Geldsysteme

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weico
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MarcusFabian hat am 07.05.2013 - 19:28 folgendes geschrieben:

weico hat am 07.05.2013 - 18:54 folgendes geschrieben:

 

Warum solch simpelste Sachen einem "sime" verborgen bleiben  ..und er stattdessen ganze (theoretische) Abhandlungen über den "bösen" Zinseszins schreibt,ist wohl schlicht an (seiner) mangelnder REALEN Praxis zuzuschreiben !

 

 

Haben wir dieses Missverständnis nicht bereits aus der Welt geschafft?

Siehe: http://www.cash.ch/comment/520062#comment-520062

 

 ..anscheinend hat "sime" aber schlicht (noch) nicht (ganz) begriffen,dass in der (Wirtschafts)Welt eben die REALITÄT zählt und nicht theoretische "Gedankenexperimente"... wie dem "Josephspfennig".

Da "sime" ,in seinen Zinseszins-Abhandlungen,auf Günther Hannich verweist...wird sein theoretischer Bezugspunkt  bzw. seine Gedankengänge  aber langsam  klar....   :mosking:  :oops:   :bomb:

 

http://www.guenter-hannich.com/kurzinfo

 

weico

 

 

 

aprecio
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ich finde die sachlage, wie sie von sime dargestellt wird, näher an der realität als die von weico.

im lehrbuch sollte der betrieb immer reibungslos laufen. aber nicht jeder hält sich an die regeln.

wenn nur ein paar milliardäre ihre steuern hinterziehen, kann das system schon ins wanken geraten.

man sieht doch auch in der schweiz wieviele firmen neu gegründet werden und wie viele konkurs gehen. viele davon wurden bestimmt auch mit fremdkapital finanziert, also mit krediten die abgeschrieben werden müssen. es gibt leute, die mehrmals konkurs machen und am schluss als geistesschwach gelten.

Wir haben mit Versicherungsbetrug, Steuerhinterziehung, Schwarzfahren und
Ladendiebstahl sogenannte Massendelikte untersucht. Dabei zeigt sich, dass weniger Gebildete sich
gesetzestreuer verhalten als besser Gebildete, die tendenziell mehr Einkommen erzielen und so oberen
Gesellschaftsschichten angehören.

http://www.beobachter.ch/justiz-behoerde/auslaender/artikel/kriminelles-...

ich will dir nichts unterstellen weico. aber du hast die sogenannten "gutmenschen" sehr oft erwähnt.

ein system wo rechte und pflichten nicht für alle gelten, ist ein schlechtes system.

sime
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@ aprecio

Danke vielmals. Ich hoffe, ich konnte mich einigermassen verständlich ausdrücken, auch wenn ich weiss, dass ich mich manchmal etwas lang und kompliziert fasse. Darum möchte ich noch ein einfaches Beispiel anfügen, in der Hoffnung, es einfach beschreiben zu können.

 

Ein frisch gebackener Familienvater möchte für seine Familie ein Haus bauen. Er geht zur Bank und fragt für eine Hypothek. Die Bank willigt zu, nachdem sie sein Einkommen geprüft hat und als Sicherheit seine Pensionskasse in Höhe von 50 000.- akzeptiert. Der Vater löst die Pensionskasse auf und diese wandert zur Bank. Dafür kriegt der Vater ein Vielfaches der Pensionskasse als Kredit. Damit kann er nun sein Haus bauen. Er engagiert die Firma Frutiger AG, wo Timo als Maurer arbeitet. Der Kredit beträgt insgesamt 650 000.- , wobei 50 000.-  ja als Sicherheit vorbezahlt wurden. Die Bank nun hat die Lizenz zur Kreditvergabe. Sie muss lediglich die Kreditwürdigkeit nach gesetzlichen Vorschriften einhalten und die 50 000.- bei der Notenbank als Sicherheit hinterlegen. Dann werden 600 000.- als neu geschaffenes Geld in Umlauf gebracht. Durch die Arbeit von Timo am Hausbau, gelangt ein Teil des Kredits auf sein Lohnkonto. Sagen wir 40 000.- Timo hat ein Sparkonto bei derselben Bank, wo der Vater den Kredit erhalten hat. 10 000.- landen nun auf dem Sparkonto von Timo und wird jährlich verzinseszinst. Das Geld gelangt also zu aller Erst in M1 und 10 000.- landen schliesslich bei M2.

Nach fünf Jahren verliert der Vater seine Arbeit. Er kann die Hypothekarzinsen nicht mehr bezahlen und die Bank kündigt ihm seinen Kredit auf. Das ganze Haus wird nun der Bank überschrieben. Die ursprünglich 10 000.- Franken auf Timos Sparguthaben sind durch den Zinseszins mittlerweile auf 12 000.- gestiegen. Nun werden für die Bank weitere 500.- fällig, doch weil der Vater keinen Zinseinnahmen mehr für die Bank liefert, gerät die Bank unter Druck. Sie muss sich nach einem neuen Käufer für das Haus umsehen. Fritz möchte ebenfalls ein Haus besitzen und sieht das Inserat in der Zeitung. Er geht zur gleichen Bank und fragt für Kredit. Da die Bank Probleme hat, den Zinseszins von Timo zu bezahlen, gewährt sie schliesslich Fritz einen Kredit in Höhe von 450 000.-. 50 000.- hat Fritz ebenfalls als Sicherheit aus seiner Pensionskasse herausgelöst. Da die Immobiliennachfrage zur Zeit rückläufig ist, kann Fritz nun für 450 000.- Kredit das Haus um 200 000.- günstiger erwerben als sein Vorgänger es gebaut hat.

