Griechenland ........und sie werden zahlen....

460 Kommentare / 0 neu
30.09.2011 21:24
#1
Bild des Benutzers BullBear.
Offline
Kommentare: 172
Griechenland ........und sie werden zahlen....

Schritt 1: Griechenland bringt Staatsbesitz, darunter Staatsunternehmen und Infrastruktur wie zum Beispiel Häfen, Flughäfen, Autobahnen und Versorger in eine Treuhandgesellschaft ein. Diese wird dann für 125 Milliarden Euro an die Europäische Union verkauft.

Griechenland tilgt dann mit dieser Summe Schulden bei der EZB und den Euro-Ländern.

Der Effekt: Griechlands Schulden sinken von 145 Prozent auf 90 Prozent des BIP, die Bonität verbessert sich drastisch. Die EU überträgt das Treuhandvermögen einer unabhängigen Institution, die darauf hin die Sanierung, Modernisierung und Privatisierung der griechischen Wirtschaftsbestandteile betreibt. Die EZB ist die griechischen Staatsanleihen los, ein Hair Cut oder Forderungsverzicht seitens privater Gläubiger ist vom Tisch.

Schritt 2: Die EU investiert 20 Milliarden Euro aus Krediten und 15 Milliarden Euro aus bislang nicht abgerufenen Strukturhilfen in das Treuhandvermögen. Dadurch wird die Ausgangslage für eine Privatisierung des ehemaligen Staatsvermögens erheblich verbessert. Der Privatisierungszeitraum wird auf 15 Jahre angesetzt. Ziel ist ein Veräußerungserlös in Höhe von 180 Milliarden Euro, ein satter Gewinn.

Der Effekt: Der Wert des Treuhandvermögens erhöht sich, ein Überschuss aus der Privatisierung wird möglich. Auf Deutschland umgerechnet entspräche dies laut Krall einem Konjunkturprogramm in Höhe von 400 Milliarden Euro. Die Strukturreformen und die zugleich sinkende Zinslast steigern die Wettbewerbsfähigkeit Griechenlands nachhaltig. Das Investitionsklima steigt, private Investoren tragen zu einer Gesundung der griechischen Wirtschaft und zur Schaffung von Arbeitsplätzen bei. Die Zuwächse im Steueraufkommen gewinnen an Fahrt.

Die Preise für Credit Default Swaps sinken – Hedge Fonds, die auf eine griechische Staatspleite spekuliert haben, werden schwer in die Zange genommen und müssen griechische Staatsanleihen zur Verlustbegrenzung kaufen. Die Liquidität der griechischen Staatsanleihen nimmt kräftig zu.

Schritt 3: Die Privatisierung des Treuhandvermögens ist nach 15 Jahren abgeschlossen. Der mögliche Überschuss wird nach Griechenland überwiesen.

Der Effekt: Der Europäische Union werden alle Aufwendungen aus dem Verkauf des Treuhandvermögens zurückerstattet. Griechenlands Schulden sinken weiter. Das Land ist saniert.

Das ist EURECA project.

Wird der Plan verwirklicht? Dies bleibt abzuwarten. Der Kampf um die Rettung des Euro ist nicht nur ein Kampf der Märkte. Europapolitik ist immer auch ein Kampf der Eitelkeiten. Wer gönnt wem den Erfolg?

Darf zudem eine Unternehmensberatung wie Roland Berger den Plan zur Rettung des Euro präsentieren? Zusammen mit den Investmentbanken steht die Consulting-Branche wie kaum eine andere der kapitalistischen Uridee nahe. Ein Stigma im Umfeld des momentanen politischen Zeitgeistes.

Doch Angela Merkel und Nicolas Sarkozy sollte klar sein: Die erfolgreiche Umsetzung dieses Planes könnte den heutigen Staatschefs Europas auch die Ehrenrettung ermöglichen.

Es wäre ein gekonnter und eleganter Sieg. Die Rettung des Euro, die Sanierung Griechenlands, ein mächtiger Schlag gegen die Anti-Euro-Spekulanten.

Doch die Entscheidung liegt vor allen Dingen bei den Griechen selbst. Sie müssen sich zu diesem Plan bekennen, denn sie haben gewaltige Anstrengungen vor sich. Die Privatisierung der griechischen Wirtschaft wird kein Spaziergang. Gesetzte müssen geschaffen werden, die eine Restrukturierung ermöglichen. Es müssen – auch schmerzhafte – Veränderungen durchlebt werden.

Unterm Strich jedoch darf gesagt werden: Dieser Plan könnte jener sein, auf den Europa gewartet hat.

Könnte die Börsen auf der Welt so richtig anspringen lassen......

Aufklappen
16.01.2017 08:16
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14932

Griechen verdienen weniger
15.01.2017 14:31

ATHEN (awp international) - Angesichts der Dauer-Krise auf dem griechischen Arbeitsmarkt verdienen die Menschen immer weniger. Gleichzeitig zögern die Unternehmer wegen immer höherer Rentenbeiträge und neuer Steuern damit, Arbeitnehmer einzustellen, wie die konservative Athener Zeitung "Kathimerini" unter Berufung auf Daten der grössten staatlichen Versicherungsanstalt (IKA) berichtete.

Demnach gingen die Löhne der Vollbeschäftigten zuletzt deutlich zurück: 2014 verdiente ein Vollbeschäftigter im Durchschnitt brutto 1327 Euro, 2016 nur noch 1182 Euro. Parallel sanken auch die Einnahmen der Rentenkassen, so dass neue Rentenkürzungen nötig würden, heisst es in dem Bericht vom Sonntag.

Der Anteil der Teilzeitarbeit stieg zuletzt stark: Waren im Juli 2014 noch rund 465 000 Menschen in Teilzeit, waren es im April 2016 bereits rund 560 000 - ein Plus von gut 20 Prozent. Auch hier sank das Einkommen: 2014 verdienten Teilzeitbeschäftigte in Griechenland durchschnittlich 442 Euro brutto monatlich, 2016 nur noch 397 Euro./tt/DP/he

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

16.01.2017 08:15
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14932

Türken sollen griechischem Immobilienmarkt Schwung bringen
15.01.2017 15:19

ATHEN (awp international) - Griechenlands Versuch, seinem angeschlagenen Immobilienmarkt durch ausländische Käufer neuen Schwung zu geben, läuft nicht gut. Nun gibt es einen Hoffnungsschimmer aus dem Osten: Es sind türkische Bürger, die nach dem Putsch in der Türkei in Griechenland einen zweiten Wohnsitz kaufen. Dies berichtete am Sonntag die Athener Zeitung "Kathimerini" unter Berufung auf das Innenministerium und bekannte Immobilienmakler in Athen.

Seit 2013 können Nicht-EU-Bürger eine fünfjährige Aufenthaltserlaubnis in Griechenland erhalten, wenn sie dort eine Immobilie erwerben. Sie müssen dafür mehr als 250 000 Euro in den Kauf oder die zehnjährige Anmietung einer Immobilie investieren.

Bislang hätten aber nur 1486 Investoren davon Gebrauch gemacht. Ganz oben auf der Liste stehen Chinesen (628 Investoren) gefolgt von Russen (343). Athen hatte mit vielen Tausend mehr gerechnet.

