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Elias
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beim ersten Teil des sind wir gleicher Meinung-

 

MarcusFabian hat am 09.05.2013 - 02:52 folgendes geschrieben:

Uneinig sind wir uns in dem Punkt, ob und wie es dazu kommen könnte, dass die Umlaufgeschwindigkeit wieder steigt. Also, dass die Konsumenten und Unternehmen wieder Kredite nachfragen und die Banken selbige gewähren. Dass die Konsumenten aufhören zu sparen und ihr Geld ausgeben. Kurz, dass die in den letzten Jahren neu erzeugte Geldmenge nachfragewirksam wird.


Ich habe Dir damals darauf geantwortet, dass steigende Zinsen oder steigende Teuerung (beides geht ja meist Hand-in-Hand) der Auslöser sein könnte.


Nach diesen Antworten meinerseits nun die obligatorische Gegenfrage an Dich:

Gehst Du davon aus, dass die Umlaufgeschwindigkeit für die nächsten Jahre/Jahrzehnte auf diesem tiefen Niveau verharrt? Und wenn ja, mit welcher Begründung?

Höhere Zinsen führen zu höheren Hypo- und Mietzinskosten, was den Konsum hemmt. Teuerung führt auch nicht zu Mehrkonsum. Man muss sich dann entscheiden, was man mit dem Geld noch kaufen kann. Die kürzliche Schliessung einer Saturn-Filiale hat gezeigt, was die Leute zum Busch herausholen kann. Aber selbst Rabattschlachten helfen manchmal nicht weiter. Autos werden auf Halde produziert, nachdem zuvor mit Abwrackprämien eine Kaufwelle ausgelöst wurde.

Man soll nicht von sich auf andere schliessen. Ich tue es trotzdem und frage mich darum, was man denn noch alles kaufen muss oder will. Ich habe mehr, als man zum Leben braucht. Eine Finca oder Yacht wäre sicher eine feine Sache, nur fehlt mir die Zeit dafür. Die immer mehr werdenden Senioren werden nicht jeden Mainstream mitmachen.

Neue Produkte & Technologien werden weiterhin den Konsum hoch halten. Steigende Energiepreise können zum Umstieg auf energieeffiziente Modelle motivieren oder zum Bau einer Solaranlage.

Ich sehe nicht, wie die Umlaufgeschwindigkeit wesentlich und auf Dauer erhöht werden kann. Schwankungen wird es sicher geben. Bei den Immobilien zeichnet sich ein Ende ab. Wehe wenn es zu einem stärkeren Einbruch kommt.

 

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weico
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MarcusFabian hat am 09.05.2013 - 02:52 folgendes geschrieben:

Gehst Du davon aus, dass die Umlaufgeschwindigkeit für die nächsten Jahre/Jahrzehnte auf diesem tiefen Niveau verharrt? Und wenn ja, mit welcher Begründung?

 

 

Auf kurze Sicht.. (als Beispiel: Mehrheit der EU )

..in einer (deflationären) Rezessions-Phase,wie JETZT, bleibt die Umlaufgeschwindigkeit TIEF (Liquiditätsfalle) . Ein hoher Zinsanstieg würde,in der jetzigen (Verschuldungs)Situation,das System schlicht zerreissen. ....  :bomb:

 

Prognosen auf Jahrzehnte hinaus ...sind ,Mir jedenfalls,schlicht zu unseriös..

 

Den zukünftigen Schuldenzahlern bzw. Nachschuldnen geht's (Vielerorts) ja richtig mies:

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/EUArbeitslosenquote-kl...

http://www.20min.ch/finance/dossier/eurokrise/story/EU-wird-Fluch-der-Ar...

 

P.S:...eigentlich beschreibt dieser "wiki-Artikel" ,unser Geldsystem, ja ziemlich treffend.. :

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Kreditgeld

 

weico

weico
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Bernd Lucke,AfD, im Interview:

https://www.youtube.com/watch?v=odqnOzjv6II

 

Streitgespräch zwischen  Lucke (AfD) und  Snower (IfW-Kiel)

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/raus-aus-dem-euro-afd-will-nicht-z...

 

Der deutsche Wähler hat,am 22.September, nun eine echte Alternative (das EU-Schlamassel zu wenden/ändern)... !

 

Am Wahlende heisst es aber so-oder-so...:

Jedem (Volk) das Seine...!

 

weico

sime
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MarcusFabian hat am 09.05.2013 - 02:11 folgendes geschrieben:

sime hat am 08.05.2013 - 03:58 folgendes geschrieben:

 

Aus diesem Beispiel komme ich zum Schluss, dass wir es niemals mit einer Hyperinflation zu tun bekommen, sondern mit einer Deflation, da eindeutig klar ist, dass der Fehler begangen wurde, Kreditausfälle mit neuen Krediten zu kompensieren versuchen.

Deflation und Hyperinflation sind nahe Verwandte. Beide haben ihre Ursache im Vertrauensverlust, in einer Kreditklemme.

Bei der Defla werden keine Kredite vergeben, weil man an der Rückzahlungsfähigkeit des Gläubigers zweifelt, bei der Hyperinfla werden keine Kredite vergeben, weil die Zinsen nicht hoch genug sind, um den Kaufkraftverlust des verliehenen Kapitals zu kompensieren.

Entsprechend das Verhalten der "Kapitalisten":
Defla: Risk-off, es wird von risikoreichen in risikoarme Papiere umgeschichtet.
Hyperinfla: Risk-off, Umschichtung von Papier-Versprechen in Sachwerte.

Der Versuch der ZB, der Deflation durch Ausweitung der Geldmenge zu begegnen, kann durchaus zur Hyperinflation führen, wenn die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes steigt - oder wie Du sagen würdest - Geld von M2/M3 nach M1 fliesst.

Ich habe versucht, das hier aufzuzeigen.

Hallo Marcus

Ich melde mich auch mal wieder. Deine Ausführungen über die Umlaufgeschwindigkeit sind durchaus zutreffend.

Ich habe in meinem Beispiel aufgezeigt, wie sich die Geldmenge entwickeln kann, trotz eines Kreditausfalls. Nämlich, dass sie fast ungehindert ansteigen kann. Ein nicht eingelöstes Versprechen auf Schuldenrückzahlung kann durch ein neues Schuldenrückzahlungsversprechen überdeckt werden, jedoch so, dass die Geldmenge gar nicht in M1 landet, sondern bei der Bank. Dadurch entsteht aber eine Geldknappheit im System, weil der neue Schuldner nun Zinsen aufbringen muss für Geld, das nicht in Umlauf ist. Der Kreditausfall kann so auf lange Sicht niemals kompensiert werden. Die Umlaufgeschwindigkeit nimmt ab und es entsteht Stress im System. Die Banken haben über Jahre, insbesondere in den USA, aber auch in Südeuropa und periphere EU-Staaten Kredite vergeben. Angelockt hat man die Schuldner durch niedrige Zinsen. Das erzeugt in der ersten Phase natürlich einen Wirtschaftsboom. Die Häuserpreise steigen unterdessen, weil nun nach Krediten gerufen wird, um Arbitrage zu betreiben. Irgendwann wird aber nicht mehr gebaut, sondern die Häuserpreise steigen wegen der Spekulation. Nun müssen nur noch die Zinsen angehoben werden und schon schnappt die Falle zu. Der Maurer Fritz verliert seine Arbeit, weil der Häuslebau geht zurück, er kann seine Zinsen nicht mehr abbezahlen und sein Haus geht an die Bank. Damit die Banken über Jahre solche faulen Kredite vergeben konnten, ohne dass es augenfällig wurde, haben sie ein Instrument gefunden, wie man diese aus der Bilanz raushält. Man erfand die Zweckgesellschaft, die sogenannten Special Purpose Vehicles (SPV). All diese Hypotheken wurden dort hinterlegt, als Tochtergesellschaft der Bank.

