Die Krim

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Elias
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Die Krim

Wirtschaftlich am Abgrund

 

Die Krim war bislang in hohem Mass von der Ukraine abhängig. Russland wird zumindest kurzfristig nicht alle Lücken schliessen können.

Eine Abspaltung von der Ukraine ist für die Krim eine wirtschaftliche Katastrophe. Zwar versicherte der ukrainische Finanzminister Olexander Schlapak, dass Kiew der Schwarzmeer-Halbinsel vorerst nicht den Geldhahn zudrehen werde. Und auch Russland stellte bereits wirtschaftliche Hilfen in Millionenhöhe in Aussicht. Doch solche Bekundungen unterstreichen vor allem, dass die Krim allein kaum überlebensfähig ist.

Die Halbinsel und ihre zwei Millionen Einwohner bekommen bislang 85 Prozent ihres Wassers und 82 Prozent ihres Stroms vom ukrainischen Festland, wie der Energieexperte Michailo Gontschar vom Nomos-Zentrum in Kiew erklärt. Bei der Gasversorgung ist die Krim weniger abhängig. Das Staatsunternehmen Tschornomornaftogas fördert jedes Jahr 1,6 Milliarden Kubikmeter Erdgas im Schwarzen Meer. Damit kann die Krim ihren Gasbedarf gerade so decken.

Touristen werden wegbleiben

Zumindest kurzfristig könne die Russland fehlende Ressourcen nicht ersetzen, «weil zwischen Russland und der Krim keine Infrastruktur-Verbindungen existieren», sagt Gontschar. Auch eine schon lange geplante Brücke könnte frühestens in einigen Jahren fertig sein.

Am meisten Geld wird auf der Krim mit dem Tourismus verdient. Seit Sowjetzeiten ziehen Badeorte wie Jalta und Jewpatorija im Sommer zahlreiche Urlauber an, im vergangenen Jahr waren es mehr als zwei Millionen. In diesem Jahr dürften die meisten Touristen jedoch wegbleiben. Viele würden auf die Türkei oder ins russische Sotschi ausweichen, weil ihnen die Krim zu «gefährlich» sei, sagt die bekannte ukrainische Wirtschaftsjournalistin Sewgil Musaewa.

Geringe wirtschaftliche Bedeutung für die Ukraine

Ein weiterer wichtiger Wirtschaftszweig ist die Landwirtschaft, die jedoch auf das Wasser vom Festland angewiesen ist. Nun herrsche die Angst, dass die Ukraine der Krim einfach das Wasser abdrehe, sagt Olexej Skorik vom Entwicklungsfonds für die Krim. Er geht davon aus, dass sich die schon jetzt schwierige wirtschaftliche Lage weiter verschlechtern wird. Vor allem Investitionen dürften ausbleiben.

Bislang erhält die Region jährlich 2,8 Milliarden Griwna (220 Millionen Euro) von der Zentralregierung in Kiew, rechnet Walerij Tschali vom Kiewer Rasumkow-Zentrum vor. Zwar stellte der russische Parlamentsabgeordnete Pawel Dorochin, der Vizevorsitzender des Industrieausschusses ist, der Krim umgerechnet 790 Millionen Euro für Infrastrukturmassnahmen in Aussicht. Nach Einschätzung von Tschali, der früher Vize-Asusenminister war, dürfte das aber nicht reichen, um etwa Gehälter, Renten und andere Sozialleistungen zu zahlen.

Für die Ukraine dürfte eine Abspaltung der Krim wirtschaftlich dagegen nicht so sehr ins Gewicht fallen: Die Halbinsel trägt nur drei Prozent zum Bruttoinlandsprodukt des Landes bei.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/Wirtschaftlich-am-Abgrund/story/1...

 

Pesche
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Nun ist die Krim wieder im Mutterland.


Der Westen kann das nicht begreifen aber es ist so wie die DDR wieder im Mutterland ist. Wobei die Bürger der DDR nicht abstimmen konnten.


 

Geld stinkt, aber ich liebe den Geschmack

Zyndicate
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KRIM-KRISE: Auch Australien verhängt Sanktionen gegen Russland

19.03.2014 08:35



CANBERRA (awp international) - Nach der EU, den USA und Japan hat auch Australien wegen der Annexion der Krim Sanktionen gegen Russland verhängt. Die Regierung veranlasste am Mittwoch Kontensperrungen und Einreiseverbote für zwölf Funktionäre. Aussenministerin Julie Bishop nannte die Namen der Betroffenen nicht. "Internationales Recht erlaubt nicht den Diebstahl von Territorium eines anderen Staates auf der Basis eines Referendums, das weder als frei noch als fair beurteilt werden kann", sagte Bishop im Parlament in Canberra. "Ich verurteile die Gewalt gegen die Ukraine und ihre Bürger auf das Schärfste."/oe/DP/stb

AWP

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Elias
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Pesche hat am 18.03.2014 - 19:43 folgendes geschrieben:

 

Nun ist die Krim wieder im Mutterland.


Der Westen kann das nicht begreifen aber es ist so wie die DDR wieder im Mutterland ist. Wobei die Bürger der DDR nicht abstimmen konnten.


 

Sie haben abgestimmt: Wir sind das Volk!

 

Die Sudetendeutschen hätten auch gerne ihr Land zurück.

Was meinst du, sollen die eine Abstimmung machen?

Und was meinst du zu den Krim-Tataren?

 

 

 

 

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Elias
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Krim lässt Minister nicht einreisen

Der Ministerpräsident der Krim, Sergei Aksjonow, verweigert einer Delegation der Kiewer Regierung die Einreise. «Sie sind nicht willkommen auf der Krim, keiner wird sie einreisen lassen, sie werden zurückgeschickt», zitiert ihn die Agentur Interfax.

Der amtierende ukrainische Ministerpräsident Jazenjuk hat seinen Stellvertreter und den Verteidigungsminister auf die Krim entsandt, um dort «die Situation zu lösen».

Ukrainische Offiziere verlassen Hauptquartier auf der Krim

Das Hauptquartier der ukrainischen Marine auf der Krim in Sewastopol ist inzwischen unter Kontrolle prorussischer Kräfte. Nach mehr als 30 Soldaten hätten auch die Kommandanten den Stützpunkt verlassen, meldete die Agentur Interfax am Mittwoch.

http://www.nzz.ch/aktuell/international/auslandnachrichten/krim-laesst-u...

 

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MarcusFabian
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Elias hat am 19.03.2014 - 08:52 folgendes geschrieben:


Und was meinst du zu den Krim-Tataren?

Die Krimtartaren machen mit 280'000 von 2.5 Mio Einwohnern der Krim knapp 12% aus.

Klar, dass die die Russen nicht wahnsinnig lieb haben. Aber Demokratie bedeutet nun mal, dass die Mehrheit entscheidet und die Minderheit mit diesem Entscheid leben muss. Und die überwältigende Mehrheit der Krim-Bewohner hat nunmal entschieden, sich an Russland anzulehnen.