Das Geld kommt jetzt aber nicht in M1, das Haus ist schon gebaut. Die Bank kann nun aber problemlos den Zinseszins für Timo bezahlen und hat sogar noch 399 500.- übrig, da Fritz ja der Bank die Immobilie abgekauft hat. Damit kann die Bank nun in M3 investieren und kriegt trotzdem zusätzlich die Zinsen von Fritz und seine Amortisationsraten. Falls Fritz seiner Zahlungen nachkommen kann, hat am Ende die Bank 800 000.- von Fritz bezahlt bekommen plus Zinsen. Die Geldmenge ist dabei gestiegen: 600 000.- vom Vater als Kredit in ursprünglich M1, dann 400 000.- Kredit an Fritz für den Kauf des Hauses, plus die Amortisation von 400 000.- plus Zinsen von Fritz, da der Bank die 400 000.-  bereits gehört und somit ein anderer die übrigen 400 000.- plus Zinsen aufnehmen muss, damit Fritz die 400 000.- plus Zinsen erarbeiten kann. Das würde nun total  600 000.- + 400 000.- + 400 000.- plus Zinsen an neu geschaffenem Geld betragen, welches sich für das Haus angelaufen hat. Dieses Spiel kann noch x-fach wiederholt werden, womit sich die Geldmenge vermehrt und vermehrt, obwohl der ursprünglich geschaffene Wert 650 000.- betrug. Natürlich muss die Bank das Geld der Notenbank zurückzahlen, das sie als Kredit weitergegeben hat. Nachdem für den Vater ein neuer Kreditnehmer gefunden wurde, wird nun jetzt die 400 000.- Amortisation von Fritz primär dazu verwendet, die 600 000.- Kredit des Vater bei der Notenbank abzuzahlen. Sie muss also die fehlenden 200 000.- plus die 400 000.- mit neuen Krediten kompensieren. Abzahlen kann die Bank ohne neue Kredite bei der Notenbank die gesamte Geldsumme niemals. Man kann sich jetzt aber auch leichter vorstellen, wie die grossen Geschäftsbanken zu derart hohen Derivatesummen gelangten, indem sie Kredite auf Kredite auf Kredite vergeben, um die Forderungen der  Notenbanken und ihrer Kundeneinlagen bezahlen zu können. Die Kredite auf Kredite durch Zahlungsausfall (Schuldendeckung/ Rückzahlungsversprechen) haben die Eigenschaft, dass der allererste Kredit, der bezogen auf ein Wirtschaftsobjekt an ein Wirtschaftssubjekt vergeben wurde, ursprünglich einmal zwingend in M1 landete. Jeder weitere Kredit, der auf Zahlungsausfall beruht, um den Zahlungsausfall zu kompensieren, kann am Anfang nicht mehr in M1 landen, jedoch später durchaus wieder, wenn beispielsweise die Bank in M3 das Geld an einen Kleinanleger verliert, der wiederum mit dem Gewinn ein TV kaufen will.  Jedes Geld, das in M1 landet, wandert aber immer entweder in M2 oder M3, wo es sich durch Zins, Zinseszins oder einfach Rendite vermehrt. Dieses Geld kann immer wieder in M1 zurückkehren, nachdem es sich bereits in M2 oder M3 vermehrt hat. Solange das System funktioniert, wandert das Geld von M1 immer wieder in M2 oder M3, wo es sich weiter vermehrt. Denn in einer Inflation profitieren die Produzenten und können mehr Geld auf das Sparkonto überweisen. Das Geld wandert einfach von den Konsumenten zu den Produzenten. Oder in einer Deflation wird Geld wertvoller. Beide Sparseiten profitieren am Anfang. Doch weil niemand mehr neue Kredite aufnimmt, kann die Bank bald ihre Zinsen gegenüber ihrer Sparer und die Zahlungspflichten gegenüber der Notenbank bedienen. Das ist dann Kreditausfall und Deflation.

                                     M 1                     M2 / Ko                        M3

      Anfangskredit         600 000                         

 

Zahlungsausfall/                                      600 000                    400 000      

Kredit auf Kredit

 

Bei diesem Beispiel fehlt der Bank bei Zahlungsausfall 600 000.- , um die gesamte Kreditsumme tilgen zu können. Den Zins hier gar nicht berücksichtigt. Der Witz ist aber, damit Fritz seine 400 000.- plus Zinsen abbezahlen kann, muss ein anderer für ihn 400 000.- plus Zinsen Kredit aufnehmen, weil die 400 000.- wurden zur Tilgung von den 600 000.- verwendet. Es fehlen bei den 600 000.- dann immer noch 200 000.- plus eben die 400 000.- plus Zinsen. Die Geldmenge würde also am Ende von 600 000.- auf 1' 400 000.- (ohne Zinsen) gestiegen sein. Es stehen aber nur 800 000.- plus Zinsen zur Verfügung. Wenn also Kreditausfälle drohen, diese aber abgewendet werden können durch neue Kredite, vermehrt sich die Geldmenge stark und dennoch reicht es am Ende nicht, keine Deflation zu haben, da immer noch zu wenig Geld geschaffen wurde, um den Kreditausfall zu kompensieren. Man kann den Kreditausfall um seine gesamte Summe nicht kompensieren, nur die Geldmenge sehr stark ausweiten und das Problem der Deflation nach hinten verschieben. 2009 mit der Lehmann Pleite dürfte wohl genau das geschehen sein. Kreditausfälle mit Krediten kompensieren, weshalb die Geldmenge derart stark gestiegen ist seither.

 

 

Aus diesem Beispiel komme ich zum Schluss, dass wir es niemals mit einer Hyperinflation zu tun bekommen, sondern mit einer Deflation, da eindeutig klar ist, dass der Fehler begangen wurde, Kreditausfälle mit neuen Krediten zu kompensieren versuchen. Im Übrigen landet dieses Geld nicht in M1, sondern bei den Banken in M3, die damit das Geld in M1 noch weiter entziehen. Die Banken, welche enorme Summen an Derivate hedgen mit Krediten der Notenbanken auf Kreditausfälle, werden immer mehr von Zahlungsausfällen betroffen sein, da wie im Beispiel gezeigt, immer zu wenig Geld im Umlauf ist, um alle Schulden zu tilgen. Wenn wir die Geldentwicklung betrachten, dann sehen wir auch, dass die Geldmenge immer wieder Einbrüche aufweist, die nur durch noch und noch grössere Kredite kompensiert werden können.

