FED im Brennpunkt - Illliquidität- das Unbehagen der Börsen

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FED im Brennpunkt - Illliquidität- das Unbehagen der Börsen

Am 8.8. 5 % runter, am 9.8. 5. % rauf in USA, vor allem Banken, Schwergewichte.

Wieso hat die Fed die Zinsen vor Tagen erst nicht reduziert um mind. 0,25 (hätte der Hypo-Krise doch leicht & allg. verständlich geholfen), gestern & Heute werden Milliarden der Zentralbanken EU, USA und Australien auf den Markt geworfen, angeblich um die nötige Liquidität zu schaffen resp. zu erhalten. Dies ist meiner Meinung nach ein totaler Widerspruch in der Sache.

Frage; War die FED vor Tagen tatsächlich noch nicht informiert ?

http://www.boerse-go.de/news/news.php?ida=670255&idc=2

http://www.boerse-go.de/news/news.php?ida=670179&idc=2

http://www.boerse-go.de/news/news.php?ida=670231&idc=2

Ist die FED nicht verpflichtet, solche Panik wie z.Zt. an den US-Börsen eben zu verhindern, nicht noch durch Heimlichkeiten anzufachen ?

Meinungen sind gefragt, das "Spiel" an den Börsen mind. die letzten zwei Tage hat nichts mehr mit "normal" zu tun, meine bescheidene Meinung.

Pegasus
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FED - außerordentlichen Sitzung aufgrund einer Notsituation

Na, es bewegt ja sich bereits was in Richtung vorzeitiger Zinsreduktion :roll: Biggrin :roll: :idea: ;

10.08.2007 - 14:29

Zinsfutures preisen Zinssenkung durch die Fed ein

New York (BoerseGo.de) - Der Fed-Funds-Futuremarkt geht von einer Senkung des Leitzinses der US-Notenbank in den nächsten Wochen aus. Demnach sehe sich die Federal Reserve im Rahmen einer anstehenden außerordentlichen Sitzung aufgrund einer Notsituation voraussichtlich zu einem solchen Schritt gezwungen.

Der Fed-Funds-Futuremarkt berücksichtigt, dass die Fed mit wesentlichen Risiken zu kämpfen hat. Zudem dürften die US-Währungshüter nach den beiden Geldspritzen der Europäischen Zentralbank zur Stützung der Finanzmärkte im Volumen von 130 Milliarden Dollar und 84 Milliarden Dollar Veranlassung zum Handeln sehen.

(Quelle; © BörseGo GmbH 2007)

So wie einem das Licht nicht ohne die Dunkelheit bewusst würde, so gibt es keine Situation, in der nicht etwas POSITIVES zu entdecken wäre.

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Pegasus
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FED - außerordentlichen Sitzung aufgrund einer Notsituation

handelt jetzt plötzlich Schlag auf Schlag, schon erstaunlich positiv;

10.08.2007 - 19:48

Finanzmärkte: Fed verpasst 3. Liquiditätsspritze des Tages

New York (BoerseGo.de) - Die Fed trägt weiter zur Beruhigung der angeschlagenen Finanzmärkte bei. Soeben meldet Reuters, dass die US-Notenbank dem Markt bereits die 3. Liquiditätsspritze des Tages verpasste.

© BörseGo

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tradingvalue
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Aufgabe der CB

Ich denke im Zusammenhang mit den finanziellen Liquiditätszuschüssen der Zentralbanken (europ., USA, Asien, ...) ist vielen Leuten die Aufgabe der Zentralbank unklar.. Dabei hat die z.B. SNB als unabhängige schweizerische Nationalbank (gemäss Bundesverfassung) jedoch zentrale Aufgaben:

- Gesamtwirtschaftlicher Auftrag

Die SNB führt die Geld- und Währungspolitik des Landes. Dies ist in der schweiz. BV so vorgesehen.

Dabei muss sie die wirtschaftlichen Gesamtinteressen des Landes vertreten..

- Preisstabilität

Preisstabilität ist eine wesentliche Voraussetzung für Wachstum und Wohlstand. Inflation und Deflation erschweren die Entscheide von Konsumenten und Produzenten, stören die wirtschaftliche Entwicklung und benachteiligen die Schwächeren.

Unter diesem Punkt sorgt die SNB für eine Politik, die die Inflation sehr gering halten soll (vollständig verhindern ist nicht möglich) und besonders dass keine Deflation aufkommt (schlimmstes Szenario)

- Geldversorgung

Die Nationalbank verfügt über das Monopol zur Ausgabe von Banknoten. Sie versorgt die Wirtschaft mit Noten, die hohen Qualitäts- und Sicherheitsansprüchen genügen.

- Stabilität des Finanzsystems

Im Rahmen ihres Beitrags zur Stabilität des Finanzsystems analysiert die Nationalbank laufend die Lage und Entwicklung im Banken- und Finanzsystem. Sie überwacht die systemisch bedeutsamen Zahlungs- und Effektenabwicklungssysteme und wirkt an der Gestaltung der Rahmenbedingungen für den Finanzplatz mit.

- Weiterführende Tätigkeiten (nicht daraufeingegangen)

(Quelle: www.snb.ch)

Aufgaben EZB:

- die Geldpolitik des Euro-Währungsgebiets festzulegen und auszuführen,

- Devisengeschäfte durchzuführen,

- die offiziellen Währungsreserven der Mitgliedstaaten zu halten und zu verwalten (siehe Portfoliomanagement),

das reibungslose Funktionieren der Zahlungssysteme zu fördern.

- Aufsicht über die Kreditinstitute und Stabilität des Finanzsystems: Das Eurosystem trägt zur reibungslosen Durchführung der von den zuständigen Behörden auf dem Gebiet der Aufsicht über die Kreditinstitute und der Stabilität des Finanzsystems ergriffenen Maßnahmen bei.

Diese berufen sich bei EZB alle auf den Europäischen Gemeinschaftsvertrag (aquis communitauire)

In diesem Sinne hat sich die EZB handeln gezungen gesehen, um die Stabililität der Finanzmärkte aufrechtzuerhalten. Zudem ist zu bemerken, dass der Job einer Zentralbank nicht gerade sehr einfach ist... Jedoch haben diese in der Vergangenheit einiges dazugelernt, oder wieso können wir insgesamt (seit bspw. 1929) von einer verbessernden Stabilität der gesamtwirtschaftlichen Finanzmärkte sprechen...

Ich wünsche noch einen schönen Tag!

Pegasus
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Geldspritzen der FED, EZB ect.

Aufgelesen von User Libuda bei Ariva;

1. Panikmache für Käufe nutzen Libuda 11.08.07 14:24

so schnell wie möglich, denn die tiefsten Einstiegskurse erwischt man sowieso nicht.

