Geldpolitik

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MarcusFabian hat am 30.04.2014 - 13:15 folgendes geschrieben:

Wenn nun die Preise generell fallen, passiert folgendes:

Die Konsumenten sind durchs Band weg glücklich - siehe oben - und kaufen weiterhin in mindestens gleichem Ausmass ein.

Wir schieben seit geraumer Zeit alles heraus, solange es Sinn macht.

Ganze Betriebsystemversionen werden übersprungen, auch bei den Handys wird so lange gewartet, bis sie den Geist aufgeben.

Die Autos sind auch schon über 10 Jahre alt.

 

Das Konsumverhalten der Jungen hat sich verändert

Datenautobahn statt Führerausweis

Mehr und mehr Jugendliche verzichten auf das teure Auto - das wichtigere Statussymbol ist das Smartphonehttp://www.suedostschweiz.ch/wirtschaft/weniger-neuwagen-der-schweiz-ver...

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
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OECD empfiehlt EZB-Zinssenkung auf null

Am Donnerstag trifft sich die EZB zur Zinssitzung: Die Industriestaaten-Organisation OECD legt der EZB wegen der sehr niedrigen Inflation eine Zinssenkung nahe.

"Der Europäischen Zentralbank raten wir, neue Massnahmen zu ergreifen", sagte der stellvertretende Generalsekretär Rintaro Tamaki am Dienstag bei der Vorstellung des Wirtschaftsausblicks. Auch grosse Konjunkturrisiken, hohe Arbeitslosigkeit und enorme Staatschulden machten dies notwendig, so die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

Der Leitzins - zu dem sich Geschäftsbanken bei der EZB mit Geld eindecken können - solle von derzeit 0,25 auf null Prozent gedrückt werden. Banken, die Geld bei der EZB parken, sollten zudem mit einem Strafzins belegt werden. Sowohl der sogenannte Einlagezins als auch der Leitzins sollten "bis mindestens Ende 2015 auf diesem Niveau belassen werden". Das könnte dazu beitragen, "die Kreditzinsen der Banken zu verringern und somit das Wachstum anzukurbeln".

Reiche das nicht aus, um die Inflationsrate näher an die gewünschte Zielmarke von zwei Prozent zu schieben, seien zusätzlich aussergewöhnliche Massnahmen notwendig. Vorstellbar seien Geldspritzen für Banken zu extrem günstigen Konditionen. "Ankäufe von Staats- oder Unternehmensanleihen oder Programme zur Förderung der Kreditvergabe der Banken an den privaten Nichtfinanzsektor wären ebenfalls denkbar."

Derzeit liegt die Teuerungsrate in der Euro-Zone nur bei 0,7 Prozent, während die EZB einen Wert von knapp zwei Prozent anstrebt. Deren Chef Mario Draghi hat bereits grundsätzlich die Bereitschaft zu einem erneuten Eingreifen signalisiert. Mit einer Änderung der Geldpolitik rechnen die meisten Experten aber bei der nächsten EZB-Ratssitzung an diesem Donnerstag aber nicht.

Oecd rechnet mit Aufschwung

Die OECD rechnet in diesem Jahr mit einer Teuerungsrate von 0,7 Prozent in der Euro-Zone. 2015 soll sie auf 1,1 Prozent steigen, aber immer noch weit unter der Zwei-Prozent-Marke verharren. Nach zwei Rezessionsjahren in Folge rechnet die OECD mit einem Aufschwung in der Euro-Zone. In diesem Jahr dürfte das Bruttoinlandsprodukt um 1,2 Prozent wachsen, im kommenden um 1,7 Prozent. Allerdings hinkt die Währungsunion damit den USA weit hinterher, denen in beiden Jahren ein mehr als doppelt so starkes Wachstum vorausgesagt wird. "Das Tempo dieser Konjunkturerholung wird verhalten bleiben, da der immer noch hohe Schuldenstand und die angespannten Kreditbedingungen nach wie vor auf der Wirtschaftstätigkeit lasten, vor allem in den Krisenländern", betonte die EZB.

http://www.cash.ch/news/top_news/oecd_empfiehlt_ezbzinssenkung_auf_null-...

 

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Staatsanleihen-Verkäufe dauern Jahre

Die US-Notenbank Fed sitzt auf einem billionenschweren Berg von Staatsanleihen, die sie zur Stützung der Wirtschaft gekauft hat.

Sie wieder loszuwerden, ist gar nicht so einfach.

Die US-Notenbank Fed wird nach Einschätzung ihrer Vorsitzenden Janet Yellen bis zu acht Jahre benötigen, um sich von den im Zuge der Finanzkrise massenhaft aufgekauften Staatsanleihen wieder zu trennen. Noch hat die Fed zwar erst angekündigt, dass sie den weiteren Ankauf solcher Bonds zurückfahren wird, wann sie die Bestände verringert, ist jedoch noch offen.

Wahrscheinlich wird die Fed erst damit beginnen, wenn sie auch wieder die Zinsen erhöht.

 

http://www.20min.ch/finance/news/story/Staatsanleihen-Verkaeufe-dauern-J...

 

 

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EZB bereitet Zinssenkung im Juni vor

Die Europäische Zentralbank (EZB) bereitet nach Reuters-Informationen für Juni eine Zinssenkung und weitere Massnahmen gegen die unwillkommene Euro-Stärke und drohende Deflation vor.

