Die Entwicklung der Weltwirtschaft

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25.02.2013 12:06
#1
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Die Entwicklung der Weltwirtschaft

Die Geschwindigkeit, mit der das Durchschnittseinkommen seit 1850 in Europa und in den letzten Jahrzehnten in Asien zunahm, verschlägt einem den Atem, wenn man die Menschheitsgeschichte aus der Vogelperspektive betrachtet.

In diesem Sinne hat Clark recht: Der Unterschied zwischen dem Leben in der Steinzeit und dem Leben im 18. Jahrhundert ist von heute aus betrachtet irrelevant.

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Benjamin Franklin

09.01.2014 11:31
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Wirtschaftsklima hellt sich deutlich auf

Die Stimmung in der Wirtschaft der Euro-Zone hat sich im Dezember überraschend deutlich aufgehellt und ist derzeit so gut wie seit rund zweieinhalb Jahren nicht mehr.

Das Barometer stieg zum Vormonat um 1,6 auf 100 Punkte und damit das achte Mal in Folge, wie die EU-Kommission am Donnerstag mitteilte. Der Aufwärtstrend geht querbeet durch die Bereiche Industrie, Dienstleister, Einzelhandel und Bau. Auch bei den Verbrauchern besserte sich die Stimmung.

Der separat ermittelte Geschäftsklimaindex hingegen gab nach sieben Anstiegen hintereinander wieder etwas nach. Das Barometer sank auf plus 0,27 Punkte von plus 0,31 Zählern. Zuletzt hatten auch die Markit-Umfragen unter Einkaufsmanagern im Dezember für positive Konjunktursignale gesorgt.

http://www.cash.ch/news/front/wirtschaftsklima_hellt_sich_deutlich_auf-3...

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05.01.2014 16:33
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George Soros

Verlagerungen innerhalb der Weltwirtschaft

 

Während sich das Jahr 2013 dem Ende zuneigt, wirken sich die Bemühungen der meisten einflussreichen Volkswirtschaften weltweitaußer in der Eurozonepositiv aus. Alle die Weltwirtschaft nun noch bedrohenden Probleme sind politischer Art.

http://www.project-syndicate.org/commentary/george-soros-maps-the-terrai...

 

 

weico

03.01.2014 10:00
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Schweizer Wirtschaft gewinnt an Schwung

Das KOF-Barometer signalisiert eine Wachstumsbeschleunigung in der Schweiz. Im Dezember erreichte der Index den höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren.

Das KOF-Konjunkturbarometer stieg im Dezember 2013 auf 1,95 Punkte von 1,85 Zählern im November, wie die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich am Freitag mitteilte. Das ist der höchste Wert seit Juli 2011. "Die jüngste Entwicklung des Konjunkturbarometers bekräftigt das Vertrauen in die derzeitige Aufwärtsphase der Schweizer Konjunktur", wie es hiess. Ökonomen hatten im Schnitt mit einem Anstieg auf 1,93 Punkte gerechnet.

http://www.cash.ch/news/top_news/schweizer_wirtschaft_gewinnt_an_schwung...

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24.09.2013 10:37
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Ifo-Geschäftsklima hellt sich weiter auf

Die Stimmung in den Führungsetagen der deutschen Wirtschaft hat sich im September den fünften Monat in Folge aufgehellt.

Der Ifo-Geschäftsklimaindex kletterte auf 107,7 Punkte von 107,6 Zählern im Vormonat, wie das Münchner Ifo-Institut am Dienstag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten allerdings mit einem Anstieg auf 108,2 Zähler gerechnet. Die rund 7000 befragten Manager schätzten ihre Geschäftslage zwar schlechter ein, bewerteten die Aussichten für die kommenden sechs Monate aber etwas besser ein als zuletzt.

Das Bruttoinlandsprodukt war im zweiten Quartal mit 0,7 Prozent so stark gewachsen wie seit einem Jahr nicht mehr - auch weil die im ebenso langen wie strengen Winter liegengebliebenen Arbeiten nachgeholt wurden. Für das zu Ende gehende dritte Quartal rechnen viele Analysten mit einem Plus von etwa 0,4 Prozent.

http://www.cash.ch/news/top_news/ifogeschaeftsklima_hellt_sich_weiter_au...