Wenn man heute in den Zeitungen über die angeblichen Geldspritzen der Notenbanken liest, wird einem klar, dass viele deutsche "Wirtschaftsjournalisten" wohl doch nur einige Sylvester Wirtschaft bei Professor Ast in der Baumschule studiert haben. Denn was da als Geldspritzen beschrieben wird, ist die ganze normale Nutzung des Instrumentariums der LZB.

Neben den Hauptrefinzanzierungsgeschäften, über die normalerweise fast ausschließlich die Geldversorgung der Banken läuft, gibt es noch die Möglichkeit, dass die Banken jederzeit Geld bei der EZB anlegen (die Einlagefazilität) und Kredite aufnehmen können (die Kreditfazilität). Während man die Einlagefazilität als Bank unbeschränkt nutzen kann, ist bei Kreditfazilität die Hinterlegung von Sicherheiten erforderlich (was aber für keine Bank ein Problem ist, da sie dafür i.d.R. geeignete Wertpapiere in einer mehrfachen Höhe verfügt, als sie Liquidität bei der LZB in Anspruch nimmt). Normalerweise nutzen die Banken nur die Hauptrefinanzierungsgeschäfte, die in ihrer Höhe allerdings begrenzt sind, und den Geldmarkt, um sich liquide Mittel zu beschaffen - die Einlagefazilität wird normalerweise nicht genutzt, weil man am Geldmarkt höhere Zinsen bekommt, und die Kreditfazilität wird normalerweise auch nicht genutzt, weil man das Geld am Geldmarkt billiger bekommt. In Zeiten wie den momentanen zögern nun manche Banken, das Geld anderen Banken über den Geldmarkt zu leihen und legen es (unter Verzicht auf die höheren Geldmarktzinsen) direkt im Rahmen der Einlagefazilität bei der EZB an. Dann fehlt auf dem normalen Geldmarkt Geld, die Geldmarktzinsen steigen, und dadurch wird die an sich teurere Kreditfazilität der EZB interessanter. Fazit: Statt sioh am Geldmarkt gegenseitig Geld zu leihen, laufen die Geschäfte halt über die EZB und in den USA über die FED - dadurch verschwindet die Angst. Es muss hier nicht besonders eingegriffen werden, es werden nur ganz normale vorhandene EZB-Angebote genutzt. Lediglich wenn man die etwas teueren Kreditfazilitäten über Sonderfaziliäten (sogenannte Schnelltender) etwas verbilligt liegen besondere Eingriffe der Notenbank vor - sie will den Anstieg der Geldmarktzinsen begrenzen, was ich allerdings für verkehrt halte, da man den Kreditinstituten, die keine ausreichende Liquiditätsvorsorge getroffen haben, über höhere Zinsaufwendungen durchaus die Gewinne schmälern sollte.

Ihr seht also, die Nummer mit den Geldspritzen ist eine Verblödungsnummer von Dummen für Dumme, die es aber auf beiden Seiten reichlich gibt. Wer schlau ist,

nutzt die Dummheit der Dummen und kauft jetzt .

:roll: :idea: WinkBiggrin

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Pegasus
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Gerücht um baldige Zinssenkung beruhigte die Börsen

Quelle: BoerseGo;

11.08.2007 - 02:30

Wall Street: Spannende Zeiten

New York (BoerseGo.de) - Mögen Sie in spannenden Zeiten leben, lautet ein alt-chinesischer Fluch. Die Verwünschung wird jetzt an den weltweiten Finanzmärkten wahr. Die Hysterie wegen der Subprime Krise und den deswegen in Schieflage geratenen globalen Finanzkonzernen schaukelte sich heute früh auf neue Höhen.

Die Furcht, dass die Kreditmärkte wegen der wachsenden Angst vor dem Risiko austrocknen, führte vorbörslich wieder zu Panikverkäufen. Liquiditätsspritzen der Fed - Teil einer weltweit konzertierten Aktion der Notenbanken - beruhigten die Gemüter im Laufe des Nachmittags wieder etwas. Dazu waren heute aber gleich drei Liqiditätsspritzen notwendig, ein Vorgang den es bislang nur in Krisenzeiten - etwa der russischen Schuldenkrise von 1998 - gab.

Zwangsverkäufe durch Hedgefonds?

Am Nachmittag wurden die Investoren vor allem von Meldungen der Kabelkanals CNBC verstört. Der TV-Sender berichtete, ein großer Hedgefonds, möglicherweise einer der 3 weltweit größten, sei jetzt gezwungen massiv zu verkaufen. Außerdem meldete CNBC, dass der Hedgefonds Renaissance, einer der ganz Großen dieser Finanzjongleure, Briefe an seine unglücklichen Kunden verschickt, in denen er einräumt, dass er allein im August 8,7% verloren hat. Letztlich aber halfen Spekulationen über eine baldige Zinssenkung den Märkten aus der Patsche - zumindest für heute.

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tradingvalue
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@Pegasus

Sehr schöne Artikel....

"Geldspritzen gehören zum Instrumentarium der LZB".. I totally agree...

So sagte man den CB in den letzten Zeiten "leichte Situationen" aufgrund der guten Wirtschaftskonjunktur nach. Nimmt mich jetzt Wunder, wie sie diese Situation meistern werden...

Pegasus
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FED schlummert, resp. schläf i.S. Hypo-Krise,

& windet sich, versucht sich rauszureden wie folgt, peinlich, peinlich;

Boersen-News

Fed-Umfrage: Kaum Zeichen für Kreditkrise zwischen Mai und Juli

13.08 20:50

WASHINGTON (AWP International) - In den USA hat es einer Umfrage der Fed zufolge in den vergangenen drei Monaten nur wenig Zeichen für eine Kreditkrise gegeben. Die meisten Banken hätten ihre Bedingungen für Kredite an die Wirtschaft von Mai bis Juli gelockert, teilte die Federal Reserve am Montag in Washington auf der Grundlage einer Umfrage unter den in den USA tätigen Banken mit. Lediglich im Immobilienbereich seien die Zügel angezogen worden.

Nur ein geringer Prozentsatz der befragten Banken habe bei erstklassig besicherten Hypothekendarlehen die Anforderungen verschärft. Ein erheblicher Teil habe dies wie erwartet bei nicht-traditionellen und schlechter besicherten Darlehen getan.

