Geldsysteme

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MarcusFabian
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Geldsysteme

Ein Wort vorweg. Es geht in diesem Thread nur um Geldsysteme, nicht um politische.

Es geht also nicht darum - wie einige Leser in der Vergangenheit bei ähnlichen Diskussionen vermutet haben - das kapitalistische System durch ein kommunistisches oder die Demokratie durch Diktatur zu ersetzen

Ich werde nachfolgend in einem ersten Teil beweisen, dass unser aktuelles auf Zins und Zinseszins basiertes Geldsystem nicht ewig weiter laufen kann. Dass es den Systemfehler bereits per Definition in sich trägt, dass in der Vergangenheit ähnliche Systeme eine Lebenserwartung von 40-80 Jahren hatten und dass das System ungerecht ist, indem es Besitz gegenüber Arbeit bevorzugt.

Im zweiten Teil werden wir dann darüber diskutieren, welche Alternativen es gibt, welche Vor- und Nachteile sie haben, wem sie nützen, wem sie schaden und ob sie politisch umsetzbar sind.

Schulden vs. Wirtschaft

Betrachten wir als Einstieg diese Grafik.

Da wäre zum einen die Kurve der Wirtschaftsleistung, die wie jedes natürliche Wachstum einer Sinoide, einer abflachenden Kurve folgt. Die Abflachung gegen Ende ergibt sich aus Sättigung einerseits und den Grenzen der natürlichen Ressourcen andererseits. Man kann zu Recht argumentieren, dass die Wirtschaft über einen überblickbaren Zeitraum von vielleicht 100 Jahren in etwa linear verläuft. Das ändert allerdings nichts an der Aussage, dass die Wirtschaft anfangs, im noch schuldenfreien System stärker steigt als die Geldmenge, die Schulden wächst. Entsprechend herrscht wirtschaftlicher Wohlstand und arbeiten lohnt sich.

Das Problem ist die Kurve der Geldmenge, die zugleich mit Schulden und Vermögen gleichzusetzen ist.

Jegliches Geld wird von der Zentralbank gedruckt und gegen Zinsen an die Banken verliehen.

Nehmen wir am Tag Null eine Geldmenge von 1000 an und einen Zinssatz von 5%, so müssten nach einem Jahr 1050 zurückbezahlt werden. Doch diese 50, die Zinsen existieren ja gar nicht. Ergo muss die Geldmenge um mindestens diese 50 erhöht werden, damit jeder seine Schulden bedienen kann.

Im darauffolgenden Jahr muss die Geldmenge entsprechend mindestens auf 1050*1.05=1102.5 erhöht werden usw.

Bei 5% Zinsen haben wir also eine Verdoppelung nach 14 Jahren, einen Vervierfachung nach 28 Jahren etc.

Der Fluch dieser Zinseszinskurve, der Geldmenge besteht, wie wir in der Grafik schön sehen können darin, dass sie Anfangs unmerklich steigt und erst gegen Ende, so im letzten Drittel, unangenehm wird.

Daraus ergibt sich zwangsläufig, dass das von der ZB gedruckte Geld = Schuld der Banken gegenüber der ZB ist, dass entsprechend dieses Geld von den Banken als Schuld gegenüber den Banken an Wirtschaft und Private weitergegeben ebenfalls Schuld ist und dass, weil es ja nur Zentralbankgeld = Schuldgeld gibt auch jegliches Geldvermögen einer entsprechenden Schuld gegenübersteht.

Wir können folgerichtig behaupten: Geldmenge = Schulden = Geldvermögen.

Die Zinsen verdammen uns zu ewigem Wirtschaftswachstum. Wir müssen immer mehr und immer schneller produzieren und wissen doch ganz genau, dass wir den Wettlauf gegen die Exponentialfunktion der Zinsen nicht gewinnen können. Das ist mathematisch schlicht unmöglich.

Die einzige Zivilisation, der es gelungen ist, länger als 80 Jahre diesem Wettlauf standzuhalten, war das römische Reich. Allerdings war dazu eine enorme Expansionspolitik notwendig. Man hat Länder erobert, mit deren Gold- und Silberschätzen die römischen Kassen wieder aufgefüllt und hatte somit wieder ein paar Jahre Ruhe. Bis dann der nächste Krieg nötig war, weil die Kassen leer waren.

Kaiser Nero war schlussendlich zu faul oder unfähig, diesen Expansionskurs fortzusetzen. In der Folge ist das römische Reich damals zerfallen.

Notabene ziemlich verarmt. Das gesamte Vermögen Roms gehörte damals noch ganzen 10 Familien.

Durch das Zinssystem werden wir also nach vorne gepeitscht und bekommen dafür - je näher wir uns dem Schnittpunkt der beiden Kurven nähern - immer weniger Gegenleistung für unsere Mühen.

Wer es gerne grafisch mag: Es gibt ein schönes Zeichentrickfilmchen, das am Beispiel einer fremden, ausserirdischen Macht erklärt, wie man sich einen Planeten mit halbintelligenten Lebewesen Untertan machen kann, ohne dass die es merken. Eben, indem man ihnen Geld und Zinsen gibt. Gegen Schluss schuften die armen Kreaturen immer mehr und mehr für ihre Herren und Meister. Denen gehört am Schluss der ganze Planet (also die Ressourcen) während die Menschen nur noch Geld haben.

Sehenswert: http://www.youtube.com/watch?v=tB5nBee2VoU

Die Quintessenz ist, dass das System so ausgelegt ist, dass es gegen Schluss (nach dem Schnittpunkt der Kurven) eine Vermögensverschiebung von Arbeit zu Besitz, von Wirtschaft zu Banken gibt.

Was heisst das?

Zunächst müssen wir uns bewusst werden, dass wir mehr Zinsen bezahlen als wir eigentlich meinen. Auch wer unter uns schuldenfrei ist, bezahlt z.B. über seine Steuern die Schuldzinsen des Staates. Wer sich beim Zahnarzt behandeln lässt, bezahlt über das Honorar auch die Schuldzinsen auf der Praxis und dem Equipement oder wer ein Auto reparieren lässt, Zinsen für die Werkzeuge und Gebäude der Werkstatt.

Die BuBa (Deutsche Bundesbank) hat hierzu für das Jahr 2000 folgende Zahlen veröffentlicht:

(Quelle: http://www.humane-wirtschaft.de/pdf_z/creutz-grafik-59b_zinsbelastungen.pdf )

Schauen wir uns die Grafik mal genau an. Sie ist das Herzstück.

Die deutschen Haushalte haben €1182 Mrd. ausgegeben, dabei €500 Mrd. Zinsen bezahlt und €420 an Zinsen erhalten. Die Differenz von €80 Mrd. stellt entsprechend die Zinseinnahmen der BuBa dar.