Ich muss meine Schlussfolgerung aber revidieren, da ich die Geldknappheit im System ohne die Berücksichtigung der FED gemacht habe. Die FED ist die veritable Bad Bank jetzt und kauft und kauft und kauft all diese wertlosen Papiere der Banken, bzw. ihrer SPVs nun ab. Das gleiche Spiel bei den Staatsanleihen. Jedes Mal, wenn Ben Shalom Bernanke die Fortsetzung der Aufkäufe ankündigt, fühlt sich das bei mir wie ein faler Geschmack im Mund an. Die Banken werden entschlackt, die FED kauft all diesen Schrott auf, wo gegenwärtig auch die SNB über den Stabfond profitiert und die Banken sitzen auf Unsummen von Geld. Es ist einfach Betrug und Falschgeld. Ich glaube Elias, wenn er sagt, die Umsätze an der Börse sind mager, ich kann das selber schlecht überprüfen, weil mir die Erfahrungswerte fehlen. Was machen die Banken mit diesem Geld? Sie investieren es kaum an der Börse, sie investieren es vielleicht noch in neue Staatsanleihen, aber was bleibt dann noch? Die Rohstoffpreise sind relativ stabil im Moment, die Edelmetalle sind es auch nicht. Ich kann nur eines erahnen, das ist das Abwarten. Die Kreditnachfrage in diesem Wirtschaftsumfeld schwindet, also können die Banken das Geld, das sie von der FED in den Rachen geschoben kriegen, nicht in die Wirtschaft pumpen. Weil eben auch die Wirtschaftsgüter knapper werden, wegen des lahmenden Wachstums, haben wir es mit einer schleichenden Inflation zu tun, obschon wie gesagt, das Geld im System knapp wird. Das Risiko eines deflationären Schocks wird durch die FED abgefedert, die Banken werden entschlackt und sitzen danach auf Unmengen Geld, das sie aber nicht anlegen können. Also was braucht es? Meine traurige Schlussfolgerung daraus: Diese Psychopathen warten auf Krieg, Krieg gegen Iran, gegen Russland und China. Genau darauf läuft es hinaus. Sie horten nun dieses Geld bei den Zentralbanken. Dann nämlich können sie den kriegsführenden Staaten wieder Unsummen Geld verleihen, die Staaten werden sich über das Mass hinaus verschulden. Ich füge dem noch das Argument dazu, dass die FED ihre Aufkäufe niemals mehr mit Gewinn verkaufen kann, weil schlicht kein Käufer dafür gefunden werden kann. Der Reputationsverlust der FED wird derart gross sein, dass alle das Vertrauen in den Greenback verlieren werden und in andere Währungen oder in Gold/ Silber flüchten werden. Deshalb haben es diese Kräfte auf Krieg abgesehen,  einen echten Weltkrieg. Nach dem Krieg, falls es nicht zu einer nuklearen Katastrophe gekommen ist, wenn der Planet noch lebt, kommen diese Banken dann als Heilsbringer hervor, indem sie sagen, hört, ihr könnt eure Schulden niemals mehr abbezahlen, die Wirtschaft muss jetzt wieder aufgebaut werden, deshalb streichen wir eure Schulden und wir beginnen von vorne, mit einer neuen Währung soll alles besser werden. Das ist meine Vermutung, was diese gottlosen Satanisten im Schild führen.  Warum wohl drängt die USA auf einen raschen Machtwechsel in Syrien? Warum wird der Iran wirtschaftlich in die Knie gezwungen? Ich habe hier noch einen Artikel, der eigentlich auch in den Goldthread passen würde. Die Frage, ob deflationärer Schock oder Hyperinflation kann ich nur so beantworten, dass ich denke, dass sie es niemals zu einer Hyperinflation kommen werden lassen, weil sie ihre grösste Macht, die Macht ihres Kontrollinstrumentes, das Geld, verlieren würden. Alle Welt könnte sich so billig von seinen Schulden trennen, natürlich mit dem Verlust des Geldwerts, doch die Banken könnten sich dann nicht mehr als Gläubiger für eine Währungsreform in die erste Reihe rücken. Die Gefahr des deflationären Schocks besteht weiterhin, doch die FED wird alles daran setzen, dass es nicht soweit kommt und die AIPAC oder USrael werden den Druck auf den Iran weiter erhöhen, wie ja im Artikel klar und deutsch zu lesen ist. Ab 1.Juli soll Iran seine Ölgeschäfte nicht mehr über die Türkei und die Emirate mit Gold abwickeln können. Ich kann nur sagen, dass Putin die grösste Hoffnung für die Menschheit ist. Er bietet diesen Mächten die Stirn und ich kann nur hoffen, dass er diese Kräfte solange in Schach halten kann, dass es zuerst zu einem deflationären Schock kommt, bevor es zum grossen Krieg kommt. Dazu habe ich noch ein Video über Putin.

http://www.youtube.com/watch?v=GVunDtQJ6D4&list=FLOr0zikAwxw9bc4E3mfBpKQ...

Elias
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sime hat am 24.05.2013 - 15:17 folgendes geschrieben:

Deine Ausführungen über die Umlaufgeschwindigkeit sind durchaus zutreffend.

Es bleibt die Frage, warum Geld von M2 plötzlich mach M3 fliessen soll. Unsere Märkte sind weitgehend gesättigt. Das BIP pro Kopf kann nicht ewig steigen.

Keiner konnte bis anhin realistische Beispiele bringen, was bei uns zu einer dauerhaften erhöhten Umlaufgeschwindigkeit führen kann.

Die Banken ersaufen im Geld und drücken den Zins auf Null (ZKB) oder vielleicht irgendwann ins Minus. Trotzdem wandert das Geld nicht nach M3.

 

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sime
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Elias hat am 24.05.2013 - 15:28 folgendes geschrieben:

sime hat am 24.05.2013 - 15:17 folgendes geschrieben:

Deine Ausführungen über die Umlaufgeschwindigkeit sind durchaus zutreffend.

Es bleibt die Frage, warum Geld von M2 plötzlich mach M3 fliessen soll. Unsere Märkte sind weitgehend gesättigt. Das BIP pro Kopf kann nicht ewig steigen.

Keiner konnte bis anhin realistische Beispiele bringen, was bei uns zu einer dauerhaften erhöhten Umlaufgeschwindigkeit führen kann.

Die Banken ersaufen im Geld und drücken den Zins auf Null (ZKB) oder vielleicht irgendwann ins Minus. Trotzdem wandert das Geld nicht nach M3.

