Der demographische Wandel

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Der demographische Wandel

Der demografische Wandel beschreibt die Bevölkerungsentwicklung in Bezug auf:

  • die Gesamtzahl ihrer Mitglieder
  • ihre zahlenmäßige Struktur nach:
    • Altersgruppen
    • dem Verhältnis von Geschlechtern,
    • den Anteilen von Inländern, Ausländern und Eingebürgerten an der Bevölkerung,
    • der Geburten- und Sterbefallentwicklung,
    • den Zuzügen und Fortzügen.

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Demografischer_Wandel

 

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Demografischer Wandel und seine Folgen

Beobachtungen zum Stand der Erwerbsbevölkerung bis 2004 und ihre mögliche Weiterentwicklung bis 2050Die Entwicklung (siehe Abb. unten) und das demografische Altern der schweizerischen Erwerbsbevölkerung stellt auf verschiedenen Ebenen eine wachsende Herausforderung dar. Während einer langen Periode wird die Zahl der älteren Arbeitnehmenden ständig zu- und jene der jüngeren ständig abnehmen.1996 - 2008 schwankte der Anteil der 55-jährigen und älteren Erwerbstätigen stets zwischen 62,4% und 67,2%, und rund die Hälfte aller Beschäftigten verliess das Erwerbsleben vor dem offiziellen Rentenalter.
Im internationalen Vergleich steht die Schweiz mit diesen Zahlen derzeit sehr gut da, und es herrscht auch kein nennenswerter Mangel an qualifizierten Arbeitskräften. Doch unsere vorteilhafte Situation ist fragil. Mit der Einführung der Personenfreizügigkeit wurde der schweizerische Arbeitsmarkt Teil des europäischen Arbeitsmarktes, und zur Zeit wird ein Mangel an Fachkräften mit solchen aus dem benachbarten Ausland ausgeglichen. Die zugezogenen Arbeitskräfte reagieren meist empfindlich auf finanzielle Anreize (Lohnniveau, Subventionen, Renten, Steuersatz etc.). Somit können Veränderungen in unseren Nachbarländern rasch Auswirkungen auf den schweizerischen Arbeitsmarkt haben. Ein kurzfristig eintretender Fachkräftemangel ist daher wegen unserer aktuell hohen Migrationsquote möglich.
Die drohende Verknappung von Arbeitskräften betrifft

  • auf nationaler Ebene die Produktivität unserer Volkswirtschaft und unsere Sozialwerke
  • auf Unternehmensebene die Rekrutierung und den Erhalt gut qualifizierter Arbeitskräfte und
  • auf individueller Ebene die Flexibilität und Arbeitsmarktfähigkeit.

Herausforderungen für die Betriebe Wegen der Bevölkerungsalterung und der tiefen Geburtenrate prognostiziert das Bundesamt für Statistik für die nächsten Jahrzehnte ein Arbeitskräftedefizit. Alleine die Mehrbeschäftigung von Frauen vermag dieses nicht zu kompensieren. Dabei alleine auf eine verstärkte Migration ausländischer Fachkräfte zu zählen ist aus den erwähnten Gründen zu riskant. Am nachhaltigsten kann unsere Produktivität mit einer Verlängerung des individuellen Erwerbslebens gesichert werden. Letzeres wird mit positiven Anreizen gefördert. Daher kommt den Betrieben eine massgebende Rolle zu.Es wird geschätzt, dass die Gruppe der älteren Arbeitskräfte im Zeitraum 2005 bis 2025 einen verlagerungsbedingten Zuwachs des Arbeitsvolumens von ca. 37% erfahren wird. Um die Unternehmen zum Altersmanagement zu motivieren und dabei zu unterstützen, publizierte der Schweizerische Arbeitgeberverband mit seiner Broschüre «Altersstrategie» auch praxisorientierte «Tipps für Arbeitgeber».Altersstrategie des Bundesrates für die Arbeitsbedingungen und den ArbeitsmarktDie Situation der 50-jährigen und älteren im Arbeitsmarkt stehenden Personen steht aus folgenden Gründen im Zentrum der Überlegungen:

  • Sie haben es, im Fall von Arbeitslosigkeit schwer wieder Arbeit zu finden und sind bei Restrukturierungen sowie Entlassungen besonders gefährdet.
  • Es besteht ein dringender Bedarf, den Arbeitsmarkt der älteren und verhältnismässig kleineren Erwerbsbevölkerung anzupassen und zwar indem ihr Leistungspotenzial anerkannt und seine Entfaltung gefördert wird.
  • Die Arbeitsaufteilung über die gesamte Erwerbsspanne hinweg, insbesondere Zeitpunkt und Ausgestaltung des Übergangs in den Ruhestand, ist neu zu überdenken.

Der Bundesrat stuft deshalb drei Handlungsfelder als prioritär ein:

  • Wiedereingliederung älterer Arbeitnehmender
  • Erhalt der Arbeitsfähigkeit und Arbeitsmotivation
  • Ausgestaltung der Sozialgesetzgebung

Die derzeit nur relativ bescheidenen Massnahmen des Bundes zu Gunsten der Partizipation älterer Arbeitskräfte im Arbeitsmarkt sind der aktuellen Situation angemessen. Die Monitoring- und Frühwarnsysteme des Bundes gestatten eine kontinuierliche Lagebeurteilung und auch damit eine schnelle Einleitung notwendiger Massnahmen.
Ziele und Aktivitätsschwerpunkte des SECO betreffend die Altersstrategie des BundesratesDie ersten beiden der vom Bundesrat als prioritär eingestuften Handlungsfelder fallen in den Zuständigkeitsbereich des SECO. Dessen Aktivitätsschwerpunkte sind entsprechend:

  • Die Prüfung arbeitsmarktlicher Massnahmen zur Erleichterung der Reintegration älterer Stellensuchender.
  • Die Schaffung eines webbasierten Informationsangebots für das betriebliche «Altersmanagement».

 

http://www.seco.admin.ch/themen/00385/02023/03454/03456/index.html?lang=de

 

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Demografischer Wandel langsamer als befürchtet

Deutschland hat zwar eine der niedrigsten Geburtenraten der Welt. Doch weil es mehr Einwanderer, späte Mütter und alte Erwerbstätige gibt, muss keine Panik aufkommen, sagen Bevölkerungsforscher.

Den demografischen Wandel habe Deutschland "spät entdeckt", inzwischen aber viel nachgeholt, sagt Experte Schneider. Allerdings werde die Entwicklung in hohem Maße skandalisiert. So werde beim Thema Migration häufig das Bild vom schlecht ausgebildeten Armutszuwanderer gezeichnet. Eine Einschätzung, die Schneider nicht von der Statistik gedeckt sieht. So hatten 40 Prozent der Zuwanderer im Jahr 2012 eine durchschnittliche Bildung, 26 Prozent eine überdurchschnittliche Bildung.

Ganzer Beitrag http://www.welt.de/politik/deutschland/article135028132/Demografischer-W...