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23.09.2013 16:07
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Wirtschaft wächst schneller als erwartet

Noch vor drei Monaten sagten die ETH-Konjunkturforscher ein Wachstum der Schweizer Wirtschaft um 1,4 Prozent voraus. Jetzt korrigieren sie die Prognose auf 1,9 Prozent.

 

http://www.20min.ch/finance/news/story/Wirtschaft-waechst-schneller-als-...

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19.09.2013 08:51
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Seco schraubt Prognosen hoch

Die Ökonomen des Bundes sind optimistisch: Sie schrauben die Konjunkturprognosen deutlich nach oben. Und rechnen mit einem Wachstum von 1,8 statt bisher 1,4 Prozent.

 

Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) sieht die Entwicklung der Schweizer Wirtschaft optimistisch und hat seine Prognosen nach oben geschraubt.

Für das kommende Jahr rechnen die Ökonomen des Bundes mit einem Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 2,3 Prozent.

Bei ihrer letzten Einschätzung waren sie noch von 2,1 Prozent ausgegangen. Noch stärker hoben sie die Schätzung für das laufende Jahr an. Die Konjunkturexperten erwarten nun ein Wachstum von 1,8 Prozent statt bisher 1,4 Prozent, wie das Seco am Donnerstag mitteilte.

Gute Aussichten für den Export

Während das Wachstum 2013 laut Seco vor allem der ungebrochen lebhaften Binnenkonjunktur zu verdanken sein wird, rechnen die Experten für das kommende Jahr auch wieder mit kräftigen Impulsen von der Exportwirtschaft.

Die Aussichten für den Arbeitsmarkt haben sich gegenüber der letzten Prognose ebenfalls aufgehellt: War das Seco im Juni noch von einer Arbeitslosenquote von 3,3 Prozent sowohl für 2013 als auch für 2014 ausgegangen, erwartet es nun für beide Jahre eine leicht tiefere Quote von 3,2 Prozent.

http://www.20min.ch/finance/news/story/Seco-schraubt-Prognosen-hoch-1753...

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11.09.2013 14:23
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UBS ruft 80er-Jahre-Boom in Erinnerung

Starke Wachstumszahlen, boomender Konsum – und dann der Immobiliencrash? Die UBS legt höhere BIP-Prognosen vor – und warnt.

Die Grossbank UBS korrigiert ihre bislang eher zurückhaltende Prognose zum Wachstum der Schweizer Wirtschaft deutlich nach oben. Für 2013 verdoppelte sie die erwartete Zunahme des Bruttoinlandproduktes (BIP) von 0,9 auf 1,8 Prozent.

2014 rechnen die Ökonomen der grössten Schweizer Bank laut Communiqué vom Mittwoch neu mit einem Wachstum von 2,0 Prozent, nachdem sie im Juli noch von 1,3 Prozent ausgegangen waren. Die UBS kehrt damit von ihrer im Vergleich eher wenig optimistischen Einschätzung ab und sieht die Konjunkturperspektiven ähnlich wie die Credit Suisse und BAK Basel, die ihre Prognosen gestern erhöht haben.

BIP-Wachstum als Grund

Grund für die Anpassungen sind die überraschend guten Zahlen zum BIP-Wachstum im zweiten Quartal, die vergangene Woche bekannt geworden sind. Die Wirtschaftsleistung wuchs im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,5 Prozent.

Die Zahlen bestätigten den seit einigen Quartalen anhaltenden Trend und zeichneten das Bild einer boomenden Schweizer Binnenwirtschaft, schreibt die UBS. Mit einem Wachstum von 3,0 Prozent dürfe beim Privatkonsum sogar von einem Konsumboom gesprochen werden.

Dieser sei vergleichbar mit jenem der späten 1980er-Jahre. Der Boom habe damals in einem Immobiliencrash geendet und zu hohen Teuerungsraten von über 6 Prozent geführt, warnt die UBS.