 

Richtig. Die Zinsen sind nahe Null und die Sparer werden nicht mehr belohnt. Wenn es zutrifft, dass wie Du sagst, die Umsätze an der Börse mager sind, dann kann ich mir die Allzeithochs trotz der schwachen Wirtschaft nur so erklären, dass die Sparer wegen der fehlenden Rendite ihr Geld nach M3 transportieren, um dort die fehlende Rendite reinzuholen. Die Banken sind es ja nicht. Sie sitzen auf Unsummen Geld, doch sie investieren es nicht an der Börse, weil sie wissen, dass die Blase platzen wird. Sie warten an der Seitenlinie und hoffen auf Krieg. Der Zins kann unmöglich ins Minus gehen, auch wenn die EZB das ins Visier genommen hat. Wer will dann noch Geld horten? Wir hätten es sofort mit einer Plünderung des Sparkontos zu tun und einer Flucht in Sachwerte. Hyperinflation. Die mageren Umsätze trotz Allzeithochs sind die Folge der Nullzinspolitik. Die kleinen Fische, die ihr Geld an die Börse transportieren. Kannst Du mir sagen, ob die KGVs nicht weit über 15 - 20 sind? Darüber ist doch höchst bedenklich, angesichts der Wirtschaftslage.

Elias
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sime hat am 24.05.2013 - 16:19 folgendes geschrieben:

dann kann ich mir die Allzeithochs trotz der schwachen Wirtschaft nur so erklären, dass die Sparer wegen der fehlenden Rendite ihr Geld nach M3 transportieren, um dort die fehlende Rendite reinzuholen.

Das kann sein.

Aber erhöht sich deswegen die Umlaufgeschwindigkeit, wenn man sein Geld an der Börse verzockt?

Die Umlaufgeschwindigkeit umfasst dabei sämtliche Zahlungsarten, wobei Barmittel relativ langsamer umlaufen als Sichtguthaben, die wesentlich häufiger für  :bye: Zahlungen eingesetzt werden als das Bargeld – mit zunehmender Tendenz. http://de.wikipedia.org/wiki/Umlaufgeschwindigkeit_%28Geld%29

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Elias hat am 24.05.2013 - 20:42 folgendes geschrieben:

sime hat am 24.05.2013 - 16:19 folgendes geschrieben:

dann kann ich mir die Allzeithochs trotz der schwachen Wirtschaft nur so erklären, dass die Sparer wegen der fehlenden Rendite ihr Geld nach M3 transportieren, um dort die fehlende Rendite reinzuholen.

Das kann sein.

Aber erhöht sich deswegen die Umlaufgeschwindigkeit, wenn man sein Geld an der Börse verzockt?

Die Umlaufgeschwindigkeit umfasst dabei sämtliche Zahlungsarten, wobei Barmittel relativ langsamer umlaufen als Sichtguthaben, die wesentlich häufiger für  smileyZahlungen eingesetzt werden als das Bargeld – mit zunehmender Tendenz. http://de.wikipedia.org/wiki/Umlaufgeschwindigkeit_%28Geld%29

 

Achso, jetzt weiss ich, was Du meinst. Die von MF aufgezeigten Szenarien der Umlaufgeschwindigkeit sind meines Erachtens korrekt. Er hat ja nicht geschrieben, dass die Umlaufgeschwindigkeit wieder steigt, sondern lediglich aufgezeigt, dass wenn sie steigen sollte, die Notenbanken diametral dazu die Geldmenge reduzieren müsste, um einer galoppierenden Inflation zu entgehen. Das stimmt. Die wirkliche Gretchenfrage lautet also: Was könnte der initialzündende Impuls sein, dass die Umlaufgeschwindigkeit in M1 plötzlich wieder steigt?

Mir kommen nur folgende Punkte in den Sinn, welche dies bewirken könnten:

- Hohe Kreditnachfrage, welche wirtschaftliche Aktivität nach sich zieht. Aufhebung der Kreditklemme.

- Steuersenkungen und Anhebung der Löhne für die Mittelklasse über die durch Stagflation erzeugte Inflationsrate hinaus, finanziert durch den Schuldenausbau des Staates.

- Bondcrash der US-Treasuries (China, Japan, Russland und Emirate würden sofort ihre Dollarreserven panikartig in Sachwerte tauschen). Könnte auch die Folge sein von Negativzinsen oder negativem Diskontsatz.

- Goldverbot. Der Staat verbietet der Besitz von Gold und verlangt die Rückgabe dessen gegen Papierwährung. Dieses aufoktruierte Tauschgeschäft müsste über die Herausgabe von neuen Staatsanleihen finanziert werden, sprich Neugeld.

- Eine Weltneuheit in Sachen Erfindung und Innovation, welche nicht durch die öffentliche Hand, sondern privater Konsum gefragt ist und einen neuen Sektor begründet. Keine Substitutionsgüter, sondern Komplementärgüter, da das eine nicht das andere vom Markt verdrängen darf. Also keine medizinische Erfindung und keine militärische Waffenentwicklung, welche staatsfinanziert sind. Etwas wie die IT- Branche in den 80er.

- Krieg

 

Die für mich realistischen Szenarien, die tatsächlich eintreffen könnten, wäre der Bondcrash, das Goldverbot und Krieg. Alles andere wäre wünschenswert, doch unrealistisch.