Nun kommen zunehmend türkische Bürger nach Griechenland: Besonders Ärzte, Rechtsanwälte, Unternehmer und Intellektuelle kaufen zurzeit Häuser und Grundstücke im Grossraum von Athen. "Ich fühle mich hier sicher und wohl", sagte der Deutschen Presse-Agentur ein türkischer Professor, der seit einigen Monaten ein Haus auf einer Insel besitzt. "Bitte, ich möchte anonym blieben. Ich werde bereits in der Türkei verfolgt", sagte er./tt/DP/he

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

05.01.2017 08:16
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14932

Kaum Fortschritte in der griechischen Finanzmisere

Bei den griechischen Finanzen zeichnet sich trotz internationaler Hilfen kaum Besserung ab.

Der Staat schuldet den Bürgern und Unternehmen rund 5,6 Milliarden Euro. Im November konnte er nach einer Finanzspritze der Euro-Gruppe zwar zwei Milliarden Euro zahlen, aber nun wachsen die Schulden wieder. Vor allem im Gesundheitssystem häufen sich immer neue Verbindlichkeiten. Die Krankenhäuser können ihre Lieferanten und die Pharma-Unternehmen nicht bezahlen wegen der Kürzungen im griechischen Staatshaushalt.

Ein weiteres Problem: Die griechischen Steuerzahler schulden dem Staat gut 94 Milliarden Euro. "Meine Kunden können den grössten Teil ihrer Steuern beim Staat nicht bezahlen", sagte etwa Nikos Wroussis, ein Buchhalter-Prokurist aus Athen, der Deutschen Presse-Agentur.

Zudem übertreffen die faulen Kredite der Banken die Marke von 100 Milliarden Euro. Dies berichtete am Mittwoch die griechische Finanzpresse. "Unter diesen Bedingungen ist es schwer denkbar, wie das Land aus der Krise herauskommen kann", kommentierte der Nachrichtensender Skai.

Verschärft wird die Lage durch die steigende Zahl von Auswanderern mit guter Ausbildung: Nach vorläufigen Schätzungen des Statistischen Amtes sollen allein im Jahr 2015 mehr als 44 000 Griechen das Land verlassen haben. Die Arbeitslosigkeit in Griechenland ist mit gut 23 Prozent die höchste in der Europäischen Union.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

13.12.2016 08:14
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14932

IWF will für Griechenland mehr Wachstum und weniger Sparen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat sich gegen weitere Sparprogramme in Griechenland ausgesprochen. Er verlangt stattdessen die Schaffung eines modernen Sozialsystems.

Finanziert werden soll das Sozialsystem durch eine Neugestaltung des Steuersystems und Rentensystems.

Der Chef der Europa-Abteilung des IWF, Poul Thomsen, und Chefökonom Maury Obstfeld haben in einem jetzt veröffentlichten Artikel ausserdem den von der Eurozone geforderten Primärüberschuss in Griechenland von 3,5 Prozent im Jahr 2018 als falsch bezeichnet und erklärt, 1,5 Prozent wären ausreichend. Andernfalls würde die aufkeimende Erholung der Wirtschaft wieder abgebremst.

Einige Staaten wie Deutschland fordern die 3,5 Prozent Primärüberschuss nicht nur für den Haushalt 2018, sondern auch für die folgenden zehn Jahre. Dies sei aber kontraproduktiv, erklärt der IWF. Griechenland könnte mit einem Riesenaufwand und Ausgabenkürzungen diese 3,5 Prozent erreichen. Die Erfahrungen hätten aber gezeigt, dass dies nicht nachhaltig wäre und den ehrgeizigen langfristigen Wachstumszielen zuwiderlaufen würde.

Der IWF teilt auch nicht die Position Deutschlands, dass ein Schuldenerlass für Griechenland bei der Umsetzung der vereinbarten Strukturreformen unnötig sei. "Griechenlands Verschuldung ist in hohem Masse untragbar und kein noch so grosses Paket von Strukturreformen könne die Schuldenlast tragbar machen ohne einen signifikanten Schuldenerlass", erklärte der IWF.

Griechenland sollte statt weiterer Kürzungen bei den öffentlichen Investitionen und bei den Ausgaben für öffentliche Dienste und Gesundheit das System der Einkommensteuer umbauen, in dem mehr als die Hälfte der Haushalte keine Steuern zahlt. In den anderen 18 Eurostaaten sind im Durchschnitt nur acht Prozent der Haushalte von der Einkommensteuer befreit.

Auch das Pensionssystem Griechenlands ist nach Einschätzung des IWF zu grosszügig. Elf Prozent der Bruttoinlandsprodukts würden für Pensionen ausgegeben. In den meisten anderen Eurostaaten seien es durchschnittlich 2,25 Prozent. Die Versuche einer Reform dieses Systems seien unzureichend gewesen oder sie seien von Gerichten gestoppt worden.

Andererseits gebe es in Griechenland keine Arbeitslosen- und Sozialhilfe, wie sie woanders in Europa üblich seien. Diese seien als soziales Netz in einer modernen marktorientierten Wirtschaft aber notwendig. Dies würde auch die notwendige Flexibilität des Arbeitsmarktes hemmen.

(SDA)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

06.12.2016 08:28
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14932

Schuldenerleichterungen für Griechenland

Die Euro-Finanzminister haben Griechenland Erleichterungen bei der Schuldentilgung zugestanden.

Im Mai sind die Grundlagen dafür gelegt worden, nun hat der Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM) Details vorgelegt, die von den Ministern bewilligt wurden. Dies sei unabhängig von der laufenden Überprüfung des griechischen Spar- und Reformprogramms, sagte Euro-Gruppenchef Jeroen Dijsselbloem am Montagabend in Brüssel. Vor allem bei der Arbeitsmarktreform gebe es noch Differenzen zwischen den internationalen Geldgebern und Athen. Diese sollen in absehbarer Zukunft überwunden werden.

Der griechische Finanzminister Euklid Tsakalotos sagte, es seien "sehr viel ehrgeizigere Massnahmen" vereinbart worden als Athen erwartet habe.

ESM-Chef Klaus Regling zufolge sollen nun durch eine Reihe technischer Massnahmen die Kosten des griechischen Schuldendienstes reduziert werden. Zum Beispiel sollen Rückzahlungszeiträume für Kredite aus dem zweiten Hilfsprogramm von 28 auf rund 32 Jahre gestreckt werden.

Zudem soll Griechenland von den derzeit extrem günstigen Zinsen profitieren. Um das zu erreichen, kann der ESM sogenannte Zins-Swaps - also Wetten auf Zinsänderungen - nutzen.

«Sehr begrenzte» Kosten

Zu den Kosten für die Euro-Partner sagte Regling, diese seien "sehr begrenzt". Durch Entgegenkommen bei den Zinsen verzichteten die Mitgliedstaaten auf 200 Millionen Euro. "Alle anderen Kosten für die Umsetzung der unterschiedlichen Massnahmen werden durch Griechenland getragen." Dabei könnten anfangs für Athen Kosten entstehen, die dann später durch bessere Kreditkonditionen kompensiert würden.

Alle Massnahmen zusammen könnten nach ESM-Berechnungen den Schuldenstand im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt bis 2060 um etwa 20 Prozentpunkte verringern. Solch langfristige Berechnungen sind allerdings mit Unsicherheiten behaftet. Zuletzt betrug der griechische Schuldenberg rund 315 Milliarden Euro - etwa 180 Prozent der Wirtschaftsleistung.

Griechenland ist seit 2010 von internationalen Krediten abhängig. Für das dritte Hilfsprogramm in Höhe von bis zu 86 Milliarden Euro hatten sich die Regierung in Athen und die Geldgeber auf ein umfangreiches Reformprogramm bis 2018 verständigt.

