Die Aktie - Ein Auslaufmodell?

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12.09.2011 11:12
#1
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Die Aktie - Ein Auslaufmodell?

Aktien haben in den letzten 10 Jahren mehr Vermögen vernichtet als alle Kriege der USA gesamthaft gekostet haben.

Immer mehr Menschen wenden sich von dieser Art Wertpapiere ab. Viele haben erkannt, dass sie als Retail-Aktionäre nur Mulis sind, die viel geben und wenig erhalten bzw. mit Risiken vollgeladen werden, die sie dann für irgendwelche Abzocker über Stock und Stein säumern.

In den USA, dem Aktienland schlechthin, wurden in den letzten 3 Jahren mehr Genossenschaften gegründet als AG's. Viele Menschen sind nicht mehr bereit ihre Ideen und ihren Einsatz dem Kapital zu vermachen. Lieber bringen sie sich in Gemeinschaften ein, wo jeder gleich viel Risiko trägt und jeder mitbestimmen kann. Der Mensch rückt ins Zentrum, nicht das Kapital.

Während all diese Genossenschaften Tausende von Jobs geschaffen haben, haben AG's in der gleichen Zeit Zehntausende gestrichen. Auch in der CH und vielen Teilen Europs sind die erfolgreichsten und am besten verankerten Unternehmen Genossenschaften. Schon heute sind mehr Menschen Genossen als Aktionäre.

Die Aktie als billiges Kapitalbeschaffungsmittel hat mE ausgedient. Wer heute eine Aktie kauft, hat das einzigste Ziel, sie so schnell wie möglich (optimalerweise mit Gewinn) wieder zu verkaufen...schon das ist eine Bankrotterklärung für die Aktie, die zu einem reinen Spekulations- und Gamblingtoll geworden ist und mit Ökonomie, Volks- bzw. Betriebswirtschaft schan lange nichts mehr zu tun hat.

Die Aktie ist definitiv ein Auslaufmodell....und die Hunde beissen den letzten...also Achtung.

Fine-Tuner

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08.12.2012 17:42
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Nebukadnezar hat am 08.12.2012 - 17:02 folgendes geschrieben:


1913 oder 1912?

http://www.google.ch/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&frm=1&source=web&cd=5&ved=...

Je nach Quellenangabe 1912 oder 1913 .Aber wohl eher 1912 ...! Jedenfalls schon einiges früher als  Fine-Tuner's "Glarner Anarchist"....

 

Zu deinem Quatsch! Es gab schon 1904 ein Verlangen der AHV auf Bundesebene!

http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/schweiz/67552.die-geschichte-de...

 

Es ging nicht um ein Verlangen sondern um die Motion...! Verlangt bzw. Diskutiert wurde die Idee schon viel früher..

 

"Die Idee nahmen in der Schweiz u.a. der Arbeitertag 1883 und der Grütliverein 1886 auf. Bei der Beratung von Art. 34bis BV im März 1890 wollte die parlamentar. Komm. zunächst nicht nur die Kompetenz für die Krankenversicherung und die Unfallversicherung, sondern auch für weitere Sozialversicherungen, z.B. die Altersversicherung, festschreiben, wich jedoch schliessl. dem Druck des Bundesrats"

 

http://www.google.ch/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=3&cad=rja&ve...

 

weico

 

 

 

08.12.2012 17:02
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weico hat am 08.12.2012 - 12:22 folgendes geschrieben:

 

 

 

 

Quatsch !

Otto Weber (ehemaliger Grütlianer) brachte schon 1913 eine Motion ...

http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D4036.php

 

1913 oder 1912?

http://www.google.ch/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&frm=1&source=web&cd=5&ved=...

Zu deinem Quatsch! Es gab schon 1904 ein Verlangen der AHV auf Bundesebene!

http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/schweiz/67552.die-geschichte-de...

 

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Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.

08.12.2012 16:58
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ansporn

die legislative und judikative kann sicherlich nicht als high-frequency-trading angesehen werden, die haben aber bereits ein garantiertes grundeinkommen.

warum soll man etwas ändern wenn es doch so schön läuft? neue kommunikationswege zukunftsmusik? beschleunigung und kostendruck?

achwo, alles schön gemütlich nehmen.