Das absolut grösste Problem aber ist, wie MF richtig schreibt, dass die FED oder die Notenbanken nicht über die notwendigen Kontrollmechanismen verfügt, um die Geldmenge proportional zur Veränderung der Umlaufgeschwindigkeit nach unten anzupassen mit den nun getätigten Offenmarktgeschäfte. Weil sie das Geld in M3 schöpft, hat sie keinen zeitlich direkten Einfluss auf M1.  Die FED kann in M1 nur sehr beschränkt und marktverzerrend direkt eingreifen. Man stelle sich vor, die FED hätte 2007/ 2008 / 2009 anstatt die Banken die Immobilieneigentümer gerettet, was dies bewirkt hätte? Die Preise der Immobilien wären nicht ins Bodenlose gefallen, welche die FED nun durch die Aufkäufe der Hypothekenpapiere nun wieder künstlich anhebt. Sprich dieser Preissturz des Häusermarktes wäre nicht eingetroffen. Das Problem der Krise war ja einerseits die 2006 angehobenen Leitzinsen und andererseits die Zwangsenteignungen, die zum Einbruch der Marktpreise geführt hat, wonach Eingenkapitalnachforderungen fällig wurden, was eine Abwärtsspirale einleitete. Nicht vergessen natürlich das unter Bush geförderte GSE- Programm, wo das Eigenkapital vom Staat bezahlt wurde. Anders hätten Herr und Frau America gar keine Kredite bekommen. Angenommen, die FED hätte die Hypotheken damals den Banken abgekauft statt heute und die Immobilienbesitzer wären quasi geschenkt zu ihrem Eigenheim gekommen, was wäre passiert? Die Banken hätten enorm viel Geld auf einmal erhalten. Zusätzlich hätten die Immobilienbesitzer die Wahl zwischen Hausverkauf und Mietwohnung mit viel Geld oder Hausbesitz ohne zusätzliche Mittel. Nun, angenommen die Besitzer entscheiden sich das Haus zu verkaufen, muss ja ein Käufer gefunden werden. Die Banken hätten natürlich nun die Mittel neue Kredite zu vergeben. Also kommt nun der bisherige Mieter X und möchte gerne nun auch Hausbesitzer werden. Er bekommt den Kredit gesprochen, aus Geld, das durch die Rettungsmassnahme der FED zustande kam. Dieses Geld geht nun an den Profiteur, der das Haus geschenkt bekam. Dieser zieht nun in die Mietwohnung von Mieter X und Mieter X wird Hausbesitzer. Der Profiteur hat nun viel Geld zum Ausgeben. Dadurch erhöht sich die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes. Aber das Gute wäre, es kurbelt die Wirtschaft an, z.B. die Autobranche in Detroit. Die Inflation wäre natürlich in M1 spürbar, jedoch so, dass der Mieter X bei einer vernünftigen Anpassung der Leitzinsen seinen Kredit abbezahlen kann, weil er Arbeit hat. Die Banken würden auch so funktionieren, jedoch nicht, dass sie die alleinigen Profiteure der Rettungsmassnahmen sind. Was wäre wohl vernünftiger gewesen? Denn eine weitere Massnahme zur Eindämmung der Umlaufgeschwindigkeit hätte so aussehen können, dass der Staat auch davon profitiert. Nämlich so, dass die Profiteure der zahlungsunfähigen Hauseigentümer nach Rettung, einen beachtlichen Teil davon hätten versteurn müssen, so dass sich die Entscheidung zwischen Mietwohnung und viel Geld oder Hausbesitzer verschärft hätte. Der Staat hätte so viel Geld einnehmen können, um sein Staatsdefizit zu sanieren, damit die Verschuldung eingedämmt werden kann. Aber Nein, der Staat musste als Bürge und Gläubiger die Banken retten, die Autobranche etc. und muss nun weiter das Hamsterrad drehen, die Steuerzange anziehen, die Schulden stets erhöhen und die Zinsen auf Kredite sind nahe Null und nicht in der Lage sich zu erhöhen, ohne die Wirtschaft zu strangulieren, der Bondcrash ist auch vorprogrammiert. Welche Massnahme hätte wohl China, wenn es hätte entscheiden können, für sich wohl gewählt? Denn China profitiert einerseits von einem Schuldenabbau des Staates und andererseits von der Konsumnachfrage in den USA.

Wie dem auch sei, die FED hat sich für die Variante der Bankenrettung entschieden, welche nun durch die Aufkäufe riesige Summen Gelder kassieren. Die Umlaufgeschwindigkeit in M1 nimmt weiter ab und eine Umkehr ist ohne Krieg, Goldverbot oder Bondcrash nicht in Sicht. Egal, was für Arbeitslosenzahlen präsentiert werden, man kann sie nicht ernst nehmen, weil in M1 herrscht definitiv Geldknappheit, was aber wegen der Stagflation zu einer Inflation führt, was die Geldknappheit zusätzlich verschärft. Eine Abwärtsspirale sondergleichen. Wenn die Arbeitslosigkeit sinkt, dann nur weil Billigjobs geschaffen werden und überqualifiziertes Personal akquiriert wird aus der Not. Nicht vergessen, jeder der aus den Arbeitslosengelder rausfliegt, wird in der Statistik nicht mehr aufgeführt. Die Obdachlosen und die FoodStamps sprechen Bände.

 

Elias
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sime hat am 25.05.2013 - 13:08 folgendes geschrieben:

Die für mich realistischen Szenarien, die tatsächlich eintreffen könnten, wäre der Bondcrash, das Goldverbot und Krieg. Alles andere wäre wünschenswert, doch unrealistisch.

Und warum soll aus den 3 Gründen die Umlaufgeschwindigkeit steigen?

Crash und Krieg vernichten Vermögen. Das Verbot vermutlich auch. Bei einem Krieg bricht zudem das Angebot und Infrastruktur zusammen. Mir ist nicht bekannt, dass in Syrien die Umlaufgeschwindigkeit angestiegen ist.

Die aufstrebenden Länder haben eine höhere Umlaufgeschwindigkeit, weil der Markt noch nicht gesättigt ist.

Neue Technologien können die Nachfrage etwas ankurbeln. z.B. die kommenden OLED-Fernseher oder sparsamere Autos. Komplementäre Innovation vielleicht auch. In einer überalternden Gesellschaft die entweder schon alles hat und nicht mehr jedem Hype nachrennt oder wegen jahrzehntelanger Arbeitslosigkeit am Existenzminimum lebt, wird die Umlaufgeschwindigkeit nicht steigen.

 

 

 

 

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Elias hat am 25.05.2013 - 13:55 folgendes geschrieben:

sime hat am 25.05.2013 - 13:08 folgendes geschrieben:

Die für mich realistischen Szenarien, die tatsächlich eintreffen könnten, wäre der Bondcrash, das Goldverbot und Krieg. Alles andere wäre wünschenswert, doch unrealistisch.

Und warum soll aus den 3 Gründen die Umlaufgeschwindigkeit steigen?

Crash und Krieg vernichten Vermögen. Das Verbot vermutlich auch. Bei einem Krieg bricht zudem das Angebot und Infrastruktur zusammen. Mir ist nicht bekannt, dass in Syrien die Umlaufgeschwindigkeit angestiegen ist.

Die aufstrebenden Länder haben eine höhere Umlaufgeschwindigkeit, weil der Markt noch nicht gesättigt ist.

Neue Technologien können die Nachfrage etwas ankurbeln. z.B. die kommenden OLED-Fernseher oder sparsamere Autos. Komplementäre Innovation vielleicht auch. In einer überalternden Gesellschaft die entweder schon alles hat und nicht mehr jedem Hype nachrennt oder wegen jahrzehntelanger Arbeitslosigkeit am Existenzminimum lebt, wird die Umlaufgeschwindigkeit nicht steigen.

 

 

 

 

 

Wir müssen da wohl die Umlaufgeschwindigkeit genauer definieren. Also ich verstehe darunter das Verhältnis der Geldmenge zur Gütermenge, wobei die Umlaufgeschwindigkeit die vorhandene Geldmenge so charakterisiert, dass sich auf der Güterseite die Preise in die eine oder andere Richtung verändern. Bei Inflation ist die Umlaufgeschwindigkeit wachsend, entweder weil die Gütermenge im Verhältnis zur Geldmenge weniger schnell wächst oder gar abnimmt, oder weil die Geldmenge unabhängig von der Gütermenge wächst.

Bei Krieg wird die Gütermenge zerstört, Güter werden knapp und die Inflation steigt, weil die Geldmenge nun grösser ist als die Gütermenge, da ja diese mutwillig zerstört wird. Die Geldmenge ist also nicht gestiegen, aber die Gütermenge ist gesunken. Die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes steigt also genau gleich, wie wenn ich die Geldmenge unabhängig der Gütermenge erhöhe.