Erstmals in der Geschichte der Notenbank dürfte auch ein Strafzins für Banken beschlossen werden, wie fünf mit den Beratungen vertraute Personen sagten. "Eine Zinssenkung ist mehr oder weniger sicher", betonte einer der Insider, der wie die anderen hochrangigen Informanten nicht namentlich genannt werden wollte. Damit soll mehr Geld als Kredite an die Unternehmen fließen. Ein Sprecher der Notenbank kommentierte das nicht. EZB-Chefvolkswirt Peter Praet bestätigte dagegen im Interview mit der Wochenzeitung "Die Zeit" laut Vorabbericht, dass die EZB an einem Maßnahmenpaket arbeite. Dies könne auch negative Zinsen, also Strafzinsen für Banken, enthalten.

Nach Informationen mehrerer mit den Überlegungen vertrauter Personen wird daneben der Einsatz komplexer Werkzeuge diskutiert, die den stockenden Kreditfluss an mittelständische Firmen vor allem in den Euro-Krisenländern beleben sollen. Denkbar sei darüber hinaus eine zielgerichtete Liquiditätsspritze für die Banken, die sicherstelle, dass das frische Geld als Kredite an die Wirtschaft fließe. Es dürfe nicht bei den Geldhäusern bleiben oder zum Kauf von Staatsanleihen ihrer Heimatländer verwendet werden. Dabei ist nach Ansicht eines Notenbankers eine längere Laufzeit vorstellbar als bei früheren Maßnahmen, mit denen die EZB die Finanzmärkte auf dem Höhepunkt der Krise flüssig gehalten hatte. "Drei Jahre sind das Minimum, wenn wir für kleine Firmen wirklich etwas erreichen wollen." Banken, die das Geld nicht im Sinne der EZB verwenden, könnte eine Strafe angedroht werden

Als eine andere Option wird ein Kaufprogramm der EZB für Kreditverbriefungen, so genannte ABS-Papiere, erarbeitet. Mit solchen Papieren können Banken beispielsweise Kredite an Firmen oder auch Autofinanzierungen bündeln und weiterverkaufen. Das befreit ihre Bilanz von Risiken, allerdings liegt der Markt seit einigen Jahren am Boden. Diese Alternativoption für die EZB sei aber noch nicht ganz ausgereift, um sie zu beschließen, sagte ein Notenbanker.

Stichtag 5. Juni

Die EZB berät das nächste Mal am 5. Juni über ihren weiteren geldpolitischen Kurs. Präsident Mario Draghi hatte vergangene Woche deutlich gemacht, dass die Notenbanker zu weiteren Schritten bereit seien, sollten die im Juni anstehenden Prognosen der EZB-Ökonomen diese rechtfertigen. Der EZB-Rat sei "unzufrieden" mit den Aussichten für die Konjunktur und "fühlt sich wohl damit, beim nächsten Mal zu handeln". Auch die Bundesbank hatte sich zuletzt nicht mehr kategorisch gegen eine Zinssenkung gesperrt. Sorgen bereitet den Notenbankern vor allem der in den vergangenen Wochen auf fast 1,40 Dollar gestiegene Euro. Dieser hatte nach den Zinssignalen Draghis deutlich an Wert verloren und notierte zuletzt noch bei 1,37 Dollar.

Einer der Insider geht davon aus, dass neben dem Leitzins auch der Einlagesatz gekappt wird. Diesen bekommen Banken normalerweise immer dann gutgeschrieben, wenn sie überschüssiges Geld bei der Zentralbank parken. Er liegt seit November bei null Prozent. Senkt die EZB ihn unter null, würde sie den Banken de facto einen Strafzins aufbrummen, wenn diese Geld bei ihr anlegen. Das Kalkül der Notenbanker: Die Institute sollen wieder mehr Kredite vergeben, weil es sich nicht mehr lohnt, Geld bei der EZB zu halten. "Es wäre das erste Mal, dass eine bedeutende Zentralbank den Einlagezins negativ werden ließe. Das würde den Wechselkurs des Euro sicher bewegen", sagte ein Informant.

Euro soll billiger werden

Der Leitzins könnte nach Darstellung eines der Insider beispielsweise von derzeit 0,25 Prozent auf 0,15 oder 0,1 Prozent sinken. Damit würde die EZB den Euro tendenziell für Anleger unattraktiver machen, weil sich Investments in der Euro-Zone dann niedriger verzinsen. Die vor allem durch Kapitalzuflüsse ausgelöste Verteuerung der Gemeinschaftswährung kommt den Zentralbankern ungelegen, weil sich so Importe verbilligen und das Preisniveau in der Euro-Zone weiter sinkt. Die Teuerung liegt mit 0,7 Prozent für den Geschmack der EZB immer noch nahe an einer gefährlichen Abwärtsspirale von Preisen, Löhnen und Investitionen.

Die Maßnahmen der EZB würden nach Ansicht von Experten bei weitem nicht so starke Wirkung entfalten wie etwa massive Käufe von Staatsanleihen oder Papieren privater Schuldner. Mit einer solchen im Fachjargon "Quantitative Easing" genannten Lockerung der Geldpolitik hatten in den vergangenen Jahren die US-Notenbank Fed und die britische Zentralbank auf die Krise in ihren Ländern reagiert. Rechtliche und praktische Probleme und der Widerstand der Bundesbank gegen ein solches umfassendes Programm verhinderten bislang den Einsatz dieser Waffe der Geldpolitik in den 18 Euro-Ländern.