«Nährbeet expansive Geldpolitik»

Entscheidender Faktor sei nicht die Einwanderung: Die Personenfreizügigkeit sei zwar eine notwendige Voraussetzung und Unterstützung für den Aufschwung der Binnenwirtschaft. «Das Nährbeet dürfte aber in der expansiven Geldpolitik zu suchen sein», erklärt die Bank. Das billige Geld treibe die Binnenwirtschaft über den Immobilienmarkt an.

Die Personenfreizügigkeit habe bisher die Entstehung einer Lohn-Preis-Spirale verhindert, hält die UBS fest. «Trotzdem ist nicht ausgeschlossen, dass der Boom der Binnenwirtschaft in Zukunft zu einer steigenden Teuerung führt.»

So sei seit einigen Monaten ein Anstieg der Preise für inländische Güter erkennbar. Die UBS erwartet für 2014 zwar lediglich eine Teuerung von 0,7 Prozent. Sollte sich der Preisanstieg aber beschleunigen, werde die Schweizerische Nationalbank SNB nicht umhin kommen, sich Gedanken über eine Straffung ihrer ultra-expansiven Geldpolitik zu machen.

Der erste Schritt bestünde in der Aufgabe der Kursuntergrenze und einer Abschöpfung der Überschussliquidität. Erst danach könnte die SNB die Zinsen anheben, hiess es.

Wieder grössere Euro-Kurs-Schwankungen

Die UBS erwartet zwar, dass der Euro-Mindestkurs bis auf weiteres bestehen bleibt. Langfristig allerdings dürfte die Kursuntergrenze fallen und der Franken wieder frei schwanken. Investoren und Unternehmer sollten sich laut UBS darauf einstellen, «dass langfristig wieder mit bedeutend grösseren Schwankungen des Euro-Franken-Kurses zu rechnen ist».

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/UBS-ru...

 

Der grosse Unterschied zu den 80ern: der demographische Wandel und die Vorsorge (BVG) seit Mitte den 80ern.

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25.08.2013 11:14
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«Es ist schwierig, optimistisch zu sein»

Dem nächsten Vorsitzenden der US-Notenbank steht eventuell ein erschreckendes Szenario bevor: Die «neue Normalität» in der US-Wirtschaft könnte noch schlimmer sein als bisher erwartet.

Laut Schätzungen von JPMorgan Chase ist die langfristige Potenzialwachstumsrate auf 1,75 Prozent jährlich gesunken, während das Bruttoinlandsprodukt seit 1990 ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 2,5 Prozent verzeichnet hat. Das wäre das niedrigste Niveau seit dem Zweiten Weltkrieg und unter der Marke von 2 Prozent, die der Vermögensverwalter Pacific Investment Management Co. als neue Normalität für die Wirtschaft ansieht.

Die “US-Zukunft ist auch nicht mehr das, was sie einst war”, sagt Michael Feroli, Chef-US-Ökonom bei JPMorgan in New York. Die sinkenden Produktivitätszuwächse und ein schwächerer Anstieg der Erwerbsbevölkerung “sollten das durchschnittliche US-Wachstum” langfristig begrenzen.

Die Ökonomen und Zentralbanker, die derzeit an der Jahrestagung der Federal Reserve in Jackson Hole, Wyoming, teilnehmen, sind sich der Implikationen bewusst: Eine geringere Potenzialwachstumsrate - das höchste Tempo, mit dem die Wirtschaft wachsen kann, ohne die Inflation anzuheizen -- bedeutet, dass die Fed rascher an der Zinsschraube drehen müsste, wenn die Konjunktur wieder Fahrt aufnimmt. Ein schwächeres Wachstum würde zudem die Fähigkeit von Unternehmen begrenzen, den Gewinn zu steigern, und von Arbeitnehmern, Lohnzuwächse zu erlangen. Auch dürfte es schwieriger werden, das Haushaltsdefizit zu senken.

"Weniger Innovation und weniger Stimulierung"

“Es ist schwer, optimistisch zu sein”, erklärt Edmund Phelps, Professor an der Columbia University in New York und Gewinner des Nobel-Preises für Wirtschaftswissenschaften im Jahr 2006. “Es gibt weniger Innovation und weniger Stimulierung.”