Offen blieb die Frage, wann der Internationale Währungsfonds (IWF) über eine Beteiligung am griechischen Hilfsprogramm entscheidet. Der IWF habe "bestätigt", dass er seinem Direktorium "so schnell wie möglich" einen Vorschlag für eine Beteiligung am Hilfsprogramm unterbreiten wolle, sagte Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem. Anders als erhofft werde das dieses Jahr wegen offener Fragen aber nicht mehr klappen.

(SDA)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

23.11.2016 08:12
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14932

Treffen zu IWF-Beteiligung an Griechenland-Paket in Berlin

Im Ringen um eine Beteiligung des Internationalen Währungsfonds am dritten Rettungspaket für Griechenland wollen mehrere Euro-Finanzminister in Berlin eine Lösung ausloten.

Am kommenden Freitag wollen nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" (Mittwoch) die Minister aus Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und den Niederlanden in Berlin mit Vertretern des IWF darüber beraten, wie sich dieser doch noch finanziell am laufenden dritten Kreditprogramm für Griechenland beteiligen könnte. Mit dabei sein sollen auch Vertreter von EU-Kommission und Europäischer Zentralbank (EZB). Aus Teilnehmerkreisen wurde am Dienstag das Treffen bestätigt. Eine Sprecherin des Bundesfinanzministeriums sagte hingegen, das Ministerium könne ein derartiges Treffen nicht bestätigen.

Eine Beteiligung des Fonds über das im Frühjahr 2017 auslaufende aktuelle IWF-Hilfsprogramms hinaus war eine wesentliche Voraussetzung, dass der Bundestag dem dritten Hilfspaket für Athen zugestimmt hat. Der IWF hat nach der Vereinbarung mit der Euro-Gruppe noch bis Ende 2016 Zeit, über eine weitere Beteiligung an der Griechenland-Hilfe zu entscheiden. Bislang steht dies noch aus.

Hauptstreitpunkt sind weitere Schuldenerleichterungen für Griechenland, wie sie der IWF von den Europäern schon jetzt fordert. Die Euro-Gruppe hatte dem IWF aber im Mai zugesichert, erst von 2018 an - also nach der Bundestagswahl - auch mittel- und langfristige Schuldenerleichterungen für Athen anzugehen. Im Sommer 2018 endet das dritte Hilfsprogramm der Europäer. Der IWF will aber offenbar nicht so lange warten und macht Druck.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

15.11.2016 08:23
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14932

Überraschung in Griechenland: Wirtschaft wächst wieder

Die griechische Wirtschaft ist im dritten Quartal überraschend gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Krisenlandes habe gegenüber dem Vorquartal um 0,5 Prozent zugelegt.

Das teilte das nationale Statistikamt Elstat am Montag mit. Ökonomen hatten eigentlich mit einer Schrumpfung um 0,2 Prozent gerechnet. Über dem Berg ist Athen jedoch nicht. Es braucht weitere Finanzspritzen. Dafür sind weitere Reformen nötig. Aus diesem Grund haben neue Kontrollen der Gläubiger am Montag begonnen.

Auch im Vergleich zum dritten Quartal des Vorjahres ist die Wirtschaftsleistung überraschend gewachsen. Die Statistiker beziffern den Zuwachs auf 1,2 Prozent. Experten hatten hier eine Stagnation erwartet.

Athen muss aber weiter sparen und reformieren: Im Mittelpunkt der neuen Kontrollen der Gläubiger stünden Reformen im Bereich Arbeitsrecht sowie der Werdegang der Privatisierungen, hiess es aus Kreisen des Finanzministeriums in Athen am Montag.

Anfang Dezember Bericht der Kontrolleure

Die griechische Regierung unter Ministerpräsident Alexis Tsipras hofft, dass diese Kontrollen bis Ende November erfolgreich abgeschlossen werden. Anfang Dezember erwarten die Euro-Finanzminister den Bericht der Kontrolleure. Er ist Bedingung für die Auszahlung weiterer Finanzspritzen an das von der Pleite bedrohte Land.

Insgesamt ist in dem im vergangenen Jahr mühsam ausgehandelten Hilfsprogramm ein Volumen von bis zu 86 Milliarden Euro vorgesehen. Zudem laufen Diskussionen darüber, wie der riesige griechische Schuldenberg reduziert werden könnte. Der Internationale Währungsfonds (IWF) bezweifelt, dass die Kreditlast von 315 Milliarden Euro "tragfähig" ist, dass Athen sie also aus eigener Kraft jemals bewältigen kann. Deutschland will aber nicht über Erleichterungen beim Schuldendienst reden.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

14.10.2016 08:13
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14932

Alexis Tsipras: «Wir werden es schaffen»

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras will sein Land bis 2021 aus der Krise führen. Dies werde mit schmerzhaften Massnahmen verbunden sein.

Das kündigte der Chef der Linkspartei Syriza zum Auftakt eines Parteitages am Donnerstagabend in Athen an. "Wir werden es schaffen", sagte er.

Tsipras erklärte vor Delegierten aus ganz Griechenland, warum er vergangenes Jahr nach einer turbulenten Verhandlung doch noch harten Sparmassnahmen zugestimmt habe. Konservative Kreise in Europa bestünden auf die harte Sparpolitik. Sollte das Land nicht einlenken, könnte es aus der Eurozone geworfen werden. Anführer dieser Bewegung sei Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, meinte Tsipras weiter. "Wir alle wissen, das harte Sparprogramm war kein linker und kein progressiver Plan. Es war einfach der Plan des Finanzministers Deutschlands, der Plan Wolfgang Schäubles", sagte Tsipras.

Nun setze sein Land jede Reform um. Das werde seine Regierung auch weiterhin tun. Dafür erwartet Tsipras Massnahmen zur Reduzierung des griechischen Schuldenberges. Dies sei auch Teil der Vereinbarung mit den Gläubigern.

Parteitag bis am Sonntag

Der linke Parteiflügel wirft Tsipras angesichts schlechter Umfragewerte vor, in Richtung Sozialdemokratie umzuschwenken und die eigenen Stammwähler, Arbeitnehmer und Rentner, zu sehr belastet zu haben.

Der Parteitag dauert bis Sonntag. Dann sollen ein neues Zentralkomitee gewählt und Tsipras an der Spitze der Partei bestätigt werden. Er ist Alleinkandidat.

Griechische Analysten schlossen eine umfangreiche Regierungsumbildung nach dem Parteitag und dem erwarteten klaren Sieg Tsipras nicht aus. Minister, die ungern Reformen in die Tat umsetzen, sollen demnach gehen.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

11.10.2016 08:07
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14932

Griechenland erhält weitere Hilfsgelder

Griechenland wird die nächsten 1,1 Milliarden Euro an Hilfsgeldern von seinen Euro-Partnern erhalten. Die Auszahlung war an die Erfüllung von 15 Reformschritten gekoppelt, die nun erreicht wurden.

Darauf verständigten sich die Euro-Finanzminister am Montag an ihrem Treffen in Luxemburg. Die verbleibenden 1,7 Milliarden Euro sollen später folgen.

Die Auszahlung der 1,1, Milliarden Euro war an die Erfüllung von 15 Reformschritten gekoppelt, den so genannten Meilensteinen. Die EU-Kommission bescheinigte der Regierung in Athen, dass sie all diese Punkte erfüllt habe.

Einige Euro-Länder hatten dies jedoch anders gesehen und beklagten bis zuletzt, dass Griechenland nicht alle Punkte eingelöst habe. Die Euro-Gruppe insgesamt schloss sich aber dem Urteil der EU-Kommission an. Damit kann der Rettungsfonds ESM die Summe an das hochverschuldete Land ausbezahlen.

