Globale Marktsituation

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Johnny P
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Globale Marktsituation

Wie im SMI Thread angekündigt wage ich den Versuch eines zweiten Threads und hab in mal "Globale Marktsituation" genannt, gemäss Vorschlag Fritz im User Disput Thread.

Ich hoffe mit einem zweiten Thread werden wir den unterschiedlichen Bedürfnissen besser gerecht und erzeugen dadurch einen Mehrwert für die Forumsgemeinde.

Was ist hier erwünscht?

- wichtige Konjunturdaten und deren Ergebnisse

- wichtige Zahlen von Unternehmen

- relevante News (möglichst mit Quelle)

- Chartanalysen

- Markteinschätzungen (keine Einzeiler, möglichst gut begründet)

- Sektor- und Intermarketanalysen

Was ist hier nicht erwünscht?

- Daytrades, Optionen, doofe Fragen (doch es gibt sie!!!)

- Off-topic gequatsche

- Hurra rufe

- Bauchgefühle

- User dispute

Das ist mein Vorschlag ich kann die Liste auf Wunsch beliebig editieren. Ich hoffe natürlich, das gerade diejenigen, die sich immer beschweren sich hier einsetzten werden und das die Mods zumindest in diesem Thread gnadenlos löschen was nicht erwünscht ist!

God
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Meine Einschätzungen

Gute Idee, dann mach ich doch gleich mal den Anfang:

Aktuell befinden wir uns klar in einer Baisse. Dies können wir nicht schönreden. Unsere Börsen werden noch mindestens ein Jahr negativ Performen.

Mehr als 4 Jahre Hausse sind sehr ungewöhnlich, dadurch ist diese Korrektur auch sehr gerechtfertigt.

Ich empfehle jedem Anleger Gold zu kaufen, denn nur Gold hat einen wirklichen Wert. Alle Aktien, strukturierten Produkte etc. sind nur Papier und Papier hat nicht wirklich viel Wert.

Bei den Strukturierten Produkten sehe ich die nächste Blase, so etwa in 5-7 Jahren wenn wir die nächste, noch extremere Hausse hinter uns haben. Es gibt unmengen an Strukturierten Produkten von denen kaum einer weiss wie sie wirklich funktionieren und wie sie aufgebaut sind. Dies wird uns einmal noch zum Verhängnis werden.

Wenn man jetzt Aktien kaufen möchte, dann nur Trendfolger. Solche Aktien die seit Jahren Ihren Trend haben, bei fallendem oder bei steigendem Markt.

Als Geheimtipp empfehle ich einen Fonds von Superfund ins Depot zu nehmen. Genau diese Fonds machen nämlich bei Bärenmärkten die beste Nettoperformance. In der letzten Baisse waren es weit über 500%!!

Greezs God

Alles ist möglich...

sunny
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Globale Marktsituation

Diese Woche gilt es am Freitag (vor Marktöffnung) vor allem auf die Zahlen von GE zu achten, die wohl am meisten beachteten Unternehmenszahlen über alle Länder und Märkte. Fallen sie besser als erwartet aus und ist der Ausblick nicht zu negativ, so dürfte die Woche auf der ganzen Welt gut Enden.

revinco
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Re: Meine Einschätzungen

God wrote:

Ich empfehle jedem Anleger Gold zu kaufen, denn nur Gold hat einen wirklichen Wert. Alle Aktien, strukturierten Produkte etc. sind nur Papier und Papier hat nicht wirklich viel Wert.

Ich empfehle vorrangig auch Gold, das Grossteil meiner Investments ist in psysisches Gold bei der Bank aufbewahrt um die Inflation der kommenden Jahren zu trotzen.

Heute habe ich aber ein interessanter Bericht über Aktien als Inflationsschutz gelesen. Denn die Anwesenheit von Inflation zeigt, dass es die Unternehmen erfolgreich schafften, den Preisanstieg an die Kunden weiterzugeben. Das erlaubt den Aktien trotz steigender Inflationsrate nach oben zu gehen.

1980 z.B. stieg der Index der Verbraucherpreise (Consumer Price Index) um mehr als 12%. Trotzdem stieg der Aktienmarkt um 32%. Und obwohl die Inflationsrate in den achtziger Jahren um die 5.6% lag, stellte es sich als günstig für die Aktien heraus: der S&P500 stieg durchschnittlich um 12.6% pro Jahr. Eine aktuelle Analyse von Ibbotson & Associates fand heraus, dass in inflationären Phasen - gemessen von Tiefen zu Höhen - zurückgehend bis zum August 1972, der S&P 500 in 6 von 10 Marktsektoren Boden gewinnen konnte.