Der Fed-Vorsitzende Ben S. Bernanke sagte im November, dass die Finanzkrise und ihre Nachwirkungen wahrscheinlich die “Potenzialwachstumsrate reduziert” haben, da entmutigte Arbeitnehmer aus der Erwerbsbevölkerung herausgefallen seien und Unternehmen sich mit Investments zurückgehalten haben.

Er äußerte jedoch die Hoffnung, dass diese Wachstumsbeeinträchtigungen nicht lange anhalten werden. “Die Auswirkungen der Krise auf das Potenzialwachstum dürften nachlassen, wenn sich die Wirtschaft weiter regeneriert”, sagte Bernanke, der an der Tagung in Jackson Hole nicht teilnimmt, in einer Rede in New York am 20. November.

Lawrence Summers, den Präsident Barack Obama als einen Kandidaten für die Nachfolge von Bernanke genannt hat, sagte auf einer Konferenz von Drobny Global Advisors im April, er rechne damit, dass die Wirtschaft in den kommenden 18 Monaten an Fahrt gewinne. Wenn das jedoch nicht eintrete, würde es signalisieren, dass das Potenzialwachstum niedriger ist und mehr der unterdurchschnittlichen Entwicklung der vergangenen Jahre entspreche, so Summers laut einem Redemanuskript.

Schwächere Expansion der Erwerbsbevölkerung

Seit Ende der Rezession im Juni 2009 sind die USA mit einer durchschnittlichen Jahresrate von 2,2 Prozent gewachsen. Im zweiten Quartal stieg das BIP einer vorläufigen Schätzung des Handelsministeriums zufolge um 1,7 Prozent.

Die Fed sieht die längerfristige Wachstumsrate der Wirtschaft zwischen 2 und 3 Prozent, wie aus am 19. Juni veröffentlichten Daten der Notenbank hervorgeht. Die Schätzung für die Zentraltendenz, bei der die drei höchsten und drei niedrigsten Schätzungen der 19 geldpolitischen Entscheider ausgenommen werden, belief sich auf 2,3 bis 2,5 Prozent.

Ein Rückgang in der Konjunkturdynamik schließt nicht aus, dass die Wirtschaft eine Zeitlang schneller wächst. Aber es würde bedeuten, dass die durchschnittliche Wachstumsrate über einen längeren Zeitraum nicht die Potenzialrate übersteigen kann - die Summe aus dem Wachstum der Erwerbsbevölkerung und der Arbeitsproduktivität. Und bei beiden Größen sieht Feroli Schwächen.

Er rechnet in den nächsten fünf Jahren mit einer schwächeren Expansion der Erwerbsbevölkerung, da die in die Jahre gekommenen Babyboomer in Rente gehen und strengere Grenzkontrollen die Einwanderung beschränken. Auch argumentiert er, das sich nicht nur der Fortschritt in der Informationstechnologie verlangsamt habe, sondern die Unternehmen auch weniger für IT sowie Forschung und Entwicklung ausgeben als in der Vergangenheit.

"Flexibel und rasch anpassungsfähig"

Ähnlich wie Feroli schätzt Professor Robert Gordon von der Northwestern University das Produktivitätswachstum ein. Er hat im vergangenen Jahr prognostiziert, dass das BIP pro Kopf zwischen 2007 und 2027 mit der niedrigsten Rate eines 20-Jahres-Zeitraums in der US-Geschichte wachsen wird.

Andere Ökonomen, darunter Mohamed El-Erian, der Vorstandsvorsitzende von Pimco, Kenneth Rogoff von der Harvard University und der Nobel-Preisträger Michael Spence, sind nicht so pessimistisch. “Die amerikanische Wirtschaft hat immer noch große Stärken bei der Innovation”, sagte Spence, Professor an der Stern School of Business der New York University. “Sie ist sehr flexibel und rasch anpassungsfähig.”

http://www.cash.ch/news/top_news/es_ist_schwierig_optimistisch_zu_sein-3...