08.12.2012 16:03
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geht nicht

es behaupten viele, die pyramiden könnte man mit heutigen maschinen nur auf sehr aufwendiger art bauen.

die präzision mit der diese bauwerke errichtet wurden, erlangt man angeblich heute nur dank GPS und lasertechnik.

nur dank arbeitsteilung konnten sie es bewerkstelligen. sie wurden erdacht als kalender um die jahreszeiten zu beobachten, um den bauern ein verlässliches werkzeug zu geben, das volk zu ernähren und neues zu erschaffen.

angeblich hat aber die religion massgeblich dazu beigetragen sich untereinander zu verstreiten und wissensquellen zu verstopfen.

na jedenfalls behaupten manche, die wichtigsten bauwerke im alten ägypten seien um 10'500 v.chf entstanden. wer weiss schon, was damals für ein wohlstand herrschte, was als kriegerische tat bezeichnet wurde oder wie die leute dazu überredet wurden zu arbeiten.

alles entstand aus langer weile.

08.12.2012 15:46
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Elias hat am 07.12.2012 - 08:00 folgendes geschrieben:

Woher das Geld für das Grundeinkommen kommen soll, hat sich noch keiner gefragt.

Solange man in "Einkommen" denkt (Geld, Gold, Silber, Salär = Salzgeld, etc.) dreht man sich im Kreis. L'État, c'est moi.

Keiner käme auf einer einsamen Insel auf die Idee, sich ein Grundeinkommen zu gönnen.

 

Mit anderen Worten: Es geht nicht.

Und wenn alle Arbeiten nur noch von Maschinen und Robotern erledigt werden und man sich herumbeamen kann, braucht es kein Geld und Grundeinkommen mehr. Die Ägypter haben in ihrem im Überfluss angefangen Pyramiden zu bauen.

Das heisst, die haben was zu essen bekommen, wenn sie Steine gehauen und geschleppt haben. Nix Grundeinkommen.

 

Wie oben erwähnt: von mir aus kann das Grundeinkommen kommen. Dann höre ich auf zu arbeiten.

 

Und wenn sich das herumspricht, gibt es massenweise Scheinehen. Alle konvertieren zu den Mormonen, damit es noch lukrativer wird.

 

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

08.12.2012 12:22
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Fine-Tuner hat am 07.12.2012 - 23:15 folgendes geschrieben:


 Ich verstehe aber nicht, warum sich so viele Menschen dieser Debatte verweigern?! ........könnte es sein, dass man sich fürchtet, dass einem die Argumente ausgehen könnten...... es ist mir völlig bewusst, dass solche Ideen zuerst einmal verunsichern. 

Viele Leute wollen sich eben nicht mit unseriösen Ideen abgeben.DIe Befürworter legen schlicht keine WIRKLICH REALISTE und NACHVOLLZIEHBARE Zahlen,zwecks Finanzierung,auf den Tisch.

Rudolf Stahm sagt richtigerweise:

"Ein Prozentpunkt Mehrwertsteuer ergibt bei uns derzeit rund 2,6 Milliarden Franken Bundeseinnahmen. Man müsste also auf den heutigen Mehrwertsteuer-Normalsatz von 8% zusätzliche 30 bis 40 Mehrwertsteuerprozente hinzuschlagen, notabene mit einer entsprechenden Erhöhung des allgemeinen Preisniveaus. "

"Die Initianten verzichten (oder vergassen) in ihrem Initiativtext auf eine Bezifferung eines Konsumsteuersatzes. Der Mehrwertsteuersatz (von derzeit 8%) ist aber heute in der Bundesverfassung beziffert. Wollte man ihn anheben, müsste die Verfassung erneut abgeändert werden. Ansonsten bliebe der Verfassungstext gemäss Volksinitiative selbst bei deren Annahme toter Buchstabe. Das ist eine Publikumstäuschung."