Dem Kauf von Staatsanleihen nach Vorbild der Fed erteilte EZB-Chefökonom Praet in der "Zeit" vorläufig eine Absage. "Ich denke, dazu würde es erst kommen, wenn sich die Konjunktur und die Inflation in der Euro-Zone deutlich schlechter entwickeln als von uns erwartet." Einer der Reuters-Informaten wollte den Einsatz von QE im späteren Jahresverlauf nicht ausschließen, sollten die jetzt geplanten Maßnahmen nicht ausreichen. "Noch ist das kein QE. Das ist für jetzt. Was den Herbst anbelangt, muss man sehen. Man könnte über weitere Maßnahmen nachdenken. Aber erst dann, wenn diese gut vorbereitet sind."

http://www.cash.ch/news/top_news/ezb_bereitet_zinssenkung_im_juni_vor-32...

 

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EZB bereitet Strafzins für Banken vor

Noch nie gab es in der Euro-Zone negative Zinsen. Nun bestätigt der Chefökonom der EZB, Peter Praet, dass Banken wohl bald Strafgebühren zahlen müssen.

http://www.handelszeitung.ch/konjunktur/ezb-bereitet-strafzins-fuer-bank...

 

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Die wundersame Erholung Islands

Unbestreitbar ist, dass der Verlust einer eigenständigen Geld- und Währungspolitik in Irland und Südeuropa grossen Schaden angerichtet hat. Vielleicht wird man dereinst zum Schluss kommen, dass das übergeordnete Ziel der europäischen Einigung diesen temporären Schaden gerechtfertigt hat. Aber zum jetzigen Zeitpunkt sieht die Bilanz überwiegend negativ aus.

 

Die Arbeitslosigkeit beträgt heute etwa 5 Prozent, in Spanien offiziell 20 Prozent, in Irland über 10 Prozent. Selbst die optimistische EU-Kommission geht davon aus, dass die Arbeitslosigkeit nur langsam zurückgehen wird.

Wie war das möglich?

Ganz einfach: Die isländische Krone wertete um mehr als 30 Prozent ab, und die Zentralbank konnte die Banken schnell mit Liquidität versorgen.

Ein zweites Element waren die beiden Volksentscheide, die verhinderten, dass der isländische Staat die ausländischen Bankkunden vollständig entschädigen musste, während Irland von der EU dazu gezwungen wurde und seither mit einer hohe Staatsverschuldung beladen ist.

Was das ökonomische Lehrbuch voraussagt, hat sich voll bewahrheitet: Eine unabhängige Geld- und Währungspolitik ist in Krisenfällen Gold wert. Irland und Südeuropa würde es heute viel besser gehen, wenn sie dieses Instrument immer noch in den Händen hätten.

http://blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets/index.php/34742/die-wun...

 

Also: Das Problem ist nicht der Euro, sondern dass man die eigene Währung aufgegeben hat.

Wobei es im Fall von Grossbritanien zeigt, dass auch eine eigene Währung keine Garantie für Wohlergehen ist.

 

 

 

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Steigen in England bald die Zinsen?

Die Fahrplan über die Anhebung der Zinsen durch die britische Notenbank gerät ins Wanken. Einige Experten rechnen damit, dass sich die Notenbank früher als angenommen zur Zinswende durchringen wird.

http://www.cash.ch/news/top_news/steigen_in_england_bald_die_zinsen-3207...

 

 

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Schweiz muss Antwort auf EZB-Schritte finden

Die SNB steht unter Druck, Antworten auf die mögliche Einführung weiterer geldpolitischer Massnahmen durch die Europäische Zentralbank (EZB) zu finden. Diese hätten wohl eine weitere Aufwertung des Franken zur Folge.

http://www.cash.ch/news/top_news/schweiz_muss_antwort_auf_ezbschritte_fi...

 

 

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MarcusFabian
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Elias hat am 23.05.2014 - 12:00 folgendes geschrieben:

Die SNB steht unter Druck, Antworten auf die mögliche Einführung weiterer geldpolitischer Massnahmen durch die Europäische Zentralbank (EZB) zu finden. Diese hätten wohl eine weitere Aufwertung des Franken zur Folge.

http://www.cash.ch/news/top_news/schweiz_muss_antwort_auf_ezbschritte_fi...

 

 

Warum? Was spricht dagegen, dass die SNB auch weiterhin den Franken parallel zum Euro schwächt?

Danach dürfte dann die nächste Runde in den USA kommen (also Schwächung des Dollars gg. Euro mit exakt derselben Begründung) ... etc. das Spiel ist ja seit Jahren bekannt. Ich nenne es weiterhin "Abrüstungswettlauf der Währungen".

Vielleicht werden wir (und das heisst: sogar Du) dereinst erkennen, dass die Politik der Zentralbänkster mit "pissblöd" noch vergleichsweise wohlwollend umschrieben ist. Aber derzeit ist es dazu noch zu früh.

 

 

Elias
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MarcusFabian hat am 23.05.2014 - 21:28 folgendes geschrieben:

Elias hat am 23.05.2014 - 12:00 folgendes geschrieben:

Die SNB steht unter Druck, Antworten auf die mögliche Einführung weiterer geldpolitischer Massnahmen durch die Europäische Zentralbank (EZB) zu finden. Diese hätten wohl eine weitere Aufwertung des Franken zur Folge.

http://www.cash.ch/news/top_news/schweiz_muss_antwort_auf_ezbschritte_fi...

 

 

Warum? Was spricht dagegen, dass die SNB auch weiterhin den Franken parallel zum Euro schwächt?

 

Vielleicht werden wir (und das heisst: sogar Du) dereinst erkennen, dass die Politik der Zentralbänkster mit "pissblöd" noch vergleichsweise wohlwollend umschrieben ist. Aber derzeit ist es dazu noch zu früh.