 

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aprecio
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wegen dem demographischen wandel müssen leute einwandern. darauf reagiert deutschland folgendermassen:

https://www.youtube.com/watch?v=j5zPw4MALVQ

We are aware of the various arguments for future slower growth, or even for stagnation, as set out in Gordon (2012, 2014). And not only is the argument that there could be a slowdown in technological innovation and factor productivity directly challenged by some (e.g. Fernald and Jones 2014), but there are also two other counter-arguments. First, the combination of a demographic sweet spot, plus the entry of China and Eastern Europe into the world economy, made labour unusually and increasingly cheap in recent decades (see our previous note here). The expected reverse tightening of the world’s labour markets will enhance the future incentives of management to hold down unit labour costs by raising labour productivity faster than in the past. Second, whatever the rate of innovation at the leading edge of science, IT and the internet will spread existing technology much more rapidly around the world.

http://www.voxeu.org/article/demography-and-economics-look-past-past

ich bin immernoch der meinung, dass der einzig sinnvolle weg, eine vollständige restrukturierung des staates bleibt:

- durchs band weg automatisierung und vernetzung der staatsaufgaben

- massive personalreduktion beim staat in richtung demokratischer (volksbasierter) online thinktanks

- offene kommunikation betreffend projekten und zielen (planwirtschaft)

- solidarische haftung bei schädigung der individuellen freiheiten

die schwarzen löcher müssen gestopft werden. diese häufchen des nichts, die nichts produzieren, ausser ungleichheit und abzockerei mit dem vorwand des "freien marktes" und der "konkurrenz", sich bei jeder gelegenheit die hände in unschuld waschen, ungerechtfertigte ausgleichsleistungen erschleichen, geschlechter diskriminieren, kinder und heimatland schädigen und waffen exporte arrangieren, die dann flüchtlinge importieren, wegen ihrer immunität aber nicht belangt werden können, obschon sie sich auf kosten ehrlicher bürger millionen ergaunern, müssen mit sinnvollen aufgaben in kriegsgebieten oder in den goldminen afrikas beschäftigt werden.

arbeit ist die beste geburtenkontrolle gegen die überbevölkerung. die hiesigen politiker haben es geschafft, hier die traditionelle familie von 5-6 kindern pro frau auf 1.5 zu reduzieren. in ganz afrika werden solche politiker gebraucht. sie werden frieden, sicherheit und produktivität im gepack mitbefördern.

schweizer politiker - der neue exportschlager!

 

edit: eine weitere gewohnheit der politiker ist selbstverständlich das lügen. damit stecken sie den ganzen dranhängenden apparat an. der export solcher krankheitserreger wäre also eine dringend notwendige seuchenschutzmassnahme.

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Schweizer Babyboom hält an

Die Zahl der Neugeborenen nimmt seit 2004 stetig zu. Auch 2014 war ein äusserst fruchtbares Jahr.

Die Rekorde bei den Geburtenzahlen purzeln vielerorts in der Schweiz. Am Frauenspital Bern kamen letztes Jahr 1592 Kinder zur Welt, zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Das Unispital Basel meldet so viele Neugeborene wie seit 1972 nicht mehr. Und im Zürcher Stadtspital Triemli kamen mehr Babys zur Welt denn je.

Schweizerinnen und Ausländerinnen gebären mehr

http://www.srf.ch/news/schweiz/schweizer-babyboom-haelt-an

 

1972 war das letzt Babyboomer-Jahr. Aber schon damals waren die Zahlen im Vergleich zu den Spitzenjahren (z.B. 1964) tief.

 

 

 

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Zehntausende Senioren sollen arbeiten

Der Think-Thank Avenir Suisse fordert mehr «Seniorenjobs». Denn zum ersten Mal würden 2015 mehr Menschen ihren 65. als ihren 20. Geburtstag feiern.

Der Fachkräftemängel werde sich in den kommenden Jahren weiter verstärken. Dies wegen dem Eintritt der Babyboomer-Generation ins Rentenalter, begründet Avenir Suisse. «Politik und Wirtschaft müssen sich dringend Gedanken darüber machen, wie diese Lücken geschlossen werden können.»

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/Zehntausende-Senioren-sollen-arbe...

 

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Fine-Tuner
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In etwa 90 (von weltweit rund 200) Ländern bekommen Frauen heute im Schnitt 2,1 Kinder oder weniger. Darunter sind nicht nur alle europäischen Nationen, sondern auch demografische Schwergewichte wie China, Brasilien und Japan. Selbst in gut ausgebauten Sozialstaaten, wo es am einfachsten ist, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen (wie den Niederlanden, Frankreich oder Skandinavien), bekommen die Menschen durchschnittlich nicht mehr als zwei Kinder. Insgesamt liegt die Geburtenrate aller entwickelten Staaten bei 1,6 Kindern je Frau – also deutlich unter dem Ersatzniveau.

1,15 Kinder pro Frau. Damit weist Andorra weltweit die niedrigste Fertilitätsrate auf. Die höchste hat Niger: 7,03 Kinder pro Frau.

Über die Hälfte der Weltbevölkerung lebt bereits in Ländern, in denen die Geburtenrate nicht mehr bestandserhaltend ist. In einigen Staaten sind die Nachkommenszahlen so niedrig, dass damit im wörtlichen Sinne kein Staat mehr zu machen ist: Japan, Südkorea, Deutschland, Portugal und Italien, die Ukraine, Rumänien, Serbien, Polen und Ungarn vermelden Fertilitätsraten zwischen 1,2 und 1,4 Kindern pro Frau. Jede Nachwuchsgeneration ist dort mindestens um ein Drittel kleiner als die ihrer Eltern. Fast überall in Europa bekommen die Menschen heute etwa ein Kind weniger als ihre Eltern und zwei weniger als ihre Großeltern. In Schwellen- und Entwicklungsländern haben Frauen sogar zwei bis drei Kinder weniger als in der Generation zuvor. In Brasilien ist die Zahl der Kinder je Frau in den vergangenen 30 Jahren von 4,3 auf 1,9 gesunken. In Bangladesch von 6,6 auf 2,3. In der Türkei von 4,2 auf 2,0. In Extremfällen wie dem Iran sogar von 7 auf 1,8.

Überall auf der Welt entwickeln sich die Gesellschaften nach dem gleichen Muster: Bildung, Wohlstand und mehr persönliche Freiheit führen dazu, dass die Menschen Kinder nicht mehr als Schicksalsfügung hinnehmen, sondern sie beginnen, ihre Familien zu "planen". Ab einem bestimmten Bildungsstand gehören zu solchen geplanten Familien im Schnitt weniger als zwei Kinder. Dann wird aus der Bevölkerungsexplosion eine Implosion.

Ende der 1960er-Jahre bekamen die Frauen im globalen Mittel fünf Kinder. Heute sind es nur noch 2,5. Auch die Wachstumsrate der Menschheit hat sich seither von 2,1 auf unter 1,2 Prozent fast halbiert. Dies bedeutet noch nicht automatisch ein Ende der Bevölkerungszunahme: zum einen werden die Menschen älter, bleiben also länger Teil der Weltbevölkerung. Zum anderen geht das heutige "niedrige" Wachstum von einer Basis von 7,2 Milliarden Menschen aus und damit von mehr als doppelt so vielen Individuen wie in den 1960er-Jahren. Der große Dampfer Weltbevölkerung, der lange mit voller Fahrt unterwegs war, hat einen sehr, sehr langen Bremsweg. Bis er zum Stehen kommt, dürften noch ein paar Jahrzehnte ins Land gehen. Aber dass er es tun wird, gilt als sicher.

Selbst China wird es kaum schaffen, mit der Lockerung der Einkindpolitik den längst eingeleiteten Schrumpfungsprozess aufzuhalten. Auch dort steigt das Bildungsniveau von Frauen deutlich an. Hochschulabsolventinnen bekamen nach den Daten des letzten chinesischen Zensus bloß 0,4 Kinder. Gleichzeitig steigen die Scheidungsraten, weil sich die Chinesinnen ungestört ihrer beruflichen Karriere widmen wollen. Zudem drängt die Regierung auf eine weitere Urbanisierung, die im Jahre 2030 bereits 70 Prozent erreichen soll.