 

 

 

Cambodia
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@ MF:


Ich bin für einmal ganz deiner Meinung!

Überheblich, arrogant oder eben doch "nur" genial?

Elias
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MarcusFabian hat am 19.03.2014 - 18:14 folgendes geschrieben:

Elias hat am 19.03.2014 - 08:52 folgendes geschrieben:

Und was meinst du zu den Krim-Tataren?

Die Krimtartaren machen mit 280'000 von 2.5 Mio Einwohnern der Krim knapp 12% aus.

Klar, dass die die Russen nicht wahnsinnig lieb haben. Aber Demokratie bedeutet nun mal, dass die Mehrheit entscheidet und die Minderheit mit diesem Entscheid leben muss. Und die überwältigende Mehrheit der Krim-Bewohner hat nunmal entschieden, sich an Russland anzulehnen.

 

Ich sehe, dass keiner hier im Forum eine Ahnung von den Krim-Tataren hat.

Oder war die Frage zu schwierig?

 

Ich wollte wissen, was ihr von den Krim-Tataren wisst. 

Josef Stalin (seit 1927 uneingeschränkter Alleinherrscher in der Sowjetunion) nahm die Kollaboration etlicher Tataren zum Anlass, die Autonome Sowjetrepublik Krim aufzulösen und alle Krimtataren (und andere Bevölkerungsgruppen) nach Zentralasien deportieren zu lassen.[10] Innerhalb weniger Tage (18. bis 20. Mai 1944) wurden etwa 189.000 Menschen[11] unter fürchterlichen Bedingungen per Zug verfrachtet. Die Waggons der Deportierten wurden häufig tagelang nicht geöffnet, zwischen 22 % und 46 % bewegen sich die Schätzungen über die Prozentzahl der Todesopfer durch Verdursten, Verhungern und durch Krankheiten.

 

Stalin hat keine Abstimmung durchgeführt und auch Chruschtschow nicht. Das waren die besseren "Demokraten" als diese Krim-Deppen mit  ihrer Pseudo-Abstimmung. Auf dem Zettel gab es ja nicht mal eine Nein-Auswahl.

Kim Jong Un hat 100% Stimmen bekommen. In der DDR waren es auch immer in der Grössenordnung des Krim-Resultats. Kein echter Demokrat käme auf die Idee, diese Farcen als demokratisch anzusehen.

Es wäre ehrlicher gewesen, wenn Putin die Krim einfach annektiert hätte.

 

Und wenn ihr das ganze dort als demokratisch legitimiert anseht, dann haltet in Zukunft eure Klappe, wenn das EU-Parlament einen demokratischen Entscheid fällt.

 

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aprecio
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ich hatte keine ahnung

aber russland hat momentan eine schutzfunktion über die bevölkerung und infrastruktur übernommen, bis die krise beendet ist.

was hiernach ist, werden ehrenwürdige bürger mit offenen augen hoffentlich mitteilen.

die meschlichen verluste wiegen schwerer als die finanziellen.

http://www.planetakrim.com/eng/catalog/webcam/

Bullish
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aprecio hat am 20.03.2014 - 10:08 folgendes geschrieben:

aber russland hat momentan eine schutzfunktion über die bevölkerung und infrastruktur übernommen, bis die krise beendet ist.

Hätte die "Schutzfunktion" nicht auch von den regulären ukrainischen Truppen übernommen werden können?

 

was hiernach ist, werden ehrenwürdige bürger mit offenen augen hoffentlich mitteilen.

Was sind ebenbürtige Bürger? Leute haben sich mit russischen Pässen ausgewiesen, um abzustimmen:

http://www.theguardian.com/world/2014/mar/17/ukraine-crimea-russia-refer...

Antonina Danchuk, 30, who lived in Simferopol until two years ago and studied Greek and English at its university, described the referendum as fake. "It's illegal," she said. "My Crimean friends who are there are afraid to go out and build their own Maidan. They're not voting. People with Russian passports are being allowed to vote."

Doch die Ukraine anerkennt keine doppelte Staatsbürgerschaft. Es haben also Ausländer, die bereits ihren eigenen Staat haben (Russland), auf einem anderen Staatsgebiet (Ukraine) darüber abgestimmt, was mit dem Territorium dieses anderen Staates geschehen solle.

Das ist genauso demokratisch, wie wenn Deutsche in Schaffhausen darüber abstimmen, ob Schaffhausen nun autonom sein soll oder den Anschluss an Deutschland anstreben soll.

Natürlich kann man es als demokratisch betrachten, allerdings zeugt es dann von einem ganz anderen Demokratie- und Rechtsstaatsverständnis als jenem, das gewöhnlich gepflegt wird.

 

die meschlichen verluste wiegen schwerer als die finanziellen.

http://www.planetakrim.com/eng/catalog/webcam/

Ja. Aber wieso werden die regulären ukrainischen Truppen und deren Basen "bewacht" und offenbar sogar beschossen? Deren Offiziere entführt? Geht es in Wirklichkeit genau darum, dass die ukrainischen Truppen das Feuer auf "Selbstverteidigungskräfte" eröffnen sollen, um zu beweisen, dass die "faschistische Regierung in Kiew" auf "Russen" schiessen lässt?

 

aprecio
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Bullish hat am 20.03.2014 - 11:54 folgendes geschrieben:

Hätte die "Schutzfunktion" nicht auch von den regulären ukrainischen Truppen übernommen werden können?

ich habe keine ahnung unter welchen kontrollierenden mächten die ukrainischen truppen stehen. putin kennt man bereits ein wenig.

Was sind ebenbürtige Bürger? Leute haben sich mit russischen Pässen ausgewiesen, um abzustimmen:

http://www.theguardian.com/world/2014/mar/17/ukraine-crimea-russia-refer...

Antonina Danchuk, 30, who lived in Simferopol until two years ago and studied Greek and English at its university, described the referendum as fake. "It's illegal," she said. "My Crimean friends who are there are afraid to go out and build their own Maidan. They're not voting. People with Russian passports are being allowed to vote."

Doch die Ukraine anerkennt keine doppelte Staatsbürgerschaft. Es haben also Ausländer, die bereits ihren eigenen Staat haben (Russland), auf einem anderen Staatsgebiet (Ukraine) darüber abgestimmt, was mit dem Territorium dieses anderen Staates geschehen solle.

Das ist genauso demokratisch, wie wenn Deutsche in Schaffhausen darüber abstimmen, ob Schaffhausen nun autonom sein soll oder den Anschluss an Deutschland anstreben soll.

Natürlich kann man es als demokratisch betrachten, allerdings zeugt es dann von einem ganz anderen Demokratie- und Rechtsstaatsverständnis als jenem, das gewöhnlich gepflegt wird.