Was dagegen spricht? Weil der Vorschlag noch blöder als pissblöde ist. Die Zinsen erhöhen und gleichzeitig versuchen, den Franken zu schwächen, ist so was von dämlich.
Das ist etwa das gleiche, wie endlos Gold zu kaufen, solange der Preis unter 1800$ Dollar ist oder QE-Treppchen zu zeichnen.

Dort wo es keine Abhängigkeiten gibt, werden welche konstruiert, wenn nötig wird die Grafik auf den Kopf gestellt, bis sie das aussagt, was man sich wünscht. Und dort wo es Abhängigkeiten gibt, sieht man sie nicht und denkt ernsthaft über Zinserhöhungen nach.

Darum: Alle werden das gleiche haben.....   entweder Deflation oder Inflation, sonst fliessen die Waren von A nach B bis die Preise gleich sind. :wall:

 

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weico
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Was passiert, wenn die EZB am 6. Juni den geldpolitischen Kurs im Euro-Raum weiter lockert?

 

http://acemaxx-analytics-dispinar.blogspot.ch/2014/05/lockere-geldpoliti...

 

weico

MarcusFabian
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Geldpolitik EZB

Etwas ausführlicher und auch mit Beispielen unterlegt wird die EZB Geldpolitik hier beschrieben:

http://news.degussa-goldhandel.de/newsletter/DQ0H9088L5.pdf

PDF, 20 Seiten. Ich empfehle, die ersten 4 Seiten zu lesen (Zinssenkung EZB), der Rest (Buchrezension, Goldmarkt) bringt mMn. keine neuen Erkenntnisse.

 

Elias
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Fünf Jahre früher als gedacht: Offenburg ist schuldenfrei

Steigende Steuereinnahmen haben der Stadt Offenburg einen Rekord beschert: Die badische Stadt ist die größte schuldenfreie Kommune Baden-Württembergs. Bietigheim-Bissingen ist damit vom Thron gestoßen.

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.fuenf-jahre-frueher-als-gedacht...

 

Andere Kommunen sind auch daran, ihre Schulden abzubauen.

 

Drei Viertel aller Kommunen wollen die Bürger stärker belasten, um den Crash zu verhindern.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/08/21/kommunen-haben-rez...

 

 

Deswegen müssen sich andere nicht neu verschulden. Sie geben von ihren Einkünften, Gewinnen, Vermögen ab.

 

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Zyndicate
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Negativzinsen auch bei uns in der Schweiz?
 

Dass die EZB in knapp zwei Wochen Negativzinsen einführen wird, gilt als sicher. Noch ist jedoch unklar, ob die SNB nachziehen muss. Eine viel beachtete Genfer Bank meint: Ja.

In kaum einem anderen Land gibt es so viele Eigenheimbesitzer wie in der Schweiz. Mit anderen Worten: Wir sind ein einig Volk von Hypothekarschuldnern und eines, das in den letzten Jahren substanziell von den tiefen Zinsen profitieren konnte.

Und es könnte sogar noch besser kommen: Denn dass die Europäische Zentralbank (EZB) anlässlich der Sitzung vom 6. Juni negative Einlagezinsen einführen wird, gilt mittlerweile als sicher. Die alles entscheidende Frage ist, ob die Schweizerische Nationalbank (SNB) dem europäischen Beispiel knapp zwei Wochen später folgen wird.

Geht es nach den Strategen der Genfer Bank Pictet & Cie, dann bleiben der SNB nur zwei Möglichkeiten. Entweder sie führt ebenfalls negative Einlagezinsen ein, oder aber sie nimmt weiteres Geld in die Hand, um den für den Euro eingeführten Mindestkurs zu verteidigen.

Ein «Déjà-Vu» für unsere SNB-Verantwortlichen

Pictet & Cie lässt keinen Zweifel daran, dass die SNB den Mindestkurs mit aller Härte durchsetzen wird. Noch zu frisch seien die Erinnerungen an die erste Jahreshälfte 2012. Damals habe die EZB die Leitzinsen reduziert und die Währungshüter zu umfangreichen Devisenkäufen gezwungen. Aufgrund des gewaltigen Kapitalzustroms aus dem Ausland seien die Zinsen am Geldmarkt ohne Einwirkung der SNB vorübergehend in den negativen Bereich gefallen.

Aus Angst vor einer weiteren Überhitzung des hiesigen Immobilienmarktes könnte die SNB im ersten Moment zögern, so die Genfer Bank. Darüber hinaus provoziere sie mit einem solchen Schritt eine Destabilisierung des Geldmarktes genauso wie eine Flucht ins Bargeld. Dennoch könne die Einführung von Negativzinsen nicht ausgeschlossen werden.

Anhebung des Euro-Mindestkurses unwahrscheinlich

An den Devisenmärkten werde auch eine Anhebung des zur Stützung des Euros eingeführten Mindestkurses durch die SNB als Reaktion auf die sich abzeichnende Leitzinsreduktion der EZB diskutiert. Eine solche Erhöhung hält man bei Pictet & Cie für höchst unwahrscheinlich. Die Währungshüter hätten in der Vergangenheit günstigere Gelegenheiten für einen solchen Schritt gehabt als im derzeitigen Umfeld. Die Genfer Bank rechnet weder mit einer Anhebung, noch mit einem Bruch des Mindestkurses und sieht den Euro auf einen Horizont von 12 Monaten bei 1,25 Franken.

CASH

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Elias
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US-Notenbank: Mehr Zeit für Zinsstraffung

Die US-Notenbank Fed könnte sich nach Worten eines ranghohen Notenbankers mehr Zeit für ihre Zinswende nehmen.

http://www.cash.ch/news/top_news/usnotenbank_mehr_zeit_fuer_zinsstraffun...

 

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EZB: Negativzins bereits beschlossene Sache?

