Finanzkrise: Die Lage ist «sehr ernst»

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25.11.2007 08:32
#1
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Finanzkrise: Die Lage ist «sehr ernst»

Der Vizepräsident der Nationalbank, Philipp Hildebrand, zeichnet ein düsteres Bild der Finanzkrise.

Sie habe sich seit August deutlich verschärft und die Situation sei sehr ernst, sagte er der «SonntagsZeitung». Der Spielraum der Zentralbanken sei zudem wegen der Inflationsgefahr begrenzt.

Nach der ersten Schockwelle, die die US-Immobilienkrise auf den Finanzmärkten ausgelöst hatte und die auch bei den Schweizer Grossbanken zu Milliardenlöcher riss, hatten Behördenvertreter noch die Hoffnung geäussert, das das Schlimmste überstanden sei. Nun hat sich die Lage offensichtlich zum Schlechteren gewendet. In für einen Notenbanker ungewöhnlich deutlichen Worten skizzierte der Vizepräsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB), Hildebrand, eine sehr ungemütliche Situation. «Ich schätze die Situation als sehr ernst ein. Wir erleben eine zweite Welle von Krisensymptomen an den Kreditmärkten», sagte er in dem Interview der «SonntagsZeitung». In mancher Hinsicht sei sie noch ausgeprägter als die erste Welle vom vergangenen 9. August. «Die Krise hat sich deutlich verschärft», sagte der SNB-Vizepräsident.

Die Lage wegen zwei Faktoren so ernst, zum einen wegen der allgemeinen Situation auf dem US-Immobilienmarkt, zum anderen wegen der tiefe Bonität auf dem Markt für Hypotheken. Auf dem US-Immobilienmarkt gebe es kaum Anzeichen einer Stabilisierung, und schon gar keine im positiven Sinne. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Lage weiter verschlechtere, sei aus heutiger Sicht gross.

Hildebrand untermauerte seine Befürchtung mit Informationen von der Börse in Chicago über den Handel mit einem Derivatkontrakt auf Immobilienpreise. Demnach rechne der Markt in den nächsten zwei Jahren mit einer Abschwächung der Preise auf dem gesamten US-Immobilienmarkt um rund zehn Prozent. Dies wäre eine Preiskorrektur, wie sie der US-Immobilienmarkt in der Nachkriegszeit noch nie erlebt habe, sagte Hildebrand und rechnete vor, dass es um eine Korrektur von 1.000 Milliarden Dollar ginge. Auf dem Markt für Hypotheken komme das Problem hinzu, dass eine grosse Zahl der zweitrangigen Hypotheken in den nächsten Monaten mit einem Zinsaufschlag rechnen müsse. Deshalb bestehe das Risiko, dass es in grösserem Stil zu weiteren Zahlungsunfähigkeiten kommen werde.

Der Nationalbank-Vizepräsident verwies weiter auf das Dilemma der Zentralbanken bei der Geldpolitik. Sie sähen sich nicht nur mit einer Kreditkrise konfrontiert, die sich allenfalls noch verschärfen könnte. Sondern es gebe auch verschiedene Hinweise, dass die Inflationsgefahr grösser geworden sei. «Deshalb kann die Geldpolitik auf diese Krise nicht einfach mit Zinssenkungen reagieren», sagte Hildebrand. Der Spielraum sei sehr begrenzt.

Auf die Frage, ob alles nur schwarz sei, sagte Hildebrand, die Finanzkrise komme in einem Zeitpunkt, in dem die Weltwirtschaft so robust sei, wie in den letzten Jahrzehnten nie mehr. «Wenn wir schon eine solche Krise erleben müssen, dann gibt es kaum einen besseren Moment als heute», sagte der SNB-Vize. Ausweichend antwortete er auf die Frage, ob den beiden Grossbanken UBS und Credit Suisse weitere Milliardenabschreibungen bevorstünden. Er gehe aber davon aus, dass die Problematik in der Schweiz auf die grossen Finanzinstitute beschränkt bleibe. Zur Frage nach den Folgen für die Gesamtwirtschaft, sagte Hildebrand, im Moment seien vor allem Banken und Investoren betroffen, die sich exzessiv und zum falschen Zeitpunkt im Geschäft mit US-Hypotheken engagiert hätten.

http://www.20min.ch/news/wirtschaft/story/16431045

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Erfindung, Euphorie, Aktiencrash, technologischer Durchbruch
29.09.2014 19:33
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MarcusFabian hat am 29.09.2014 - 19:22 folgendes geschrieben:

Ok, aber unter dem Strich macht das aus Sicht der Chinesen wenig Sinn: Sie kaufen Baumwolle in den USA, fertigen daraus T-Shirts, die sie wiederum an die USA verkaufen und bekommen dafür grün bedrucktes Papier bzw. Schuldscheine.