Also lassen Sie sich von niemandem davon überzeugen, Ihre Aktien zu verkaufen und Edelmetalle zu erwerben, ebenso wenig wie andere Rohstoffe oder Immobilien. Diese Wertanlagen sollten Teil Ihres Portfolios sein, aber nicht der Hauptanteil.

Dr. Jeremy Siegel, Professor für Finanzen an der Wharton School of the University of Pennsylvania und Autor des Buches "Stocks for the Long Run", hat eine gründliche historische Studie durchgeführt über die Gewinne verschiedener Anlageformen im Lauf der letzten 100 Jahre.

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

revinco
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Globale Marktsituation

Gemäss Ichimoku stehen uns schlechte Zeiten bevor:

Durch die klare Dicke der Wolken sieht man die Resistenz und die verschwindende Gefahr einer false breakout.

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

sunny
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Globale Marktsituation

Ziegelhersteller Wienerberger mit Gewinnwarnung:

Strong first three months followed by lower revenues in second quarter of 2008

Decline of approx. 10% in

operating EBITDA expected

for first half-year

Könnte negative Auswirkungen haben für Companies aus dem Construction Sektor (Geberit, Arbonia, WMH, Holcim).

Touni
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Globale Marktsituation

Vielleicht noch einen Sticky für den Thread?

*Post kann dann gelöscht werden => Übersichtlichkeit!)

"Die Betrachtung der Dinge, so wie sie sind, ohne Ersatz oder Betrug, ohne Irrtum oder Unklarheit, ist eine edlere Sache als eine Fülle von Erfindungen." Francis Bacon (1561-1626)

Johnny P
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SP500

Der SP500 stellte sich v.a. in letzter Zeit als der Taktgeber für die Europäischen Indizes heraus. Nachdem man noch gestern

Nachmittag von einer erfolgreichen Bodenbildung sprechen konnte hat sich das Bild durch die gestrigen Verluste etwas

eingetrübt....wobei keine neuen Lows erreicht wurden. Interessant am gestrigen Abend war, dass der Ölpreis ebenfalls sank und

vorwiegend in Bonds umgeschichtet wurde! Sind wir auf dem Weg von der Inflation in die Deflation?

Im Chart ergibt sich ein gewaltiges Bollwerk an Support zwischen 1220-30, wenn nicht gerade die Welt untergeht werden wir

spätestens dort den langersehnten Rebound sehen. Wie Sunny schon erwähnte wird sehr viel von den GE Zahlen und v.a. dessen

Ausblick abhängen.

„Alles was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.“

Konrad Adenauer

Johnny P
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Dow Jones

Im Dow Jones sehen wir keinen grossen Support in der nähe. Der Stärkste Support (Blau eingekreist) wurde locker durchbrochen.

knapp über 11'000 wäre noch ein schwacher Support und dann ein stärkerer um die 10'700. Ich rechne damit, das der gebrochene

Support bei 11700 jetzt als starke Resistance angelaufen wird...quasi ein retest der Linie.

„Alles was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.“

Konrad Adenauer

tschonas
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Re: SP500

Johnny P wrote:

Der SP500 stellte sich v.a. in letzter Zeit als der Taktgeber für die Europäischen Indizes heraus.

Im Chart ergibt sich ein gewaltiges Bollwerk an Support zwischen 1220-30, wenn nicht gerade die Welt untergeht werden wir

spätestens dort den langersehnten Rebound sehen.

Dieser Support von 1220 ist enorm wichtig! Sollte man da durchlaufen, viel Spass dann! Diese Marke stammt noch aus dem Jahr 2006 und sollte eigentlich sehr stabil sein! (Damals hatte sie ein paar Mal gehalten). Dass die Unternehmenszahlen nun wieder kommen, ist meine grösste Hoffnung! Alcoa hat's bewiesen, dass es geht! Eine Alternative ist aber auch ein "Buy on bad news" und niemand wird die Welt noch verstehen, denn fundamental haben wir momentan nicht viel zu bestellen...! :roll: Zusammenfassend kann ich sagen, dass für mich alles andere als ein Upmove eine Überraschung wäre!