Wir können also behaupten: In unseren Ausgaben von 1182 Mrd. stecken 500 Mrd. an Zinsen. Entsprechend zahlen wir (bzw. die Deutschen im Jahr 2000) rund 42% Zinsen in jedem Produkt.

Wenn also die Packung Gummibärchen Fr. 1.- kostet, dann zahlen wir 58 Rp. für die Gummibärchen und 42 Rp. Für die Zinsen von Haribo und all seinen Zulieferern.

Anders ausgedrückt: Gäbe es diese Schulden nicht, könnten wir die Gummibärchen für 58 Rp. Im Laden kaufen.

Kleiner Einschub:

Die Zahl von 42% Zinsanteil ist umstritten. Helmut Creutz rechnet gerundet mit 40%.

Man kann nun einwenden, dass sich diese Zahl aus Deutschland nicht auf die Schweiz übertragen lässt, weil bei uns die Schulden - insbesondere die Staatsschulden - niedriger sind als in Deutschland.

Man kann das Gegenargument anführen, dass die oben erwähnten Zahlen bereits 10 Jahre alt sind und sich auch in der Schweiz die Geldmenge seit 2000 fast verdoppelt hat (von 200 Mrd auf 370 Mrd gemäss SNB).

Schlussendlich ist es aber akademisch, ob man nun mit 42%, 50%, 30% oder 35% Zinsanteil rechnet. Wichtig ist, dass für die meisten Menschen dieser Zinsanteil weit über dem liegt, das sie selbst an Zinsen einnehmen. Faktisch ändert sich also nichts an der Betrachtung.

Also weiter im Text:

Nun kann man argumentieren, dass das Deutsche Volk ja nur (500-420) 80 Mrd. an Zinsen bezahlt hat und das ja nicht so schlimm sei.

Richtig. Nur! Schauen wir jetzt mal, wer die Zinsen bezahlt hat und wer von den Zinseinnahmen profitiert!

Hierzu wird die Bevölkerung in 10 gleich grosse Gruppen nach Einkommen sortiert eingeteilt.

Wir sehen, dass (ganz rechts) die Gruppe der reichsten 10% von diesem System profitiert.

Sie haben über ihren Konsum €33.7 Mrd. an Zinsen bezahlt, jedoch €70.2 Mrd. an Zinserträgen eingenommen.

Bei der zweitreichsten Gruppe halten sich Zinsausgaben und -einnahme die Waage, bei allen anderen ist die Zinslast grösser als der Zinsertrag.

Wir wissen aus der ersten Grafik, dass diese Kurve der Zinslast nun exponentiell steigt und wir den Kreuzpunkt mit der Wirtschaft bereits hinter uns gelassen haben. Die Verlagerung von Vermögen von Arbeit zu Besitz (also von jenen Leuten, die ihr Einkommen über Arbeit erreichen zu jenen, die rein von ihren Zinserträgen leben) wird sich also zunehmend beschleunigen.

Dass diese Verschiebung nicht ohne soziale Spannungen über die Bühne gehen kann, wissen wir aus der Vergangenheit.

Dass beim Fall Roms das gesamte Vermögen auf 10 Familien konzentriert war, habe ich bereits erwähnt.

In Frankreich vor der Revolution von 1789 hatte sich das Vermögen auf 100 Familien konzentriert. Bauern, die ihre Pacht nicht zahlen konnten, verloren ihren Besitz und durften als Leibeigene auf dem eigenen Land weiterarbeiten.

Kurz zusammengefasst: Das Zinssystem ist ungerecht weil es Vermögen von der Arbeit zu den Besitzern verschiebt. Arbeit lohnt nicht mehr. Man wird unmöglich aus der Zinsfalle entkommen können.

Ausserdem zwingt uns dieses System, Raubbau an der Umwelt zu treiben und dem Geld nachzurennen.

Es schafft ausserdem in der Endphase eine enorme Blase der Finanzindustrie, die keiner braucht.

Wir haben derzeit ein System, in dem die Finanzindustrie rund 17 mal so gross ist (in Geld gerechnet) wie die Wirtschaft.

Wir haben ein System, in dem die Finanzindustrie die Wirtschaft dominiert und - wir durften das in den letzten Jahren erleben - eine Krise der Finanzindustrie Auswirkungen auf die Wirtschaft hat.

Geld regiert die Welt. Das ist Fakt - leider. Aber müsste es nicht eher so sein, dass Geld und die Banken ein Dienstleister, ein Diener der Realwirtschaft sind und nicht umgekehrt?

Bevor ich zum zweiten Teil mit Lösungsvorschlägen komme, zunächst einige weiterführende Links.

Das meiste, was ich über Geld und Geldsysteme weiss und oben auch verwendet habe stammt von Bernd Senf und Helmut Creutz.

Links hierzu: http://www.systemfehler.de/creutz.htm

Linksammlung zu Creutz: http://www.humane-wirtschaft.de/htm_z/archiv_texte-01.htm

Lösungsansätze

Wir wissen, dass unser Zinssystem den eigenen Kollaps bereits in sich trägt und nach 40-80 Jahren kollabieren muss. Wir wissen dabei auch, dass dieser Kollaps recht unschön sein kann(Krieg, Revolution, Armut) und dass das System das Volksvermögen von der Arbeit zum Besitz verschiebt.

Wenn also positiver Zins, das Vermögen von Arbeit zu Besitz verschiebt, dann muss logischer Weise negativer Zins das Vermögen von Besitz zu Arbeit verschieben, oder?

Das mag auf den ersten Blick wie eine Binsenwahrheit klingen, hat aber den Vorteil, wahr zu sein. Und nicht nur das, Geldsysteme mit negativem Zins gab es bereits mehrfach und sie hatten den Vorteil, recht erfolgreich zu sein und lange zu halten.

Doch der Reihe nach:

Aus obenstehendem ersten Teil geht hervor, dass ein Zinssystem kollabieren muss. Ergo wäre es von Vorteil, den Zins abzuschaffen.

Nun haben wir allerdings das Problem, dass niemand freiwillig sein erspartes Geld herausrücken und als Kredit zur Verfügung stellen würde, wenn er dafür keine Gebühr, Miete, Zins erhalten würde. Logisch oder?

Ja, es sei denn, auf seinem Geld wird ein negativer Zins erhoben. Sein Geld verliert also laufend an Wert, es sei denn er stellt es zur Verfügung und lässt es "arbeiten".