Was mir nach wie vor nicht in den Kopf will: Wenn es mir (als Land oder Person) schlecht geht und ich wenig Geld habe, dann gebe ich alles was ich erarbeite aus, um meinen Lebensstandard zu verbessern. Aber ich gehe doch nicht hin und finanziere einem reichen Nachbarn mit meinen sauer ersparten Kröten seine zweite Luxusjacht, oder?

 

 

..im Link ist es ausführlich und gut beschrieben...sogar von einem Chinesen... WARUM sie die grünen Scheinchen brauchen. 

 

 

weico

29.09.2014 19:22
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Ok, aber unter dem Strich macht das aus Sicht der Chinesen wenig Sinn: Sie kaufen Baumwolle in den USA, fertigen daraus T-Shirts, die sie wiederum an die USA verkaufen und bekommen dafür grün bedrucktes Papier bzw. Schuldscheine.

Die Gesamtmenge dieser amerikanischen Schuldscheine in chinesischer Hand liegt aktuell bei 1265 Mrd. Dollar, was fast $1000 für jeden der 1.364 Mrd. Chinesen ausmacht. In China entspricht das etwa 3-4 Monatsgehältern.

Per Definition hat China das Recht, die US-Schulden jederzeit einzufordern und sich Waren im Wert besagter 1.2 Billionen Dollar liefern zu lassen. Klar, das geht nicht auf einen Schlag, denn das würde die Kaufkraft des Dollars ziemlich schwächen. Und die USA wären wohl nach 40 Jahren Defizit auch nicht in der Lage, ihre Schulden in Sachwerten zu begleichen.

Was mir nach wie vor nicht in den Kopf will: Wenn es mir (als Land oder Person) schlecht geht und ich wenig Geld habe, dann gebe ich alles was ich erarbeite aus, um meinen Lebensstandard zu verbessern. Aber ich gehe doch nicht hin und finanziere einem reichen Nachbarn mit meinen sauer ersparten Kröten seine zweite Luxusjacht, oder?

 

 

29.09.2014 18:56
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MarcusFabian hat am 29.09.2014 - 18:13 folgendes geschrieben:

Warum muss der Handelsüberschuss Chinas so gross sein? Warum produziert China nicht vermehrt für den eigenen Markt?

Menschen und Nachfrage gäbe es ja genug.

Die enorm hohe Sparrate der Chinesen, behindert halt die Binnennachfrage. Wer viel spart..der konsumiert eben auch wenig(er).

 

weico

 

 

29.09.2014 18:13
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Einverstanden. Aber im Satz Solange ... das Trade Surplus von China so riesig ist liegt der logische Zirkelschluss, denn:
Warum muss der Handelsüberschuss Chinas so gross sein? Warum produziert China nicht vermehrt für den eigenen Markt?

Menschen und Nachfrage gäbe es ja genug.

29.09.2014 17:38
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Elias hat am 29.09.2014 - 11:38 folgendes geschrieben:



http://blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets/index.php/35717/finanzk...

 

..aus den Kommentaren des Link-Beitrages :

Marcus Fabian29. September 2014 um 15:03

9. Die Chinesen verlieren das Vertrauen in die Werthaltigkeit des Dollars und verkaufen (erst klammheimlich, dann wird’s bekannt… ) US-Treasuries, um dafür Rohstoffe, Agrarland, Firmen etc. zu kaufen.
Indien, Japan, Korea, Taiwan folgen diesem Beispiel. Es kommt zum Anleihencrash und Vertrauensverlust in den Dollar.

 

Solange (noch) Dollarhegemonie herrscht und das Trade Surplus von China so riesig ist ... müssen die Chinesen US-Treasuries kaufen.

 

Die Erklärung dazu:

http://henryckliu.com/page215.html

 

 

weico

29.09.2014 11:38
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Finanzkrisen: Eine kurze Einführung

Seit der Finanzkrise von 2008/09 hat die Forschung enorme Fortschritte gemacht. Wir verstehen heute die Anatomie der Krisen viel besser als noch vor zehn Jahren. Das beste Buch ist nach wie vor dasjenige von Carmen Reinhart und Kenneth Rogoff («This Time Is Different»). Aber auch der IWF produziert seit Jahren exzellente Analysen und Datenreihen. Darauf aufbauend lässt sich eine kurze Einführung verfassen.