Noch zu wenige Daten vorhanden

In einem zweiten Schritt sollen dann die restlichen 1,7 Milliarden Euro bis Ende Oktober ausbezahlt werden. Dieses Geld ist für die Beseitigung von Zahlungsrückständen des griechischen Staates bei Institutionen im eigenen Land vorgesehen. Als Voraussetzung dazu hatte Griechenland bereits Zahlungsrückstände beseitigen müssen.

Um zu beurteilen, ob dies zufriedenstellend geschehen ist, liegen laut Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem jedoch noch nicht genügend Daten vor. Diese müssten noch zusammengetragen werden, sagte er. Und: "Wir gehen davon aus, dass das bis Ende Oktober vorliegt und der ESM über die Auszahlung der 1,7 Milliarden entscheiden kann".

Zur Diskussion bei dem Treffen der Euro-Finanzminister hatte eigentlich die Auszahlung von insgesamt 2,8 Milliarden Euro gestanden.

Zu Beginn der Sitzung hatten einige Euro-Länder jedoch Vorbehalte dagegen geäussert, wie es aus Teilnehmerkreisen hiess. In einer Arbeitssitzung vor dem Ministertreffen sei man nicht überein gekommen.

Griechenland soll zur Erfolgsgeschichte werden

Athen und die Euro-Länder hatten sich im Juli vergangenen Jahres auf ein drittes Hilfspaket in Höhe von bis zu 86 Milliarden Euro verständigt, um Griechenland erneut vor dem Staatsbankrott zu retten.

Als Gegenleistung versprach Athen weitreichende Reformen - etwa den Verkauf von Staatseigentum, die Senkung von Sozialausgaben und höhere Steuereinnahmen.

Aus dem dritten Hilfsprogramm sind inzwischen rund 28,9 Milliarden Euro geflossen, zuletzt 7,5 Milliarden im Juni. Die weiteren 2,8 Milliarden Euro sollten eigentlich schon im September folgen, verzögerten sich aber wegen der fehlenden Reformen.

Es sei wichtig, aus Griechenland jetzt eine Erfolgsgeschichte zu machen, sagte EU-Währungskommissar Pierre Moscovici nach dem Ministertreffen.

Unter den Gläubigern Athens gibt es zwei Denkschulen: Einige wollen jetzt die Reformbemühungen belohnen und die Gelder freigeben, die zum Teil auch als Konjunkturspritze für Griechenland dienen könnten. Denn das Land leidet unter extrem hoher Arbeitslosigkeit und hat nur geringes Wachstum. Andere Kreditgeber, darunter auch Deutschland, wollen den Reformdruck auf die linke Regierung aufrecht erhalten.

(SDA)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

03.10.2016 16:13
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14932

Streik in Griechenland - Ausfall von Inlandsflügen angekündigt
03.10.2016 15:43

ATHEN (awp international) - Von diesem Dienstag bis Samstag streiken in Griechenland Mitarbeiter der Zivilluftfahrtbehörde YPA. Für Dienstag hat die griechische Fluggesellschaft Olympic Air deshalb Ausfälle bei Inlandsflügen angekündigt. Betroffen sind Flüge von und zu den Inseln Paros, Kastelloriso, Rhodos und Karpathos.

Für weitere Reisen in den kommenden Tagen werden Fluggäste gebeten, sich direkt bei der Airline unter www.olympicair.gr zu informieren./axa/DP/he

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

28.09.2016 08:27
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14932

Griechisches Parlament stimmt weiterem Reformpaket zu
27.09.2016 21:27

(Ausführliche Fassung)

ATHEN (awp international) - Das griechische Parlament hat am Dienstagabend einem weiteren Reformpaket zugestimmt. 152 der 153 Parlamentarier der Regierungskoalition aus der linken Partei Syriza und der rechtspopulistischen Partei der Unabhängigen Griechen (Anel) stimmten im 300-köpfigen Parlament mit knapper Mehrheit dafür. Umstritten war vor allem der geplante Verkauf griechischen Staatseigentums wie den Wasser- und Gaswerken des Landes, aber auch verschiedener Flughäfen, Autobahnen und Häfen. Die tagelang erbittert geführte Debatte wurde vom Staatsfernsehen übertragen.

Beschlossen wurde unter anderem eine neue Spitze für die Privatisierungsbehörde. Das fünfköpfige Führungsteam wird künftig mit drei griechischen Regierungsvertretern, aber auch mit zwei Vertretern der Gläubiger des Landes besetzt sein. Die Behörde organisiert den Verkauf von griechischem Staatseigentum.

Ein Oppositionspolitiker warf während der Debatte Flyer mit Texten des portugiesischen Schriftstellers und Literaturnobelpreisträgers José Saramago herum. Der ironische Titel des Werks: "Lassen Sie uns alles privatisieren." Den "Nobelpreis für Scheinheiligkeit" forderte ein anderer Abgeordneter für die Regierung. Ministerpräsident Alexis Tsipras hatte sich in der Vergangenheit immer wieder gegen den Verkauf vor allem der Wasserwerke ausgesprochen.

Die verabschiedeten Reformen sind Voraussetzung für eine weitere Tranche von Hilfsgeldern seitens der internationalen Gläubiger des Landes. Es geht um 2,8 Milliarden Euro, die das notorisch pleitebedrohte Land in diesem Herbst aus einem Topf von insgesamt 86 Milliarden Euro erhalten soll./axa/DP/he

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

26.09.2016 08:13
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14932

IWF hält Schuldenerlass für Griechenland für unumgänglich

Selbst wenn Griechenland alle geplanten Strukturreformen und Sparmassnahmen umsetzt, ist ein weiterer Schuldenerlass seitens der Gläubiger aus Sicht des Internationalen Währungsfonds unumgänglich.

Dies ist das Ergebnis einer Prüfung des hoch verschuldeten Landes durch den IWF in der vergangenen Woche. Die Schulden Athens seien trotz aller bisherigen Reformen weiter gestiegen - was belege, dass die griechische Wirtschaftsleistung nicht mit den anspruchsvollen Massnahmen in Einklang zu bringen sei, teilte der Fonds am Wochenende mit.

Die Ziele der Gläubiger seien unrealistisch, heisst es darin weiter. Es könne angesichts der wirtschaftlichen Situation mit einer zweistelligen Arbeitslosenquote nicht davon ausgegangen werden, dass Griechenland "einfach aus seinen Schulden herauswächst". Um wieder ein nachhaltiges Wachstum zu erlangen, seien weitere Schuldenerleichterungen notwendig.

Der IWF kritisiert schon lange, dass die internationalen Gläubiger davon ausgehen, Griechenland könne dauerhaft einen Primärüberschuss - also eine positive Haushaltsbilanz ohne Berücksichtigung von Schuldenlasten - von 3,5 Prozent erreichen.

Aber nicht nur von den Gläubigern, sondern auch von dem Land selbst verlangt die Institution weitere Anstrengungen. Zwar habe Griechenland enorme Opfer gebracht, um so weit zu kommen, wie es jetzt sei. Dennoch seien weitere umfassende Massnahmen unumgänglich, darunter erneute Rentenkürzungen, die Abschaffung vieler Steuererleichterungen sowie weitere Arbeitsmarktreformen.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

22.09.2016 10:32
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14932

Griechisches Parlament für Verkauf des alten Athener Flughafens
22.09.2016 09:09

Athen (awp/sda/dpa) - Mehr als 15 Jahre lag der alte Athener Flughafen "Elliniko" brach - nun ist der Verkauf des riesigen Geländes direkt am Meer im Süden Athens beschlossene Sache. Am Mittwochabend stimmten die Abgeordneten des griechischen Parlaments parteiübergreifend mit grosser Mehrheit für den Verkauf des rund 620 Hektar umfassenden Filetstücks.