So etwas kann durchaus funktionieren. Auch 1500 Jahre lang!. Die alten Ägypter unterhielten ein auf Weizen basiertes Geldsystem. Wer Weizen ablieferte bekam Geld in Form beschrifteter Tonscherben.

Da Weizen durch Fäule, Ratten etc. einen natürlichen Schwund von etwa 10% pro Jahr hat, hatte auch dieses "Korngiro"-Geld einen Schwund von 10% pro Jahr.

Wer solches Geld also nach Ablieferung seiner Ernte besass, war bestrebt, es möglichst schnell auszugeben. Somit funktionierte die Wirtschaft und der Geldkreislauf tadellos. "Korngiro" zu horten hätte keinen Sinn gemacht. Nach 10 Jahren wäre es praktisch wertlos gewesen.

Wer auf etwas grösseres sparen wollte, hat entsprechend Gold oder Silber gekauft, die den Werterhalt garantierten. Somit waren Gold und Silber zwar eine zweite Währung, die aber nicht für den täglichen Einkauf verwendet wurden sondern nur dem Werterhalt dienten.

Also auch das gab es - und halten wir den Gedanken mal fest - zwei Währungen, die parallel funktionieren. Eine für Werterhalt und eine als Tauschmittel.

Gescheitert ist das ägyptische Korngiro erst durch den Einmarsch der Römer um 30 n.Chr. , die dann ihr römisches zinsbasiertes Münzgeld einführten.

Es gibt noch weitere Beispiele: Als etwa um 800 Karl der Grosse den Hunnenschatz erobert hatte, wurden Gold und Silber als Zahlungsmittel eingeführt. Sein Nachfolger, König Barbarossa verbot Zinsen und die Kirche bestätigte das. Um zu verhindern, dass nun Geld zurückbehalten wird, drohte die Kirche jedem mit Exkommunition, der sein Geld zurückbehält und nicht als Kredit zur Verfügung stellt.

Zugegeben, Hammer-Methode aber zumindest herrschte die nächsten 700 Jahre vergleichsweise Wohlstand. In dieser Zeit wurden Kölner Dom und Ulmer Münster Gebaut. Die Menschen hatten also soviel Vertrauen in ihre Zukunft, dass sie Bauprojekte von 200 Jahren in Angriff nahmen.

Ab 1500 liess die Kirche dann den Zins wieder zu und die Welt verfiel vom goldenen Mittelalter ins dunkle Mittelalter.

Systeme mit positiven Zinsen müssen über kurz oder lang kollabieren. Massgebend ist natürlich der Zinssatz. Die BuBa hat ausgerechnet, dass eine Zinssenkung von generell 2% €120 Mrd. freisetzt und somit 4 Mio Arbeitsplätze schafft. Insofern ist es vernünftig, dass nun weltweit die Zinsen künstlich gesenkt wurden. Nützen wird es aber dennoch nichts mehr, denn die Schulden sind bereits zu hoch, die Zinskurve im exponentiellen Teil.

Sprechen wir also darüber, wie nach dem Reset des aktuellen, ein neues System aussehen könnte:

Vergleichen wir alt und neu:

Quelle: http://www.humane-wirtschaft.de/pdf_z/creutz_zinsen-verbieten.pdf

Derzeit gilt die linke Treppe: Mit Bargeld Angel verdient man keine Zinsen. Mit Sichtguthaben (B) 1% … mit langfristigen Einlagen (E) 7%.

Ein neues System könnte so aussehen, dass einfach die Treppe nach unten verschoben wird. Bargeld verliert also 6% an Wert pro Jahr, langfristige Einlagen bringen noch einen Zins von 1% pro Jahr.

Natürlich ist die Treppe flexibel. In einem gesättigten Kreditmarkt würde die Zinskurve so um 0 pendeln aber es ist durchaus auch denkbar, dass die Zinsen kurzfristig wieder in den positiven Bereich steigen, wenn es die wirtschaftliche Entwicklung (z.B. neue Technologien) erfordert. Oder dass sie in den negativen Bereich abtaucht.

Beachten wir hierbei aber auch, dass unsere Lebenshaltungskosten entsprechend der jetzigen Zinsbelastung sinken werden. Bei gleichem Verdienst bekommen wir dann die Gummibärchen für 58 Rp. Statt jetzt für Fr. 1.-. Einfach deshalb, weil der Zinsanteil wegfällt.

Von so einem System profitieren alle, die ihr Einkommen durch Arbeit erzielen.

Andererseits wird es aber schwieriger werden, ein arbeitsloses Einkommen rein durch Zinseinnahmen zu finanzieren. Arbeit wird also wieder belohnt, Besitz ohne Arbeit wird bestraft.

Es findet eine Umverteilung von reich zu arm, von Besitz zu Arbeit statt.

Politisch betrachtet ist natürlich damit zu rechnen, dass sich Banken, Reiche und der andere obenschwimmende Abschaum mit Händen und Füssen dagegen wehren werden. Entsprechend die Frage, wie viel Druck von unten nötig ist und wie viel Schmerz wir erdulden wollen, bis wir entsprechende Forderungen durchsetzen.

Natürlich nur, wenn wir die in diesem Essay beschriebene Problematik auch begreifen. Und diesbezüglich dürften wir die Ausnahme sein.

Oder wie Rothschild es formulierte:

Die wenigen, die das System verstehen, werden so sehr an seinen Profiten interessiert oder so abhängig sein von der Gunst des Systems, dass aus deren Reihen nie eine Opposition hervorgehen wird.

Die grosse Masse der Leute aber, mental unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne zu mutmassen, dass das System ihren Interessen feindlich ist.

(Rothschild, 1863)

Nutzen wir also unsere demokratischen Mittel, um den verantwortlichen Politikern Dampf unter dem Hintern zu machen.

Und hoffen wir, dass der Reset ohne Revolution und Krieg über die Bühne geht und wir als Belohnung wenigstens ein nächstes, faires System erschaffen.

Es liegt nur an uns!

Stillhalter
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Geldsysteme

Must read!

Wirklich sehr interessant und informativ! Die Erklärungen sind absolut nachvollziehbar und auch der Lösungsansatz gefällt mir eigentlich sehr gut, ich kann bisher noch kein Punkt finden, welchen diese Lösung nicht abdecken würde.

Dabei wird mir fast etwas schlecht, denn aus meiner Ausbildungszeit bei einer Bank habe ich viele dieser 10% Zinsabzocker kennengelernt und das waren mehrheitlich schlechte Erfahrungen, so leid es mir tut. Abschaum trifft es leider ganz gut - und dass sich diese Leute gegen ein Wegkommen von diesem System wehren möchten und auch tun können - das ist ja das schlimme - ist gleichermassen logisch wie deprimierend.