Kurzum, es sind drei Fragen, die man stellen muss, um den Kern einer Finanzkrise zu erfassen:  :ok:

  1. Sind die Banken oder die Staaten verschuldet?
  2. Findet die Verschuldung im Ausland oder im Inland statt?
  3. Ist die Auslandsverschuldung in einer fremden oder in der eigenen Währung?

Selbstverständlich gibt es in der Realität viele Mischformen. Aber das Wesentliche ist damit gesagt.  Clapping

 

http://blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets/index.php/35717/finanzk...

 

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06.08.2013 11:28
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...dem Artikel ist nichts mehr hinzuzufügen. Den Autor wird man beim nächsten "Schiefstand" eines Knoblauchgürtelstaats ziteren. Jede Wette!

Einer Straßenbahn und einer Aktie darf man nie nachlaufen. Nur Geduld: Die nächste kommt mit Sicherheit. André Kostolany

05.08.2013 17:27
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Stratege warnt vor einer erneuten Finanzkrise

Auch heute noch sind die Auswirkungen der Finanzkrise zu spüren. Ein stummer Zeuge ist die derzeitige Zins- und Geldpolitik führender Wirtschaftsnationen.

Doch obschon an den Finanzmärkten Normalität eingekehrt ist, warnt der für das französische Bankinstitut Natixis tätige Stratege vor einer Neuauflage der Finanzkrise.

In der mir aus dem Handel zugespielten Strategiestudie schreibt der Verfasser, dass sich die Anleger keinen Illusionen hingeben sollten. Mit ihrem schnellen und entschiedenen Eingreifen habe die Europäische Zentralbank die Folgen der Finanzkrise zwar in den Griff bekommen. Um mehr als eine vorübergehende Beruhigung handle es sich dabei allerdings nicht.

Ungemach macht der Stratege bei den in den USA schon seit Monaten steigenden Zinsen aus. Für die von der Schuldenkrise betroffenen europäischen Länder und ihre Banken werde es ungemütlich, sollten die Zinsen auch in unseren Breitengraden steigen.

Nicht zuletzt deshalb sei nicht auszuschliessen, dass weitere südeuropäische Länder dem Beispiel von Griechenland folgen müssen. Insbesondere in Portugal sei die Situation sehr ernst, was auch Folgen für andere Länder und ihre Banken haben könnte.

Darüber hinaus biete auch die geplante Bankenunion nicht die erhoffte Stabilität. Schon heute zeichne sich ab, dass die Solidarität unter den einzelnen Mitgliedstaaten nicht weit genug gehen werde. Noch seien sich die Finanzmärkte diesem Umstand nicht allzu bewusst.

Es ist kein Geheimnis, dass die Reformen in den von der Krise betroffenen europäischen Ländern harzen. Aktuellstes Beispiel ist Portugal. Man darf es dem für Natixis tätigen Strategen deshalb nicht übel nehmen, dass er ein erneutes Aufflammen der Finanzkrise befürchtet. Der Experte spricht in seiner Studie offen aus, was andere seiner Berufskollegen nicht mal zu denken wagen.

Und obschon ich den Teufel nicht an die Wand malen will, scheinen mir die Finanzmärkte derzeit in einer etwas gar ausgelassenen und sorglosen Stimmung. Denn was Europa bisher hervorgebracht hat, ist nichts anderes als Symptombekämpfung. Die Ursachen der Krise sind noch immer da und bergen politisch wohl zu grossen Zündtstoff um in absehbarer Zukunft angegangen zu werden.

http://www.cash.ch/news/top_news/stratege_warnt_vor_einer_erneuten_finan...

 

 

Steigende Zinsen in den USA stärken den Dollar.

 

 

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22.09.2008 21:56
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Finanzkrise: Die Lage ist «sehr ernst»

ein Börsenkollege hat letzte Woche gesagt:

"Niemand ausser den Amerikanern kommt auf die Idee ein Hochhaus zu reparieren wärend es von oben her zusammenstürzt. Wäre es nicht logischer es zusammenbrechen zu lassen, den Schaden exakt zu kennen und dann das Haus wieder aufzubauen?"

Naja......ob die Rettungsaktion teurer oder billiger wird werden wir wohl nie erfahren......

now that I have crossed the borders of realites and dimensions, I cant believe how blind I have been...........