 

economiesuisse sieht noch höhere Mehrwertsteuern (und bringt auch ZAHLEN) ...:

http://www.economiesuisse.ch/de/PDF%20Download%20Files/dp21_grundeinkomm...

 

Die gescheiterte Initiative:"Für ein bedingungsloses Grundeinkommen finanziert durch Energielenkungsabgaben" war da wesentliche ehrlicher,in bezug auf die Finanzierung ..

http://www.admin.ch/ch/d/pore/vi/vis388t.html

 

Als die jetzige Initiative:

http://www.admin.ch/ch/d/pore/vi/vis423t.html

 

Auch die AHV war 1921 als Hirngespinst von Irrenhäuslern (parlamentarischen Motion von Toni Enzler, ein Glarner und Anarchist, wer sonst) verlacht worden.

Quatsch !

Otto Weber (ehemaliger Grütlianer) brachte schon 1913 eine Motion ...

http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D4036.php

 

 

Ein Werk, um das uns die ganze Welt beneidet, das hundertfach kopiert wurde und ein wesentlicher Pfeiler unseres heutigen Wohlstandes und unserer heutigen Kaufkraft ist.

 

..wir "kopierten" die beneidenswerte Idee einfach von den DEUTSCHEN ... die ein solches Gesetz  schon 1889 einführten....!

 

"Einfluss gewann v.a. die Debatte in Deutschland, die dort 1889 zur öffentl.-rechtl. Invaliditäts- und Altersversicherung führte. Die Idee nahmen in der Schweiz u.a. der Arbeitertag 1883 und der Grütliverein 1886 auf.

http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D16611.php  (Vorgeschichte..)

http://de.wikisource.org/wiki/Gesetz,_betreffend_die_Invalidit%C3%A4ts-_...

 

 

weico

 

07.12.2012 23:15
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Elias hat am 07.12.2012 - 08:00 folgendes geschrieben:

 

Elias hat am 06.12.2012 - 12:26 folgendes geschrieben:

.....

Auch zum Grundeinkommen habe ich mich schon geäussert. Wenn es kommt, höre ich auf zu arbeiten, weil es mein Leben einfacher und bequemer macht. Es gibt noch viele Tauchgebiete und Länder zu entdecken.

Auch die Vermieter werden dann ein ruhigeres Leben haben, kann man doch dann den Mietzins gleich vom Grundeinkommen pfänden.

 

.......

Also, das Grundeinkommen kommt ganz sicher nicht...morgen. Ich verstehe aber nicht, warum sich so viele Menschen dieser Debatte verweigern?! ........könnte es sein, dass man sich fürchtet, dass einem die Argumente ausgehen könnten...... es ist mir völlig bewusst, dass solche Ideen zuerst einmal verunsichern. 

Auch die AHV war 1921 als Hirngespinst von Irrenhäuslern (parlamentarischen Motion von Toni Enzler, ein Glarner und Anarchist, wer sonst) verlacht worden. 1931 wurde die AHV das erste mal - hochkant - vom Volk abgelehnt....dieses Zeug war des Teufels. Erst 1945, 24 Jahre und 3 Volksabstimmungen später, als die Not gross doch die Solidarität unter den Menschen stärker war (wie nie mehr seither) wurde die AHV, sehr knapp,  entgegen dem Willen des Parlaments vom Volk eingeführt. Ein Werk, um das uns die ganze Welt beneidet, das hundertfach kopiert wurde und ein wesentlicher Pfeiler unseres heutigen Wohlstandes und unserer heutigen Kaufkraft ist.

Fine-Tuner

07.12.2012 08:00
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Fine-Tuner hat am 06.12.2012 - 15:04 folgendes geschrieben:

Elias hat am 06.12.2012 - 12:26 folgendes geschrieben:

Also beschliessen wir folgendes:

AHV und Pensionskassen dürfen ab sofort keine Wertschriften mehr kaufen, sondern nur noch Immobilien. Dort können sie dann den Mietzins beliebig erhöhen, bis der geforderte Gewinn zur Deckung der Renten erzielt wird.