Nach Angaben der Banken sei die Nachfrage nach Krediten für Industrie und Gewerbe im zweiten Quartal insgesamt schwächer ausgefallen. Durch ihre hohen Gewinne hätten die Unternehmen überwiegend eigenes Kapital eingesetzt, um Vorräte und Investitionen zu finanzieren. Einzige Ausnahme seien Fusionen und Übernahmen gewesen: Hier hätten die Kreditgeber eine höhere Nachfrage festgestellt./FX/he/gr

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Pegasus
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FED schiesst heute kein Geld mehr ein,

16.30 wurde dies vermeldet, gleichzeitig, fast als eine Punktlandung zeitgenau, schiessen die US-Boersen wie ein Stein fallend gerade über 1 % ins Minus.

Neuer Liquiditätsmangel ?

Weiss jemand eine andere Erklärung ?

Clever von den Amis, die faulen Hypo-Kredite wurden echt global verteilt.

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Pegasus
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Hypo-Krise in USA ein Minenfeld !

Habe bei Ariva nachfolgende diesbezüglich sehr interessante Meinung von Norbert Lohrke aufgelesen, die Geldspritzen der Zentralbanken sei wie Sand auf ein Minenfeld schütten, so, jetzt könnt ihr gefahrlos darüber laufen !;

"Die Dämme brechen!

09:22 16.08.07

Stellen Sie sich vor, Sie sind bei schönem Wetter - ohne es zu Wissen - aus Versehen in ein Minenfeld gelaufen. Plötzlich ruft Ihnen jemand zu und teilt Ihnen mit in welcher Lage Sie sich befinden. Was tun? Die Flucht nach vorn ist mit zu hohem Risiko belastet, obwohl die Sicht gut ist. Der Weg zurück erscheint als die beste Alternative. Aber auch hier ist Vorsicht geboten. Schritt für Schritt versucht man die zurückgelegte Spur zu finden, um so aus der Malaise wieder herauszukommen. Da kommt ein großer Bagger, der viel Sand vor Sie hin schüttet. Der Baggerführer teilt Ihnen mit, dass Sie jetzt beruhigt weiter nach vorn gehen können, da jetzt keine Gefahr mehr besteht. Am Horizont sehen Sie wie sich Wolken auftürmen. Würden Sie jetzt einfach nach vorn laufen?

Zugegeben, das Beispiel hinkt ein wenig. Aber ich suchte nach einem Bild, dass die derzeitige Situation an den Börsen halbwegs anschaulich beschreibt. Denn ungefähr so ist die Realität.

Es interessiert nämlich in dieser Lage gar nicht, ob das Wetter und die Sicht, also die fundamentalen Daten wie Wirtschaftswachstum und Quartalszahlen noch gut sind. Auch, dass Ihnen jemand die Gefahr mit Sand überdecken möchte,

wie die Bundesbank die Marktteilnehmer mit billigem Geld, erkennen Sie an.

Aber eins bekommen Sie nicht aus dem Sinn: die Unsicherheit und die Angst, dass trotzdem eine dieser Minen losgehen könnte und dann eine Kettenreaktion folgt. Auch wissen Sie nicht, wie weit das Minenfeld reicht.

Das lähmt Sie. Zunächst werden Sie also eine Weile auf der Stelle treten, bis Sie realisieren, dass das auch nicht weiterhilft. Dann schlagen Sie vorsichtshalber den Weg zurück ein, sich vorsichtig vorantastend. Sobald Sie ihre eigene Spur gefunden haben, wird der Schritt schneller und schließlich rennen Sie – das Herz klopft Ihnen bis zum Hals - das letzte Stück adrenalingeladen zurück. Es bleibt das Gefühl, noch einmal davon gekommen zu sein, wenngleich man per Saldo keinen Schritt vorangekommen ist.

Glauben Sie im Ernst, dass Sie in einer solchen Situation für wohl gemeinte, vernünftige Ratschläge empfänglich wären? Vielleicht sogar noch von irgendwelchen Leuten, die Sie gar nicht kennen? Nein, das wären Sie nicht. Es sei denn,es wäre ein Spezialist dabei, der eine ähnliche Situation schon einmal positiv zu Ende gebracht hätte.

Den sehe ich jedenfalls nicht. Und so kommt es, wie es kommen muss. Die Rally nach unten geht weiter. Zig-Mrd. Euro, Dollar und Yen versickern weltweit, ohne dass die Liquiditätssorgen verschwinden. Weil die Anleger ihr Geld zurückwollen.

Ich kann Ihnen auch den Grund sagen. In Wirklichkeit haben wir eine tiefe Vertrauenskrise. Alle auf die man sich verlassen hat, haben versagt.

Die Ratingagenturen, die Bankenaufsicht, die Banken und die Investmentmanager. Und keiner lässt die Hosen wirklich runter, damit man das wahre Ausmaß der Lage erkennen kann. Und solange das nicht erkennbar ist, helfen keine noch so guten Worte und fundamentalen Daten.

Norbert Lohrke"

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tradingvalue
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Re: Hypo-Krise in USA ein Minenfeld !

Pegasus wrote:

Ich kann Ihnen auch den Grund sagen. In Wirklichkeit haben wir eine tiefe Vertrauenskrise. Alle auf die man sich verlassen hat, haben versagt.

Die Ratingagenturen, die Bankenaufsicht, die Banken und die Investmentmanager. Und keiner lässt die Hosen wirklich runter, damit man das wahre Ausmaß der Lage erkennen kann. Und solange das nicht erkennbar ist, helfen keine noch so guten Worte und fundamentalen Daten.

Norbert Lohrke"

Dieser Artikel hat meiner Meinung nach, sicherlich einige richtige Argumente. Bspw. stimme ich überein, dass die Banken selbst Angst haben, das wahre Ausmass preiszugeben.. Aber jedoch denke ich, dass sie sich selbst noch nicht im Klaren sind, welches Ausmass das Ganze bereits angenommen hat..

Insgesamt ist der Author aber sehr pessimistisch und glaubt nicht in Kürze an eine Wende.. Dabei hoffe ich, dass das Ausmass bald in Erscheinung tritt, und dem Ganze ein Ende setzt.. Gut, aber ob das bald passieren wird, ist schwierig zu beurteilen..

Pegasus
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Globale-Finanz-Vertrauenskrise

Quelle; BoerseGo.de

Fed/Poole: Nur Desaster würde Zinssenkung rechtfertigen

Der Präsident der Federal Reserve Bank, William Poole, sieht in den Verwerfungen im Markt für zweitklassige Hypotheken keine Bedrohung für die US-Wirtschaft. Lediglich Anzeichen einer Katastrophe würden eine Rechtfertigung für eine Senkung des Leitzinssatzes geben. Für die Verantwortlichen der Fed bestehe nun die Pflicht, die Konjunkturzahlen richtig zu bewerten und im Rahmen des nächsten Treffens des Offenmarktausschusses am 18. September insbesonders den anstehenden Arbeitsmarktbericht für August unter die Lupe zu nehmen. Es sei verfrüht zu sagen, dass die aktuellen Unruhen in den Märkten mit einer Wende in der Konjunktur und den fundamentalen Gegebenheiten einhergehen. Falls die Notenbank im aktuellen Zeitpunkt, der Hypothekenkrise mit einer Zinssenkung begegnen will und sich danach herausstellt, dass durch die Hypothekenkrise kein Einfluss auf die Gesamtwirtschaft gegeben ist würde der Markt die Ansicht treffen, dass die Fed nicht die Fähigkeit besitzt eine den Bedingungen angemessene Strategie zu treffen.