 

 

ich habe "ehrwürdige" geschrieben und wollte eigentlich ein indirektes kompliment machen. dass die webcams offline sind, stimmt mich ebenfalls unruhig.

die ukraine war ein autonomer staat mit handelsbeziehungen links und rechts. von irgendwo her kamen kräfte, die eine neuordnung arrangiert haben. die ukraine als kuchen betrachtet gehört verschiedensten bevölkerungsgruppen - eine davon ist russisch. ich finde es legitim, dass russland ansprüche erhebt, grenzen setzt und dabei ziemlich friedlich bleibt. russland möchte den hafen einfach nicht verschenken, wenn die ukraine künftig rein im interesse von westlichen ländern handeln soll - denk ich mir.

Aber wieso werden die regulären ukrainischen Truppen und deren Basen "bewacht" und offenbar sogar beschossen? Geht es in Wirklichkeit genau darum, dass die ukrainischen Truppen das Feuer auf "Selbstverteidigungskräfte" eröffnen sollen, um zu beweisen, dass die "faschistische Regierung in Kiew" auf "Russen" schiessen lässt?

es wurde nie in irgend einer weise berichtet, dass russland gezielt gegen Tataren vorgehe. durch eine abstimmung, wurde geklärt, dass die bevölkerung der krim hauptsächlich zu russland tendiert. wenn die soldaten in den basen beschlossen haben, aus zu harren oder zu kämpfen, dann frage ich mich, ob und von wem die obersten einen befehl erhalten haben.

ich erhebe keinen anspruch, darauf zu entscheiden, ob es spinner des westens oder helden des ostens sind.

 

 

aprecio
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Bullish hat am 20.03.2014 - 11:54 folgendes geschrieben:


Das ist genauso demokratisch, wie wenn Deutsche in Schaffhausen darüber abstimmen, ob Schaffhausen nun autonom sein soll oder den Anschluss an Deutschland anstreben soll.

Natürlich kann man es als demokratisch betrachten, allerdings zeugt es dann von einem ganz anderen Demokratie- und Rechtsstaatsverständnis als jenem, das gewöhnlich gepflegt wird.

 

die deutschen finden in der schweiz bewunderer.

in einer krise könnte detuschland die gunst der stunde nutzen und die deutsch-schweiz "integrieren wollen".

dagegen könnten französisch-sprechende schweizer etwas haben und befürchten, dass sie "zurückgedrängt" werden.

dann könnte frankreich sagen, "momentchen freundchen..."

Bullish
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aprecio hat am 20.03.2014 - 12:42 folgendes geschrieben:

die ukraine war ein autonomer staat mit handelsbeziehungen links und rechts. von irgendwo her kamen kräfte, die eine neuordnung arrangiert haben. die ukraine als kuchen betrachtet gehört verschiedensten bevölkerungsgruppen - eine davon ist russisch.

Auf der Krim geht es nicht um sogenannte "ethnische Russen" mit ukrainischer Staatsbürgerschaft, die abgestimmt haben, sondern um russische Staatsangehörige, die abgestimmt haben. Also z.B. Angehörige der russischen Streitkräfte. Sollen zum Beispiel im Irak stationierte GI's über irakische Angelegenheiten abstimmen dürfen?

Vielleicht ist sowas "demokratisch", für mich ist es aber ein sehr unübliches "demokratisches Verfahren", das sicherlich auch nicht dem schweizerischen Demokratieverständnis entspricht.

 

ich finde es legitim, dass russland ansprüche erhebt, grenzen setzt und dabei ziemlich friedlich bleibt.

 

Ziemlich friedlich heisst in diesem Falle mit Waffengewalt, mit toten Tataren, toten Ukrainern und entführten Offizieren. Mit gestürmten Armeebasen. Mit dem Bruch der Budapester Verträge.

 

russland möchte den hafen einfach nicht verschenken, wenn die ukraine künftig rein im interesse von westlichen ländern handeln soll - denk ich mir.

Die Ukraine will vor allem unabhängig sein. Sie will einen normalen Gaspreis bezahlen, wollte sich von Westen beliefern lassen und dazu braucht sie Verträge mit der EU. Erst nach der Eskalation der Gewalt im Dezember war Russland bereit, über einen vernünftigen Gaspreis zu verhandeln.

Soviel zum "guten Willen", den Russland seinem "Brudervolk" immer wieder zukommen liess. Russland, sprich Gazprom will den staatlichen ukraininschen Gaskonzern Naftogaz übernehmen, und das geht nur dadurch, indem die Ukraine in den Bankrott getrieben wird und danach die Privatisierung von Naftogaz beginnt.

Es geht also nicht um westliche Interessen, die sich in der Ukraine breitmachen werden, sondern um den Verlust von russischen Einflussmöglichkeiten, um sich die Ukraine möglichst hörig zu machen.

 

Aber wieso werden die regulären ukrainischen Truppen und deren Basen "bewacht" und offenbar sogar beschossen? Geht es in Wirklichkeit genau darum, dass die ukrainischen Truppen das Feuer auf "Selbstverteidigungskräfte" eröffnen sollen, um zu beweisen, dass die "faschistische Regierung in Kiew" auf "Russen" schiessen lässt?

es wurde nie in irgend einer weise berichtet, dass russland gezielt gegen Tataren vorgehe.

Die Tataren haben aber Verteidigungstruppen gegen die Russen gebildet. Es gibt Tote Tataren. Es war live auf dem tatarischen TV (ATP) zu sehen, wie pro-russische Kräfte tatarische Demonstranten angegriffen haben. Auf die historischen Erfahrungen müssen wir wohl nicht eingehen.

 

durch eine abstimmung, wurde geklärt, dass die bevölkerung der krim hauptsächlich zu russland tendiert.

Es ist wohl anzunehmen, dass russische Staatsbürger eher dem russischen Staat zu neigen. Wie korrekt die Abstimmung verlief, kann man nur erahnen, vor allem, wenn OSZE Beobachter mit Warnschüssen weggehalten werden.

 

wenn die soldaten in den basen beschlossen haben, aus zu harren oder zu kämpfen, dann frage ich mich, ob und von wem die obersten einen befehl erhalten haben.

Soldaten, wie z.B. ich selber als AdA in der CH, haben einen Eid geleistet, an den sie sich halten müssen, ausser wenn sie in Gefahr laufen, die Genfer Konvention zu brechen.

 

ich erhebe keinen anspruch, darauf zu entscheiden, ob es spinner des westens oder helden des ostens sind.

Das ist Deine eigene Klassifizierung.

aprecio
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Bullish hat am 20.03.2014 - 13:17 folgendes geschrieben:

aprecio hat am 20.03.2014 - 12:42 folgendes geschrieben:



ich erhebe keinen anspruch, darauf zu entscheiden, ob es spinner des westens oder helden des ostens sind.

