Gesundheitsreform in den USA

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29.04.2009 14:22
#1
Bild des Benutzers profit
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Gesundheitsreform in den USA

Die von Präsident Obama versprochene Gesundheitsreform soll ja nun mit Inhalt gefüllt werden.Versprechungen sind schnell gemacht ,sie einhalten wird sehr viel schwieriger.

Die Arbeitgeber wollen oder können nicht mehr die finanzielle Last der Krankenversicherung für ihre Angestellten tragen.Gleichzeitig ist etwa ein Viertel der Bevölkerung nicht versichert.Zwar wurden im Budget etwa 320Mia.USD.für die Versicherungsreform bereitgestellt,doch entspricht das nur der Hälfte des benötigten Kapitals und der gesamte Betrag wurde komplett über neue Schulden finanziert.

Wie soll nun also der Rest finanziert werden?Jeder schiebt das Problem dem nächsten zu,so wie in der Schweiz auch.Politiker wollen ja wieder gewählt werden,was den Handlungsspielraum der Politik ebenfalls einschränkt.Am einfachsten kann man die Pharmafirmen angreifen.Nur löst man damit das Problem nicht.Zwischen 11%-15% ,(je nachdem wie und was man dazu zählt),machen die Medikamentenpreise an den gesamten Gesundheitskosten aus. Selbst wenn man den Pharmafirmen die gesamte Gewinnmarge streichen würde,wäre man nach einem Jahr wieder bei den gleichen Kosten,wenn die Gesamtgesundheitskosten pro Jahr 4%-5% steigen.Mal abgesehen davon,dass die Pharmabranche ruiniert wäre,(die Branche beschäftigt mehr Personen als GM und Chrysler zusammen)würden auch keine neuen Medikamente mehr entwickelt .Neue Steuern will aber auch keiner zahlen,schon gar nicht,wenn man selber nicht davon profitiert .Gut möglich,dass am Ende gar nichts passiert,oder es gibt nur ein sehr kleines Reförmchen.

Wie heisst es doch,viele Hunde sind des Hasen tod.

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29.04.2009 14:49
Bild des Benutzers Touni
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Gesundheitsreform in den USA

Warum nicht kuerzerhand die beiden "vorzeige" Systeme aus England und Frankreich übernehmen? Das wäre für die Schweiz z.B. auch ein guter Ansatz.

"Die Betrachtung der Dinge, so wie sie sind, ohne Ersatz oder Betrug, ohne Irrtum oder Unklarheit, ist eine edlere Sache als eine Fülle von Erfindungen." Francis Bacon (1561-1626)