Poole räumte weiters ein, dass sich die Kreditkrise wegen der Bereinigungen am Hausmarkt voraussichtlich in die Länge zieht. Er könne jedoch nicht sagen, wie lange der Abwärtstrend bestehen bleibt. Der Fed-Präsident bestätigte zudem Spekulationen, dass der größte US-Hypothekenfinanzierer Contrywide Financial wegen der Hypothekenkrise in Insolvenz schlittern könnte. Dies zeige, dass die Hypothekenkrise tiefer verwurzelt ist als vorher von allgemeiner Seite angenommen worden ist. Es gehe nun um die Frage, ob durch die Verwerfungen auch die Unternehmensinvestitionen und Konsumausgaben betroffen sind. „Ich sehe keine Anhaltspunkte, dass dies gegeben sei. Ich sehe noch keine negativen Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft und die Inflation. Ein Übergreifen könne jedoch stattfinden, aber für eine derartige Annahme bedürfe es realer Anzeichen“. Er bedauert nicht, dass die Fed im Rahmen des Offenmarktausschusstreffens am 7. August ihre Ausrichtung zur Inflationsbekämpfung beibehalten hat. Solange der Konsumpreisauftrieb von Fortsetzung getragen ist, habe die Fed ihren Job noch nicht erledigt, führte Poole in einem Interview weiter aus.

Anerkungen;

Hoffentlich läuft das "Wirtschaftsschiff" nicht auf Grund, bevor die FED dies festgestellt hat.

Eine Zinsreduktion hätte den Hyposchuldner (2.-rangigen) doch die sofort erforderliche "Luft" verschafft, dies ist nach wie vor meine Meinung.

Interessant, die Hypo-Krise brach dann ja just nach der letzten Nullrunde los, fast Zeitgleich. Haben diese Banken doch genau gewusst, das die Zentralbanken bei Liquditätsengpässen diese BILLIGES Geld den Banken ausleihen werden/müssen. Haben diese auf Umweg nicht schlussendlich billigeres Geld (siehe vorgängige Beiträge) somit nicht doch erhalten ?

Sind die Milliarden $, Euro, Sfr., Yen die jetzt infolge der allgemeinen Vertrauenskrise im Finanzsektor an den intern. Börsen weiltweit "verpuffen" nicht viel, viel verheerender in der globalen Gesamtwirkung ?

Ich denke schon.

Pegasus

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Notenbankgerücht hilft ....

DJ & Nasdaq sind um fast 3% regelrecht abgestürzt,

aktuell eine markante Erholung.

Rechne immer noch mit einer aussergewohnlichen Leitzinssenkung;

16.08.2007 - 20:02

Dow & Co: Notenbankgerücht fördert Erholung

New York (BoerseGo.de) - An der Wall Street kommt die Bodenbildung voran. Hilfreich ist das Gerücht, dass die Fed eine Notfallsitzung beabsichtigt.

Dow - 1,45% 12.674

S&P 500 - 1,16% 1.390

Nasdaq Composite - 1,585 2.419

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US-Welt ist noch nicht verloren, Chinesen steigen ein ..

in USA-Finanztitel.

Die FED butterte gestern nochmals Milliarden $ in den Markt, was den DJ leicht grün schliessen liess.

Bei der Investmentbank Bear Stearns ging es am Ende mehr als 13 Prozent aufwärts. Gerüchte um Entlassungen im Hypothekenbereich und eine Beteiligung seitens chinesischer Investoren gaben dem Kurs deutlich Aufwind. Angesichts der stark gesunkenen Kurse wird der Einstieg ausländischer Investoren leichter.

Chinesen retten also mit ihren Milliarden $ US-Investmentbanken,

eine erstaunlichen Entwicklung,

aber es hat vorerst geholfen.

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Zinsenkung Iin USA,

die Rechnung ist super aufgegangen, vielen Dank, mein Depot blääääht es plötzlich unheimlich auf, schön anzusehen.

Keine Shares verkauft, gestern noch zugekauft, aber keiner hier hats interessiert. Schade.

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US-Diskontzinssatz um 50 Basispunkte gesenkt

17.08.2007 - 14:32

Eilmeldung

- US-Notenbank senkt Diskontzinssatz um 50 Basispunkte

Die US-Notenbank hat aufgrund der gestiegenen Unsicherheiten zur Konjunktur des Landes den Diskontsatz zur Vergabe von Krediten an Banken um 50 Prozentpunkte auf 5,75 Prozent gesenkt.

Quelle; BoerseGo

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Zinspolitik in den USA,

Meine hier bereits einmal schon geäusserte Vermutung, dass die "Investbänker" diese Zinsermässigungen geradezu herausfordern, eben weil sie genau wissen, dass bei Schieflagen die Zentralbanken eingreifen werden/müssen, die ihnen lästigen Zinsen senken, bestätigt nachfolgender Artikel auf eindrückliche Weise nachträglich;

"Es kommt, wie es kommen mußte

12:31 16.08.07

In guten Familien gibt es eine wichtige Tradition: Wenn jemand etwas vor anderen verbockt, dann nehmen die Familienmitglieder den Delinquenten vor dem „Feind“ in Schutz – und verpassen ihm dann in geschlossener Gesellschaft eine Abreibung.