22.09.2008 21:49
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Finanzkrise: Die Lage ist «sehr ernst»

Das Dilemma der US-Regierung wird um einen, nicht ganz nebensächlichen, Aspekt verstärkt: Die Regierung ist dermassen unter Druck, dass die Lobyisten aus allen Lagern erheblichen Druck ausüben. Letztlich sind die Verantwortlichen "erpressbar".

Hinter den Kulissen geht das Seilziehen los. Schliesslich sollen nicht nur die Finanzkonzerne profitieren. Wenn die Regierung das Paket durch den Kongress schleusen will, muss sie Kompromisse eingehen. Kompromisse die letzlich auch wieder Geld kosten, das aus der Staatskasse fliessen soll.

Wie MacCain (man kann nur hoffen, der kommt nicht an die Macht) das alles ohne Steuererhöhungen durchziehen will bleibt wohl sein Geheimnis.

Man kann den Champagner wieder kalt stellen. Zwar wird schon bald wieder eine Party gefeiert, morgen wird das aber kaum der Fall sein.

22.09.2008 21:14
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Finanzkrise: Die Lage ist «sehr ernst»

Ein sehr lesens- und ansehwürdiger Beitrag eines anderen Forums

(ich hoffe links auf andere Foren sind erlaubt?!).

Über die politischen Ansichten kann man sich streiten.....aber die Informationen haben mich gut unterhalten.

Understanding the Financial Meltdown

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07.09.2008 20:38
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Finanzkrise: Die Lage ist «sehr ernst»

Hans wrote:

jetzt werden alle Schulden sozialisiert :o :o

...alle Amis werden sich jetzt anstellen und Helicopter Ben muss bald alle B52 Bomber anmieten um die neuen 100.000 Dollar Scheine abzuwerfen LolLol

Ja warum auch nicht? Nachdem die Regierung, wie ich es eben sehe, die Finanzinstitute ausgesaugt hat, dürfen sie sich nun wenigstens auch um die auf der Strecke gebliebenen Pleitegeier kümmern und sie wieder etwas auffüttern. Man kann sie dann auch gleich verstaatlichen, schliesslich ist man ja dort dafür verantwortlich und zuständig. Blum 3 Das ist nun natürlich etwas von hinten betrachtet; auf der Bühne gibt es ja auch einen Vorhang....

Reistipp:

http://www.einfach-sehenswert.de/die-freiheitsstatue-in-new-york-wohl-da...

Emil

07.09.2008 19:53
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Finanzkrise: Die Lage ist «sehr ernst»

jetzt werden alle Schulden sozialisiert :o :o

...alle Amis werden sich jetzt anstellen und Helicopter Ben muss bald alle B52 Bomber anmieten um die neuen 100.000 Dollar Scheine abzuwerfen LolLol

Gruss Hans

07.09.2008 19:01
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US-Regierung übernimmt Hypothekenfinanzierer

Steuerzahler kommen zur Kasse :shock:

US-Regierung übernimmt Fannie und Freddie

07.09 18:47

Die US-Regierung übernimmt die vorläufige Kontrolle über die angeschlagenen halbstaatlichen Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac. Dies teilte die zuständige Aufsichtsbehörde FHFA am Sonntag mit.

http://www.cash.ch/news/story/450/597347/6/6

Die USA verstaatlichen die Bankenschulden, dass man(n) das erleben darf :shock:

Bananenrepublik !!

...von Venezuela und anderen Ländern erwartet die USA, dass sie alle Wirtschaftszweige privatisieren :roll:

Gruss Hans

26.07.2008 10:57
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Finanzkrise: Die Lage ist «sehr ernst»

Ich habe gelesen die UBS hätte 60 Mia in AAA Papiere investiert. 40 Mia hat sie schon wertberichtigt. Heisst das es können maximal noch 20 Mia Abschreibungen folgen? Oder sind die "scheinbaren" AAA Papiere Hebelprodukte oder Produkte mit sonstigen Verpflichtungen?

19.06.2008 09:52
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Finanzkrise: Die Lage ist «sehr ernst»

weico wrote:

Auch die Royal Bank of Scotland hat eine Crash-Warnung (in den nächsten 3 Monaten .. ) herausgegeben.... Wink

http://2big.at/uyw

weico

Höchste Zeit also, für einen CALL!!!

Gruss SLIN.

19.06.2008 09:32
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Finanzkrise: Die Lage ist «sehr ernst»

Ich habe eine Frage zu der möglichen Zinserhöhung der SNB.