PS: Der Dow ist in diesen Tagen nicht mehr als eine Nebenerscheinung...

sunny
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Globale Marktsituation

es gibt gerüchte am markt, dass GE morgen nochmals ne gewinnwarnung rausgeben könnte...

Mwe
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Globale Marktsituation

Wenn Du nun noch die Kurse von GE anschaust, könnte die sgut möglich sein !

Je planmäßiger die Menschen vorgehen,

desto wirksamer vermag sie der Zufall treffen !

tschonas
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Globale Marktsituation

@Mwe: Für General Electric gehen Gerüchte um wegen der Gewinnwarnung, nicht General Motors, wie das der Kurs vermuten lässt!

Amerika zwischen Hoffnung und Leid. Auf der einen Seite Alcoa (+10%), hervorragendes Ergebnis. Auf der anderen Seite General Motors (-8%) mit Gewinnwarnungen! Kein Bild kann wohl deutlicher zeigen, dass die ganze Sache mehr als konfus ist! Niemand weiss wohin die Reise geht! Mein Eindruck ist, dass langsam immer mehr Leute an einen weiteren Abwärtsschub glauben!

Vielleicht kann der Rettungsplan der US-Regierung noch etwas reissen heute! Sonstige Impulse werden wohl kaum kommen!

Johnny P
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GE trifft mit Quartalsgewinn Erwartungen

11 Jul 2008 - 12:56

New York, 11. Jul (Reuters) - Der US-Mischkonzern General Electric (GE) hat mit seinem Gewinn im zweiten Quartal die Markterwartungen erfüllt. Das Ergebnis je Aktie lag im fortlaufenden Geschäft bei 0,54 Dollar und entsprach damit exakt den durchschnittlichen Erwartungen der Analysten. Der Umsatz stieg um elf Prozent auf 46,9 Milliarden Dollar. Experten hatten im Durchschnitt 45,3 Milliarden Dollar vorausgesagt. Im dritten Quartal rechnet GE mit einem Gewinn je Aktie im fortlaufenden Geschäft zwischen 0,50 und 0,54 Dollar. Seine Prognose für das Gesamtjahr bekräftigte der Konzern am Freitag.

Vorbörslich legten die GE-Aktien 2,2 Prozent zu. Auch an den europäischen Aktienmärkten sorgten die GE-Zahlen für Auftrieb. Die Bilanz des Mischkonzerns dämpfte die Sorge der Anleger, dass die Abkühlung der Weltwirtschaft die Unternehmensgewinne belasten könnte.

nib/rbo

Edit: Irgendwie hab ich den Auftrieb nicht so richtig gespührt Lol

@Sunny hast Du Details zu Zahlen und Ausblick?

„Alles was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.“

Konrad Adenauer

revinco
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Lehmann-Brüder - die nächsten Pleitekandidaten ?

Reuters meldet: In Singapur ist Lehman Brothers Anfang der Woche bis auf weiteres vom Handel mit Öl-Futures ausgeschlossen worden. Um das ins Verhältnis zu setzen: Lehman Brothers ist die viertgrößte amerikanische Bank. Es wurde keine Begründung für den Ausschluss genannt.

Ich habe versucht, da was rauszubekommen - doch „nichts Genaues weiß man nicht". Es gehen Gerüchte um, dass Lehman Brothers wegen Zahlungsfähigkeits-Bedenken vorübergehend ausgeschlossen worden sind. Vielleicht nimmt der Chart der Lehman Brothers-Aktie da schon so einiges vorweg, was noch nicht allgemein bekannt ist? Seit Jahresanfang hat sich der Kurs knapp 70% verloren.

Steht hier die nächste Beinahe-Pleite eines US-Brokerhauses bevor? Wie damals bei Bear Stearns, die nur durch Intervention der Fed und Übernahme gerettet wurden? Eins ist klar: Wenn Lehman Brothers Emittent von Zertifikaten wäre, würde ich diese umgehend verkaufen. Sind sie aber nicht. Doch sie haben Schuldverschreibungen rausgegeben, für den US-Markt. Und sie verwalten Depots, für den US-Markt. (Investor-Verlag)

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

Johnny P
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Globale Marktsituation

LEH wird das nächste Opfer des Hedgerpacks...genauso wie sie Bear Stearns mit Gerüchten zur Schnecke machten und mit Ihren massiven Shortpositionen Gewinne machten, wollen sies bei LEH auch machen.