So ähnlich muss es auch an den Märkten sein. Die Rolle der Eltern haben dabei die Notenbanken und Aufsichtsbehörden. Das massive und beherzte Eingreifen der letzten Tage mag für einen Anhänger freier Märkte befremdlich sein, es war aber dennoch richtig. Das Risiko einer Kettenreaktion war zu groß. So viel Liquidität wurde nicht mal nach dem 11. September 2001 ins System geschossen. Das sagt schon etwas über das Ausmaß dieser Krise aus, die bei Subprime anfängt und bei Private Equity aufhört (bzw. aufhören wird). Man muss sicherlich konstatieren, dass es im Prinzip erst begonnen hat. Das Eingreifen der Zentralbanken hat das Schlimmste kurzfristig verhindert, aber es ist noch lange nicht vorbei. Wenn sich die Lage beruhigt, müssten man die ungezogenen Jungs eigentlich sinnbildlich verdreschen. Denn es kann nicht angehen, dass ständig Großrisiken auf Kosten der Allgemeinheit eingegangen werden. Denn letztlich zahlt sowohl die Rettung der IKB als auch die Rettung des Systems jeder Einzelne – über seine Steuergelder, über erhöhte Inflation, über erhöhte Gebühren. Das Wissen der Marktteilnehmer, dass eingegriffen wird, verleitet sie zu extrem riskantem Verhalten – das Problem ist als Moral Hazard bekannt. Falsche bzw. zu kurzfristige Anreizsysteme in den Unternehmen tun ihr übriges. Wenn diese so gesetzt sind, dass kurzfristig hohe Gewinne maximalen Profit für die Entscheidungsträger bringen, dann muss man sich nicht darüber wundern, dass immer wieder Milliarden in den Sand gesetzt werden.

In einer völlig freien Wirtschaft gäbe es keine Notenbanken und kein Eingreifen. Es gäbe niemanden, der im Notfall Liquidität bereit stellt und zur Rettung parat steht. Die Bereitschaft, hohe Risiken einzugehen wäre entsprechend gemindert. Natürlich würde es aber auch in Extremsituationen (siehe 11.9.) zu völlig unkalkulierbaren Kettenreaktionen kommen. Wir haben die Notenbanken nun mal, und sie machen heute einen besseren Job als noch Anfang des Jahrhunderts. Man denke nur an die Krise Ende der 20er, Anfang der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts.

Die Aufsichtsbehörden müssen aber, in ruhigerem Fahrwasser, endlich ihrer „Elternrolle“ gerecht werden, wollen sie ihre Existenz rechtfertigen. Wenn schon kein völlig freier Markt, dann muss wenigstens richtig reguliert werden, wenn auch nur so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig. Grundsätzlich ist es mir egal, wenn jemand sein eigenes Geld verzockt. Genau das ist aber nicht der Fall, wenn jemand ruhigen Gewissens einen Geldmarktfonds kauft und dann mittelbar Subprimekredite im Depot hat. Der Initiator hat sich dann eine kräftige Watschn redlich verdient.

Autor: Daniel Kühn - Chefredakteur vom Forex-Report"

Quelle; http://www.forex-report.de -

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US-Notenbank reagiert auf Krise spät, reagierte immerhin

Diese Massnahme - für mich kam sie jedenfalls keinesfalls überraschend - eher etwas spät. Reagieren hätte sie eigentlich optimal schon am 9.8.07 dürfen/müssen, was jetzt auch der Chefökonom der UBS indirekt bestätigte wie folgt;

Erschienen am: 18.08.2007

US-Notenbank reagiert auf Krise

FÜR UBS-CHEFÖKONOM WELLERSHOFF ERFOLGT DIE ZINSSENKUNG SPÄT

Basel. Völlig überraschend hat die US-Notenbank Federal Reserve am Freitag den Diskontsatz um einen halben Prozentpunkt auf 5,75 Prozent herabgesetzt. Der zentrale Zielsatz für Tagesgeld wurde dagegen unverändert bei 5,25 Prozent belassen. Die Situation an den Finanzmärkten habe sich verschlechtert, hiess es zur Begründung. Die Risiken für das Wirtschaftswachstum hätten sich merklich erhöht. Die Senkung des Diskontsatzes, zu dem sich Banken bei der Zentralbank unmittelbar Geld leihen können, bezeichnete die Fed als vorübergehende Massnahme.

Klaus Wellershoff, Chefökonom der UBS, sagt in einem Interview mit der baz zur Massnahme der Fed: «Die US-Notenbank hat nur das getan, was sie schon früher hätte tun sollen. Das sture Festhalten am Thema Inflationspotenzial hat die Märkte zusätzlich nervös gemacht.» Die europäischen Börsen reagierten mit kräftigen Gewinnen. Der Swiss Market Index (SMI) schloss mit einem Plus von 1,4 Prozent auf 8543 Punkte.

Quelle: BAZ

NB: Wie die US-Notenbank bereits angekündigte, wird bei Bedarf nochmals 0.75 % gesenkt.

Solches wird voraussichtlich in der nächsten Woche schon wieder akut.

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Senkt die Fed den Leitzinssatz am 18. 09 um 0,5 %-Punkte ?

davon gehe ich schon lange aus, auch diese kommt etwas spät, leider :roll: Wink :idea: Lol ;

20.08.2007 - 10:50

Strategen sehen baldige Senkung von US-Leitzins

New York (BoerseGo.de) - Die Volkswirte der größten Anleihenfondsgesellschaften an der Wall Street änderten ihre Position im Bereich der Einschätzung zur weiteren Zinsentwicklung in den USA. So rechnen JPMorgan Securities Inc., Daiwa Securities, UBS und sechs andere auf Spezialisierung des Handels von Staatsanleihen spezialisierte Gesellschaften mit einer Senkung des Leitzinssatzes durch die Federal Reserve im Rahmen der am 18. September anstehenden Sitzung des Offenmarktausschusses um 0,25 Prozentpunkte auf 5 Prozent. Ebenso sei für das übernächste Treffen der Fed am 31. Oktober mit einer Senkung um 0,25 Prozentpunkte zu rechnen. Damit reagieren die Experten auf die überraschende Senkung des Diskontzinssatzes durch die US-Währungshüter von Freitag um 0,5 Prozentpunkte auf 5,75 Prozent.

Gleichzeitig lassen die Zinsfutures an der Chicago Board of Trade für kommendes Monat eine Senkung des Leitzinssatzes vermuten. So suggerieren die Fed Funds-Futures eine Wahrscheinlichkeit von 60 Prozent, dass die Fed den Leitzinssatz am 18. September um 0,5 Prozentpunkte auf 4,75 Prozent senkt. Vor einem Monat wurde die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed am 18. September den Leitzins unverändert lässt noch mit 92 Prozent beziffert.

Gemäß dem Chefökonom von Daiwa Securities America, Michael Moran, ist die Fed gewillt zu Handeln, falls die Turbulenzen an den Finanzmärkten mit negativen Auswirkungen auf die Konjunktur einhergeht. „Ich dachte ursprünglich, dass die Fed bis Jahresende auf der Seite stehen wird, aber aufgrund der jüngsten Ereignisse ist die Wahrscheinlichkeit für eine baldige Senkung sehr hoch“, heißt es weiter von Moran.

Quelle; BörseGo GmbH 2007

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Pegasus
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Weitere Diskontzins-Senkung ein möglicher Rallye-Grund

Der Bond-Markt preiste heute verstärkt die Erwartung einer Zinssenkung der Fed oder einer weiteren Senkung des Diskontsatzes ein.