 

Des weiteren beziehen die Banken mit ihren SWAPS vor allem die Gewinne aus der Wirtschaft, beziehungsweise aus M2, das nach M3 geht, um zu spekulieren, damit ein höherer Diskontsatz (Abzinsung) erzielt werden kann. Das heisst auch, das alles Geld, das von M1 nach M2 und dann M3 oder direkt nach M3 geht, dort an die Banken verloren geht. Deshalb herrscht in M1 mehr und mehr eine Deflation, also Verknappung von Bargeld, obschon wir wegen dem Zinseszins eine schleichende Inflation wahrnehmen. Ich setze also eher auf eine Deflation und nicht eine Hyperinflation, weil irgendwann eine systemrelevante Bank zu hohe Kreditausfälle hat und Pleite geht. Diese Pleite können die anderen dann nicht mehr kompensieren. Bei diesem Szenario ist es also wichtig, keine Schulden zu haben, da die Gläubiger es uns wegnehmen werden. Keine Guthaben bei Banken, sondern Bargeld. Bei diesem Zerfallsprozess wird Bargeld, wie es Zypern gezeigt hat, enormen Wert gewinnen. Doch am Ende wir auch dieses Geld wertlos, weil die Menschen, so hoffe ich doch, so nicht mitmachen. Deshalb komme ich zum gleichen Schluss wie Günther Hannich, obschon ich mit seiner Position nicht in allen Punkten übereinstimme. Bargeld wird für die Übergangszeit das grösst akzeptierte Tauschmittel sein, um die lebensnotwendigen Güter auszutauschen. Eventuell kann man für 1000.- damit ein Haus kaufen, weil der andere sein ganzes Geld auf seinem Sparkonto hatte und jetzt kein Essen kaufen kann, da er kein Land bewirtschaftet. Eine Deflation erklärt auch, warum in den Medien die Angst vor Hyperinflation verbreitet wird und alles nach Gold und Silber schreit. Eine Regel ist eben auch, dass man das grösste Vermögen in der Krise macht und die grossen Massen fehlgelenkt wurden. Nicht, das mich diese Tatsache freut, ich wünsche mir vielmehr ein gerechtes und der Wirtschaft entsprechendes Geldsystem.

Elias
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sime hat am 08.05.2013 - 03:58 folgendes geschrieben:

Der Vater löst die Pensionskasse auf und diese wandert zur Bank.

Denn in einer Inflation profitieren die Produzenten und können mehr Geld auf das Sparkonto überweisen.

Die Pensionskasse auflösen ist schon  mal nicht schlau. Die verpfändet man. Abgesehen davon wird die Bank wohl kaum ein Darlehen geben, wenn das alles ist, was der frisch gebackene Familienvater hat. Kinder kosten nämlich richtig viel Geld.

 

Wie schon mehrfach erwähnt: die Produzenten müssen auch teurer einkaufen und profitieren deshalb nicht von der Inflation. Oder mag sich jemand daran erinnern, dass Firmen sich über Inflation gefreut haben?

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

Bullish
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MarcusFabian hat am 07.05.2013 - 16:50 folgendes geschrieben:


Wenn wir von der Prämisse ausgehen, dass die Geldmenge der Summe aller Produkte und Dienstleistungen eines Währungsraumes entspricht und sich aus dem Verhältnis von Geldmenge zu Waren der Preis ergibt, so bekämen wir in Deinem Szenario auch eine Deflation im Sinn von sinkenden Preisen von -90%. Sprich: Von Jahr zu Jahr würden die Preise um 90% sinken.

Reinste Quantitätstheorie und eine reine Tautologie und daher völlig ungeeignet, um daraus die Anleitung für politische Handlung abzuleiten. (Und wofür sonst bräuchte man Makro?)

Es ist natürlich nicht das Verhältnis der *Geldmenge* zu den Waren entscheidend, eher schon ob irgendwelche Waren gekauft werden. Ansonsten bleibt das Geld halt liegen. Wie in Japan.

Ich unterstelle Dir nicht, dass Du so ein Szenario für realistisch hältst. Du schreibst ja selbst, dass obenstehendes nur unter optimalen Bedingungen funktionieren könnte. Aber wohl nicht einmal dann.

Eben. Was das Beispiel aber zeigt, ist, dass es keinen inhärenten Zwang zur Josefspfennig-Dynamik gibt. Diese Dynamik, vulgo Zinses-Zins-Effekt, ist selbstgewählt. Wenn sie selbstgewählt ist, wieso soll dies nun "ein Problem" sein? Die Dynamik kann immer gekappt werden, z.B. durch höhere Besteuerung. Aber wieso sollte es gemacht werden? Um die Leute zu demotivieren?

Die Realität sieht zumindest bei Staatsschulden (CH mal ausgenommen) so aus, dass vom Kredit Anfang Jahres von 100 am Ende des Jahres nicht 110 sondern vielleicht nur 95 zurückgezahlt werden können, weil der Staat grundsätzlich mehr ausgibt als er einnimmt. Und damit nimmt das Übel nun seinen Lauf.

Im Gegensatz zu PCM sehe ich darin kein Übel sondern die einzige Möglichkeit, wie privat - im Aggregat - monetär gespart werden kann. Wäre der öffentliche Sektor unverschuldet, könnte der private keine monetäre Ersparnis aufweisen. Diese Tatsache gibt dem System unglaubliche Variabilität.

Ich halte deshalb fest: Der Zins alleine ist nicht das Problem, wenn das Wachstum höher als der Zins ist und somit der Kredit+Zins bei Fälligkeit bedient werden kann. In diesem Fall tritt nämlich niemals ein Zinseszins-Effekt ein. Kritisch wird es, wenn Kredite gerollt oder durch neue, höhere Kredite abgelöst werden müssen, denn ab jetzt kommt der Zinseszins zum tragen.

Was Du oben beschreibst wird nur kritisch, wenn der Staat mit einer brummenden Wirtschaft konkurriert und zusammen mit ihr die Neuverschuldung nach oben treibt. Dies würde zu steigenden Finanzierungskosten führen, und um die Investitionstätigkeit - also die Neuverschuldung - zu drosseln, sollte der Staat eher die Steuern erhöhen.

Als Steuer kann aber auch der Notenbankzins verstanden werden, aber als eine Steuer, die wegen der Unabhängigkeit der Notenbank nicht in Händen derselben Organe liegt, die über die Steuer entscheiden.

Somit gibt es 2 Möglichkeiten zu drosseln:

1.) Erhöhung der Refinanzierungskosten, welche die Investitionstätigkeit eher drosselt.

2.) Erhöhung der Gewinnsteuern, die nur für die erfolgreichen Akteure anfallen.

Das zweite sollte dann gewählt werden, wenn die Wirtschaft "angeheizt" werden soll, z.B. mit tiefen Zinsen, gar mit Investitionssubventionen etc. So kann das System geflutet werden, weil zu viel Arbeitslosigkeit herrscht. Am Schluss wird danach ein Teil der Sahne wieder abgeschöpft - nicht um die marode Staatskasse zu füllen, sondern um die Explosion des Systems zu verhindern.