Beim Bondcrash wird Vermögen vernichtet, das ist so. Jedoch ist zugrunde liegende Währung der Bonds zerstört, weil der Staat sein Vertrauen verspielt hat, das den Wert seiner Geldwährung damit zerstört. Die Bonds sorgen ja auch dafür, dass die Gelder nicht in die Gütermenge fliessen, sondern parkiert sind. Wenn dieses Geld sein Vertrauen verliert, weil dem Staat das Vertrauen auf Rückzahlung verloren geht oder was auch immer der Auslöser sein mag, dann hat zur Folge, dass die zugrunde liegende Währung kapputt geht. Also gehen doch alle, welche von dieser Währung Reserven haben in die Gütermenge. China hat glaube ich über 5 Billionen Dollars in seinen Tresors. Wenn der Bondmarkt crashed, dann werden sie versuchen noch soviel für ihre Dollars zu bekommen, wie nur irgend möglich. Das kann man nur in der Gütermenge. Die Umlaufgeschwindigkeit wird steigen, weil die Preise explodieren.

Das Gold ist ähnlich wie die Bonds, es ist parkiertes Geld. Wenn Gold verboten wird, man also gezwungen ist, das Gold in einer gesetzten Frist gegen Dollars umzutauschen, kommt mehr Geld in Umlauf. Die Geldmenge steigt. Dieses Geld ist auch beim Staat nicht vorhanden, also muss er dieses Geld über Staatsanleihen kaufen, welches an die Goldbesitzer geht. Nun kann man sich ausmalen, dass die Preise für Güter so steigen, sprich auch die Umlaufgeschwindigkeit. Die Umlaufgeschwindigkeit ist kein Indikator für Wohlfahrt, sondern eine Waage zwischen Gütermenge und Geldmenge.

MarcusFabian
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sime hat am 25.05.2013 - 14:43 folgendes geschrieben:


Wir müssen da wohl die Umlaufgeschwindigkeit genauer definieren. Also ich verstehe darunter das Verhältnis der Geldmenge zur Gütermenge,

 

Das ist von der Definition her richtig aber entspricht nicht der Realität:
Die Umlaufgeschwindigkeit lässt sich nicht direkt messen. Sie lässt sich nur aus Geldmenge und BNP errechnet (bzw. dem jeweiligen Delta). Von daher ist es mathematisch korrekt, was Du schreibst. Mal ganz abgesehen davon, dass die Quantitätsgleichung äusserst umstritten ist, weil Preise eine Funktion des Verkaufes und nicht des Bezahlens sind. Aber das nur nebenbei.

Was ich mit Umlaufgeschwinditkeit (Realität) meine und Elias wahrscheinlich auch ist, was die Menschen, die Firmen, die Banken mit ihrem Geld tun. Wird es gespart oder ausgegeben? Wird es ausgegeben erhöht sich die Umlaufgeschwindigkeit. Werden Schulden bezahlt oder wird es gespart, verringert sie sich.

sime hat am 25.05.2013 - 14:43 folgendes geschrieben:

Jedoch ist zugrunde liegende Währung der Bonds zerstört, weil der Staat sein Vertrauen verspielt hat, das den Wert seiner Geldwährung damit zerstört.

Hier nähern wir uns dem Kernpunkt des Streites zwischen Elias und mir:

Wir sind uns einig darüber, dass über die Güterseite (steigend/sinkend Angebot/Nachfrage) die Preise bestimmt werden.

Wo wir uns nicht einig sind ist, ob auch über steigendes Angebot der Gegenseite zu den Gütern, der Geldmenge, die Preise beeinflusst werden. Also frei nach: "Wenn mehr Geld einer konstanten Gütermenge gegenübersteht, steigen die Preise", was etwa meine Meinung reflektiert.
Elias hingegen sieht aktuell trotz steigender Geldmenge fallende Preise für die Zukunft.

(Elias, Du korrigierst bitte, wenn ich Dich falsch interpretiere!)

Die Kernaussage liegt in dem einfachen Wort "Vertrauen". Wir haben ein Fiat-Money-System, das rein auf Vertrauen basiert. Dem Vertrauen darauf, dass man für den Geldschein der Zentralbank x oder y auch morgen noch in etwa gleich viel kaufen kann wie heute.

Man könnte deshalb die durchaus berechtigte Frage von Elias "Was könnte die Umlaufgeschwindigkeit erhöhen" auch umformulieren als: "Was könnte das Vertrauen in die Währung zerstören". Denn eines ist sicher: Wenn das Geld nicht mehr akzeptiert wird, wird jeder sofort sein Geld in Sachwerte tauschen und dann haben wir eine sehr stark steigende Umlaufgeschwindigkeit innert kürzester Zeit. Und somit natürlich auch steigende Preise.

 

sime
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MarcusFabian hat am 25.05.2013 - 17:51 folgendes geschrieben:

sime hat am 25.05.2013 - 14:43 folgendes geschrieben:

 

Wir müssen da wohl die Umlaufgeschwindigkeit genauer definieren. Also ich verstehe darunter das Verhältnis der Geldmenge zur Gütermenge,

 

Das ist von der Definition her richtig aber entspricht nicht der Realität:
Die Umlaufgeschwindigkeit lässt sich nicht direkt messen. Sie lässt sich nur aus Geldmenge und BNP errechnet (bzw. dem jeweiligen Delta). Von daher ist es mathematisch korrekt, was Du schreibst. Mal ganz abgesehen davon, dass die Quantitätsgleichung äusserst umstritten ist, weil Preise eine Funktion des Verkaufes und nicht des Bezahlens sind. Aber das nur nebenbei.

Was ich mit Umlaufgeschwinditkeit (Realität) meine und Elias wahrscheinlich auch ist, was die Menschen, die Firmen, die Banken mit ihrem Geld tun. Wird es gespart oder ausgegeben? Wird es ausgegeben erhöht sich die Umlaufgeschwindigkeit. Werden Schulden bezahlt oder wird es gespart, verringert sie sich.

sime hat am 25.05.2013 - 14:43 folgendes geschrieben:

Jedoch ist zugrunde liegende Währung der Bonds zerstört, weil der Staat sein Vertrauen verspielt hat, das den Wert seiner Geldwährung damit zerstört.

Hier nähern wir uns dem Kernpunkt des Streites zwischen Elias und mir:

Wir sind uns einig darüber, dass über die Güterseite (steigend/sinkend Angebot/Nachfrage) die Preise bestimmt werden.

Wo wir uns nicht einig sind ist, ob auch über steigendes Angebot der Gegenseite zu den Gütern, der Geldmenge, die Preise beeinflusst werden. Also frei nach: "Wenn mehr Geld einer konstanten Gütermenge gegenübersteht, steigen die Preise", was etwa meine Meinung reflektiert.
Elias hingegen sieht aktuell trotz steigender Geldmenge fallende Preise für die Zukunft.

(Elias, Du korrigierst bitte, wenn ich Dich falsch interpretiere!)

Die Kernaussage liegt in dem einfachen Wort "Vertrauen". Wir haben ein Fiat-Money-System, das rein auf Vertrauen basiert. Dem Vertrauen darauf, dass man für den Geldschein der Zentralbank x oder y auch morgen noch in etwa gleich viel kaufen kann wie heute.

Man könnte deshalb die durchaus berechtigte Frage von Elias "Was könnte die Umlaufgeschwindigkeit erhöhen" auch umformulieren als: "Was könnte das Vertrauen in die Währung zerstören". Denn eines ist sicher: Wenn das Geld nicht mehr akzeptiert wird, wird jeder sofort sein Geld in Sachwerte tauschen und dann haben wir eine sehr stark steigende Umlaufgeschwindigkeit innert kürzester Zeit. Und somit natürlich auch steigende Preise.