Das ist Deine eigene Klassifizierung.

jawohl, das bestätige ich.

meine meinung ist, dass es sich um völkermord handelt, wenn bevölkerungsgruppen vom aussterben bedroht sind, weil sie "lediglich" wirtschaftliche interessen verfolgen. keine zeit für prokreation weil wir arbeiten und steuern zahlen müssen. der begriff "ökonomie", wie er im buche steht, wird sich (nicht mehr) freuen können und ökonomische anwälte trauen sich nicht, gegen den eigenen staat vor zu gehen, weil sie es für unpatriotisch halten - also schweigen sie lieber, während sie geld verdienen.

zu dieser meinung stehe ich.

danke trotzdem für die info.

Bullish
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aprecio hat am 20.03.2014 - 13:35 folgendes geschrieben:

Bullish hat am 20.03.2014 - 13:17 folgendes geschrieben:

aprecio hat am 20.03.2014 - 12:42 folgendes geschrieben:


 

ich erhebe keinen anspruch, darauf zu entscheiden, ob es spinner des westens oder helden des ostens sind.

Das ist Deine eigene Klassifizierung.

jawohl, das bestätige ich.

meine meinung ist, dass es sich um völkermord handelt, wenn bevölkerungsgruppen vom aussterben bedroht sind, weil sie "lediglich" wirtschaftliche interessen verfolgen. keine zeit für prokreation weil wir arbeiten und steuern zahlen müssen. der begriff "ökonomie", wie er im buche steht, wird sich (nicht mehr) freuen können und ökonomische anwälte trauen sich nicht, gegen den eigenen staat vor zu gehen, weil sie es für unpatriotisch halten - also schweigen sie lieber, während sie geld verdienen.

zu dieser meinung stehe ich.

danke trotzdem für die info.

Ein Völkermord bedarf eines handelnden Täters. Wer ist es, der jemanden mit kalter Hand "ermordet"?

MarcusFabian
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Wenn man über Demokratie streiten will, haben alle Seiten in dieser Krise schlechte Karten:

In der Ukraine wurde das korrupte Regime der ethnischen Ukrainierin "Gasprinzessin" Julia Timoschenko durch den nicht minder korrupten ethnischen Russen Janukovich ersetzt. Der wurde weggeputscht und derzeit sitzt in Kiev ein bunter Haufen nationalistischer Ukrainer, der sich erst mal zusammenraufen und eine klare Linie definieren muss. Schlussendlich muss diese Interrimsregierung dann auch demokratisch legitimiert werden. Das steht noch aus.

In der Krim leben 58% ethnische Russen, 24% Ukrainer, 12% Krim-Tartaren. (Quelle Wikipedia). Gehen wir mal davon aus, dass Elias in zwei Punkten recht hat. Nämlich, dass 1. Die Abstimmung vom Sonntag gefaked war und das Ergebnis von 95% ein schlichter Witz ist und dass 2. Die Krim-Tartaren auf der Krim nichts zu sagen haben.

Wie sieht da die Lösung aus? Soll man der Minderheit der Krim-Tartaren die Führung überlassen? Das kann's ja auch nicht sein. Selbst wenn man auf der Krim sauber und demokratisch ein Parlament und eine Regierung wählen würde, dürfte sich das Parlament entsprechend dem Bevölkerungsanteil von 58:24:12 zusammensetzen und der Präsident wohl ein Russe sein und einen pro-russischen Kurs einschlagen.

So betrachtet hinken Deine (@Bullish) Vergleiche mit z.B. den Deutschen in Schaffhausen: Die Deutschen sind dort eine Minderheit. Die Russen auf der Krim eine Mehrheit.

Dass in diesem ganzen Tohuwabohu die Russen ihre Interessen (= Häfen, Schwarzmeerflotte) in der Krim schützen wollen, ist verständlich. Über die strategische Bedeutung der Krim für Russland dürften wir uns einig sein.

 

aprecio
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Bullish hat am 20.03.2014 - 13:41 folgendes geschrieben:

aprecio hat am 20.03.2014 - 13:35 folgendes geschrieben:

Bullish hat am 20.03.2014 - 13:17 folgendes geschrieben:

aprecio hat am 20.03.2014 - 12:42 folgendes geschrieben:


 

ich erhebe keinen anspruch, darauf zu entscheiden, ob es spinner des westens oder helden des ostens sind.

Das ist Deine eigene Klassifizierung.

jawohl, das bestätige ich.

meine meinung ist, dass es sich um völkermord handelt, wenn bevölkerungsgruppen vom aussterben bedroht sind, weil sie "lediglich" wirtschaftliche interessen verfolgen. keine zeit für prokreation weil wir arbeiten und steuern zahlen müssen. der begriff "ökonomie", wie er im buche steht, wird sich (nicht mehr) freuen können und ökonomische anwälte trauen sich nicht, gegen den eigenen staat vor zu gehen, weil sie es für unpatriotisch halten - also schweigen sie lieber, während sie geld verdienen.

zu dieser meinung stehe ich.

danke trotzdem für die info.

Ein Völkermord bedarf eines handelnden Täters. Wer ist es, der jemanden mit kalter Hand "ermordet"?

der autonome staat, der querulanten verteufelt, moralaposteln verhaftet, betäubt und einseitige weisungen rücksichtslos durch zu setzen vermag.

aprecio
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http://www.physics.smu.edu/pseudo/Propaganda/goebbels.html

  1. Propagandists must have access to intelligence concerning events and public opinion.
  2. Propaganda must be planned and executed by only one authority.
    1. It must issue all the propaganda directives.
    2. It must explain propaganda directives to important officials and maintain their morale.
    3. It must oversee other agencies' activities which have propaganda consequences.
  3. The Propaganda consequences of an action must be considered in planning that action.
  4. Propaganda must affect the enemy's policy and actions.
    1. By suppressing propagandistically desirable material which can provide the enemy with useful intelligence.
    2. By openly disseminating propaganda whose contents or tone causes the enemy to draw the desired conclusions.
    3. By goading the enemy into revealing vital information about himself.
    4. By making no reference to a desired enemy activity when any reference would discredit that activity.
  5. Declassified, operational information must be available to implement a propaganda campaign.
  6. To be perceived, propaganda must evoke the interest of an audience and must be transmitted through an attention-getting medium.
  7. Credibility alone must determine whether propaganda output should be true or false.
  8. The purpose, content, and effectiveness of enemy propaganda; the strength and effects of an expose'; and the nature of current propaganda campaigns determine whether enemy propaganda should be ignored or refuted.
  9. Credibility, intelligence, and the possible effects of communicating determine whether propaganda materials should be censored.
  10. Material from enemy propaganda may be utilized in operations when it helps diminish that enemy's prestige or lends support to the propagandist's own objective.
  11. Black rather than white propaganda must be employed when the latter is less credible or produces undesirable effects.
  12. Propaganda may be facilitated by leaders with prestige.
  13. Propaganda must be carefully timed.
    1. The communication must reach the audience ahead of competing propaganda.
    2. A propaganda campaign must begin at the optimum moment.
    3. A propaganda theme must be repeated, but not beyond some point of diminishing effectiveness.
  14. Propaganda must label events and people with distinctive phrases or slogans.
    1. They must evoke responses which the audience previously possesses.
    2. They must be capable of being easily learned.
    3. They must be utilized again and again, but only in appropriate situations.
    4. They must be boomerang-proof.
  15. Propaganda to the home front must prevent the raising of false hopes which can be blasted by future events.
  16. Propaganda to the home front must create an optimum anxiety level.
    1. Propaganda must reinforce anxiety concerning the consequences of defeat.
    2. Propaganda must diminish anxiety (other than that concerning the consequences of defeat) which is too high and cannot be reduced by people themselves.
  17. Propaganda to the home front must diminish the impact of frustration.
    1. Inevitable frustrations must be anticipated.
    2. Inevitable frustrations must be placed in perspective.
  18. Propaganda must facilitate the displacement of aggression by specifying the targets for hatred.
  19. Propaganda cannot immediately affect strong counter-tendencies; instead it must offer some form of action or diversion, or both.