In den hochverdichteten Stadtungeheuern, in denen Millionen auf engstem Raum in einem Meer aus Beton leben, bekommen die Chinesinnen schon heute sogar weniger Kinder, als sie nach der offiziellen Politik dürften. Selbst gering qualifizierte Wanderarbeiter, die aus ländlichen Gebieten nach Shanghai kommen, geben in Umfragen an, dass sie sich nur wenige Kinder wünschen: im Durchschnitt nicht mehr als 1,3 bis 1,4 Kinder. Der Wiener Demograf Wolfgang Lutz glaubt deshalb, dass sich in den ostasiatischen Ländern China, Taiwan, Südkorea und Japan langfristig eine "ultraniedrige" Geburtenrate einstellt, die noch unter jener Europas liegt. Schon für 2200 kann er sich eine Weltbevölkerung von vier Milliarden vorstellen. Langfristig könnte diese weiter schrumpfen – auf nur noch 1,5 Milliarden.

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Unternehmen mobilisieren schlummernde Reserven

Mit der bevorstehenden Pensionierungswelle der Generation der Babyboomer hält der demografische Wandel allmählich Einzug in die Schweizer Unternehmenslandschaft. Lange galt dabei die Zuwanderung qualifizierter ausländischer Arbeitskräfte als wirksamstes Mittel, um den Negativtrend wenn auch nicht zu stoppen, so doch zumindest abzufedern. Seit der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative im Februar vergangenen Jahres jedoch ist diese Option unsicherer geworden.

Ganzer Beitrag http://www.nzz.ch/wirtschaft/schweizer-unternehmen-mobilisieren-schlumme...

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Reduzierte Kontingente: Weltweiter «Krieg um Talente»

Der Bund hat die Kontingente für Fachkräfte aus Drittstaaten reduziert. Das scheint den Basler Pharmakonzernen keine Sorgen zu bereiten – solange sie das zur Erhaltung ihrer Wettbewerbsfähigkeit benötigte hochqualifizierte Personal bekommen.

Am Pharmastandort Schweiz spielt das Personal aus sogenannten Drittstaaten mengenmässig eine untergeordnete Rolle. Nichteinheimische Mitarbeiter, die weder aus der EU noch aus Efta-Ländern stammen, machen heute weniger als 10% der Belegschaft aus. Allerdings zeigt sich, dass ihre Quote im Laufe der Jahre eine deutliche Ausweitung erfahren hat (vgl. Grafik). Eigentlich müsste man somit annehmen, dass der Beschluss des Bundesrats, das Drittstaaten-Kontingent für 2015 zu verringern (vgl. nebenstehenden Artikel), die Firmen beunruhigt. Für Basel-Stadt beispielsweise ist das Maximum der in diesem Jahr zu vergebenden B-Bewilligungen von 73 auf 52 reduziert worden, jenes der Kategorie L für Kurzzeit-Aufenthalte von 104 auf 84.

Überzogene Quote

Bei Novartis und Roche macht man sich ob dieser Restriktion indessen wenig Sorgen, zumal es bis jetzt stets möglich war, die Limiten zu überschreiten. Nach den Angaben von Hansjürg Dolder, Leiter des baselstädtischen Amts für Wirtschaft und Arbeit (AWA), sind vom Kanton in jüngerer Zeit jährlich rund 500 B- und ebenso viele L-Bewilligungen erteilt worden. Der Bedarf, der über die kantonale Quote hinausging, liess sich jeweils durch die vom Bund zur Verfügung gestellten Kontingente abdecken. Bern zeigte sich gegenüber Basel stets kulant, und bei den Pharmafirmen geht man davon aus, dass das so bleibt.

Die Behörden dürften die Gewissheit haben, dass die Konzerne das Drittstaaten-Personal auf das Nötigste beschränken. Sowohl Roche wie Novartis weisen auf die hohen Kosten und Risiken hin, die mit Mitarbeitern aus Übersee verbunden sind. Wenn es eine Fachstelle zu besetzen gibt, durchforsten die Firmen aus eigenem Antrieb zunächst den lokalen Arbeitsmarkt, sehen sich dann in Europa um und starten erst am Schluss eine globale Suche. Wie Bruno Weissen, Leiter der Roche-Personalabteilung in Basel, erklärt, ist es in der Regel mit dem Rekrutieren eines Experten allein nicht getan. Die Fachperson kommt nicht selten mit Familie ins Land, was bedeutet, dass es bei einem Zuzug gleich mehrere Individuen zu integrieren gilt; man muss sich somit nicht nur um Arbeitsplatz und Wohnung kümmern, sondern auch um Sprachkurse und Schulen. Die Anstellung einer Fachkraft aus einem anderen Kontinent und Kulturkreis ist aus diesem Grund nicht nur kostspielig, sondern auch mit der Gefahr verbunden, dass sich der Experte oder sein Anhang in Basel nicht wohl fühlen und das Engagement am Ende scheitert. – All diese Fährnisse gehen die Unternehmen nur ein, wenn zur Besetzung einer Stelle wirklich niemand anders als eine Drittstaaten-Person infrage kommt.

Kader-Rotation

Die in der Ferne rekrutierten Mitarbeiter sind aber nicht der einzige Grund, weshalb am Pharmastandort Schweiz die Drittstaaten-Quote zugenommen hat. Das überseeische Personal ist oft auch Teil eines Rotationssystems, das die Konzerne eingerichtet haben, um den firmeninternen Wissenstransfer zu fördern. Novartis und Roche sind nicht einfach Unternehmen, die den Hauptsitz in der Schweiz haben und Aussenposten im Ausland unterhalten. Die Konzerne haben eine multinationale Präsenz in dem Sinne aufgebaut, dass sie in mehreren Ländern über vergleichbare Standorte verfügen und diese zu einem einheitlichen Ganzen – einer homogenen Firmenkultur – verschmelzen müssen. Die kontinuierliche Migration von Personal von einem Ort zum andern ist Teil dieses Vereinheitlichungsprozesses.

Modellhaft zeigt dies das Campus-Konzept von Novartis, das nicht nur in Basel, sondern auch in East Hanover (New Jersey), in Cambridge (Massachusetts) und in Schanghai umgesetzt worden ist. Der interkontinentale Austausch von Fachkräften und Erfahrungen, sagt Thomas Bösch, Chef der Novartis-Personalabteilung in der Schweiz, sei heute ein nicht mehr wegzudenkender Teil eines auf Innovationen ausgerichteten Geschäftsmodells. Der Prozess fördert zudem die Diversität, die Mischung der Kulturen und Denkweisen, die von den Firmen als wichtige Ingredienz des Forschungs- und Entwicklungsprozesses betrachtet wird.

Mit dem Campus-Konzept, das auch dem Basler Roche-Areal zugrunde liegt, sind Arbeitsstätten geschaffen worden, die als Anziehungspunkt für internationale Spitzenkräfte wirken sollen. Wie Bösch betont, genügt es im weltweiten Vergleich längst nicht mehr, den Standort Schweiz vor allem wegen der hohen Lebensqualität und der Schönheit der Landschaft anzupreisen. Basel muss im externen und internen Wettbewerb Vorzüge punkto Forschung und Entwicklung unter Beweis stellen. Das ist nach Bösch das entscheidende Kriterium, um Spitzenkräfte aus der ganzen Welt ans Rheinknie zu locken.