Kann mir jemand sagen, ob dann auch die Mieten und die Hypozinsen erhöht werden. Oder hat das damit nichts zu tun?

Vielen Dank für eine Antwort, wäre nett.

euer

Emil

18.06.2008 18:53
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Finanzkrise: Die Lage ist «sehr ernst»

Auch die Royal Bank of Scotland hat eine Crash-Warnung (in den nächsten 3 Monaten .. ) herausgegeben.... Wink

http://2big.at/uyw

weico

18.06.2008 14:58
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KIM
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Finanzkrise: Die Lage ist «sehr ernst»

Danke Marcus.

Ist ja brutal wenn man das "Schrecken-Szenario" so bildlich vor sich sieht!!!

Unglaublich :!: :roll:

Die Zahl der zu rationalisierenden Arbeitsplätze, ist schon sehr dramatisch.

:oops:

"Börsenerfolg ist eine Kunst und keine Wissenschaft."
André Kostolany
 

18.06.2008 12:28
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Finanzkrise: Die Lage ist «sehr ernst»

Kreditkrise: 253,2 Milliarden € verbrannt - Europas Banken hat's härter erwischt als die Amerikaner

In Summe mußten die Banken weltweit bisher mehr als eine Viertel Billion € abschreiben. Die Hitliste der Verlierer im Überblick.

Quelle: http://www.wirtschaftsblatt.at/home/boerse/binternational/331266/index.do

03.12.2007 16:43
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Finanzkrise: Die Lage ist «sehr ernst»
01.12.2007 19:26
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Finanzkrise: Die Lage ist «sehr ernst»

Wir haben seit ein paar Monaten zwei Tendenzen:

1. Die Zinsen (und damit die Hypothekarzinsen) steigen.

2. Die Immobilienpriese fallen.

Zu Punkt 1. Ja, die FED-Rate ist wieder am sinken und damit korrigieren auch die Hypotheken und weiterhin wird derzeit verhandelt, ob die Variablen Hypotheken nicht fixiert werden sollen (Stichwort "New Hope Alliance").

Punkt 2. Die Immobilienpreise werden weiter fallen. Die Euphorie ist vorbei und derzeit besteht ein Überangebot an Immobilien.

Entsprechende Zahlen und Charts findest Du im Immoblien-Thread: http://board.cash.ch/bb/viewtopic.php?t=1476

Da in den letzten Jahren sehr viele Immobilien mit 100% und mehr Fremdfinanzierung gebaut wurden, ist abzusehen, dass die Anzahl der Fälle wo die Hypothek nicht mehr durch den Wert des Hauses gedeckt ist, zunimmt.

Wer schlussendlich dafür die Zeche zahlt, der Konsument, seine Hausbank, Freddy/Fanny, Goldman/Merill oder einer der Abnehmer für Subprimes ist noch unklar. Spielt aber unter dem Strich auch nicht so eine grosse Rolle. Irgendwer wird dafür bluten müssen und so wie ich die Banken kenne, dürfte es der Konsument sein.

01.12.2007 14:33
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Finanzkrise: Die Lage ist «sehr ernst»

Danke für die zahlenmässsig Unterlegung,marcus.

Kommt etwa hin. Wir sollten jedoch nicht vergessen, dass die meisten Baken, ihre Kunden nicht einfach fallen lassen. Wir wissen doch aus Erfahrungen in der CH, dass solche Überhitzungen normal sind und dass es halt ein paar übermütige Spekulanten erwischt und den letzten beissen halt die Hunde. Alles ein déjà vue.

Viele der 5% (400Mrd.) die eigentlich liquidiert werden sollten, werden von Banken als sogenannte "Durchhaltepositionen" weitergeführt. Wenn's dann doch zur Gant kommt, kauft die Bank zum Wert der Hypothek und nimmt das Objekt zwischenzeitlich auf das eigene Buch. Die Zahlen zeigen, dass mehr als 80% der verganteten Immobilien in den USA zum Preis der Belastung (Hypothek) oder darüber verkauft werden! D.h. dass die effektiven Geldverluste lediglich 20% von 400Mrd ausmachen (rund 80Mrd) was natürlich sehr schmerzlich ist. Ein grosser Teil dieser Verluste gehen zulasten von Fanny und Fredy, den beiden grossen US-Hypothekarbaken. Obwohl diese an der Börse kotiert sind handelt es sich de facto um "Kantonalbanken", also staatliche Institutionen. Die Geschäftsbanken wie die UBS, Citi, etc. haben einen Teil dieser Risiken zwar via CDO's etc. übernommen, meiner Meinung nach jedoch mit den gemachten Rückstellungen massiv übertrieben. Bildung von stillen Reserven und eine gute Gelegenheit Steuern zu sparen. Und wir sollten auch nicht vergessen, dass die grössten 20 Banken der Welt in den letzten drei Jahren mehr als 500Mrd. US$ Reingewinn erwirtschaftet haben!!!!!!....Angesichts dieser Zahlen scheint mir das Ganze doch ein bisschen eine Jammerei.