Gerüchte streuen bis LEH die Kundenbeziehungen verliert. Die Geier kennen keine Gnade wenns um ein paar Dollar geht :evil: :evil: :evil:

Das Szenario mit einem Final-Sellout um die 1220 wird immer wahrscheinlicher!

„Alles was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.“

Konrad Adenauer

revinco
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Re: GE trifft mit Quartalsgewinn Erwartungen

(RTTNews) - Friday, conglomerate General Electric Co. (GE: News, Chart, Quote ) reported a 6% fall in its second-quarter profit, impacted by higher expenses and restructuring charges. Quarterly revenues rose 11% on strong segmental growth, mainly in industrial and financial services businesses. Further, the company provided earnings guidance for the third-quarter, and backed its fiscal 2008 earnings outlook.

Total company orders were $26.9 billion, up 8% from last year. Major equipment orders grew 4% to $13.7 billion. Major equipment backlog was at $55 billion, an increase of 25% from last year. Services orders were up 19%, and customer service agreements backlog stood at $113 billion, an increase of 17% year-over-year.

For the third quarter, GE expects earnings from continuing operations in the range of $0.50- $0.54, up 0% - 8% from the previous year. Analysts expect earnings of $0.54 per share, with estimates ranging between $0.52 and $0.56 per share. The company reaffirmed its full-year earnings per share from continuing operations guidance of $2.20 -$2.30, up 0% - 5% from the last year. Analysts expect earnings of $2.22 per share.

GE closed Thursday's regular trading session at $27.64, up $0.45, on a volume of 93 million shares.

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

Johnny P
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Hat noch jemand etwas Geld für die armen Kerle

Fannie Mae: Einlösung

11 Jul 2008 - 15:01

WASHINGTON, July 11 /PRNewswire/ --

Fannie Mae (NYSE: FNM) löst den Kapitalbetrag der folgenden

Wertpapieremission am unten angegebenen Einlösungstermin zu einem

Einlösungspreis ein, der 100 Prozent der eingelösten Kapitalsumme zzgl. von

darauf bis zum Tag der Einlösung aufgelaufenen Zinsen entspricht:

Kapital- Wertpapier Zins- Fälligkeits- CUSIP Ablöse-

summe art satz termin termin

250.000.000 USD MTN 5,250 % 22. Januar 2010 31359M4L4 22. Juli 2008

250.000.000 USD MTN 5,903 % 23. Juli 2012 31398AEZ1 23. Juli 2008

100.000.000 USD MTN 8,000 % 25. Juli 2017 31398AEQ1 25. Juli 2008

Fannie Mae ist eine Aktiengesellschaft mit öffentlichem Auftrag. Unsere

Aufgabe besteht in der Erhöhung des Angebots an erschwinglichem Wohnraum in

den USA und der Beschaffung von globalem Kapital für unsere Gemeinden. Fannie

Mae wird gemäss einer Satzung der US-Bundesregierung geführt und ist im

sekundären Hypothekenmarkt der USA tätig, um zu gewährleisten, dass

Hypothekenbanken sowie andere Kreditgeber über ausreichende Mittel verfügen,

um Eigenheimkäufern zinsgünstige Darlehen anbieten zu können. Im Jahr 2008

feiern wir unser 70. Jahr im Dienste des amerikanischen Wohnungsmarktes. Wir

unterstützen die Versorgung Amerikas mit Wohnraum.

„Alles was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.“

Konrad Adenauer

bartholomäus
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Globale Marktsituation

In der Panik geht die Stimme der Vernunft leicht unter. So geht es heute auch dem Broker Piper Jaffray. Das Wertpapierhaus findet bei seiner Verteidigung von Fannie Mae und Freddie Mac wenig Gehör. Der Broker hält die Kursimplosion und die Involvenzangst für unberechtigt. „Die fundamentalen Faktoren haben sich für die beiden Hypothekenbanken nicht verändert“, erklärt Piper Jaffray. Es gibt für keinen der betroffenen Finanzkonzerne gesamtwirtschaftliche oder unternehmensspezifische Nachrichten, die einen derart drastischen Kurseinbruch rechtfertigen, erklärt der Broker. Ursache des Kurssturzes sei lediglich die verschlechterte Stimmung.