Dieses 2.) werden wir nach den Wahlen in DE im Herbst sehen: deshalb werden vorher noch alle möglichen Steuerschlupflöcher gestopft und periphäre Verwaltungen in Südeuropa auf Vordermann gebracht. Das System wird bald mit Subventionen und Konjunkturprogrammen geflutet werden und das Schwemmholz wird vom Gestein wieder unterscheidbar. Damit es keine unredlichen Profite gibt, darf niemand aus dem System flüchten.

 

 

Makroökonomisch gilt deshalb, dass das Geldsystem nur dann nachhaltig funktionieren kann, wenn das Wirtschaftswachstum den Zins (bzw. Zins + Zinseszins) übersteigt. Genau das ist eben seit 1957 (hier im Falle Deutschlands) nicht mehr der Fall, wie ich bereits weiter vorne in diesem Thread aufgezeigt habe.

Deshalb ist seit 1957 praktisch kein Fortschritt mehr sichtbar :music:

 

 

Die Grafik ist schon 13 Jahre alt. Mittlerweile dürfte sich das Verhältnis Zinsen:BIP noch verschlimmert haben und bisher habe ich noch keinen vernünftigen Vorschlag gelesen, wie es denn anzustellen wäre, diese Schere zwischen Zinsen und BIP zu schliessen.

 

Im Gegenteil, dieses Phänomen ist vorteilhaft. BIP ist in Preisen gemessen. Offensichtlich verlangen die Konsumenten bessere Produkte und Dienstleistungen, als angeboten werden, um die Finanzierungskosten der Unternehmer decken zu können. Das ist der inhärente Deflationsdruck. Der Staat kann deshalb seine Verschuldung vorantreiben, ohne die *Kaufkraft des Geldes* zu gefährden.

 

weico
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aprecio hat am 07.05.2013 - 23:05 folgendes geschrieben:



Wir haben mit Versicherungsbetrug, Steuerhinterziehung, Schwarzfahren und
Ladendiebstahl sogenannte Massendelikte untersucht. Dabei zeigt sich, dass weniger Gebildete sich
gesetzestreuer verhalten als besser Gebildete, die tendenziell mehr Einkommen erzielen und so oberen
Gesellschaftsschichten angehören.

http://www.beobachter.ch/justiz-behoerde/auslaender/artikel/kriminelles-...

 

ein system wo rechte und pflichten nicht für alle gelten, ist ein schlechtes system.

Wo liegt dein Problem ..die Rechte gelten ja für ALLE ?

http://www.admin.ch/ch/d/sr/101/a8.html

 

weico

aprecio
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wer mehr bezahlt hat mehr rechte und weniger pflichten.

wer das gericht bezahlt um das verfahren einzustellen, hat keine pflicht.

wer das gericht nicht bezahlt (kostenvorschüsse), um an sein recht zu kommen, bekommt kein recht.

wer verstösse gegen die bundesverfassung durch die richter anzeigt, bekommt kein verfahren.

Art. 8 Rechtsgleichheit

1 Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

2 Niemand darf diskriminiert werden, namentlich nicht wegen der Herkunft, der Rasse, des Geschlechts, des Alters, der Sprache, der sozialen Stellung, der Lebensform, der religiösen, weltanschaulichen oder politischen Überzeugung oder wegen einer körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderung.

3 Mann und Frau sind gleichberechtigt. Das Gesetz sorgt für ihre rechtliche und tatsächliche Gleichstellung, vor allem in Familie, Ausbildung und Arbeit. Mann und Frau haben Anspruch auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit.

Art. 3091

2. Feststellung der Vaterschaft

1 Sobald eine unverheiratete Frau während der Schwangerschaft die Kindesschutzbehörde darum ersucht oder diese von der Niederkunft Kenntnis erhält, wird dem Kind ein Beistand ernannt, der für die Feststellung des Kindesverhältnisses zum Vater zu sorgen und die Mutter in der nach den Umständen gebotenen Weise zu beraten und zu betreuen hat.

wo wird der unverheiratete vater (mann) beraten?

diskriminierung! siehst du das problem auch?

pervers :ok:

p.s. ich habe die vaterschaft unverzüglich anerkannt. das sorgerecht wird mir verweigert. die behörden können die tatsachen verdrehen wie sie wollen.

Erstmals haben sich die Eltern und Geschwister des Vaters der
verschwundenen Zwillinge zu Wort gemeldet. Sie zeigten sich in
einem Communiqué überzeugt, dass ihr Sohn und Bruder unter
einer «schweren seelischen Störung» gelitten haben müsse.
Nur der «Verlust seiner normalen Persönlichkeit» in dieser Zeit
könne erklären, dass er «so schreckliche Taten vollbringen
konnte». Sie hätten ihn «immer als liebevollen und fürsorglichen
Vater erlebt», dem seine Familie alles bedeutet habe, hiess es
weiter.
Die Eltern und Geschwister äusserten sich weiter «bestürzt und
voller Sorge» über die Geschehnisse der letzten Tage. Sie litten
unter dem Tod ihres Sohnes und Bruders und dem «ungewissen
Schicksal unserer beiden Nichten und Enkelinnen». (SDA)

die schweizer behörden foltern und treiben unschuldige in den tod!

 

aprecio
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1964 betrug die zusammengefasste Geburtenziffer 2,68 Kinder pro Frau. Von da an ging sie zurück. Erst 1978 stabilisierte sie sich im Bereich von 1,5. Anschliessend pendelte sie zwischen 1,4 und 1,6 Kindern pro Frau.

Im Jahr 2003 betrug sie 1,39. Seither ist sie wieder leicht im Zunehmen begriffen. Gegenwärtig liegt sie bei ungefähr 1,48 Kindern pro Frau (vgl. Grafik G03). Diese sehr niedrigen Werte sind nicht nur Ausdruck eines Aufschubs der Familiengründung durch die Frauen, sondern auch eines tatsächlichen Rückgangs der durchschnittlichen Anzahl Kinder pro Frau.

Die Geburtenrate der über 30-jährigen Frauen steigt zwar an, doch mit diesem Anstieg wird die Abnahme der Geburtenziffer ebendieser Frauen, als sie noch jünger waren, nicht kompensiert. Daraus resultiert für zahlreiche Frauengenerationen ein Rückgang der endgültigen Nachkommenschaft.