Für die Gebühr auf überschüssige Mittel, die Geschäftsbanken bei der Notenbank parken, seien alle Vorbereitungen getroffen worden, berichtet der Finanzdienst Market News International (MNI) am Montag mit Bezug auf eine hochrangige Quelle aus einer Notenbank des Euro-Systems. Bei der Zinsentscheidung am kommenden Donnerstag werde die EZB ein Gesamtpaket präsentieren, mit dem Kreditvergabe angekurbelt werden soll.

http://www.cash.ch/news/front/ezb_negativzins_bereits_beschlossene_sache...

 

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weico
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Die Eurozone ist auf dem Weg in die Deflation. Die EZB versucht mit niedrigen Zinsen gegenzusteuern. Allerdings: Viel weiter nach unten geht es nicht. Drei Grafiken zum historischen Entscheid.

http://blog.bazonline.ch/datenblog/index.php/3288/diese-grafik-zeigt-den...

:mosking:

 

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Wir sind noch nicht fertig

Um die Wirtschaft in der Euro-Zone anzukurbeln und eine schädliche Deflationsspirale zu vermeiden, greift die EZB tief in ihre Trickkiste. Banken erhalten für lange Zeit äusserst billiges Geld. Doch damit könnte es noch lange nicht getan sein.

http://www.nzz.ch/wirtschaft/wirtschafts-und-finanzportal/wir-sind-noch-...

 

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Kreditklemme trotz EZB-Programmen: So viel Geld - und alles für die Katz

 

Es hat Jahrzehnte gedauert, bis man die Dynamik der Großen Depression in den Dreißigerjahren verstand. Über die Deflation in Japan gibt es Spekulationen, aber keine erklärende Theorie. Über die Krisen neueren Datums wissen wir noch viel weniger. Doch es gibt Grund zur Sorge, dass die derzeitige Art der Krisenbekämpfung wirkungslos ist.

 

Ein neues Buch, vor kurzem in den USA erschienen, liefert möglicherweise eine der ersten wichtigen Erklärungsversuche für die Finanz- und Wirtschaftskrise seit 2007. Atif Milan und Amir Sufi von den Universitäten Princeton und Chicago gehören zu den bekanntesten Schuldenexperten der Welt. In ihrem Werk "The House of Debt" - übersetzt: "Das Schuldenhaus" - treffen sie eine enorm wichtige Feststellung. Der Grund, warum die amerikanische Rezession so ewig lange dauerte, hatte nichts mit den Banken zu tun. Die Bankenkrise war in Amerika 2009 schon vorbei. Der Grund war die fehlende Nachfrage an Krediten. Was nach einer Kreditklemme aussah, war in Wirklichkeit nur eine Weigerung des privaten Sektors, sich neu zu verschulden.

Das hört sich alles sehr plausibel und einfach an, ist es aber nicht. Bislang sind Regierungen und Zentralbanken überall in der Welt davon ausgegangen, dass es sich genau anders herum verhält: Die bösen Banken vergeben keine Kredite an die guten kleinen und mittleren Unternehmen. Aus diesem Grund geben Politik und Notenbank den Geldinstituten Anreize, Kredite zu verleihen. Genau das tat nun wieder die Europäische Zentralbank vergangene Woche, als sie die Zinsen erneut senkte und die Banken mit noch mehr billigem Geld überschüttete, geknüpft an die Bedingung, dass sie Kredite an Firmen vergeben.

Milan und Sufi sagen uns jetzt: Die Firmen wollen gar keine Kredite - denn sie wissen nicht, wie sie das Geld investieren sollen. Die Autoren behaupten das nicht einfach, sondern sie stützen sich auf bislang nicht analysierte Daten von Städten und Gemeinden, die sie in akribischer Arbeit aufgedröselt haben. Die Analyse bezieht sich zunächst nur auf die USA. Daraus ergibt sich für uns die Frage, inwieweit sie auch für uns gelten.

Bei uns waren die Verhältnisse komplizierter, aber nicht wirklich anders. In Spanien, Irland, Großbritannien und den Niederlanden hatten wir Hauspreisblasen, ähnlich wie in den USA. In Italien und Griechenland liegen die Staatsschulden extrem hoch. In Portugal sind Staat und Privatsektor hoffnungslose überschuldet. Die Priorität in fast allen europäischen Ländern ist der Schuldenabbau. In Deutschland haben wir die Schuldenbremse sogar in die Verfassung geschrieben.

Macht Europa alles falsch?

Gleichzeitig geht die Kreditvergabe laut den Statistiken der Zentralbanken zurück. Die Politik hat ihr Augenmerk allein auf die Angebotsseite gerichtet. Alle unsere Bemühungen zielen darauf, die Banken in Ordnung zu bringen. Die EZB ist gerade dabei, die Bilanzen der Banken zu durchleuchten und sie einem Stresstest zu unterziehen. Wer durchfällt, muss sich mehr Kapital besorgen.

Die Amerikaner haben ihre Banken im Jahre 2009 wieder in Ordnung gebracht. Doch die Nachfrage hat sich damit nicht verändert. Ich sehe das bei uns ähnlich. Die Nachfrage nach Krediten wird auch nach den Stresstests mau bleiben, bis die Unternehmen wieder Möglichkeiten sehen zu investieren.

In Deutschland ist die Lage entspannter. Akut ist das Problem in Italien, Spanien, Portugal und Griechenland. Da aber letztlich alle für alle Schulden indirekt haften - trotz politischer Lippenbekenntnisse -, ist das damit auch unser Problem. Wenn Milan und Sufi recht haben, wird die Bankenbereinigung nicht viel bringen. In diesen Ländern ist die Wirtschaft derart abgestürzt, dass jeder versucht, seine Schulden so weit wie möglich abzubauen. Wer so denkt, der interessiert sich nicht für billige Kredite.