Die Privatisierung von Staatseigentum wie dem alten Flughafen ist eine der Voraussetzungen dafür, dass Griechenland weitere Hilfsmilliarden von seinen internationalen Gläubigern erhält.

Vorausgegangen war der Abstimmung eine hitzige Debatte. Die linke Regierungspartei Syriza musste sich vorwerfen lassen, das Flughafengelände zu verscherbeln. Der Kaufpreis liegt bei rund 900 Millionen Euro.

Auf dem Gelände planen die Käufer, ein Konsortium griechischer, chinesischer und arabischer Investoren, ein Kasino und eine luxuriöse Ferienanlage. Rund 8 Milliarden Euro sollen dafür investiert werden und Tausende Arbeitsplätze entstehen.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

15.09.2016 13:07
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14932

Athen und Gläubiger verhandeln: Noch etliche Hindernisse
15.09.2016 12:55

ATHEN (awp international) - Erhöhtes Tempo bei den Reformen fordern die Gläubiger Griechenlands, die derzeit zu Kontrollen in Athen sind. Bis das pleitebedrohte Land eine nächste Tranche von Hilfsgeldern in Höhe von 2,8 Milliarden Euro erhalten könne, gebe es noch etliche ungelöste Themen, berichtete am Donnerstag der Fernsehsender Skai. Vor allem die Lockerung des Arbeitsrechts, der Umgang mit faulen Krediten in Höhe von mehr als 100 Milliarden Euro und die Privatisierung von Staatseigentum seien bei den Gesprächen hart umkämpft.

Die Vertreter der internationalen Gläubiger, darunter der Internationalen Währungsfonds (IWF) und die Europäische Zentralbank (EZB), fordern von Griechenland, seine Finanzen nicht nur durch Steuererhöhungen, sondern vor allem durch Einsparungen, die Streichung von Steuererleichterungen sowie den Verkauf staatseigener Unternehmen zu erzielen.

So steht auch ein Sozialfonds in Höhe von 720 Millionen Euro auf der Kippe, den die griechische Regierung für jene bedürftige Menschen auflegen wollte, die am stärksten von der Krise betroffen sind. Vorschläge der griechischen Regierung, zur Finanzierung des Fonds unter anderem den Wehr-Etat um 250 Millionen Euro zu kürzen, wurden einem Bericht der Tageszeitung "Kathimerini" zufolge von den Gläubigern abgelehnt.

Die internationalen Geldgeber hatten sich im Mai grundsätzlich darauf verständigt, Griechenland 10,3 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen. Eine Tranche von 7,5 Milliarden Euro wurde bereits im Juni ausgezahlt, weitere 2,8 Milliarden Euro sollen - falls die Kontrolleure dies nach den laufenden Gesprächen genehmigen - bald folgen. Insgesamt ist in dem im vergangenen Jahr mühsam ausgehandelten Hilfsprogramm ein Volumen von bis zu 86 Milliarden Euro vorgesehen. Die Kontrollen sollen bis Ende September andauern./axa/DP/fbr

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

15.09.2016 13:07
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14932

Arbeitslosigkeit in Griechenland geht leicht zurück
15.09.2016 12:55

ATHEN (awp international) - Die Arbeitslosigkeit in Griechenland ist trotz der anhaltenden schweren Finanzkrise etwas zurückgegangen. Sie betrug im zweiten Quartal des Jahres 23,1 Prozent. Zum Vergleich: Im gleichen Vorjahreszeitraum betrug sie 24,6 Prozent und um ersten Quartal 2016 24,9 Prozent. Dies teilte am Donnerstag das griechische Statistikamt mit. Die Jugendarbeitslosigkeit bleibt weiterhin enorm. Fast jeder Zweite junge Mensch hat keinen Job. Experten führten den Rückgang der Arbeitslosigkeit auf die erhöhte Zahl von Einstellungen angesichts der Hochsaison im Bereich Tourismus im April und Mai zurück. Die griechische Tourismusbranche erwartet dieses Jahr einen neuen Rekord mit mehr als 24 Millionen Besuchern./tt/DP/fbr

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

14.09.2016 15:15
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14932

Griechenland sträubt sich gegen IWF-Reformforderungen
14.09.2016 13:39

Athen (awp/sda/reu) - Zwischen Griechenland und seinen Geldgebern droht neuer Streit. Arbeitsminister George Katrougalos sagte Reuters am Mittwoch, die vom Internationalen Währungsfonds (IWF) geforderten Arbeitsmarktreformen könnten so nicht umgesetzt werden.

Sie seien ein Eingriff in die Tariffreiheit der Sozialpartner, die es zu bewahren gelte, sagte er. Katrougalos äusserte sich kurz vor Gesprächen mit Vertretern der Geldgeber in Athen. Der IWF hat die Forderung zur Bedingung für seine Beteiligung am dritten Hilfsprogramm gemacht. IWF und EU dringen darauf, dass der als verkrustet geltende Arbeitsmarkt aufgebrochen wird, da er ihnen als Wettbewerbshindernis für das schuldengeplagte Land gilt.

Die Euro-Finanzminister haben sich Ende Mai grundsätzlich auf die Auszahlung der Gelder aus dem jüngsten, 86 Milliarden Euro schweren Hilfspaket für Griechenland geeinigt. Mitte Juni wurde die Überweisung einer Tranche in Höhe von 7,5 Milliarden Euro auf den Weg gebracht. Die zweite Tranche von 2,8 Milliarden Euro soll im Herbst fliessen, wenn Athen weitere Reformen umgesetzt hat.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

13.09.2016 10:59
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14932

Gläubiger-Kontrollen in Athen zu Transport, Energie, Privatisierungen
13.09.2016 10:14

ATHEN (awp international) - Die Gläubiger Griechenlands setzen ihre Kontrollen in Athen fort. Im Mittelpunkt stünden Reformen im Energiesektor, im Transportwesen sowie Privatisierungen, hiess es aus Kreisen des Finanzministeriums am Dienstag.

Beim jüngsten Treffen der Euro-Finanzminister im slowakischen Bratislava war festgestellt worden, dass Athen Tempo bei den Reformen machen muss. Vor allem gibt es Probleme mit der Zusammensetzung des Vorstands eines neuen Privatisierungsfonds, der den Verkauf oder die Verpachtung von Elektrizitäts- und Gasverteilernetzen vorantreiben soll.

Die internationalen Geldgeber hatten sich im Mai grundsätzlich darauf verständigt, Griechenland 10,3 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen. Eine Tranche von 7,5 Milliarden Euro wurde bereits im Juni ausgezahlt, weitere 2,8 Milliarden Euro sollten - falls die Kontrolleure dies genehmigen - bald folgen. Insgesamt ist in dem im vergangenen Jahr mühsam ausgehandelten Hilfsprogramm ein Volumen von bis zu 86 Milliarden Euro vorgesehen. Die Kontrollen sollen bis Ende September andauern./tt/DP/stb

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

12.09.2016 08:35
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14932

Orascom DH-VRP: Dekotierung ist absolut kein Thema
12.09.2016 08:21

Zürich (awp) - Der Immobilienentwickler Orascom DH wird weiterhin an der Schweizer Börse bleiben. Die Dekotierung der Gesellschaft sei "absolut kein Thema", sagte Verwaltungsratspräsident und Mehrheitsaktionär Samih Sawiris in einem Interview mit dem Tagesanzeiger (Ausgabe 12.September). Die Kotierung an der Schweizer Börse sei auch eine Art "Schutzmechanismus" für die Orascom DH.