 

 

Alles korrekt. Vielleicht hast Du mich falsch verstanden. Ich habe nirgendwo geschrieben, dass die Umlaufgeschwindigkeit eine messbare Grösse ist. Wenn man so will, ist die Umlaufgeschwindigkeit die Variabilität des Preises, obschon das nicht ganz korrekt ist, weil sich a) die Geldmenge unabhängig der Gütermenge über die Zinsen und Zinseszinsen verändern kann oder durch Offenmarktgeschäfte der Notenbanken b ) die Gütermenge mutwillig zerstört oder verknappt werden kann. Im Grunde ist es simpel und es benötigt auch keine Einheit der Umlaufgeschwindigkeit. Man nimmt den Warenkorb (BIP) zur Zeit x als Gütermenge und setzt ihn in Relation zur Geldmenge. Die Veränderung der Gütermenge zur Zeit y und die Veränderung der Geldmenge zur Zeit y mit dem Quotienten des Gütermenge/Geldmenge Ratios zur Zeit x ergibt die Umlaufgeschwindigkeit. Im Grunde heisst es nichts anderes, als die mathematische Feststellung, wieviele Dollars erheben Anspruch auf ein bestimmtes Gut zur Zeit x verglichen mit der Vergangenheit.

 

MarcusFabian
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Das war auch mein Verdacht, dass ich Dich falsch verstanden habe.
Das gehört zu meiner Diskussions-Technik: Man Fragt sein Gegenüber: "Also, wenn ich Dich richtig verstanden habe, dann lautet Deine Aussage so: ..... , ist das korrekt"
Kriegt man ein "ja", kann man weiter diskutieren. Aber eben erst dann! Wink

 

sime
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@ MF

 

Es ist für mich in der Betrachtung jetzt nicht mehr primär die Frage des entweder Sparens oder Konsumierens massgebend. Es ist klar feststellbar, dass die Geldmenge in M1 knapper wird, was Auswirkungen auf die unternehmerische Tätigkeit wie natürlich die Preisentwicklung nach sich zieht. Denn blöd gesagt, kann man das Ersparte verkonsumieren, aber man kann eben auch auf Pump konsumieren durch neue Kredite. Die Sparer werden gegenwärtig im Grunde bestraft, weil die Inflation höher ist als die Verzinsung. Wenn wir uns darin einig sind, dass die Wirtschaft stagniert, wenn nicht sogar schrumpft, die Preise dennoch schleichend steigen, der Ausblick negativ ist, können wir uns der Frage annehmen, wie oder welche Impulse diesen Abwärtsprozess umkehren könnten? Wenn also der Konsum rückläufig ist, egal ob aus dem Sparen heraus oder aus der Kreditnachfrage, was lässt die Preise dann steigen? Oder noch präziser: Warum sinkt die Umlaufgeschwindigkeit, also der wirtschaftliche Austausch bei gleichzeitig steigenden Preisen? Die Antwort darauf hat meines Erachtens weniger mit dem Sparen zu tun, als viel mehr mit der Verschuldung. In jedem Produkt stecken Kredite, die bezahlt werden müssen. Die Verschuldung der Konsumenten und Produzenten bei den Kreditgebern hat eine solch hohe Quote erreicht, das wir einerseits in einer Kreditklemme stecken wegen fehlender Kreditwürdigkeit und andererseits die Preise für lebensnotwendige Bedürfnisse, Sozialausgaben, Steuern etc. soviel vom Einkommen verschlingen, dass der Konsum von sekundären und tertiären Bedürfnissen, auf die man im schlimmsten Fall auch verzichten kann, nichts mehr hergibt. Das Problem ist halt das, dass die, ich nenn sie mal Luxusgüter, enorm zum wirtschaftlichen Wachstum beigetragen haben. Nun ist die Konsumnachfrage rückläufig, Marktsättigung, gepaart mit zu schwachen Einkommen, dass diese Sektoren einbrechen, was zu einer Geldknappheit führt. Gleichzeitig kommt eben auch das Problem mit dem Zinsanteil in der Gütermenge zum Tragen, so dass die Preise weiter steigen, obschon der Konsum sinkt. Die Lebenshaltungskosten und Abgaben sind zu hoch, die Verschuldung ist zu hoch, die Kreditwürdigkeit schwindet, so dass der Konsum für Luxusgüter einbricht, was sich halt negativ auf die Umlaufgeschwindigkeit auswirkt.

Die möglichen Faktoren, die diesen Abwärtsstrudel umkehren könnten, habe ich oben versucht darzustellen. Leider sehe ich keinen einzigen Auslöser, der nicht negativ behaftet ist. Vielleicht siehst Du ja noch andere Wege, wie die Umlaufgeschwindigkeit wieder zunehmen könnte in M1?

Nebukadnezar
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sime hat am 25.05.2013 - 13:08 folgendes geschrieben:

 

 

 

- Eine Weltneuheit in Sachen Erfindung und Innovation, welche nicht durch die öffentliche Hand, sondern privater Konsum gefragt ist und einen neuen Sektor begründet. Keine Substitutionsgüter, sondern Komplementärgüter, da das eine nicht das andere vom Markt verdrängen darf. Also keine medizinische Erfindung und keine militärische Waffenentwicklung, welche staatsfinanziert sind. Etwas wie die IT- Branche in den 80er.

 

 

siehe hier: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/bilder-und-zeiten/interview-mit-neil-gershenfeld-3d-drucker-sind-erst-der-anfang-12098849.html

Ich glaube die meisten sind sich dem Potenzial der neuen Technik nicht bewusst. Sollte es sich, so wie im Interview beschrieben entwickeln, wird dies die gesamte Weltwirtschaft, Finanzwirtschaft und Politik über den Haufen werfen.

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Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.

sime
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Nebukadnezar hat am 25.05.2013 - 19:49 folgendes geschrieben:

sime hat am 25.05.2013 - 13:08 folgendes geschrieben:

 

 

 

- Eine Weltneuheit in Sachen Erfindung und Innovation, welche nicht durch die öffentliche Hand, sondern privater Konsum gefragt ist und einen neuen Sektor begründet. Keine Substitutionsgüter, sondern Komplementärgüter, da das eine nicht das andere vom Markt verdrängen darf. Also keine medizinische Erfindung und keine militärische Waffenentwicklung, welche staatsfinanziert sind. Etwas wie die IT- Branche in den 80er.

 

 

siehe hier: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/bilder-und-zeiten/interview-mit-neil-gershenfeld-3d-drucker-sind-erst-der-anfang-12098849.html

Ich glaube die meisten sind sich dem Potenzial der neuen Technik nicht bewusst. Sollte es sich, so wie im Interview beschrieben entwickeln, wird dies die gesamte Weltwirtschaft, Finanzwirtschaft und Politik über den Haufen werfen.