Der Heimmarkt genügt nicht

Der von Politik und Wirtschaftsverbänden an die Schweizer Unternehmen gerichtete Appell, im Hinblick vor allem auf die Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative das inländische Arbeitskräftepotenzial (Frauen und ältere Arbeitnehmer) stärker zu nutzen, trifft in der Pharmaindustrie auf offene Ohren. An Bemühungen zur Förderung des heimischen Angebots fehlt es nicht. Beide Basler Konzerne betreiben selbstredend Lehrlingsausbildung, und Roche hat in Kaiseraugst im Januar ein neues «Learning Center» eröffnet, in das 86 Mio. Fr. investiert worden sind. Beide Firmen verfügen ausserdem über Frauenförderungsprogramme, dies nicht aus Gründen der politischen Korrektheit, sondern, wie der Roche-Vertreter Weissen erklärt, in der Absicht, das Potenzial der wachsenden Zahl von Frauen mit abgeschlossenem Medizinstudium oder anderen hohen Qualifikationen zu nutzen. Und was schliesslich die älteren Mitarbeiter betrifft, ist festzustellen, dass der Drang zur Frühpensionierung abgenommen hat und die Leute von sich aus länger arbeiten.

All das wird allerdings nicht ausreichen, um den Bedarf der Pharma an Spezialisten abzudecken. Dieser ist nicht nur in der Forschung und Entwicklung gross, sondern auch in der Produktion. Novartis beispielsweise hat unlängst 500 Mio. Fr. aufgewendet, um am Aargauer Standort Stein eine Anlage zur Fabrikation von schwierig herzustellenden Wirkstoffen zu bauen. Stein dient als Plattform, von wo aus die Markt-Lancierung anspruchsvoller Produkte vorgenommen wird. Und zur Betreibung dieses Werks braucht es unter anderem auch hochqualifizierte Prozess-Wissenschafter, die in der Schweiz nicht ohne weiteres zu finden sind.

Wenn es um die Besetzung von Spitzenpositionen geht, sind die Unternehmen, die sich im internationalen Wettbewerb bewähren müssen, nicht bereit, Kompromisse einzugehen. Sie haben keine andere Wahl, als sich am sprichwörtlichen «Krieg um die Talente» zu beteiligen. Und wenn die erforderlichen Fachkräfte in der Schweiz einmal nicht mehr verfügbar sind, weil man ihnen aus Gründen der Kontingentierung die Einwanderung verweigert, werden sowohl Roche wie Novartis die Möglichkeit haben, sie an anderen Standorten zu engagieren. Im Rahmen globalisierter Unternehmen mit rotierendem Kader sind die Aktivitäten verschiebbar geworden.

http://www.nzz.ch/wirtschaft/ein-weltweiter-krieg-um-talente-1.18480860

 

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Bis 68 arbeiten bei den SBB

Eine Pensionierungswelle kommt auf die Bahn zu. Darum führt der Konzern neue Modelle ein. Was die Voraussetzungen sind und warum dies ein Pionierweg ist.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Bis-68...

 

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Demografie und Geldpolitik: Mit Überalterung gegen Deflation

Seit Jahren versuchen Zentralbanken mit allerlei unkonventionellen Methoden, das Preisniveau von Volkswirtschaften nach oben zu kurbeln. Diese Aufgabe könnte in den kommenden Jahrzehnten einiges leichter werden. So kommt eine Studie, veröffentlicht von der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), zum Schluss, dass der langfristige demografische Trend mit inflationärer Wirkung einhergeht. Konkret wird postuliert, dass die Alterung von Gesellschaften tendenziell zu einem Anstieg des Preisniveaus führt. Statistisch dingfest gemacht wird diese Beobachtung anhand der Untersuchung von 22 Industrieländern im Zeitraum zwischen 1955 und 2010.

Das Resultat kommt überraschend. So wurde unter Ökonomen bisher meist argumentiert, eine alternde Gesellschaft erhöhe nicht den inflationären, sondern den deflationären Druck. Als anschauliches Beispiel diente in den vergangenen Jahren vor allem Japan. Begründet wurde die Vermutung mit dem Argument, dass in Volkswirtschaften mit einem relativ abnehmendem Gewicht von Erwerbstätigen die Erwartung an das künftige Wirtschaftswachstum nach unten tendiere. Auf politökonomischer Ebene betonte man zudem, eine alternde Gesellschaft bevorzuge eine tiefere Inflation, zumal Geldentwertung für Senioren besonders nachteilige Umverteilungswirkung zeitige.

Die Studie steht nun quer zu dieser Meinung. Woran das liegt, wird nicht untersucht. Die Autoren mutmassen aber, dass alte Leute (zusammen mit den noch nicht erwerbstätigen Jungen) mehr konsumieren als produzieren und diese Überschussnachfrage den inflationären Druck verstärke. Die Erwerbstätigen würden demgegenüber mehr produzieren als konsumieren, und das daraus entstehende Überschussangebot wirke deflationär. Wie auch immer die Wirkungskette aussehen mag: Die Zentralbanken haben es durchaus in der Hand, dem langfristigen demografischen Inflationsdruck entgegenzuwirken. Derzeit hat diese Aufgabe bei den meisten Währungshütern aber kaum erste Priorität.

http://www.nzz.ch/wirtschaft/kommentare/mit-ueberalterung-gegen-deflatio...


Schau ma mal, was passiert.
Globalisierung ist neu. Shared-Economy ist neu, es kommen in immer kürzerer Zeitabständen neue Technologien. Und die digitale Revolution kommt erst noch.

 

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.....


Die Autoren mutmassen aber, dass alte Leute (zusammen mit den noch nicht erwerbstätigen Jungen) mehr konsumieren als produzieren und diese Überschussnachfrage den inflationären Druck verstärke. Die Erwerbstätigen würden demgegenüber mehr produzieren als konsumieren, und das daraus entstehende Überschussangebot wirke deflationär. Wie auch immer die Wirkungskette aussehen mag: Die Zentralbanken haben es durchaus in der Hand, dem langfristigen demografischen Inflationsdruck entgegenzuwirken. Derzeit hat diese Aufgabe bei den meisten Währungshütern aber kaum erste Priorität.

http://www.nzz.ch/wirtschaft/kommentare/mit-ueberalterung-gegen-deflatio...


Schau ma mal, was passiert.
Globalisierung ist neu. Shared-Economy ist neu, es kommen in immer kürzerer Zeitabständen neue Technologien. Und die digitale Revolution kommt erst noch.

 

Alte produzieren wenig und konsumieren viel?....kann ich nicht nachvollziehen. Wer ist denn für die gewaltige Kapazitätsausweitung einer der gigantisten Industrien, dem Gesundheitswesen, verantwortlich?...wohl die Alten. Sie produzieren somit indirekt einen signifikanten Teil unseres BIP. ....anyway, noch weniger kann ich die Aussage nachvollziehen, wonach wegen mehr alten Leuten die Produktion sinkt und daher die noch produzierten Güter so quasi knapper und daher auch teurer werden (also Inflation)....das ist doch zu simpel. Fakt ist, dass wir heute mit immer weniger Menschen immer mehr Güter produzieren können.....das heißt, die PRODUKTIVITÄT steigt permanent und wird - sofern die digitale Revolution erst noch zu erwarten ist Wink - noch massiv steigen......das heißt, trotz mehr unproduktiven Alten und weniger produktiven Jungen steigt die Gesamtproduktion!!......die Alten führen uns nicht aus der Deflationsspirale....wir müssen uns einfach mit ihr arrangieren.....oder noch vieeeeeel mehr konsumieren....Geld ist ja zur Zeit gratis zu haben....zumindest für die einen.....aber die haben ja bereits alles.....qe miseria..