"Wenn wir viele ausländische Privataktionäre haben, wagt es die ägyptische Regierung kaum, uns zu enteignen", so Sawiris im Interview. Auch schaffe die mit der Börsenpräsenz verbundene Transparenz bei den Anlegern Vertrauen und zudem sichere die Kotierung den Fortbestand des Unternehmens bei der Nachfolgeregelung.

Weiter äussert sich der ägyptische Investor zur aktuellen Tourismus-Krise in Ägypten: "Wir leiden seit vier Jahren". Orascom DH habe dabei etwa die Hälfte der Hotels in Ägypten schliessen müssen. Eine Ausnahme sei dabei die Ferienanlage in El Gouna, die als kleine Stadt völlig autonom funktioniere. "Das reicht aber nicht aus, um die Rückgänge an anderen Orten zu kompensieren."

Für die anhaltende Tourismus-Krise in Ägypten macht Sawiris auch die Reisewarnungen einiger westlicher Länder mitverantwortlich. Er sei unfair, dass die Sicherheitslage für Ägypten gefährlicher eingeschätzt werde, als etwa die für die Türkei oder für Tunesien. Aber auch die Hilfe der ägyptischen Regierung sei leider "nicht wirklich existent".

Mit Blick auf das Projekt in Andermatt sei der Zeitraum bis zur Erreichung der Gewinnschwelle "überblickbar", so Sawiris. Bis anhin habe er privat rund 500 Mio CHF in das Projekt investiert. Mittelfristig soll sein privat gehaltener Anteil von 51% wieder an Orascom DH zurückgehen und dort voll konsolidiert werden.

an/ra

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

29.08.2016 12:52
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14932

Griechische Wirtschaft wächst schwächer als erwartet
29.08.2016 11:24

ATHEN (awp international) - Die griechische Wirtschaft ist im zweiten Quartal etwas schwächer gewachsen als bislang angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt des Krisenlandes habe gegenüber dem Vorquartal um 0,2 Prozent zugelegt, teilte das nationale Statistikamt Elstat am Montag nach einer zweiten Schätzung mit. In einer ersten Schätzung war noch ein Zuwachs um 0,3 Prozent ermittelt worden. Volkswirte hatten mit einer Bestätigung dieser Schätzung gerechnet.

Im Vergleich zum zweiten Quartal des Vorjahres schrumpfte die Wirtschaftsleistung deutlicher als erwartet. Die Statistiker beziffern den Rückgang auf 0,4 Prozent. Zuvor hatten sie noch ein Minus von 0,1 Prozent geschätzt. Griechenland wird seit 2010 mit milliardenschweren internationalen Hilfskrediten vor der Staatspleite bewahrt. Für die Hilfen muss Griechenland im Gegenzug einen harten Sparkurs fahren./tos/jkr/stb

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

03.08.2016 08:15
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14932

Griechen bringen wieder mehr Bargeld zur Bank

Das Vertrauen der Griechen in ihre Banken scheint wieder zuzunehmen.

Seit die internationalen Gläubiger dem pleitebedrohten Land Ende Mai weitere Hilfsmilliarden zugesagt haben, sind die Einlagen bei griechischen Kredithäusern um 4,5 Milliarden Euro auf 127 Milliarden Euro gestiegen. Das berichtete die Athener Tageszeitung "Kathimerini" am Dienstag unter Berufung auf Daten der Griechischen Zentralbank.

Auch eine Studie der Eurobank wird zitiert, die besagt, dass in den vergangenen zwölf Monaten rund vier Milliarden Euro Bargeld den Weg zurück über den Bankschalter fanden. Nichtsdestotrotz sollen die Griechen immer noch rund 15 bis 20 Milliarden Euro Cash unter Matratzen gehortet, in Schnellkochtöpfen im Garten vergraben oder im Ausland in Sicherheit gebracht haben. Auslöser für dieses Hamstern von Bargeld war die anhaltende Krise des Landes, die 2015 in der Diskussion um einen drohenden Austritt aus dem Euro mündete.

Kapitalverkehrskontrollen werden gelockert

Um in dieser unsicheren Situation einen Run auf die Banken zu verhindern, erliess die griechische Regierung schliesslich im Juni 2015 strenge Kapitalverkehrskontrollen. Unter anderem können die Griechen seither von ihren Konten maximal 420 Euro Bargeld pro Woche abheben, auch Überweisungen ins Ausland wurden stark eingeschränkt.

Diese Kapitalverkehrskontrollen werden nun schrittweise gelockert - auch das trage zum gestiegenen Vertrauen bei, heisst es bei der "Kathimerini". Ein weiterer Grund könnte sein, dass die Zahl der Einbrüche im Rahmen der Finanzkrise massiv zugenommen hat. Die Diebe vermuten - oftmals zu Recht - dass sie in Wohnungen und Häusern ansehnliche Mengen Bargeld vorfinden werden.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

27.07.2016 08:36
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14932

Griechischer Staat kommt bei Privatisierung voran

Die griechische Regierung kommt bei der von ihren internationalen Gläubigern geforderten Privatisierung von Staatsfirmen voran.

Drei Unternehmen hätten formell Interesse an einem Minderheitsanteil am Stromnetzbetreiber ADMIE geäussert, sagte ein griechischer Regierungsvertreter, der anonym bleiben wollte, am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Bei den Unternehmen handele es sich um den weltgrössten Versorger State Grid aus China sowie den Netzbetreibern Terna aus Italien und RTE aus Frankreich. Zudem habe sich mit der China Southern Power Grid ein viertes Unternehmen als Partner für eine der drei anderen Firmen angeboten.

ADMIE gehört zu 100 Prozent Griechenlands wichtigstem Stromversorger PPC, der wiederum zu 51 Prozent in staatlicher Hand ist. Knapp ein Viertel von ADMIE sollen verkauft werden. Dies ist Teil der Auflagen, die an das im vergangenen August vereinbarte internationale Rettungspaket für Griechenland geknüpft sind. Die Finanzhilfen sollen Griechenland aus der Schuldenkrise helfen.

(Reuters)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

14.07.2016 13:14
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14932

Athener Finanzministerium will mit Schäferhunden Bargeld aufspüren
14.07.2016 12:17

ATHEN (awp international) - Im Kampf gegen weitere Geldabflüsse aus dem hoch verschuldeten Griechenland setzen die Behörden jetzt auch auf tierische Hilfe: Spürhunde sollen an Grenzübergängen, Häfen und Flughäfen illegal ins Ausland transportiertes Bargeld erschnüffeln. Dazu wurde eine Sonderkommission des Finanzministeriums eingerichtet.

Bevorzugt würden dabei deutsche und belgische Schäferhunde sowie Labradorhunde, heisst es in einem Dokument des Ministeriums, das am Donnerstag in der griechischen Presse veröffentlicht wurde. Die drei Kommissionsmitglieder sollen nun Vorschläge machen, wie der Staat an die geeigneten Hunde kommt.

Griechenland hatte Mitte 2015 Kapitalverkehrskontrollen eingeführt, um sein Finanzsystem zu stabilisieren und den angeschlagenen Banken etwas Luft zu verschaffen. Unter anderem dürfen griechische Reisende pro Auslandsaufenthalt seitdem höchstens 2000 Euro Bargeld mitnehmen. Weil viele Bürger dem Bankensystem des Landes aber nicht vertrauen, horten sie Geld oder versuchen, es ins Ausland zu schaffen.