In der Schweiz wohnhafte Frauen und Männer, die sich in einem Alter befinden, in dem man normalerweise eine Familie gründet, wünschen sich in der Regel Kinder. Doch vielfach werden sie durch Ungewissheiten im Zusammenhang mit ihrer Lebensweise, ihren finanziellen Möglichkeiten und ihrer beruflichen Karriere veranlasst, die Familiengründung aufzuschieben oder sogar ganz darauf zu verzichten (Schubert R. et al, 2009). Das Aufschieben der Geburt des ersten Kindes ist jedoch mit gewissen Konsequenzen verbunden. Der Kinderwunsch wird unter Umständen durch die biologischen Grenzen der Fruchtbarkeit endgültig vereitelt (Leridon H., 2008).

http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/news/publikationen.html?publ...

beantwortet mir doch folgendes:

- was passiert mit dem geld?

- wer wird eure AHV bezahlen?

- seid ihr stolz auf eure fleissigen politiker?

- werdet ihr von generationenmördern regiert?

 

weico
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aprecio hat am 08.05.2013 - 21:08 folgendes geschrieben:


wo wird der unverheiratete vater (mann) beraten?

diskriminierung! siehst du das problem auch?

Nein.

Die Rechtsetzung hat ja NICHTS mit der subjektiven Empfinden eines Betroffenen zu tun. Ein Richter kann (unter Umständen) sogar nach seinem subjektiven Empfinden,urteilen.Sein "Rechtsempfinden" wird dann,unter Umständen, zu deinem "Unrechtsempfinden" und er ist,"Kraft seines Amtes"..im RECHT.

http://www.admin.ch/ch/d/sr/210/a1.html

 

Wie sagte der Individualist ..Max Stirner.. so treffend :

"Ob Ich Recht habe oder nicht, darüber gibt es keinen andern Richter, als Mich selbst.".........Läßt Du Dir von einem Andern Recht geben, so musst Du nicht minder Dir von ihm Unrecht geben lassen; kommt Dir von ihm die Rechtfertigung und Belohnung, so erwarte auch seine Anklage und Strafe."

quelle: http://gutenberg.spiegel.de/buch/4220/13

 

 

weico

 

 

 

 

 

 

 

 

aprecio
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also. ich helf dir ein wenig nach:

du behauptest, es gilt das gleiche recht für alle und legst mir Art. 8 vor.

Art. 309 ZBG belegt aber, dass nur die mutter das recht auf beratung und betreuung hat.

vom mann ist nirgendwo die rede! er hat ergo kein recht auf beratung und betreuung. alles klar?

der vater wird diskriminiert wegen des geschlechts. er hat aber nichts dafür, dass er nicht dazu bestimmt ist, ein kind zu gebähren. verstanden?

früher gingen die männer aufs feld, auf die jagd, führten harte arbeit aus, die frauen stickten oder webten zuhause. ok?

nun kann eine frau genausogut ins büro geld verdienen gehen und der vater sich um die kinder kümmern.

brauchst du schon ein hörgerät?

aprecio
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"der weise zeigt auf den mond und die idioten schauen auf den finger" lao tse

MarcusFabian
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sime hat am 08.05.2013 - 03:58 folgendes geschrieben:


Aus diesem Beispiel komme ich zum Schluss, dass wir es niemals mit einer Hyperinflation zu tun bekommen, sondern mit einer Deflation, da eindeutig klar ist, dass der Fehler begangen wurde, Kreditausfälle mit neuen Krediten zu kompensieren versuchen.

Deflation und Hyperinflation sind nahe Verwandte. Beide haben ihre Ursache im Vertrauensverlust, in einer Kreditklemme.

Bei der Defla werden keine Kredite vergeben, weil man an der Rückzahlungsfähigkeit des Gläubigers zweifelt, bei der Hyperinfla werden keine Kredite vergeben, weil die Zinsen nicht hoch genug sind, um den Kaufkraftverlust des verliehenen Kapitals zu kompensieren.

Entsprechend das Verhalten der "Kapitalisten":
Defla: Risk-off, es wird von risikoreichen in risikoarme Papiere umgeschichtet.
Hyperinfla: Risk-off, Umschichtung von Papier-Versprechen in Sachwerte.

Der Versuch der ZB, der Deflation durch Ausweitung der Geldmenge zu begegnen, kann durchaus zur Hyperinflation führen, wenn die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes steigt - oder wie Du sagen würdest - Geld von M2/M3 nach M1 fliesst.

Ich habe versucht, das hier aufzuzeigen.

MarcusFabian
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weico hat am 08.05.2013 - 17:13 folgendes geschrieben:


Wo liegt dein Problem ..die Rechte gelten ja für ALLE ?

http://www.admin.ch/ch/d/sr/101/a8.html

 

weico

Na ja, ein Offshore-Konto auf den Cayman Inseln oder eine Familienstiftung in Liechtenstein zu gründen, lohnt sich erst ab einem gewissen Vermögen, das es vor dem Fiskus in Sicherheit zu bringen gilt. Das können sich Normalverdiener nicht leisten.

Boris Becker zahlte in der Schweiz 3% Steuer bei €70 Mio. Einnahmen.

MarcusFabian
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aprecio hat am 08.05.2013 - 22:23 folgendes geschrieben:


beantwortet mir doch folgendes:

- was passiert mit dem geld?

Was soll damit schon passieren? Im Idealfall verliert es langsam an Wert (Teuerung) im dümmsten Fall wird es durch ein neues ersetzt.

 

- wer wird eure AHV bezahlen?

In jedem Fall unsere Kinder: Egal, was für Vorschriften, Versprechen oder Regeln vereinbart wurden (Und Maastricht, Banken-Bailouts, Zypern zeigen uns sehr schön auf, wie schnell Regeln über den Haufen geworfen werden können): Es ist immer die aktive Generation, die zusätzlich zum eigenen Lebensunterhalt auch die Transferleistungen erbringen muss.
Bildlich gesprochen: Die Bauern müssen nicht nur genügend Nahrung für sich selbst sondern auch für alle Kinder und Alten produzieren. Wenn dies nicht gelingt, kommt der Hunger. Und dann nützt es dem Rentner auch nichts, wenn er ein Papier hat, wo draufsteht, dass er Anrecht auf 2000 kcal Nahrung pro Tag hat.