Piper Jaffray hält an seinem Urteil „Neutral“ fest, kappt aber sein Kursziel für Fannie Mae von 30 Dollar auf 15 Dollar und für Freddie Mac von 28 Dollar auf 9 Dollar.

Fannie Mae implodiert 34,85% auf 8,71 Dollar, Freddie Mac (nicht in Deutschland gehandelt) stürzt 43,50% auf 4,57 Dollar.

Da hat wohl jemand noch ein paar Aktien im Depot Lol

Alle Worte scharwenzeln um die Wahrheit herum; sie ist keusch. Wilhelm Busch

G@ngst@
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Globale Marktsituation

sorry für offtopic aber der jeffrey piper hat keine ahnung

LDK hat er auf sell und wettert die ganze zeit gegen die firma, dabei ist LDK ein TOP Unternehmen!!!

bartholomäus
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Globale Marktsituation

G@ngst@ wrote:

sorry für offtopic aber der jeffrey piper hat keine ahnung

LDK hat er auf sell und wettert die ganze zeit gegen die firma, dabei ist LDK ein TOP Unternehmen!!!

Möchte nur schnell antworten, soll das Forum hier nicht zur Plauderstunde ausarten lassen. Ich weiss, dass dem so ist, darum auch mein leicht ironischer gemeineter Lol

Alle Worte scharwenzeln um die Wahrheit herum; sie ist keusch. Wilhelm Busch

yihi
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Globale Marktsituation

WASHINGTON (Dow Jones)--US-Finanzminister Henry Paulson wird noch am Freitagnachmittag eine Erklärung zu den beiden angeschlagenen halbstaatlichen Hypothekenfinanzierern Fannie Mae und Freddie Mac abgeben. Dies teilte das Weiße Haus mit. Die Erklärung werde in schriftlicher Form verteilt, hieß es. DJG/DJN/ptt/kth (END) Dow Jones Newswires July 11, 2008 10:15 ET (14:15 GMT) © 2008 Dow Jones & Company, Inc.

Ob sich da ein Zock schon lohnt?

wie krass: Freddie schon mehr als 50% im Minus...

Johnny P
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Globale Marktsituation

yihi wrote:

Ob sich da ein Zock schon lohnt?

Das wird garantiert eine Unterstützung für den Markt werden...ich lasse mal eine Buy Order mit etwas Abstand mitlaufen...damit ich getriggert werde wenns abgeht!

„Alles was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.“

Konrad Adenauer

yihi
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Globale Marktsituation

Ich habe gerade die Charts konsultiert. Aus meiner Sicht, gibt's jetzt zwei Möglichkeiten:

1.) US GOV schaltet sich ein, der Markt findet einen Boden und es gibt eine mittelfristie Rally. Die Märkte sind an einem äusserst kritischen Punkt und an solchen Punkten gibt's häufig Interventionen. Da hat Weygand von Godmodetrader letztens etwas interessantes zu geschrieben. Würde sehr schön passen und ein harmonisches Bild in vielen Werten ergeben.

2.) Die entsprechenden Aktien brechen durch ihre Unterstützungen/Aufwärtstrends und es geht direkt in den 29er Modus...

Ich hoffe aus ersteres...

seraphin
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Globale Marktsituation

WASHINGTON/NEW YORK (AWP International) - Spekulationen um eine drohende Pleite

der zwei grössten amerikanischen Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie

Mac haben bei der US-Regierung die Alarmglocken schrillen lassen:

Finanzminister Henry Paulson und die Aufsichtsbehörden intensivierten am

Freitag ihre Krisengespräche auf höchster Ebene. Im Mittelpunkt stehe eine

Unterstützung der beiden Institute in ihrer "gegenwärtigen Form", sagte

Paulson.

In den Medien wurde über eine womöglich nötige staatliche Übernahme zur Rettung

der Immobilien-Finanzierer spekuliert. Ihre Aktien, die bereits am Vortag

massiv abgestürzt waren, befanden sich auch am Freitag im freien Fall.

Fannie-Mae-Papiere notierten in New York am Vormittag 29,77 Prozent tiefer bei

9,27 US-Dollar, nachdem sie im frühen Handel bereits auf 6,68 Dollar gefallen

waren. Die Titel von Freddie Mac sackten um 33,75 Prozent auf 5,30 Dollar ab,

nach einem Tagestief von 3,89 Dollar. Seit Beginn der US-Immobilienkrise

brachen die Aktienkurse der beiden Gesellschaften um rund 90 Prozent ein.