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Benjamin Franklin

02.08.2013 13:49
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Berichtssaison-Zwischenbilanz: Europa gehts besser

Vom Luxusautohersteller Daimler über den französischen Baukonzern Vinci zum Tech-Anbieter IBM - weltweit operierende Unternehmen bestätigen übereinstimmend: Europa hat das Schlimmste überstanden.

Über die Hälfte der im Benchmarkindex Stoxx Europe 600 gelisteten Unternehmen, die bislang Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt haben, übertrafen die Umsatzprognosen der Analysten. Im vorangegangenen Quartal traf das nur auf etwa 40 Prozent zu. Ein Großteil der Verbesserung geht auf höhere Umsätze in Nordamerika und Asien zurück, doch haben die Auswirkungen der Schuldenkrise in Europa die Zuwächse diesmal nicht überlagert.

“Frankreich hält sich besser als wir vor sechs Monaten gedacht hätten”, sagte Xavier Huillard, CEO von Vinci, dem größten Baukonzern Europas, der daneben mautpflichtige Straßen betreibt. “Der Verkehr ist oft ein vorauslaufender Indikator, und es hat den Anschein, als hätten wir die Talsohle erreicht und als habe die Erholungsphase eingesetzt.”

Anflüge von Optimismus bei Konzernlenkern gesellen sich zu Wirtschaftsdaten aus der Region, die belegen, dass Europa dabei ist, seine lange Rezession hinter sich zu lassen. Ausschlaggebend ist dabei die konjunkturelle Erholung in Deutschland. Mario Draghi, der Präsident der Europäischen Zentralbank, sagte am Donnerstag nach unerwartet starken Daten aus dem verarbeitenden Gewerbe, die Eurozone habe das Schlimmste hinter sich.

Die Autohersteller - mit die am stärksten unter der Rezession leidende Branche - betonen zwar, es könne viele Jahre dauern bis das Absatzniveau des Rekordjahres 2009 wieder erreicht wird, geben sich aber mittlerweile überzeugt, dass ihre Lage sich immerhin nicht weiter verschlechtert. Der Stoxx 600 Automobiles & Parts ist mit einem Plus von 20 Prozent seit Jahresbeginn der Branchenindex, der in Europa die beste Entwicklung aufweist.

Talsohle erreicht

Die vorliegenden Zahlen “scheinen zu zeigen, dass der Markt in der ersten Jahreshälfte die Talsohle erreicht hat”, sagte Jean-Baptiste de Chatillon, der Finanzvorstand von PSA Peugeot Citroen. Der zweitgrößte Autohersteller der Region hat dank erfolgreicher Sparmaßnahmen für das zweite Quartal einen Verlust vorgelegt, der geringer ausfiel als von Analysten erwartet.

In Frankreich stieg im Juli erstmals seit knapp zwei Jahren der Autoabsatz, teilte der Herstellerverband CCFA am Donnerstag mit. Der Zuwachs von 0,9 Prozent wird zwar den Absturz des ersten Halbjahres nicht ausgleichen, und für das Gesamtjahr dürfte die Absatzbilanz so dünn ausfallen wie zuletzt 1997, doch: “die Abwärtsbewegung geht zu Ende”, wie der Verband feststellte.

Daimler, wo man im vergangenen Jahr ein Rentabilitätsziel, das bereits 2010 hätte erreicht werden sollen, auf unbestimmte Zeit vertagte, rechnet für die zweite Jahreshälfte mit erheblichen Gewinnsteigerungen. Auch amerikanische Unternehmen berichten nach Umsatzeinbrüchen im ersten Quartal von einer Aufhellung in Europa in den drei Monaten ab April.

“Wir sehen selbst inmitten der lahmen Konjunktur Fortschritte”, sagte Darren Wells, Finanzvorstand beim Reifenhersteller Goodyear Tire & Rubber, diese Woche auf einer Telefonkonferenz. In einer Abkehr vom Trend der vorangegangenen fünf Quartale sei in Europa, Nahost und Afrika mehr verkauft worden und auch beim operativen Gewinn sei eine Verbesserung spürbar.