 

Mir soll's recht sein. Bin ja kein Mieter.

Du kannst dich - wie so viele - nicht von althergebrachten Mustern lösen. Du denkst in Anlagekategorien - wie so viele- .....das ist einfach und bequem. Doch bringt uns nicht weiter. Wir drehen uns im Kreis.

Nein, ich denke nicht in Anlagekategorien, da verwechselst du mich mit anderen.

Dass das Zinssystem wegen der Exponentialfunktion nicht ewig funktionieren kann, habe ich schon mehrfach geäussert. Trotzdem mache ich dabei mit, weil es mir das Leben einfacher und bequemer macht. Ich habe keine Lust, in der kurzen Zeit meines Daseins in Foren rumzujammern.

Auch zum Grundeinkommen habe ich mich schon geäussert. Wenn es kommt, höre ich auf zu arbeiten, weil es mein Leben einfacher und bequemer macht. Es gibt noch viele Tauchgebiete und Länder zu entdecken.

Auch die Vermieter werden dann ein ruhigeres Leben haben, kann man doch dann den Mietzins gleich vom Grundeinkommen pfänden.

Woher das Geld für das Grundeinkommen kommen soll, hat sich noch keiner gefragt.

Solange man in "Einkommen" denkt (Geld, Gold, Silber, Salär = Salzgeld, etc.) dreht man sich im Kreis. L'État, c'est moi. Keine käme auf einer einsamen Insel auf die Idee, sich ein Grundeinkommen zu gönnen. Wer den Staat bestreikt, bestreikt sich selber. Wer vom Staat etwas fordert, fordert es im Grunde genommen von sich.

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

06.12.2012 15:04
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Elias hat am 06.12.2012 - 12:26 folgendes geschrieben:

Also beschliessen wir folgendes:

AHV und Pensionskassen dürfen ab sofort keine Wertschriften mehr kaufen, sondern nur noch Immobilien. Dort können sie dann den Mietzins beliebig erhöhen, bis der geforderte Gewinn zur Deckung der Renten erzielt wird.

 

Mir soll's recht sein. Bin ja kein Mieter.

 

 

Du kannst dich - wie so viele - nicht von althergebrachten Mustern lösen. Du denkst in Anlagekategorien - wie so viele- .....das ist einfach und bequem. Doch bringt uns nicht weiter. Wir drehen uns im Kreis.

Mach hier mit: http://bedingungslos.ch und du hilfst mit, dass wir uns in diesem Land Gedanken über völlig neue Ansätze und Modelle machen (müssen, so oder so). Modelle, die ohne Anlagekategorie und stupides Renditedenken auskommen. Auch wenn die Idee in den nächsten Jahren keine Chance vor dem Volk hat, ist sie eine Provokation, die auch die grausten Hirnzellen zum mahlen zwingen wird. Wäre eine gute Sache, wenn die Initiative zustande käme.

Der aktuelle Transfermechanismus, mit all den hunderten von Sozialversicherungs-Kässeli, von denen zur Zeit vor allem die völlig aufgeblähte Finanzindustrie, einem riesigen Polypen gleich, profitiert, kann nicht im Interesse der Menschen - in diesem Zusammenhang despektierlich als "Versicherte" bezeichnet - sein. 

Wir brauchen nicht dutzende von Versicherung, wir brauchen ein Grundeinkommen. Wir brauchen nicht "versicherte", sondern selbstbestimmte Bürger.

Fine-Tuner

06.12.2012 12:26
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Also beschliessen wir folgendes:

AHV und Pensionskassen dürfen ab sofort keine Wertschriften mehr kaufen, sondern nur noch Immobilien. Dort können sie dann den Mietzins beliebig erhöhen, bis der geforderte Gewinn zur Deckung der Renten erzielt wird.

 

Mir soll's recht sein. Bin ja kein Mieter.