Laut Presseberichten wird geschätzt, dass in Griechenland Bargeld im Volumen von 25 bis 30 Milliarden Euro in Matratzen und Safes aufbewahrt wird. Die Spürhunde sollen an Ausreisestellen und nicht etwa auch bei Hausdurchsuchungen eingesetzt werden, betonten Kreise des Finanzministeriums./tt/DP/fbr

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

11.07.2016 09:34
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14932

Verfahren gegen griechische Steuersünder mit Geld in der Schweiz

Griechische Steuerfahnder haben in gestohlenen Daten über Schweizer Bankkunden mögliche Steuersünder ausfindig gemacht. Die Daten stellte Deutschland zur Verfügung.

Laut dem stellvertretenden Finanzminister Tryfon Alexiadis wurden "hunderte von Namen" identifiziert. Erste Strafverfahren seien bereits eröffnet, sagte Alexiadis am Sonntag in Düsseldorf. Griechenland hoffe nun auf Einnahmen für den Staatshaushalt. Zudem gehe von den Ermittlungen die politische Botschaft aus, dass die Regierung in Athen den klaren Willen habe, gegen Steuerbetrüger vorzugehen.

Griechenland wolle die Daten weiter auswerten, sagte Alexiadis. Die Kontodaten sollen sich nach deutschen Angaben auf Privatleute und Firmen mit Guthaben von insgesamt bis zu vier Milliarden Franken beziehen.

Nordrhein-Westfalen hatte Griechenland mehr als 10'000 Datensätze zur Verfolgung von Steuerhinterziehung zur Verfügung gestellt, wie schon im Dezember bekannt wurde. Es gehe um Informationen über Bankkonten von Griechen in der Schweiz, hatte Finanzminister Norbert Walter-Borjans damals erklärt.

Nordrhein-Westfalen hat seit 2010 mehrfach entwendete Datenträger mit Insider-Informationen über Steuerhinterzieher gekauft. Das Bundesland hatte Walter-Borjans zufolge Datensätze zu verdächtigen Guthaben mit einem Volumen von insgesamt rund 101 Milliarden Franken an 27 Staaten weitergegeben.

Das Bundesland unterstützt auch griechische Finanzbeamte bei ihrer Arbeit. Eine erste Gruppe von 25 Beamten traf am Sonntag zu einer Schulung in Düsseldorf ein, 25 weitere sollen folgen. Sie sollen unter anderem für den Kampf gegen Umsatzsteuerbetrug und Korruption geschult werden.

(SDA)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

08.07.2016 11:17
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14932

Griechische Steuerfahndung kommt laut Medien nicht an Geld der Steuerschuldner
08.07.2016 09:49

ATHEN (awp international) - Die griechische Steuerfahndung hat nach einem Athener Zeitungsbericht weiterhin grosse Probleme, an das Geld der Steuerschuldner heranzukommen. Die Sperrung und Pfändung der Bankkonten von mehr als 60 000 Schuldnern habe bislang zu keinem nennenswerten Ergebnis geführt. Die Inhaber der Konten hätten offenbar vorgesorgt und die Konten geräumt, berichtete die Athener Zeitung "Eleftheros Typos" am Freitag. Rund 15 Prozent der Banken antworteten dem Staat, die gesperrten Konten hätten "null Guthaben". Fast 70 Prozent der anderen Konten hätten von wenigen Cents bis 100 Euro Guthaben. Die Zeitung beruft sich auf ein internes Dokument der Steuerfahndung. Es wird vermutet, dass die Schuldner ihr Geld in Truhen oder unter Matratzen versteckt haben./tt/DP/jha

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

07.07.2016 08:20
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14932

Griechenlands Wirtschaft schrumpft weiter

Die griechische Wirtschaft wird auch dieses Jahr weiter schrumpfen. Zudem arbeiten mehr als 15 Prozent der Beschäftigten schwarz und die Schattenwirtschaft macht 25 Prozent des Bruttoinlandproduktes aus.

Zu diesen Ergebnissen gelangen zwei Studien eines griechischen und eines internationalen Wirtschaftsinstituts, die am Mittwoch in Athen veröffentlicht wurden.

"Die Wirtschaft hat einen Wendepunkt erreicht. Es gibt keine Zeit mehr für Verspätungen", sagte der Chef des unabhängigen Instituts für Ökonomie und Industrie (IOBE), Nikos Vettas, in Athen. Sollte es nicht bald Wachstum geben, würden die Konsequenzen schlimm für alle Unternehmen in Griechenland sein, hiess es.

In einer anderen Studie der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), die zusammen mit den griechischen Gewerkschaften durchgeführt wurde, arbeitet 15 Prozent der Beschäftigten in Griechenland schwarz. Zudem erreiche die Schattenwirtschaft 25 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP).

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

04.07.2016 08:26
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14932

Mehr als 400'000 Griechen wegen der Finanzkrise ausgewandert

Wegen der schweren Finanzkrise haben 427'000 Griechen ihr Land verlassen und Arbeit im Ausland gesucht. Seit 2013 wandern sogar jährlich mehr als 100'000 Menschen aus.

In ihrer Mehrheit sind es gut ausgebildete Menschen. Dies ergibt sich aus einer Studie der griechischen Zentralbank (Bank of Greece), die am Samstag in der Athener Zeitung "Kathimerini" veröffentlicht wurde.

Ein Ende der Auswanderungswelle sei nicht in Sicht, heisst es im Bericht weiter. Grund: Die Arbeitslosigkeit unter jungen Menschen übertrifft zurzeit 50 Prozent.

Diese Auswanderungswelle habe einen qualitativen Unterschied im Vergleich zu den 60-er und 70-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Damals wanderten rund eine Million Griechen hauptsächlich nach Deutschland und Belgien als Industriearbeiter aus.

Diesmal seien es Ärzte und Ingenieure sowie andere gut ausgebildete junge Menschen, die auswandern. In ihrer Mehrheit gehen sie nach Grossbritannien, Deutschland und in die Vereinigten Arabischen Emirate, heisst es im Bericht.

(SDA)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

04.07.2016 08:19
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14932

Griechischer Zentralbankchef will mehr Geld auf Bankkonten sehen

Wer in Griechenland bislang zu Hause gehortetes Geld auf sein Konto einzahlt, soll bald in beliebiger Höhe wieder darüber verfügen können.

Dies sagte der Chef der griechischen Zentralbank (Bank of Greece), Ioannis Stournaras, am Sonntag der dem regierenden Linksbündnis Syriza nahestehenden Athener Zeitung "Avgi". "Wir werden das Geld, das unter Matratzen gehortet ist (sozusagen) befreien", sagte Stournaras. Bürger dürften dann mit diesem Geld ohne die bislang geltenden Kapitalverkehrskontrollen machen, was sie wollen, hiess es.

Griechenland hatte Ende Juni 2015 Kapitalverkehrskontrollen eingeführt, um sein Finanzsystem zu stabilisieren und seinen angeschlagenen Banken etwas Luft zu verschaffen.

Unter anderem können die Bürger seither höchstens 420 Euro (455 Franken) pro Woche in bar von ihren Konten abheben. Pro Auslandsreise dürfen griechische Reisende höchstens 2000 Euro (rund 2170 Franken) Bargeld mitnehmen.

