Eurokrise: in USD investieren?

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16.05.2012 23:14
#1
Bild des Benutzers martin.penev@cash.ch
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Eurokrise: in USD investieren?

 

Meine Damen und Herren, Sie wissen im Moment selbst, wie es mit der wirtschaftlichen Situation in Europa und Griechenland aussieht. Heute, 16. Mai, liefen die Leute in Griechenland bereits zu den Banken, um ihr Geld zu sichern.Zudem stieg der Kurs des USD auf 0.94 und der Goldpreis kam auf ein neues Tief. Nun, was ich mir überlegt habe ist folgendes: Ein Privatkonto in USD Währung zu eröffnen, und einen grossen Teil darauf einzuzahlen, denn in der nächsten Zeit - so sagt es auch ein Kollege von mir - habe ich das Gefühl, das dieser steigen wird. Denn wenn der Euro anfängt richtig nach unten zu gehen, und somit auch der CHF, will ich für meinen Teil jedenfalls über genügend Geldwert verfügen. Ist dies ratsam? Danke für eure Antworten Smile

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19.05.2012 04:23
Bild des Benutzers MarcusFabian
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martin.penev@cash.ch hat am 16.05.2012 - 23:14 folgendes geschrieben:

Ist dies ratsam?

Wohl kaum: Zuerst hatten die Amis zweimal QE-Programme aufgelegt. Der Dollar sank und alle sind in Euros und Franken gerannt.

Jetzt hat Europa zweimal Geld gedruckt (LTRO), der Euro ist gesunken und das Währungspaar EUR/CHF sinkt gegen Dollar. Entsprechend rennen jetzt alle in den Dollar.

Stellt sich die Frage: Wer wird als nächstes eine grössere Menge Geld drucken und somit seine Währung schwächen? Die Fed oder die EZB?

Ich tippe auf die Fed. Und das aus drei Gründen:

1. Schon alleine, um Ende Sommer, kurz vor den Wahlen, die US-Aktienpreise nominal steigen zu lassen.

2. Die EZB hat keinerlei Veranlassung einen weitern Geld-Schub auszulösen. Schliesslich liegen noch €780 Mrd. im ESFS ungenutzt rum.

3. Der Markt ist böse. Er will möglichst viele auf dem falschen Fuss erwischen. Und das sind im Moment jene, die in den Dollar geflohen sind.

Schlussendlich ist es aber auch eine Frage des Timings: Im Moment spricht noch alles gegen den Euro. Griechenlandkrise, Downgrades europäischer Banken von US-Ratingagenturen, während es um Amerika erstaunlich ruhig ist. Sprich: Im Moment verschiessen die Amis all ihr mediales Pulver gegen Europa.
Rein von der Stimmung her (also extrem negativ für Euro, verhalten positiv für Dollar) dürfte der untere Wendepunkt nahe sein.

Ich vermute, dass der etwa Mitte Juli (+/- 1 Monat) erreicht sein dürfte. Genaues wissen wir aber erst an dem Tag, an dem die FED ein QE3 bekannt gibt. Heisse Termine sind also der 20. Juni und der 1. August.

17.05.2012 15:45
Bild des Benutzers martin.penev@cash.ch
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Hey, vielen Dank für den Input, werde dies sicherlich beherzigen Smile

17.05.2012 14:35
Bild des Benutzers geldsack
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Kommentare: 2164

Im Moment sieht es zwar so aus bzw. deutet vieles darauf hin. Dennoch ist diese Strategie riskant. Sollte demnächst (auf Initiative Hollande) ein Wachstumspakt beschlossen werden und es wirtschaftlich auch in den Problemländern aufwärtsgehen und sollten die Griechen bis zur kommenden Wahl noch halbwegs zur Vernunft kommen, ist eine Aufwertung des Euros zum Dollar sicher.

Ich z.B. halte ein drittel meines Portfolios in $ und freue mich natürlich über den derzeitigen Anstieg, bin aber der Meinung, dass es nicht von Dauer sein wird und o,90 $ / CHF über kurz oder lang wieder unterschritten wird.

Genauso gut könntest Du ein € - Konto eröffnen und auf 1,50 CHF / € warten. Das ist auch die wahrscheinlichere Variante.