Rein theoretisch: Was würdest du empfehlen um diesem Zins-Sog zu entkommen? Rein theoretisch müsste man in ein Land mit einem tiefen Leitzins und einer eher höheren Inflation ziehen, gibt es das überhaupt? Oder entkommt man diesem Sog sowieso nicht?

Auf jeden Fall wird es schwer von diesem System wegzukommen. Denn den unteren 5 Gruppen beizubringen, dass sie in diesem System verlieren dürfte praktisch unmöglich sein..

rainii
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die Welt retten, ich bin dabei!

Wink

@mf

Einmal mehr, vielen, Dank für Deine wichtige Erklärungsarbeit!! Nun bin ich auf Gegenargumente gespannt, ich selber habe keine!

Als "normaler", halb-intelligenter (man beachte MF's Video Link ;-)) Bürger, scheint mir dieser Leitartikel-Thread, wie viele andere deiner Essays, plausibel, gut recherchiert, stimmig und sehr wichtig, VERSTÄNDLICH zu sein.

Mir brennt es schon länger unter den Fingern, ich wollte folgendes bereits im "über den Schatten-Thread" thematisieren:

KANN MAN, KÖNNEN WIR ETWAS IN DIESE RICHTUNG STEUERN? ETWAS BEWEGEN?

ORGANISIEREN, EINFLUSS NEHMEN?

WIE?

MIT WEM?

WOMIT?

WANN & WO?

Bestünde die klitzekleine Möglichkeit durch Organisation auf eine tatsächliche Einflussnahme in das bestehende finanzpolitische (Filz-)Gefüge? Was könnten geeignete Massnahmen sein? Politisch? Wirtschaftlich? Wo gibt es Gleichgesinnte?

Ich weiss, tönt wie ein Aufruf zur Sektengemeinschaft, aber das muss es nicht sein; es gibt auch Stimmen, die eine Einflussnahme auf das finanzpolitische (Filz)Gefüge für wenn nicht unmöglich, auch für dann schädlich halten, wenn sie gut (zum Wohle aller) gemeint sind; ich lasse mich gerne korrigieren MERCED, aber ich glaube im SMI Mai Thread steht es irgendwo so ähnlich; ABER Einfluss wird sowieso ausgeübt, warum nicht auch einmal in eine, allgemein vermutbare "bessere" Richtung?

So, dass wollte ich Dich MF, und eigentlich Alle hier, schon lange einmal fragen, wie lassen sich diese, leider viel zu wenig öffentlich verbreiteten Lösungsansätze weiter verbreiten? Was gäbe es für Varianten? Warum sind diese Modelle & Lösungsansätze so wenig bekannt? Warum wird dies so wenig gelehrt an unseren Unis? (ist doch so, meines Wissens?)

Sind die obigen Fragen rein illusorisch? Gäbe es Möglichkeiten?

WENN JA, ICH BIN DABEI! Smile

(ich schreibe auch gerne einen Brief an Merz, aber vielleicht hat jemand doch noch eine bessere Idee???)

weico
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Re: die Welt retten, ich bin dabei!

rainii wrote:

So, dass wollte ich Dich MF, und eigentlich Alle hier, schon lange einmal fragen, wie lassen sich diese, leider viel zu wenig öffentlich verbreiteten Lösungsansätze weiter verbreiten? Was gäbe es für Varianten? Warum sind diese Modelle & Lösungsansätze so wenig bekannt? Warum wird dies so wenig gelehrt an unseren Unis? (ist doch so, meines Wissens?)

Uralte Idee(n).

Das Pro und Conta für diese Ideen sind schon in X-Büchern/Artikeln/Dissertationen (und besonders in Foren..) abgehandelt worden.

Einfach mal unter Freigeld,Schwundgeld umlaufgesichertes Geld ,Sivio Gesell,Freiwirte usw. "googlen" und Du wirst von den "Lösungs"Ideen bzw. den Gegenargumenten "überschüttet" werden.

weico

MarcusFabian
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Re: die Welt retten, ich bin dabei!

Stillhalter wrote:

Rein theoretisch: Was würdest du empfehlen um diesem Zins-Sog zu entkommen?

Man müsste in ein schuldenfreies Land auswandern und da kommt mir ausser den OPEC Staaten nicht sehr viel in den Sinn.

Persönlich kann man sich vor dem Knall mit Sachwerten absichern. Geld und Staatsanleihen werden bei einer Währungsreform am meisten unter die Räder kommen.

rainii wrote:

Warum sind diese Modelle & Lösungsansätze so wenig bekannt? Warum wird dies so wenig gelehrt an unseren Unis? (ist doch so, meines Wissens?)

Welches Interesse sollten die Machthaber also die Regierung, die Politiker, die Profiteure des aktuellen Systems denn haben, den Menschen die Augen zu öffnen?

Unser Bildungssystem ist darauf ausgerichtet, uns zu braven schweigsamen und zufriedenen Steuerzahlern heranzuziehen, die möglichst die "Obrigkeit" nicht in Frage stellen.

Deshalb wird es auch böse enden. Die Menschen beginnen langsam zu merken, dass "etwas nicht stimmt". Aber sie können es nicht greifen, nicht in Worte fassen. Wie Ramschi schon sagte, es geht in erster Linie darum, die Menschen aufzuklären. Die Politik wird sich dann schon von sich aus einschalten, wenn vox populi gesprochen hat.

MarcusFabian
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Geldsysteme

Ramschpapierhaendler wrote:

In Bezug auf Banken würde das heissen, dass sie zwar immer noch ein Zinsdifferenzgeschäft betreiben können, dieses aber nicht mehr so dicke läuft wie heute, da Schulden nur noch für wichtige Dinge aufgenommen werden.

Nicht unbedingt. Den Banken ist die Höhe der Zinsen egal. Sie leben ja von der Differenz der Zinsen und die haben sie nach wie vor.

Für die Kreditnehmer brechen auch bessere Zeiten an, denn sie bekommen zinslose Darlehen, werden also konkurrenzfähiger und können ihre Produkte billiger anbieten.

Ob es wieder ein Wallstreet-Casino geben wird oder nicht, hängt allerdings nicht vom Zinssystem alleine ab sondern davon, ob und in welcher Art und Weise die Geldmenge stabilisiert wird.