http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda

Bullish
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MarcusFabian hat am 20.03.2014 - 13:43 folgendes geschrieben:

In der Krim leben 58% ethnische Russen, 24% Ukrainer, 12% Krim-Tartaren. (Quelle Wikipedia). Gehen wir mal davon aus, dass Elias in zwei Punkten recht hat. Nämlich, dass 1. Die Abstimmung vom Sonntag gefaked war und das Ergebnis von 95% ein schlichter Witz ist und dass 2. Die Krim-Tartaren auf der Krim nichts zu sagen haben.

 

So betrachtet hinken Deine (@Bullish) Vergleiche mit z.B. den Deutschen in Schaffhausen: Die Deutschen sind dort eine Minderheit. Die Russen auf der Krim eine Mehrheit.

Vieles, was Du schreibst ist ok, aber das oben stimmt so nicht genau.

Man muss unterscheiden zwischen sogenannt"ethnisch russischen" ukrainischen Staatsbürger, und "ethnisch russischen" russischen Staatsbürger auf der Krim. Dann gibt es noch russisch-sprachige ethnisch ukrainische ukrainische Staatsbürger auf der Krim.

Sollten auch russische Staatsbürger abstimmen können, nur weil sie dort leben? Wäre dann nicht das normale Verfahren, zuerst die ukrainischen Stimmbürger auf der Krim abstimmen zu lassen, ob sie den russischen Bürgern Stimmrechte geben wollen? Dann ihr Referendum durchführen und nach dem 25.Mai weiterschauen, ob auch Kiew oder gar ein gesamtukrainisches Referendum zu dieser Frage möglich wäre?

Der Grund, wieso dies nicht möglich war, liege darin, dass die Gefahr vor der "faschistischen Regierung in Kiew" zu gross sei.

Die Partei, die den Anschluss der Krim an Russland politisch verfolgt, schaffte in den letzten Wahlen nur 3 von 100 Sitzen. Das könnte ein Hinweis sein, wieso dieses Referendum unter solch intransparenten Umständen durchgeführt wurde:

http://en.wikipedia.org/wiki/Russian_Unity

 In August 2010 they were renamed Russian Unity.[3] It won 3 seats (of the 100 in total) during the 2010 Crimean parliamentary election in theSupreme Council of Crimea.[4]

Deren Parteiführer wurde durch ein von russischen Spezialeinheiten besetztes Parlament als Präsident ernannt.

 

Der Vergleich zu Schaffhausen: auch auf der Krim stellen die russischen Staatsbürger nicht die Mehrheit sondern die auf der Krim lebenden ethnischen Russen - also auf Schaffhausen übertragen - die ethnischen Allemannen. Ich gehe davon aus, dass in Schaffhausen diese ethnischen Allemannen die Mehrheit stellen.

 

Diese ganzen *ethnischen* Argumente sind an sich schon lächerlich, da sie weder in der Schweiz noch in der Ukraine eine Rolle spielen, weil die Ethnien völlig gemischt sind: Russen, Ukrainer, Juden, Griechen, Tataren, ...

Deshalb spricht man sowohl in der Ukraine wie in der Schweiz von russisch-, ukrainisch-, deutsch-, französisch-, etc sprachigen Ukrainern resp. Schweizern.

Diese ganzen *ethnische* Argumentation ist eine tendenziell faschistische Argumentation und sie entspringt der Feder des Kreml, der ganz bewusst versucht, in der Ukraine die Frage nach der *ethnischen* Herkunft ins Zentrum zu rücken. Aus einem Sprachenproblem wird plötzlich ein *ethnisches* Problem.

Ein Problem, das in Russland existiert, nicht aber in der Ukraine. Schau mal, das ist Putins Motivation, "60% der Russen glauben, Russland gehöre den Russen":

http://www.youtube.com/watch?v=snJbbGwaCuo

Auf diesen russischen Nationalismus muss Putin immer wie stärker reagieren. Von dort kommt die faschistische Gefahr und nicht aus Kiew, wo eine Übergangsregierung sitzt, in die sich kaum jemand wählen liess, weil klar ist, dass diese Mitglieder wahrscheinlich bis im Mai politisch verbraten werden.

Putin musste nicht auf der Krim einmarschieren, weil der Flottenstützpunkt so gefährdet ist, sondern weil er innenpolitische Erwartungen erfüllen muss. Innenpolitisch wird ihm dieses "Referendum" abgekauft.

MarcusFabian
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Bullish hat am 20.03.2014 - 14:43 folgendes geschrieben:


Sollten auch russische Staatsbürger abstimmen können, nur weil sie dort leben?

Ein interessanter Aspekt an den ich noch gar nicht gedacht habe. Wer darf (durfte am letzten Sonntag) auf der Krim abstimmen?

Russische Soldaten, die erst seit zwei Wochen auf der Krim sind? Russische Touristen?
Was ist mit ukrainischen Touristen?


Wie definiert man einen "Bürger der Krim"? Über eine Art Niederlassungsbewilligung, den offiziellen Wohnsitz, Lebensmittelpunkt - vermute ich mal - und das würde ja alle Krim-Bewohner (ethnische Russen, -Ukrainer, -Tartaren) mit einschliessen.

 

Elias
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Ich habe kein Problem damit, dass die Krim wieder zu Russland will. Es war der Fehler von Kruschtchow, sie einfach der Ukraine zu "schenken".

 

Kanton Jura

Am Wiener Kongress 1815 wurden die Gebiete des ehemaligen Fürstbistums Basel den Kantonen Bern und Basel zugesprochen.

Die wurden auch nicht gefragt, was zu Spannungen führte und auch heute noch ein Thema ist.