Milan und Sufi sind nicht die ersten, die auf diese Idee kamen. Richard Koo aus Japan entwickelte schon in den neunziger Jahre die These von einer Bilanz-Rezession. Wenn Länder, Firmen und Haushalte überschuldet sind, dann wollen sie sich einfach nur noch entschulden, egal wie günstig die Kredite sind. Koo warnte davor, dass alle gleichzeitig die Schulden abbauen. In Japan hörte man auf ihn. Dort entschuldeten sich die Firmen und die Haushalte, und es verschuldete sich der Staat. In Europa bauen alle ihre Schulden gleichzeitig ab: Staat, Unternehmen, Haushalte. Koo glaubt daher auch, dass wir in eine weit schlimmere Lage geraten werden als Japan. Wir sind auf Deflation programmiert.

Koos Thesen sind plausibel. Sie sind aber keine fundierte ökonomische Analyse. Genau das haben jetzt Milan und Sufi geliefert - zumindest für die USA.

Wenn sich diese Ergebnisse auch bei uns bestätigen sollten, dann hieße das: Wir machen in Europa so ziemlich alles falsch.

 

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/kreditklemme-trotz-ezb-program...

 

Gute Buchbesprechung hier:

http://acemaxx-analytics-dispinar.blogspot.ch/2014/05/house-of-debt.html

 

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ABS-Papiere: «Das Problem ist die Lösung»

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihr Bemühen bekräftigt, den in Verruf geratenen Markt für Kreditverbriefungen (ABS) wiederbeleben zu wollen.

"Es gibt eine wachsende Übereinstimmung, dass ein Instrument, das einmal als Teil des Problems gesehen wurde, tatsächlich Teil der Lösung sein könnte", sagte EZB-Direktor Yves Mersch am Mittwoch in Barcelona. So könnte ein funktionierender ABS-Markt etwa die derzeit schwache Kreditvergabe anregen.

Zusammen mit der Bank of England versucht die EZB, den Markt für forderungsbesicherte Wertpapiere (Asset Backed Securities) wieder in Gang zu bringen. Vergangene Woche hatte sie in Aussicht gestellt, derartige Wertpapiere anzukaufen. Wegen seiner unrühmlichen Rolle in der weltweiten Finanzkrise, als ABS wie Brandbeschleuniger gewirkt haben, ist der Markt in Europa faktisch ausgetrocknet. Die beiden Notenbanken verweisen jedoch darauf, dass die Brandmarkung europäischer Papiere angesichts vergleichsweise geringerer Ausfälle nicht gerechtfertigt sei.

Mersch plädierte abermals für "einfache und transparente" Kreditpakete.

Derartige ABS könnten sogar eine "stabilisierende Rolle" spielen, weil sie die Abhängigkeit des Nicht-Bankensektors von den Finanzhäusern verringerten. Auch verwies der EZB-Direktor auf die Bedeutung von ABS für die Bilanz der Notenbank: Rund 300 Milliarden Euro oder 15 Prozent aller bei der EZB im Refinanzierungsgeschäft von Geschäftsbanken als Pfand für Zentralbankgeld eingereichten Sicherheiten seien Kreditverbriefungen.

http://www.cash.ch/news/top_news/abspapiere_das_problem_ist_die_loesung-...

 

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Notenbankchef Carney:

Zinsen könnten schneller als am Markt erwartet steigen

Die britische Notenbank stimmt die Märkte immer deutlicher auf höhere Zinsen ein. "Es könnte schneller als am Markt derzeit erwartet geschehen", sagte Notenbankchef Mark Carney am Donnerstag in London. Dies wäre die erste Zinsanhebung nach der Finanz- und Bankenkrise. Bereits seit rund fünf Jahren liegt der Leitzins inzwischen auf einem Rekordtief von 0,5 Prozent. Weil die britische Wirtschaft zurzeit so stark wie kaum ein anderes Industrieland wächst, nimmt der Druck auf die Bank of England zu. Sie könnte die erste grosse Notenbank sein, die eine Zinserhöhung nach der Finanzkrise wagt. Auch der massive Preisanstieg am britischen Immobilienmarkt bereitet zuletzt Sorge.

http://www.cash.ch/news/alle/notenbankchef_carney_zinsen_koennten_schnel...

 

 

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Benjamin Franklin

aprecio
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In the face of a downward shock to price stability from exchange rate appreciation, the SNB’s first response should be to expand domestic assets on its balance sheet rather than shrink them. Such an expansion would boost domestic spending and would also relieve pressure on the exchange rate. Only as a secondary measure, and only to the extent that its current account was declining too rapidly, should the SNB have conducted large-scale purchases of foreign assets. In other words, central banks should fight domestic imbalances with domestic policies and limit the use of external policies to the narrowing of external imbalances. Swiss nominal GDP should be growing at around 3 to 4 percent (compared with 1 to 2 percent lately). To get there requires easier monetary policy and thus lower rates of return on assets, at least until the nominal growth rate of 3 to 4 percent is achieved. Fiscal policy should be allowed to operate in a normal countercyclical manner. During a period of slack demand, the budget should be in moderate deficit, not surplus, especially when the debt stock is low. Given that Swiss unemployment is close to normal, fiscal policy probably does not have a large role to play at present. To be effective in the current circumstance of near-zero short-term interest rates, domestic monetary expansion requires large-scale purchases of long-term bonds, equity, and real estate, also known as quantitative easing (QE). Often referred to as unconventional, QE has been used by other major central banks with positive results (Gagnon and Hinterschweiger 2013). The goal of QE is to raise asset prices and to reduce prospective real rates of return. This boosts private-sector net worth and encourages consumption and investment.http://www.piie.com/publications/pb/pb14-17.pdf

sime
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Die USA verhalten sich wie die Mafia
Elias
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Die US-Reaktion nach dem EZB-Paukenschlag

Am Mittwoch erläutert Fed-Chefin Janet Yellen die US-Geldpolitik. Was zu erwarten ist – und wohin sich der Dollar bewegen dürfte.