Somit müssen wir (die Menschen aus der Wirtschaft und Technologie) dafür sorgen, dass die Produktivität in den nächsten 20 Jahren derart gesteigert wird, dass die geringere Anzahl der Aktiven die höhere Anzahl der Transferbezüger versorgen kann.
Versprechen von Politikern oder Derivate von Banken bringen da überhaupt nichts.

 

- seid ihr stolz auf eure fleissigen politiker?

Nein. Würden die Politiker nicht von Neujahr bis Weihnachten sondern zwischen Weihnachten und Neujahr tagen und beschliessen, gäbe es bedeutend weniger Unfug auf dieser Welt Blum 3

 

- werdet ihr von generationenmördern regiert?

Nein

 

 

weico hat am 07.05.2013 - 20:11 folgendes geschrieben:

 ..anscheinend hat "sime" aber schlicht (noch) nicht (ganz) begriffen,dass in der (Wirtschafts)Welt eben die REALITÄT zählt und nicht theoretische "Gedankenexperimente"... wie dem "Josephspfennig".


 

 

Auch hier ein Missverständnis: Sime spricht vom Geldsystem bzw. dem Zinseszins, nicht von der Wirtschaft.
Er hat übrigens bereits weiter oben versucht, dies klarzustellen.

MarcusFabian
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Übernommen aus dem Gold-Thread

Elias hat am 08.05.2013 - 08:29 folgendes geschrieben:

In gesättigten Märkten mit stagnierender / schrumpfender und überalternden Menschen und langlebigeren Produkten ist es schwierig, die Umlaufgeschwindigkeit zu erhöhen.

Wie soll das gehen?

 

Ich meine, wir waren uns bis zu diesem Punkt auch mal einig.
Einig darin, dass wir in einem tendenziell deflationären Umfeld leben, in dem die Zentralbanken verzweifelt versuchen, durch Ausweitung der Geldmenge Gegensteuer zu geben.
Wir waren uns auch darin einig, dass die Umlaufgeschwindigkeit zusammengebrochen ist. Damals haben wir es anders formuliert. Etwa: Das Geld liegt auf Konten oder in irgendwelchen Papieren im M2/M3, kommt nicht in den Güterkreislauf und ist somit nicht teuerungswirksam.

Kannst Du bestätigen, dass wir uns bis zu diesem Punkt einig waren und immer noch sind?

Uneinig sind wir uns in dem Punkt, ob und wie es dazu kommen könnte, dass die Umlaufgeschwindigkeit wieder steigt. Also, dass die Konsumenten und Unternehmen wieder Kredite nachfragen und die Banken selbige gewähren. Dass die Konsumenten aufhören zu sparen und ihr Geld ausgeben. Kurz, dass die in den letzten Jahren neu erzeugte Geldmenge nachfragewirksam wird.

Ich habe Dir damals darauf geantwortet, dass steigende Zinsen oder steigende Teuerung (beides geht ja meist Hand-in-Hand) der Auslöser sein könnte.
Ebenso jeder Schwarze Schwan, der das Vertrauen in die Währung ankratzt.

Eine detaillierte Auflistung möglicher Szenarien aus meiner Sicht findest Du unter dem Stichwort Ketchup-Inflation. Kurz: Wenn(!) sich die neugeschaffene Geldmenge in M1 ergiesst, dann dürfte das dem Ergebnis eines nachhaltigen und stärker werdenden Klopfens auf den Hintern einer immer steiler geneigten Ketchup-Glasflasche gleichkommen: Ein Schwapp an Ketchup - ähhh, Inflation - grösser als erwartet und erwünscht.

Dein Gegenargument, dass - salopp zusammengefasst: - "weniger Menschen auch weniger Güter nachfragen (oder zumindest nicht mehr)", ist grundsätzlich stichhaltig. Allerdings nur im langfristigen Kontext von Dekaden.
Du kannst damit nicht den Rückgang der Umlaufgeschwindigkeit 2008-2009 erklären.

"Langlebigere Produkte"? Das zweifle ich an. Was hat länger gehalten, ein Toaster Baujahr 1950 oder ein Toaster Baujahr 2010

Nach diesen Antworten meinerseits nun die obligatorische Gegenfrage an Dich:

Gehst Du davon aus, dass die Umlaufgeschwindigkeit für die nächsten Jahre/Jahrzehnte auf diesem tiefen Niveau verharrt? Und wenn ja, mit welcher Begründung?

 

 

weico
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MarcusFabian hat am 09.05.2013 - 02:22 folgendes geschrieben:

weico hat am 08.05.2013 - 17:13 folgendes geschrieben:

 

Wo liegt dein Problem ..die Rechte gelten ja für ALLE ?

http://www.admin.ch/ch/d/sr/101/a8.html

 

weico

Na ja, ein Offshore-Konto auf den Cayman Inseln oder eine Familienstiftung in Liechtenstein zu gründen, lohnt sich erst ab einem gewissen Vermögen, das es vor dem Fiskus in Sicherheit zu bringen gilt. Das können sich Normalverdiener nicht leisten.

..nur weil sie es finanziell nicht können, tangiert aber keineswegs,dass sie es "von Rechts wegen" nicht könnten.

 

Boris Becker zahlte in der Schweiz 3% Steuer bei €70 Mio. Einnahmen.

..die Geschichte und Rechtslage,zu Pauschalbesteuerung, findest du...:

https://de.wikipedia.org/wiki/Pauschalbesteuerung

 

 

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aprecio hat am 08.05.2013 - 22:46 folgendes geschrieben:

also. ich helf dir ein wenig nach:

du behauptest, es gilt das gleiche recht für alle und legst mir Art. 8 vor.

Art. 309 ZBG belegt aber, dass nur die mutter das recht auf beratung und betreuung hat.

vom mann ist nirgendwo die rede! er hat ergo kein recht auf beratung und betreuung. alles klar?

der vater wird diskriminiert wegen des geschlechts. er hat aber nichts dafür, dass er nicht dazu bestimmt ist, ein kind zu gebähren. verstanden?

..solches verstehen wohl nur einfache Gemüter,die wenig Ahnung von dem Schweizer Rechtssystem haben.  :oops:

 

Vereinfachte erklärung an solche Gemüter:

Die Bundesverfassung ist das Grundgerüst für die Gesetze und Verordnungen.Diese können sich durchaus "widersprechen" und der    "Widerspruch" wird dann durch Richter "ausgelegt".

http://www.admin.ch/ch/d/sr/210/a1.html

 

Ein gutes und bekanntest Beispiel,dass "gekränkte Männerherzen" so gerne hervorkramen,ist die Wehrpflicht.