 

 

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Benjamin Franklin

06.12.2012 11:45
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Paradox: Obwohl der SMI steigt und steigt, herrscht unter den Anlegern ein kaum gesehener Kaufstreik. Der Börse droht der tiefste Jahresumsatz seit 2001. (Quelle: Cash)

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Trotzdem muss man sich fragen, wer dennoch Aktien kauft und die Kurse treibt? ....Pensionskassen?....Versicherungen?....Fonds?......Sie kaufen Aktien  mit anvertrautem Geld, mit unserem Geld.....die natürlichen Personen dahinter (PK-Verwalter, Versicherungs- und Bankbeamte), kaufen offensichtlich selbst keine Aktien mehr. Warum kaufen diese Personen Aktien für ihre Versicherten, wenn sie selber - als Privatperson - Aktien meiden? Das ist paradox!

Die privaten Anleger wollen anscheinend nicht mehr Muli sein. Zu viele Rücken wurden gebrochen, zu viele Existenzen mit "Börselen" ruiniert. Die Menschen haben erkannt, dass Wertpapiere immer zum Nachteil des Käufers ausgelegt sind. Umso verwerflicher ist es, dass mit Milliarden an anvertrauten Geldern (1., 2., 3. Säule) Wertpapiere gekauft werden. Wie verantwortungslos ist das denn?

Alle Wertpapierverluste der letzen Jahre aus der 1., 2. und 3. Säule zusammengezählt, würde reichen um die AHV für die nächsten zehn Jahre zu finanzieren. Jetzt will man das PK Alter für Frauen auf 65 erhöhen. Sie sollen jetzt für all diese Verantwortungslosigkeiten - und natürlich auch die völlig überhöhten Saläre der PK-Verwalter - zahlen? Das ist paradox!

Fine-Tuner

20.11.2011 13:05
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Kleinaktionäre - Mulis des Kapitalismus

Wie Mulis tragen die Kleinaktionäre die Risiken der Weltwirtschaft über die Pfade des Kapitalismus - angetrieben von den modernen Säumern der Finanzindustrie - bis ihnen das Rückgrat bricht; sie als Gulasch in den Suppentöpfen der Säumer enden und ihre Lasten auf den Rücken der verbleibenden Mulis verteilt werden....und wenn sie nicht gestorben sind, tragen sie noch heute.....bis der letzte Mulirücken gebrochen ist.

Fine-Tuner

13.09.2011 20:22
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Re: Die Aktie - Ein Auslaufmodell?

Fine-Tuner wrote:

Die Aktie ist definitiv ein Auslaufmodell....und die Hunde beissen den letzten...also Achtung.

Fine-Tuner

Da haben die Hunde wohl den falschen gebissen... Aktien müssen nicht unbedingt "public traded" sein und oftmals sind die Mitarbeiter auch die Aktionäre.

Aber Du hast recht, es werden bei fortschreitender Deflation immer mehr Aktionäre erkennen, was es heisst, Aktionär zu sein, wenn die Gesellschaften in die Hände der Gläubiger fallen.

Die Aktie bietet insofern einen grossen Vorteil, dass sie die Entlöhnung von Eigentumslosen vorfinanzieren kann.

In der klassischen Genossenschaft bringt eher jeder etwas ein und mit diesen Einlagen wird dann gewirtschaftet.

Die Probleme, die wir an den Börsen sehen, haben eher etwas mit den 30-jährigen Zinssenkungen zu tun, die es erlaubten, Werte immer höher auf margin hochzukaufen.

12.09.2011 11:25
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Abgerechnet wird am Schluss

Es ist ja völlig klar, das Genossenschaften für vieles Vorteile haben.

Bin aber überzeugt, dass ein Lidl eine Migros mächtig in die Bredouille bringen kann,weil bei Mama Migi der Grössenwahn längst jede Kontrolle weggewischt hat.

Es gab mal eine nette kleine SelbsthilfeGLB in Langnau, als der nette Gründungsgeschäftsführer in Pengsiong wanderte,waren sie mit Aktienspekulationen gerade 6 Millionen in den Miesen.

(wohl überflüssig zu erwähnen,dass der nette SVPler auch Kirchgemeindepräsident von Langnau war)