Geldmenge System

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30.12.2007 11:41
#1
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Geldmenge System

Könnte mir mal jemand auf die Sprünge helfen, ich hab da ein Problem.

Wie Ihr wisst weiten die Nationalbanken die Geldmenge massiv aus. In früheren Zeiten hat sich dies in Inflation ausgewirkt, da eine fast unveränderte Menge Güter einer grösseren Menge Geld gegenüber stand. Heute fliesst das Geld aber in einen anderen Kreis, in die Finanzindustrie. Viele Bänker leben recht gut von dieser Situation, also eigentlich kein schlechte Lösung (was würden wir auch mit all den arbeitslosen Bänker tun Wink ).

Solange es in diesem Finanzkreis bleibt eigentlich keine schlechte Sache aber irgendwie muss da ein Hacken liegen? Wenn eine Rezession droht einfach etwas mehr Geld in die Finanzindustrie und die bleiben weiter beschäftigt.

Würden wir aus diesem Kreis das Geld abziehen, würde viel zusammenbrechen. also wieso nicht so weitermachen?

Was werden die Folgen sein, was die Konsequenzen. Was würdet Ihr machen wenn Ihr Monarchen wärt und absolute Befehlsgewalt habt? Was wäre am besten für die Weltenbürger?

Bitte um fundierte Antworten und keine plakative Weltuntergangsmeinungen. Ist etwas das wirklich vor der Türe steht, einer Lösung bedarf und die, die vorbereitet sind, werden nicht überrannt.

Danke

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02.01.2008 09:14
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alchimist wrote:

Du kommst auf den Puddels Kern, nur das Geld wird nicht in Waren fliessen, die Leute haben Angst und werden auf die Ausgabenbremse tretten. Das Geld wird auf Kontos gelagert, was ja eigentlich nicht schlimm ist. Aber etwas in meinem Kopf sagt mir, das gebunkerte Geld verursacht ein Problem aber welches :?:

Der Konsum bei uns ist hoch. Mittlerweile eine wesentliche Stütze der Konjunktur. Trotz oder wegen des vielen Geldes.

Wenn zuviel Geld gebunkert wird, senken die Banken die Zinsen. Das kann wie in Japan oder bei uns zu Negativzinsen führen. Weil die Banken selber nichts mit dem Geld anfangen können bzw. das Geld nicht wollen. Das führt dazu, dass die Leute den Fuss von der Ausgabenbremse nehmen oder in andere Anlageformen wechseln, weil sparen sich nicht lohnt

Angewendet wurde sie 1964 ‑1966 und von Ende Juni 1971 mit kurzen Unterbrüchen bis November 1979.

http://de.wikipedia.org/wiki/Negativzins

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

01.01.2008 15:14
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technischer wrote:

Solange der Mensch das Gefühl hat sein zusätzliches Geld sei am besten in Aktien angelegt, solange funktioniert dieses Vorgehen. Die Kurse steigen, das Verhältnis Waren zu Geld bleibt konstant, also keine Inflation.

Aber was ist wenn das Vertrauen in die Finanzmärkte verloren geht? Dann hast du plötzlich eine Unmenge Geld das irgendwohin fliessen soll, bloss nicht in die Finanzindustrie. Und auf der Gegenseite hast du immernoch dieselbe Anzahl Waren.

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Du kommst auf den Puddels Kern, nur das Geld wird nicht in Waren fliessen, die Leute haben Angst und werden auf die Ausgabenbremse tretten. Das Geld wird auf Kontos gelagert, was ja eigentlich nicht schlimm ist. Aber etwas in meinem Kopf sagt mir, das gebunkerte Geld verursacht ein Problem aber welches :?:

31.12.2007 16:04
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Das Problem bei deiner "Lösung" ist nur das du dem jeweiligen Geld das du in Umlauf bringst nicht vorschreiben kannst ob es in der Finanzindustrie oder in den Warenhandel fliessen soll.

Solange der Mensch das Gefühl hat sein zusätzliches Geld sei am besten in Aktien angelegt, solange funktioniert dieses Vorgehen. Die Kurse steigen, das Verhältnis Waren zu Geld bleibt konstant, also keine Inflation.

Aber was ist wenn das Vertrauen in die Finanzmärkte verloren geht? Dann hast du plötzlich eine Unmenge Geld das irgendwohin fliessen soll, bloss nicht in die Finanzindustrie. Und auf der Gegenseite hast du immernoch dieselbe Anzahl Waren.

Dann kommt es eben zum grossen Knall und die Inflation wird "nachgeholt".

Die Patentlösung hat wohl niemand. Aber eien sichere Währung, plus / minus die Geldmengen Erhöhung wie die Wirtschaft wächst und den Markt wirken lassen. Dann ist es sicher nicht so schlecht.

30.12.2007 22:01
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Viele Fragen zu komplexen Zusammenhängen

Eben hat die EZB 150 Milliarden Euro zu einem festen Zinssatz von vier Prozent abgeschöpft

http://www.n-tv.de/897439.html

Es ist kurzfristiges Geld, dass dem Markt zugeführt wurde und immer wieder zurückbezahlt werden musste und es wird auch sonst wieder Geld abgezogen

Zur Inflation:

es gibt gefühlte Inflation, importierte Inflation etc.

Bekommen wie eine Inflation, die wir mit Zinserhöhung bekämpfen können?

http://de.wikipedia.org/wiki/Inflation

Was wäre am besten für die Weltenbürger?

Das Wesen des Geldes .... oder die Eroberung eines Planeten mit halbintelligenten Lebensformen Smile

Wer Zeit hat, sollte sich die 3 Cartoons mal ansehen

http://www.goldseiten.de/content/diverses/artikel.php?storyid=3552

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Benjamin Franklin