 

Worum es mir geht: Falls der Jura z.B. nach Frankreich will, dann gibt es entweder eine Abstimmung darüber mit der ganzen Schweiz oder die Franzosen sollen einmarschieren, wenn sie eh nichts dafür bezahlen wollen. Dann kann man auf eine Pseudo-Abstimmung verzichten.

Und im Unterschied zur Krim gibt es dort keine grösseren Minderheiten, auf die man Rücksicht nehmen sollte.

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Bullish hat am 20.03.2014 - 13:17 folgendes geschrieben:


Die Tataren haben aber Verteidigungstruppen gegen die Russen gebildet. Es gibt Tote Tataren. Es war live auf dem tatarischen TV (ATP) zu sehen, wie pro-russische Kräfte tatarische Demonstranten angegriffen haben. Auf die historischen Erfahrungen müssen wir wohl nicht eingehen.

Die historischen Erfahrungen die die Russen mit den Krimtürken machten ,sind wirklich schrecklich.Krimtürken sind bei den Russen schon seit Generation unbeliebt,weil sie seit Jahrhunderten gegenseitig in Kriege verwickelt waren und auch sprachlich und kulturell  absolut NICHTS gemeinsam haben.

Als Sklavenhändlervolk  Jahrhundertelang ihre Nachbarn drangsalieren...solches kann dann eben auf spätere Generationen zurückfallen... :oops:

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Krimtataren

 

P.S... in 84 Tagen ist dies eh ALLES kein Thema mehr ...

http://www.webcountdown.de/?a=ScJFU5v

Drinks

 

weico

 

 

 

aprecio
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sklavereiähnliche einrichtungen und praktiken
a.
Schuldknechtschaft, d. h. eine Rechtsstellung oder eine Lage, die dadurch entsteht, dass ein Schuldner als Sicherheit für eine Schuld seine persönlichen Dienstleistungen oder diejenigen einer von ihm abhängigen Person verpfändet, wenn der in angemessener Weise festgesetzte Wert dieser Dienstleistungen nicht zur Tilgung der Schuld dient oder wenn diese Dienstleistungen nicht sowohl nach ihrer Dauer wie auch nach ihrer Art begrenzt und bestimmt sind;
b.
Leibeigenschaft, d. h. die Stellung einer Person, die durch Gesetz, Gewohnheitsrecht oder Vereinbarung verpflichtet ist, auf einem einer anderen Person gehörenden Grundstück zu leben und zu arbeiten und dieser Person bestimmte entgeltliche oder unentgeltliche Dienste zu leisten, ohne seine Stellung selbständig ändern zu können;
c.
Einrichtungen und Praktiken, durch die
(i)
eine Frau, ohne ein Weigerungsrecht zu besitzen, gegen eine an ihre Eltern, ihren Vormund, ihre Familie oder eine andere Person oder Personengruppe gegebene Geld- oder Naturalleistung zur Ehe versprochen oder verheiratet wird,
(ii)
der Ehemann einer Frau, seine Familie oder seine Sippe berechtigt ist, sie gegen Entgelt oder in anderer Weise an eine andere Person abzutreten,
(iii)
eine Frau beim Tode ihres Ehemannes an eine andere Person vererbt werden kann;
d.
Einrichtungen oder Praktiken, durch die ein Kind oder ein Jugendlicher unter achtzehn Jahren von seinen Eltern oder einem Elternteil oder seinem Vormund entgeltlich oder unentgeltlich einer anderen Person übergeben werden, in der Absicht, das Kind oder den Jugendlichen oder seine Arbeitskraft auszunutzen.

http://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19560177/index.html

 

Bullish
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MarcusFabian hat am 20.03.2014 - 16:12 folgendes geschrieben:

Bullish hat am 20.03.2014 - 14:43 folgendes geschrieben:

 

Sollten auch russische Staatsbürger abstimmen können, nur weil sie dort leben?

Ein interessanter Aspekt an den ich noch gar nicht gedacht habe. Wer darf (durfte am letzten Sonntag) auf der Krim abstimmen?

Russische Soldaten, die erst seit zwei Wochen auf der Krim sind? Russische Touristen?
Was ist mit ukrainischen Touristen?

Die Stories gehen da auseinander. Die Frage wäre tatsächlich interessant, nur interessiert sie Putin nicht. Das Referendum war genauso eine Show, wie Gerichtsverfahren eine Show sind: Der Ausgang ist von Anfang an klar, nun gibt es noch eine PR-Story dazu. Indizien werden Beweise, etc.

 

Wie definiert man einen "Bürger der Krim"? Über eine Art Niederlassungsbewilligung, den offiziellen Wohnsitz, Lebensmittelpunkt - vermute ich mal - und das würde ja alle Krim-Bewohner (ethnische Russen, -Ukrainer, -Tartaren) mit einschliessen.

Solche technischen Fragen spielten wohl keine Rolle. 

Solche Referenden haben auch nicht viel mit Demokratie zu tun. Entweder macht man es ähnlich wie bei uns, wo regelmässige Referenden möglich sind oder man lässt es. Alle 10 Jahre für einen einzelnen Entscheid ein Referendum abzuhalten öffnet Tür und Tor für Manipulationen.

 

Ich denke aber, jeder der einen Wohnsitz hat, gilt während der Transmission als "Bürger". Ein Kollege aus Sewastopol sagte mir, dass man 30 Tage Zeit hätte, sich zu melden, wenn man nicht als russischer Staatsbürger gelten wollen. Er will ukrainischer Staatsbürger bleiben, hat aber Angst, sich zu melden. Hat Angst um seine Wohnung, Kinder und Frau.

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weico hat am 20.03.2014 - 18:22 folgendes geschrieben:

Bullish hat am 20.03.2014 - 13:17 folgendes geschrieben:

 

 Auf die historischen Erfahrungen müssen wir wohl nicht eingehen.

Die historischen Erfahrungen die die Russen mit den Krimtürken machten ,sind wirklich schrecklich.Krimtürken sind bei den Russen schon seit Generation unbeliebt,weil sie seit Jahrhunderten gegenseitig in Kriege verwickelt waren und auch sprachlich und kulturell  absolut NICHTS gemeinsam haben.

Als Sklavenhändlervolk  Jahrhundertelang ihre Nachbarn drangsalieren...solches kann dann eben auf spätere Generationen zurückfallen... smiley

 

Erfahrungen der noch Lebenden.

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Referendum im St. Peterburg geplant

Es wird versucht, in St. Petersburg ein Referendum abzuhalten, um einen ähnlichen Status wie Liechtenstein zu erhalten:

http://espreso.tv/new/2014/03/20/peterburzhci_khochut_provesty_referendu...