Fine-Tuner

Elias
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AHV rutscht in die roten Zahlen

Die AHV ist 2014 in die roten Zahlen gerutscht. Die Sozialversicherung hat 320 Millionen Franken mehr für Renten ausgegeben, als sie an Beiträgen eingenommen hat.

Früher als erwartet

Ein Defizit sei aufgrund der demografischen Entwicklung erwartet worden, sagte Werner Gredig, Vizedirektor des Bundesamts für Sozialversicherungen, der sda. Für 2014 habe man noch mit einem ausgeglichenen Ergebnis gerechnet.

http://www.20min.ch/finance/news/story/AHV-rutscht-in-die-roten-Zahlen-1...

 

Umlageverfahren: Ohne die Zuwanderung wäre es noch früher eingetreten.

 

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Namor
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Die Alterung nimmt ab

Es kann nicht immer fette Jahre geben. Es sind so viele Reserven aufgebaut, dass diese Schwankungen ausgeglichen werden können. Die AHV ist aufgebaut auf der Umlagerung und nicht auf Gewinnoptimierung. Aber genau dieses wird aber gelebt um möglichst viel Geld fremd zu verteilen. Beispiele gibt es genügend. Hochbezahlte Sitzungen ohne Ergebnisse, Katastrophe bei der suche neuer IT Anlagen/Software. Es werden die gleichen Leute sein wie bei den IT suche beim Militär. Bediene sich wer noch kann bis man es merkt und wiederum die unwissende Basis zu Kasse bitten kann.

Zyndicate
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Studie: Deutscher Arbeitsmarkt braucht jährlich 533 000 Zuwanderer

27.03.2015 08:25



(Ausführliche Fassung)

GÜTERSLOH (awp international) - Deutschland ist einer neuen Studie zufolge spätestens in zehn Jahren auf mehr Arbeitskräfte aus dem Ausland angewiesen als bisher. Nur wenn langfristig pro Jahr durchschnittlich 533 000 mehr Menschen zu- als abwandern, lasse sich die Lücke füllen, die durch das Ausscheiden der in den 50er und 60er Jahren geborenen Babyboomer aus dem Beruf entstehe, haben Experten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sowie der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Coburg im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung ermittelt.

Zuletzt hat Deutschland eine solche Quote nur knapp erreicht: 2014 kamen netto 470 000 Zuwanderer. Im Schnitt der letzten 60 Jahre kamen allerdings nur 200 000 mehr Menschen als weggingen.

In ihrer am Freitag vorgestellten Studie rechnen die Arbeitsmarktforscher vor, dass die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter ohne Zuwanderung von heute rund 45 Millionen auf 29 Millionen im Jahr 2050 sinken würde - ein Rückgang um 36 Prozent. Der Hauptgrund: Die Generation der geburtenstarken Jahrgänge hat bis 2030 das Rentenalter erreicht.

Diese Lücke lässt sich nach den Prognosen der Wissenschaftler nicht allein durch die Aktivierung inländischer Reserven füllen: Selbst bei dem unwahrscheinlichen Szenario, dass genauso viele Frauen wie Männer berufstätig wären und das Rentenalter auf 70 angehoben würde, brächte das lediglich zusätzliche 4,4 Millionen Erwerbstätige bis 2050. Der Wandel der Arbeitswelt sei über einen so langen Zeitraum zwar nur schwer zu prognostizieren, räumen die Autoren ein. Die Digitalisierung könne den Arbeitskräftebedarf allerdings nur zurückschrauben, nicht umkehren.

Weil in ganz Europa die Bevölkerung schrumpfe und bei wirtschaftlicher Erholung in den EU-Krisenländern der Anreiz sinke, nach Deutschland zu kommen, lasse sich das derzeitige Rekordhoch der Zuwanderung aus EU-Staaten (2013 netto rund 300 000) nicht halten. Die Studienautoren gehen davon aus, dass im Jahr 2050 nur noch 70 000 Menschen aus anderen EU-Ländern nach Deutschland kommen.

"Wir müssen jetzt die Weichen stellen, damit Deutschland als Einwanderungsland auch für Drittstaatler attraktiver wird", teilte Jörg Dräger, Vorstandsmitglied der Bertelsmann-Stiftung mit. Es brauche ein verständliches Einwanderungsgesetz, das deutlich mache, dass qualifizierte Zuwanderer in Deutschland nicht nur erlaubt sondern erwünscht seien, betonte er. Ein solches Gesetz müsse Einwanderern vor allem auch Perspektiven für langfristigen Aufenthaltung und zügigere Einwanderung bieten./fld/DP/zb

(AWP)

 

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27.03.2015 08:25

Studie: Deutscher Arbeitsmarkt braucht jährlich 533 000 Zuwanderer

...aber nur wenn man vom heutigen BIP ausgeht.....bei abnehmender Bevölkerung (demografische Keule) dürfte auch die gesamtwirtschaftliche Nachfrage sinken.....was nicht heisst, dass alle Bereiche schrumpfen (....alles was das Leben im Alter etwas angenehmer macht, wird boomen)....es wird Verschiebungen geben.

...aber unter dem Strich werden wir nicht mehr Arbeitskräfte benötigen, sondern weniger.....die durchschnittliche Arbeitnehmer-Produktivität wird weiter steigen und die Betriebe werden weiter den teuren Produktionsfaktor "Arbeitskraft" gegen günstiges Kapital substituieren....die Arbeitslosigkeit wird steigen, nicht sinken....sobald die Betriebe realisieren, dass die Wirtschaft nicht mehr wächst, wird der Aderlass beginnen...und dann heftig......dann werden unsere Sozialversicherungen all die angeblich so gesuchten "Fachkräfte" durchfüttern müssen...und das kostet dann richtig....

Ironie der Geschichte: Die Nationalbanken, die mit ihrer expansiven Geldpolitik Arbeitsplätze schaffen wollen, erreichen am Schluss genau das Gegenteil...... mit ihrer 0%-Zins-Politik machen Sie den grössten Konkurrenten eines jeden Arbeitsplatzes - namentlich das Kapital - noch unschlagbar günstig......würde mich nicht wundern, wenn einer plötzlich eine 0-Lohn-Politik forderte....wieso nicht, wenn ich eine bedingungslose Grundrente erhalte... :oops:

 

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Elias
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Prognose über die Bevölkerung: Deutschland schrumpft langsamer

Deutschland ist ein Magnet für Einwanderer. Deshalb dürfte die Bevölkerung noch einige Jahre wachsen. Längerfristig dominiert aber ein anderer Trend: Es sterben mehr Leute, als geboren werden. Auch eine starke Migration vermag dies nicht wettzumachen.

..

..

Vor sechs Jahren erwarteten die Statistiker für 2060 noch eine Bevölkerung von 65 Mio. bis 70 Mio., jetzt gehen sie von 68 Mio. bis 73 Mio. Personen aus. Die Migration ist ohnehin die am schwierigsten zu schätzende Komponente, da sie stark schwankt. Im Schnitt kamen seit den 1950er Jahren jährlich netto 186 000 Menschen nach Deutschland.

An den grundsätzlichen Ursachen, dass das Land längerfristig schrumpfen wird, hat sich jedoch nichts geändert: Es sterben mehr Leute, als geboren werden. Diese Konstellation wird derzeit durch die starke Zuwanderung überdeckt. Um die Bevölkerung stabil zu halten, müsste die Geburtenrate bei 2,1 Kindern pro Frau liegen. Sie stagniert jedoch bereits seit vier Jahrzehnten bei etwa 1,4. Jeder neue Jahrgang ist damit kleiner als derjenige seiner Eltern. An der niedrigen Geburtenrate haben bisher auch politische Anstrengungen, man denke etwa an die Förderung von Kita-Plätzen, kaum etwas geändert.