Fine-Tuner

26.11.2007 01:12
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Finanzkrise: Die Lage ist «sehr ernst»

Fine-Tuner wrote:

90% aller US Häuschenbesitzer bezahlen ihre Zinsen und Amortisationen vertragsgemäss und es gibt keine Anzeichen, dass diese Leute ihren Verpflichtungen in der Zukunft nicht mehr nachkommen könnten.

Ich weiss nicht, woher Du diese Zahl von 90% zuverlässiger Hypothekenzahler hast aber nehmen wir mal an, die Zahl stimmt.

Dann hätten wir 10% die nicht pünktlich oder gar nicht bezahlen. Bei einem Hypothekenmarkt von total $8000 Mrd. sprechen wir also von $800 Mrd., die unsicher sind.

Das entspricht in etwa dem Rahmen der geschätzten Ausfälle, die je nach Quelle zwischen $300 Mrd und $1000 Mrd veranschlagt werden.

Damit bewegen wir uns im bekannten unbekannten Terrain der Subprimes. Nehmen wir an, dass die Hälfte Deiner unsicheren Zahler (also 5%) zu Zwangsvollstreckungen führen haben wir total $400 Mrd Abschreibungen.

Du bestätigst also, was wir bereits über Subprimes wissen. Gibst allerdings keine Entwarnung.

Was die Quote:

Anzeichen, dass diese Leute ihren Verpflichtungen in der Zukunft nicht mehr nachkommen könnten.

betrifft, so ist das natürlich von der weiteren Konsumfreudigkeit der Amerikaner und somit den wirtschaftlichen Aussichten der USA abhängig.

Diesbezüglich sehe ich aber eher eine Abschwächung in Zukunft.

26.11.2007 00:49
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Finanzkrise: Die Lage ist «sehr ernst»

Die Immobilienkrise in der USA wird meiner Ansicht nach überschätzt. Bei den aktuellen Abschreibern handelt es sich um Wertbereichtigungen, rein buchhaltersich und nicht cash-relevant. 90% aller US Häuschenbesitzer bezahlen ihre Zinsen und Amortisationen vertragsgemäss und es gibt keine Anzeichen, dass diese Leute ihren Verpflichtungen in der Zukunft nicht mehr nachkommen könnten. Das unsinnige Chliche, dass jeder Ami ein Immobilienspekulant ist, ist doof. Der grösste Teil dieser Wertberichtigungen wird im Verlauf des nächsten Zyklus wieder aufgelöst. Dies kommt den Grossbanken gelegen, rein steuertechnisch.

Der tiefe US-Dollar ist ein Problem. Grund ist jedoch nicht der reale Wert des Dollars, sondern das tiefe Vertrauen in die USA per se.

Kaufkraftmässig ist der Dollar klar unterbewertet. Dies wird sich jedoch erst ändern, wenn diese unsägliche Bush Administration - wohl die grösste Geldvernichtungsmaschine, die die Welt je gesehen hat - abgedankt hat.

Fine-Tuner

26.11.2007 00:42
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Re: Finanzkrise: Die Lage ist «sehr ernst»

weico wrote:

Warum redet Herr Hildebrand so beschönigend um den Brei herum ?

Vielleicht weil er selbst durch die Goldverkäufe der SNB dem Schweizer Volk bisher einen Schaden von $20 Mrd verursacht hat.

Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen.

25.11.2007 19:55
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Finanzkrise: Die Lage ist «sehr ernst»

Hat durchaus auch positive Wirkungen auf das Schuldnerland Amerika: Importe werden sinken, Exporte legen Höchstwerte hin und das Defizit wird sinken. Natürlich ist das jetzt zu blauäugig betrachtet, so macht mir diesbezüglich keine Vorwürfe!!!! Biggrin

25.11.2007 10:15
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Re: Finanzkrise: Die Lage ist «sehr ernst»

Discoverer wrote:

Der Vizepräsident der Nationalbank, Philipp Hildebrand, zeichnet ein düsteres Bild der Finanzkrise.