Abwärtstrend verlangsamt

“In Europa hat sich der Abwärtstrend gegenüber dem Vorquartal verlangsamt”, sagte Mark Loughridge, der Finanzvorstand von IBM, auf einer Telefonkonferenz am 17. Juli. In mehreren größeren Ländern habe sich die Wachstumsrate verbessert.

Im Standard & Poor’s 500 Index haben von den 373 Unternehmen, die in der aktuellen Berichtssaison Zahlen vorgelegt haben, etwa 56 Prozent die Umsatzprognosen übertroffen. Das traf im ersten Quartal nur auf 48 Prozent zu. Positive Überraschungen beim Gewinn meldeten 73 Prozent der Firmen, damit war dieser Wert gegenüber den ersten drei Monaten unverändert.

http://www.cash.ch/news/top_news/berichtssaisonzwischenbilanz_europa_geh...

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03.03.2013 19:30
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3D-Drucker sind erst der Anfang

 Die nächste industrielle Revolution ist bereits im Gange: In zwanzig Jahren könnte jeder Haushalt eine computergesteuerte Fertigungsmaschine für Alltagsgegenstände besitzen. Die möglichen Folgen zeichnen sich schon jetzt ab.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/bilder-und-zeiten/interview-mit-ne...

 

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01.03.2013 09:38
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Die Wirtschaft ist ein komplexes System mit vielen Einflüssen (politische Unruhen, Währungskriege, Wirtschaftskriege, Naturkatastrophen, Überproduktion, Schweinezyklus, Missernten, etc). In der Schweiz schwankt viel Geld herum und die Wirtschaft ist trotzdem recht stabil. Wie schon mehrfach erwähnt: wir befinden uns in vielerlei Hinsicht auf Neuland (demographische Entwicklung, Globalisierung, Vernetzung & Zugang zu Wissen und aktuelle Nachrichten, rasante Fortschritte in Medizin & Technik, aufstrebende Märkte,).

Das wir uns hier im Forum austauschen, ist vor 20 Jahren undenkbar gewesen.

Wer hat's gesagt?

"Internet ist nur ein Hype." So kann man sich irren. Doch der Urheber dieser Fehleinschätzung ist kein Laie, sondern ein weltbekannter Unternehmer. Und er ist kein Einzelfall. manager-magazin.de hat die schlimmsten Fehlurteile über technische Neuheiten gesammelt - von Bill Gates bis Werner von Siemens. Testen Sie Ihr Wissen. http://www.manager-magazin.de/unternehmen/karriere/0,2828,516109,00.html

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Benjamin Franklin

01.03.2013 08:41
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Zweifel am Monetarismus...

Milton Friedmans Monetarismus geht ja davon aus, die Wirtschaft wäre grundsätzlich stabil, und Konjunkturschwankungen wären im Grunde immer nur Geldmengenschwankungen. Angesichts der hier vorgelegten Fakten fragt man sich natürlich, inwieweit diese Vorstellung von einer stabilen Wirtschaft, die sich immer wieder von selber ins Gleichgewicht bringt, der Realität entspricht...

Noch mehr gilt dies, wenn man sich alleine die letzten 15 Jahre betrachtet, in denen im Zuge der DotCom-Umwälzung milliardenschwere Unternehmen und Geschäftszweige neu entstanden sind.

Gehört Friedman mit seinen Monetarismus-Vorstellungen ("... when a dollar was worth a dollar...") vielleicht mehr in das ländliche Weltbild mit lauter rechtschaffenen und braven Menschen?

http://textepollert.wordpress.com/2010/11/29/achim-h-pollert-gegen-den-s... 

 

28.02.2013 13:23
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Die Zukunft der Weltwirtschaft gehört Europa und den USA

Die zwei größten Wirtschaftsblöcke der Welt gehen aufeinander zu. Dies ist eine historische Chance. Vermutlich die letzte.

http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/1348999/Die-Zukunft-der-...

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25.02.2013 12:08
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Wie miserabel war das Leben vor 1800?