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Wie ebenfalls alle Quartale veröffentlicht die Notenbank ausserdem die (anonymisierte) Einschätzung ihrer führenden Mitglieder (Federal Open Market Committee, FOMC) zum weiteren Verlauf von Grössen wie Arbeitslosigkeit, Wirtschaftswachstum und vor allem zum Leitzins, den sie letztlich festsetzen.

Die Frage ist nicht ob, sondern wann und wie stark

Die letzte entsprechende Publikation vom März ergab, dass die Mitglieder des FOMC im Durchschnitt (Median) im nächsten Jahr mit einem Anstieg des Leitzinses bis 1 Prozent im vierten Quartal rechnen. Bis zum vierten Quartal 2016 soll der Zins demgemäss auf 2,25 Prozent steigen.

Berücksichtigt man, dass das Fed den Leitzins bereits seit mehr als einem halben Jahrzehnt bei null belassen hat und dass dieser im Durchschnitt seit 1960 bei mehr als 5 Prozent gelegen hat, wäre das kein dramatischer Anstieg. Das gilt auch, wenn die Veränderung der Kaufkraft mitberücksichtigt wird: Die FOMC-Mitglieder erwarten gemäss der März-Einschätzung, dass selbst 2016 die Inflation noch zwischen 1,6 und 2 Prozent verbleiben wird – und damit unter dem Zielwert von 2 Prozent. Gemäss dem vom Fed beachteten Preisindex (PCE) ist die Jahresinflation seit März von 1,15 Prozent auf 1,6 Prozent angestiegen.

Alles spricht für einen Wertzuwachs des Dollar

Wann und wie stark das Fed die Zinsen tatsächlich erhöht, bleibt dennoch in der Schwebe. Von Janet Yellen ist bekannt, dass sie die Erholung auf den Arbeitsmärkten noch nicht für ausreichend hält. Zwar liegt die Arbeitslosenquote mit 6,3 Prozent nur noch knapp über dem Bereich von 5,2 bis 6 Prozent, den man beim Fed mit Vollbeschäftigung gleichsetzt. Die sogenannte U-6-Arbeitslosenquote, die zu den Arbeitslosen diejenigen hinzuzählt, die nur am Rande beschäftigt sind und unfreiwillig Teilzeit arbeiten, ist mit 12,2 Prozent noch immer deutlich höher als vor der Krise (im Frühjahr 2008 lag sie bei 8 Prozent).

Trotz der Uneinigkeit unter den FOMC-Mitgliedern wann und wie stark eine Zinserhöhung beschlossen werden soll, wird sie früher kommen und stärker ausfallen als in Europa. Diese Erwartung ist die Folge der Beschlüsse der EZB von Anfang Juni. Die EZB hat bei diesem Anlass nicht nur ihren Leitzins (Hauptrefinanzierungssatz) auf bloss noch 0,15 Prozent gesenkt, sie hat auch den Einlagensatz der Banken auf ihren Konten auf –0,1 Prozent gesenkt (was einem Strafzins gleichkommt), und sie hat den Banken längerfristige günstige Kredite zugesagt und überlegt sogar noch weitere Geldspritzen.

Dieser Unterschied in der Erwartung zur künftigen Entwicklung zwischen Europa und den USA hat sich schon jetzt in den Wechselkursen niedergeschlagen: Noch Anfang Mai kostete ein Euro knapp 1.40 Dollar, aktuell liegt der Preis bei rund 1.35 Dollar. Analysten rechnen mit einer weiteren Abschwächung des Euro: In sechs Monaten soll der Kurs gemäss den Analysten von UBS Wealth Management bereits bei 1.28 Euro pro Dollar liegen, in einem Jahr sogar bei 1.24. Ähnliche Werte erwarten auch andere Ökonomen.

Weil die Politik der Schweizerischen Nationalbank (SNB) eine Aufwertung des Frankens gegenüber dem Euro verhindert, wird dieser sich gemäss der gleichen Prognose auch gegenüber dem Dollar abschwächen. Bei der UBS und bei Morgan Stanley rechnet man damit, dass der Dollarpreis in einem Jahr wieder die Parität von 1 Franken erreichen wird.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Die-USReaktion-nach-de...

 

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Elias
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«Negativzinsen sind ein mögliches Instrument»

Nationalbank-Präsident Thomas Jordan nimmt eine geldpolitische Standortbestimmung vor – und kontert den Vorwurf, dass der SNB-Kurs eine schleichende Enteignung der Sparer darstelle.

In welchem Falle er sich negative Einlagezinsen in der Schweiz vorstellen könne und was er dem Vorwurf einer schleichenden Enteignung der Sparer durch seine Geldpolitik entgegnet, sagt der SNB-Präsident im Videointerview.

http://www.handelszeitung.ch/konjunktur/schweiz/negativzinsen-sind-ein-m...

 

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MarcusFabian
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aprecio hat am 14.06.2014 - 11:53 folgendes geschrieben:

...the SNB’s first response should be to expand domestic assets on its balance sheet rather than shrink them. Such an expansion would boost domestic spending and would also relieve pressure on the exchange rate.

