"EU will einfach nur unser Geld" (Rudolf Merz)

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05.02.2007 09:36
#1
Bild des Benutzers Odysseus
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"EU will einfach nur unser Geld" (Rudolf Merz)

«Letztlich haben es die EU und einzelne Länder nur auf unser Geld abgesehen.» (Berner Zeitung vom 3.2.) Deutlicher könnte Finanzminister Merz – wahrlich kein EU-Gegner – seinen Missmut über die ständigen Angriffe aus Brüssel gegen die Steuerpraxis der Schweiz nicht äussern. Unter dem Deckmantel der Steuergerechtigkeit versuchen einige Länder ihre eigenen wirtschaftlichen Interessen durchzusetzen. Es sind Staaten wie Deutschland und Frankreich, aus denen infolge horrend hoher Steuern immer mehr Firmen abwandern. Aufgehalten werden soll dieser Prozess nicht durch Steueranpassungen, sondern durch eine Steuerharmonisierung innerhalb Europas – natürlich auf möglichst hohem Niveau. Macht man etwas schlecht, sorgt man dafür, dass es die anderen genauso schlecht tun. Davon betroffen sind nicht nur die Schweiz, sondern auch andere erfolgreiche EU-Tiefsteuerländer wie Irland oder Luxemburg. Die Schweiz ist ein unabhängiges Land und untersteht nicht dem Brüsseler Steuervogt. Gemeinsam mit Luxemburg, Irland und anderen osteuropäischen Ländern müssen wir für mehr Steuerwettbewerb in Europa kämpfen – davon hängt auch der zukünftige Wohlstand in unserem Land ab.

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17.02.2007 18:52
Bild des Benutzers Fine-Tuner
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"EU will einfach nur unser Geld" (Rudolf Merz)

Dass ein Schweizer mit Stammbaum so denkt ist ok.

Man könnte aber auch sagen:

"Die CH will doch nur das Geld der EU-Bürger"

...wäre genauso wahr.

FT

09.02.2007 09:08
Bild des Benutzers Profitexter
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Vorbehalte...

Ich selber war (und bin) eher kritisch gegenüber der Bürokratie, insbesondere auch der doch sehr intransparenten EU-Verwaltung.

Sicher ist es aber auch so, dass der deutsche Obrigkeitsstaat seine saftigen Steuern nicht erst seit der EU erhebt. Sicher ist es auch so, dass andere Staaten wohl auch satte Steuern erheben und eine Mega-Bürokratie wuchern lassen, dass man als Bürger aber nicht gleich vom SEK in Handschellen abgeführt wird, wenn man mal das Trottoir vor seinem Haus nicht gewischt hat oder in der Steuerklärung seinen Arbeitsweg 10 Kilometer länger deklariert hat - auch wenn diese Staaten EU-Mitglieder sind.

Vom rein menschlichen Standpunkt aus betrachtet sollte man trotzdem auch das Positive sehen. Wenn ich daran denke, wie es noch in den 80er Jahren in Nordirland ausgesehen hat. Wenn ich daran denke, wie damals noch die flämischen und frankophonen Belgier aufeinander los gegangen sind. Die Basken. Die Südtiroler. Und wenn ich daran denke, dass so etwas heute durch die EU praktisch kein Thema mehr ist...

Und wenn ich an so manche Mauschelei denke, die von Brüssel aus in den einzelnen Staaten abgetellt wurde (Justizversagen, Wahlfälschungen, Machtmissbrauch von Behörden u.ä.), dann täte die EU von dieser Warte vielleicht auch so manchem Nicht-Mitglied ganz gut.

Man müsste sich ja nicht zwingend am deutschen ZackZack orientieren (das dann ordentlich in die Hose geht), sondern könnte eher dem Beispiel des französischen Laisser-vivre folgen (mit dem die Menschen eben leben können).

Liebe Grüsse

Achim H. Pollert

07.02.2007 19:57
Bild des Benutzers Jodellady
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"EU will einfach nur unser Geld" (Rudolf Merz)

Soviel zum Thema "Eu und schweizer Geld"

Wer hat jetzt gestern das Gesuch um Unterstützungsbeiträge an Rumänien und Bulgarien eingereicht????

DIE EU

unterstützungsbeiträge JA, steuern abgeben NEIN.

das schweizer Steuergesetz ist schon i.O. so, hätte sich halt die Konkurrenz (die anderen Ländern) bisschen anstrengen müssen und genau so konkurrenzfähig bleiben müssen! Ist doch genau so wie in der privaten Wirtschaft, ich seh da kein problem.