Auf dem Markt für Hypotheken komme das Problem hinzu, dass eine grosse Zahl der zweitrangigen Hypotheken in den nächsten Monaten mit einem Zinsaufschlag rechnen müsse. Deshalb bestehe das Risiko, dass es in grösserem Stil zu weiteren Zahlungsunfähigkeiten kommen werde.

Warum redet Herr Hildebrand so beschönigend um den Brei herum ?

Es besteht nicht nur das Risiko, es ist einfach eine Tatsache, dass es einen Zinsaufschlag auf die Hypotheken gibt (das amerikanische Hypothekengeschäft ist ja auch so aufgebaut..) und es zu grossen Zahlungsunfähigkeiten kommt. :shock:

P.S:

Das sich Herr Hildebrand auf UBS und CS bezogene Fragen nicht die Finger verbrennen will ist ja nur zu menschlich... Lol

weico

25.11.2007 10:08
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Finanzkrise: Die Lage ist «sehr ernst»

Rolladen noch nicht hochziehen!

Aus der heutigen NZZ am Sonntag:

«US-Währung wird scharfe, lang anhaltende Abwertung erfahren»

Der Harvard-Ökonom Kenneth Rogoff schätzt, dass wegen der Kreditkrise bis zu 300 Milliarden Dollar abgeschrieben werden müssen. Asien fordert er auf, die Dollarbindung aufzugeben

NZZ am Sonntag: Der US-Dollar ist auf ein neues Rekordtief gegenüber Euro und Schweizerfranken gesunken. Geht diese Talfahrt noch weiter?

Kenneth Rogoff: Ja. Die Korrektur hat gerade erst begonnen. Die US-Währung wird eine scharfe, lang anhaltende weitere Abwertung erfahren. Die Entwicklung wird getrieben von den asiatischen Währungen. Sie alle werden in den nächsten Jahren gegenüber dem Dollar massiv aufwerten müssen. Sollten sich die asiatischen Regierungen dem verweigern, könnten wir einen Handelskrieg erleben.

Gibt es eine Alternative?

Die asiatischen Länder müssen ihre Bindung an den Dollar aufgeben. Eine einmalige Aufwertung würde der Kapitalmarkt den Ländern nicht abnehmen, Investoren würden schon bald den nächsten Schritt erwarten.

China hat Dollarreserven von über 1 Bio. $ aufgetürmt. Welche Währungs-Strategie sollte das Land in Zukunft verfolgen?

Der erste Schritt muss die Aufgabe der Dollarbindung sein. Dann sollten sie die irrational hohen Reserven abschmelzen. Das Land muss doch ein Interesse haben, das Geld produktiver zu investieren als in Staatsanleihen. Deshalb wird es schon nächstes Jahr Bewegungen geben beim Yuan, allerdings nicht vor dem Frühjahr.

Was bedeutet der schwache Dollar für die US-Wirtschaft?

Die Importe sinken schon jetzt . . .

. . . weil zum Beispiel europäische Produkte in den USA teurer werden . . .

. . . und in der Folge wird das gigantische Handelsbilanzdefizit in den nächsten Jahren dramatisch sinken. Irgendjemand muss das abfangen. Der grosse Schritt muss von den Asiaten kommen. Der Euro ist schon jetzt sehr hoch bewertet.

Wie konnte es überhaupt so weit kommen?

Der grosse Treiber des Dollarverfalls ist der Abschwung der US-Wirtschaft. Und es sieht so aus, als würde der Abschwung sehr lange andauern. Die Produktivität ist in den USA seit 1995 schneller als in Europa gewachsen, und das war schon etwas Besonderes, weil ein so reiches Land normalerweise langsamer wächst als jene Länder, die noch Nachholbedarf haben. Jetzt kehrt sich das wieder um. In den nächsten Jahren wird das Wachstum in den Vereinigten Staaten deutlich geringer sein als in den vergangenen Jahren, in denen oft Wachstumsraten von bis zu 4% erreicht wurden.

Verliert der Dollar seine Rolle als Leitwährung?

Das wünschen sich viele, aber so schnell wird das nicht passieren, denn irgendwer muss dafür einspringen. Das europäische Finanzsystem ist noch lange nicht so weit. Jedes Land hat dort seine eigene Regulierungsbehörde, die Finanzsysteme der EU-Länder sind zu sehr auf ihre Banken konzentriert, und das ist für das 21. Jahrhundert etwas unterentwickelt, zumal der Markt längst nicht so liquide ist wie in den USA. Investoren mögen zwar unglücklich sein mit dem Dollar und ihr Portfolio aus dem Dollarraum abziehen, aber noch haben sie keine offenkundige Alternative.