Im Idealfall werden Kredite wieder aus Sparkapital finanziert - wie früher und so wie man das in der Schule noch lernt - und nicht aus Geldschöpfung. Somit wäre die Möglichkeit genommen, Geld aus Geld zu generieren. Die Banken wären dann wieder die seriösen Verwalter unserer Spargroschen.

rainii
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Re: die Welt retten, ich bin dabei!

weico wrote:

rainii wrote:

So, dass wollte ich Dich MF, und eigentlich Alle hier, schon lange einmal fragen, wie lassen sich diese, leider viel zu wenig öffentlich verbreiteten Lösungsansätze weiter verbreiten? Was gäbe es für Varianten? Warum sind diese Modelle & Lösungsansätze so wenig bekannt? Warum wird dies so wenig gelehrt an unseren Unis? (ist doch so, meines Wissens?)

Uralte Idee(n).

Das Pro und Conta für diese Ideen sind schon in X-Büchern/Artikeln/Dissertationen (und besonders in Foren..) abgehandelt worden.

weico

Ja weico, da hast Du natürlich Recht, die Ideen sind in der Tat so alt wie der Islam (Zinsverbot)... oder wie der anscheinend prosperierende Teil des Mittelalters (war dieser Zeitabschnitt wirklich so "positiv"?)

ABER, was von mir aus gesehen hier doch auch NEU und ANDERS ist, sind die verständlichen und wirklich treffend zusammengefassten Lösungsansätze von mf, diese sind PRAGMATISCH, LIBERAL und schlichtweg SCHLÜSSIG!

Sind sie das oder nicht? Ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen...

Wenn sie es sind, sollte man sich dafür einsetzen oder hat es eh keinen Sinn?

So in diese Richtung etwa gehen meine Fragen...

weico
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Re: die Welt retten, ich bin dabei!

MarcusFabian wrote:

rainii wrote:

Warum sind diese Modelle & Lösungsansätze so wenig bekannt? Warum wird dies so wenig gelehrt an unseren Unis? (ist doch so, meines Wissens?)

Welches Interesse sollten die Machthaber also die Regierung, die Politiker, die Profiteure des aktuellen Systems denn haben, den Menschen die Augen zu öffnen?

Warum sollen Sie den Menschen "die Augen" öffnen..?

Gibt ja genug Leute die solches versuchen.Die grosse Masse der Leute ist schlichtweg nicht an solchen Themen interessiert.

Es fehlt in unseren Breitengraden ja weder an der Möglichkeit der Mittel (selbst für "die Armen" ) sich über solche Themen zu informieren, noch an der Möglichkeit "andere Machthaber" in die Regierung zu wählen.

weico

rainii
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Geldsysteme

Ramschpapierhaendler wrote:

@ Rainii:

Als erstes müssten breitere Teile der Bevölkerung aufgeklärt werden, danach könnte man langsam mit den Forderungen an die Politik beginnen.

Zum Glück leben wir noch in einer teilweisen Demokratie.

Wink

Hi RPH, ja, diese Aufklärung wäre sehr von Nöten.

Es gibt ja auch viele Ansätze, und die Wissensquellen sind dank Internet so unerschöpflich wie noch nie, all die diversen Gurus -> Krugmann, Buffett, Celente, P.Schiff, Taleb, Kostolany, Faber, und und und, diverseste Blogs, Webseiten, Vorträge -> System22, Maintaler Geldkongress, weissgarnix, Bankhaus Rott, etc. etc.

aber irgendwie kommt von dem nur sehr wenig zur breiteren Bevölkerung durch, ist mein Eindruck...

MarcusFabian wrote:

rainii wrote:

Warum sind diese Modelle & Lösungsansätze so wenig bekannt? Warum wird dies so wenig gelehrt an unseren Unis? (ist doch so, meines Wissens?)

Welches Interesse sollten die Machthaber also die Regierung, die Politiker, die Profiteure des aktuellen Systems denn haben, den Menschen die Augen zu öffnen?

spielt sicher eine bedeutende Rolle, in anderen Breitengraden sicher noch stärker als bei uns, ich glaube aber auch, dass viele, auch höhere Politiker diese Zusammenhänge einfach zu wenig kennen oder wie die breite Masse auch nicht hinterfragen.

wie RPH schreibt, am müsste denen die Augen öffnen!

weico
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Geldsysteme

rainii wrote:

wie RPH schreibt, am müsste denen die Augen öffnen!

Warum "missionieren" und "Perlen vor die Säue werfen"..?

Wenn man SELBER die Augen offen hat, genügt es doch.

weico

scaphilo
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Geldsysteme

weico wrote:

rainii wrote:

wie RPH schreibt, am müsste denen die Augen öffnen!

Warum "missionieren" und "Perlen vor die Säue werfen"..?

Wenn man SELBER die Augen offen hat, genügt es doch.

weico

Smile Manchmal geht es dir auch besser wenn es den anderen besser geht. Wenn die Gesellschaft ausrastet dann nützt dir auch dein persönlicher Reichtum nix mehr.

@MF, diese Funktionen sind nicht ganz richtig. Die VWL Doktoren sind schon nicht so derbe auf den Kopf gefallen wie man es erwarten würde. Ich werde bei Gelegenheit diese Aussage etwas präzisieren. Deine Lösungsansätze scheine aber sehr interessant. Ich habe gerade heute Nachmittag mit meinem Kollegen (war auch am goldbug fonduehöck Lol gesprochen und wir kamen zum selben Ergebnis wie du. Im Prinzip wären zwei Währungen gar keine schlechte Idee. Eine zum Sparen, die andere als Tauschmittel. Ich könnte mir aber vorstellen dass es nicht lange so funktionieren würde. Der Mensch geht den Weg des gernigsten Widerstandes. Wenn also jeder sein Geld in ein Spargeld anlegen möchte dann macht es ja keinen Sinn überhaupt mit jemandem etwas anderes zu handeln. Am Ende sind wir wieder beim Goldstandard und das Spiel beginnt von vorn... wie gesagt ich schreib mal etwas ausführlicher. Ich will nur nicht dass ihr jetzt damit gleich an Verwandte und Bekannte geht und ihnen eine Halbwarheit erzählt (Problematik super beschreiben, aber zu Auswegslos dargestellt).

T15
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Re: Geldsysteme

MarcusFabian wrote:

Nutzen wir also unsere demokratischen Mittel, um den verantwortlichen Politikern Dampf unter dem Hintern zu machen.

Und hoffen wir, dass der Reset ohne Revolution und Krieg über die Bühne geht und wir als Belohnung wenigstens ein nächstes, faires System erschaffen.

Es liegt nur an uns!

wenn ich fragen darf... wie willst du des tun?

ok du klärst hier einige leute auf... aber wie weiter?

bank wechseln? keine kredite haben, schulden abbauen? gold und silber kaufen?

oder wäre sowas gut?