 

Der Widerspruch wurde durch das Bundesgericht mit dem Hinweis auf "lex specialis" gelöst:

http://www.humanrights.ch/de/Schweiz/Bundesgerichtsentscheide/Diskrimini...

 

aprecio hat am 08.05.2013 - 21:08 folgendes geschrieben:

 


p.s. ich habe die vaterschaft unverzüglich anerkannt. das sorgerecht wird mir verweigert. die behörden können die tatsachen verdrehen wie sie wollen.

..die Behörden haben rechtlich absolut korrekt gehandelt:

 

Art.298

Sind die Eltern nicht verheiratet, so steht die elterliche Sorge DER MUTTER zu.

 

weico

 

 

aprecio
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gut

dann hast du ja doch verstanden weico.

mann und frau sind nicht gleichberechtigt.

die bundesverfassung wurde verraten.

im namen gottes des allmächtigen.

steh uns bei.

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MarcusFabian hat am 09.05.2013 - 02:33 folgendes geschrieben:

weico hat am 07.05.2013 - 20:11 folgendes geschrieben:

 ..anscheinend hat "sime" aber schlicht (noch) nicht (ganz) begriffen,dass in der (Wirtschafts)Welt eben die REALITÄT zählt und nicht theoretische "Gedankenexperimente"... wie dem "Josephspfennig".

 

 

 

Auch hier ein Missverständnis: Sime spricht vom Geldsystem bzw. dem Zinseszins, nicht von der Wirtschaft.
Er hat übrigens bereits weiter oben versucht, dies klarzustellen.

..in diesem Geldsystem kommt seine unendliche und theoretische Zinseszinsrechnung eben schlicht nicht zum tragen, WEIL dieses Geldsystem eben schlicht mit der Wirtschaft/Recht usw. verknüpft ist.

 

weico

 

 

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aprecio hat am 09.05.2013 - 11:57 folgendes geschrieben:

im namen gottes des allmächtigen.

steh uns bei.

....besonders vor einfachen und gekränkten Gemütern ... die ohne einfachste Rechtskenntnisse durch die Gegend vö..eln..!!   :airkiss:  :bomb:

 

weico

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  • The first is intellectual;

Are we asking provocative questions? Are interesting ideas being proposed? Are we talking about important issues? By that standard, the conference was very successful: the discussion was extremely stimulating and I learned a great deal.

  • The second perspective is practical: where do we stand in terms of averting another financial and macroeconomic disaster?

http://www.voxeu.org/article/preventing-next-catastrophe-where-do-we-stand

im gegensatz zu anderen mache ich kein rechtsstudium bevor ich v*gle. ganz einfach so, versuch es doch auch mal. es macht spass. den frauen auch.

gekränkt? hm du meinst es macht mich krank? nein, es wird mir erst bewusst wie gesund ich bin, im gegensatz zu den perversen hu***söhnen von denen ich umgeben bin.

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aprecio hat am 09.05.2013 - 12:39 folgendes geschrieben:


im gegensatz zu anderen mache ich kein rechtsstudium bevor ich v*gle. ganz einfach so, versuch es doch auch mal. es macht spass. den frauen auch.

.. und warum dann dein ganzes gejammere über deine spontanen "Spassfolgen"...??  :bomb:

 

gekränkt? hm du meinst es macht mich krank? nein, es wird mir erst bewusst wie gesund ich bin, im gegensatz zu den perversen hu***söhnen von denen ich umgeben bin.

..na dann weiterhin viel Gesundheit in dem/deinem kranken Umfeld.  Drinks

 

weico

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ich jammere doch nicht über mein abenteuer.

es ging mir darum, dir zu beweisen, dass nicht das selbe recht für alle gilt.

in den legenden wird erzählt, dass früher einmal geschäfte per handschlag abgeschlossen wurden. es war ein gewisses vertrauen da, das heute nicht mehr existiert. es muss alles schriftlich festgehalten werden, weil man sonst der dumme sein könnte. wer nicht genügend geld hat, hat kein recht auf gerechtigkeit. weil ich mich in sachen sorgerecht ein wenig auskenne, habe ich es als beispiel genommen.

trenne sie von der herde: die frau bekommt einen goldenen fallschirm, ein unbedingtes grundeinkommen wenn si bock drauf hat. sie kann das geteilte sorgerecht verweigern wenn sie das geld vorzieht. sie muss nicht einmal wert auf die erziehung legen und das kind in der kita abgeben, tschüss, ab zum kaffee mit den arbeitskollegen. das kind verbringt keine zeit mit dem vater (durchschnittlich 20 minuten pro tag).

dass sie den mann verlässt muss ja nicht unbedingt etwas schlechtes sein. vor allem wenn mann gerne abwechslung im bett hat, werden neue türen geöffnet. trotzdem ist eine gewisse besorgnis seitens des vaters da, ein beschützer-instinkt, der einem keine ruhe lässt und dieser sagt, dass ein teil von dir genommen wurde. das ist ein gesetz, das unumstösslich ist. trotzdem wird der mann entrechtet. er wird frustriert den kontakt weiträumig aufgeben, er entfremdet. dem kind werden seine eltern scheissegal sein, sie sollen im altersheim versauern, er wird von gesunden beziehungen nur träumen können und nie zufrieden sein, mit dem was er hat.

du kannst ja auch nicht zum chef der verbrecherbande - der zufälligerweise im obersten stock deiner immobilie wohnt - gehen und sagen, ein räuber habe den stahl aus deinem fundament gespitzt, und weiterverkauft. er wird dich vermutlich hinhalten und sagen: ich bin das gesetz. so ist es mit den erfahrungen im schweizer staat.

kannst du parallelen im aktuellen verfall erkennen?

Drinksparty statt AHV!

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aprecio hat am 09.05.2013 - 17:41 folgendes geschrieben:

es ging mir darum, dir zu beweisen, dass nicht das selbe recht für alle gilt.

Der Beweis misslang.....denn die Rechtsgleichheit gilt für Alle  !