Ist der schwache Dollar ein Zeichen dafür, dass die grösste Volkswirtschaft der Welt an Bedeutung verliert?

Vor zwanzig Jahren hatte das Land einen Anteil am Welteinkommen von 30%. Heute sind es noch 23%. Die USA verlieren an Macht, auch wenn sie in Bereichen wie Biotech oder in der Medienlandschaft weiter den Weltmarkt dominieren.

Hat die Kreditkrise ihren Höhepunkt bereits erreicht?

Ja, das glaube ich schon, aber wir sind noch weit von ihrem Ende entfernt. Es wird noch lange dauern. Die Hypothekendarlehen stecken in vielen komplizierten Produkten, und sie aus den Bilanzen auszusortieren, wird Buchprüfer, Anwälte und Finanzmanager Monate, vielleicht auch Jahre beschäftigen. Die Banken müssen diese Produktpakete entbündeln - in einfache, transparente Finanzierungsinstrumente. Dann müssen sie die betroffenen Produkte mit einem Abschlag verkaufen. Erst dann werden sich die Dinge aufklären.

Wer ist schuld an dieser Krise?

Sie können Alan Greenspan die Schuld geben für seine Niedrigzinspolitik, aber dank dieser Politik hatten wir fünf weitere Jahre mit starken Wachstumsraten. Wenn es aber einen Sündenbock geben soll, dann sind es die Rating-Agenturen. Sie haben das vom Staat zugesprochene Monopol, beispielsweise die Kreditwürdigkeit von Unternehmen zu bewerten . . .

. . . und standen in den vergangenen Monaten in der Kritik, zu lax vorgegangen zu sein.

Die Rating-Agenturen haben zwar ihre Profite maximiert, aber auf sehr zweifelhafte Weise. Moody's etwa bekam 45% seiner Erträge im vergangenen Jahr für das Rating von strukturierten Finanzvehikeln. Die Firma hat den Banken Ratschläge gegeben, wie sie ein gerade noch ausreichendes Rating bekommen könnten.

Ist das Geschäftsmodell der Rating-Agenturen gescheitert?

Ihre Glaubwürdigkeit ist ruiniert, und ich weiss nicht, wie sie die zurückbekommen sollen. Um sich selbst zu schützen, stufen sie jetzt die Kreditwürdigkeit von Unternehmen zu stark herab. Weil jeder sagte, sie seien zu leichtfertig gewesen, sind die Rating-Agenturen jetzt zu streng. Was wir brauchen, ist endlich Wettbewerb in diesem Markt.

Der gesamte Finanzsektor hat mittlerweile rund 50 Mrd. $ abgeschrieben. Warum hat offenbar niemand gewusst, was in den Bilanzen steht?

Es sind sogar bis zu 300 Mrd. $, die insgesamt abgeschrieben werden müssen. Das Problem ist ja, dass bei den faulen Krediten niemand einen Marktpreis kennt. Wer soll also den tatsächlichen Abschreibungsbedarf kennen? Der Grund, warum zum Beispiel Citigroup und Merrill Lynch in der einen Woche mit einem Abschreibungsbedarf an die Öffentlichkeit traten und diesen zwei Wochen später schon wieder verdoppeln mussten, liegt darin, dass die gleichen Finanz-Ingenieure, die die Produkte entwickelt hatten, bei der Bewertung wieder gefragt wurden. Sie stehen natürlich unter Druck. Gut möglich, dass sie sich schützen wollten.

Die Investmentbanken wollen in diesem Jahr dennoch 38 Mrd. $ Bonuszahlungen an ihre Mitarbeiter ausschütten. Ist die Krise eine Folge falscher Anreize?

Wenn so viel Geld verloren worden ist, hat es mit Sicherheit falsche Anreize gegeben. Für die Banker, aber auch für die Rating-Agenturen und für die Regulierer. Die Wurzel des Problems waren auch die Politiker und die Regulierungsbehörden. Sie wollten armen Amerikanern den Traum vom Eigenheim verwirklichen. Bei manchen hat das ja auch geklappt. Dank den Finanzinnovationen haben sie sich vor drei, vier Jahren ein Haus für 50 000 $ gekauft, und wenig später war es schon 100 000 $ wert.

Interview: Claas Tatje, New York