Quote:

Die X-BANK ist eine reine Kreditbank. Die Spekulation und der Handel mit Geld ist in der Bank schon seit der Gründung 1984 ausgeschlossen. Das bedeutet, dass das Geld, das uns unsere Einlagekunden zur Verfügung stellen, nur in zukunftsweisende Projekte in der Realwirtschaft investiert werden können. Da alle Kreditnehmerinnen und Kreditnehmer im Geschäftsbericht veröffentlicht werden, haben die Einleger stets einen transparenten Überblick, wohin ihr Geld geht und was damit unterstützt wird. Das Geld der Bank wirkt durch die Kreditnehmerinnen und Kreditnehmer in der realen Wirtschaft und ist somit im Dienste von menschlichen und umweltfördernden Aktivitäten.
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Re: Geldsysteme

MarcusFabian wrote:

Kurz zusammengefasst: Das Zinssystem ist ungerecht weil es Vermögen von der Arbeit zu den Besitzern verschiebt. Arbeit lohnt nicht mehr. Man wird unmöglich aus der Zinsfalle entkommen können.

Ausserdem zwingt uns dieses System, Raubbau an der Umwelt zu treiben und dem Geld nachzurennen.

Es schafft ausserdem in der Endphase eine enorme Blase der Finanzindustrie, die keiner braucht.

Wir haben derzeit ein System, in dem die Finanzindustrie rund 17 mal so gross ist (in Geld gerechnet) wie die Wirtschaft.

Wir haben ein System, in dem die Finanzindustrie die Wirtschaft dominiert und - wir durften das in den letzten Jahren erleben - eine Krise der Finanzindustrie Auswirkungen auf die Wirtschaft hat.

Geld regiert die Welt. Das ist Fakt - leider. Aber müsste es nicht eher so sein, dass Geld und die Banken ein Dienstleister, ein Diener der Realwirtschaft sind und nicht umgekehrt?

Lösungsansätze

..........Ja, es sei denn, auf seinem Geld wird ein negativer Zins erhoben. Sein Geld verliert also laufend an Wert, es sei denn er stellt es zur Verfügung und lässt es "arbeiten".

So etwas kann durchaus funktionieren. Auch 1500 Jahre lang!. Die alten Ägypter unterhielten ein auf Weizen basiertes Geldsystem. Wer Weizen ablieferte bekam Geld in Form beschrifteter Tonscherben.

Da Weizen durch Fäule, Ratten etc. einen natürlichen Schwund von etwa 10% pro Jahr hat, hatte auch dieses "Korngiro"-Geld einen Schwund von 10% pro Jahr.

Politisch betrachtet ist natürlich damit zu rechnen, dass sich Banken, Reiche und der andere obenschwimmende Abschaum mit Händen und Füssen dagegen wehren werden. Entsprechend die Frage, wie viel Druck von unten nötig ist und wie viel Schmerz wir erdulden wollen, bis wir entsprechende Forderungen durchsetzen.

.......

Sehr interessant MF. Deine Aussagen zur Finanzindustrie kann ich nur unterstützen. Völlig überdimensioniert. Die Amis hatten den korrekten Ansatz mit der Trennung von Kreditgeschäft und Handel bzw. Vermögensverwaltung...haben den Ansatz aber noch vor der Finanzkrise fallengelassen, angeblich war es ein Wettbewerbsnachteil gegenüber den EU-Universalbanken.

Ich bin sogar der Ansicht - da das Kreditgeschäft hochgradig standardisiert ist - dass es ohne weiteres verstaatlicht werden könnte (Kantonalbanken). Tönt radikal, für mich der ich in dieser Branche tätig bin, aber das einzig richtige.

Diese Banken dürfen jedoch keinen Handel und keine Vermögensverwaltung betreiben...und natürlich umgekehrt.

Viele Probleme (moral hazard) könnten mit dieser Massnahme vermieden werden.

Im weiteren würden die jetzigen Grossbanken zu kleineren Grossbanken auf jeden Fall nicht mehr systemrelevant.

Zu den Ägyptern. Ich bin der Ansicht, dass die damaligen Ratten, die heutige Inflation ist.

Bezüglich deiner Theorie zur Geldentwicklung infolge übermässiger (exponentieller) Verzinseszinsung bin ich zwar mit der Aussage, dass dies zu einer krassen kummulierung der Vermögen und folglich auch zu unheimlicher MACHTKONZENTRATION führt einverstanden - mit deiner Lösung eines negativen Zinses jedoch nicht ganz. Meines Erachtens führt dies nur dazu, dass Leute ihr Geld "verstecken" und so horten und letzTlich nicht mehr Arbeit geschaffen wird. Ich bin ganz klar für HÖHERE UNTERNEHMENSSTEUERN UND TIEFERE STEUERN FÜR TIEFE EINKOMMEN UND HÖHERE STEUERN FÜR HOHE EINKOMMEN. Was tief und was hoch ist, bestimmt der Souverän, also das Volk. DAS wäre für mich eine gerechte Umverteilung, denn um genau das geht es, um Umverteilung. Die von Dir genannten Römer und der gute Karl haben einen wesentlichen Grundsatz beachtet "Herrsche und Teile". Beide haben darauf geachtet, dass in ihren Reichen nirgends eine übermässige Konzentration von Reichtum stattfand....sowohl die Römer als auch Karl kannten so etwas wie einen Finanzausgleich...natürlich nicht freiwillig, sondern per dekret, versteht sich.

Fine-Tuner

MarcusFabian
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Re: die Welt retten, ich bin dabei!

rainii wrote:

die Ideen sind in der Tat so alt wie der Islam (Zinsverbot)...

Nein, wie erwähnt - viel älter. Ägypten hatte ja sein System mit negativem Zins seit etwa 1500 v.Chr.

MarcusFabian
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Re: Geldsysteme

Fine-Tuner wrote:

Zu den Ägyptern. Ich bin der Ansicht, dass die damaligen Ratten, die heutige Inflation ist.

Im Gegenteil: Die Ratten haben das Geld (den Weizen) vernichtet. Inflation schafft aber neues Geld!

Fine-Tuner wrote:

mit deiner Lösung eines negativen Zinses jedoch nicht ganz. Meines Erachtens führt dies nur dazu, dass Leute ihr Geld "verstecken" und so horten

Warum sollten sie, wenn Geld an Wert verliert, wenn es versteckt wird, aber seinen Wert behält, wenn es langfristig angelegt (also als Kredit vergeben) wird?

Denne
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Re: Geldsysteme

MarcusFabian wrote:

Fine-Tuner wrote:

Zu den Ägyptern. Ich bin der Ansicht, dass die damaligen Ratten, die heutige Inflation ist.

Im Gegenteil: Die Ratten haben das Geld (den Weizen) vernichtet. Inflation schafft aber neues Geld!