Also Franken drucken und die in der Schweiz in Umlauf geben, und Teuerung provozieren statt dafür Euros zu kaufen?

Kann funktionieren, hat meiner Meinung nach aber einige entscheidende Nachteile:
Je näher die Kreditnehmer an der Quelle, der SNB sitzen um so grösser ihr Vorteil.
Direkt an der Quelle sitzen der Staat und die Geschäftsbanken. Sie können das neue Geld noch zur aktuellen Kaufkraft ausgeben, bevor es inflationär wirkt.
Die kleineren Banken wären zeitlich schon etwas weiter weg, würden aber wohl auch profitieren. Dann kommen die Unternehmen und am Ende der Nahrungskette - wie könnte es auch anders sein - die Privaten, die in erster Linie die Teuerung zu spüren bekommen und somit indirekt über Kaufkraftverlust die Zeche zahlen.

So gesehen ist es nicht das dümmste, wenn die SNB ihre neu gedruckten Franken direkt in den Euroraum exportiert und somit verhindert, dass es zur Teuerung kommt. Einziger Kritikpunkt meinerseits: Die SNB sollte nicht "nackte" Euros oder Staatsanleihen kaufen sondern Aktien von guten Stoxx-Unternehmen.

 

Elias
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MarcusFabian hat am 20.06.2014 - 21:16 folgendes geschrieben:

Einziger Kritikpunkt meinerseits: Die SNB sollte nicht "nackte" Euros oder Staatsanleihen kaufen sondern Aktien von guten Stoxx-Unternehmen.

 

Und damit willst du die Untergrenze 1.20 zum Euro herstellen?

Das kostet die Währungsspekulanten ein Lächeln. Der Franken würde zum Spielball.

 

 

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MarcusFabian
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Elias hat am 20.06.2014 - 23:21 folgendes geschrieben:

MarcusFabian hat am 20.06.2014 - 21:16 folgendes geschrieben:

 

Und damit willst du die Untergrenze 1.20 zum Euro herstellen?

 

 

 

Aber sicher doch. Warum sollte das nicht funktionieren?

Beispiel: Wenn die Nachfrage nach Fr. 1 Mrd. besteht und der Kurs auf 1.19 abzusinken droht, stellt die SNB einfach Fr. 1 Mrd. zum Verkauf und der Kurs bleibt bei 1.20. Da können so viele Franken-Käufer auf den Markt treten und nach Franken nachfragen wie wollen, die SNB sitzt am längeren Hebel und kann die Nachfrage stets zu 1.20 bedienen.

Die einzige Frage ist, was die SNB dann mit den Mengen an Dollars und Euros anfängt, die sie nun als Gegenwert für ihre neu gedruckten Franken erhält. Lässt sie die liegen oder kauft sie davon Anleihen, Aktien, Güter, Immobilien oder sonst was in den USA und Europa?

 

Zyndicate
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Dudley rechnet Mitte 2015 mit Zinswende
 

Die US-Notenbank Federal Reserve kann sich nach Ansicht eines einflussreichen Führungsmitglieds bis Mitte 2015 mit einer Zinserhöhung Zeit lassen.

Am Markt werde erwartet, dass die Fed um die Mitte des kommenden Jahres mit der Zinswende beginne, sagte William Dudley am Dienstag in Puerto Rico, der als Chef des New Yorker Fed-Ablegers ein ständiges Stimmrecht im geldpolitischen Entscheidungsgremium der Notenbank hat. "Das hört sich für mich nach einer vernünftigen Prognose an." Die Fed habe ihre Ziele noch nicht ganz erreicht. Die Arbeitslosigkeit könne noch deutlich gesenkt werden, die Inflation bereite dabei weiterhin keine Probleme.

Die Fed hatte die monatlichen Konjunkturhilfen in der vorigen Woche um weitere zehn Milliarden Dollar gekürzt. Den Leitzins beliess sie bei dem Rekordtief von null bis 0,25 Prozent. Ein Grossteil der Mitglieder im Offenmarktausschuss peilt aber eine Zinserhöhung für das kommende Jahr an.

AWP

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Elias
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Was haben wir bloss falsch gemacht?

Im ersten Teil der Rede beschreibt Bernanke die Panik von 1907, die in vielerlei Hinsicht mit der jüngsten Finanzkrise vergleichbar ist. Dabei unterscheidet er fünf Phasen, die für jede Finanzkrise gelten:

  1. Verluste («losses»): 1907 brach die Börse ein.
  2. Ansturm («runs»): Die Sparer gingen zu einzelnen Banken, um ihr Geld abzuheben.
  3. Notverkäufe («fire sales»): Die unter Druck geratenen Finanzinstitutionen mussten ihre Aktiven verkaufen, um liquid zu bleiben. Dadurch brachen die Kurse weiter ein.
  4. Ansteckung («contagion»): Der Ausverkauf führte zu grossem Misstrauen, das nicht nur die schwachen Banken, sondern das ganze Finanzsystem erfasste.
  5. Ökonomischer Abschwung («broad economic effects»): Die Schwächung des Finanzsystems führte zu einer heftigen Rezession.

 

 

Als Nächstes stellt Bernanke fest, dass seine Analyse ein «standard thing» sei, also keineswegs neu, sondern längst bekannt. Man müsse sich deshalb die Frage stellen: Warum haben wir 2007/08 nicht früher reagiert? Hier der Originaltext (auf dem Video ab 12:45):

 

 

Ganzer Beitrag http://blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets/index.php/35103/was-hab...

 

 

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