..

..

http://www.nzz.ch/wirtschaft/deutschland-schrumpft-langsamer-1.18531821

 

 

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Dramatischer Wandel der Altersstruktur

Viele Industrieländer stehen vor einem signifikanten Wandel der Arbeits- und Altersstruktur seiner Einwohner. Das hat Folgen für alle Lebensbereiche, wie das beispiel Deutschland zeigt.

Deutschland - und damit auch viele andere westlichen Industrienationen - steht vor einem dramatischen Wandel der Erwerbs- und Altersstruktur seiner Einwohner. Im Jahr 2060 werden 100 Erwerbspersonen etwa 100 Kinder und alte Menschen versorgen müssen. Derzeit beträgt das Verhältnis 100 zu 64. Das hat Folgen für alle Lebensbereiche, von Bildungseinrichtungen über Arbeitsmarkt und Sozialversicherung bis hin zum Wohnraum im Alter. Massgeblich sind Geburtenhäufigkeit, Sterblichkeit und Zuwanderung. Es folgen Kernaussagen der Statistiker:

- Bevölkerungszahl: Sie wird von derzeit rund 81 Millionen bis zum Jahr 2060 auf 68 bis 73 Millionen zurückgehen. Für fünf bis sieben Jahre erwarten die Statistiker noch eine Zunahme durch hohe Zuwanderung, die das Geburtendefizit übersteigt. 2014 dürfte die Bevölkerung das vierte Jahr in Folge gewachsen sein.

- Erwerbspersonen: Die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter (für die Statistiker die 20- bis 64-Jährigen) wird schon in den nächsten 20 Jahren um sechs bis acht Millionen auf etwa 43 bis 41 Millionen zurückgehen. Wird das Erwerbsalter wie bei der Rente mit 67 rechnerisch um zwei Jahre heraufgesetzt, wären es rund zwei Millionen Personen mehr. 2060 könnte ihre Zahl zwischen 34 bis 40 Millionen liegen, je nach Höhe der Altersgrenze und Umfang der Zuwanderung. Das heisst: Im schlimmsten Fall stünden 30 Prozent weniger Menschen zur Verfügung, die einer Arbeit nachgehen können.

- Alterstruktur: Jeder Achte (12 bis 13 Prozent) wird 2060 80 Jahre oder älter sein. Mit neun Millionen werden es doppelt so viel sein wie derzeit. 65 Jahre oder älter ist heute jeder Fünfte, im Jahr 2060 wird es jeder Dritte sein.

- Geburten und Sterblichkeit: Die Geburtenrate erwarten die Statistiker unverändert bei etwa 1,4 Kindern pro Frau. Die Lebenserwartung bei der Geburt dürfte 2060 für Jungen um sieben Jahre auf etwa 85 Jahre und für Mädchen um sechs auf rund 89 Jahre gestiegen sein. 2060 werden bei dieser Geburtenrate etwa 500.000 mehr Menschen sterben als Kinder geboren werden.

- Zuwanderung: Nur durch hohe Zuwanderung ist die Bevölkerung in den vergangenen Jahren gewachsen. Auf Dauer können nach Deutschland kommende Ausländer das Geburtendefizit aber nicht ausgleichen, zumal damit gerechnet wird, dass die Zuwanderung aus Europa nach Deutschland wieder abnimmt, sobald sich die wirtschaftliche Lage in deren Heimatländern bessert.

Auch die Zahl der Flüchtlinge nach Deutschland ist aufgrund von Krisen und Konflikten in der Welt so hoch wie seit Anfang der 90er Jahre nicht mehr. Dennoch gehen die Experten davon aus, dass nach einer Netto-Zuwanderung von je 500'000 Menschen in den Jahren 2014 und 2015 wieder weniger Menschen nach Deutschland kommen. Auf lange Sicht werde sich der Wanderungssaldo ab etwa 2020 bei jährlich 100'000 bis 200.000 stabilisieren.

http://www.cash.ch/news/top_news/dramatischer_wandel_der_altersstruktur-...

 

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MarcusFabian
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Hmm, eigentlich müsste sich doch das Problem der zu vielen Alten per 2045 erledigt haben, wenn die Baby-Boomer (Jg. 1945-1965) gestorben sind.

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MarcusFabian hat am 04.05.2015 - 15:41 folgendes geschrieben:

Hmm, eigentlich müsste sich doch das Problem der zu vielen Alten per 2045 erledigt haben, wenn die Baby-Boomer (Jg. 1945-1965) gestorben sind.

Die Probleme entschärfen sich.

Die nachfolgenden Jahrgänge haben voraussichtlich weiterhin tiefe Geburtenraten. Vielleicht ändert sich das mal wieder. Wenn nicht, bleibt das eine Baustelle. Der Kuchen wird kleiner. Die Last wird auf weniger Schultern verteilt.

Noch in diesem Jahrzehnt sehen wir die ersten Folgen und ev. die Kompensationsmöglichkeiten. Der Fortschritt geht unbesehen davon immer schneller voran. Z.B. bei den Orphan Drugs.

Vieles ist Neuland.

 

Baby-Boomer
Als letzter geburtenstarker Jahrgang kann der Jahrgang 1974 bezeichnet werden. Einige Personen der Jahrgänge 1970 bis 1974 sind bereits Kinder der älteren Babyboomer der 1940er-Jahre.

Um das Ausmass der demografischen Veränderungen beurteilen zu können, greift eine Analyse nur der eigentlichen Babyboom-Generation 1946 bis 1964 zu kurz. Viel relevanter ist die Gesamtheit der geburtenstarken Jahrgänge. In den folgenden Ausführungen steht deshalb die Entwicklung der geburtenstarken Jahrgänge 1941 bis 1974 im Zentrum.

http://www.statistik.zh.ch/dam/justiz_innern/statistik/Publikationen/sta...

 

Es dauert also noch etwas länger, bis auch die abgebaut sind

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MarcusFabian
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Interessanter Artikel.

Halten wir mal allgemein fest: Mit einer Geburtenrate von 1.4 schrumpft eine Gesellschaft.
Mit den Baby-Boomern bzw. den geburtenstarken Jahrgängen haben wir in den nächsten 40 Jahren ein akutes Problem, das sich danach abschwächen wird.
Das heisst, dass auch danach die Bevölkerung schrumpfen wird.

Schrumpfende Bevölkerung bedeutet höhere Last für die Arbeitenden aber auch mehr Ressourcen pro Kopf in einem Land.

Wenn wir es also weiterhin schaffen - und davon gehe ich aus - dass wir Produktivitätssteigerungen aufgrund fortschreitender technischer Entwicklung sehen, dürfte es zu keinem Zeitpunkt ein Problem werden, die Alten und Jungen zu versorgen.
Wie diese Versorgung allerdings gesellschaftlich, finanziell gelöst wird, steht noch in den Sternen.

(Aber da es 5 Jahren eh' keinen Dollar mehr gibt und die Karten neu gemischt worden sind ... Blum 3 )

 

Elias
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MarcusFabian hat am 04.05.2015 - 16:51 folgendes geschrieben:

(Aber da es 5 Jahren eh' keinen Dollar mehr gibt und die Karten neu gemischt worden sind ... Blum 3 )

Dann gibt es auch etwas weniger zu vererben. Vielleicht schwächt das dann endlich den Franken. Die 30 Mia SNB-Buchverlust konnten dem Franken nichts anhaben.