Seit Jahren herrscht eine grosse Debatte um die Frage, wie schlecht die Lebensbedingungen der Menschen vor der industriellen Revolution waren. Dass das Leben vor 1800 viel härter war als heute, steht dabei ausser Frage: Das durchschnittliche Einkommen in Westeuropa ist etwa zehn Mal höher als vor 150 Jahren. Es geht vielmehr um den relativen Vergleich. Spielte es eine Rolle, ob jemand in Holland oder Frankreich aufwuchs, und wenn ja, wie gross waren die Unterschiede?

Zwei Positionen stehen sich gegenüber. Auf der einen Seite steht Gregory Clark, der durch sein Buch «A Farewell to Alms: A Brief Economic History of the World» (2007) berühmt geworden ist. Er behauptet, dass es den Menschen vor 1800 in Europa immer etwa gleich gut bzw. schlecht gegangen ist. Es gab zwar Schwankungen, aber sobald das durchschnittliche Einkommen über ein bestimmtes Niveau stieg, wurde es vom schnelleren Bevölkerungswachstum weggefressen (“malthusianische Falle”).

Die folgende Grafik verdeutlicht seine Position. Man sieht auf einen Blick, dass am Anfang der industriellen Revolution im späten 18. Jahrhundert das Einkommen kaum höher war als 500 Jahre zuvor. Immer nahe daran, unter das Existenzminimum zu fallen, kämpften die Menschen stets um das Überleben. Nach 1850 explodierte das durchschnittliche Einkommen.

Auf der anderen Seite stehen fast alle Wirtschaftshistorikerinnen und -historiker, allen voran Robert Allen und Jan Luiten van Zanden. Ihre Sicht ist, dass es durchaus einen Fortschritt vor 1800 gab. In bestimmten Teilen Europas befand sich das Durchschnittseinkommen deutlich über dem Existenzminimum, noch bevor die industrielle Revolution einsetzte, nämlich in England und Holland.

Neue Daten, die vor wenigen Wochen publiziert worden sind, bestätigen die zweite Position (Maddison Project First Update). Die folgende Grafik zeigt, dass sich das Durchschnittseinkommen von 1400 bis 1800 sehr unterschiedlich entwickelte. Während Italien, das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Renaissance, stagnierte, erfuhren zuerst Holland und dann England ein markantes Wachstum.

Es gibt also zwei völlig unterschiedliche Antworten auf die Frage, wie hart das Leben vor 1800 war, und dies hat Implikationen für das Verständnis der industriellen Revolution. Für Clark ist die industrielle Revolution ein Rätsel, weil sie sich durch nichts ankündigte. Gemäss Robert Allen hingegen war der Anstieg des Einkommens in England so akzentuiert, dass sich ein Anreiz für die Erfindung von Maschinen zur Ersetzung der zunehmend teuren Arbeitskräfte ergab. Weil England zudem über billige Kohle verfügte (im Gegensatz zu Holland), setzte im späten 18. Jahrhundert die industrielle Revolution ein.

Wenn man allerdings nicht nur das durchschnittliche Einkommen, sondern die allgemeinen Lebensbedingungen einbezieht, relativiert sich der Unterschied wieder. Auch in Holland und England mussten die Menschen damit fertig werden, dass überall der Tod lauerte – sei es wegen Krieg, Krankheit, Seuchen oder mangelnder Hygiene. Selbst der Sonnenkönig Louis XIV., der für seinen Luxus berühmt und berüchtigt war, hatte einen äusserst bescheidenen Lebensstandard im Vergleich zu heute.

Deshalb ist bei allem Respekt für den Gelehrtenstreit weniger das Erklären der industriellen Revolution als das Verstehen ihrer Konsequenzen die grosse intellektuelle Herausforderung. Die Geschwindigkeit, mit der das Durchschnittseinkommen seit 1850 in Europa und in den letzten Jahrzehnten in Asien zunahm, verschlägt einem den Atem, wenn man die Menschheitsgeschichte aus der Vogelperspektive betrachtet. In diesem Sinne hat Clark recht: Der Unterschied zwischen dem Leben in der Steinzeit und dem Leben im 18. Jahrhundert ist von heute aus betrachtet irrelevant. http://blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets/index.php/11824/wie-mis...

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