». Das bedeutet natürlich nicht, dass Seehofer die Unrechtherrschaft als eine hervorragende Regierungsform sieht. Dieser Widerspruch hat jedoch für die Menschen, die er mit der ersten Bemerkung für sich gewinnen wollte, eine ganz andere Bedeutung. Wer Angela Merkel «Rechtsbruch», «Bevormundung» oder «Unrechtsherrschaft» vorwirft, versteht Seehofers «hervorragend» tendenziell so, wie die Anhänger Berlusconis dessen Lüge über die «Tochter Mubaraks» – als eine taktische Lüge, durch die Überspitzung noch stärker als solche markiert. Man kann Seehofers Machtinstinkt vertrauen, er wird ein Gespür dafür haben, wie viel Lügen die Politik verträgt.

Lügen mit langen Beinen

Nicht allein Politik und Medien, auch die Wissenschaft kann sich einen solchen Umgang mit den Tatsachen zu eigen machen. Der Berliner Osteuropahistoriker Jörg Baberowski polemisierte in der «FAZ» gegen Angela Merkels «Wir schaffen das» und schrieb, die Bundeskanzlerin habe noch hinzugefügt, (Verweis) dass Deutschland sich in den nächsten Jahren «bis zur Unkenntlichkeit» verändern werde. Doch dieser Zusatz lässt sich in Merkels Reden schlicht und einfach nicht finden. Er geht offenbar auf Baberowskis eigenes Weltbild zurück, gemäss dem Einwanderung die Volksgemeinschaft zerstört. Diese scheinbare sprachliche Kleinigkeit ist ein Symptom, doch sie vermochte auch einiges auszulösen. Der angebliche Merkel-Spruch verbreitete sich in fremdenfeindlichen Blogs, als Quasi-Beweis für die Verschwörung der politischen Elite gegen das eigene deutsche Volk. Die deutschnationalen Opfer eines «Flüchtlings-Holocausts» fügten eine weitere Lüge hinzu: «Unser Land wird sich bis zur Unkenntlichkeit verändern, aber das macht mir keine Sorgen», soll die «Volksverräterin» Merkel gesagt haben.

Heute ist diese Lüge nicht mehr aus der Welt zu schaffen. Sollte auch Angela Merkel widerlegen, das je gesagt zu haben, können viele ihrer Gegner erwidern: «Aber das berichtet doch ein Geschichtsprofessor!» Und wenn auch Baberowski den Fehler anerkennt, würden seine Mitstreiter ihn weiter zitieren und sich sicher sein, der Historiker sei einfach der «Moraldiktatur» zum Opfer gefallen. Vor dem Internetzeitalter hätte man lediglich befürchten müssen, dass die Baberowskische «Unkenntlichkeit» bald in Geschichtsbüchern stünde. Heute hat der Spruch sofort eine Realität geschaffen. Er ist bereits Teil digitaler Daten, die unsere Gegenwart für die Zukunft festschreiben. Nicht nur in abstrusen Foren, auch bei Wikipedia gälte Baberowskis Artikel dann als eine felsenfeste Quelle.

Das Medium Internet entwickelt gerade seinen eigenen Umgang mit der Wahrheit – doch sind heute nur erste Ansätze davon erkennbar. Wie immer, wenn sich die Gesellschaft neuen Pluralismus leistet, muss sie erst Schutzmechanismen gegen Manipulationen und Lügen finden.

Das Medium Internet entwickelt gerade seinen eigenen Umgang mit der Wahrheit – doch sind heute nur erste Ansätze davon erkennbar.

«Die Vergangenheit ist ausgelöscht, das Auslöschen vergessen, die Lüge wurde zur Wahrheit.» Dieser Satz George Orwells wird heute oft im US-Wahlkampf von den Demokraten in Bezug auf den Umgang mit Fakten bei den Republikanern zitiert. In Europa kursiert er vor allem in Netzwerken, in denen man auf die «Lügenpresse» schimpft und sich vor einem «europäischen Kalifat» oder vor einer «EUdSSR» fürchtet.

Als ich nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion nach Berlin kam, dachte ich, Orwells «1984» wäre ferne Vergangenheit. Ferne Vergangenheit, aus der sich auch Foucaults «Wut auf die Tatsachen» speiste. Sich den Tatsachen zu verschreiben, führte danach zu einer «Hinnahme der Massaker ohne Ende», wenn man etwa versuchte, einen Völkermord rational zu fassen. Deswegen zog Foucault damals solchen Tatsachen ausdrücklich die Irrationalität vor. Als dann die Politik aber lernte, irrational zu sein, war er schon tot. Die Weltgeschichte fand in den neunziger Jahren mitnichten zum Ende. Sie geht weiter. Ich aber habe nicht damit gerechnet, in einer Gegenwart zu leben, die daran ist, Orwells Dystopie wahr werden zu lassen.

Boris Schumatsky, in Moskau geboren, lebt als Schriftsteller und Publizist in Berlin. Im März erschien im Residenz-Verlag sein neues Buch «Der neue Untertan. Populismus, Postmoderne, Putin».

 

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