Irgendwann werden die Prognosen schon nocht eintreffen

 

Pro memoria

MarcusFabian hat am 13.08.2009 - 16:01 folgendes geschrieben:

 

orangebox wrote:

Ne muss auf die nächste Krise warten aber das dauernd ab jetzt schon noch ein paar Jahren ab 2015 oder 2018 wer weiss.....

So lange wird's wohl kaum dauern. Die Staatskohle, mit der derzeit die Aktieninflation bezahlt wird reicht vielleicht bis 2010, höchstens 2012.

Bei den meisten Rezessionen der Vergangenheit gab's einen Double Dip. Also zwei Tiefs, wobei nach dem ersten Tief eine Rally folgte und - wie jetzt - überall schon von nachhaltiger Erholung geschrieben wurde.

Da kommen also noch genügend Chancen.

Jetzt allerdings den Kursen hinterherlaufen zu wollen und einzusteigen wäre sicherlich falsch.

Quelle http://www.cash.ch/comment/382190#comment-382190

 

Totgesagte leben länger

 

Es gibt noch andere Propheten, die daneben lagen.

 

Was haben wir seither nicht alles erlebt: Arabischer Frühling, Jasminrevolution, Krim, ISIS, etc. niemand weiss, was kommt.

 

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MarcusFabian
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Eigentlich habe ich mit der provokanten Bemerkung bezüglich Dollar etwas anderes bezweckt. Nämlich, von der Thematik Geld wegzukommen hin zur Thematik von Ressourcen und Arbeitsleistung.

Es geht ja schlussendlich darum, dass der arbeitende Teil eines Volkes genügend Ressourcen produziert, um sich selbst und die Jungen und Alten durchzufüttern. In welcher Form man diese Ressourcen dann verteilt ist eine ganz andere Geschichte.

Klar, im Moment ist das Geld, das man als arbeitender einbezahlt hat und das man im Alter wieder ausgibt. Wir sehen allerdings, dass die Pensionskassen/AHV hierbei in 10+ Jahren an ihre Grenzen stossen werden.
Wir werden in den nächsten Jahren vermehrt den Einsatz von Robotern erleben, die uns mehr Arbeit abnehmen und es somit der aktiven Generation ermöglichen werden, die nötige Wirtschaftsleistung zu erbringen um die grössere Zahl von Alten zu versorgen.

In welcher Form man dieses durch Maschinen erzeugte GDP für die Verteilung heranziehen wird, ist noch nicht klar. Aber wahrscheinlich werden gewisse Anpassungen nötig werden. Zum Beispiel "Lohnsteuer" nicht nur auf menschlicher sondern auch auf maschineller Arbeitsleistung.

 

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Killen Roboter bald alle unsere Jobs?

86 Prozent der Sachberarbeiter gefährdetKillen Roboter bald alle unsere Jobs?

Die Entwicklung der Robotik prescht schnell voran. Eine neue Studie rechnet vor, dass Roboter 59 Prozent der Stellen gefährden. Bestimmte Bereiche sind besonders stark betroffen. Lesen Sie hier, ob auch Ihr Job gefährdet ist.

Roboter nehmen uns die Arbeit ab. An sich ein schöner Gedanke, wäre die Entwicklung nicht auch ein Job-Killer. Denn laut einer kürzlich veröffentlichten Studie gefährden Roboter 59 Prozent der Arbeitsplätze.

Durchgeführt wurde die Studie in Deutschland von der Bank ING-Diba. Dabei wurden 30,9 Millionen Beschäftigte berücksichtigt. Davon sollen mittel- und langfristig 18 Millionen durch Maschinen und Software ersetzt werden. Wann die Jobs weg sein sollen, erläutern die Verfasser allerdings nicht. Für die Schweiz wurden keine Zahlen erhoben.

Sacharbeiter stark betroffen

Doch die Entwicklung gefährdet nicht alle Berufsgruppen gleich: Besonders stark betroffen sind Sacharbeiter und andere Berufe, wo einer typischen Verwaltungstätigkeit nachgegangen wird: Hier rechnen die Experten, dass stolze 86 Prozent der heutigen Jobs verschwinden werden. Ähnlich stark vom technologischen Fortschritt betroffen sind Hilfsarbeiter.

   

Weniger betroffen sind Jobs, wo ein Spezialisierung oder Expertenwissen erforderlich ist. Wie die «Welt» schreibt, sollen in diesen Bereichen nur knapp über zehn Prozent der Jobs wegfallen.

Quasi unersetzlich sind Ärzte: Hier wird auch in Zukunft Hand angelegt. Nur ein Prozent der Stellen sollen wegen der technologischen Fortschritt wegfallen. (bam)

blick.ch

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MarcusFabian
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Zyndicate hat am 05.05.2015 - 09:00 folgendes geschrieben:

Killen Roboter bald alle unsere Jobs?

86 Prozent der Sachberarbeiter gefährdetKillen Roboter bald alle unsere Jobs?

Die Frage ist doch: Ist Arbeits-losigkeit ein Fluch oder ein Segen?
 

Kurzfristig wohl eher ein Fluch, langfristig immer ein Segen. Wenn ein Mähdrescher 200 Landarbeiter ersetzt, müssen sich arbeitslose Landarbeiter einen anderen Job suchen. Andererseits steigt die Produktivität und der Weizen, das Mehl, das Brot wird billiger.

Es dürfte schlussendlich darauf hinauslaufen, dass sich die verbleibende menschliche Arbeit besser verteilt und die Menschen weniger arbeiten müssen. Und das ist auch gut und richtig so.

Für die Betroffenen ist es ein psychologisches Problem, denn wer seine Arbeit verliert wird in unserer Gesellschaft schnell als wertlos, unfähig und faul stigmatisiert.

 

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MarcusFabian hat am 05.05.2015 - 16:58 folgendes geschrieben:

Für die Betroffenen ist es ein psychologisches Problem, denn wer seine Arbeit verliert wird in unserer Gesellschaft schnell als wertlos, unfähig und faul stigmatisiert.

 

Je mehr Leute es gibt....und es werden,entgegen all den UN-und sonstigen Propheten, schlicht immer mehr...desto wertloser wird halt der Einzelne .

 

Man schaue sich einfach zuerst den Zähler (ganz Unten) , im folgenden Link an .... und schaue das wunderbare Buch  durch..

 

https://populationspeakout.org/the-book/view-book/

 

..und beachte am Schluss des Durchblättens den Zähler nochmals. Ist er bei jemandem gefallen..?  Angel

 

Vielleicht verstehen nun Einige (mehr), warum nicht Demografie das primäre Problem ist. Aber nur vielleicht...

 

 

weico

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weico hat am 10.05.2015 - 10:23 folgendes geschrieben:

Vielleicht verstehen nun Einige (mehr), warum nicht Demografie das primäre Problem ist. Aber nur vielleicht...

Wie schon mehrfach erwähnt, es liegt an dir. Du verstehst immer noch nicht, worum es geht. In diesem Thread geht es um die Demographie. Steht alles im Eröffnungsposting.

Wenn es für dich nicht das primäre Problem ist, dann eröffne doch einen passenden Thread dazu. Wenn du keinen eröffnest, kann man davon ausgehen, dass dieses Thema doch primärerer ist, als es du verstehen kannst.

Es geht in diesem Thread nicht darum, was primär ist. Wenn man z.B. mit Aktien handelt, kann der demografische Wandel  - je nach Branche, in der man investiert ist - positive oder negative Auswirkungen haben.