Das eigentliche Ziel der Übung ist aber zu zeigen, dass ein solches Referendum in Russland gar nicht zugelassen wird. Wir werden wohl leider nie wieder davon hören. Dirol

Elias
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"Die Krim ist nur der erste Schritt"

In Sewastopol auf der Krim liegen die Stützpunkte der russischen Schwarzmeerflotte, und die will Wladimir Putin sichern. Der russische Präsident befürchtete, dass die neue ukrainische Regierung die Stationierungsrechte kündigt und die Häfen eventuell der Nato überlässt. Zudem will er die russische und russischsprachige Bevölkerung zurück in sein Imperium holen.

Die Bewohner der Krim haben mehrheitlich für eine Abspaltung von der Ukraine gestimmt.

Das Referendum hat Putin eine legale Basis geboten, um seine Truppen in die Ukraine zu schicken. Die Krim ist nur der erste Schritt. Russland wird auch vor dem Süden und Osten der Ukraine nicht haltmachen. Die gewaltsamen Ausschreitungen in Charkow und Donezk und die Besetzung der dortigen Gebietsverwaltung hat der Kreml veranlasst. Putin will die Ostukraine destabilisieren und womöglich in einen Bürgerkrieg stürzen. Dann könnte er auch in die östlichen Regionen einmarschieren.

http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/europa/europastaaten/616613_Die-...

 

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Krim-Krise stellt Pipeline «South Stream» infrage

Der Bau der Gaspipeline South Stream hängt wegen der Krim-Krise am seidenen Faden. Die Aussichten für das Projekt seien düster, sagte der Chef des italienischen Energieversorgers Eni, Paolo Scaroni, am Donnerstag an einer parlamentarischen Anhörung in Rom. Der Konflikt mit Russland um die ukrainische Halbinsel stelle die vielen behördlichen Genehmigungen infrage, die europäische Unternehmen für den Bau der Pipeline erteilen müssten. Die South-Stream-Pipeline soll über den Grund des Schwarzen Meeres russisches Gas nach Europa bringen.

Von Bulgarien aus soll South Stream auf je einem Strang nach Italien und Österreich weitergeführt werden. Die Durchleitungskapazität soll rund 60 Milliarden Kubikmeter im Jahr betragen. Die Kosten werden auf 17 Mrd. € geschätzt. Die Pipeline soll 2018 in Betrieb gehen.

http://www.nzz.ch/wirtschaft/wirtschafts-und-finanzportal/krim-krise-ste...

 

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Elias hat am 21.03.2014 - 10:48 folgendes geschrieben:

Der Bau der Gaspipeline South Stream hängt wegen der Krim-Krise am seidenen Faden. Die Aussichten für das Projekt seien düster, sagte der Chef des italienischen Energieversorgers Eni, Paolo Scaroni, am Donnerstag an einer parlamentarischen Anhörung in Rom. Der Konflikt mit Russland um die ukrainische Halbinsel stelle die vielen behördlichen Genehmigungen infrage, die europäische Unternehmen für den Bau der Pipeline erteilen müssten. Die South-Stream-Pipeline soll über den Grund des Schwarzen Meeres russisches Gas nach Europa bringen.

Von Bulgarien aus soll South Stream auf je einem Strang nach Italien und Österreich weitergeführt werden. Die Durchleitungskapazität soll rund 60 Milliarden Kubikmeter im Jahr betragen. Die Kosten werden auf 17 Mrd. € geschätzt. Die Pipeline soll 2018 in Betrieb gehen.

http://www.nzz.ch/wirtschaft/wirtschafts-und-finanzportal/krim-krise-ste...

 

Die Offshore Leitung von South Stream durchs Schwarze Meer ist sauteuer und macht wirtschaftlich erstmal keinen Sinn, weil ausreichend Kapazität vorhanden ist. South Stream würde aber geplante Konkurrenz-Pipelines noch unrentabler machen und dann eine Alternative für kaspisches Gas, das eigentlich über Aserbaidschan-Georgien transportiert würde, darstellen. Damit würde Gazprom ein Quasi-Monopol schaffen. Was dann längerfrist wirtschaftlich doch Sinn machen würde.

Nun, mit der Annektion der Krim müsste gar keine teure offshore Pipeline gebaut werden sondern könnte über die Krim verlaufen. Es besteht sogar ein EU-Pipeline Anschluss über Odessa bis Mykolaev. Im Grunde müsste nur der Abschnitt über Krasnodar-Krim-Kherson-Mykolaev gebaut werden.

Da die Krim derzeit Gas vom ukrainischen Festland bezieht, muss eine Erschliessung von russischer Seite sowieso erfolgen, sollte es Russland mit seinen Versprechungen ernst meinen.

Damit müsste nur noch ein Pipeline Abschnitt über Kherson gebaut werden ... und natürlich müssten Odessa, Mykolaev und Kherson ebenso autonom werden:

http://en.ria.ru/world/20140304/188063761/3-South-Ukrainian-Cities-Want-...

Deputy speaker of Crimea’s Supreme Council Serhiy Tsekov said Crimean authorities had received calls from “representatives of local administrative bodies” in Mykolaiv, Kherson and Odessa.

“They think that they should be together with Crimea,” he said.

:help:

Wenn das nicht klappt, ist die offshore Distanz von der Krim ans West-Ufer des Schwarzen Meeres deutlich kürzer.

Sowohl für Russland wie für die EU wäre es sehr bequem, wenn man die Ukraine als Transitland ausschalten könnte, d.h. dass es im Grunde einen Anreiz gibt, die West- und Zentralukraine (Restukraine) von den südöstlichen Teilen zu trennen, diese unter russischen Einfluss zu entlassen und die Restukraine vom Westen her zu erschliessen. Dann wäre sowohl die EU wie Russland viele Probleme los.

Einen bestehenden Staat wie die Ukraine kann aber natürlich nicht einfach so in bilateralen Gesprächen zwischen EU und Russland am Konferenztisch aufgeteilt werden.

 

Tönt das zu konspirativ? Dann liess mal das, was die Russen/Ukrainer sagen:

http://de.ria.ru/trade_and_finance/20120619/263826374.html

Ukraine: An Gasstreit mit Russland ist Merkel schuld - „Nesawissimaja Gaseta“

Der ukrainische Außenminister Konstantin Grischtschenko erklärte dieser Tage vor italienischen Journalisten, warum die ukrainisch-russischen Verträge 2009 unterzeichnet wurden. „Das wurde auf Bitte Deutschlands und anderer europäischer Regierungen gemacht, die darauf bestanden haben, die Gaskrise schnellstmöglich zu lösen. Diese Frage wurde hinter dem Rücken der Ukraine gelöst“, sagte Grischtschenko.

Aus diesem Grund unterstützen dem ukrainischen Außenminister zufolge Kanzlerin Merkel und andere europäische Politiker die inhaftierte Oppositionspolitikerin Timoschenko. „Sie unterstützen dadurch die Möglichkeit, eigene Probleme auf Kosten des ukrainischen Volkes zu lösen“, sagte Grischtschenko.