 

Danke für das Beispiel, genau so eine Erfindung meinte ich. Ob es das bringt, was es verspricht, bleibt abzuwarten. Wenn ich mir um Mitternacht einen Hamburger ausdrucken könnte in Zukunft, wäre das natürlich Klasse. Biggrin Ne, im Ernst, die Erfindung klingt ja schon vielversprechend, aber ich bin da etwas skeptisch. Die Rohstoffe, Atome, Moleküle müssen ja auch noch angeschafft werden, wie heute noch die Tintenpatronen, die allzu schnell "halbleer" sind und nichts mehr drucken. Auch die DPD oder FedEx hätte dann weniger zu tun. Ich habe da mehr so an fliegende Autos gedacht oder an 3D-Hologramme. Ich will auch gar nicht am alten System feilen, damit es noch etwas länger funktioniert, ich möchte endlich freie Energie und ein freiheitliches und faires Geldsystem. Wir müssen uns lösen von den Lobbyisten und Kriegstreiber, dann steht der Freiheit nichts mehr im Weg.

Elias
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sime hat am 25.05.2013 - 18:18 folgendes geschrieben:

Im Grunde ist es simpel und es benötigt auch keine Einheit der Umlaufgeschwindigkeit. Man nimmt .....

Das es simpel ist, ist mir schon lange klar. Man braucht nur herumzuschauen, was aktuell passiert.

Warum braucht es dann für einen simplen Sachverhalt so lange Postings?

 

Dort wo es komplex wird, lässt man z.B. eine UBS verbal mit ein paar Sätzen fallen und verhöhnt die Verfechter des Bail-out. Alles nur halb so schlimm, man geht zum Bauer mit dem Goldbarren und raspelt ein paar Späne ab. Und in ein paar Wochen ist die WR & Hyperinfla überstanden.

 

 

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Nebukadnezar
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Elias hat am 26.05.2013 - 13:55 folgendes geschrieben:

Alles nur halb so schlimm, man geht zum Bauer mit dem Goldbarren und raspelt ein paar Späne ab. Und in ein paar Wochen ist die WR & Hyperinfla überstanden.

 

 

Wer glaubt in einer solchen Krise mit Gold weit zu kommen irrt sich gewaltig. Anstatt das Geld in Gold, sollte man es besser in einen Garten oder in Tauschmittel, welche die Grundbedürfnisse abdecken, investieren.

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MarcusFabian
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sime hat am 25.05.2013 - 19:20 folgendes geschrieben:

Wenn also der Konsum rückläufig ist, egal ob aus dem Sparen heraus oder aus der Kreditnachfrage, was lässt die Preise dann steigen?

Wie erwähnt: Vertrauensverlust in die Währung!

Zum Beispiel ausgelöst durch einen Bondcrash oder die Erkenntnis, dass die Schulden nie mehr auf legalem Weg zurückbezahlt werden können.

sime hat am 25.05.2013 - 19:20 folgendes geschrieben:

Leider sehe ich keinen einzigen Auslöser, der nicht negativ behaftet ist. Vielleicht siehst Du ja noch andere Wege, wie die Umlaufgeschwindigkeit wieder zunehmen könnte in M1?

1.) Schuldenschnitt. Ist zwar negativ behaftet für Leute mit Geldvermögen (auch Pensionskassen etc.) wäre aber unter dem Strich für Otto Normalverbraucher die beste Variante.

2.) Negative Zinsen bzw. ein Geld, das regelmässig an Wert verliert:

Damit wären die Geldbesitzer gezwungen ihr Geld auszugeben. Grosse Geldvermögen würden über die Jahre hinweg langsam schmelzen. Es gäbe eine Umverteilung von Geld von oben nach unten. Zurück von den reichen Arbeitslosen, die von den Zinseinnahmen leben können zum arbeitenden Mittelstand.

3.) Ein anderes Geldsystem, in dem Geld nicht durch Schulden sondern durch Leistung erzeugt wird. Das bedingt allerdings eine Ablösung des alten Geldsystems. Also eine Währungsreform.

4.) Eine megageile Erfindung, die den den nächsten Kondratieff einläutet. Allerdings stellt sich bei der aktuellen Schuldenlage die Frage, ob diese Erfindung ausreichen kann, um die Zinsen für die aktuelle Geldmenge zu bezahlen. Alternativ dazu eine Erfindung, die nicht Einnahmen generiert sondern Ausgaben spart. Z.B. billige Energie.

 

weico
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sime hat am 25.05.2013 - 20:21 folgendes geschrieben:

Ich will auch gar nicht am alten System feilen, damit es noch etwas länger funktioniert, ich möchte endlich freie Energie und ein freiheitliches und faires Geldsystem. Wir müssen uns lösen von den Lobbyisten und Kriegstreiber, dann steht der Freiheit nichts mehr im Weg.

..und Piggeldy ging mit Frederick nach Hause..

https://www.youtube.com/watch?v=tOxMrGuXgt8

 

:oops:  :angel:

 

weico

 

MarcusFabian
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Nebukadnezar hat am 25.05.2013 - 19:49 folgendes geschrieben:

 


siehe hier: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/bilder-und-zeiten/interview-mit-neil-gershenfeld-3d-drucker-sind-erst-der-anfang-12098849.html

Ich glaube die meisten sind sich dem Potenzial der neuen Technik nicht bewusst. Sollte es sich, so wie im Interview beschrieben entwickeln, wird dies die gesamte Weltwirtschaft, Finanzwirtschaft und Politik über den Haufen werfen.

Ergänzend dazu:

http://www.mckinsey.com/insights/business_technology/disruptive_technolo...

Im TF haben wir für Megatrends einen eigenen Thread.

sime
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Elias hat am 26.05.2013 - 13:55 folgendes geschrieben

Das es simpel ist, ist mir schon lange klar. Man braucht nur herumzuschauen, was aktuell passiert.

Warum braucht es dann für einen simplen Sachverhalt so lange Postings?

 

Warum war Dir dann nicht klar, dass Krieg, Bondcrash oder Goldverbot die Umlaufgeschwindigkeit erhöht?

Was passiert denn Deiner Meinung aktuell? Es gibt auf 100 Meinungen immer 101 Lösungen. Die einen sagen, die Wirtschaft erholt sich, alles kommt gut, die anderen sehen es genau umgekehrt.

Dort wo es komplex wird, lässt man z.B. eine UBS verbal mit ein paar Sätzen fallen und verhöhnt die Verfechter des Bail-out. Alles nur halb so schlimm, man geht zum Bauer mit dem Goldbarren und raspelt ein paar Späne ab. Und in ein paar Wochen ist die WR & Hyperinfla überstanden.

Wäre das Geldsystem weltweit zusammengebrochen, wenn man die UBS hätte fallen lassen? Hätte die UBS auch eine JP Morgan, GS, BoA, HSBC in den Abgrund gerissen? Diese Frage möchte ich gerne wissen.

Wenn wir eines Tages ein neues Geldsystem einführen, wie auch immer es aussehen mag. Das oberste Credo sollte dafür lauten, dass jeder und jede dieses Geldsystem begreift und das keiner daran feilen kann, dass es so abstrakt und komplex wird, dass es nicht einmal mehr von den Erfindern solcher Instrumente durchblickt werden kann. Es ist doch ein Menschenrecht, dass der Mensch versteht, gegen was er seine Waren tauscht, wenn es schon Geld ist. Aber die Allermeisten wissen gar nicht, mit was sie sich eigentlich bezahlen lassen, was der eigentliche Wert ist. Das muss ändern und deshalb unterstütze ich solche Banken wie die UBS nicht, welche soviel Dreck am Stecken haben. Der kategorische Imperativ verbietet es.

