EU und CH sind befreundet - sagt Ferrero-Waldner...

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28.03.2007 10:10
#1
Bild des Benutzers Odysseus
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EU und CH sind befreundet - sagt Ferrero-Waldner...

An einer Pressekonferenz unterstrich die EU-Aussenkommissarin, Ferrero-Waldner, die traditionell freundschaftlichen Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU. In den vergangenen Monaten hatte man jedoch kaum diesen Eindruck. In einem ungewöhnlich harschen Ton, den Freunde kaum untereinander pflegen, attackierte Brüssel gewisse kantonale Steuerpraktiken. Nachdem die Reaktion des Bundesrates hierauf unerwartet heftig, ja geradezu erbost ausfiel, schlägt die EU einen konstruktiven Ton an. Dies ist auch notwendig, wollen wir doch die erfolgreiche bilaterale Zusammenarbeit auch in Zukunft fortsetzen. Doch an der Sache ändert dies nichts. Selbst die EU hat inzwischen gemerkt, wie absurd es ist, einen Steuerstreit auf Grund eines vor über 30 Jahren abgeschlossenen Freihandelsabkommens zu führen. Neuerdings wird der Steuerkodex der EU ins Spiel gebracht. Doch weshalb soll die Schweiz den Kodex einer Gemeinschaft übernehmen, der sie nicht angehört? Aus Sicht der EU mag es in Ordnung sein, dass sie ihre wirtschaftlichen Interessen konsequent vertritt – doch die Schweiz darf dies eben auch.

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28.03.2007 16:54
Bild des Benutzers Fine-Tuner
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EU und CH sind befreundet - sagt Ferrero-Waldner...

Der ganze Steuerstreit mit der EU wegen ein paar Holdinggesellschaften in ein paar Kantonen scheint mir doch sehr abgehoben.

Fakt ist, dass der Lohnempfänger mit Lohnausweis die Milchkuh der Nation ist. Während Kantone und Gemeinden ihre Finanzen sanieren, können Hunderttausende natürliche Personen mit Lohnausweis (oder einer Bilanz, im Falle einer Einzelunternehmung) ihre Steuern nicht bezahlen.

Heisst Steuerwettbewerb die öffentlich rechtlichen Institutionen reich zu machen oder SOLL DER STEUERWETTBEWERB DEN BÜRGERN ETWAS BRINGEN???

Wenn er nur für ein paar wenige Amtsstuben gut ist, bin ich voll auf der Seite der EU...leider stelle ich fest, dass ich als Schweizer permanent mehr Steurn, Abgaben und Gebühren bezahlen muss.....was, ausser dass man im Ausland als Schmarotzer bezeichnet wird, bringt mir dieser Steuerwettbewerb dann?.....ahh, ok, ich müsste sonst einfach noch mehr Steurn bezahlen.....mmmhhh, ok, aber wer bezahlt dann jetzt die Steuern, die ich nicht bezahle?....Der Deutsch, der Franzose, der Italiener, der Österreicher etc.?

....anyway, ich eröffne ein Konto auf den Bermudas.

FT