Sollte dieser Schritt in den nächsten Tagen kommen, könnte es eine starke (Shortcover-)Rallye geben. Die Intelligenteren unter den Bären haben bereits heute im Vorfeld glattgestellt,

weil sie durch die plötzlich Bond-Rallye stutzig wurden.

Käme diese Aktien-Rallye, wäre sie fundamental, sobald sie austoppt, eine gute Short-Gelegenheit, da die Märkte immer noch mitten im Credit-Crunch hängen und Fed-Zinssenkungen dafür keine wirkliche, dauerhafte Abhilfe schaffen können.

Wenn die Zinsrenditen von US-Staatsanleihen fallen, hängt die Zinskurve stärker durch, was darauf hindeutet, dass der Bondmarkt weitere Zinssenkungen oder Diskontsatzsenkungen der Fed einpreist.

Dies lässt (Aktien-)Shorts bereits jetzt vorsorglich covern - "wer weiß, was der Bondmarkt schon weiß" (siehe die letzte Woche...) -,

erkennbar an der heutigen späten Rallye in USA.

Allerdings ist eine durchhängende Zinskurve meist auch Vorbote einer Rezession. Sollte eine Zins- oder Diskontsatz-Senkung kommen,

ist es auch nicht das Dümmste,

die nachfolgende Rallye am Top dann abzushorten, für diejenigen, die dies Handwerk wirklich verstehen.

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Vorbote einer

Zinssenkung in den USA;

28.08.2007 - 20:40

Federal Reserve diskutierte Poltikwechsel

Washington (BorseGo.de) – Die US-Notenbank Federal Reserve hat auf ihrer letzten Notenbanksitzung am 7. August unter dem Eindruck der Turbulenzen an den Aktienmärkten ein Wechsel ihres geldpolitischen Kurses diskutiert. Die Mitglieder des Offenmarktauschusses stimmten nach dem Inhalt der Protokolle der letzten Sitzung in der Einschätzung überein, dass eine Ausweitung der Finanzkrise am Hypothekenmarkt auf die reale Wirtschaft nicht auszuschließen sei. Daher müsse auch ein Wechsel in der geldpolitischen Schwerpunktsetzung als eine Reaktion darauf diskutiert werden. Vorläufig stünde aber die Inflationsbekämpfung auf der Prioritätenliste der Notenbank nach wie vor ganz oben. Ein schwacher Dollar und schwache Produktivitätszahlen erhöhten die Inflationsgefahren.

10 Tage später beurteilte der Ausschuss die Gefahren einer ernsthaften Wachstumsschwäche durch die Finanzkrise als „nennenswert“.

(Quelle; © BörseGo GmbH 2007)

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Fed im Brennpunkt -

Der allgemeine markante Kurs-Rücksetzer von gestern an der US-Boerse ist ja doch wieder typisch, eine altes,

bekanntes Fed-Protokoll, von Profi-Bashen einfach neu lanciert

& die Bisonherde trampelt wild schnaubend los, macht ohne Unterschied einfach "alles nieder". Da halt ich mal schön still und bleibe cool, bis die "wilde Herde" vorüber ist, der Staub sich legt.

Gestern Regen, Heute Sonnenschein . :roll: :idea: Wink 8)

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Markt preist Zinssenkung schon ein

Die Wahrscheinlichkeiten in der heutigen BO, gemessen an den Futures-Preisen:

Zinsen werden am 18.09. um mind. 25 Punkte gesenkt: 89% (um 75 Punkte: 47%)

Zinsen werden am 31.10. nochmals gesenkt: 52%

Zinsen werden am 11.12. ein drittes Mal gesenkt: 41%

Schaun'mer mal

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Neue Liquiditätsspritze

0.08.2007 - 15:33

Geldpolitik: Fed verpasst neue Liquiditätsspritze :idea:

New York (BoerseGo.de) - Die US-Notenbank setzt ihre Politik der Marktentspannung fort. Soeben verpasste die Fed dem Markt eine neue Liquiditätsspritze. Dabei stellte sie den Banken 5 Milliarden Dollar über einen Zeitraum von 14 Tagen zur Verfügung. Dabei werden auch auslaufende Kredite der Notenbank ersetzt.

(Quelle; © BörseGo GmbH 2007)

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US-Wirtschaft wächst 4 %

US-BIP deutlich nach oben revidiert

14:44 30.08.07

Washington

Das US-Handelsministerium legte in Washington seine zweite Schätzung zur Wirtschaftsentwicklung im zweiten Quartal 2007 vor und korrigierte seine vorläufige Angabe deutlich nach oben .

Gegenüber dem Vorquartal wuchs das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) demnach um 4,0 Prozent, während vorläufig lediglich ein Plus von 3,4 Prozent ausgewiesen worden war :roll: Wink :idea: 8) .

Volkswirte hatten für den Berichtszeitraum ein BIP-Wachstum von 4,1

Prozent prognostiziert.

Im ersten Quartal 2007 hatte die Wirtschaftsleistung der weltweit stärksten Volkswirtschaft noch um 0,6 Prozent zugelegt.(30.08.2007/ac/n/m)

Quelle: aktiencheck.de

Eine Leitzinssenkung wird damit wieder weniger wahrscheinlich,

wenn es denn so bleibt. Es bleibt also spanndend :roll: :idea: Wink 8)

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Fed-Chef Ben Bernanke äußert sich

31.08.2007 - 16:11

Geldpolitik: Fed-Chef Ben Bernanke äußert sich gewohnt philosophisch

Jackson Hole, Wyoming (BoerseGo.de) - Wie erwartet äußert sich Fed-Chef Ben Bernanke soeben vor der Jahreskonferenz der US-Notenbank in dem Ferienort Jackson Hole im Bundesstaat Wyoming gewohnt philosophisch. Man werde die Entwicklung beobachten und wenn nötig eingreifen, heißt es.

(Quelle; © BörseGo GmbH 2007()

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Bernanke und Bush stärken Zuversicht

31.08.2007 - 18:33

Dow & Co: Reden von Bernanke und Bush stärken Zuversicht

New York (BoerseGo.de) - Die Reden von Bush und Bernanke kommen an der Wall Street anscheinend gut an. Zwar hatte keiner den Stein der Weisen aus dem Ärmel geschüttelt, die Äußerungen scheinen aber beruhigend zu wirken. Präsident Bush hatte erklärt, notleidenden Eigenheimbesitzern würde geholfen, es sei aber nicht Aufgabe der Regierung, Spekulanten aus der Patsche zu helfen. Zu den angekündigten Maßnahmen zählen Garantien, die säumigen Schuldnern eine Refinanzierung zu günstigeren Zinsen erlauben. Der Notenbankchef hatte wiederum versichert, man stünde bereit, um im Notfall einzuspringen. Das demonstriert die Fed bereits schon mit ihre täglichen Liquiditätsspritzen für das Bankensystem.