US-Branchenführer Fannie Mae und die Nummer zwei, Freddie Mac, stehen hinter

mehr als der Hälfte aller Hypotheken in den USA. Schon jetzt belasten ihre

Probleme die ohnehin gebeutelten Finanzmärkte massiv. Ein Ausfall wäre laut

Experten kaum verkraftbar. Die dramatische Entwicklung weckt böse Erinnerungen

an das Schicksal der Investmentbank Bear Stearns, die im Frühjahr wegen

drohender Insolvenz unter dem Druck der Regierung und der Behörden ihrem

Notverkauf zustimmen musste.

Fannie Mae und Freddie Mac hätten eine "wichtige öffentliche Aufgabe", betonte

Paulson. Mit den Äusserungen wollte er die Märkte beruhigen. Die Aktien

erholten sich zwar etwas von ihren schlimmsten Verlusten der ersten Stunden,

Händler zeigten sich aber enttäuscht von den ihrer Ansicht nach kaum konkreten

Aussagen des Ministers.

Sollte die öffentliche Hand einspringen, würden die Aktien praktisch wertlos

und der US-Steuerzahler müsste für weitere Ausfälle bei Hypothekenkrediten

geradestehen, berichtete die "New York Times". Eine völlige Verstaatlichung sei

letztlich verworfen worden, da sich durch die enormen Aussenstände beider

Banken die Staatsschulden zu stark erhöhen würden. Schon jetzt besitzen die vom

Staat gegründeten Institute allerdings gewisse Garantien, die sie bei

Kapitalengpässen unter staatliche Kontrolle stellen würden.

Das Problem: Machen Insolvenzgerüchte erst einmal die Runde, dreht sich die

Abwärtsspirale immer schneller. Für die Institute wird es immer teurer sich

Kredite und frisches Kapital zu verschaffen. Der Ex-Präsident der regionalen

Notenbank von St. Louis, William Poole, hatte die Finanzierer als praktisch

zahlungsunfähig bezeichnet. In den vergangenen neun Monaten schrieben die

Institute zusammen Verluste von rund 11 Milliarden Dollar. Fannie Mae besorgte

sich zudem eine milliardenschwere Kapitalspritze, Freddie Mac war damit bislang

erfolglos./fd/DP/edh

Bei 1 Million steig ich aus......

Psytrance24
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Globale Marktsituation

Der VIX war heute fast auf 30! (Fear Indicator)

Das Schicksal mischt die Karten und wir spielen.

A. Schopenhauer



Gegen Dummheit ist kein Kraut gewachsen.

yihi
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Globale Marktsituation

Johnny P wrote:

yihi wrote:

Ob sich da ein Zock schon lohnt?

Das wird garantiert eine Unterstützung für den Markt werden...ich lasse mal eine Buy Order mit etwas Abstand mitlaufen...damit ich getriggert werde wenns abgeht!

Bist du dabei? Ich glaub's nicht, dass Freddie tatsächlich im Plus ist. Das wären 100% gewesen... ich hab's leider sein lassen.

seraphin
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Globale Marktsituation

FANNIE MAE 9.73 -3.47 -26.29% 14:41:26

Bei 1 Million steig ich aus......

yihi
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seraphin wrote:

FANNIE MAE 9.73 -3.47 -26.29% 14:41:26

Wir sprechen von Freddie. Als wir heute drüber gesprochen waren, gab's die zeitweise für unter 4$, jetzt sind sie bei 8.11$

revinco
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Globale Marktsituation

Johnny P wrote:

yihi wrote:
Ob sich da ein Zock schon lohnt?

Das wird garantiert eine Unterstützung für den Markt werden...ich lasse mal eine Buy Order mit etwas Abstand mitlaufen...damit ich getriggert werde wenns abgeht!

Das ist meiner Meinung nach noch zu früh! Der Dow Jones hat sein markantes März-Tief unterboten und wenn die abc-Korrektur stand hält müsste es bis 10634 noch runtergehen.

Allerdings ist der Kurs aus seinem sekundären Trendkanal ausgebrochen und könnte kurz zurückerobert werden, also nur kurzfristiges Kaufsignal von max. 1-2 Tage wenn überhaupt !?