Spielt das in der subjektiven Wahrnehmung eine Rolle?

Ich kann Fine-Tuners Einwand (sofern ich ihn verstanden habe) in Bezug auf die Teuerung (nicht auf die Inflation) nachvollziehen. Wenn alle ihren Schotter schnellstmöglich raushauen wollen, treibt das die Preise nach oben - wohl auch von Investitionsgütern. Geld verliert an Kaufkraft. Das Ergebnis ist also dasselbe wie bei hoher Inflation.

T15
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Geldsysteme

ich sehe ihr macht euch einen kopf über ein besseres system...

ich frag mich aber eben wie schon oben erwähnt... was kann man tun um dieses system zu "stürzen" oder wenigstens so wenig wie möglich zu unterstützen? :roll:

MarcusFabian
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Re: Geldsysteme

Denne wrote:

Geld verliert an Kaufkraft. Das Ergebnis ist also dasselbe wie bei hoher Inflation.

Diese Aussage ist falsch.

Der Franken, den Du vor einem Jahr verdient hast, ist nur noch 0.90 Wert. Den hättest Du raushauen oder anlegen sollen.

Der Franken, den Du aber heute verdienst, ist 1.00 Wert.

Das heisst, das Geld trägt ein Verfalldatum in sich. Ähnlich wie der Scheffel Weizen, den Du heute ertest ein Scheffel Weizen wiegt. Aber jener von vor einem Jahr ist heute nur noch 0.9 Scheffel schwer.

Ich gebe zu, die technische Umsetzung dürften noch ein Problem sein. Einige Zentralbanken experimentieren deshalb mit Magnetstreifen in Banknoten.

Das bedeutet im Umkehrschluss, dass die Preise grundsätzlich stabil bleiben und zwar über Jahrhunderte hinaus!

MarcusFabian
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Geldsysteme

T15 wrote:

ich frag mich aber eben wie schon oben erwähnt... was kann man tun um dieses system zu "stürzen" oder wenigstens so wenig wie möglich zu unterstützen? :roll:

Um das stürzen musst Du Dir keine Sorgen machen. Das schafft das System ganz alleine Wink

Die Frage ist lediglich, auf welche Weise und nach wieviel Schmerz (= Privatkonkursen).

Wir haben den Vorteil, dass wir in einer demokratischen Gesellschaft mehr Möglichkeiten haben, eine Veränderung zu erzwingen als zu Zeiten des römischen Reiches oder Louis IV.

Die Politiker haben sehr wohl feine Antennen dafür, was die Volksstimmung will. Ganz im Gegensatz zu den abgehobenen Despoten früherer Tage.

Notfalls wird ein Zeitungsartikel oder eine Fernsehdiskussion eröffnet, wo die Fühler mal ganz vorsichtig nach dem "Was wäre wenn" ausgestreckt werden.

Was wir als einzelne tun können ist mit Freunden, Verwandten und Bekannten über dieses Thema zu sprechen und sie auf die Problematik aufmerksam zu machen. Denn nicht nur der Zinseszins sondern auch menschliches Wissen und Information können exponentiell steigen.

felix.w
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Geldsysteme

Zins gibt es wegen der Konsumpräferenzen. Heutiger Konsum und Nutzen daraus wird stärker gewichtet als künftiger. Heraus kommt ein positiver Gleichgewichtszinssatz. Unter anderen Präferenzen wäre aber auch ein negativer Zins (oder =0) möglich.

Output Wachstum ist langfristig stark exponentiell nicht linear. Warum sollte das nicht möglich sein?

Denne
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Re: Geldsysteme

MarcusFabian wrote:

Das bedeutet im Umkehrschluss, dass die Preise grundsätzlich stabil bleiben und zwar über Jahrhunderte hinaus!

Versteh´ ich nicht. Wenn jeder sein Geld schnellstmöglich loswerden will, (egal ob zu 0,9 oder 1,0) dann muss das doch preistreibend wirken.

Eine Art permanenter crackup-boom.

MarcusFabian
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Geldsysteme

felix.w wrote:

Zins gibt es wegen der Konsumpräferenzen. Heutiger Konsum und Nutzen daraus wird stärker gewichtet als künftiger.

Ja, das ist eine bekannte Standardantwort. Aber wenn man genau überlegt, ist sie nicht schlüssig:

Woher kommt denn das meiste Geld? Doch von jenen 10% der Reichsten, die bereits jetzt viel mehr einnehmen, als sie jemals ausgeben könnten.

Die müssen keineswegs auf Konsum verzichten, wenn sie ihre überschüssige Gelder als Kredit zur Verfügung stellen und somit das Geld seinen Wert behält.

felix.w wrote:

Output Wachstum ist langfristig stark exponentiell nicht linear. Warum sollte das nicht möglich sein?

Gib mir auch nur ein einziges Beispiel wo exponentielles Wachstum für immer funktioniert.

Du wirst keines finden. Aber probier's ruhig Wink

MarcusFabian
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Re: Geldsysteme

Denne wrote:

Versteh´ ich nicht. Wenn jeder sein Geld schnellstmöglich loswerden will, (egal ob zu 0,9 oder 1,0) dann muss das doch preistreibend wirken.

Eine Art permanenter crackup-boom.

Nein, absolut nicht.

Zum einen: Nicht jeder will all sein Geld sofort loswerden. Vielleicht will einer sein Geld nur werterhaltend für die nächsten 5 Jahre anlegen, weil er dann plant ein Haus zu bauen.

Oder er spart auf eine grössere Anschaffung und ... und ... und ...

Es wäre ziemlich alles wie heute, was sparen, konsumieren etc. betrifft.

Der einzige Unterschied besteht darin, dass Arbeit gegenüber Besitz bevorzugt würde. Heute ist es umgekehrt.

Nichts desto trotz würde der Weizenpreis steigen, wenn es einen verregneten Sommer gab oder der Platin-Preis sinken, weil man jetzt auch Palladium als Katalysator verwenden kann. Aber unter dem Strich wäre es ziemlich ähnlich wie heute.

Ich wundere mich allerdings, dass noch keiner der Leser auf die Idee gekommen ist, auch andere Aspekte (neben der Zinsen) einzuwerfen:

Geldmengenpolitik, Deckung der Geldmenge, Import/Export Problematik etc.

felix.w
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MarcusFabian wrote:

Gib mir auch nur ein einziges Beispiel wo exponentielles Wachstum für immer funktioniert.

Du wirst keines finden. Aber probier's ruhig Wink

Reales BIP.