Die Wall Street nimmt, nach einem kurzen Zögern, wieder Fahrt auf:

Dow + 1,14% 13.389

S&P 500 + 1,24% 1.475

Nasdaq + 1,08% 2.592

(Quelle; © BörseGo GmbH 2007)

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sekim
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Interessanter Beitrag zu diesem Thema vom 29.8.07

unter

http://www.zeitenwende.ch

Gruss sekim

Zitat: «Wer kein Geld hat, muss spekulieren!»

sekim

Pegasus
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nächste Zinssenkung FED 0,25 % so gut wie sicher !

Aktien NYSE/NASDAQ Ausblick: Schwach - US-Arbeitsmarktbericht belastet

Freitag 7. September 2007, 15:19 Uhr

NEW YORK

Schlechter als erwartete US-Arbeitsmarktdaten für den August hätten kurz vor dem Börsenstart die Stimmung verdorben und die Futures unter Druck gesetzt, sagten Händler. In den USA ist die Zahl der Beschäftigten im August überraschend gesunken. Die Futures hätten sich nach einem ersten Schock aber stabilisiert, hieß es am Markt, nachdem die schwachen Daten nach Einschätzung von Börsianern die US-Notenbank zu einer Zinssenkung zwingen könnten.

Quelle; dpa-afx

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FED Zinssenkung 0,5 % ?

Im Bereih des möglichen, nötigen.

Die letzten Arbeitsmarktdaten in USA waren deraart verheerend schlecht, bleibt das so, sind sogar 0,5 % erforderlich;

"Das war die letzte Bestätigung für die Fed, die Zinsen zu senken. Jetzt geht es nur noch um die Frage, ob die Notenbank die Zinsen um 25 oder 50 Basispunkte senken wird", sagte Orlando Green, Zinsstratege von Calyon in London. "Sollten die Aktienmärkte bis dahin noch unter stärkeren Abgabedruck geraten, ist auch eine Senkung um 50 Basispunkte nicht auszuschließen", schrieb Eugen Keller, Renten- und Währungsanalyst von Bankhaus Metzler.

Quelle;

http://de.biz.yahoo.com/08092007/345/anleger-sehnen-zinssenkung-herbei.html

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MarcusFabian
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Re: Geldspritzen der FED, EZB ect.

Pegasus wrote:

Aufgelesen von User Libuda bei Ariva;

1. Panikmache für Käufe nutzen Libuda 11.08.07 14:24

Denn was da als Geldspritzen beschrieben wird, ist die ganze normale Nutzung des Instrumentariums der LZB.

...

Ihr seht also, die Nummer mit den Geldspritzen ist eine Verblödungsnummer von Dummen für Dumme, die es aber auf beiden Seiten reichlich gibt. Wer schlau ist,

nutzt die Dummheit der Dummen und kauft jetzt .

Es ist sicher richtig, dass Geldspritzen zum Instrumentarium einer Notenbank gehört. Das muss aber nicht zwingend bedeuten, dass es ungefährlich ist, mit der Liquidität zu spielen. In Tat und Wahrheit ist es nämlich eine Gratwanderung, die ihre guten und schlechte Seiten hat.

Grundsätzlich hat eine Notenbank zwei Instrumentarien um auf die Wirtschaft Einfluss zu nehmen:

1. Liquidität. Sie kann Geld drucken.

Vorteil: Es ist mehr Geld im Umlauf, das investiert, verkonsumiert oder in Immobilien und Aktien angelegt werden kann. Folge: die Preise z.B. von Aktien steigen.

Nachteil: Wenn die Liquidität stärker erhöht wird als das Wirtschaftswachstum beträgt, schlägt das zusätzliche freie Geld auf die Preise durch. In den letzten Jahren wuchs die Wirtschaft um vielleicht 3% während die Geldmenge jährlich um 12-15% erhöht wurde. Die Geldmenge ist also stärker gestiegen als die Summe der verfügbaren Waren und Dienstleistungen.

Folge ist auch, dass die eigene Währung im Vergleich zu ausländischen Währungen und Rohstoffen an Wert verliert.

2. Zinsen.

Werden Zinsen gesenkt, sind Kredite günstiger und es ist einfacher, zu investieren oder ein Haus zu kaufen. Auch nimmt die Hemmschwelle ab, Autos oder Möbel zu leasen und Schulden auf Kreditkarten aufzubauen.

In den letzten 7 Jahren (genauer seit November 2000) haben wir zwei Trends erlebt: Starker Anstieg der Geldmenge bei gleichzeitig sinkenden Zinsen. Wenn immer es einen Einbruch in den Börsen oder sonstige Probleme gab, wurden entsprechende Dollar-Milliarden in die Märkte gepumpt, um den Downtrend aufzufangen. Das hat bisher immer gewirkt und so ist es nicht erstaunlich, dass auch jetzt immer die Hand der FED gefordert wird, wenn sich ein Wölkchen am Himmel zeigt.

Ist ja auch sooo einfach: Die Preise von Aktien oder Bonds sinken und als "Lösung" werden im Keller der FED mal kurz ein paar Mrd grüne Papierscheinchen bedruckt.

Aber ist das wirklich eine Dauerlösung?

Es ist ja nicht so, dass das neu gedruckte Geld von der FED direkt an die Bedürftigen verteilt wird. (Wenn es auch direkte Interventionen des PPT 'Plunge Protection Team' der FED gibt, direkt in den Future-Markt von Dow und SP500 zu pumpen.)

Der grösste Teil des neu gedruckten Geldes wird über den Kreditmarkt eingespeist.

Also: Das FED stellt den Banken dieses Geld zur Verfügung, diese "mieten" es für einen geringen Zinssatz und "vermieten" es weiter an Konsumenten und Unternehmungen in Form von Krediten, Hypotheken etc.

Unter dem Strich bleibt also die Erkenntnis, dass diese Geldspritzen in Form von Krediten und somit Schulden enden und Schluden müssen irgendwann zurückgezahlt werden.

1952 betrugen die Schulden der US-Konsumenten 4.5% des BSP.

1970 waren es bereits 11% des BSP

Heute liegen die Schulden bei 114% des BSP.

Quelle:

http://www.securitykag.at/pdfs/marketfacts/07.09.2007.pdf

Das heisst also, dass die durchschnittliche amerikanische Familie mit mehr als einem Jahresgehalt verschuldet ist.