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

ArgonNova
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Erstens...

Weitere US-Bank pleite

In den USA ist erneut eine Bank im Zuge der Immobilienkrise zusammengebrochen: Der staatliche Einlagensicherungsfonds der US-Banken (FDIC) übernahm den grössten unabhängigen börsennotierten US-Hypothekenfinanzierer IndyMac, der in Kapitalnöte geraten ist, und sucht nun nach einem Käufer.

IndyMac ist das zweitgrösste Finanzinstitut in der US-Geschichte, das seine Geschäfte einstellen muss und die fünfte Bankenpleite in den USA in diesem Jahr. Der FDIC rechnet mit Kosten zwischen vier und acht Milliarden Dollar.

Die Bausparkassen-Aufsicht OTS erwartet aber keine grossen Auswirkungen auf den Markt, weil die Zahl der Indymac- Geschäftspartner relativ gering sei. Indymac hatte erst vor wenigen Tagen angekündigt, wegen der Krise über die Hälfte seiner 7200 Mitarbeiter zu entlassen und sein Geschäft weitgehend einzustellen.

Zuvor war die OTS zu dem Urteil gekommen, dass das Institut nicht länger über ausreichend Kapital verfüge. Im vergangenen Jahr hatte IndyMac noch Hypotheken von 77 Mrd. Dollar ausgegeben und lag mit einem Marktanteil von gut drei Prozent insgesamt auf dem neunten Platz der Branche. Inzwischen haben über 100 US-Hypothekenfirmen im Zuge der Krise ihr Geschäft eingestellt oder sind Pleite gegangen.

Die OTS machte New Yorker Senator Charles Schumer für die Indymac- Pleite mitverantwortlich. Seine Äusserungen von Ende Juni, in denen er angezweifelt habe, dass das Unternehmen die Häuserkrise überleben könne, hätten zu einem Ansturm der Sparer auf die Konten und damit zu einem rasanten Kapitalabfluss geführt.

Allein in den folgenden elf Geschäftstagen hätten Sparer mehr als 1,3 Mrd. Dollar bei IndyMac abgezogen. Der demokratische Politiker wies die Anschuldigungen zurück und warf der Aufsichtsbehörde im Gegenzug vor, ihre Arbeit vernachlässigt und IndyMac nicht an seiner verlustträchtigen Kreditvergabe-Praxis gehindert zu haben.

Quelle: 20min.ch

Hier beweist sich ein weiteres mal der Bear-Stearns-Effekt als probates Mittel um Banken in den Konkurs zu treiben. Spätestens wenn der CEO einer angeschlagenen Bank verspricht, es gäbe keine Liquiditätsprobleme, ist es höchste Zeit sein Geld in Sicherheit zu bringen.

Zweitens...

300 Milliarden für verschuldete Hausbesitzer

Der US-Senat hat ein Gesetz beschlossen, das schätzungsweise 400 000 verschuldeten Hausbesitzern Entlastung verspricht.

Hausbesitzer demonstrieren im April 2008 für staatliche Hilfe. Die Parlamentskammer billigte mit 63 zu 5 Stimmen ein Hilfspaket mit einem Umfang von 300 Milliarden Dollar. Aus diesen Mitteln sollen die Hausbesitzer neue Hypotheken erhalten und vor der drohenden Zwangsvollstreckung bewahrt werden.

Allerdings ist das Gesetz damit noch nicht nicht verabschiedet. Es geht jetzt ins Repräsentantenhaus, wo mehrere wesentliche Änderungen erwartet werden. Auch hat das Weisse Haus mit seinem Veto gedroht, falls die Kosten für das Paket nicht gesenkt werden.

Das Hilfsprogramm sieht eine Umschuldung vor, indem die Banken einen Teil ihrer Kredite abschreiben, auf das kostspielige Verfahren der Zwangsvollstreckung verzichten und ihre Forderungen an die Wohnungsbaubehörde (FAA) abtreten. Über diese sollen dann die neuen Hypotheken für die Hausbesitzer abgewickelt werden. Die Immobilienkrise steht im Zentrum der im August vergangenen Jahres begonnenen Wirtschaftskrise mit Auswirkungen weit über die USA hinaus.

Quelle: AP

In gekürzter Form dürfte dieses Rettungspäkli wohl durchkommen.

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