Wie könnten wir die exponentiell wachsende Bevölkerung ernähren wenn der Output nicht auch exponentiell gewachsen wäre? Es hat vor einigen 100 Jahren mal einer (hab Namen vergessen) gesagt, dass sich das Bevölkerungswachstum abschwächen wird. Es soll sich mit der Nahrungsproduktion in Gleichgewicht halten. Er ging davon aus, dass Output durch den Inputfaktor Land (fix) beschränkt ist.

Der Inputfaktor welcher exponentielles Wachstum zulässt ist Produktivität. Innovation erlaubt immer mehr Output pro Kopf.

MarcusFabian
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felix.w wrote:

Wie könnten wir die exponentiell wachsende Bevölkerung ernähren wenn der Output nicht auch exponentiell gewachsen wäre?

Wenn Du mal 30 Minuten Zeit und Ruhe hast, empfehle ich Dir ganz dringend

http://www.youtube.com/watch?v=F-QA2rkpBSY

(3-Teiler)

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Die ganze Exponentialgeschichte wird hier wohl etwas gar weit getrieben. Die Menschen sind zwar träge, aber nicht dumm. So haben zB die Chinesen nicht einfach so die Einkindpolitik eingeführt....und Wachstum muss nicht immer nur quantitativ sondern kann auch QUALITATIV sein.

DAS PROBLEM IST UNSERE LEISTUNGSGESELLSCHAFT

Der Mensch ist in der Lage den Exponentialwahnsinn zu durchbrechen, kein Problem. ...nur dann müssen wir nicht das "MEHR" belohnen sondern das "WENIGER", denn WENIGER ist einfach MEHR!!!...aber in unserer kranken Industriegesellschaft werden Menschen, die diesem Prinzip nachleben wollen, als Schmarotzer abgetan anstatt ihnen ein bescheidenes aber anständiges Leben - ohne permanentes Bittstellertum und permanente Stigmatisierung - zu ermöglichen (zB: Grundrente)...aber eben, da ist er wieder, der Schatten.

Fine-Tuner

André
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MarcusFabian wrote:

...........

Die müssen keineswegs auf Konsum verzichten, wenn sie ihre überschüssige Gelder als Kredit zur Verfügung stellen und somit das Geld seinen Wert behält.

Hilfe! Wieso behält das Geld seinen Wert bei Kreditgabe? Kreditnehmer mit 100% Sicherheit sind wo zu finden? Kann mir da jemand helfen?

rainii
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Fine-Tuner wrote:

DAS PROBLEM IST UNSERE LEISTUNGSGESELLSCHAFT

Der Mensch ist in der Lage den Exponentialwahnsinn zu durchbrechen, kein Problem. ...nur dann müssen wir nicht das "MEHR" belohnen sondern das "WENIGER", denn WENIGER ist einfach MEHR!!!...aber in unserer kranken Industriegesellschaft werden Menschen, die diesem Prinzip nachleben wollen, als Schmarotzer abgetan anstatt ihnen ein bescheidenes aber anständiges Leben - ohne permanentes Bittstellertum und permanente Stigmatisierung - zu ermöglichen (zB: Grundrente)...aber eben, da ist er wieder, der Schatten.

Fine-Tuner

Vielen Dank Fine-Tuner, obiger Abschnitt ist super formuliert, genau meine Meinung!

Schade, das diese An- & Einsichten nicht mehr geteilt werden

sgrauso
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Da wir bei den Zinsen sind.

Habe gerade ein Doku über Mikrokredite in Südamerika un Indien gesehen.

Sieht auf dem ersten Blick nicht schlecht aus, sie verkaufen sich ja auch als Ethische Anlage!

Aber eben, am schluss ist es doch ein System um auf den Ärmsten zu verdienen....

 


 


 


Geld macht nicht glücklich, besonders wenn es wenig ist....


WWW.Venganza.org


 

André
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sgrauso wrote:

Da wir bei den Zinsen sind.

Habe gerade ein Doku über Mikrokredite in Südamerika un Indien gesehen.

Sieht auf dem ersten Blick nicht schlecht aus, sie verkaufen sich ja auch als Ethische Anlage!

Aber eben, am schluss ist es doch ein System[=red] um auf den Ärmsten zu verdienen....

ich bin an einem solchen Projekt seit Jahren beteiligt. Es hilft den Ärmsten ein Einkommen zu schaffen um aus der Armut zu kommen. Hilfe zur Selbsthilfe. Natürlich müssen sie etwas leisten,Amortisieren und auch Zinsen zahlen, es sind keine Geschenke sondern ein Deal. Der Kreditgeber geht ein Risiko ein.

MarcusFabian
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Fine-Tuner wrote:

...und Wachstum muss nicht immer nur quantitativ sondern kann auch QUALITATIV sein.

Dann ist es kein Wachstum sondern Wohlstand.

Aber Wachstum und Wohlstand ist nicht immer dasselbe. Um das zu vertiefen, gebe ich mal ein Beispiel:

Sowohl Wachstum als auch eine Steigerung des Wohlstandes haben dieselbe Voraussetzung: Überschuss

Nur wenn wir einen Überschuss generieren, können wir Wachstum und Wohlstand steigern.

Nun folgendes (zugegeben weit hergeholte Beispiel):

Du hast eine Familie mit 3 Kindern.

Du hast ein Jahreseinkommen von 100k, das Du zu 100% ausgibst. Also keine Ersparnisse.

Jetzt bekommst Du eine Lohnerhöhung von 10%.

Nun hast Du drei Möglichkeiten:

1. Ihr leistet Euch ein 4. Kind. Das Geld wird also rein ins Wachstum investiert. Der Wohlstand der Familie bleibt konstant.

2. Ihr bleibt eine 5-köpfige Familie und gebt das neue Geld aus. Somit gibt es kein Wachstum aber der Wohlstand für jedes Familienmitglied erhöht sich.

3. Ihr spart das Geld. Damit gibt's weder Wachstum noch Wohlstand.

Aus den Punkten 1 und 2 geht hervor, dass Wachstum und Wohlstand nicht immer zwangsläufig Hand in Hand gehen müssen.

Und deshalb ist Deine Schlussfolgerung auch korrekt, wenn Du - mit anderen Worten ausgedrückt - sagst: Wir müssen den Wohlstand verbessern, nicht zwingend das Wachstum steigern.

Notabene bedeutet Wachstum ja auch wachsende Bevölkerung, wachsender Energieverbrauch, wachstende Umweltbelastung und im aktuellen System: Wachsende Geldmenge.

Hätten wir die Peitsche der wachsenden Geldmenge nicht, die uns zu un-nachhaltigem Wachstum geradezu zwingt, könnten wir durchaus mehr in unseren Wohlstand investieren.

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