Art. 8

http://www.admin.ch/ch/d/sr/101/a8.html

 

Über die Einschränkungen von diesem Grundrecht gibt dir Art.36 Auskunft

 

http://www.admin.ch/ch/d/sr/101/a36.html

 

P.S:..und beim Aufkommen von etwaigem Ungerechtigkeitsgefühl oder sonstigen Einschränkungen.. immer daran denken:

Es gilt stets der Grundsatz:Lex Specialis vor Lex Generalis“ (Die besondere Norm geht der Allgemeinen vor)  :mamba:

 

in den legenden wird erzählt, dass früher einmal geschäfte per handschlag abgeschlossen wurden. es war ein gewisses vertrauen da, das heute nicht mehr existiert. es muss alles schriftlich festgehalten werden, weil man sonst der dumme sein könnte.

Klar ist schriftlich besser (Beweislast) aber:

"In der Schweiz ist es möglich, einen rechtsgültigen Vertrag ohne schriftliche Form per Handschlag zu schließen. Die Rede ist nach Obligationenrecht (OR) von einer eindeutigen Gestik, wobei schon ein Kopfnicken genügt; gemäß OR Artikel 1 ist zum Abschlusse eines Vertrages bloß die übereinstimmende gegenseitige Willensäusserung der Parteien erforderlich. Der Artikel 11 lautet: Verträge bedürfen zu ihrer Gültigkeit nur dann einer besonderen Form, wenn das Gesetz eine solche vorschreibt. Verträge, bei denen das Gesetz eine besondere Form vorschreibt, nennt man formbedürftige Verträge. Dazu gehören Zession (Art. 165 Abs. 1 OR), Grundstückkauf (Art. 216 Abs. 1 OR), Abzahlungsvertrag (Art. 227a Abs. 2 OR), Schenkungsversprechen (Art. 243 Abs. 1 OR) sowie Handelsreisendenvertrag (Art. 347a Abs. 1 OR). Viele wichtige Bereiche, zum Beispiel die Miete oder das Arbeitsverhältnis, kennen keine Formbedürftigkeit: Für den Abschluss eines Arbeitsvertrages bestehen keine gesetzlichen Formvorschriften. Auch ein mündlicher Abschluss ist rechtsverbindlich."

Quelle :  https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%A4ndesch%C3%BCtteln

 

 

weico

 

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also weico.

art. 8 existiert.

aber staatsangestellte müssen sich deiner meinung nach nicht daran halten, weil sie sich gegenseitig decken dürfen mit gesetzen die dem obersten landesrecht widersprechen.

so im sinne von: die menschenrechte gelten, nur für euch... wir sind etwas besseres. schaut her wir sind ja so gut und decken terroristen, diktatoren und drogenhändler aber die finanzpolizei ist ein hehler weil sie geklaute beweise kauft. wenn wir uns auf die seite der böseren kriminellen stellen, werden die uns schon aus der patsche helfen.

und ausserdem haben wir noch das CERN und dort lassen wir im notfall alles in einem schwarzen loch verschwinden.

habe ich jetzt richtig verstanden?

 

weico
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aprecio hat am 09.05.2013 - 19:37 folgendes geschrieben:

also weico.

art. 8 existiert.

Exakto

aber staatsangestellte müssen sich deiner meinung nach nicht daran halten, weil sie sich gegenseitig decken dürfen mit gesetzen die dem obersten landesrecht widersprechen.

Warum meiner Meinung nach..??

Den Punkt "widersprechen" bzw. "Anwendung des Rechts" hatten wir schon. Aber zum Nachlesen:

http://www.admin.ch/ch/d/sr/210/a1.html

 

Die Staatsangestellen müssen sich ebenfalls daran halten:

http://www.admin.ch/ch/d/sr/101/a35.html

 

 

so im sinne von: die menschenrechte gelten, nur für euch... wir sind etwas besseres. schaut her wir sind ja so gut und decken terroristen, diktatoren und drogenhändler aber die finanzpolizei ist ein hehler weil sie geklaute beweise kauft.

Kann man unter Art. 5 "abhaken"... (öffentliches Interesse,Treu und Glauben)

http://www.admin.ch/ch/d/sr/101/a5.html

 

 

 

und ausserdem haben wir noch das CERN und dort lassen wir im notfall alles in einem schwarzen loch verschwinden.

 

.. wird schwierig werden...

http://www.lhc-facts.ch/index.php?page=schwarze_loecher

 

P.S: ..und den wichtigsten Auslegungsregel nicht vergessen:

 „Lex Specialis vor Lex Generalis“ bzw. im Original

 

"Lex specialis derogat legi generali"

 

 

weico

 

 

MarcusFabian
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Öhhhhm, die Disukssion entfernt sich von Thema "Geldsysteme".
Wollt ihr beide nicht in einen Juristen-Thread wechseln oder einen eröffnen?

Ich meine, dass "Recht" und "Gerechtigkeit" zweierlei paar Stiefel sind, weiss ja mittlerweile jeder, der älter als 12 Jahre ist Wink

 

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MarcusFabian hat am 09.05.2013 - 20:39 folgendes geschrieben:

Öhhhhm, die Disukssion entfernt sich von Thema "Geldsysteme".
Wollt ihr beide nicht in einen Juristen-Thread wechseln oder einen eröffnen?

Ich meine, dass "Recht" und "Gerechtigkeit" zweierlei paar Stiefel sind, weiss ja mittlerweile jeder, der älter als 12 Jahre ist smiley

 

Exakto.

Da es "aprecio" anscheinend nicht "weiss", vermute ich in seinem Nichtwissen aber weniger sein Alter... sondern ehe ein Migrationshintergrund gepaart mit einer tiefe Enttäuschung (zu hohe Erwartungshaltung..? ) über das schweizerische Rechtssystem.

 

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naja ein wenig ausholen war nötig.

von mir aus nehme ich das recht zu schweigen in anspruch und belasse weico im glauben, dass sein system unfehlbar ist.

der wissende weiss, dass er glauben muss. dürrenmatt

gute unterhaltung.

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aprecio hat am 09.05.2013 - 20:59 folgendes geschrieben:

 

naja ein wenig ausholen war nötig.

von mir aus nehme ich das recht zu schweigen in anspruch und belasse weico im glauben, dass sein system unfehlbar ist.

der wissende weiss, dass er glauben muss. dürrenmatt

gute unterhaltung.

Unfehlbar..??  :mosking:

Keineswegs !!! :

http://www.cash.ch/comment/523418#comment-523418

 

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