Die Überweisung von Geldern für den Import von Waren muss von den Banken genehmigt werden. Die griechische Finanzpresse schätzt, dass Geld im Volumen von 25 bis 30 Milliarden Euro (27 bis 32 Milliarden Franken) gehortet wird.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

23.06.2016 13:31
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14932

Kreise: Griechische Regierung will Finanzbeschränkungen lockern
23.06.2016 13:08

ATHEN (awp international) - Griechenland plant, die Finanzkontrollen für seine Bürger zu lockern. Wer bislang zu Hause gehortetes Geld auf sein Konto einzahlt, soll es künftig in beliebiger Höhe wieder abheben und überweisen können, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag aus Regierungskreisen. Damit hofft Athen, dass schätzungsweise bis zu 30 Milliarden Euro aus Privathaushalten zurück auf den Geldmarkt kommen. "Das wird bald geschehen", hiess es von einer mit dem Thema vertrauten Person aus dem Umfeld des Finanzministeriums.

Griechenland hatte Ende Juni 2015 Kapitalverkehrskontrollen eingeführt, um sein Finanzsystem zu stabilisieren und seinen angeschlagenen Banken etwas Luft zu verschaffen. Unter anderem können die Bürger seither höchstens 420 Euro pro Woche in bar von ihren Konten abheben. Pro Auslandsreise dürfen griechische Touristen höchstens 2000 Euro Bargeld mitnehmen.

Am Mittwoch hatte die Europäische Zentralbank (EZB) angekündigt, ab dem 29. Juni griechische Staatsanleihen wieder als Sicherheit zu akzeptieren. Bisher werden griechische Banken durch spezielle Notkredite (ELA) über Wasser gehalten, die sie mehr kosten als herkömmliches Zentralbankgeld. Die Entscheidung bedeute, dass die griechischen Institute sich bald Geld mit einem Zinssatz von 0,05 Prozent statt bislang 1,55 Prozent für die ELA-Kredite leihen können, hiess es aus Kreisen der Athener Notenbank nach dem EZB-Beschluss./tt/DP/men

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

23.06.2016 08:15
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14932

EZB öffnet Hellas-Banken Zugang zu billigem Geld

Griechische Banken können in Kürze wieder von der billigen Geldversorgung über die EZB profitieren.

Eine dafür notwendige Ausnahmeregelung werde wieder in Kraft gesetzt, teilte die Europäische Zentralbank am Mittwochabend in Frankfurt mit. Ab kommenden Mittwoch würden nun griechische Staatsanleihen trotz Ramschstatus wieder als Kreditsicherheiten von der Zentralbank akzeptiert. Der EZB-Rat erkenne die Reformanstrengungen des Landes an und erwarte, dass es auch weiter die Auflagen erfülle. Über eine Aufnahme Griechenlands in das laufende billionenschwere Anleihen-Kaufprogramm werde zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.

Ein wichtiger Schritt hin zur Wiedereinsetzung der Sonderregel war, dass an Griechenland ein erster Teilbetrag von 7,5 Milliarden Euro an Hilfsgeldern aus dem Euro-Rettungsfonds ESM ausgezahlt wurde. Die Überprüfung der laufenden Reformanstrengungen durch die Geldgeber war zuvor positiv ausgefallen.

Die EZB hatte Griechenlands Banken im Frühjahr 2015 von der regulären Geldversorgung abgeschnitten. Seitdem waren sie zur Refinanzierung weitgehend auf sogenannte ELA-Notkredite ihrer Athener Zentralbank angewiesen. Diese Versorgungsader war für die Institute zeitweise lebensnotwendig. Denn aus Furcht vor einem Staatsbankrott und einem Ausscheiden des Landes aus der Euro-Zone hatten Bankkunden massiv ihre Konten leergeräumt. Die Wiederankoppelung an die normale Geldversorgung über die EZB bringt den Banken finanzielle Erleichterungen. Experten gehen davon aus, dass für ELA-Nothilfen in Griechenland aktuell ein Zinssatz von etwa 1,5 Prozent verlangt wird. Zum Vergleich: Die Leitzinsen für Hauptrefinanzierungsgeschäfte mit der EZB liegen momentan bei 0,0 Prozent.

(Reuters)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

17.06.2016 08:40
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14932

Griechenland bekommt Hilfsgelder

Das hochverschuldete Griechenland bekommt Anfang nächster Woche 7,5 Milliarden Euro frische Hilfsgelder und ist damit über den Sommer hinweg finanziert.

Das Aufsichtsgremium des Euro-Rettungsschirms ESM habe den Weg für die Auszahlung freigemacht, sagte EU-Währungskommissar Pierre Moscovici am Donnerstag in Luxemburg. "Das wird Sauerstoff in die griechische Wirtschaft bringen."

Das baldige britische EU-Referendum dämpfte die Freude unter den Euro-Finanzministern merklich. "Wir sind natürlich beunruhigt", sagte Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem. Es würden "mögliche Szenarien" überlegt. Einen Plan B für einen Politikwechsel gebe es aber nicht.

Der Sozialdemokrat machte nach einer Grundsatzdebatte deutlich, dass sich die Eurogruppe von Populismus und wachsender EU-Skepsis nicht einschüchtern lasse: "Wir werden unsere Kooperation vertiefen."

Brexit der Lehman-Moment Europas?

Drastisch drückte sich der scheidende finnische Ressortchef Alexander Stubb aus. "Ich denke, das wäre der Lehman-Brothers-Augenblick Europas", sagte er mit Blick auf einen Brexit. Der Kollaps der Lehman-Bank in den USA hatte 2008 die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise ausgelöst.

Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, legte sich nicht darauf fest, ob ihre Institution beim Griechenland-Programm von bis zu 86 Milliarden Euro mitziehen wird. Zunächst müsse die Schuldentragfähigkeit des Landes überprüft werden, sagte die Französin.

Ein IWF-Sprecher in Washington verbreitete zuvor mehr Hoffnung: Der Fonds sei zwar noch nicht so weit, dass er sich an der Finanzierung beteiligen könne: "Aber ich hoffe, dass wir am Ende des Jahres soweit sind."

Eurogruppe und Weltwährungsfonds hatten sich im Mai erstmals auf einen Zeitplan für Schuldenerleichterungen in Athen verständigt und damit die Basis für die IWF-Beteiligung gelegt, auf die insbesondere Berlin pocht.

Nächste Tranche folgt sogleich

Über die nächste Griechenland-Auszahlung will der ESM am Freitag förmlich entscheiden. Die Eurogruppe hatte sich Ende Mai grundsätzlich darauf verständigt, Hilfsgelder von 10,3 Milliarden Euro freizugeben, weil Athen die nötigen Reformen lieferte. In den zurückliegenden Wochen erfüllte Athen noch ausstehende Bedingungen.

Die 7,5 Milliarden Euro sind der erste Teil dieser Zahlung; der Rest des Geldes soll im Herbst ausgezahlt werden. Ressortchef Euklid Tsakalotos bilanzierte, es sei ein schwieriges Jahr gewesen, insbesondere für die Griechen. "Es ist noch ein langer Weg zurückzulegen", warnte er.

Das Land hängt seit 2010 am Tropf internationaler Geldgeber und war 2015 akut vom einem Ausschluss aus der Eurozone bedroht. Über einen Grexit wird aber nicht mehr gesprochen.

In der Minister-Sitzung gab es eine Schweigeminute für die britische Labour-Politikerin Jo Cox, die im Brexit-Wahlkampf angegriffen wurde und danach starb. Lagarde sagte, sie sei traurig und schockiert.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Seiten