FATCA: Auswirkungen für die Schweiz

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ProBus
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FATCA: Auswirkungen für die Schweiz

Geschätzte Cash-Community

Mit grosser Überraschung habe ich gestern in der SonntagsZeitung auf S. 53 gelesen, dass alle Besitzer von US-Wertpapieren global den US-Steuergesetzen unterworfen werden, sobald FATCA in Kraft tritt. Mir stellen sich nun verschiedene Fragen, wie beispielsweise mit welchen Steuern ich als US-Aktionär oder eine juristische Person, die US-Aktion hält rechnen muss, und wie sich die US-Erbschaftssteuer auf mich auswirken wird.

Hiermit eröffne ich die Diskussion und frage gleichzeitig nach Quellen, damit ich diesen Startpost ein wenig informativer gestalten kann. Meine Recherche hat keine wirklichen Fakten hervorgebracht, was ich bei der Tragweite dieser Bestimmung und der baldigen Inkraftsetzung (1.1.14?) bedenklich finde.

 

ProBus
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aprecio hat am 24.06.2013 - 11:30 folgendes geschrieben:

heisst es nicht "FATCA", von fat cats?

Stimmt natürlich, danke. Hab es im Text korrigiert.

Rookie65.
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Lieber ProBus


Den US-Steuergesetzen bist Du -ja nach Sichtweise der IRS- bereits heute unterstellt. Dass Guthaben von über CHF 50'000 Gegenwert in direkten USA-Anlagen bei deinem Ableben den Nachkommen Bauchschmerzen bereiten kann ist old news. Das ist schon seit mindestens 2010 oder 2011 so.


FATCA wird vor allem für US-Bürger und Greencard-Inhaber ein Problem werden. Für uns CH-Bürger (obenstehenden Fall ausgenommen) ändert sich wenig bis nichts. Finger weg von allen US-Anlagen. Macht nicht nur wegen der juristischen Falle Sinn. USD wird irgendwann die Parität mit dem letzten Lira-Kurs von Mailand haben und das Entwicklungsland USA ist ohne hin auf dem absteigenden Ast. Aber das ist ein anderes Thema...


Zurück zu FATCA: Wie bereits ausgeführt, KANN es Probleme geben muss aber nicht. Wann FATCA in Kraft triff ist unabsehbar. Bis jetzt scheint es in Europa das grössere Thema zu sein als anderswo, wo US-Bürger betroffen werden könnten (Mittelamerika, Asien).


Für CH-Banken wird FATCA über kurz oder lang eh' wurscht sein. Ausser den beiden grossen wird kaum ein Insititut noch Geschäfte mit US-Bürgern oder Greencard-Inhabern machen wollen. Ergo, wird die Reportingpflicht unter dieser Regelung ohnehin hinfällig werden. Aber davon spricht heute noch niemand. Zu meinem erstaunen.


Etwas mehr Licht im FATCA-Dunkel? Hoffe ich konnte Dir helfen!

Einer Straßenbahn und einer Aktie darf man nie nachlaufen. Nur Geduld: Die nächste kommt mit Sicherheit. André Kostolany

MarcusFabian
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Rookie65 hat am 24.06.2013 - 14:08 folgendes geschrieben:

 

USD wird irgendwann die Parität mit dem letzten Lira-Kurs von Mailand haben und das Entwicklungsland USA ist ohne hin auf dem absteigenden Ast. Aber das ist ein anderes Thema...


Die USA als Bananenrepublik?
Geht nicht, die Amis produzieren gar keine . Aber ansonsten stimme ich Dir voll zu!

Stellt sich die Frage, welche Auswirkungen es sich für mich als Schweizer hätte, wenn ich der amerikanischen Steuerinquisition IRS auf einen Steuerbescheid einfach mit einem ebenso höflichen wie klaren "Fuck You!" antworte.

So lange ich nicht den Fehler mache, meinen Hintern physisch auf US-Territorium zu bewegen, könnte mir doch kaum was passieren, oder?

Aber eben. Weshalb ein Risiko eingehen? Besser den US-Markt ganz vermeiden!

 

Rookie65.
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MarcusFabian hat am 24.06.2013 - 14:23 folgendes geschrieben:



Aber eben. Weshalb ein Risiko eingehen? Besser den US-Markt ganz vermeiden!


 


Meine Worte. Es gibt genügend andere Spielwiesen. Falls doch USA, dann einfach keine Direktanlagen!

Einer Straßenbahn und einer Aktie darf man nie nachlaufen. Nur Geduld: Die nächste kommt mit Sicherheit. André Kostolany

MarcusFabian
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Wie gesagt: Vollste Zustimmung.

Oder wie es Volker Pispers mal formuliert hat:

"Man soll nicht in einen oberflächlichen Anti-Amerikanismus abgleiten. Aber meiner ist gar nicht oberflächlich Wink

http://www.youtube.com/watch?v=AdIkTNnnBFo

Etwa ab 1:20

sehenswert!

Fine-Tuner
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Enthält FATCATS eigentlich ein Gegenrecht, heisst können CH Behörden die Daten von CH Steuerhinterziehern von den USA verlangen?

Es ist anzunehmen, dass viele CHer ihr Schwarzgeld in USA gewaschen haben....zB

Florida (Strandhaus gegen Bargeld ist üblich, da fragt niemand),

Nevada (Appartement in Las Vegas gegen Bargeld ist üblich, da fragt niemand),

Delaware (Trust gegen Bargeld ist üblich, da fragt niemand) und/oder

Alaska (Lodge gegen Bargeld ist üblich, da fragt niemand).

Denke, dass FATCATS einzig dazu dient, sich im internationalen Finanzwettstreit einen Vorteil zu erschleichen und das FAT Capital in die USA zu locken....für Nicht-Amis (= Menschen ohne US-Sozialversicherungsnummer) war und ist die USA ein Steuerparadies par excellence.

 

Fine-Tuner