Nach eigenen Angaben zahlt Kiew fast das Doppelte des üblichen Gaspreises, weil Timoschenko einen Vertrag mit einer ungerechten Preisformel mit einer Laufzeit von zehn Jahren unterzeichnet hat. Obwohl Gazprom nicht darauf eingehe, die aktuellen Verträge rückgängig zu machen, könne sich die Ukraine in zwei Jahren von den knebelnden Vertragsbedingungen durch neue Lieferquellen befreien, verlautet aus Kiew.

Was bedeutet diese Meldung denn? Nun, die Gaskrise wurde damit in 2009 temporär auf Eis gelegt, denn die EU war auf die Ukraine als Transitland dringend angewiesen. Um die EU zu schützen, war kein Versprechen zu klein. Timoschenko jedenfalls, kann man der Quelle oben vertrauen, sei darauf eingegangen.

2011 änderte sich aber alles: Nord Stream war fertig gebaut und die Ukraine ist als Transitland für den momentanen Gasbedarf der EU nicht mehr sehr wichtig. Die EU vertritt hier aber keine homogene Haltung, denn es ist logisch, dass die nordöstlichen EU Staaten das mit Misstrauen verfolgen.

Meiner Meinung nach lohnt es sich für jene, die sich für die Ukraine Krise interessieren, wenn man diese Gas-Geschichten durchliest und zwar aus verschiedenen Quellen:

- deutsche Zeitungen

- russische Agenturen auf deutsch und englisch

- Wikipedia

Die ukrainischen Quellen sind leider nicht sehr einfach zugänglich wegen der Sprache und weil sie anders als die Russen nicht sehr sendungsstark Nachrichten in den Westen transportieren können. (Merkt man auch in der Krimkrise)

 

MarcusFabian
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Bullish hat am 21.03.2014 - 11:54 folgendes geschrieben:


Die ukrainischen Quellen sind leider nicht sehr einfach zugänglich ...

 

Guckst Du hier: http://www.kyivpost.com/

Die lese ich noch gerne als Gegenpol zu den Russen: http://en.ria.ru/russia/ und http://voiceofrussia.com/ oder (sogar auf deutsch): http://www.russland.ru/

Und als Drittes "Crimean News agency": http://qha.com.ua/en

 

 

 

 

weico
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KRIM-KRISE/Russland besiegelt Anschluss der Krim

 

Ungeachtet internationaler Kritik und Sanktionen hat Russland den historischen Anschluss der Krim besiegelt. Kremlchef Wladimir Putin unterzeichnete am Freitag zwei Gesetze, die aus der bisher ukrainischen Republik Krim und der Stadt Sewastopol offiziell Mitglieder der Russischen Föderation machen. Zuvor hatte mit dem Föderationsrat die zweite Parlamentskammer einstimmig für den international nicht anerkannten Beitritt gestimmt.

Damit ist die von der Ukraine abtrünnige Schwarzmeerhalbinsel nach russischem Recht nun endgültig Teil des Riesenreichs. Ein Angriff wird fortan als Attacke gegen Russland angesehen.

"Vor uns liegt viel Arbeit bei der Anpassung der Krim, bei ihrer Angleichung an das Justizsystem der Russischen Föderation, in die russische Wirtschaft, in das Sozialsystem", sagte Putin bei einer feierlichen Zeremonie im Katharinensaal des Kreml. Für den späten Abend befahl er einen Freudensalut in Moskau und den Krim-Städten Simferopol und Sewastopol. Der Präsident betonte, dass es mit der Krim nun einen weiteren Föderationsbezirk gebe. Die Kartographiebehörde will schon bald die neuen Landkarten absegnen.

Von den westlichen Sanktionen gegen russische Politiker und Unternehmer zeigte sich Putin unbeeindruckt. Demonstrativ ordnete er an, sein Gehalt künftig auf die von den Zwangsmassnahmen betroffene Bank Rossija überweisen zu lassen. Russland werde die Sanktionen nicht unbeantwortet lassen und jedes Mal reagieren, kündigte Putins Sprecher Dmitri Peskow an.

Parlamentschef Sergej Naryschkin, der ebenfalls auf der Schwarzen Liste von EU und USA steht, sagte, mit seinen Sanktionen versuche der Westen nun davon abzulenken, dass seine Einmischung in der Ukraine zu "Chaos, der tiefsten politischen Krise und zu menschlichen Opfern geführt" habe. Bei dem gewaltsamen Machtwechsel in der Ukraine waren mehr als 100 Menschen getötet worden.

Den Vorwurf einer Annexion der Schwarzmeerhalbinsel wies Russland zurück. "Ich denke, das ist eine Beleidigung der Bürger auf der Krim, die ihre unveräusserlichen Rechte auf Selbstbestimmung in vollem Umfang genutzt haben", sagte Aussenminister Sergej Lawrow. "Diese Freude, dieses echte Glück - es ist unmöglich, das zu spielen; unmöglich, das einzustudieren; unmöglich, das zu inszenieren", sagte Lawrow. Anders als der Westen, der von Annexion - also von einer gewaltsamen und völkerrechtswiderrechtlichen Aneignung - spricht, nennen die Russen den Krim-Anschluss eine Wiedervereinigung.

Lawrow warf seinerseits der EU und der Führung in Kiew vor, mit ihrem Vertrag zur engen politischen Zusammenarbeit nicht dem Willen des ukrainischen Volkes zu folgen. "Das ist vielmehr ein Versuch, im geopolitischen Spiel zu punkten", sagte der Aussenminister.

Der Föderationsrat in Moskau ratifizierte als letzte juristische Instanz den Beitrittsvertrag. Nach der Abstimmung erhoben sich die Ratsmitglieder und spendeten lauten Applaus. Putin und die moskautreue Führung der Krim hatten das Dokument am Dienstag unterzeichnet. Am Donnerstag stimmte die Staatsduma für den Beitritt.

Die Einwohner der Krim hatten sich am 16. März in einem international nicht anerkannten Referendum mit überwältigender Mehrheit für den Anschluss an Russland ausgesprochen. Die ukrainische Regierung in Kiew sowie die EU und die USA kritisieren den Schritt als Verstoss gegen das Völkerrecht.

 

P.S:..der Herr ganz Rechts (Jazenjuk) lacht sich wohl  "ins Hemd"... über die vereinigte Naivität der EU..! Minderheitenproblem (Krimtürken) gelöst,schnelle Anbindung an die EU  und 11 Milliarden Hilfspaket  !

http://www.cash.ch/news/alle/krimkriserussland_besiegelt_anschluss_der_k...

 

 

 

 

 

Vielleicht dämmert es nun auch den einfacheren Gemütern,warum die Ukraine sich so "Heldenhaft und Verzweifelt gegen die Annexion gewehrt hat...! 

 Unterschriften in Brüssel

 

http://www.spiegel.de/politik/ausland/krim-krise-eu-chefs-unterzeichnen-...

 

weico

 

 

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