Bei den Unternehmen, Gemeinden und dem Staat sieht die Tendenz ähnlich aus. Amerika finanziert derzeit seinen Lebensstandard über Schulden, die pro Monat um $50 Mrd aufgestockt werden. 80% des weltweiten Sparkapitals fliessen derzeit in die USA. Der durchschnittliche Chinese verdient pro Monat $210 und spart von seinem Einkommen 10%. Dieses Geld fliesst in Form von Krediten in die USA. Derzeit braucht's 37 chinesische Arbeiter, um einen Amerikaner zu finanzieren.

Ob die Chinesen dieses Geld jemals wieder sehen werden? Nominal, sicherlich. Aber was werden die Dollars dann noch reell wert sein?

Bei billigen und in unmengen verfügbaren Krediten kommt es in erster Linie darauf an, wo das Geld schlussendlich landet und was damit gemacht wird.

* Wird das Geld verkonsumiert, kurbelt es zwar kurzfristig die Wirtschaft an, schafft aber kein nachhaltiges Wachstum.

* Wird das Geld investiert und damit Produktivitätssteigerung erreicht und neue Jobs geschaffen, ist es ideal investiert.

* Landet das Geld in den Aktienmärkten steigen zwar die Kurse und die Spekulanten sind happy aber auch hier wird nicht nachhaltiges geschaffen. KGV steigt halt entsprechend und die Rendite der Aktien sinkt.

Der grosse Schwamm, der in den letzten Jahren in den USA die zusätzliche Liquidität aufsaugte, war der Immobilienmarkt. Im Schnitt stiegen Immobilien um 15% pro Jahr. Für manche Anleger ein Eldorado: Man kaufe ein Haus für $500'000 mit 100% Fremdfinanzierung. Die Hypothek kostet $6% (also $30'000). Nach einem Jahr ist das Haus $575'000 Wert. Gewinn also $45'000.

Macht man das mit zwei Häusern, kann man bereits von der Immobilienspekulation leben.

Fantasie? Nein, nicht ganz. Rund 30% der US-Immobilien sind zu 100% finanziert. Zum Höhepunkt der Immobilienblase (also um 2005) waren 40% der in Arizona gehandelten Häuser Zweit- oder Dritthäuser. Also reine Spekulationsobjekte die von ihren Eigentümern nicht bewohnt wurden.

Die Folge ist ein enormes Überangebot and Immobilien, das die Nachfrage bei weitem übersteigt. Die logische Folge: Die Preise sinken.

Und was passiert nun? Auf obiges Beispiel bezogen: Du hast nun ein Haus, das $500'000 kostete, für das Du $30'000 pro Jahr Hypothek zahlen musst und nun nur noch $475'000 Wert ist.

Was tun? Wohl oder überl verkaufen und einen Verlust von $55'000

realisieren, denn die Immopreise fallen weiter und die Hypothekarzinsen steigen.

Das Dumme dabei ist, dass es immer schwieriger wird, Häuser zu verkaufen.

Wir werden also in Zukunft vermehrt Zweit- und Dritthäuser auf dem Markt sehen und weiter sinkende Preise. Immobilienbesitzer, die ihr Haus zu 100% finanziert haben, werden von der Bank zur Amortisation genötigt, denn die Hypothek sollte den Wert des Hauses nicht übersteigen. Jene, die Aktien im Depot haben, werden diese wohl verkaufen, um das Haus halten zu können.

Wenn Bernanke also von einem "gewissen Risiko" spricht, das die Hypothekenkrise auf die Wirtschaft haben könnte, dann ist das in einem Land, wo 70% der Wirtschaft vom privaten Konsumenten abhängig ist, die Untertreibung des Jahrzehnts! Aber wir wissen ja, dass der FED-Chef in allererster Linie eine psychologische Aufgabe hat. Er soll mit seinen Worten die Märkte beruhigen und verunsicherte Anleger beschwichtigen. Und vor allem natürlich das Ausland, das den ganzen Schlamassel finanziert.

Was kann das FED also tun?

Es kann die Zinsen senken und somit den Druck aus den Hypothekarzinsen nehmen. Das führt dann allerdings zu einer Schwächung des Dollars und vergrault ausländische Geldgeber. Konsequenz wird dann auch sein, dass mehr billige Dollars aufgewendet werden müssen, um Rohstoffe und Erdöl zu finanzieren. Sprich: Steigende Preise - zumindest in Dollar gerechnet.

Weiterhin kann das FED noch mehr Geld ins Kreditsystem pumpen. Aber da die Amerikaner auf allen Ebenen bereits bis über beide Ohren verschuldet sind, ist es fraglich, ob dieses Geld noch aufgenommen werden wird. Im Idealfall beginnen nämlich die Amerikaner damit, den Gürtel enger zu schnallen und ihre Schulden abzubauen.

Bei sinkenden Zinsen und fallendem Dollar werden die USA für internationales Geld immer unattraktiver. Was geschieht also, wenn die Welt nicht mehr bereit ist, den USA $50 Mrd pro Monat an zusätzlichen Krediten zu gewähren? Was, wenn Sie das Geld zwar leihen aber dafür höhere Zinsen verlangen um den Währungsverlust auszugleichen? (So geschehen im Spätsommer 1987).

Theoretisch - und auch dies hat Bernanke bereits einmal angetönt - können die USA ihre eigenen Schulden mit frisch gedruckten Dollars zurückkaufen. Das hat das Deutsche Reich 1923 so gemacht. Konsequenz wäre aber eine extreme Abwertung des Dollars mit entsprechender Entreicherung aller Dollar-Gläubiger, ein absoluter Vertrauensverlust in den Dollar und Papierwährungen allgemein und wahrscheinlich eine internationale Finanzkrise.

Also nochmals: Es hat bisher erstaunlich lange geklappt, dass das FED einfach jede Krise mit frisch gedrucktem, ungedeckten Geld aufgekauft hat. Aber das muss nicht immer so bleiben. Es mag eines sein, die Panik nach 9/11 mit Geld zuzuschütten, einen LTMC-Fonds zu decken oder den Nasdaq hochzukaufen. Der US-Immobilienmarkt ist aber so gross, dass sich - wenn dort die Blase mal platzt - auch das FED die Zähne auzbeissen würde.

Wahrscheinlich wird das FED das auch gar nicht versuchen, denn schon vor zwei Jahren hat Alan Greenspan ausdrücklich festgehalten, dass das FED den Immo-Finanzierern Fanny Mae und Freddy Mac nicht aus der Patsche helfen würde. Warum auch? Das FED ist ein Konglomerat aus Privatbanken und keine Staatsbank!

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