 

Elias
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sime hat am 26.05.2013 - 16:07 folgendes geschrieben:

Elias hat am 26.05.2013 - 13:55 folgendes geschrieben

Das es simpel ist, ist mir schon lange klar. Man braucht nur herumzuschauen, was aktuell passiert.

Warum braucht es dann für einen simplen Sachverhalt so lange Postings?

Warum war Dir dann nicht klar, dass Krieg, Bondcrash oder Goldverbot die Umlaufgeschwindigkeit erhöht?

@Gutenbergs &  @Plagiatoren

Weil das ganz klar Unsinn ist. Begründet habe ich weiter oben schon.

Der vermutlich kommende Bondcrash wird es zeigen, dass es wieder einmal mehr nur Wunschdenken ist. Darum verstehe ich nicht, wie man so viel Zeit verbraten kann in dem man so lange Postings zu einem so simplen Sachverhalt verfasst.

Bei der UBS ging es damals doch immer so kurz: UBS allen lassen, Gold raspeln, WR & Hyperinfla aussitzen und alles ist in Butter.

 

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aprecio
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babyboom

könnte die in jahrzehnten kommende welle von pensionierungen eine hohe inflation auslösen? das geld ist ja noch nicht im umlauf.

wo wird das geld dann verkonsumiert werden - inland oder ausland? die löhne werden sich sowieso anpassen müssen: geld verschieben und sonstige aufwände die jetzt banker betreiben werden via computer automatisiert. also werden pfleger eines tages vermutlich mehr verdienen als banker heute.

leute werden dafür angestellt werden, einen kontrollierenden blick auf die von robotern produzierten maschinen zu werfen.

man muss dann nur noch aufpassen, dass die jungen nicht an hungerlöhnen sterben, bevor das ewige leben erfunden wird.

oder die alten erfinden den chip, den man direkt ins hirn pflanzt, damit diese verrückten jugendlichen brav arbeiten.

spannend, spannend...

 

 

aprecio
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All right, all right, but here's something that really might be an issue. Maybe we can agree that too much investment of one sort in one period simply makes investment of different sorts more attractive in the next. But what if during that first period everyone went out and accumulated lots of human capital specifically oriented around that first-period-sort of investment? And then in the second period they didn't have the right kind of human capital! What if everyone learned to write html and then suddenly no one wanted to build websites? Couldn't that be a problem? No, not really, not unless the act of learning one thing makes a person physically unable to learn something else. If too many people invested in the wrong sort of education in the first period, then that should raise the return to investing in the right sort in the second. Just like with houses and fibre.

http://www.economist.com/blogs/freeexchange/2013/05/busts

MarcusFabian
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aprecio hat am 26.05.2013 - 18:32 folgendes geschrieben:

könnte die in jahrzehnten kommende welle von pensionierungen eine hohe inflation auslösen?

 

Meiner Meinung nach eher Nein.

Mal abgesehen vom Geld werden wir das Problem bekommen, dass weniger aktive Menschen (also Altersgruppe 16-65) mehr erwirtschaften müssen, um die Transferleistungen zu gewährleisten.
Ich meine zwar nicht, dass das ein Problem wird, denn schliesslich nimmt auch die Produktivität zu aber es dürfte auch weniger Überschüsse geben, die frei für Luxus verkonsumiert werden können.

Allerdings wird die folgende Generation genug mit eben diesen Transferleistungen zu kämpfen haben. Ich glaube nicht, dass sie zusätzlich auch noch für die Schulden der aktuellen Generation aufkommen wollen und werden.

 

sime
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@Gutenbergs &  @Plagiatoren

Was willst Du damit sagen?

 

Weil das ganz klar Unsinn ist. Begründet habe ich weiter oben schon.

Wenn Du 1 + 1 nicht zusammenzählen kannst, oder auf 3 kommst, ist das nicht mein Problem. :mamba:

 

Der vermutlich kommende Bondcrash wird es zeigen, dass es wieder einmal mehr nur Wunschdenken ist. Darum verstehe ich nicht, wie man so viel Zeit verbraten kann in dem man so lange Postings zu einem so simplen Sachverhalt verfasst.

Das ist wiederum mein Problem. Biggrin

Bei der UBS ging es damals doch immer so kurz: UBS allen lassen, Gold raspeln, WR & Hyperinfla aussitzen und alles ist in Butter.

Da hast Du ungewollt den Nagel auf den Kopf getroffen. Man hat die UBS- Misswirtschaft allen gelassen. Kaum rentierten die Schrottpapiere wieder, wollte sie die UBS umgehend zurückkaufen... JaJa, die armen Banken. Wen meinst Du eigentlich mit Gold raspeln, WR & Hyperinfla aussitzen und alles ist in Butter? Ich glaube, kein einziger hier hat jemals gesagt, alles wäre dann in Butter. In Butter ist erst alles, wenn es das Wort Bank nicht mehr gibt.

 

sime
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weico hat am 26.05.2013 - 14:40 folgendes geschrieben:

sime hat am 25.05.2013 - 20:21 folgendes geschrieben:

Ich will auch gar nicht am alten System feilen, damit es noch etwas länger funktioniert, ich möchte endlich freie Energie und ein freiheitliches und faires Geldsystem. Wir müssen uns lösen von den Lobbyisten und Kriegstreiber, dann steht der Freiheit nichts mehr im Weg.

..und Piggeldy ging mit Frederick nach Hause..

https://www.youtube.com/watch?v=tOxMrGuXgt8

 

smiley  smiley

 

weico

 

 

:roll:

Wer sich solche Videos reinzieht, muss eine intellektuelle Koriphäe sein. Ich empfehle dazu noch die EU-Gesetzgebung zum Thema Lebensmittelhygiene als Nachtlektüre. Ungemein spannend.

Elias
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Trotz Frankenschwäche mehr Geld auf SNB-Konto

Die Giroguthaben der Banken bei der  Schweizerischen Nationalbank SNB stiegen in der Woche zum 24. Mai um gut zwei Milliarden auf 280,97 Milliarden Franken, wie die SNB am Montag mitteilte. Auch der Vorschlag des Internationalen Währungsfonds (IWF), die Schweiz sollte im Fall einer erneuten Franken-Aufwertung Negativzinsen auf Giroguthaben erwägen, hielt Banken nicht davon ab, Geld auf der SNB zu halten. Gegen Ende der vergangenen Woche schwächte sich der Euro zum Franken allerdings wieder ab. Das Kurshoch zur Wochenmitte, als der Euro in der Spitze fast 1,2650 Franken kostete, hatte keinen Bestand. Am Montag notierte der Euro wieder bei 1,2410 Franken. http://www.cash.ch/news/top_news/trotz_frankenschwaeche_mehr_geld_auf_sn...

 

Dorthin fliesst das Geld der Banken, nicht an die Börse.

 

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

weico
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sime hat am 26.05.2013 - 20:31 folgendes geschrieben:

 

smiley

Wer sich solche Videos reinzieht, muss eine intellektuelle Koriphäe sein.

...Exakto !!

Oder schlicht jemand,der sich subsidiarität liebendend ..logisch,libertär,minarchistisch ...transhumanistisch,ethisch-egoistischen Ideen "anlehnt"... 

 :yes:  

 

weico

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