Da du ja nie was zu Aktien postest, ist dieser Thread für dich nicht relevant.

 

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Elias hat am 11.05.2015 - 08:01 folgendes geschrieben:

weico hat am 10.05.2015 - 10:23 folgendes geschrieben:

Vielleicht verstehen nun Einige (mehr), warum nicht Demografie das primäre Problem ist. Aber nur vielleicht...

Wie schon mehrfach erwähnt, es liegt an dir. Du verstehst immer noch nicht, worum es geht. In diesem Thread geht es um die Demographie. Steht alles im Eröffnungsposting.

 

Du kapierst schlicht den Zusammenhang (noch) nicht.

 

Demografie:

""Sie untersucht ihre alters- und zahlenmäßige Gliederung, ihre geografische Verteilung sowie die Umwelt- und sozialen Faktoren, die für Veränderungen verantwortlich sind. "

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Demografie

 

 

 

weico

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Der demographische Wandel

weico hat am 11.05.2015 - 18:05 folgendes geschrieben:

Elias hat am 11.05.2015 - 08:01 folgendes geschrieben:

weico hat am 10.05.2015 - 10:23 folgendes geschrieben:

Vielleicht verstehen nun Einige (mehr), warum nicht Demografie das primäre Problem ist. Aber nur vielleicht...

Wie schon mehrfach erwähnt, es liegt an dir. Du verstehst immer noch nicht, worum es geht. In diesem Thread geht es um die Demographie. Clapping  Steht alles im Eröffnungsposting.

 

 

Du kapierst schlicht den Zusammenhang (noch) nicht.

 

Demografie:

""Sie untersucht ihre alters- und zahlenmäßige Gliederung, ihre geografische Verteilung sowie die Umwelt- und sozialen Faktoren, die für Veränderungen verantwortlich sind. "

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Demografie

Das ist das, was in meinem Eröffnungsposting steht.

In diesem Thread geht es um die Demographie und dessen Wandel.

 

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Deutschland fehlen laut Studie im Jahr 2020 1,8 Millionen Arbeitskräfte

21.05.2015 08:16

FRANKFURT (awp international) - In fünf Jahren könnten in Deutschland rund 1,8 Millionen Arbeitskräfte fehlen - davon etwa eine halbe Million Akademiker, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Donnerstag) unter Berufung auf eine neue Studie berichtet. Ohne geeignete Gegenmassnahmen werde die Lücke dann bis 2040 auf 3,9 Millionen wachsen, zitiert die Zeitung aus einer Untersuchung der Prognos AG für die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw).

Bei einer Vorgängerstudie vor drei Jahren sei der Bedarf an Akademikern noch höher und an Facharbeitern niedriger geschätzt worden. "Es findet also eine Verschiebung der Fachkräftelücke statt, hin zu den Berufen, die eine Lehre beziehungsweise Technikerausbildung erfordern", sagte vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Dies sei auch ein Resultat der Bildungsexpansion, die die Zahl der Akademiker habe steigen lassen.

Brossardt forderte Gegenmassnahmen, etwa eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit, Verbesserungen des Bildungsniveaus und der Beschäftigungschancen und vor allem die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Frauen./rh/DP/zb

(AWP)

 

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 20:15....auf  3sat  Umstrittene Prognosen Die Macht der Demografen Wie viele Menschen werden am Ende dieses Jahrtausends leben? Regelmäßig erscheinen neue Zahlen. Doch woher kommen sie? Während bis 1800 die Menschheit gemächlich auf etwa 1 Milliarde Bewohner anwuchs, hat sie sich innerhalb von gut 200 Jahren versiebenfacht. Setzt sich diese Entwicklung fort, wäre der Planet bald zu klein, die natürlichen Ressourcen aufgebraucht. Doch das Bevölkerungswachstum hängt von vielen Faktoren ab. Und so sind Demografen seit etwa 250 Jahren damit beschäftigt, Prognosen abzugeben. Ausschlaggebend für demografische Analysen sind im Wesentlichen folgende Faktoren: Geburtenzahl, Sterblichkeit, Aus- und Einwanderung, Altersstruktur. Und hier beginnen schon die Probleme. All diese Werte sind nur für die Vergangenheit gesichert. Niemand kann präzise Entwicklungen wie Technologiesprünge, Kriege, Naturkatastrophen, Wohlstandsverteilung oder Geburtenrückgänge zuverlässig vorhersagen. Die Geschichte der Demografie ist somit auch eine Geschichte der Irrtümer. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ging man etwa in England von einem explosionsartigen Bevölkerungswachstum aus. Für den Großraum London wurden für das Jahr 2010 mehr als 130 Millionen Menschen erwartet tatsächlich sind es heute knapp 14 Millionen. Die Prognosen der Demografen haben Einfluss auf die Politik, von der Ein-Kind-Politik in China bis hin zu Entscheidungen über die Reform der Sozialsysteme in Deutschland. Und das, obwohl die zugrunde liegenden Daten umstritten sind. Entscheidende Faktoren vernachlässigt Die kürzlich erschienene UN-Studie sieht die Bevölkerung bis 2100 auf 9,6 bis 12,3 Milliarden Menschen anwachsen. Doch diese Studie benutzt ein Computermodell, das lediglich die Lebenserwartung von Frauen in jedem Land der Erde mit der Geburtsrate der vergangenen 60 Jahre verknüpft. Mit diesen Daten werden Prognosen für die kommenden 90 Jahre errechnet. Das habe zwar einen gewissen Charme, sagt der Österreicher Wolfgang Lutz vom Internationalen Institut für Angewandte Systemanalyse (IIASA), der in Europa als führender Experte auf dem Gebiet der globalen Demografie gilt. Doch ließen die UN-Forscher zum Beispiel den Einfluss wachsender Bildung auf Geburtenrate und Sterblichkeit außer Acht. Der deutsche Demograf Oskar Burger und seine US-Kollegen John DeLong und Marcus Hamilton beziehen in ihre Vorhersagen gar die weltweit verfügbaren Energie-Ressourcen ein. Ihr Populationsmodell geht von der Beobachtung aus, dass das Bevölkerungswachstum stark vom Pro-Kopf-Energieverbrauch abhängt: Ist genügend Energie nutzbar, begünstigt dies die wirtschaftliche Entwicklung und drückt in der Folge die Geburtenraten. Gerd Bosbach, Professor für Statistik und Empirik an der FH Koblenz ist sehr skeptisch: "Kein großer Aufschwung, keine Krise ist jemals richtig vorhergesagt worden. Das Statistische Bundesamt weiß auch von dieser Ungenauigkeit von Prognosen und rechnet mit zwölf Varianten. Für die Bevölkerungszahl (in Deutschland) von 2060 bedeutet das einen Unterschied von 15,1 Millionen Menschen!" Die Sache mit der Politik

Haben demografische Prognosen überhaupt eine belastbare Aussagekraft? Oder werden diese Zahlen lediglich benutzt, um politische Entscheidungen zu rechtfertigen oder politische Fehler der Vergangenheit zu verbergen? Demografische Gutachten sind in nur dann sinnvoll, wenn auch der politische und gesellschaftliche Wille zur Veränderung da ist. Was in scharf abgegrenzten geografischen und zeitlichen Dimensionen tatsächlich gut berechenbar ist, wird global und über Jahrzehnte betrachtet, schnell sehr ungenau. Die demografische Wissenschaft hat noch längst nicht alle Determinanten durchschaut, die das Leben von Menschen beeinflussen.

weico

 

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